Landverkauf an Israelis: in der palästinensischen Autonomie ein Kapitalverbrechen

Akiva van Koningsveld, HonestReporting, 2. Februar 2021

Die palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat im Verlauf der letzten Woche Berichten zufolge ihre Kampagne gegen Geschäfte mit Israel verstärkt. Es wird gemeldet, dass Ramallah am 27. Januar die Schließung einer Zementfabrik in palästinensischem Besitz anordnete, der vorgeworfen wird mit jüdischen Gemeinden jenseits der Grenzen von vor 1967 zu kooperieren. Derweil verurteilte ein Gericht in Bethlehem einen Palästinenser wegen des Versuchs Land an einen Israeli zu verkaufen zu 15 Jahren Gefängnis-Zwangsarbeit.

In der Tat wird der Verkauf von Land in der Westbank, einschließlich dem Ostteil Jerusalems, an Juden als abscheuliches Verbrechen betrachtet, das in einigen Fällen die Todesstrafe rechtfertigt. Mit dem Verbot solcher Transaktionen, auch über Fatwas, versuchte die PA aufzuhalten, was es die „Verjudung des palästinensischen Landes“ nennt. Diejenigen, die gegen das Verbot verstoßen, sind Berichten zufolge außergerichtlich getötet worden.

Land an Juden verkaufen: ein Kapitalverbrechen

Es gibt eine Vielzahl Gesetze, unter denen die PA derzeit Bürger verfolgt, die Land an Israelis verkaufen, wobei Gerichte zahlreiche Statuten und Verordnungen in ihren Urteilen angeführt haben. Fakt ist, dass die Palästinenser von einer etwas unzusammenhängenden Mischung an Bestimmungen regiert werden, die eingeführt wurden, als Jordanien 1948 bis 1967 und später die PA mit Erlassen über die Westbank herrschte.

Bevor Israel während des Sechstage-Kriegs die Kontrolle über die Westbank übernahm, sah das jordanische Recht für den Verkauf von Land an „Ausländer“ eine fünfjährige Gefängnisstrafe vor. Noch 1973 verabschiedete das jordanische Parlament auf direkte Anweisung des verstorbenen Königs Hussein ein noch strengeres „Gesetz zur Verhinderung von Landverkauf an den Feind“, das jedem jordanischen Bürger in der Westbank ausdrücklich verbot Land an Israelis zu verkaufen.

Das Gesetz von 1973 definierte die Transaktion als ein Sicherheitsdelikt, das mit dem Tod bestraft werden kann. Straftäter riskierten zudem ihren gesamten Grundbesitz an den Staat zu verlieren. Dasselbe Gesetz verbat zudem den Landverkauf an „Ausländer“, womit Nicht-Jordanier und Nichtaraber gemeint waren, ohne dass der Ministerrat dazu die Erlaubnis gibt. Diese Bestimmung verbot praktisch Jordaniern gezielt den Verkauf von Grundeigentum an Juden.

Als Teil der Oslo-Vereinbarungen mit Israel stimmte die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) zu, dass alle mit der Friedensvereinbarung unvereinbaren bestehenden Gesetze null und nichtig sind. Viele haben darauf hingewiesen, dass jordanisches Recht mindestens zwei Bestimmungen des Paktes verletzt. Trotzdem deutete die PA kurz nach ihrer Gründung an, dass sie das jordanische Gesetz von 1973 in Bereichen unter ihrer administrativen Kontrolle weiter durchsetzt würde.

„Unser Recht ist ein jordanisches Gesetz, das wir geerbt haben … und setzt die Todesstrafe für diejenigen fest, die Land an Israelis verkaufen“, zitierte die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth Yassir Arafats Worte von 1977. Im selben Jahr behauptete der erste PA-Justizminister Freih Abu Medein: „Für uns [die Palästinenser] ist, wer immer Land an Juden und Siedler verkauft, gefährlicher als Kollaborateure. Daher“, fuhr er fort, „müssen sie vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt werden… sie sind Verräter.“

Seit den Palästinensern in der Westbank und dem Gazastreifen eine beschränkte Selbstherrschaft gewährt wurde, ist eine unbekannte Anzahl wegen Landverkaufs an ihre jüdischen Nachbarn verurteilt worden. Obwohl offizielle Zahlen fehlen, zeichnen sporadische Berichte aus den Palästinensergebieten ein düsteres Bild. Im Juni 1997, einen Monat, nachdem Abu Medein die Politik verkündete, deuteten israelische Geheimdienstberichte an, dass mindestens 16 Landverkäufer die Todesstrafe erhielten.

Die PA will nicht einfach nur die Beziehungen zu israelischen Juden verbieten. Nachdem Berichte auftauchten, dass Palästinenser Grundstücke an amerikanisch-jüdische Geschäftsleute verkauften, bestätigte die PA 2009 ihre Bindung an das Gesetz, das von vielen als rassistisch verdammt worden ist und die Transaktionen als „Hochverrat“ bezeichnet.

Obwohl klare Beweise der Praktik kaum zu finden sind, gibt es Hinweise darauf, dass die PA das Gesetz weiter ernst nimmt. 2018 verhaftete die PA 44 Palästinenser bei einer einzelnen Operation, die sich gegen solche Geschäfte richtete.

Außergerichtliche Tötungen und sozialer Druck

Manche stellen fest, dass PA-Präsident Mahmud Abbas Todesurteile nach palästinensischem Recht abzeichnen muss. Das letzte Mal, dass er dem zustimmte, war 2006. Rechtsgruppen haben die PA jedoch beschuldigt an außergerichtlichen Tötungen von Landverkäufern beteiligt zu sein. Das reicht bis zur Ersten Intifada (1987 – 1993) zurück. Nach der Gründung der PA 1994 sprach Justizminister Abu Medein beifällig von Vorfällen innerhalb dieser Periode, in der „Menschen, die Land an Israelis verkauften, als Verräter erschossen wurden“.

Gruppen wie Human Rights Watch und Amnesty International haben zusammen mit israelischen Geheimdiensten darauf hingewiesen, dass die Beteiligung der PA an diesen gesetzeswidrigen Tötungen bis heute weiter gehen. Der palästinensische Menschenrechtsaktivist Bassam Eid beschrieb in einer schriftlichen Erklärung an den UNO-Menschenrechtsrat 2019, wie palästinensische Sicherheitskräfte angeblich so weit gehen Verdächtige zu entführen, sogar solche, die sich außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs befinden und das mit dem ausdrücklichen Ziel sie zu ermorden.

