Jetzt arbeiten 24.000 Palästinenser in „Siedlungen“ zum Doppelten des örtlichen Lohns

Elder of Ziyon, 19. Februar 2020

Der neueste Bericht des Palästinensischen Zentralen Büros für Statistik besagt, dass es heute 135.000 palästinensische Arbeiter gibt, die von Israelis beschäftigt werden (ein Rückgang um 6.000 im letzten Vierteljahr 2019) und 24.000 von ihnen arbeiten in jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria, eine Zunahme von 2.000 gegenüber dem 3. Quartal.,

65% von ihnen arbeiten auf dem Bau, der höchsten Lohnkategorie der Arbeitsmöglichkeiten.

Diese Aufstellung zeigt den Vergleich der Löhne in Schekeln für Palästinenser in der Westbank, dem Gazastreifen und Israel/Siedlungen für verschiedene Arten von Jobs:

Landwirtschaft, Jagd, Forstbetrieb, Fischerei, Bergbau, Steinbrüche, Produktion, Bau, Handel, Restaurants, Hotels, Verkehr, Lageristen und Kommunikationsdienste sowie anderer; Gesamt

Während rund 13% der Palästinenser für Israelis arbeiten, scheint es aufgrund der Durchschnitte der obigen Aufstellung so, dass rund die Hälfte aller palästinensischen Bauarbeiter tatsächlich in israelischen Gemeinden und zu einem weit geringeren Prozentsatz in den anderen Kategorien arbeiten.

Letztes Jahr wurde tausend Gazanern in aller Stille erlaubt im südlichen Israel zu arbeiten. Ich glaube nicht, dass das PCBS diese Leute eingearbeitet hat; wahrscheinlich hat die Hamas diese Statistiken.

Zudem gibt es viele palästinensische Arbeiter, die auf Geschäfte aus Israel angewiesen sind, die aber keine Beschäftigten haben. Ich weiß, dass z.B. einige israelische High-Tech-Firmen das Programmieren an palästinensische Fachkräfte outsourcen. Wenn Palästinenser BDS-artigem Druck erliegen sollten, würde ihre Wirtschaft vernichtet.

Von Rechts wegen blind: Der Internationale Strafgerichtshof und Israel

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 23. Dezember 2019

Bensouda (Foto via YouTube/ICC)

Der Internationale Strafgerichtshof (ICC/IStGH) ist eigentlich dafür da Täter der schlimmsten Arten von Verbrechen wie Völkermord, Massendeportationen, Verbrechen gegen die Menschheit und Kriegsverbrechen strafrechtlich zu belangen.

Auf Antrag der palästinensischen Autonomiebehörde kündigte die Chefanklägerin des ICC, Fatou Bensouda, neulich an, dass sie bereit ist eine formelle Ermittlung zu eröffnen, ob Israel Kriegsverbrechen begangen hat: indem es Häuser baut.

Gezielt untersucht Bensouda Wohngemeinden, die oft „Siedlungen“ genannt werden. Sie untersucht auch angebliche IDF-Verbrechen während des Gaza-Kriegs von 2014 und die Krawalle des letzten Jahres entlang der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen. Sie wartet derzeit auf eine endgültige Bestätigung der Richter des Strafgerichtshofs, dass sie die Zuständigkeit für die Ermittlungen hat. Aber die Nachrichten dieser Woche konzentrieren sich in erster Linie auf die Legalität von Siedlungen.

Ein Großteil der Welt bezeichnet das fragliche Gebiet als die „Westbank“; das ist ein Name, der für sie von Jordanien während der 19-jährigen Besatzung von 1948 bis 1967 verwendet wurde und heute immer noch von vielen in der internationalen Gemeinschaft verwendet wird. Davor hieß das Gebiet „Judäa und Samaria“, nach seinen althergebrachten jüdischen Einwohnern. Einstweilen werde ich den Bereich einfach die „umstrittenen Gebiete“ nennen, da sie Gegenstand eines sehr realen und fortbestehenden Disputs ist.

Es handelt sich nicht um eine Frage, ob jüdische Siedlungen in den umstrittenen Gebieten richtig oder falsch sind, denn das wird selbst unter Israelis diskutiert. Die Frage lautet auch nicht, ob Juden oder Palästinenser historische, rechtliche oder emotionale Verbindungen zu diesem Land haben. Die Frage lautet, ob in den umstrittenen Gebieten jüdische Gemeinden zu bauen ein illegales Kriegsverbrechen ist.

Was sagt das Recht?

Die palästinensische Klage weist auf Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention hin; dort  heißt es:

Die Besetzungsmacht darf nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln.

