Warum soll die UNO es als ihre Pflicht betrachten den Islam vor Kritik in Schutz zu nehmen?

Ibn Warraq, Jihad Watch, 4. Mai 2022

Vortrag bei der siebten Inarah-Konferenz in Trier, Deutschland, 4. Mai 2022:

Guten Tag, willkommen bei der siebten Inarah-Konferenz. Mein Name ist Ibn Warraq. Ich spielte, wie Dr. Markus Gross angab, einen bescheidenen Teil dabei das Inarah-Institut und der begleitenden Inarah-Konferenzen zu gründen. Ich füchte, einige von Ihnen dürften jetzt einen unwiderstehlichen Drang verspüren dem Ausgang zuzueilen, weil es, um es mit den Worten von Lady Caroline Lamb gegenüber Lord Byron zu sagen, „verrückt, böse und gefährlich ist mich zu kennen“.

Der 15. März wurde von der UNO als der offizielle Tag zur Bekämpfung der sogenannten Islamophobie festgelegt. Obwohl Christen in Nordkorea, Afghanistan, Somalia, Libyen, Pakistan, Eritrea, dem Jemen, dem Iran, Nigeria und Indien verfolgt werden, gibt es keinen solchen Tag zur Bekämpfung von Christenphobie. Tatsächlich gibt es das Wort „Christenphobie“ überhaupt nicht, während „Islamophobie“ in alle Wörterbüchern europäischer Sprachen Einzug gehalten hat. Laut Vatican News[1] „werden jeden Tag 13 Christen wegen ihres Glaubens getötet. Ich möchte nicht mit Zahlen handeln, Zahlen, die natürlich verifiziert werden sollten und immer offen für Disput und Überarbetiung sind; das ist nicht mein Hauptpunkt. Was ich infrage stellen möchte: Warum sollte die UNO es als ihre Pflicht betrachten den Islam vor Kritik und Muslime vor physischer Gewalt zu schützen, aber keine andere Religionsgruppe?

Wir sind Zeugen eines außergewöhnlichen Augenblicks in der Geschichte der islamischen Ländereien. Ein historischer Moment, in dem ich versuchte mein neuestes Buch, Leaving the Allah Delusion Behind. Atheism and Freethought in Islam [Die Täuschung Allah hinter sich lassen: Atheismus und freies Denken im Islam], zu schreiben.

Wir können es uns nicht leisten die tiefgehenden Folgen des Aufstiegs des Atheismus in der islamischen Welt zu ignorieren. Diese weitgehend, wenn auch nicht ausschließlich jungen Atheisten können nicht als eine Art randständige Fanatiker ungebildeter Rebellen abgetan werden. Die Mitglieder atheistischen Facebook-Gruppen in fast allen islamischen Ländern sind alle internetversiert und kennen sich in den islamischen Wissenschaften (Korna, Sira, Hadithe, Tafsir usw.) gut aus, ausgebildet mit einem Wissen in Naturwissenschaften der Physik, Chemie, Geologie und Biologie. Sie sind sich der breiteren Folgen der Evolutionstheorie und der materialistischen Konsequenzen der kosmologischen Theorien der Ursprünge des Universums durchaus bewusst. Sie sind damit gut platziert, um die Dogmen der Religion kritisch zu untersuchen, mit der sie in einem extrem jungen Alter zwangsgefüttert wurden. Ihre Selbstbefreiung ist eine Leistung, die daher umso bemerkenswerter ist, weil sie nicht nur einen aufmerksamen Geist erfordert, sondern extremen Mut, weil Atheismus in vielen islamischen Ländern immer noch mit dem Tod bestraft wird. Ihre kritischen, fragenden Köpfe bewundern die wissenschaftlichen Leistungen des Westens. Als Ganzes haben sie keinen ideologischen Grund den Westen zu hassen, anders als die Terroristen und die Islamische Republik Iran. Die ideologische Grundlage des Konflikts im Nahen Osten wird oft heruntergespielt, uns stattdessen gesagt, es ginge nur „um Öl“ oder „Armut“ oder „amerikanischen Imperialismus“. Es sind der Islam und seine Ideologie, die für islamischen Terrorismus verantwortlich sind. Damit sollten Ex-Muslime als Verbündete gesehen werden, die es zu pflegen gilt, sie nicht als „Islamophobe“ abgetan werden.

Anfang 2019 versuchte in Großbritannien eine parlamentarische Allparteien-Gruppe (APPG) britischer Muslime, eine überparteiliche Formation von rund zwei Dutzend Abgeordneten des britischen Unterhauses, die Definition für Islamophobie in rassischen statt religiösen Begriffen zu institutionalisieren. Die APPG schlug in einem Bericht vom November 2018 mit dem Titel „Islamophobia Defined“ den folgenden Satz als Definition für Islamophobie vor: „Islamophobie wurzelt in Rassismus und ist eine Form des Rassismus, der sich gegen Bekundungen des Muslim seins oder wahrgenommenen Muslim seins richtet.“ Der Definition, das Ergebnis von sechs Monaten Konsultationen, wurde von hunderten muslimischen Organisationen, vom Londoner Bürgermeister Sadiq Khan sowie mehreren politischen Parteien beigepflichtet, darunter Labour, die Liberaldemokraten und die schottischen Konservativen. Das britische Magazin Spectator schrieb: „Es gibt breite öffentliche Unterstützung für freie Meinungsäußerung und sie wird wahrscheinlich nicht durch einen Parlamentsakt beendet, aber sie kann Stückchen für Stückchen abgegraben werden. Die APPG-Definition für Islamophobie offiziell anzuerkennen wird ein gigantische Schritt hin zu einem Willkür-Polizeistaat sein.“ Es handelt sich für Millionen Es-Muslime aus unterschiedlichen ethnischen Gemeinschaften eine Beleidigung, die einen Reihe von Überzeugungen, Ritualen und Riten ablehnen und eine Ideologie anzweifeln. Wie können sie des Rassismus beschuldigt werden? Der Islam ist keine Rasse.

Das Oxford English Dictionary definiert „phobia“ [Phobie] als „Angst, Grauen oder Ekel, besonders krankhaften Charakters. In der Psychologie eine abnormale und irrationale Angst oder Furcht, die von einem bestimmten Objekt oder Umstand verursacht ist.“ Es scheint mir jedoch eine perfekt rational, gesund und normal zu sein Angst vor einer Ideologie zu haben, die wahrscheinlich meine Freiheiten einschränkt oder abschafft, wenn sie vorherrscht. Wäre ich schwul, lesbisch, transgender oder Nichtgläubiger oder einfach nur eine Frau, sollte ich mehr als alarmiert sein. Ich müsste Angst vor dem Gedanken haben, dass der Islam zur Religion des Staates wird, in dem ich lebe. Ich würde den Islam mit aller Macht bekämpfen. Als Satz an Ideen, als Ideologie ist der Islam vogelfrei; man ist moralisch verpflichtet seine Überzeugungen und Prinzipien zu kritisieren. Wir gehen nicht gegen Individuen vor, gegen individuelle Muslime; Fakt ist, die meisten Ex-Muslime haben enge Verwandte  und Familienmitglieder, die muslimisch bleiben. Weit davon entfernt für Fanatismus einzutreten, unterscheiden wir klar zwischen Muslimen und Islam. Der Islam ist wie jede andere Religionen vogelfrei gegenüber Kritik, Verspottung usw. Es wäre schlüssiger einen neuen Begriff zu prägen, vielleicht MISOISLAMISCH, „hassen, was islamisch ist“. Das Oxford English Dictionary gibt „misokatholisch“ und „hassen, was (römisch-) katholisch ist“ an. Das Präfix „miso“ kommt vom griechischen Wort für Hass und ist zum Beispiel in misantropisch, Misogamie, Misogynie, Misologie zu finden. In der Geschichte des Westens werden die, die verschiedene Aspekte des Christentums kritisiert haben, bewundert, als Kulturhelden verehrt und als Philosophen bejubelt, die für die Säkularisierung des Westens verantwortlich sind – von Spinoza bis Camus. Sie werden nicht als „christenphobisch“ etikettiert oder abgetan.

Kurz nach dem 11. Septembe 2021 veröffentlichte das britische Zweiwochenblatt The New Statesman einen Artikel von Martin Bright, der provokativ mit „Der große Betrugstrick des Islam“ überschrieben war. Bright zählte die vertrauten Theorien der Revisionisten auf, die sich auf die Arbeit von John Wansbrough von der School of African and Oriental Studies (SOAS) und die von ihm beeinflussten Forscher wie Patricia Rone, Michael Cool, Andrew Rippin und Gerald Hawting konzentrieren. Der Artikel hatte viele Leserbriefe zur Folge und sechs davon wurden in der Folgewoche [17. Dezember 2001] veröffentlicht. Der längste kam von Patricia Cone; sie schrieb: „Moderne Historiker sind nicht an der Wahrheit und Falschheit der Religion interessiert, die sie studieren. Sie studieren Religionen als historische Faktoren, die von ihrem Umfeld geformt wurden und auf die sie zurückwirken, ganz so, wie Wissenschaftler die Bildung von Staubwolken oder die Evolution von Pflanzen studieren. Religiöse Überzeugungen formen die Welt, mit der sie interagieren, ob die sie studierende Person sie nun zufällig teil oder nicht; alles Wichtige ist, was sie damals bedeuteten, nicht was sie heute bedeuten.“ Etwas weiter fährt Crone fort: „Historiker haben kein Interesse daran das muslimische Haus zum Einsturz zu bringen, das könnten sie auch nicht, selbst wenn sie es versuchen würden. Religion gehört nicht in den Bereich, der von Forschung und Wissenschaft bewiesen oder widerlegt werden kann.“

