Nee, nichts Antisemitisches dabei!

Elder of Ziyon, 13. Januar 2022

Al-Kanadeq, eine Nachrichtenseite, die ich bisher nicht gesehen hatte, tauchte im Google Newsfeed auf. Sie könnte von den Houthi sein – sie ist auf jeden Fall pro-iranisch und pro-Hisbollah und ihre Leserschaft befindet sich zumeist im Jemen.

Hier sind der Anfang eines Artkels und das begleitende Foto:

Die Juden sahen, dass die erfolgreichste Weise das Image der Juden in den Augen der Welt zu verbessern, darin besteht, die internationalen Medien zu kontrollieren. 1869 drückte der jüdische Rabbiner „Raschoron“ in seiner Rede in der Stadt Prag die Intensität des Interesses der Juden an den Medien mit den Worten aus: „Wenn Gold unsere erste macht ist die Welt zu kontrollieren, dann sollte die Presse unsere zweite Stärke sein.“

1897 war der erste Zionistische Kongress im schweizerischen Basel ein gefährlicher Wendepunkt. Die Teilnehmer sagte, ihr Plan einen israelischen Staat zu gründen, würde nicht erfolgreich sein, wenn sie keine vollständige Kontrolle über die Medien hätten, besonders die Presse. Heute deuten Statistiken darauf hin, dass 224 Zeitungen und Bekanntmachungsblätter in Amerika von jüdischen Organisationen herausgegeben werden, zusätzlich zu vierzig Bulletins, die nur unter Juden kursierten, sowie ihre komplette Kontrolle über die großen Medien.

Ich habe keine Ahnung, woher dieser „Rabbi Rascharon“ kam. Ich stellte fest, dass MEMRI einmal einen Artikel des höchst beliebten palästinensischen Zeitung Al-Hayat al-Jadida übersetzt hat, der wortwörtlich dieselben Absätze enthielt, aber MEMRI übersetzte den Namen als „Rabbi Yeschurun“, was fast genauso unwahrscheinlich  ist.

Das ist alles Material, das wahrscheinlich direkt von einer Neonazi-Seite entnommen ist; dennoch haben die Linksextremen, die vorgeben Antisemitismus und Nazis zu hassen, nie ein Wort gegen arabischen Antisemitismus geäußert.

Weil sie auf derselben Seite stehen.

Juden zählen nicht

Wenn von Vielfalt und Inklusion geredet wird, sind Juden kein Teil der Diskussion

Richard L. Cravatts, FrontPage Mag, 14. Januar 2022

1978 brachte der Prozess Regents of the University of California gegen Bakke den Begriff „diversity“ [Vielfalt] ins Lexikon höherer Bildung. Obwohl das Gericht feststellte, dass die medizinische Fakultät der University of California in Davis ein verfassungswidriges Quotensystem einsetzte, mit dem sie Alan Bakke die Aufnahme verweigerte, stellte Richter Lewis Powell in seiner berühmten Ausführung fest, dass Universitäten ungeachtet des ihm innewohnenden Fehlers eines solchen Quotensystems wahrscheinlich die Qualität ihrer Einschreibungen verbessern könnten, indem sie eine „diverse Studentenschaft“ anstreben, die „einen robusten Ideenaustausch betreibt“ und dass es „ein zwingendes staatliches Interesse“ daran gibt zu versuchen ein solches  Ziel zu erreichen und die Inklusion historisch unterrepräsentierter Gruppen auf dem Campus zu fördern.

Statt Studenten zu helfen sich an die reale Vielfalt der Gesellschaft außerhalb der Campusmauern anzupassen, hat die Kampagne zur Steigerung der Vielfalt jedoch dazu gedient balkanisierte Universitäten zu schaffen, in denen momentane Opfer sich in eigenständige und sich nach innen orientierende Rassen- und Kulturgruppen ausgrenzen – genau das Gegenteil der Absicht der Universitäts-Diversokraten und ihrer aufgeblasenen Lehensgüter, mit denen sie für diese Theologie der Viktimisierung, Radikalgerechtigkeit und Inklusion werben.

Es scheint jedoch so, dass nicht alle ethnischen Gruppen die Sorge der Sozialkrieger der Woke-Campusse benötigen. Juden, eine winzige, aber stark sichtbare und einflussreiche Minderheitengruppe, werden regelmäßig ignoriert, wenn Opfergruppen um Anerkennung auf der Sensibilitätsskala konkurrieren. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass genau die Personen, deren Rolle darin besteht sicherzustellen, dass alle Menschen anerkannt und alle Gruppen geschützt werden, eine besondere Feindseligkeit gegenüber Juden und dem jüdischen Staat Israel an den Tag legen.

In der anspruchsvollen Atmosphäre der Rassengleichheit und Diskussion um Unterdrückung und Opferrolle gelten Juden heute als weiß und „weiß privilegiert“, die, obwohl sie lange eine verleumdete und verhasste Minderheit gewesen sind, heute von der Einordnung als Opfer ausgeschlossen werden und selbst zu Zielen von Verurteilung, Kritik und Rüge geworden sind – sogar durch diese Profis der Vielfalt, Gleichheit und Inklusion (DEI – diversity, equity, inclusion), deren Hauptrolle darin besteht am Campus Umfelder zu schaffen, die frei von Bigotterie, Hass und Einseitigkeit sind.

Konzerne wie Google, zusammen mit Facebook und Twitter haben sich als zentrale Vermittler der zeitgenössischen Woke-Kultur erwiesen, aber nirgendwo ist identitäsbasierte Herschaft offensichtlicher als an Universitäten, wo DIE-Polizisten, „Vielfalts-Beauftragte“ auf ihrem jeweiligen Campus, entscheiden, wer die Opfergruppen dieser Generation bildet und wie sie verhätschlet werden sollten und wie man Kümmernisse belohnt.

Beunruhigenderweise hat aber 2021 ein Bericht von Jay Greene und der James Paulat Heritage Foundation namens „Irrglaube Inklusion: Der Antisemitismus der Mitarbeiter für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion an Universitäten“ aufgedeckt, dass genau die Leute, die damit beauftragt sind Campus-Umfelder zu schaffen, die frei von Bigotterie und Orte zu sein, an denen alle Gruppen sich willkommen fühlen, besonders dunkle und hasserfüllte Einstellungen hegen, wenn es um Juden und Israel, den jüdischen Staat geht.

