Deutschland muss dem Antisemitismus des iranischen Regimes die Stirn bieten

Berlin sollte die Führung bei der Bestrafung des Obersten Revolutionsführers der Islamischen Republik Ali Khamenei mit Wirtschaftssanktionen und der Einstellung der diplomatischen Beziehungen sein, bis Teheran Israels Existenzrecht anerkennt.

Benjamin Weinthal/Dr. Charles Asher Small, Israel HaYom, 14. Juli 2021

Iranische Studenten verbrennen in Teheran die israelisch Flagge (Foto: Reuters)

Die schnelle Verbreitung von Judenhass steht diese Woche in Jerusalem beim 7. Global Forum for Combating Antisemitism (Weltforum zur Bekämpfung von Antisemitismus) des israelischen Außenministeriums im Rampenlicht.

Das mangelnde Verlangen der deutschen Regierung dem tödlichen Antisemitismus und der Holocaust-Leugnung des iranischen Regimes entgegenzutreten stellt eine ernste Gefahr für die Sicherheit Israels und der deutschen Juden dar, ebenso für die Vorstellung und Struktur von Demokratie im Deutschland nach der Schoah. Der Iran ist der weltführende staatliche Sponsor von Antisemitismus und Holocaust-Leugnung.

Aus offensichtlichen Gründen sollte Deutschland die Führung bei der Bestrafung des Obersten Revolutionsführers der Islamischen Republik, Ali Khamenei, durch Wirtschaftssanktionen und einer Einstellung der diplomatischen Beziehungen übernehmen, bis Teheran Israels Existenzrecht anerkennt.

Julian Reichelt, stellvertretender Chefredakteur der BILD (Europas meistverkaufter Tageszeitung) hat treffend festgehalten, wie Kanzlerin Angela Merkels Gleichgültigkeit den Kampf gegen Judenhass behindert hat.*

„In fast 16 Jahren im Kanzleramt und auch nach der Flüchtlingskrise, die den arabisch-muslimischen Antisemitismus in Deutschland verstärkte, haben Kanzlerin Angela Merkel und ihre Regierung so gut wie nichts getan, um diese Gefahr zu bekämpfen oder auch nur eindeutig zu benennen“, schrieb Reichelt im Mai, nachdem Israels Verteidigungsmaßnahmen gegen die vom Iran unterstützten Terroristen der Hamas im Gazastreifen in Deutschland Ausbrüche antisemitischer Übergriffe auf Juden auslösten.

Die aktuelle „Wahl“ von Ebrahim Raisi zum nächsten Präsidenten der Islamische Republik bietet Merkel und ihrem Außenminister Heiko Maas eine klare Gelegenheit Raisis Hardcore-Antisemitismus zu verurteilen.

Recherchen der Anti-Defamation League ergaben, dass Raisi die Produktion einer 50-teiligen antisemitischen Dokumentation leitete, die die Lügen der „Protokolle der Weisen von Zion“ verbreitete, einem gefälschten Text, der die Juden für die Probleme des zaristischen Russland verantwortlich machte.

Raisi sagte auch: „Alle Zionisten wissen, dass die Hisbollah Raketen und Bomben fallen lassen wird, vor denen kein Mensch in Israel sicher sein wird.“

Merkel und Maas haben zu Raisi geschwiegen. Übrigens hat Merkel im Lauf der Jahre dem Sozialdemokraten Maas erlaubt ranghohe Diplomaten in die iranische Botschaft in Berlin zu schicken, um die Revolution der Islamischen Republik zu feiern.

Merkel hatte auch nichts dagegen einzuwenden, als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den klerikalen Herrschern des Iran eine Gratulationsnote anlässlich des Jahrestags der Islamischen Revolution schickte – „im Namen des deutschen Volks“.

Mit Ausnahme ein paar weniger Beauftragter für die Bekämpfung des Antisemitismus gibt es in Deutschland weit verbreitetes Schweigen, was den Judenhass des iranischen Regimes angeht. Felix Klein, Deutschlands „Beauftragter für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus“, gibt die Haltung Merkels wieder und hat es abgelehnt die regelmäßige Holocaust-Leugnung und Aufrufe Israel auszulöschen zu verurteilen.

Uwe Becker hingegen, der Antisemitismus-Beauftragte von Hessen, hat Merkel gedrängt den höchst fehlerhaften Atomdeal mit dem Iran zu verlassen und Sanktionen gegen das Mullah-Regime zu verhängen. „Wenn Deutschland seine Staatsräson [nationale Interessen] ernst nimmt, muss es sofort seine Beziehungen zum Iran einfrieren und damit ein klares und unmissverständliches Signal an die Führung des Iran senden“, sagte Becker.

Er ist eine Ausnahme.

Merkel sagte bekanntlich (oder scheinheilig?) in ihrer Rede vor der Knesset im Jahr 2008, dass Israels Sicherheit Deutschlands Staatsräson sei.

Stefan Hensel, der neue Antisemitismus-Beauftragte für den Stadtstaat Hamburg, forderte Ende Juni die Schließung des von Khamenei kontrollierten Islamischen Zentrum Hamburg. Das ist dasselbe Zentrum, das im Januar 2020 den Tod des Massenmörders Qassem Suleimani, Kommandeur der Quds Force der iranischen Revolutionsgarden betrauerte.

Das Zentrum hat auch Transporte für israelfeindliche Aktivisten bereitgestellt, um an der jährlichen, pro-iranischen Al-Quds-Tag-Demonstration in Berlin teilzunehmen, auf der die Vernichtung des jüdischen Staats gefordert wird.

Bedauerlicherweise ist Deutschland in der einmaligen Position einen „Antisemitismus-Beauftragten“ zu haben, der nach Angaben des Simon Wiesenthal Center und deutscher Experten für Judenhass seine Zeit in den sozialen Medien damit verbringt israelbezogenen Antisemitismus zu verbreiten und den tödlichen Antisemitismus des Iran zu ignorieren.

