Antisemitismus unter britischen Akademikern

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Antisemitismus manifestiert sich in verschiedenen Segmenten der britischen Gesellschaft. Die Politik ist ein wichtiger solcher Bereich. Vorfälle in der Labour Party dominieren, sind bei weitem nicht die einzigen.[1] Die akademische Welt ist ein weiterer Bereich, an dem es regelmäßig antisemitische Vorfälle gibt. Diese kommen in verschiedenen Universitäten, auch bei führenden vor, ebenso bei Studentenorganisationen.

Die jüdische Schutzorganisation Community Security Trust schrieb zum Jahr 2016 in einem Bericht über die akademische Welt: „Bei 41 antisemitischen Vorfällen waren die Opfer jüdische Studenten, Akademiker oder Studierendengremien; 2015 wurden im Vergleich dazu 21 solche Vorfälle registriert. Von den 41 verzeichneten Vorfällen in diesem Bereich für 2016 fanden 17 auf dem Campus statt, während 24 weitere, die Studenten, Akademiker oder Studierendengremien betrafen, außerhalb der Universitäten stattfanden.“[2]

Im Mai 2016 sagte Oberrabbiner Ephraim Mirvis, dass jüdischen Studenten sich einer „Wand an Antizionismus gegenüber sahen, von der sie das Gefühl haben und wissen, dass es sich um Judenhass handelt, wenn sie zur Universität gehen“. Er fügte an: „Universitätsleiter sollten sich ‚schämen‘, dass an ihren Universitäten ‚Zionisten-Bashing‘ stattfindet.“[3]

Baroness Deech, die das höchste Amt in Großbritannien bekleidete, das sich mit Anzeigen von Studenten befasst, erklärte, dass viele jüdische Studenten glauben, Juden sollten wegen Antisemitismus an einer Reihe von Universitäten nicht studieren. Zu diesen gehören die SOAS in London, Exeter, Southampton und Manchester. Mehrere der beschuldigten Universitäten bestritten, dass dem so sei. Baroness Deech erklärte: „Das extreme Maß an Feindschaft gegenüber Israel an Universitäten im ganzen Land kann manchmal so weit gehen, dass sie mit Antisemitismus gleichzusetzen sind.“[4]

Jonathan Arkush, Vorsitzender des Board of Deputies, der Dachorganisation der britischen Juden, riet im März 2017 jüdischen Studenten, sich nicht an der angesehenen London School of Economics einzuschreiben. Er machte das, nachdem die LSE den amerikanischen Akademiker Richard Falk eingeladen hatte, einen ehemaligen UNO-Sonderberichterstatter für Palästina.[5]

Viele Jahre lang hat Falk extrem gegen Israel gehetzt. Das Simon Wiesenthal Center veröffentlicht jedes Jahr eine Liste der Top-Ten der antisemitischen/antiisraelischen Verleumdungen weltweit. 2013 kam Falk auf den dritten Platz. Er hatte behauptet, Israel könnte einen naziartigen Holocaust planen; zudem billigte er palästinensische Selbstmord-Bombenanschläge und bestritt, dass die Hamas eine Terrororganisation ist.[6]

An der Oxford University verschmolzen Antisemitismus an Universtäten und in der Politik. Die öffentliche Beachtung von weit verbreitetem Antisemitismus in der Labour Party begann, als im Februar 2016 Alex Chalmers, der Vizevorsitzende des Oxford University Labour Club (OULC) wegen des Antisemitismus in der Organisation zurücktrat. Er schrieb in seinem Rücktrittsbrief: „Ob es nun Mitglieder der Exekutive sind, die mit lässiger Hemmungslosigkeit mit dem Begriff ‚Zio‘ um sich werfen (ein Begriff für Juden, der sich gewöhnlich auf vom Ku Klux Klan betriebene Internetseiten beschränkt), wobei ranghohe Mitglieder des Clubs ihre ‚Solidarität‘ mit der Hamas zum Ausdruck bringen und ausdrücklich deren Taktiken der willkürlichen Ermordung von Zivilisten verteidigen.“[7]

Ein Jahr später entschied das National Executive Committee der Labour Party, dass nichts gegen die OULC-Studenten unternommen wird. Baroness Royall, die für die Partei einen Bericht zum Antisemitismus in der OULC geschrieben hatte, sagte, die Entscheidung werde „eine weithin vertretene Ansicht bestätigen, dass wir Antisemitismus nicht ernst nehmen“.[8]

An der University of Cambridge gab es ebenfalls antisemitische Vorfälle. Im Mai 2017 gestand der Master of Christ College ein, dass man jüdischen Studenten „Bestürzung und Schmerz“ zugefügt habe, indem man eine irreführende Ermittlung zu Anzeigen zweier jüdischer Studenten durchführte, die unter antisemitischen Übergriffen von Mitgliedern der Sportvereine des Colleges litten. Die ursprüngliche Vertuschung durch die Universität wurde von der Tageszeitung Telegraph aufgedeckt.[9]

