Was unterscheidet einen leitenden IS-Hassprediger von Kanadas Premierminister?

Das hier jedenfalls nicht (gefunden auf Facebook) – Kanada hat ein neues Blasphemiegesetz:

Imam Scheik M. Tawhidi (Islamischer Staat):
Wir weden die bestrafen, die den Islam kritisieren!

Justin Trudeu (Kandas Premierminister):
Wir werden die bestrafen, die den Islam kritisieren!

Eine 1.389 Jahre alte „Phobie“?

Raymond Ibrahim, 7. April 2017 (FrontPage Magazine)

Es besteht eine direkte Korrelation zwischen westlicher Ignoranz der Geschcihte und westlicher Ignoranz der „lästigen“ Lehren des Islam. Es ist diese Verbindung, die es den Islam-Apologeten erlaubt mit so vielen Verfälschungen und glatten Lügen durchzukommen, die den Islam abschirmen sollen.

Nehmen wir Reza Aslan, CNNs ortsansässigen „Kannibalen“: Er behauptete gerade, dass „Islamophobie“ – von CAIR und anderen als „unbegründete Angst vor und Feindschaft gegenüber dem Islam“ – 2014 von ein paar „Clowns“ erschaffen wurde.

Sicherlich ist westliche Angst vor dem Islam en recht frisches Phänomen der modernen Zeit. Weil die Welt vor ein paar Jahrzehnten ein viel größerer Ort und der Islam Ozeane weit weg war, wusste der Durchschnittsamerikaner kaum etwas über Mohammeds Glauben. Die Welt ist aber kleiner geworden – weil Muslime in westlichen Gesellschaften an Zahl zugenommen haben, weil westliche Technologie es den Schwächeren möglich gemacht hat die Stärkeren zu terrorisieren und es dann (via Internet) in die Welt zu senden – so hat die westliche Welt mehr und mehr vom Islam gehört, gesehen und erfahren.

Doch Aslans Klage lautet nicht, dass die Leute dem Islam gegenüber früher ignorant waren, aber heute verständig sind. Stattdessen beschuldigt er ein Reihe Autoren und Aktivisten – die erwähnten „Clowns“ – sie würden ein bedrohliches Bild des Islam erzeugen, das wiederum die Menschen des Westens veranlasst hat eine „unbegründete Angst und Feindschaft dem Islam gegenüber“ zu entwickeln – oder mit einem Wort: „Islamophobie“.

Eine solche Behauptung baut auf eine obszöne Menge historischer Ignoranz. Fakt ist, das westliche Menschen, einschließlich einiger ihrer Koryphäen, den Islam schon von Anfang an als feindliche und gewalttätige Macht darstellten – oft mit Begriffen, die die heutigen „Islamophoben“ erröten lassen würden. Und das war nicht so, weil die Europäer „den anderen umgestalteten“, um „ihr imperialistisches Streben zu bestätigen“ (um die müde Terminologie von Edward Said zu verwenden, die so lange bestimmt hat, wie die akademische Welt westlich-muslimisches Interagieren dominierte). Stattdessen geschah diese von Anfang an, weil der Islam den „Ungläubigen“ auf dieselbe Weise behandelten, wie ISIS die Ungläubigen behandelt: grauenhaft.

Gemäß muslimischer Geschichtschreibung forderte Mohammed den römischen („byzantinischen“) Kaiser Heraclius – das symbolische Oberhaupt „des Westens“, der damals als „Christenheit“ bekannt war – sich dem Islam zu unterwerfen; als der Kaiser das ablehnte, wurde ein bösartiger Jihad gegen die westliche Welt entfesselt. Weniger als 100 Jahre später hatte der Islam mehr als zwei Drittel der Christenheit erobert und stieß tief nach Frankreich vor. Während diesen weitreichenden Eroberungen in heutigen Schulbüchern – wenn überhaupt – oft nur ein Satz gewidmet wird, machten die Chronisten, einschließlich der muslimischen, klar, dass dies umwälzende Ereignisse waren, die traumatische Auswirkungen auf den nicht eroberten Teil der Christenheit hatten und keinen geringen Anteil daran hatten, was genau Europa wurde. Ibn Khaldun formulierte es bekanntlich so, nachdem er unablässige muslimische Überfälle wegen Beute und Sklaven entlang der gesamten europäischen Mittelmeerküste während des neunten und zehnten Jahrhunderts beschrieb: „Die Christen konnten keine Planke mehr auf dem Meer treiben lassen.“ Sie gingen ins Inland vor und das dunkle Mittelalter begann.