Michael Blume, der Antisemitismus-Beauftragte von Baden-Württemberg, likte einen Facbook-Post, der die Zionisten mit den Nazis gleichsetzte. Blumes Verhalten ist gemäß der aktuellsten und am breitesten übernommenen Definition – der der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz – antisemitisch. So sagte Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center uns diese Woche zu Blume: Der „Job eines Antisemitismus-Beauftragten besteht darin Antisemitismus zu bekämpfen, nicht ihn zu verbreiten.“

Die Behörden in Baden-Württemberg, von Innenminister Thomas Strobl bis zum grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, tolerieren weiter Blumes mutmaßlich hoch intensive antisemitische Aktivität in den sozialen Medien.

Baden-Württemberg hat eine lange Geschichte von Antisemitismus nach dem Holocaust. Der Staat wählte Hans Filbinger zum Ministerpräsidenten, der als Nazi-Marinerichter diente und seine Aufsicht über die Hinrichtung von Deserteuren verteidigte. Filbinger sagte zu seiner Arbeit während der Nazizeit den berüchtigten Satz: „Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein.“

Freiburg im Breisgau hat seit dem Jahr 2000 eine Städtepartnerschaft mit Isfahan im Iran gepflegt. Die Eliten der Stadt, angefangen bei der Universität Freiburg bis in zum Grünen-Bürgermeister, bewirteten 2008 den iranischen Präsidenten Mohammed Khatami, der in einer Schule eine Rede hielt. Khatami pries vor seinem Auftritt in Freiburg den französischen Holocaust-Leugner Roger Garaudy.

Blume, den das Wiesenthal Center eindringlich zum Rücktritt aufgefordert hat, ist nur ein Symbol eines größeren Problems in Deutschland bei fast allen öffentlichen Bediensteten, die den Auftrag haben Antisemitismus entgegenzutreten, ebenso auf allen Ebenen des deutschen Regierungsapparats: dass nämlich die größte Bedrohung für das jüdische Volk, das Regime des Iran, als diplomatischer und Wirtschaftspartner hofiert wird.

Die Appeasement-Politik gegenüber dem iranischen Regime ist in der deutschen akademischen Welt und der Machtpolitik tief eingegraben. Die Frage, die wir zum Deutschland nach der Schoah stellen müssen, lautet: Warum ist Deutschland nicht in der Lage gewesen die Lektionen des Holocaust zu verinnerlichen?

Der ultimative Lackmus-Test betrifft das Regime im Iran. Und wenn jemand der deutschen Regierung und all ihren Antisemitismus-Beauftragten Zeugnisse ausstellen sollte, dann würde es eine Reihe von ins Auge springenden Fünfen hageln.

Kann Deutschland seine Politik zugunsten des islamischen Regimes umkehren? Im September gibt es Bundestagswahlen. Das Urteil steht noch aus.

Die palästinensischen Christen, die die Hamas verteidigen

Dexter Van Zile, the Algemeiner, 14. Juli 2021

Gazas Hamas-Chef Yahyah al-Sinwar spricht zu den Medien, Gaza-Stadt, 28. Oktober 2019. (Reuters/Mohammed Salem)

Die meisten Möchtegern-„Friedensstifter“ im Nahen Osten wissen es besser als die Hamas anzupreisen, eine Jihadisten-Organisation, deren Führer wiederholt zu Israels Vernichtung aufgerufen haben und die regelmäßig ihre Anhänger dazu anhalten Juden zu ermorden. Und die meisten Friedensstifter, besonders Christen, würden begreifen, dass die Feindschaft der Hamas gegenüber Israel herunterzuspielen, bei Menschen, die den politischen Realitäten im Heiligen Land etwas Aufmerksamkeit schenken, Geringschätzung und Verachtung auslösen würde.

Es gibt jedoch mindestens eine Person, die das Memo zur Hamas nicht erhalten hat. Das ist Reverend Alex Awad, ein palästinensischer Christ, der in Amerika lebt und US-Bürger ist. Awad, Mitglied der renommierten Familie Awad aus Bethlehem, scheint zu glauben, er könne die Hamas anpreisen ohne dass seine Glaubwürdigkeit Schaden nimmt.

In einem Brief an US-Präsident Joseph Biden und Außenminister Antony Blinken erklärte Awad vor kurzem, die Hamas dürfe nicht als Terrororganisation abqualifiziert werden; er sagte: „der Hamas das Etikett einer ‚Terrororganisation‘ anzuheften verbirgt die kompliziertere Wahrheit, dass die Hamas ein Spiegel und Ergebnis des untragbaren und ungerechten Status quo im Land ist.“

In demselben Brief, geschrieben im Auftrag einer Gruppe, die sich „Palestinian Christian Alliance for Peace“ (Palästinensisch-christliches Bündnis für Frieden) nennt, schreibt Awad, dass eine „beträchtliche Anzahl Palästinenser die Hamas unterstützt, weil sie sie als weniger korrupt und effektiver regierend als die Fatah betrachtet, nicht unbedingt wegen ihrer Ideologie.“

Awad berichtet auch, dass die Hamas sogar eine Reihe palästinensischer Christen unter ihren Repräsentanten und Wählern hat“ und dass die Organisation zu „einer Jahrzehnte langen Waffenruhe (hudna) mit Israel aufgerufen hat, das diesen ständig ablehnte“.

Mit dieser Argumentation versucht Awad die Hamas als glaubwürdigen Verhandlungspartner und Israel als einzig verantwortlich für fehlenden Frieden im Heiligen Land darzustellen.

