Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16. – 22. April 2017)

Sonntag, 16.04.2017:

PA-Lüge: Israel habe zwar arabischen Christen aus den Palästinensergebieten Einreisegenehmigungen für Ostern erteilt, dann aber auch über sie die Abriegelung zu Pessah verhängt (das gleichzeitig stattfand). Trotz dieser „Verbote“ besuchten 30.000 Muslime am Freitag die Gebete auf dem Tempelberg. Die Kirchen in Jerusalem waren so voll, dass die Kirchenleiter den Zugang beschränken mussten. Im Gazastreifen gibt es noch 700 Christen – 300 davon waren zu Ostern in Jerusalem.

Die Herrscher im Gazastreifen „protestieren“ (gegen die PA) – indem sie der Bevölkerung am Freitag von 19 bis 23 Uhr den Strom komplett abstellten. Was wieder zeigt, dass ihnen die Leute völlig am Allerwertesten vorbeigehen. Und die PA-Führung hatte auch nur böse Worte, statt z.B. die Stromrechnungen an Israel zu bezahlen und den Menschen im Gazastreifen das Leben nicht schwerer zu machen.
Inzwischen geht dem Elektrizitätswerk in Gaza wieder der Treibstoff aus…)

Zahlen: Derzeit sitzen 6.500 terroristische Häftlinge in israelischen Gefängnissen, darunter 57 Frauen und 300 Minderjährige.

Hausbauminister Yoav Gallant warnt, dass es diesen Sommer einen Krieg mit der Hamas geben wird. Israel müsse darauf vorbereitet sein, aber auch alles tun, um das zu verhindern.

Montag, 17.04.2017:

Heute haben fast 1.200 pal-arabischer Terror-Häftlinge geführt von Marwan Barghouti in israelischen Gefängnissen einen Hungerstreik begonnen (das hat es natürlich in unsere Nachrichten geschafft). Barghouti befindet sich seit heute in Einzelhaft, allerdings nicht wegen seiner führenden Rolle beim Hungerstreik, sondern weil er einen hetzerischen Lügenartikel in der New York Times geschrieben hat.

In Umm el-Fahm wurde ein Unterstützungszelt für die hungerstreikenden Terroristen errichtet.

Mahmud Abbas forderte die internationale Gemeinschaft auf zu intervenieren, um das Leben der Hungerstreikenden zu retten, das „wegen Israels Sturheit und Ablehnung die gerechten humanitären Forderungen der Häftlinge zu erfüllen“ gefährdet sei.

Dienstag, 18.04.2017:

Die für Terrorbekämpfung zuständige Behörde gab bekannt, dass der Grenzübergang Taba vorläufig weiter für die Ausreise von Israelis nach Ägypten geschlossen bleibt. Die Lage wird aber ständig neu bewertet.

Mittwoch, 19.04.2017:

Der stellvertretende Hamas-Chef im Gazastreifen verkündete, dass die Terrortruppe keinen Krieg (mit Israel) suchen und dem Waffenstillstand mit Israel verpflichtet ist, solange dieses sich daran hält.

Der PA-Bildungsminister ließ in allen Schulen einen Brief von Marwan Barghouti verlesen. Dieser betonte zwar, dass lernen eine Form von „Widerstand“ sei, dass aber der Terror (den er nicht so nennt) genauso wichtig sei und genauso intensiv betrieben werden müsste.

Iraelisch-jüdische Tempelberg-Organisationen stellten zufrieden fest, dass es zu Pessah 35% mehr jüdische Besucher des Tempelbergs gab als im letzten Jahr (fast 1.700).

Palästinenserführer drohen mit einer „neuen Intiada“, sollte einer der Hungerstreiker in den israelischen Gefängnissen sterben.

Donnerstag, 20.04.2017:

Die Jugendorganisation einer Partei will heute ein großes Barbecue am Ofir-Gefängnis veranstalten – und zwar an einer Stelle, von der aus die Grill-Gerüche genau über/durch das Gefängnis ziehen. Die Organisatoren haben es satt, dass der Staat Israel von den Terroristen erpresst werden soll.

Mahmud Abbas tönt, er sei bereit sich mit Netanyahu in Washington zu treffen. (Warum so weit reisen? Er glaubt, er könne so Druck aufbauen.)

Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem sagt, Israel habe Angst vor einem Krieg im Libanon diesen Sommer. „Israel ist abgeschreckt und unternimmt keine offensiven Aktionen.

Von den mehr als 1.000 Hungerstreikenden haben mehr als 100 heute ihren Hungerstreik abgebrochen.

Die Hamas verhöhnt die Familien der von ihr gefangen gehaltenen Israelis; sie veröffentlichte einen Clip (auf Hebräisch), in dem angeblich die Gefangenen ein Lied singen. Das wird begleitet von Fotos der Eltern der Gefangenen.

Freitag, 21.04.2017:

Ein entscheidender Berater von Mahmud Abbas bestätigte nicht nur, dass Israel kein Recht hat zu existieren; er bestätigte auch, dass Fatah der Meinung der Hamas zustimmt, dass der Islam es den PalArabern verbietet (!) Israels Existenz, in welchen Grenzen auch immer, anzuerkennen!

8.000 Juden beteten am späten Donnerstagabend an dessen Todestag am Grab des Propheten Josua im Ort Kifl Hares in Samaria. Die Betenden wurden von Soldaten gesichert.

Salah Shehadeh (4) – Das letzte Interview des Hamas-Extremisten Salach Schehade

Palästinenser sind zu einer Nation des Dschihad geworden

Die Welt, 25.07.2002 (Leider ist die URL nicht mehr gültig; für die ausgelassenen Islam-Online-Zitate habe ich leider keine URL mehr bekommen)

Berlin – Am 29. Mai 2002 veröffentlichte „Islam Online“ ein Interview mit Salach Schehade, dem Kommandeur des militärischen Flügels der Hamas, der am Montag von den Israelis umgebracht wurde. Es folgen Ausschnitte aus dem Interview:

Frage: Wie entscheiden Sie, wer einen Märtyrereinsatz durchführt?
Salach Shehadeh: Die Entscheidung erfolgt auf Grund von vier Kriterien: erstens eine überzeugte Einhaltung der religiösen Gebote. Zweitens überprüfen wir, ob der junge Mann den Wünschen seiner Eltern folgt und von seiner Familie geliebt wird und ob sein Märtyrertum das Familienleben nicht (nachteilig) beeinflusst – das bedeutet, dass er nicht das Oberhaupt der Familie ist und dass er Geschwister hat, da wir keine Einzelkinder nehmen. Drittens seine Fähigkeit, die ihm auferlegte Aufgabe durchzuführen und ihre Bedeutsamkeit zu verstehen. Und viertens sollte sein Märtyrertum andere dazu ermutigen, Märtyrereinsätze auszuführen und den Dschihad in den Herzen der Menschen fördern. Wir bevorzugen immer unverheiratete Männer.

Frage: Wie erklären Sie den Zustrom von Jugendlichen, die sich den Reihen der an Märtyrereinsätzen Beteiligten anschließen?
Shehadeh: Der Zustrom von Jugendlichen, die nach Märtyrertum streben, zeigt ihre geistige Gesundheit und das Bewusstsein in der palästinensischen Gesellschaft und ist nicht ein Fehler oder eine Ausflucht aus einer Situation von Verzweiflung oder Frustration. Viele Menschen kommen zum Dschihad, und sie sind bereit, ihre Seelen hinzugeben – das Kostbarste, was ein Mann besitzt. Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen jemandem, der Geld opfert oder eine Spende, und jemandem, der seine Seele opfert im Namen Allahs, um seinem Volk Glück zu bescheren und um sein Leid und seine Sorgen zu beseitigen. Trotzdem können wir nicht jedem einen Märtyrereinsatz geben, denn die Ziele sind begrenzt und die feindlichen Stellungen, die wir erreichen wollen, sind stark befestigt. Wenn einige der Jugendlichen den Anweisungen des Militärapparates nicht folgen und selbstständig Einsätze vornehmen, ohne offiziell mit diesem Apparat verbunden zu sein, beweist das, dass das gesamte Volk zu einer Nation des Dschihad geworden ist, auf der Schwelle zur Befreiung, und dass sie Demütigung und Unterwerfung ablehnt.