Neben juristischen und physischen Bedrohungen befinden sich die Palästinenser auch unter schwerem sozialem und religiösem Druck keine Geschäft mit Juden zu machen. Mit der Ausgabe von Fatwas, islamischen religiösen Schiedssprüchen, die Muslime kennzeichnen, die palästinensisches Land an Juden als Ungläubige verkaufen, haben palästinensische Geistliche versucht diese Palästinenser in ihren Gemeinden zu ächten. Das geht bis 1935 zurück, als der virulent antisemitische ehemalige Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, den Verkauf palästinensischer Grundstücke an Juden aus religiösen Gründen verbot.

Aufgrund dieser Entscheidungen haben palästinensische Geistliche von heute es sogar abgelehnt diejenigen auf islamischen Friedhöfen zu beerdigen, denen der Verkauf von Land an Juden vorgeworfen wird. 2018 gestattete Jerusalems Oberrabbiner Aryeh Stern die Beerdigung eines palästinensischen Muslims auf einem jüdischen Friedhof, nachdem Imame den Verstobenen beschuldigten, er habe Grundbesitz an Juden verkauft. „Da die Muslime ihn nicht beerdigen wollen, müssen wir die Entstellung der Gerechtigkeit korrigieren, die in ungerechter Erniedrigung eines Mannes resultiert, dessen einzige Sünde in der Bereitschaft bestand Land an Juden zu verkaufen“, schrieb Stern.

Wie und warum landete ein Talmud-Traktat in Hitlers Bunker?

Der Daf Yomi, die tägliche Talmud-Seite, die diese Woche gelesen wird, könnte die Antwort auf eine 75 Jahre alte Frage geben. Op-ed.

David Bedein, Israel HaYom, 18. Februar 2021

Talsmud-Studium (Foto: iStock)

Eine der Nazi-Täuschungen beinhaltete die Vereinnahmung der Bräuche und Tragödien der jüdischen Geschichte.

In diesem Zusammenhang kam am Ende des Krieges ein Rätsel um die Entdeckung des Traktats Pesachim des Talmuds in Hitlers Bunker auf. Gefunden wurde es kurz nachdem der Bunker in die Hände der Alliierten fiel.

Wie kam es dazu, dass ein Traktat des Talmuds in den Händen der Nazis war? Und warum dieses Traktat? Was hätte die Nazis an diesem Traktat interessieren können?

Warum unterscheidet sich dieses Traktat von allen anderen?

Während dieses Zeitraums, als die Juden den täglichen Talmud-Studienzirkel Dav Yomi lernen, ist das studierte und gelehrte Traktat kein anderes als Pesachim, das sich um alle möglichen Aspekte von Pessah dreht, zusammen mit wichtigen Aspekten der jüdischen Überlieferung und Geschichte.

Am 16. Februar 2021 wurde im Lernzirkel Daf Yomi die Seite 87 des Traktats Pesachim gelehrt. Und ich denke, ich habe die Antwort gefunden.

Auf Seite 87b erinnert der Talmud an die Verfolgung, unter der die Juden in jeder Generation leiden, gefolgt von einer berühmten Talmduc-Beobachtung, dass Gottes Gnade den Juden gegenüber darin besteht, dass die Juden nicht nur nicht an einen Ort verbannt wurden, so dass die sie, wenn sie irgendwo verfolgt wurden, an einem anderen aufblühen können.

Der Schluss der Diskussion gibt die Worte eines prominenten Römers wieder, der sagte, er träume, dass sie in eines Tages in der Lage sein werden tatsächlich alle Juden zu töten.

Genau das war die „Vision“ der Wannseekonferenz, die vor achtzig Jahren stattfand, als Führer des Dritten Reichs zu einer Konferenz zusammenkamen, um einen Plan zur Ermordung aller 11 Millionen Juden Europas in Gang zu setzen.

Könnte es angesichts der Vorliebe der Nazis tatsächlich von jüdischen Texten zu lernen, um „den Feind zu kennen“, sein, dass es Deutsche im Bunker gab, die Pesachim 87b studierten? Wir werden es nie erfahren, aber das scheint zu passen.

Der Band des im Nazi-Bunker gefundenen Pesachim-Traktats wurde von den Alliierten an Rabbi Isaac Herzog übergeben, damals der Oberrabbiner Palästinas.

Dieser Band ist heute im Besitz seines Namensvetters Yitzhak Herzog, des Leiters der Jewish Agency for Israel, der den Auftrag hat die Juden aus den vier Enden der Erde zu sammeln und für ihre Rückkehr in ihr Heimatland in Israel zu sorgen.

Volle Offenlegung: Ich habe in den letzten 35 Jahren jeden Tag an einer frühmorgendlichen Daf Yomi-Sitzung teilgenommen.

Wenn ein Reporter, der über Antisemitismus und das Schicksal der Juden berichtet, die Gelegenheit wahrnimmt Daf Yomi zu lernen, bevor er jeden Tag zur Arbeit geht, ist Perspektive unerlässlich. Und man weiß nie, welche Geheimnisse der Talmud offenbaren kann.

Die muslimische Aneignung Mariens

Raymond Ibrahim, 21. Februar 2021

In „Vatican Mary is Catholic-Muslim Bridge“ werde ich von Juls Gomes von Church Militant interviewt.

Vatikanstadt (ChurchMilitant.com) – Die Pontificia Accademia Mariana Internazionale (PAMI) wirbt nach dem Pakt von Abu Dhabi zwischen Papst Franziskus und dem Großimam der Al-azhar, Ahmed Al-Tayyeb, für die Gesegnete Jungfrau als Brücke, die den Islam und den Katholizismus miteinander versöhnt.

Am Donnerstag startete die Marienakademie in Rom eine zehnwöchige Webinar-Serie mit dem Titel „Maria, ein Vorbild für Glauben und Leben für die Christenheit und den Islam“ in Zusammenarbeit mit der Großen Moschee in Rom und dem Islamischen Kulturzentrum Italiens.