Im Februar 2017 wurden an verschiedenen Fakultäten der University of Cambridge an Schwarzen Brettern und in Gemeinschaftsräumen Flugblätter gefunden, die den Holocaust leugneten. Der Vizekanzler der Universität, Sir Leszek Borysiewicz, verurteilte dies und brachte große Sorge zum Ausdruck.[10] Etwa zur selben Zeit wurden ähnliche Flugblätter an weiteren Universitäten gefunden, darunter dem University College of London, der University of Glasgow und der University of Edinburgh.[11]

Antisemitische Vorfälle verschiedener Natur gab es an der University of Edinburgh auch schon in früheren Jahren. 2011 wurde der israelische Diplomat Yishmail Khaldi gemobbt, als er dort sprach. 2012 wurde der israelische Botschafter Daniel Taub von Studenten unterbrochen, die Parolen skandierten und Palästinenserflaggen schwenkten. Es gab Berichte jüdischer Studenten, die wegen Antisemitismus ihre Kurse an der Universität verließen. Einige beschuldigten die Universitätsleitung, sie schenke dem Problem keine Beachtung.[12] 2015 setzte die Edinburgh University Student Association (EUSA) eine Diskussion zum Boykott Israels auf den Tag vor Pessah an, so dass viele jüdische Studenten sich nicht gegen eine BDS-Resolution aussprechen konnten.[13] 2016 wurde an der Universität ein Plakat gefunden, das sagte, der Holocaust sei Betrug.[14]

Antisemitismusprobleme gibt es auch bei der National Union of Students (NUS). Die frühere Präsidentin der Union, Malia Bouattia, wurde vom Home Select Affairs Committee des Unterhauses dafür kritisiert, dass sie die Birmingham University als „Außenposten des Zionismus“ bezeichnete.[15] Ein Jahr später gab es einen neuen Skandal bei der NUS, als drei Kandidaten, die Posten im Exekutivkomitee inne hatten oder Kandidaten für das Gremium waren, antisemitische Kommentare vorgeworfen wurden.[16]

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Antisemiten und ihre Verbündeten in der akademischen Welt die von der britischen Regierung übernommene[17] Antisemitismus-Definition der Internationalen Holocaust-Gedenkunion nicht mögen.[18] Die IHRA-Definition ist beispielsweise von der University and Colleges Union abgelehnt worden, die 110.000 Mitglieder und eine lange Geschichte antiisraelischer Hetze hat.[19] Die angeführten Beispiele sind nur eine Auswahl vieler weiterer Punkte.

[1] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/20599

[2] https://cst.org.uk/data/file/b/e/Incidents%20Report%202016.1486376547.pdf, Seite 7.

[3] http://www.independent.co.uk/student/news/chief-rabbi-ephraim-mirvis-urges-university-vice-chancellors-to-address-growing-anti-semitism-a7022081.html

[4] http://www.telegraph.co.uk/education/2016/12/22/britains-top-universities-becoming-no-go-zones-jews-baroness/

[5] http://jewishnews.timesofisrael.com/jewish-students-told-dont-study-at-lse-by-board-president/

[6] http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/TOP-TEN-2013.PDF

[7] http://www.independent.co.uk/student/news/oxford-university-labour-club-co-chair-alex-chalmers-resigns-amid-anti-semitism-row-a6878826.html

[8] http://www.thejc.com/news/uk-news/oxford-labour-1.430828

[9] http://www.telegraph.co.uk/news/2017/05/11/master-cambridge-college-admits-causing-hurt-jewish-students

[10] http://www.cambridge-news.co.uk/news/cambridge-news/vice-chancellor-profoundly-concerned-more-12575041

[11] http://jewishnews.timesofisrael.com/holocaust-denial-leaflets-distributed-on-uk-campuses/

[12] http://www.thejc.com/news/uk-news/university-students-quit-after-toxic-antisemitism-in-edinburgh-1.39270

[13] http://www.jpost.com/Diaspora/Edinburgh-University-students-accused-of-anti-Semitism-over-Passover-BDS-vote-395900

[14] https://thetab.com/uk/edinburgh/2016/04/20/appalling-anti-semitic-poster-found-kings-buildings-23500

[15] http://www.independent.co.uk/news/education/nus-president-malia-bouattia-anti-semitism-parliament-home-affairs-select-committee-israel-a7363591.html

[16] http://jewishnews.timesofisrael.com/nus-candidates-step-down/

[17] http://www.theguardian.com/society/2016/dec/12/antisemitism-definition-government-combat-hate-crime-jews-israel