Michael Cook, Crones einmaliger Kollege und Coautor von Hagarism, schrieb auch an das Magazin. Hier ist der volle Text seines Briefs: „Es stimmt absolut, dass einige der verschiedenen akademischen Theorien zu den Ursprüngen des Islam radikal sind. Aber es wäre falsch nahezulegen, dass sie den traditionellen islamischen Bericht zu den Anfängen der Religion als falsch ‚beweisen‘. Das tun sie nicht. Genauso beweisen meines Wissens die im Jemen gefundenen frühen koranischen Fragmente nichts Derartiges. Sie sind für Experten spannend, sie streuen ein paar Äpfel über das Pflaster, aber sie bringen den Apfelkarren nicht durcheinander. Auf jeden Fall ist es schwer zu erkennen, warum akademische Theorien zu den Ursprüngen des Islam irgendwie ‚verheerender‘ sein sollen als Theorien über Jesus es für die Christenheit gewesen sind. Akademische Arbeiten beleben gelegentlich die Hallen des Lernens, richten aber Weltreligionen nicht zugrunde. Sie spielen nicht in derselben Liga.“

Die Anmerkungen von Cook und Crone sind gelinde gesagt irreführend. Erstens scheint Crone zu impliziseren, dass alle Historiker nur historische Religionssoziologie betreiben, erforschen, was sie für Muslime bedeutete und wie Muslime ihre eigenen Religion betrachteten und erfuhren und dass sie nicht an der Wahrheit und Unwahrheit der untersuchten Religion interessiert sind. Das beschreibt nicht nur die Arbeit aller Historiker nicht, sondern es beschreibt nicht einmal ihre eigene. In Hagarism [1977], das von Michel Cook mit geschrieben wurde, in den mit Martin Hinds geschriebenen Slaves on Horses [1980] und God’s Caliph [1986], in Roman Provincial and Islamic Law [1987], Meccan Trade and the Rise of Islam [1987] zweifelte Crone die akzeptierten Ansichten zum frühen Islam an. Mit Hagarism z.B. sprengten Cook und Crone den „akademischen Konsens und zerstörten die Rücksicht  auf die muslimische Sicht der Dinge, womit sie es ermöglichten radikale Alternativhypothesen zu den Ursprüngen des Islam vorzuschlagen“; mit anderen Worten: alternative Darstellungen dessen, was tatsächlich geschah. Cook und Crone lehnten die islamische Tradition eindeutig ab.

Zweitens implizieren Cook und Crone, dass akademische Forschung keine Folgen für die Religion oder den Gläubigen hat, aber sie selbst sahen deutlich die Folgen ihrer eigenen wissenschaftlichen Arbeit, denn sie geben im Vorwort zu Hagarism zu, dass „uns“ ohne „dem skeptischen Ansatz von Dr. John Wansbrough zu der Historizität der islamischen Tradition“ ausgesetzt zu sein „… die in diesem Buch dargelegte Theorie der Ursprünge des Islam niemals in den Sinn gekommen wäre“ (S. viii) und dass diese Herangehensweise sie zu einer Theorie brachte, die „keine ist, die irgendein Muslim akzeptieren kann: Nicht, weil es irgendwie die historische Rolle Mohammeds herabsetzt, sondern weil es ihn in einer Rolle repräsentiert, die sich sehr von der unterscheidet, die er in der islamischen Tradition eingenommen hat. Es handelt sich um ein Buch, das von Ungläubigen für Ungläubige geschrieben wurde und auf dem gründet, was aus jeglicher muslimischer Perspektive eine übermäßige Aufmerksamkeit für die Zeugenaussagen ungläubiger Quellen erscheinen muss“ (S. vi-viii). Warum die Zuflucht in „ungläubige Quellen“, heißt die nichtmuslimischen Historiker der Zeit der islamischen Eroberungen? Ihre Antwort: „Praktisch alle Berichte aus der frühen Entwicklung des Islam nehmen es als axiomiatisch, dass es möglich ist, mindestens die Umrisse des Prozesses islamischer Quellen zu entnehmen. Es ist jedoch durchaus bekannt, dass diese Quellen nachweislich nicht früh sind. Es gibt keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Korans in welcher Form auch immer vor dem letzten Jahrzehnt des siebten Jahrhunderts gibt und die Tradition, die diese eher unverständliche Tradition in ihrerm historischen Kontext nicht vor Mitte des achten Jahrhunderts stattfand. Die Geschichtlichkeit der islamischen Tradition ist damit zu einem gewissen Grad problematisch: Während es keine stichhaltigen internen Grundlagen für eine Ablehnung gibt, gibt es genauso wenig überzeugende externe Grundlagen dafür sie anzuerkennen. Unter diesen Umständen ist es nicht unangemessen in der üblichen Art fortzufahren, eine vernünftig bearbeitete Version der Tradition als historische Tatsache vorzulegen. … Die einzige Möglichkeit aus diesem Dilemma herauszukommen besteht daher darin, sich komplett außerhalb der islamischen Tradition zu stellen und neu anzufangen“ (S. 3).

Was für ein außergewöhnliches Bekenntnis: Eine Geschichte, „die von Ungläubigen für Ungläubige geschrieben ist“. Was um Himmels willen heißt das? Meinen sie, Muslime sollten das nicht lesen? Warum? Weil der Bericht in Hagarism nicht wahr ist? Oder einfacher gesagt: Sie glauben, er ist wahr, aber es handelt sich um einen Bericht, den kein Muslim akzeptabel finden wird? Sind Muslime nicht in der Lage die Wahrheit zu akzeptieren? Müssen Muslime immer vor der Wahrheit geschützt werden? Warum ist ihr Zartgefühl wichter als, sagen wir, das von Christen oder Juden? Was ist mit Clio, die in der griechischen Mythologie eine der neun Musen und die Patronin der Geschichte war? Was ist mit objektiver Wahrheit?

Ohne Cook und Crone zu nahe treten zu wollen, sind diese Konsequenzen in der Tat „vernichtend“. Jede Forschung, die Zweifel auf die traditionelle muslimische Darstellung des Korans, den Aufstieg des Islam und das Leben Mohammeds wirft, ist für Muslime komplett inakzeptabel. Die beiden letzten Briefe offenbaren die enorme Kluft zwischen den Einstellungen der Erforschung von Islam und Christenheit. Der vorletzte Briefschreiber, Robin Oakley-Hill, merkte an: „Es ist kaum fair westliche Koranforschung als neokolonial zu bezeichnen, da westliche Akademiker das Christentum weit rigoroserer, regelmäßig destruktiver Prüfung unterzogen wird … Vielleicht könnte der Islam einen [Papst] Johannes XXII. und etwas Befreiungstheologie gebrauchen.“

Oakley-Hills Argument wurde von John Wansbrough höchstselbst mehr als 30 Jahre früher vorgetragen:

„Der Koran ist als für Analyse durch die Instrumente und Techniken der Bibelkritik anfälliges Dokument praktisch unbekannt. Die dogmatischen Hindernisse, die traditionell solche Untersuchungen behindert haben, sind andererseits bestens bekannt. Nicht nur Dogmen wie diejenigen, die heilige Schriften als von Gott geschaffenes Wort zu definieren und seine formelle und stichhaltige Einzigartigkeit zuzugeben, sondern auch der gesamte Korpus islamischer Historiografie bieten einen mehr oder weniger einheitlichen und plausiblen Bericht zu den Umständen der Offenbarung des Korans und haben vor der Untersuchung des Dokuments als repräsentativ für einen traditionellen Typ von Literatur abgeschreckt.“

Der letze Leserbrief des New Statesman kam von einem christlichen Geistlichen und offenbart eindeutig, dass die Christenheit nicht nur die Lektion aus der Aufklärung, sondern auch die Bibelkritik gelernt hat. Reverend Richard Craig schrieb: „Trotz der riesigen Fortschritte in der Bibelforschung kann Ann Widdicombe [ein konservatives Mitglied des britischen Parlaments] immer in ihrer Rezentsion [des Buchs] Mary: The Unauthorized Biography [Maria: Die nicht autorisierte Biografie] behaupten, dass das Evangelium des Johannes ein Augenzeugenbericht des Lebens Christi ist. Die meisten Forscher lehnen eine solche Sicht ab. Martin Brights Bericht ist willkommener Beleg, dass akademische Untersuchung der Ursprünge des Islam den langen und schmerzlichen Weg beginnt, den die Erforschung unserer heiligen Texte durch christliche Theologen beschritten hat. Widdicombes Anerkennung der schriftgläubigen Sicht der Evangelien ist bei von vielen in Kirchenbänken Sitzenden weit verbreitet, obwohl die Geistlichen seit mehr als 50 Jahren anderes gelehrt wird.“

Cook behauptet in seinem Brief auch, dass die Koranfragmente aus dem Jemen nicht viel „beweisen“. Das tun sie aber. Wie Gerd Puin gegenüber Toby lester sagte: „So viele Muslime haben diese Überzeugung, dass alles zwischen den beiden Buchdeckeln des Korans einfach Gottes unverändertes Wort ist. Sie zitieren gerne den Wortlaut, der zeigt, dass die Bibel eine Geschichte hat und nicht einfach vom Himmel fiel, aber der Koran ist bis heute aus dieser Diskussion ausgenommen. Die einzige Möglichkeit diese Mauer zu durchbrechen besteht darin zu beweisen, dass auch der Koran eine Geschichte hat. Die Fragmente von Sana’a werden uns helfen das zu tun.“

Wenn das, was Puin sagt, korrekt ist, dann sind die Konsequenzen wiederum „verheerend“, eine Tatsache, die von R. Stephen Humphreys anerkannt wird, einem Professor für Islamstudien an der University of California Santa Barbara; er argumentiert: „Den Koran zu historisieren würde praktisch die gesamte historische Erfahrung der muslimischen Gemeinschaft delegitimieren.“

Kurz gesagt, ohne Cook und Crone zu nahe treten zu wollen, versuchen Historiker zu begründen, was tatsächlich geschah und ihre Forschung hat tiefgehende Folgen für den Gläubigen und die traditionelle Sicht der Religion auf sich selbst. Die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind besonders anfälig für die Geschichtswissenschaften, weil die Gültigkeit ihrer jeweiligen Dogmen eng mit mutmaßlich historischen Ereginissen begründet oder darin verankert sind und das auf eine Weise, wie der Buddhismus es zum Beispiel nicht ist. Der historische Buddha, wenn er tatsächlich eine historische Persönlichkeit ist, sagte nur: „Folgt meiner Argumentation“ und wenn sein Leben sich als fromme Legende erwies, dann würde sein Argument immer noch bleiben und der „Buddhismus“ würde nicht in seinen Fundamenten erschüttert werden. So sagte Van Harvey [1923-2021], Professor für Religionsstudien an der Stanford University, der vor kurzem im Alter von 95 starb, in seinem Klassiker The Historian and the Believer [Der Historiker und der Gläubige], die Dentologie, wie der Franzose sagen würde, des Historikers, soll heißen, die moralische Verpflichtung des Historkers als Historiker und daher die kritische historische Methode hat „die tiefgehendsten Folgen für religiösen Glauben im Allgemeinen und den christlichen Glauben im Besonderen“.

