PreOccupied Territory – Aktivist: Zionisten sind antisemitisch, weil Israel Auschwitz nicht bombardiert hat

Anachronistische Manipulation durch Antizionisten und andere Antisemiten hat eine altehrwürdige Geschichte.

PreOccupied Territory, 22. September 2022

New York – Der Führer einer pro-palästinensischen Gruppe an der City University of New York richtete einen neue Vorwurf an die Leute, die er beschuldigt Palästinenser zu unterdrücken und zu enteignen; er argumenteirt, dass diese Leute nicht, wie sie behaupten, eine Antwort auf den Holocaust bieten, weil sie während des Holocaust es versäumten oder ablehnten Flugzeuge zu schicken, die sie auf Jahre noch nicht haben würden, um die Vernichtungslager in Polen oder sogar die Bahngleise zu zerstören, die zu diesen Lagern führten.

Watda Fuq, ein Junior am City College New York, forderte die Zionisten heraus zu erklären, warum ihre Bewegung jüdische Rechte und Schutz nachjagen, obwohl dieselbe Bewegung exakt null Langstreckenbomber schickte, um den Massenmord zu unterbrechen, der in Auschwitz-Birkenau, Treblink, Majdanek, Chelmno, Belzec, Sobibor oder sonst einem der Orte stattfand, an denen Nazis und ihre lokalen Kollaborateure von 1939 bis 1945 sechs Millionen Juden vergasten, verhungern ließen, erschossen, erstickten, niederwalzten, verbrannten, aufhängten oder sonst irgendwie folterten. Israel erreichte 1948 Eigenstaatlichkeit und gründete eine Luftwaffe; die Todeslager in Polen und die Tötungsstätten an anderen Orten in Osteuropa liegen heute immer noch jenseits der Angriffsreichweiter der IAF.

„Es ist nicht nur so, dass die Zionisten ein Bündnis mit den Nazis aufnahmen“, klagte er an, womit er einen verzweifelten Versuch der Jewish Agency falsch darstellte, mit dem Dritten Reich um die Rettung tausender Juden zu erhandeln. „Es ist so, dass ihr sonstiges Handeln ihre Behauptung Lügen straft, die Bewegung sorge sich um Juden, nicht die Kontrolle über Palästina zu erobern und dessen einheimische Bevölkerung zu vertreiben.“ Fuqs letztgenannte Aussage offenbarte eine zweite, gewollte Fehldarstellung, da sich die „Enteignung“ komplett im Kontext arabischer Gegnerschaft zu jüdischem Grundstücksbesitz und Selbstregierung im angestammten jüdischen  Heimatland ereignete, obwohl das „Zionisten sind Imperialisten“-Sprachbild in antisemitischen Kreisen beträchtliches Stehvermögen gezeigt hat.

Anachronistische Manipulation durch Antizionisten und andere Antisemiten hat eine altehrwürdige Geschichte, erklärte Stacy Facepalm, Professorin für jüdische Geschichte an der University of Pennsylvania. „Schon die Verwendung des Begriffs ‚Palästina´ dient als perfektes Beispiel“, stellte sie fest. „Araber bezeichneten das Land selten, wenn überhaupt, mit diesem Namen; das war fremd. Vor 1948 bedeutete ‚Palästinenser‘ ohne das Wort ‚Araber‘ nur ‚Jude‘. Irgendwie scheinen die heutigen Palästinenser und ihre Verbündeten unter dem Eindruck zu stehen, dass ‚das palästinensische Volk‘ bis in die 1960-er Jahre existierte und dass ein palästinensisch-arabisches Gebilde vom Zionismus beseitigt wurde.“

Fuq hat die Zionisten auch beschuldigt es abgelehnt zu haben die Nazis allgemein zu bekämpfen, wobei er palästinensisch-jüdische Soldaten in den britischen Streitkräften, die in Nordafrika Rommel besiegten, als „War-Washing“ abtat.

Der wahre Grund für den Krieg gegen Israel und den Westen

Lapids Unterstützung eines Palästinenserstaats verschlimmert einen katastrophalen Fehler. Op-Ed.

Melanie Phillips, Israel National News, 22. September 2022

Sobald herauskam, dass Israels geschäftsführender Premierminister Yair Lapid der UNO-Vollversammlung erzählen würde, dass er die Gründung eines Palästinenserstaats unterstützt, war er von Empörung, Ungläubigkeit und Bestürzung umgeben.

Kritiker warfen ihm vor, er gefährde Israels Sicherheit, indem er danach strebe einen Terrorstaat auf Land zu gründen, das rechtmäßig Israel zusteht. Das, sagten sie, würde palästinensisch-arabischem Terrorismus nur noch mehr Anreiz bieten.

In seinen tatsächlichen Ausführungen schien Lapid von einem früheren Briefing eines Beamten zurückzurudern, er würde sagen: „Israel muss sich auf eine Zweistaatenlösung  zubewegen.“ Vielleicht als Beruhigungspille für seine Kritiker beschränkte er sich stattdessen auf nichtssagende Unterstützung eines „friedlichen“ Palästinenserstaats.

Trotzdem war es das erste Mal in vielen Jahren, dass ein israelischer Führungspolitiker in der UNO Unterstützung für einen solchen Staat zum Ausdruck brachte – und da zu einer Zeit, in der palästinensisch-arabische Radikalisierung und Terroranschläge zunehmen.

