Facebook findet Antisemitismus ganz in Ordnung (2)

Facebook, 23.03.2015

FB+Antisemitismus_NadafDie Seite wurde wegen Hassreden und Hasssymbolen im Inhalt gemeldet. Facebook antwortete:

… Wir haben die von Ihnen … gemeldete Seite überprüft und festgestellt, dass sie unsere Gemeinschaftsstandards nicht verletzt…

Kommentar des Einstellenden:

OK, liebe Facebook-Admins, wie muss die Seite denn heißen damit sie wegen hate speech gelöscht wird?

Antisemitismus ist Antiislamismus?

UN Watch berichtet, dass der UNO-Menschenrechtsrat einen 79-jährigen Algerier nomiert hat einem Gremium vorzustehen, das eingerichtet wird, US-Sanktionen gegen Schurkenregime als Verletzung der Menschenrechte einzstufen. (Die Einrichtung dieses Komitees wird natürlich von solchen Menschenrechtsgrößen wie Kuba gestützt.)

Dieser Idriss Jazairy ist ein glühender Israelfeind, der gerne mit falschen Angaben operiert. So behauptet er, die Opfer von Antisemitismus seien Arbaber und Muslime. Über den Antisemitismus befindet er:

Antisemitismus-antimuslimisch

Jawoll, Juden sind nicht betroffen! Die einzigen Opfer sind immer und überall ausschließlich „Araber und Muslime“!

Nachtrag: Für diejenigen, die nicht wissen, was Antisemitismus definitionsgemäß bedeutet – das weiß sogar Wikipedia!

Jüdische Friedhöfe in Ägypten werden jetzt zum Müllabladen genutzt

Elder of Ziyon, 17. März 2015

Vetogate aus Ägypten hat eine Artikelserie über den erbärmlichen Zustand der jüdischen Friedhöfe im Land.

Die Leiterin der fast nicht mehr existierenden jüdischen Gemeinschaft, Magda Haroun, sagte, sie habe einen Friedhof besucht und sah Jungs, die auf die Grabsteine urinierten.

Vetogate besuchte der Friedhof in Alexandria (Bild oben) und berichtete,, er werde als Müllhlade benutzt und übermäßig von Straßenhändlern missbraucht. Grabsteine und Mausoleen sind aufgebrochen, zerschlagen oder anderweitig in schlimm verfallen.

Die Zeitung schreibt von einem Friedhof, der die nach dem Ölberg zweitälteste jüdische Begräbnisstätte der Welt ist. Dort liegen berühmte Rabbiner wie Saadia Gaon.

Die Zeitung interviewte auch eine Reihe islamischer Kleriker, die alle sagten, der Respekt für die Toten habe im Islam hohe Priorität und es gebe keine Rechtfertigung diese Friedhöfe schlecht zu behandeln.

Die Zeitung fährt mit dem Aufruf zur Wiederherstellung dieser Friedhöfe fort – und die Wiederaufnahme des Tourismus zu ihrem Besuch.

Foto der Woche – Kippot

Foto-der-Woche_Kippot

Warum Kippot (Yarmulkes, jüdische Kopfbedeckungen)? Weil sie, in Deutschland bzw. Europa getragen, zu einer „Einladung“ geworden sind, den Träger zu beschimpfen, bespucken, beleidigen, körperlich zu drangsalieren, zu verprügeln – und irgendwann auch umzubringen. So weit sind wir 70 Jahre nach dem Holocaust schon wieder.

Mir ist egal, dass Muslime sich vor Synagogen stellen

Marc Goldberg, Times of Israel blogs, 21. Februar 2015

In der Folge eines terroristischen Mordes an einer Synagoge in Kopenhagen haben viele norwegische Muslime sich entschlossen Solidarität mit der dortigen jüdischen Gemeinde zu zeigen. Sie werden eine Position außerhalb einer Synagoge beziehen, um sie zu „beschützen“, indem sie einen „menschlichen Friedensring“ darum bilden.

Ich wünschte, sie täten das nicht.

Oberflächliche Solidaritätsbekundungen sind gut und schön, aber was wir brauchen ist etwas weit Reelleres. Kein vernünftiger Mensch hat jemals bezweifelt, dass es jede Menge Muslime da draußen gibt, die glücklich sind Seite an Seite mit Juden zu leben. Ich würde es aber lieber sehen, dass die muslimische Gemeinschaft aktive Maßnahmen ergreifen, um den Extremismus in ihren eigenen Moscheen, Schulen und Institutionen einzudämmen. Das brauchen nicht nur die Juden, das brauchen alle.

Wird irgendeiner der Politiker Europas, in deren Händen die Macht liegt den islamischen Extremismus anzugehen, überhaupt irgendetwas tun um sicherzustellen, dass man sich mit dem wirklichen Problem beschäftigt?