Ähnlicher Sprachgebrauch ist in Artikel 8 des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshof zu finden:

Manche Israelis argumentieren, dass die Situation in den umstrittenen Gebieten aus einer Reihe von historischen und technischen Gründen keine „Besatzung“ ist. Der oberste israelische Gerichtshof hingegen hat in zahlreichen Fällen geurteilt, dass Israel in diesen Gebieten dem Völkerrecht zu Besatzung folgen muss. Gemäß israelischem Recht gelten also die Regeln der Genfer Konvention.

Was uns zur Frage des zwangsweisen Bevölkerungstransfers bringt.

Angesichts des oben Angeführten lautet die Schlüsselfrage: Hat Israel gegen Artikel 49 verstoßen?

Nein.

Zahlreiche internationale Tribunale haben klargestellt, dass Artikel 49 ausdrücklich für Zwangsumsiedlungen gilt. Israel hat nie jemanden gezwungen in den umstrittenen Gebieten zu leben, genauso hat es bestehende Bevölkerungen nie gezwungen wegzuziehen. Tatsächlich hat sich die palästinensische Bevölkerung in den Jahren, seit die umstrittenen Gebiete 1967 unter israelische Kontrolle kamen, fast vervierfacht.

Kurz gesagt: Israelische Siedlungen verstoßen nicht gegen Artikel 49 der Genfer Konvention.

Zweierlei Maß

Es gibt weltweit 124 territoriale Dispute und bei genau einem davon wird Hausbau in umstrittenem Territorium als Kriegsverbrechen verfolgt. Nicht an Orten wie der russisch besetzten Ukraine, der Besetzung Nordzyperns durch die Türkei oder der totalen Übernahme der Westsahara durch Marokko.

Nur in Israel.

Umstrittene Territorien weltweit. (Screenshot einer interaktiven Landkarte)

Das Recht macht sogar Sinn. Gebietsstreitigkeiten dauern in aller Welt oft Jahre an, sogar über Generationen. Während dieser Zeit geht das Leben weiter und einzelne Leute und Gemeinschaften müssen in der Lage sein zu leben und zu wachsen, während Politiker die Streitigkeiten lösen.

Allerdings auf Israel Recht auf einzigartige Weise anzuwenden, wie es für kein anderes Land gemacht wird, ist, mit einem Wort gesagt, illegal.

Es kommt aber noch schlimmer.

Die Palästinenser fordern vom Internationalen Strafgerichtshof nicht die Einstellung aller Bauaktivitäten während des Disputs: Sie fordern (praktisch), dass Juden, und nur Juden aufhören Häuser in der Region zu bauen, während Muslime und Christen weitermachen dürfen.

Ein einzigartiges Recht nur auf Juden anzuwenden, das auf kein anderes Volk oder Religion angewendet wird, ist nicht nur illegal, sondern auch rassistisch.

Technische Fragen

Es gibt weitere, eher technische Probleme. Zum Beispiel ist Israel kein Vertragspartner des Internationalen Strafgerichtshofs, daher ist nicht klar, ob das Gericht überhaupt zuständig sein kann. Außerdem gingen Israel und die palästinensische Autonomiebehörde in den 1990-er Jahren die Oslo-Vereinbarungen ein; sie kamen überein diesen Disput über direkte Verhandlungen zu lösen statt über internationale Tribunale.

Aber lassen wir die technischen Dinge beiseite: Am wichtigsten ist, dass Gesetze überall auf alle Menschen gleich angewandt werden, unabhängig von Rasse, Religion oder Nationalität. Indem die palästinensische Klage nicht kurzerhand abgelehnt wird, wendet der ICC bereits auf einzigartige Weise zweierlei Maß auf das jüdische Volk und den jüdischen Staat an, das er bei keinem anderen territorialen Disput anwendet.

Am meisten von allem verstört aber die Frage des juristischen und moralischen Präzedenzfalls: Der Tag, an dem wir beschließen, dass es akzeptabel ist Gesetze so zu interpretieren, dass sie einzig auf Juden angewendet werden, müssen wir uns fragen … wer ist als nächstes dran?

Aufgedeckt: Die Rolle des Islam im transatlantischen Sklavenhandel

Raymond Ibrahim, 10. Februar 2020

Die Geschichte des Islam mit dem Westen ist eine der unwandelbaren Feindseligkeit und seismischen Zusammenstöße, oft von ersterem initiiert. Nach den Standards der Geschichte ist nichts zwischen den beiden Zivilisationen so gut dokumentiert wie dieser lange Krieg. Entsprechend wussten mehr als ein Jahrtausend lang gebildete wie weniger gebildete Europäer – letztere vielleicht instinktiv – dass der Islam ein militanter Glaube ist, der Jahrhunderte lang angriff und in seinen Heimatländern Gräueltaten beging, alles im Namen von „heiligem“ Krieg“ oder Jihad.