Die Studie beruhte auf einer Analyse „der Twitter-Accounts von 741 DEI-Mitarbeitern an 65 Universitäten, um zu dokumentieren, ob es Beweise für Antisemitismus zur Unterstützung anekdotischer Behauptungen zu israelfeindlichen Aktivitäten seitens DEI-Mitarbeitern gibt“ und offenbarte, dass die DEI-Profis keine neutralen Beobachter des Klimas an Universitäten sind und „deutlich machten, dass DEI-Mitarbeiter an Universitäten in Wirklichkeit als politische Aktivisten wirken, eine enge und radikale ideologische Agenda artikulieren und erzwingen.“

Und im Einklang mit der aktuellen Campus-Kampagne Israel unerbittlich zu verleumden und zu beleidigen, indem geholfen wird palästinensische Selbstbestimmung zu unterstützen, schießen diese DEI-„Polizisten“ wahllos gegen Israel, so dass die Autoren des Berichts „… feststellten, dass DEI-Mitarbeiter von Israel besessen sind, über das jüdische Heimatland fast dreimal so oft kommunizieren wie über das Land [China], das seine muslimischen Bürger aktiv interniert“,

Und die Besessenheit mit Israel war, wie vorherzusehen, nicht positiv. Tatsächlich, stellte der Bericht fest, „sind Tweets zu Israel auch durchweg negativ: 96% brachten Kritik zum Ausdruck …“ während „im Gegensatz dazu 62% der Tweets mit Verweis auf China [als Vergleichsthema im Bericht behandelt] wohlwollend sind“.

Die in dem Bericht untersuchten Tweets bestätigen, dass diese DEI-Diversokraten regelmäßig Reden führen, die gemäß der Arbeitsdefinition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) eindeutig antisemitisch sind. „Die regelmäßige Verwendung von Begriffen [in den Tweets] wie Apartheid und Kolonialismus sollen Israel als ein rassistisches Unterfangen darstellen und ihm sein Existenzrecht als Heimat des jüdischen Volks verweigern“, eines der in der Definition angführten Anzeichen für antisemitisches Reden.

Nicht nur das: Indem an Israel ein Standard angelegt wird, den man von keinem anderen Land erwartet oder fordert, das sich ähnlichen Herausforderungen ausgesetzt sieht, demonstrieren die DEI-„Polizisten“ laut der IHRA-Definition ein weiteres Beispiel für Antisemitismus. „Der energische Angriff auf israelische Reaktionen auf Raketen und Terroranschläge zeigen auffälliges zweierlei Maß“, befand der Bericht, „da nur vom jüdischen Staat erwartet wird seine Bürger nicht so zu verteidigen, wie es alle anderen Staaten der Welt tun würden. Dass Kritik an China im Vergleich zu Israel so selten ist, ist ebenfalls ein starker Beweis für zweierlei Maß. Israel des Völkermords oder ethnischer Säuberung zu beschuldigen bedeutet ganz klar, dass israelische Politik mit der der Nazis gleichgesetzt wird“ – laut der Definition weiteres antisemitisches Tun.

Wie sehen die Abschlussausführungen des Berichts aus? Die Autoren regen an, weil die Wahrnehmung lautet „Juden besitzen, anders als andere Minderheitengruppen, Privilegien und Macht, Juden und Opfer von Judenhass verdienten oder bräuchten die Aufmerksamkeit „derer in DEI-Machtpositionen“ nicht. Der Report schließt: Tatsächliche wird „schmerzhaft deutlich, dass viele Mitarbeiter für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion, die mit der Verfolgung dieser löblichen Ziele beauftragt sind, ihren Auftrag preisgeben, zumindest wenn es um Juden geht“.

Obwohl jüdische Studenten gemäß jedem normalen Maßstab als Gruppe gesehen werden müssten, die Schutz vor Voreingenommenheit, Hass und Schikane durch ihre Kommilitonen und Professoren verdient, hat die Debatte um Israel und die Palästinenser jüdische Anhänger des Zionismus und Israels in eine ungemütliche Position gebracht, oft dort, wo sie sich von progressiven Bewegungen ausgeschlossen fanden. Radikale Aktivistengruppen wie Students for Justice in Palestine waren oft erfolgreich damit schwarze, muslimische, schwule und hispanische Studenten für sich zu gewinnen, für die israelfeindliche Kampagne, die Israel als weißen, kolonialen Unterdrücker eines braunen, einheimischen Volks darstellt, was zum Ergebnis hat, dass Studenten und Dozenten, die Israel unterstützen, als unbußfertige Rassisten und Anhänger eines Apartheidregimes sind.

Linke Studenten, die durchaus die progressiven Werte und Überzeugungen ihrer Kommilitonen teilen, aber Israel unterstützen, finden sich daher regelmäßig von der Teilnahme an Kampagnen für Rassengleichberechtigung ausgeschlossen, mit denen sie eigentlich sympathisieren, weil sie wegen ihrer Loyalität gegenüber dem Zionismus und Israel als linke Ausgestoßene gebrandmarkt werden.

Und weil Juden, zu Recht oder zu Unrecht, als mächtig, „weiß“ und mit „weiß privilegiert“ wahrgenommen werden, sind DEI-„Polizisten“ ihnen gegenüber weniger mitfühlend gewesen, wenn jüdische Studenten sich über die Schikanen und Verunglimpfungen beschweren, die sie oft als Ergebnis bösartig israelfeindlicher Veranstaltungen, von pro-palästinensischen Rednern und israelfeindlichen Dozenten erfahren, die Studienpläne mit einseitig antiisraelischen, antiwestlichen und manchmal antisemitischen Lehrmaterialien aufladen.

