Es ist nicht die „Besatzung“, es sind die Juden

Israel zog vor 13 Jahren aus dem Gazastreifen ab, aber bis heute haben die Palästinenser dort eine zivile Regierung nicht zur Priorität gemacht * Warum werden die Ägypter, die ihre Grenzübergänge zum Gazastreifen genauso überwachen wie Israel, nicht beschuldigt Besatzer zu sein?

Dror Eydar, Israel HaYom, 1. Juni 2018

Hamas-Mitglieder wohnen dem Begräbnis ihres Kameraden bei, der letzten Monate im zentralen Gazastreifen bei einer Explosion getötet wurde.

Sehen Sie sich eine beliebige Nachrichtenseite an und in fast jeder werden Sie feststellen, dass der Gazastreifen als von Israel „besetzt“ beschrieben wird.

Hier ist die Realität: Israel zog im Sommer 2005 aus dem Gazastreifen ab, unter der fehlgehenden Annahme, dass die palästinensische Autonomiebehörde dort die Zuständigkeit haben würde.

Das sollte aber nicht der Fall sein. Sechs Monate nach Israels Abzug gewann die Hamas die palästinensischen Wahlen und inszenierte im folgenden Sommer einen gewalttätigen Umsturz. Die Tatsache, dass die Hamas Krieg vorbereitete, veranlasste Israel die Überwachung der Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gazastreifen, sehr wohl wissend, dass die Hamas weniger am Wohlergehen der Einwohner des Gazastreifens interessiert war als vielmehr am Erwerb von Waffen und dem Bau von Verteidigungsanlagen.

Die Tatsachen sind für jeden leicht zugänglich, der sich umschaut, aber das scheint nie jemand zu tun. Wir werden ständig als Besatzer beschrieben. Zufälligerweise kontrollieren die Ägypter ihre Grenzübergänge zum Gazastreifen ebenfalls, aber niemand klebt ihnen das Etikett „Besatzer“ an. Das ist einzig für die Juden reserviert.

Wiederholen wir noch einmal: Die „Besatzung“ ist keine Behauptung, sie ist eine Vorstellung und diese gründet auf der Idee, dass jüdische Souveränität über welchen Teil des Landes Israel auch immer abscheulich ist. Nach den Oslo-Vereinbarungen gab Israel die Kontrolle über den größten Teil der arabischen Bevölkerung in Judäa und Samaria ab. Sie haben eine Palästinenserregierung mit einer palästinensischen Flagge und einer palästinensischen Nationalhymne und einem palästinensischen Haushalt. Sie sollten in palästinensischen Parlamentswahlen abstimmen. Ein großer Teil des Territoriums ist nicht bewohnt und Israel hat als Nation ein historisches Recht darauf.

Das israelische Militär ist um die Palästinensergebiete herum eingesetzt, um es – und uns – vor der Radikalisierung durch die Hamas zu schützen. Was im Gazastreifen geschah, könnte zehnfach in Judäa und Samaria geschehen, wenn wir den Fehler machen uns dort zurückzuziehen. Tun wir das, werden wir von der Heimatfront aus wirklich um unser Leben kämpfen müssen und die Palästinenser könnten einen Schlag erleiden, der schlimmer ist als alles, was wir bisher gesehen haben. Also ja: Es gibt eine israelische Präsenz in Judäa und Samaria. Aber anders als die Realität in Gaza hat unsere Militärpräsenz in Judäa und Samaria sich bewährt. Die Region Judäa und Samaria ist für Araber einer der ruhigsten und sichersten Orte des gesamten Nahen Ostens. Doch das spielt keine Rolle. Die Betrachtung Israels in der Welt ist jetzt noch schlimmer als sie es vor den Oslo-Vereinbarungen war. Wir werden ausschließlich als Besatzer betrachtet.

