Gedankenverlorenes Territorium: Mossad warnt: Gaza lagert Abwasser

Preoccupied Territory, 8. Dezember 2014

Tel Aviv, 8. Dezember – Vertreter des Geheimdienstes warnten das israelische Militär und die politische Führung heute Morgen, dass der Gazastreifen begonnen hat Millionen Liter ungeklärtes Abwasser für einen noch unklaren Gebrauch zu sammeln.

Der Mossad und der militärische Geheimdienst entdeckten die Lager des gefährlichen Materials durch die Analyse von Drohnen-Bildern. Die Fotografien zeigen das Vorhandensein von Anlagen zum Umgang, zur Lagerung und Kanalisierung der zumeist flüssigen biologischen Risiken, die meisten davon offen zu sehen.

Wenn das stimmt, dann stellen die Informationen eine Eskalation der Nutzung von Zivilisten als militärische Aktivposten dar. In den letzten Konflikten mit Israel hatte die Bewegung ihre Kampf- und logistischen Einrichtungen in oder sehr nahe an zivilen Häusern und Einrichtungen gelegt, womit sie darauf zielte aus Bildern der Verstümmelten und Toten Kapital zu schlagen, um Mitgefühl und internationalen Druck auf Israel zu generieren, damit dieses Zugeständnisse macht. Das Abwasser bedeutet jedoch eine neue und besonders hinterhältige Ausdrucksform des Phänomens: Das giftige Material wird nicht nur in unmittelbarer Umgebung von Wohnhäusern gelagert, sondern auch von genau diesen Zivilisten produziert – was bedeutet, dass die Hamas dazu übergegangen ist nicht nur die Anwesenheit von Zivilisten auszunutzen, sondern sie aktiv in der Herstellung von militärischem Material zu benutzen.

Die Strategie stellt komplexe Gefahren dar, wie sie für israelische Militäroperationen noch nie vorhanden gewesen sind, sagten Experten. „Die Bilder ausgebombter Häuser und toter Kinder sind als Verleumdung für Israel schon schlimm genug, aber das macht alles noch schlimmer“, sagt Asla Pekukah vom Interdisciplinary Center in Herzliya. „Stellen Sie sich einen Angriff auf eine Abwasserlager und den daraus entstehenden Schrecken vor.“

Abwassergefahren haben Gaza früher schon getroffen. Die angespannte Abwasser-Infrastruktur ist gelegentlich schon zusammengebrochen, wodurch Sturzfluten des stinkenden Zeugs Häuser, Straßen und Geschäfte überfluteten. Die Palästinenser machen Israel dafür verantwortlich, weil es die nötigen Materialen für die Reparatur und Wartung der Einrichtungen nicht in den Gazastreifen lässt, während Israel fürchtet, dass die Metallrohre wieder für die Herstellung von Raketen abgezweigt werden und darauf besteht, dass für die Abwasserentsorgung andere Materialien verwendet werden.

Jedem israelischen Versuch die Abwasserlager zu zerstören würde vermutlich eine verstärkte Version dieser Auseinandersetzung folgen; eine solche Operation den Abfall komplett zu eliminieren schlüge fast unausweichlich fehl und würde ihn über ein weites Gebiet verstreuen. Die katastrophalen gesundheitlichen Folgen, die das darstellt, würden der Hamas einen poltischen und diplomatischen Coup bieten, da diese den Vorfall oder die Vorfälle dazu nutzen könnte Israel als wild entschlossen hinzustellen die Zivilbevölkerung des Gazastreifens zu schädigen, nicht sich zu verteidigen.

Israels Optionen bleiben trübe. Internationale Bemühungen die Abwasserlager im Gazastreifen zu reduzieren, würden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fehlschlagen, da die Hamas alle offiziellen Aspekte des Gazastreifens kontrolliert und seine Verwaltung der Orte zu einer Grundvoraussetzung des Vorankommens für jegliches derartige Projekt macht, vermutlich über die Ableitung einiges des Abwassers, um ihr eigenes Süppchen zu kochen.

Wie die UNO und verschiedene Westler unbezahlte Ratgeber für genozidale palästinensische Mord-Befürworter wurden

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Ein wenig publizierter Aspekt der Operation Fels in der Brandung vom letzten Sommer war, dass die UNO zusammen mit einer Vielzahl prominenter Westler in der Tat – auch wenn das öffentlich nicht so anerkannt wird – als unbezahlte Ratgeber der Völkermord befürwortenden Terroristen der Hamas fungierten.

