Überlappende Kernthemen des klassischen Antisemitismus und des Antiisraelismus

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Das klassische Kernthema des Antisemitismus lautet: Juden verkörpern das absolut Böse. Diese Idee erscheint in den drei Haupttypen des Antisemitismus: dem religiösen, dem nationalistisch-ethnischen und dem antiisraelischen. Die dämonische Behauptung, dass Juden das absolut Böse sind, ist über viele Jahrhunderte intensiv verbreitet worden. Diese unfassbare Lüge und ihre dem im Wesentlichen unterliegenden Leitgedanken sind im Verlauf der Zeiten weitgehend dieselben geblieben. Die aktuellen Darstellungen dieser Themen sind jedoch nach der vorherrschenden Weltsicht zu einer gegebenen Zeit unterschiedlich gewesen.

Die Auffassung dessen, was das absolut Böse darstellt, hat sich im Verlauf der Jahrhunderte verändert. Im christlichen Antisemitismus war die bösartigste vorstellbare Handlung der Gottesmord. Die Juden wurden beschuldigt Jesus getötet zu haben, von dem viele Christen glauben, dass er Gottes Sohn ist.

Als das Christentum die öffentliche Meinung beherrschte, wurde der Jude oft als Gottesmörder, Antichrist oder Satan präsentiert. Joshua Trachtenberg fasst zusammen, wie das mittelalterliche Christentum den Juden sah: als „Hexer, Mörder, Kannibalen, Giftmischer, Gotteslästerer“.1 Die Dämonisierung der Juden durch wichtige christliche Leitfiguren wie den Kirchenvater Johannes Chrysostomos war bereits seit dem vierten Jahrhundert voll im Gang.2

In der zweiten wichtigen Kategorie, dem ethnisch-nationalistischen Antisemitismus, tauchte das Thema des Juden als Paradigma des absolut Bösen in neuen Gestalten wieder auf. In Zeiten starken Nationalsozialismus wurden Juden als radikal fremde Elemente dargestellt und als der „vollkommen Andere“ denunziert. Wenn die gesellschaftliche Betonung auf der Rasse liegt, werden Juden als eine extrem unterlegene solche dargestellt.

Als die Gesellschaften säkularer wurden, bekamen die falschen Anschuldigungen Gottes Sohn getötet zu haben für viele Europäer weniger Bedeutung und die Darstellung des Kernmotivs, dass Juden die Träger allen Bösen sind, wurde neu erfunden. Die Nazis nahmen sich selbst als Übermenschen und die Juden als Untermenschen wahr, womit sie sie zur Wurzel moralischer und sozialer Verderbtheit machten; damit repräsentierten sie das absolut Böse. Juden wurden unter anderem als Bakterien oder Ungeziefer gebrandmarkt, was implizierte, dass sie ausgerottet werden mussten.

In einem Umfeld, in dem Nationalismus zunehmend ein vorrangiger gesellschaftlicher Wert wurde, beschuldigte man die Juden auch Kosmopoliten ohne nationale Loyalität zu sein. Das unterstellte, dass sie üble Individuen seien, die gegen die Interessen der Länder handelten, in denen sie lebten. Es führte zudem zu der Anschuldigung, die Juden konspirierten zur Kontrolle der Welt. Das „Dokument“, das diese Verschwörungstheorie hauptsächlich unterstützte, waren Die Protokolle der Weisen von Zion, eine zaristische Fälschung, die wiederholt in großer Zahl aufgelegt wurde.3

In der zeitgenössischen westlichen Gesellschaft wird das absolut Böse oft als die Verbrechen der Deutschen und ihrer Verbündeten während des Zweiten Weltkriegs wahrgenommen. Der Holocaust und Völkermord sind das Paradigma des Bösen geworden. Nach dem Krieg wurde der Antisemitismus für eine gewisse Zeit in der allgemeinen Öffentlichkeit politisch inkorrekt. Viele Europäer begannen zu begreifen, dass, wenn es in der Welt absolut Böses gibt, es von beträchtlichen Teilen Europas repräsentiert wurde statt durch die Juden. Vielen anderen war es jedoch zu schmerzhaft, das zuzugeben. Es schuf die psychologische Notwendigkeit das Böse einmal mehr den Juden anzuhängen, diesmal hauptsächlich Israel, dem jüdischen Staat.

