Der Islam ist, was seine Anhänger daraus machen

Daniel Pipes, The New York Sun, 28. September 2004

Was glauben Muslime in Bezug auf freie Wahl der Religion? Ein Koranvers (Sure 2,256) antwortet: „Es soll kein Zwang sein im Glauben“ (auf Arabisch: la ikrah fi’d-din). Das klingt eindeutig und das Islamic Center of Southern California besteht darauf, dass es so ist und sagt, das das zeigt, wie der Islam die Prinzipien der US-Verfassung voraus sah. Das Zentrum betrachtet den ersten Verfassungszusatz („Der Kongress soll kein Gesetz erlassen bezüglich der Etablierung der Religion oder der Behinderung der freien Ausübung derselben“) als auf den Konzepten des kein Zwang-Verses aus dem Koran gegründet.

In ähnlichem Geist argumentiert ein ehemaliger oberster Richter aus Pakistan, S.A. Rahman, dass die koranische Formulierung „eine Charta der Freiheit des Geistes beinhaltet, der in der menschlichen Religionsgeschichte ohne Gleichen ist“.

Für westliche Gefühle macht diese Interpretation intuitiv Sinn. Also schreibt Alan Reynolds, ein Ökonom des CATO Institute, in der Washington Times, dass der Vers zeigt, dass der Koran „religiöse Toleranz empfiehlt“.

Wenn es nur so einfach wäre.

In der Tat hat dieser täuschend einfache Satz historisch eine Unmenge von Bedeutungen gehabt. Hier sind einige davon, die meisten aus der Vormoderne; sie entstammen zwei herausragenden Büchern, die vor Kurzem erschienen sind: Patricia Crones „God’s Rule: Government and Islam“ (Gottes Herrschaft: Regierung und Islam. Columbia University Press) und Yohanan Friedmans „Tolerance and Coercion in Islam“ (Toleranz und Zwang im Islam. Cambridge University Press), ergänzt durch meine eigene Forschung. Von der am wenigsten liberalen zur liberalsten Version ist der „kein Zwang“-Satz wie folgt betrachtet worden:

  • als aufgehoben: Die Passage wurde durch nachfolgende Koranverse außer Kraft gesetzt (wie z.B. Sure 9,73: „O Prophet, streite gegen die Ungläubigen und die Heuchler. Und sei streng mit ihnen“).
  • als rein symbolisch: Der Satz ist eine Beschreibung, keine Verpflichtung. Die Wahrheit des Islam ist so offenbar, dass jemanden zu zwingen Muslim zu werden nicht zu „Zwang“ wird; oder anders gesagt: dazu gebracht zu werden den Islam nach einer Niederlage im Krieg anzunehmen, wird nicht als „Zwang“ betrachtet.
  • als Sprituell, nicht praktsich: Regierungen können tatsächlich externen Gehorsam erzwingen, obwohl sie natürlich nicht das Denken der Muslime erzwingen können.
  • als begrenzt bezüglich Zeit und Ort: Er war einzig nur für Juden in Medina im siebenten Jahrhundert anzuwenden.
  • als begrenzt auf Nicht-Muslime, die unter muslimischer Herrschaft leben und diese akzeptieren: Manche Juristen sagen er gelte nur für „Völker des Buchs“ (Christen, Juden und Zarathustra-Anhänger); andere sagen, er gelte für alle Ungläubigen.
  • als Nicht-Muslime ausschließend: Abtrünnige, Frauen, Kinder, Kriegsgefangene und andere können tatsächlich gezwungen werden. (Dies ist die Standard-Interpretation, die zu den meisten Zeiten und an den meisten Orten angewandt wurde.)
  • als begrenzt auf alle Nicht-Muslime: Muslime müssen den Lehren des Islam folgen und dürfen nicht abtrünnig werden.
  • als begrenzt auf Muslime: Muslime können von einer Interpretation ihres Glaubens zu einer anderen wechseln (z.B. als Sunniten Schiiten werden), dürfen den Islam aber nicht verlassen.
  • als gültig für alle Menschen: Den wahren Glauben zu erlangen muss durch Versuch und Irrtum erreicht werden; Zwang untergräbt diesen Prozess.

Massive Meinungsunterschiede zu einem kurzen Satz sind typisch, denn Gläubige streiten über den Inhalt aller heiligen Bücher, nicht nur über den Koran. Die Debatte um den „Kein Zwang“-Vers hat mehrere wichtige Folgen.

Erstens zeigt es, dass der Islam – wie alle Religionen – das ist, was immer seine Anhänger daraus machen. Die Auswahl der Muslime reicht von Unterdrücken wie durch die Taliban zur Liberalität wie im Balkan. Es gibt wenige Grenzen; und es gibt keine „richtige“ oder „falsche“ Interpretation. Muslime haben die freie Auswahl, was „kein Zwang“ im 21. Jahrhundert heißen soll.

Im Gegensatz dazu sollten Nicht-Experten sehr vorsichtig sein zu sagen, was die Bedeutung des Korans ist; diese ist fließend und subjektiv. Als Alan Reynolds schrieb, dass der „Kein Zwang“-Vers bedeute, der Koran „rate zu religiöser Toleranz“, meinte er es gut, führte aber de facto seine Leser in die Irre.

