Die Terroristen können nichts falsch machen

Warum die Linke Iran unterstützt und Trump die Schuld zuweist.

Daniel Greenfield, FrontPageMag, 17. Januar 2020

Nachdem der Iran Ukraine International Airlines Flug 752 abschoss, füllten iranische Demonstranten die Straße und verurteilten das Kriegsverbrechen ihrer eigenen Regierung, während die [US-] Demokraten und ihre Medien Trump die Schuld zuschrieben.

„Das ist nur ein weiteres Beispiel für Kollateralschäden durch Taten, die vom Präsidenten der Vereinigten Staaten auf provokative Weise unternommen wurden“, sagte die Jackie Speier gegenüber CNN.

„Das ist eine dieser Folgen dieser Eskalation und dieses Kriegszustandes, in dem wir uns befinden. Mit Weitblick und in der Lage zu betrachten, welche Konsequenzen es hat gegen den Iran in den Krieg zu ziehen, denke ich, ist etwas Ernstes und Verantwortung für den aktuellen Oberkommandierenden“, insistierte die Abgeordnete Tulsi Gabbard.

In der Weltsicht von Linken wie Speier und Gabbard ist der Iran nicht wirklich für irgendetwas verantwortlich. Der islamische Terrorstaat initiiert nichts, er reagiert auf unser provokatives Handeln. Wenn der Iran ein ukrainisches Flugzeug abschießt, bedeutet das, dass Amerika etwas falsch gemacht haben muss, um den Angriff herbeizuführen.

Die Linke verbrachte die letzten 40 Jahre damit, beharrlich zu behaupten, der Iran könne für keines seiner Verbrechen verantwortlich gemacht werden, weil sie alle aus der Unterstützung Amerikas für den Schah stammen. Das ist nicht nur übertrieben. Es ist Regierungspolitik.

Obama sagte den Unterhändlern im Iran-Deal: „Teil der Psychologie des Irans wurzelt in dem Gefühl, dass ihr Land untergraben wurde, dass die Vereinigten Staaten oder der Westen in ihrer ersten Demokratie hineinpfuschten und dann den Schah unterstützten.“ Er drängte sie, dem „defensiven Iran gegenüber, der sich verletzbar fühlt“, sensibel zu sein.

Gemäß Obama entwickelte der Iran Atomwaffen nicht um Israel zu vernichten oder in der Region ein schiitisches Imperium zu schaffen, sondern weil er von der Politik der Administration Carter emotionelle Narben davontrug.

Dritte-Welt-Außenpolitik wandte die moralisch herablassende Haltung Linker gegenüber Minderheiten in globalem Ausmaß an. Dasselbe soziale Gerechtigkeitsdenken, dass Unterschicht-Kriminelle vor der Verantwortung für ihre Verbrechen befreite, indem eine unterdrückerische Gesellschaft für sie verantwortlich gemacht wurde, befreite ganze Staaten von moralischer Rechenschaftspflicht.

Die Theokraten des Iran sind, wie der Räuber an der Straßenecke, Opfer von Unterdrückung, nicht eigenverantwortlich Handelnde.

Dieselbe simplifizierende Mathematik der sozialen Gerechtigkeit teilt die Welt in die Unterdrücker und die Unterdrückten ein. Die Unterdrücker sind die Stärksten und die Fähigsten, die Kapitalistenschweine und die Fahnenschwenker westlicher Staaten, während die Unterdrücker jeder ist, der sie mit jedem Mittel bekämpft.

Nur die Unterdrücker haben moralische Instanz, während die Unterdrückten einzig auf ihre Unterdrückung reagieren.

Als das iranische Regime ein ukrainisches Verkehrsflugzeug abschoss, reagierte es auf Präsident Trumps Unterdrückung und die gesamte Geschichte amerikanischer Unterdrückung des Iran, die bis in die 1970-er Jahre zurückgeht. Nicht der Iran schoss das Flugzeug ab, das machten 40 Jahre amerikanischer Unterdrückung. So wie der Obdachlose einer alten Frau ins Gesicht boxte, das nicht tat. Gentrifizierung und unser Klassensystem machten das.

Das iranische Regime machte nichts aus eigener Initiative. So wie der Typ, der dein Auto aufbrach, nichts machte. Er ist ein Opfer der Gesellschaft. So wie General Soleimani. Und der Typ, der diese Raketen abfeuerte. Unterdrückte Leute haben keine moralische Instanz. Ihre einzige moralische Aktivität ist Widerstand. Und wenn der Widerstand einen ganzen Haufen iranischer Studenten am Himmel und auf der Straße tötet, dann ist das nachvollziehbar.

Ein gewisser Reporter der New York Times mit einem Pulizer-Preis sagte eins über kommunistische Massenmörder: „Um es brutal zu sagen – man kann kein Omelett machen ohne Eier zu zerschlagen.“ Denken Sie einfach von all diesen nach Kanada fliegenden Menschen als Eier und die Revolutionsgarden und Soleimanis alte Bande als die, die Omeletts von Utopia braten.

Die Linke reagiert auf eine Enthauptung durch MS-13-Mitglieder in einem Vorort an Washington DC oder auf Irans Raketenangriffe auf ein ukrainisches Passagierflugzeug mit der scharfen Antwort moralischer Idioten: „Was erwartet ihr von unterdrückten Leuten?“

Unterdrückte Leute haben keine moralische Instanz. Von ihnen kann man nicht erwarten keine Flugzeuge zu entführen, Millionen kambodschanische Bauern zu ermorden, ein Mädchen in Queens zu vergewaltigen, das von der Arbeit kommt oder einen koreanischen Lebensmittelstand umzuwerfen.

Sie sind unterdrückt.

Die traditionelle Religion glaubt, dass wir alle, Adlige wie Leibeigene, die Reichen und die Armen, die Oberen und die Niederen, eine moralische Beziehung zu Gott haben. Die Kirche der sozialen Gerechtigkeit lehnt diese göttliche Beziehung ab und definierten Moral über unsere feststehenden Macht-Beziehungen untereinander. Und diese Beziehungen wurden über Gruppenidentitäten definiert, zuerst nach Klassen, dann nach Rassen, Geschlecht, Religion, Sexualität und eine hereinkommende Masse neuer Identitäten , die von dem sich entwickelnden System des intersektionalen Opfertums vermittelt wird.

Die Mitglieder der mächtigen Gruppen waren die unterdrückerischen Sünder und die Unterdrückten waren die Heiligen.

Das einzige Gesetz war die Unterdrückung zu bekämpfen. Jedes Verbrechen existierte innerhalb dieses Kampfes, des Klassenkampfs, des Rassenkampfs und all der anderen vielfältigen Konflikte gegen Sexismus, Homophobie, Islamophobie, Transphobie und all die neuen Ismen und Phobien, ihre offensichtlichen Widersprüche innerhalb des größeren Kontextes sind irrelevant.