Dass jemand, der mit der Förderung von Inklusion, Vielfalt und Gleichheit unter Studenten beauftragt ist, einerseits vorgibt sich um dieses Ziel zu kümmern und dennoch öffentlich Israel und Juden verachtet, sollte widersprüchlich scheinen, aber ein Beispiel für dieses Doppeldenken versetzt derzeit den Campus der University of Southern California in Aufruhr. In den Fall involviert ist die widerwärtige Yasmeen Mashayekh, eine Studentin an der USC Viterbi School of Engineering, die von einer Gruppe von rund 60 USC-Dozenten „fortgesetzter offen antisemitischer und zionophobischer Äußerungen“ beschuldigt wurde.

Es ist nicht zu fassen, wenn auch möglicherweise kein Zufall, dass Frau Mashayekh eine Senatorin für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion in der Studentenvertretung der USC-Aufbaustudenten ist, wie der Katalog der Canary Mission (eine Internetseite, die Dossiers über antisemitische, radikale Studenten und Dozenten zusammenstellt) zeigt; Mashayekh twitterte am 9. Mai 2021: „Ich will jeden motherfucking Zionisten töten.“ Als Canary Mision auf diesen widerlichen Tweet mit einem eigenen antwortete, in dem stand, ihr Tweet sei „erschreckend“, twitterte Mashayekh: „Oh nein, wie erschreckend, dass ich töten will, wer mich kolonisiert!!“

Im Juni twitterte Mashayekh: „Tod Israel und seine Schlampe USA“ und retweetete einen Tweet, in dem es hieß: „Möge I****l [Israel] bis auf die Grundmauern niederbrennen. #Rettet Silwan.“ Und für den Fall, dass es irgendwelche Zweifel wegen ihrer Gefühle zum jüdischen Staat gibt, gehörte zu ihren Tweets im Juni Unterstützung für Terrorismus und den Tod von Juden: „Wenn du nicht für die komplette Vernichtung Israels und der Besatzungskräfte bist, dann bis du palästinenserfeindlich“; „Tod Israel“ und „Ja, ich fucking liebe Hamas, wie stfu [shut the fuck up = halt dein verdammtes Maul.“]

Aber während eine Gruppe des Lehrkörpers die USC-Verwaltung aufrief proaktiv zu handeln und das Reden und die Stimmung dieser boshaften Studentin zu verurteilen, sind andere, die Mashayekh unterstützen, eifrig damit beschäftigt gewesen aus dieser hasserfüllten, antisemitischen Fanatikerin ein Opfer von Islamophobie und Rassismus zu machen, sogar jemanden, der Rufschädigung zugefügt worden sei.

So konnte Mashayekh sich mit einem Mantel der Opferrolle schützen und straflos den Zionismus, die Juden und Israel attackieren, wegen ihres mutmaßlichen Opferstatus und der Tatsache, dass die  Ziele ihrer widerwärtigen Ideologie „weiße“ Juden sind, Verteidiger eines Rassistenstaates, die es, zumindest ihrer Meinung nach, nicht verdienen vor Hass geschützt zu werden.

An der Stanford University befindet sich das DEI-Programm des Beratungs- und Psychologischen Dienstes der Universität (CAPS) im Zentrum einer Klage, die vom Brandeis Center for Human Rights Under Law im Auftrag zweier Berater für psychologische Gesundheit – Dr. Ronald Albucher und Sheila Levin – eingereicht wurde, die „eine feindselige und unwillkommene Umgebung für Juden im Programm Vielfalt, Gleichheit und Inklusion (DEI) erlebten, die gegen Title VII des Civil Rights Act von 1964 und den Fair Employment and Housing Act von Kalifornien verstoßen“.

„Das DEI-Programm“, fordert die Klage ein, „fördert das Stereotyp, dass Juden, auch Frau Levin und Dr. Albucher, ‚weiß‘ oder ‚vorübergehend weiß‘ sind und führte das klassisch antisemitische Sprachbild ein, dass Juden mächtig, reich und privilegiert sind.“ Bei DEI-Trainingsstunden wurden Levin und Albucher mit der Sprache der Viktimisierung konfrontiert, zu der „weiße“ Juden als Unterdrücker von „People of Color“ gehören. „Mit der Befürwortung eines antisemitischen Narrativs, das Juden kollektiv als Unterdrücker bezeichnet, die für systematischen Rassismus verantwortlich sind, während gleichzeitig die uralte jüdische Identität bestritten wird“, heißt es in der Klage, „fördert das DEI-Programm judenfeindliche Stimmung und ermutigt zu Feindseligkeiten gegen Juden.“

Und während das „DEI-Programm entworfen wurde, um allen Mitarbeitern ‚zu helfen Fähigkeiten und Vertrauen zu entwickeln sich auf Studenten unterschiedlicher Hintergründe einzulassen‘“, verletzt Juden und die jüdische Erfahrung als für Schutz untauglich zu erklären, der anderen ethnischen Gruppen gewährt wird, Geist wie Absicht dieses DEI-Auftrags. Beunruhigender ist, vermerkt die Klage, „dass das DEI-Programm antisemitische Vorfälle auf dem Campus von Stanford ignoriert und die antisemitische Falschmeldung verbreitet, Juden hätten ‚immense Macht und Privilegien‘, was Stanfords Mitarbeiter für psychologische Gesundheit lehrt die Folgen antisemitischer Vorfälle für die psychische Gesundheit durch antisemitische Vorfälle zu ignorieren.“

Diese Verschmelzung von Juden und weißem Herrenmenschentum, der zentralen Ideologie der Nazis, ist natürlich historisch absurd und moralisch pervers, genauso wie die Annahme, dass jüdische Studenten und Dozenten „weiße Privilegien“ genießen. Für jüdische Studenten ist zudem potenziell gefährlich, dass sie sich jetzt vielleicht selbst verteidigen müssen – nicht nur gegen die ständigen Beschuldigungen das rassistische Apartheid-Regime Israels zu unterstützen, das die unglücklichen Palästinenser unterdrückt – sondern auch, dass sie Teil einer großen, unheilvollen Bewegung sind, zu der im Denken der DEI-„Polizisten“ und anderer woken Campus-Linken die schlimmsten, radikalsten Elemente der neuen Rechten gehörten, die angeblich während der Administration Trump ermutigt und Sichtbarkeit und Einfluss gegeben wurden: Konservativen, Republikanern, Zionisten und allerlei Sonderlingen aus dem Neonazi-Rand.