Aber es war nicht nur das, was sie persönlich durch die Muslime erfuhren, das diese uralte „Phobie“ gegenüber dem Islam entwickelte. Schon im achten Jahrhundert hatten die heiligen Schriften und Geschichten – der Koran, die Hadithe, Sira- und Maghazi-Literatur – den christlichen Gemeinden zur Verfügung, die in seiner Nähe oder sogar unter der Autorität des Kalifats lebten. Einzig auf Grundlage dieser Primärquellen des Islam kamen Christen zu dem Schluss, dass Mohammed ein (möglicherweise von Dämonen besessener) falscher Prophet war, der sehr offensichtlich ein Bekenntnis zusammengebraut hatte, um die schlimmsten Schlechtigkeiten des Menschen – Herrschaft, Plünderung, Grausamkeit und Fleischeslust. Diese Sichtweise herrschte mehr als ein gutes Jahrtausend lang überall in Europa (und bis heute unter „Islamophoben“) vor; und sie wurde von der Tatsache verstärkt, dass Muslime immer noch, gut ein Jahrtausend später, in christliche Gebiete einmarschierten, sie plünderten und ihre Frauen und Kinder entführten. Die erste Begegnung der Vereinigten Staaten mit dem Islam – die Berberkriege des frühen 19. Jahrhunderts – war übrigens die Folge muslimischer Überfälle auf amerikanische Schiffe, um im Namen Allahs Betue und Sklaven zu bekommen.

Hier folgt eine winzige Zusammenstellung dessen, was Europäer vom Islam im Verlauf der Jahrhunderte dachten:

Theophanes, byzantinischer Chronist (gest. 818):

Er [Mohammed] lehrte die, die ihm ein Ohr gaben, dass derjenige, der den Feind erschlägt – oder vom Feind erschlagen wird – ins Paradies einzieht [s. Sure 9,111]. Und er sagte, das Paradies sei sinnlich und lustvoll – Orgien aus Essen, Trinken und Frauen. Es gebe dort auch einen Fluss aus Wein … und die Frauen seien von einer anderen Art und die Dauer des Sex sei weit ausgedehnter und sein Vergnügen andauernder [s. z.B. Suren 56,7-40; 78,31, 55,70-77]. Und lauter weiteren solchen Unsinn.

Thomas von Aquin, einer der einflussreichsten Philosophen des Christentums (gest. 1274):

Er [Mohammed] verführte die Menschen mit Versprechungen und lustvollem Vergnügen, zu dem die fleischliche Wollust uns drängt … und er gab den lustvollen Vergnügen freie Herrschaft. Nicht unerwartet gehorchten ihm in all dem die fleischeslustigen Männer. Als Beweis der Wahrheit seiner Lehre … sagte Mohammed, dass er in der Mach seiner Waffen gesandt sei – die Zeichen sind, an denen es nicht einmal Räubern und Tyrannen mangelt [d.h. sein „Beweis“, dass Allah mit ihm was, ist, dass er in der Lage war zu erobern und zu plündern] … Mohammed zwang andere mit der Gewalt seiner Waffen seine Anhänger zu werden.

Marco Polo, weltberühmter Reisender (gest. 1324):

Gemäß ihrer [der Muslime] Lehre wird, was immer anderen, die einen anderen Glauben haben, gestohlen oder von ihnen geplündert wird, ordnungsgemäß genommen wird und der Diebstahl ist kein Verbrechen; während diejenigen, die Tod oder Verletzung durch die Hand von Christen erleiden, werden als Märtyrer betrachtet. Würden sie daher nicht von den sie beherrschenden [mongolischen] Kräften unterbunden und gebändigt, würden sie viele Gewalttaten begehen. Diese Prinzipien sind allen Sarazenen gemein.