Aber Israel zog 2005 aus dem Gazastreifen ab und die Hamas schoss mehr Raketen in den jüdischen Staat als sie das vor dem Abzug gemacht hatte. Aus irgendeinem Grund ist Awad weder in der Lage die Ungerechtigkeit des Handelns der Hamas einzugestehen, noch anzuerkennen, dass die Hamas geholfen hat den „untragbaren und ungerechten Status quo im Land“ zu schaffen.

Awad beschreibt die Hamas als weniger korrupt als die Fatah, das heißt aber nichts. Wenn die Organisation ehrlich ist, warum versuchte sie dann die Journalistin Hajar Harb in Abwesenheit überführen und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilen zu lassen, weil sie über Korruption im von der Hamas betriebenen Krankenhaus im Gazastreifen berichtete? (Zum Glück war Harb, die sich zur Zeit ihres Verfahrens zu Krebsbehandlung in Jordanien aufhielt, in der Lage ihr Urteil aufheben zu lassen.)

Und wenn die Hamas so vertrauenswürdig ist, warum fließt dann Auslandshilfe, die die Gesundheit und das Wohlergehen der Palästinenser fördern soll, in den Bau von Raketen und Tunneln, die die Ermordung von Israelis ermöglichen? Warum nutzt die Hamas von der United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) betriebene Schulen als Waffenlager?

Und wenn das Angebot der Hamas für eine Waffenruhe so glaubwürdig ist, wie erklärt Awad dann die fortgesetzten Schmähungen, Raketenangriffe, versuchten Terroranschläge und Brandsätze, die von der Organisation Richtung Israel gehen?

Die meisten Persönlichkeiten von öffentlichem Interessen würde an Glaubwürdigkeit verlieren, nachdem sie in derart begriffsstutziger Art die Hamas anpreisen, aber nicht Awad – aus einem einfachen Grund: Er hat keine Glaubwürdigkeit mehr, die er verlieren kann.

Bei der Konferenz „Christus am Checkpiont“ 2018 offenbarte Awad, ein ehemaliger methodistischer Missionar, seine Feindseligkeit gegenüber Juden, die es wagen im Weißen Haus zu arbeiten. Während der Konferenz zeigte Awad ein Dia mit dem Bild dreier offizieller Vertreter des Weißen Hauses, die ein Portrait von Donald Trump umgeben: Jason Greenblatt, Trumps Sonderrepräsentant für internationale Verhandlungen; David Friedman, US-Botschafter in Israel; und Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und ranghoher Berater. Die Bilder waren von den Worten begleitet: „Foul! Ein Rezept für Misserfolg.“

Awad sagte dann seinem Publikum, es solle sich das Bild ansehen.

„Stimmt da was nicht?“, fragte er. „Was ist falsch?“

Ein Mitglied des Publikums sagte: „Das sind alles Juden!“ und ein weiterer sagte: „Sie sind alle jüdisch!“

Awad machte dann klar, was er wollte.

„Sie sind alle Juden“, sagte er. „Millionäre und Milliardäre.“

Vielleicht hilft das zu erklären, warum Awad bereit ist die Hamas anzupreisen, denn sie haben etwas gemeinsam – sie verachten die Juden.

Artikel 22 der ursprünglichen Hamas-Charta erklärte, dass ihre Feinde (natürlich die Juden) „schon lange Pläne machen … und einen gewaltigen und einflussreichen materiellen Reichtum angesammelt haben. Mit ihrem Geld übernahmen sie die Kontrolle über die Weltmedien … Mit ihrem Geld zettelten sie Revolutionen in verschiedenen Teilen des Globus an … Es gibt keinen Krieg, nirgendwo, ohne dass sie ihre Finger im Spiel haben.“

Wie sich herausstellt hat die Hamas ihre Charta aktualisiert; darin wird jetzt erklärt, dass sie kein Problem mit dem Judentum als Religion haben, sondern mit Juden, die darauf bestehen ihre Selbstbestimmung beizubehalten (auch bekannt als „Zionisten“).

So schlimm ist christliches Friedenstiften geworden. Die Hamas könnte Awad Rat geben, wie man seine Verachtung für Juden verbirgt und immer noch die Botschaft rüberbringt.

Herr, erbarme dich.

Kurze Geschichte eines langen Hasses

Victor Rosenthal, Abu Yehuda, 13. Juni 2021

Eine solche Unwahrheit wird ihr [der breiten Masse] gar nicht in den Kopf kommen, und sie wird an die Möglichkeit einer so ungeheuren Frechheit der infamsten Verdrehung auch bei anderen nicht glauben können, ja selbst bei Aufklärung darüber noch lange zweifeln und schwanken und wenigstens irgendeine Ursache doch noch als wahr annehmen; daher denn auch von der frechsten Lüge immer noch etwas übrig und hängen bleiben wird – eine Tatsache, die alle großen Lügenkünstler und Lügenvereine dieser Welt nur zu genau kennen und deshalb auch niederträchtig zur Anwendung bringen. – Adolf Hitler, Mein Kampf, Band 1, Kapitel 10 (S. 252/253)

Wir müssen nur immer weiter unsere Themen wiederholen, dass die Vereinigten Staaten und Israel Faschisten sind, imperial-zionistische Länder, die von reichen Juden finanziert werden. – Juri Andropow

Die Große Lüge über Israel und seinen Konflikt mit den Palästinensern besteht darin, dass er zwischen Israel und den Palästinenser stattfindet.

Das ist der kleinste Teil davon.

