Foto der Woche – Kippot

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Warum Kippot (Yarmulkes, jüdische Kopfbedeckungen)? Weil sie, in Deutschland bzw. Europa getragen, zu einer „Einladung“ geworden sind, den Träger zu beschimpfen, bespucken, beleidigen, körperlich zu drangsalieren, zu verprügeln – und irgendwann auch umzubringen. So weit sind wir 70 Jahre nach dem Holocaust schon wieder.

Mir ist egal, dass Muslime sich vor Synagogen stellen

Marc Goldberg, Times of Israel blogs, 21. Februar 2015

In der Folge eines terroristischen Mordes an einer Synagoge in Kopenhagen haben viele norwegische Muslime sich entschlossen Solidarität mit der dortigen jüdischen Gemeinde zu zeigen. Sie werden eine Position außerhalb einer Synagoge beziehen, um sie zu „beschützen“, indem sie einen „menschlichen Friedensring“ darum bilden.

Ich wünschte, sie täten das nicht.

Oberflächliche Solidaritätsbekundungen sind gut und schön, aber was wir brauchen ist etwas weit Reelleres. Kein vernünftiger Mensch hat jemals bezweifelt, dass es jede Menge Muslime da draußen gibt, die glücklich sind Seite an Seite mit Juden zu leben. Ich würde es aber lieber sehen, dass die muslimische Gemeinschaft aktive Maßnahmen ergreifen, um den Extremismus in ihren eigenen Moscheen, Schulen und Institutionen einzudämmen. Das brauchen nicht nur die Juden, das brauchen alle.

Wird irgendeiner der Politiker Europas, in deren Händen die Macht liegt den islamischen Extremismus anzugehen, überhaupt irgendetwas tun um sicherzustellen, dass man sich mit dem wirklichen Problem beschäftigt?

Vielleicht könnten sie daran arbeiten den islamischen Extremismus zu entgegenzuwirken, statt den Premierminister Israels anzugreifen, weil er den Juden sagt, sie sollten Aliyah machen. Natürlich würde ich von europäischen Politikern nichts anderes erwarten als von Aufrufen des israelischen Premierministers Europa den Rücken zu kehren und nach Israel zu ziehen empört zu sein. Solche Aufrufe dienen als Erinnerung an das europäische Versagen, wenn es darum geht das Judentum als integrierten Teil Europas zu akzeptieren.

Der Zionismus ist eine jüdische und eine europäische Ideologie. Er wurde in Europa als Reaktion auf einen Hass auf Juden geboren. Eines Hasses, dessen Name – Antisemitismus – von einem Judenhasser geprägt wurde, der seinen Hass wissenschaftlicher klingen lassen wollte. Jedes Mal, wenn Sie jemanden argumentieren hören, er könne nicht antisemitisch sein, weil er selbst Semit ist, sehen Sie, dass diese Bemühung Früchte trägt.

Der einzige Grund, dass Israel existiert, ist Europas schäbiger Umgang mit den Juden. Die Tatsache, dass Juden im 21. Jahrhundert Europa weiter verlassen, um in Scharen nach Israel zu gehen, ist eine brutale Erinnerung an das europäische Versagen gegenüber den Juden. Kein Wunder, das europäische Politiker es persönlich nehmen – es ist eine brutale Anklage ihrer Unfähigkeit.

Im April gibt es in Southampton eine Konferenz unter dem Titel „Internationales Recht und der Staat Israel“. Der Zionismus wird auf Grundlage von Menschenrechten attackiert werden. Das ist Europas großes Thema. Die linke Brutstätte für Ideen von Toleranz, Aufklärung und viele andere nette, puschelige Philosophien werden immer ein Problem haben; er ist eine jüdische Ideologie, der dem „aufgeklärten“ Europa den Spiegel vorhält und ihm sein wahres Gesicht zeigt.

Wie aufgeklärt kann Europa denn sein, wenn die Juden dort kein Zuhause finden können? Statt sich mit den Folgen einer solchen Frage zu beschäftigen, würden europäische Intellektuelle weit lieber Israel attackieren und delegitimieren. Das ist einfacher und benötigt weit weniger Prüfung des eigenen Gewissens.

In Southampton wird man die üblichen Einwände gegen Israel ausrollen. Israel wird als ethnischer Staat angegriffen werden, der nicht allen seinen Bürgern Menschenrechte oder Demokratie bietet. Es wird als die Vorherrschaft einer Gruppe betreibend verschrien werden, obwohl es in Wirklichkeit schlicht das Ergebnis davon ist, dass Juden einen Staat gründeten, in dem sie die Gleichberechtigung finden können, die sie in Europa entzogen bekamen. Hätte Europa den Juden diese Rechte geboten, dann wäre der Zionismus natürlich gar nicht erst entstanden.

Darüber hinaus: Hätten die Europäer es geschafft ein Umfeld zu schaffen, in dem Juden als Gleichberechtigte behandelt werden, würden sie jetzt nicht fliehen.