Die unerbittliche Fokussierung auf Vielfalt, Inklusion und Gleichheit hat Juden vorsätzlich vom ideologischen Auftrag ausgenommen und in dem Prozess die Rechte und Sicherheit von Juden wurden gefährdet, ignoriert und heruntergespielt.

„Tatsächlich“, hielt die Stanford-Klage auf zum breiteren Thema fest, um das es hier geht, „dient dieser Fall als warnende Geschichte: Diese [DEI-Profis] … die an der wichtigen und notwendigen Arbeit der Bekämpfung von systemischem Rassismus und Diskriminierung beteiligt sind, müssen gewissenhaft sicherstellen, dass sie im Prozess des Konterns von Bigotterie, die sich gegen eine Gruppe richtet, nicht die Schikanierung oder Diskriminierung einer anderen Gruppe fördern oder begehen.“

Neben guten Absichten müssen Juden auch zählen.

Tausend Gründe Antisemitismus nicht zu bekämpfen

Aber sind sie legitim?

Adam Milstein, FrontPage Mag, 7. Januar 2022 (Jerusalem Post, 25. September 2021)

„Antiisraelisch ist nicht Judenhass“ – Antisemitismus – BDS – Zionismus ist Rassismus
„Ich kann es mir nicht leisten Antisemitismus zu bekämpfen, ich habe zu viel zu verlieren.“
„Was ist Antisemitismus?“
„Antisemitismus ist doch nichts Besonderes.“

Liebe Freunde und Kollegen, Mitglieder der amerikanischen jüdischen Gemeinschaft!

Gute Neuigkeiten: Der Antisemitismus ist kein Problem mehr, das es wert ist bekämpft zu werden.

Das ist die Einschätzung einer großen Zahl an Mitjuden, an die ich mich in den letzten Jahren gewandt habe. Die Kontaktaufnahme war Teil meiner Bemühungen andere als Partner für meinen Kampf gegen den ältesten Hass der Welt zu gewinnen, der heute erneut zu Gewalt gegen Juden aufstachelt.

Obwohl ich beschloss den Kampf fortzusetzen statt auf einen gelassenen Lebensstil umzuschwenken, bin ich es euch schuldig euch einige der vernünftigen, wenn auch absurden Ausflüchte mitzugeben, die ich im Verlauf der Jahre gehört habe. Hier sind sie also, wie sie von einigen meiner jüdischen Kollegen zum Ausdruck gebracht wurden, die versuchten mich zu überzeugen, dass mein Aktivismus eine schlechte Idee ist.

Wir können es uns nicht leisten Antisemitismus zu bekämpfen

Der wichtigste Grund, dass viele Juden es vermeiden Antisemitismus zu bekämpfen oder dabei zu helfen, besteht darin, dass sie Angst haben.

Die Wohlhabenderen und Erfolgreichen meiner jüdischen Freunde sind die, die weniger bereit sind ein Risiko auf sich zu nehmen. Aufzustehen und unsere Feinde bloßzustellen und sie zu bekämpfen stellt uns in die Öffentlichkeit und wir werden zu Feinden, gegen die unsere Gegner schießen und das kann teuer werden. Ich höre oft oder soll begreifen, dass sie uns gerne helfen würden, sich aber kein Risiko leisten können und zu viel zu verlieren haben. Es ist für ihren Ruf, ihr Unternehmen und ihr Wohlergehen viel sicherer, wenn sie unter dem Radar bleiben und hoffen, dass jemand anderes das erledigen wird. Es gibt viele Arten unter dem Radar zu bleiben und anonym zu unterstützen, aber jede Art der Beteiligung macht ihnen Angst, weil das durchsickern und gegen sie verwendet werden könnte.

Weil sie nicht zugeben wollen, dass sie Angst haben, nutzen sie vernünftige und/oder absurde Ausreden, darunter die Folgenden:

Antisemitismus nimmt nicht zu und ist nicht gewalttätig

Sind die Statistiken von FBI und Justizministerium, die eine bedeutende Zunahme von Hassverbrechen gegenüber Juden dokumentieren, genau und/oder relevant?

Meine jüdischen Freunde neigen dazu den Ernst von Antisemitismus auf Grundlage der persönlichen Bedrohung mit Gewalt gegenüber sich selbst und ihren Angehörigen zu beurteilen. „Ist irgendjemand, den ich kenne, jemals von Antisemiten getötet oder verletzt worden?“ Nö. „Sind wir jemals persönlich von Antisemiten bedroht worden?“ Ich glaube nicht. Der Punkt ist, so sagen sie, dass man die Bedrohung nicht übertreiben soll und lasst uns einen Weg finden mit diesem Minimalrisiko, wenn es denn überhaupt besteht, zu leben. Gibt es Antisemiten? Natürlich. Aber sie sind eine Randgruppe und werden immer ein solche bleiben und abgesehen davon, sagen sie, ist die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden weit höher als die Wahrscheinlichkeit, dass ich oder jemand aus meiner Familie von einem gewalttätigen antisemitischen Angriff getroffen werden.

Antisemitismus hilft jüdischer Geschlossenheit

Ich habe gehört, dass Antisemitismus wie der Tod und Steuern ist. Unvermeidlich. Er ist lediglich ein bedauernswertes Nebenprodukt der Menschheit und der jüdischen Erfahrung, löste aber Jahrtausende lang das Überleben des jüdischen Volkes aus. Antisemitismus schafft jüdische Geschlossenheit, er ist der einzige Punkt gewesen, zu dem in den zunehmend auseinandergehenden jüdischen Gemeinden Einigkeit herrschte. Wenn Juden sich sicher fühlen und gedeihen, dann ist das Risiko von Assimilation und Mischehen größer, also brauchen wir Antisemitismus, um sie zu ihren Wurzeln zurückzubringen. Warum ihn also bekämpfen? Stattdessen sollten wir HaSchem und unseren Glückssternen für diesen Judenhass dankbar sein. Das ist alles Teil des Plans Gottes, der zu weit über uns steht, als dass wir ihn verstehen könnten.