[18] http://jewishnews.timesofisrael.com/four-universities-reject-uks-definition-of-anti-semitism/

[19] http://jewishnews.timesofisrael.com/ucu-antisemitism-definition/

Leserbrief an Ha’aretz

Samstag, 5. April 2003

Betr.: Artikel „Unsung Heroes“ (Unbesungene Helden) in Ha’aretz, 03.04.03

Schalom,

ich möchte einige Gedanken und Eindrücke bezüglich Aviv Lavies Artikel „Unbesungene Helden“ (Ha’aretz Magazin, 03.04.03) äußern. Ich las diesen Artikel mit großem Interesse, denn vor nicht langer Zeit (am 22. März) hörte ich den Vortrag einer israelischen Friedensaktivistin, Menschenrechtsaktivistin und Empfängerin des Alternativen Nobelpreises. Ihr Name ist Felicia Langer. Sie war auf Einladung einer linken Partei namens „Linke Liste/Friedensliste“ in Freiburg. Der Vortrag mit dem Titel „Quo vadis, Israel?“ fand in einer Kirchengemeinde statt.

Wegen des Titels, wegen der Beschreibung Langers (Friedensaktivistin, Menschenrechtsaktivistin usw.), wegen der Organisatoren (einer politischen Partei, die das Wort „Frieden“ in ihrem Namen und in ihrem Programm trägt) und wegen des Veranstaltungsortes (einer christlichen Kirche, die als Ort des Friedens und der Versöhnung betrachtet wird) ging ich mit folgenden Erwartungen in diesen Vortrag: Langer würde eine kurze, objektive Darstellung der geschichtlichen und gegenwärtigen Lage in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten geben und – gegründet auf dieser Darstellung – einen konstruktiven, praktischen, pazifistischen Ausblick auf Israels Zukunft geben, unter Einbeziehung der arabischen Nachbarn Israels.

Entgegen meiner Erwartungen präsentierte Langer allerdings folgendes: eine Anklageschrift gegen den Staat Israel und die meisten seiner Bürger (sie ließ die verschiedenen israelischen Friedensgruppen außen vor)!

Meiner Meinung nach war es eine Anklageschrift, die einer Juristin (die Langer angeblich ist) unwürdig ist, denn sie war angefüllt mit Lügen, Indizien, äußerst einseitigen geschichtlichen und gegenwärtigen Fakten und vielen Emotionen. Deswegen erinnerte mich Langers Anklageverfahren sehr stark an eine Art Schauprozess, in dem der Ankläger eine starke Abneigung gegen den Beschuldigten hegt (aus diesem oder jenem Grund, der nur dem Ankläger selbst bekannt sein mag). Und dieses Gefühl der Abneigung lässt den Ankläger wünschen, dass der Beklagte unbedingt verurteilt wird, also führt der Ankläger – in niederträchtiger Weise – nur diejenigen Punkte an, die gegen den Angeklagten sprechen!

Ich könnte Dutzende Beispiele anführen, die zeigen, warum ich mich während dieses Vortrags an einen Schauprozess erinnert fühlte. Lassen Sie mich bitte wenigstens drei erwähnen (sie entstammen einem Protokoll, das ich während des Vortrags schrieb):

  1. Am Anfang ihres Vortrags sagte Langer, sie verurteile palästinensischen Terror, aber jedermann müsse diesen Terror verstehen und denjenigen, die ihn noch nicht verstünden, wolle sie an diesem Abend beweisen, dass der palästinensische Terror nur durch die israelische Politik der Zerstörung, der Folter und der Zermürbung der Palästinenser verursacht werde. Langer erwähnte, dass palästinensische Kinder den Wunsch haben Israelis zu töten, eine Tatsache, die als Beweis gewertet werden müsse – so sagte sie -, dass israelische Politik den Weg zu Hass und Gewalt ebne. (Sie sagte kein einziges Wort über die jahrelang andauernde Hetze gegen Israel in palästinensischen Schulbüchern, Moscheen usw.!)
  2. Langer erklärte, dass es keinen arabischen Antisemitismus gebe! Es gebe arabischen Hass auf Israel, aber keinen arabischen Antisemitismus, wiederholte sie. Und wenn die israelische Besatzung vorbei ist, wird auch der arabische Hass vorbei sein. (Kein einziges Wort zu der Tatsache, dass es arabischen Hass gegen Israel schon vor der israelischen Besatzung gab! Und kein einziges Wort über Dutzende antisemitischer Karikaturen in arabischen Zeitungen!)
  3. Langer listete die jüngsten palästinensischen Opfer der Intifada auf und informierte die Zuhörer, dass sie die israelischen Opfer nicht auflisten könnte, weil es – nach ihren Worten – keine Statistik über die israelischen Opfer gäbe! Sei fügte hinzu, dass sie keine Statistik dazu habe, weil keine Statistik veröffentlicht sei!

