70 Jahre Israel

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Ja, „der Islam ist Teil unserer Geschichte“

Raymond Ibrahim, FrontPage, 6.April 2018

Der erste Vizepräsident der Europakommission, Frans TImmermans, übte gerade den Vorsitz eines Runden Tisches mit zehn muslimischen Imamen aus sechs EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden) aus. Hinterher verkündete Timmermans: „Die Kommission tritt entschieden für Diversität in Europa ein. Der Islam ist Teil unserer Geschichte, der Islam ist Teil unserer Gegenwart und der Islam will Teil unserer Zukunft sein.“

Solche Behauptungen sind so wahr wie die Annahmen, auf denen sie gründen – und wie solche Annahmen in historischen Fakten oder Fiktion gegründet sind. Wenn er seine Behauptungen zur historischen Rolle des Islam in Europa damit einleitet, dass er sagt: „Die Kommission tritt entschieden für Diversität in Europa ein“, dann ist klar, welche Wahrnehmung Timmermans beschwört.

Die wahre, historisch dokumentierte Rolle, die der Islam spielte, hat eine ganz andere Geschichte zu erzählen: Im frühen siebten Jahrhundert brachen Schwerter schwingende Araber aus der Arabischen Halbinsel aus und eroberten innerhalb von ein paar Jahrzehnten rund zwei Drittel dessen, was damals die christliche Welt darstellte – von Syrien und Ägypten im Osten bis Karthago und Spanien im Westen mit allem, was dazwischen lag. Einhundert Jahre nach dem Tod ihres Propheten (der traditionell ins Jahr 632 gelegt wird), befanden sie sich im Herzen Frankreichs, wo dank ihrer Niederlage bei Tours 732 und weiterer Frankensiege ganz Europa nicht auch erobert wurde.

Aber wo Ländereien nicht unterworfen werden konnten, konnte immer noch Leibern erobert werden und die nächsten zwei Jahrhunderte kehrte sich der Jihad in einen gigantischen Sklavenhandel mit europäischem Fleisch, da Überfälle zum Sklavenfang praktisch keinen Teil Europas unberührt ließen (selbst die Wikinger-Überfälle in Nordeuropa waren in erheblichem Maß von arabischem Gold getrieben).

Im zehnten und elften Jahrhundert bekehrten sich die Türken – die sich den Jihad-Ethos sich noch mehr als die Araber zueigen machten – zum Islam und wurden seine neuen Standartenträger. Obwohl sie nennenswerten Siege und Eroberungen vorweisen konnten – insbesondere nach dem Sieg der Seldschuken 1071 gegen das oströmische Reich – wurde der Jihad gegen Europa erst unter den Osmanen ernsthaft erneuert: im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert wurde ein Großteil des Balkan brutal unterworfen und Konstantinopel – der ursprüngliche Erzfeind des Islam – 1453 schließlich (und furchtbar) geplündert.

Das osmanische Vorrücken ging unvermindert weiter – der europäische Sieg 1571 in Lepanto war mehr symbolisch als sonst etwas – und 1683 wurde Wien von hunderttausenden Muslimen eingekesselt. So wie fast ein Jahrtausend zuvor, als 732 der islamische Vormarsch nach Europa gestoppt wurde, sorgte ein christlicher Sieg vor Wien nur dafür, dass die Muslime in ihre bescheidenere Rolle als Sklavenhändler weißen Fleisches zurückverfielen: Vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert versklavten muslimische Sklavenhändler vom Khanat auf der Krim im Osten bis zur Berberküste im Westen mehr als fünf Millionen Europäer – im späten 18. Jahrhundert auch amerikanische Seeleute, was die Berberkriege herbeiführte.

Der vielleicht aufschlussreichste Aspekt dieser hier angeführten Geschichte ist der erwiesene rote Faden in entschieden islamischen Begriffen: die muslimische Vorstellung, dass alle Ungläubigen drei Alternativen haben – Übertritt, bereitwillige Kapitulation über den Jizya/Dhimmi-Status oder den Tod; die mutwillige und massenhafte Zerstörung von Kirchen, Kreuzen und allem Christlichen; die sadistischen Gräueltaten, die jeder Beschreibung spotten; die „Allahu Akbar“-Rufe und andere Jihad-Parolen; die Beschwörung von Versprechen des Koran auf ein sexuell sinnlichen Paradiese für die, die im Jihad fallen – sie alle sind in praktisch jeder Begegnung zwischen Muslimen und Europäern präsent, von der schicksalhaften Schlacht von Yarmuk im Jahr 636 bis zu Amerikas Erfahrungen mit den Berbern um 1800, wie sie ausgiebig in meinem in Kürze erscheinenden Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West (Schwert und Säbel: Vierzehn Jahrhunderte Krieg zwischen Islam und dem Westen).