Blutende Herzen und Menschenrechtsaktivisten behaupten, wir müssten uns „von ihnen trennen oder ihnen volle Bürgerrechte geben“. Aber wir haben uns von ihnen getrennt. „Gebt ihnen einen unabhängigen Staat“, fordern sie. Sie hatten alle Möglichkeiten im Gazastreifen einen Staat zu gründen, aber sie haben demonstriert, dass Zivilregierung an und für sich für sie keine Priorität hat. Sie interessiert Selbstregierung als Kriegswaffe gegen uns. „Nun denn, gebt ihnen volle Bürgerrechte“, sagen sie. Aber sie genießen unter der PA Bürgerrechte. Wer sagt, dass jede ethnische Minderheit den Anspruch auf einen unabhängigen Staat hat? Und wenn der vorgesehene Staat nicht aufblüht und seinen Bürgern das Leben schwer macht? Und noch schlimmer: Wenn der Staat für Israel eine existenzielle Bedrohung darstellt? Wird das immer noch für solch ein fundamentales Recht gehalten?

Wenn also keinen unabhängigen Staat, dann „gebt ihnen volle israelische Staatsbürgerschaft“, argumentieren sie. Und das wird das Problem der „Besatzung“ lösen? In der Knesset gibt es bereits arabische Repräsentanten. Soweit es sie angeht, sind sie nicht besetzt? Akzeptieren sie die Selbstdefinition des Staates, in dem sie wohnen? Akzeptieren sie seine Symbole? Erkennen sie die Souveränität über das Land an? Ihr könnt uns nicht zum Narren halten. Jeder, der die sogenannten Positionspapiere des Arabischen Hohen Beobachterkomitees liest – „Die Vision der Zukunft der arabischen Palästinenser in Israel“, veröffentlich 2006 – wird sehen, dass für sie die Juden fremde Kolonialisten sind, die in ein Land kamen, das ihnen nicht gehört (Palästina). Solange Israel sich als Nationalstaat des jüdischen Volks definiert und nicht der Staat jeder anderen Nationalität, wird die arabische politische (sowie ein Großteil der intellektuellen) Führung weiterhin das Gefühl haben, dass ihnen als Folge ihrer „Katastrophe“ des Unabhängigkeitskriegs von 1948 ihre israelische Staatsbürgerschaft aufgezwungen wurde? Was also, wenn sie die israelische Staatsbürgerschaft haben? Würde es für einen politischen Gefangenen einen psychologischen Unterschied machen, wenn ihm erlaubt würde bei den Wahlen für die Aufseher abzustimmen? Würde es den Status des Gefangenen ändern?

Nebenbei bemerkt: Was ist mit Jordanien? Die meisten der jordanischen Staatsbürger sind Palästinenser unter der Herrschaft der Haschemiten-Dynastie, die aus dem Königreich des Hedschas stammt. Trifft diese Situation nicht auf alle bekannten Kriterien für eine Besatzung zu?

Der Westen, einschließlich Israels, legt an den Nahen Osten politische Standards des Westens an und wendet westliche Einsichten und seine fundamentalen Sichtweisen auf die Realität des Nahen Ostens an, obwohl die Region weit älter ist als der Westen; seine fundamentalen Wahrnehmung zu Verwaltung, Politik, Kultur und Religion unterscheiden sich komplett von denen des Westens. Der Westen redet in der Sprache der Logik – eine rationale Sprache, die die tiefen Ebenen des nahöstlichen Lebens glättet, die uralte Mythologie der Region ignoriert und fehlgeleitet glaubt, dass der religiöse Faktor genauso gewertet werden kann, als handele es sich um Europa (heutzutage ist das christliche Europa selbst etwas hilflos angesichts der Religion des Nahen Ostens, der seine Straßen flutet).