Ich muss zugeben: Ich war tief erschüttert über all diese Lügen und einseitigen Fakten. Langers Erklärungen verursachten – fast von Beginn an – eine aufgeladene und gespannte Atmosphäre unter den Zuhörern (rund 130 Personen), was sich durch viele Zwischenrufe bemerkbar machte. Während bei der Mehrheit Hass und Aggression gegen Israel wuchsen, wuchsen bei der Minderheit Hass und Aggression gegen Langer. Was mich aber noch mehr als Langers Äußerungen schockierte, war die Diskussion, die dem Vortrag folgte:

In dieser aufgeheizten Atmosphäre wagten etwa zehn Personen Langers tendenziösen Vorwürfen zu widersprechen. Sie versuchten, dies durch die Anführung objektiver Fakten und durch Fragen zu diesen Fakten zu tun. Ich kann sagen, dass ich bereits bei mehreren Vorträgen, Diskussionen und Foren zum Thema „Nahost-Konflikt“ war. Aber bei keinen, die von einer Friedenspartei und einem Friedensaktivisten veranstaltet wurden. Ich muss betonen, dass ich bei keinem bisherigen Vortrag ein Verhalten erlebt habe, wie dieses furchtbare einer sogenannten Friedenspartei und einer sogenannten Friedensaktivistin, das den kritischen Fragen dieser etwa zehn Personen folgten. Lassen Sie mich dieses Verhalten – wieder an drei Beispielen – beschreiben:

  1. Bezüglich Langers Erklärung, dass Israel UN-Resolutionen genauso wie der Irak verletze, stellte ein Mann aus dem Publikum eine Frage zu den unterschiedlichen Arten der UN-Resolutionen. Zur Erklärung seiner Frage sagte er, er habe gehört, dass es verschiedene Arten gibt; die UN-Resolutionen bezüglich des Irak gehörten unter Paragraph VII, was bedeutet, dass sie bindend sind, während diejenigen bezüglich Israel andere UN-Resolutionen seien, die nicht verbindlich sind wie im Fall des Irak. Der Mann wollte noch etwas hinzu fügen, aber die Mehrheit des Publikums begann ihn so laut auszubuhen, dass er schlicht und einfach nicht in der Lage war weiter zu sprechen. Langer ignorierte seine Frage und beantwortete sie nicht.
  2. Ein anderer Mann begann seine Frage an Langer, indem er sagte: „Entschuldigen Sie, Frau Langer, aber ich bin der Meinung, dass Sie emotional argumentieren und nicht historisch…“ Langer unterbrach ihn und sagte: „Sie sind frech und arrogant!“ Und sie ließ ihn – unterstützt von den Zwischenrufen der Mehrheit des Publikums – seine Frage nicht zu Ende führen.
  3. Ein dritter Mann (und lassen Sie mich hinzu fügen, dass er ein Israeli ist, der in Freiburg studiert) sagte Langer: „Während Ihres Vortrags erwähnten sie nur, wie schlecht die Israelis sich gegenüber den Palästinensern verhalten. Ich kann bestätigen, dass Israelis eine Menge schlechter Dinge taten und tun. Aber nicht nur schlechte. Warum haben Sie z.B. nicht mit einem einzigen Wort erwähnt, dass viele Palästinenser seit dem Beginn der israelischen Besatzung auch zu einigem Wohlstand gelangten, dass sie eine Infrastruktur bekamen, Universitäten und mehr, was sie vor 1967 unter arabischer Besatzung nicht hatten?“ Langer antwortete zynisch: „Was wollen Sie mit dieser Frage sagen? Mir scheint, Sie wollen sagen, die Palästinenser seien vor 1967 ein primitives Nomadenvolk gewesen!“ Der Mann wollte dem widersprechen, konnte aber kein einziges Wort sagen, weil die Mehrheit des Publikums Langer applaudierte und den Fragenden dann auszubuhen begann. Dem Mann war es nicht möglich etwas anderes zu tun als zu rufen: „Nennen Sie mir den Namen einer palästinensischen Universität vor 1967!“ Langer antwortete nicht; stattdessen sagte sei, nachdem das Publikum sich etwas beruhigt hatte: „Wir müssen am Anfang beginnen. Bevor die Juden nach Palästina kamen, war es ein fruchtbares Land…“ Eine Frau rief dazwischen: „Das ist eine Lüge!“ Langer ignorierte diesen Zwischenruf und sagte zu dem Israeli: „Sie wissen überhaupt nichts!“ Der Mann wiederholte: „Nennen Sie mir den Namen einer palästinensischen Universität vor 1967!“ Lange nannte keine und die Mehrheit des Publikums begann wieder den Frager auszubuhen. Schließlich erklärte Langer: „Früher war die Lage in Palästina gut, heute ist sie eine Katastrophe. Wenn Sie etwas über die Lage wissen wollen, können Sie folgende Bücher lesen“ Und sie empfahl verschiedene Bücher von palästinensischen Autoren (nicht ein einziger israelischer Autor war dabei).