R. G. Collingwood, die eine britische Philosophin und Historiker war, schrieb: „Die Geschichte hat mit jeder anderen Wissenschaft gemein, dass den Historikern nicht erlaubt wird irgendeine Einzelerkenntnis zu beanspruchen, außer da, wo er seine Behauptung rechtfertigen kann, indem er erstens sich selbst und  zweitens jedem anderen, der in der Lage und bereit ist seiner Demonstration zu folgen, die Gründe dafür darzulegen, auf denen sie basiert.“

Dieses Prinzip schließt auf der Stelle den genetischen Irrtum aus, durch den die kontingenten Charakteristika des Historikers oft dafür verwendet werden seine Argumente oder Schlussfolgerungen von vorneherein auszuschließen. Muslime neigen dazu Korankritik, wenn sie von Europäern kommt, als Neokolonialismus abzutun; die Arbeit israelischer oder christlicher Forscher wird gewollt als parteiisch missachtet. Nur ein Muslim, so wird argumentiert, kann den Islam kritisieren; er muss von innen heraus hinterfragt werden. Dieses Argument führt zu der absurden Schlussfolgerung, dass nur ein Marxist den Marxismus kritisieren darf, ein Stalinist den Stalinismus und ein Faschist den Faschismus; aber natürlich nutzen Muslime selbst fröhlich jede Gelegenheit das Christentum zu kritisieren. Zweifellos sind Historiker nicht anders, nicht besser oder schlimmer als der Rest der menschlichen Rasse; sie weisen alle Arten von Befangenheiten und Vorurteilen auf, die wir verwerflich finden. Diese sind aber in unserer Bewertung ihrer Arbeit als Historiker, als Islamologen irrelevant. Lawrence Conrad hat zum Beipsiel gezeigt, dass Theodor Nöldeke ein Antisemit war, „dessen Veröffentlichungen und private Korrespondenz Fanatismus und Voruteil auf einem Niveau zur Schau stellen, das höchst anstößig war“. Ich muss kaum die Bedeutung Nöldekes für die Islamstudien darlegen. Die Herkunft eines Arguments ist nicht relevant, solange es rigoroser Untersuchung unterzogen wird. Der Brief von Reverend Richard Craig unterstreicht den von Van Harvey angeführten Punkt entscheidend, nämlich dass „der Kampf um die Unabhängigkeit  des Bibelhistorikers  weitgehend gewonnen wurde“. Leider ist das bei Koranforschern nicht der Fall. Die von Ernest Renan und anderen europäischen Wissenschaftlern des 19. Jahrhunderts eingeführten Rechte die Grundlagen des Islam – ob des Koran oder des Lebens des Propheten – kritisch und wissenschaftlich zu untersuchen sind, in einer Unzahl ökumenischer Empfindsamkeiten in einer deplatzierten Sorgen um die Empfindlichkeiten von Muslimen verschleudert wurden. Zum Beispiel brachte Professor Josef van Ess gerade erst in einem Aufsatz mit dem Titel „Verbal Inspiration? Language and Revelation in Classical Islamic Theology“ [Verbal inspiriert? Sprache und Offenbarung in klassisher islamischer Theologie] seine Sorge um die empflindlichen Anfälligkeiten von Muslimen zum Ausdruck, indem er, selber nicht Muslim, seine kritische Analyse aus Respekt für die Art, wie der sunnitische Islam die Denkgeschichte so gut wie abbrach! Mohammed Arkoun antwortete sehr vernünftig, dass eine solche Haltung wissenschaftlich inakzeptabel sei, weil historische Wahrheit die Rechte des menschlichen Geistes die Grenzen des menschlichen Wissens zu erweitern betrifft; islamisches Denken kann, wie alle anderen Denktraditionen, von einer solchen erkenntnistheoretischen Haltung nur profitieren. Außerdem, führt Arkoun fort, weiß Professor van Ess nur allzu genau, dass Muslime heute unter der Politik der Unterdrückung freien Denkens leiden, besonders im religiösen Bereich. Oder anders ausgedrückt: Wir tun dem Islam keinen Gefallen, wenn wir ihn vor Werten der Aufklärung abschirmen.

Mancher westliche Forscher ist schlicht und einfach von Objektivität zur Verteidigung des Islam gewechselt; ein Trend, über den 1968 von Maxime Rodinson angemerkt wurde: „Auf diese Weise geht die antikolonialistische Linke, christlich oder nicht, oft so weit den Islam und die zeitgenössischen Ideologien der muslimischen Welt von Sünde freizusprechen. … Ein Historiker namens Norman Daniel ist so weit gegangen, jegliche Kritik an den moralischen Einstellungen des Propheten zu den Vorstellungen zu zählen, die von Mittelalterum oder Imperialismus durchdrungen sind und jede Darstellung des Islam und seiner Eigenschaften durch Mittel der normalen Mechanismen der Menschheitsgeschichte ähnlicher Tendenzen zu bezichtigen.“

„Respekt für den Glauben ernster Gläubiger kann nicht erlaubt weden die Untersuchungen des Historikers zu blockieren oder abzuleiten. … Man muss die Rechte elementarer historischer Methodik verteidigen.“

Es ist natürlich beschämend, dass das, was Karl Binswanger die „dogmatische Islamophobie“ der modernen islamistischen Forscher nennt, Gunter Lung hilft eine faire Anhörung zu verweigern und seine akademische Karriere zu zerstören. Deutsche Islamisten sollen den Arabisten Götz Schregle zitieren, der „in ihrem Geist spirituell einen Turban trägt“, eher „Islamforschung“ als Forschung über den Islam praktiziert. Genauso rügenswert ist die Unterstellung verschiedener „suspekter“ Motive für die Arbeit von Wansbrough und den von ihnen Beeinflussten gewesen. Westliche Forscher müssen entschlossen und unerschrocken ihr Recht den Islam zu untersuchen verteidigen, um den Aufstieg und Fall des Islam mit den normalen Mechanismen der menschlichen Geschichte entsprechend den objektiven Standards historischer Methodik zu erklären (die auf Annahmen und Widerlegung, kritischem Denken, rationale Argumente, Vorlegung von Beweisen und so weiter bauen). Die Tugend der desinteresseirten historischen Recherche würde auf fatale Weise untergraben, wenn wir den muslimischen oder christlichen Glauben hineinbringen würden. Wernn wir subjektiven religiösen Glauben mit seinen dogmatischen Gewissheiten in den „historischen Annäherungsprozess einbringen, untergräbt es unausweichlich das, was von R. G. Collingwood argumentierte, als grundlegende Eigenschaft des kritischen Historikers angeführt wird, nämlich die Skepsis gegenüber Aussagen über die Vergangenheit.“

Sir Isaiah Berlin beschrieb einmal einen Ideologen als jemanden, der bereit ist das zu unterdrücken, von dem er den Verdacht hat, dass es wahr ist. Sir Isaiah schloss aus dieser Einstellung die Wahrheit zu unterdrücken, dass ein Großteil des Bösen dieses und anderer Jahrhunderte geflossen ist. Die erste Pflicht eines Intellektuellen besteht darin die Wahrheit zu erzählen. Mit der Unterdrückung der Wahrheit, so ehrenhaft das Motiv auch sein mag, gefährden wir nur ein noch größeres Übel.

Wir sind allen Historikern verpflichtet uns zu helfen Ereignisse der Vergangenheit klarer und ehrlicher zu sehen, die solch einen wichtigen Einfluss auf die aktuellen Mühsale haben. Mit den Worten Albert Schweizers: „Die Wahrheit hat eine eigene besondere Zeit. Ihre Stunden sind jetzt, immer und ist in der Tat dann am wahrsten, wenn sie den aktuellen Umständen am unpassendsten erscheint.“


[1] https://www.vaticannews.va/en/chruch/news/2021-01/report-open-doors-christians-persecuted.html

Neueste Medien-Apartheid-Verleumdung: Israels „zweiteiliges“ Rechtssystem in der Westbank

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 15. Juni 2022

Kaum ein Jahr nach ihrer Amtseinführung befindet sich Israels von Premierminister Naftali Bennett geführte „Koalition der Veränderung“ sich am Rande der Zusammenbruchs, nachdem zwei Routine-Gesetze zur Regelung des Status in der Westbank lebender israelischer Bürger nicht durchkamen; die Westbank ist auch unter ihrem biblischen Namen Judäa und Samaria bekannt. Die Notfall-Regularien – Judäa und Samaria, Rechtsprechung und das Prozesskostenhilfe-Gesetz – erstmals von einer von der Arbeitspartei geführten Regierung 1967 erlassen und seitdem im Stillen alle fünf Jahre erneuert – konnte die benötigten 61 Stimmen nicht gewinnen, nachdem mehrere Koalitionsrebellen sich auf die Seite der von Benjamin Netanyahu geführten Opposition stellten.

