Muslime fordern ungewollt Verbot des Islam

Raymond Ibrahim, 23. April 2018 (PJ Media)*

Genau dieselbe Logik, die Muslime in westlichen Ländern für ihre fortgesetzten Bemühungen zur Kriminalisierung von antiislamischem Reden anführen, würde erfordern, dass der Islam selbst kriminalisiert wird.

Mohammed al-Issa, Generalsekretär der Muslimischen Weltliga, argumentiert: „Europa muss mehr tun um … religiöses Hassreden zu kriminalisieren.“ In einem Interview mit Reuters sagte dieser prominente Saudi am 9. April: „Wir glauben, dass die europäischen Länder, in denen es heute so viel Diskussionen gibt, und andere Länder rund um den Globus … Hass und Verachtung für Anhänger von Religionen kriminalisieren müssen, weil dies die Sicherheit der Gemeinschaft gefährdet.“

„Hass und Verachtung für Anhänger von Religionen“, über die sich Muslime beschweren, ist ein überkonfessionelles Codewort für „Islamophobie“. So verkündete am 5. April Ömer Serdar, ein ranghoher Vertreter der in der Türkei herrschenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, dass er und eine „Gruppe türkischer Abgeordneter ins Herzen Europas reisen werden“, wo sie „untersuchen werden, ob die Behörden Maßnahmen gegen die Feindseligkeit der islamophoben Diskriminierung des Alltagslebens von Muslimen treffen“. Danach „werden sie sich während ihrer Besuche in Deutschland, Frankreich und Belgien mit staatlicher Obrigkeit treffen“ und „das Thema der Ausgrenzung diskutieren“.

All das steht im Einklang mit Politik der Organisation der Islamischen Zusammenarbeit (OIC), der „kollektiven Stimme der muslimischen Welt“ und zweitgrößten zwischenstaatlichen Organisation nach den Vereinten Nationen. Seit Jahren – besonders nachdem ein Muslim ein Dutzend Menschen in den Büros von Frankreichs Charlie Hebdo massakrierte, weil die satirische Karikaturen Mohammeds veröffentlichte – hat die OIC die Vereinten Nationen aufgefordert die „Verunglimpfung von Religionen“ zu kriminalisieren – heißt die Kritik am Islam.

Jeder – insbesondere Muslime – scheinen die große Ironie zu übersehen. Wenn internationales Recht Reden, Karikaturen, Bücher und Filme auf der Grundlage verbieten würde, dass sie Religionen verunglimpfen, dann würden diese Gesetze die gesamte Religion des Islam verbieten.

Bedenken Sie, was „Verunglimpfung“ bedeutet. Typische Wörterbuch-Definitionen beinhalten „verleumden des Rufs eines anderen“ und „falsche oder ungerechtfertigte Verletzung des guten Rufs eines anderen, so durch Verleumdung oder üble Nachrede“. Aber im muslimischen Gebrauch bedeutet Verunglimpfung einfach alles, was islamische Sensibilitäten verletzt oder beleidigt.

Um aber in der internationalen Gemeinschaft an Boden zu gewinne, bleiben die OIC und andere zynisch dabei, dass solche Gesetze alle Religionen vor Verunglimpfung schützen sollten, nicht nur den Islam (während muslimische Regierungen selbst Kirchen verbieten, Kruzifixe zerstören und Bibeln verbrennen). Unaufrichtige oder nicht, die Formulierung der OIC legt nahe, dass jede Äußerung, die die religiösen Gefühle anderer „beleidigt“, verboten werden sollte.

Was müssen wir dann mit den religiösen Kerntexten des Islam tun –angefangen beim Koran höchstselbst?

Der Koran verleumdet, verunglimpft und diffamiert wiederholt den Ruf bestimmter anderer Religionen. Beachten Sie diese Textstellen über das Christentum:

  • Sure 5,73: Fürwahr, ungläubig sind, die da sagen: «Allah ist der Dritte von Dreien.»
  • Sure 5,72: Fürwahr, ungläubig sind, die da sagen: «Allah ist kein anderer denn der Messias, Sohn der Maria.»
  • Sure 9,30: Die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. … Allahs Fluch über sie!

Das Wort „Ungläubiger“ (kafir) ist einer der abfälligsten Begriffe des Islam. Was wäre, würde ein Kerntext des Christentums – oder auch nur eine westliche Kariktur – erklären: „Ungläubige sind, die, die sagen Mohammed sei der Prophet Gottes – möge Gott sie verfluchen“?

Wenn Muslime das als heftige Verunglimpfung des Islam ansehen – und das würden sie, mit all den dazugehörigen Krawallen, Morden usw. – dann muss zugestanden werden, legt man dasselbe Maß an, dass der Koran Christen und das Christentum verunglimpft.

Bedenken Sie, wie das christliche Kreuz, von Milliarden verehrt, im Islam verunglimpft wird. Gemäß kanonischen Hadithen, wird Jesus (der „Prophet Isa“), wenn er wiederkehrt, alle Kreuze vernichten. Mohammed, der niemals erlaubte, dass das Kreuz in seiner Gegenwart auftauchte, befahl einmal jemandem, der ein Kreuz trug, „dieses Götzenstück von sich zu werfen“.

Was wäre, wenn christliche Bücher und westliche Filme besonders die heiligen Symbole des Islam – vielleicht den schwarzen Stein in Mekkas Kaaba – als „Götzentum“ bezeichneten, die Mohammed selbst bei seiner Wiederkehr zerstören wird? Wenn Muslime das als Verunglimpfung des Islam betrachten würden – und das würden sie, mit all den dazugehörigen Krawallen, Morden usw. – dann müsste, legt man dasselbe Maß an, eingestanden werden, dass islamische Lehre das christliche Kreuz verunglimpft.