So sieht in Wahrheit die Rolle aus, die der Islam in Europas Vergangenheit spielte.

Was seine Rolle in der Vergangenheit angeht, so ist sie darauf gebaut, dass Europa diese unerschütterliche Geschichte der Feindseligkeit komplett ignoriert – wenn es sie nicht vorsätzlich verdreht; dass es Muslime in Massen in ihren Ländern willkommen heißt – und das im Namen der „Diversität“; dass es dementsprechend leidet und sich dann fragt, was sie, die europäischen Gastgeberländer, falsch machten.

Bedenkt man den unerschütterlichen Part, den der Islam in der Vergangenheit spielte und in der Gegenwart weiter spielt, dann bleibt abzuwarten, ob der Westen seine Zukunft auf Fakten oder auf Fiktionen aufbaut – wobei er in beiden Fällen seinen gerechten Verdienst dafür erhält.

Drei Wochen: Wie Gazas Massenproteste dabei scheitern Wirkung zu zeigen

Prüfung der berichteten Zahlen zu Verletzten und der Art der Verletzungen deutet auf starken Rückgang von Gewalt und Teilnehmerzahlen bei den Protesten.

Seth J. Frantzman, Jerusalem Post, 14. April 2018

Israelische Soldaten schießen von der israelischen Seite des Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen Tränengas, während Palästinenser auf der Gaza-Seite der Grenze protestieren. (30. März 2018, Foto: Amir Cohen/Reuters)

Die großen „Marsch der Rückkehr“-Proteste, die Hamas und Aktivisten aus Gaza am 30. März begannen, erlebten die niedrigsten Teilnehmerzahlen in drei Wochen und die geringste Zahl an Opfern bei Zusammenstößen mit israelischen Streitkräften; laut Berichten wurden am Freitag ein Palästinenser getötet und 528 verletzt.

Die israelischen Behörden sind standhaft gewesen und haben berichtet, dass die Protestierenden Deckung für gewalttätiges Handeln gewesen sind, während die Hamas und örtliche Aktivisten versucht haben das Momentum aufrecht zu erhalten. Der Teil derer, die von scharfen Schüssen verletzt wurden, ist um die Hälfte zurückgegangen, was einen beträchtlichen Rückgang nicht nur des Ausmaßes der Proteste, sondern auch des Niveaus der Gewalt entlang der Grenze andeutet.

Am Vorabend des dritten Freitags mit Massenprotesten im Gazastreifen veröffentlichte das von der Hamas betriebene Gesundheitsministerium in Gaza eine Liste der Opfer der beiden Vorwochen; darin wurde erklärt, dass 3.078 Palästinenser verletzt worden waren, darunter 1.236 durch scharfe Schüsse. Es wurde behauptet, dass vier Personen Beine verloren haben. Von den Verletzten waren 445 unter 18 Jahre alt und 152 waren Frauen. Dreißig waren getötet worden. Es wird auch gesagt, dass 30 Sanitäter und 14 Journalisten verletzt worden waren, darunter Yaser Murtaja, der am 6. April angeschossen wurde.

Am Freitag erreichten die Proteste die den Grad, den sie in der Vergangenheit hatten.  Verteidigungsminister Avigdor Liberman twitterte, dass „es von Woche zu Woche weniger Krawalle an unserer Grenze zu Gaza gibt. Unsere Entschlossenheit wird auf der anderen Seite durchaus verstanden.“

Die IDF twitterte, dass 10.000 an den „Ausschreitungen“ an der Grenze teilnahmen. Sie postete zudem ein Foto, das zeigt, wie ein „Terroristen einen Gegenstand handhabt, der ein Sprengsatz zu sein scheint“, wobei er direkt neben einem Journalisten und einem Behinderten kauert.

IDF-Sprecher Jonathan Conricus sagte, die Öffentlichkeit solle beachten, dass die Demonstration ein vom Iran unterstützter Versuch der Hamas ist Israel zu terrorisieren. Ein einem Punkt behaupteten Protestierende etwas Stacheldraht von einem Teil des Grenzzauns gerissen zu haben; ein Foto zeigte Khaled al-Batsch, den Führer des Palästinensischen Islamischen Jihad, wie er den Protestierenden half den Stacheldraht zu entfernen, was von der Menge mit Jubel begleitet wurde.