(ausgelassen:)

Islam Online: Was denken sie über das Phänomen der Kinder-Märtyrer?
Shehadeh: Der Geist des Dschihads und seine Strömung der Kinder-Märtyrer werden schlecht ausgenutzt. Wir ermutigen niemanden, in eine Siedlung einzudringen ohne angemessen bewaffnet zu sein. Obwohl das Phänomen an für sich positiv ist, erfordert es eine Weiterverfolgung um die Kinder ihrer Taten bewusst werden zu lassen, und ihnen zu gestatten, sich in einen militärischen Zweig zu integrieren, wo sie eine militärische Ausbildung erhalten und lernen, zwischen dem zu unterscheiden, was getan und nicht getan werden muss – zu entscheiden, wann sie Märtyrer werden wollen und wann sie ihre Waffe nutzen sollen.

Frage: Wie wählt der militärische Apparat ein Ziel aus?
Shehadeh: Wir haben Aufklärungsgruppen, deren Aufgabe es ist, israelische und Siedlungswachposten zu beobachten und die Bewegungen des Feindes an der Grenze. Wir nutzen jede Lücke, die wir im Sicherheitsnetz des Feindes finden. Dann bestimmen wir das Ziel und die Art des Angriffes – ob es eine Siedlung ist, ein Militärposten, ein Militärfahrzeug oder etwas anderes.

Frage: Was ist mit dem Töten von israelischen Bürgern?
Shehadeh: Wir haben keine Kinder zum Ziel, keine Alten und keine Kultstätten, auch wenn diese Kultstätten zum Mord an Moslems anstiften. Genauso haben wir keine Schulen zum Ziel, denn wir geben keine Befehle, um Kinder zu töten. Das Gleiche gilt für Krankenhäuser, obwohl das einfach für uns ist und erreichbar. Unser Motto lautet: „Wir kämpfen nicht gegen die Juden, weil sie Juden sind, sondern weil sie unser Land besetzen. Wir bekämpfen sie nicht wegen ihrer Religion, sondern weil sie sich unser Land angeeignet haben.“ Wenn wir ein Kind töten, so geschieht das nicht vorsätzlich.

Frage: Wie viel kostet ein Einsatz?
Shehadeh: Die Kosten eines Einsatzes variieren. Angriffseinsätze mit automatischen Waffen kosten den Preis der Waffe und der Munition und den Preis von ungefähr zehn Handgranaten. Aber einige der Einsätze kosten viel mehr und beinhalten den Transport (des Täters), den Kauf eines Autos und die Bestechung jüdischer Kollaborateure. Es gibt Einsätze, die ziemlich viel kosten – zwischen 3 500 und 50 000 Dollar je nach Ziel.

(ausgelassen:)

Islam Online: Wie haben sie die Waffen entwickelt, welche die Izz al-Din el-Kassam-Brigaden auszeichnen, so wie die Al-Kassam 1 und 2 (Raketen) und den Al-Bana (Raketenwerfer)?
Shehadeh: Wir verfügen über Wissenschaftler, die auf die Herstellung von Waffen spezialisiert sind. Sie forschen und experimentieren an der Al-Bana-Rakete, die eine Kombination eines Mörsergranatenwerfers und einer Panzerabwehrrakete ist, anders als die Al-Kassam-2 (…) Die Granaten werden eigens für die Bedürfnisse des Zweigs und ihrer Mitglieder hergestellt. Sie haben ihre Effizienz bereits unter Beweis gestellt. Selbst das zionistische Verteidigungsministerium hat die Schlagkraft der Granaten inzwischen erkannt. Alle Raketen und Granaten werden vor Ort hergestellt, dank einfacher Herstellungsarten. Der Sprengstoff für die Al-Kassam-1, 2 und die Al-Bana werden zum Teil aus einfachen Rohstoffen fabriziert. Frauen können sie sogar bei sich selbst herstellen…

Frage: Wie sieht die Organisationsstruktur Ihrer Brigade aus?
(eigentlich: Wie sind die Izz al-Din al-Kassam-Brigaden organisiert?)
Shehadeh: Im Allgemeinen sind die Brigaden eine kleine Armee und abhängig von politischen Entscheidungen, wie jede (andere) Armee in der Welt. Wir sind Soldaten. Der politische Apparat sagt uns nicht: „Tut dies und das“, und: „Führt diese oder jene Operation durch“; der politische Apparat ist das Oberhaupt des Militärapparats, und eine Entscheidung der Politik hat Vorrang vor einer Entscheidung des Militärs, ohne dass dabei in militärische Operationen eingegriffen wird.
es fehlt die Fortsetzung:
Der Erfolg einer Operation wird nicht an der Anzahl der Toten gemessen, sondern daran, ob sie korrekt durchgeführt wurde und ihr Ziel getroffen hat. Eine Operation kann nicht ohne eine gute Vorbereitung gelingen. Die Anzahl der Toten hängt von Allahs Willen ab.

(ausgelassen:)

Islam Online: Welches sind die Hindernisse, auf die die Al-Kassam-Brigaden gestoßen sind?
Shehadeh: Das größte Hindernis ist ein Mangel an qualitativen Waffen, so wie Luftabwehrraketen und Langstreckenraketen. Ein weiteres Hindernis ist der Nebel, welcher die Palästinensische Nationalbehörde (Palästinensische Autonomiebehörde) umgibt. Die Behörde bezieht keine klare Position zur Frage der Militäroperationen, was zu einer gewissen Verwirrung führt. Ist sie für oder gegen diese Operationen? Definiert sie sich als nationale Befreiungs- oder Autonomiebehörde? Diese Frage ist eine Quelle, die für Verwirrung unter zahlreichen Kämpfern des Dschads sorgt. Zusätzlich haben die Waffendealer, die uns das Blut aussaugen, eine Anhebung der Preise beschlossen, so dass nun eine M-16 (Maschinengewehr) 5 000 Dollar kostet, und jede Kugel 1 Dollar 50. Eine Kalaschnikow kostet 2 000 Dollar und jede Kugel 4 Dollar. Der militärische Flügel konnte diesen Defizit dank großzügiger Spenden jener ausgleiche, die den Dschihad für Allah unterstützen möchten…

(übernommen aus zwei Forumsbeiträgen im nai-israel-Forum Politik)

Salah Shehadeh (3) – 3 weitere Reaktionen auf den Luftangriff

Sehr früh am 23.07.2002 schoss die israelische Luftwaffe von einem F-16-Kampfflugzeug aus eine Rakete in ein Wohnhaus in Gaza Stadt. Dort hielt sich Salah Shehadeh auf, der auf der israelischen Liste der meist gesuchten Terroristen seit Monaten ganz weit oben stand. Der Sprengkopf der Rakete zerstörte nicht nur Shehadehs Haus, sondern auch einige im Umfeld. Dabei kamen mindestens 15 Menschen um (einschließlich Shehadeh und seiner Familie), der Großteil davon Kinder; rund 150 wurden verletzt. Israel wurde unverzüglich weltweit heftig verurteilt. Ich persönlich stimme Daniel Pipes zu: Es handelte sich um einen gerechtfertigten Angriff (zeitlich wie auch bezüglich des Ziels) mit den falschen Waffen. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Daher diese Zusammenstellung.

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Anmerkung von Arutz-7 am 25.04.2002:
Interessanterweise wurden heute zehn arabische Zivilisten gesucht, aber trotzdem war kein internationaler Aufschrei zu hören. Palästinensische Terroristen legten eine Bombe vor einem Slum von Jenin, um sie gegen israelische Panzer einzusetzen. Die mächtige Explosion jagte aber versehentlich einen Bus der UNRWA mit arabischen Passagieren in die Luft. Die Bombe wurde aus einer Gasflasche gebaut und mit Sprengstoff verbunden.

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Eyeful in Gaza
David Warren, Ottawa Citizen, 24. Juli 2002 (Auszug)


Den Israelis muss klar gewesen sein, dass das Risiko von „kollateralen“ Opfern hoch war – wahrscheinlich einschließlich von Kindern -, als sie sich für den Angriff aus der Luft entschieden. Man wusste, dass Shehadeh wie andere führende Terroristen mit reichlich „menschlichen Schutzschilden“ unterwegs war; in diesem Fall scheint es so, dass, zusätzlich zu seinen eigenen, mindestens sechs Kinder in seiner direkten Umgebung schliefen. Unter den Toten war auch Zahar Hasser, der von den westlichen Medien als Shehadehs Bodyguard bezeichnet wird, in Wahrheit aber sein Adjutant war.