Natürlich hat Lapids Initiative bei der Linken Anklang gefunden, die glaubt, der arabisch-israelische Konflikt sei ein Streit um territoriale Grenzen, angetrieben von der angeblichen jüdischen Extremistenüberzeugung eines biblischen Anspruch auf das Land Israel.

Damit wird die Tatsache ignoriert, dass einzig die Juden – das eine Volk, für das das Land Israel immer ihr nationales Königreich war – einen legalen, historischen und moralischen Anspruch auf das Land hat. In den 1920-er Jahren verankerte der Völkerbund höchstselbst das recht nur der Juden sich dort niederzulassen, was heute Israel, der Gazastreifen, Judäa und Samaria ist.

Menschen im Westen sind diesen Wahrheiten gegenüber entweder ignorant oder sie entscheiden sich sie zu ignorieren. Um ihr falsches Narrativ über den Nahen Osten aufrecht zu erhalten ignorieren sie auch die nazi-artige Dämonisierung der Juden, die sowohl aus der palästinensischen Autonomie wie aus der Hamas strömt, manipuliert von islamischer Theologie. Westler ignorieren das, weil es nicht in ihr Narrativ passt. Weil sie es versäumen die Bedeutung des palästinensischen Judenhasses zu begreifen, verpassen sie, was die palästinensisch-arabische Verweigerung antreibt.

Das erklärt nicht nur, warum der Nahost-Konflikt so hartnäckig ist. Es erklärt auch, warum der Westen sich nie mit der islamistischen Bedrohung selbst auseinandergesetzt hat. Viele glauben, Wut wegen des Nichtvorhandenseins eines Palästinenserstaates treibe sowohl die palästinensisch-arabische Verweigerung als auch den islamistischen Krieg gegen den Westen an. Das ist genau falsch herum. Sowohl die palästinensisch-arabische Verweigerung als auch der islamistische Krieg gegen den Westen werden von einem Jihad (heiligen Krieg) gegen die Juden angetrieben.

Die fundamentalistische Interpretation des Islam, die wir als Islamismus kennen und unter anderem die Muslimbruderschaft und Osama bin Ladens Terrororganisation Al-Qaida hervorbrachte, hat ihren Ursprung in den 1920-er und 1930-er Jahren beim ägyptischen Fanatiker und Ideologen Sayyid Qutb.

In seiner Hetzschrift von 1950, Unser Kampf mit den Juden, erklärte Qutb, dass die Juden die Widersacher Gottes seien, die sich verschworen überall auf der Welt in Regierungen einzudringen, um „ihre üblen Machenschaften zu verewigen“, darunter einen Plan zur Kontrolle allen „Reichtums der Menschheit“. Qutbs Gegeifere wurde der Raketenstreibstoff der islamistischen Ideologie.

In den 1930-er und 1940-er Jahren bildete Hitler eine Allianz mit dem Großmufti von Jerusalem, Haddsch Amin al-Husseini, der gelobte jeden Juden im Nahen Osten auszulöschen – und der der Held und das Vorbild des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas bleibt.

1988 sagte bin Laden: „Die Feindschaft zwischen uns und den Juden reicht zeitlich weit zurück und ist tief verwurzelt. Es gibt keinen Zweifel, dass Krieg zwischen uns unvermeidbar ist. … Die Stunde der Wiederauferstehung wird nicht kommen, bevor die Muslime die Juden bekämpfen.“ In einer Predigt von 2003 erklärte er: „Die Juden sie die Mörder der Propheten, die Schänder von Vereinbarungen … Wucherer und Zuhälter. … Sie werden euch nichts lassen, weder in dieser Welt noch in der Religion.“

Matthias Küntzel, ein deutscher Wissenschaftler, der Pionierarbeit zum Bündnis zw8ischen den Nazis und den palästinensischen Arabern geleistet hat, ist einer der wenigen, die all das verstehen.

In einer Rede letzte Woche bei der Eröffnung des London Centre for the Study of Contemporary Antisemitism zeigte Küntzel auf, dass bin Ladens Hass auf die Vereinigten Staaten auf der Überzeugung gründet, dass die Juden alle Aspekte Amerikas kontrollieren; er glaubte, sie missbrauchen das für ihre eigenen jüdischen und israelischen  Ziele. Obwohl der 9/11 ein Angriff auf Amerika war, was seine Motivation somit antisemitischer Hass. Aber die meisten Regierungen, Massenmedien und Aktivisten wollten darüber nicht reden. Im Abschnitt zu „Bin Ladens Weltanschauung“ im Bericht der 9/11-Kommission taucht das Wort „Antisemitismus“ nicht einmal auf.

Nach dem 9/11 hatte diese Auslassung katastrophale Folgen. Küntzel sagte: „Die Weigerung Al-Qaidas wahre Motive zu erkennen, hatte ein Umkehr der Verantwortung zur Folge: Je tödlicher der Terrorismus, glaubten viele, desto größer die amerikanische oder israelische oder britische Schuld. Die Täter wurden zu den Opfern erklärt du die Opfer zu den Tätern.“

Warum also ignoriert der Westen die islamisch-religiösen Wurzeln, den der Krieg gegen Israel wie auch der Krieg gegen de Westen gemeinsam haben?