Hier ist vielleicht die ausdrücklich widerlichste Form der Verunglimpfung christlicher Gefühle: Gemäß den höchst maßgeblichen Koranauslegern, einschließlich dem verehrten Ibn Kathir, wird Mohammed im Paradies mit der Jungfrau Maria verheiratet und mit ihr kopulieren.

Stellen Sie sich irgendetwas – in einem christlichen Kerntext oder einer Karikatur – vor, das, sagen wir, Mohammeds „Lieblingsfrau“ Aische, die „Mutter der Gläubigen, als im Himmel mit einem falschen Propheten verheiratet darstellt, mit dem sie Sex hat.

Wenn Muslime das als große Verunglimpfung des Islam betrachten – und das würden sie, mit all den dazugehörigen Krawallen und Morden usw. – dann müsste, legt man dasselbe Maß an, eingestanden werden, dass die maßgeblichsten Koranausleger die Jungfrau Maria verunglimpfen.

Solche Verunglimpfungen des Christentums ist kaum fast nicht auf die heiligen Kernschriften des Islam beschränkt. Fakt ist, dass moderne muslimische Gelehrte und Scheiks übereinstimmen: Es ist erlaubt das Christentum zu verunglimpfen und zu verspotten. „Islam Web“, das der Regierung von Qatar gehört, gab sogar eine Fatwa aus, die die Beleidigung des Christentums legitimiert.

Die größte Ironie in all dem besteht darin, dass die „Verunglimpfung“, über die die Muslime sich beschweren – und die immense Gewalt und Blutvergießen überall auf der Welt veranlasst – sich um Dinge wie Karikaturen und Filme dreht, die von Einzelnen gemacht werden, die nur sich für sich selbst stehen. Andererseits verleumdet und verurteilt der Islam – mit einem anderen Wort: „verunglimpft“ – über seine heiligsten und verbindlichsten Texte alle anderen Religionen.

Es ist dieses Problem – das gefühlt „göttliche“ Recht des Islam zu verunglimpfen und zu vernichten – das die internationale Gemeinschaft thematisieren müsste.

Und das Recht frei und offen den Hang des Islam zu Verunglimpfung und Vernichtung zu diskutieren ist das, was die internationale Gemeinschaft schützen muss.

* Ibrahim schreibt vom Christentum. Dasselbe gilt für den Umgang mit und das Verhältnis des Islam und seiner Gelehrten zum dem Judentum.

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Ja, „der Islam ist Teil unserer Geschichte“

Raymond Ibrahim, FrontPage, 6.April 2018

Der erste Vizepräsident der Europakommission, Frans TImmermans, übte gerade den Vorsitz eines Runden Tisches mit zehn muslimischen Imamen aus sechs EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden) aus. Hinterher verkündete Timmermans: „Die Kommission tritt entschieden für Diversität in Europa ein. Der Islam ist Teil unserer Geschichte, der Islam ist Teil unserer Gegenwart und der Islam will Teil unserer Zukunft sein.“

Solche Behauptungen sind so wahr wie die Annahmen, auf denen sie gründen – und wie solche Annahmen in historischen Fakten oder Fiktion gegründet sind. Wenn er seine Behauptungen zur historischen Rolle des Islam in Europa damit einleitet, dass er sagt: „Die Kommission tritt entschieden für Diversität in Europa ein“, dann ist klar, welche Wahrnehmung Timmermans beschwört.

Die wahre, historisch dokumentierte Rolle, die der Islam spielte, hat eine ganz andere Geschichte zu erzählen: Im frühen siebten Jahrhundert brachen Schwerter schwingende Araber aus der Arabischen Halbinsel aus und eroberten innerhalb von ein paar Jahrzehnten rund zwei Drittel dessen, was damals die christliche Welt darstellte – von Syrien und Ägypten im Osten bis Karthago und Spanien im Westen mit allem, was dazwischen lag. Einhundert Jahre nach dem Tod ihres Propheten (der traditionell ins Jahr 632 gelegt wird), befanden sie sich im Herzen Frankreichs, wo dank ihrer Niederlage bei Tours 732 und weiterer Frankensiege ganz Europa nicht auch erobert wurde.

Aber wo Ländereien nicht unterworfen werden konnten, konnte immer noch Leibern erobert werden und die nächsten zwei Jahrhunderte kehrte sich der Jihad in einen gigantischen Sklavenhandel mit europäischem Fleisch, da Überfälle zum Sklavenfang praktisch keinen Teil Europas unberührt ließen (selbst die Wikinger-Überfälle in Nordeuropa waren in erheblichem Maß von arabischem Gold getrieben).

Im zehnten und elften Jahrhundert bekehrten sich die Türken – die sich den Jihad-Ethos sich noch mehr als die Araber zueigen machten – zum Islam und wurden seine neuen Standartenträger. Obwohl sie nennenswerten Siege und Eroberungen vorweisen konnten – insbesondere nach dem Sieg der Seldschuken 1071 gegen das oströmische Reich – wurde der Jihad gegen Europa erst unter den Osmanen ernsthaft erneuert: im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert wurde ein Großteil des Balkan brutal unterworfen und Konstantinopel – der ursprüngliche Erzfeind des Islam – 1453 schließlich (und furchtbar) geplündert.