Die Wahrheit lautet, dass die Gründung eines jüdischen Staates weder dem postchristlichen Westen noch der islamischen Welt passte. Muslime sind diesbezüglich weit direkter: Das Land Israel war einst unter islamischer Herrschaft und muss deshalb dorthin zurück. Jüdische Souveränität über das Land und jegliche seiner Einwohner, die Muslime sind, ist ihnen ein Gräuel. So erklärt Dr. Mordechai Kedar (s. hier ein längeres Gespräch mit Dr. Kedar in Hebräisch zu diesem Thema), dass nicht nur für Palästinenser, sondern für die ganze fast zwei Milliarden Muslime der Welt der Konflikt „kein territorialer, nationaler, wirtschaftlicher, bürgerlicher oder rechtlicher ist“; er ist religiös. Und daher ist für sie kein Kompromiss, der jüdische Souveränität weiter existieren lässt, hinnehmbar, nicht einmal über den kleinsten Teil des Landes zwischen Fluss und Meer.

Die Situation im Westen ist komplizierter. Mit dem Niedergang des Christentums in Europa, der die Zeit ab der Aufklärung im 18. Jahrhundert kennzeichnet, verlor der religiös motivierte Antisemitismus, der für die Ermordung oder Vertreibung zahlloser Juden aus christlichen Ländern verantwortlich war, an Bedeutung. Aber die Leute scheinen ein Bedürfnis zu haben Juden nicht zu mögen und er wurde von der Rassenversion ersetzt, die Gestalten wie Wilhelm Marr entwickelten; das diente dann als Rechtfertigung des Nazi-Holocaust. Nach dem Krieg machte die gängige Abscheu wegen des Nazi-Völkermords an den europäischen Juden den „Rassen“-Antisemitismus zum Tabu, zumindest in der Öffentlichkeit.

1948 hatten die Zionisten den Erfolg einen Staat im Land Israel zu gründen, was eine gewalttätige Reaktion seitens der arabischen Staaten auslöste (lokale Araber waren schon lange feindselig gewesen; sie verstanden richtig, dass die Zionisten die Absicht hatten einen souveränen Staat zu gründen). Der Vatikan nahm eine gleichlaufende Haltung ein, nicht nur wegen seiner supersessionistischen Theologie, die zionistische Ansprüche die biblischen Israeliten zu repräsentieren nicht anerkannte, sondern auch weil er gegen jüdischen Souveränität über christliche heilige Orte war (der Vatikan erkannte schließlich Israel 1993 zusammen mit der PLO an).

Die Sowjetunion, der ideologische Führer der internationalen Linken, unterstützte die Gründung des Staates zuerst, weil Israel anfänglich sozialistische Ideen aufgriff; und wegen des sowjetischen Wunsches den britischen Einfluss in der Region zu mindern. Aber stalinistischer Antisemitismus (der 1953 im Ärzte-Komplott seinen Höhepunkt erreichte) und Israels zunehmende Ausrichtung auf den Westen brachten einen Bruch in den Beziehungen und sogar nach Stalins Tod unterstützten die Sowjets aus geopolitischen Überlegungen Israels arabische Feinde.

Um die Zeit des Kriegs von 1967 begann der sowjetische KGB eine Dämonisierungs- und Delegitimisierungskampagne gegen Israel. Das Ziel war den USA zu schaden, die nach ihrer Ansicht Israel als Außenposten nutzte, um im Nahen Osten Macht auszuüben; außerdem sollte die arabische Welt aufgebracht werden, die sich dann um Waffen und andere Unterstützung an die UdSSR wenden würde. Wie Korea und Vietnam wurde der Nahe Osten eine Arena für den über Stellvertreter geführten Kampf zwischen den Großmächten.

Der KGB puschte in seiner Kampagne allerlei Themen; sie wandte sich an westliche Intellektuelle, Linke und Akademiker sowie an die Dritte Welt. Die Araber im Land Israel hatten sich bislang als Mitglieder diverser Stämme betrachtet und die meisten von ihnen waren vor relativ kurzer Zeit als Migranten aus der gesamten Region angekommen. Aber sie wurden als geeintes, uraltes, indigenes Volk vorgestellt, das um seine Freiheit und Selbstbestimmung gegen einen massiv mächtigen Unterdrücker kämpft. Der KGB – immerhin waren die Protokolle der Weisen von Zion die Erfindung eines früheren russischen Geheimdienstes – würzte seine politische Botschaft auch mit Hinweisen auf historische jüdische Verderbtheit.

Die Sowjets versorgten die PLO, die angeblichen Helden der „Palästinenser“, mit Geld und Waffen und stützten Yassir Arafats Terrorkampagne gegen den jüdischen Staat – die sich in den Westen ausweitete, da die PLO Dutzende Flugzeuge und Schiffe entführte sowie in verschiedenen europäischen Ländern Israelis ermordete. Die UNO mit ihrer permanenten, von den Sowjets dominierten Mehrheit, verabschiedete zahlreiche antiisraelische Resolutionen und wurde eine ständige Quelle der Propaganda. Die Resolution „Zionismus ist Rassismus“ von 1975 war einer der bedeutendsten Erfolgt des KGB.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verlor die Kampagne gegen Israel ihren besten Förderer, aber sie wurde von den Golfstaaten, dem Iran, der UNO (mit von westlichen Demokratien, besonders den USA zur Verfügung gestellten Geldern) und der internationalen Linken (zum Beispiel mit Soros verbundenen Fonds) finanziert. Ein sehr bedeutender Teil davon bestand darin die wichtigen Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International zu vereinnahmen, die produktive Quellen israelfeindlicher Propaganda geworden sind. Sie „waschen“ effektiv Falschinformationen, die von Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah stammen, indem sie sie veröffentlichen, als hätten sie sie durch unabhängige Recherche einer neutralen Organisation erhalten.

2001, unmittelbar vor dem 9/11, organisierten die UNO und allerlei NGOs in Durban (Südafrika) eine Weltkonferenz gegen Rassismus, bei der Israel als „rassistischer Apartheidstaat“ niedergemacht und „Kriegsverbrechen, Völkermordtaten und ethnischer Säuberung“ beschuldigt wurde. Diese Vorwürfe sind der ursprünglichen Sammlung an Anschuldigungen des Kolonialismus und Imperialismus hinzugefügt worden. Es sollte festgehalten werden, dass die Anschuldigungen oft in eine Form gekleidet werden, die an historische judenfeindliche Vorurteile erinnern; so wird z.B. die IDF fälschlich beschuldigt vorsätzlich auf palästinensische Kinder zu schießen, eine Wiederholung der mittelalterlichen Ritualmordlüge.