Sollten Sie so gepolt sein, dann sehen Sie sich online die Hamas-Charta an und Sie werden Tendenzen erkennen, wie blind manche von uns gegenüber der tief sitzenden ideologischen Grundlage gegen schon unseres Bestehens nicht als Israelis, sondern als Juden sind. Artikel 6 der Charta, die politische und militärische Plattform, stellt den Widerstandswahlspruch der Hamas dar, der ursprünglich seit 1928 der Wahlspruch der Muslimbruderschaft war: „Allah ist das Ziel [der Organisation]. Der Prophet ist der Führer. Der Koran ist seine Verfassung. Der Jihad ist ihr Weg und Tod um Allahs Willen ist das angestrebte Ziel.“

Das ist die Wurzel aller Aussagen der Charta. Artikel 12 zum Beispiel beschreibt, wie Verhandlungen zwischen Staaten oder Völkern – eine der Grundlagen des herkömmlichen Denkens des Westens – gegenüber der Idee in den Hintergrund treten, dass der „Nationalismus [einer jeden Nation] aus Sicht der Islamischen Widerstandsbewegung Teil der religiösen Überzeugung ist“. Glauben Sie das? In psycho-historischen Begriffen kommt das der Unterordnung des Logos (Rationalismus) unter den Mythos gleich. Diese Betrachtung der Welt wird sich nie mit der des Westens überschneiden, ohne dass die arabische Welt eine tiefgreifende kulturelle und wissenschaftliche Revolution durchläuft, wie der Westen es in den letzten tausend Jahren machte. Das ist aber hier nicht das Thema – wir reden über die „Besatzung“.

Schauen Sie sich nur all die arabischen Länder an, die in den letzten zehn Jahren vor unseren Augen in einem Strudel aus Feuer und Blut auseinandergefallen sind. Was eigentlich zerfällt, ist der falsche Nationalismus, der den Völkern und Stämmen der Region vor etwa hundert Jahren künstlich von den europäischen Kolonialisten aufgezwungen wurde, die den Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg aufteilten. In einem Fall beschlossen diese Kolonialmächte zum Beispiel, dass die Sunniten, Schiiten, Drusen, Christen, Alawiten und Assyrer eine einzige Nation namens Syrien seien. So entschieden sie. Die Region fällt heute in die Stammesstrukturen zurück, die diesen launenhaften Teilungen vorausgingen. Sie kehrt zurück in ihre uralten Clan- und ethnischen Strukturen. Die Fassade des westlichen Rationalismus zerbröselt und die Mythologie des Nahen Ostens bricht wieder durch.

Die Debatte über die „Besatzung“ wird daher innerhalb des westlichen Konstrukts geführt, das davon ausgeht, dass es für jede ausgeprägte ethnische Einheit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung gibt. Der Westen redet davon, dass Israel ein anderes Volk kontrolliert, während die „Besatzung“ in Wirklichkeit nur die Spitze des Eisbergs des jüdischen Problems in der Region ist. Nehmen Sie sich zum Beispiel die Zeit die vier von Palästinensern bewohnten Gebiete Gazastreifen, Judäa und Samaria, Israel sowie Jordanien zu untersuchen. Das tiefer liegende Problem ist nicht die „Besatzung“ im westlichen Sinn der Kontrolle über ein anderes Volk, sondern das uralte, mystische Gefühl der Kontrolle über das Land.

Während der Westen also davon redet, dass „Territorien“ geteilt werden können, redet die arabische Welt von Land und in unserer Region leitet sich die Existenz eines Menschen aus seiner Verbindung zum Land und dieses zu besitzen her. Das ist der Grund für das endlose Blutvergießen um dieses Land zu erlangen. Die Geschichte klopft uns auf rätselhafte Weise auf den Kopf, zwingt uns, uns wieder mit dieser uralten Komponente in unserer Identität in Einklang zu bringen, die das gute Land in uns symbolisiert.

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Wo endet „propalästinensisch“ … und wo beginnt „antiisraelisch“?

(Foto: Mehr News)

David Gerstman, The Tower, 15. Juni 2018

2013 berichtete Associated Press in einer Nachrichtenmeldung zu Irans jährlichem Marsch zum Qud-Tag, dass der neu gewählte Präsident Hassan Rouhani sagte auf der Veranstaltung sagte, Israel sei eine „alte Wunde“ , die entfernt werden müsse.