Das osmanische Vorrücken ging unvermindert weiter – der europäische Sieg 1571 in Lepanto war mehr symbolisch als sonst etwas – und 1683 wurde Wien von hunderttausenden Muslimen eingekesselt. So wie fast ein Jahrtausend zuvor, als 732 der islamische Vormarsch nach Europa gestoppt wurde, sorgte ein christlicher Sieg vor Wien nur dafür, dass die Muslime in ihre bescheidenere Rolle als Sklavenhändler weißen Fleisches zurückverfielen: Vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert versklavten muslimische Sklavenhändler vom Khanat auf der Krim im Osten bis zur Berberküste im Westen mehr als fünf Millionen Europäer – im späten 18. Jahrhundert auch amerikanische Seeleute, was die Berberkriege herbeiführte.

Der vielleicht aufschlussreichste Aspekt dieser hier angeführten Geschichte ist der erwiesene rote Faden in entschieden islamischen Begriffen: die muslimische Vorstellung, dass alle Ungläubigen drei Alternativen haben – Übertritt, bereitwillige Kapitulation über den Jizya/Dhimmi-Status oder den Tod; die mutwillige und massenhafte Zerstörung von Kirchen, Kreuzen und allem Christlichen; die sadistischen Gräueltaten, die jeder Beschreibung spotten; die „Allahu Akbar“-Rufe und andere Jihad-Parolen; die Beschwörung von Versprechen des Koran auf ein sexuell sinnlichen Paradiese für die, die im Jihad fallen – sie alle sind in praktisch jeder Begegnung zwischen Muslimen und Europäern präsent, von der schicksalhaften Schlacht von Yarmuk im Jahr 636 bis zu Amerikas Erfahrungen mit den Berbern um 1800, wie sie ausgiebig in meinem in Kürze erscheinenden Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West (Schwert und Säbel: Vierzehn Jahrhunderte Krieg zwischen Islam und dem Westen).

So sieht in Wahrheit die Rolle aus, die der Islam in Europas Vergangenheit spielte.

Was seine Rolle in der Vergangenheit angeht, so ist sie darauf gebaut, dass Europa diese unerschütterliche Geschichte der Feindseligkeit komplett ignoriert – wenn es sie nicht vorsätzlich verdreht; dass es Muslime in Massen in ihren Ländern willkommen heißt – und das im Namen der „Diversität“; dass es dementsprechend leidet und sich dann fragt, was sie, die europäischen Gastgeberländer, falsch machten.

Bedenkt man den unerschütterlichen Part, den der Islam in der Vergangenheit spielte und in der Gegenwart weiter spielt, dann bleibt abzuwarten, ob der Westen seine Zukunft auf Fakten oder auf Fiktionen aufbaut – wobei er in beiden Fällen seinen gerechten Verdienst dafür erhält.

Jizya, „Freistellung vom Militärdienst“ und ermordete christliche Soldaten

Ungläubige nicht erwünscht

Raymond Ibrahim, 5. April 2018 (Coptic Solidarity)

Eine der Säulen der Industrie des Weißwaschens des Islam ist die Behauptung, dass die Jizya – ein Erpressungsgeld, das die unterworfenen  Juden und Christen zahlen müssen (s. Sure 9,29) – sie tatsächlich „zum Schutz durch Muslime vor Aggression von außen berechtigte und sie vom Militärdienst befreite“, um John Esposito von der Georgetown University zu zitieren.

Gemäß dieser weithin festgehaltenen Logik forderten die muslimischen Invasoren nicht, dass die eroberten Ungläubigen-Bevölkerungen sich ihr Leben (wie es praktisch alle muslimischen Juristen erklären) mit Geld erkaufen, sondern vielmehr so liebenswürdig waren, ihren nichtmuslimischen Untertanen gegen die Zahlung einer kleine Gebühr „Schutz“ und Befreiung vom Militärdienst boten.

Die Ironie besteht natürlich darin, dass diese Behauptung den Taten der Muslime in der Moderne widerspricht. Erst vor kurzem, am 14. März, wurde Matthew Samir Habib, ein 22-jähriger koptischer Christ in Ägyptens Militär, von seinen muslimischen Kollegen getötet – nur weil er Christ war. Er ist nur der jüngste von etwa neun christlichen Soldaten die in den letzten Monaten und Jahren von muslimischen Soldaten wegen ihres Glaubens getötet wurden.

Und in praktisch jedem Fall folgt ein ähnliches Muster: Trotz aller anderes zeigenden Beweise (wie den physischen blauen Flecken auf den gesamten Körpern der Getöteten) bestehen Offiziere des Militärs darauf, dass – infolge irgendeines plötzlichen und unerklärlichen Depressions-Anfalls – all diese Christen angeblich „Selbstmord“ begingen; derweil bestehen die Familien der toten christlichen Soldaten und die ihnen am nächsten Stehenden darauf, dass ihre umgebrachten Söhne glücklich und gesund waren, dass sie praktizierende Christen waren und dass es Beweise gab, dass sie von ihren muslimischen „Waffenbrüdern“ wegen ihrem offenkundigem Christsein verfolgt wurden.

In diesem jüngsten Fall vom 14. März wurde zum Beispiel zweimal auf den ermordeten Kopten geschossen – und trotzdem bleiben die Behörden dabei, dass es sich um Selbstmord handelte. (Klicken Sie hier für mehrere weitere Beispiele dafür, dass die Militärbehörden seltsame Gründe für die Todesfälle anführen und die christlichen Familien diese zurückweisen.)

Warum diese Christen getötet wurden, ist nicht schwer zu verstehen. Für viele Muslime in Ägypten und andernorts ist Krieg synonym mit Jihad – und es tut der Moral nicht gut, wenn man niedrig stehende Ungläubige hat, die an der Seite von Möchtegern-Jihadisten kämpfen.