Diese Tatsachen sind in jüngerer Zeit radikal „nachgebessert“ worden. Gemäß dem vorherrschenden Narrativ – wie es von Mainstream-Medien und Hollywood, Gelehrten und Politikern, Akademikern und „Experten“ aller möglichen Art hochgehalten wird – war der Islam historisch progressiv und friedfertig, während das vormoderne Europa fanatisch und räuberisch war.

Was immer sonst über solch auf den Kopf stellende Behauptungen gesagt werden kann – und davon gibt es vieles – sie werfen die Frage auf: Wenn eine früher bestens bekannte, gut dokumentierte und von Gräueln belastete Geschichte auf eine Art revidiert werden konnte, die ihre Antithese als Wahrheit präsentiert – bei wenig Widerspruch oder Anfechtung – wie sieht es dann mit den subtileren, aber ebenfalls negativen Einflüssen des Islam auf die Geschichte aus, die von der Art, die anders als die bereits erwähnten Jahrhunderte der Gewalt gegenüber Europa, nicht so umfassend dokumentiert oder so offensichtlich sind, sondern ernste historische Nachforschung erfordern?

Nehmen wir die Rolle des Islam bei der Ermöglichung  des transatlantischen Sklavenhandels – der ansonsten fast immer als exklusiv europäisches Unternehmen dargestellt wird.

Sklaverei ist natürlich so alt wie die Menschheit. Jahrhunderte vor dem Aufkommen des Islam waren Europäer – Athener, Spartaner, Römer – stark mit Sklavenhandel beschäftigt. Mit dem Aufkommen des Christentums und so wie es sich durch das römische und nachrömische Reich (circa im 4. bis 7. Jahrhundert) verbreitete, war die Institution der Sklaverei auf dem Wege unterzugehen.

Dann kam der Islam. Er war nicht der erste, der menschliches Fleisch ausbeutete, aber er war in der post-klassischen, mittelalterlichen, vormodernen und selbst modernen Zeit der Beste in seiner Perfektionierung und seinem Aufblühen, wobei durch die Jahrhunderte hindurch unzählige Millionen Nichtmuslime versklavt wurden (eine Quelle deutet an, dass allein 15 Millionen Europäer versklavt wurden).

Wie üblich war es für diejenigen, die nahe am Islam waren oder ständig mit ihm in Kontakt standen, nur natürlich, dass sie von demselben Laster der Entmenschlichung – und damit Ausnutzung – des „anderen“ angesteckt wurden. Schließlich sind die wenigen Fälle von Christen in Europa, die Sklaven kauften und verkauften weitgehend auf den langen Krieg mit dem Islam beschränkt. Maltas Johanniter-Ritter zum Beispiel reagierten auf die islamischen Sklavenraubzüge mit der Versklavung der Sklavenjäger und anderer Muslime. Gleichermaßen waren auch die zuerst in den afrikanischen Sklavenhandel involvierten Europäer – die Spanier und Portugiesen – ebenfalls diejenigen, die Jahrhunderte lang Seite an Seite mit Muslimen lebten (denwn von al-Andalus) – oft in Gewalt und selbst von ihnen versklavt.

Islamische Sklaven-Raubzüge nach Afrika begannen Mitte bis Ende des siebten Jahrhunderts; damals wurde nach Angaben muslimischer Quellen eine astronomische Zahl Afrikaner – Millionen – im Namen des Jihad versklavt. In der Zeit, als zur See fahrende Europäer die Küsten Westafrikas erreichten, war der islamische Sklavenhandel bereits ein Riesengeschäft.

Moderne westliche Historiker sind sich zwar bewusst, dass es afrikanische „Stammesangehörige“ waren, die feindliche Stammesmitglieder an Europäer verkauften, erwähnen aber nicht, dass die „Stammes“-Differenzen oft darum kreisten, wer Muslim war und wer nicht.

