Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18. – 24. Juni 2017)

Sonntag, 18. Juni 2017:

PA und PLO lassen wissen: Die „Löhne“ an die Terrorhäftlinge werden weitergehen; das Thema unterliegt nicht den Erpressungen von USA und Israel.

Ein Hamas-Sprecher wies zurück, dass der IS den Anschlag auf die Grenzpolizisten in Jerusalem für sich reklamiert. Er sagte, zwei der Terroristen seien Mitglieder der PFLP, einer der Hamas gewesen.

6 Araber aus „Ost“-Jerusalem werden verdächtigt in der Altstadt „aus nationalistischen Gründen“ Brände gelegt zu haben.

Die PA droht, sie würde wegen „Piraterie“ vor den Internationalen Strafgerichtshof ziehen, wenn Israel die Zahlungen an die Terroristen von den Überweisungen an die PA abzieht.

Zwei Araber aus Nordjerusalem wurden letzte Woche festgenommen; die Polizei hatte in ihren Häusern 2 gestohlene Autos, 1 gestohlenes Motorrad und jede Menge gestohlenen Schmuck sowie Drogen gefunden.

Montag, 19.Juni 2017:

WAFA, die PA-Nachrichtenagentur, beschwert sich und beklagt, dass Israel den Zugang zum Tempelberg für Männer auf solche über 40 Jahren beschränkte. Wer soll denn noch alles kommen? Da waren am Freitag 300.000 Menschen für die Ramadan-Gebete!

Israelische Parlamentarier haben einen Gesetzesentwurf formuliert, mit dem Terroristen und ihren Familien die israelische Staatsbürgerschaft aberkannt werden soll. Sie werden die Chance bekommen ihre Unschuld zu beweisen und ihren Status zu behalten.

Die britische Organisation HALO Trust begann am Sonntag ein Minenfeld bei Jenin zu räumen. Das „Palestine Information Center“ behauptet, darin hätten mehrere Menschen ihr Leben verloren, andere schwere Verletzungen erlitten und das Minenfeld sei „seit 1967 dort“ – womit gesagt werden soll, dass Israel es gelegt habe. In Wirklichkeit wurde es von den Jordaniern vor 1967 gelegt; außerdem sind Auslands-Organisationen nicht autorisiert IDF-Minenfelder zu räumen.

Der stellvertretende Hamas-Führer Khalil Al-Hayya sagte am Sonntag, dass seine Gruppe nicht an einer Eskalation mit Israel interessiert sei. Er glaubt nicht, dass die Energiekrise zu einem Krieg mit Israel führen wird. (Israel wird auf Veranlassung der PA die Stromlieferungen in den Gazastreifen drosseln.)

Nachdem gestern Araber jüdische Besucher des Tempelbergs angriffen, blieb dieser heute für Juden geschlossen.

Die PA hat in Jenin einen Platz nach Khaled Nazzal benannt, der 1974 das Massaker in der Schule von Ma’alot plante; damals wurden 26 Israelis ermordet, 22 davon Schulkinder. Nazzal war auch der Planer weiterer Terrormorde an jüdischen Geiseln.

Die PA versucht bei der UNESCO das Patriarchengrab und die Altstadt von Hebron zu Weltkulturerbe-Stätten erklären zu lassen. Natürlich als ausschließlich muslimische Stätte, an der die Juden keine Rechte haben…

Dienstag, 20. Juni 2017:

Kindergarten-Abschlussfeier im Gazastreifen: Terroranschläge üben, Judenmord vorgeführt, Mordlust-Gesänge gegen Juden in Israel. „Ich werde dich mit Salz essen, Zionist, denn so schmeckst du am besten. Ja, ich rede mit dir: Ich habe dir den Tod gekocht.“

Sowohl WAFA als auch Ma’an „berichten“ über die Reduzierung der Stromlieferungen an den Gazastreifen, dass die Hamas Israel voll verantwortlich dafür macht. Und natürlich ohne etwas davon zu erwähnen, dass die PA dazu aufgefordert hat.

Hassan Abed Rabo von der PA rechtfertigte die Zahlungen an die Terrorhäftlinge: Die seien auch nichts anderes als Sozialleistungen an Israelis bzw. deren Familien, die an Morden oder Mordversuchen beteiligt waren. (Was mehr als lächerlich ist, da sie wegen Mord an die Terroristen gehen, enorm hoch sind und anderen Straftätern nicht gezahlt werden, während die Israelis das als Sozialhilfe an Bedürftige zahlen.)

Jetzt rangelt auch noch die Fatah um die Mörder vom Damaskustor: Sie behauptet, einer der Täter sei einer von ihnen. (Dann haben wir also inzwischen einen ganzen Haufen Terrorgruppen, die dem Islamischen Staat die Rolle bei dem Mord an der Grenzpolizistein Hadas Malka streitig machen.)

Donnerstag, 22.06.2017:

Ein 21-jähriger Araber aus „Ost“-Jerusalem wurde letzte Woche festgenommen; er hatte wegen Terroraktivitäten schon 8 Monate im Gefängnis verbracht und wurde jetzt erneut verhaftet, weil er diese wieder aufgenommen hatte.

Die Hisbollah hat Beobachtungsposten an der Grenze zu Israel eingerichtet – die als Posten einer Landwirtschafts-NGO getarnt sind; diese wird von der Hisbollah finanziert und agiert ausschließlich für die Terrorgruppe.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14. – 20. Mai 2017)

Sonntag, 14.05.2017:

Kann man das „Gülle-Jihad“ nennen? Abwässer aus Ramallah fließen ungeklärt nach Zentral-Israel. Modi’in Illit ist davon besonders betroffen, die Mückenplage hat zugenommen und es werden dadurch verursachte Krankheiten befürchtet. Bei meinem letzten Besuch in Beer Sheva berichteten mir Freunde, dass auch sie unter ungeklärten Abwässern aus PA-Gebieten leiden.

Friedensbereitschaft widerlegt: In Hebron haben die PA-Araber einen Terroristen zum Bürgermeister gewählt, der für den Tod von 6 Juden verantwortlich ist.

Die offiziellen PA-Medien bezeichnen den am Samstag bei einem Terror-Messeranschlag verletzten Polizisten als gewalttätigen Rassisten, der für den Angriff auf sich selbst verantwortlich sei.

Marwan Barghouti hat sich wieder aus dem Gefängnis gemeldet. Per Brief forderte er „Einheit und nationalen Ungehorsam“. Außerdem rief er zur Versöhnung zwischen Fatah und Hamas auf.

Ein ranghoher Palästinenser sagte, er „hoffe“, dass Israel den Siedlungsbau einstellen wird, wenn von den USA geführte Friedensgespräche wieder aufgenommen werden; er ging allerdings nicht so weit das zu einer Vorbedingung zu machen.

Montag, 15.05.2017:

Abbas Zaki von der PA vor PA-Sicherheitsbeamten: Ihr werdet Jerusalem befreien und die Welt beherrschten. Die Israelis sind Esel. ISIS hätte Israel angreifen müssen.

Die Gemeinsame Arabische Liste beschuldigt die Regierung, sie würde arabische Aktivisten bekämpfen. Anlass ist ein Prozess gegen sechs Mitglieder der (verbotenen) radikalmuslimischen Hasstruppe „Islamische Bewegung“, der von den arabischen Knesset-Parteien als „kollektives Schlagen gegen die israelisch-arabische Gemeinschaft“ verurteilt wird.

Dienstag, 16.05.2017:

Der von Mahmud Abbas eingesetzte Leiter eines Schulsystems ließ wissen: Juden sind Wucherer, die das Geld, die Presse und die Ressourcen kontrollieren. Israel ist ein Krebsgeschwür.

Am nördlichen Gazastreifen gibt es schwerwiegende Verschmutzung des Wassers, weil im Bereich Beit Hanoun (nördlicher Gazastreifen) ungeklärte Abwässer in ein nach Israel führendes trockenes Flussbett gepumpt werden. Die Abwässer verschmutzen das gesamte Küstengrundwassersystem.

Heckmeck:
– Moderate arabische Golfstaaten sollen bereit sein bessere Beziehungen zu Israel zu schmieden, wenn es aus ihrer Sicht beträchtliche Bemühungen Israels zum Neustart der stagnierenden Friedensgespräche mit den Palästinensern gibt. (Kommentar: Wieder ist es Israel, das etwas tun soll, nicht die Terroristen!)^

Der PA-Parlamentarier Jamal Hawil von der Fatah wurde fotografiert – als er mit einer Steinschleuder Juden bewarf. Die Fatah sind die „moderaten“ (!) Terroristen.

Nur wenige Tage vor Trumps Besuch wurde in der „Westbank“ in Tulkarm ein Platz nach Maher Yunis, einem Terroristen benannt.