Bevor dieses Thema genauer analysiert werden kann, sollte man die Meinungen führender Fachleute zum Feldzug Fels in der Brandung zusammenfassen. General Martin Dempsey, der US-Generalstabschef, hat erklärt, dass die Israelischen Verteidigungskräfte „außergewöhnlich viel unternommen haben, um in ihrem Krieg gegen die Hamas Kollateralschäden und zivile Opfer zu vermeiden“. Die US Army hat deshalb eine Delegation zur IDF geschickt, „um die Lektionen aus dieser speziellen Operation im Gazastreifen zu lernen“. Dempsey merkte zudem an, dass Israel in einem Konflikt wie Operation Fels in der Brandung an einem Standard gemessen wird, der an seinen Feind nicht angelegt wird.1

Oberst Richard Kemp, ehemaliger Kommandeur der britischen Streitkräfte in Afghanistan, sagte in Bezug auf die israelische Armee: „Die IDF hat die umfassendsten und aufwändigsten Maßnahmen entwickelt, um zivile Opfer bei Angriffen gegen legitime militärische Ziele zu minimieren.“2

Kemp hat außerdem erklärt, dass im weltweiten Durchschnitt der Kriegsführung das Verhältnis der für jeden getöteten Kombattanten vier Zivilisten beträgt. Während Fels in der Brandung wurde trotz des Gebrauchs von menschlichen Schutzschilden durch die Hamas und ihre Nutzung von Wohngebieten für Beschuss und Raketenabschuss durchschnittlich ein Zivilist pro Kombattant getötet. Kemp formulierte: „Keine Armee der Welt agiert mit so viel Umsicht und größerer Sorgfalt wie die IDF, um Schäden zu minimieren. Die USA und Großbritannien sind vorsichtig, aber nicht so vorsichtig wie Israel.“3

Auf Grundlage einer Untersuchung von 40% der palästinensischen Toten des Feldzugs kam das Meir Amit Intelligence and Terrorist Information Center zu dem Schluss, dass im Gazastreifen 49% von ihnen Terroristen und 51% Zivilisten waren.4

Die Hamas-Charta erklärt ausdrücklich, dass die Bewegung alle Juden ausrotten will, weil das Allah gefällt.5 Palestinian Media Watch hat erwähnt, dass das Hamas-Fernsehen den Sommer über ähnliche Äußerungen ausstrahlte. Eine davon kam von Ismail Haniyeh, Führer der Hamas im Gazastreifen, der sagte: „Wir lieben den Tod wie unsere Feinde das Leben lieben! Wir lieben das Märtyrertum, die Art, wie [Hamas-] Führer starben!“6

Es ist dieser morbide Hintergrund der Liebe zum Tod, vor dem die Hamas versuchte so viele palästinensische Zivilisten wie möglich töten zu lassen, damit Westler Israel verurteilen würden. Die Hamas wusste: Je mehr zivile Opfer es in der palästinensischen Bevölkerung geben würde, desto mehr Verurteilungen würde Israel aus dem Westen erfahren. Mit der Verurteilung Israels ermutigten also Westler die Hamas, noch mehr palästinensisch Zivilisten israelischem Feuer auszusetzen, auch Kinder.

Hier können nur ein paar wenige Beispiele der de facto unbezahlten Berater der Hamas unter vielen angeführt werden. Eine Kategorie sind die Vereinten Nationen und einige der ihnen angegliederten Organisationen. Die Weltgesundheitsorganisation der UNO verurteilte Israel dafür, dass es zivile Bevölkerung ins Visier nahm. Sie ging sogar noch weiter, indem sie Israel für alle zivilen Opfer im Gazastreifen verantwortlich machte und die Tatsache ignorierte, dass eine Reihe getöteter palästinensischer Zivilisten, einschließlich neun Kindern in einem Flüchtlingslager in Gaza Stadt, in Wirklichkeit durch fehlgeschossene Raketen und Mörsergranaten der Hamas getötet wurden.7 Sollte die Hamas jemals einen „Hamas-Preis für die Liebe zum Tod“ schaffen, würde die WHO – so scheint es – ganz oben auf der Liste der Anwärter stehen.