Als der mongolische Khan später die verdorbene Kriminalität von Achmath (oder Ahmed), einem seiner muslimischen Gouverneure entdeckte, schreibt Polo, dass sich des Khans

Aufmerksamkeit auf die Lehren der Sekte der Sarazenen [d.h. des Islam] richtete, die jedes Verbrechen, ja sogar Mord, rechtfertigen, wenn sie an jenen begangen werden, die nicht ihrer eigenen Religion angehören. Und da er sah, dass diese Lehre den beschuldigten Achmath und seine Söhne dazu gebracht hatte so zu handeln wie sie es ohne jedes Schuldbewusstsein taten, wurde der Khan dazu gebracht den schlimmste Ekel und Abscheu dafür zu hegen. Also zitierte er die Sarazenen herbai und verbog ihnen viele Dinge, die zu tun ihre Religion ihnen vorschrieb.

Alexis de Tocqueville, französischer politische Denker und Philosoph, am besten bekannt für „Demokratie in Amerika“ (gest. 1859):

„Ich habe den Koran mit großer Sorgfalt studiert. Ich bin durch das Studium zu der Erkenntnis gelangt, dass es im Großen und Ganzen kaum Religionen auf der Welt gegeben hat, die so tödlich waren wie jene von Mohammed. Soweit ich sehe ist sie der Hauptgrund für die Dekadenz, die heute in der muslimischen Welt so deutlich zu erkennen ist. Und obgleich der Islam weniger absurd ist als der antike Polytheismus, so muss man seine gesellschaftlichen und politischen Tendenzen meiner Ansicht nach noch mehr fürchten. Und darum halte ich den Islam für eine Rückentwicklung und nicht für einen Fortschritt im Verhältnis zum Heidentum.“

Winston Churchill, einer der Führer der alliierten Kriegsanstrengungen gegen Hitler im Zweiten Weltkrieg (1965):

Wie schrecklich sind die Flüche, mit denen die Mohammedaner ihre Anhänger belegen! Neben der fanatischen Raserei, die für Menschen so gefährlich ist, wie die Tollwut bei Hunden, gibt es eine furchtbare, fatalistische Apathie. Die Folgen sind in vielen Ländern offensichtlich: unbesonnene Angewohnheiten, ein schlampiges landwirtschaftliches System, stagnierender Handel und Unsicherheit des Eigentums gibt es überall dort, wo die Anhänger des Propheten herrschen. Eine unterdrückte Sinnlichkeit nimmt dem Leben seine Anmut, seine Raffinesse und als nächstes seine Würde und seine Heiligkeit. Der Fakt, dass nach Mohammedanischem Recht jede Frau das absolute Eigentum eines Mannes ist, ob als Kind, als Ehefrau oder als Konkubine, verhindert die endgültige Abschaffung der Sklaverei, so lange, bis der islamische Glaube aufgehört hat, eine große Macht über Menschen zu haben.

Damit es nicht so erscheint, als seien diese und andere historische Anklagen des Islam einfach Produkt christlich/westlicher Fremdenfeindlichkeit, die den „anderen“ einfach nicht akzeptieren kann, sollte vermerkt werden, dass viele der westlichen Kritiker des Islam regelmäßig andere, nicht muslimische Zivilisationen priesen, ebenso wie die, die heute „moderate Muslime“ genannt werden. So rühmte Marco Polo die Brahmanen Indiens, sie seien „höchst ehrenhaft“, besäßen einen „Hass gegen Betrug oder anderen ihr Gut wegzunehmen“. Und trotz seiner Kritik an der „Sekte der Sarazenen“, also dem Islam, bezeichnete er einen anderen Muslimführer als „gerecht Regierenden“ und einen weiteren als jemanden, „der sich als sehr guter Herr erwies und dafür sorgte, dass jeder ihn liebt“.