AP lieferte später etwas Kontext zu diesen Bemerkungen. „Rouhani sprach auf einer jährlichen propalästinensischen Kundgebung zum ‚al-Quds-Tag‘ – dem arabischen Wort für Jerusalem – und obwohl seine Äußerungen im Widerspruch zu seinen Bemühungen positiver öffentlicher Kontakte zum Westen zu stehen schienen, sollten sie auch im Kontext der iranischen Innenpolitik gesehen werden, wo die Mäßigung der antiisraelischen Haltung des Establishments keine Option darstellt.“

Trotz der Bemühungen von AP den Extremismus der Kommentare Rouhanis herunterzuspielen – dass er keine Wahl habe außer seine Feindschaft dem jüdischen Staat gegenüber Ausdruck zu geben – berichtete die Agentur auch: „In der Hauptstadt Teheran gingen Zehntausende auf die Straße und skaniderten ‚Nieder mit Amerika‘ und ‚Tod Israel‘.“

In einem Artikel über das letzte Woche abgesagte Fußballfreundschaftsspiel zwischen Israel und Argentinien berichtete die Washington Post: „Die BDS-Bewegung hat z um Ziel Israel zu zwingen in seiner Politik gegenüber den Palästinensern das Völkerrecht zu befolgen, indem vom Kauf israelischer Waren abgeschreckt wird, Druck auf internationale Firmen ausgeübt wird Geschäfte in Israel zu machen und Promis zu drängen das Land nicht zu besuchen oder dort aufzutreten.“

Omar Barghouti, einer der Gründer der Kampagne Boykott, Deinvestitionen und Sanktionen (BDS), ist zum Ziel seiner Bewegung eindeutig gewesen. Er hat gesagt: „Ein jüdischer Staat in Palästina, in welcher Form auch immer, kann dem Grundrecht der einheimischen palästinensischen Bevölkerung nicht zuwider laufen und ein System der Rassendiskriminierung verewigen, das kategorisch bekämpft werden sollte… Wir sind definitiv, absolut bestimmt gegen einen jüdischen Staat auf jedem Teil Palästinas. Kein Palästinenser, rationaler Palästinenser, kein Ausverkauf betreibender Palästinenser wird jemals einen jüdischen Staat in Palästina akzeptieren.“

Barghouti ist unter den Verfechter der BDS, die ein Ende des modernen Staats Israel fordern, auch nicht allein.

Wäre das iranische Regime strikt propalästinensisch, würden die Marschierenden skandieren: „Zwei Staaten für zwei Völker“, nicht „Tod Israel“. Würde BDS Frieden auf Grundlage einer Zweistaatenlösung unterstützen, dann redete Barghouti von „zwei Staaten, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben“, nicht davon einen jüdischen Staat niemals zu akzeptieren.

Das iranische Regime propalästinensisch zu nennen oder zu schreiben, die BDS-Kampagne sei daran interessiert Israel dazu zu bringen das Völkerreicht einzuhalten, klingt zwar harmlos oder sogar lobenswert, ist aber höchst irreführend. Weder der Iran noch die BDS-Bewegung erkennen die Legitimität des jüdischen Staates an, obwohl sie unterschiedliche Wege zur Erreichung des Ziels ausgearbeitet haben. Beide müssen daher richtigerweise als „antiisraelisch“ eingestuft werden.

Umschreibungen zu verwenden, um die antiisraelischen Charakter des Iran oder der BDS-Bewegung zu verschleiern, nahm eine Anfang des Monats eine bedeutende Wende, als Amin Rosen und Liel Leibovitz berichteten, dass die führenden BDS-Organisation in den Vereinigten Staaten eine Internetseite eingerichtet hatte, die steuerfreie Spenden für eine Palästinensergruppe ermöglicht, der die Hamas und andere Terrororganisationen angehören. Während Rosen und Leibovitz feststellten, dass es keine Möglichkeit gibt zu zeigen, dass irgendwelche Spenden über die US Campaign for Palestinian Rights an die Terrorgruppen geflossen sind, ist die Kampagne „verantwortlich dafür sicherzustellen, dass das Geld nicht an Terrororganisationen geht“. Es gibt keinen Hinweis, dass die US Campaign irgendwelche Sicherungsmaßnahmen getroffen hat um das zu verhindern.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass BDS mit Terrorgruppen verbunden ist.