Im Prinzip ist das so, weil der Westen versucht alles in Begriffen von Vernunft zu erklären, in der nach seinem Glauben die Religion keinen Platz hat. Damit bestreitet er die religiösen Überzeugungen hinter den Angriffen auf Israel und den Westen und schaut stattdessen nach pragmatischen Gründen. Entsprechend versteift er sich auf die angebliche Illegalität von Israels Handeln und die Verweigerung palästinensisch-arabischer Recht als Grund für deren Wut. In ähnlicher Weise sagt er sich, dass der Krieg der Islamisten gegen den Westen von der historischen Unterdrückung der sich entwickelnden Welt durch den Westen verursacht sein muss.

Das hilft auch die westliche Passivität gegenüber dem Iran und seinem Atomprogramm zu erklären. Das iranische Regime verkündet regelmäßig seine Absicht Israel auszulöschen. Seine Revolutionsgarden prahlen damit, dass sie „das zionistische Regime in weniger als acht Minuten auslöschen werden“. Eine Countdown-Uhr in Teheran zeigt die Zahl der Tage, bis Israels festgesetztes Ende eintreten soll.

Dennoch, sagt Küntzel, nehmen westliche Regierungen diesen völkermörderischen Antisemitismus nicht ernst: „Warum? Vermutlich, weil sie sich wieder mal im Griff des Ursache-und-Wirkung-Irrglaubens befinden und Teherans Judenhass damit zu verstehen versuchen, dss sie glauben, Israel müssen irgendwie dafür verantwortlich sein.“

Der Hauptgrund dafür, dass der Westen das alles hintersich gelassen hat, liegt jedoch im völligen Nichtverstehen des Antisemitismus.

Keine anderes Vorurteil hat die Charakteristika des Antisemitismus: Er treibt die Überzeugung an, dass die Juden die Welt kontrollieren; das sie die Führer von Verschwörungen sind um andere zu schädigen, was ihren eigenen Interessen dienen soll; dass sie eine übernatürlich dämonische Macht sind.

Letztlich ist der Antisemitismus eine Form der Geistesstörung, der jeder Erklärung trotzt. Aber der Westen kann das nicht begreifen, weil er glaubt, dass alles eine rationale Ursache hat.

Also will er Antisemitismus als nur eine weitere Form des Rassismus erklären, als Ergebnis von Eifersucht gegenüber den erstaunlichen Leistungen der Juden oder etwas, dass die Juden über sich selbst bringen, weil sie so sippenhaft sind, für sich bleiben, auf andere herabsehen und weitere angebliche Delikte.

Auf ähnliche Weise versucht der Westen den Nazi-Holocaust zu als Ergebnis psychotischen Antisemitismus zu erklären, statt an Deutschlands Demütigung und Bankrott nach dem Ersten Weltkrieg. Er behauptet, dass die palästinensischen Araber von Enteignung und Verzweiflung dazu getrieben werden sich so zu verhalten, wie sie es tun. Die Tatsache, dass der islamistische Krieg gegen den Westen fundamental von einem religiösen Krieg gegen die Juden angetrieben ist, ist schlicht nicht bekannt.

Israel hat den Krieg gegen sich nie korrekt als einen islamischen Jihad dargestellt. Wenn man sie fragt, dann haben manche Israelis gesagt, das sei so, weil heiliger Krieg etwas äußerst Beängstigendes ist. Da Israels mit seinen neun Millionen Bürgern möglicherweise gegen die 1,8 Milliarden Muslime antreten müssen, zieht der jüdische Staat es vor den Konflikt als einen nationalistischen Kampf darzustellen, mit dem es umgehen kann, indem es die Feuer bekämpft, die Tag für Tag, Woche um Woche ausbrechen.

Das Ergebnis ist, dass Israel sich selbst und der Welt keine Gefallen getan hat. Es hat es versäumt die mörderische Reichweite des Antisemitismus zu erklären. Es hat dem Westen erlaubt seine eigene Verteidigung gegen einen heiligen Krieg zu untergraben, den er nicht begreift. Es hat eine falsches Narrativ über die palästinensischen Araber möglich gemacht, das ohne die grundlegende und wesentliche Herausforderung verbreitet wird.

Und jetzt hat ein israelischer Premierminister den Fehler noch verschlimmert.

Die 5 besten Momente Israels in der UNO

Chaim Lax, HonestReporting, 22. September 2022

Am Donnerstag sollte der israelische Premierminister Yair Lapid vor den versammelten Repräsentanten der Nationen der Welt auftreten und als Teil des Eröffnungstreffens der 77. Sitzung der UNO-Vollversammlung reden über Themen von entscheidender Wichtigkeit für den Jüdischen Staat reden.

Wenn Lapid ans Podium tritt, wird er sich einer Reihe langer und würdevoller Führungspolitiker und Repräsentanten anschließen, die vor der internationalen Gemeinschaft aufgetreten sind, um für Israel einzutreten sowie seine Bürger und ihr Recht auf Leben in Frieden und Sicherheit zu verteidigen.

Im Verlauf der letzten 75 Jahre sind eine Reihe mit Israel verbundene Momente in der UNO herausgestanden, sowohl wegen ihrer Wichtigkeit und ihres langfristigen Einflusses.