Warum also riskierten die Israelis die öffentliche Prügel, die einer solchen Missin folgt? Sie wählten diese Methode, weil die Alternative – auf dem Boden einzumarschieren – weitaus mehr Tote zur Folge gehabt hätte – auf beiden Seiten. Denn Shehadeh wurde spät Montagabend in seiner Wohnung in einem Haus in der Nähe des Zentrums von Gaza gefunden. Um auf dem Boden dort einzudringen, hätte es einer Hubschrauberlandung in der Art des Mogadischu-Einsatzes im Herzen der Stadt bedurft oder den langen Weg mit Panzern zu gehen. In beiden Fällen wäre die Zerstörung ein Mehrfaches der von Jenin gewesen. Die gewählte Methode war die, die das wenigste menschliches Leben kostete.

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Unter dem Titel „Medienschutt in Gaza“ fasst Honestreporting.com Berichte und Bewertungen aus amerikanischen und englischen Zeitungen in 6 Punkten zusammen:
(1) Shehadeh operierte aus einem dicht besiedelten Viertel heraus, weil er genau wusste, dass die Zivilisten als menschliche Schutzschilde gegen jeden israelischen Versuch zu seiner Tötung dienen würden

In der New York Post erklärt John Podhoretz („Hamas tötet die eigenen Leute, 24.7.02, http://www.nypost.com/postopinion/opedcolumnists/53201.htm), dass die Verantwortung für die zivilen Opfer auf dem toten Terroristen lastet:

„Die Vierte Genfer Konvention geht sehr ins Detail und arbeitet genau heraus, wie Schuld zugewiesen werden soll, wenn militärische Aktivitäten in zivilen Gebieten durchgeführt werden… Hamas befindet sich mit Israel im Krieg. Aber statt sich von der normalen Bevölkerung in militärische Lager abzusetzen und Uniformen zu tragen, wie es vom internationalen Recht verlangt wird, versuchen Hamas-Mitglieder und andere palästinensische Terroristen Zivilisten – die erwähnten „geschützten Personen“ (Vierte Genfer Konvention) 3:1:28 – als lebende Deckung zu benutzen. Um so etwas zu vermeiden, gibt das internationale Recht unter diesen Umständen Israel ausdrücklich das Recht militärische Operationen gegen militärische Ziele durchzuführen.“

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(2) Israel bewies in Jenin, dass es, wo immer möglich, alles unternehmen wird, zivile Verluste zu minimieren – sogar auf Kosten seiner eigenen Soldaten. In Gaza war eine solche Haus-zu-Haus-Aktion nicht möglich und würde wahrscheinlich weitaus größere Opferzahlen auf beiden Seiten zur Folge gehabt haben. (Der Milwaukee Journal-Sentinal schreibt ganz naiv, dass Shehadeh wie Barghouti hätte verhaftet werden und vor Gericht gestellt werden können – – http://www.jsonline.com/news/editorials/jul02/61035.asp)

Die Chicago Sun Times schreibt (“Hamas ist für die zivilen Toten verantwortlich”, 24.07.02)

Israel sagt, es habe den Angriff auf Hamas-Terrorhirn Salah Shehadeh vor Dienstag bereits dreimal angesetzt und wegen Sorgen um zivile Opfer wieder verschoben. Als die Bombe geworfen wurde, sagt Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer, „war unser Informationsstand, dass keine Zivilisten bei ihm waren.“ Israels Feinde und die, die vom jüdischen Staat immer das Schlimmste denken, lehnen diese Erklärung rundheraus ab. Aber angesichts der israelischen Geschichte zu versuchen zivile Opfer zu vermeiden – wie z.B. die Entscheidung, keine Luftangriffe auf die Terrorzentrale in Jenin zu fliegen (erinnern Sie sich an all die palästinensischen Behauptungen eines Massakers, das sich als komplette Fälschung herausstellte?) – denken wir, dass es gute Gründe gibt, den Israelis zu glauben. (http://www.suntimes.com/output/commentary/cst-edt-edits24.html)

Eine weitere Verteidigung des israelischen Vorgehens kommt aus der St. Louis Post-Dispatch:

Der israelische Angriff auf Shehadeh war weitaus gerechtfertigter als der Amerikanische Angriff [HE: in Afghanistan]. Im Gegensatz zu den Israelis haben die USA immer noch keine schlüssige Geschichte dazu, warum sie eine Bombe auf eine Hochzeitsfeier warfen. Ein Bericht in der New York Times deutete diese Woche an, dass die USA hunderte von unschuldigen Zivilisten in einer Reihe von Vorfällen getötet haben, weil sie über unzuverlässige Informationen über mögliche Ziele verfügten. (http://honestreporting.com/a/r/261.asp)

Militäroperationen sind immer so angelegt, dass die eigenen Verluste möglichst gering gehalten werden, Im Golfkrieg gegen den Irak machte das amerikanische Militär fast 100.000 tote Irakis geltend, bei ungefähr 225 amerikanischen Verlusten. Im amerikanischen Krieg gegen Al Qaida sind tausende Feinde neben den geschätzten 700 Zivilisten getötet worden – verglichen mit weniger als 50 Mann Verlusten bei den kämpfenden Amerikanern (von denen 80 Prozent aus Unfällen und „freundlichem“ Feuer resultieren).

Wie US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte: „Dies ist ein Krieg, der uns von Terroristen aufgezwungen wurde… Wir geben uns alle Mühe keine Zivilisten zu verletzen, aber wenn Zivilisten verletzt werden, liegt die gesamte Verantwortung bei den Terroristen, die sie als Deckung benutzen…“

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(3) Die Medien zitieren palästinensische Quellen, dass die Tötung von Shehadeh eine beinahe geschlossene Vereinbarung verhinderte, die palästinensische Angriffe gegen israelische Zivilisten beenden sollte. In einem weiteren Interview mit CNNs Jim Clancy sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat, dass er keinerlei Informationen darüber habe, wer an diesen Verhandlungen beteiligt sei. ( http://www.cnn.com/TRANSCRIPTS/0207/24/qa.01.html)

Inzwischen berichtete eine israelische Quelle der Zeitung Ma’ariv, dass „die Tanzim keinerlei Feuereinstellung vorbereiteten und die Hamas nicht in solche Vertragsvereinbarungen eingebunden sei. Diese Behauptung sind Fälschungen und Teil der psychologischen Kriegsführung der Palästinenser.“ Und nur zwei Tage vor der Tötung Shehadehs veröffentlichte Ma’ariv einen Aufruf von Arafats Fatah-Bewegung, die Angriffe fortzuführen: „Wir rufen alle Gruppen auf… ihre bewaffneten Aktivitäten gegen Ziele der militärischen Besatzung fortzuführen“.

Die London Times rückt diese Gerüchte zurecht: „Der verbreitete Vorschlag hätte nicht die Angriffe auf die israelischen Soldaten beendet, trug nicht die Unterschrift irgendeines palästinensischen Führers und kommt nach allzu vielen Friedensbeteuerungen, die mehr durch ihren Bruch als durch ihre Beachtung „geehrt“ wurden. Darüber hinaus wurde die Feuereinstellung nicht von der Hamas gestützt, der Organisation, die Salah Shehadeh, das Ziel des Angriffs von Montagnacht, geführt wird. Angesichts seiner Geschichte und der seiner Organisation ist die Wahrscheinlichkeit einer Einstellung der Feindseligkeiten der Hamas wilde Spekulation.“
(http://www.timesonline.co.uk/article/0,,542-364789,00.html)

Arutz-7 stellt dazu klar:
Linksaußen-Politiker kritisierten den Zeitpunkt der Elimination eines der schlimmsten Feinde Israels. Obwohl Arutz-7s Haggai Segal berichtete, das er sich an keine IDF-Aktion erinnern kann, die von der Linken befürwortet wurde, erklärte der linksextremen Gush Shalom, dass der Angriff von letzter Nacht schlecht terminiert war, weil nur Stunden vorher der Hamas-Führer Scheik Ahmed Yassin etwas unternahm, was Gush Shalom einen „beispiellosen öffentlichen Aufruf zu einem Waffenstillstand mit Israel“ nannte. Was Yassin wirklich sagte, war, dass er, wenn Israel sich aus allen PA-Gebieten zurück zieht und all seine (antiterror-) Offensiven beendet, „werde ich überlegen, ob ich eine Beendigung der Terrorangriffe befehle.“
(heplev: Das ist wirklich interessant: Gush Shalom verbreitet, Hamas wäre bereit gewesen den Terror zu beenden. Tatsächlich aber ist Scheik Yassin höchstens bereit, einen solchen Schritt unter ganz bestimmten Voraussetzungen zu ÜBERLEGEN! Keine Rede von Einstellung! Was dabei raus kommen würde, kann sich jeder selbst ausrechnen. (Aber das hält auch unsere Medien nicht davon ab, diese Halbwahrheit von Gush Shalom begierig aufzugegreifen und als Wahrheit zu verbreiten, damit Israel weiter geprügelt werden kann!)