Es spielt keine Rolle, dass der Iran Schwule tötet, denn die wirklich Homophoben sind weiße amerikanische Christen. Genauso wenig spielt es eine Rolle, dass ein schwarzer Nationalist eine Synagoge mit einer Machete angriff, denn die wirklichen Antisemiten sind weiße amerikanische Christen. Es spielt keine Rolle, dass der Iran ein Passagierflugzeug mit eigenen Leuten abschoss, denn die wirklichen „Flugzeugabschießer“ sind Präsident Trump und seine Anhänger.

Das schlechte Verhalten unterdrückter Völker ist eine Reaktion auf unsere Unterdrückung. Sie internalisierten unsere Homophobie, Rassismus, Massenmord an braunen Menschen und wenn wir vernichtet werden, werden sie geläutert.

Wenn du begreifst, wie jeder Linke es tut, dass Amerika die Quelle des Bösen der Welt ist, dann wirst du begreifen, so wie Parlamentspräsidentin Pelosi, dass das, was der Iran mit dem Jet oder seinen Demonstranten tut, keine Rolle spielt.

Die Linke verteidigt die Architekten eines kommunistischen Völkermords in Kambodscha, bei dem Millionen getötet wurden, weil auf die Krise des amerikanischen Imperialismus reagiert wurde. Kommunistische Gräueltaten in China waren genauso eine Reaktion auf die US-Außenpolitik. Stalins Verbrechen, einschließlich seiner Allianz mit Hitler, wurden aus denselben Gründen verziehen, als Reaktionen auf amerikanische und europäische Politik gegenüber der UdSSR.

Selbst Hitler wurde anfänglich verteidigt, er würde auf die unfairen Lasten reagieren, die [Deutschland] am Ende des Ersten Weltkriegs auferlegt wurden.

Auf diese Weise kommen wir zu der Vorstellung, dass der Iran ein Passagierflugzeug abschießen kann und das unser Fehler ist.

Die Demokraten, die Medien, die akademische Welt und der Rest des Zugs der moralisch mit Fehlern behafteten und immerwährenden Widerstandskämpfer, die für Utopia eine Million Vorschriften und Leichen gleichzeitig aufrichten, betrachten jeden, der gegen Amerika ist, besonders gegen Präsident Trump, als Verbündeten ihres gerechten Widerstands.

In dieser Rückwärtsrechnung sind Iran und China Mitglieder des Anti-Trump-Widerstands, die Vorhut der unterdrückten Völker der Welt, während die Gegner dieser totalitären Regime, die ihr Leben riskieren um Xi und Khamenei zu verdammen, die Hunde der kapitalistischen Ordnung sind und es verdienen erschossen zu werden.

Die Unterdrücker sind die Unterdrückten. Und die Unterdrückten sind die Unterdrücker. Freiheit ist Sklaverei und Sklaverei ist Freiheit. Das ist so einfach, dass man keinen Doktorandenkus in Orientalismus braucht, um es zu verstehen.

Verbringen Sie einfach ein paar Wochen damit MSNBC zu sehen, bis Ihr Gehirn weich ist.

Ein Jahrhundert an Verbrechen wurde von Progressiven entschuldigt, die einen Kampf zwischen „uns/wir“ und „denen/die“ sahen. „Die“ waren Flaggen schwenkender, bougeoiser Kapitalistenabschaum, der sich dem Erhalt der bestehenden Ordnung verschrieben hat. „Wir“ waren eine zusammengewürfelte Mannschaft, zu der jeder gehörte, von westlichen Akademikern und Reportern bis zu massenmordenden Kommunisten und in jüngerer Zeit islamischen Terroristen, die für Allah Schwule von Gebäuden stürzen.

Was die „Wir“-Fraktion eint, war ihre Gegnerschaft zur unterdrückerischen Ordnung der Vereinigten Staaten. Die Mitglieder dieses „Widerstands“ könnten diese Gegnerschaft durch die Ermordung von Millionen Kambodschanern, russische Bauern verhungern zu lassen, Juden zu erschießen und ukrainische Verkehrsflugzeuge abzuschießen zum Ausdruck bringen, aber das sind reine Reaktionen auf die Unterdrückung durch die Vereinigten Staaten. Oder wie die Abgeordnete Speier sie beschreibt: „Kollateralschäden“.

Die Weltsicht, die die Ermordung von Brillen tragenden Kambodschanern erlaubt oder von iranischen Studenten, die nach Kanada unterwegs sind, geht davon aus, das das einzige moralische Ziel eine Weltrevolution gegen das Hauptübel Kapitalismus, Globalismus, Neoliberalismus ist oder wie auch immer der aktuelle Modebegriff für die bestehende Ordnung lautet.

Diese neue Weltordnung wird utopisch sein. Sie wird nicht länger Massaker an Protestierenden auf den Straßen, Bauern verhungern zu lassen benötigen; sie wird die Gänge der Revolution mit menschlichem Blut schmieren, sei es eine sozialistische, islamische oder sonstige.

Aber bis dieser gesegnete Tag kommt, kann niemand, der Überstunden leistet, um die bestehende Ordnung zu stürzen und die neue Ordnung einzuleiten, für die Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden, egal, wie viele Millionen Menschen sie töten.

Die Ziele der neuen Weltordnung rechtfertigen jede und allen mörderischen Mittel.

Die Medien fühlen sich verpflichtet den Iran als Mitglied der Koalition des Widerstands gegen Amerika zu schützen. Und gegen die derzeitige reaktionäre Inkarnation in der Form von Präsident Trump, MAGA-Mützen und Anstecknadeln.

Sie konspirieren beim Massenmord brutaler Tyranneien im Namen einer besseren Welt.

Diese bessere Welt, wird uns erzählt, wird den Rassismus beenden. Aber Menschen ihrer moralischen Instanz zu berauben, weil sie anders sind, ist immer der wahre Rassismus gewesen. Es gibt kein schlimmeres Verbrechen als einem Menschen die Moral wegzunehmen.

Jihad und Kriminalität: untrennbare Bettgefährten

Raymond Ibrahim, 11. Dezember 2019

Es ist offiziell: Islamischer Jihad und allgemeine Kriminalität sind aufs Engste miteinander verbunden.

In einer früher erfolgten Studie aus Großbritannien heißt es:

Die Linie zwischen Terrorismus und Kriminalität verschwimmen, während eine zunehmende Zahl ehemaliger Krimineller sich dem Islamischen Staat anschließen … Fast 60 Prozent der von Forschern untersuchten europäischen Jihadisten waren vorher im Gefängnis… Einmal von ISIS rekrutiert, gehen diese Leute leicht dazu über Gewalt für eine andere Sache zu begehen… Das Willkommen durch ISIS bietet Kriminellen eine vermeintliche Chance zur „Erlösung“ ohne ihr Verhalten ändern zu müssen.