Der Zionismus dient dazu den Europäern zu sagen, dass die Gesellschaften, auf die sie so stolz sind, dabei sind zu scheitern. Diese Kritik ist der Grund, dass wir solch eine heillose Abwehrhaltung in einem Interview auf Channel 4 erleben, wo einem israelischen Journalisten, der Antisemitismus offenlegte, „Provokation“ vorgeworfen wurde. Wir sehen ihn, wenn Politiker auf den Aufruf eines israelischen Premierministers Juden auffordert Europa zu verlassen, mit rechtschaffener Empörung und persönlichen Angriffen reagieren.

Es ist viel einfacher das irrelevante Handeln einer Reihe von muslimischen Aktivisten zu feiern oder Bibi Netanyahu zu attackieren oder sogar bewaffnete Wachen vor Synagogen zu stellen, als die darunterliegenden Probleme in der europäischen Gesellschaft zu verändern, die sicherstellen, dass tausende junger europäischer Muslime loslaufe, um im Islamischen Staat zu kämpfen und zu sterben.

Es ist dieses europäische Bedürfnis vorzugeben, dass alles gut ist, das zu dem Narrativ geführt hat, das wir überall um uns herum erleben. Das ist der Grund, dass wir jede Menge über Lassanna Bathily hören, der für seine Rolle beim Verstecken von Juden während des Anschlags au feinen koscheren Supermarkt in Paris mit der französischen Staatsbürgerschaft geehrt wird, aber nicht über das heldenhafte Verhalten von Yoav Hattab. Er wurde getötet, als er einen Terroristen angriff, der bereits vier Menschen getötet hatte. In diesem Zusammenhang ist es Bathily, der zum Helden gemacht wird, während Hattab auf ein paar Nachrichtenmeldungen und einem Grab in Jerusalem überlassen wird.

Hattab, der Sohn des Oberrabbiners von Tunesien, passte nicht in ein europäisches Narrativ, das lieber einen Muslim als Helden gelobt sehen möchte, weil er Juden im Kühlschrank versteckte und weglief, als einen Juden, der einen bewaffneten muslimischen Terroristen angriff und dabei getötet wurde. Das erste Narrativ fördert den Mythos der Koexistenz, der es Politikern gestattet Aufrufe zur Bekämpfung des islamischen Extremismus abzuleiten, dem sie es erlaubt haben während ihrer Zuständigkeitszeit aufzublühen. Letzteres könnte – was der Himmel verhüten möge – dafür sorgen, dass Juden ermutigt werden lieber für sich zu kämpfen als weiter den Soldaten an ihrer Türschwelle und der Regierung und Parlament ausgeliefert zu sein.

Wenn europäische Politiker glücklich damit sind Wachen vor jüdische Ziele zu stellen und es ablehnen das Problem des radikalen Islam anzugehen oder es überhaupt beim Namen zu nennen, dann wissen wir, dass die Dinge sich nicht ändern werden. In diesem Europa werden die Juden schwach und wehrlos bleiben, die Hilfe eines Staates benötigen, der zeigen wird, wie wunderbar es ist bewaffnete Waffen und Worte der Verurteilung gegen Antisemitismus zu liefern. Aber die Juden brauchen bewaffnete Wachen nur wegen des Versagens Europas sich mit seinem jüdischen Problem auseinanderzusetzen – vielleicht eher mit seinem muslimischen Problem. Wir brauchen verurteilende Worte und Soldaten vor unseren Gemeindehäusern nur, weil den Führungspolitikern in ganz Europa der Mut fehlt sich des Problems des Judenhasses anzunehmen, der in ihrer Gesellschaft eitert, wie es immer schon gewesen ist.

Wäre es den europäischen Politikern ernst mit dem Antisemitismus fertigzuwerden, würden wir sehen, dass sie muslimische Organisationen und Institutionen angehen, die ihre Gemeinden mit Hass auf Juden, Christen und Demokratie indoktrinieren. Stattdessen sehen wir, dass sie von genau den Politikern gefeiert werden, die behaupten den Extremismus auszumerzen. Das ist dieselbe Geisteshaltung, mit der der damaligen Leiter des Muslim Council of Britain zeitgleich mit dem damaligen Oberrabbiner Jonathan Sacks in den Adelsstand erhoben wurde. Der eine verrichtete gemeinnützige Arbeit und repräsentierte die jüdischen Gemeinschaft, während der andere eine Organisation anführte, die weiterhin den Holocaust-Gedenktag boykottierte und den Tod britischer Soldaten forderte.

Aber natürlich kann man keinen Juden ehren, ohne das auch mit einem Muslim zu tun. Offenbar ist dafür jeder Muslim gut. Es ist diese klassische Geisteshaltung, diese Ermutigung des Anscheins des Fair Play in Sachen einer substanziellen Politik, die uns überhaupt erst in diesen Schlamassel gebracht hat.