Zur Erklärung dafür mit „Nein“ zu stimmen sagte die Likud-Partei des früheren Premierministers, sie wollen eine „schlechte und gefährliche Regierung“ stürzen. Justizminister Gideon Sa’ar seinerseits beschuldigte die rechte Opposition, sie strebe nach „Anarchie“, indem sie ein Gesetz blockiert, das „für die Aufrechterhaltung der öffentlichen und rechtlichen Ordnung entscheidend“ ist.

Die internationalen Medien ergriffen die Gelegenheit Israel zu verleumden, indem sie die „Apartheid“-Vorwürfe wieder aufwärmten und behaupteten, die Regelungen zu Judäa und Samaria hielten eine Rechtsordnung aufrecht, die die Palästinenser diskriminiert. Zum Beispiel beschrieb die New York Times in ihrem Artikel „Netanyahus Plan to Regain Power in Israel: Vote Against His Views“ (Netanyahus Plan zur Wiedergewinnung der Macht in Israel: Gegen die eigenen Ansichten abstimmen) das Gesetz als „die Grundlage des zweigliedrigen Rechtssystem in der besetzten Westbank, das zwischen israelischen Siedlern und Palästinensern unterscheidet und das von Kritikern als eine Form der Apartheid beschrieben wird.“

Die Associated Press ging gleichfalls hart mit dem 55 Jahre alten Statut ins Gericht, wobei explizit festgehalten wurde, dass „Kritiker, darunter die Palästinenser und drei prominente Menschenrechtsgruppen“, den jüdischen Staat der Praktizierung von Apartheid beschuldigt haben.

Wie HonestReporting ausführlich berichtet hat (siehe z.B. hier, hier und hier), haben diese Behauptungen keinerlei Wert. Dennoch scheinen Nachrichtenorgane fest entschlossen zu sein einen komplizierten Sachverhalt auf ein grob vereinfachtes, haltloses Narrativ zu reduzieren, mit dem Jerusalem als beschuldigt juristischem Rassismus an Palästinensern zu begehen.

Die Regularien für Judäa und Samaria: territoriale vs. persönliche Rechtsprechung

Die derzeitige juristische Realität in Judäa und Samaria – die tief mit der Kolonialgeschichte der Westbank verflochten ist – ist höchst komplex. Bis heute  wird das umstrittene Gebiet von einem Durcheinander aus osmanischen, britischen Mandats- und jordanischen Gesetzen bestimmt, dazu von israelischen Militäranordnungen.

Nach dem Sechstage-Krieg, einem Verteidigungskonflikt, der in Reaktion auf die Drohung arabischer Staaten ausgetragen wurde, die die Existenz des jüdischen Staats bedrohten, fand sich das Land in Kontrolle großer Landstriche wieder, die davor von anderen gehalten wurden, darunter Jordanien und Syrien. Aber während die von Premierminister Menachem Begin geführte Regierung 1980 die Anwendung israelischen Rechts in Ostjerusalem und 1981 auf den Golanhöhen unterstützte, verzichtete Jerusalem darauf die Souveränität auf die Westbank anzuwenden, die Amman 19 Jahre lang besetzt gehalten hatte.

Stattdessen verabschiedete die Knesset die „Notstandsverordnungen für Judäa und Samaria“, die israelische exterritoriale Zuständigkeit auf Bürger in der Region ausweitete, während die Gesetze von vor 1967 in Kraft blieben. Jerusalem hat argumentiert, dass es durch Achtung des Status quo in Übereinstimmung mit den internationalen Verpflichtungen handelt, zu deren Erfüllung es sich verpflichtet hat.

Entsprechend haben die Einwohner jüdischer Gemeinden in der Westbank Anspruch auf praktisch dieselben Rechte, die andere israelische Bürger genießen, obwohl sie – juristisch gesehen – außerhalb des souveränen Territoriums des Landes leben. Sie können nationale Personalausweise beantragen, sind gemäß des nationalen Versicherungsgesetzes versichert und erhalten Gesundheitsversicherung über die öffentlich finanzierten Krankenkassen. Israel führte auch Steuern für Westbank-Orte ein und die Einwohner werden zum Wehrdienst in die israelischen Streitkräfte (IDF) eingezogen.

Was ist mit den Palästinensern?

Derweil bleiben die Palästinenser in Übereinstimmung im den Humanitären Menschenrecht osmanischer, britischer und jordanischer Rechtsprechung unterworfen, dazu der Zuständigkeit israelischer Militärgerichte. Darüber hinaus haben sie Zugang zum Obersten Gerichtshof in Jerusalem, der oft zugunsten palästinensischer Forderungen geurteilt hat. Zusätzlich forderten die Vereinbarungen zwischen Israel und den Palästinensern zur Gründung von Gerichten der unabhängigen palästinensischen Autonomiebehörde (PA) auf, die ihnen über praktisch alle Palästinenser der Westbank Befugnis gewähren.

Der israelische Generalstaatsanwalt (und spätere Richter am Obersten Gerichtshof) Elyakim Rubinstein stellte die Haltung der Regierung 1999 kurz gefasst so dar: „Die Israelis haben ein anderes Gesetz [als die Palästinenser], das auf ihre Rechtsperson anzuwenden ist, aber das betrifft keine territoriale Rechtsprechung, da Israel das Gebiet nie annektiert hat und Israel nie Recht außerhalb der offiziellen Grenzen angewandt hat.“

Oder wie der Experte für internationales Recht Eugene Kontorovich es einmal ausdrückte: „Die extraterritoriale Anwendung von Recht stellt noch keine Annexion dar, ansonsten hätten die USA die gesamte Welt annektiert.“

Von daher schuf Israel nicht, was Kritiker und Medien als ein „unfaires System“ (Washington Post) beschrieben haben. Stattdessen haben aufeinander folgende Regierungen in Jerusalem aus dem gesamten politischen Spektrum in erster Linie den Zustand erhalten, der während Jordaniens Besatzung bestand hatte, wobei gleichzeitig die grundlegenden sozialen und politischen Rechte in den umstrittenen Gebieten lebender israelischer Bürger ausgeweitet worden sind.

Anwendung israelischen Arbeitsrechts auf palästinensische Arbeiter

Die juristische Komplexität spiegelt sich in der Realität des Lebens in der Westbank für all ihre Einwohner wider, was in starkem Gegensatz zu den Schwarzweiß-Darstellungen steht, die von Journalisten regelmäßig verbreitet werden. Zum Beispiel kann gegen die israelischen Einwohner von Judäa und Samaria technisch immer noch vor Militärtribunalen verhandelt werden und PA-Einwohner sind – in einigen Fällen – von israelischem Recht geschützt. Ein Fallbeispiel:  2007 urteilte der Oberste Gerichtshof, dass Verträge mit von Israelis beschäftigten Palästinensern durch israelisches Arbeitsrecht geregelt werden können, womit vielen Arbeitern besserer Schutz gewährt wird.

Das Urteil hielt fest, dass „das nationale Arbeitsgericht zu dem Schluss kam, dass in Ermangelung einer gesetzlichen Regelung, die ausdrücklich das israelische Arbeitsgesetz in dem Gebiet anwendet, das geltende jordanische Beschäftigungsgesetz, dieses per Anordnung des Militärkommandeurs ergänzt wird.“ Israels höchstes Gericht kam aber zu dem Schluss, dass neben anderen Gründen „israelisches Recht auf die palästinensischen Arbeiter anzuwenden vom Prinzip der Gleichbehandlung und den fundamentalen Zweck der Eliminierung sittenwidriger Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt notwendig gemacht wird“.

2016 urteilte das regionale Arbeitsgericht in Jerusalem, dass ein Restaurant in der Stadt Ariel in Samaria, das vom damaligen Likud-Abgeordneten Oren Hazan betrieben wurde, drei palästinensischen Beschäftigten nicht die rechtlich geforderten israelischen Zuschüsse gezahlt hatte. Hazans Restaurant wurde angewiesen Ayman Othman, Fawaz Kanaan und Jihad Kanaan 300.000 Schekel [rund €83.000] zu zahlen.

Was ist mit Oslo? Die Notfallregularien und juristische Unterstützung

Ein weiteres, bei der Standard-Medienberichterstattung auffällig abwesendes Element ist, dass seit Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen die meisten Westbank-Palästinenser unter der Herrschaft der palästinensischen Autonomiebehörde gelebt haben. In den zwischen Israel und der PLO geschlossenen Vereinbarungen wurde der neu geschaffenen PA die Kontrolle über die Areas A und B gegeben, die die Heimat für 90% der arabischen Bevölkerung der Westbank sind. Derweil behielt Israel nur die Kontrolle über die Area C, die alle jüdischen Gemeinden der Westbank beinhaltet.

Und während die New York Times, die Washington Post und Associated Press unbekümmert ihren Lesern erlauben zu dem Schluss zu kommen, dass Israels Präsenz in der Westbank gleichbedeutend mit Apartheid ist, ist es die PA, die in Wirklichkeit tatsächlichen Rassismus in den unter ihrer Kontrolle stehenden Gebieten begeht.

1997 zitierte die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronoth Yassir Arafat mit den Worten: „Unser Gesetz ist ein jordanisches Gesetz, was wir erbten …  und legt die Todesstrafe für diejenigen fest, die Land an Israelis verkaufen.“ Die PA in Ramallah hat auch zahlreiche eigene Gesetze erlassen, darunter eines, das Anreize für Mord an israelischen Juden bietet.