Antizionismus ist kein Antisemitismus

Judenhass und die dem Antisemitismus entspringende Gewalt scheinen nur ein zunehmendes Problem zu sein, weil wir die sich ausweitende, aber gerechtfertigte Verurteilung Israels als „antisemitisch“ bezeichnen. Viele sagten mir, wenn wir einen Keil zwischen die Diaspora-Juden und ihr Heimatland – das Land Israel – treiben und Kritik an Israel willkommen heißen, dann kann das nur zu größerer Liebe, Verständnis und Wertschätzung der Juden andernorts führen. Diejenigen mit einer unkontrollierten Liebe für das jüdische Volk, aber tiefem Hass gegenüber Israel, wie die Anhänger der BDS-Bewegung, werden uns als respektierte Mitglieder der Gesellschaft akzeptieren. Bedenkt man unsere lange Geschichte der Unterdrückung, dann wird uns selten zu irgendetwas eine Wahl gelassen. Also lasst uns gute Juden sein und Helden der Anti-Israel-Bewegung werden.

Antisemitismus: eine Kosten-Nutzen-Analyse

Theoretisch wäre es großartig den Antisemitismus auszumerzen, aber wir haben schlicht nicht genug Leute und ausreichende Ressourcen, das zu tun. Selbst wenn jeder einzelne Jude in Amerika für die Sache spenden würde, wäre das nie genug, um die Milliarden zu kontern, die in antisemitische Kampagnen gepumpt werden. Da also unsere Zahl und Ressourcen begrenzt sind, ist es das wirklich wert so viel Geld und Zeit einem Kampf zu widmen, den wir zwangsläufig verlieren werden? Viele ziehen es vor ihre begrenzten Ressourcen bestehenden jüdischen Institutionen wie Schulen, Synagogen und Sozialdiensten zu widmen sowie bewaffnete Sicherheitsdienste anzuheuern, um unsere jüdischen Institutionen und ihre Gemeinden zu schützen.

Wertvoller Rat statt finanzielles Engagement

Von Juden weiß man, dass sie schlau sind. Sie sind herausragend darin Meinungen und Ideen zu liefern, einschließlich zur Bekämpfung von Antisemitismus und wie man die nötigen Gelder zu seiner Bekämpfung aufbringt. Aber wenn es an der Zeit ist den Worten Taten folgen zu lassen, ziehen es die meisten vor unbezahlbare Ratschläge zu geben. Die meisten behaupten, sie hätten nicht die nötigen Ressourcen um finanziell zu helfen und diejenigen, die solche Ressourcen haben, behaupten, es gebe viel Wichtigeres, als Judenhass zu bekämpfen.

Obwohl es viele Ausreden und gute Gründe gibt Antisemitismus nicht zu bekämpfen, gibt es auch große Vorteile das zu tun und es jetzt zu tun. Antisemitismus ist ein universales Problem; die Feinde des jüdischen Volks sind vor allem die Feinde Amerikas. Hass gegen Juden und/oder jede andere Minderheitengruppe in Amerika ist für unsere Gesellschaft krebserregend. Daher liegt es zum ersten Mal in mehreren tausend Jahren im besten Interesse der westlichen Zivilisation und aller Amerikaner sich zusammenzuschließen und dieses Übel zu bekämpfen.

Zweitens haben wir jetzt einen starken jüdischen Staat, den Staat Israel, auf unserer Seite. Die Menschen Israels betrachten Antisemitismus als ernsthafte Bedrohung und sind bereit den Kampf dagegen anzuführen, nicht nur aus sicherer Entfernung zu beobachten, indem sie Mut, Ressourcen und Innovation bereitstellen.

Trotz der überzeugenden Ausreden, die ich gehört habe, bleibe ich optimistisch und hoffe, dass einige, so wie ich, aufhören werden die Bedrohung herunterzuspielen, dass sie Angst, Paranoia und Untätigkeit hinter sich lassen und sich mir anzuschließen gegen Antisemitismus aufzustehen und ihn zu bekämpfen.

Der Unterschied zwischen Rechtfertigungen und Gründen für Judenhass

Elder of Ziyon, 25. April 2021

Seit die Juden in Ägypten waren, hat es Judenhass gegeben. Die gesamte Zeit über rechtfertigten die Judenhasser ihren Hass mit Gründen, die für die jeweilige Generation vernünftig klangen.

Pharao sagte, Juden seien eine Fünfte Kolonne. Haman sagte, Juden würden die Gesetze des Königs nicht respektieren. Antiochus sagte, Juden lehnten es ab sich zu assimilieren. Christen sagten Juden töteten ihren Gott. Juden wurden beschuldigt Nichtjuden zu töten, besonders ihre Kinder. Juden nahmen Zinsen auf Kredite. Juden lebten abgetrennt für sich. Juden versuchten sich zu assimilieren und Staaten zu übernehmen. Juden repräsentierten den Kapitalismus. Juden repräsentierten den Kommunismus. Juden waren eine Untermenschen-Rasse.

Praktisch niemand sagte, er würde Juden ohne Grund einfach so hassen. Sie hatten immer einen Grund. Aber spätere Generationen konnten leicht erkennen, dass jeder Grund überhaupt kein Grund war – es handelte sich um eine Ausrede, um den Hass zu rechtfertigen.

In jedem Fall kam der Hass zuerst – und dann die Ausrede.

Zu der Zeit, in der diese Dinge geschahen, glaubten manche Juden, die Gründe seien gültig und sie sollten versuchen sich von den „schlechten“ Juden zu distanzieren, um sich bei ihren Unterdrückern zu integrieren. Hellenisten, frühe jüdische Christen, die mittelalterlichen Apikorsim und Minim, die deutsche Reformation, sie alle versuchten in einem gewissen Ausmaß der Verfolgung als Juden zu entkommen, indem sie sich mit den Antisemiten ihres jeweiligen Zeitalters identifizierten.

In diesem Sinn lässt sich der neue Antisemitismus nicht von den vielen alten Versionen unterscheiden.