Jonathan Schanzer, ehemaliger Abteilungsleiter im Finanzamt und derzeit Senior Vice President  der Foundation of Democracies, sagte im April 2016 vor dem Kongress aus und sagte, die Führung von „drei Organisationen, die gekennzeichnet oder geschlossen wurden oder zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen wurden, weil sie die Terrororganisation Hamas unterstützten … scheint dazu geführt zu haben, dass die Führungspositionen innerhalb der amerikanischen BDS-Bewegung Wechsel erfuhren.“

Die Beispiele Iran und BDS zeigen: Wenn eine Person oder Organisation behauptet propalästinensisch zu sein, muss gefragt werden, ob das wirklich ihr definierendes Charakteristikum ist oder ob ihre erklärte Sorge um die Palästinenser ihre Gegnerschaft zu Israel kaschiert.

In seiner Botschaft zum Quds-Tag 2009 machte der iranische Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei diese Gleichwertigkeit deutlich: „Diejenigen, die Widerstand leisten und unschuldig in den besetzten palästinensischen Ländern leiden, sind die einzigen, die Hoffnung auf Freiheit für Palästina und die Auslöschung des usurpierenden zionistischen Regimes bieten.“

Die dokumentierten Verbindungen der BDS-Bewegung zu Terrorgruppen zeigt, dass viele, die antiisraelisch sind, keinerlei Linien ziehen, wenn es um die Mittel geht, mit denen sie ihr Ziel zu erreichen suchen Israels Existenz zu beenden.

Fotos des Wochenendes: Szenen der palästinensisch Feiern zum Id al-Fitr (Zuckerfest)

Aussie Dave, Israellycool, 15. Juni 2018

Weil Muslime in aller Welt das Id al-Fitr feiern, um das Ende des Ramadan zu begehen, den islamischen heiligen Fastenmonat, habe ich eine Reihe interessanter und entlarvender Fotos verschiedener Id-Feiern der Palästinenser zur Kenntnis genommen.

Was passiert, wenn man seine Botschaften nicht koordiniert?

Palestinian Information Center: Gaza an Id
Foto: Abdalrahim M Alfarra

Gaza Now: Foto von den Märkten und Vorbereitungen für Id in Gaza Stadt.

Kein Kommentar.

Quelle

Äh: Lächeln?

Quelle

Denn nichts sagt so sehr „wichtiges religiöses Fest“ wie Drachen rüberzuschicken, das das Land verbrennen (von dem ihr die Welt irgendwie überzeugen wollt, dass es euch gehört, nicht den Juden).

Die Apartheid in Jerusalem beenden

First One Through, 10. Juni 2018

Vertreibung. Ausgrenzung. Diskriminierung.

Das sind furchtbare Taten, besonders gegen Zivilisten, die nur in ihrer heiligsten Stadt leben und beten wollen.

Aber sie sind in einer der großartigsten Städte der Welt Realität – Jerusalem.

Als der Völkerbund (Vorläufer der Vereinten Nationen) 1922 im Heiligen Land einen Ort für Juden und Araber schaffen wollten, machte er klar, dass alle Seiten ihren Bräuchen entsprechend frei leben und Gottesdienst feiern sollten, wie es in Artikel 15 festgelegt wurde:

Das Mandat soll dafür sorgen, dass es vollständige Gewissensfreiheit und die freie Ausübung aller Formen von Gottesdiensten gibt, nur der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Moral unterliegend, für alle sichergestellt. Keine Diskriminierung welcher Art auch immer, darf zwischen den Einwohnern Palästinas aufgrund von Rasse, Religion oder Sprache stattfinden. Keine Person darf aus Palästina nur aufgrund seiner religiösen Überzeugungen ausgegrenzt werden.