Ein weiterer unbezahlter Berater war der UNO-Sicherheitsrat (UNSC). Der Vorsitzende des UNSC veröffentlichte eine Erklärung im Namen des gesamten Rats. Mit dieser wurde israelisches Handeln im Gazastreifen und der Verlust an zivilem Leben verurteilt. Man forderte außerdem eine Verstärkung der humanitären Hilfe für den Gazastreifen wegen dessen „bedenklichen humanitären Erfordernissen“. In der Erklärung des UNSC wurden die Nutzung der menschlichen Schutzschilde durch die Hamas, ihr Gebrauch von Wohngebieten als Deckung und dass sie gezielt israelische Zivilisten angriff ignoriert.8 Die Erklärung war ein weiteres Mittel die Hamas indirekt zu beraten die Zahl der zivilen Opfer zu erhöhen.

Eine zweite Kategorie unbezahlter Berater der Hamas sind die sogenannten „humanitären“ NGOs. In einem Artikel mit der Überschrift „Rechtswidrige israelische Luftangriffe töten Zivilisten“ argumentiert Human Rights Watch (HRW), dass israelische Luftangriffe gegen nicht militärische Hamas-Infrastruktur Kriegsverbrechen seien. Nach Angaben von HRW „hat Israel fälschlich behauptet, grundsätzlich seien zivile Mitglieder der Hamas oder anderer politischen Gruppen ‚Terroristen‘ und daher zulässige militärische Ziele und hat auf dieser Grundlage früher schon hunderte rechtswidrige Angriffe durchgeführt“9 Nach Angaben der USA und der EU ist aber die gesamte Hamas eine Terrororganisation, nicht nur ihr militärischer Arm.10

Eine dritte Kategorie unbezahlter Berater der Völkermord propagierenden Hamas sind verschiedene westliche Politiker. Das vielleicht beste Beispiel ist der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer. Er muss die Hamas recht glücklich gemacht haben, als er im August auf dem Europäischen Forum Alpbach sagte, Israel handle mit seinem Militär in einer Art, dass die Zahl der Toten beträchtlich ist, wenn nicht gar extrem unverhältnismäßig.11 Fischer sagte nichts darüber, dass die Hamas menschliche Schutzschilde nutzt, aus Wohngebieten schießt und ein aufwändiges Tunnelnetzwerk grub, das dazu genutzt werden sollte so viele israelische Zivilisten wie möglich zu töten.

Als Fischer 2008 Yad Vashem besuchte, schrieb er ins Gästebuch: „Von hier nehmen wir die Botschaft mit, dass wir an der Erziehung der jungen Generation zur Wahrung der Menschenrechte, der Würde des Menschen und zum gegenseitigen Respekt arbeiten müssen. In diesem Geist müssen wir auch alle Menschen dazu ermutigen gegen Rassismus und Antisemitismus in jeder Form einzustehen.“ Ein Präsident Österreichs, wo der Nationalsozialismus blühte, erzieht allerdings niemanden, indem er die Islamo-Nazis der Hamas indirekt unterstützt.12

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter und die ehemalige Menschenrechtskommissarin und Präsidentin von Irland, Mary Robinson, fallen in eine ganz andere Kategorie. Sie unterstützen offen die Interessen der Hamas. In einem Artikel in Foreign Policy erklärten sie, dass der Konflikt über die Aufhebung der israelischen Blockade des Gazastreifens und die Anerkennung der Hamas als legitimen Partner in der Fatah-Hamas-Einheitsregierung durch Israel zu lösen ist.13

Kurz gesagt: Die Politik der Hamas, die palästinensische Bevölkerung durch Schießen aus Wohngebieten zu exponieren, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu benutzen und damit die Zahl der Toten beim eigenen Volk zu erhöhen, hat ihr bei der UNO und Teilen der westlichen Welt Bonuspunkte eingebracht. Darüber hinaus werden die Kosten der Reparatur der im Gazastreifen verursachten Schäden von anderen bezahlt.14

Mit all diesen kostenlosen Beratern und der Bereitschaft diverser Länder die Rechnung für die Schäden zu bezahlen, hat sich die offizielle Hamas-Politik der Liebe zum Tod recht gut bezahlt gemacht. Eine Völkermord propagierende Organisation kann dieser Tage ein ziemlich gutes Image haben. Das gilt insbesondere, wenn es sich um eine palästinensische Organisation handelt.

Dr. Manfred Gerstenfeld war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs. Er seinem kommenden Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert er, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen sollten.
Jamie Berk ist ein Wissenschaftler, der an seinem Master of Arts in Politikwissenschaften an der Hebräischen Universität arbeitet.