Auf der Grundlage des Glaubens, dass Maria „eine jüdische, christliche und muslimische Frau“ ist, versucht Fr. Gain Matteo Roggio, der Organisator der muslimisch-christlichen Dialogserie die Gottesmutter Maria als Vorbild für „ offene Grenzen“ zwischen religiösen und multikulturellen Welten zu mobilisieren.

Maria antwortet „auf die genetischen Codes von Judentum, Christentum und Islam“, bestätigt Roggio, Mitglied des religiösen Ordens der Missionare unserer Jungfrau von La Salette mit einem Text in der italienischen liberalen katholischen Zeitschrift Famiglia Cristiana.

Der Islam-Historiker Raymond Ibrahim sagte gegenüber Church Militant: „Diese Serie ist ein weiterer Versuch die Katholiken zu überzeugen, dass der Islam irgendwie ihrem eigenen Glauben ähnelt, obwohl der Islam sich in Wirklichkeit die Namen und heiligen Auren biblischer Personen aneignet, sie aber dann mit völlig anderen Merkmalen umdichtet – einer, die den Islam als den „wahren“ Glauben bestätigt.

Ibrahim, ein erfolgreicher Autor, aktuell mit dem Bestseller Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War Between Islam and the West, erklärte:

Zum Beispiel bestehen die Organisatoren der Serie darauf, dass Maria eine „jüdische, christliche und muslimische Frau“ war, was nur zu zwei Dritteln stimmt. Ja, sie war Jüdin durch ihre Rasse und ihren Hintergrund; und ja, sie war Christin in dem Sinn, dass sie buchstäblich Christ(entum) gebar, aber sie war gewiss keine Muslima – ein Begriff und eine Religion, die es bis 600 Jahre nach dem Ende ihres irdischen Lebens gar nicht gab.

„Schlimmer ist: Weit davon entfernt die Ewige Jungfrau zu sein, wie sie das für 1,5 Milliarden Christen – Katholiken und Orthodoxe – ist, präsentiert der Islam Maria, die Mutter Christi, als im Paradies mit Mohammed ‚verheiratet‘ und mit ihm ‚kopulierend‘“, gab Ibrahim preis.

In einem Artikel für das Frontpage Magazine mit dem Titel „Mohammed und die Jungfrau Maria: Eine im Himmel geschlossene Verbindung?“ zitierte Ibrahim einen Hadith (islamische kanonische Tradition), in dem Mohammed, der Prophet des Islam, erklärt: „Allah wird mich im Paradies mit Maria, der Tochter Imrans, verheiraten.“

Weit davon entfernt die Ewige Jungfrau zu sein präsentiert der Islam Maria, die Mutter Christi, als im Paradies Mohammed „verheiratet“ und „kopulierend“. (Tweet)

Wenige Christen wissen von dieser Behauptung, aber mittelalterliche Christen, die unter islamischer Besatzung lebten, waren damit vertraut, weil ihre muslimischen Eroberer sie mit diesem Text regelmäßig demütigten, um den Anspruch der Kirche auf Marias ewige Jungfräulichkeit zu widerlegen, schreibt Ibrahim.

Fakt ist: Ägyptens ehemaliger stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen, Dr. Salem Abdul Galil, erklärte offen, dass unter anderen biblischen Frauen wie Moses‘ Schwester und Pharaos Frau „unser Prophet Mohammed – Gebete und Friede sei mit ihm – im Paradies mit (der Jungfrau) Maria verheiratet sein wird“.

Ibrahim bekam ein arabisches Video mit Galil, der dies im Fernsehsender Mahwar erklärte.

„Weit davon entfernt ‚Gemeinsamkeiten‘ zu schaffen, sollte klar sein, dass solche Aneignung Konflikt schafft“, sagte Ibrahim gegenüber Church Militant.

Maria ist eine jüdische, christliche und muslimische Frau. Der erfolgreiche Autor führt näher aus:

Stellen Sie sich über Analogie vor, dass Sie einen Großvater haben, den sie besonders mögen und aus heiterem Himmel sagt ein Fremder: „Hey, das ist mein Großvater!“ Dann – damit Sie nicht glauben, dieser Fremde versuche irgendwie Ihr Freund zu sein – fügt er hinzu: „Und alles, was du über Großvater zu wissen glaubtest, ist falsch!“ Würde das diesem Fremden Ihre Zuneigung verschaffen?

Die Webinare werden während des Monats Ramadan im Konferenzraum der Großen Moschee von Rom mit „Marias Datteln“ enden – ein Verweis auf die Frucht der Dattelpalme und ein Vers aus dem Koran (Sure 19,22-26).

Die Verse beschreiben, wie Maria angeblich getrieben durch ihre Geburtswehen, zum Stamm einer Dattelpalme getrieben wurde, wo eine Stimme aus dem Himmel sagte: „Schüttle den Stamm dieser Palme auf dich zu, er wird frische, reife Datteln auf dich fallen lassen. Also iss und trink und ruhe dein Herz aus.“

Roggio hofft, dass die Reihe in der Moschee, sobald die Sonne untergeht, mit einem Mahl aus Freundschaft und Bruderschaft zu Ende geht, als greifbarer Pakt des Bundes für den Dienst am gemeinsamen Guten für alle.

Das, schreibt Roggio, ist Gehorsam gegenüber dem, was das Abu Dhabi-Dokument als „Auffassung der großen göttlichen Gnade, das aus allen Menschen Brüder macht“, versteht.

Die Vorträge der Reihe werden gemeinsam von katholischen und muslimischen Rednern gehalten, die „Dialog, Wissen und Zusammenarbeit“ zu Themen wir „Maria, eine Frau des Glaubens“ sowie Gebet, Reinheit, Gastfreundschaft, Gewaltlosigkeit, Bußfertigkeit, Fasten und Staatsangehörigkeit anstrebt.

Zu den Mitorganisatoren der Reihe gehören über den Lehrstuhl Dun Scotus für Marienstudien die Päpstliche Universität von St. Anton (Antonianum) sowie die Internationale Islamisch-Christliche Marien-Kommission.

Doppelt aufgedeckt: Wo der BDS-Aktivismus auftaucht, kommt der Antisemitismus hinterher

Lay of the Land, 24. Mai 2020

Die Bewegung Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) will den jüdischen Staat delegitimieren, während an ihn zugleich andere Maßstäbe angelegt werden als an den Rest der Welt.