Ich schlage vor, dass man es Fortschritt nennen sollte, wenn Europas Politiker sich jetzt gegen Antisemitismus äußern statt ihn zu ermutigen oder sogar begehen. Doch dieser „Fortschritt“ kommt zu spät und ist zu wenig. Wir müssen nicht länger warten, bis die europäischen Politiker die Kurve kriegen; wir müssen uns nicht darauf verlassen, dass Muslime für ein nettes Foto vor Synagogen stehen, das allen erlaubt vorzugeben alles sei in Ordnung. Ich würde sogar viel lieber sehen, dass diese Muslime uns unsere Gemeindehäuser verteidigen lassen würden und sich auf die Bekämpfung des Extremismus konzentrierten, der in ihren Gemeinden so um sich greift.

Aus diesen Gründen also habe ich so gar kein Interesse daran, dass Muslime vor Synagogen sthen und sehr viel Interesse daran zu wissen, was die europäischen Regierungen tun wollen, um den islamischen Extremismus auszumerzen, den sie viel zu lange ignoriert haben.

Nachtrag:
Da waren alle so glücklich, dass eine Gruppe Muslime einen „Friedenskreis“ um die Synagoge von Oslo bilden wollen. Dieser Gruppe ist aber auch ein Problem: Genau dieselben Muslime sind – zumindest in entscheidenden Teilen – Israelhasser; einer der Hauptorganisatoren der Aktion hat das zur Genüge auf Facebook kundgetan und lässt dabei Verschwörungstheorien nicht aus.

Derweil in Rotterdam, Niederlande: Gegen die Juden der Niederlande…

Tundra Tabloids, 19.02.2015

Niemand kann mir erzählen, dass Europas Antiisrael-Bullensch… kein Antisemitismus ist.

Holland_Rotterdam_Antisemiten
Mike Doran:
Die Bewegung gegen Juden in Holland.
Aufkleber in Zug in Rotterdam.

Anmerkung heplev: Wer Zweifel hat, dass Antiisraelismus Antisemitismus ist, braucht sich eigentlich nur anzuhören/anzusehen, wie normal von den „Pro-Palästinensern“ das Wort „Jude“ statt „Israeli“ oder „Zionist“ benutzt wird.

Eigentlich beginnt der europäische Antisemitismus oben

Evelyn Gordon, Commentary Magazine, 11. Feb. 2015

Dass die Obama-Administration unerklärlicherweise abstritt, dass der Anschlag auf einen koscheren Supermarkt in Paris möglicherweise antisemitisch sein könnte, überschattete das andere Schmankerl an der Antisemitismus-Front von gestern. Deutsch-jüdische Organisationen aufgebracht, weil einer von der Bundesregierung eingerichteten Expertenkommission, die den Kampf gegen Antisemitismus beraten soll, kein einziger Jude angehört. Es ist schwer vorstellbar, dass eine Kommission zu – sagen wir mal – Vorurteilen gegenüber Muslimen oder Schwarzen Repräsentanten der ins Visier genommenen Gemeinschaft ausschließen würde. Doch die wichtigere Sorge besteht darin, dass ein Gremium ohen Juden eine der Hauptmanifestationen des modernen Antisemitismus ignorieren wird, wie eine weitere deutsche Entscheidung gerade letzte Woche veranschaulichte: Ein Gerichtsurteil, dass nichts Antisemitisches dabei ist eine Synagoge in Brand zu setzen, um gegen israelisches Handeln im Gazastreifen zu protestieren.

In den Fall involviert waren zwei deutsch-palästinensische Erwachsene, die im Juli Molotowcocktails auf die Wuppertaler Synagoge warfen und damit 800 Euro Schaden anrichteten. Das Gericht entschied, dass der Anschlag nicht antisemitisch war und ließ sie deshalb mit Bewährungsstrafen und gemeinnütziger Arbeit davonkommen. Und warum war das nicht antisemitisch? Weil die Täter, sagte das Gericht, nur versuchten auf den Gaza-Konflikt „aufmerksam zu machen“, der damals zwischen der Hamas und Israel tobte. Und natürlich ist nichts Antisemitisches dabei, wenn man Juden in einem Land angreife, um die Taten anderer Juden in einem anderen Land „aufmerksam zu machen“; sie sind doch alle Juden, oder nicht? Zweifellos würde das Gericht gleichermaßen verständnisvoll sein, wenn Israelis eine deutsche Kirche anzündeten, um auf dieses widerliche Urteil „aufmerksam zu machen“.

Das Urteil ist auch kein Ausreißer; es ist ziemlich repräsentativ für das Denken der deutschen Eliten. Letztes Jahr veröffentlichte Prof. Monika Schwarz-Friesel von der Technischen Universität Berlin eine Studie, die 10 Jahre Hasspost untersuchte, die an den Zentralrat der Juden in Deutschland und die israelische Botschaft in Berlin geschickt wurde. Zu ihrer Überraschung kamen nur 3 Prozent von Rechtsextremen, während mehr als 60 Prozent von gebildeten Mitgliedern „des sozialen Mainstream“ stammten. Und diese Briefe waren nicht bloße „Israelkritik“; sie beinhalteten klassisch antisemitische Äußerungen wie „Es ist möglich, dass der Mord an unschuldigen Kindern in eure lange Tradition passt“ oder „In den letzten 2000 Jahren habe ihr Land gestohlen und Völkermord begangen“.