Winston Churchill fasste die Sache wie folgt zusammen: „Einzelne Muslime mögen hervorragende Qualitäten besitzen, aber der Einfluss der Religion paralysiert die soziale Entwicklung derjenigen, die ihr folgen. Es gibt in der Welt keine rückwärtsgewandtere Kraft.“

Apologeten wie Reza Alsan können sagen, was immer sie wollen; sie können behaupten, dass der Islam auf ewig und ununterbrochen „missverstanden“ wird – und können sich auf westliche Ignoranz von deren eigenen Geschichte verlassen und damit davon kommen. Aber Angst vor und Abneigung dem Islam gegenüber ist fast 1.400 Jahre lang die Mainstram-Haltung unter Christen/Westlern gewesen – von dem Tag an, als Mohammed anfing Nichtmuslime („Ungläubige“) im Namen seines Gottes zu überfallen, auszuplündern, zu massakrieren und zu versklaven; und weil seine Anhänger, Muslime, weiterhin „Ungläubige“ überfallen, ausplündern, massakrieren und versklaven, besteht diese Angst und Abneigung des Islam – was als „Islamophobie“ bezeichnet wird – bis heute.

Islamische Projektion: Warum Muslime Ungläubige hassen

Raymond Ibrahim, 29. März 2017 (FrontPage Magazine)

Eine wenig bekannte Tatsache: Wenn Muslime religiöse Minderheiten in ihrer Mitte verfolgen, dann rechtfertigen sie das oft, indem sie die übelsten Aspeke des Islam auf “Ungläubige” projizieren. Ein sehr bekanntes Phänomen, „Projektion“, wird definiert als „Übertragung der eigenen Ideen, Gefühle oder Einstellungen auf andere Personen“.[1] Ein akademischer Artikel erklärt: „Projektion erlaubt des dem Mörder seinen (inakzeptablen) Wunsch zu töten (foltern, vergewaltigen, stehlen, dominieren usw.) auf eine (bestimmte) Zielgruppe oder Person zu projizieren. Das dämonisiert das Ziel, wodurch es noch akzeptabler wird es zu töten.

Entsprechend würde jeder, der das neueste von ISIS zu Gewalt gegen Ägyptens Kopten aufrufende Video ansieht, glauben, dass die christliche Minderheit die muslimische Mehrheit unterdrückt – daher die Notwendigkeit des „heldenhaften“ ISIS „zurückzuschlagen“. Gleichermaßen schlachtete ISIS 2016 21 ägyptische Christen an den Stränden Libyens ab und erstellte ein Video davon, der sein Tun als „Vergeltung“ an der koptischen Kirche darstellte, die ISIS bizarrerweise beschuldigt muslimische Frauen zum Übertritt zum Christentum zu zwingen – alles Dinge, die Muslime regelmäßig Christen in Ägypten antun. (Offenbar war das Töten von fast 60 Christen in einer Kirche in Bagdad ein paar zuvor – was die Jihadisten dann ebenfalls als Vergeltung gegen die Zwangskonvertierung muslimischer Frauen darstellten – nicht genug.)

Wenn ein muslimischer Geistlicher sagte, „Wann immer sie [die USA] in ein muslimisches Land einmarschieren, dann schlagen sie an einem Sonntag zu. Immer“, dann projizierte er, was der von muslimischen Angriffen auf Ungläubige kennt. Sehen Sie sich fast jeden Bericht muslimischer Mob-Anschläge gegen Christen und ihre Kirchen an, besonders in Ägypten; sie finden fast immer an Freitagen statt – und das ganz natürlich: Denn das ist der ein Tag in der Woche, an dem Muslime sich in Moscheen zum Gebet versammeln, nur um ohne Ausnahme Predigten zu hören, die sie gegen Ungläubige aufbringen.