Sie gibt sich als gewaltfreie Bewegung zur Unterstützung der Rechte der Palästinenser, aber für ihre Gründer und Führer ist sie ein Mittel dem Staat Israel das Ende zu bereiten. Jedes Jahr versucht BDS während der Israel Apartheid Week (IAW) – einer Woche, die antiisraelischen Aktivitäten an Universitäten in der ganzen Welt gewidmet ist – Israels Vernichtung anzustreben, während sie versucht die Öffentlichkeit so zu täuschen, dass sie glaubt, die Bewegung stehe für Menschenrechte ein. Dieses Jahr bleibt den Studenten diese Schädigung durch Covid-19 erspart, wahrscheinlich das einzig Positive, was die Pandemie mit sich brachte.

Das Mentekel. Die riesige israelische Flagge an den Stufen des Hauptgebäudes der Universität von Kapstadt in der IAW 2018 wurde rot beschriftet, um Blut heraufzubeschwören. Die  Schrift lautet: „Apartheidstaat, Blut klebt an deinen Händen“. Das war eine der vielen Einschüchterungstaktiken, denen jüdische Studenten an Universitäten in Südafrika sich gegenüber sehen mussten. An der Universität Wits in Johannesburg wurden Parolen wie „F*** Zionism“, „F***  Israel“, „Israel ist schwarzenfeindlich“ und „Zionismus ist Rassismus“ überall auf dem Campus gesprüht.

Wofür steht BDS dann wirklich? Sie können zwar ihre Forderungsliste auf https://bdsmovement.net/call ansehen, aber im Wesentlichen erklären sie, dass die einen Boykott Israels beibehalten werden, bis es allen palästinensischen Flüchtlingen das „Rückkehrrecht“ einräumt – d.h. bis zum Ende Israels.

BDS-Mitgründer Omar Barghouti erklärt die wahren Auswirkungen des von seiner Organisation geforderten „Rückkehrrechts“:

„Wenn die Flüchtlinge zurückkehren, wird es KEINE Zweistaatenlösung geben. Ein palästinensischer Kommentator formulierte es so: ‚Dann gibt es ein Palästina neben einem Palästina, statt eines Palästina neben Israel.‘“

Ein Mann, der meint, was er sagt. Man muss sich nur die Worte von BDS-Mitgründer Omar Barghouti ansheen, um die Wahrheit hinter der Fassade der Lügen offenzulegen: Wir sind definitv, absolut gegen einen jüdischen Staat auf irgendeinem Teil Palästinas. Kein Palästinenser, rationaler Palästinenser, kein Verräter-Palästinenser wird jemals einen jüdischen Staat in Palästina akzeptieren.“

Um es deutlicher zu sagen: Wenn die palästinensischen Flüchtlinge und Millionen ihrer Nachkommen in die Häuser zurückkehren sollten, die sie 1948 verließen – ein Recht, das keiner anderen verlegten Bevölkerung eingeräumt wird, auch nicht den Juden aus Nordafrika und dem Nahen Osten, und gewiss nicht ihren Nachkommen – dann würde es kein Israel, keinen jüdischen Staat, keine jüdische Selbstbestimmung mehr geben.

Herr Barghouti – und die BDS-Führung – glauben nicht, dass das jüdische Volk das Recht hat einen souveränen Staat wo auch immer im Land zwischen Jordan und Mittelmeer zu haben.

Die globale BDS-Bewegung – sowohl durch ihre Ziele wie ihre Taktiken – ist direkt gegen eine wirklich gerechte und friedliche Lösung. Nach jedem der fünf großen Kriege, die allesamt von den Arabern/Palästinensern begonnen und dann verloren wurden, war Israel bereit um Frieden und Grenzen zu verhandeln, aber die Palästinenser lehnten alle Ouvertüren ab. Wann immer Waffenstillstände in Kraft gesetzt wurden, wurden sie von den Palästinensern nur als Vorwand eingehalten sich wieder zu bewaffnen und die nächste Runde ihres nie endenden Konflikts vorzubereiten.

Jeden März startet die BDS ihre berüchtigte IAW (Israel Apartheid Week) an Universitäten in aller Welt. „IAW“ ist der Höhepunkt einer Jahre andauernden Aktivität an Universitäten, während die BDS und ihre Anhänger eine antiisraelische, antisemitische und antizionistische Agenda propagieren, die einen breiten Boykott Israels fordert. Ihre antisemitischen Wurzeln und Rhetorik sollte allen demokratischen Gemeinschaften Sorge bereiten.

BDS produziert regelmäßig antiisraelische Inhalte, darunter veröffentlichte Briefe, Artikel, Broschüren und Kampagnen in sozialen Medien, die alle durch ungenaue, nicht verifizierte und falsche Berichterstattung mit Fehlern behaftet sind. Dadurch, dass Israel als schlimmer als Nordkorea, der Iran und Syrien behandelt wird, unterlässt BDS faire oder ausgewogene Kommentierung. Ihre Äußerungen, die fordern Israel solle „internationales Recht und universelle Prinzipien der Menschenrechte einhalten“, untergraben ihre Glaubwürdigkeit durch die ihr fehlende Erwartung der Einhaltung durch die angeführten und andere Länder; deren Menschenrechtsbilanz grauenhaft ist. Die absolute Einseitigkeit von BDS gegen Israel wird dadurch offenbart, dass die Welt die dringendsten Menschenrechtsprobleme ignoriert.

Selektive Moral. Palästinensergebiet im Flüchtlingslager Yarmuk in Syrien 2018 nach schwerem Beschuss lockt kein Interesse von BDS, weil die Verursacher der Notlage keine Juden oder Israelis sind. (Foto: Louai Beshara/AFP via Getty Images)

BDS ist eine Organisation, die von antiisraelischen und antijüdischen Dämagogen bemannt wird, die keine Rolle bei irgendeiner Lösung der Situation zwischen Israel und den Palästinensern haben dürfen.