Mögliche Auswirkungen davon Regularien auszulaufen zu lassen

Laut Oberst (a.D.) Dr. Liron A. Libman, ehemaliger Leiter der IDF-Abteilung für internationales Recht, wird das Versäumnis das Gesetz zu verlängern wahrscheinlich weitreichende Folgen für Israelis wie Palästinensern haben. Zum Beispiel könnten Israelis, die Palästinenser bei Verkehrsunfällen wegen Schadensersatz verklagen wollen, sich in einem ernsten juristischen Sumpf wiederfinden.

Ähnlich könnten Araber, die von israelischen Gerichten ihre von PA-Gerichten ergangenen Erbrecht-Urteile anerkannt bekommen wollen, nachteilig von einem Scheitern der Erneuerung der Notfall-Regularien für Judäa und Samaria, Zuständigkeit und Rechtshilfe-Gesetz betroffen sein.

Schließlich bieten die Regularien eine Rechtsgrundlage dafür, dass Israel verurteilte palästinensische Terroristen und Sicherheitshäftlinge aus der Westbank in Übereinstimmung mit den Oslo-Vereinbarungen inhaftiert. „Wenn die Regularien Ende des Monats auslaufen, wird sich die Frage stellen, was genau die Rechtsgrundlage für das Festhalten dieser Häftlinge in israelischen Gefängnissen ist“, sagte der Jura-Experte Oberstleutnant (a.D.) Maurice Hirsch gegenüber JNS am 8. Juni. Zu jeder Zeit befinden sich 3.000 bis 3.500 palästinensische Terroristen in israelischen Gefängnissen.

Während erwartet wird, dass Verordnungen für Judäa und Samaria in Kraft bleiben – das Gesetz wird für eine weitere Abstimmung in die Knesset eingebracht werden und Innenministerin Ayelet Shaked hat angekündigt, dass die Zivilregierung weiter Israelis in den Gebieten bedient – ist der Schaden für Israels öffentliches Image bereits angerichtet worden.

Einmal mehr ist Israel auf der Weltbühne als Apartheidstaat geteert worden.

Palästinensisches Propaganda-Eigentor des Tages: Jüdische Kinder als Beweis für die Existenz von „Palästina“?

David Lange, Israellycool, 21. Juni 2022

Ein palästinensischer Propagandist twitterte das Folgende, vermutlich um zu beweisen, dass „Palästina“ irgendwie existierte (die Existenz des britischen Mandats Palästina wird von niemandem bestritten):

Eine Kinderfahrt in der Stadt Akko Palästina via „Cargo“, 1931, bei der Kinder für geringe Kosten einen Ausflug machen.

Der Tweet wurde gelöscht, nachdem Israelanhänger auf das Offensichtliche hinwiesen: Die Kinder waren jüdisch. Nicht nur das, sie waren Zionisten:

Da das Foto anscheinend vor der Gründung des Staates Israel aufgenommen wurde, waren diese Flaggen damals technisch keine israelischen, sondern zionistische Flaggen:

Blau-weiße Flaggen begannen in Israel gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufzutauchen. Eine blau-weiße Flagge wurde 1885 in Rischon LeZion gehisst und dann 1891 eine blau-weiße Flagge mit einem blauen Star in Nachalat Reuven.

Die Flagge entwickelte sich im Verlauf der folgenden Jahre weiter und ein ähnliches Design begann bei allen zionistischen Anlässen verwendet, so bei der Einweihung der Zion Hall in bei der B’nai Zion Educational Society in Boston 1891.

Ein paar Jahre später schlug Theodor Herzl eine weiße Flagge mit sieben goldenen Sternen vor, aber die Idee fiel durch. 1897 schrieb David Wolffsohn (ein prominenter früher Zionist und der zweite Präsident der Zionistischen Organisation), der von Herzl zum Zionistischen Kongress eingeladen worden war:

Im Auftrag unseres Führers Herzl kam ich nach Basel, um Vorbereitungen für den Zionistischen Kongress zu treffen. Zu vielen anderen Problemen, die mich damals beschäftigten, war eines, das etwas vom Wesens des jüdischen Problems beinhaltete. Welche Flagge sollten wir in die Kongresshalle hängen? Dann kam mir eine Idee. Wir haben eine Flagge – und die blau-weiß. Der Tallit (Gebetsschal), in den wir uns hüllen, wenn wir beten: Das ist unser Symbol. Lasst uns diesen Tallit aus seiner Tasche nehmen und vor dne Augen Israels und den Augen aller Nationen entrollen. Also befahl ich eine blau-weiße Flagge mit dem Davidstern darauf gemalt aufzuhängen. So entstand die Nationalflagge, die in der Kongresshalle wehte.

Mit anderen Worten: Ahmed hatte lediglich den Erfolg ein entzückendes Foto jüdischer Kinder zu zeigen, die sich nach einem jüdischen Staat sehnten, den sie als Heimat bezeichnen konnten – den sie eine Weile später verwirklichten.

Also lasst uns Ahmed für die Lektion in Geschichte danken!

Werke bei deutschem Kunst-Festival sorgen für Aufregung wegen ihres antiisraelischen, antisemitischen Wesens

„Elemente, die in bestimmten Ausstellungen gezeigt werden, erinnern an Propaganda, die [Nazi-Chefpropagandist Joseph] Goebbels und seine Schläger in dunkleren Zeiten der deutschen Geschichte verwendeten“, sagte Shira Ben Tzion, Sprecher der israelischen Botschaft in Berlin. „Es sind nicht nur alle roten Linien überschritten worden; sie wurden vernichtet.“

Orit Arfa, JNS.org, 22. Juni 2022

Documenta 15, Berlin, Deutschland (Quelle: Screenshot)

Antisemitische Bilder eines führenden Kunstfestivals in Deutschland werden entfernt oder abgedeckt, nachdem deutsch-jüdische Organisationen und die israelische Botschaft in Berlin sich vereinten, um seine einseitige Kuration zu verurteilen.

Diese Bilder erschienen auf der documenta15, einem führenden Kunstfestival, das alle fünf Jahre in Kassel stattfindet. Die jüdischen Gruppen und deutsche Top-Amtsträger, darunter der Antisemitismus-Beauftragter auf Bundesebene, Felix Klein, hatten erklärt, dass Zurschaustellung von Judenhass unbestreitbar vorhanden und unentschuldbar ist.

„In bestimmten Ausstellungsteilen gezeigte Elemente erinnern an Propaganda, wie sie von [Chefpropagandist der Nazi-Partei Joseph] Goebbels und seinen Schlägern in dunkleren Zeiten der deutschen Geschichte verwendet wurden“, sagte Shira Ben Tzion von der israelischen Botschaft in Berlin in einem Tweet. „Alle roten Linien sind nicht nur überschritten worden, sie wurden vernichtet.“

Die Kuration der documenta wurde an eine indonesische Gruppe namens Ruangrupa ausgesourct. Deren Unterstützung der BDS-Bewegung, die Deutschland als antisemitische Bewegung betrachtet, spiegelte sich in der Auswahl der ausgestellten Kunstwerke, so dem von Picasso inspirierten „Guernica Gaza“, das Parallelen zwischen dem Handeln der IDF im Gazastreifen und Nazi-Deutschlands Luftangriff auf die Stadt Guernica im spanischen Bürgerkrieg zieht.

„Die gezielte Zerstörung von Guernica mit seiner Zivilbevölkerung war das einzige Ziel dieses Nazi-Kriegsverbrechens“, sagte die deutsch-jüdische Lobbygruppe Werte-Initiative in einer Erklärung, die das Festival scharf kritisierte. „Das mit dem Handeln der israelischen Armee gleichzusetzen, dämonisiert den Staat Israel. Damit findet einer Täter-Opfer-Umkehr statt, die eindeutig antisemitisch ist.“

Ein großflächiges Wandgemälde beinhaltet das Bild eines Juden mit vampirartigen Reißzähnen, einer Schlangenzunge, blutunterlaufenen Augen und einem SS-Anstecker am Hut. In einem weiteren Bild ist das Gesicht eines als Mossad-Agenten identifizierten Mannes wie das eines Schweins geformt.

„Diese Darstellung ist klassischer Antisemitismus unter staatlicher Schirmherrschaft und ein absoluter Dammbruch“, sagte Elio Adler, der Vorsitzende der Werte-Initiative. „Die Verantwortlichen müssen sofort sicherstellen, dass dieses Kunstwerk nicht länger zu sehen ist.“

Die Arbeit, zu groß, um sie zu entfernen, wurde mit Tuch verhängt und mit einer ergänzenden Erklärung versehen, sehr zum Leidwesen von Kritikern wie der Werte-Initiative, die sagte, dass die Arbeit von den Künstlern als Symbol „der Unmöglichkeit von Dialog“ abgegeben worden ist.

„Die Grundlage für dieses Desaster ist nicht fehlender Dialog, sondern Antisemitismus“, sagte Adler. Jetzt soll es demontiert werden.

„Der in meinen Augen wahre Skandal“

Die fragwürdigen Entscheidungen der documenta wurden von wichtigen jüdischen Organisationen flächendeckend verurteilt, darunter der Zentralrat der Juden in Deutschland und das American Jewish Committee in Berlin, das gefordert hat die Direktorin des Festivals, Sabine Schormann, von ihren Pflichten zu entbinden. Deren Zusicherungen, dass keine antisemitischen Arbeiten ausgestellt würden, erwiesen sich als bedeutungslos.