Die folgenden sind die fünf Top-Momente Israels bei den Vereinten Nationen (in chronologischer Reihenfolge):

1. Die Abstimmung zum Teilungsplan der UNO (1947)

Einer der wichtigsten Momente Israels in der UNO ereignete sich tatsächlich vor der Gründung des jüdischen Staates.

Im Februar 1947 kündigte die britische Regierung ihre Absicht an das britische Mandat für Palästina zu beenden, was die Frage der Zukunft des Landes an die UNO übergab.

Als Reaktion richtete die UNO das United Nations Special Committee on Palestine (UNSCOP – UNO-Sonderkomitee für Palästina) ein und beauftragte es damit eine Lösung für die Palästina-Frage zu finden.

Nach einem Treffen mit Repräsentanten der britischen Verwaltung, der jüdischen Gemeinschaft und der arabischen Gemeinschaft (trotz des offiziellen arabischen Boykottes des Komitees), empfahl die Mehrheit der UNSCOP-Mitglieder der UNO, dass das Land in einen jüdischen und einen arabischen Staat geteilt und Jerusalem zu einer internationalen Stadt werden sollte.

Obwohl der Vorschlag die Größe ihres Heimatlandes reduzierte, außerdem ihre heiligste Stadt unter internationale Verwaltung gebracht werden sollte, unterstützte die jüdische Gemeinschaft die Teilung in überwältigender Zahl. Die Mehrheit der arabischen Gemeinschaft lehnte sie ab.

Am 29. November 1947 wurde der Teilungsplan der UNO-Vollversammlung in ihrer Sitzung zur Abstimmung vorgelegt. Im verabschiedet zu werden, benötigte sie eine Zweidrittel-Mehrheit der Stimmen.

Nach zionistische Aktivisten im Vorlauf der Abstimmung unermüdlich Lobbyarbeit leisteten, wurde der Teilungsplan als Resolution 181 mit den Ja-Stimmen von 33 Ländern angenommen; 13 waren dagegen und 10 enthielten sich.

Obwohl der Teilungsplan nie umgesetzt wurde, betrachten ihn viele als das erste Mal, dass die internationale Gemeinschaft die Legitimität eines jüdischen Staates im Heimatland des jüdischen Volks akzeptierte.

2. Abba Ebans „historische“ Rede (1967)

Nach Israels mirakulösem Sieg über Ägypten, Syrien und Jordanien im Sechstage-Krieg hielt die UNO-Vollversammlung einen Dringlichkeitssitzung, um den Konflikt im Nahen Osten zu diskutieren. Angeführt von der Sowjetunion nutze eine Reihe von Ländern diese Sondersitzung dafür Israel wegen seines Verteidigungskriegs zu verurteilen und beschuldigten es sich kriegslüstern und Aggressiv zu verhalten.

Nach einer Rede des sowjetischen Premiers am 19. Juni 1967 trag Israels Botschafter bei der UNO, Abba Eban vor das Plenum, um auf die gegen den jüdischen Staat gerichteten Anschuldigungen zu antworten sowie Israels Handeln während des Krieges zu verteidigen.

Der für seine geschickte Redekunst und scharfen Witz bekannte Eban war bereit wegen der Rede gefeiert worden, die er am zweiten Tag des Krieges vor dem Sicherheitsrat hielt; diese war von einem Beobachter als „eine der größten diplomatischen Reden aller Zeiten“ beschrieben worden.

Am 19. Juni vertrat Eban einmal mehr Israels Fall vor der internationalen Gemeinschaft effektiv, indem er den kriegerischen Geist beschrieb, de Israels Feinde vor dem Krieg gepackt hatte, das Versagen der internationalen Gemeinschaft die Spannungen vor dem Krieg im nahen Osten und Jerusalems Hoffnung auf Ruhe und eine friedliche Zukunft zu reduzieren.

Abba Ebans wortgewandte Darstellung bei der Dringlichkeitssitzung der Vollversammlung war so inspirierend, dass sie später als Audio-Aufzeichnung mit dem Titel Abba Eban: His Memorable, Historic Speech of June 19, 1967 (Abba Eban: Seine denkwürdige historische Rede vom 19. Juni 1967) veröffentlicht wurde.

3. Israel vs. Yassir Arafat bei der Vollversammlung (1974)

Am 13. November 1974 wurde Yassir Arafat, der damalige Vorsitzende der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) eingeladen im Plenum der Vollversammlung zu sprechen, womit er der erste seit 1965 wurde, der kein Repräsentant einer Regierung, der das machte.

Gekleidet mit einer traditionellen Keffiyeh auf dem Kopf und einem Pistolenholster an der Hüfte beinhaltete Arafats 90-minütige Rede Anprangerungen Israels, forderte eine Einstaatenlösung und behauptete, der Zionismus sei eine Art imperialer Kolonialismus.

Arafats Ansprache wurde oft vom Applaus der Repräsentanten des Sowjetblocks, ostasiatischer Staaten und afrikanischer Länder unterbrochen.