Unnötig zu erwähnen, dass die gebildeten Eliten in anderen europäischen Ländern nicht viel besser sind. Letzten Monat z.B. bekam ein BBC-Reporter Feuer, weil er implizierte, dass der Anschlag auf den koscheren Supermarkt in Paris irgendwie gerechtfertigt sei, weil „die Palästinenser durch jüdische Hände auch enorm leiden“. Und erst letzte Woche „entschuldigte“ sich Britanniens Sky News dafür, dass man Bilder aus dem Gazastreifen zu einem Laufband zeigte, das während eines Interviews mit dem britischen Oberrabbiner zum Holocaust-Gedenktag „Erinnerung an Auschwitz“ zeigte; die „Entschuldigung“ verteidigte die ursprüngliche Entscheidung als „logisch“, obwohl zugegeben wurde, das sie im Nachhinein betrachtet „unglücklich“ war. Was könnte schließlich logischer sein, als implizit einen Krieg, bei dem rund 2.100 Palästinenser (und 72 Israelis“ getötet wurden, mit der vorsätzlichen Vernichtung von sechs Millionen Juden zu vergleichen?

In der Tat ist dieser Vergleich für viele Westler so „logisch“, dass während des Gaza-Kriegs Israels Holocaust-Museum Yad Vashem es für nötig befand einen besonderen FAQ-Bereich auf seiner Internetseite einzurichten, in dem erklärt wird, warum der Krieg nicht mit dem Holocaust vergleichbar ist, warum Palästinenser keine Opfer von Völkermord sind und warum der Gazastreifen kein Ghetto ist. Man sollte glauben, dass das selbstverständlich ist, doch in einer Welt, in der 35 Prozent der Deutschen sagen Israel behandle die Palästinenser genauso wie die Nazis die Juden behandelten und in der die Briten Israel stärker verabscheuen als jedes andere Land bis auf Nordkorea, ist das eindeutig nicht der Fall.

Kurz gesagt: Moderner Antisemitismus kann nicht bekämpft werden, indem man ein Problem angeht, das viel zu viele Mitglieder der gebildeten Eliten Europas nicht sehen wollen: Wer den heutigen Antisemitismus verbreitet, kommt in erster Linie aus ihren eigenen von Israel besessenen Reihen, nicht vom rechtsextremen Rand. Und man kann nicht anders als sich zu fragen, ob Juden bei der deutschen Expertenkommission genau deshalb außen vor gelassen werden, weil sie die Dreistigkeit haben könnten darauf hinzuweisen.

Jahrzehnte langes Schüren von antiisraelischem Hass durch Schwedens Sozialdemokraten

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Letzten Monat verschob die schwedische Außenministerin Margot Wahlström ihren Besuch in Israel, nachdem Außenminister Avigdor Lieberman und andere israelische Top-Offizielle ein Treffen mit ihr ablehnten.1 Die israelische Weigerung war eine Reaktion auf die Initiative der neuen sozialdemokratischen Regierung Schwedens kurz nach ihrem Machtantritt den Palästinenserstaat anzuerkennen. Die israelische Haltung sollte jedoch auch vor dem Hintergrund des Jahrzehnte andauernden Schürens von antiisraelischem Hass durch die schwedischen Sozialdemokraten gesehen werden.

Der verstorbene schwedische, sozialdemokratische Premierminister Olof Palme – 1986 ermordet – war ein Pionier antiisraelischer Aufstachelung. Er beschuldigte Israel der Anwendung von Nazi-Praktiken.2 1984 besuchte der stellvertretende schwedische Außenminister Pierre Schori Israel. Er pries Arafat und dessen „flexible Politik“. In einem Artikel behauptete Schori, „die Terrorakte der PLO sind ‚bedeutungslos‘, während Israels Gegenschläge ‚verachtenswerte Terrortaten“ seien.3

Überraschenderweise begann dieses Jahrhundert aber mit einem für die Juden in Schweden sehr positiven Ereignis. Im Januar 2000 endete eine große Holocaust-Bildungskonferenz in Stockholm. Das Stockholm International Forum on the Holocaust war von Göran Persson initiiert worden, dem damaligen schwedisch-sozialdemokratischer Premierminister. Führungspolitiker aus fast fünfzig Ländern nahmen an der Konferenz teil. Heute treffen sich Repräsentanten von zehn Ländern regelmäßig, um Holocaust-Bildung, -Forschung und -Erinnerung im Rahmen einer zwischenstaatlichen Organisation zu diskutieren, der International Holocaust Remembrance Alliance.4

Zvi Mazel, von Dezember 2002 bis April 2004 Israels Botschafter in Stockholm, sagte allerdings: „Trotz Perssons persönlicher Haltung hat er einen Teil der Verantwortung für die diskriminierende Einstellung seiner Partei gegenüber Israel zu tragen. Jahrzehnte lang halfen die Sozialdemokraten die antiisraelische Atmosphäre im Land zu schaffen. Er hat auch das Verhalten der Swedish International Cooperation Agency (SIDA)* zu verantworten, die Israel für all die vielen Missstände in der palästinensischen Gesellschaft verantwortlich macht.