Ich könnte viele weitere Dinge anfügen, die in diesen zweieinhalb Stunden passierten, z.B. dass Langer Fragen der „antiisraelischen“ Seite auf ganz andere Art beantwortete, nämlich höflich und nicht auf erniedrigende, arrogante Art… Aber ich möchte hier enden und nur noch einen Abschnitt anfügen.

Ich kenne all die anderen Friedensaktivisten nicht, die Lavie in seinem Artikel angeführt hat. Das heißt, ich habe natürlich dies und das über sie gehört/gelesen, besonders über und von Uri Avnery, aber ich bin nie auf einem Vortrag gewesen, den sie gegeben haben. Daher kann ich nicht sagen, ob sie in ihrem Verhalten ähnlich sind wie Langer oder nicht. Aber die Erfahrung, die ich mit der Friedensaktivistin Langer und einer deutschen Friedenspartei in einer christlichen Kirche in Deutschland gemacht habe, sind bereits ausreichend, um mir sehr deutlich zu machen, warum die israelische Öffentlichkeit diese sogenannten Friedensaktivisten und Menschrechtsaktivisten ignoriert! Abgesehen von dem Eindruck, dass diese deutsche Friedenspartei „Linke Liste/Friedensliste“ von Frieden und friedlichem Gespräch weit entfernt zu sein scheint; und abgesehen von der Feststellung, dass eine christliche Kirche viel mehr ein Ort des Hasses und der Aggression war als ein Ort des Friedens und der Versöhnung, muss ich sagen, dass Langer es meiner Meinung nach nicht wert ist, die Titel „Friedensaktivistin“ und „Menschenrechtsaktivistin“ zu tragen; denn anstatt Frieden zu aktivieren, aktiviert sie Hass und Aggression; und die Art, wie sie Menschenrechte verteidigt, ist einseitig, denn in Bezug auf ihre Kritiker und in Bezug auf Israel und die meisten israelischen Bürger kennt sie offensichtlich nicht den ersten Paragraphen der Menschenrechtsgesetze, der besagt: die Würde aller Menschen muss respektiert werden (nicht nur die einiger weniger).

Last, but not least möchte ich meiner Besorgnis über die Tatsache Ausdruck geben, dass anti-israelische Israelis in aller Welt tatsächlich sehr willkommen sind. Die Menschen scheinen begierig zu sein, solche Lügen und tendenziösen antiisraelischen Fakten zu hören. Das ist etwas, was nachdenklich machen sollte – um in der Lage zu sein, auf dieses Phänomen angemessen reagieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea L., Freiburg

Die Beschränktheit der politischen Wahrnehmung (2/2)

Zwei weitere Einordnungen des Jürgen W. Möllemann:

Henryk M. Broder hat 2002 im SPIEGEL über ihn als modernen Antisemiten geschrieben (und das steht heute noch dort online).

Außerdem hatte Nahost-Focus einen kurzen Text online gestellt (die Seite gibt heute nicht mehr), der hier wiedergegeben wird:

Spagat der Semantik

oder: J. W. Möllemann, unser neuer Philosemit und seine verkehrte Logik

Vor Kurzem hat J. W. Möllemann eine Rede vor dem Deutsch-Syrischen Verein gehalten, in der er viele Punkte der Diskussion der letzten Zeit wiederholte oder erklärte – zum Beispiel, dass die Palästinenser das Recht haben, den Aggressor in seinem Land zu attackieren – Letztendlich hätte er selbst als Offizier der Fallschirmjäger genauso gehandelt, aber natürlich mit der entsprechenden Völkerrechtsachtung, und dazu gehört nicht die Ermordung Jugendlicher in Diskotheken – was dann, wäre nach seiner Logik der richtige Kampf gegen Israel in dem Land selbst? Vielleicht J. W. Möllemann selbst, als Kopf einer Palästinensischen Kommandoeinheit in einer Attacke auf die Knesset (eine tolle Werbefilmidee für die „Aktion 18“). Oder vielleicht meint er, dass auf jedem Nagel in einer Bombe stehen sollte: „bitte nur auf Soldaten richten“?