So erklärte John Alembillah Azumah, ein afrikanischer Akademiker und der Autor von The Legacy of Arab-Islam in Africa (Das Vermächtnis des arabischen Islam in Afrika) in einem Interview:

Die Sklaverei war ein sehr wichtiger Teil der islamischen Expansion in Westafrika und sogar im Sudan und das ab der frühesten Zeit islamischen Vordringens in Afrika. … Sklaverei war ein endemischer Teil der islamischen Interaktion mit Afrika. Und in Westafrika gehörten zur Periode des 18. und 19. Jahrhunderts massive Sklavenraubzüge und Sklavenhandel; und viele der Sklaven, die gefangen, verkauft und in den transatlantischen Sklavenhandel geschickt wurden [wurden von Muslimen gefangen]); die meisten derer, die damals Versklavung betrieben, waren muslimische Gemeinschaften. [Hervorhebung hinzugefügt]

Ein Blick auf  historische Landkarten scheint das zu bestätigen: Die Westküste Afrikas, wo Gefangene versklavt und an Europäer verkauft wurden, waren Brutstätten jihadistischer Sklavenraumzüge. Die Bevölkerungen vom Senegal bis nach Angola – die Regionen, wohin wohl die meisten Afroamerikaner ihre Stammbäume verfolgen können – waren vom 16. bis zum 19. Jahrhundert in etwa zur Hälfte islamisch, zur Hälfte heidnisch.

Genauer gesagt: Wenn heute, wo die Sklaverei im größten Teil der Welt endlich formell abgeschafft ist, muslimische Gruppen immer noch auf Sklavenhandel überall in Afrika bestehen – „Sklaverei ist in Afrika 400 Jahre nach Beginn des transatlantischen Sklavenhandels weit verbreitet“ lautete eine aktuelle Schlagzeile – sollte die Rolle, die Muslime bei der Ermöglichung des transatlantischen Sklavenhandels spielten, offensichtlich sein.

Leider und wie erwähnt ist es jedoch so, dass die offensichtlichen Dinge der islamischen Geschichte – wie mehr als ein Jahrtausend nicht provozierter Jihad-Angriffe auf Europa – auf eine Weise abgeändert wurden, die die Antithese als Wahrheit präsentiert; und die hinterhältige oder subtile Rolle des Islam die Geschichte hindurch, darunter die Ermöglichung des transatlantischen Sklavenhandels, wird ungehört bleiben.

Als Randbemerkung mag hier eine gute, allgemeine Faustregel helfen all die gefälschten, pro-islamischen und reingewaschenen Geschichten zu durchdringen, die verbreitet werden: Um zu wissen, was der Islam in der Vergangenheit machte, schauen Sie einfach darauf, was er in der Gegenwart tut; und dazu gehört ein florierender Untergrund– und natürlich auch offener Sklavenmarkt.

Derweil werden Europäer/Christen – die genau genommen diejenigen waren, die die Sklaverei international ächteten – weiter für diese tragische Episode der Geschichte allein verantwortlich gemacht werden.

Beweist Muslim-Gewalt gegen Muslime, dass Jihad politisch angetrieben ist?

Demontage einer weithin vertretenen – aber falschen – Ansicht.

Raymond Ibrahim, Front PageMag, 3. Februar 2020

Am 18. Januar begann eine schiitische Rebellengruppe einen Terrorangriff im Jemen, der 111 Menschenleben forderte.

Tage zuvor gewann ein pakistanischer General Volkes Stimmung, wann immer Muslime Mitmuslime töten, indem er sagte: „Diejenigen, die unschuldige [Muslime] in einer Moschee ins Ziel nahmen, können niemals wahre Muslime sein.“ Er bezog sich auf den Selbstmord-Bombenanschlag an einer Moschee, der 15 Leben forderte.

So lautet der Kern einer der größten Behauptungen, dass islamischer Terrorismus weit politischer als religiös getrieben sei. Damit erklärte, nach einem weiteren Terroranschlag, der 2016 das Leben von Muslimen in Bangladesch forderte, Premierminister Scheik Hasina: „Jeder, der an Religion glaubt, kann so etwas nicht tun. Sie haben keine Religion, ihre einzige Religion ist der Terrorismus.“

Vielleicht formulierte Barack Obama es am prägnantesten: Der Islamische Staat „spricht nicht für den Islam“, sagte er nach dem Terroranschlag in San Bernardino, der im Dezember 2015 14 Tote hinterließ. „Sie sind Verbrecher und Mörder, Teil eines Todeskults… Darüber hinaus sind die weit überwiegende Mehrheit der Terroropfer weltweit Muslime.“