Mazel fügte hinzu: „Eine weitere führende Sozialistin, die verstorbene Außenministerin Anna Lindh, unternahm gewöhnlich die boshaftesten Angriffe auf Israel. Ihr Hass kann nur als fast pathologisch beschrieben werden. Unter ihrer Führung veröffentlichte Schweden die größte Zahl an einseitigen Verurteilungen Israels, die überhaupt ein EU-Land abgab. Lindh wurde 2003 von einem geistig verwirrten Schweden serbischer Herkunft erstochen.“5

Lindhs Nachfolgerin als Außenminister, Laila Freivalds, besuchte im Juni 2004 Yad Vashem, um ermordete Juden zu ehren. Dann kritisierte sie Israel in einem Treffen mit dem israelischen Außenministerium heftig. Freivalds schwieg zum umfangreichen Antisemitismus in Schweden, der zu einem großen Teil muslimischer Herkunft ist. Dieses Phänomen tote Juden zu ehren, Israel zu kritisieren und die bedeutenden Vergehen des eigenen Landes gegen Juden zu ignorieren oder zu verharmlosen ist in Europa weit verbreitet. Freivalds Verhalten wurde hinterher von vier ehemaligen Vorsitzenden der schwedischen jüdischen Gemeinschaft offengelegt, die über den grassierenden Rassismus und Antisemitismus im Land schrieben.

Sie schickten einen Leserbrief an den Herausgeber der Ha’aretz, in dem sie den zeitgenössischen schwedischen Antisemitismus zusammenfassten. Der Brief lobte Schweden zuerst dafür, dass man im Zweiten Weltkrieg vor dem Holocaust fliehende Juden aufgenommen hatte, außerdem Premierminister Göran Persson für seine Initiative des Projekts Living History.

Die vier schrieben dann weiter:

Die Zahl der verbalen und körperlichen Angriffe gegen Juden hat in Schweden zugenommen. Jugendliche in Schulen bezeugen, wie sie die Tatsache jüdisch zu sein verbergen, dass sie sowohl mit Worten als auch körperlich angegriffen werden. Lehrer sagen aus, dass Schüler die Teilnahme an Unterricht ablehnen, in denen das Judentum behandelt wird. [Holocaust-] Überlebende berichten von Angstgefühlen. Die Polizei steht passiv daneben, wenn Extremisten pro-israelische und antirassistische Kundgebungen angreifen.

Sie fügten hinzu:

Im Verlauf der letzten Jahrzehnte ist Schweden ein Zentrum rassistischer und antisemitischer White Power-Musik geworden und mehrere antisemitische Gruppen haben schwedische Internetseiten eingerichtet, über die sie antisemitische Propaganda verbreiten. Die schwedische Kirche hat gerade erst eine Boykott-Kampagne [gegen Israel] angestoßen, was an den Wirtschaftsboykott gegen Juden in verschieden Gesellschaften der Vergangenheit erinnert.6

Während der Operation Gegossenes Blei im Jahr 2009 gab es in Schweden große antiisraelische Demonstrationen. Prominente Mitglieder der Sozialdemokraten – zu der Zeit war die Partei in der Opposition – nahmen an Hass-Demonstrationen gegen Israel teil. Mona Sahlin, damals die Parteichefin, nahm an einer Kundgebung in Stockholm teil,7 auf der Fahnen von Hisbollah und Hamas gezeigt und israelische Flaggen verbrannt wurden.8 Der ehemalige Außenminister Jan Eliasson und die Vorsitzende des schwedischen Gewerkschaftsbundes, Wanja Lundby Wedin, nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.10

Schwedens drittgrößte Stadt, Malmö, wird oft die Hauptstadt des europäischen Antisemitismus genannt. Die Täter der vielen dort begangenen antisemitischen Handlungen sind zumeist Muslime. Hannah Rosenthal, Sondergesandte der US-Regierung zur Bekämpfung von Antisemitismus, besuchte die Stadt 2012. Sie sprach offen über antisemitische Äußerungen des damaligen sozialdemokratischen Bürgermeisters Ilmar Reepalu. Rosenthal äußerte auch, dass Malmö unter diesem Bürgermeister ein „Paradebeispiel“ des „neuen Antisemitismus“ geworden war, da antiisraelische Stimmung als Deckmantel für Judenhass dient.11 Eine Rekordzahl an Anzeigen zu Hass-Verbrechen in der Stadt aus den Jahren 2010 und 2011 führte zu keinen gerichtlichen Verurteilungen.12

