Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (4. – 10. Dezember 2016)

Sonntag, 04.12.2016:

Am Sonntagmorgen wurde der Alarm in Beitar Illit aufgehoben; die Eindringlinge vom Samstagabend hatten den Ort anscheinend sehr schnell auf demselben Weg wieder verlassen.

Die ägyptische Armee fand in einem der von ihr gefluteten Tunnel vier Leichen von Hamasniks.

Ein Gaza-Araber starb heute in einem „Widerstandstunnel“ der Hamas (Stromschlag), an dem er arbeitete. (Ägypten gibt an im November 7 Tunnel zerstört zu haben.)

Die IDF will die Sicherheitsvorkehrungen an der Straße zwischen dem Araberdorf Husan und Beitar Illit in Samaria beträchtlich verstärken. Dort wurden zuletzt immer häufiger Autofahrer mit Felsbrocken und anderem beworfen.

Auf dem Fatah-Kongress pries Mahmud Abbas wieder einmal Terroristen und nannte sie „Helden“ und „mutige Kämpfer der Revolution“.

Montag, 05.12.2016:

Das PA-Fernsehen ehrte die Fatah während ihres 6 Tage dauernden Parteitags mit der elfmaligen Ausstrahlung eines Liedes, das die Judenmorde der Truppe pries feiert. Darin wird betont, dass die Fatah den Eid geleistet hat Israel zu vernichten.

Der Fraktionsvorsitzende der Vereinigten Arabischen Liste in der Knesset fordert, dass der Generalstaatsanwalt gegen Benjamin Netanyahu wegen Hetze und Aufstachelung ermittelt. Netanyahu und sein Kabinett hätten während der Brände der letzten Woche Hass gegen die israelischen Araber geschürt. Es gebe keine Brandstifter-Intifada und keine Anschlagswelle.

Mittwoch, 07.12.2016:

Sicherheitskräfte nahmen 3 arabische Teenager fest, die im Verdacht stehen mit Angriffe mit Schusswaffen bei Ofra verübt zu haben.

Donnerstag, 08.12.2016:

In den letzten Tagen verhaftete der Shin Bet eine dreiköpfige Terrorzelle; die – allesamt minderjährigen – Mitglieder hatten mindestens vier Anschläge auf Soldaten mit Schusswaffen ausgeführt.

Eine gemeinsame Aktion von Shin Bet, IDF und Polizei sorgte für die Enttarnung und Festnahme einer siebenköpfigen Hamas-Terrorzelle aus Tzurif und Hebron. Die Terroristen hatten eine komplexe Aktion mit Anschlägen und Entführungen geplant.

Heckmeck:
Benjamin Netanyahu sprach mit dem französischen Präsidenten Hollande; dabei stimmte er einem direkten Treffen mit Mahmud Abbas zu, allerdings nicht auf dem vermeintlichen Friedensgipfel in Frankreich.
– Demgegenüber ließ Mahmud Abbas einen Sprecher verkündet, die PA begrüße die französische Friedensinitiative und Israel lehne Frieden ab.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.11.-3.12.2016)

Sonntag, 27.11.2016:

Zahlen zum Feuer-Terrorismus: Seit Beginn der Brände in der letzten Woche
– wurden 75.000 Menschen evakuiert
– etwa 600 Menschen nicht in ihre Häuser zurückgelassen
– ca 10.131 Ar Land vernichtet
– mehr als 1.800 Häuser in 14 Landkreisen beschädigt
– mehr als 1.600 Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung eingesetzt
Mehr als 100 Feuerwehrleute aus dem Ausland wurden bei der Brandbekämpfung eingesetzt, darunter 69 aus Zypern, 30 aus den USA und 24 von der PA.
– unter den bisher 39 festgenommenen Brandstiftern sind 18 israelische Araber.

Rund 25.000 Juden begaben sich über das Wochenende zum Patriarchengrab in Hebron, um dort zu beten. Anlass war eine Feier des Lebens der Matriarchin Sarah.

Einer der Hamas-Führer prahlte wieder, dass die Terroristen jede Menge Raketen haben, mit denen sie Tel Aviv und Orte nördlich davon beschießen können.

Montag, 28.11.2016:

Mahmud Abbas hat Hamas und den Palästinensischen Islamische Jihad zum Fatah-Kongress eingeladen, der ab Mittwoch stattfinden soll. Vor einer Woche noch hatte die Hamas bestritten, dass es eine solche Einladung gibt.