Das Konzept der Boykotte, De-Investitionen und Sanktionen gegen Israel ist nicht neu. Vor der Gründung der BDS musste Israel um seinen Platz in der globalen Wirtschaft kämpfen, während es von den arabischen Staaten der Welt boykottiert wurde. Weil ihre Bemühungen es nicht schafften Israels robuster, exportorientierter Wirtschaft zu schaden, greift BDS auf ein widerwärtiges Niveau der anstößigen und schmähenden Beschimpfungen zurück.

Für diejenigen, die daran erinnert werden müssen – Israel gründet auf einer Reihe jüdischer Werte:

  • Menschenwürde
  • Heiligkeit des menschlichen Lebens
  • Menschenrecht Bildung
  • das Ideal des Weltfriedens
  • Gerechtigkeit für alle
  • soziale Verantwortung

Auf dieser Grundlage ist Israel in der Lage gewesen eine florierende Wirtschaft aufzubauen, führenden internationalen Wirtschaftsorganisationen wie der OECD beizutreten und einer der führenden Innovatoren in Hi-Tech, Bio-Tech, medizinischem Fortschritt und Sicherheit zu werden.

Wo BDS-Aktivismus hingeht, folgt Antisemitismus. Es hat eine beunruhigende Zunahme antisemitischer Vorfälle an südafrikanischen Universitäten gegeben, wo BDS am aktivsten ist. Unter den berichteten Vorfällen befinden sich Schikanen und antisemitischer Vandalismus. Erst vor einem Jahr erlebte die UCT (Universität Kapstadt) Vandalismus, bei dem während der „Israel Apartheid Week“ eine gestohlene israelische Flagge entstellt wurde. Diese Aktionen verstoßen gegen die Gesetze der südafrikanischen Verfassung gegen die Verbreitung von Hass.

Das Angesicht des Bösen. So wurden jüdische Studenten begrüßt, die die Haupthalle der UCT betraten. Ist das etwa keine Einschüchterung der schlimmsten und gefährlichsten Sorte?

Das entstehende Bild ist beunruhigend. Neben der antisemitischen BDS-Strategie zur Delegitimierung einzig des jüdischen Staates und an ihn andere Standards anzulegen als an den Rest der Welt, versteckt die Bewegung sich hinter dem Argument, das sei nicht antisemitisch, sondern „antizionistisch“, während man versucht den Unterschied zwischen den beiden Konzepten zu verwischen. Das jüdische Recht auf Selbstbestimmung wird ignoriert, während man ihre verdrehte Definition von Zionismus als „kolonialistische“ Politik propagiert, die danach trachtet „die Kontrolle von Land und Ressourcen zu übernehmen und die Palästinenser zwangsweise zu entfernen sowie ‚ethnische Säuberungen‘ zu betreiben“.

Schlimmer noch: Man schreibt jede Erscheinungsform jüdischer Identität um, die nicht ins Propagandabild passt; und stellt Juden mit den alten Kolonialmächten und dem früheren Apartheidregime in Südafrika auf eine Stufe. Ich war dem bei einer Podiumsdiskussion zu Israel persönlich ausgesetzt, an der ich 2016 an der Universität Kapstadt (UCT) teilnahm.

Südafrikanische Graffiti. ‚Menetekel‘, als an der Universität Kapstadt in  Südafrika Bilder von Hitler und Hakenkreuzen auf Säulen gesprüht wurden; 18.  März 2015 (Foto: SAUJS-Cape Town)

Das war schockierend; schlimmer, es war furchterregend!

Mit antiisraelischen Aktivisten wie dem Antikriegs-Aktivisten und Autor Terry Crawford-Browne und dem ehemaligen Geheimdienst-Minister Ronnie Kasrils auf dem Podium ging es in der Diskussion weniger um Israel als gegen Israel. Von den Podiumsteilnehmern kamen typische Unwahrheiten, darunter:

  • „Israel wurde von kolonialistischen Juden gegründet, die den bestehenden Palästinenserstaat zerstörten.“
  • „Von der IDF wurden unschuldige Palästinenser ermordet.“
Der Versuch die Leute hinters Licht zu führen. Der  hitzige BDS-Vertreter Terry Crawford Browne führte am 21. September 2015 in Kapstadt einen fehlgeschlagenen Protest gegen den Einzelhandels-Riesen Woolworth wegen Handels mit Israel an.

Ich hob die Hand um etwas zu sagen, wurde aber von dem offenkundig voreingenommenen Moderator ignoriert; als eine junge Studentin im Publikum – vermutlich unbekannt – zu Wort kam und mutig einige der ungeheuerlichsten Vorwürfe der Podiumsteilnehmer widerlegte, wurde ihr vom Publikum mit stürmischer Feindseligkeit und Hohn begegnet. Es war einschüchternd. Das Klima des Hasses und Antisemitismus bei der Versammlung, getarnt als Antizionismus, war nichts, das ich in Südafrika zuvor persönlich erfahren hatte. Leider ist diese Art von Verhalten an Universitäten weltweit üblich.

Solche Campus-Aktivitäten vermitteln auf gefährliche Weise die Botschaft, dass gegenüber Unschuldigen mit anderer Sichtweise gewalttätig zu werden gerechtfertigt und akzeptabel ist. Tatsächlich gefährdet das die Sicherheit anderer Studenten. Diese Manifestationen aus Lügen und Verdrehungen scheinen in unseren Tagesmedien auch eine Gefahr für jeden Studenten in Südafrika darzustellen; durch die Aufstachelung anderer, dass sie körperliche Schäden zufügen oder Immobilien beschädigen.

Seit die palästinensische Zivilgesellschaft 2005 eine Kampagne zu Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) gegen Israel forderte, brachte der Oberste iranische Revolutionsführer Ali Hosseini Khamenei das vor kurzem auf ein neues Niveau, als er die muslimische Welt dazu drängte alles und jedes zu boykottieren, was vom jüdischen Volk stammt.

Barghouti ignoriert die allgemein akzeptierte Wahrheit, dass zwar Kritik an irgendeinem Land der Welt legitim, BDS-Kritik an Israel aber grundlegend und prinzipiell antisemitisch ist.

Die wahre Gestalt

Während die Wahrheit über den Nahost-Konflikt durchsickert und die sorgfältig aufgebaute BDS-Fassade entlarvt wird, wird ihr wahrlich antisemitischer Charakter offengelegt.