Mittwoch, 17.05.2017:

Den Widerspruch werden wohl nur unsere Gutmenschen nicht erkennen wollen: Bei seinem Besuch in Indien bejubelte Mahmud Abbas die pal-arabischen Terroristen und „Märtyrer“ – und behauptete gleichzeitig, er wolle Frieden mit Israel.

Einmal mehr ließ das PA-Fernsehen ein kleines Kind ein Gedicht aufsagen, das zu Krieg aufruft.

Ein „Geistlicher“ im PA-Fernsehen: Jude verbreiten in der arabischen Welt Korruption, Prostitution und Drogen.

Donnerstag, 18.05.2017:

Statistisches: Die PA hat insgesamt 28 Schulen nach Terroristen benannt. 3 weitere PA-Schulen tragen die Namen von Nazi-Kollaborateuren.

Formelle Botschaft aus dem Gazastreifen: keine Kompromisse – es gibt keine Lösung des Konflikts ohne die „Rückkehr“ aller „Flüchtlinge“ (natürlich nur arabischen nach Israel, nicht von Juden in die Gebiete), dazu ihre Entschädigung und dass sie „ihr“ Land zurückbekommen. Außerdem ist „Palästina“ der gesamte Bereich zwischen Jordan und Mittelmeer.

Mehrere Terrorgruppen im Gazastreifen riefen zu einem „Tag des Zorns“ in Unterstützung der Hungerstreikenden auf. Außerdem drohten sie mit Eskalation, sollten die Forderungen der Terror-Häftlinge nicht erfüllt werden. (Sollte man sich merken, wenn es die nächsten Eskalationsvorwürfe an Israel gibt.)

Freitag, 19.05.2017:

Friedensbotschaft des PA-Fernsehens: Im Kinderprogramm rezitiert ein kleines Mädchen ein Gedicht, mit dem sie behauptet die Israelis hätten Arafat ermordet.

Ein PA-Krankenwagenfahrer wurde festgenommen; er hatte gestern mit seinem Krankenwagen einen israelischen Autofahrer blockiert, der von einem Mob beinahe gelyncht wurde.

Samstag, 20.05.2017:

Ein offizieller Vertreter der PA (Saeb Erekat) tönt wieder: Ein Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem würde den „Friedensprozess“ beenden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30. April – 6. Mai 2017)

Sonntag, 30.04.2017:

Ma’an – unabhängige pal-arabische Nachrichtenagentur – behauptet, Israel habe Freitag eines der seltenen Male den Übergang Kerem Shalom in den Gazastreifen geöffnet, damit Treibstoff und Kochgas geliefert werden können. Dass der Übergang nur sporadisch offen sei, sorge dafür, dass die Bevölkerung und das Elektrizitätswerk nur eingeschränkt mit Treibstoff versorgt sind. Fakt ist: Kerem Shalom ist von sonntags bis donnerstags immer geöffnet. (Das Besondere war, dass es eine Öffnung an einem Freitag gab.)

Eine ganze Reihe arabischer Medien „berichteten“, „jüdische Siedler“ hätten am Damaskustor in Jerusalem „unter schwerem Polizeischutz provokative talmudische Rituale“ durchgeführt. Fakt ist: Ein paar jüdische junge Leute tanzten dort im Vorfeld des Unabhängigkeitstags – und zwar auf Gebiet, das Israel schon vor 1967 inne hatte.

Hamasführer Khaled Meschaal schickte Botschaften an arabische Führer, mit denen er versprach, dass die Freilassung der verurteilten Terroristen in Israel ganz oben auf der Prioritätenliste der Hamas steht. Er kündigte an, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Israel gezwungen wird sie freizulassen.

Umfrage: Israelis – Juden und Araber – sind stolz auf ihr Land und identifizieren sich mit ihm und seinen Problemen. Von den Arabern gaben nur 21,9% an, das nicht zu tun. Dabei bewerteten die israelischen Araber die Lage im Land noch besser als die israelischen Juden.

Laut israelischen Angaben haben bereits 300 Terroristen den Hungerstreik wieder aufgegeben.

Montag, 01.05.2017:

Nur für den Fall, dass da wieder jemand behauptet die Hamas würde weniger radikal: Sie hat erneut bestritten, dass ihr neues Strategiepapier ihre antisemitisch-völkermörderische Charta ändert oder ersetzt. Das neue Papier sagt übrigens eindeutig: Palästina vom Meer bis zu Jordan ist von den zionistischen Kolonialisten besetztes palästinensisches Territorium… Wir werden nicht einen einzigen Stein davon aufgeben.“

Nach PA-Angaben sollen ja mehr als 1.500 Terroristen hungerstreiken. Israel sagt, die Zahl liege inzwischen bei 870.

Wenn sie sich auch sonst spinnefeind sind und beschimpfen, in einem sind sich Hamas und Fatah einig: Beide erklärten gerade wieder, dass Israel kein Recht hat zu existieren

Berechtigte Frage von Netanyahu an Abbas (in seiner Rede zum Heldengedenken): „Wie kannst du von Frieden reden, während du Mörder finanzierst?“ Dem folgte die Aufforderung: „Willst du echte Schritte zum Frieden tun? Dann streiche die Zahlungen an Terroristen. Finanziere Frieden, nicht Mord.“

Dienstag, 02.05.2017:

Während Israel seiner Gefallenen gedachte, marschierten in der Altstadt von Jerusalem mehrere Dutzend Araber, um Solidarität mit den Terroristen zu demonstrieren.

Die Terroristen vom „bewaffneten Zweig der Hamas“ haben ein Ultimatum gestellt: Entweder Israel erfüllt ihre Forderung innerhalb von 24 Stunden oder Israel würde tagtäglich den Preis dafür zahlen müssen. Welcher Preis das sein soll, sagten sie nicht.

Der Hungerstreik hat einen ersten Toten gefordert – in Ramallah. Dort streikte ein ehemaliger Häftling aus Solidarität mit seinen Terror-Freunden, obwohl er Nierenprobleme hatte. Das kostete ihm jetzt das Leben.

Verkehrs- und Geheimdienstminister Yisrael Katz hat gefordert, dass Israel als Reaktion auf den UNESCO-Beschluss, alles Handeln Israels überall in Jerusalem sei „null und nichtig“, mit der Annektierung einiger Städte im Umfeld der Hauptstadt reagiert (Ma’ale Adumim, Givat Ze’ev, Beitar Illit und der Gush-Etzion-Block).

Viele „Erbe-Stätten“ mussten wegen zu großen Besucherandrangs am Unabhängigkeitstag geschlossen werden. Sie hatten heute kostenlosen Eintritt angeboten.

Mittwoch, 03.05.2017:

Wie nicht anders zu erwarten macht die PA Israel für den Tod ihres Hungerstreikers in Ramallah verantwortlich. Der habe in seiner Haftzeit keine ordentliche medizinische Versorgung erhalten. (Dass er trotz Nierenkrankheit meinte den Hungerstreik veranstalten zu müssen, ist natürlich völlig unwichtig…)

Die PA behauptet, den Terrorhäftlingen Gehälter zu zahlen helfe der PA dem Nahen Osten Frieden zu bringen – weil die sich sonst dem Islamischen Staat anschließen würden.

Abbas zu Besuch in Washington – Trump fordert ein Ende der Hetze in der PA. Abbas hofft auf neue Verhandlungen mit Israel und schmiert Trump Honig um den Bart: Mit ihm könne er sich vorstellen, dass das kappt. Die Hamas meldete sich schon zu Wort und kritisierte Abbas, dass er überhaupt Friedensverhandlungen mit Israel führen will.

Donnerstag, 04.05.2017:

Israelische Sicherheitskräfte haben vor kurzem in Jenin eine Terrorzelle der PFLP ausgehoben; dabei wurden en Fahrzeug und verschiedene Waffen beschlagnahmt. Die Zelle hatte im April verschiedene Terroranschläge verübt, darunter Schusswaffenangriffe auf IDF-Stellungen und israelische Gemeinden in Judäa und Samaria.

In Ramallah gab es eine Demonstration tausender Araber in Unterstützung der inhaftierten Terroristen.

Friedenserziehung in einem Kindergarten im Gazastreifen: Kindergarten-Kinder führen einen martialischen Auftritt in militärischen Tarnanzügen und Spielzeug-Maschinenpistolen auf, das auf Facebook gepostet wurde. Titel: „Palästina in den Augen unserer Söhne.“ Sie soll „die Liebe zur Heimat in die Seelen der Kinder einflößen“.

Araber aus Bardala im nördlichen Jordantal haben die Wasserversorgung jüdischer Gemeinden dort gekappt. Mekorot, der israelische Wasserversorger, bereitet sich darauf vor, das wieder in Ordnung zu bringen.