Dienstag, 29.11.2016:

Nachdem die 2000 Brände gelöscht sind (und während sie noch tobten), setzten die PalAraber und israelische Araber  ihre Terrorangriffe auf Juden fort (unvollständige Zusammenfassung von Montag):
– Bei Kiryat Ono wurde ein Blendgranate auf ein Auto geworfen.
– Am Bahnhof von Yehoschua ging ein Egged-Bus in Flammen auf
– In Schuafat wurden von Arabern wieder Steine geworfen.
– Zwei Linienbusse wurden bei Efrat mit Steinen beworfen. (Eine Windschutzscheibe ging zu Bruch.)
– Auf derselben Straße wurden Autofahrer mit Felsbrocken beworfen.
– Bei Rahat in Südisrael wurde ein Linienbus mit Steinen beworfen.
– Bei Ofra wurde ein IDF-Posten angegriffen.

Heckmeck:
– Zum „Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ mahnte Ban Ki-moon, dass die Aussichten für eine Zweistaatenlösung des israelisch-palästinensischen Konflikts rasch schwinden. Siedlungsbau und der Abriss von (illegalen) Häusern würden die israelische Demokratie untergraben. Und die Uneinigkeit der Palästinenser sei lähmend. (Kritik am Terror? Fehlaneige!)

Mittwoch, 30.11.2016:

Vor drei Tagen brach mal wieder ein Hamas-Tunnel (an der Grenze zu Ägypten) ein und begrub 4 Hamasniks. Eine saudische Quelle macht die Ägypter für den Einsturz verantwortlich; diese pumpen Wasser in gefundenen Tunnel.

Die Brandermittler, die einen großen Brand bei Nataf (nahe Jerusalem im Israel von vor 1967) untersuchen, fanden Überreste eines Molotowcocktails, der offensichtlich aus dem nahe gelegenen PA-Gebiet geworfen worden war.

Hacker störten Dienstag zeitweise die Sendungen der israelischen Fernsehkanäle 2 und 10. Etwa eine halbe Minute lang waren auf den Bildschirmen Bilder muslimischer heiliger Stätten zu sehen, im Hintergrund wurden muslimische Gebete abgespielt; dazu kamen Bilder der aktuellen Brände und die Worte „Allah ist groß“ (in Hebräisch).

Donnerstag, 01.12.2016:

Der Fatah-Kongress hat Mahmud Abbas für die nächsten fünf Jahre wieder zum Vorsitzenden gewählt. In seiner Dankesrede gelobte der geliebte Führer: Ich werde Israel niemals als jüdischen Staat anerkennen. So viel zur Friedensbereitschaft des „Friedenspartners“.

Yuval Steinitz, israelischer Minister für Infrastruktur, Energie und Wasserressourcen bezeichnete Mahmud Abbas als „Israels Feind Nummer 1“.

Freitag, 02.12.2016

Die israelische Polizei hat inzwischen 39 der Brände der letzten Woche genauer untersucht. 29 davon waren auf jeden Fall Brandstiftung. Dazu gab es Dutzende Stellen, an denen versuchte Brandstiftung nicht in einen Flächenbrand ausartete.

Samstag, 03.12.2016:

Haifa wird nach den Bränden ein dreitägiges arabisches Lebensmittelfest veranstalten, an dem arabisch-muslimische, arabisch-drusische, arabisch-christliche und jüdische Köche kulinarische Schätze der Region vorstellen werden. Die Veranstalter versprechen sich davon eine Stärkung des Zusammenhalts der Bevölkerung.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.10.-05.11.2016)

Sonntag, 30.10.2016:

Die PalAraber behaupten mal wieder, religiöse Siedler hätten „palästinensische“ Olivenbäume gefällt. Am Sabbat. Klar doch… (Elder of Ziyon hat nach Fotos gesucht – und nur akutelle Fotos gefunden, die abgeschnittene Äste zeigen, deren Blätter braun sind, die also abgeschnitten wurden, um den Baum zu pflegen. Gefällte Bäume werden nicht gezeigt.)

Montag, 31.10.2016:

Acht Araber, darunter 3 Minderjährige, wurden in A-Tur (Jerusalem) verhaftet. Sie werden beschuldigt an Gewalttaten gegen Israelis beteiligt gewesen zu sein, darunter Würfe mit  Steinen und Brandsätzen.