Weiterhin haben viele Bereiche des Islam Parallelen zu dieser Diskussion. Muslime können neu entscheiden, was „Jihad“ bedeutet, welche Rechte Frauen haben, welche Rolle die Regierung spielen sollte, welche Zinsarten für Geld verboten werden sollten und vieles mehr. Wie sie diese großen Fragen lösen betrifft die gesamte Welt.

Zum Schluss: Obwohl die Muslime allein diese Entscheidungen treffen werden, können Westler die Richtung beeinflussen, in die diese gehen. Repressive Elemente (wie das saudische Regime) können durch eine verringerte Abhängigkeit vom Öl zurückgeworfen werden. Liberalere Muslime (wie die Kemalisten Atatürks) können dadurch an den Rand gedrängt werden, dass man eine islamistisch geführte Türkei der Europäischen Union beitreten lässt.

Was Nicht-Muslime tun, hat möglicherweise auch großen Einfluss darauf, ob „kein Zwang im Glauben“ in religiöse Toleranz übersetzt werden kann oder (wie im Fall von Salman Rushdie) eine Lizenz zum Töten gibt.

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UNRWA: Das größte Friedenshindernis

Gregg Roman, Israel HaYom, 7. Februar 2018

US-Präsident Donald Trumps Rede zur Lage der Nation stellt zusammen mit Berichten, dass seien Administration die Absicht hat der problematischen Definition palästinensischer Flüchtlinge ein Ende zu setzen, über die Nachkommen von Flüchtlingen ebenfalls Flüchtlingsstatus gewährt wird, einen wichtigen Wendepunkt bei den Bemühungen den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen dar.

Anders als der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, der der Hilfe für die Flüchtlinge der Welt verpflichtet ist, hat die UN Relief and Works Agency, die einzig den palästinensischen Flüchtlingen gewidmete Organisation, ihre eigene, einzigartige Definition geschaffen wer als palästinensischer Flüchtling betrachtet wird. Als Ergebnis der Kriterien der UNRWA gibt es heute weltweit rund 5,3 Millionen palästinensische Flüchtlinge. Diese Definition ist insofern von Bedeutung, als sie sicherstellt, dass die Zahl der Flüchtlinge weiterhin zunehmen wird und damit eine Lösung des Konflikts immer schwerer erreichbar ist.

Darüber hinaus arbeitet die UNRWA, statt Anreize zu bieten, die unter den Palästinensern eine Friedenskultur fördern und Geld in rein humanitäre Bemühungen zu stecken, daran durch fortgesetzte Hetze und die Ablehnung des Friedens in der palästinensischen Gesellschaft eine Opfermentalität zu schaffen und zu kultivieren. In von der UNRWA geführten Schulen werden Schüler gelehrt, dass sie eines Tages in der Lage sein werden in das ganze Land Israel „zurückzukehren“ und dem jüdischen Staat ein Ende zu setzen. Auch hier ist die gefährliche Ironie einer humanitären Organisation offensichtlich, die, statt das Flüchtlingsproblem zu lösen, vielmehr dafür sorgt, dass seine Fortdauer sichergestellt wird,

PA-Präsident Mahmud Abbas‘ jüngsten Äußerungen gegen den Zionismus und das Recht der Juden auf Selbstbestimmung machen klar, dass palästinensische Renitenz nicht die Wurzel des Konflikts sind. Wie bei jedem anderen Konflikt in der Menschheitsgeschichte wird dieser Konflikt erst enden, wenn eine Seite derer, die ihn schufen, ihre großspurigen Ziele aufgibt. Diese Haltung ist vor kurzem mit dem Projekt Israels Sieg des Middle East Forum vorgestellt worden, das die Einstellung aller diplomatischen Verbindungen mit den Palästinensern fordert, bis sie ihre Bemühungen aufgeben dem jüdischen Staat ein Ende zu setzen. Darüber hinaus fordert das Middle East Forum wichtige Reformen bei der UNRWA, darunter die Trennung ihrer politischen Bemühungen vom humanitären Auftrag der Organisation.

Die Flüchtlings-Definition der Vereinigten Staaten gleicht der anderer Länder. Gemäß dieser anerkannten Definition wird der Flüchtlingsstatus nicht über Vererbung weitergegeben und gilt nicht für diejenigen, die Bürger anderer Länder sind oder dort leben, wo sie ihr vermutetes eigenes Territorium haben. Im Gegensatz dazu leben mehr als 2 Millionen palästinensische „Flüchtlinge“ in Judäa, Samaria und dem Gazastreifen, Land, von dem sie sagen, dass es ihre territoriale Heimat ist.

Beseitigen wir die Flüchtlingsliste der UNRWA von den Menschen, die keines der drei Kriterien erfüllen, dann werden wir zu einer vernünftigeren Zahl irgendwo zwischen 20.000 und 30.000 palästinensischen Flüchtlingen des Unabhängigkeitskriegs von 1948 zurückkommen. Der Rest würde natürlich humanitäre Hilfe beantragen, aber sie würden von der UNRWA nicht als Flüchtlinge angesehen werden.