Nabil Sha’at, Berater von Mahmud Abbas, sagte in einem Interview, es sei „verrückt“ von der PA zu verlange die Terrorhäftlinge nicht mehr zu bezahlen. Das sei so, würde Israel die Soldaten der IDF nicht mehr bezahlen. (Im selben Artikel wird anhand eines alten Beispiels gezeigt, was für ein Lügenbolzen Sha’at ist.)

Freitag, 05.05.2017:

Arbeitsunfall: Ein Mitglied des Islamischen Jihad wurde getötet, offenbar als er eine Bombe bastelte (es ist nicht klar, ob das heute war).

Die Arabische Liga fordert von der UNO israelische „Verstöße“ gegen die Terrorhäftlinge zu untersuchen.

Die Hamas versichert alle Welt: „Unser neues Positionspapier macht uns nicht zu einer neuen Version der Fatah.“

Ranghohe israelische Stellen überlegen Ärzte aus dem Ausland zu holen, die die hungerstreikenden Häftlinge zwangsernähren. MK Ahmed Tibi von der Vereinigten Arabischen Liste schimpft: Das ist eine unmoralische Manipulation, furchtbar und erbärmlich; die Forderungen der Häftlinge sollten erfüllt werden, statt einen schmutzigen Krieg gegen sie zu führen..

Zwei Araber drangen auf eine Armeebasis ein und stahlen Waffen schlafender Soldaten; die Täter wurden geschnappt, die Waffen werden gesucht.

Marwan Barghouti rief die PA-Araber auf die Sache der Hungerstreiker zu unterstützen.

Samstag, 06.05.2017:

Mahmud Abbas‘ eklatante Lüge im Weißen Haus, die PalAraber erzögen ihre Jugend zum Frieden, hat eine interessante Reaktion Benjamin Netanyahus ausgelöst. Dieser twitterte einen Rat an den PA-Che: „Google dich mal.“ Dann könnte der Terrorgrande nämlich mal sehen, was er so an „Friedvollem“ von sich gegeben hat. (Was man ansatzweise auch im den Tweet begleitenden Video sehen kann.)

Friedensbereitschaft: Der Palästinensische Islamische Jihad lehnt einen Palästinenserstaat in den „Grenzen von 1967“ ab.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16. – 22. April 2017)

Sonntag, 16.04.2017:

PA-Lüge: Israel habe zwar arabischen Christen aus den Palästinensergebieten Einreisegenehmigungen für Ostern erteilt, dann aber auch über sie die Abriegelung zu Pessah verhängt (das gleichzeitig stattfand). Trotz dieser „Verbote“ besuchten 30.000 Muslime am Freitag die Gebete auf dem Tempelberg. Die Kirchen in Jerusalem waren so voll, dass die Kirchenleiter den Zugang beschränken mussten. Im Gazastreifen gibt es noch 700 Christen – 300 davon waren zu Ostern in Jerusalem.

Die Herrscher im Gazastreifen „protestieren“ (gegen die PA) – indem sie der Bevölkerung am Freitag von 19 bis 23 Uhr den Strom komplett abstellten. Was wieder zeigt, dass ihnen die Leute völlig am Allerwertesten vorbeigehen. Und die PA-Führung hatte auch nur böse Worte, statt z.B. die Stromrechnungen an Israel zu bezahlen und den Menschen im Gazastreifen das Leben nicht schwerer zu machen.
Inzwischen geht dem Elektrizitätswerk in Gaza wieder der Treibstoff aus…)

Zahlen: Derzeit sitzen 6.500 terroristische Häftlinge in israelischen Gefängnissen, darunter 57 Frauen und 300 Minderjährige.

Hausbauminister Yoav Gallant warnt, dass es diesen Sommer einen Krieg mit der Hamas geben wird. Israel müsse darauf vorbereitet sein, aber auch alles tun, um das zu verhindern.

Montag, 17.04.2017:

Heute haben fast 1.200 pal-arabischer Terror-Häftlinge geführt von Marwan Barghouti in israelischen Gefängnissen einen Hungerstreik begonnen (das hat es natürlich in unsere Nachrichten geschafft). Barghouti befindet sich seit heute in Einzelhaft, allerdings nicht wegen seiner führenden Rolle beim Hungerstreik, sondern weil er einen hetzerischen Lügenartikel in der New York Times geschrieben hat.

In Umm el-Fahm wurde ein Unterstützungszelt für die hungerstreikenden Terroristen errichtet.

Mahmud Abbas forderte die internationale Gemeinschaft auf zu intervenieren, um das Leben der Hungerstreikenden zu retten, das „wegen Israels Sturheit und Ablehnung die gerechten humanitären Forderungen der Häftlinge zu erfüllen“ gefährdet sei.

Dienstag, 18.04.2017:

Die für Terrorbekämpfung zuständige Behörde gab bekannt, dass der Grenzübergang Taba vorläufig weiter für die Ausreise von Israelis nach Ägypten geschlossen bleibt. Die Lage wird aber ständig neu bewertet.

Mittwoch, 19.04.2017:

Der stellvertretende Hamas-Chef im Gazastreifen verkündete, dass die Terrortruppe keinen Krieg (mit Israel) suchen und dem Waffenstillstand mit Israel verpflichtet ist, solange dieses sich daran hält.

Der PA-Bildungsminister ließ in allen Schulen einen Brief von Marwan Barghouti verlesen. Dieser betonte zwar, dass lernen eine Form von „Widerstand“ sei, dass aber der Terror (den er nicht so nennt) genauso wichtig sei und genauso intensiv betrieben werden müsste.

Iraelisch-jüdische Tempelberg-Organisationen stellten zufrieden fest, dass es zu Pessah 35% mehr jüdische Besucher des Tempelbergs gab als im letzten Jahr (fast 1.700).

Palästinenserführer drohen mit einer „neuen Intiada“, sollte einer der Hungerstreiker in den israelischen Gefängnissen sterben.

Donnerstag, 20.04.2017:

Die Jugendorganisation einer Partei will heute ein großes Barbecue am Ofir-Gefängnis veranstalten – und zwar an einer Stelle, von der aus die Grill-Gerüche genau über/durch das Gefängnis ziehen. Die Organisatoren haben es satt, dass der Staat Israel von den Terroristen erpresst werden soll.

Mahmud Abbas tönt, er sei bereit sich mit Netanyahu in Washington zu treffen. (Warum so weit reisen? Er glaubt, er könne so Druck aufbauen.)

Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem sagt, Israel habe Angst vor einem Krieg im Libanon diesen Sommer. „Israel ist abgeschreckt und unternimmt keine offensiven Aktionen.

Von den mehr als 1.000 Hungerstreikenden haben mehr als 100 heute ihren Hungerstreik abgebrochen.

Die Hamas verhöhnt die Familien der von ihr gefangen gehaltenen Israelis; sie veröffentlichte einen Clip (auf Hebräisch), in dem angeblich die Gefangenen ein Lied singen. Das wird begleitet von Fotos der Eltern der Gefangenen.

Freitag, 21.04.2017:

Ein entscheidender Berater von Mahmud Abbas bestätigte nicht nur, dass Israel kein Recht hat zu existieren; er bestätigte auch, dass Fatah der Meinung der Hamas zustimmt, dass der Islam es den PalArabern verbietet (!) Israels Existenz, in welchen Grenzen auch immer, anzuerkennen!

8.000 Juden beteten am späten Donnerstagabend an dessen Todestag am Grab des Propheten Josua im Ort Kifl Hares in Samaria. Die Betenden wurden von Soldaten gesichert.

Salah Shehadeh (3) – 3 weitere Reaktionen auf den Luftangriff

Sehr früh am 23.07.2002 schoss die israelische Luftwaffe von einem F-16-Kampfflugzeug aus eine Rakete in ein Wohnhaus in Gaza Stadt. Dort hielt sich Salah Shehadeh auf, der auf der israelischen Liste der meist gesuchten Terroristen seit Monaten ganz weit oben stand. Der Sprengkopf der Rakete zerstörte nicht nur Shehadehs Haus, sondern auch einige im Umfeld. Dabei kamen mindestens 15 Menschen um (einschließlich Shehadeh und seiner Familie), der Großteil davon Kinder; rund 150 wurden verletzt. Israel wurde unverzüglich weltweit heftig verurteilt. Ich persönlich stimme Daniel Pipes zu: Es handelte sich um einen gerechtfertigten Angriff (zeitlich wie auch bezüglich des Ziels) mit den falschen Waffen. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Daher diese Zusammenstellung.