Benjamin Netanyahu wird mit einer Rede die Wintersitzungsperiode der Knesset offiziell eröffnen. Die Vereinte Arabische Liste wird diese Rede geschlossen boykottieren.

Dienstag, 01.11.2016:

Nach dem Terroranschlag eines PA-Polizisten auf Soldaten gestern fordert die Hamas weitere Angriffe von Sicherheitsbeamten auf Juden.

Eine Gruppe jüdischer Jugendlicher hat seit einem Terror-Doppelmord im letzten Jahr in der Altstadt von Jerusalem Kuchen und Limonaden an Soldaten auf Patrouille verteilt, um ihnen ihre Wertschätzung zu zeigen. Jetzt haben die Jugendlichen am Herodestor ein altes Ladenlokal hergerichtet, wo sie diesen Dienst fortsetzen möchten. Die PalAraber schäumen. Das sei gefährlich, isoliere die Moscheen auf dem Tempelberg und die muslimischen Moscheebesucher. Und ganz schlimm: Die Juden werden an die Eingangstür eine Mezuzah hängen – wieder so ein teufliches talmudisches Dingens.

Die Reaktion in den „palästinensischen“ sozialen Medien auf den Terroranschlag eines PA-Polizisten: Lob für den Mordversucher, Aufforderung an andere PA-Sicherheitskräfte, ebenfalls solche Anschläge auszuführen. Die Leute folgen damit aber eigentlich nur der Führung der Fatah, die den Terroristen als „heldenhaften Märtyrer“ ehrte.

Mittwoch, 02.11.2016:

Verteidigungsminister Liberman plant in die Sicherheit der Grenzstädte am Gazastreifen fast eine Milliarde Dollar zu investieren.

COGAT dokumentierte, das die Hamas Einwohner des Gazastreifens unter Druck setzt, sie sollten für die Terrororganisation Informationen, Ausrüstung und Geld für Hamas-Häftlinge zu schmuggeln, wenn sie die Grenze nach Israel überqueren.

Donnerstag, 03.11.2016:

Einwohner des Jerusalemer Viertels Pisgat Ze’ev haben bei Bürgermeister Barkat eine Protestaktion durchgeführt. Sie spielten vor seinem Haus den muslimischen Gebetsruf in der Lautstärke ab, in der sie ihn ständig ertragen müssen und fordern, dass die Lärmschutzregeln auch endlich für den Gebetsruf durchgesetzt werden.

Drei Terroristen, die letztes Jahr bei Beit-El ein israelisches Auto mit Molotowcocktails bewarfen und ein Kleinkind schwer verletzten, wurden jetzt gefasst.

Freitag, 04.11.2016:

Einwohner von Yatir und Susiya in Judäa wehren sich: Weil Araber schon wieder illegal auf Staatsland bauen und die Behörden nichts unternehmen, marschierten sie auf den Hügel, an dem das Gebäude entsteht.

Samstag, 05.11.2016:

Ein PA-Bauer behauptet, er sei bei der Olivenernte von Israelis angegriffen und verletzt worden (am Sabbath). Zwei weitere wollen weniger schwer verletzt worden sein.

Wie die Siedlungen „illegal“ wurden

Moshe Dann, Jerusalem Post, 23. Juli 2009

Israel schlug, angegriffen, 1967 zurück und eroberte die Golanhöhen von Syrien, die Sinai-Halbinsel und den Gazastreifen von Ägypten und Judäa, Samaria und Jerusalem (die Westbank) von Jordanien. Israel war ein zweiter Holocaust angedroht worden und es gab wenige, die sein Handeln in Zweifel zogen. Niemand sprach von einem palästinensischen Staat; es gab kein „palästinensisches Volk“.

Viele Rechtsexperten akzeptierten Israels Recht seine historische Heimat zu „besetzen“ und sich darin niederzulassen, weil die Gegend von den einfallenden arabischen Ländern seit 1948 illegal besetzt war. Eine Organisation allerdings – das Internationale Komitee vom Roten Kreuz – war anderer Meinung.

Bei einem geheimen Treffen Anfang der 1970-er Jahre in Genf legte das IKRK fest, dass Israel die Vierte Genfer Konvention verletze. Auf Grundlage der Haager Konventionen wurde die GK IV nach dem Zweiten Weltkrieg entworfen, um unschuldige Zivilisten zu schützen und brutale Besatzungen beschneiden. Einseitig kehrte das IKRK das in eine Waffe zur Delegitimierung und Dämonisierung Israels.