Quellen aus dem Gazastreifen sagten, Islam Scha’allah ( 28) sei Freitagnachmittag bei einen Zusammenstoß an der Gaza-Grenze getötet worden. Seine Beerdigung fand Samstag statt.

Es gab im Vergleich zu den Protesten an den beiden Freitagen zuvor einen bedeutenden Rückgang bei den Opfern. Am 30. März wurden nach Angaben der Gesundheits-Amtsträger 17 Personen getötet und 1.416 verletzt. Am 6. April wurden weitere 9 getötet und 1.354 verletzt.

Der Anteil der von scharfen Schüssen Verletzten ist ebenfalls zurückgegangen, von einem Höchststand von 53% am 30. März auf den niedrigsten von 23% am 13.April. Diese Zahlen beruhen auf Berechnungen, aus palästinensischen Gesundheitsquellen und die Zahlen deuten auf einen starken Rückgang der Verwendung von scharfen Schüssen seitens der IDF. Am 30. März wurden zum Beispiel 1.416 als verletzt gemeldet, davon 758 durch scharfe Schüsse, während am 13. April 223 der insgesamt 969 Verletzten durch scharfe Schüsse verwundet wurden.

Es gibt für diese Zahlen keine unabhängige Bestätigung. Die IDF hat nicht alle Einzelheiten dazu veröffentlicht, wie sie an der Grenze vorgeht, aber sie hat betont, dass sie keine Verletzungen an der „Sicherheitsinfrastruktur“ erlauben wird und dass sie „entsprechend der Einsatzregeln schießen“ wird.

Israels Verwendung von Scharfschützen an der Grenze ist kritisiert worden und internationale Organisationen von der UNO bis zur EU haben Besorgnis zum Ausdruck gebracht. B’Tselem veröffentlichte am 3. April eine Stellungnahme, in der es hieß israelische Soldaten „Müssen es ablehnen auf unbewaffnete Protestierende zu schießen“.

Es scheint so, dass nach den Protesten vom 30. März einige der Bedenken und Kritiken berücksichtigt wurden, weil Israel sich bemüht zu betonen, dass es anstrebt die Grenze mit einer minimalen Zahl an Opfern zu verteidigen. Die IDF hat zudem nach den ersten Freitagsprotesten Informationen veröffentlicht, die besagen, dass 10 der Getöteten aktive Hamas-Mitglieder waren.

Die Zahl der Protestierenden, die sich jeden Freitag einfanden, hat abgenommen. Am Höhepunkt zählten sie 20.000 oder mehr, aber sie sind zuerst auf 17.000 in der zweiten Woche zurückgegangen und auf geschätzte 10.000 am letzten Freitag. Der Versuch der Protestierenden es der IDF am 6. April mit dem massenhaften Verbrennen von Reifen unmöglich zu machen zu sehen was am Sicherheitszaun geschieht, funktionierte auch nicht wie geplant.

In der Westbank hat es hat fast keine Massenproteste gegeben, die mit den Zusammenstößen im Gazastreifen zusammenfielen. Dafür gibt es mehrere Gründe; einer davon hat mit der politischen Spaltung zwischen dem Gazastreifen und der Westbank zu tun. Es gibt zudem weniger als vollständige Solidarität zwischen den beiden Gebieten, unterschiedliche wirtschaftliche Sorgen und auch unterschiedliche Botschaften der Obrigkeiten zu den Protesten.

Wie immer der wirkliche Grund für die fehlende Resonanz aussieht, es zeigt sich, dass die Hamas und die Gaza-Aktivisten bislang gescheitert sind. Sie wollen den Druck bis Mitte Mai aufrecht erhalten, aber es ist unklar, wie das Momentum funktionieren soll. Ein Problem, dem sie sich gegenüber sehen, besteht darin, dass sie die Proteste nur freitags veranstalten und das keine wahre Kampagne zivilen Ungehorsams darstellt. Israel hat erfolgreich gezeigt, dass die Proteste gewalttätige Elemente beinhalten. Selbst im Fall von Murtaja, dem getöteten Kameramann, hat Israel gesagt, dass er aktives Hamas-Mitglied war, was bezüglich seiner Rolle zu Schuldzuweisungen an beide Seiten führte.

Die Gaza-Proteste werden zudem von den Chemiewaffen-Angriffen in Syrien und anderen Themen überschattet. Das bedeutet nicht, dass es keine Ermittlungen gegen und Verurteilungen Israels wegen des Handelns im Gazastreifen geben wird. Aber bisher sind die Verurteilungen bzw. Kritik im Vergleich mit Konflikten der Vergangenheit relativ irrelevant gewesen.