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(4) Die Medien behaupten, dass Israels Handeln weitere Racheakte der Hamas provoziere. Gibt es da irgendeinen Unterschied zur Haltung dieser Gruppe vor der Tötung Shehadehs? Hamas führt seit Monaten Anschläge mit hoher Frequenz durch – einschließlich der Disco in Tel Aviv, der Sbarro-Pizzeria, des Café Moment, des Passah-Seders (http://www.foxnews.com/story/0,2933,58486,00.html) – und prahlt ständig damit, dass „Tausende für das Märtyrertum bereit“ seien. Wenn überhaupt, dann stellt der Tod Shehadehs ein größeres Hindernis für die Terroroperationen der Hamas dar.

In einem Bruch journalistischer Ethik scheint James Reynolds von der BBC die Hamas zur Vergeltung zu ermutigen, als er weniger die Stimmung der Palästinenser, sondern ehr seine persönlichen Gedanken beschreibt: „Es gibt das Gefühl, dass die militanten Palästinensergruppen etwas zur Vergeltung der Toten des jüngsten israelischen Schlags tun müssen.“ (http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/2147392.stm)

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(5) Während die Medien Shehadehs Frau als unschuldiges Opfer darstellen, zeigt ein Foto gemeinsames Foto im Time Magazine sie in voller Militäruniform wie sie ein Sturmgewehr hält. Nachdem man dieses Bild gesehen hat, ist es schwer, den Tod der Ehefrau als bedauerlichen Kollateralschaden zu betrachten. (http://www.time.com/time/photoessays/israelmissile/5.html)

Im Wall Street Journal erklärt Ralph Peters („Zivile Opfer: Kein Grund für Entschuldigungen“ – 25. Juli 2002):

Es geht nicht um diplomatische Tischmanieren. Das ist ein Kampf zur Auslöschung menschlicher Monster… Terroristen und ihre Unterstützer müssen lernen, dass ihnen keine Verstecke gewährt werden. Nicht in ihren Häusern, nicht in Kirchen oder Moscheen und nicht in anderen Ländern, in die sie fliehen könnten. Dies ist ein Krieg, der kompromisslos ausgefochten werden muss…“

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(6) Die internationale Heuchelei hat einen Höhenflug. Dieselben misstönenden Stimmen, die das nicht existente „Massaker“ in Jenin anprangerten, springen wieder auf, um Israel zu kritisieren. Aber warum wird es palästinensischen Terroristen erlaubt, ohne internationalen Aufschrei Zivilisten anzugreifen, während jeder als Unfall zu wertende zivile Tote durch Israel immer gleich eine Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist?

Die „Times“ aus London rückt die Schlacht gegen Hamas zurecht:

„Hamas ist eine fundamentalistische islamische Gruppe, die Israels Existenzrecht nie anerkannt hat. Sie hat ihren Krieg ohne jede moralische Grenze geführt. Ihre Terroristen sind nicht nur unvorsichtig gewesen, sondern haben gezielt Zivilisten angegriffen; ihre Bomben explodierten unter Umständen, die dazu vorgesehen waren die Anzahl der getöteten unschuldigen Männer, Frauen und Kinder zu maximieren… Hamas ist an Verhandlungen oder einer gütlichen Einigung mit dem jüdischen Staat nicht interessiert, sondern nur an seiner Auslöschung.“
(http://www.timesonline.co.uk/article/0,,542-364789,00.html)

Salah Shehadeh (2)

Sehr früh am 23.07.2002 schoss die israelische Luftwaffe von einem F-16-Kampfflugzeug aus eine Rakete in ein Wohnhaus in Gaza Stadt. Dort hielt sich Salah Shehadeh auf, der auf der israelischen Liste der meist gesuchten Terroristen seit Monaten ganz weit oben stand. Der Sprengkopf der Rakete zerstörte nicht nur Shehadehs Haus, sondern auch einige im Umfeld. Dabei kamen mindestens 15 Menschen um (einschließlich Shehadeh und seiner Familie), der Großteil davon Kinder; rund 150 wurden verletzt. Israel wurde unverzüglich weltweit heftig verurteilt. Ich persönlich stimme Daniel Pipes zu: Es handelte sich um einen gerechtfertigten Angriff (zeitlich wie auch bezüglich des Ziels) mit den falschen Waffen. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Daher diese Zusammenstellung. Hier ein Porträt des Hamas-Führers und die Antwort Israels auf die Kritiker des Angriffs.

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Salah Shehadeh – Porträt eines Hamas-Führers
Stellungnahme eines IDF-Sprechers vom 23. Juli 2002

Salah Shehadeh war einer der Gründer der Hamas und der Kommandeur ihres militärischen Flügels. Er ist direkt für hunderte von Anschlägen gegen israelische Bürger und seine Sicherheitskräfte während der letzten zwei Jahre verantwortlich. Diese hatten den Tod und die Verletzung einer großen Anzahl von Menschen zur Folge. Einfach gesagt: In den letzten Jahren war Shehadeh die zentrale Figur in der Organisation der Hamas. Und es ist bekannt, dass Shehadeh weitere schwer wiegende Terrorakte plante.

Israelische Sicherheitsbeamte haben erklärte, dass Shehadeh eng mit den meisten Terroraktivitäten in der Region Gaza verbunden war, ob er sie nun selbst plante oder sie genehmigte. Um nur zwei Beispiele für dieser böswilligen Aktionen zu nennen: die Tötung von vier Soldaten am Armeeposten „Afrika“ (9. Januar 2002) und die Abschlachtung von fünf Studenten in Atzmona (7. März 2002).

Shehadehs hochrangige Beteiligung an der Hamas schloss ein:
– die Kontrolle der meist gesuchten Hamas-Terroristen
– die Strategie des Terrorismus gegen Israel angestoßen zu haben
– die militärischen Möglichkeiten der Hamas bedeutend zu steigern.

Shehadeh mobilisierte insbesondere die Hamas-Führer der Westbank und war ein Hauptbindeglied zu den offiziellen Hamas-Vertretern im Ausland. Es war auch Shehadeh, der die Bemühungen zur Produktion von Raketen mit dem ausdrücklichen Ziel der Beschießung Zentral-Israels voran trieb. Er überwachte persönlich die Produktion und den Kauf von Waffen.

Im Verlauf der letzten zwei Jahre haben israelische Behörden Dutzende Male die Autonomiebehörde aufgefordert gegen Shehadehs Aktivitäten vorzugehen. Unglücklicherweise hat die Autonomiebehörde keinen Finger gerührt und ihm, wie auch anderen Hamas-Akteuren, erlaubt frei zu handeln.

Es folgt eine detailliertere Beschreibung von Shehadehs Hintergrund, einschließlich einer Liste mit einigen (wenigen) seiner Aktivitäten.

Hintergrund:

Geboren 1953 in Jaffa, begann Salah Shehadeh seine islamistischen Aktivitäten in den 80-er Jahren als Student an der Islamistischen Universität in Gaza.

Shehadeh war in Kontakt mit der Muslimbruderschaft, die im Gazastreifen agierte.