So weit bekannt, baute das IKRK auf keinerlei rechtlichen Präzedenzfällen auf; sie erfand „das Recht“.

Gleichzeitig Richter und Geschworene, fehlte seiner Entscheidung der Anschein eines ordentlichen Verfahrens. Da alle Entscheidungen und Protokolle des IKRK zu dieser Sache unter Verschluss sind, bleibt selbst die Identität der Beteiligten ein Geheimnis. Und es gibt keine Berufungsinstanz. Ohne Transparenz oder juristische Ethik wurde das Urteil des IKRK zu „internationalem Recht“. Seine Verurteilungen Israels liefern die Basis für Anschuldigungen der „illegalen Besetzung“ allen 1967 eroberten Territoriums durch Israel.

Obwohl die meisten Mitglieder der internationalen Gemeinschaft, ihrer NGOs und Institutionen die Autorität des IKRK und anderer Institutionen, wie dem Internationalen Gerichtshof, als einzige Schiedsrichter dafür akzeptieren, was „legal“ ist oder nicht, ist es seltsam, dass manche israelische Politiker und Juristen Israels legalen Anspruch auf die Territorien nicht verteidigen können. Und Israels Anspruch ist überzeugend.

1945 wurde die UN-Charta angenommen; Artikel 80 hält fest: „…ist dieses Kapitel nicht so auszulegen, als ändere es unmittelbar oder mittelbar die Rechte von Staaten oder Völkern oder in Kraft befindliche internationale Übereinkünfte, deren Vertragsparteien Mitglieder der Vereinten Nationen sind.“ Das bedeutet, dass die Bezeichnung „Palästina“ als „Nationale Jüdische Heimstatt“, im britischen Mandat eingeschlossen und durch internationale Vereinbarungen vom Völkerbund und dem US-Kongress angenommen, Israels souveräne Rechte in diesem Gebiet garantiert. Alle jüdischen Siedlungsaktivitäten waren und sind daher legal.

Zwei Jahre später, mitten in einem sich ausweitenden Bürgerkrieg, schlug die UNO die Teilung Palästinas zwischen Juden und Arabern vor – womit sie die Bedingungen des Mandats änderte; die Juden akzeptierten, die Araber begannen einen Vernichtungskrieg.

Als Großbritannien das Mandat beendete und [das Mandatsgebiet] verließ, wurde der Staat Israel ausgerufen und den örtlichen Mobs, die die Juden seit Jahren angriffen, schlossen sich fünf arabische Armeen an. Der Waffenstillstand von 1949 – für die Juden die Unabhängigkeit, für die Araber die nakba (Katastrophe) – hatte keinen palästinensischen Staat zur Folge, weil die Araber ihn nicht wollten. Die arabischen Führer akzeptierten Israels Existenzrecht als jüdischer Staat nicht – die meisten lehnen ihn heute noch ab.

Unter dem Druck der Russen und der arabischen Staaten nahm der Sicherheitsrat die Resolution 242 an, die von Israels Rückzug von einigen – nicht allen – dieser eroberten Gebiete im Zusammenhang mit einem abschließenden Friedensabkommen spricht. In der Frage der Souveränität blieb sie ausweichend und problematisch.

Israels Politik und das oberste Gericht nahmen Abstand davon, die volle Souveränität über die gewonnen Gebiete geltend zu machen, aber da es keine reziproken Gesten gab, stimmten sie zu Juden die Erlaubnis zu geben, in Jerusalems Altstadt und nach Gush Etzion zurückzukehren, wo eine blühende Gruppe Siedlungen 1947 ausgelöscht worden war. Sie erlaubte in einem Kompromiss den Bau von Kiryat Arba bei Hebron, wo die jüdische Gemeinde bei arabischen Krawallen 1929 ausgelöscht worden war; den Juden wurde zum ersten Mal seit 700 Jahren erlaubt in der Machpela-Höhle zu beten, einem antiken Gebäude, in dem sich die Gräber der jüdischen Patriarchen und Matriarchen befinden.

Obwohl sie frei waren, die UNRWA-Flüchtlingslager mit neuen Chancen und Herausforderungen zu verlassen, forderten die Palästinenser weder Eigenstaatlichkeit noch Frieden mit Israel. Die PLO, die behauptete die Palästinenser zu repräsentieren, widmete sich dem Terrorismus, nicht dem Aufbau einer Nation.