Von daher können wir nachvollziehen, warum Christen und Juden wirklich vom Militärdienst „freigestellt“ wurden: Nicht weil sie den Jizya-Tribut zahlten, sondern weil sie als eroberte Ungläubige selbst der Feind waren und abgesondert und geknechtet bleiben mussten – wie Ägyptens Kopten bis heute. (Ein Beispiel: Ihren Anträgen Kirchen zu öffnen oder zu renovieren wurde immer mit Massengewalt und Aufruhr begegnet, oft von muslimischer lokaler Obrigkeit ermöglicht, wenn nicht angezettelt: Als Ungläubige ist es Christen nicht erlaubt Gotteshäuser zu bauen oder zu renovieren; das würde die Lehren Mohammeds offen infrage stellen.)

Apologeten wie Esposito verdrehen die Fakten auf eine andere wichtige Weise: Während die Zahlung der Jizya den eroberten Ungläubigen in der Tat (eine Art von) „Schutz“ kauft, gab es diesen Schutz nie vor einer äußeren feindlichen Macht, sondern vor inneren feindlichen Mächten – heißt, vor den Muslimen selbst: Scharia-Handbücher machen klar, dass die Jizya nicht zu zahlen Dhimmis ihr Leben verwirken lässt.

Und als ob es nicht reichen würde, dass der Koran selbst fordert, dass eroberte Nichtmuslime „die Jizya bereitwillig geben, während sie gedemütigt werden“ (Sure 9,29) – sonst… – widerlegt das schließlich die Behauptung, dass das Zahlen der Jizya eine rein geschäftliche Transaktion war; stattdessen war sie eine rituelle Zurschaustellung islamischer Dominanz über – und Verachtung für – die Ungläubigen.

Warum Jerusalem nicht die drittheiligste Stätte des Islam ist

Joseph Farah, WorldNetDaily, 18. Februar 2018

Sie haben zweifellos gehört, dass Jerusalem die drittheiligste Stadt des Islam darstellt.

Das ist nachweisbar falsch.

Oder vielleicht haben Sie in Wikipedia gelesen oder auf CNN gehört, dass die Al-Aqsa-Moschee das drittheiligste Gotteshaus des Islam ist.

Auch das ist nachweisbar gelogen.

Oder vielleicht haben Sie von der Abstimmung in der UNESCO im Jahr 2016 gehört, die jegliche Verbindung Israels zum Tempelberg bestritt, indem nur mit seinem islamischen Namen „Haram al-Scharif“ auf ihn verwiesen wurde.,

Bevor ich zu Geschichte dieser Mythen komme, diesen abirrenden Legenden, diesen antisemitischen Fiktionen aus der Hölle, lassen Sie mich erzählen, warum jeder mit einem klaren Kopf und objektivem, rationalen Verstand die Wahrheit trotz der machtvollen Täuschung sehen kann, die einen Zauber über die Welt gelegt hat – vorsätzlich, mit politischem Ziel und auch erst vor kurzem.

Jeder sollte anerkennen, dass die heiligste Stätte Nummer eins im Islam Mekka ist, die Kaaba, die jedes Jahr Millionen Pilger anzieht – vielleicht mehr als jeder andere religiöse Schrein der Welt. Während zum Beispiel jedes Jahr 5 Millionen Menschen die Vatikanstadt besuchen, reisen 18 Millionen Muslime nach Saudi-Arabien, fast alle von ihnen nach Mekka, das Nichtmuslimen nicht erlaubt die Stadt zu betreten. Allein die jährliche fünftägige Haddsch zog 2017 mehr als 2 Millionen an.

Mekka

Spirituelle Pilgerreisen sind im Islam eine große Sache und die heilige Stätte Nummer zwei des gesamten Islam ist vermutlich Medina, wo Mohammed beerdigt ist.

Pilgerreise nach Medina

Aber nach Mekka und Medina gibt es genau genommen viel Streit, selbst unter Muslimen, was die drittheiligste Stadt des Islam sei. Warum? Während Mekka und Medina allen muslimsischen Anhängern Mohammeds und Allahs heilig ist, sind nicht alle davon  Sunniten. Anhänger des sunnitischen Islam stellen etwa 80 Prozent oder rund 1,2 Milliarden der Muslime weltweit. Aber die anderen 20 Prozent sind Schiiten, die nicht weniger als 300 Millionen stellen. Und schiitische Muslime verehren Heiligtümer in zwei anderen Städten im Irak – Nadschaf und Kerbela.

Wie viele machen während der schiitischen Arba’in-Pilgerschaft jährlich eine Pilgerreise von Nadschaf nach Kerbela? Halten Sie ihre Burka oder Keffiyeh fest: Mache Berichte schreiben von 30 Millionen aus bis zu 40 Ländern, die oft Angriffe sunnitischer Terroristen trotzen und in der Regel barfuß reisen. Stimmt. Diese Arba’in-Pilgerreise ist eine weit längere als die fünftägige Mekka-Haddsch und gemäß vieler Quellen in den schieren Zahlen der Teilnehmer eine weit größere.

Arba’in-Pilgerreise

Jetzt lassen Sie uns die Al-Aqsa und den Felsendom und Jerusalem betrachten.

Wie viele Muslime pilgern nach Jerusalem? Israel beherbergt jedes Jahr insgesamt rund 2 Millionen Touristen aus aller Welt, aber nur ein winziger Bruchteil davon sind Muslime. Touristen in Israel sind ethnisch vielfältig, aber fast alle sind Juden und Christen. Und bitte erzählen Sie mir nicht, Muslime seien nicht willkommen, denn sie sind es. 2014 – die jüngste Statistik, die ich finden konnte, zeigte 26.700 Touristen aus Indonesien, 23.000 aus der Türkei, 17.700 aus Jordanien, 9.000 aus Malaysia und 3.300 aus Marokko. Und das waren die größten Zahlen.