Westliche Medien sind in diesem Punkt besonders lautstark. Nach dem Terroranschlag von Paris 2015, bei dem 130 Menschen getötet wurden, veröffentlichte der britische Independent einen Artikel mit dem Titel: „Paris attacks: Isis responsible for more Muslim deaths than western victims.“ (Anschläge von Paris: ISIS für mehr muslimische Tote als westliche Opfer verantwortlich). Das Daily Beast argumentierte: „Vor dem Horror von Paris tötete ISIS tagtäglich Muslime. Wir Muslime verachten diese wahnsinnigen Leute mehr als es jeder andere tut… Aber die Opfer Nummer Eins dieser barbarischen Terrorgruppe sind Muslime. Das ist unbestritten.“

Zusammen mit der Distanzierung des Islam von Gewalt – es ist nicht vorgesehen, dass wahre Muslime Mitmuslime im Namen des Jihad töten – vernebelt dieses Argument das Thema, wer die wahren Opfer des islamischen Terrorismus sind, weiter: „Warum wird das Abschlachten von Nichtmuslimen durch Muslime – ob nun Europäer, Amerikaner, Israelis oder christliche Minderheiten unter dem Islam – als ideologisch von einem „anti-Ungläubigen“-Animus getrieben dargestellt, wenn es Muslime selbst sind, die die Hauptopfer stellen?

Das Problem dieses allzu simplen Arguments besteht allerdings darin, dass Muslime, die andere Muslime bekämpfen, ihre Opfer nicht als Muslime betrachten. Tatsächlich betrachten Sunniten und Schiiten sich gegenseitig als falsche Muslime oder bestenfalls Häretiker, die sich dem „wahren Islam“ unterwerfen müssen. Daher ihr immerwährender Krieg. Während westliche Fernsehschwätzer dazu tendieren, alle als „Muslime“ in einen Topf zu werfen – womit sie zu dem irrigen Schluss kommen, dass Jihad-Gruppen unislamisch sind, weil sie „Mitmuslime“ töten – betrachtet jede Gruppe die andere als den Feind.

Ein dem muslimischen Propheten Mohammed zugeschriebener Spruch bestätigt diese Ansicht: „Diese, meine umma [Nation] wird sich in 73 Sekten spalten; eine wird im Paradies sein und 72 werden in der Hölle sein.“ Gefragt, welche Sekte die eine Wahre sei, antwortete der Prophet: „al-jama’a“, das ist die Gruppe, die dem Beispiel oder der „sunna“ Mohammeds am wörtlichsten folgt.

Das hat zu takfirk gefühft – einem arabischen Wort, das jeder Muslim fürchtet und das immer dann auftaucht, wenn eine einzelne muslimische Gruppe eine andere muslimische Einzelperson oder Gruppe beschuldigt kuffar zu sein – also Nichtmuslime, Ungläubige, deren Blut straflos vergossen werden kann. Takfirk hat es seit seiner Gründung neben dem Islam gegeben, angefangen mit den khawarij (Chardschiten) – die Muslime rituell schlachteten, weil sie dem Buchstaben des Gesetzes nicht folgten – und war/ist die Hauptbegründung, die für Jihad zwischen verschiedenen muslimischen Nationen und Reichen die Geschichte hindurch verwendet wurde.

Mit anderen Worten: Wenn Sunniten oder Schiiten einander abschlachten, dann tun sie das mit genau derselben Logik wie wenn sie christliche Minderheiten oder europäische, amerikanische und israelische Bürger abschlachten: Alle sind Ungläubige, die entweder den wahren Islam annehmen oder unterworfen werden oder sterben müssen.

Im November 2017 zum Beispiel übernahm der Islamische Staat die Verantwortung für einen Bombenanschlag auf eine saudische Moschee in Ägypten mit mehr als 300 Toten. Einige Zeit davor hatte ein ISIS-Kommandeur im Sinai „den Hass der Gruppe gegen Sufis und ihre Bräuche umrissen, darunter die Verehrung von Gräbern, die Opferschlachtung von Tieren und was er ‚Hexerei und Wahrsagerei‘ nannte“. ISIS hatte zudem den Sufismus als eine „Seuche“ bezeichnet, die „ausgemerzt“ gehört. Entsprechend köpfte ISIS vor einem Jahr Sulayman Abu Hiraz, einen Sufi-Kleriker, der über 100 Jahre alt sein sollte, aufgrund des Vorwurfs der Hexerei.

Muslime haben andere Muslime unter dem Vorwurf abgeschlachtet, sie seien „nicht islamisch genug“ oder von vornherein die falsche „Art“ von Muslimen. Wenn überhaupt, dann ist der Gedanke, dass Muslime mehr Muslime als Nichtmuslime töten, Grund für die Frage: Was können dann Nichtmuslime – wie der westliche Ungläubige – erwarten?