Die Leute hassen Israel und den Zionismus nicht wegen zionistischer Philosophie oder Handeln der israelischen Regierung. Sie hassen Israel, weil es jüdisch ist. Die vielen Gründe, die sie angeben, um diesen Hass zu rechtfertigen, sind alle im Nachhinein gegeben. Das war in der Frühzeit des Zionismus bis zur Wiedergeburt Israels sehr offensichtlich, aber im Kielwasser des Holocaust war deutlicher Judenhass nicht mehr in Mode, also wurde er durch Hass auf den jüdischen Staat ersetzt, der bis heute besteht. Die Klasse an Menschen, die sagen, sie würden „Besatzung“ hassen, hassten Israel vor 1967; die Leute, die es als „kolonialistisch“ bezeichnen, hassten es, bevor das Wort zum Schimpfwort wurde.

Ihre Gründe sind Ausreden und das ist offensichtlich, denn ihr Hass erstreckt sich nicht auf andere Staaten, die dieselben unterstellten Merkmale haben.

Heute kann niemand ernsthaft die Einwände gegen einen jüdischen Staat lesen, die die arabischen Führer vor1948 angaben, und glauben, dass sie nichts als Ausreden für ihren Wunsch sind die Juden ethnisch aus der Region zu säubern. Niemand kann die Geschichte der Juden in arabischen Staaten im 20. Jahrhundert betrachten und glauben, dass ihre Führer wirklich nur gegen den Zionismus und nicht gegen die Juden sind.

In einer Generation oder zwei wird dasselbe für die Argumente gegen Israel von heute gelten – aber sie werden durch andere ersetzt werden.

Die neuen Antisemiten sind ganz scharf darauf den Zionismus und Israel vom Judentum zu trennen. Sie wollen an ihren Ausreden festhalten und vorgeben, dass sie legitime Gründe für ihren Hass haben. Wenn man wahrhaftig sieht, dass der heutige Antizionismus eine durchdachte Fiktion ist und nichts mehr als eine neue Erscheinungsform des „ältesten Hasses“, dann ist es einfacher zu sehen, dass ihre Argumente die der Antisemiten von früher spiegeln. Juden/Zionisten haben zu viel Macht! Juden/Zionisten haben Gefallen daran Nichtjuden zu töten! Juden/Zionisten glauben, sie seien besser als alle anderen! Die Welt wäre ohne Juden/Israel besser dran! Das ist ein neues Etikett auf einer sehr, sehr alten Flasche.

Wie wir es so oft im Verlauf der Geschichte gesehen haben, gibt es jede Menge Juden, die die Argumente der heutigen Antisemiten enthusiastisch aufnehmen. Juden, die wie ihre hellenistischen und Reformvorfahren hoffen nicht zum Objekt des heutigen Antisemitismus zu werden, indem sie sich mit den neuen Hassern identifizieren – und sie sogar übertreffen.

Die neuen Minim sind so stolz auf ihren Hass, wie es die alten waren. Sie nutzen ihren jüdischen Hintergrund, um ihre Argumente gegen Juden zu untermauern, wie Generationen von jüdischen Konvertiten zum Christentum es machten. Sie verallgemeinern das Tun einiger weniger Juden, um alle Juden Israels in klassischer Zurschaustellung purer Bigotterie zu stereotypisieren und zu behaupten, dass sie antirassistisch sind.

Die Scheinheiligkeit, die beweist, dass ihre Argumente wertlos sind, hört hier nicht auf. Menschen, die oft nur die dünnste Beziehung zum Jüdisch sein haben, tun so, als ob sie vor Jüdisch sein definieren. Menschen, die modernen Antisemitismus rechtfertigen, tun so, als ob sie Antisemitismus definieren können. Menschen, die schnell dabei sind gewalttätige Randale von Leuten zu rechtfertigen, die sie unterstützen sind noch schneller dabei weit weniger gewalttätige Demonstrationen von Juden zu verurteilen.

Die Ausreden für Antisemitismus haben sich im Lauf der Zeit immer in Beziehung zu dem verwandelt, was in der jeweiligen Generation als am anstößigsten gilt. Der Holocaust beendete den Antisemitismus nicht – er veranlasste Antisemiten nur dazu mit neuen Rechtfertigungen für denselben Hass aufzuwarten und Israel ist das perfekte Ziel für diesen Hass.

Die Antisemiten haben immer Gründe. Man muss sich nur die Geschichte des Antisemitismus ansehen, um zu erkennen, dass ihre Rechtfertigungen für ihren wirren, irrationalen Hass genauso grotesk sind wie es die Ausreden ihrer Vorgänger waren.

Europäischer Beamter behauptet, die Zunahme des Antisemitismus sei Folge davon, dass Diagramme „auf dem Kopf“ gelesen werden

The MidEast Beast, 30. Dezember 2021

Inmitten der Befürchtungen, dass der Antisemitismus beginnt sein hässliches Haupt auf dem einst fruchtbaren, Juden hassendne Boden Europas zu erheben, hat ein Exodus aus dem Kontinent begonnen. Juden fangen an Europa wie einen Bagel-Laden zu behandeln, dem der Räucherlachs ausgegangen ist; jedes Jahre verlassen es immer mehr. Es sind viele Theorien sind darüber aufgestellt worden, warum diese Abwanderung zunimmt, obwohl die meisten zunehmende antisemitische Vorfälle anführen. Es scheint aber so, dass die europäischen Obrigkeiten eine andere Ansicht haben und sagen, dass Antisemitismus nicht die Ursache sein kann- nicht weil Antisemitismus nicht  zugenommen hat, sondern wie er in Wirklichkeit abgenommen habe.