 

1 Michael Wilner: Washington sent ‘lessons learned‘ team to model Operation Protective Edge. The Jerusalem Pot, 9. November 2014.
2 Richard Kemp: Gaza’s Civilian Casualties: The Truth is very Different. Gatestone Institue, 3. August 2014.
3 Lahav Harkov: Former British commander in Afghanistan: No army acts with as much discretion as IDF does. The Jerusalem Post, 4. September 2014.
4 Examination of the names of Palestinians killed in Operation Protective Edge- part five. The Meir Amit Intelligence and Terrorist Information Center, 22. September 2014.
5 Hamas Covenant 1988. Yale Law School, 18. August 1988.
6 www.palwatch.org/
7 Joshua Levitt: Italian Journalist Defies Hamas: ‘Out of Gaza Far From Hamas Retaliation: Misfired Rocket Killed Children in Shati’. The Algemeiner, 30. Juli 2014.
8 Statement by the President of the Security Council. United Nations Security Council, 28. Juli 2014.
9 Israel/Palestine: Unlawful Israeli Airstrikes Kill Civilians. Human Rights Watch, 16. Juli 2014.
10 US-Außenministerium: Foreign Terrorist Organizations. Anton La Guardia: Hamas is added to EU’s Blacklist of Terror. The Telegraph, 12.September 2003.
11 Bundespräsident Heinz Fischer beim Europäischen Forum Alpbach: “Nicht jede Kritik an Israel ist Antisemitismus.“
12 Yad Vashem: Visit of Austrian President Heinz Fischer at Yad Vashem.
13 Jimmy Carter/Mary Robinson: How to Fix it. Foreign Policy, 4. August 2014.
14 Bruce Maddy-Weitzmann: Reconstructing Gaza. Moshe Dayan Center, 17. Novembe 2014.

Enthüllt: USA stoppten während Gaza-Krieg Waffenlieferungen an Israel

David Hornik, FrontPageMag, 22. Oktober 2014

Am 14. August berichtete das Wall Street Journal, dass im Juli, nachdem Israel die Operation „Fels in der Brandung“ im Gazastreifen begann, Washington Israel damit überrascht hatte, dass es eine israelische Anfrge wegen einer „großen Anzahl Hellfire-Flugkörper“ ablehnte. Hellfires sind eine wichtige Luft-Boden-Präzisionswaffe, passend für die Art Krieg, wie Israel ihn gegen die Hamas und andere Terrorgruppen im Gazastreifen führt.

Jetzt berichtet Amir Rapaport, Reporter-Veteran für israelische militärische Angelegenheiten und Herausgeber der Website Israel Defense:

Die ganze Wahrheit … ist weit schwerwiegender: Offenbar haben die USA während der Operation „Fels in der Brandung“ alle Verbindungen zu Israels Verteidigungs-Beschaffungsdelegation in den USA gekappt. Tage lang konnte nicht ein einziger Poste verschickt werden. Die erwartete Luftbrücke an US-Munition kam nie an ihrem Verschiffungspunkt an.

Die Krise begann rund 10 Tage nach Beginn der Operation „Fels in der Brandung“ in der Folge von Vorwürfen, der Anteil nicht betroffener ziviler Toter am Gazastreifen sei extrem hoch (die IDF hat zugegeben, dass rund die Hälfte aller palästinensischer Toter vermutlich Zivilisten waren, die nicht an den Kämpfen beteiligt waren).

An diesem Punkt reichte der israelische Verteidiungsbetrieb den USA einen Antrag auf verschiedene Munitionstypen vor, darunter Hellfire-Flugkörper, um die schrumpfenden Bestand der ID aufzustocken. …

Die Anweisung die Abarbeitung aller israelischer Anfragen zu stoppen kam von weit oben – vermutlich dem Weißen Haus, u.a. weil Israel die Initiativen von Außenminister John Kerry ignorierte und es vorzog die Operation über einen direkten Kanal mit den Ägyptern zu beenden. Das Außenministerium war über mehrere Monate über Israel verärgert, seit preisgegeben wurde, dass der israelische Verteidigungsminister Mosche Ya’alon Kerry unter Ausschluss der Öffentlichkeit als „messianisch“ bezeichnet hatte.

Für Washingtons Ingrimm gegen Israel werden hier nicht weniger als drei Gründe angeführt. Bezüglich des ersten – der angeblich hohen Zahl palästinensischer ziviler Opfer – stellte eine noch andauernde Studie des Meir Amit Intelligence and Information Center fest, dass die Quote der Toten bisher tatsächlich bei etwa 50% Kombattanten und 50% Zivilisten beträgt. Damit schneidet Israel im Vergleich mit Raten von drei für jeden Kombattanten in Afghanistan getöteten Zivilisten und vier Zivilisten für jeden Kombattanten im Irak und im Kosovo gut ab.