Dennoch lehnt das Establishment es ab irgendeine direkte Korrelation zwischen Islam und Kriminalität zu erkennen. So erklärte der Direktor der Studie selbst: Kriminelle „passen tadellos“, weil der „Islamische Saat keine intellektuelle Kultiviertheit fordert. Er fordert von dir nicht Religion zu studieren. Er lässt es alles wie ein Computerspiel erscheinen.“ Mit anderen Worten: Kriminelle sind ideale Rekruten, weil sie überhaupt keine Ahnung vom „wahren“ Islam haben – und es wird auch kein Wert darauf gelegt, dass sie etwas lernen.

Oder wie John Brennan so denkwürdig zu ISIS-Mitgliedern geltend machte, als er den CIA leitete: „Sie sind Kriminelle. Die Meisten – viele – von ihnen sind psychopathische Verbrecher, Mörder, die ein religiöses Konzept nutzen und sich mit und in diesem religiösen Konstrukt maskieren.“

Hier sehen wir wieder, wie Ignoranz der Geschichte – willentlich oder nicht – die Sicherheit im Westen untergräbt. Fakt ist: Schon von Anfang des Islam an und die Jahrhunderte hindurch hatte die überwältigende Mehrheit der Muslime, die an Jihaden teilnahm, keine „intellektuelle Kultiviertheit“, hatte nicht die „Religion studiert“ und verhielt sich allgemein wie „psychopathische Strolche, Mörder“. Der Grund: Das „religiöse Konstrukt“ des Islam war immer angelegt um solche Männer zu ködern und zu mobilisieren.

All das ist in der Karriere des Propheten des Islam, Mohammed, offenkundig. Nach mehr als einem Jahrzehnt friedlichen Predigens in Mekka hatte er nur rund 100 Anhänger gefunden, zumeist Verwandte. Sobald er jedoch zu Raubzügen und Plünderungen gegen alle überging, die seinen Islam ablehnten – und damit immens erfolgreich war – nahmen seine Anhänger exponentiell zu.

Damals wie heute waren die, die Jihad führten, nie verpflichtet ernste oder fromme Absichten zu hegen. Der Grund dafür ist – trotz aller westlichen Projektion und Relativierungen – dass Allah nicht Gott ist; er ist nicht am „Zustand“ des „Herzens“ des Jihadisten interessiert, sondern an seinem Schwert. Die kalte, geschäftsmäßige Sprache des Koran macht das deutlich. Wer immer sich zum Jihad verpflichtet, „gibt Allah eine ausgezeichnete Leihgabe“, für die dieser eine „vielfache“ Gegenleistung garantiert, immer proportional zu den Bemühungen des Jihadisten (Sure 2,245, Sure 4,95).

Oder, wie der Koran in Sure 9,111 prägnant erklärt: „Allah hat von den Gläubigen ihre eigene Person und ihren Besitz dafür erkauft, dass ihnen der (Paradies)garten gehört: Sie kämpfen auf Allahs Weg, und so töten sie und werden getötet. … So freut euch über das Kaufgeschäft, das ihr abgeschlossen habt, denn das ist der großartige Erfolg!“

Kurz gesagt: Jeder Muslim kann sich dem Jihad anschließen und die Belohnungen einheimsen – einschließlich durch Plünderung, Vergewaltigung und Versklavung von Nichtmuslimen – solange seine „Bemühungen“ (buchstäblich: Jihad) als irgendwie den Islam mächtig machend oder ihm nutzend gesehen werden. Im Dienst des Islam zu kämpfen – mit dem Risiko zu sterben – war und ist der ganze Beweis für Frömmigkeit, der je benötigt wird. Tatsächlich hat der Kampf manchmal Vorrang vor der Frömmigkeit: Viele Zuteilungen, einschließlich des Aufrechthaltens der obligatorischen Gebete und Fastenzeiten, werden denen gewährt, die am Jihad teilnehmen. Osmanischen Sultanen war es sogar verboten die Pilgerfahrt nach Mekka zu unternehmen – eine ansonsten persönliche Verpflichtung für alle Muslime – schlicht weil das zu tun den jährlichen Jihad gefährden würde.

Betrachten Sie den osmanischen Sultan Mehmet II. Er war notorisch pädophil, homosexuell und ein Säufer; er hatte auch eine sadistische Seite und perfektionierte die Kunst des Pfählens. Trotzdem wird er von Muslimen weltweit geehrt – in der Türkei regelrecht bewundert – weil er auch ein erfolgreicher Jihadist und der Eroberer von Konstantinopel war.

Gleichermaßen hatten die Stammeseliten von Mekka – Kahled bin al-Walid und Abu Sufyan – Mohammed Jahre lang verspottet, schlecht behandelt und schließlich aus Mekka vertrieben. Als er ein Jahrzehnt später als Eroberer zurückkehrte, gehörten sie zu den ersten, die die Schahada proklamierten, in den Schoß des Islam kamen und zu Mohammeds engsten Kameraden wurden. Ansonsten änderte sich nicht viel.

Khaled (inzwischen als „Schwert Allahs“ bekannt) betrieb weiter die Art von Gräueltaten, die selbst Mitmuslimen Sorge machten – so das Abschlachten eines muslimischen Mannes aufgrund der falschen Anschuldigung, er sei vom Glauben abgefallen; sein Kopf wurde gekocht und seine Frau vergewaltigt. Was Abu Sufyan anging, so rief er die Araber nur deshalb zum „Jihad der Art von Allah“ im christlichen Syrien auf, um – seine Worte – „ihre Ländereien und Städte erobern und ihre Kinder und Frauen zu versklaven“.

Wie immer ihre Hintergrundgeschichte aussieht, Khalid wie Sufyan werden in der islamischen Historiografie verehrt, weil sie, wie der osmanische Sultan Mehmet II., dem Jihad verpflichtet waren, der – selbst wenn sie ihn für eigenen Gewinn „ausnutzten“ – auch half den Islam zu verbreiten.

So sah das Genie Mohammeds aus: Im arabischen Stammessystem seiner Zeit waren die Mitglieder des erweiterten Stammes so unantastbar wie Nichtmitglieder verletzbar waren. Mohammed nahm dieses Konzept und füllte es mit frommer Begründung. Fortan sollte es in der Welt nur zwei „Stämme“ geben: die Umma – die aus allen Muslimen besteht, deren Blut gewährleistet wird – und den „Ungläubigen“, die dafür da sind straflos ausgeplündert, versklavt oder getötet zu werden, weil sie Allah ablehnen.