Aber vielleicht glauben Sie, dass Muslime nicht mehr nach Jerusalem, ihrer drittheiligsten Stadt, kamen, nachdem Israel sie 1967 wiedervereinigte. Ganz im Gegenteil. Es gab kaum irgendein Interesse an Jerusalem, als Jordanien die Al-Aqsa und den Felsendom unters seiner Kontrolle hatte. Selbst König Hussein besuchte Jerusalem während der Zeit, in der er einen Teil der Stadt zwei Jahrzehnte lang kontrollierte, nie.

Wenn Sie weiter zurückgehen wollen, vor die erste zionistische Aliyah, dann können Sie sehen, wie der Felsendom ca. 1875 aussah – verlassen, völlig verfallen, nicht besucht. Fakt ist, dass er sein berühmtes goldenes Kuppeldach erst 1950 unter jordanischer Kontrolle erhielt; und das musste 1993 unter israelischer Hoheit erneuert werden.

Der Felsendom 1875

Während wir anfangen in der Geschichte zurückzugehen, wollen wir im Koran nach Jerusalem suchen. Lassen Sie mich ihnen die Zeit sparen. Sie können aufhören zu suchen. Sie werden es nicht finden. Es ist nicht vorhanden, auch wenn ein Abschnitt, den wir im Koran lesen, tatsächlich den Bau der Al-Aqsa inspirierte.

Der muslimische „Anspruch“ auf Jerusalem gründet auf dem, was in Sure 17,1 geschrieben steht, die gesagt: „Preis Ihm, Der bei Nacht Seinen Diener hinwegführte von der Heiligen Moschee zu der Fernsten Moschee.“ Wie wurde diese „fernste Moschee“ zu der, die von Mohammed in einem Traum besucht wurde, zu der er auf einem fliegenden Kamel oder Pferd ritt?

Zu Lebzeiten Mohammeds war Jerusalem vom byzantinischen Reich besetzt. Während Mohammed bereits 632 starb, wurde Jerusalem von Muslime erst 638 erobert. Als sie kamen, gab es natürlich nirgendwo in Jerusalem eine Moschee oder einen Felsendom, nur Kirchen. Eine dieser Kirchen soll auf dem Tempelberg gebaut gewesen sein. Sie könnte sogar in die Al-Aqsa-Moschee umgewandelt worden sein. Fakt ist, dass sowohl der Dom als auch die Moschee unzweifelhaft erkennbaren byzantinischen Architektureinfluss aufweisen.

Als Rivalen der Nachfolger Mohammeds Jerusalem von den Christen eroberten, bauten sie erst einmal den Felsendom, einen Schrein, von dem die Eroberer glaubten, er stehe am Ort des zweiten Tempels, der vom römischen Reich 70 n.Chr. zerstört worden war. Der Dom wurde 691 fertiggestellt und die Al-Aqsa-Moschee 20 Jahre später oder 80 Jahre nach dem Tod Mohammeds. Die „Himmelfahrt“ Mohammeds vom Felsen unter dem Dom, so glaubt man, wurde in dieser Zeit von Kalif Omar hervorgezaubert, der eine neue heilige Stätte bauen wollte, um der in Mekka Konkurrenz zu machen.

Gleichwohl setzt sich die Idee der Errichtung dieses Schreins und der Al-Aqsa-Moschee auf dem alten Tempelberg als permanente islamische heilige Stätten nicht durch, wie wir über den Vergleich mit den anderen in  Mekka, Medina, Nadschaf und Kerbela sehen können.

Fakt ist: Während der gesamten Zeit des islamisch-osmanischen Reichs, das Jerusalem bis zum Ersten Weltkrieg kontrollierte, und nicht vor 1929 weckten der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee auch nur irgendein leidenschaftliches Interesse im Islam. Und dann geschah das dank Adolf Hitlers muslimischem Freund Haddsch Amin al-Husseini, dem Großmufti von Jerusalem, der seine radikalen Anhänger an Mohammeds „Nachreise“ erinnerte. Er schürte den Mythos, um in dem Jahr die Unruhen anzustoßen.

Dann nutze ein weiterer Träumer, Yassir Arafat, nach dem Sechstagekrieg von 1967, in dem Israel Jerusalem unter seiner Kontrolle wiedervereinigte, die heiligen Stätten, um den Anspruch des Islam auf die Stadt anzuregen, die er „Al-Quds“ nannte. Arafat bekann auch die Lüge, dass nie ein jüdischer Tempel auf dem Tempelberg stand, obwohl ausgerechnet das der Grund ist, dass der Dom und die Moschee auf dem gebaut wurden, von dem Omar glaubte es seien das Fundament des Tempels.

Auf einer Eben hat der Propaganda-Coup den Großteil der Welt getäuscht – in einem Ausmaß, dass die meisten Muslime den Al-Quds-Mythos glauben. Dafür randalieren sie weltweit. Sie begehen Terrorismus im Namen ihrer „Befreiung“. Sie boykottieren, de-investieren, verhängen Sanktionen, werfen mit Steinen, schießen Raketen, beginnen Intifadas und mehr.

Aber eins tun sie nicht. Sie besuchen sie nicht. Sie unternehmen keine Pilgerreisen. Macht euch euren Reim drauf.