Was Israels „Ignorieren“ von Kerrys „Initiativen“ angeht, so beinhaltend diese Initiativen die Aushandlung eines Waffenstillstands mit der Hamas über die prima Hilfe der Türkei und Qatars – ein
Schritt, der sowohl von Israel als auch Ägypten stramm abgelehnt wurde, weil sowohl die Türkei als auch Qatar offenkundig pro-Hamas agieren.

Und was Ya’alons Titulierung Kerrys als „messianisch“ angeht, so machte er das im Zusammenhang mit Kerrys Versuchen an einem israelisch-palästinensischen Friedensprozess, in denen die USA sich politisch wie militärisch Ya’alons Autorität als israelischer Verteidigungsminister aneigneten, indem intensiv ein israelischer militärischer Abzug aus dem Jordantal geplant wurde – ein Schritt, den Ya’alon als unvereinbar mit Israels Sicherheit betrachtet.

Jedenfalls nennt Rapaport den Munitionsstopp ein „bedeutendes Traum in den amerikanisch-israelischen Beziehungen die bereits Rückschläge erlebten. Zu weiteren Folgen beichtet er, dass

Innerhalb des israelischen Verteidigungsestablishments dieser neueste Fall zu einer Neubewertung des fast automatischen Verlassens auf einen Lufttransport aus den USA als Teil praktisch jeden Kriegsszenarios geführt hat.

Zu den derzeit in Betrachtung genommenen Maßnahmen gehört … eine massive Wende hin zu in Israel produzierter Munition. Zum Beispiel könnten die von den Amerikanern nicht gelieferten Hellfire-Flugkörper durch solche IAI [Israel Aerospace Industries] ersetzt werden, während Präzisionsmunition von Rafael die Luft-Boden-Waffen aus den USA ersetzen können. Seit der Operation „Fels in der Brandung“ hat die israelische Verteidigungsindustrie bereits dringende Aufträge für Waffen und Munition im Wert mehrere Milliarden Schekel.

Rapaport vermerkt jedoch, dass

die Waffenfrage gegen Ende der Operation „Fels in der Brandung“ gelöst wurde und … trotz der jüngsten Ereignisse die strategischen Verteidigungsbeziehungen zwischen den beiden Ländern auch jetzt noch weitergehen, einschließlich intensiver Geheimdienst-Kooperation. Das US DOD (US-Verteidigungsministerium) und das IMOD (israelische Verteidigungsministerium) machen auch mit zahlreichen gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten weiter und US-Verteidigungshilfe wird ein beträchtliches Element des israelischen Verteidigungsbudgets bleiben, was es Israel ermöglicht so extrem kostspielige System wie das zukünftige Kampfflugzeug F-35 zu erwerben. Die Amerikaner haben außerdem während der Operation „Fels in der Brandung“ ihre Unterstützung für das Projekt Eiserne Kuppel verstärkt…

Alles in allem dürfte diese Begebenheit eine wichtige Lernerfahrung für Israel signalisieren, außerdem einen Schritt zur Reifung als Land: Die Erkenntnis, dass die USA zwar ein Freund und Verbündeter sind, aber kein großer Bruder, auf den man sich in einem Ausmaß verlassen kann, dass man ihm das eigene Schicksal ins seine Hände legt.

Nach Darstellung von Rapaport und anderen überlebt die tief institutionalisierte strategische amerikanisch-israelische Beziehung und gedeiht selbst in der Ära Obamas. Das bedeutet aber nicht, dass eine ideologisch feindselige Administration wie die Obamas Israels Abhängigkeit nicht nutzen wird, um es für vermeintliche Missstände bestraft, selbst wenn – oder besonders – zu einer Zeit, in der Israel angegriffen wird, wie es mit tausenden Hamas-Raketen im letzten Sommer der Fall war.

Da es in der Zukunft durchaus weitere derart ideologisch feindliche oder Israel unfreundlich gesonnene Administrationen geben kann, ist es gut zu wissen, dass Israel sein „fast automatisches Verlassen“ auf US-Luftfrachtlieferungen neu überdenkt und einen „massiven Übergang zu in Israel hergestellter Munition“ überlegt. Es wäre deutlich realistischer.

Von Panzern und Dankbarkeit

Rena Bierig, Israel HaYom, 8. September 2014

Ich stand vor Beit Geschwer in Jerusalem und wartete darauf einen komplett Fremden zu treffen. Das seltsame daran ist, dass er zwar ein Fremder war, ich aber das Gefühl hatte einen lange vermissten Cousin zu treffen. Ich bemerkte einen Mann, der auf mich zukam.