Das erklärt auch, warum andere Stammesvölker – Türken und Tataren – ebenfalls zum Islam konvertierten und ihn mit ihrem Leben kompatibel fanden. „Wenn Leben zu nehmen und das Land der Ungläubigen zu verwüsten die Mittel waren, mit denen dem Ziel der Ausdehnung des Islam gedient war, dann waren die traditionellen Freunde der neu Konvertierten jetzt fröhlich mit einem frommen Grundprinzip ausgestattet“, schreibt ein Historiker über die türkische Konversion zum Islam. Gleichermaßen „hatten die Tataren den Islam angenommen, weil er eine einfache Religion war, so wie das Christentum eine anstrengende war“, stellte ein Europäer des 14. Jahrhunderts fest. Während der Islam den Lebensstil der Stämme ergänzte, stellte das Christentum ihn nur in Frage.

Thomas von Aquin (gest. 1274) fasst das Thema so zusammen: „Er [Mohammed] verführte die Menschen mit Versprechen fleischlicher Genüsse, zu denen die Begierde des Fleisches uns drängt… und er gab fleischlichen Lüsten freie Hand. In all dem, wie es nicht anders zu erwarten ist, wurde ihm von fleischlichen Männern gehorcht.“

Heute hat sich nicht viel geändert. Jihadisten unserer Tage als „Kriminelle“ zu beschreiben, als „psychopathische Strolche“ und „Mörder“ – als ob „authentische“ Jihadisten je etwas Edleres waren – ist bestenfalls unnötig, schlimmstenfalls gefährlich irreführend.

Islam und der Westen: Motive hinter dem falschen Narrativ

Raymond Ibrahim, 26. November 2019

Jede ehrliche Beurteilung des historischen Jihad des Islam gegen die christliche Welt muss, gelinde gesagt, ein Augenöffner sein. Im ersten Jahrhundert seiner Existenz (zwischen 632 und 732) eroberte, arabisierte und islamisierte der Islam fast drei Viertel der nachrömischen christlichen Welt, die dabei dauerhaft aufgelöst wurde. Europa wurde als „der Westen“ bekannt, weil es buchstäblich der Rest und der westlichste Teil des Christentums war, der nicht vom Islam geschluckt wurde.

Grob ein Jahrtausend lang führten Araber, Berber, Türken und Tataren – die sich allesamt Muslime nannten und als solche betrachteten – in praktisch jeder Ecke Europas einen Überfall nach dem anderen durch, alle gerechtfertigt und als Jihade gepriesen. Sie kamen bis nach Island und provozierten die USA in ihren ersten Krieg als Nation. Die Verheerungen waren unbeschreiblich; manche Regionen Europas, besonders in Spanien und auf dem Balkan, blieben infolge der unaufhörlichen Angriffe unbewohnbar. Rund 15 Millionen Europäer wurden während dieses immerwährenden Jihad versklavt und nach Angaben der zeitgenössischen Berichte, grauenhaft behandelt.

Kurz gesagt: „Wenn wir … uns fragen, wie und wann die moderne Auffassung von Europa und der europäischen Identität geboren wurde“, schreibt der Historiker Franco Cardini, „wir erkennen das Ausmaß, in dem der Islam in seiner Schaffung ein Faktor war (wenn auch ein negativer). Wiederholte muslimische Aggressionen gegen Europa zwischen dem siebten und achten Jahrhundert, dann zwischen dem vierzehnten und dem achtzehnten Jahrhundert … waren eine „gewalttätige Hebamme“ für Europa.“

Hier kommt die unvermeidliche Frage auf: Wie konnte eine so lange, gut dokumentierte Geschichte totaler islamischer Aggression, die gewaltige Auswirkungen auf die Entwicklung westlicher Zivilisation hatten, die heute als Antithese der Wirklichkeit präsentiert wird?

Die Antwort kreist um eine Reihe moderner Philosophien – von der Aufklärung bis zum moralischen/kulturellen Relativismus – die jede zu einem alles durchdringenden „Narrativ“ zur historischen Beziehung zwischen dem Islam und dem Westen beigetragen haben. Mit der Darstellung des Westens als Aggressor und des Islam als Opfer – daher die fortgesetzten Beschwerden des Letzeren mit der darauf gründenden Feindlichkeit – ist diese Geschichte so eingegraben, wie sie das Gegenteil der Wirklichkeit ist.

Um das zu begreifen, muss man erst einmal verstehen, dass trotz seiner vielen Erscheinungsformen, Permutationen und Schwerpunkten im Verlauf der Jahrhunderte die unausgesprochene Triebkraft weitgehend dieselbe gewesen ist: um einen Bruch des traditionellen Erbes, Religion, Identität und Gepflogenheiten Europas  zu dämonisieren und zu rechtfertigen. Wenn das weit hergeholt klingt, bedenken Sie: Während nach jedem objektiven Standard der Westen für praktisch jeden Segen verantwortlich ist, der heute als selbstverständlich gehalten wird – von wissenschaftlichen, technologischen, wirtschaftlichen und medizinischen Fortschritten über die Abschaffung der Sklaverei bis zu Antidiskriminierungsgesetzen – hasst kein Mensch welcher Rasse oder Zivilisation auch immer sein Erbe, außer Westlern. Da stimmt eindeutig etwas nicht.

Oder bedenken Sie, wie Linke/Liberale/Progressive, die andauernd gegen jeden Rest westlichen Traditionalismus plärren, gewohnheitsmäßig gemeinsame Sache mit dem Islam machen – trotz dessen wahrlich unterdrückerischer Qualitäten. So verurteilen Feministinnen das „Patriarchat“ des Westens – sagen aber nichts gegen den muslimische Umgang mit Frauen als Eigentum; Homosexuelle verurteilen christliche Bäckereien – sagen aber nichts gegen die Hinrichtung von Homosexuellen durch Muslime; Multikulturalisten verurteilen Christen, die es ablehnen ihren Glauben niederzuhalten, um den religiösen Sensibilitäten muslimischer Minderheiten entgegenzukommen – sagen aber nichts gegen die eingegrabene und offene muslimische Verfolgung von Christen.

Der Grund für diese Diskrepanzen ist einfach: „Der Feind [Islam] meines Feindes [Christentum] ist mein Freund.“

Wie und warum solch eine formell durchaus bekannte Geschichte muslimischer Aggression gegen Europa ab hier nicht nur einfach unterdrückt wurde, sondern anfangen sollte Sinn zu machen: Von allen nicht europäischen, nicht christlichen Völkern lebten einzig die Muslime mehr als ein Jahrtausend lang neben und interagierten mit Europa (soll heißen: waren übergriffig und führten Krieg gegen Europa); das machte die Muslime zu den einzigen Leuten – das einzige Gegenstück – das verwendet werden konnte um das Argument gegen das prämoderne Europa genutzt werden konnte. Aber zuerst wurde ein intellektuell befriedigender Weg benötigt, Muslime in die Rolle als Opfer zu bringen, statt als Eroberer.