Der neue Antisemitismus (1): Der Neue Antisemitismus

Daniel Pipes, The Jewish Exponent, 16. Oktober 1997

Die neueste Ausgabe von „Anti-Semitism Worldwide“, einer von der Anti-Defamation League jährlich veröffentlichten Studie, beinhaltet zwei erstaunliche, aber nicht wahr genommene Muster. Erstens zeigt sie, dass sich das Zentrum antijüdischen Redens und Tuns aus den christlichen Ländern in die muslimische Welt verschoben hat. Zu den ersteren berichtet die Studie über Aktivitäten von Randgruppen; bei letzteren zitiert sie Staatsoberhäupter, mächtige politische Parteien, Mainstream-Zeitungen und führende Intellektuelle. Die Palästinensergruppe Hamas zitiert z.B. in ihrer Charta aus den „Protokollen der Weisen von Zion“. Antisemitismus liegt in der ganzen Welt heimlich auf der Lauer; bei den Muslimen herrscht er voller Stolz.

Zweitens – und das ist vielleicht sogar noch unheilvoller: Selbst in den vorwiegend christlichen Ländern Europas und Amerikas schwenken Muslime heutzutage zunehmend das Banner des Antisemitismus und stellen eine physische Bedrohung für Juden dar. Das heißt nicht, dass Antisemitismus unter Christen sich in Luft aufgelöst hat, sondern dass er deutlich weniger Schlagkraft hat als die muslimische Art. Die Studie berichtet, dass, während Rechtsextremisten in Europa Juden belästigten und jüdisches Eigentum demolierten, „gewalttätige Angriffe mit der Absicht, körperlichen Schaden zuzufügen, in den meisten Fällen von muslimischen Extremisten verübt wurden“. Beispielsweise wurde der einzige antisemitische Terrorakt 1995 in Europa nicht von Skinheads begangen, sondern von einer algerischen Fundamentalistengruppe (der Versuch, eine jüdische Schule bei Lyon in Frankreich zu sprengen). Muslime von Südafrika über Argentinien bis Schweden übertreffen die Rechte auch bezüglich der Reichweite ihrer antisemitischen Rhetorik und ihres Einflusses.

Dasselbe Muster gilt für die Vereinigten Staaten. Hier teilt sich die muslimische Bevölkerung in zwei Hauptgruppen: Konvertiten (meist Schwarze, von denen viele irgendwann Verbindung zur „Nation of Islam“ hatten) und Immigranten (zumeist aus Südasien). Expliziter, feindseliger Antisemitismus ist bei beiden Gruppen die Regel. Es gibt zwar ein paar wenige, mutige Stimmen, die sich gegen die endlosen Angriffe auf die Juden stellen; diese sind aber im Trommelfeuer der Einseitigkeit, Schmähungen und Verschwörungstheorien kaum zu hören.

Einwanderer

Wie ihre Glaubensbrüder andernorts setzen sich Muslime, die in die USA emigrieren oder amerikanische Konvertiten für eine große Bandbreite an Ansichten ein. Es fällt aber auf, dass, im Gegensatz zu Ländern wie der Türkei und Ägypten, wo eine lebhafte Debatte zwischen Moderaten und Fundamentalisten stattfindet, in den USA die Fundamentalisten dominieren – so sehr, dass Moderate kaum zu Wort kommen. Die Fundamentalisten kontrollieren alle großen Muslim-Organisationen, einschließlich der Islamic Association for Palestine, dem Islamic Circle of North America, dem Islamic Committee for Palestine, der Islamic Society for North America, der Muslim Arab Association, dem Muslim Public Affairs Council und der Muslim Students Association. Sie haben auch zunehmende Kontrolle über die Mehrzahl der Moscheen, Wochenzeitungen und kommunalen Organisationen.

Diese fundamentalistische Hegemonie ist Ergebnis mehrerer Faktoren. Einer hat mit der Finanzierung und mit anderer Unterstützung aus dem Nahen Osten zu tun, die fast ausschließlich an Fundamentalisten gehen. Die Iraner, Libyer und Saudis haben seit Jahren den aggressivsten, fundamentalistischsten Gruppen geholfen. Der andere Faktor hat damit zu tun, dass die Moderaten dazu tendieren, in die Welt hinaus zu gehen und sich in andere, weniger mit der muslimischen Gemeinde zusammen hängenden Aktivitäten einbringen.

Jede der fundamentalistischen Organisationen sprudelt Antisemitismus hervor, viele öffentlich, andere diskreter. Fast alle nehmen Bezug auf einen ständigen Kampf bis zum Tod mit den Juden. Einer der angesehensten islamischen Theologen, Yussuf al-Qardawi, sagte z.B. 1989 einer riesigen Zuhörerschaft bei einem Treffen in Kansas City: „In der Stunde des Gerichts werden die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten.“

Die amerikanischen Muslime konzentrieren sich auf zwei Hauptthemen. Das eine betrifft die Notwendigkeit Israel zu vernichten. Fundamentalistische Gruppen schließen sich eng an die Sache der Hamas und des Islamischen Jihad an, feiern, was diese erreichen und teilen ihre mörderische Haltung gegenüber den Juden. Redner auf ihren Treffen rufen regelmäßig die Zuhörerschaft zur Hilfe bei der Eliminierung der jüdischen Präsenz von dem auf, was sie Palästina nennen; die Verkündung einer terroristischen Aktion gegen Israelis ruft bei einem muslimischen Treffen ungehemmten Jubel hervor.