Das beste Beispiel ist aber vielleicht Ayat Oraby – die Muslima mit dem lächelnden Gesicht und dem pinkfarben Hijab, eine Aktivistin mit vielen muslimischen Anhängern in den sozialen Medien. In einem von ihr vor ein paar Monaten (um dieselbe Zeit, in der ein Kenner sagte, ägyptische Christen würden „alle zwei oder drei Tage“ Anschläge erleiden), erstellten Video versuchte diese muslimische Frau so viel Feindseligkeit wie möglich gegen die Kopten zu schüren; und sie machte das, indem sie sie beschuldigte Muslimen anzutun, was Muslime immer ihnen antun. Nachdem sie die koptische Kirche einen „Haufen Gangster“ und „eine totale Mafia“ nannte, die „hinter den Kulissen [Ägypten] regieren“, beschuldigte sie sie „Waffen in Kirchen zu horten“ und „danach zu streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“, als Bemühung weiter „einen Krieg gegen den Islam“ zu führen.

Derweil ist zurück in der wirklichen Welt – die aus rund 200 Staaten besteht – Ägypten auf Platz 21 der für Christen schlimmsten Länder, in denen sie leben; sie erfahren dort nach Angaben von Open Doors, einer internationalen Menschenrechtsorganisation, „sehr starke Verfolgung“. Die Entführung christlicher Frauen und Kinder und ihre Zwangskonvertierung zum Islam ist üblich; ganze christliche Dörfer und Kirchen werden regelmäßig aufgrund des Gerüchts in Brand gesetzt, dass ein Christ irgendwo in den sozialen Medien Mohammed gelästert hat oder das ein Christ mit einer Muslima ausgeht.

Doch viele Muslime, so diese Ayat Oraby, die sich selbst immer als Opfer sehen, sind gegenüber solchen Fakten blind; ihre Vorstellungen der Realität sind vom Islam geprägt. Und der Islam fordert zur ständigen Feindschaft gegenüber dem „anderen“ – dem Nichtmuslim, dem Ungläubigen – auf, der von den Muslimen unterlaufen und unterworfen werden muss. Diese Art des Denkens geht direkt auf den Anfang zurück: die islamischen Eroberungen des 7. Jahrhunderts – diesen wundervoll „uneigennützigen Auftakt“ – werden ständig als nicht offensive Kriege, sondern als defensiv dargestellt. Muslime haben angeblich Arabien verlassen, ihren Weg durch den Nahen Osten, Ägypten, Nordafrika, Spanien und bis nach Frankreich hinein erobert und geplündert, um den Ungläubigen zuvorzukommen, die sich offenbar darauf vorbereiteten sich nach Arabien aufzumachen, um den aufkommenden Islam abzumurksen. Auf diese Weise wird die Disziplin der Geschichte in islamischen Schulen auf der ganzen Welt ständig verhöhnt.

Lassen Sie uns zu Ayat Oraby zurückkehren und ihre „projektiven“ Behauptungen betrachten. Sie beschuldigt Ägyptens Christen das Geschehen „hinter den Kulissen“ zu kontrollieren. Diese Behauptung ist ebenso ironisch wie alt. 2010 beschwerte sich der prominente ägyptische Geistliche Khlaid al-Jundi, in Ägypten hätten „Muslime weniger Rechte als Christen und nicht einmal das Recht Gottesdienste zu feiern wie die Christen“. In Wirklichkeit und wie durchaus bekannt ist, sehen sich christliche Kirchen immensen Einschränkungen ausgesetzt. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Es gibt in Ägypten 114.000 Moscheen, aber nur 2.000 Kirchen; das sind 57 Moscheen pro Kirche, obwohl die Christen mindestens 10 Prozent der Bevölkerung stellen.

Ist es darüber hinaus in einem Land, in dem der Islam uneingeschränkt herrscht – in dem die Scharia (die die Unterdrückung von Nichtmuslimen vorschreibt, wie in Sure 9,29) Teil der Verfassung ist; wo Kopten über Jahrhunderte dazu konditioniert wurden damit zufrieden zu sein, dass man sie in Ruhe lässt – vernünftig zu glauben, dass dieselben, geknechteten „Ungläubigen“, die zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen, eine gewaltsame Machtübernahme Ägyptens planen?