Es überrascht daher nicht, dass die große Studie der Agentur für Grundrechte der Europäischen Union 2013 feststellte, dass 51% der schwedischen Juden Feindseligkeit gegenüber Juden auf der Straße und im öffentlichen Raum als ziemlich großes oder sehr großes Problem betrachteten. Vierunddreißig Prozent der schwedischen Juden vermeiden es immer, Dinge zu tragen, mit sich zu führen oder zu zeigen, die helfen können sie in der Öffentlichkeit als Juden zu erkennen; weitere 26% vermeiden dies regelmäßig. Das sind die höchsten Zahlen eines jeden Landes, das in der Studie befragt wurde. Zweiundzwanzig Prozent haben das Gefühl, dass sie ständig wegen dem beschuldigt oder dafür verantwortlich gemacht werden, was Israel tut; 27% sagen, dass dies regelmäßig geschieht. Fünfundzwanzig Prozent sagen, dass Antisemitismus ein großen Problem ist.13

Die schwedischen Sozialdemokraten sind bei weitem nicht das einzige Beispiel dafür, dass europäische Sozialisten indirekte Verbündete der Islamo-Nazis der Hamas geworden sind. Sie sind jedoch gewiss eines der am deutlichsten hervortretenden.

 

1 Herb Keinon: Swedish FM postpones visit after Liberman declines to meet. 7. Januar 2015.
2 Per Ahlmark: Palme’s Legacy 15 Years On. Project Syndicate, Februar 2001.
3 Moshe Yegar: Neutral Policy – Theory versus Practice: Swedish-Israeli Relations. Israel Council on Foreign Relations, Jerusalem 1993, S. 126-128.
4 http://www.holocaustremembrance.com/
5 Manfred Gerstenfeld, Interview mit Zvi Mazel: Anti-Israelism and Anti-Semitism in Sweden. In: European-Israeli Relations: Between Confusion and Change? Jerusalem Center for Public Affairs/Konrad-Adenauer-Stiftung, Jerusalem 2006, S. 170-180.
6 Salomo Berlinger/Stefan Meisels/Torsten Press/Willy Salomon: Sweden Can Do Much More for Country’s Jewish Community. Ha’aretz, 10. Juni 2004.
7 Per Gudmundson: Mona Sahlin, hakkorsen och Hamasflaggorna. Gudmundson, 15. Januar 2009.
8 Israelska flaggan brändes. Dagens Nyheter, 10. Januar 2009. [schwedisch]
9 Per Gudmundson: Födflaggat. Gudmundson, 13. Januar 2009. [schwedisch]
10 Per Gudmundson: Swedish Leading Social Democrats in Rally with Hezbollah Flags. Gudmundson, 10. Januar 2009. [schwedisch]
11 Cnaan Lipshiz: In Scandinavia, kipah becomes a symbol of defiance for Malmo’s Jews. JTA, 24. September 2012.
12 Cnaan Lipshiz: In Malmo, record number of hate crimes complaints but no convictions. JTA, 9. Januar 2013.
13 Discrimination and hate crime against Jews in EU Member States: experiences and perceptions of anti-Semitism. Agentur für Fundamentale Rechte der Europäischen Union, 2013, S. 19.

 

* Styrelsen för Internationellt Utvecklingssamarbete/Schwedische Internationale Agentur für Zusammenarbeit, die Entwicklungshilfe-Organisation des schwedischen Außenministeriums)

Israels skandalös unzulängliche Reaktion auf den globalen Tsunami des Antisemitismus

Isi Leibler, 2. Februar 2015

Sukzessive israelische Regierungen haben miserabel darin versagt der Herausforderung des globalen Antisemitismus entgegenzutreten, indem sie nicht die Führung boten, die von einem jüdischen Staat in dieser turbulenten Zeit gefordert werden kann und die Juden der Diaspora sich selbst überlassen.

Der globale Tusnami des Antisemitismus, ein nie da gewesener Anstieg ungezähmter Feindseligkeit, die durch das Internet verschlimmert wird, entspringt einer Kombination aus mehreren Faktoren: tollwütiger muslimischer Antisemitismus und Gewalt, dämonischer Antiisraelismus der Linken und traditioneller kultureller und radikaler Judenhass der Rechten. Das hat die jüdischen Gemeinden überall betroffen, doch ironischerweise ist das in Europa am akutesten – dem Kontinent, der während des jüdischen Holocaust mit jüdischem Blut getränkt wurde. Es hat während der letzten militärischen Konfrontation mit der Hamas enorm Fahrt aufgenommen und in Frankreich seinen Höhepunkt gefunden.