Israelis werden angegriffen, in den Medien finden wir – nichts

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 6. Februar 2020

Israelische Polizisten inspizieren den Ort eines Auto-Ramm-Anschlags. (Foto: Oren ben HaKoon/AFP via Getty Images)

Bei mindestens drei Terroranschlägen innerhalb von 24 Stunden haben Israelis gerade Leid erfahren. Die Einzelheiten kommen noch weiter herein, aber hier ist, was wir bisher wissen:

  1. In den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang am Donnerstag [6. Februar 2020] rammte ein unbekannter Angreifer sein Auto in eine Gruppe Soldaten der Golani-Brigade, die vor Jerusalems Altem Bahnhof standen, einem beliebten Ort zum Ausgehen. Die Truppen besuchten Jerusalem vor einer frühmorgendlichen Vereidigungsfeier an der Westmauer. Zwölf [später: 14] Soldaten wurden bei dem Anschlag verletzt, einer davon schwer, der Rest leicht. Neun sind wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Der schwer verwundete Soldat erlitt Verletzungen am ganzen Körper und musste operiert werden. Das Auto des Terroristen, das israelische Nummernschilder trug, wurde verlassen im Palästinenserdorf Beit Jala außerhalb von Bethlehem gefunden. [Der Täter konnte später noch gefasst werden. – heplev]
  2. Ein Grenzpolizist wurde bei einem Anschlag in der Altstadt von Jerusalem, außerhalb des Tempelbergs nahe des Löwentors durch Schüsse leicht verletzt. Reagierendes Sicherheitspersonal schoss auf den Angreifer und tötete ihn; er wurde als arabischer Israeli aus Haifa in seinen Vierzigern identifiziert, der vor kurzem vom Christentum zum Islam konvertierte.
  3. Auf einer Westbank-Autobahn wurde nahe der Siedlung Dolev aus einem fahrenden Auto heraus geschossen. Ein Soldat wurde leicht verletzt.

Als die Associated Press schließlich einen Artikel veröffentlichte, begann dieser mit den Worten:

Israelische Streitkräfte töteten zwei Palästinenser…

Reuters begann mit dem Satz:

Mindestens zwei Palästinenser wurden getötet und16 Israelis verletzt…

Sie stellten nicht klar, dass die Palästinenser Berichten zufolge getötet worden waren, während sie Gewaltakte verübten und dabei auf sie geschossen wurde: Mindestens einer war gerade dabei einen Molotowcocktail auf israelische Soldaten zu werfen.

Ein AFP-Artikel war ähnlich aufgebaut wie die Storys von AP und Reuters.

Da dies Nachrichtenagenturen sind, erwarten wir, dass ihre Berichte von vielen Medienorganen weltweit in den kommenden Stunden wiedergegeben werden.

Ist das normal? Ist das angemessen? Ist es noch zu früh, um aussagefähige und  ordentlich recherchierte Berichterstattung zu erwarten?

Nein.

Allein in den letzten Wochen wurden Storys von Anschlägen in Streathem in London bis Burkina Faso fast sofort international berichtet, die die fürchterlichen Auswirkungen von Terrorismus auf unschuldige Zivilisten betonten.

Doch obwohl die Anschläge auf Israelis in der israelischen und jüdischen Presse weithin berichtet werden und obwohl alle relevanten Informationen den Tag über weithin verfügbar waren, hat die internationale Presse sehr wenig gebracht und das, was sie brachte, war schrecklich irreführend. Das steht in heftigen Kontrast zur Berichterstattung über andere Terroranschläge weltweit.

Beispiele:

  • Letzten Donnerstag kündigte das Weiße Haus seinen lange erwarteten Friedensplan an, der in der internationalen Presse weithin kritisiert wurde, insbesondere bezüglich seiner Vorkehrungen für israelische Sicherheit und Entmilitarisierung eines Palästinenserstaats.
  • Später am selben Tag gab ein erboster Präsident Abbas grünes Licht für einen palästinensischen nationalen „Tag des Zorns“, der sich am Mittwoch in der Form von Krawallen, dem Verbrennen von Reifen und Raketenfeuer aus dem Gazastreifen auf israelische Gemeinden ausdrückte.
  • Die Ereignisse der Wut von Mittwoch eskalierten im Verlauf der Stunden: Und heute, am Donnerstag, werden Israelis hastig in Krankenhäuser gebracht – das Ergebnis davon mit Autos gerammt oder beschossen zu werden.
  • Der nächste Schritt, der der Aufmerksamkeit der internationalen Presse fast immer entgeht, besteht darin, dass die Palästinenserregierung den Angreifer und ihren Familien Belohnung in bar zahlt – in Mengen, die das Mehrfache des palästinensischen Lohns betragen und den Rest ihres Lebens. Wir wissen, dass das passieren wird, denn das palästinensische Gesetz schreibt es vor: Es heißt „Märtyrerfonds“ und wird oft als „Geld für Mord“ bezeichnet.