Ein Beispiel dafür ist Norman Finkelstein, eines der Aushängeschilder der BDS, den die Organisation nach Südafrika brachte, um ihre Kampagne gegen Israel zu stärken. In einem Interview mit Frank Barat am Imperial College in London im März 2012 war Finkelstein, immer noch kritisch Israel gegenüber, zumindest ehrlich genug, die wahren Absichten der BDS zu offenbaren, die hinter ihrer arglistig gefertigten Fassade steckt; er tat es mit dieser Äußerung, die den BDS unterstützenden Interviewer überraschte:

„BDS ist nichts anderes als ein Kult… Das Problem mit diesen Solidaritätsbewegungen ist, dass sie ein Spiegelbild der sogenannten palästinensischen Autonomiebehörde sind, deren Mittel niemals ihr Ziel erreichen werden, das in der Vernichtung Israels besteht. … Tretet aus eurem kleinen Kult aus, aus eurem kleinen Ghetto und betrete die reale Welt. Ich werde nicht lügen, ihr wollt nicht das Gesetz durchsetzen, ihr wollt Israel vernichten. Dass ihr euch auf Israels Minderheiten konzentriert und nicht auf das Leid der 10 Millionen anderen Minderheiten im gesamten Nahen Osten und andernorts, ist ein Hinweis darauf, was für Heuchler ihr seid. Israel hat einen Anspruch und ich bin es nach so vielen Jahren müde über diese Lügen nachdenken und auf sie antworten zu müssen.“

Beschimpfung von BDS. Berüchtigt für seine antiisraelischen Aktivitäten und sein Buch über die „Holocaust-Industrie“ sorgte Norman Finkelstein für einiges Aufsehen in der Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS), als er in einem Interview vom Script abwich, das den BDS unterstützenden Interviewer sprachlos machte.

Im Lauf der Zeit wird durch deren eigenes Tun und Reden das wahre Gesicht der BDS-Bewegung als hasserfüllte Organisation offenbart, die Lügen und Verzerrungen verbreitet, um ihre Ziele zu verfolgen. Das gewünschte „Ziel“ ist das Ende Israels.

Das dürfte die zunehmende Zahl von BDS-Anhängern erklären, die diese Vorwände durchschauen und die destruktive Botschaft der Organisation ablehnen.

Keine Objektivität bitte, wir sind Linke

Daniel Greenfield, Sultan Knish, 17. Februar 2021

Die amerikanische Linke war noch nie so in die Wissenschaften und die Expertenklasse verliebt, von der sie behauptet sie würde sie überflüssig zu machen. Jede ihrer Obsessionen gewinnt den Schein der Legitimität, wenn sie im Satz irgendwo „laut den Wissenschaften“ einfügt, dem gewöhnlich ein „mach dies“ oder „wenn du nicht“ vorausgeht.

Und doch gibt es in China großes Interesse an den Wissenschaften, aber in Amerika ist sie auf dem Weg aus ihnen hinaus.

Die MINT liegen auf dem Hackblock der sozialen Gerechtigkeit, unter Belagerung auf und außerhalb der Universitäten mit Forderungen nach Gleichheit und Diversität, die sich auch in weniger Wissenschaft und mehr soziale Gerechtigkeit übersetzt. Wissenschaften werden von Soziale-Gerechtigkeit-Trupps als das Werk toter weißer Männer verurteilt und die neue linke Ideologie lehnt die Vorstellung ab, dass die Summe von 2 und 2 sich konsequent zu irgendetwas aufaddiert – außer zu systemischem Rassismus.

Öffentliche Schulen in Seattle behaupten, dass westliche Mathematik „benutzt wird, um farbige Menschen und Gemeinschaften zu entrechten“. Ein Professor für Bildung der University of Illinois beharrte drauf, dass „Mathematik selbst als Weiß sein wirkt“.

„Unsere Forschungsarbeiten werden zu Veröffentlichungen in den Medien, Büchern und Gesetzen, die schwarzenfeindliche Narrative verstärken. In den MINT schaffen wir Technologien, die jeden Teil unserer Gesellschaft beeinflussen und regelmäßig zu Waffen gegen Schwarze gemacht werden“, insistierte Shut Down STEM [Schafft MINT ab]. „Die Beweise für systemischen Rassismus in den Wissenschaften durchziehen diese Nation“, behauptete die Zeitschrift Science.

Das den Wissenschaften innewohnende Problem ist, dass sie Objektivität benötigen. Und Objektivität ist das, was Linke aus demselben Grund hassen, weshalb jeder Kult das tut. Objektivität behauptete, dass wir die Wahrheit finden können, indem wir in jedem Bereich vom Journalismus bis zur Teilchenphysik von unseren Überzeugungen und Emotionen einen Schritt zurück tun.

Die Linke besteht darauf, dass wir unsere Voreingenommenheiten nicht durch Objektivität überschreiten, sondern durch Subjektivität.

Der politisch korrekte Weg die Wahrheit zu entdecken, besteht darin das eigene weiße Privileg zu begreifen und die Geschichte der menschlichen Zivilisation zu dekonstruieren, nicht in der Suche nach Belegen oder Beweisen.

Die Wahrheit kommt nicht durch objektive Fakten, sondern durch subjektive, „gelebte Erfahrungen“ unterdrückter Minderheiten, deren Leiden als Offenbarung der Wahrheit wirkt. Das ist nicht die Wahrheit im wissenschaftlichen Sinn, sondern im religiösen Sinn, wobei die Minderheiten als Märtyrer uns mit ihrem Leiden unsere Sünden offenbaren.

Um objektiv zu sein, darauf bestehen Linke, muss man einfach nur die eigenen Vorurteile ablehnen und die wichtige Arbeit der Überprüfung des eigenen weißen Privilegs als Reaktion auf die Offenbarung des Leids von Minderheiten in Amerika prüfen.

Wenn aber Objektivität unmöglich ist und wissenschaftliche Objektivität nur Weiß sein und Kolonialismus bedeutet, dann ist die einzige legitime Objektivität die, die behauptet, dass linke Überzeugungen und Werte absolut wahr sind. Die Sowjetunion versuchte die Wissenschaften zu kontrollieren und stützte Lyssenkoismus, weil dieser eine Vision der Wissenschaften anbot, wie die kommunistische Hierarchie sie haben wollte, statt dem, was sie war, während Regelungstechnik unterdrückt wurde, weil sie eine Vision der Realität bot, die die Partei als Bedrohung empfand.