Vielleicht könnten sie daran arbeiten den islamischen Extremismus zu entgegenzuwirken, statt den Premierminister Israels anzugreifen, weil er den Juden sagt, sie sollten Aliyah machen. Natürlich würde ich von europäischen Politikern nichts anderes erwarten als von Aufrufen des israelischen Premierministers Europa den Rücken zu kehren und nach Israel zu ziehen empört zu sein. Solche Aufrufe dienen als Erinnerung an das europäische Versagen, wenn es darum geht das Judentum als integrierten Teil Europas zu akzeptieren.

Der Zionismus ist eine jüdische und eine europäische Ideologie. Er wurde in Europa als Reaktion auf einen Hass auf Juden geboren. Eines Hasses, dessen Name – Antisemitismus – von einem Judenhasser geprägt wurde, der seinen Hass wissenschaftlicher klingen lassen wollte. Jedes Mal, wenn Sie jemanden argumentieren hören, er könne nicht antisemitisch sein, weil er selbst Semit ist, sehen Sie, dass diese Bemühung Früchte trägt.

Der einzige Grund, dass Israel existiert, ist Europas schäbiger Umgang mit den Juden. Die Tatsache, dass Juden im 21. Jahrhundert Europa weiter verlassen, um in Scharen nach Israel zu gehen, ist eine brutale Erinnerung an das europäische Versagen gegenüber den Juden. Kein Wunder, das europäische Politiker es persönlich nehmen – es ist eine brutale Anklage ihrer Unfähigkeit.

Im April gibt es in Southampton eine Konferenz unter dem Titel „Internationales Recht und der Staat Israel“. Der Zionismus wird auf Grundlage von Menschenrechten attackiert werden. Das ist Europas großes Thema. Die linke Brutstätte für Ideen von Toleranz, Aufklärung und viele andere nette, puschelige Philosophien werden immer ein Problem haben; er ist eine jüdische Ideologie, der dem „aufgeklärten“ Europa den Spiegel vorhält und ihm sein wahres Gesicht zeigt.

Wie aufgeklärt kann Europa denn sein, wenn die Juden dort kein Zuhause finden können? Statt sich mit den Folgen einer solchen Frage zu beschäftigen, würden europäische Intellektuelle weit lieber Israel attackieren und delegitimieren. Das ist einfacher und benötigt weit weniger Prüfung des eigenen Gewissens.

In Southampton wird man die üblichen Einwände gegen Israel ausrollen. Israel wird als ethnischer Staat angegriffen werden, der nicht allen seinen Bürgern Menschenrechte oder Demokratie bietet. Es wird als die Vorherrschaft einer Gruppe betreibend verschrien werden, obwohl es in Wirklichkeit schlicht das Ergebnis davon ist, dass Juden einen Staat gründeten, in dem sie die Gleichberechtigung finden können, die sie in Europa entzogen bekamen. Hätte Europa den Juden diese Rechte geboten, dann wäre der Zionismus natürlich gar nicht erst entstanden.

Darüber hinaus: Hätten die Europäer es geschafft ein Umfeld zu schaffen, in dem Juden als Gleichberechtigte behandelt werden, würden sie jetzt nicht fliehen.

Der Zionismus dient dazu den Europäern zu sagen, dass die Gesellschaften, auf die sie so stolz sind, dabei sind zu scheitern. Diese Kritik ist der Grund, dass wir solch eine heillose Abwehrhaltung in einem Interview auf Channel 4 erleben, wo einem israelischen Journalisten, der Antisemitismus offenlegte, „Provokation“ vorgeworfen wurde. Wir sehen ihn, wenn Politiker auf den Aufruf eines israelischen Premierministers Juden auffordert Europa zu verlassen, mit rechtschaffener Empörung und persönlichen Angriffen reagieren.

Es ist viel einfacher das irrelevante Handeln einer Reihe von muslimischen Aktivisten zu feiern oder Bibi Netanyahu zu attackieren oder sogar bewaffnete Wachen vor Synagogen zu stellen, als die darunterliegenden Probleme in der europäischen Gesellschaft zu verändern, die sicherstellen, dass tausende junger europäischer Muslime loslaufe, um im Islamischen Staat zu kämpfen und zu sterben.

Es ist dieses europäische Bedürfnis vorzugeben, dass alles gut ist, das zu dem Narrativ geführt hat, das wir überall um uns herum erleben. Das ist der Grund, dass wir jede Menge über Lassanna Bathily hören, der für seine Rolle beim Verstecken von Juden während des Anschlags au feinen koscheren Supermarkt in Paris mit der französischen Staatsbürgerschaft geehrt wird, aber nicht über das heldenhafte Verhalten von Yoav Hattab. Er wurde getötet, als er einen Terroristen angriff, der bereits vier Menschen getötet hatte. In diesem Zusammenhang ist es Bathily, der zum Helden gemacht wird, während Hattab auf ein paar Nachrichtenmeldungen und einem Grab in Jerusalem überlassen wird.