1984 verhafteten ihn israelische Sicherheitskräfte wegen seiner Beteiligung an feindlichen Aktivitäten gegen Israel. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis tat er sich 1986 mit Scheik Ahmed Yassin zusammen. Gemeinsam entschieden sie sich zur Schaffung eines geheimen „Militärapparats“, den sie „Palästinensische Jihad-Kämpfer“ nannten (Almuj’yhadin Al-Palestinin) und der die Grundlage zur Gründung der Hamas und ihres militärischen Flügels Iz Adin al-kassam im Dezember 1987 bildete. 1988 wurde Salah Shehadeh von den israelischen Behörden wieder verhaftet und der Bildung einer Terrorzelle beschuldigt sowie der Ausbildung von Terroristen im Gebrauch von Waffen und wegen der Befehligung von Terroranschlägen.

Nach seiner Entlassung aus israelischen Gefängnissen kehrte Shehadeh 2000 auf den Posten des Kommandeurs des militärischen Flügels der Hamas zurück. Dieser führte in den letzten Jahren tausende von Terroranschlägen durch, darunter dutzende von Selbstmordanschlägen gegen israelische Ziele durch. [HE: Die Entlassung war mit der schriftlichen Verpflichtung verbunden, dass Shehadeh sich nicht wieder in Terroraktionen verwickelt sein würde.]

Salah Shehadehs Terroraktivitäten:

Salah Shehadeh wurde als charismatischer Führer angesehen, der den Terrorflügel der Hamas mit fester Hand leitete. Er bestimmte die Politik, gab Befehle und Anweisungen zur Ausführung von Terrorakten.

In den letzten zwei Jahren hat Shehadeh die Terror-Infrastruktur von Iz Adin al-kassam, dem militärischen Arms der Hamas, geplant, entwickelt und „kultiviert“. Er war der Hintermann der Schaffung des Feldkommandos der Hamas, das auf den unterschiedlichsten Gebieten arbeitete. Er war der entscheidende Kopf in der Bewaffnung der Hamas mit modernen Waffen wie Antipanzer-Raketen, die vor Ort gebaut oder illegal in die Palästinensergebiete geschmuggelt wurden. Außerdem war er für die Sammlung von Geldern durch islamistische Organisationen in der ganzen Welt verantwortlich, die die Terroraktivitäten der Hamas unterstützen sollten.

Shehadeh betrachtete das gesamte „historische Palästina“ als heiliges islamisches Territorium, für das es eine religiöse Pflicht gab, es vollständig und sofort von den Juden zu befreien. Auf Grundlage dieser Ansicht stand er allen Verhandlungen mit Israel entgegen, auch denen, die zu einem palästinensischen Staat auf nur einem Teil des „historischen Palästina“ führen würde.

Shehadeh schwenkte das Banner der islamischen Extremisten, die den Jihad (islamischer Krieg gegen die Ungläubigen) als den bevorzugten Weg zur Erreichung politischer Ziele betrachten. Der Jihad wird als der zentrale Teil dieser Strategie angesehen. Diese schließt einen kommenden bewaffneten Kampf ein, der eine Rückeroberung Palästinas erlauben wird. In diesem Rahmen befand er, dass Selbstmordanschläge der höchste Ausdruck des Jihad waren. Nach seinem Gefühl sind alle Israelis, einschließlich der Zivilisten, legitime Ziele in diesem „Kampf“.

In den vergangenen Monaten operierte Shehadeh im Gazastreifen gegen israelische Siedlungen. Auf seine Anweisung hin führten viele Terrorzellen mörderische Anschläge auf die israelischen Gemeinschaften aus.

Aufgrund seiner extremistisch-islamischen Haltung opferte Shehadeh viel Mühe für die Ausbildung und Vorbereitung der neuen Generation der palästinensischen Jugend in den Prinzipien des Jihad und der Selbstmordanschläge. Er betrachtete es als eine Ehrenbezeugung der palästinensischen Jugendlichen, wenn sie sich freiwillig für Selbstmordanschläge meldeten. Er unterstützte sie voll auf diesem Weg und gründete einen „Jugendflügel“ innerhalb der Hamas, der für die militärische Ausbildung der Jugendlichen sorgte und sie auf die Selbstmordanschläge vorbereitete. Shehadeh sorgte auch für die Prinzipien der religiösen Zustimmung der Benutzung von Frauen und Mädchen als Selbstmordattentäter.

In einem Exklusiv-Interview, das auf der Internetseite der Hamas veröffentlicht wurde, erklärte Salah Shehadeh die vier Grundvoraussetzungen, die ein Selbstmordattentäter erfüllen muss, bevor er gegen israelische Ziele ausgeschickt wird.

Religiöse Überzeugung – Alle, die auf Selbstmord-Aktionen geschickt werden, müssen gute Muslime sein, gute Taten ausüben und in einer Moschee beten.
Elterliche Zustimmung – Wir (Hamas) stellen sicher, dass die Eltern mit ihrem Kind zufrieden sind, dass es seine Familie liebt und dass sein Selbstmord die Familie nicht negativ betreffen wird. Mit anderen Worten: Er darf nicht der einzige Versorger der Familie sein. Wir untersuchen auch, ob er Brüder hat. Wir werden keinen alleinigen Sohn auf eine Selbstmordmission schicken.
Fähigkeiten – Er muss in der Lage sein die Mission auszuführen.
Andere ermutigen – Jeder Selbstmordanschlag muss andere dazu ermuntern, auch solche Missionen auszuführen und den Jihad zu unterstützen.

Die Zusammenarbeit von Hamas und den Al Aksa-Märtyrerbrigaden (dem Terrorflügel der Fatah-Bewegung) in den Terroraktivitäten ist das Ergebnis von Salah Shehadehs streng palästinensischer Linie im bewaffneten Kampf. Mit seinem Segen führen die beiden Terrororganisationen Anschläge in Zusammenarbeit aus. Diese erstreckt sich auf die Vorplanungen und die Entscheidung gemeinsame Presseerklärungen bezüglich der Anschläge zu verschicken.

übermittelt durch: IMRA – Independent Media Review and Analysis (http://www.imra.org.il)

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Israel antwortet Kritikern des Angriffs in Gaza

ICEJ-Newsmail vom 24. Juli 2002

Sogar der engste Verbündete, die USA, nennen den Angriff einen „ungeschickten Zug“; daher überdenkt Israel, ob wirklich eine F-16 zum Angriff auf den hochrangigen Hamas-Terrorkommandeur in einem dicht bewohnten Viertel am frühen Dienstagmorgen hätte benutzt werden sollen. Die Nation bereitet sich auf eine erwartete Welle von Racheakten vor.

Internationale Verurteilungen prasselten gestern wegen des Luftwaffen-Angriffs gegen Salah Shehadeh, des Kopfs des militärsichen Flügels der Hamas, auf Israel nieder. Die Führer der Welt verurteilten die hohe zivile Opferquote wie auch den Zeitpunkt.

Neben Shehadeh starben mindestens 14 andere Personen, darunter 9 Kinder in dem Raketenangriff auf sein Versteck in Gaza Stadt, bis zu 150 Personen wurden verletzt.

Die gezielte Tötung fand statt, als israelische und palästinensische Vertreter letzte Woche ihre Kontakte wieder erneuerten, die einen Weg aus der 22-monatigen Intifada finden sollten. Einige internationale Politiker deuteten an, dass die Hamas nahe daran war, einen „Auszeit“ der Terroranschläge gegen Israel auszurufen; aber eine nüchterne Betrachtung der Bemerkungen die der geistige Führer der Hamas, Ahmed Yassin, am Montag abgab, zeigen, dass es kein wirkliches Signal einer Meinungsänderung im kompromisslosen Krieg gegen Israel gab.

Als die USA sich gestern Nachmittag zum Luftangriff äußerten, hatten die UNO, EU und arabische Führer bereits scharfe Kritik an der „außergerichtlichen Tötung“ geübt. Die meisten nannten sie „kontraproduktiv“, während einige sie auch als „Kriegsverbrechen“ bezeichneten.

In gemäßigterem Ton sagte Ari Fleischmann, Sprecher des Weißen Hauses, dass US-Präsident George W. Bush die Aktion als „ungeschickt und nicht den Frieden dienend“ andsieht. Die Bush-Regierung beklagt den „Verlust unschuldigen Lebens“ und drängt Israel in Zukunft vorsichtiger vorzugehen, wenn es sein Recht auf Selbstverteidigung ausübt – ein Recht, das von einigen wenigen europäischen Erklärungen anerkannt wird.