Während die umstrittenen Bilder und der Ton des Festivals sich mehrere Wochen lang auf dem Prüfstand befanden, schließen sich ranghohe deutsche Offizielle wie die Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Präsident Frank-Walter Steinmeier erst jetzt den Stimmen an, die sich negativ äußern.

„So nachvollziehbar manche Kritik an der israelischen Politik, etwa dem Siedlungsbau, ist: Die Anerkennung der israelischen Staatlichkeit ist die Anerkennung der Würde und Sicherheit der modernen jüdischen Gemeinschaft“, sagte Steinmeier bei der Eröffnungsfeier der documenta. „Als deutscher Bundespräsident halte ich für mein Land fest: Die Anerkennung Israels ist bei uns Grundlage und Voraussetzung der Debatte!“

Roth hat inzwischen ihre frühere Verteidigung – im Namen der Kunstfreiheit – gegen die Vorwürfe zurückgenommen; sie sagte in einer auf twitter geposteten Erklärung: „Die Menschenwürde, der Schutz gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit sind die Grundlagen unseres Zusammenlebens und hier findet auch die Kunstfreiheit ihre Grenzen.“

Manche Kritiker stellen aber die Ernsthaftigkeit dieser deutschen Führungspolitiker infrage.

Kunst aus der Ausstellung der documenta15 in Kassel; Quelle: twitter

„Zuerst ermöglichte Roth [das Festival] und natürlich wusste sie alles“, sagte Chaim Noll, ein deutsch-israelischer Schriftsteller, bei einem Anruf aus seinem Haus in Südisrael. Roth, eine altgediente Grünen-Politikerin, wurde bei ihrem Amtsantritt als Kulturstaatsministerin 2021 wegen ihre Freundschaftlichkeit gegenüber dem iranischen Regime sowie der BDS-Bewegung unter die Lupe genommen.

„Es ist unmöglich, dass sie nicht wusste, was für die Ausstellung geplant war“, sagte Noll. „Aber nachdem mehrere Tage lang ausgestellt wurde und jeder sah, was sie machten und jeder Fotos im Internet postete, äußerte sie jetzt Bedauern. Ich kaufe es ihr aber nicht ab. Das ist in meinen Augen der eigentliche Skandal.“

Er glaubt, Deutschland müsse eine besänftigendere Haltung gegenüber Israel einnehmen, weil das Land jetzt nach Russlands Einmarsch in die Ukraine bei Waffen- und sogar Erdgas-Exporten abhängiger geworden ist. „Sie können es sich im Moment nicht leisten Israel zu verärgern.“

Die documenta findet kurz nach anderen umstrittenen, von der Regierung gesponserten Ausstellungen statt, die bei pro-israelischen Aktivisten die Alarmglocken hätten schrillen lassen müssen. Die erste war „Hijacking Memory“, eine entschieden linke Konferenz, an der der Journalist Peter Beinart und andere kontroverse jüdische Kritiker Israels mitwirkten. Gegner kritisierten sie wegen ihrer Angriffe auf rechte Gruppen und sogar Israel wegen angeblicher „Vereinnahmung“ des Holocaust-Gedenkens, um für die Sachte der Nation zu werben.

Das Goethe-Institut sagte die Teilnahme eines Schriftstellers bei der anstehenden Konferenz über die „globale Rechte“ ab, der für seine antisemitischen Kommentare bekannt ist. Die Auseinandersetzung wegen dieser Veranstaltungen ist von den Mainstream-Medien weitgehend nicht berichtet worden.

„Ich bin nicht sicher, ob es der Mühe wert war darüber zu schreiben“, sagte Noll. „Es ist die übliche Gruppe antiisraelischer Juden, die wir bereits aus Europa kennen. Es sind immer dieselben Namen und solange Claudia Roth diesen Posten hat, wird sie versuchen diese üblichen Verdächtigen zu finanzieren. Sie ist eine wirklich knallhart israelfeindliche Person, finde ich.“


Anmerkung: Im Originaltext wurde behauptet, Guernica sei im Zweiten Weltkrieg zerstört worden; das geschah aber im spanischen Bürgerkrieg und wurde in der Übersetzung korrekt angegeben. Eine Bildunterschrift verortete die documenta in Berlin, auch das ist in der Übersetzung korrigiert.

Das kleine Land, das machte

Abstimmung mit den „großen Jungs“ in der UNO stellt Eswatini fest auf die Landkarte

Rolene Marks, Lay of the Land, 23. Juni 2022

Schon die Erwähnung der Vereinten Nationen wird garantiert den Blutdruck der meisten Leute hochtreiben – besonders die Erwähnung des Menschenrechtsrats. In dieser Kammer des Absurden halten einige der schlimmsten Menschenrechtsverletzter der Welt, darunter Venezuela, der Iran und Nordkorea Hof und hatten den Vorsitz, zudem sind einige der lächerlichsten Resolutionen gegen Israel verabschiedet worden. Der jüdische Staat hat und bleibt der Fokus einer obszönen Menge an Aufmerksamkeit – enorm zu Lasten anderer Konflikte und Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Letzte Woche legte die „Untersuchungskommission“ des UNHRC – eine Untersuchung, die nach dem 11-tägigen Aufflammen des Konflikts zwischen Israel und der international als Terrororganisation eingestuften Gruppe Hamas, die den Gazastreifen beherrscht – in diesem Zirkus des Lächerlichen ihre Erkenntnisse vor. Natürlich lautete das Urteil, dass Israel für den andauernden Konflikt mit seinen Nachbarn verantwortlich war und ist.

Die Untersuchungskommission schaffte es, kaum Verweise auf die Aufstachelung zu Hass und die von der Hamas begangenen Terrorakte und andere vom Iran gesponserte Terrorgruppen im Gazastreifen wie möglich anzuführen.

Problem Pillay. Die „Untersuchungskommission“ zu dem 11-tägigen Aufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hamas wurde von der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, geleitet, einer überzeugten Anhängerin der BDS-Bewegung, die das Ende des Staates Israel fordert.

Geleitet wurde die Untersuchungskommission von Navy Pillay, einer bekannten Antiisrael-Agitatorin, die in der Vergangenheit die BDS-Bewegung befürwortet hat, die ein Ende des Staates Israel fordert, dem Iran für die Unterschrift unter die israelfeindliche UN-Erklärung applaudierte und sie hat persönliche Beziehungen zu Mitgliedern der PFLP bewiesen, die auf der internationalen Terrorliste steht. Es ist kein Wunder, dass Israel es ablehnte mit einer solchen Untersuchung zu kooperieren.

Warum sich die Mühe machen die Fassade zu durchbrechen? Die Untersuchungskommission wurde aber von Nordkorea begrüßt – und dem palästinensischen Repräsentanten, der forderte, dass die USA aus dem Menschenrechtsrat geworfen werden. Es wäre komisch, wäre es nicht so ernst, weil manche Leute immer noch an die Aufrichtigkeit einer solchen Organisation glauben.

Obsessive israelfeindliche Einseitigkeit. Israels Botschafter bei der UNO Gilad Erdan zerreißt am 29. Oktober 2021 auf dem Podium einen Bericht des Menschenrechtsrats, als er ihn wegen seiner unverhältnismäßigen Verurteilung Israels kritisierte; er sagte, der Bericht gehöre in „die Mülltonne des Antisemitismus“ (Video-Screenshot)

Aber es ereignete sich etwas Außergewöhnliches. Die USA führten, gefolgt am nächsten Tag von Australien, 22 Länder in einer Erklärung an, die den UNHRC unter anderem wegen seiner „unverhältnismäßigen Konzentration auf Israel“ verurteilte, auch weil diese Kommission für die Sache des Friedens kontraproduktiv ist.

Die von den USA geführte und Kontinente überspannende, ungleiche Gruppe an Ländern, zu denen Israel, Österreich, die Niederlande, Bulgarien, Ungarn, Eswatini, Brasilien, Kamerun, Mikronesien, Kanada, Großbritannien, Togo, Kolumbien, Guatemala, Kroatien, Liberia, die Marschallinseln, Nauru, Nordmazedonien und Palau gehörten, prangerten die Untersuchungskommission an.

Ihnen schloss sich am nächsten Tag Australien an, das die „unverhältnismäßige Konzentration auf Israel und die Untersuchungskommission, die der Sache des Friedens nicht dient“ des UNHRC scharf kritisierte. Es gab eine ermutigende Präsenz afrikanischer Länder, die es auch überdrüssig sind Partei ergreifen zu müssen, wenn sie von dem profitieren können, was Israel zu bieten hat und eine konkrete Rolle als Mitglieder der Afrikanischen Union spielen, um eine Lösung des Konflikts zu vermitteln – eine Rolle, die Südafrika, das ebenfalls eine unproduktive Besessenheit mit dem jüdischen Staat hegt, leider verwirkt hat.

Besonders ermutigend war die Anzahl an afrikanische Staaten zu sehen, die mit dem Stillstand der Vergangenheit brachen und sich für Israel einsetzten. Israel hat in Anerkennung der Ähnlichkeiten zwischen unserer Geschichte und Herausforderungen für diese afrikanischen Länder seine Aufmerksamkeit auf zunehmende bilaterale Beziehungen auf dem Kontinent konzentriert. Offensichtlich wird das mit Israels Beobachterstatus bei der Afrikanischen Union (AU) und die stete Zunahme bilateraler Beziehungen.

Dass die afrikanischen Staaten in der UNO zugunsten Israels stimmen, ist von gewaltiger Bedeutung. Es heißt, dass die Jahrzehnte lange Pattsituation des afrikanischen Blocks jetzt gebrochen wurde.