Hätten die Länder der Welt Interesse daran echte humanitäre Hilfe für die Palästinenser zu bezahlen, könnte dies über eine Vielzahl alternativer Kanäle gemacht werden, deren Ziel es ist der Bevölkerung eine bessere Zukunft zu verschaffen. Aber zuerst müssen sie aufhören den Begriff „Flüchtling“ zu benutzen. Das ist nicht nur eine Frage der Semantik: Eine Veränderung der Terminologie könnte den Palästinenser Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben statt sicherzustellen, dass sie eine Opfermentalität beibehalten und sie an zukünftige Generationen weitergeben. Zweitens dürfen sie Gelder für die Palästinenser freigeben nur unter der Bedingung freigeben, dass sie dann in ihre Gastgebeländer integriert werden oder alternativ diese außerhalb von Judäa, Samaria und dem Gazastreifen lebenden Palästinenser ein Drittland finden, in das sie emigrieren können. Drittens müssen sie sicherstellen, dass die Gelder nicht in Terrorismus oder Aufstachelung fließen.

Die Umsetzung dieser Schritte wird dazu führen, dass die PA ihre Niederlage im Krieg gegen das Recht des jüdischen Volks auf Selbstbestimmung eingesteht  und dem zynischen Gebrauch ihres Volks durch die Palästinenserführung und ihrer Unterstützer für die Verhinderung einer Lösung des Konflikts ein Ende setzt und schließlich Frieden zustandebringt.

Eine Konferenz in Qatar

Micah Halpern, 1. Juni 2004

Das Problem ist nicht der Islam. Die muslimischen Führer sind das Problem!

Wie andere monotheistische Religionen ist der Islam eine Tradition. Islamische Lehren bieten zwei sehr deutliche und sehr unterschiedliche Herangehensweisen an den Umgang mit der nicht gläubigen Welt. Eine Orientierungsvorgabe ist die der Wärme und aufeinander zuzugehen. Die andere tritt für ein Verhalten von Argwohn und Distanz. Es sind die religiösen Führer, nicht die Tradition, die die Vorgabe für den Weg geben, der zu einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte eingeschlagen wird.

In der jüngsten Vergangenheit ist die Vorgabe überwältigend die eine der Angst und Wut gegen alle Außenstehenden gewesen – insbesondere gegenüber Westlern und Juden.

Dafür mache ich nicht den Islam verantwortlich, sondern direkt die Führer des Islam.

Einmal im Jahr wird vom Pontifikal-Rat für inter-religiösen Dialog eine Konferenz organisiert und in Qatar abgehalten. Das Treffen dieses Jahres hat gerade stattgefunden. Der Rat ist ein Ergebnis des Zweiten Vatikanischen Konzils von 1964. Ihm steht Erzbischof Michael Fitzgerald vor, der auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil damit beauftragt worden war den Islam zu studieren. In den vergangenen 40 Jahren ist Fitzgerald der führende Islam-Experte des Vatikans geworden.

Die Versammlung ist ein Treffen islamischer Kleriker und christlicher Geistlicher im Namen des Dialogs. Was auf diesem Treffen geschah stärkt meine Überzeugung, dass der Islam von muslimischen Leitern entführt worden ist (wegen all dessen, was der Begriff heutzutage herauf beschwört und aus ihm geschlossen wird). Was in Qatar geschah vertieft meine Überzeugung, dass es unter heutiger islamischer Führung wenig Hoffnung darauf gibt, dass sich in der mittelbaren und sogar fernen Zukunft irgendetwas ändert.

Die Anhänger des Islam und selbst arabische Christen sind Gefangene ihrer kurzsichtigen und engstirnigen, von Hass erfüllten Führung.

Zur Eröffnung der Konferenz ließ Scheich al Thani, der Emir von Qatar, in seinem Namen eine Rede verlesen. In dieser Rede schlug er vor: „Vielleicht würde es sich lohnen, das Seminar im nächsten Jahr in einen islamisch-christlich-jüdischen Dialog zu öffnen.“ In der Fortführung erklärte er: „Das ist der Weg, wie man anständiges menschliches Leben aufbauen kann, in dem sich Liebe und Toleranz und Gleichheit zum Nutzen der Menschheit durchsetzen.“

Der Botschaft des Emirs von Qatar wurde mit allgemeinem Widerspruch begegnet. Ohne Ausnahme lehnten alle muslimischen religiösen Führer wie auch die christlich-arabischen den Vorschlag ab. „Kann es einen Dialog mit Juden geben, wenn sie immer noch palästinensisches Land besetzen?“, fragten sie. „Würde das nicht die Besatzung absegnen?“, fragte der Mufti von Gaza.