Allerdings hat es noch weniger Ausdruck der Sympathie für den militärischen Führer der Hamas gegeben, die für hunderte israelische Tote verantwortlich ist, seit sie von Shehadeh und Yassin 1988 gegründet wurde.

Angesichts des globalen Aufschreis entschuldigten sich israelische Vertreter für die zivilen Toten, verteidigten den Luftangriff aber als „Präzisionsschlag“ gegen einen „bekannten Terroristen“ mit dem Blut hunderter unschuldiger Zivilisten an seinen Händen.

Israelis Ministerpräsident Ariel Sharon machte die Vorgabe, als er den Verlust von unschuldigem Leben bedauerte, aber den Angriff als „einen unserer größten Erfolge“ im Krieg gegen den Terror nannte, weil der Chef der Hamas-Miliz eliminiert wurde.

Als mehr Einzelheiten über den Zeitpunkt und das Ausmaß des Angriffs auftauchten, erlärten Vertreter Israels, das Shehadeh seit einiger an der Spitze der Liste der gesuchten und anzugreifenden Personen stand und mindestens acht frühere Versuche ihn auszuschalten wegen Bedenken über zivile Opfer abgebrochen worden waren.

Aufgrund aktueller Informationen wusste das israelische Militär, dass Shehadeh sich in dem Gebäude aufhielt und waren der Meinung, dass sie schnell zuschlagen müssten. Sie sagten der Politik, dass die zivilen Schäden gering sein würden. Diese Bewertung erwies sich als falsch.

Am späten Dienstag begannen die IDF und der Shin Bet mit den Ermittlungen, was bei dem Angriff falsch gelaufen war. Die erste Schlussfolgerung ist, dass es ein Fehler gewesen sein könnte ein F-16-Kampfflugzeug zu benutzen, das eine 1000kg-Bombe auf das Haus abwarf, in dem sich Shehadeh mit seiner Familie und hochrangigen Helfern aufhielt.

Sicherheitsbeamte hatten den hochrangisten Regierungsmitgliedern versichert, eine solche Bombe würde einen „geringen Effekt“ auf die Gebäude in der Nähe haben. Aber die meisten Toten und Verwundeten gab es in den anliegenden Wohnungen.

Israelische Beamte aus der Umgebung von Premier Ariel Sharon und Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer (der sich zur Zeit des Angriffs im Ausland befand) versicherten, sie würden den Angriff verschoben haben, hätten sie gewusst, dass sich so viele Zivilisten in der Einschlagzone befanden.

Vertreter Israels betonen aber auch, dass Shehadeh wusste, dass er ein gesuchter Mann war und sich in den letzten Monaten absichtlich in dicht bewohnten Vierteln in Gaza versteckte und Frauen und Kinder als Schutzschilde benutzte. Aus diesen sicheren Hafen heraus bauter der das Terrornetzwerk der Hamas in Samaria wieder auf, beaufsichtigte die Anfertigung von Kassam-Raketen, Mörsern, Granaten und anderen selbst gebauten Waffen und plante eine neue Serie massiver Terror-Gräueltaten gegen Israel.

Unter den in Vorbereitung befindlichen Terroranschlägen war eine 600kg-LKW-Bombe, die die neue Brücke sprengen sollte, die jüdische Siedler im südlichen Gazastreifen benutzen sowie eine maritime Operation, mit der Selbstmordbomber mit Booten an überfüllten israelischen Stränden landen sollten.

Unter solchen Umständen bestehen die israelischen Analysten darauf, dass die IDF kaum eine Wahl hatte außer einige zivile Verluste zu riskieren, um ein von Shehadeh geplantes größeres Blutbad zu verhindern. Die Lage, argumentieren sie, ist nicht unähnlich dem US-Luftangriff in Afghanistan, bei dem jüngst mehr als 50 Menschen bei einer Hochzeit getötet wurden – ein Vorfall, den Washington als „Unfall“ bezeichnete.

In der Abwägung der Kosten und Nutzen dieser Operation mussten die israelischen Behörden auch die möglichen Opfer der Angriffe Shehadehs, die dieser initiieren wollte, gegen die der erwarteten Racheakte abwägen, die von Hamas und anderen Palästinensergruppen angekündigt worden sind.

Nach Hamas werden diese Racheangriffe tatsächlich kommen. Shehadeh, der sogar innerhalb der Hamas als Hardliner angesehen wurde, stand in den Startlöchern die radikal-islamische Bewegung vom alternden Yassin zu übernehmen. Daher ist sein Verlust ein schwerer Schlag.

Hamas-Sprecher versichern, dass sie sich an den Israelis „in ihren Häusern“ rächen werden und warnen, dass alle Palästinenser sich vereinigen werden, das Blut Sheahdes und der anderen Toten der Explosion von letzter Nacht zu rächen.

Die große Menschenmenge, die gestern dem Massenbegräbnis für alle 15 Opfer in Gaza beiwohnte, deutete auf die derzeit weit verbreitete palästinensische Wut gegen Israel an; die Schätzungen der Teilnehmer belaufen sich auf bis zu 300.000 Trauernde, was sie zur größten solchen Prozession der bewaffneten Intifada macht.

„Das Blut der Märtyrer wird nicht vergebens sein“ und „das palästinensische Volk wird diese Verbrechen rächen“, rief die Menge, die sich aus Anhängen aller palästinensischen Fraktionen, auch der Fatah, zusammensetzte.

Palästinensische und arabische Medien in der gesamten Region schlugen antiisraelische Ressentiments an und sendeten ständig die verstörenden Bilder der Bombenszene und verwunderter Kinder in Krankenhäusern.

Der hochrangige Hamas-Sprecher Abdel Aziz al-Rantissi warnte: „Hamas‘ Vergeltung wird bald kommen und es wird nicht nur ein Angriff sein… Nach diesem Verbrechen werden selbst Israelis in ihren Häusern Ziel unserer Operationen sein.“

Quellen im israelischen Militär nehmen die Drohungen der Hamas sehr ernst und haben die Alarmstufe im ganzen Land erhöht.

In der Zwischenzeit setzte sich Sharon am Mittwoch mit Ben-Eliezer, Außenminister Shimon Peres und Finanzminister Silvan Shalom zusammen und befürwortete eine Reihe Gesten, die die Belastung der palästinensischen Öffentlichkeit vermindern sollen, um der Autonomiebehörde Anreiz zu geben, die Situation zu beruhigen. Nach Peres wird ein Teil der der PA vorenthaltenen Steuern in den nächsten Tagen dem neuen PA-Finanzminister Salam Fayad überlassen; 7000 Palästinensern werden Arbeitserlaubnisse für Israel erteilt und die Ausgangssperren in Hebron, Bethlehem und Jericho werden aufgehoben.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (9. – 15. April 2017)

Sonntag, 09.04.2017:

Hanan Ashrawi, Arafats Lügenmaul-Sprachrohr, macht immer noch genauso weiter. Jetzt beschwerte sie sich, dass MEMRI übersetzt, was die arabischen Hetzer so von sich geben. Sie behauptet, MEMRI würde verzerren, was die PalAraber sagen. Kann MEMRI sich gar nicht leisten, es gibt schließlich genug andere, die das überprüfen können.

Die PA trotzt den USA (Trump): Sie wird die Zahlungen für die Familien der „Märtyrer“ erhöhen.

Montag,10.04.2017:

Die Distriktpolizei von Jerusalem hat vor Pessah eine Reihe präventiver Festnahmen (von Arabern wie von Juden) vorgenommen, um Spannungen in der Hauptstadt vorzubeugen; es gab Geheimdienstinformationen, nach denen Krawalle geplant waren.

Saeb Erekat: Die Anschläge auf die koptischen Kirchen in Ägypten sind gegen die palästinensische Sache gerichtet – gegen Ägyptens Unterstützung der Palästinenser.

Weil ein Terroranschlag des IS (in Ägypten) zu erwarten ist, hat Israel den Grenzübergang Taba bei Eilat geschlossen.

Die IDF fand bei Hebron ein Denkmal für einen Terroristen, der vor 18 Monaten versuchte einen Grenzpolizisten zu erstechen und dabei erschossen wurde. Soldaten rissen das Denkmal ab und beschlagnahmten Maschinen, die zu seiner Herstellung genutzt wurden.