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Anmerkung von Arutz-7 am 25.04.2002:
Interessanterweise wurden heute zehn arabische Zivilisten gesucht, aber trotzdem war kein internationaler Aufschrei zu hören. Palästinensische Terroristen legten eine Bombe vor einem Slum von Jenin, um sie gegen israelische Panzer einzusetzen. Die mächtige Explosion jagte aber versehentlich einen Bus der UNRWA mit arabischen Passagieren in die Luft. Die Bombe wurde aus einer Gasflasche gebaut und mit Sprengstoff verbunden.

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Eyeful in Gaza
David Warren, Ottawa Citizen, 24. Juli 2002 (Auszug)


Den Israelis muss klar gewesen sein, dass das Risiko von „kollateralen“ Opfern hoch war – wahrscheinlich einschließlich von Kindern -, als sie sich für den Angriff aus der Luft entschieden. Man wusste, dass Shehadeh wie andere führende Terroristen mit reichlich „menschlichen Schutzschilden“ unterwegs war; in diesem Fall scheint es so, dass, zusätzlich zu seinen eigenen, mindestens sechs Kinder in seiner direkten Umgebung schliefen. Unter den Toten war auch Zahar Hasser, der von den westlichen Medien als Shehadehs Bodyguard bezeichnet wird, in Wahrheit aber sein Adjutant war.

Warum also riskierten die Israelis die öffentliche Prügel, die einer solchen Missin folgt? Sie wählten diese Methode, weil die Alternative – auf dem Boden einzumarschieren – weitaus mehr Tote zur Folge gehabt hätte – auf beiden Seiten. Denn Shehadeh wurde spät Montagabend in seiner Wohnung in einem Haus in der Nähe des Zentrums von Gaza gefunden. Um auf dem Boden dort einzudringen, hätte es einer Hubschrauberlandung in der Art des Mogadischu-Einsatzes im Herzen der Stadt bedurft oder den langen Weg mit Panzern zu gehen. In beiden Fällen wäre die Zerstörung ein Mehrfaches der von Jenin gewesen. Die gewählte Methode war die, die das wenigste menschliches Leben kostete.

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Unter dem Titel „Medienschutt in Gaza“ fasst Honestreporting.com Berichte und Bewertungen aus amerikanischen und englischen Zeitungen in 6 Punkten zusammen:
(1) Shehadeh operierte aus einem dicht besiedelten Viertel heraus, weil er genau wusste, dass die Zivilisten als menschliche Schutzschilde gegen jeden israelischen Versuch zu seiner Tötung dienen würden

In der New York Post erklärt John Podhoretz („Hamas tötet die eigenen Leute, 24.7.02, http://www.nypost.com/postopinion/opedcolumnists/53201.htm), dass die Verantwortung für die zivilen Opfer auf dem toten Terroristen lastet:

„Die Vierte Genfer Konvention geht sehr ins Detail und arbeitet genau heraus, wie Schuld zugewiesen werden soll, wenn militärische Aktivitäten in zivilen Gebieten durchgeführt werden… Hamas befindet sich mit Israel im Krieg. Aber statt sich von der normalen Bevölkerung in militärische Lager abzusetzen und Uniformen zu tragen, wie es vom internationalen Recht verlangt wird, versuchen Hamas-Mitglieder und andere palästinensische Terroristen Zivilisten – die erwähnten „geschützten Personen“ (Vierte Genfer Konvention) 3:1:28 – als lebende Deckung zu benutzen. Um so etwas zu vermeiden, gibt das internationale Recht unter diesen Umständen Israel ausdrücklich das Recht militärische Operationen gegen militärische Ziele durchzuführen.“

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(2) Israel bewies in Jenin, dass es, wo immer möglich, alles unternehmen wird, zivile Verluste zu minimieren – sogar auf Kosten seiner eigenen Soldaten. In Gaza war eine solche Haus-zu-Haus-Aktion nicht möglich und würde wahrscheinlich weitaus größere Opferzahlen auf beiden Seiten zur Folge gehabt haben. (Der Milwaukee Journal-Sentinal schreibt ganz naiv, dass Shehadeh wie Barghouti hätte verhaftet werden und vor Gericht gestellt werden können – – http://www.jsonline.com/news/editorials/jul02/61035.asp)

Die Chicago Sun Times schreibt (“Hamas ist für die zivilen Toten verantwortlich”, 24.07.02)

Israel sagt, es habe den Angriff auf Hamas-Terrorhirn Salah Shehadeh vor Dienstag bereits dreimal angesetzt und wegen Sorgen um zivile Opfer wieder verschoben. Als die Bombe geworfen wurde, sagt Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer, „war unser Informationsstand, dass keine Zivilisten bei ihm waren.“ Israels Feinde und die, die vom jüdischen Staat immer das Schlimmste denken, lehnen diese Erklärung rundheraus ab. Aber angesichts der israelischen Geschichte zu versuchen zivile Opfer zu vermeiden – wie z.B. die Entscheidung, keine Luftangriffe auf die Terrorzentrale in Jenin zu fliegen (erinnern Sie sich an all die palästinensischen Behauptungen eines Massakers, das sich als komplette Fälschung herausstellte?) – denken wir, dass es gute Gründe gibt, den Israelis zu glauben. (http://www.suntimes.com/output/commentary/cst-edt-edits24.html)

Eine weitere Verteidigung des israelischen Vorgehens kommt aus der St. Louis Post-Dispatch:

Der israelische Angriff auf Shehadeh war weitaus gerechtfertigter als der Amerikanische Angriff [HE: in Afghanistan]. Im Gegensatz zu den Israelis haben die USA immer noch keine schlüssige Geschichte dazu, warum sie eine Bombe auf eine Hochzeitsfeier warfen. Ein Bericht in der New York Times deutete diese Woche an, dass die USA hunderte von unschuldigen Zivilisten in einer Reihe von Vorfällen getötet haben, weil sie über unzuverlässige Informationen über mögliche Ziele verfügten. (http://honestreporting.com/a/r/261.asp)

Militäroperationen sind immer so angelegt, dass die eigenen Verluste möglichst gering gehalten werden, Im Golfkrieg gegen den Irak machte das amerikanische Militär fast 100.000 tote Irakis geltend, bei ungefähr 225 amerikanischen Verlusten. Im amerikanischen Krieg gegen Al Qaida sind tausende Feinde neben den geschätzten 700 Zivilisten getötet worden – verglichen mit weniger als 50 Mann Verlusten bei den kämpfenden Amerikanern (von denen 80 Prozent aus Unfällen und „freundlichem“ Feuer resultieren).

Wie US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte: „Dies ist ein Krieg, der uns von Terroristen aufgezwungen wurde… Wir geben uns alle Mühe keine Zivilisten zu verletzen, aber wenn Zivilisten verletzt werden, liegt die gesamte Verantwortung bei den Terroristen, die sie als Deckung benutzen…“

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(3) Die Medien zitieren palästinensische Quellen, dass die Tötung von Shehadeh eine beinahe geschlossene Vereinbarung verhinderte, die palästinensische Angriffe gegen israelische Zivilisten beenden sollte. In einem weiteren Interview mit CNNs Jim Clancy sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat, dass er keinerlei Informationen darüber habe, wer an diesen Verhandlungen beteiligt sei. ( http://www.cnn.com/TRANSCRIPTS/0207/24/qa.01.html)

Inzwischen berichtete eine israelische Quelle der Zeitung Ma’ariv, dass „die Tanzim keinerlei Feuereinstellung vorbereiteten und die Hamas nicht in solche Vertragsvereinbarungen eingebunden sei. Diese Behauptung sind Fälschungen und Teil der psychologischen Kriegsführung der Palästinenser.“ Und nur zwei Tage vor der Tötung Shehadehs veröffentlichte Ma’ariv einen Aufruf von Arafats Fatah-Bewegung, die Angriffe fortzuführen: „Wir rufen alle Gruppen auf… ihre bewaffneten Aktivitäten gegen Ziele der militärischen Besatzung fortzuführen“.