Die Darstellung der Israelis als Nazis geht bis auf einflussreiche Engländer im britischen Mandat Palästina der 1940-er Jahre zurück. Der Vergleich Israels mit den Nazis war auch in der kommunistischen Welt stark entwickelt. Simon Wiesenthal schrieb 1968, dass insbesondere Ostdeutschlands Nachrichtenwesen weit antiisraelischer war als das anderer kommunistischer Staaten.4

Das gegen Juden gerichtete Verschwörungsmotiv kehrt bis heute oft wieder. Es gibt z.B. solche Fälle in arabischen Fernsehsendungen, ein Kommunikationsmodus, der weit effektiver und umfassender ist als Bücher oder Druckmedien. Die gelogenen Protokolle der Weisen von Zion sind in der arabischen Welt mit weiter Verbreitung neu aufgelegt worden. Sie wurden während der letzten Jahrzehnte auch in verschiedenen westlichen Ländern veröffentlicht, so z.B. in Norwegen.5

Das Motiv der Verschwörung wurde im Report of the British All-Party Parliamentary Inquiry into Anti-Semitism (Bericht der parlamentarischen Allparteien-Untersuchung zu Antisemitismus) erwähnt, in der es hieß: „Uns wurde gesagt, dass jüdische Verschwörungstheorien bei vielen zeitgenössischen Themen bemüht wurden.“6

Die Wahrheit zu zeitgenössischen Verschwörungen ist heute eigentlich sehr anders, nachdem der Nationalsozialismus und der Kommunismus weitgehend fehlgeschlagen sind. Die jihadische Strömung des Islam ist die einzige große Bewegung, die aktiv konspiriert die Welt zu beherrschen.

Ein weiterer zeitgenössischer Ausdruck des Antisemitismus, dass die Juden – wozu heute Israel gehört – das „absolut Böse“ verkörpern, besteht in der Behauptung, die Juden steckten hinter allen Katastrophen. Dieses Motiv kehrt auf vielerlei Weise implizit oder explizit wieder, so in der Behauptung, der palästinensisch-israelischer Konflikt sei die größte Gefahr für die Welt.

Die drei Umsetzungen des Antisemitismus – der religiöse, der ethnisch-nationalistische Antisemitismus sowie der Antiiraelismus – haben allesamt eine Reihe wichtiger gleicher Merkmale. Es gibt eine kontinuierliche und mächtige Förderung eines Diskurses des Judenhasses. Verbale oder physische Angriffe Juden wie Israelis gegenüber sind alltäglich. Juden und der Staat Israel werden über einzigartiges und unrealistisches zweierlei Maß beurteilt.

Die Dämonisierung und ihre verschiedenen Verkleidungen durchdringen schrittweise das Narrativ der Gesellschaft. Mit der Zeit werden die Anschuldigungen zunehmend komplex und sind schwieriger aufzudröseln. Die Feinde der Juden bauen weiter auf dieser Infrastruktur auf, wann immer die Umstände geeignet sind, wenn sie eine bestimmte Person oder Gruppe angreifen wollen oder wenn sie nach einem Sündenbock für irgendeine gegebene Situation suchen.

Das Kernmotiv dafür, dass Juden und Israel das für die Katastrophen der Welt verantwortliche Böse sein sollen, hat eine lange Tradition. Die Juden wurden für die Übertragung verschiedener Seuchen wie dem Schwarzen Tod im vierzehnten Jahrhundert verantwortlich gemacht. Deutsche erfanden die Dolchstoß-Legende, die die Juden für Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg verantwortlich machte. Das wurde in der Folge von den Nationalsozialisten in ihren mörderischen antisemitischen Kampagnen genutzt.

Wenn verschwundene christliche Kinder schließlich tot aufgefunden wurden, beschuldigte man manchmal Juden sie ermordet zu haben. Das wurde oft religiösen Motiven zugeschrieben. Seit dem 12. Jahrhundert wurde die Ritualmordlüge zum klassischen antisemitischen Thema. Heutzutage taucht die Ritualmordlüge mit Bezug auf Israel in verschiedenen Mutationen wieder auf.

Nach einem immensen Bergbau-Unglück in der Türkei im Mai 2014 kritisierte die türkische Pro-Regierungszeitung Yeni Akit auf ihrer Titelseite die Eigentümer der Minengesellschaft Soma-Kohle einen jüdischen Schwiegersohn zu haben. Die Zeitung behauptete, dass dieser der Grund war, dass „ausländische“ Medien den damaligen türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan für die Tragödie verantwortlich machten.7

Heute fördern starke ideologische Strömungen den Universalismus, also wird der Staat Israel als nationalistisch, rassistisch und kolonialistisch dämonisiert. Und das zusätzlich zur beherrschenden Anschuldigung, dass Israel Völkermord begehe oder sich wie die Nazis verhalte. Das ist zu einer weit verbreiteten Wahrnehmung Israels in Westeuropa geworden.