Mittwoch, 12.04.2017:

Die PalAraber im Gazastreifen haben ein neues Brettspiel: „Erreiche Jerusalem“. Damit sollen „die Militärkultur und die Liebe zum Jihad der Kinder gestärkt“ werden. Über Tunnle und mit von der Hamas gebauten Raketen soll Jerusalem erreicht werden, während man auch Panzer und Hubschrauber der IDF beseitigt, die das Vorankommen behindern. Das Spielbrett ist übersät mit Hamas-Kämpfern, die dem Feind Fallen stellen, ihn angreifen und durch Tunnel kriechen, dazu Fotos von Städten innerhalb Israels (z.B. Tiberias, Aschdod, Akko, Haifa, Jaffa, usw.), in die man „zurückkehren“ will.

Die Erklärung einer PalAraberin im offziellien PA-Fernsehen für „gelobtes Land“: Juden missverstehen das als „ihnen versprochen“, dabei ist der wahre Grund, dass Allah sie dort sammeln will, um sie zu vernichten.

Heute besuchten Tausende Israelis das Patriarchengrab in Hebron; dort waren 1.000 IDF-Soldaten, Polizisten und Grenzpolizisten stationiert, um für Sicherheit zu sorgen.
Außerdem gab es Zehntausende Besucher, die in Samaria wandern gingen.

Ein Hamas-Mitglied des Palästinensischen Legislativrats (der seit 2007 nicht mehr getagt hat) wurde festgenommen. Das bringt die Zahl der inhaftierten PA-„Parlamentarier“ auf 13.

Donnerstag, 13.04.2017:

Während der Passah-Tag besuchten bisher 130.000 Menschen die israelischen Nationalparks.

Samstag, 15.04.2017:

Khaled Meschaal von der Hamas behauptet, es gäbe „hinter den Kulissen“ Bemühungen alle pal-arabischen Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freizubekommen.

 

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (2. – 8. April 2017)

Sonntag, 02.04.2017:

Die Hamas bejubelt den jugendlichen Terroristen, der Samstag drei Menschen am Damaskustor mit einem Messer verletzte.

Studenten der Fatah kündigen an, dass der 17. April ein Tag des Terrors und Tötens (von Juden) sein soll. Der 17. April ist der „Tag der Gefangenen“, an dem die Fatah und andere Terrorgruppen die in Israel inhaftierten Terroristen noch einmal besonders hochleben lassen. Die Fatah ermutigt Schüler und andere PalAraber Gewalt zu verüben und „die Konfrontation mit dem Besatzer zu eskalieren“.

Die IDF trainiert gezielt das Vorgehen gegen mögliche Angriffe des IS über die Grenze nach Israel.

Die Übergänge Qalandiya und Rachel im Umfeld von Jerusalem werden für mehrere Dutzend Millionen Schekel überarbeitet und die dortigen Sicherheitsvorkehrungen verbessert. Wenn sie fertig sind, sollen mehr Personen die Übergänge nutzen können.

Montag, 03.04.2017:

Eine PA-Medienseite prahlte: Im März gab es 93 Terroranschläge gegen Israelis.

Am Sonntag zerstörten ägyptische Sicherheitskräfte zwei aus dem Gazastreifen in den Sinai führende Tunnel.

Die Schulbücher pal-arabischer Grundschulen scheinen noch radikaler zu sein als frühere Ausgaben. Sie lehren die Schüler Kanonenfutter-Märtyrer sein zu wollen und Verhandlungen (mit Israel) abzulehnen; dabei dämonisieren sie den gesamten Staat Israel und bestreiten dessen Existenz.

Mehrere Knesset-Abgeordnete haben einen Plan entwickelt um die „Gehälter“ der Terroristen in israelischen Gefängnissen von den Geldern abzuziehen, die der PA überwiesen werden.

Einige arabische Israelis haben vor, ausgerechnet am Unabhängigkeitstag und ausgerechnet am Mahnmal für gefallene Israelis aus dem Unabhängigkeitskrieg, die beim Versuch den Kibbutz Yehiam zu versorgen ermordet wurden, ihr „Nakba“-Veranstaltung abzuhalten. Es werden 25.000 Teilnehmer erwartet. Familienmitglieder der Getöteten fordern die Behörden auf der Veranstaltung die Genehmigung zu verweigern.

Letzte Woche wurde in Lod eine Schulleiterin ermordet. Die Polizei ging von einer kriminellen Tat aus. Jetzt gab der Shin Bet die Festnahme des Mörders bekannt – es war ein Terroranschlag, der Mörder (aus der Nähe von Hebron) wollte „eine Jüdin“ töten.

Mittwoch, 05.04.2017:

Eine Umfrage bei Palästinensern ergab: In überwältigender Mehrheit sind sie dagegen, dass ihr Kinder Frieden gelehrt wird.

Die israelische Polizei hat ermittelt, dass 90% der großen Buschbrände vom November durch Brandstiftung entstanden.

Die israelischen Sicherheitskräfte nahmen im Februar in Samaria einen im Ausland von der Hamas rekrutierten und in Syrien ausgebildeten Terroristen fest, bevor er seine Anweisungen (weitere Terroristen anwerben und Terroranschläge verüben) umsetzen konnte.

Donnerstag, 06.04.2017:

Die Hamas hat 5 Hinrichtungen von „Kollaborateuren“ angekündigt. Heute wurden 3 „Kollaborateure“ gehenkt, die an der Ermordung des Hamasführers Mazen Faqah am 24. März beteiligt gewesen sein sollen.

War auch nicht anders zu erwarten: Die Hamas lobte den Terroranschlag vom Morgen.

Freitag, 07.04.2017:

Ma’an berichtet, dass der oberste Staatsanwalt eine Warnung aussprach: Der Verkauf israelischer SIM-Karten ist für alle Geschäfte illegal. Und auch der Besitz einer solchen Karte ist eine Straftat. Die Geschäfte haben zwei Wochen Zeit alle israelischen SIM-Karten aus dem Sortiment zu nehmen.

Die Hamas hat schon länger nicht mehr die Treibstofflieferungen Israels für das Kraftwerk im Gazastreifen nicht bezahlt. Israel droht daher damit die Lieferungen einzustellen.

Samstag, 08.04.2017:

Nach dem US-Luftangriff auf einen syrischen Fliegerhorst hat Israel den Golan zur Flugverbotszone erklärt.

Samstag, 08.04.2017:

Nach dem US-Luftangriff auf einen syrischen Fliegerhorst hat Israel den Golan zur Flugverbotszone erklärt.

Wie vorhergesagt preisen ahnungslose „Experten“ die „neue“ Charta der Hamas, die nichts änderte

Elder of Ziyon, 23. März 2017

Letzten Monat berichtete ich, dass die Hamas ein neues Manifest veröffentlichen wird, das ihre antisemitische Charta nicht ersetzt, das aber eine moderatere Sprache verwendet, ohne dass die Positionen der Hamas auch nur im Geringsten zu verändern.

Ich sagte voraus, dass die Medien davon getäuscht werden und über dieses Dokument berichten würden, als sei es der Beweis einer neuen, moderaten Hamas.

Ich muss sagen, das ich von der Genauigkeit der Analyse des neuen Dokuments durch Fares Akram von Associated Press angenehm überrascht war:

Die islamisch-militante Gruppe Hamas hat ein neues politisches Programm entworfen, von dem sie hofft, dass es die Verbindungen mit dem benachbarten Ägypten und dem Westen verbessert und ein moderateres Image bietet, das helfen wird sie von der Terrorliste des Westens zu streichen.

Die international isolierte Gruppe, die seit einem Jahrzehnt im Gazastreifen herrscht, stellt sich in ihrem Manifest selbst als palästinensische Widerstandsgruppe gegen israelische Besatzung dar und lässt Verweise auf den heiligen Krieg fallen. Sie bringt zudem die Möglichkeit eines Palästinenserstaats in der Westbank, dem Gazastreifen und Ostjerusalem auf, Land, das Israel im Nahostkrieg von 1967 eroberte.

Das Dokument spielt die Verbindung zur Mutterorganisation der Hamas, der regionalen Muslimbruderschaft, herunter, die von Ägyptens Regierung als Terrororganisation bekämpft wird.