Das Vermächtnis dieser Rede ist gewesen, dass die UNO der PLO Nichtstaaten-Beobachterstatus verlieh sowie die Bedeutung, die Arafats Schlusssatz gegeben wurde: „Ich komme zu Ihnen mit einem Olivenzweig in einer Hand und der Waffe eines Freiheitskämpfers in der anderen. Lassen Sie den Olivenzweig nicht aus meiner Hand fallen.“

Für Israel war Arafats Einladung zu den Vereinten Nationen ein Schlag ins Gesicht, weil die PLO damals vom jüdischen Staat als Terrororganisation betrachtete; Grund waren die Anschläge der PLO auf israelische Zivilisten und Infrastruktur, darunter ein versuchter Bombenanschlag auf die nationale Wasserversorgung, grenzübergreifende Überfälle und die Ermordung von 21 Schulkindern ein Jahr zuvor.

In Reaktion auf Arafats Rede trat Israels Botschafter bei der UNO Yosef Tekoah ans Podium und bezeichnete die PLO als „Mörder“ und „Agenten des Todes“.

Gegenüber den Delegationen, die in der Vollversammlung repräsentiert wurden, sprach Tekoah sogar noch offener; er erklärte: „Die Mörder von Sportlern bei den Olympischen Spielen in München, die Schlächter von Kindern in Ma’alot, die Ermordung von Diplomaten in Khartoum gehören nicht in die internationale Gemeinschaft.“

4. Der israelische Botschafter Chaim Herzog zerreißt die UNGA-Resolution 3379 (1975)

Weniger als ein Jahr nach Arafats Rede vor der UNO stimmte die Vollversammlung für Resolution 3379, die den Zionismus mit Rassismus gleichsetzte. Die Resolution, die vom Sowjetblock, den arabischen Staaten und einige afrikanischen Staaten unterstützt wurde, wurde mit 72 Stimmen dafür, 35 dagegen und 32 Enthaltungen verabschiedet.

Während eine Reihe Länder sich gegen die Resolution und ihre antisemitische Prägung aussprachen, wurde eine der überzeugensten Reden von Israels Botschafter bei der UNO – und zukünftigem israelischen Präsidenten – gehalten: Chaim Herzog.

Herzog begann seine Antwort damit, dass er festhielt, dass die Abstimmung zur Delegitimierung des jüdischen Staates auf den Jahrestag der Kristallnacht fiel und  tauchte dann tief in die Geschichte des Judentums, des Zionismus und des Antisemitismus ein.

Herzog wies auch auf die Integration der Araber in die israelische Gesellschaft hin, womit er bewies, dass die Behauptungen Lügen und Unwahrheiten waren.

Der Höhepunkt seiner Rede kam am Ende, als Herzog den versammelten Nationen ankündigte: „Für uns, das jüdische Volk, entbehrt diese Resolution, die auf Hass, Fälschung und Arroganz gründet, jeglicher Moral oder juristischen Wertes. Für uns, das jüdische Volk, ist das nicht mehr als ein Stück Papier und wir werden damit wie mit einem solchen umgehen“ – und dann zerriss er den Text der Resolution in zwei Hälften.

Die Resolution wurde 1991, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, schließlich widerrufen.

Chaim Herzogs glühende Rede im Namen des jüdischen Volks inspiriert und ermutigt weiterhin bis heute Verteidiger Israels und der Menschenrechte. Am 40. Jahrestag der Abstimmung veranstalteten sowohl die Knesset als auch die UNO selbst (!) Feiern, die Herzogs bewegender Worte gedachten.

5. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu verwendet visuelle Hilfen, um vor dem Iran zu warnen (2009 bis 2018)

Als der am längsten dienende Premierminister Israels hatte Benjamin Netanyahu zahlreiche Gelegenheiten gehabt vor der UNO-Vollversammlung als Teil ihrer Eröffnungssitzung zu sprechen.

Ab 2009 nutzte Netanyahu das Podium der UNOGA, um die Welt vor der zunehmenden Bedrohung für Israel und die internationale Gemeinschaft durch den Iran zu warnen.

Ein Markenzeichen der Reden Netanyahus vor der UNO über den Iran bestand darin visuelle Hilfsmittel einzusetzen, um seine Punkte zu unterstreichen.

2009 hielt Netanyahu bei seiner Verurteilung des damaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschads Holocaust-Leugnung vor den versammelten Nationen der Welt Originalkopien der Nazipläne für den Holocaust hoch und fragte rhetorisch: „Ist dieses Protokoll eine Lüge?“ Und: „Sind auch diese Pläne Lügen?“

2012 brachte Netanyahu eine Karikatur-artige Zeichnung einer Bombe mit und malte dann eine rote Linie darauf, die Israels „rote Linie“ für die Entwicklung von Atomwaffen durch die Islamische Republik symbolisierte.

2018 nutzte Netanyahu bei seiner Rede vor der Vollversammlung das Bild einer geheimen iranischen Atomanlage, eine Landkarte von Hisbollah-Standorten in Beirut und als Landkarte der Atomanlagen des Iran, um sein Argument über die Bedrohung durch die Islamische Republik und ihre regionalen Stellvertreter zu verdeutlichen.

Wenn auch ohne visuelle Hilfe, so nutzte Netanyahu bei seiner Rede 2015 dramatische Redekunst vor der Vollversammlung. Nachdem er die internationale Gemeinschaft wegen ihres „ohrenbetäubenden Schweigens“ angesichts der iranische Bedrohung Israels und des jüdischen Volks heftig tadelte, starrte Netanyahu die versammelten Delegierten 45 Sekunden lang schweigend an.