Die Vereinten Nationen versuchten sicherzustellen, dass es freien Zugang und Gebet geben wird, als es 1947 die Sache der Palästinenser aufnahm. Die UNO planten die Städte Jerusalem und Bethlehem unter ein „corpus separatum“ zu stellen, einem internationalen heiligen Becken, das weder Teile eines jüdischen noch eines arabischen Staates sein würde. Während die jüdischen Zionisten den Plan akzeptierten, lehnten die Araber ihn ab und zogen in den Krieg, um Israel zu vernichten, sobald es sich im Mai 1948 zu einem unabhängigen Staat erklärte. Bis zum ende des Krieges 1949 beanspruchte Jordanien ganz Bethlehem und die östliche Hälfte Jerusalems, einschließlich der heiligsten Stätten des Judentums für sich, während Israel die westliche Hälfte Jerusalems einnahm.

Das UNO-Corpus Separatum Großjerusalem und Groß-Bethlehems

Die Israelis gaben allen 160.000 Nichtjuden in Israel die Staatsbürgerschaft, aber die Jordanier führten eine ethnische Säuberung von allen Juden westlich des Jordan und ganz Ostjerusalems durch.

Im April 1950 annektierten die Jordanier die Altstadt Jerusalems, Bethlehem und das gesamte Westufer des Jordan in einem Schritt, der von fast der gesamten Welt nicht anerkannt wurde. Die Araber stellten Stacheldraht und Blockaden auf und verhinderten, dass irgendein Jude die Altstadt Jerusalems betrat oder besuchte, einschließlich der heiligen Stätten – der Kotel (Westmauer) und dem jüdischen Tempelberg.

1954 setzten die Jordanier ihr diskriminierendes Progamm fort und gewährten den Menschen der Westbank und Ostjerusalems die Staatsbürgerschaft, ausdrücklich DENEN DIE KEINE JUDEN WAREN:

Diese arabische Politik der Vertreibung, Ausgrenzung und Diskriminierung sollte bis zum 10. Juni 1967 in Kraft bleiben.

So wie die Jordanier Israel 1948 angriffen, sollte es 1967 wieder sein. Und genauso wie Israel bei seinem Unabhängigkeits-Verteidigungskampf 1948/49 mehr Land einnahm, sollte es mehr von dem Land erobern, das ihm durch das Völkerrecht 1922 zugewiesen wurde.

Am Ende des Sechstagekrieges wurden die arabischen Erlasse zur Vertreibung und Ausgrenzung aufgehoben und Juden zogen erneut in ihre heiligste Stadt ein, erbauten die zerstörten Synagogen wieder und nahmen die Gebete an der Kotel wieder auf.

Der Schandfleck der Diskriminierung besteht in Jerusalem allerdings immer noch, da die Regierung Israels die Verwaltungskontrolle über den jüdischen Tempelberg 1967 an die jordanische Waqf übergab; es war der Versuch einen Frieden zu schmieden. Bis heute verbietet die Waqf Juden weiter das Gebet am heiligsten Ort des Judentums.

Am 10. Juni 1967 begann zwar der Prozess des Abbaus der Apartheid in Jerusalem, aber es liegt immer noch ein langer Weg vor uns.

Die Kotel in der Altstadt von Jerusalem (Foto: First One Through)

 

Die drei „Ansprüche“ des Islam auf Jerusalem

Raymond Ibrahim, 4. Juni 2018 (PJ Media)

Kalif Omar betritt Jerusalem, nachdem er es in Verhungern und Seuchen getrieben hat.

Ein islamischer Prediger, der vor kurzem im offiziellen PA-Fernsehen auftrat, gab all die üblichen wütenden Bemerkungen von sich, die Muslime oft machen, wenn es um Israels Existenzrecht geht, besonders im Zusammenhang ihres Anspruchs auf Jerusalem. Obwohl seine Kommentare dem sorglosen westlichen Zuhörer nahelegen könnten, dass Jerusalem „eigentlich“ und als Sache universaler Gerechtigkeit den Muslimen gehört, sind sie enorm mit religiösen und historischen Verweisen gespickt – keiner davon in Übereinstimmung mit westlichen Vorstellungen universaler Rechte und Gerechtigkeit – die nur Muslime verstehen.