Kommunistische Bosse mochten die Vorstellung eines einfach zu formenden Landwirtschaftssystems, mochten aber die Vorstellung nicht, dass Roboter Arbeiter ersetzen. Die tatsächlichen Wissenschaften spielten gegenüber den ideologischen Einseitigkeiten ignoranter Ideologen eine untergeordnete Rolle, denn diese waren überzeugt, dass sie bereits Zugang zu einer höheren Wahrheit hatten.

Klingt das bekannt?

Der Kalte Krieg stellte westliche wissenschaftliche Objektivität gegen östliche ideologische Subjektivität. Und die Objektivität gewann. Sie gewann in einem solchen Ausmaß, dass die Wissenschaftler in Moskau oder Schanghai sich nicht darum kümmerten ideologische Texte wie die Artikel Stalins oder die Sprüche Maos zu konsultieren, bevor sie forschten.

Aber im Westen stirbt die Objektivität weg.

Beschuldigungen des „Weiß seins“ sind für die akademische Welt Amerikas das, was die Denunzierung von Reaktionären, Kosmopoliten oder Idealismus für sowjetische Wissenschaftler waren. Diese Signale dienen derselben Funktion; sie warnen Wissenschaftler, dass sie sich auf ideologisch gefährlichem Terrain bewegen, wenn sie nach der Wahrheit suchen.

Warum also behauptet die Linke die Wissenschaften zu lieben, wenn sie sie hasst und von ihr bedroht wird?

Der Marxismus begann als verfälschte Nachahmung einer Pseudo-Wissenschaft. Die Zeit und zahllose Überarbeitungen haben ihn in keiner Weise verbessert. Die Linke liebt die Idee der Wissenschaften, solange sie ihre Agenden widerspiegelt und bleibt ihren verrückten Ideen untertan. Lassen Sie einfach die Objektivität raus.

Derselbe Krieg tobt im Journalismus.

„Der amerikanische Blick aus dem Nichts, besessen von ‚Objektivität‘, Journalismus von beiden Seiten, ist ein gescheitertes Experiment. Wir müssen die Normen unseres Feldes grundlegend zurücksetzen. Der alte Weg muss weg. Wir müssen unsere Industrie umbauen, zu einer, die von einem Ort moralischer Klarheit aus agiert“, geiferte Wesley Lowery von der New York Times.

Moralische Klarheit ist das, was auch kommunistische Apparatschiks wollten. Ihre Moral und ihre Klarheit.

Die Gegensätzlichkeit von moralischer Klarheit und Objektivität behauptet, dass wir entweder moralisch oder auf der Suche nach der Wahrheit sein können, aber nicht beides. Moralische Klarheit fordert bedingungslose Treue gegenüber einem Glaubenssystem. Und das Glaubenssystem muss durchdringen, welche Arbeit auch immer wir tun, ansonsten ist unsere Arbeit unmoralisch.

Diese durch und durch kommunistische Idee war in Amerika einst in bestimmte kulturelle und akademische Randgewässer verbannt, wird aber heute zunehmend zentrale Bedingung dafür im öffentlichen Leben zu agieren.

Das ist der Grund, weshalb Unternehmen sich beeilt haben absurde Erklärungen abzugeben, die Black Lives Matter beipflichten.

Moral kommt in linker Ideologie aus der Politisierung von allem, weil der zentrale Kampf der Menschheit, der früher ein Klassenkampf war und derzeit ein Rassenkampf ist und morgen ein sexueller sein könnte, der alles in einem pseudoreligiösen Kampf um die Erlösung der Menschheit durchdringt.

Apolitisch oder objektiv zu sein bedeutet die Offenbarung zu leugnen, dass wir uns alle dem Kampf anschließen müssen.

Es steht mehr auf dem Spiel als abstrakte Ideen. Das Vermächtnis der Aufklärung trennte die individuelle Moral von der objektiven Wahrheit. Moral wurde persönlich und gemeinschaftlich statt kollektiv und diese Überzeugungen wurden umso wertvoller, wenn man sich mit einem Universum konfrontiert sah, das sie nicht immer widerspiegelte. Die Reaktion auf dieses Universum zerstörte den Glauben einiger und erhielt den Glauben anderer. Und manche derer, die ihren Glauben verloren, nutzen falsche Begründungen, um einen anderen zu erfinden.

Das ist die Herkunft der Linken. Ihre Ideen wollten eine kollektive Moral, die die Realität miteinander verschmilzt, indem sie darauf bestand, dass sie die Prinzipien entdeckt hatte, die aus der Welt ein Utopia machen würden.

Die Verführung des pseudowissenschaftlichen und pseudoreligiösen Kults der Linken besteht darin, dass sie Theokratie ohne Gott anbietet. Ihre Anhänger glauben, dass sie für eine moralische Ordnung kämpfen, die absolut wahr ist und dass die Unterwerfung unter diese moralische Ordnung die Konflikte der Theodizee lösen wird, ein moralisches Universum wieder herstellt, das mit unseren moralischen Ansichten übereinstimmt. Das ist die tragische Lüge der Linken.

Das utopische Himmelreich kommt nie an. Je schlimmer die Dinge werden, desto mehr muss die Gesellschaft wegen ihrer sozialen Sünden von ihren üblen Sitten gesäubert werden. Die Ideologie der Zeit vor der Revolution reduzierte soziales Versagen auf eine einzige Grundursache, aber selbst wenn die Revolution kommt und die Grundursache des Klassenkampfs oder des Rassismus beseitigt sind, beginnt das System jemand anderes zu jagen, um ihm Schuld zuzuschreiben.

Das ist das, was wir derzeit durchleben.

In ihrer pseudoreligiösen und pseudowissenschaftlichen Torheit glaubt die Linke, dass Leiden – das ihrer Klassen- oder Rassen-Märtyrer oder der festgelegten Unterdrücker – die Wahrheit darstellt. Sie greift die Wissenschaften an, indem sie darauf besteht, dass das Leiden der Arbeiterklasse oder von farbigen Trans-Leuten eine Wahrheit darstellt, die über die mangelhaften Schlussfolgerung des menschlichen Geistes hinausgeht, vor der jeder niederknien muss.