Allerlei nummerische Daten bieten Belege dafür, wie sehr der Hass auf Israel und die Juden vorherrscht. Ein Teil dieser Daten stammt aus einer Studie, die 2011 von der Universität Bielefeld8 veröffentlicht und in sieben europäischen Ländern durchgeführt wurde. Im Herbst 2008 befragten die Forscher in jedem der Länder eintausend Personen im Alter von 16 Jahren aufwärts. Eine der gestellten Fragen war, ob die Befragten mit der – grob unmoralischen – Behauptung überein stimmten, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt. Mehr als 40 Prozent der Befragten antworteten mit Ja. Damit akzeptieren mindestens 150 Millionen Bürger der Europäischen Union eine dämonische Sichtweise Israels.

 

1 Joshua Trachtenberg: The Devil and the Jews. Cleveland (Meridian) 1961, S. 159.
2 Manfred Gerstenfeld interviewt Pieter van der Horst. In: The Origins of Christian Anti-Semitism. Post Holocaust and Anti-Semitism 81, 5. Mai 2009.
3 Hadassa Ben-Itto: The Lie That Wouldn’t Die: The Protocols of the Elders of Zion. Edgware (Vallentine Mitchell) 2005.
4 J. H. Brinks: Political Anti-Fascism in the German Democratic Republic. Journal of Contemporary History, Bd. 32, Nr. 2 (1997), S. 207-17.
5 Erez Uriely: Jew-Hatred in Contemporary Norwegian Caricatures. In: Post-Holocaust and Anti-Semitism 50, 1. November 2006.
6 Report of the British All-Party Parliamentary Inquiry into Anti-Semitism. London (Stationery office Ltd.), September 2006, Abs. 96.
7 ADL Expresses Concern Over Conspiracy Theories About Jews Made by Turkish Politicians and Media in Reference to Mining Accident. ADL, 22. Mai 2014.
8 library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.04.2015)

Sonntag, 19.04.2015:

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktags hatte die offizielle PA-Zeitung auch ein paar Nettigkeiten parat: Es gab zwischen ein und zwei Millionen jüdische Opfer; das Ziel der zionistischen Bewegung während des Holocaust waren: 1) finanzielle und politische Erpressung der europäischen Staaten, 2) die Juden drangsalieren, damit sie in den ethnisch säubernden Staat Israel einwandern, 3) das Leid der Juden zu vergrößern, um das Mitgefühl der Welt auszuschlachten.

Die UNO hat keine Belege dafür, dass in den Gazastreifen geliefertes Baumaterial für andere als zivile Zwecke verwendet wird. (Na ja, die kriegen ja auch nicht mit, dass die Terroristen Raketen und andere Waffen in UN-Einrichtungen lagern…)

Montag, 20.04.2015:

Während der letzten 12 Monate wurden 31 Israelis bei Terroranschlägen getötet. (In den 12 Monaten davon nur 2.)

Ein Soldat wurde verhaftet, nachdem er den Tempelberg verließ; beim Verlassen des Plateaus soll er seinen Kopf leicht geneigt haben, wie viele es aus Respekt beim Verlassen z.B. einer Synagoge tun.

Dienstag, 21.04.2015:

Sinai: Ägypten meldet, dass seit März 69 Tunnel zerstört wurden.

Die PA und ihr Chef Mahmud Abbas aalen sich zum israelischen Gefallenen-Gedenktag in Terror-Verherrlichung; Abbas persönlich ehrte im Verlauf des letzten Monats „erste“ Terroristen (daruter der 1. „Märtyrer“, der 1. Gefangene, die 1. Gefangene).

Der im letzten Sommer von drei Juden ermordete arabische Jugendliche wurde auf die Gedenktafel für die Terroropfer auf dem Herzl-Berg in Jerusalem gesetzt. Seine Familie forderte allerdings, dass er wieder entfernt wird; sie betrachten sich nicht als Israelis.

Der Araber, der neulich mit seinem Auto an einer Bushaltestelle mehrere Menschen rammte (einer starb noch am selben Tag, die andere ist immer noch in kritischem Zustand), gab zu, dass er „Juden töten“ wollte.

Mittwoch, 22.04.2015:

Premierminister Netanyahu mahnt die PalAraber: Hört auf Terror zu verherrlichen, das wird euch keinen Frieden bringen.