„Rena?“, fragte er. Ich lächelte. „Aner?“ Ich wusste sofort, dass er es war.

Unser Treffen war das Ergebnis der wahren Kraft des hessed (Taten der Freundlichkeit) und der Bedeutung von Dankbarkeit.

Es begann im Juli, als die Teenager-Teilnehmerinnen von GIVE (Girls Israel Voluteer Experience) einem von der Jugendorganisation der Orthodox Union NCSY organisiertem fünfwöchigen Sommerprogramm, das sich auf hessed konzentriert, in Israel ankamen. Es gab einen drastisch veränderten Reiseplan. Als Beraterin des Programms hatte ich die Aufgabe den Mädchen zu erklären, wie unser gemeinsamer Sommer sich gestalten würde.

Als die Operation „Fels in der Brandung“ weiterlief, behielten wir den größten Teil des Programms bei, änderten aber die Örtlichkeiten um unsere Sicherheit sicherzustellen. Wir unternahmen zusätzlich einige Aktivitäten, um beim „Kriegseinsatz“ zu helfen, Projekte, die dazu dienen sollten dem Geist der Soldaten an der Front im Gazastreifen und der direkt in der Schusslinie befindlichen Familien Auftrieb zu geben.

Einmal waren wir in der schönen Stadt Safed stationiert. Als der Tag begann informierte uns unser Chef-Berater, dass wir den Nachmittag damit verbringen würden Care-Pakete zusammenzustellen, die Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen geschickt würden. Die Mädchen waren sehr aufgeregt wegen dieser Aufgabe und packten rasch die Taschen. Doch sie ließen beträchtlich nach, als es an der Zeit war Dankesbriefe zu schreiben, die die Pakete begleiteten.

Obwohl das als Aktivität für die Mädchen gedacht war, fühlte ich mich verpflichtet einen eigenen Brief zu schreiben.

Im Verlauf des vergangenen Jahres schloss ich meinen Zivildienst ab und hoffte im Oktober Aliyah zu machen. Ich spürte das Bedürfnis eine Verbindung zu den mutigen jungen Männer und Frauen aufzubauen, die für unsere Sicherheit sorgen und von denen viele nicht viel älter waren als ich. Ich verspürte das Bedürfnis selbst zu geben und etwas zu der nationalen Anstrengung beizutragen, um unser Land zu schützen und zu sichern.

Und so schrieb ich einen Brief, zumeist auf Hebräisch, mit ein wenig Englisch am Ende. Ich unterschrieb meinen Brief mit dem hebräischen Ausdruck „ad matai“, was mit „bis dann“ übersetzt werden kann, aber in den israelischen Streitkräften genutzt wird, um auszudrücken, dass der eigenen Dienst nie wirklich beendet ist. Ich schrieb auch meinen Namen und Handynummer dazu.

Wir schickten die Pakete in einem LKW weg, der zur Gaza-Grenze fuhr, in der Hoffnung, dass unsere Notizen ein Lächeln auf die Gesichter der Soldaten bringen würde, die sie erhielten. Wir hätten uns niemals vorstellen können, was dann geschah.

Fast zwei Wochen später erhielt ich einen Anruf von einer Nummer, die ich nicht kannte. Der Anrufer stellte sich als Aner vor, ein im Gazastreifen stationierter Soldat. Er erklärte, dass er meine Notiz erhalten hatte und anrief, um mir für das Care-Paket und meine inspirierende Worte zu danken.

Als wir miteinander sprachen, erzählte Aner mir, wie sehr er die Snacks genoss und wie er sie in seinem Panzer unterbrachte. Unser kleines Paket hatte in seinem Dienst einen großen Unterschied gemacht. Aber am dankbarsten war er für meinen Brief, der ihm täglich Kraft gab.

Ich war sprachlos, was ihm mein Brief bedeutete und stand neben mir, als er vorschlug, dass wir uns treffen, nachdem er aus dem Dienst entlassen wurde, damit er mir passender danken könnte. Ich sagte Aner, dass ich mich freuen würde ihn zu treffen, doch nur so, das sich ihm dafür danken konnte, dass er sein Leben riskierte, um mich zu schützen.

Ich erwähnte auch, dass ich Beraterin in einem Sommerprogramm für eine Gruppe Teenager aus Amerika war, die ohne Aners Schutz nicht in der Lage gewesen wären durch das Land zu touren. Unser Gespräch erreichte sein natürliches Ende und wir sagten Auf Wiedersehen.