Akademische Institutionen im Westen, besonders in den USA, sind seit Jahrzehnten Empfänger großer Geldgeschenke aus arabischen Ländern gewesen, ausgegeben für Forschung, Stiftungslehrkräfte und etablierte Fakultäten für Nahost-Studien ausgegeben, die allesamt die Einseitigkeit ihrer Finanziers gespiegelt haben. Wird das mit Studentenorganisationen wie Students for Justice in Palestine kombiniert, dann werden Studenten mit der israelfeindlichen Botschaft überschwemmt. Und diese Botschaft lautet, dass Israel ein rassistischer, völkermörderischer, siedler-kolonialistischer Apartheidstaat ist, der naziartige Taktiken einsetzt, um das einheimische palästinensische Volk zu unterdrücken, deren Territorium es gestohlen hat und dieses besetzt hält.

Jedes Wort der obigen Botschaft wird allgemein geglaubt und jedes Wort ist gelogen. Aber der Boden ist derart sorgfältig bereitet und die judenfeindlichen Untertöne sind derart aufrüttelnd, dass dies Teil der gängigen Meinung geworden ist. Ihr Zweck besteht darin im Westen Politik zu propagieren, die den jüdischen Staat geostrategisch, politisch, wirtschaftlich, sozial und militärisch schwächt. Obwohl so getan wird, als ginge es um Menschenrechte für Palästinenser, ist das in Wirklichkeit Teil eines langfristigen Einsatzes Israel dazu zu bringen zu verschwinden. Die aktuelle Popularität ist ein schwer erkämpfter Sieg der Feinde Israels und des jüdischen Volks.

Trotzdem überraschte es mich doch noch, als rund 500 Journalisten ein Dokument wie „Einen offenen Brief zu US-Medien-Berichterstattung über Palästina“ unterzeichneten, der ihnen – unglaublich für diejenigen von uns, die die amerikanischen Medien Jahrzehnte lang wegen ihrer antiisraelischen Voreingenommenheit kritisieren – „journalistisches Fehlverhalten“ vorwerfen, weil sie angeblich die „israelische Militärbesatzung und ihr Apartheidsystem verschleiern“, „Israels systematische Unterdrückung der Palästinenser reinwaschen“ und seine Politik der „ethnischen Überlegenheit“ ignorieren.

Ausgerechnet Journalisten sollten es besser wissen und keine fabrizierte Fakten oder populäre Parolen zu akzeptieren. Immerhin besteht ihr Job darin (ihre eigenen Worte) „die Story richtig zu verstehen“. Sie sollten in der Lage sein Versuche zu erspüren sie zu manipulieren. Sie sollten wissen, wie man es vermeidet Trittbrettfahrer zu sein und sich nicht erlauben Zahnräder in der Propagandamaschine eines anderen zu sein. Und sie sollten begreifen, wie falsch es ist anderen Journalisten vorzuschreiben, was sie schreiben sollten.

Wie Ed Hutcheson (Humphrey Bogard) in „Deadline USA“ [deutscher Titel: Die Maske runte] sollten Journalisten Individualisten sein, die der Wahrheit folgen, wohin immer sie sie führt. Manchmal braucht das Mut, besonders wenn die Strafe für ideologische Abweichung Kündigung und Jobverlust ist.

Ed Hutcheson musste sich nur Sorgen um bewaffnete Gangster machen. Er hatte keine Twitter-Mobs, die darauf lauerten, dass er sich einen Ausrutscher leistet. Aber ich weiß, was er diesen 500 selbstgefälligen, feigen Totalitaristen gesagt hätte, was sie mit ihrem offenen Brief tun sollen.

Warum unterstützten Protestanten in Deutschland Rahebs Chasaren-Verschwörungstheorie?

Dexter Van Zile, Times of Israel (blogs), 23. Oktober 2020

Mitri Rabeh bie der Vollversammlung der Presbyterianischen Kirche (USA) (Foto. Dexter Van Zile)

Mitri Raheb ist bekannt für seine Neigung dazu, aus seiner Position als lutherischer Pastor in der Westbank heraus den jüdischen Staat zu dämonisieren.

Sein Buch Bethlehem Besieged (Belagertes Bethlehem) ist eine einseitige Darstellung der frühen Monate der Zweiten Intifada. Er spricht über die Panzer, Schützenpanzer und Hubschrauber, die Israel in die Westbank schickte, versäumt es aber den Selbstmord-Bombenanschlag auf das Park Hotel in Netanya während einer Pessahfeier zu erwähnen, bei dem 30 Israelis getötet und 140 weitere verletzt wurden und der Israels Entscheidung in die Westbank einzumarschieren vorausging.

Raheb unterließ es ebenso seinen Lesern zu erzählen, dass in den Wochen vor der Operation Verteidigungsschild mehr als 80 Israelis (zumeist Zivilisten) von palästinensischen Selbstmordbombenanschlägen und mehr als 35 Zivilisten von Gewehrfeuer getötet wurden. Israels Entscheidung mit Panzern und Schützenpanzern in die Westbank einzumarschieren war eine Konsequenz dieser Anschläge, die Raheb ignoriert.

2017 besuchte Raheb die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg, Ort regelmäßiger israelfeindlicher und judenfeindlicher Hetze. Er erzählte den Leuten, sein Besuch sei ein „unvergesslicher Abend gewesen … demonstrierte Glaube an den Raum des Reichs und christlich-muslimischer Einheit als Mittel kreativen Widerstands“.