Am Ende seiner Rede hat Herr Möllemann, in Bezug auf die ihm vorgeworfene Anschuldigung des Antisemitismus, gesagt: „Wie könnte ich Antisemit sein – mein Freund Arafat ist schließlich auch ein Semit!“ Dafür hat er viel Beifall bekommen und wir können nun hier die bekannte hebräische Redewendung benutzen, nämlich – „Sag mir, wer dein Freund ist – und ich werde dir sagen, wer Du bist.“

Der Großmufti von Jerusalem, Haj Amin Al Husseini, der seit 1941 in Nazi- Deutschland lebte und als Leiter des Berliner „Arabischen Büros“, für die Radiopropaganda unter der moslemischen Bevölkerung in der Sowjetunion, dem Balkan und dem Nahen Osten und auch für die Rekrutierung von 20.000 Moslimen in Bosnien-Herzegowina und Albanien für die Waffen-SS-Handschar-Division zuständig war, hat viele Freunde gehabt: unter ihnen Joachim von Ribbentrop, Heinrich Himmler, Adolf Hitler und besonders Adolf Eichmann.

Am 1.März 1944 fügte er in einer Sendung aus Berlin hinzu: „Araber! Steht auf als ein Volk und kämpft für Eure heiligen Rechte. Tötet die Juden, wo immer Ihr sie findet. Dieses gefällt Gott, Geschichte und Religion. Dieses vermehrt Eure Ehre.“

A la Möllemann könnten also Adolf Hitler, Adolf Eichmann und Heinrich Himmler KEINE Antisemiten sein !

Auch Yassir Arafat, ein Verwandter Al Husseinis, genau wie der Mufti selbst, könnte nicht irgendwas gegen Juden haben, letztendlich ist er selbst ein Semit.

Antisemitismus ist ein Verbrechen

… sagen selbst die Israelhasser. Und betreiben ihn dann doch. Beim Shalom Festival in Schottland meinten die schottischen Israelhasser von ScottishPSC ein Plakat aufhängen zu müssen. Das wurde dann von den Teilnehmern des Festivals verbessert.

Die Hasser fanden, Antizionismus sei eine Pflicht. Die Israelfreunde korrigierten das.

Rückblick auf Netanyahus Ungarn-Besuch

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Premierminister Benjamin Netanyahus Staatsbesuch in Budapest vor kurzem – dem ersten eines israelischen Premierministers seit dem Sturz des Kommunismus – erhielt viel internationale Aufmerksamkeit. Die Medien berichteten von seinen Treffen mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán sowie mit den Anführern der Länder der Visegard-Gruppe Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei. Allerdings konzentrierten die Medien sich in ihrer Berichterstattung nicht auf die wichtigsten Themen.

Orbán ist Parteichef die Mitte-Rechts-Partei Fidesz. Er erklärte in einer öffentlichen Äußerung nach dem Treffen mit Netanyahu, dass Ungarn gesündigt hatte, als es während des Zweiten Weltkriegs mit Nazideutschland kooperierte und die Juden nicht beschützt hatte.[1] Er sagte auch, dass Ungarn zukünftig alle seine Bürger beschützen würde.[2] Dennoch rühmte Orbán in der jüngsten Vergangenheit den langjährigen ungarischen Führer Miklos Horthy, einen Verbündeten Hitlers.[3]

Orbáns Äußerung zur Holocaust-Schuld seines Landes war politisch sowohl für ihn als auch für seine Partei wichtig. Solch ein Eingeständnis ungarischer Holocaust-Schuld war nichts Neues. Mehrere ungarische Premierminister, darunter Gyula Horn,[4] Péter Medgyessy[5] und Ferenc Gyurcsany[6] haben die Kriegsverbrechen zugegeben oder Entschuldigungen ausgesprochen.

In einer Studie aus dem Jahr 2013 erklärten 91% der jüdischen Ungarn, dass der Antisemitismus im Verlauf der vergangenen fünf Jahre zugenommen hat, ein höherer Prozentsatz als in den sieben anderen untersuchten Ländern. Neunzig Prozent der ungarischen Juden betrachteten Antisemitismus als ein Problem ihres Landes.[7] Der Antisemitismus hat seitdem nicht nachgelassen. Die rechtsextreme und antisemitische Partei Jobbik erzielte bei den Wahlen 2014 20% der Stimmen.[8] Ihr Parteichef Gabor Vona versucht jetzt die Partei etwas Richtung Mitte zu steuern, um vor den nächsten Wahlen im Jahr 2018 ein ernsthafter Konkurrent für Fidesz zu werden.[9]

Länder ändern ihre Kultur nicht leicht. Ungarn hat eine lange Geschichte des Antisemitismus, die viele Jahre vor ihre Kollaboration mit den Deutschen während des Holocaust zurückreicht.[10] Die kommunistischen Nachkriegsregime unterdrückten den Antisemitismus. Nach ihrem Sturz 1989 feierte er bald fröhliche Urstände. Doch obwohl es extremen verbalen Antisemitismus gibt, ist er größtenteils nicht gewalttätig geworden.[11] Das könnte sich aber auch ändern. Wie in den meisten europäischen Ländern müssen in Ungarn lebende Juden erkennen, dass der Antisemitismus ein integraler Bestandteil der europäischen Kultur ist. Seine Intensität variiert von Land zu Land. Und obwohl er bekämpft werden muss, ist der Antisemitismus viel zu sehr eingebettet, um ausgelöscht zu werden.