Für manchen ist dies keine „Rechtsfrage“, sondern eine moralische: Juden sollten nicht über andere herrschen („besetzen“). Also zog sich Israel einseitig aus fast allen „palästinensischen“ Städten, Gemeinden und Dörfern zurück und übergab als Teil der Oslo-Vereinbarungen 1994 und ein paar Jahre später in den Abkommen von Wye und Hebron große Gebiete an die PA/PLO ab.

Als Israel sich aus dem Gazastreifen zurückzog, wurde dieser zu einer Bastion der Hamas. „Land für Frieden“ bedeutet in Wirklichkeit „Land für Terror“.

Unter dem Einfluss dieser Ereignisse, aufgehetzt durch die Islamisten, ermutigt von israelischen Zugeständnissen und mit dem Bestreben den Staat zu untergraben, identifizieren sich israelische Araber als „Palästinenser“ und fordern ein Ende der „jüdischen Besatzung“ und Diskriminierung und die Vernichtung des Staates. Andere verfechten, dass „Israels jüdische und demokratische“ Natur bedroht ist, wenn weiter eine große Anzahl Araber dazu gehört, die nicht loyal sind und sich nicht mit dem Staat identifizieren. Doch fast alle „Palästinenser“ leben unter der Herrschaft der PA, nicht unter israelischer. Der jetzige Streit dreht sich daher um Territorium, nicht um die Bevölkerung.

Vorhersagen einer „arabischen demographischen Zeitbombe“ haben sich nicht als realistisch oder genau erwiesen. Darüber hinaus könnte nachgedacht werden, arabischen Einwohnern volle Bürger- und Menschenrechte ohne politische Rechte zu geben, wie das in den meisten anderen Ländern der Fall ist, zusammen mit der Neuansiedlung arabischer „Flüchtlinge“ im Libanon, Syrien, Jordanien usw., der Auflösung der UNRWA-Lager, der Beendigung des Terrorismus und der Hetze gegen Israel.

Dass ein zweiter (oder dritter) arabisch-palästinensischer Staat eine existenzielle Bedrohung für Israel sein würde, scheint offensichtlich. „Land für Frieden“ ist fehl geschlagen. Warum also weiter dafür werben?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-22. Oktober 2016)

Sonntag, 16.10.2016:

Israel heute berichtet: „Die palästinensische Delegation in der UNO besteht darauf, eine Delegation von internationalen Experten nach Israel zu senden. Sie soll die Heiligen Stätten besuchen und Israel wegen der angeblichen Zerstörung archäologischer und historischer Ausgrabungen anklagen. Die Palästinenser werfen Israel unter anderem vor, wegen dem Bau der Jerusalemer Straßenbahn zahlreiche archäologische Ausgrabungen vernichtet zu haben.“ (Geht‘ noch verlogener? Ausgerechnet die Vernichter archäologischer Schätze auf dem Tempelberg werfen dem Staat, der für archäologische Grabungen alle Bauvorhaben stoppt, vor, was sie selbst betreiben!)

Kinderzeichnungen in der PA: Israel trinkt das Blut von Palästinensern; Israel isst Palästinenser; Ja zu Gewalt; ganz Israel ist „Palästina“.

Mahmud Abbas gab einen Empfang für eine Familie, die ein Mitglied verloren hatte. Dieser Mann erlag einem Herzinfarkt. In einem israelischen Gefängnis. Weil er ein Terrorist war und mordete. Abbas bezeichnete ihn als Helden.

Montag, 17.10.2016:

Umfrage von An-Najah: 59,4% der Palästinenser erklären, dass die Gründung eines Palästinenserstaats in den „Grenzen von 1967“ KEINE endgültige Lösung ist. Mit anderen Worten: Der Vernichtungskrieg gegen Israel wird auch nach einem „Friedensschluss“ und dem völligen Abzug Israels aus Judäa und Samaria weitergehen. (IMRA, per E-Mail)

Dienstag, 18.10.2016:

Zu Sokkoth (Laubhüttenfest) hat die Polizei ihre Präsenz überall in Israel an öffentlichen Plätzen, Parks, Einkaufszentren drastisch verstärkt.