Die Reaktionen europäischer jüdischer Leiter unterscheiden sich in den verschiedenen Ländern. Insgesamt haben die Franzosen mutig reagiert. Im Gegensatz dazu haben sich andere wie „schlotternde Israeliten“ verhalten, einige leugnen alles ab und spielen das Problem weiterhin herunter. Insgesamt stehen die Juden in Europa unter großem Druck und viele sind bezüglich ihrer Zukunft bedrückt.

Die Lage in Südafrika und Südamerika hat sich zunehmend verschlechtert. Selbst Kanada und Australien, deren Regierungen stark unterstützen, haben einen plötzlichen Anstieg des Antisemitismus erlebt.

In den Vereinigten Staaten, dem Goldenen Medina, sind viele Juden trotz der starken Unterstützung durch Öffentlichkeit und Kongress fassungslos wegen der von der Linken und einigen liberalen Medien hervorgebrachten antiisraelischen Hysterie und geschockt von den giftigen Grad an Antisemitismus, der an vielen Universitäten an den Tag gelegt wird.

Man schätzt, dass gut über $100 Millionen in verschiedene einander überlappende Agenturen investiert werden, die vorgeben den Antisemitismus zu bekämpfen. Einige spielen eine konstruktive Rolle, doch andere sind nutzlos und manchmal sogar kontraproduktiv.

Doch trotz all dem ist das ergrauende Führungsestablishment des amerikanischen Judentums in der Defensive und weniger streitbar geworden.

Den ätzenden und regelmäßig feinseligen, antiisraelischen Äußerungen von Präsident Barack Obama wurde mit betäubendem Schweigen begegnet – untypisch für die traditionell temperamentvollen Leiter. Dieser trotz Empörung an der Basis bestehende Widerwille führender jüdischer Organisationen – einschließlich der Anti-Defamation League – öffentlich gegen die Aufführung der antisemitische Oper „Der Tod Klinghoffers“ zu protestieren, ist ein Beispiel dieses Trends.

Überall stehen die Diaspora-Juden unter enormem Druck, sind verwirrt und regelmäßig gespalten, wie man auf den steilen Anstieg antiisraelischer und antisemitischer Attacken reagieren soll.

Die weltweiten jüdischen Gremien, die vorgeben diese bösartigen Trends zu bekämpfen, haben allesamt Grenzen und sich als nicht in der Lage erwiesen die nötige Richtung auf einer globalen Basis vorzugeben. Der von Ronald Lauder geführte, verjüngte World Jewish Congress ist, besonders im Verlauf des vergangenen Jahres, eine positive Kraft unter den jüdischen Gemeinden in Europa und besonders in Lateinamerika gewesen. Seine angeborene Schwäche ist das Fehlen von Unterstützung durch die großen amerikanisch-jüdischen Organisationen, ohne die er nicht behaupten kann das Weltjudentum zu unterstützen.

Die Jewish Agency wird von dem charismatischen Natan Sharansky geleitet, der das Problem intellektuell voll begreift. Leider scheint er abgelenkt worden zu sein, da er die meiste seiner Energie in die Spendenbeschaffung, das bürokratische Management einer alten und kränkelnden Organisation setzt und sich vordringlich auf unstrittige Themen wie die Werbung für die jüdische Identität steckt. Seine fehlende Führung war besonders bemerkenswert nach den jüngsten tragischen Ereignissen in Frankreich, als er die Jewish Agency sogar von Premierminister Benjamin Netanyahus Aufruf an die französischen Juden distanzierte, sich über Aliyah Gedanken zu machen. Die Jewish Agency wird leider Gottes nicht länger als wichtige Kraft bei der Führung und in der Koordination der Diaspora-Juden betrachtet.

Die World Zionist Organization (WZO), vormals ein wichtiges Gremium mit aktiven Mitgliedern weltweit, ist heute trotz einiger wichtiger Geldspritzen des Jewish National Fund absolut dem Tod geweiht und hat vernachlässigbaren Einfluss, wie mit seinem Winterschlaf während der jüngsten antisemitischen Unruhen in Frankreich deutlich wurde.

Vor zwei Wochen tauchte der WZO plötzlich aus seinem Schlummer auf und stellte seinen Mitgliedern einen kindischen Fragebogen zu, ob sie das Gefühl hätten das der Antisemitismus zunähme. Unglaublicherweise war es Menachem Margolin vom Bund Europäischer Juden (nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Jüdischen Kongress), der in der Woche davor Netanyahu für dessen „pawlowsche Aufrufe zur Aliyah nach jedem Terroranschlag“ heftig tadelte . Ehemalige WZO-Leiter müssen angesichts des Zerfalls dieser einst wichtigen Institution in ihren Gräbern rotieren. Der Vorsitzende Avraham Duvdevani sollte sich offiziell Gedanken machen die Organisatin aufzulösen, die ihren verbleibenden Mitglieder in Großbritannien, Australien und Südafrika, die immer noch wichtige zionistische Aktivitäten betreiben, Schande bringt.