Auch in Israel scheint es sehr wenig Bedenken wegen Gaza zu geben und weit mehr Verständnis für die Notwendigkeit den Zaun zu verteidigen. Selbst ein Video, das am 7. April aufkam und ziegt, wie ein IDF-Scharfschütze auf einen Palästinenser schießt, was angeblich vor Monaten geschah, kehrte sich nicht ein den „neuen Elor Azaria“-Fall, den einige voraussagten.

Jemand im Gazastreifen macht eine Menge Geld mit der Herstellung israelischer Flaggen

Elder of Ziyon, April 13, 2018

Die heutigen Gaza-Krawalle haben das Thema des Verbrennens der israelischen und des Hissens der Palästinenserflagge.

Fotos zeigen, dass die israelischen Flaggen, die sie verbrennen, nicht annähernd dem entsprechen, wie echte israelische Flaggen aussehen – die blauen Streifen gehen (oben und unten) bis zum Rand der Flagge und der Davidstern ist, vielleicht symbolisch und vielleicht antisemitisch, aufgebrochen.

Sie können diese Flaggen nicht aus Israel importiert haben, was bedeutet, dass irgendwo im Gazastreifen jemand hunderte israelische Flaggen herstellt, damit sie verbrannt werden können.

Was mich an dieses deutsche Satire-Video erinnert, dem ich einst englische Untertitel gab:

Derweil schließen sich im Gazastreifen Frauen den Festivitäten an, indem sie ihre Schuhe mit israelischen Flaggen bemalen.

Ich weiß nicht, das für mich sieht irgendwie schick aus.

Mein Video der Woche

gefunden auf twitter – die Hatikva, gespielt in Jerusalem auf Geigen, die aus dem Holocaust geborgen und restauriert wurden:

Holocaust-Gedenktag in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 12. April 2018

Dieses Jahr wurde Yom HaSchoah, der Gedenktag für die Märtyrer und Helden des Holocaust, wie er offiziell heißt, von Mittwochabend bis Donnerstagabend begangen.

Die staatliche Feier in Yad Vashem wurde im israelischen Fernsehen live übertagen. Wie es zur Tradition geworden ist, entzündete Rabbi Yisrael Meir Lau die Gedenkfackel.

Präsident Reuven Rivlin sprach zu den Versammelten, die auf dem Platz so weit verteilt waren, dass die meisten Gäste sie auf den auf jeden Seite der Bühne aufgestellten großen Bildschirmen ansehen mussten, um das Programm verfolgen zu können.

Nach einem musikalischen Intermezzo sprach Premierminister Benjamin Netanyahu.

Unterstützer von Yad Vaschem aus aller Welt kommen, um an der emotionalen Feier teilzunehmen.

Sechs Überlebende entzündeten einer nach dem anderen, unterstützt von einem jüngeren Familienmitglied, Flammen für sechs Millionen ermordete Juden.

Die Lebensgeschichten der sechs Überlebenden werden in sechs kurzen Videos vorgestellt. Ein Thema verläuft durch diese kurzen Blicke in die Vergangenheit: In Israel angekommen, nachdem sie Schwierigkeiten durchmachten, die man sich nicht vorstellen kann, sind sie stolz den Erfolg gehabt zu haben neue Generationen stolzer und versierter Juden großzuziehen.

Die Vergangenheit kann nicht wiederhergestellt werden. Aber

jeds jahr steht die IDF-Ehrengarde auf der Bühne. Die jungen Soldaten sind Symbole einer viel versprechenden Zukunft.

Jedes Jahr wird das traditionelle Gebet für die Toten rezitiert. Ich dachte, ich könnte die Worte aus den judäischen Bergen um uns herum nachhallen hören.

Um 10 Uhr am nächsten Morgen erklangen die Sirenen zwei Minuten lang. Jerusalem hielt inne um zu gedenken.

Der Tag war gekennzeichnet durch eine lange Liste an Programmen, die die Überlebenden ehrten und der Opfer gedachten.

Es gab viel mehr, aber ich entschied mich mit der Hatikva zu enden die die Zeremonie in Yad Vaschem beendete.

Hoffnung für die Zukunt

Trauer und feiern

Das Leben leben.

Jerusalem hat zum Yom Ha‘atzmaut, Israels 70. Unabhängigkeitstag, eine sehr lange Liste kostenloser öffentlicher Veranstaltungen, der nächste Woche gefeiert wird.

Ich brauche vorher etwas Zeit zum Ausruhen.