Allerdings scheint die Hamas nicht so weit gegangen zu sein, eine signifikante ideologische Veränderung vorgenommen zu haben, aus Sorge ihre Hardliner-Basis in einer Zeit zu entfremden, in der ultraislamistische Gruppen wie die Salafisten Wirkung zeigen, besonders im Gazastreifen.

Das neue Programm, das Ende des Monats öffentlich gemacht werden soll, wird den Gründungspakt der Hamas von 1988 nicht ablösen; dieser ruft zur Vernichtung Israels auf und dazu „der Usurpation Palästinas durch die Juden durch Jihad zu begegnen“.

Titel: Der Feind hat gerade geblinzelt: Warum die neue Charta der Hamas eine große Sache ist

Aber Ha’aretz fand einen idiotischen „Experten“ namens Björn Brenner, der tatsächlich ein Buch über die Hamas geschrieben hat; dieser glaubt komplett, dass das neue Manifest die Charta ablöst und daher beweist, dass die Hamas sich gemäßigt hat.

Dreißig Jahre nach ihrer Gründung ersetzt die Hamas ihre antisemitische und gewalttätige Charta durch ein umfassend revidiertes Dokument, das mehrere ihrer extremen und verweigernden Positionen modifiziert. Zwar sind mehrere dieser strategischen Veränderungen nicht völlig neu – über sie ist gelegentlich von Hamas-Führern geredet, aber später zurückgezogen oder bestritten worden – aber sie ausdrücklich in ihre Charta aufzunehmen stellt etwas ziemlich nie da gewesenes.

Brenner liegt falsch. Außer dem Ton hat sich nichts hat verändert. Die Charta wird nicht ersetzt. Der ranghohe Hamas-Führer Salah al-Bardawil sagte ausdrücklich: „Dieses neue Dokument der Organisation Hamas wird niemals als eines betrachtet werden, das eine Alternative zur Gründungscharta der Organisation ist.“

Die Hamas hat nie – nicht ein einziges Mal – dem widersprochen, was in der Charta geschrieben steht. Wenn sie sagt, dass sie einen Palästinenserstaat in den Gebieten akzeptieren wird, dann bedeutet das nicht, dass sie Israel in welchen Grenzen auch immer anerkennt, nur dass die Vernichtung Israels in stufenweise stattfinden wird. Wir haben schon früher häufig gesehen, dass leichtgläubige Westler die die Konsequenzen der Mäßigung der Hamas schlucken, aber jedes einzelne Mal, wenn man ihre Worte sorgefältig liest, wird man erkennen, dass ihre Haltung sich überhaupt nicht geändert hat, sondern nur die Gewichtung.

Lustig ist, dass 2013 der „moderate“ politische Hamas-Führer Khaled Meschaal ein Dokument veröffentlichte, das demjenigen sehr ähnlich zu sein scheint, das heute diskutiert wird. Es war ein 19-Punkte-Papier, das ich damals übersetzte. Es gestattete gewaltfreien Widerstand und behauptete, dass die Hamas nichts gegen Juden habe, so genauso wie das anstehende Manifest. Hier sind die ersten zehn Punkte:

  1. Palästina vom Fluss zum Meer und vom Norden bis zum Süden ist ein Land des palästinensischen Volks und seine Heimat und sein legitimes Recht, auf das wir nicht verzichten oder von dem wir auch nur einen Zentimeter abgeben dürfen, egal, was die Gründe und Umstände und der Druck.
  2. Palästina – ganz Palästina – ist Land islamischer und arabischer Zugehörigkeit, ein gesegnetes, heiliges Land, das einen wichtigen Platz im Herzen eines jeden Arabers und Muslim hat.
  3. Keine Anerkennung der Legitimität der Besatzung wie auch immer; das ist eine Prinzipienhaltung, politische und moralisch und daher erkennen wir die Legitimität der israelischen Besatzung Palästinas nicht an und auch nicht die Anerkennung von „Israel“ und der Legitimität seiner Anwesenheit auf jeglichem Teil Palästinas, egal, wie lange; und das wird nicht lange sein, so Gott will.
  4. Die Befreiung von Palästina ist eine nationale Pflicht; es liegt in der Verantwortung des palästinensischen Volks und der arabischen und islamischen Nation, es ist auch eine humanitäre Verantwortung in Übereinstimmung mit den Anforderungen an Wahrheit und Gerechtigkeit.
  5. Jihad und der bewaffnete Widerstand sind das Recht und die echte Methode der Befreiung Palästinas und der Wiederherstellung all seiner Rechte, natürlich zusammen mit allen Formen des politischen und diplomatischen Kampfs, darunter in den Medien, im Bereich der Öffentlichkeit und der Medien; mit der Notwendigkeit alle Energie der Nation in der Schlacht zu mobilisieren.
  6. Widerstand ist ein Mittel, kein Ziel, wenn wir einen anderen Weg ohne Blut und schmerzliche Opfer haben, um das Land zu befreien und die Besatzung zu beenden und die Wiederherstellung der Rechte, dann werden wir sie nutzen, aber die Geschichte beweist, dass es keine Möglichkeit gibt als die Besatzer zu vertreiben und das Land und die Rechte wiederherzustellen, ohne alle Formen des Widerstands zu nutzen, angeführt vom bewaffneten Widerstand.
  7. Wir bekämpfen nicht die Juden, weil sie Juden sind, sondern wir bekämpfen die zionistischen jüdischen Besatzer, die Aggressoren und wir werden jeden bekämpfen, der versucht uns anzugreifen oder sich unserer Rechte zu bemächtigen oder unser Land zu besetzen, ungeachtet der Religion oder Zugehörigkeit, Rasse oder Nationalität.
  8. Das zionistische Projekt ist ein rassistisches Projekt auf Grundlage von Mord und Terrorismus und damit ist es der Feind des palästinensischen Volks und der Nation und ist eine reale Bedrohung und eine riesige Bedrohung seiner Sicherheit und Interessen und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass es eine Gefahr für die Sicherheit der menschlichen Gemeinschaft und der Interessen und Stabilität.
  9. Jerusalem ist ein islamischer und christlicher [heiliger Ort], wir dürfen ihn nicht aufgeben oder irgendeinen Teil davon preisgeben, es ist unser Recht und unser Geist, unserer Geschichte, unsere Präsenz und unserer Zukunft, die die Hauptstadt Palästinas ist und den Herzen der Araber und Muslime das Teuerste… Israel hat keine Legitimität und keinerlei Recht auf Jerusalem auch keine Legitimität oder irgendein Recht an Palästina. Und alles Handeln Israels in Jerusalem es zu verjuden und zu besiedeln und Fakten zu fälschen und Versuche Geschichte zu erfinden, sind nichtig.
  10. Die Aufrechterhaltung des Rückkehrrechts der palästinensischen Flüchtlinge und Vertriebenen aus ihren Häusern, aus denen sie hinausgeworfen wurden oder in die zurückzukehren sie gehindert wurden sowohl in den 1948 als auch den 1967 besetzten Gebieten, nach ganz Palästina; wir lehnen jeglichen Kompromiss bei diesem Recht ab. Gleichzeitig lehnen wir alle Siedlungsprojekte oder alternativen Heimatländer ab… [einige Einzelheiten dazu, wie manche den Libanon oder Jordanien oder der Sinai als alternatives Heimatland vorschlugen]

Hier gibt es nichts Moderates und es gibt nichts Moderates in dem anstehenden Manifest. Menschen, die verzweifelt versuchen die Hamas einzubinden, sind bereit sich selbst zu blenden, um zu glauben, was sie über die Hamas glauben wollen und die tatsächlichen Worte der Hamas zu ignorieren.

Natürlich sind genau diese Experten scharf darauf so zu tun, als spiegele ihr gequältes Lesen potenzieller neuer Hamas-Papiere die Realität stärker als ausdrücklich völkermörderische Äußerungen von Hamas-Führern heute.

Halten Sie Ausschau nach den anderen mutwillig blinden „Experten“ und Reportern, die pflichtbewusst vorgeben, dass dieses neue Dokument die völkermörderische Charta der Hamas ersetzt. In den nächsten zwei Wochen wird es jede Menge von ihnen geben.