Vor mehr als einem Jahrzehnt schuf das israelische Außenministerium gemeinsam mit dem Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten das Global Forum for Combating Anti-Semitism (Globales Forum zur Bekämpfung von Antisemitismus). Es wurde von wichtigen jüdischen Gemeindeorganisationen und Aktivisten weltweit enthusiastisch begrüßt. Leider war es infolge von fehlender Finanzierung und Personal nicht in der Lage ein bedeutendes Sekretariat zu schaffen, um die Operationen zwischen den unregelmäßigen Konferenzen zu pflegen und damit wurde die unverzichtbare weitergehende Führung und der Rahmen für Konsultationen nicht bereitgestellt, für die es geschaffen wurde.

Ironischerweise ist diese Organisation trotz der Explosion des Antisemitismus, abgesehen von einem parlamentarischen Ableger nicht aktiv. Ihre letzte Konferenz fand 2013 statt; sie hatte ein Folgetreffen mit 20 Repräsentanten, das im Februar letzten Jahres stattfand und ein Reinfall war.

Letze Woche jedoch lud das Global Forum mit einem von Außenminister Avigdor Lieberman und Diaspora-Minister Naftali Bennett unterzeichneten Brief jüdische Leiter und Aktivisten ein an der fünften Konferenz teilzunehmen, die für Mai 2015 geplant ist. Dass Minister, deren einziger Beitrag zur Organisation aus einer Eröffnungserklärung bei Konferenzen bestand, ein Treffen anstoßen konnten, das für Datum angesetzt wurde, zu dem sie nicht weiter im Amt sein könnten, wirft ein Schlaglicht darauf, wie Politiker mit Hang zum Ausnutzen von Plattformen ihren politischen Status diesen Bereich gekapert haben.

Heute ist es entscheiden eine Dachorganisation zu schaffen, die als fortdauerndes Forum dient, um Ansichten auszutauschen, Richtung zu weisen und globale Strategien gegen Antisemitismus zu bestimmen und zu koordinieren.

Nur ein Premierminister hat den Status ein globales Gremium zu starten, das Organisationen umfasst, die besten Aktivisten rekrutiert und die oft egoistischen Leiter von Gemeinden und miteinander konkurrierenden jüdischen Organisationen und Instanzen überzeugt ihre provinziellen Interessen beiseite zu lassen und ihre Bemühungen zu bündeln, um der zunehmenden Bedrohung zu begegnen.

Der Leiter eines solchen Büros müsste ein öffentlicher Angestellter mit umfassendem Verständnis für das Feld und die Fähigkeit mit jüdischen Gremien und den in diesem Bereich tätigen vielfältigen Diaspora-Leiter und -Aktivisten zusammenzuarbeiten und sie zu koordinieren. Mitarbeiter dürfen nicht innenpolitisch angebunden sein. Abgesehen von Akademikern gibt es eine Reihe talentierter ehemaliger Botschafter, die derzeit bürokratische Schreibtischaktivitäten ausüben, die die Kompetenz haben eine wichtige Rolle in einem solchen Gremium zu spielen. Es gibt natürlich auch viele talentierte und leidenschaftliche Juden hier und in der Diaspora, die bereit wären auf Freiwilligenbasis in einem solchen Projekt mitzuarbeiten.

Um effektiv zu funktionieren werden beträchtliche Finanzmittel benötigt. Doch dieses Projekt sollte nicht nur als Unterstützung des Diaspora-Judentums wahrgenommen werden. Israel selbst hat ein beträchtliches Eigeninteresse daran ein solches globales Beratungsgremium zu schaffen. Wir werden derzeit im Krieg der Ideen überwältigt und wir müssen dringend die antisemitischen Elemente in den Kampagnen identifizieren, die versuchen uns zu dämonisieren.

So heftig er auch ist, der Antiisraelismus und Antisemitismus in Europa und den meisten Ländern grassiert an der Basis stärker als es sich derzeit in der Regierungspolitik spiegelt. Sollten wir damit scheitern den Trend umzukehren, werden von ihren muslimischen Gemeinschaften und anderen zunehmend gegen Israel radikalisierten Wählern unter Druck gesetzte Regierungen zu einer weiteren Verschlechterung der Beziehungen zu Israel führen.

Zumindest wird die Existenz eines solchen globalen Gremiums uns in die Lage versetzen erhobenen Hauptes da zu stehen und die bloßzustellen, die uns als Fanatiker und Rassisten bekämpfen. Es wird auch sicherstellen, dass junge Juden in der Diaspora, eingebettet in eine brutal feindliche Umgebung, die ständig durch Verdrehungen der Medien getränkt ist, keine Gehirnwäsche durchmachen, die sie den gegen sie gerichteten Hass stillschweigend billigen lassen.

Ungeachtet dessen, ob Netanyahu oder Herzog gewählt wird, muss der neue Premierminister die Gründung eines solchen Büros als höchste Priorität prüfen, sowohl in Begrifflichkeiten unseres nationalen Interesses, als auch infolge unserer Pflicht als jüdischer Staat im Namen des jüdischen Volks.