Eine weitere abweichende Stimme machte ihre Ablehnung deutlich, indem sie sagte: „Wir im Patriarchat von Antiochia lehnen das Prinzip des Dialogs mit Juden ab, solange nicht alle Einwohner von Palästina ihre Rechte zurückgewinnen.“

Die Ausnahmen zu diesem Widerspruch waren Erzbischof Fitzgerald und weitere römisch-katholische Vertreter. Erzbischof Fitzgerald stellte – ich vermute in einem Versuch einen Ausgleich zu schaffen – heraus, dass die Kirche einen separaten Dialog mit den Juden führt. Er sagte: „Es ist besser zu versuchen miteinander zu reden als gar nicht miteinander zu reden; aber ich würde zustimmen, dass es bestimmte Bedingungen für das Stattfinden eines Dialogs gibt.“

Der Emir, Scheich al-Thani, ist ein politischer und wirtschaftlicher Führer und hat Qatar erfolgreich in einen sicheren Ort der Weltwirtschaft und des Tourismus verwandelt. Er versteht, wie notwendig es ist Stereotype zu beseitigen und Märkte für jedermann zu öffnen. Er begreift die jüdische Führung wie auch die Bedeutung Israels.

Aber der Emir erwähnte Israel nicht. Er sprach von Juden. So auch die Vertreter des Vatikan. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Alle anderen reaktionären Antworten, die Stimmen des Islam und der arabischen Christen, bezogen sich auf Israel.

Religiöse muslimische Führer manipulieren ihre Schäfchen extrem – und nicht in Richtung Mitte. Sie spielen mit den vom Elend Geschwächten und betonen, dass es der Feind ist – der Westen, die USA, Israel, der Jude – der für ihr derzeitiges Leid und die Probleme der Welt verantwortlich ist. Selbst die moderatesten religiösen muslimischen Leiter sind wenig zu Dialog motiviert. Und die, die versuchen Brücken zu bauen oder moderate Haltungen auszudrücken, werden bedroht und eingeschüchtert, als Kollaborateure gebrandmarkt oder sogar ermordet.

Das ist nicht nur im Herzland der muslimischen Welt und dem Nahen Osten der Fall, sondern selbst hier in den USA. Religiöse muslimische Leiter haben sogar Angst öffentliche Versammlungsorte zu besuchen, an denen sie eine Spur von Offenheit ausdrücken oder ihr Schweigen rechtfertigen müssten. Ihre Angst durch Einschüchterung ist real.

Ich bin ein Zeuge, der die Erfahrung selbst gemacht hat. Auf einer Konferenz vor nicht allzu langer Zeit, auf der ich reden sollte, sollte das ursprünglich jemand mit mir zusammen tun. Ein muslimischer Sufi-Imam. Wir sollten über „Muslimische Haltungen zum Terror“ sprechen. Am Morgen der Veranstaltung rief der Imam an und sagte er sei krank, aber er würde einen anderen Imam schicken. Der zweite Imam meldete sich ebenfalls krank. Was war passiert? Ich blieb übrig um muslimische Ansichten zu beschreiben.

Hass auf alles Andersartige und die Ablehnung jeglicher Veränderung – das ist die Welt des extremistischen Islam. Und das wird sich nicht ändern – nicht bis die muslimischen Leiter aufstehen und sagen: „Lasst uns reden.“ Und dann müssen sie stehen bleiben und die Worte anfügen: „Folgt uns in ein neues Zeitalter.“

Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass das passiert.

Weibliches Verlangen und das islamische Trauma

Daniel Pipes, The New York Sun, 25. Mai 2004

Die Bilder aus dem Abu Ghraib-Gefängnis im Irak trafen in der muslimischen Welt einen Nerv; ein Analyst sagte, die Vergewaltigungsbilder „kämen einer Atomexplosion gleich“, wenn sie in muslimischen Ländern gesehen werden. Solch extreme Reaktionen werfen die delikate Frage nach dem Sex in den Beziehungen zwischen Muslimen und Westlern auf.

Der Westen und die muslimische Welt unterhalten enorm unterschiedliche Annahmen zur weiblichen Sexualität. (Ich beziehe mich hier auf die Gedanken Fatima Mernissis in ihrem Buch „Beyond the Veil: Male-Female Dynamics in a Modern Society“ [Hinter dem Schleier: Die Mann-Frau-Dynamik in einer modernen muslimischen Gesellschaft] von 1975.] Im Westen wurde bis vor Kurzem angenommen, dass Männer und Frauen den Eros unterschiedlich erfahren, wobei die Männer aktiv die Jagd, Verführung und Penetration übernehmen und Frauen passiv die Erfahrung erleiden. Erst sehr spät gewann die Vorstellung Gültigkeit, dass Frauen auch sexuelle Wünsche haben.

In Anbetracht der muslimischen Reputation für archaische Bräuche ist es schon Ironie anzuführen, dass die islamische Zivilisation nicht nur Frauen als sexuell verlangend darstellt; sie betrachtet sie gar als leidenschaftlicher als die Männer. In der Tat hat dieses Verständnis den traditionellen Platz der Frau in der muslimischen Welt bestimmt.

In der islamischen Sichtweise verlangen Männer und Frauen nach Verkehr, bei dem ihre Körper ähnliche Prozesse durchlaufen, was ähnliches Vergnügen verschafft. Wenn Westler den sexuellen Akt traditionell als Kampfplatz betrachteten, wo der Mann seine Überlegenheit über die Frau ausübt, betrachteten Muslime ihn als zärtliches und geteiltes Vergnügen.