„Sehen Sie“, sagt der französisch Polizeichef Pepe Lepew mit einer Landkarte in der Hand, „Sie halten das Diagramm mit der Zahl der antisemitischen Vorfälle so [Lepew hält das Diagramm normal], während sie sie so herum anschauen sollten [Lepew dreht das Diagramm auf den Kopf].“ Das Ergebnis dieses Hillary Clinton-artigen Umkoppens ist, dass der judenfeindliche Berg auf dem Diagramm zu einem tiefen, Juden liebenden Tal geworden ist. Polizeichef Lepew beharrte gegen über TMB-Reportern darauf, dass dies die richtige Art sei das Diagramm zu lesen, trotz unserer Einwände, dass die Achsen und die Beschriftung eindeutig auf dem Kopfe standen. „Statistiken sind keine Wissenschaft – wie eine Rakete zu bauen“, antwortete Lepew, „sie sind eine Kunst – wie eine Raketen zu malen. Scheuen Sie, ich kann dieses Blatt in allen möglichen Lagen halten, was immer einen anderen antijüdischen Trend zur Folge hat. Worüber ich jetzt eigentlich nachdenke, wenn ich das Diagramm so herum halte [dreht die Karte herum auf die leere Seite], dann haben wir überhaupt keine Vorstellung davon, wie mit Juden umgegangen wird! Sehen Sie? Problem gelöst!“

Der Leiter eines christlichen Colleges in Bethlehem ist ein Antisemit

Elder of Ziyon, 23. Dezember 2021

2017 berichtete Premiere Christian News:

Israels Besatzung Palästinas steckt hinter dem Exodus palästinensischer Christen aus der Region, besagt eine neue Studie.

Die von der Dar al-Kalima Universität in der besetzten Westbank-Stadt Beit Jala durchgeführte Forschungsarbeit kam zu dem Schluss, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Christen Palästina wegen Bedenken zu muslimisch-religiösem Konservatismus verlassen hatte.

In Erklärung der Gründe hinter den Ergebnissen der befragten rund 500 Christen und 500 Muslime, heißt es in der Studie: „Der Druck der israelischen Besatzung, anhaltende Einschränkungen, diskriminierende Politik, willkürliche Verhaftungen, Beschlagnahme von Land haben zum allgemeinen Gefühl der Hoffnungslosigkeit unter palästinensischen Christen beigetragen.“

Details der Meinungsumfrage sind noch nicht online zugänglich, also kann ich die Methodik noch nicht nachsehen. Sie wurde in einem Buch von Diyar Publisher veröffentlicht, von Mitri Raheb herausgegeben, der der Gründer von Diyar sowie des Dar al-Kalima College in Bethlehem ist.

Raheb nicht gerade unpolitisch. Er ist Mitglied des palästinensischen Nationalrats und des palästinensischen Zentralrats.

Er ist einer der Gründer von Kairos Palestine, der antisemitischen, ersetzungstheologischen Organisation, die versucht christliche Theologie zu benutzen, um die Vorstellung zu rechtfertigen, dass Juden in Israel nichts zu suchen haben und der die Thora als einen „toten Brief“ bezeichnet.

Rahebs eigene Zitate beweisen, dass er Antisemit ist.

Er sprach 2010 auf der „Christus am Checkpoint“-Konferenz – deren Titel angibt, wenn Josef und Maria heute versuchen würden nach Bethlehem zu gehen, ihnen als „Palästinensern“ der Weg versperrt würde. (Fakt ist: Sie als Juden würden im heutigen Bethlehem gelyncht werden.)

Auf dieser Konferenz sagte er: „Das palästinensische Volk … ist die Fortsetzung des Volks des Landes“, aber „Israel repräsentiert das Rom der Bibel, nicht das Volk des Landes“. Was heißt, dass Juden keine Verbindung zum Israel der Bibel haben, sondern die Palästinenser.

Dann stieg er in die rein antisemitische und gründlich widerlegte Khazaren-Theorie ein: „Ich bin sicher, würden wir hier einen DNA-Test von David, der ein Bethlehemer war und Jesus, der in Bethlehem geboren wurde, und Mitri, geboren auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wo Jesus geboren wurde, machen, dann würde die DNA sicher zeigen, dass es eine Spur gibt. Aber wenn Sie König David, Jesus und Netanyahu nehmen, werden Sie nichts bekommen, weil Netanyahu aus einem osteuropäischen Stamm kommt, der im Mittelalter zum Judentum konvertierte.“

Der Leiter eines Colleges, der seine akademischen Schriften und Bücher selbst verlegt, ist ein klarer Antisemit. Warum sollte irgendjemand seiner Studie glauben, die offensichtlich so gestaltet wurde, dass sie seinen Hass bestätigt?

Kinderbuch löscht Juden und Israel aus dem Nahen Osten

Elder of Ziyon, 21. Dezember 2021

Hier ist eine Landkarte des Nahen Ostens im Kinderbuch „Erstaunliche Frauen des Nahen Ostens“:

Sie werden feststellen, dass es auf dieser Landkarte kein Israel gibt. Es ist durch „Palästina“ ersetzt worden.

Moderne Staaten wie Jordanien und die VAE werden angeführt, also kann es nicht sein, dass die Karte auf eine Zeit vor 1948 verweist.

Der Iran und die Türkei werden gezeigt, also geht es in dieser Landkarte nicht nur um arabische Staaten.

Es handelt sich eindeutig um einen gezielten Versuch Israel von der Landkarte zu löschen.

Der Liste der Frauen, die das Buch diskutiert, scheint ebenfalls gewisse Art von Leuten zu fehlen:

  • Scheherasade, Persien, Erzählerin
  • Nefertiti, antikes Ägypten, 1370 v.Chr., Königin Ägyptens
  • Königin von Saba, 1050 v.Chr., heutiges Äthiopien
  • Semiramis, antiker Irak, 811 v.Chr., Königin von Babylon
  • Kleopatra VII., Ägypten 69 v.Chr., letzte Königin von Ägypten
  • Zenobia, Syien, 240 n.Chr., Königin von Palymra
  • Theodora, 497 n.Chr., Kaiserin von Byzanz
  • Rabiya al-Adawiyya, Irak, 714, Dichterin
  • Schajarat al-Durr, Ägypten, frühes 13. Jahrhundert, Sultanin von Ägypten
  • Hurrem Sultan,  Ukraine, 1502, Sultanin des osmanischen Reichs
  • May Ziadeh, Nazareth, Palästina, 1886, Schriftstellerin
  • Nazik al-Abid, Syrien, 1887, Aktivistin
  • Anbara Salam al-Khalidi, Libanon, 1897, Aktivisitin und Feministin
  • Slaoua Raouda Choucair, Libanon, 1916, Malerin
  • Fairuz Lebanon, 1933, Sängerin
  • Zaha Hadid, Irak, 1950, Architektin
  • Anouscheh Ansari, Iran/USA, 1966, Astronautin
  • Somayya Jabarti, Saudi-Arabien, 1970, Chefredakteurin
  • Nadine Labaki, Libanon, 1974, Filmemacherin und Schauspielerin
  • Amal Clooney, Libanon/Britin, 1978, Rechtsanwältin
  • Manahel Thabet, Jemen, 1981, Wirtschaftswissenschaftlerin und Mathematikerin
  • Maha Al-Baluchi, Oman, Pilotin
  • Nadia Murad, Irak, 1993, Rechteaktivisten und Friedensnobelpreisträgerin
  • Zahra Lari, VAE, 1995, Eiskunstläuferin
  • Azza Fahmy, Ägypten, Schmuckdesignerin

Hmmm. Keine jüdische Frau schafft es auf die Liste der Erstaunlichen Frauen des Nahen Ostens. Nicht Königin Esther, nicht die Prophetin Deborah oder auch Golda Meir.