Eine christliche Schule in den Palästinensergebieten schickte einige ihrer Schüler auf einen Schulausflug nach Yad Vashem. Dafür erntet sie jetzt heftige Kritik; das PA-„Bildungsministerium“ verlangte von der Schulleitung sogar eine Rechtfertigung für den Ausflug.

Sport-/Fußball-Jihad: FIFA-Chef Blatter reist demnächst los, um israelische und palarabische Führungspersönlichkeiten zu treffen, damit eine Abstimmung über den PA-Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zu vermeiden. Jibril Rajoub „hofft“ darauf, dass Blatter die Israelis überzeugen kann alle Restriktionen gegen palästinensische Athleten aufzuheben und den palästinensischen Verband als Gleichen zu behandeln. Er werde nichts weniger akzeptieren, sonst werde der Antrag nicht aufgegeben. (Sch…. drauf, dass Israel nur Terroristen und stark Terrorverdächtigen Beschränkungen auferlegt. Die Juden dürfen keine Gründe haben…)

Freitag, 24.04.2015:

Die Hamas hat signalisiert, dass nicht sie für den Raketenangriff von Donnerstag verantwortlich ist und daran arbeitet die Verantwortlichen ausfindig zu machen; von israelischen Sicherheitskreisen wird trotzdem die Hamas als verantwortlich betrachtet.

Ein Hamas-Abgeordneter offenbarte, wie viel die PA inhaftierten Terroristen zahlt. Die Summe, die den Familien von „Märtyrern“, bei ihren Aktionen verletzten Terroristen und inhaftierten Terroristen gezahlt wird, beläuft sich auf monatlich 150 bis 160 Millionen US-Dollar.

Der ehemalige Kommandeur des Abschnitts Süd sagte, dass die Hamas definitiv einen weiteren Krieg gegen Israel vorbereitet. Da die Hamas die Bevölkerung im Gazastreifen vernachlässigt, baut sich Druck auf, der einen weiteren Krieg praktisch zwingend zur Folge haben wird.

Neue Satellitenbilder zeigen, dass die Hisbollah im Libanon eine Start-/Landebahn gebaut hat, die offenbar für (vom Iran gelieferte) Drohnen gedacht ist.

Samstag, 25.04.2015:

Zu den Angriffen der Luftwaffe in Syrien gibt es weiter unklare Berichte. Es soll zwei Angriffe gegeben haben, der zweite am Freitag; dieser soll Hisbollah-LKWs mit Raketen beschossen haben. Der erste Angriff soll am Mittwoch stattgefunden und einen Toten gefordert haben.

Der Sprecher der jüdischen Gemeinschaft in Hebron sagt, dass der Angriff an der Patriarchenhöhle durch die Aufhetzung durch anarchistische, antisemitische Organisationen provoziert wurde. Kurz vor dem Angriff wurde eine Gruppe israelischer Wanderer von einer Gruppe Anarchisten angegriffen. Solche Aktionen gäbe es ständig.

Man fragt sich, was unappetitlicher ist…

BILD berichtet aus Frankfurt. Dort hat das Schauspiel Frankfurt seine Zeitung zum Spielzeitthema „Über Leben“ mit einem Artikel eines Studenten namens Redouan Abdellaoui geehrt, der u.a. Folgendes schreibt:

Damals war es Anne, die unter einem feindlichen Regime leben musste. Heute sind es Kinder in Palästina, die in ihrer Welt keinen Platz für Freude, Spaß und Liebe finden…

Ohnmächtig sieht alle Welt zu, wie dort Völkermord begannen wird.

Aha, Anne Frank fast in einem Atemzug mit Völkermord im Gazastreifen, der also auch nur ein KZ ist.

Versuchte Schadensbegrenzung aus dem Schauspiel durch Sprecherin Veronika Breuning: „Dem Autor ging es um das Leid, nicht um historische Vergleiche…. Vielleicht hätte man eine weniger missverständliche Formulierung wählen können.“

Was, bitte ist daran missverständlich? Wenn es um Leid geht und von Völkermord (im Gazastreifen) die Rede ist, wenn der KZ-Tod von Anne Frank der Lage im „KZ“ Gazastreifen gleichgesetzt, dann ist das nicht nur faktisch falsch, sondern lässt auch noch völlig außen vor, wer dort für das Leid verantwortlich ist. Es wird einseitig Stimmung gemacht, Israel ist der Sündenbock und ihm wird die Verantwortung für das Elend der Araber dort zugeschoben, umgekehrt die Hamas von dieser Verantwortung freigesprochen.