Quds News Network vergisst so zu tun als seien sie nicht antisemitisch. Wieder mal.

David Lange, Israellycool, 15. September 2022

On nein, Quds News Network, das habt ihr nicht gemacht!

Video: Ein israelischer Rabbi feiert am Mittwoch seine Hochzeit in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate

Der fragliche Rabbiner ist Rabbi Levi Duchman. Er ist überhaupt kein Israeli, sondern kommt aus Brooklyn und hat seit 2014 in den VAE gelebt.

Die Tatsache, dass QNN ihn als Israeli bezeichnet, zeigt, dass sie, wenn sie ihre Verachtung für „Israelis“ und „Zionisten“ zeigen, in Wirklichkeit Juden meinen. Nicht, dass das das erste Mal ist, dass sie Probleme haben ihren Judenhass zu verbergen.

Trotz ihrer Dementis.

„Antizionismus ist nicht dasselbe wie Antisemitismus.
Hier der Grund, weshalb die beiden zu verwechseln ‚problematisch‘ ist.“

Lapid hätte es besser wissen müssen: Zwei dicke Fehler in seiner Rede

Sheri Oz, Israel Diaries, 23. September 2022

Abgesehen von zwei Dingen habe ich die Rede von Premierminister Yair Lapid vo der UNO total genossen. Diese zwei Dinge allerdings ließen mich wegen ihrer schieren Dummheit das Gesicht verziehen. Ungeachtet der Teile seiner Rede, die ihn zu einem Stolz machenden Redner für unser Land machen, wird die ganze Welt die fehlerhaften Teile betonen und den Rest vergessen. Das hätte der medienkundige und Unterhaltungszauberer-Premierminister wissen sollen, bevor er seine Reche beendete.

Der erste Fehler, den Lapid in seiner UNO-Rede machte

Leider war Lapids Eröffnungssatz Grund für Bestürzung. Darin zementiert er die Missverständnisse weltweit zu unserem uralten Heimatland. Wie können wir andere Weltführer wegen dieses Fehlers anprangern, wenn unser eigener Premierminister, geschäftsführend oder sonstwas es vom UNO-Podium aus verkündet. Er begann damit:

Im November 1947 trat diese Vollversammlung zusammen und beschloss die Schaffung eines jüdischen Staates.

Der jüdische Staat wurde 1947 nicht „geschaffen“. Er wurde 1947 wieder hergestellt. Jordanien wurde aus dem Nichts geschaffen. Israel wurde wiederhergestellt. Hier ist das, was er hätte sagen sollen: „Im November 1947 trat die Vollversammlung zusammen und beschloss die Neugründung des jüdischen Staates anzuerkennen.“ Beachten Sie den Unterschied in dem was vermittelt wird.

Der wirklich schlechte Teil von Lapids UNO-Rede

Eine Vereinbarung mit den Palästinensern, auf Grundlage von zwei Staaten für zwei Völker, ist das Richtige für Israels Sicherheit, für Israels Wirtschaft und für die Zukunft unserer Kinder.

Trotz all der Hindernisse unterstützt eine große Mehrheit der Israelis die Vision dieser Zweistaatenlösung. Ich bin einer davon.

Erst einmal bezweifle ich, dass eine große Mehrheit der Israelis eine Zweistaatenlösung unterstützt. Ich bezweifle, dass es überhaupt eine Mehrheit gibt. Gäbe es sie, würden Meretz und die Avoda mehr Sitze in der Knesset haben, als es der Fall ist. Oder?

Zweitens gibt es andere mögliche Wege als die Zweistaatenlösung, um den Konflikt zu lösen. Diese hätte er erwähnen sollen. Er hätte etwas in der Art sagen sollen:

„Die große Mehrheit der Israelis unterstützt eine menschliche gerechte Lösung des Konflikts zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und Israel. Diese Lösung ist nicht notwendigerweise die Zweistaatenlösung. Es gibt andere vorgeschlagene Ideen, die ernsthaft in Erwägung gezogen werden müssen und wir laden jeden weltweit ein sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten vertraut zu machen, wenn sie wirklich daran interessiert sind Frieden zu fördern.“

Und tief im Herzen könnte er sich sagen, was viele von uns glauben – statt sich für die antisemitischen Ziele der totalen Vernichtung Israels zu interessieren oder zumindest die Juden auf ihren natürlichen Dhimmi-Status zu kürzen.

Lapid widerholte auch etwas, das jeder für wahr zu halten scheint – dass es zwei lebende Israelis gibt, die von der Hamas im Gazastreifen festgehalten werden. In Wirklichkeit sind es drei: Abera Mengistu, ein Israeli äthiopischer Herkunft, der seit September 2014 in Gaza festgehalten wird, Hischam al-Syed, israelischer Beduine, festgehalten seit April 2015 und Juma Ibrahim Abu Anima, israelischer Beduine, der seit Juli2016 festgehalten wird.