Jeder, der sich wirklich um Frieden kümmert, darum die Welt zu verstehen oder auch nur um die grundlegendsten Dinge von ethischem Journalismus, muss absolut Zugang zu diesen Informationen haben, zu diesem Kontext und zur kompletten Story.

Während ich dies schreibe, arbeitet unser gesamtes Team von HonestReporting heftig daran die Botschaft in die Öffentlichkeit zu bringen und die in Israel stationierte internationale Presse zu ermutigen ihren professionellen Verpflichtungen gerecht zu werden und über diese entscheidende Story zu berichten.

Palästinenser sagen jetzt, ihr wichtigster Schrein ist – die Westmauer!

Elder of Ziyon, 9. Februar 2020


Dieser Ausschnitt stammt vom Anfang eines Artikels auf der Internetseite der Fatah; darin wird jegliche jüdische Verbindung zu Jerusalem bestritten, dafür wird behauptet, es gebe uralte palästinensische Bande.

„Hunderte Millionen Muslime überall auf dem Globus haben keinen Zweifel, dass Palästina seit Ewigkeiten arabisch und dass Jerusalem seine ewige Hauptstadt ist … und dass Palästina ohne Jerusalem keinen Sinn macht, Jerusalem ohne die Al-Aqsa-Moschee keinen Sinn macht, die Al-Aqsa-Moschee ohne die Al-Buraq-Mauer keinen Sinn macht…“

Die „Al-Buraq-Mauer“ ist das, wie die Palästinenser die Kotel, die Westmauer erst seit dem vergangenen Jahrhundert genannt haben. Davor gab es keinen Konsens dazu, welche Mauer um den Tempelberg die sein sollte, an der Mohammed angeblich seine Nachtreise begann, obwohl Hinweise stark auf die Südmauer mit ihrem Doppeltor hindeuten, wie es 1932 von Charles D. Matthews beschrieben wurde:

Die Beweise von Muqaddasi (985 n.Chr.), einem Bürger Jerusalems, spricht fraglos für die südliche Position. Muqaddasi spricht von den „Zwei Toren des Propheten“, Babai an-Nabi, auf eine Art, die die Identifikation mit dem Doppeltor recht positiv macht. Die Beschreibung von Nasir-i-Khusrau, einem persischen Historiker, der Jerusalem 1047 n.Chr. besuchte, ist recht fesselnd. Er sagt (zitiert vom englischen Forscher Le Strange in dessen sehr vorzüglichen Buch „Palestine Under the Moslems“, S. 178): „So eins (Tor) wird Bab an-Nabi genannt (oder Tor des Propheten) – Friede und Segen sei mit ihm; es öffnet sich hin zum Qiblah-Punkt, nach Süden (gegen Mekka) … Der Prophet  … ging in der Nacht seines Aufstiegs in den Himmel über Edle Heiligtum durch diese Passage, denn das Tor öffnet sich auf die Straße von Mekka.“ Was könnte klarer sein?  Und das von einem Einwohner Jerusalems und angesehenen Historiker!

Auf die eine oder andere Art würde kein Muslim je sagen, dass die Buraq-Mauer heiliger sei als die Al-Aqsa-Moschee. Zu sagen, dass die Moschee ohne die Kotel keine Bedeutung hat – der eine Ort, den Juden Jahrhunderte lang verehrt haben, als ihnen der Besuch auf dem Tempelberg selbst verboten war – ist ein eindeutiger Beweis, dass das gesamte palästinensische Narrativ eine Serie an Lügen ist.

Gibt es deutlichere Belege, dass der gesamte palästinensische Anspruch nicht dazu dient irgendwelche historischen oder juristischen Rechte aufrecht zu erhalten, sondern jüdische Rechte zu zerstören? Buchstäblich jeder jüdische Schrein im Heiligen Land wird von Palästinenser als der ihre beansprucht, ein Mordszufall. Und sie haben lautstark gesagt, dass auch die Kotel ihnen gehört, das palästinensische Fernsehen erzählte seinen Zuschauern gerade erst, dass die Palästinenser ihre Rechte an dem Ort mit ihrem Leben verteidigen müssen.