Muslime glauben im Allgemeinen, dass das weibliche Verlangen so viel größer ist als beim männlichen Gegenüber, dass die Frau als der Jäger und der Mann als passives Opfer betrachtet wird. Zwar machen Gläubige sich wenig Sorge um den sexuellen Akt an sich, aber sie sind besessen von den Gefahren, die die Frauen darstellen. Ihre Bedürfnisse sollen so stark sein, dass sie darin endet, die Kräfte der Unvernunft und Unordnung zu repräsentieren. Das ungezügelte Verlangen und die unwiderstehliche Attraktivität der Frauen gibt diesen eine Macht über den Mann, die selbst die Macht Allahs herausfordert. Sie muss in Grenzen gehalten werden, denn ihre hemmungslose Sexualität stellt eine direkte Gefahr für die soziale Ordnung dar. (Symbolisch dafür bedeutet das arabische Wort „fitna“ sowohl „öffentliche Unruhe“ als auch „schöne Frau“.)

Die gesamte muslimische Sozialstruktur kann als Eingrenzung der weiblichen Sexualität verstanden werden. Strukturell wird alles unternommen, um die Geschlechter zu trennen und die Kontakte zwischen ihnen zu verringern. Das erklärt Bräuche wie die Bedeckung des Gesichts der Frau und die Abtrennung der Frauen-Wohnräume oder Harem. Viele andere Einrichtungen dienen dazu, die weibliche Macht über den Mann zu reduzieren, so die von der Frau benötigte Erlaubnis eines, damit die Frau reisen, arbeiten, heiraten oder sich scheiden lassen darf. Aufschlussreich ist, dass eine traditionelle muslimische Hochzeit mit zwei Männern stattfand: dem Bräutigam und dem Wächter der Frau.

Selbst verheiratete Paare sollten nicht allzu verbunden sein; um sicherzustellen, dass ein Mann nicht derart von Verlangen nach seiner Frau eingenommen wird, dass er seine Pflichten gegenüber Allah vernachlässigt, beschränkt das muslimische Familienleben den Kontakt zwischen den Ehepartnern, indem es ihre Interessen und Pflichten teilt, wodurch die Machtverhältnisse unausgewogen sind (sie ist eher seine Dienerin als seine Gefährtin) und dazu ermuntert, die Verbundenheit von Mutter und Sohn über die der ehelichen Verbindung zu stellen.

Insgesamt haben die Muslime sich in der Vormoderne an diese islamischen Ideale für die Beziehung zwischen Männern und Frauen gehalten. Es bleibt aber die Befürchtung bestehen, dass die Frauen aus ihren Beschränkungen ausbrechen und die Gemeinschaft ins Verderben stürzen.

Diese Befürchtungen vervielfältigten sich in den vergangenen Jahrhunderten, als westlicher Einfluss sich in der muslimischen Welt verbreitete, denn westliche Verhaltensweisen kollidieren fast immer mit denen des Islam. Sie sind durch die verbesserten Rechte und Freiheiten getrennt, die die Frauen durch juristische Gleichstellung, Monogamie, romantische Liebe, offene Sexualität und eine unübersehbare Menge anderer Gewohnheiten gewonnen haben. Das hat zum Ergebnis, dass jede Zivilisation auf die andere als überaus fehlerhaft, sogar barbarisch herab blickt. Für viele Muslime stellt der Westen nicht nur eine äußere Bedrohung als ungläubiger Eindringling dar; er erodiert auch die traditionellen Mechanismen im Umgang mit der internen Bedrohung, der Frau. Das führt zu der weit verbreiteten Besorgnis, dass westliche Verhaltensweisen übernommen werden und den Vorzug vor dem Festhalten an älteren Gewohnheiten erhalten. Mit anderen Worten: Die Unterschiede in der Sexualität tragen zu einem allgemeinen muslimischen Widerwillen gegen die Akzeptierung der Moderne bei. Die Angst vor westlicher Erotik endet darin die muslimischen Menschen in politische, wirtschaftliche und kulturelle Kampfplätze einzuengen. Sexuelle Befürchtungen bilden einen Schlüsselgrund für das Trauma des Islam in der Moderne.

Und das erklärt die extreme Empfindlichkeit gegenüber solch unterschiedlichen Fragen wie der, ob Mädchen in französischen Schulen ein Kopftuch tragen sollen, der „Ehrenmorde“ in Jordanien, Auto fahrender Frauen in Saudi Arabien und eben die Bilder aus dem Abu Ghraib-Gefängnis im Irak.

 

Die Modernisierung des Islam fördern

Daniel Pipes, The New York Sun, 6. April 2004

Der globale Krieg gegen den Terror kann nicht allein durch Antiterror-Maßnahmen gewonnen werden; er verlangt ebenfalls, dass die Terroristen und ihre Sympathisanten davon überzeugt werden, dass ihre Ziele und Methoden falsch sind und fehl schlagen werden. Aber wie kann man das erreichen?

Murch die Konzentration auf die ideologischen und religiösen Quellen der Gewalt sage ich: „Das unmittelbare Kriegsziel muss sein, den militanten Islam zu vernichten, das Endziel die Modernisierung des Islam.“ Ich habe die Einzelheiten der Konsequenzen für diese Politik allerdings noch nicht ausgearbeitet.