Hattab, der Sohn des Oberrabbiners von Tunesien, passte nicht in ein europäisches Narrativ, das lieber einen Muslim als Helden gelobt sehen möchte, weil er Juden im Kühlschrank versteckte und weglief, als einen Juden, der einen bewaffneten muslimischen Terroristen angriff und dabei getötet wurde. Das erste Narrativ fördert den Mythos der Koexistenz, der es Politikern gestattet Aufrufe zur Bekämpfung des islamischen Extremismus abzuleiten, dem sie es erlaubt haben während ihrer Zuständigkeitszeit aufzublühen. Letzteres könnte – was der Himmel verhüten möge – dafür sorgen, dass Juden ermutigt werden lieber für sich zu kämpfen als weiter den Soldaten an ihrer Türschwelle und der Regierung und Parlament ausgeliefert zu sein.

Wenn europäische Politiker glücklich damit sind Wachen vor jüdische Ziele zu stellen und es ablehnen das Problem des radikalen Islam anzugehen oder es überhaupt beim Namen zu nennen, dann wissen wir, dass die Dinge sich nicht ändern werden. In diesem Europa werden die Juden schwach und wehrlos bleiben, die Hilfe eines Staates benötigen, der zeigen wird, wie wunderbar es ist bewaffnete Waffen und Worte der Verurteilung gegen Antisemitismus zu liefern. Aber die Juden brauchen bewaffnete Wachen nur wegen des Versagens Europas sich mit seinem jüdischen Problem auseinanderzusetzen – vielleicht eher mit seinem muslimischen Problem. Wir brauchen verurteilende Worte und Soldaten vor unseren Gemeindehäusern nur, weil den Führungspolitikern in ganz Europa der Mut fehlt sich des Problems des Judenhasses anzunehmen, der in ihrer Gesellschaft eitert, wie es immer schon gewesen ist.

Wäre es den europäischen Politikern ernst mit dem Antisemitismus fertigzuwerden, würden wir sehen, dass sie muslimische Organisationen und Institutionen angehen, die ihre Gemeinden mit Hass auf Juden, Christen und Demokratie indoktrinieren. Stattdessen sehen wir, dass sie von genau den Politikern gefeiert werden, die behaupten den Extremismus auszumerzen. Das ist dieselbe Geisteshaltung, mit der der damaligen Leiter des Muslim Council of Britain zeitgleich mit dem damaligen Oberrabbiner Jonathan Sacks in den Adelsstand erhoben wurde. Der eine verrichtete gemeinnützige Arbeit und repräsentierte die jüdischen Gemeinschaft, während der andere eine Organisation anführte, die weiterhin den Holocaust-Gedenktag boykottierte und den Tod britischer Soldaten forderte.

Aber natürlich kann man keinen Juden ehren, ohne das auch mit einem Muslim zu tun. Offenbar ist dafür jeder Muslim gut. Es ist diese klassische Geisteshaltung, diese Ermutigung des Anscheins des Fair Play in Sachen einer substanziellen Politik, die uns überhaupt erst in diesen Schlamassel gebracht hat.

Ich schlage vor, dass man es Fortschritt nennen sollte, wenn Europas Politiker sich jetzt gegen Antisemitismus äußern statt ihn zu ermutigen oder sogar begehen. Doch dieser „Fortschritt“ kommt zu spät und ist zu wenig. Wir müssen nicht länger warten, bis die europäischen Politiker die Kurve kriegen; wir müssen uns nicht darauf verlassen, dass Muslime für ein nettes Foto vor Synagogen stehen, das allen erlaubt vorzugeben alles sei in Ordnung. Ich würde sogar viel lieber sehen, dass diese Muslime uns unsere Gemeindehäuser verteidigen lassen würden und sich auf die Bekämpfung des Extremismus konzentrierten, der in ihren Gemeinden so um sich greift.

Aus diesen Gründen also habe ich so gar kein Interesse daran, dass Muslime vor Synagogen sthen und sehr viel Interesse daran zu wissen, was die europäischen Regierungen tun wollen, um den islamischen Extremismus auszumerzen, den sie viel zu lange ignoriert haben.

Nachtrag:
Da waren alle so glücklich, dass eine Gruppe Muslime einen „Friedenskreis“ um die Synagoge von Oslo bilden wollen. Dieser Gruppe ist aber auch ein Problem: Genau dieselben Muslime sind – zumindest in entscheidenden Teilen – Israelhasser; einer der Hauptorganisatoren der Aktion hat das zur Genüge auf Facebook kundgetan und lässt dabei Verschwörungstheorien nicht aus.