Die London Times rückt diese Gerüchte zurecht: „Der verbreitete Vorschlag hätte nicht die Angriffe auf die israelischen Soldaten beendet, trug nicht die Unterschrift irgendeines palästinensischen Führers und kommt nach allzu vielen Friedensbeteuerungen, die mehr durch ihren Bruch als durch ihre Beachtung „geehrt“ wurden. Darüber hinaus wurde die Feuereinstellung nicht von der Hamas gestützt, der Organisation, die Salah Shehadeh, das Ziel des Angriffs von Montagnacht, geführt wird. Angesichts seiner Geschichte und der seiner Organisation ist die Wahrscheinlichkeit einer Einstellung der Feindseligkeiten der Hamas wilde Spekulation.“
(http://www.timesonline.co.uk/article/0,,542-364789,00.html)

Arutz-7 stellt dazu klar:
Linksaußen-Politiker kritisierten den Zeitpunkt der Elimination eines der schlimmsten Feinde Israels. Obwohl Arutz-7s Haggai Segal berichtete, das er sich an keine IDF-Aktion erinnern kann, die von der Linken befürwortet wurde, erklärte der linksextremen Gush Shalom, dass der Angriff von letzter Nacht schlecht terminiert war, weil nur Stunden vorher der Hamas-Führer Scheik Ahmed Yassin etwas unternahm, was Gush Shalom einen „beispiellosen öffentlichen Aufruf zu einem Waffenstillstand mit Israel“ nannte. Was Yassin wirklich sagte, war, dass er, wenn Israel sich aus allen PA-Gebieten zurück zieht und all seine (antiterror-) Offensiven beendet, „werde ich überlegen, ob ich eine Beendigung der Terrorangriffe befehle.“
(heplev: Das ist wirklich interessant: Gush Shalom verbreitet, Hamas wäre bereit gewesen den Terror zu beenden. Tatsächlich aber ist Scheik Yassin höchstens bereit, einen solchen Schritt unter ganz bestimmten Voraussetzungen zu ÜBERLEGEN! Keine Rede von Einstellung! Was dabei raus kommen würde, kann sich jeder selbst ausrechnen. (Aber das hält auch unsere Medien nicht davon ab, diese Halbwahrheit von Gush Shalom begierig aufzugegreifen und als Wahrheit zu verbreiten, damit Israel weiter geprügelt werden kann!)

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(4) Die Medien behaupten, dass Israels Handeln weitere Racheakte der Hamas provoziere. Gibt es da irgendeinen Unterschied zur Haltung dieser Gruppe vor der Tötung Shehadehs? Hamas führt seit Monaten Anschläge mit hoher Frequenz durch – einschließlich der Disco in Tel Aviv, der Sbarro-Pizzeria, des Café Moment, des Passah-Seders (http://www.foxnews.com/story/0,2933,58486,00.html) – und prahlt ständig damit, dass „Tausende für das Märtyrertum bereit“ seien. Wenn überhaupt, dann stellt der Tod Shehadehs ein größeres Hindernis für die Terroroperationen der Hamas dar.

In einem Bruch journalistischer Ethik scheint James Reynolds von der BBC die Hamas zur Vergeltung zu ermutigen, als er weniger die Stimmung der Palästinenser, sondern ehr seine persönlichen Gedanken beschreibt: „Es gibt das Gefühl, dass die militanten Palästinensergruppen etwas zur Vergeltung der Toten des jüngsten israelischen Schlags tun müssen.“ (http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/2147392.stm)

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(5) Während die Medien Shehadehs Frau als unschuldiges Opfer darstellen, zeigt ein Foto gemeinsames Foto im Time Magazine sie in voller Militäruniform wie sie ein Sturmgewehr hält. Nachdem man dieses Bild gesehen hat, ist es schwer, den Tod der Ehefrau als bedauerlichen Kollateralschaden zu betrachten. (http://www.time.com/time/photoessays/israelmissile/5.html)

Im Wall Street Journal erklärt Ralph Peters („Zivile Opfer: Kein Grund für Entschuldigungen“ – 25. Juli 2002):

Es geht nicht um diplomatische Tischmanieren. Das ist ein Kampf zur Auslöschung menschlicher Monster… Terroristen und ihre Unterstützer müssen lernen, dass ihnen keine Verstecke gewährt werden. Nicht in ihren Häusern, nicht in Kirchen oder Moscheen und nicht in anderen Ländern, in die sie fliehen könnten. Dies ist ein Krieg, der kompromisslos ausgefochten werden muss…“

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(6) Die internationale Heuchelei hat einen Höhenflug. Dieselben misstönenden Stimmen, die das nicht existente „Massaker“ in Jenin anprangerten, springen wieder auf, um Israel zu kritisieren. Aber warum wird es palästinensischen Terroristen erlaubt, ohne internationalen Aufschrei Zivilisten anzugreifen, während jeder als Unfall zu wertende zivile Tote durch Israel immer gleich eine Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist?

Die „Times“ aus London rückt die Schlacht gegen Hamas zurecht:

„Hamas ist eine fundamentalistische islamische Gruppe, die Israels Existenzrecht nie anerkannt hat. Sie hat ihren Krieg ohne jede moralische Grenze geführt. Ihre Terroristen sind nicht nur unvorsichtig gewesen, sondern haben gezielt Zivilisten angegriffen; ihre Bomben explodierten unter Umständen, die dazu vorgesehen waren die Anzahl der getöteten unschuldigen Männer, Frauen und Kinder zu maximieren… Hamas ist an Verhandlungen oder einer gütlichen Einigung mit dem jüdischen Staat nicht interessiert, sondern nur an seiner Auslöschung.“
(http://www.timesonline.co.uk/article/0,,542-364789,00.html)

Salah Shehadeh (2)

Sehr früh am 23.07.2002 schoss die israelische Luftwaffe von einem F-16-Kampfflugzeug aus eine Rakete in ein Wohnhaus in Gaza Stadt. Dort hielt sich Salah Shehadeh auf, der auf der israelischen Liste der meist gesuchten Terroristen seit Monaten ganz weit oben stand. Der Sprengkopf der Rakete zerstörte nicht nur Shehadehs Haus, sondern auch einige im Umfeld. Dabei kamen mindestens 15 Menschen um (einschließlich Shehadeh und seiner Familie), der Großteil davon Kinder; rund 150 wurden verletzt. Israel wurde unverzüglich weltweit heftig verurteilt. Ich persönlich stimme Daniel Pipes zu: Es handelte sich um einen gerechtfertigten Angriff (zeitlich wie auch bezüglich des Ziels) mit den falschen Waffen. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Daher diese Zusammenstellung. Hier ein Porträt des Hamas-Führers und die Antwort Israels auf die Kritiker des Angriffs.

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Salah Shehadeh – Porträt eines Hamas-Führers
Stellungnahme eines IDF-Sprechers vom 23. Juli 2002

Salah Shehadeh war einer der Gründer der Hamas und der Kommandeur ihres militärischen Flügels. Er ist direkt für hunderte von Anschlägen gegen israelische Bürger und seine Sicherheitskräfte während der letzten zwei Jahre verantwortlich. Diese hatten den Tod und die Verletzung einer großen Anzahl von Menschen zur Folge. Einfach gesagt: In den letzten Jahren war Shehadeh die zentrale Figur in der Organisation der Hamas. Und es ist bekannt, dass Shehadeh weitere schwer wiegende Terrorakte plante.

Israelische Sicherheitsbeamte haben erklärte, dass Shehadeh eng mit den meisten Terroraktivitäten in der Region Gaza verbunden war, ob er sie nun selbst plante oder sie genehmigte. Um nur zwei Beispiele für dieser böswilligen Aktionen zu nennen: die Tötung von vier Soldaten am Armeeposten „Afrika“ (9. Januar 2002) und die Abschlachtung von fünf Studenten in Atzmona (7. März 2002).

Shehadehs hochrangige Beteiligung an der Hamas schloss ein:
– die Kontrolle der meist gesuchten Hamas-Terroristen
– die Strategie des Terrorismus gegen Israel angestoßen zu haben
– die militärischen Möglichkeiten der Hamas bedeutend zu steigern.

Shehadeh mobilisierte insbesondere die Hamas-Führer der Westbank und war ein Hauptbindeglied zu den offiziellen Hamas-Vertretern im Ausland. Es war auch Shehadeh, der die Bemühungen zur Produktion von Raketen mit dem ausdrücklichen Ziel der Beschießung Zentral-Israels voran trieb. Er überwachte persönlich die Produktion und den Kauf von Waffen.

Im Verlauf der letzten zwei Jahre haben israelische Behörden Dutzende Male die Autonomiebehörde aufgefordert gegen Shehadehs Aktivitäten vorzugehen. Unglücklicherweise hat die Autonomiebehörde keinen Finger gerührt und ihm, wie auch anderen Hamas-Akteuren, erlaubt frei zu handeln.

Es folgt eine detailliertere Beschreibung von Shehadehs Hintergrund, einschließlich einer Liste mit einigen (wenigen) seiner Aktivitäten.

Hintergrund:

Geboren 1953 in Jaffa, begann Salah Shehadeh seine islamistischen Aktivitäten in den 80-er Jahren als Student an der Islamistischen Universität in Gaza.

Shehadeh war in Kontakt mit der Muslimbruderschaft, die im Gazastreifen agierte.