Einige Zeit später erhielt ich eine SMS von Aners Nummer. Er übermittelte ein „Dankeschön“ von seiner Frau. An diesem Punkt dämmerte mir, dass vor mir eine wichtige Chance für Lehre lag. Ich schrieb zurück, dass es unser letzter Abend beim GIVE war und bat, ob er kommen und mit den Mädchen über seine Erfahrung in der Armee sprechen könnte und was ihre Pakete bewirkten.

Nach Rücksprache mit seiner Frau sagte er zu, ein paar Minuten mit uns zu sprechen. Und das bringt uns zurück zu Beit Gescher und mein erstes direkte Treffen mit Aner.

Als wir das Gebäude betraten, nahm Aner sein Handy heraus und zeigte mir ein Bild. Ich nahm an, es würde sich um einen niedlichen Schnappschuss seiner Tochter oder ein inspirierendes Foto seiner Einheit vor ihrem Panzer handeln. Stattdessen war es ein Bild meines Briefs auf dem grellgelben Bastelpapier, das im Inneren seines Panzers klebte. Es war kaum zu glauben, dass etwas, das ich in weniger als drei Minuten hingekritzelt hatte, ein in Ehren gehaltenes Andenken war.

Wir sprachen kurz darüber, dass mein Vater auch in der Panzertruppe der IDF gedient hatte und über meine Aliyah-Pläne, bevor wir über unseren Plan für den Ablauf des Abends redeten. Ich sagte ihm, dass ich einen kurzen Abriss des Hintergrunds der Geschichte geben und ihm dann signalisieren würde zu übernehmen.

Am Ende lief alles wie geschmiert und die Mädchen reagierten genau so, wie ich gehofft hatte. Alle 73 starrten mit andächtiger Aufmerksamkeit durch den zweiteiligen, spontanen Vortrag. Und alle 73 gaben meinem neuen Freund Aner und mir stehend Applaus, als wir fertig waren.

Fünf Wochen lang versuchten die GIVE-Mitarbeiter den Mädchen die Wichtigkeit eines einfachen Aktes der Freundlichkeit zu erklären und wir verwickelten sie in mehrere unterschiedliche hessed-Projekte, um das klar zu machen. Aber nichts davon war mit dem Treffen mit Aner zu vergleichen. Er war der lebende, atmende Beweis, dass ein Akt der Freundlichkeit eine starke Auswirkung beim Empfänger, seiner Familie und der gesamten Nation haben kann.

Meine Hoffnung: Dass diese Begebenheit die GIVE-Mädchen – und alle anderen, die diese Geschichte hören – inspiriert ihre Rolle als Handelnde anzunehmen. Wir sehen selten das Resultat eines Akts der Freundlichkeit, aber wir können beruhigt sein, dass jede solche Tat, egal ob groß oder klein, Leben verändert und die Welt voran bringt.

Niederlage in Sderot und die Notwendigkeit strategischen Lernens

Dr. Joel Fishman, Times of Israel (blogs), 27. August 2014

Der verstorbene Ze’ev Schiff (1932 – 2007) war ein herausragender Militärkorrespondent für Ha’aretz. Wir haben das enorme Glück in der Lage zu sein, auf seine analytischen Fähigkeiten zurückzugreifen, um den gegenwärtigen heißen Krieg zu verstehen, mit dem Israel beschäftigt ist.

Die Worte Ze’ev Schiffs klingen nach Aufrichtigkeit und Dringlichkeit, was uns das Gefühl gibt, dass er direkt zu uns spricht. Er veröffentlichte seine Analyse am 8. Juni 2007 unter dem Titel „Eine israelische Niederlage in Sderot“. Als er schrieb, lag hauptsächlich Sderot unter Raketenfeuer. Zur Zeit fallen Hamas-Raketen auf die Städte und Siedlungen im Süden, den Küstenstädten und weit darüber hinaus. Sieben Jahre später hat sich die Lage beträchtlich verschlechtert. Das Ausmaß und die Kraft der Hamas-Aggression hat dramatisch zugenommen.