Das ist alles ziemlich unverantwortliches Zeug, aber es kommt noch schlimmer. 2012 redigierte und veröffentlichte Raheb The Biblical Text in the Context of Occupation: Towards a new hermeneutics of liberation (Der biblische Text im Kontext von Besatzung: Auf dem Weg zu einer neuen Hermeneutik der Befreiung) in der von ihm betriebenen gemeinnützigen Organisation Diyar Institute.

In diesem Buch schrieb Rahe, seine Leser „sollten vorsichtig sein, wenn sie von der ‚Rückkehr‘ der Juden reden, als würden diese so etwas wie eine Heimkehr in ihr ursprüngliches Land erleben“.

Um seine Darstellung der Juden als Eindringlinge zu untermauern, die wirklich keinerlei Verbindung zum Land Israel haben, schriebt Raheb: „Viele der jüdischen Emigranten [sic] nach Palästina waren in Wirklichkeit keine Nachkommen dieses einheimischen Volks, die ins Exil getrieben wurden, sondern hauptsächlich die Nachkommen nordafrikanischer Berberstämme oder osteuropäischer ‚Chasaren‘-Stämme, die zum Judentum konvertierten. Für sie war Jerusalem das, was Rom für die Katholiken ist.“

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Rev. Dr. Mitri Raheb, der den „Deutschen Medienpreis“ verliehen bekam, verkauft 2012 diese alte Lüge, dass die modernen Juden keine Verbindung zu den Juden haben, von denen in der Bibel geschrieben ist, indem er das Märchen von den „Chasaren“ ins Feld führt.

Raheb verkauft diese gründlich diskreditierte Verleumdung im Namen des „Friedens“ als würde die jüdische Verbindung zum Land Israel in Verruf zu bringen das Leben der Palästinenser verbessern (tut es nicht).

Angesichts der Geschichte Rahebs sollte es nicht überraschen, dass er eine solch üble und unredliche Lüge verbreitet. Was überrascht ist aber, dass das Buch, in dem er dieses Sprachbild bewirbt, mit Hilfe der Protestanten in Deutschland veröffentlicht wurde. Auf der Rückseite des Titels des Buchs heißt es ausdrücklich, dass es vom „Verband der protestantischen Kirchen und Vertretungen in Deutschland“ unterstützt wird [der angeführte Link führt leider inzwischen ins Leere – heplev].

Warum unterstützte ein (ausgerechnet!) in Deutschland arbeitender Kirchenverband die Veröffentlichung eines Buchs, das eine offenkundig antisemitische Verleumdung zum Inhalt hat – dass die in Israel lebenden Juden von heute keine Verbindung zu den Juden der Bibel und daher keinen legitimen Platz im Land Israel haben?

Norwegischer Antisemit vereinnahmt Bild von leidendem Jerusalemer Juden

David Lange, Israellycool, 2. Juli 2021

Eines der schmerzlichsten Bilder aus dem Unabhängigkeitskrieg ist dieses Foto eines alten Juden, der von jordanischen Streitkräften aus seinem Heim geworfen wurde.

Jordanische Soldaten plünderten und zerstörten dann das jüdische Viertel der Altstadt von Jerusalem, einschließlich Synagogen, Häusern, Geschäften und sogar Gräbern. Ab da war der Bereich bis 1967, als er befreit wurde, für Juden verboten.

Ich zeige dieses nüchterne Bild eines leidenden alten Juden, weil es von einem Hasser in Norwegen für die neueste Verdorbenheitsdarstellung vereinnahmt wurde.

Der Schöpfer dieser widerlichen „Kunst“ ist ein Straßenkünstler namens AFK, der in Bergen wohnt. Offenbar wurde sie entfernt und er kann nicht verstehen warum, denn er behauptet, die Botschaft sei „eine des Mitgefühls, Solidarität und friedlicher Lösungen“.

Nicht nur verblendet, sondern auch moralisch verkommen.

Habe ich erwähnt, dass das um einen Spielplatz herum gemacht wurde, damit Kinder es sehen?

Er hat es seitdem leicht abgeändert und an einer anderen Stelle in Bergen aufgestellt.

Offenbar ist die BDS-Botschaft jetzt versteckt (auf dem Buch, das er in der hält, steht „BDS“).

Hier ist eine weitere seiner Kreationen, falls nicht deutlich war, das wir hier von einem Antisemiten sprechen:

So widerwärtig das auch ist, es überrascht nicht wirklich. Das sind dieselben Leute, die bereits Anne Frank vereinnahmt haben.

Die Frage „Wie tief können sie sinken?“ wird von diesen Judenhassern leider regelmäßig neu beantwortet.

Palästineser-Premier sagt. die Ursünde waren Juden in Petach Tikwa 1882

Elder of Ziyon, 2. Juli 2021

Leute sagen gerne, es werde keinen Frieden geben, bis die „Besatzung“ endet. Das ist natürlich Unsinn, da es vor der „Besatzung“ keinen Frieden gab.

Gestern brachte ich etwas über eine Konferenz des Jahres 1929, auf der Araberführer sagte, es werde keinen Frieden geben, bis die Balfour-Erklärung widerrufen werde.

Aber selbst das würde nicht weit genug in die Geschichte zurückreichen, um die palästinensischen Araber glücklich zu machen.

In seiner Eröffnungsrede für die Konferenz „Israels Narrativ widerlegen“, über die ich diese Woche berichtete, sagte der palästinensische Premierminister Mohammed Schtayyeh etwas Bemerkenswertes:

„Die Kolonisierung Palästinas begann nicht mit der zionistischen Bewegung, sondern 15 Jahre vor deren Gründung, als die erste gegründete Kolonie Petah Tikva war, 1882.“

Das Land für Petach Tikva wurde 1878 von religiösen Juden zwei Landbesitzern aus Jaffa abgekauft. Die Osmanen erlaubten den Kauf, weil das Land als qualitativ minderwertig betrachtet wurde. Nach anfänglichen Rückschläge und deinem Malaria-Ausbruch legten die Juden die Sümpfe trocken und schafften es auf dem Land zu bauen, zuerst als Bauernhof und dann als Stadt.