Das erklärt meine Freude über die Erkenntnis, dass Cheryl Benard von der RAND Corporation genau das getan hat; sie veröffentlichte ihre Ergebnisse in einem kleinen Buch mit dem Titel „Civil Democratic Islam: Partners, Resources, and Strategies“ (Zivil-demokratischer Islam: Partner, Ressourcen und Strategien; sie steht als Ganzes auf der Internetseite der RAND Corporation zur Verfügung).

Benard erkennt das Atem beraubende Ziel der Arbeit für die Modernisierung des Islam: Wenn die Entwicklung einer Nation eine entmutigende Aufgabe ist, merkt sie an, dann ist die Entwicklung einer Religion „nicht messbar gefährlicher und komplexer“. Das wurde nie zuvor versucht; wir begeben uns hier auf unbekanntes Terrain.

„Civil Democratic Islam“ behandelt drei Themen: rivalisierende muslimische Ansätze des Islam; welcher Ansatz trägt am meisten zu einer moderaten Version des Islam bei; und politische Empfehlungen für westliche Regierungen.

Wie andere Analysten erkennt Benard, dass sich Muslime in Beziehung auf ihre Religion in vier Gruppen teilen:

  • Fundamentalisten, die sich weiterhin in zwei Gruppen teilen: Radikale (wie die Taliban) sind bereit, in ihrem Versuch eine totalitäre Ordnung zu schaffen, auf Gewalt zurückzugreifen. Skripturalisten (Schriftgläubige wie die saudische Monarchie) sind mehr im religiösen Establishment verwurzelt und neigen weniger dazu sich auf Gewalt zu verlassen.
  • Traditionalisten, die sich ebenfalls in zwei Gruppen teilen: Konservative (wie der Groß-Ayatollah Ali Sistani im Irak) wollen die orthodoxen Normen und alt hergebrachte Verhaltensweisen so gut wie irgend möglich beibehalten. Reformisten (wie die Herrscher Kuwaits) haben dieselben traditionellen Ziele, sind aber im Detail flexibler und bezüglich des Erreichens dieser Zeile erfindungsreicher.
  • Modernisten (wie Muammar Gaddhafi in Libyen) gehen davon aus, dass der Islam mit der Moderne vereinbar ist und gehen in die Geschichte zurück, um das zu belegen.
  • Säkularisten teilen sich wieder in zwei Gruppen: Der Mainstream (wie die Atatürkisten in der Türkei) respektiert die Religion als Privatsache, erlaubt ihr aber keine Rolle in der Öffentlichkeit. Radikale (wie die Kommunisten) betrachten Religion als falsch und lehnen sie komplett ab.

Die Autorin erweckt diese Sichtweisen in einer klugen und überzeugenden Präsentation zum Leben; sie zeigt ihre Unterschiede über alles und jedes auf, von der Gründung des rein islamischen Staates bis zu Ehemännern, die das Recht haben ihre Frauen zu schlagen. Sie verweilt zurecht bei Werten und Lebensstilen und befindet Verstellungen zu Polygamie als wenig üblicher als solche über den Gebrauch von Gewalt.

Welche dieser Gruppen ist die passendste für ein Bündnis? Die Modernisten, sagt Benard, sind „den Werten und dem Geist der modernen, demokratischen Gesellschaft am ehesten geistig verwandt“. Die Fundamentalisten sind der Feind, denn sie „stellen sich gegen uns und wir uns gegen sie“. Die Traditionalisten haben Potenzial für brauchbare demokratische Elemente, teilen aber generell zu viel mit den Fundamentalisten, um sich auf sie zu verlassen. Die Säkularisten sind zu oft anti-westlich, um den Islam in Ordnung zu bringen.

Benard schlägt dann eine Strategie für die Entwicklung der Religion auf mehreren Wegen vor:

  • Das Unmoralische und die Heuchelei der Fundamentalisten müssen delegitimisiert werden. Man sollte zu investigativer Berichterstattung über die Korruption ihrer Führer ermutigen. Die Mängel des Traditionalismus, besonders sein Werben für die Rückständigkeit müssen kritisiert werden.
  • Zuerst muss man die Modernisten unterstützen; von Fall zu Fall sollten die Säkularisten unterstützt werden. Den Traditionalisten sollte gegen die Fundamentalisten taktisch der Rücken gestärkt werden. Die Fundamentalisten sollten beständige Opposition erfahren.
  • Für Werte westlich-demokratischer Modernität sollte selbstsicher geworben werden. Zu säkular zivilen und kulturellen Institutionen sollte man ermutigen. Man sollte sich auf die nächste Generation konzentrieren. Staaten, Gruppen und Einzelpersonen mit der richtigen Einstellung sollten Hilfe erhalten.

Ich stimme mit Frau Benards allgemeinem Ansatz überein, bezweifle nur ihren Enthusiasmus für muslimische Modernisten, einer Gruppe, die es nach über zwei Jahrhunderten Anstrengung noch nicht fertig gebracht hat, den Islam mit den derzeitigen Realitäten in Einklang zu bringen. Der große Orientalist H.A.R. Gibb verurteilte 1947 das modernistische Denken als in „intellektueller Konfusion und paralysierendem Romantizismus“ versunken. In einem Buch von 1983 tat ich den Modernismus ab als „eine müde Bewegung, die in der Verfehltheit ihrer Annahmen und Argumente festgefahren ist“. Seitdem hat sich nichts zum Besseren gewendet.