Die Plakat-Kampagne der ungarischen Regierung gegen den amerikanischen Milliardär George Soros hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Er wirbt für die Ansiedlung von Nahost-Flüchtlingen in Ungarn und anderen europäischen Ländern. Soros‘ Politik wird von der ungarischen Regierung als feindselig betrachtet.[12] Die Kampagne der Regierung wird auch von Antisemiten ausgenutzt, die Graffiti auf Werbetafeln malten. Im Ergebnis waren Ungarns Juden besorgt, dass die Kampagne von Antisemitismus umgeben werden könnte.

Manche Juden forderten Netanyahu auf seinen Besuch abzusagen. Ein israelischer Premierminister trifft viele Führungspolitiker, ohne dass dies andeutet, dass er mit ihrer gesamten Politik übereinstimmt. Netanyahu besuchte zum Beispiel die Niederlande. Das heißt nicht, dass er mit der fortgesetzten Weigerung der derzeitigen Regierung übereinstimmt zuzugeben, dass ihre Vorgänger während des Zweiten Weltkriegs gegenüber den Juden versagten. Genauso wenig muss Netanyahu die dortige massive, unkontrollierte Immigration durch Menschen aus muslimischen Ländern gut heißen, in denen Antisemitismus grassiert. Diese Immigration ist die seit dem Holocaust größte Bedrohung niederländischer Juden und Israels in dem Land.

Das ist nicht der einzige Besorgnis erregende Aspekt der niederländischen Wirklichkeit in Sachen Israel. Eine Studie der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2011 stellte fest, dass fast 30% der Niederländer der Äußerung „Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“ zustimmten .Die Zahl für Ungarn war mit 41% nicht viel anders.[13]

Der israelische Botschafter in Ungarn sprach sich gegen den Antisemitismus aus. Das israelische Außenamt erklärte die israelische Haltung in einer Erklärung, von der es sagte, sie solle „in keiner Weise die Kritik an George Soros delegitimieren, der Israels demokratisch gewählte Regierungen ununterbrochen untergräbt, indem er Organisationen finanziert, die den jüdischen Staat diffamieren und versuchen sein Recht auf Selbstverteidigung zu bestreiten“.[14]

Was das Treffen mit den Regierungschefs der Visegard-Länder angeht, konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Medien auf die scharfen Bemerkungen Netanyahus über Europa, der nicht erkannte, dass ein Mikrofon eingeschaltet war. Teile dieser Bemerkungen waren inhaltlich korrekt, selbst wenn sie anders formuliert worden wären, hätte er gemerkt, dass seine Äußerungen nicht mehr vertraulich waren.[15]

Der Grad des Antisemitismus in den Visegrad-Ländern variiert. 2014 stellte eine Studie der ADL in einer Reihe von Ländern 11 grundlegende Fragen zu klassischen antisemitischen Einstellungen. Sie fand heraus, dass 45% der Polen antisemitische Einstellungen hegen. In Ungarn betrug dieser Anteil 41%, in der Tschechei 13%. Für die Slowakei sind keine Daten verfügbar. Gefragt, ob Juden immer noch zu viel von dem sprechen, was ihnen im Holocaust widerfuhr, antworteten 62% der Polen mit Ja; bei den Ungarn stimmten 61% zu. 44% der tschechischen Bürger bejahten dieselbe Frage.[16]

2004 interviewte ich Mark Sofer, den stellvertretenden Generaldirektor des israelischen Außenministeriums. Damals waren die Visegrad-Länder gerade der EU beigetreten. Er sagte: „Die gängige Meinung sagt uns, dass der Beitritt dieser Länder zur EU für Israel positiv ist. Ausnahmsweise könnte die gängige Meinung durchaus recht haben.“[17] Das hat sich in der Tat als richtig erwiesen. Diese und andere zentraleuropäischen Länder unterstützen Israel oft in einer politisch regelmäßig feindlichen EU. Sie sind zudem für israelische Investoren wichtig.