Ein Land sticht besonders heraus. Eswatini (früher als Swasiland bekannt) macht sehr wenige Schlagzeilen, aber letzte Woche setzte der winzige südafrikanische Staat durch seine Abstimmung zugunsten Israels an der Seite der führenden Demokratien der Welt ein deutliches Zeichen – wir sind hier und wir kamen um mitzuspielen. Täuschen sie sich nicht: Die Stimme eines jeden Landes hat, ungeachtet seiner Größe oder seiner vermeintlichen Bedeutung, dasselbe Gewicht.

Ein neuer Tagesanbruch. Das von Südafrika eingeschlossene Königreich Eswatini, früher Swasiland, im südlichen Afrika stimmte zusammen mit den führenden Demokratien der Welt zugunsten Israels und verurteilte den UNHRC u.a. für seine „unverhältnismäßige Konzentration auf Israel“.

Die von Eswatini gesandte Botschaft war klar. Wir stehen auf der Seite Israels. Wir erkennen den Nutzen für unser Land, Beziehungen zu einem Land wie Israel zu haben, das in so vielen Bereichen führend ist. Wir werden uns vom benachbarten Südafrika nicht dazu zwingen lassen gegen Israel zu stimmen. Südafrikas wichtiger außenpolitischer Fokus für 2022 besteht darin Israels Beobachterstatus bei der AU wieder zu annullieren – eine enttäuschende Entscheidung für ein Land, das von so vielen Herausforderungen geplagt ist, bei denen der jüdische Staat helfen könnte.

Eswatini sandte mit dem Traditionsbruch eine starke, schallende Botschaft. Größe spielt keine Rolle – stattdessen ist es das Gebot der Stunde moralische und prinzipientreue Haltung gegenüber einer Institution einzunehmen, die rasant ihr Prestige verliert. Eswatini hat gezeigt, dass das Land an der Seite der führenden Demokratien der Welt stehen kann – und sich behauptet. Eswatini hat gezeigt, dass es, wenn es ihm um das Beste für seine Bürger geht, sich nicht unter Druck setzen lässt. Eswatini ist mit gutem Beispiel vorangegangen.

Der südafrikanische Staat hat sich nicht nur auf der Weltbühne fest etabliert, sondern auch bewiesen, dass er das kleine Land ist, das könnte – und tat.

Gedankenverlorenes Territorium: Twitter lässt Kontrolleur weg, markiert automatisch alle Bilder leidender Menschen als „palästinensisch“

Die überwiegende Mehrheit solcher Inhalte bekommt sowieso diese Bildbeschreibung oder einen Kommentar; User können sich die Mühe jetzt sparen das selbst zu machen.

PreOccupied Territory, 20. Juni 2022

San Francisco – Eine der führenden sozialen Medienplattformen der Welt hat angefangen neue Effizienz-Funktionen einzuführen, darunter die Zeit und Arbeit sparenden Sparmaßnahmen jedes einzelne von seinen Kontennutzern gepostete Bild, das Menschen in Schmerzen, Unterdrückung, ermordet oder sonst zu Opfern gemacht zeigt, als „palästinensisch“ zu etikettieren, weil jedes solche Foto ohnehin mit dieser Kennzeichnung versehen werden wird, da Online-Aktivisten sich das Leid anderer aneignen, um auf Israel einzuprügeln.

Twitter kündigte heute das erste von sieben geplanten Upgrades für seinen Service an, die, so hofft die Firma, die User-Erfahrung verbessern wird. Das erste Upgrade enthält den automatisierten „Palästina“-Tag für jedes Foto oder Video, in dem jemand gezeigt wird, der einen anderen misshandelt oder das Elend, das das Ergebnis solcher Misshandlung ist. Die Ankündigung erklärte, dass die überwiegende Mehrheit solcher Inhalte sowieso mit dieser Bildbeschreibung oder Kommentar endet und dass User sich jetzt die Mühe sparen können das selbst zu erledigen.

„Twitter bringt weiter Neuerungen und fragt danach, was für den User das Beste ist“, hieß es in der Ankündigung. „Ein beträchtlicher Teil unserer User widmet ihre Bemühungen der Heraushebung palästinensischen Leidens. Sie tun das, indem sie alle provokativen Bilder oder Videoclips von Menschen – besonders Frauen oder Kindern – einem offensichtlichen Missbrauch unterziehen; dabei wird besondere Aufmerksamkeit auf Täter in Uniform gelegt und erklärt, dass der Inhalt Palästinenser unterdrückende Israelis zeigt oder leidende oder tote Palästinenser als Folge israelischen Handelns. Twitter will seinen Usern besseren Service bieten und hat daher eine neue Funktion gestartet, um den Usern die Mühe zu ersparen selbst Hashtags oder Kommentare mit „Palästina“ schreiben zu müssen.“

Der Algorithmus der Firma führte die Aufgabe in kontrollierten Tests mit 99,98% Erfolg aus, verriet ein Repräsentant der Firma. „Wir haben großes Vertrauen in den Nutzen und die Genauigkeit dieser Funktion“, erklärte der Sprecher. „Mit ‚Genauigkeit‘ meine ich korrekte Identifikation von Inhalt, der solche Gewalt, Misshandlungen oder deren Ergebnis beinhaltet, nicht die korrekte Identifizierung, ob die Gewalt, Misshandlung oder deren Ergebnis tatsächlich von Israelis kamen. Das ist nicht wirklich das, worauf wir uns konzentriert haben, falls Sie nicht aufgepasst haben.“

Die Erklärung gesteht auch eine langjährige Userbeschwerde ein: das Fehlen eines Editier-Buttons, um Usern zu erlauben typografische oder andere Fehler nach dem Posten zu korrigieren. „Unsere Hauptsorge bis heute“, fuhr die Erklärung fort, „entstammte der Möglichkeit, dass Leute die Funktion in böser Absicht verwenden könnten, die ihren ursprünglichen Inhalt abändern, nachdem andere antworteten, damit diese Antworten im neuen Kontext absurd, beleidigend oder sonstwie verwerflich erscheinen zu lassen. Wir werden aber jetzt bestimmte User in die Lage versetzen auf diese Funktion zugreifen zu können: Jeder mit einer Palästina-Flagge im Profil darf die Tweets von jedem mit einer israelischen Flagge oder einem Davidstern in seinem überarbeiten.“

Raserei wegen jüdischem „Komplott“ zur Übernahme der Al-Aqsa-Moschee

Palästinenser erreichen neue Ebene der Hysterie

Hugh Fitzgerald, FrongPage Mag, 22. Juni 2022

Eine sichere Möglichkeit, wie die Palästinenserführung zu einem israelfeindlichen Rausch im eigenen Volk aufpeitschen können, ist zu behaupten, Israel habe die Absicht den Status quo auf dem Tempelberg zu ändern, indem es Juden erlaubt auf dem Berg zu beten, etwas, das die israelische Regierung immer verboten hat. Israel wird auch vorgeworfen, dass eine zunehmende Zahl Juden den Tempelberg besucht und die Stunden und Tage erweitert werden, zu denen Besuche erlaubt sind, alles als Teil eines teuflischen Plans die Al-Aqsa zu übernehmen, zu zerstören und an ihrer Stelle den Dritten Tempel zu bauen.

Das jüngste Beispiel solcher Hysterie und die Drohung mit einem „Religionskrieg … zur Auslöschung von allem“ steht hier: „Palästinenser versprechen ‚Religionskrieg, der alles auslöschen wird‘, wenn Juden auf dem Tempelberg beten“ (von Nan Jacques Zilberdik, Algemeiner, 17. Juni 2022):

Israels Handeln in Jerusalem wird zu einen „Religionskrieg führen … der die USA, Europa und die gesamte Welt erreichen wird“ und „wird alles auslöschen“. Das sind Drohunen, die von offiziellen Sprechern und Beratern des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, kommen.

Doch all diese Warnungen und Drohungen der PA gründen auf Verleumdungen und Lügen.

Die Verleumdung, Israel plane die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee, um an ihrer Stelle einen jüdischen Tempel zu bauen, ist eine der wirksamsten und langjährigsten Verleumdungen der PA.

Wenn Israel die Al-Aqsa-Moschee zerstören wollte, hätte es 55 Jahre Zeit gehabt das zu tun. Tatsächlich hätte es den meisten Sinn gemacht sie sofort nach dem Ende des Sechstage-Kriegs zu zerstören, als die Palästinenser von der katastrophalen arabischen Niederlage traumatisiert waren. Aber statt die Al-Aqsa zu zerstören, riss sich Israel ein Bein aus den Arabern entgegenzukommen; dazu setzte Verteidigungsminister Mosche Dayan ein komplettes Verbot jüdischen Gebets auf dem Tempelberg und strikte Begrenzungen dazu ein, wann Juden den Berg besuchen können – nur vier Stunden am Tag und nur fünf Tage die Woche – während Muslime weiter in der Lage waren ihn zu jeder Tageszeit und Woche zu besuchen. Es sind Juden, nicht Muslime, die vom israelischen Staat kräftig eingeschränkt worden sind.

Als Vorspiel zu diesem angeblichen israelischen Plan behauptet die PA, dass Israel auch eine „Aufteilung entsprechend Bereichen und Zeiten“ auf dem Tempelberg vorbereitet, was die PA als „nur den Muslimen gehörend“ definiert. Die angebliche Teilung würde Juden und Muslimen erlauben an der Stätte an separaten Orten und zu separaten Zeiten zu beten. Das würde eine Veränderung in dem darstellen, was als der sogenannte „Status quo“ an dem Ort wahrgenommen wird, was de facto so interpretiert wird, dass es heißt Juden werde nur erlaubt den Tempelberg zu betreten, aber dort keine individuellen oder gemeinsamen Gebetet auszuführen.

Aber das ist eine Lüge. Der ehemalige israelische Führungspolitiker Benjamin Netanyahu aht oft erklärt, dass die israelische Regierung nicht die Absicht hat den Status quo zu verändern.