Die Teile von Yair Lapids Rede, die mich stolz machten:

Hier sind ausgewählte Zitate aus seiner Rede, manche gekürzt, damit dieser Artikel nicht zu lang wird:

75 Jahre später [nach 1947] ist Israel eine starke liberale Demokratie. Stolz und blühend. Die Start-up Nation, die Waze und die Eiserne Kuppel erfand, Medikamente für Alzheimer und Parkinson und ein Roboter, der Wirbelsäulenoperationen durchführen kann. Ein Weltführer in Wasser- und Lebensmitteltechnologie, Cyber-Verteidigung und erneuerbaren Energien. Mit 13 Nobelpreisgewinnern für Literatur, Chemie und Frieden.

Wie kam es dazu?

Es geschah, weil wir beschlossen haben kein Opfer zu sein.

Wir entschieden uns unsere Energien in den Aufbau einer Nation zu investieren, in den Aufbau einer glücklichen Gesellschaft, die optimistisch und kreativ ist.

Weiter:

Das Volk des Nahen Ostens, das Volk der gesamten Welt, sollte sich umsehen und sich fragen:

Wem geht es besser?

Denen, die den Weg des Friedens wählten oder denjenigen, die den Weg des Krieges wählten?

Diejenigen, die in ihr Volk und Land investierten oder diejenigen, die sich entschieden in die Zerstörung anderer zu investieren?

Weiter:

Es gibt jedoch zwei große Bedrohungen, die über dem Kopf unseres wunderbaren Lands hängen.

Sie hängen auch über Ihren Köpfen, obwohl Sie versuchen könnten sie zu bestreiten. Die erste ist die atomare Bedrohung. Die Angst, dass Terrorstaaten und Terrororganisationen Atomwaffen in die Hände bekommen. Die zweite Bedrohung ist der Untergang der Wahrheit.

Unsere Demokratien werden langsam von Lügen und Fake News vergiftet. Rücksichtslose Politiker, totalitäre Staaten und radikale Organisationen untergraben unsere Wahrnehmung der Realität.

Letzten Mai wurde das Bild von Malak al-Tanani, einem dreijährigen palästinensischen Mädchen in der ganzen Welt mit der furchtbaren Nachricht veröffentlicht, dass sie mit ihren Eltern bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe getötet wurde.

Es war ein herzzerreißendes Bild, aber Malal Al-Tanani gibt es nicht. Das Foto wurde aus Instagram genommen. Es handelt sich um ein Mädchen aus Russland.

Warum hört ihr Leuten zu, die Milliarden Dollar in die Verzerrung der Wahrheit investiert haben?

Weiter:

Wir werden nicht schweigen, wenn die, die uns Böses wollen, genau diese Bühne benutzen, um Lügen über uns zu verbreiten.

Antisemitismus ist die Bereitschaft das Schlimmste über die Juden zu glauben, keine Frage.

Antisemitismus heißt Israel nach einem anderen Standard zu beurteilen als jedes andere Land.

Dieses Orchester des Hasses wird vom Iran dirigiert.

Ich kann Ihnen tausende weitere Beispiele ähnlicher Fake News zu Israel geben. Die israelfeindliche Bewegung hat diese Lügen seit Jahren verbreitet. In den Medien, an Universitäten und in den sozialen Medien. Die Frage ist nicht, warum sie es tun, sondern warum Sie bereit sind dem zuzuhören.

Weiter:

Es gibt nur einen Mitgliedstaat der UNO, der offen erklärt einen anderen Mitgliedstaat vernichten zu wollen.

Der Iran hat immer wieder erklärt, dass er an der „völligen Vernichtung“ des Staates Israel interessiert ist.

Und dieses Gebäude schweigt.

Wovor haben Sie Angst?

Hat es in der Menschheitsgeschichte jemals eine Zeit gegeben, in der Schweigen Gewalt aufgehalten hat?

Weiter:

Israels wirtschaftliche und militärisch Stärke erlaubt es uns, uns selbst zu schützen, aber es erlaubt uns auch etwas anderes: nach Frieden zu streben…

Weiter:

Sie können uns auffordern gemäß den Werten in der UNO-Charta zu leben, aber Sie können uns nicht auffordern für sie zu sterben.

Und schließlich:

Der Staat Israel ist das einzige Land der Welt, das auf einem Buch gründet. Dem Buch der Bücher. Dem Tanach.

Dieses Buch und die Prinzipien der liberalen Demokratie fordern uns auf unsere Hand in Frieden auszustrecken. Unsere Geschichte verlangt von uns klare Augen und sehr vorsichtig zu sein.

Alles in allem war es eine wunderbare Geschichte, die, wäre sie sorgfältiger formuliert worden, hätte alle Israelis hinter unserem geschäftsführenden Premierminister stehen lassen können.

Analyse zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der durch IDF-Feuer Getöteten dieses Jahr in der Westbank Terroristen waren

Elder of Ziyon, 18. September 2022

Adin Haykin veröffentlichte einen riesigen Thread auf Twitter, der jeden von der IDF bisher 2022 in der Westbank getöteten (oder angeblich getöteten) Palästinenser aufführt.

Er stellt fest, dass die weit überwiegende Mehrheit der 83 Getöteten entweder Mitglieder von Terrororganisationen waren oder getötet wurden, als sie Terrorakte wie Stichanschläge oder Molotowcocktails werfen verübten.