Selbst in seinen frühesten Tagen wurde Petah Tikva von Arabern angegriffen. Es spielte keine Rolle, dass das Land legal gekauft worden war oder dass es, bevor die Juden kamen, unbewohnbar war.

Der angeblich moderate palästinensische Premierminister erinnert uns daran, dass das Palästinenserproblem nicht die „Besatzung“ oder „Kolonialismus“ oder „ethnische Säuberung“ oder die Lügen sind, die sie dem Westen erzählen. Sogar der Balfour-Erklärung die Schuld zuzuschieben ist falsch.

Ihr Problem sind die Juden.

Propalästinensischer Judenhass in Europa

Einem Kontinent fehlt der Mut Stellung zu beziehen

Joseph Puder, FrontPage Mag, 29. Juni 2021

Ausbrüche antisemitischer Gewalt in Europa nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den Hamas-Terroristen im Gazastreifen und Israel sind zu üblichen und wiederholten Vorfällen geworden. Die europäischen Regierungen haben wenig getan, um die überwiegend muslimischen und einige örtliche Antisemiten davon abzuhalten die Gewalt gegen europäische Juden zu initiieren. Das gilt besonders für die deutsche Regierung und ihren Kopf Angela Merkel. Kanzlerin Merkel lud mehr als eine Million Migranten nach Deutschland ein, zumeist Muslime aus dem Nahen Osten und Afrika. Der ihnen auf Israel und Juden eingeschärfte Hass hat die Schändung von jüdischen Friedhöfen, Holocaust-Mahnmalen und Anschläge auf Synagogen zur Folge gehabt. Um jüdische Besorgnis zu beruhigen, geben Merkel und die deutsche Regierung Lippenbekenntnisse über nicht zu akzeptierenden Antisemitismus in Deutschland wegen Deutschlands Rolle beim Begehen des Holocaust ab, in dem sechs Millionen Juden von Nazideutschland ermordet wurden. In Wirklichkeit werden wenige Täter bestraft und gewiss nicht mit langen Haftstrafen oder Ausweisung.

Die New York Times berichtete (19. Mai 2021), dass Steine auf die Türen einer Synagoge in Bonn geworfen wurden. Vor einer Synagoge in Münster wurden israelische Flaggen verbrannt. Es gab propalästinensische Kundgebungen in Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Leipzig. In Deutschland, wo die historische Erinnerung wegen des Holocaust besonders tief reicht, sind propalästinensische Demonstrationen in Städten im ganzen Westen des Landes und in der Hauptstadt Berlin veranstaltet worden. Mehrere sind in Gewalt ausgeartet, mit antisemitischen Sprechchören, Aufforderungen zu Gewalt gegen Israel, Schändung von Mahnmalen für Holocaust-Opfer und Anschlägen auf mindestens zwei Synagogen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer drohte, hart gegen Antisemitismus bei propalästinensischen Protesten vorzugehen. Er erklärte: „Wir werden nicht tolerieren, dass auf deutschem Boden israelische Flaggen brennen und jüdische Einrichtungen angegriffen werden.“ Er fügte hinzu: „Wer antisemitischen Hass verbreitet, wird die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen.“ Wir haben diese nicht verwirklichten Drohungen früher schon gehört, aber dann scheint politische Korrektheit deutsche Beamte zu veranlassen einzuknicken statt mit gewalttätigen Muslimen nachdrücklich zu verfahren, von denen viele neue Migranten sind. Europäische Weiße Schuld, besonders gegenüber Völkern der Dritten Welt, begleitet vom Verlust des Nationalstolzes und dem Willen die eigenen traditionellen Werte zu verteidigen erlaubt einer gewalttätigen Minderheit antisemitische Gewalt fortbestehen zu lassen.

Antisemitische Kundgebungen nicht zuzulassen, besonders in Deutschland, ist nicht nur eine Sache von Anstand und Moral, bedenkt man, was der aktuellen Operation Hüter der Mauern vorausging. Die nicht provozierten, massiven Raketenangriffe von Hamas und Palästinensischem Islamischem Jihad (PIJ) auf Israels Hauptstadt und zivile Bevölkerungszentren im Süden und Zentrum Israels sollten für Deutschland (und andere europäische Regierungen) Grund genug sein diese hasserfüllten Krawalle aggressiv zu verhindern. Darüber hinaus bemühte sich die israelische Regierung mit Nachdruck um eine Vereinbarung mit der Hamas, über die Israel humanitäre Gesten für den Gazastreifen im Tausch für Ruhe fördern wollte. Die deutsche Nation sollte mehr als alle anderen die Tatsache in Betracht ziehen, dass die Hamas und der PIJ sich der Vernichtung des jüdischen Staates verschrieben haben, so wie Hitler Deutschland der Vernichtung des europäischen Judentums verpflichtet hatte. Und doch betreibt Merkels Deutschland Geschäfte mit der Islamischen Republik Iran, die ihre Absicht verkündet hat „Israel von der Landkarte zu wischen“. Deutsche Angst muslimische Antisemiten zu verprellen hat Rückgriff darauf genommen deutsche Rechtsextreme für den meisten Hass und Antisemitismus in Deutschland verantwortlich zu machen statt die radikalen Muslime.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland twitterte ein Video, das muslimische Demonstranten in Gelsenkirchen zeigte, die Palästinenser- und Türkei-Flaggen schwenkten. Der Rat stellte heraus: „Die Zeiten, in der deutsche Juden mitten auf der Straße verflucht wurden, hätten lange vorbei sein müssen.“ „Das ist purer Antisemitismus!“ fügte Felix Klein, der Antisemitismus-Beauftragte der deutschen Regierung gegenüber der Deutschen Welle (DW) hinzu, nachdem er sagte: „Es ist beängstigend diese Art von Hass gegenüber deutschen Juden und Synagogen hier in Deutschland zum Ausdruck gebracht zu sehen.“