Statt der Modernisten schlage ich vor, die Mainstream-Säkularisten als die auf die Zukunft ausgerichteten Muslime zu betrachten, die als einzige ihre Glaubensbrüder dem derzeitigem Sumpf von Verzweiflung und Radikalismus entreißen können. Die Säkularisten beginnen mit der bewährten Voraussetzung der Entflechtung von Religion und Politik; das hat nicht nur der westlichen Welt gute Dienste geleistet, sondern auch in der Türkei funktioniert, die die muslimische Erfolgsstory unserer Zeit ist.

Nur, wenn die Muslime sich dem Säkularismus zuwenden, wird dieses schreckliche Zeitalter ihrer Geschichte ein Ende finden.

 

Gedankenverlorenes Territorium – J-Street warnt Fortsetzung der Existenz Israels wird Antisemitismus verursachen

Elder of Ziyon, 14. Februar 2018

Washington, 14. Februar – Der Direktor einer Lobbygruppe, die sich selbst als „pro-Israel“, „pro-Frieden“ bezeichnet, drängte den jüdischen Staat darüber nachzudenken sich aufzulösen, um die Ausbrüche von antijüdischer Gewalt und Rhetorik zu verhindern, die offensichtlich durch jüdische Souveränität in der historischen jüdischen Heimat entzündet wird.

Jeremy Ben-Ai, Executivedirektor von J-Street, sagte heute Reportern und Unterstützern der Organisation, dass Israels fortbestehende Existenz zu Antisemitismus einlädt, ein Phänomen, das er als vor der israelischen Eigenstaatlichkeit 1948 „marginal“ beschrieb.

„Dass Israel weiterhin Politik betreibt, zum Beispiel, dass es existiert, was Antisemiten verärgert ist fordert einfach Ärger heraus“, behauptete Ben-Ami, dessen Einfluss in Washington seit der Wahl von Präsident Trump und einer republikanischen Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses beträchtlich abgenommen hat. „Wenn es irgendetwas gibt, das wir Juden aus unserem ausgedehnten Exil gelernt haben sollten, dann dass wir die Köpfe einzuziehen eine erprobte Strategie zum Überleben ist, zumindest manchmal.“

„Bedenken Sie die Ursprünge des Antisemitismus“, fuhr er fort. „Er war kein sehr weit verbreitetes Phänomen, bis die antiken Juden beschlossen ihre Souveränität gegen Rom durchzusetzen. Ich muss Ihnen nicht sagen, was daraufhin geschah: die Zerstörung des heiligen Tempels, Tausende Jahre Vertreibung, Verfolgung durch Christen und vielleicht sogar durch Muslime, aber wir werden nicht ausführlich diskutieren, weil die Muslime es nicht mögen, wenn wir andeuteten, sie hätten irgendetwas anderes als tolerante Wirte und sie könnten gewalttätig werden. Bitte tun Sie mir nicht weh. Ich bin einer der guten Juden, der den Dhimmi-Status zu schätzen weiß. Schauen Sie, ich habe sogar mein eigenes Feigenblatt mitgebacht!“

Analysten betrachten es als wenig wahrscheinlich, dass Israels echte Regierung Ben-Amis Vorschlag übernimmt. „Netanyahu ist nie jemand gewesen, der weise Entscheidungen trifft und sich einfach bedeckt hält, bis das antisemitische Wüten vorbei ist“, stellte der politische Kommentator Rashid Khalidi fest. „Er repräsentiert einen radikaleln Rand der Juden, der die Frechheit besitzt vorzuschlagen, dass Juden eine Nation sind, die Souveränität und die Kontrolle über die eigene Sicherheit verdienen. Wie Sie sehen können wird dieser Gedanke von der überwiegenden Mehrheit der Menschen in der Welt kaum geteilt, ganz zu schweigen von der direkten regionalen Nachbarschaft, in der Juden sich auf so rüde und respektlose Weise durchgesetzt haben.“

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand beschließt, dass sie von dieser zionistischen Einbildung die Nase voll haben“, fügte er hinzu. „Warten Sie es ab, ich garantiere Ihnen, dass irgendein aufgebrachter Muslim etwas Unüberlegtes und unkontrollierbares tut und das wird dann einzig Netanyahus Fehler sein. Man kann mit solchen Ansichten nicht einfach 1400 Jahre islamische Tradition kippen.“

Höhen und Tiefen der kreativen Veränderungen Jerusalems

The Real Jerusalem Streets, 14. Februar 2017

Jerusalem hat im Verlauf der letzten drei Jahrtausende extreme Höhen und Tiefen erlebt.

Seit der Gründung des Staats Israel vor 70 Jahren ist Jerusalem gewachsen und hat sich verändert.

Unser Thema, dass man nie weiß, was man auf den Straßen Jerusalems finden wird, wird ständig bekräftigt. Vor kurzem schien es, als ich nach Hause fuhr, als sei ein riesiges Raumschiff gelandet.