Nach meiner Zählung waren 34 davon Mitglieder des Islamischen Jihad, 18 von der Fatah, fünf Hamas-Mitglieder und je einer von der DFLP und der PFLP.

Von den anderen waren die meisten an Stichanschlägen, gewalttätigen Krawallen und Molotowcocktail-Würfen beteiligt.  Einer versuchte einen Hammer gegen einen Polizisten einzusetzen. Zwei wurden getötet, als sie versuchten in einen jüdischen Ort einzudringen.

Vier Frauen wurden getötet, als sie versuchten Soldaten anzugreifen.

Drei wurden versehentlich bei Kämpfen getötet, darunter Shireen Abu Akleh.

Einer starb an einem Herzinfarkt und Israel wird dafür verantwortlich gemacht.

Von den Getöteten waren mindestens 17 Kinder – und sie alle waren aktiv an Gewalt beteiligt.

Lesen Sie den Thread und vergleichen Sie diese Informationen, begleitet von Fotos ihrer „Märtyrer“-Poster und Waffen, damit wie sie von der UNO und anderen als „Opfer“ beschrieben werden.

Schwarze Aprikosen und „Wassermelonen-Pflaumen“: Eine Farm zieht einzigartige Früchte

Im fruchtbaren Hule-Tal nutzt eine Bauernfamilie traditionelle Kreuzungstechniken um unverwechselbare, klimafreundliche Früchte zu produzieren

AFP, The Times of Israel, 21. September 2022

Eine Variante der „Wassermelonen-Pflaume“, eine der Kreationen von Hybrid-Früchten eines Züchters im Moschaw Yesod HaMa’Ala in Nordisrael, 21. Juli 2022 (Foto: JACK GUEZ / AFP)
Ein Landarbeiter lädt Kisten mit Wassermelonen-Pflaumen ab, einer Variante der Hybrid-Frucht einer spezialisierten Farm im Moschaw Yesod HaMa’Ala im Norden Israels, 21. Juli 2022 (Foto: JACK GUEZ/AFP)
Ein Landarbeiter lädt Kisten mit Wassermelonen-Pflaumen ab, einer Variante der Hybrid-Frucht einer spezialisierten Farm im Moschaw Yesod HaMa’Ala im Nordne Israels, 21. Juli 2022 (Foto: JACK GUEZ/AFP)

Eine israelische Familienfarm hat Jahrzehnte damit verbracht Hybrid-Früchte zu entwickeln, von schwarzen Aprikosen bis zu „Wassermelonen-Pflaumen“, von denen sie sagte, dass sie einzigartige Aromen und Widerstandsfähigkeit gegen das sich ändernde Klima bieten.

Die Ben Dor Obst und Pflanzenschule hat ihren Sitz in Yesud HaMa’ala, einer Gemeinde, die in den 1880-er Jahren während der ersten Welle der jüdischen Immigration nach Palästina gegründet wurde, das damals unter der Kontrolle des osmanischen Reichs stand.

Mit klassischen Techniken der Kreuzungszucht hat man dort einzigartige Varianten von Steinfrüchten in den Obstplantagen im fruchtbaren Hule-Tal in Nordgaliläa erschaffen.

Zu ihren Angeboten gehören „Granatapfel-Pflaumen“, die besonders süß sind, „Wassermelonen-Pflaumen“ mit rotem Fleisch und grüner Haut und die hellgelbe „Lamoon“-Pflaume, die wie eine seitenverkehrte Träne geformt ist und leicht herb schmeckt.

„Wir sahen, dass hier Potenzial für die Ausweitung in Supermarkregale besteht, wenn wir Obst entwickeln, das anders ist und besonders aussieht und schmeckt“, sagte der Direktor der Betriebs, Sefi Ben Dor.

Die Jahresproduktion, die durchschnittlich zwischen zwei und drei Tonnen liegt, beinhaltet auch Aprikosen unterschiedlicher Farben, insbesondere rot und schwarz.

Eine Variante der „Wassermelonen-Pflaume“, eine der Kreationen des israelischen Hybridobst-Züchters im Moschaw Yesod HaMa’Ala im Norden Israels, 21. Juli 2022 (Foto: JACK GUEZ / AFP)

Seit Jahren hat die Familie hauptsächlich für den Export gezüchtet und sie hat lizensierte Bauernhöfe in 33 Jahren, um ihre Hybriden zu ziehen, sagte die Firma. Aber die Störungen der Covid-Pandemie hat ihren Fokus zurück auf Israel gebracht.

Der Sohn des Direktors, Ido Ben Dor, sagte, die Firma arbeite daran neue Varianten anzupassen, wobei der Fokus auf Widerstand gegen die Auswirkungen des Klimawandels liegt.

Ben Dors Arbeit wird als „willkommene Inititative“ bei der Anpassung von Pflanzen an sich verändernde Temperaturen betrachtet, sagte Yoram Kapulnik, der ehemalige Direktor des Volcani-Zentrums, Israels nationale Landwirtschafts-Forschungseinrichtung.

Kapulnik, der den Binational Agricultural Research and Development Fund mit Sitz in den USA leitet, sagte, Hybridisierung kann die Varianten widerstandsfähiger gegen Dürre machen und erlaubt Bauern weniger Pestizide zu verwenden, was „relative Vorteile für die Erzeugnise schafft, damit wir sie länger genießen können“.