Der türkische Diktator und bedeutende Antisemit Recep Tayyip Erdoğan lässt während einer Krise nie eine Gelegenheit aus sein Bestes zu tun, um die Flammen des israelfeindlichen und judenfeindlichen Hasses zu schüren. Seine Verzerrungen und Lügen über die Ereignisse, die in der Gewalt der letzten Monate zwischen Hamas und Israel stattfanden, sind verleumderisch und durchweg bösartig. Erdoğan weiß, dass Israel von der Hamas brutal angegriffen wurde und das Recht hatte sich zu verteidigen. Dieser moderne Haman, der die Rolle des „Sultans der sunnitisch-muslimischen Welt“ anstrebt, benutzt Israel und die Juden als gemeinsames Ziel für Hass. Er hetzte Muslime weltweit auf, sich zu vereinen um Israel zu bekämpfen. Derweil haben türkisch-muslimische Gefolgsleute in Deutschland seine Lügen genutzt, um zusammen mit ihren palästinensischen Glaubensbrüdern in deutschen Städten Gewalttaten zu begehen. Erdoğan beschuldigt Israel des Terrorismus gegen die Palästinenser und qualifiziert das „als in ihrer Natur liegend“. Er fuhr weiter fort: „Sie sind Mörder, bis zu dem Punkt, dass sie Kinder töten, die fünf oder sechs Jahre alt sind. Sie sind nur zufrieden, wenn sie ihr Blut saugen.“

Das US-Außenministerium verurteilte Erdoğans antisemitische Attacke auf das jüdische Volk und Israel. Ned Price, Sprecher des Außenministeriums, lieferte eine Botschaft im Namen der US-Regierung. Er sagte: „Antisemitisches Reden hat nirgendwo einen Platz… Die USA sind dem Kampf gegen den Antisemitismus in all seinen Formen zutiefst verpflichtet. Wir nehmen die Gewalt ernst, die Antisemitismus oft begleitet, genauso die gefährlichen Lügen, die ihn untermauen. Wir müssen Lügen immer mit Fakten begegnen und auf Verbrechen mit Gerechtigkeit antworten.“ Erdoğan sagte  im Wesentlichen, dass Juden Babykiller seien, die alte Lüge, die sich an die mittelalterliche Ritualmordlüge anlehnt, mit der Juden beschuldigt wurden christliche Kinder zu ermorden und ihr Blut in den Pessah-Ritualen benutzen.

Zwar können Deutschlands Verbrechen am jüdischen Volk nicht vergessen werden und die wiederholten antisemitischen Vorfälle in jüngster Zeit werden wegen des Holocaust stärker betont, aber Deutschland ist nicht das einzige Land in Europa, das Antisemitismus erlebt. In ganz Europa hat es verschiedene Erscheinungsformen des Antisemitismus gegeben. In Österreich wurde ein Student in einem Zug belästigt, als er ein Buch mit einem jüdischen Titel las. Eine Krankenschwester in einem Londoner Krankenhaus trug eine Kette mit Davidstern; ihr wurde Gewalt angedroht. In Belgien wurde einer orthodoxen Jüdin, die auf einer Bank saß, gesagt: „Hau ab, dreckige Jüdin.“ Ein jüdischer Mann wurde in London in seinem Auto angegriffen, weil er eine israelische Flagge hatte. Diesen Vorfällen folgte ein Angriff auf einen Rabbiner vor seiner Synagoge in Chigwell, einer Stadt vor London. Am selben Tag zeigte ein Konvoi aus acht Autos Palästinenserflaggen, als die Leute durch Londons nördliche Vororte fuhren, wo viele Juden leben; über Lautsprecher brüllten sie antisemitische Obszönitäten. Dazu gehörten so verletzende Verunglimpfungen wie „Fickt die Juden und vergewaltigt ihre Töchter…“

Der geballte Einfluss des Antisemitismus zwingt europäische Juden zu überlegen, ob sie den Kontinent verlassen. Viele sind bereits nach Israel, in die USA und nach Kanada gegangen. Joel Rubinfeld, Präsident der Belgischen Liga gegen Antisemitismus stellte seine Fähigkeit infrage mit seiner Frau und den jungen Kindern in Belgien zu bleiben. Brigitte Wielheesen, eine bekannte niederländische Journalistin und Expertin für Terrorbekämpfung, schrieb, nach Jahren des Kämpfens gegen den Antisemitismus sei sie zu dem Schluss gekommen, dass die Aktivität sinnlos geworden sei.

Der deutschen wie auch europäischen Regierungen im Allgemeinen fehlen Wille und Mut diesen muslimischen Antisemiten aus der Dritten Welt die Stirn zu bieten, ob sie nun legale Einwohner sind oder gerade zugezogen. Da die Juden nur ein Bruchteil der Zahl der muslimischen Bevölkerung in Europa stellen, hat letztere beträchtliche Macht an der Wahlurne gewonnen. Juden hingegen sind der „Kanarienvogel im Bergwerk“ geworden. Was mit den Juden beginnt, wird letztlich jeden treffen. Wenn Europa nicht effektiv gegen die vorgeht, die versuchen seine Werte zu untergraben, wird es als Europa nicht überleben.

Anmerkung: Der Autor vergisst dummerweise zu erwähnen, dass die antisemitischen Entwicklungen inzwischen auch in den USA, gerade unter der Administration Biden, deutlich in Richtung der europäischen Zustände geht.