Das ist nicht nur verlogenes Faktenleugnen. Es ist gezielt Desinformation. Betrieben von einem Studenten, dem das Schauspiel Frankfurt eine Bühne gibt. Doch nicht nur das. Angesichts massiver Kritik (übrigens nur an der Anne-Frank-Verwendung, nicht an der faktenwidrigen Völkermord-Behauptung und der irrsinnigen Gleichsetzung von Gaza mit den Nazi-KZs) wird nicht eingestanden, dass da etwas inhaltlich falsch ist. Nein, es ist nur „missverständlich formuliert“!

Das können Intellektuelle gut: Sie verdrehen die Wirklichkeit so, dass sie völlig entstellt ist und stehlen sich dann aus der Verantwortung; sie geben Fehler nicht zu (jedenfalls nicht die, die sie tatsächlich gemacht haben). Sie stehen hinter der Lüge, wiegeln bloß ein wenig ab. Vielleicht begreifen sie nicht einmal – oder wollen es nicht – was für eine Lüge und Charakterschweinerei sie so in Ordnung finden, dass sie das unter die Leute bringen müssen.

Dem Studenten mit dem muslimisch-arabisch klingenden Namen muss man auch vorwerfen, dass er die Fakten nicht kennt oder kennen will und verzerrt. Das ist unappetitlich. Wenn aber die Intellektuellen vom Theater das goutieren, in Ordnung finden, unterstützen und fördern – dann habe ich damit noch weit mehr Probleme, dann kann ich nicht so viel essen wie ich kotzen könnte. Vor allem, wenn sie sich auch noch als neutral oder objektiv erklären sollten (was ich hier nicht weiß, aber man hat so seine Erfahrungswerte).

Facebook findet Antisemitismus ganz in Ordnung (2)

Facebook, 23.03.2015

FB+Antisemitismus_NadafDie Seite wurde wegen Hassreden und Hasssymbolen im Inhalt gemeldet. Facebook antwortete:

… Wir haben die von Ihnen … gemeldete Seite überprüft und festgestellt, dass sie unsere Gemeinschaftsstandards nicht verletzt…

Kommentar des Einstellenden:

OK, liebe Facebook-Admins, wie muss die Seite denn heißen damit sie wegen hate speech gelöscht wird?

Antisemitismus ist Antiislamismus?

UN Watch berichtet, dass der UNO-Menschenrechtsrat einen 79-jährigen Algerier nomiert hat einem Gremium vorzustehen, das eingerichtet wird, US-Sanktionen gegen Schurkenregime als Verletzung der Menschenrechte einzstufen. (Die Einrichtung dieses Komitees wird natürlich von solchen Menschenrechtsgrößen wie Kuba gestützt.)

Dieser Idriss Jazairy ist ein glühender Israelfeind, der gerne mit falschen Angaben operiert. So behauptet er, die Opfer von Antisemitismus seien Arbaber und Muslime. Über den Antisemitismus befindet er:

Antisemitismus-antimuslimisch

Jawoll, Juden sind nicht betroffen! Die einzigen Opfer sind immer und überall ausschließlich „Araber und Muslime“!

Nachtrag: Für diejenigen, die nicht wissen, was Antisemitismus definitionsgemäß bedeutet – das weiß sogar Wikipedia!

Jüdische Friedhöfe in Ägypten werden jetzt zum Müllabladen genutzt

Elder of Ziyon, 17. März 2015

Vetogate aus Ägypten hat eine Artikelserie über den erbärmlichen Zustand der jüdischen Friedhöfe im Land.

Die Leiterin der fast nicht mehr existierenden jüdischen Gemeinschaft, Magda Haroun, sagte, sie habe einen Friedhof besucht und sah Jungs, die auf die Grabsteine urinierten.

Vetogate besuchte der Friedhof in Alexandria (Bild oben) und berichtete,, er werde als Müllhlade benutzt und übermäßig von Straßenhändlern missbraucht. Grabsteine und Mausoleen sind aufgebrochen, zerschlagen oder anderweitig in schlimm verfallen.

Die Zeitung schreibt von einem Friedhof, der die nach dem Ölberg zweitälteste jüdische Begräbnisstätte der Welt ist. Dort liegen berühmte Rabbiner wie Saadia Gaon.

Die Zeitung interviewte auch eine Reihe islamischer Kleriker, die alle sagten, der Respekt für die Toten habe im Islam hohe Priorität und es gebe keine Rechtfertigung diese Friedhöfe schlecht zu behandeln.

Die Zeitung fährt mit dem Aufruf zur Wiederherstellung dieser Friedhöfe fort – und die Wiederaufnahme des Tourismus zu ihrem Besuch.