Was Orabys Behauptung angeht ,dass Ägyptens Christen „in Kirchen Waffen horten“ und „danach streben eine koptischen Ministaat zu schaffen“, um weiter „Krieg gegen den Islam zu führen“, so ist dies eine weiterer ermüdender Vorwurf. Mohammed Salim al-Awwa, der ehemalige Generalsekretär der Internationalen Union muslimischer Gelehrter, erschien einst auf Al-Jazira und beschuldigte die Kopten in einer wilden Tirade „Waffen und Munition in ihren Kirchen und Klöstern zu horten“ – und sie sollten auch noch aus Israel, „dem Kern der koptischen Sache“ importiert sein und „sich darauf vorbereiten Krieg gegen die Muslime zu führen“. Er warten, wenn nichts unternommen würde, dann „wird das Land brennen“, stachelte Muslime an „der Macht der [koptischen] Kirche entgegenzuwirken“.

In Wirklichkeit sind alles, was brennt, koptische Kirchen, die von muslimischen Mobs und Terroristen angezündet werden – wie nach dem Sturz von Mohammed Morsi von der Muslimbruderschaft fast 70 Kirchen angegriffen und viele zerstört wurden. Darüber hinaus sind es Muslime, die Waffen schmuggeln und horten, auch in Moscheen, um ihre separatistischen Jihade zur Abspaltung von der Macht von „Ungläubigen“ zu schüren (z.B. wurden bei Trennungsversuchen von Russland in Tschetschenien oder in Mindanao von den Philippinen, während der Vergeltung der Muslimbruderschaft gegen die Regierung Sisi, regelmäßig gewaltige Waffenlager in Moscheen gefunden).

Der koptische Aktivist Mounir Bishai formulierte es einmal so: „Plötzlich sind wir [die Kopten] von Beschwerden zu Selbstverteidigung übergegangen, von der Forderung unserer Rechte zum Versuch die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass wir anderen nicht ihre Rechte vorenthalten … heute werden wir beschuldigt Waffen anzusammeln … Wie können aus uns Verfolgten plötzlich Verfolgende werden, aus der schwachen Seite die starke und tyrannische, aus der angegriffenen die berüchtigten Angreifer und aus der armen die reichen Ausbeuter? Wie konnten diese Lügen sich so weit verbreiten, ohne dass wir irgendwie vorankommen oder unsere Situation sich auch nur ein klein wenig verbessert hat?“

Selbst im Bereich der Theologie neigen Muslime dazu islamische Vorstellungen von Jihad und „Märtyrertum“, dem Kampf bis zum Tod für den Islam, auf christliche Theologie zu projizieren. Zum Beispiel erklärte einmal die Al-Azhar Scholars Front, die aus Absolventen der Al-Azhar besteht, mitten in den Beschuldigungen, die Kopten würden Waffen horten, um Krieg gegen Muslime zu führen: „Das Christentum … beschreibt ständig seine offene und verdeckte Politik all seine Rivalen zu eliminieren oder [die Anhänger anderer Religionen] zu erniedrigen und ihnen jeden Grund zum Leben nehmen, damit sie gezwungen sind zum Christentum zu konvertieren.“

In Wirklichkeit ist das genau das, was der Islam tut: Über Jihad „all seine Rivalen zu eliminieen“ oder durch die Institution des Dhimmitums die Anhänger anderer Religionen „zu erniedrigen und ihnen jeden Grund zu leben zu nehmen, damit sie gezwungen sind zum Islam zu konvertieren“. Das ist sowohl historisch als auch dogmatisch nachweisbar.