Hier haben wir einige Auszüge aus Schiffs Artikel. Sie vermitteln einen Sinn für seinen Sprachgebrauch und seine Persönlichkeit. Kurz gesagt schrieb Ze’ev Schiff, dass die Hamas Israel in Sderot besiegte und legte sein Gründe dar:

  • Selbst wenn wir Dutzende Male erklären, dass die Hamas unter Druck steht und einen Waffenstillstand möchte, wird das nicht die Tatsache auslöschen, dass in der Schlacht um Sderot Israel faktisch besiegt wurde.
  • Israel erfährt in Sderot etwas, das es seit dem Unabhängigkeitskrieg nicht erlebt hat, wenn überhaupt: Der Feind hat eine ganze Stadt zum Schweigen gebracht und dort das normale Leben lahmgelegt.
  • Die Regierung war nicht erfolgreich dabei das bombardierte Sderot in ein nationales Verteidigungsprojekt zu wenden. Das verstärkt die Einschätzung, dass diese Regierung nicht in der Lage ist die Nation in einer wichtigen militärischen Konfrontation zu führen.
  • Der Feind, der Sderot besiegte, ist eine Terrororgaisation, die militärisch schwach ist, aber angesichts ihrer Schwäche erfolgreich ein Abschreckung vis-á-vis Israel erreicht hat, wie es auch die Hisbollah schaffte. Die Regierung und das militärische Establishment versuchen die Lage mit Ausreden wie der folgenden wegzuerklären versucht: Das sei eine schwierige Schlacht, in der eine große Zahl Palästinenser getötet und Israel große Verluste erleiden würde. Die IDF würde in einer Zeit im Gazastreifen festsitzen, in der die syrische Front wahrscheinlich in Flammen aufgehen wird; die internationale öffentliche Meinung würde eine harte israelische Reaktion ablehnen. Derweil schießt die IDF, wenn Raketen aus bewohnten Gebieten geschossen werden, nicht einmal auf die Abschussorte zurück.
  • Es zählt das Endergebnis, nicht die Erklärungen. Und das Ergebnis besteht darin, dass es gegenseitige Abschreckung zwischen Israel und dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen gibt. Israel findet sich in einem militärischen Patt mit der Hamas wieder. Das ist ein ernstes nationales Scheitern, das meiner Meinung nach schlimmer ist als das Versagen im Zweiten Libanonkrieg.
  • Israels stragetische Tiefe ist (nicht nur geografisch) gering. Wenn Israel das, was im Gazastreifen geschieht, in der Westbank passieren sollte, wären wir wieder in einer Situation wie der des Unabhängigkeitskriegs und dazu würde die Vertreibung von Terrorhelfern gehören.

Es ist offensichtlich, dass Israel den Feind nicht besiegen kann, indem es dieselben Maßnahmen dupliziert, die im Verlauf der letzten Jahre fehlgeschlagen sind. Es ist nötig einen Prozess des „strategischen Lernens“ zu beginnen, um sich von den Fehlern der Vergangenheit zu lösen. Strategisches Lernen ist ein Prozess, über den ein Land seine strategischen Ziele auf der Grundlage ständiger Evaluation ändern kann. Gleichzeitig sollte man sich erinnern, dass im Geschäftsmanagement die Maßnahme einer soliden Entscheidung darin besteht, dass ein Problem langfristig gelöst wird, was die Notwendigkeit beseitigt Buschbrände zu löschen.

Heute – 2014 – kämpfen wir denselben Krieg, den Schiff 2007 beschrieb. Das beweist, dass Ariel Sharon und Ehud Olmert in ihrer Entscheidungsfindung erfolglos waren. Daher können wir die aktuelle Regierung nicht völlig für die jetzige Situation und falsche Doktrin verantwortlich machen, die sie geerbt hat. Das akzeptierte Denken des israelischen Verteidigungsestablishments hat darin bestanden, die Situation im Süden Israels sei im Wesentlichen handhabbar. Es würde zyklische Kämpfe mit der Hamas geben, doch in den ruhigen Intervallen dazwischen würden beide Seiten die Gelegenheit nutzen sich auf die nächste Runde der Gewalt vorzubereiten.

Israel entwickelte die Eiserne Kuppel und die Hamas grub Tunnel. Das ist keine Lösung und wenn die aktuelle Regierung wirklich eine Verbesserung anstrebt, muss sie sich von der Falle des fehlgeleiteten Denkens, der geerbten „Conceptsia“ lösen.

Was zählt, ist das Endergebnis, nicht die Erklärungen. Wir müssen in einen Prozess des strategischen Lernens eintreten, der langfristige politische und militärische Lösungen zum Ergebnis haben wird. Für die israelische Öffentlichkeit ist es offensichtlich geworden, dass Improvisation gescheitert ist. Es ist an der Zeit, dass etwas klares Denken einsetzt.

(Zuerst auf der hebräischssprachigen Internetseite Mid’a, 26. August 2014, veröffentlicht.)