Nach der Zerstörung des Friedhofs in Yarmuk (bei Damaskus) wollte die PA die Überreste von Abu Jihad aus Syrien in die PA überführen. Israel verweigerte die Genehmigung. Der Terrorchef (damals Stellvertreter Arafats) war 1988 bei einem israelischen Einsatz gegen die PLO in Tunesien getötet worden.

Mittwoch, 19.10.2016:

Die IDF gab bekannt, das 5 Verdächtige festgenommen wurden, die im Verdacht stehen am 11. Oktober den Schießangriff auf Soldaten bei Ni’lin verübt zu haben.

Der Schabak hat die Einreisegenehmigungen für 12 der 14 offiziellen Vertreter der PA im Gazastreifen aufgehoben, die von arabischer Seite für die Verhandlungen um Passierscheine und die Einfuhr von Baumaterial zuständig sind. Damit wird anscheinend umgesetzt, was Vereidigungsminister Lieberman ankündigte: dass Israel die PA umgeht und sich direkt mit den betreffenden Arabern beschäftigt und kommuniziert.

Donnerstag, 20.10.2016:

Die Fünfte Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Ahmed Tibi log wieder: Es habe nie einen jüdischen Tempel auf dem Tempelberg gegeben. Nicht nur das: „Es hat nie irgendeine Verbindung einer anderen Religion zur Al-Aqsa-Moschee gegeben.“ Womit er auch christliche Verbindungen zu Jerusalem bestreitet.

Die PalAraber drängen den UNO-Sicherheitsrat, er solle eine Resolution verabschieden, die „ernste Maßnahmen“ gegen Israel beschließt, wenn es die „Siedlungsaktivitäten“ in Judäa, Samaria und Jerusalem nicht einstellt. Es sollen „Konsequenzen“ wegen „Verletzungen des Völkerrechts“ folgen.

In arabischen Städten im Norden Israels wurden in den letzten Tagen eine ganze Reihe von illegalen Schusswaffen, Sprengstoff und anderen Waffen beschlagnahmt. 2 Personen wurden festgenommen.

Eine Hamas-Terrorgruppe aus dem Gazastreifen hatte vor ein (privates) Fest im Süden Israels zu nutzen, um Juden zu töten und zu entführen. Vor allem wollten sie einen Soldaten töten und seine Leiche mitnehmen um sie als Verhandlungsmasse zu nutzen. Die Zelle konnte ausgehoben und verhaftet werden.

Vier Soldaten (nicht im Dienst) nutzten die Handy-App Waze und wurden von ihr in einen Bereich der Area A (unter voller PA-Kontrolle) geführt; sie konnten ohne weitere Zwischenfälle von der IDF wieder herausgeholt werden.

Freitag, 21.10.2016:

Zum Laubhüttenfest wurden Juden in Efrat von Arabern „von nebenan“ besucht. Der Bürgermeister von Bethlehem ließ gegen sie wegen des „gefährlichen Verbrechens“ ermitteln. Inzwischen wurden einige Araber verhaftet.

Der Shin Bet sagt, dass sich die Zahl der Terroranschläge von Arabern in Jerusalem hat sich im September gegenüber dem August verdoppelt. Die Zahl aller gegen Israelis gerichteter Terroranschläge stiegt um 17% an.

Wieder mal behauptete ein führender Hamasnik, es habe nie jüdische Tempel auf dem Tempelberg gegeben und außerdem gebe es eine Beweise dafür, dass es sie je gab.

Dem Terroristen, der plante einen Soldaten zu entführen und zu töten, wurde die israelische Staatsbürgerschaft wieder aberkannt; er stammt aus dem Gazastreifen und ist mit einer israelischen Araberin verheiratet.

Die USA und Ägypten übermittelten der PA-Führung eine Botschaft, mit der diese aufgefordert wurde nach dem 8. November keinen Schritt gegen Israel beim UNO-Menschenrechtsrat zu unternehmen. Die USA würden jegliche Anträge der PA mit einem Veto belegen.

Hamas-Fernsehen: Israel, die Juden leben von Blut und dem Betrachten von Körperteilen.

Samstag, 22.10.2016:

Ein offener Kritiker von Mahmud Abbas bei Hebron wurde angegriffen. „Unbekannte“ beschossen sein Haus.

Die Hamas beschwert sich, dass in Judäa und Samaria Sicherheitskameras an (israelischen) Straßen, an Geschäften und Privathäusern installiert sind. Damit würde Israel „Militante“ entdecken und des dem „bewaffneten Widerstand“ erschweren seinen „Kampf“ auszutragen. Vor kurzem wurde ein Terrorist in Ni’lin mit Hilfe solcher Kameras identifiziert und festgenommen.