Das wird besonders in der prägnanten Behauptung des Klerikers deutlich, Jerusalem sei „ein religiöses, Scharia- und historisches Recht der Muslime und für niemand sonst außer ihnen“.

Warum ist Jerusalem ein „religiöses“ Recht der Muslime? Weil die islamische Tradition lehrt, dass ein einer Nacht im Jahr 610 Mohammed – auf wundersame Weise auf einem pferdeähnlichen übernatürlichen Wesen (al-Buraq) fliegend – dorthin flog und betete.

Warum ist Jerusalem ein „Scharia“- oder rechtliches – Recht der Muslime? Weil entsprechend aller Interpretationen islamischen Rechts – der Scharia – ein Territorium, das für das Licht des Islam „geöffnet“ wurde, von da an auf ewig dem Haus des Islam oder Dar al-Islam gehört.

Was zum dritten „Recht“ führt – dass Jerusalem ein „historisches Recht der Muslime ist und von niemandem sonst außer ihnen“. Im Jahr 637 „öffneten“ – sprich muslimische Araber eroberten Jerusalem – eine oft vergessene Erzählung, die besonders Licht auf muslimische Ansprüche auf Jerusalem wirft.

Nach dem die syrischen Territorien des oströmischen Reich Jahre lang überfallen worden waren, stellte Kaiser Heraclius eine gewaltige Armee auf und kämpfte im August 636 am Fluss Yarmuik gegen die Muslime (diese ausschlaggebende Schlacht wird im ersten Kapitel meines neuen Buchs Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West geschildert). Die Muslime besiegten die christliche Armee und befanden sich im November vor der Heiligen Stadt und belagerten sie. Die erhaltene Predigt ihres eingegrabenen Patriarchen Sophronius fängt diese Zeit ein:

Warum greifen uns die Truppen der Sarazenen an? Warum hat es so viel Zerstörung und Plünderungen gegeben? Warum gibt es unaufhörliche Ergüsse menschlichen Blutes? Warum verschlingen die Vögel des Himmels menschliche Leichen? Warum sind Kirchen abgerissen worden? Warum wird das Kreuz verhöhnt? Warum wird Christus … von heidnischen Mündern gelästert? … Die rachsüchtigen und Gott hassenden Sarazenen, die Abscheulichkeiten der Verwüstung, die uns von den Propheten eindeutig vorhergesagt wurden, überrennen die Orte, die ihnen nicht erlaubt sind, plündern Städte, verheeren Felder, brennen Dörfer nieder, legen Feuer an den heiligen Kirchen, überrennen die heiligen Klöster, bekämpfen die gegen sie aufgestellten byzantinischen Armeen und heben die Trophäen des Krieges hoch und reihen Sieg an Sieg.

Es lohnt sich festzuhalten, dass der Mehrzahl der von zeitgenössischen Christen geschriebenen Beschreibungen der Invasoren diese auf die gleiche Weise beschrieben wir Sophronius – nicht als Männer, nicht einmal als kompromisslose Männer, in einem religiösen Auftrag, wie spätere muslimische Quellen behaupten, sondern als gottlose Barbaren, die kamen, um alles zu vernichten was heilig ist. Um die Zeit von Yarmuk beschrieb Maximus der Bekenner (geb. 580) die Invasoren als „wilde und ungezähmte Bestien, allein deren Form menschlich ist, die kommen, um unsere zivilisierte Regierung zu fressen.“ Wegen der Neigung der Muslime für die Schändung von Kirchen und auf jedem Kreuz, jeder Ikone und jedem Abendmahl, das ihnen begegnete, „herumzutrampeln, zu verhöhnen, in Brand zu setzen und zu zerstören“, beschrieb sie Anastasius vom Sinai (geb. 630) als „vielleicht noch schlimmer als die Dämonen“.