Wahrheit, erzählt sie uns, kommt aus Empathie und Schuld, nicht daher, dass man einen Schritt Abstand von seinen Emotionen nimmt.

Wie wir uns angesichts von etwas fühlen, kann eine moralische Wahrheit darstellen. Aber was wir deswegen unternehmen, erfordert objektives Denken. Die Ablehnung dieser Realität durch die Linken ist der Grund weshalb sie am Ende immer versagt.

Die Linke nutzt das Elend anderer für Macht und Ego aus. Sie will keine Antworten. Sie will Idealismus in Hass, Angst und Schuldgefühle verwandeln. Das ist der Grund dass sie die Wahrheit hasst. Ihre Verfälschung von Religion und Wissenschaften ist eine Lüge und ihre Propheten und Experten erklären ihr Versagen nie.

Objektivität ermöglicht einer moralischen Gesellschaft ihre Probleme zu lösen. Die Linke befindet sich mit der Objektivität im Krieg, weil sie nicht will, dass diese Probleme gelöst werden. Objektivität würde ihr die Macht wegnehmen.

Gazaner unterstützen das Töten von jüdischen Zivilisten

First One Through, 12. Februar 2015

Der Internationale Strafgerichtshof beschloss letzte Woche, er habe die Zuständigkeit gegen Israel wegen seines Handelns im Gazastreifen und der Westbank zu verhandeln. Israel bestreitet diese Behauptung, da es kein Mitglied des ICC und die PA kein Staat ist, also nicht die Möglichkeit haben dürfte in einem solchen Forum Ansprüche zu stellen.

Die PA hat den ICC aufgefordert gegen Israel wegen Kriegsverbrechen zu ermitteln, insbesondere wegen Israels Handeln während des Gazakriegs von 2014. Die PA hofft mit ihrem Tun an zahlreichen Fronten zu gewinnen, sowohl gegen Israel, als auch ihre politischen Rivalen im Gazastreifen, die Hamas.

Die Hamas ist von den USA, Israel und mehreren Ländern als Terrororganisation eingestuft worden. Ihre Gründungscharta von 1988 bleibt das antisemitischste herrschende Dokument, das je geschrieben wurde, einschließlich Nazideutschlands in den 1930-er Jahren. Davon unbeeindruckt wählten die Palästinenser die Hamas 2006 mit dieser Charta zur größten Parlamentsfraktion, in der Hoffnung Israel zu vernichten, als der im Jahr 2000 begonnene Zwei-Prozent-Krieg/Zweite Intifada dem Ende zuging.

Der Durst der Menschen im Gazastreifen nach jüdischem Blut hat sich nicht verringert. In der jüngsten palästinensischen Meinungsumfrage, die am 15. Dezember 2020 durchgeführt wurde, antworteten bemerkenswerte 77% der Gazaner, dass sie bewaffnete Angriffe auf israelische Zivilisten innerhalb Israels sehr stark (30,8%) und stark (45,9%) unterstützen. Die Tatsache, dass eine solche Frage überhaupt gestellt werden kann, sollte als Aufstachelung zu Gewalt und ein Verbrechen gegen die Menschheit betrachtet werden. Dass mehr als drei Viertel der Gazaner Juden innerhalb Israels zu töten unterstützt, sollte jede Diskussion über die Natur der herrschenden Hamas und der Menschen, die im Gazastreifen leben erledigen.

Ergebnisse der PCPRS-Umfrage 78 vom Dezember 2020. Die erst Spalte zeigt die Gesamtergebnisse, die zweite zeigt die Ergebnisse aus der Westbank und die letzten Spalte ist der Gazastreifen.

Die Vereinten Nationen und linken Medien sagen fälschlich aus, dass die Gazaner auf Gewalt „zurückgreifen“ und dass Raketenfeuer aus dem Gazastreifen nach Israel „willkürlich“ sei, aber der Wille der palästinensischen Araber ist eindeutig: Ihr Ziel lautet jüdische Zivilisten zu töten. Die angemessene Antwort von Israel – und vom ICC, sollte er der Sache nachgehen – ist auch uneingeschränkt deutlich.

Internationaler Strafgerichtshof führt Verfahren gegen Israel, weil nirgendwo sonst anderes Schlimmes passiert

The MidEast Beast, 10. Februar 2021

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Die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs hat beschlossen zu untersuchen, ob wegen des Kriegs mit dem Gazastreifen 2014 und seiner fortgesetzten Präsenz in Judäa und Samaria gerichtliches Vorgehen gegen Israel weiter verfolgt werden soll. Der Grund: „Wir können uns keinen Ort auf de rWelt vorstellen, an dem irgendetwas Schlimmers vorgeht.“

Das Gericht verkündete letzte Woche, es werde auf Anfrage der palästinensischen Autonomiebehörde  ein Gerichtsverfahren eine Klage verfolgen, nachdem eine Petition von ISIS wegen „Enthauptung von Ungläubigen als Menschenrecht“ abgelehnt wurde. Mehrere Staaten haben sich für die mögliche strafrechtliche Verfolgung ausgesprochen; sie sagten es wäre eine willkommene Ablenkung von all den echten Kriegsverbrechen, die sie begehen. Der syrische Diktator Baschar al-Assad sagte, er sei dankbar, dass Israel für die Errichtung von Checkpoints in der Westbank zur Rechenschaft gezogen werde, weil das bedeutet, dass er einstweilen weiterhin Saringas gegen Zivilisten einsetzen könne.

Der israelische Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit veröffentlichte ein 34 Seiten starkes Memo, mit dem er erklärte, dass der ICC nicht zuständig sei, weil Israel keinen der betreffenden Verträge unterschrieben hatte und dass Palästina genauso das juristische Recht habe Namia oder Mordor zu verklagen. Manche Israelis haben sich besorgt zu Haftbefehlen geäußert, die gegen Soldaten und Offiziere in europäischen Staaten ausgegeben werden könnten, was es Juden erschwert zum ersten Mal frei durch Europa zu laufen, ohne Probleme zu bekommen.

The MidEast Beast fragte, ob jemand das Gefühl hatte, der ICC könne seine Ressourcen besser einsetzen, aber uighurische Muslime, Nordkoreaner und Schwulenpaare im Gazastreifen waren für Kommentare nicht erreichbar.