1984 verhafteten ihn israelische Sicherheitskräfte wegen seiner Beteiligung an feindlichen Aktivitäten gegen Israel. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis tat er sich 1986 mit Scheik Ahmed Yassin zusammen. Gemeinsam entschieden sie sich zur Schaffung eines geheimen „Militärapparats“, den sie „Palästinensische Jihad-Kämpfer“ nannten (Almuj’yhadin Al-Palestinin) und der die Grundlage zur Gründung der Hamas und ihres militärischen Flügels Iz Adin al-kassam im Dezember 1987 bildete. 1988 wurde Salah Shehadeh von den israelischen Behörden wieder verhaftet und der Bildung einer Terrorzelle beschuldigt sowie der Ausbildung von Terroristen im Gebrauch von Waffen und wegen der Befehligung von Terroranschlägen.

Nach seiner Entlassung aus israelischen Gefängnissen kehrte Shehadeh 2000 auf den Posten des Kommandeurs des militärischen Flügels der Hamas zurück. Dieser führte in den letzten Jahren tausende von Terroranschlägen durch, darunter dutzende von Selbstmordanschlägen gegen israelische Ziele durch. [HE: Die Entlassung war mit der schriftlichen Verpflichtung verbunden, dass Shehadeh sich nicht wieder in Terroraktionen verwickelt sein würde.]

Salah Shehadehs Terroraktivitäten:

Salah Shehadeh wurde als charismatischer Führer angesehen, der den Terrorflügel der Hamas mit fester Hand leitete. Er bestimmte die Politik, gab Befehle und Anweisungen zur Ausführung von Terrorakten.

In den letzten zwei Jahren hat Shehadeh die Terror-Infrastruktur von Iz Adin al-kassam, dem militärischen Arms der Hamas, geplant, entwickelt und „kultiviert“. Er war der Hintermann der Schaffung des Feldkommandos der Hamas, das auf den unterschiedlichsten Gebieten arbeitete. Er war der entscheidende Kopf in der Bewaffnung der Hamas mit modernen Waffen wie Antipanzer-Raketen, die vor Ort gebaut oder illegal in die Palästinensergebiete geschmuggelt wurden. Außerdem war er für die Sammlung von Geldern durch islamistische Organisationen in der ganzen Welt verantwortlich, die die Terroraktivitäten der Hamas unterstützen sollten.

Shehadeh betrachtete das gesamte „historische Palästina“ als heiliges islamisches Territorium, für das es eine religiöse Pflicht gab, es vollständig und sofort von den Juden zu befreien. Auf Grundlage dieser Ansicht stand er allen Verhandlungen mit Israel entgegen, auch denen, die zu einem palästinensischen Staat auf nur einem Teil des „historischen Palästina“ führen würde.

Shehadeh schwenkte das Banner der islamischen Extremisten, die den Jihad (islamischer Krieg gegen die Ungläubigen) als den bevorzugten Weg zur Erreichung politischer Ziele betrachten. Der Jihad wird als der zentrale Teil dieser Strategie angesehen. Diese schließt einen kommenden bewaffneten Kampf ein, der eine Rückeroberung Palästinas erlauben wird. In diesem Rahmen befand er, dass Selbstmordanschläge der höchste Ausdruck des Jihad waren. Nach seinem Gefühl sind alle Israelis, einschließlich der Zivilisten, legitime Ziele in diesem „Kampf“.

In den vergangenen Monaten operierte Shehadeh im Gazastreifen gegen israelische Siedlungen. Auf seine Anweisung hin führten viele Terrorzellen mörderische Anschläge auf die israelischen Gemeinschaften aus.

Aufgrund seiner extremistisch-islamischen Haltung opferte Shehadeh viel Mühe für die Ausbildung und Vorbereitung der neuen Generation der palästinensischen Jugend in den Prinzipien des Jihad und der Selbstmordanschläge. Er betrachtete es als eine Ehrenbezeugung der palästinensischen Jugendlichen, wenn sie sich freiwillig für Selbstmordanschläge meldeten. Er unterstützte sie voll auf diesem Weg und gründete einen „Jugendflügel“ innerhalb der Hamas, der für die militärische Ausbildung der Jugendlichen sorgte und sie auf die Selbstmordanschläge vorbereitete. Shehadeh sorgte auch für die Prinzipien der religiösen Zustimmung der Benutzung von Frauen und Mädchen als Selbstmordattentäter.

In einem Exklusiv-Interview, das auf der Internetseite der Hamas veröffentlicht wurde, erklärte Salah Shehadeh die vier Grundvoraussetzungen, die ein Selbstmordattentäter erfüllen muss, bevor er gegen israelische Ziele ausgeschickt wird.

Religiöse Überzeugung – Alle, die auf Selbstmord-Aktionen geschickt werden, müssen gute Muslime sein, gute Taten ausüben und in einer Moschee beten.
Elterliche Zustimmung – Wir (Hamas) stellen sicher, dass die Eltern mit ihrem Kind zufrieden sind, dass es seine Familie liebt und dass sein Selbstmord die Familie nicht negativ betreffen wird. Mit anderen Worten: Er darf nicht der einzige Versorger der Familie sein. Wir untersuchen auch, ob er Brüder hat. Wir werden keinen alleinigen Sohn auf eine Selbstmordmission schicken.
Fähigkeiten – Er muss in der Lage sein die Mission auszuführen.
Andere ermutigen – Jeder Selbstmordanschlag muss andere dazu ermuntern, auch solche Missionen auszuführen und den Jihad zu unterstützen.

Die Zusammenarbeit von Hamas und den Al Aksa-Märtyrerbrigaden (dem Terrorflügel der Fatah-Bewegung) in den Terroraktivitäten ist das Ergebnis von Salah Shehadehs streng palästinensischer Linie im bewaffneten Kampf. Mit seinem Segen führen die beiden Terrororganisationen Anschläge in Zusammenarbeit aus. Diese erstreckt sich auf die Vorplanungen und die Entscheidung gemeinsame Presseerklärungen bezüglich der Anschläge zu verschicken.

übermittelt durch: IMRA – Independent Media Review and Analysis (http://www.imra.org.il)

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Israel antwortet Kritikern des Angriffs in Gaza

ICEJ-Newsmail vom 24. Juli 2002

Sogar der engste Verbündete, die USA, nennen den Angriff einen „ungeschickten Zug“; daher überdenkt Israel, ob wirklich eine F-16 zum Angriff auf den hochrangigen Hamas-Terrorkommandeur in einem dicht bewohnten Viertel am frühen Dienstagmorgen hätte benutzt werden sollen. Die Nation bereitet sich auf eine erwartete Welle von Racheakten vor.

Internationale Verurteilungen prasselten gestern wegen des Luftwaffen-Angriffs gegen Salah Shehadeh, des Kopfs des militärsichen Flügels der Hamas, auf Israel nieder. Die Führer der Welt verurteilten die hohe zivile Opferquote wie auch den Zeitpunkt.

Neben Shehadeh starben mindestens 14 andere Personen, darunter 9 Kinder in dem Raketenangriff auf sein Versteck in Gaza Stadt, bis zu 150 Personen wurden verletzt.

Die gezielte Tötung fand statt, als israelische und palästinensische Vertreter letzte Woche ihre Kontakte wieder erneuerten, die einen Weg aus der 22-monatigen Intifada finden sollten. Einige internationale Politiker deuteten an, dass die Hamas nahe daran war, einen „Auszeit“ der Terroranschläge gegen Israel auszurufen; aber eine nüchterne Betrachtung der Bemerkungen die der geistige Führer der Hamas, Ahmed Yassin, am Montag abgab, zeigen, dass es kein wirkliches Signal einer Meinungsänderung im kompromisslosen Krieg gegen Israel gab.

Als die USA sich gestern Nachmittag zum Luftangriff äußerten, hatten die UNO, EU und arabische Führer bereits scharfe Kritik an der „außergerichtlichen Tötung“ geübt. Die meisten nannten sie „kontraproduktiv“, während einige sie auch als „Kriegsverbrechen“ bezeichneten.

In gemäßigterem Ton sagte Ari Fleischmann, Sprecher des Weißen Hauses, dass US-Präsident George W. Bush die Aktion als „ungeschickt und nicht den Frieden dienend“ andsieht. Die Bush-Regierung beklagt den „Verlust unschuldigen Lebens“ und drängt Israel in Zukunft vorsichtiger vorzugehen, wenn es sein Recht auf Selbstverteidigung ausübt – ein Recht, das von einigen wenigen europäischen Erklärungen anerkannt wird.

Allerdings hat es noch weniger Ausdruck der Sympathie für den militärischen Führer der Hamas gegeben, die für hunderte israelische Tote verantwortlich ist, seit sie von Shehadeh und Yassin 1988 gegründet wurde.

Angesichts des globalen Aufschreis entschuldigten sich israelische Vertreter für die zivilen Toten, verteidigten den Luftangriff aber als „Präzisionsschlag“ gegen einen „bekannten Terroristen“ mit dem Blut hunderter unschuldiger Zivilisten an seinen Händen.