Im Juli 2021 bestätigte der israelische Premierminister Naftali Bennett, dass „es keine Veränderung des Status quo gibt“.

Es gibt keinen Plan, wie die Araber behaupten, die Besuchsstunden für Gebet zwischen Juden und Muslimen aufzuteilen. Keine israelische Regierung hat die Stunden verändert, zu denen Juden zu Besuch kommen dürfen. Nämlich: 7:30 bis 10:30 Uhr und 12:30 bis 13:30. Darüber hinaus gibt es keine „Gebetsstunden“ für Juden; solches Gebet ist verboten, seit Israel die Altstadt im Sechstage-Krieg in Besitz nahm.

Ungeachtet dessen präsentiert die PA „die Aufteilung nach Zeiten“ den Palästinensern als tatsächlichen israelischen Plan und als drohende Gefahr für die Al-Aqsa-Moschee. Wie von Palestinian Media Watch dokumentiert, hat die Verleumdung viele Terroranschläge angetrieben und von den Palästinensern als „Verteidigung der Al-Aqsa“ gerechtfertigt worden sind.

Die „Bedrohung der Al-Aqsa“, wenn auch in der Realität nicht existent, wird heraufbeschworen, wann immer die Palästinenserführer die Spannungen verschärfen wollen. Sie ist auch der sicherste Weg zu Terroranschlägen durch die aufzustacheln, die entsprechend zur Verteidigung Der Al-Aqsa“ aufgepeitscht worden sind.

Vor Kurzem wurde die Verleumdung im offiziellen PA-Fernsehen wiederholt:

Der offizielle Moderator des PA-Fernsehens: „Seit dem Juni-Krieg (d.h. dem Sechstage-Krieg 1967) – wir reden von seinem 55. Jahrestag – gibt es [israelische] Absichten die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören und den angeblichen Tempel zu bauen und das ist nicht nur eine Teilung nach Zeiten und Bereichen, die der Al-Aqsa-Moschee widerfahren wird.“
[Offizielles PA-Fernsehen, 6. Juni 2022]

Vor kurzem drohte einer von Mahmud Abbas‘ Beratern, dass fortgesetzte Besuche von Juden auf dem Tempelberg zusammen mit einer Aufteilung von Gebetszeiten für Juden und Muslime zu etwas wie dem dritten Weltkrieg führen wird.

„Ahmed al-Ruweidi, Berater für Jerusalem-Angelegenheiten des PA-Präsidentenbüros, sagte, dies würde „einem Angriff auf eine Milliarde Muslime weltweit gleichkommen“ und zu einem „Religionskrieg“ führen, der „die gesamte Welt erreicht“:

„Er betonte, sollten die Einmärsche und Angriffe [d.h. Besuch durch Juden] auf die Al-Aqsa-Moschee weitergehen und wenn Israel versucht eine Aufteilung [zwischen Juden und Muslimen] nach Gebetszeiten zu verhängen, dann wird das einem Angriff auf eine Milliarde Muslime weltweit gleichkommen – was die Knospen eines Religionskriegs bedeutet…“

Er fügte hinzu: „Der Religionskrieg wird nicht an den Grenzen der Region und den Grenzen des palästinensischen Volks aufhören, sondern die USA, Europa und die gesamte Welt erreichen.“

Ahmed al-Ruweidi behauptet, jede noch so kleine Veränderung am Status quo auf dem Tempelberg werde einen Weltkrieg mit „einer Milliarde Muslime“ in Gang setzen (eine merkwürdige Geringsetzung, denn Muslime neigen dazu ihre Anzahl zu übertreiben), einen Krieg, der sich nach „in die USA, nach Europa und in die gesamte Welt“ ausbreiten wird. Dieser weltweite Flächenbrand, wird uns erzählt, kann von „jeglicher Veränderung“ ausgelöst werden – einer Handvoll Juden, denen erlaubt wird still zu beten, könnte ausreichen eine Milliarde Muslime aufzupeitschen gegen die Ungläubigen in den Krieg zu ziehen.

Nabil Abu Rudeina, ein weiterer PA-Topvertreter, stellvertretender Premierminister für Information und offizieller Spreche von Abbas‘ Präsidentenbüro, hat ebenso damit gedroht, dass Beuche von Juden auf dem Tempelberg zu „Religionskrieg führen, der alles auslöschen wird“.

Wieder: Es wird wegen einer Handvoll Juden, die still den heiligsten Ort des Judentums besuchen, wo ihnen eingeschränkt gestattet wird in der Eingrenzung des Bergs herumzugehen, mit einer weltweiten Katastrophe gedroht.

Nabil Abu Rudeina sagte, die täglichen Einbrüche extremistischer Juden in die gesegnete Al-Aqsa-Moschee und ihre Plätze seien zu einer Invasion geworden und nicht zu einem Besuch. Er fügte hinzu, dass sie verurteilt werden und inakzeptabel sind.

Es gibt keine „täglichen Einbrüche“ von Juden in die Moschee; jüdische Besucher halten sich von der Moschee deutlich entfernt. Die Al-Aqsa-Moschee wird hier bewusst mit den 35 Morgen Gelände um die Al-Aqsa verschmolzen, das den gesamten Tempelberg abdeckt, wohin Juden umhergehen dürfen. Die israelische Polizei betritt die Moschee einzig bei akuter Verfolgung von Muslimen, die Felsbrocken und Sprengsätze vom Tempelberg auf jüdische Betende an der Westmauer darunter warfen oder wenn Muslime innerhalb der Moschee Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Besucher des Tempelbergs werfen.

Abu Rudeina betonte, dass der rechtliche und historische Status quo an der Al-Aqsa-Moschee bewahrt werden muss und er warnte, dass fortgesetzte Invasion aus dem Konflikt einen Religionskrieg machen würde, der sich auf alles ausdehnen wird. [WAFA, offizielle PA-Nachrichtenagentur, 6. Juni 2022]

Der Status quo ist erhalten worden; er ist kein Thema. Es gibt keine „fortgesetzte Invasion“ durch Juden, sondern eine Handvoll, die für ein paar Stunden erschienen, fünf Tage die Woche, ohne Gebetstücher oder Tefillin und denen verboten ist auch nur einen Silbe Gebet zu äußern. Mit „fortgesetzte Invasion“ bezieht sich Abu Rudeina auf die Tatsache, dass am Jerusalem-Tag 2.600 Juden den Tempelberg besuchten, eine Zahl, die er mit Entsetzen sieht. Aber diese Zahl jüdischer Besucher, beträchtlich größer als an den meisten sonstigen Tagen, war nichts im Vergleich zu den 100.000 Muslimen, die regelmäßig zum Gebet auf dem Tempelberg erschienen, die Moscheen bis an die Grenzen ihrer Kapazität füllen und auf die Promenade überschwappen. Bei einigen Gelegenheiten, so wie an Eid al-Fitr, erreicht die Zahl der jüdischen Besucher sogar 250.000; jüdische Besucher bringen es in ihren höchsten Anzahlen auf wenig mehr als 1% der Zahl der Muslime, die an Feiertagen auf dem Tempelberg erscheinen. Welche Invasion durch Juden soll das sein?

Religiöse offizielle Vertreter der PA wiederholen oft, dass die Al-Aqsa-Moschee „nur für Muslime da ist“, genauso der PA-Mufti, de höchste religiöse Autorität in der PA:

Der PA-Mufti von Jerusalem und Prediger an der Al-Aqsa-Moschee, Scheik Mohammed Hussein, sagte von der Saladin-Kanzel [Al-Ayyubi] in der südlichen Moschee: ‚Die Al-Aqsa-Moschee gehört nur den Muslimen und wir werden keiner Partnerschaft oder Teilung zustimmen. Die Maßnahmen der Besatzung werden keine rechtlichen Auswirkungen haben und die Moschee mit all ihren Teilen in ihrer Gesamtheit von 144 Dunam … gehört den Muslimen.‘“

Die Israelis stimmen nicht zu, dass der heiligste Ort des Judentums, an dem 586 v.Chr. der erste Tempel und 70 n.Chr. der zweite Tempel zerstört wurden, „nur den Muslimen gehört“. Er hat fast 3.000 Jahre im Zentrum des jüdischen religiösen Lebens gestanden. Aber glauben sie, trotz Scheik Mohammed Husseins Befürchtungen, dass die Al-Aqsa-Moschee einzig den Muslimen gehört? Nur sehr selten betritt die Polizei – niemals jüdische Besucher – die Moschee, um diejenigen festzunehmen, die entweder jüdische Besucher an der Westmauer angriffen und dann hinein fliehen oder es wurden aus dem Inneren der Moschee heraus Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Besucher auf dem Tempelberg selbst geworfen.

Angesichts solch empörender Behauptungen und Drohungen sollte die israelische Regierung vielleicht ihre Politik des Entgegenkommens ändern, wie sie von Mosche Dayan 1967 abgesteckt wurde und jüdischen Besuchern erlauben still Gebete zu sprechen, mit der klaren Verständigung, wenn solche Drohungen mit einem „Vernichtungskrieg“ weitergehen oder wenn die Palästinenser weiterhin Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Betende an der Westmauer und auf jüdische Besucher auf dem Tempelberg werfen, die Regierung ihre Politik ändern wird und Juden erlaubt auf dem Tempelberg offen ihre Gebete zu sprechen. Je mehr die Palästinenser mit „Auslöschung“ drohen, oder je mehr sie jüdische Besucher angreifen, desto mehr muss ein Widerstand der Israelis geben. Juden auf dem Tempelberg Gebete sprechen zu lassen ist etwas, das die Welt greifen und mit dem sie sympathisieren kann. Die Menschen werden fragen: „Warum sollte Juden nicht erlaubt werden an ihrem heiligsten Ort zu beten?“

In der Tat, warum sollten sie es nicht dürfen?