Dann betrat 1978 das Buch Orientalism des Literaturprofessors Edward Said die Bühne. Seine zentrale These lautet, dass die Orientalisten – die Europäer, die das akademische Studium des Ostens vor Jahrhunderten begannen – nicht objektiv über Muslime und ihre Geschichte schrieben, sondern sie stattdessen absichtlich verleumdeten und stereotypisierten, um zu rechtfertigen, dass man in der Kolonialzeit über sie herrschte.

Das machte perfekt Sinn – aber nur, weil das postmoderne, westliche Gemüt bereits darauf vorbereitet war. Denn wenn, wie der marxistische Materialismus es lehrt, Ideen/Religionen keinen Einfluss auf die Geschichte haben (und damit veranlasste wirtschaftlicher Bedarf, nicht „Jihad“ die Muslime sich auszubreiten); wenn es, wie der Relativismus und der davon hervorgebrachte Multikulturalismus lehren, keine absoluten Wahrheiten gibt, weder religiös noch sonstwie (und damit keine Kultur oder Zivilisation „besser“ ist als andere); wenn, wie Populärpsychologie lehrte, gewalttätiges und negatives Verhalten immer ein Produkt sozialer Ungerechtigkeiten ist (und je mehr Muslime sich gewalttätig verhalten, desto mehr beweist das nur, dass sie frustrierte Opfer sind) – was sagt das dann über die Jahrhunderte europäischer Schriften, die Muslime durchweg als von Gewalt und Begierde ideologisch getrieben darstellen?

Einfach: Man tut sie als eifernde und heuchlerische Lügen der verachtenswerten Christen und Europäer ab, die darauf aus sind einen überlegenen, toleranteren Glauben und Zivilisation zu dämonisieren. Damit war ein komplett neuer akademischer Ansatz gegenüber dem Islam geboren – der, dem alle historischen Schriften genommen sind, die dem Narrativ nicht entsprechen. Die Geschichte sollte nicht länger Ideen und Einstellungen formen; stattdessen sollten vorgegebene Ideen und Gesinnungen – Wunschdenken – die Geschichte formen.

Bernard Lewis, selbst Ziel von Edward Saids Orientalism, fasste diesen neuen Ansatz – oder „Pseudo-Geschichte“ – treffend zusammen:

Gemäß einer aktuellen modischen, erkenntnistheoretischen Ansicht gibt es absolute Wahrheit entweder nicht oder sie ist unerreichbar. Daher spielt Wahrheit keine Rolle; Fakten spielen keine Rolle. Aller Diskurs ist eine Manifestation einer Machtbeziehung und alles Wissen ist schiefstehend. Daher spielt Genauigkeit keine Rolle; Beweise spielen keine Rolle. Alles ist eine Sache der Haltung. – die Motive und die Ziele – des Nutzers von Wissen und das könnte schlicht für sich selbst reklamiert oder einem andren angedichtet werden. Beim Unterstellen von Motiven ist die Irrelevanz von Wahrheit, Fakten, Beweisen und sogar Plausibilität eine große Hilfe. Die bloße Behauptung genügt.“ (Islam and the West, S. 115)

Der Erfolg von Orientalism liegt weniger in irgendetwas, das ihm innewohnt – der amerikanische Altphilologe Bruce Thornton charakterisiert es als ein „zusammenhangloses Amalgam aus dubioser postmoderner Theorie, sentimentaler Dritte-Welt-Idealisierung, eklatanten historischen Fehlern und westlichen Schuldgefühls – und mehr, weil das in den im Westen vorherrschenden Zeitgeist passt (der natürlich durch „dubiose postmodernen Theorie, sentimentale Dritte-Welt-Idealisierung eklatante historische Fehler und westliche Schuldgefühle“ gedeiht).

Dieses Narrativ überwiegt heute nicht deshalb, weil die Menschen belesen sind oder der akademischen Welt Aufmerksamkeit widmen; so demonstrierte der französische Historiker Marc Ferro in seinem Buch Cinema and History (1988), dass für die überwiegende Mehrheit der Menschen im Westen ihr geschichtliches Wissen aus Filmen stammt. Und fast jeder große Film, der von vormodernen Europäern und Muslimen handelt – Robin Hood (1991), Kingdom of Heaven (2005) usw. – vergleicht scheinheilige, intolerante und fanatische Christen mit gebildeten, fortschrittlichen und toleranten Muslimen. Lewis schrieb schon 1997 als Kommentar zu solchen Filmen: „Die Fehldarstellung der Vergangenheit im Kino ist vermutlich die fruchtbarste und effektivste Quelle solcher Fehlinformation in der heutigen Zeit…“

Zwanzig Jahre später hat das Narrativ nur Metastasen gebildet und alle Aspekte des öffentlichen Lebens infiziert, einschließlich der Politik und der sogenannten „Mainstream-Nachrichten“. Unterdessen zensieren soziale und andere Mediengiganten – YouTube, Google, Facebook, Twitter – zunehmend Material, das dem Narrativ widerspricht.

Auf diese Weise wurde altbekannte Geschichte auf den Kopf gestellt und benutzt, um den Westen zu schwächen – wobei die größte Sünde darin besteht immer wieder zu glauben oder sich zu verhalten wie ihre „furchtbaren“ Vorfahren des bezüglich des Islam taten.

Muslimisches „Protestgebet“ in Hebron

Elder of Ziyon, 29. November 2019

Letztes Wochenende [22./23. November] war der eine Sabbat im Jahr, an dem Juden die Rückgewinnung der Kontrolle über den zweitheiligsten Ort des Judentums feiern, die Patriarchenhöhle. Es ist einer der zehn Tag im Jahr, an dem Juden Zugang zum gesamten Gebäude haben. Rund 45.000 Juden kamen zum Feiern; die meisten blieben (und aßen) in Zelten, weil es nicht annähernd genug Zimmer gibt, um sie alle aufzunehmen.

Einige Jugendliche liefen offenbar aus dem Ruder, aber soweit ich es sagen kann benahm die Mehrheit sich und hatte ein großartige Zeit.

Das empörte aber die Muslime, also beschlossen sie, am Freitag in Hebron ihr eigenes „Protestgebet“ zu veranstalten.

Morgendliches Protestgebet in der Ibrahimi-Moschee

Muslime lieben es zu sagen, dass Israel versucht daraus einen Religionskonflikt zu machen – aber was ist ein „Protestgebet“, wenn nicht ein Wunsch aus ihm einen Religionskonflikt zu machen? Gebet als Protestmitte. Ignoriert so ziemlich des gesamten Zweck von Gebet.

Würden religiöse Juden ein „Protestgebet“ veranstalten, gäbe es wütende Kommentare in den Medien, sie wüssten nicht, was Gebet ist. (Wenn linke Juden versuchen religiöse Rituale für ihre eigene Politik zu kapern, scheint das niemanden zu stören.) Aber ein muslimisches „Protestgebet“ zeigt einmal mehr, welch riesiges zweierlei Maß es zwischen Muslimen und Juden gibt.