Israelis Ministerpräsident Ariel Sharon machte die Vorgabe, als er den Verlust von unschuldigem Leben bedauerte, aber den Angriff als „einen unserer größten Erfolge“ im Krieg gegen den Terror nannte, weil der Chef der Hamas-Miliz eliminiert wurde.

Als mehr Einzelheiten über den Zeitpunkt und das Ausmaß des Angriffs auftauchten, erlärten Vertreter Israels, das Shehadeh seit einiger an der Spitze der Liste der gesuchten und anzugreifenden Personen stand und mindestens acht frühere Versuche ihn auszuschalten wegen Bedenken über zivile Opfer abgebrochen worden waren.

Aufgrund aktueller Informationen wusste das israelische Militär, dass Shehadeh sich in dem Gebäude aufhielt und waren der Meinung, dass sie schnell zuschlagen müssten. Sie sagten der Politik, dass die zivilen Schäden gering sein würden. Diese Bewertung erwies sich als falsch.

Am späten Dienstag begannen die IDF und der Shin Bet mit den Ermittlungen, was bei dem Angriff falsch gelaufen war. Die erste Schlussfolgerung ist, dass es ein Fehler gewesen sein könnte ein F-16-Kampfflugzeug zu benutzen, das eine 1000kg-Bombe auf das Haus abwarf, in dem sich Shehadeh mit seiner Familie und hochrangigen Helfern aufhielt.

Sicherheitsbeamte hatten den hochrangisten Regierungsmitgliedern versichert, eine solche Bombe würde einen „geringen Effekt“ auf die Gebäude in der Nähe haben. Aber die meisten Toten und Verwundeten gab es in den anliegenden Wohnungen.

Israelische Beamte aus der Umgebung von Premier Ariel Sharon und Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer (der sich zur Zeit des Angriffs im Ausland befand) versicherten, sie würden den Angriff verschoben haben, hätten sie gewusst, dass sich so viele Zivilisten in der Einschlagzone befanden.

Vertreter Israels betonen aber auch, dass Shehadeh wusste, dass er ein gesuchter Mann war und sich in den letzten Monaten absichtlich in dicht bewohnten Vierteln in Gaza versteckte und Frauen und Kinder als Schutzschilde benutzte. Aus diesen sicheren Hafen heraus bauter der das Terrornetzwerk der Hamas in Samaria wieder auf, beaufsichtigte die Anfertigung von Kassam-Raketen, Mörsern, Granaten und anderen selbst gebauten Waffen und plante eine neue Serie massiver Terror-Gräueltaten gegen Israel.

Unter den in Vorbereitung befindlichen Terroranschlägen war eine 600kg-LKW-Bombe, die die neue Brücke sprengen sollte, die jüdische Siedler im südlichen Gazastreifen benutzen sowie eine maritime Operation, mit der Selbstmordbomber mit Booten an überfüllten israelischen Stränden landen sollten.

Unter solchen Umständen bestehen die israelischen Analysten darauf, dass die IDF kaum eine Wahl hatte außer einige zivile Verluste zu riskieren, um ein von Shehadeh geplantes größeres Blutbad zu verhindern. Die Lage, argumentieren sie, ist nicht unähnlich dem US-Luftangriff in Afghanistan, bei dem jüngst mehr als 50 Menschen bei einer Hochzeit getötet wurden – ein Vorfall, den Washington als „Unfall“ bezeichnete.

In der Abwägung der Kosten und Nutzen dieser Operation mussten die israelischen Behörden auch die möglichen Opfer der Angriffe Shehadehs, die dieser initiieren wollte, gegen die der erwarteten Racheakte abwägen, die von Hamas und anderen Palästinensergruppen angekündigt worden sind.

Nach Hamas werden diese Racheangriffe tatsächlich kommen. Shehadeh, der sogar innerhalb der Hamas als Hardliner angesehen wurde, stand in den Startlöchern die radikal-islamische Bewegung vom alternden Yassin zu übernehmen. Daher ist sein Verlust ein schwerer Schlag.

Hamas-Sprecher versichern, dass sie sich an den Israelis „in ihren Häusern“ rächen werden und warnen, dass alle Palästinenser sich vereinigen werden, das Blut Sheahdes und der anderen Toten der Explosion von letzter Nacht zu rächen.

Die große Menschenmenge, die gestern dem Massenbegräbnis für alle 15 Opfer in Gaza beiwohnte, deutete auf die derzeit weit verbreitete palästinensische Wut gegen Israel an; die Schätzungen der Teilnehmer belaufen sich auf bis zu 300.000 Trauernde, was sie zur größten solchen Prozession der bewaffneten Intifada macht.

„Das Blut der Märtyrer wird nicht vergebens sein“ und „das palästinensische Volk wird diese Verbrechen rächen“, rief die Menge, die sich aus Anhängen aller palästinensischen Fraktionen, auch der Fatah, zusammensetzte.

Palästinensische und arabische Medien in der gesamten Region schlugen antiisraelische Ressentiments an und sendeten ständig die verstörenden Bilder der Bombenszene und verwunderter Kinder in Krankenhäusern.

Der hochrangige Hamas-Sprecher Abdel Aziz al-Rantissi warnte: „Hamas‘ Vergeltung wird bald kommen und es wird nicht nur ein Angriff sein… Nach diesem Verbrechen werden selbst Israelis in ihren Häusern Ziel unserer Operationen sein.“

Quellen im israelischen Militär nehmen die Drohungen der Hamas sehr ernst und haben die Alarmstufe im ganzen Land erhöht.

In der Zwischenzeit setzte sich Sharon am Mittwoch mit Ben-Eliezer, Außenminister Shimon Peres und Finanzminister Silvan Shalom zusammen und befürwortete eine Reihe Gesten, die die Belastung der palästinensischen Öffentlichkeit vermindern sollen, um der Autonomiebehörde Anreiz zu geben, die Situation zu beruhigen. Nach Peres wird ein Teil der der PA vorenthaltenen Steuern in den nächsten Tagen dem neuen PA-Finanzminister Salam Fayad überlassen; 7000 Palästinensern werden Arbeitserlaubnisse für Israel erteilt und die Ausgangssperren in Hebron, Bethlehem und Jericho werden aufgehoben.

Salah Shehadeh (1)

Sehr früh am 23.07.2002 schoss die israelische Luftwaffe von einem F-16-Kampfflugzeug aus eine Rakete in ein Wohnhaus in Gaza Stadt. Dort hielt sich Salah Shehadeh auf, der auf

der israelischen Liste der meist gesuchten Terroristen seit Monaten ganz weit oben stand. Der Sprengkopf der Rakete zerstörte nicht nur Shehadehs Haus, sondern auch einige im Umfeld. Dabei kamen mindestens 15 Menschen um (einschließlich Shehadeh und seiner Familie), der Großteil davon Kinder; rund 150 wurden verletzt. Israel wurde unverzüglich weltweit heftig verurteilt. Ich persönlich stimme Daniel Pipes zu (s.u.): Es handelte sich um einen gerechtfertigten Angriff (zeitlich wie auch bezüglich des Ziels) mit den falschen Waffen. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Daher diese Zusammenstellung. Zum Anfang neben dem Pipes-Interview eine Reaktion von Ulrich Sahm in einem Forum und eine Meldung aus Ha’aretz über die Reaktion auf den Angriff in Israel. Eine weitere Stellungnahme hier zu hat auch Gerald Steinberg abgegeben.

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Israelische Kriegsflugzeuge beschießen Ziel im Gazastreifen
CNN „Newsnight“ mit Aaron Brown, 22. Juli 2002 (Original: http://www.danielpipes.org/article/436)

AARON BROWN: … Nahost-Forscher Daniel Pipes… Was sagen Sie zu den heutigen Ereignissen? Ich denke, es wird für die Israelis schwierig sein, damit umzugehen.

DANIEL PIPES, MIDDLE EAST FORUM: Sicherlich. Die Israelis haben eindeutig einen Fehler gemacht und müssen vorsichtiger vorgehen. Es ist eine Tragödie. Wir alle müssen die Israelis drängen, diese Probleme vorsichtiger anzugehen.

Es ist aber auch wichtig zu erkennen, dass die Palästinenser die moralische Schuldigen sind, weil sie die Führer ihrer Milizen in zivilen Wohngebieten unter bringen. Man kann sie nicht von den Bewohnern unterscheiden. Ich glaube, dass sie die Zivilisten absichtlich zum Ziel für die Israelis machen, damit, wenn diese zuschlagen, es möglichst wahrscheinlich ist, dass es zivile Opfer gibt.