Der Rest des Fatah-Artikels ist mit solchen Lügen angefüllt, wie in diesem Abschnitt im ersten Absatz, wo es heißt: „Die Geschichte beweist, dass Palästina mit seiner Hauptstadt Jerusalem arabisch ist, bevor der erste Jude (Josua Ben-Nun) seinen Fuß darauf setzte.“ Die Palästinenser behaupten jetzt, sie würden von den Jebusitern abstammen, einem Stamm, für dessen Existenz außer in den jüdischen Schriften keinerlei Beweise existieren und für die es keinen Beweis gibt, dass sie Araber waren.

Über die offensichtliche Tatsache hinaus war Jerusalem nicht die Hauptstadt irgendeiner anderen Nation außer Israel/Judah und ein „Palästina“ gab es nie.

Terror-Propagandistin Jenna Jihad von eigenen Anhängern wegen Verbreitung von Verleumdung kritisiert

David Lange, Israellycool, 10. Februar 2020

Die junge Terror-Propagandistin (mit treffendem Namen) Jenna Jihad – die zugleich eine Cousine von „Shirley Temper“ Ahed Tamimi und mit der Sbarro-Terroristin Ahlam Tamimi verwandt ist – postete vor ein paar Tagen dieses Foto samt Text auf Facebook:

Ein zionistischer Besatzungssoldat richtet sein Gewehr auf den palästinensischen Alten Fathallah Dababsah, der ein beliebtes palästinensisches Kraut namens „Khubaiseh“ pflückt. Es handelt sich um ein sehr beliebtes palästinensisches Essen dieser Jahreszeit. Bild wurde vor ein paar Tagen aufgenommen. Besetztes Palästina, 8. Februar 2020

Andere Israelhasser posteten in den sozialen Medien etwas ähnliches.

Natürlich ist das eine Lüge, aber nur ein weiteres Beispiel der Art optischer Täuschungen, für deren Verbreitung die palästinensische Propagandaindustrie eine Schwäche hat. Wir haben das immer wieder erlebt.

Beachten Sie, dass der Soldat im Vordergrund steht, vor dem Mann, im 90-Grad-Winkel zum Fotografen. Er hält sein Gewehr vor sich. Sein Finger ist nicht am Abzug und er sieht den Mann nicht einmal an, sondern scheint auf den Boden oder die gepflückten Kräuter zu blicken. Noch wichtiger: Der Mann selbst scheint ruhig und entspannt zu sein.

Bezeichnenderweise haben einige von Jenna Jihads eigenen Anhängern sie wegen der Verbreitung von Fake News getadelt.

Phillip Lowe: Ich bin nicht mit der Besatzung einverstanden, aber ich glaube nicht, dass er auf den alten Mann  zielt.
Ihre Körpersprache ist wichtig. Die Haltung des Soldaten ist nicht defensiv – seine Füße scheinen zusammen zu stehen, in einer Kampfhaltung würde sich ein Bein vor dem anderen befinden, das Gewehr wäre an seinem Kopf und er würde den Lauf entlang blicken, nicht auf den alten Mann; das sagt mir, dass er ihn nicht als Bedrohung empfindet.
Der Ausdruck auf dem Gesicht des alten Mannes zeigt keine Angst oder Sorge um seine Sicherheit.
Adam Ashley: Das „Gewehr“ ist nicht auf ihn gerichtet. Der Winkel des Fotos lässt es nur so aussehen. Lügen zu verbreiten und Propaganda zu schaffen lässt diese Sache schlecht da stehen. Schau, wo ihre Füße sind. Der Soldat steht vor dem Mann und sie blicken beide friedlich. Ich kann das nicht unterstützen.
Manny Built: ich glaube nicht, dass dies dem Foto gerecht wird. Es sieht aus wie ein Soldat, der seine Waffe hält. Sein Finger liegt nicht einmal auf dem Abzug. Und der Mann blickt zur Seite, nicht direkt auf den Soldaten. Bitte bleib bei der Wahrheit und nutze keine Propaganda.
Jose Manzanero: Du hast bezüglich der Besatzung sicherlich recht, aber in diesem Bild richtet der Soldat seine Waffe nicht auf den alten Mann; es ist die Perspektive, wie dieses Bild aufgenommen wurde.

Ich  habe den starken Verdacht, dass genau dieselben Leute andere (weniger offensichtliche) Verleumdungen gegen den jüdischen Staat nur allzu bereit glauben würden. Leider war dieses Bild selbst für sie zu offensichtlich und ihre Sorte scheint nur zu sein, dass ihre „Sache“ Schaden nimmt.