Der negative Einfluss des Islam auf das vormorderne Verhalten Europas

Uns wird nur die halbe Geschichte erzählt.

Raymond Ibrahim, 26. September 2019

Geschichte anzuführen – oder, wie wir sehen werden: Pseudogeschichte – ist eine der Hauptarten, wie Islam-Apologeten versuchen das Bekenntnis von Mohammed und seinen Anhängern zu adeln. Als eine Art Gegengewicht für angeblich noble Muslime werden vormoderne Christen diesbezüglich als Inbegriff der Scheinheiligkeit, Intoleranz und Habgier dargestellt. Üblicherweise führen Vlad, der Pfähler, Iwan der Schreckliche und Tomas Torquemada die Meute an (alle in dem Buch The Most Evil Men and Women in History von 2002 vorgestellt).

In Wirklichkeit wurden diese drei Männer – und die Kultur, in der sie lebten – jedoch erheblich vom Islam beeinflusst; alle drei waren ihr gesamtes Leben lang von Muslimen umringt und kämpften gegen sie. Diese unangenehme Tatsache wird selten angeführt.

Die historische Gestalt von Vlad II. (1430 – 1476) – auf dem die fiktive, blutsaugende Figur des Dracula aufgebaut ist – wird im Westen als sadistisches Monster dargestellt, das nichts mehr liebte als seine eignen Leute zu pfählen und ihr Blut zu trinken – auch noch oft während er Mönchen zuhörte, wie sie Kirchenlieder sangen. CNN behauptet sogar, dass der Islamische Staat seine sadistischen Foltermethoden und Hinrichtungen von Vlad gelernt habe.

Die Wirklichkeit erzählt eine andere Geschichte: Die „hässliche, kleine Angewohnheit“ des rumänischen Prinzen seine Feinde zu pfählen, wie ein Historiker es beschrieb, wurde von den Türken und ihren Agenten übernommen und ausschließlich gegen sie eingesetzt. Während seiner Jugend war Vlad Geisel eines der historisch verkommensten Sultane der Geschichte – Mohammed (oder „Mehmet“) II. der zudem Valds jüngeren Bruder als Lustknaben hielt. Vlad wurde durch diesen osmanischen Sultan erstmals in die „Kunst“ des Pfählens eingeführt, der sie regelmäßig einsetzte.

Schließlich und als Teil seiner Strategie sich von der muslimischen Herrschaft zu lösen, griff Vlad auf Pfählen als Art Gleiches mit Gleichem zu vergelten zurück – um den Osmanen zu zeigen, dass der und sein Volk Paroli bieten konnten. Daher die Ironie: Wenn Vlad im Westen als Blut trinkendes Monster gesehen wird, ist er in Rumänien ein Nationalheld, weil der den Islam so lang bekämpfte und ihm Widerstand leistete, wie er es tat.

Dann ist das Tomas Torquemada (1420 – 1498), der Großinquisitor des katholischen Spanien und das Gesicht der offenbar sehr missverstandenen spanischen Inquisition. Der Historiker Madden erklärt: „Die Inquisition wurde nicht aus dem Wunsch geboren Diversität zu zerschlagen oder Menschen zu unterdrücken; es war vielmehr ein Versuch ungerechte Hinrichtungen zu stoppen. Ja, das haben Sie richtig gelesen.“ Die beliebte Ansicht, dass Torquemada ein übler Fanatiker war, entschlossen Gewalt gegen Nichtchristen zu verüben, damit sie konvertieren, sonst…, wird fast immer in einem Vakuum unterbreitet.

Erst einmal wird der Hauptgrund, der die spanische Krone veranlasste die Inquisition einzurichten und Torquemada zu ernennen in erster Linie selten eingeräumt: Die letzte Bastion des Islam in Granada war unter christliche Herrschaft gebracht, als die Reconquista zu Ende ging; der halben Million muslimischer Bürger wurden milde Bedingungen gegeben, einschließlich des Rechts ins Ausland zu reisen und den Islam frei auszuüben. Aber sie missbrauchten das, „einschließlich des Beginns vieler schwer zu unterdrückender Aufstände – mehrere involvierten Steinigung, Zerstückelung, Enthauptung, Pfählung und Verbrennung von Christen bei lebendigem Leibe“ – und konspirierten regelmäßig mit fremden, zumeist muslimischen Mächten.

Wenn es hart auf hart kommt und um sich gegen Verdacht zu wehren täuschte eine halbe Million Muslime den Übertritt zum Christentum zu, gingen regelmäßig zur Kirche, tauften ihre Kinder und erlernten alle Einzelheiten der christlichen Kultur, während sie heimlich daran arbeiteten Spanien oder zumindest Granada zu unterwandern, um es zurück unter muslimische Herrschaft zu bringen. „Mit Erlaubnis und Lizenz, die ihre verfluchte Sekte erteilt“, merkte ein frustrierter Spanier mit Bezug auf die islamische Doktrin der taqiyya an, „konnten sie äußerlich jede Religion ohne zu sündigen vortäuschen, solange sie ihre Herzen trotzdem ihrem falschen Blender und Propheten zuwandten. Wir sahen so viele von ihnen, die starben, während sie das Kreuz anbeteten und gut über unsere katholische Religion sprachen, die aber im Inneren ausgezeichnete Muslime waren.“ (Sword and Scimitar, S. 201-202)

Die von Torqemada geführt Inquisition wurde zum einzigen Weg festzustellen – nicht so sehr, ob sie „gute“ Katholiken waren, sondern ob sie heimliche und subversive Muslime waren (entgegen gängiger Ansicht wurden weit mehr Muslime als Juden vor Gericht gestellt). Außerdem beeinflussten, genauso wie benachbarte Muslime Vlads Hang für Pfählungen beeinflussten, benachbarte Muslime Spaniens Hang zur Inquisition und Deportationen. In den vorhergehenden Jahrhunderte versuchten Muslime – insbesondere die Almorawiden- und die Almohaden-Dynastien – zahllose Spanier mit Folter, Deportation in die afrikanische Sklaverei oder sie glattweg zu töten zum Islam zu konvertien, in dem Glauben, dass sie keine wahren Muslime waren, sondern die Fünfte Kolonne, die ihren Mitchristen im nördlichen Spanien halfen.

Schließlich ist Iwan IV. („der Schreckliche“, 1530 – 1584) ein weiteres oft angeführtes Beispiel eines mittelalterlichen Christen – ein fromm praktizierender Orthodoxer seiner Zeit – der ein blutrünstiges Monster war, ein exemplarischer Tyrann. Ungesagt bleibt, dass etwa zwei Jahrhunderte zuvor, beginnend um 1300, Russland unter – und stark beeinflusst vom – Joch islamischer Tataren war, die die Russen im Namen des Jihad brutal behandelten und versklavten.