Die Israelis müssen also vorsichtiger sein, aber die Palästinenser spielen nun überhaupt nicht fair. Man setzt seine Militärs nicht in Häuser mit Kindern.

BROWN: Also, ich möchte das verstehen, denn es geht doch ziemlich weit. Sie haben einen Typen, der sich offenbar mit Frau und Kindern zu Hause aufhält. Was soll er tun, wenn nicht mit einer Zielscheibe auf dem Rücken herumzulaufen?

DP: Militärische Einrichtungen kann man ständig in zivilen Vierteln in den Palästinensergebieten finden. Daher begegnet man immer wieder dem Muster, dass die Israelis sehr hart versuchen Opfer zu verursachen und sie sogar bei sich selbst in Kauf nehmen. Sie erinnern sich, dass 13 Israelis vor ein paar Monaten getötet wurden, weil sie in eine Falle liefen. Es geschieht also in beiden Richtungen. Ich entschuldige in keiner Weise, was die Israelis heute getan haben. Ich sage nur, dass es einen Zusammenhang gibt und dass es ein tragischer ist.

Es ist aber einer, in dem dieser Mann, Salah Shehadeh, eine wichtige Rolle spielt. Er ist einer der Gründer des militärischen Flügels der Hamas. Er war 14 Jahre in israelischer Haft, von 1984 bis 1998. Er ist ein enger Vertrauter des Hamas-Führers Ahmed Yassin. Er ist, worauf ich schon hin wies, seit Monaten an der Spitze der israelischen Liste der meist Gesuchten gewesen. Er ist ihr Angriffsziel und, wie ich schon sagte und was meiner Meinung nach fair ist, er stellte sicher, dass er von seiner Frau, seinen Kindern und anderen Zivilisten umgeben war.

BROWN: Würden Sie zustimmen, dass das Ergebnis dieser guten, schlechten, dummen oder wie auch immer zu bezeichnenden Aktion ist, dass es schlichtweg mehr Gewalt auf beiden Seiten gibt. Ist das das natürliche Ergebnis eines solchen Ereignisses?

DP: Nein. Ich denke, da stimme ich nicht zu, Aaron. Denn ich denke nicht, dass hier ein Friedenszustand gelegentlich durch, sagen wir: gewalttätigen Spasmen unterbrochen wird. Ich denke, dort findet ein Krieg statt und in dem gibt es gelegentlich Flauten. Die Schlüsselfrage ist nicht, wann der nächste Gewaltakt stattfindet. Die Schlüsselfrage ist, wer den Krieg gewinnt, wer ihn verliert, was die Konsequenzen daraus. Es wird ein Krieg geführt.

Das ist Krieg. Und wir sollten weitere Gewalt erwarten. Wir sollten nicht erwarten, dass, wenn gerade mal nichts passiert, dass das der normale Zustand ist. Nein, es hat eine Flaute zwischen den Kämfpen dieses Krieges gegeben. Es ist ein Krieg, der jetzt seit fast Jahren andauert, seit September 2000.

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Noch eine Frage? / Grundsätzliche Unterschiede

Israel ist ein anerkannter Staat mit einem demokratischen System und folglich auch einer funktionierenden demokratischen Kontrolle über die Streitkräfte.

Korrekt, doch das heißt nicht, dass es auch mal Pannen gibt und dass jemand Fehler macht, z.B. die falsche Bombe mit zu viel Sprengkraft auswählt.

Die Palästinenser haben keinen Staat, keine wirkliche Armee – sie „haben“ lediglich irre Terrorfürsten, wenn deren Aktionen auch von Teilen der Bevölkerung mitgetragen werden.

Es gibt die Autonomiebehörde, sie haben ein Parlament und die größte Polizei der Welt (pro Kopf Bevölkerung) die per Vertrag beauftragt wäre, die Terroristen und Terrorfürsten zu bekämpfen. Das tun die aber nicht. Eine Armee ist für den Schutz nach Außen notwendig, Polizei betreibt die Ordnung innen.

Das heißt, dass die Palästinenser alles haben, was zu einem funktionierenden Staat gehört, nur keine Armee, die aber in diesem Fall irrelevant ist, da der „Schutz gegen Äußere Feinde“ von Israel verantwortet wird.

Wenn Ihr Argument dahin lautet, dass die Palästinenser keine Verantwortung tragen können, und deshalb den Terror nicht bekämpfen können, dann muss man sich gleichzeitig auch fragen, welchen Sinn denn Verhandlungen mit denen machen und welchen sinn Verträge machen, wenn die Pal. sie doch nicht einhalten können (obgleich sie einige Jahre lang durchaus dazu fähig waren, bis sie eines Tages beschlossen haben, gewisse Verträge nicht mehr einzhalten.)

wenn einem demokratischen Staat unter Führung eines bekannten Hardliners

wer und wie bestimmt eigentlich, was ein hardliner ist und was bedeutet das? Hardliner in welchen fragen und mit welchen Folgen.

Die Israelis sprechen von einem Fehler in der Wahl der Waffe, mit der sich SChahada liquidieren wollten. Schlimm genug, aber es scheint keine Absicht gewesen zu sein, noch 14 andere Menschen zu töten.

Fassungslos kann und sollte man auch über die Tatsache sein, dass Schahada verantwortlich war für Anschläge, die mindestens 200 Israelis das Leben gekostet und tausende zu Krüppeln für ihr Leben gemacht haben. Er habe weitere Anschläge geplant. Die Frage, die auch Sie sich stellen sollten ist:
1) Wie sollte ein demokratischer Staat handeln, wenn im Nachbarland ein Massenmörder frei handeln und weitere Kriegsakte gegen Zivilisten planen kann?
2) Unfälle und Fehler sind schlimm, doch was ist die Alternative. Lieber nichts tun, und Scheahada weiterere hunderte Menschen töten lassen, denn der läßt nicht versehentlich töten. Seine Opfer sind beabsichtigt, darunter die 21 Jugendlichen vor der Diskothek in Tel Aviv, Dutzende in verschiedenen Bussen usw usw.
3) Was soll man von 250.000 Menschen (eine Viertel Million) halten, die bewaffnet etc zum Begräbnis kommen.
4) Ich bin auch fassungslos, dass es bei dem Begräbnis einen weiteren Toten gibt, durch die Schüsse der „Trauernden“ und kaum jemand berichtet darüber.

(übernommen aus einem Forumsbeitrag im nai-israeli-Forum Politik)

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KRITISCHE DEBATTE IN ISRAEL ÜBER DEN PREIS DES LUFTANGRIFFS AUF GAZA / PERES ENTSCHULDIGT SICH FÜR DAS TRAGISCHE RESULTAT
(Ha’aretz, leider auch ohne URL)

Nach ersten Untersuchungsergebnissen der Operation zur Tötung des Top-Terroristen Salah Shehade und seines Stellvertreters, durch die neben den Terroristen auch 15 palästinensische Zivilisten, darunter 11 Kinder, zu Tode kamen, hat die Israelische Verteidigungsarmee (IDF) die Wirkung der Bombe auf die an Shehades Wohnhaus angrenzenden Gebäude und ihre Bewohner falsch eingeschätzt.

Die IDF und der Inlandsgeheimdienst Shin Bet führen die Untersuchung weiter. Die wichtigsten Fragen für die Experten sind, was die Geheimdienste über die Anwesenheit von Zivilisten in Shehadehs Wohnhaus und benachbarte Gebäude wussten und ob auf Grundlage dieser Information, die Entscheidung für den Luftschlag korrekt war. Außerdem wird untersucht, ob Mängel bei der operativen Planung vorliegen und ob die Wahl der Waffe korrekt war oder ob nicht eine andere Methode (eine kleinere Bombe, eine Rakete, ein Hubschrauberangriff) hätte eingesetzt werden sollen.

Es wurde aus Kreisen der IDF darauf hingewiesen, dass eine von einem Hubschrauber gefeuerte Rakete das Gebäude nicht genug beschädigt hätte. Vor zwei Wochen, am 14. Juli, hatte die IDF eine Viertel-Tonne-Bombe auf eine Waffenfabrik in Khan Yunis abgeworfen, um sowohl die Fabrikation zu zerstören wie auch den betreibenden ranghohen Hamas-Aktivisten zu töten. Das Gebäude wurde jedoch nur teilweise zerstört und der gesuchte Top-Terrorist entkam.

„Wenn die Bombe Shehadeh nicht getötet und er dadurch gewusst hätte, das wir ihm auf den Fersen sind, wäre er wieder im Untergrund verschwunden,“ erklärte ein Mitarbeiter aus dem Verteidigungssektor. „Dann hätten wir ihm monatelang nicht habhaft werden können, und er hätte weiterhin ungehindert Terroranschläge organisieren können.“