Schabbat Schalom

Jizya, „Freistellung vom Militärdienst“ und ermordete christliche Soldaten

Ungläubige nicht erwünscht

Raymond Ibrahim, 5. April 2018 (Coptic Solidarity)

Eine der Säulen der Industrie des Weißwaschens des Islam ist die Behauptung, dass die Jizya – ein Erpressungsgeld, das die unterworfenen  Juden und Christen zahlen müssen (s. Sure 9,29) – sie tatsächlich „zum Schutz durch Muslime vor Aggression von außen berechtigte und sie vom Militärdienst befreite“, um John Esposito von der Georgetown University zu zitieren.

Gemäß dieser weithin festgehaltenen Logik forderten die muslimischen Invasoren nicht, dass die eroberten Ungläubigen-Bevölkerungen sich ihr Leben (wie es praktisch alle muslimischen Juristen erklären) mit Geld erkaufen, sondern vielmehr so liebenswürdig waren, ihren nichtmuslimischen Untertanen gegen die Zahlung einer kleine Gebühr „Schutz“ und Befreiung vom Militärdienst boten.

Die Ironie besteht natürlich darin, dass diese Behauptung den Taten der Muslime in der Moderne widerspricht. Erst vor kurzem, am 14. März, wurde Matthew Samir Habib, ein 22-jähriger koptischer Christ in Ägyptens Militär, von seinen muslimischen Kollegen getötet – nur weil er Christ war. Er ist nur der jüngste von etwa neun christlichen Soldaten die in den letzten Monaten und Jahren von muslimischen Soldaten wegen ihres Glaubens getötet wurden.

Und in praktisch jedem Fall folgt ein ähnliches Muster: Trotz aller anderes zeigenden Beweise (wie den physischen blauen Flecken auf den gesamten Körpern der Getöteten) bestehen Offiziere des Militärs darauf, dass – infolge irgendeines plötzlichen und unerklärlichen Depressions-Anfalls – all diese Christen angeblich „Selbstmord“ begingen; derweil bestehen die Familien der toten christlichen Soldaten und die ihnen am nächsten Stehenden darauf, dass ihre umgebrachten Söhne glücklich und gesund waren, dass sie praktizierende Christen waren und dass es Beweise gab, dass sie von ihren muslimischen „Waffenbrüdern“ wegen ihrem offenkundigem Christsein verfolgt wurden.

In diesem jüngsten Fall vom 14. März wurde zum Beispiel zweimal auf den ermordeten Kopten geschossen – und trotzdem bleiben die Behörden dabei, dass es sich um Selbstmord handelte. (Klicken Sie hier für mehrere weitere Beispiele dafür, dass die Militärbehörden seltsame Gründe für die Todesfälle anführen und die christlichen Familien diese zurückweisen.)

Warum diese Christen getötet wurden, ist nicht schwer zu verstehen. Für viele Muslime in Ägypten und andernorts ist Krieg synonym mit Jihad – und es tut der Moral nicht gut, wenn man niedrig stehende Ungläubige hat, die an der Seite von Möchtegern-Jihadisten kämpfen.

Von daher können wir nachvollziehen, warum Christen und Juden wirklich vom Militärdienst „freigestellt“ wurden: Nicht weil sie den Jizya-Tribut zahlten, sondern weil sie als eroberte Ungläubige selbst der Feind waren und abgesondert und geknechtet bleiben mussten – wie Ägyptens Kopten bis heute. (Ein Beispiel: Ihren Anträgen Kirchen zu öffnen oder zu renovieren wurde immer mit Massengewalt und Aufruhr begegnet, oft von muslimischer lokaler Obrigkeit ermöglicht, wenn nicht angezettelt: Als Ungläubige ist es Christen nicht erlaubt Gotteshäuser zu bauen oder zu renovieren; das würde die Lehren Mohammeds offen infrage stellen.)

Apologeten wie Esposito verdrehen die Fakten auf eine andere wichtige Weise: Während die Zahlung der Jizya den eroberten Ungläubigen in der Tat (eine Art von) „Schutz“ kauft, gab es diesen Schutz nie vor einer äußeren feindlichen Macht, sondern vor inneren feindlichen Mächten – heißt, vor den Muslimen selbst: Scharia-Handbücher machen klar, dass die Jizya nicht zu zahlen Dhimmis ihr Leben verwirken lässt.

Und als ob es nicht reichen würde, dass der Koran selbst fordert, dass eroberte Nichtmuslime „die Jizya bereitwillig geben, während sie gedemütigt werden“ (Sure 9,29) – sonst… – widerlegt das schließlich die Behauptung, dass das Zahlen der Jizya eine rein geschäftliche Transaktion war; stattdessen war sie eine rituelle Zurschaustellung islamischer Dominanz über – und Verachtung für – die Ungläubigen.