Ein weiterer Grund, dass diese Länder nicht nur für Israel, sondern auch für europäische Juden wichtig sind, besteht darin, dass sie sich gegen Immigration stellen. Diese Immigranten sind zu einem großen Teil Muslime aus dem Nahen Osten. Brüssel und die Führer der europäischen Länder wissen sehr wohl, dass die meisten muslimischen Immigranten von Kind auf mit extrem antisemitischer Propaganda indoktriniert worden sind. Ein Berater des Europäischen Gerichtshofs will, dass die Anfechtung der Entscheidung des Europarats zurückgewiesen wird, dass EU-Mitglieder viele Asylsuchende aufnehmen müssen.[18]

Doch die Führer der EU kümmert das nicht. Anständig wäre es die muslimischen Immigranten nach Europa zu überprüfen, damit diese sogenannten liberalen Demokratien keine antisemitischen Immigranten aufnehmen. Da dies nicht gemacht wird, ist die Politik der Visegrad-Länder vorzuziehen keine Immigranten anzunehmen. So wird es in der Zukunft zumindest ein paar europäische Länder geben, in denen muslimische Hassverbreiter keine herausragende Rolle spielen werden.

[1] www.jpost.com/Israel-News/Politics-And-Diplomacy/Hungarian-PM-to-Netanyahu-We-have-zero-tolerance-of-antisemitism-500042

[2] www.jpost.com/Israel-News/Politics-And-Diplomacy/Hungarian-PM-to-Netanyahu-We-have-zero-tolerance-of-antisemitism-500042

[3] www.timesofisrael.com/israel-accepts-hungarys-clarification-over-pms-praise-for-nazi-allied-wwii-leader/

[4] Efraim Zuroff: Eastern Europe: Anti-Semitism in the Wake of Holocaust-Related Issues. Jewish Political Studies Review, Bd. 17, Nr. 1–2 (Frühjahr 2005), S. 63–79.

[5] Yifat Bacharach: Hungary Pledges to Search for Names of Holocaust victims. Yad Vashem Magazine, 34, 2004.

[6] www.dw.com/en/march-of-living-marks-holocaust/a-1575086

[7] http://fra.europa.eu/sites/default/files/fra-2013-discrimination-hate-crime-against-jews-eu-member-states-0_en.pdf, page 16

[8] www.independent.co.uk/news/world/europe/concerns-as-neo-nazi-jobbik-party-wins-20-of-hungary-vote-9244541.html

[9] www.bbc.com/news/world-europe-37976687

[10] http://jcpa.org/article/anti-semitism-in-hungary/

[11] www.bbc.com/news/world-europe-37976687

[12] www.jta.org/2017/07/09/news-opinion/israel-middle-east/israel-not-defending-soros-in-denouncing-campaign-against-him-foreign-ministry-clarifies

[13] library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf.

[14] www.jpost.com/Israel-News/Politics-And-Diplomacy/Netanyahu-faces-criticism-on-comments-about-Hungary-Soros-499263

[15] www.theguardian.com/world/2017/jul/19/eu-will-wither-and-die-if-it-does-not-change-policy-on-israel-netanyahu

[16] www.global100.adl.org/?_ga=2.257893131.1428442282.1500539303-1360487732.1494910929

[17] www.jcpa.org/israel-europe/ier-sofer-05.htm

[18] www.usnews.com/news/world/articles/2017-07-26/eu-court-advised-to-reject-hungary-slovakia-refugee-case

Fotofälschung der Woche: Grausamkeit gegenüber palästinensischen Frauen

Aussie Dave, Israellycool, 9. August 2017

Die Facebookgruppe Palestine Will Be Free liebte ihre antiisraelischen Darstellungen und hier ist eine, die sie letzte Woche veröffentlichten (und allein auf Facebook fast 350-mal geteilt wurde).

Eines Tages…
wird Palästina frei sein.
Und die bittere Geschichte der Grausamkeit israelischer Soldaten
gegenüber palästinensischen Frauen wird verschwunden sein.

Sie haben eindeutig die Bildbeschreibung weggelassen, als sie den Eintrag erstellten:

Sebastian Scheiner/Associated Press – Ein israelischer Soldat zog gestern in Hebron zwei jüdische Siedlerinnen von einem umstrittenen Gebäude weg. Sicherheitskräfte stürmten das Gebäude, um rund 200 Hardline-Siedler zu entfernen, die es seit März 2007 besetzten, als ein Handel es zu kaufen fehlschlug. (Sebastian Scheiner/Associated Press)

Und hier ist das Problem: Sie mussten den wahren Kontext des Fotos kennen, also haben sie bewusst gelogen. So, wie ihre Israelhasser-Kollegen es immer wieder tun.

‘Tschuldigung, habe ich Israelhasser gesagt? Mein Fehler.

Text über dem Bild:
Wer hat die Kontrolle? Zionistische Macht. 9 Arten von Zionisten sich die Welt zu greifen
Poster:
Wer hat wirklich die Kontrolle?
Die US-Notenbank und die Wall Street
Internetspionage
Hollywood und Fernsehen
Gerichte
Krebsindustrie
Pornografie
Kriege für Israel
Sexhandel
gefälschte Opposition