Noch nach 1480, als die Russen formell das Joch der Tataren abwarfen, und während der gesamten Herrschaft Iwans führten das Krim-Khanat zahlreiche verheerenden Sklavenraubzüge nach Russland; allein während Iwans Herrschaft wurden hunderttausende Slawen entführt und in islamische Sklaverei verkauft. „Jahrhunderte Tyrannei und Brutalität durch die Hände der islamisierten Mongolen und ihr türkischen Agenten machten aus Russland ein Land, in dem Despotismus als normal betrachtet wurde und in dem menschliches Leben billig war“, stellte ein Historiker fest. „Es ist vielleicht kein Zufall, dass diese Dinge sich in den russischen Charakter einschlichen“ – auch in den von Iwan.

Daher wird der Hintergrund von Ivan dem Schrecklichen, diesem „Monster“, selten eingeräumt, dessen Verhalten – wie das von Vlad III., Torquemada und vielen anderen – oft in einem Vakuum unterbreitet wird und ein Kommentar zur Scheinheiligkeit und Intoleranz, die den vormodernen Christen angeblich angeboren sein soll. (Nebenbei bemerkt und wegen ihre langen und innigen Geschichte mit dem Islam bleiben Osteuropäer – Russen, Rumänen, Polen, Ungarn usw. – argwöhnisch gegenüber dem Islam und leisten muslimischer Zuwanderung Widerstand.)

Der Islam beeinflusste nicht nur das persönliche Verhalten einzelner Europäer; er hatte einen formenden Einfluss auf komplette Kulturen (einschließlich der Mafia-Kultur). Während der Kreuzzüge z.B. war es nicht unüblich, dass Franken Muslime köpften (und ihre Köpfe per Katapult in muslimische Festungen schossen). Der zeitgenössische Historiker Guibert von Nogent (starb 1124) schrieb, dass sie diese untypische Taktik von ihren Feinden „lernten“ – dass es eine Art Retourkusche war, um muslimischen Kämpfern zu zeigen, dass die Kreuzritter so gut austeilen konnten, wie sie einstecken mussten. Gleichermaßen ist es unmöglich die Brutalität und den Fanatismus der spanischen Conquistatoren gegenüber den Einwohnern der Amerikas zu verstehen, ohne das zu Spaniens Überlebenskampf gegen den Islam zurückzuverfolgen, der die Schaffung einer fromm-militanten Kultur erforderte, um dem Jihad Widerstand zu leisten und schließlich den Spieß umzudrehen. Sobald der Islam weg war, konnte Spaniens Heilige-Krieger-Mentalität – wie sie über fast acht Jahrhunderte geschmiedet worden war – nicht einfach über Nacht verschwinden und fand neuen Auslass unter dem alten Kontext der Christen gegen die Ungläubigen.

Nichts von dem Angeführten soll mittelalterliche Christen  von ihrem eigenen Tun „freisprechen“ – am Ende ist jeder Einzelne für sein Verhalten verantwortlich – sondern es in Kontext stellen. Immerhin ist es ein Grundbestandteil der Nahost-Studien und damit auch der Medien und aller möglichen „Experten“, um westlichen Einfluss – von den Kreuzrittern bis zum Kolonialismus – als fundamental verantwortlich für die heutigen Probleme der islamischen Welt zu präsentieren. Von daher ist die Erkundung der Frage von einem umgekehrten Standpunkt aus berechtigt.

Das Mindeste, was aus all dem zu ziehen ist: Die Pseudogeschichte barbarischer Christen und nobler Muslime muss einer ernsten Nachprüfung unterzogen werden.

Die große Lüge der palästinensischen Identität platzen lassen

Melanie Phillips, JNS.org, 29. August 2019/Israel HaYom, 30. August 2019

Palästinenserführer Mahmud Abbas (Mitte) gibt auf einer Pressekonferenz in Ramallah am 18. Okt. 2014 eine Erklärung ab. (Foto: Flash90)

PA-Präsident Mahmud Abbas behauptete vor kurzem, dass die Palästinenser die Nachfahren der Kanaaniter seien. „Dieses Land ist für sein Volk, seine Einwohner und die Kanaaniter, die vor 5.000 Jahren hier waren – und wir sind die Kanaaniter!“, erklärte er und gelobte, jeder israelische Stein und jedes „auf unserem Land gebaute“ Haus, werde auf der „Müllhalde der Geschichte“ landen.

Jeder westliche Unterstützer der Palästinenser hätte perplex sein können. Immerhin gilt es unter den Israel feindselig Gestimmten als Glaubensgrundsatz, dass die eingeborenen Einwohner des Landes von jüdischen Besatzern verdrängte palästinensische Araber sind.

Da es von den Kanaanitern heißt, sie seien von den Juden erobert worden, beansprucht Abbas kanaanitische Abstammung, um den Palästinensern ein früheres Recht auf das Land Israel zu geben. Aber wenn sie tatsächlich Kanaaniter waren, dann können sie keine Araber gewesen sein, die viele Jahrhunderte später kamen, nämlich, wie der Name andeutet, von der Arabischen Halbinsel, so wie die Philister, von dem in anderen Stimmungen die Palästinenser ebenfalls behaupten abzustammen, aus Kreta kamen.

Abbas‘ Argument ist natürlich grotesk. Tatsache ist, dass die Juden das einzige Volk waren, für die das Land Israel jemals das ihr nationales Königreich war, mehrere Jahrhunderte vor der Gründung des Islam.

Die Juden sind das einzige erhaltene indigene Volk des Landes. Die palästinensische Identität wurde in den 1960-er Jahren erfunden, um den Anspruch der Juden auf Israel zu zerstören und sie aus ihrer eigenen Geschichte wegzuretuschieren.