Das zweite Thema betrifft die Notwendigkeit, mehr Schlagkraft als die amerikanischen Juden zu gewinnen. Amerikanische Muslime erklärten wiederholt ihre Absicht mit den Juden gleich zu ziehen und sie zu überholen; sie betrachten fast jeden Bereich ihrer politischen Existenz in den USA – Bevölkerungsanteil, Geldbeschaffungsmöglichkeiten, Einfluss in Washington – in Begriffen dieses Wettbewerbs. Diese Ambition spiegelt sich in der Meinung des Intellektuellen Ali Mazrui, dass „im nächsten Jahrhundert die Muslime genauso einflussreich in der Beeinflussung der Politik sein werden wie die Juden“.

Die „Nation of Islam“

Was die Konvertiten angeht, hat sich Louis Farrakhan, Führer der „Nation of Islam“ als der führende antijüdische Ideologe etabliert. Er hat einen Eiertanz deswegen aufgeführt, aber nie seine bekannten Äußerungen von 1984 in Abrede gestellt, dass das Judentum eine „Gossenreligion“ sei und Adolf Hitler ein „sehr großer Mann“. In einer berüchtigten Rede am Kean College im November 1995 spuckte Farrakhans Stellvertreter eine Serie von Statements über die Juden aus, die einem die Sprache verschlagen. Die „Nation of Islam“ verkauft auf ihren Veranstaltungen „Die Protokolle der Weisen von Zion“. Darüber hinaus hat die Organisation sogar eigene „Forschung“ unternommen und 1991 einen Band zusammengestellt, der „The Secret Relationship between Blacks and Jews“ (Die geheime Beziehung zwischen Schwarzen und Juden) genannt wurde und die vorgibt aufzuzeigen, dass Juden die Hauptverantwortlichen für die Versklavung der Schwarzen und ihren Transport nach Amerika waren.

Die „Nation of Islam“ hat eine weitaus größere Reichweite, deshalb sind ihre Ansichten weitaus wichtiger als die der rechtsextremen Gruppen. Anders als der Ku Klux Klan hat sie eine organisierte paramilitärische Streitmacht in Dutzenden von Städten – und hat es sogar geschafft, dafür Bundeszuschüsse zu bekommen. Anders als die Liberty Lobby holt sie regelmäßig Tausende von Zuhörern in große Arenen. Anders als die Milizmänner erscheint ihr Führer in der Öffentlichkeit Hand in Hand mit dem Bürgermeister von Philadelphia. Anders als die Aryan Nation hat sie einen Patron aus dem Ausland (Mu’ammar al-Gaddhafi von Libyen), der ihr eine Milliarde Dollar angeboten hat, um die amerikanischen Muslime zu organisieren und sie dazu zu bringen „ihre Stimmen für einen Kandidaten abzugeben, der den Arabern dient“.

Folgen

Antisemitismus, historisch ein christliches Phänomen, ist nun hauptsächlich ein muslimisches Phänomen – und das nicht nur im Nahen Osten, sondern auch hier bei uns in den Vereinigten Staaten. Muslime sind heute die lebhaftesten und unverhülltesten Antisemiten; sie sind es, die bei uns am meisten zum Judenhass beitragen. Muslime reden in Begriffen eines offenen Antisemitismus, die kaum irgendwo anders im Westen zu finden sind. Die Sendung von Auszügen aus Hitlers „Mein Kampf“ in Radio Islam in Schweden führte dazu dass Ahmed Arami sechs Monate in einem schwedischen Gefängnis verbrachte.

Das hat für Juden verschiedene Auswirkungen. Erstens: So, wie die muslimische Bevölkerung in den Vereinigten Staaten wächst, wächst auch der Antisemitismus (ganz zu schweigen von einem damit zusammenhängenden Phänomen, dem Antichristianismus). Zweitens: Amerikanische jüdische Organisationen sollten weniger von ihren Ressourcen auf die christliche Rechte verwenden und mehr davon auf den fundamentalen Islam. Das Schulgebet ist weitaus weniger ein Thema als die Atmosphäre unverhohlener Feindseligkeit und potenzieller Gewalt gegen Juden.

Drittens: Das institutionelle Übergewicht von Fundamentalisten in den USA machen es den amerikanischen jüdischen Organisationen extrem schwer, konstruktive Beziehungen zu muslimischen Gegenüber aufzubauen, da sämtliche wichtigen islamischen Gruppierungen fundamentalistisch sind, möglicherweise mit der Ausnahme der Bewegung von W. Deen Mohammed. Angesichts der Wahl, sich mit Fundamentalisten zusammenzusetzen oder mit niemandem, sollten die jüdischen Organisationen die zweite Möglichkeit wählen. Andernfalls laufen sie Gefahr, ihre schlimmsten Feinde zu legitimieren.

Der Vatikan widersetzt sich dem Islam

Vorbemerkung heplev (2018): Das waren noch Zeiten! Inzwischen haben wir einen neuen Papst, der von Widerstand gegen den ganz alltäglichen Muslimterror nichts mehr sagt, sondern die Opfer im Stich lässt!