Ein Gericht im Gazastreifen verurteilte einen Mann zu 20 Jahren Haft und Zwangsarbeit, weil er Israel Informationen zukommen lassen haben soll.

Hetze im ZDF, 12.10.2016

Attila Teri auf Facebook, 12. Oktober 2016:

ZDF-Hetzte gegen Israel am 12.10.16 (ab Minute 34.05)- und das auch noch ausgerechnet am Yom Kippur! Hat das ZDF gehofft, dass kein Jude an diesem Tag Fernsehen guckt und so der Beitrag nicht auffällt?

„Größtes Freiluftgefängnis der Welt! – so beschreiben Menschenrechtsorganisationen häufig den Gazastreifen. Der schmale Küstenstreifen wird von der radikal-islamischen Hamas kontrolliert und durch Israel von Außenwelt praktisch abgeschlossen. Drei Kriege mit der israelischen Armee in den vergangenen Jahren haben Spuren hinterlassen. Die Hoffnungslosigkeit ist vor allem für die vielen Kinder und Jugendlichen schwer zu ertragen. Wer Glück hat, findet für sich einen Weg, damit zu Recht zu kommen. So wie die 16jährige Miriam. Nicola Albrecht erzählt ihre Geschichte.“

So lautete die Anmoderation zu dem Beitrag, der gerade im ZDF Mittagsmagazin gelaufen ist. Anschließend folgt eine „rührende“ Geschichte von einem „palästinensischen“ Mädchen in Gaza, das in ihrem ersten O-Ton sagt:

„Unser Leben hier ist anders, Wir haben immer Angst vor dem Krieg. Und wenn Krieg ist, dann bleibe ich zwar Zuhause, aber ich fürchte mich trotzdem. Auch unser Haus könnte bombardiert werden.“

Nicola Albrecht gibt anschließend ihr Bestes, um Israel anschließend als Aggressor einzuordnen: In ihrem Text heißt es: „Miriam hat schon drei Kriege erlebt. Untersuchungen zeigen, in Gaza ist jedes 2. Kind traumatisiert………. Sie hat einen Ort gefunden, wo sie sich wohlfühlt. Auf dem Meer. Sie ist die erste junge Frau, die segeln kann. Weil ihr Vater als Geschäftsmann gut verdient, hat er ihr eine kleine Yole gekauft………“ Am Land geht in Gaza kaum etwas voran. Erst kürzlich mahnte die Weltbank an, dass von den zugesagten Hilfsgeldern von der internationalen Staatengemeinschaft zum Wiederaufbau nach dem Krieg 2014, nicht einmal die Hälfte angekommen sei. Und Israels Blockadepolitik die Situation zudem verschärfe. ………..

Damit Frau Albrecht behaupten kann, ihrer journalistischen Pflicht Genüge getan zu haben, wird in EINEM Satz auf die Hamas Bezug genommen: „Und die radikal-islamische Hamas, die den Gazastreifen regiert, veruntreut offenbar Gelder, investiert in den Bau von sogenannten Terrortunneln………..

Dann geht es weiter mit dem Paliwoodstück:

„Ich versuche nicht so weit zu segeln. Ich höre, wenn die israelische Marine auf die Fischer schießt, die weit rausfahren. Aber mein Traum ist es, im Ausland für Palästina an einem internationalen Segelwettbewerb teilzunehmen.“

Der Schluss hat es dann noch einmal in sich: „Miriam glaubt an Gott und irgendwann, erzählt sie uns, wird ihr Allah schon helfen, Gaza der Hamas und den enggezogenen Grenzen ihrer Heimat zu entfliehen.“

Mehr offene PR gegen Israel geht kaum. Die wahren Gründe blendet Frau Albrecht komplett aus, erwähnt auch nicht mal in einem Satz, dass die Grenzen zu Ägypten hermetisch zugemacht wurden wegen dem islamistischen Terror usw. Genauso wenig, warum z.B. die israelische Marine auf „palästinensische“ Fischer schießt, wenn überhaupt. Sie erweckt einzig allein nur den Eindruck, dass Israel der Terrorist sei. ES WIRD ZEIT IHR DAS HANDWERK ZU LEGEN!