Von Zeit zu Zeit ist diese unbequeme historische Wahrheit von Arabern selbst ausgeplaudert worden. 1937 sagte Auni Bei Abdul-Hadi, ein lokaler Araberführer, der Peel-Kommission, die letztlich die Teilung Palästinas vorschlug: „So etwas wie Palästina gibt es nicht! ‚Palästina‘ ist ein Begriff, den die Zionisten erfanden!“

1977 sagte Zahir Muhsein, Mitglied des PLO-Exekutivrats: „Das palästinensische Volk gibt es nicht. Die Gründung eines Palästinenserstaates ist nur ein Mittel zur Fortsetzung unseres Kampfes gegen den Staat Israel zu unserer arabischen Einheit. … Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volks, weil die nationalen arabischen Interessen es erfordern, dass wir die Existenz eines eigenständigen ‚palästinensischen Volks‘ für die Opposition gegen den Zionismus postulieren.“

2012 sagte der Hamas-Innenminister und Minister für nationale Sicherheit Fathi Hammad (s. auch hier): „Brüder, die Hälfte der Palästinenser sind Ägypter und die andre Hälfte sind Saudis. Wer sind die Palästinenser? Wir haben viele Familien, die Al-Masri heißen, deren Wurzeln ägyptisch sind. Ägyptisch! Sie können aus Alexandria sein, aus Kairo, aus Dumietta, aus dem Norden, aus Assuan, aus Oberägypten. Wir sind Ägypter. Wir sind Araber. Wir sind Muslime.“

All das ist von Westlern komplett ignoriert worden, die weiter die fiktive Identität der Palästinenser propagieren. Heute ist jedoch ein verblüffendes, wenn nicht gar ungewolltes Eingeständnis der Wahrheit aus einer unwahrscheinlichen Quelle aufgetaucht.

Nazmi al-Jubeh, Dozent für Geschichte und Archäologie an der Birzeit-Universität außerhalb von Ramallah, sagte einer UNO-Konferenz im letzten Juni, dass es keine Belege gebe, die die Juden mit Jerusalem in Verbindung bringen.

So weit, so vorhersagbar verlogen. Aber dank der Internetseite Elder of Ziyon ist jetzt ein 2006 von al-Jubeh geschriebener Text ans Licht gekommen, in dem er das Märchen der palästinensischen Identität dekonstruiert und klar macht, dass es nur zu dem einen Zweck erfunden wurde, den Zionismus und Israel zu vernichten.

Nicht dass er die Geschichte der Juden im Land anerkannte. Er verwies nebenher richtigerweise darauf, dass die Römer Judäa in „Palestina“ umbenannten, um „die Erinnerung an die Juden in Frage zu bestreiten“, nachdem die Römer „die jüdische Rebellion“ niederschlugen.

Doch er lieferte keinen Kontext dafür durch die Erklärung, dass die Römer das jüdische Königreich zerschlugen, das Jahrhunderte lang existierte, bevor es durch aufeinander folgende Wellen kolonialer Invasoren erobert wurde.

Stattdessen behauptete er, dass die „palästinensischen Juden, eine wesentliche Komponente des palästinensischen Volkes, am Anfang des 20. Jahrhunderts begannen sich mit der zionistischen Bewegung zu identifizieren, womit sie sich vom Rest des eigenen Volkes zu trennen…“

Trotz dieser ungeheuerlichen und absurden Verfälschung der jüdischen Geschichte ist das erstaunliche Element von al-Jubehs Darstellung sein Eingeständnis dessen, von dem wir wissen, dass es wahr ist – dass es von frühester Zeit an keine palästinensische Identität gab.

Die seit der Zeit der Römer in Palästina Lebenden, schrieb er, waren „zumeist Teil einer größeren regionalen oder internationalen Einheit, die überlicherweise mehreren Nationen, ethnischen Gruppen und Kulturen ein Zuhause bot.“

Gleichermaßen schrieb er, die heutigen Palästinenser „sind das Ergebnis aufgelaufener ethnischer, rassischer und religiöser Gruppen, die einst überall in diesem Streifen Land lebten, ihn eroberten, besetzten und hindurchzogen. Kriege und Invasionen haben die lokale Bevölkerung in jeder Periode der Geschichte nie komplett ersetzt; es war eher so, dass sie sich der lokalen Identität hinzufügten, mit ihr vermischten und die lokale Identität neu formten. Das palästinensische Volk sind die Kanaaniter, die Philister, die Jebusiter, die Assyrer, die Babylonier, die Ägypter, die Aramäer, die Griechen, die Römer, die Byzantiner, die Araber, die Türken, die Kreuzritter und die Kurden, die einst in Palästina siedelten, es eroberten, besetzten oder einfach hindurchzogen.“

Was den Palästinensern ihre Identität gab, sagte er, war ihr „Kampf“ gegen den Zionismus und den Staat Israel. „Es gibt keine Möglichkeit diese Identität ohne den Konflikt zu verstehen.“

Es wurde international als „Symbol für Befreiung und den antikolonialen Kampf“ anerkannt. Erst nach dem Sechstage-Krieg von 1967 begannen die Palästinenser den Versuch dies auszugestalten bewusst künstlerische Ausdrucksformen, Architektur und lokale Geschichte zu entwickeln.

Al-Jubeh schrieb schärfer, wenn die Geschichte der Region nach dem Ersten Weltkrieg anders gelaufen wäre, hätten die Palästinenser vielleicht nicht für einen Staat entschieden, in dem sie ihre Identität zum Ausdruck bringen.

Jahrzehnte lang vermarkteten sie den Konflikt mit Israel als „arabisch-israelisch“ und nicht als „palästinensisch-israelisch“. Die Vorstellung von einem Staat Palästina, schrieb er, kam erst Mitte der 1970-er Jahre auf, als die palästinensische Identität rund um das stark propagierte Image „einer kämpfenden Nation, die nach Freiheit strebt“ politisiert wurde. Dieses Bestreben wurde das Hauptmittel für die Bildung des aktuellen Gefühls der Palästinenser für sich selbst.

Mit anderen Worten: Die palästinensische Identität hat keine Bedeutung außer als Bewegung, die dem indigenen jüdischen Volk das Recht an seiner eigenen Heimat zu verweigern.

Die Behauptung der Palästinenser die rechtmäßigen Erben des Landes zu sein liegt im Kern der westlichen Feindseligkeit gegenüber Israel. Sie repräsentiert einen der erfolgreichsten, wenn auch teuflischsten Propagandaerfolge, die jemals zustande gebracht wurden – Millionen Menschen davon überzeugt zu haben, das diese groteske Fälschung eine unanfechtbare Wahrheit ist.

All die böswilligen Verleumdungen und Verfälschungen, mit denen Israel von westlichen Feinden beworfen wird, um es zu delegitimieren und zu vernichten, gründen auf einer historischen Lüge. Behauptungen Israel würde das Land eines anderen Volkes besetzen, sein Handeln sei illegal, es verhalte sich grausam und rücksichtslos, wie man es mit kolonialistischen Invasoren verbindet – all das und mehr stützt sich auf die Überzeugung, dass die Palästinenser die rechtmäßigen Erben des Landes sind.

Das ist der Grundstein einer Sache, von der westliche Liberale glauben, sie definiere sie als antikolonialistische Verteidiger der Rechte indigener Völker.

Es sind aber die Palästinenser – und hinter ihnen die arabische und muslimische Welt – die auf Kolonialismus und darauf erpicht sind das jüdischen Volk seiner rechtmäßigen und historischen Heimat zu berauben. Und es ist mehr als alles andere die Unterstützung für diese unehrenhafte Sache, die den moralischen Kompass des Westens zerstört hat.