Auf dem Grundstück des ehemaligen Hansen-Hauses erhob sich dieses beleuchtete Objekt.

Kam es von einem anderen Planeten?

Kam es nicht und am Tag erwies es sich als weniger rätselhaft. Es handelt sich um eine große hölzerne Skulptur, die Ester-Turm genannt wird.

Zu Ehren der 70 Jahre Staat Israel und 100 Jahren Tschechoslowakei baute eine tschechische Firma ihr fünfte Projekt in Jerusalem. Das Hansen-Haus, ehemaliges Lepra-Krankenhaus, ist zu einem Innovationszentrum geworden.

Wer keine Höhenangst hat: Im Inneren werden Sie eine gewundene Treppe wie in einem Leuchtturm finden, die zu einer Plattform führt, von der es einige spektakulären Aussichten auf die Stadt gibt. Und wie auf so vielen Fotos von Jerusalem gibt es, wenn man hinabsieht, eine Katze zu sehen.

Die 32. jährliche Konferenz von Bürgermeistern begann mit einem Programm am Kikar Safra, dem großen Sitzungsraum der Stadtverwaltung. Mehr als 30 Bürgermeister aus aller Welt nahmen an dem einwöchigen Treffen teil.

Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat ging umher und grüßte die übrigen Bürgermeister, während sie vorgestellt werden. Während der Woche werden sie Innovationen sehen und Sicherheitsmaßnahmen so wie Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutieren. Ein Bürgermeister aus Taiwan brachte ein Team aus Geschäftsleuten mit, die nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit suchten.

In seinen Ausführungen betonte Barkat, dass Jerusalem immer unter einer Lupe betrachtet wird. In Wirklichkeit ist die Stadt aber einer der sichersten Orte der Welt. Was in Jerusalem passiert, verbreitet sich in alle Welt.

Letzte Woche war es bei einem Spaziergang ein herrlicher Tag und ich beschloss einfach umherzugehen, um das Wetter zu genießen.  Jerusalem hat natürlich sein Höhen und Tiefen, was das Wetter angeht.

Die Straße außerhalb der Mamilla-Einkauszone war ungewöhnlich leer. Auf der Straße gab es keine Autos, was normalerweise nur der Fall ist, wenn der Verkehr aufgrund von besonderen Ereignissen oder Besuchern blockiert ist.

Wie üblich spielten in der Einkaufszone Musiker. Es war ungewöhnlich eine junge Muslima zu sehen, die Geld in ihre Schachtel legte. Die beiden standen eine Weile dabei und hörten zu, nahmen ihren Säugling aus dem Buggy, um zu tanzen.

Tausende Kunstwerke sind seit ihrer Eröffnung in der Mamilla ausgestellt und ausgewechselt worden. Aber dieses war das erste, an dem die Künstler arbeiteten. Yardean Yizoker posierte mit ihrem Partner direkt neben ihren „Zionistische Pionieren“.

Beim Gang durch die Rova, das Jüdische Viertel der Altstadt, beschloss ich ein Foto dieser emporragenden Palmen zu machen. Ich fragte mich, wie lange sie noch stehen bleiben werden.

Hier sind Bäume entfernt worden, was neue Blicke au den Ölberg von diesen Stufen in der Altstadt aus eröffnet.

Überall in Jerusalem wurden Bäume entfernt und Bautätigkeiten sind im Gang, während neue Fundamente tief in der Erde gelegt werden.

Nach vielen Monaten befinden sich die Baumaßnahmen an der Stelle der zukünftigen Nationalbibliothek oberhalb der Erdoberfläche.

Ein neuer Bauzaun steht an am zukünftigen Regierungszentrum. Wer in Jerusalems Viertel Reachavia lebt und Zeit damit verbringt dort umherzugehen, wird nicht traurig sein, wenn der Premierminister in diese neue Bleibe am neuen Ort umzieht. Unangenehme Straßensperrungen, Verkehrseinstellungen und Durchsuchungen von Fußgängern sollten weniger oft vorkommen.

Eines, das Schimmer in Jerusalem allerdings vermissen werden, ist das Schwimmbad in Emek Refaim, das jetzt Geschichte ist. Es wurde abgerissen, um Raum für neue Luxusgebäude für diejenigen zu schaffen, die es sich leisten können sie zu kaufen.

Nicht alle alten Gebäude werden abgerissen. Hier, im alten Postamt an der Jaffa-Straße in der Nähe des Kikar Safra, wird angestrahlt.

Altes und Neues, Hochs und Tiefs, die Polizeifahrzeuge sind geparkt und warten. Wenn es ruhig ist, wie an einem normalen Freitag in Jerusalem, gibt es keine Berichte, keine Nachrichten.

Auf meinem Weg nach Hause sah ich, dass eine pro-israelische Protestgruppe begonnen hatte am Freitagnachmittag nahe des Pariser Platzes zu demonstrieren.

Man kann kaum sagen, was hier auftauchen wird. Dieser Laden zwischen dem Hotel Waldorf Astoria und dem US-Konsulat ist für kurzzeitige Vermietung verfügbar.

Ich kann nicht abwarten, was als nächstes auf den Straßen Jerusalems geschieht.