Ein paar Leute beschwerten sich einer kanadischen Buchhandelskette, die das Buch aus ihren Regalen nahm. Der Verleger, Michel Moushabeck, der Interlink Publishing gründete, schrieb eine abfällige und herablassende Antwort:

Letzte Woche wurden Interlink und meine Familie Opfer boshafter Trollerei durch eine kleine Anzahl Leuten auf sozialen Medien, die eine pro-israelische Gruppe einrichteten, was zur Folge hatte, dass Ausgaben eines Kinder-Bilderbuchs, „Erstaunliche Frauen des Nahen Ostens“, aus den Regalen von Indigo Books genommen wurden, einer großen Buchhandelskette in Kanada. Das Buch wurde verboten, weil die Gruppe sich beschwerte, es sei antisemitisch, denn das Wort Palästina – statt Israel – erschien auf der dazugehörigen Landkarte, die hilft Kinder zu erkennen, woher die in dem Buch dargestellten Frauen ursprünglich kamen (eine kam aus Palästina).

Wir sind traurig zu sehen, dass ein solch wichtiges Buch, das Frauen des Nahen Ostens aller Glaubensrichtungen feiert, online verunglimpft wird. Leider ist das nicht das erste Mal, dass wir Adressat falscher Antisemitismus-Anschuldigungen sind und das wir wohl auch nicht das letzte Mal sein. Die Vorstellung, dass Palästinenser an sich antisemitisch sind, ist ein schädliches und falsches Narrativ, das in Rassismus wurzelt. Dieses Stereotyp ist nicht nur für Palästinenser schädlich, sonder ignoriert das sehr REALE Problem des Antisemitismus, der überall in der Welt auftritt. Die von uns veröffentlichten Bücher erweitern marginalisierte und unterrepräsentierte Stimmen, einschließlich die der indigenen Palästinenser, die in westlichen Medien oft ohne Stimme bleiben. Wir verlegen auch talentierte jüdische, muslimische, christliche, hinduistische, buddhistische, agnostische usw. Autoren, die unser kulturelles Verständnis ihrer Lebenserfahrungen fördern.

Dann machte er sich über einen Tweet lustig.

Eine der porträtierten Frauen ist Scheherasade aus  Persien. Persien wird in der Landkarte nicht angeführt, was bedeutet, dass die Kinder nicht in der Lage sind zu bestimmen, woher sie kam! Wir sehen als von Anfang an, dass der Verleger in seiner Verteidigung einer Propaganda-Landkarte, die Israel auslöscht, intellektuell unehrlich ist.

Moushabeck fährt damit fort die Gefühlen der sich beschwerenden Menschen herabzuwürdigen. Niemand sagt, das „Palästinenser an sich antisemtisch“ sind. Würde die Landkarte die Westbank als Palästina angeben, hätte das niemanden gekümmert.

Aber die Entscheidung, der jüdischen Staat auszulöschen ist in der Tat antisemitisch.

Frauen einzubeziehen, die alle Religionen und Regionen des Nahen Ostens repräsentieren, außer Mitglieder einer bestimmten Religion und einer bestimmten Nation, ist in der Tat antisemitisch. (Und zu sagen, dass „Frauen aller Glaubensrichtungen“ gefeiert würden, bedeutet, dass Juden für den Verleger nicht zählen.)

Zu diesem Brief gibt es noch eine Schlussfolgerung: dass Frauen mächtiger alter Imperien wie Ägypten, Persien und dem Osmanischen Reich „marginalisierte und unterrepräsentierte Stimmen“ seien, dass Christen und Muslime, die Milliarden Menschen ausmachen, „marginalisiert“ sind. Ist Kleopatra wirklich derart marginalisiert? Aber die winzige Anzahl Juden aus einem kleinen antiken Königreich bis zu einer kleinen modernen Demokratie sind nicht erwähnenswert.

Bleiben wir ehrlich. Der Grund, dass es in dem Buch weder Juden noch Israel gibt, ist der, dass der Autor und der Verleger nicht glauben, dass Juden in der Region einen rechtmäßigen Platz haben, weder historisch noch aktuell.

Lassen Sie uns noch ehrlicher sein. Wenn das Buch j üdische Frauen ebenbürtig mit den anderen behandeln und Israel auf der Landkarte anführen und israelische Frauen wie die Friedensnobelpreisträgerin Ada Yonath oder die Präsidentin des israelischen Obersten Gerichtshofs Dorit Beinisch oder die Dichterin Leah Goldberg beinhalten würde, dann würde die Zielgruppe das Buch boykottieren.

Also hört mit dem Unsinn auf. Das hat nichts mit Palästinenser und allem zu tun, was nur als gewollte Gesinnung betrachtet werden, dass Juden Außenseiter, Kolonialisten sind – kurz gesagt: der Feind.

Deshalb ist das Buch antisemitisch.

Der Brief des Verlegers, der die Argumente zum Buch verdreht und die Juden herabsetzt, die von ihm beleidigt waren, beweist den zugrundeliegenden Antisemitismus mehr als das Buch selbst es tut.

Ich mag Zensur nicht, aber dieses Buch fördert die Vorstellung, dass Juden nicht in die Region gehören und es ist daher absolut unpassend, um von irgendjemandem gekauft zu werden, der der liberalen Einstellung anhängt, die zu befürworten Interlink Publishing vorgibt.