Daniel Pipes, The Jerusalem Post, 5. Juli 2006

„Es reicht jetzt mit diesem Hinhalten der anderen Wange! Es ist unsere Pflicht uns zu schützen.“ So sprach Monsignore Velasio De Paolis, Sekretär des Obersten Gerichts des Vatikan, in Bezug auf die Muslime. In Erklärung seiner offenbaren Ablehnung der Ermahnung Jesu an seine Jünger, „die andere Wange“ hinzuhalten, führt De Paolis an, dass „der Westen seit einem halben Jahrhundert Beziehungen zu den arabischen Staaten hatte … und ist nicht in der Lage gewesen, auch nur die geringsten Zugeständnisse bei den Menschenrechten zu erzielen.“

De Paolis steht mit diesem Denken kaum allein; in der Tat vollzieht sich in der katholischen Kirche ein dramatischer Wechsel von einer Jahrzehnte langen Politik zum Schutz von unter muslimischer Herrschaft lebenden Katholiken. Die alten Methoden der stillen Diplomatie und der stummen Beschwichtigung haben klar versagt. Die geschätzten 40 Millionen Christen im Dar-al-Islam, stellt Patrick Sookohdeo vom Barnabas Fund fest, sehen sich zunehmend als umkämpfte Minderheit wieder, die sich wirtschaftlichem Niedergang, schwindenden Rechten und physischer Gefahr ausgesetzt sieht. Die meisten von ihnen, fährt er fort, sind verachtete und mit Misstrauen betrachtete Bürger zweiter Klasse, die bei Bildung, Arbeit und vor Gericht Diskriminierung ausgesetzt sind.

Diese harten Umstände sorgen dafür, dass Christen aus ihren angestammten Heimatländern in die gastfreundlichere Region des Westens fliehen. Folglich befinden sich die christlichen Bevölkerungzsahlen in der muslimischen Welt im freien Fall. Zwei kleine, aber anschauliche Beispiele dieses Musters: zum ersten Mal in zwei Jahrtausenden haben weder Nazareth noch Bethlehem eine christliche Bevölkerungsmehrheit.

Die Wirklichkeit von Unterdrückung und Niedergang befindet sich in dramatischen Gegensatz zur anschwellenden muslimischen Minderheit des Westens. Obwohl sie weniger als 20 Millionen zählen und zum größten Teil aus Einwanderern und ihren Nachkommen bestehen, handelt es sich um eine zunehmend etablierte und stimmgewaltige Minderheit, der extensiv Rechte und Schutz gewährt werden, obwohl sie neue rechtliche, kulturelle und politische Privilegien gewinnen.

Diese sich weitende Ungleichheit hat die Aufmerksamkeit der Kirche gewonnen, die nun zum ersten Mal auf den radikalen Islam statt das Handeln Israels als zentralem Problem der Christen zeigt, die unter Muslimen leben.

Ein solches Grollen konnte man schon zur Zeit Johannes Pauls II. hören. Kardinal Jean-Louis Tauran, ehemals das vatikanische Äquivalent eines Außenministers, führte z.B. Ende 2003 an, dass „es zu viele mehrheitlich muslimische Länder gibt, wo Nichtmuslime Bürger zweiter Klasse sind“. Tauran drängte auf gegenseitige Gleichbehandlung: „So, wie Muslime ihre Gebetshäuser überall in der Welt bauen können, sollten die Gläubigen anderer Religionen es auch tun können.“

Katholische Forderungen auf gegenseitige Gleichbehandlung sind stärker geworden, besonders seit der Amtsübernahme von Papst Benedikt XVI. im April 2005, für den der Islam ein zentraler Sorgenpunkt. Im Februar betonte der Papst die Notwendigkeit „die Überzeugungen und religiösen Praktiken anderer zu respektieren, damit im Gegenzug die frei gewählte Religion auszuüben für alle wahrhaft sicher gestellt ist“. Im Mai betonte er erneut die Notwendigkeit der gegenseitigen Gleichbehandlung: Christen müssen Einwanderer lieben und Muslime müssen die Christen unter sich gut behandeln.

Niederrangige Geistliche sind, wie üblich, freimütiger. „Die Radikalisierung des Islam ist die Hauptursache für den christlichen Exodus“, meint Monsignore Philippe Brizar, der Generaldirektor des Oeuvre d’Orient, einer französischen Organisation, die sich auf nah- und mittelöstliche Christen konzentriert. Bischof Rino Fisichella, Rektor der Lateran-Universität in Rom, rät der Kirche ihr „diplomatisches Schweigen“ fallen zu lassen und stattdessen „Druck auf internationale Organisationen auszuüben, um die Gesellschaften und Staaten in mehrheitlich muslimischen Länder dazu zu bringen sich ihrer Verantwortung zu stellen.“

Die Krise um die dänischen Karikaturen bot ein typisches Beispiel der katholischen Ernüchterung. Ursprünglich kritisierten Kirchenführer die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen. Aber als Muslime mit der Ermordung katholischer Priester in der Türkei und Nigeria antworteten, ganz zu schweigen von Christen, die in fünftägigen Krawallen in Nigeria getötet wurden, antwortete die Kirche mit Warnungen an die Muslime: „Wenn wir unseren Leuten sagen, dass sie nicht das Recht haben zu beleidigen, dann müssen wir anderen sagen, dass sie nicht das Recht haben uns zu vernichten“, sagte Kardinal Angelo Sodano, Innenminister des Vaticans. „Wir müssen immer bei politischen Kontakten mit Behörden in islamischen Ländern unsere Forderung nach gegenseitiger Gleichbehandlung betonen; mehr noch, auch bei kulturellen Begegnungen“, fügte Erzbischof Giovanni Lajolo, der Außenminister, hinzu.

Für Christen dieselben Rechte zu erhalten, derer Muslime sich im Christentum erfreuen, ist der Schlüssel für die Diplomatie des Vatikans gegenüber den Muslimen geworden. Dieses ausgeglichene, ernste Herangehen stellt eine tief greifende Verbesserung im Verständnis dar, die Folgen weit über die Kirche hinaus haben könnte, da viele Politiker ihrer Kirchenführung in interreligiösen Fragen folgen. Sollten die westlichen Staaten auch für das Prinzip der gegenseitigen Gleichbehandlung werben, könnte das Resultat in der Tat interessant sein.