Jedenfalls kapitulierte Jerusalem nachdem es mehrere Monate abgeriegelt und auf Verhungerte und Seuchengeplagte reduziert wurde im Frühjahr 637. Die Eroberung der Heiligen Stadt reichte Kalif Omar, um aus Medina zu Besuch zu kommen. Dort sah er die Grabeskirche, einen von Konstantin (ca. 3139 gebauten massiven Komplex über der Stelle der Kreuzigung und Beerdigung Christi. Beim Betreten der heiligsten Stätte des Christentums – gekleidet in verdreckte Kleidung aus Kamelhaar und teuflisch vorspiegelnd, um einen Christen zu zitieren, so das Sophronius, der zusah, bitter bemerkte: „Das ist sicher das Gräuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel sprach, als er an dem heiligen Ort stand.“ (Man kann seine Exegese kaum tadeln, da das griechische Wort aus der Septuaginta, das oft als „Verwüstung“ übersetzt wird, wörtlich „Wüste“ bedeutet und daher lange als Hinweis auf die Araber betrachtet wurde.)

Kurz gesagt beruht der gesamte muslimische Anspruch auf Jerusalem auf diesen drei Elementen:

  1. Eine religiöse – oder für westliche Empfindlichkeiten: mythische – Geschichte von Mohammed, der auf einem Zauberpferd dorthin flog;
  2. Ein von Muslimen gemachtes, rassistisches Gesetz – die Antithese von universalem Gesetz, nämlich die Scharia – die natürlich auf Seiten der Muslime gegen die Ungläubigen ist;
  3. Eine brutale, blutige, historische Eroberung.

Diese Themen werde unter Muslimen wiederholt angeführt. In der erwähnten Predigt im PA-Fernsehen fügte der Kleriker hinzu, dass, auch wenn sie sich so verhalten, Juden „nicht das Recht auf Arroganz, Tyrannei und Besatzung haben“. Beachten Sie seine Beschwerde, dass „Arroganz, Tyrannei und Besatzung“ nicht immer schlecht sind, sondern das Juden „kein Recht haben“ sich so zu verhalten. Schließlich und wie gesehen gehört dieses „Recht“ den Muslimen und „niemandem sonst außer ihnen“. Ihr Recht (die Scharia) erlaubt es ihnen zu „besetzen“, was immer sie einnehme können und verachtenswerten Ungläubigen mit „Arroganz und Tyrannei“ zu behandeln.

Der islamische Prediger endete mit der Aussage, dass Muslime Jerusalem wieder einnehmen werden, „wenn nicht friedlich, dann mit Gewalt“ und beschwor „Allah die Juden [zu] vertreiben“. Egal, wie leidenschaftlich solche Worte dem nichtmuslimischen Beobachter scheinen mögen, sie befinden sich nicht in Übereinstimmung mit einem Volk, das das Gefühl hat, ihm sei gemäß universalen Empfindlichkeiten Unrecht zugefügt worden, sondern eher mit einem, das mythische und rassistische Empfindlichkeiten hegt.

Lächerliche Palli-Propaganda des Tages

Aussie Dave, 7. Juni 2018

Die palästinensische Shebab News Agency hat diese bizarre Propagandaschote gepostet:

Fotos von Siedlern, die die Straßen des besetzten Jerusalem durchstreifen
und die Besatzungstruppen schützen.

Ich sage „bizarr“, weil dies Fotos von Juden sind, die ihren alltäglichen Dingen in Jerusalem nachgehen. Anscheinend ist über die Straße gehen, einkaufen und an der Westmauer beten alles gerissene Fassaden dafür als menschliche Schutzschilde für die IDF zu agieren. Genial!

Alternative ist das ein noch ein weiteres Beispiel für „Umkehrspreche“, mit dem die Palästinenser uns der Dinge beschuldigen, die sie tun. Und seien wir ehrlich: Wenn es darum geht als menschliche Schutzschilde zu agieren, dann sind sie die Trendsetter.

Übrigens, diese „Ultraorthodoxen“ im oberen Foto? Sie unterstützen wahrscheinlich den Staat Israel nicht und gewiss nicht die IDF.