Gleichermaßen wurde auch die Erklärung von Bischof Bishoy, dass Ägyptens Christen infolge ihrer zunehmenden Verfolgung den Punkt des Märtyrertums erreichen, weidlich als eine Erklärung des „Krieg bis zum Tod“ „islamisiert“, auch von Al-Awwa, der während seiner erwähnten Tirade auf Al-Jazira behauptete: „Vater Bishoy erklärte, sei würden den Punkt des Märtyrertums erreichen, was nur Krieg bedeuten kann. Er sagte: ‚Wenn man über unsere Kirchen redet, werden wir den Punkt des Märtyrertums erreichen.‘ Das bedeutet Krieg!“

Natürlich ist die Vorstellung, dass jemand ein Märtyrer ist, der Jihad – „heiligen Krieg“ – betreibt und dabei stirbt, ein Wesenszug des Islam (z.B. Sure 9,111). Selbst das verlässliche Hans Wehr Arabic-English Dictionary übersetzt Schahid („Märtyrer“) als „jemand, der in der Schlacht mit Ungläubigen getötet wird“. Andererseits hat christliches Märtyrertum immer bedeutet verfolgt und getötet zu werden, weil man dem Christenum nicht abschwört – und das ist genau die Definition, die seit Jahrhunderte auf Ägyptens Christen angewandt worden ist, die Definition, die Bischof Bishoy eindeutig meinte (s. diesen Artikel, um mehr über die wichtigen Unterschiede zwischen christlichen und muslimischen Vorstellungen zum Märtyrertum zu erfahren).

Rekapitulieren wir:

  • Christliche Mädchen werden regelmäßig von Muslimen entführt, missbraucht, gehirngewaschen und zum Übertritt gezwungen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun;
  • Muslime schmuggeln und horten regelmäßig Waffen, auch in ihren Moscheen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun.
  • Muslime versuchen ständig Ungläubigen-Staaten entweder wegzubrechen oder zu erobern – und jetzt werden Ägyptens Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun.
  • Muslime streben entsprechend der Doktrin des Jihad und des Dhimmitums ständig den Ungläubigen zu eliminieren oder zu unterwerfen – und jetzt werden Christen dargestellt, als würden sie genau dasselbe tun.
  • Islamische Gewalt taucht regelmäßig an Freitagen auf und jetzt werden Christen (oder lediglich Westler) beschuldigt sonntags den Islam ins Ziel zu nehmen.
  • Islamisches Märtyrertum bedeutet andere und sich selbst zu töten, während man Jihad zur Stärkung des Islam zu führen – und jetzt wird christliches Märtyrertum, das immer bedeutete lieber den Tod zu akzeptieren als dem Glauben zu entsagen, als genau dasselbe definiert.

Dieser ausführliche Exkurs in islamische Projektionen auf das Christentum nutzt Ägypten als Beispiel und dient einem weiteren Zweck: Er legt nahe, wenn zivilisatorische Projektion trotz der Realität die muslimische Welt derart durchdringt, könnte das dann auch der Grund sein, warum die Menschen im Westen – von denen die meisten entweder erklären Christen zu sein oder zumindest von der christlichen Ethik und Gebräuchen beeinflusst sind – die Realitäten des Islam nicht akzeptieren können: Weil auch sie die Ideale ihres religiösen Erbes– eines, das Liebe, Toleranz und Vergebung den Feinden gegenüber predigt – auf Muslime und den Islam projizieren?

[1] Duden: Übertragung von Gefühlen u.Ä. auf andere

Islam ist Frieden… und Terror im Westen gehört einfach dazu

Der (muslimische) Bürgermeister von London hatte zum heutigen Terroranschlag vor allem eins zu sagen: Dass (islamischer) Terrorismus zum Leben in einer Großstadt einfach dazu gehört. Tja, wohl nicht überall und warum wohl nicht überall?

Könnte es sein, dass es daran liegt, dass in Tokio so viele Muslime leben – nämlich so gut wie keine?

Kay Wilson postete auf Facebook einen Screenshot des Facebook-Streams von Al-Jaziras Englischen Nachrichten. Die Emoticons sind die Reaktionen von muslimischen Zuschauern auf die Nachrichten vom Terror in London: