Muslime predigen „christliche Passivität“, um Christen zu entwaffnen

Raymond Ibrahim, 4. Dezember 2020

Eine der in Vergangenheit und Gegenwart am wenigsten bekannte – und bis in die Moderne weitgehend vergeblichste – von Muslimen verwendete Taktik, um Christen zu entwaffnen, hat darin bestanden darauf zu bestehen, dass das Christentum allgemein gegen Krieg und Gewalt ist.

Diesbezüglich ist die aktuellste Muslima, die sich in die Hülle des christlichen Theologen kleidet, niemand anderes als die in Somalia geborene Abgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota (Demokratin). Um den 18. November, nachdem Senator Marco Rubio (Republikaner aus Florida) den Senatskandidaten Raphael Warnock aus Georgia kritisierte, weil der behauptete Christen könnten nicht sowohl Gott als auch im Militär dienen, zitierte die Muslima Omar die Bibel (soll heißen: sie zitierte sie falsch). In einem Tweet mit einem Verlegenheits-Emoji, als wolle sie suggerieren, dass das, was Rubio sagte, derart verlegen machend sei – tatsächlich war das Emoji angemessen, allerdings wegen ihrer Rechtschreibfehler – postete sie:

Mathäus [sic] 6,24:
Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem dMammon. [sic] Die Lügen und Verleumdungen der Republikanischen Partei haben keine Grenzen, aber das ist eine Blamage und schändlich.

Omar ist nicht die erste Muslima, die versucht christliche Theologie zum Nachteil der Christen und zu ihrem eigenen Schaden zu manipulieren. Vor fast einem Jahrtausend, vor der Belagerung Antiochias durch die Kreuzritter im Jahr 1098, wurden muslimische Emissäre zu Verhandlungen geschickt. Sie erzählten den Europäern, ihre Herren seien „erstaunt, dass ihr die Grabstätte eures Herrn als Bewaffnete sucht, ihr Volk [Muslime] in lange gehaltenem Land vernichtet – sie fürwahr mit dem Schwert abschlachtet, etwas, das Pilger nie tun würden.“

Natürlich sagten diese Diplomaten nichts darüber, was „ihr Volk“ christlichen Untertanen und Pilgern angetan hatte – heißt: sie zu erpressen, zu foltern, zu vergewaltigen und zu töten – was überhaupt erst die Kreuzzüge veranlasste.

Gleichermaßen würde Omar, die aus einer radikal-islamischen Nation (Somalia) stammt – die als drittschlimmster Christenverfolger der Welt gilt – lieber Christen „beschämen“ als sie mit Gewalt Widerstand leisten zu lassen, besonders der Gewalt durch Muslime.

Mit anderen Worten: Sie ist, wie so viele andere, eine Vertreterin des Fußabtreter-Christentums – einer passiven, nicht wertenden Form des Christentums, das es für tugendhaft hält sich vor dem Feind in den Staub zu werfen. Muslime und andere Elemente verfolgen weltweit Unschuldige? Zeigt Liebe und Toleranz, haltet die andere Wange hin, sprecht ein Gebet und fühlt euch wegen eurer eigenen Verbrechen – oder sogar die Verbrechen eurer Vorfahren – für schuldig, ist eine der dominierenden Verrenkungen dieser Sorte.

Fußabtreter-Christentum war während Barack Hussein Obamas Präsidentschaft regelmäßig zu sehen: „An Ostern denke ich über die Tatsache nach, dass ich als Christ lieben soll“, sagte er 2015 – drei Tage, nachdem ein islamischer Terroranschlag auf Christen in Kenia 147 Menschen tötete, was ein paar amerikanische Christengruppen dazu brachte Wut zu äußern. „Und ich muss sagen, dass ich mir manchmal, wenn ich von Christen weniger als liebevolle Äußerungen höre, Sorgen mache.“

Genauso führte Obama während des Nationalen Gebetsfrühstücks am 5. Februar 2015 Grundsätze des Fußabtreter-Christentums an, damit Christen sich dafür schämen, den Gräueltaten des Islamischen Staates gegenüber zu kritisch zu sein: „Damit wir nicht auf unser hohes Ross steigen und glauben, das [islamische Enthauptungen, Sexsklaverei, Kreuzigungen, rösten und beerdigen von Menschen bei lebendigem Leib] sei woanders einzigartig“, mahnte der amerikanische Präsident, „erinnern Sie sich daran, dass Menschen während der Kreuzzüge und der Inquisition im Namen Christi furchtbare Taten begingen.“

Was die Kreuzritter angeht: Wie reagierten diese, als muslimische Diplomaten sich schockiert zeigten, dass sie – christliche Pilger – mit dem Schwert gekommen waren? Mit mehr Wissen über die christliche Theorie eines gerechtfertigten Krieges als Omar, Obama und Ihresgleichen wollen, dass wir akzeptieren. Nach Angaben des Berichts von Robert dem Mönch, antworteten die Kreuzritter „einstimmig“:

Niemand mit etwas Verstand hätte überrascht sein dürfen, dass wir als bewaffnete Männer zum Grab unseres Herrn kommen und euch Leute von diesem Gebiet entfernen. Jeder von unseren Leuten, der mit Stab und Schriftstück hierher kam [d.h. unbewaffnete Pilger], wurde mit widerlichem Verhalten empfangen, erlitt die Schmach schlechter Behandlung und wurde in extremen Fällen getötet.

Das war noch untertrieben. Dreißig Jahre zuvor und nur als eines von zahllosen Beispielen schrieb ein Pilger über das, was Muslime einer „adligen Äbtissin mit ansprechendem Körperbau und religiösem Anblick“ antaten, die sich einer deutschen Pilgerreise nach Jerusalem angeschlossen hatte: „Die Heiden nahmen sie gefangen und vor aller Augen vergewaltigten diese schamlosen Männer sie, bis sie ihren letzten Atemzug tat, um alle Christen zu entehren. Die Feinde Christi vollführten solche Misshandlungen und andere wie diese an Christen.“

Vor den Mauern Antiochias, wo das Wort „Christen“ erstmals geprägt wurde, setzten die Kreuzritter ihre Antwort damit fort, dass sie feststellten, das Land „gehörte ursprünglich unserem Volk [Christen] und ihr Leute [Muslime] habt sie angegriffen und es ihnen niederträchtig weggenommen, was bedeutet, dass es nicht euch gehören kann, egal wie lange ihr es hattet.“ Entsprechend „wird durch fränkische Schwerter Vergeltung an euren Hälsen geübt werden“.

Dem modernen Leser wird ein solcher Denkansatz extrem erscheinen, auf jeden Fall „mittelalterlich“. Aber den Anhängern des Fußabtreter-Christentums wird nichts außer totaler Kapitulation genügen. So schalt die ehemalige Nonne, die sich heute für den Islam einsetzt, Karen Armstrong: „Während des 12. Jahrhunderts fochten Christen brutale heilige Kriege gegen Muslime, obwohl Jesus seinen Anhängern geboten hatte ihre Feinde zu lieben, nicht sie auszulöschen.“ Kein Wort davon, dass es Muslime waren, die diese „brutalen heiligen Kriege“ initiiert hatten und diejenigen, die zuerst anfingen Christen „auszulöschen“.

Kurz gesagt: Das Christentum bietet ausreichend Raum für gerechten Krieg – auch wenn diejenigen, die danach streben das zu untergraben, anders argumentieren.

Wie vertrauenswürdig sind muslimische Friedensschwüre?

Raymond Ibrahim, 14. Dezember 2020 (FrontPage Mag)

In einem langatmigen Artikel für das Cabinet Magazine mit dem Titel „Versteckte Feinde: Eine amerikanische Geschichte der Taqiyya“  spielt der Autor „Joshua Craze“ – offensichtlich ein Pseudonym für einen sich als Muslim identifizierenden Mann – die Gefahren der Taqiyya vorhersagbar herunter; dabei handelt es sich um eine islamische Doktrin, die es Muslimen erlaubt Nichtmuslime zu täuschen. Beachten Sie die folgenden Auszüge:

Die Taqiyya ist zu einer zentralen Säule der rechtsextremen Wiedergabe des Islam geworden. Weil ich Masochist bin, verbrachte ich ein paart Tage mit dem Versuch Quellen für alle Zitate in einem Bericht zu beschaffen, „Taqiyya about Taqiyya“ von Raymond Ibrahim, einem heftigen Islamophoben, der zu David Horowitz gehört… Es wäre zu einfach zu sagen, dass verzerrte Fakten und Zitate in solchen Texten wegen einer Missachtung der Wahrheit wuchern. Raymond ibrahim und seine Mit-Taqiyyisten haben übermäßigen Respekt für eine zentrale Wahrheit: dass der Islam böse ist. Diese Wahrheit streckt alles andere nieder – das siebte Jahrhundert und das einundzwanzigste bilden den Teil einer einfachen Darstellung des Verständnisses. Alles macht Sinn. Es ist unmöglich Ibrahim zu widerlegen. Er hat Gewissheit, wo ich nur Vieldeutigkeit und Nuancen anbieten kann. Das ist an Antwort nicht viel. Wie immer ist Paranoia weit schlüssiger als das reale Leben.

Was die Vorwürfe von „Craze“ angeht, so kann der Leser selbst meinen Artikel beurteilen, „Taqiyya about Taqiyya“ – ursprünglich der Teil des Expertenberichts meiner eidesstattlichen Aussage in einem Rechtsstreit über Taqiyya – und sehen, ob er „Fakten verzerrt“ und „die Wahrheit missachtet“. (Seltsamerweise versäumte es Craze, obwohl er jeden anderen Artikel, auf den er verwies, verlinkte und dokumentierte, einschließlich derer, die er kritisierte, zu meinem zu verlinken, der sich hier befindet.)

Von mehr Interesse ist an diesem Punkt, dass Menschen, wenn es um den Islam geht, lieber Gewissheit hätten – die offenbar in „Paranoia“ kulminiert – statt der von ihm angebotenen „Vieldeutigkeit und Nuancen“. Er fährt in diesem Sinne fort:

Während ich weitere Artikel las und tiefer in das Universum der Rechtsradikalen hineinscrollte, gab ich ihnen einen Namen: die Taqiyyisten. Die zentralen Pächter ihres Glaubens führten eine grundlegende erkenntnistheoretische Frage ein. Wenn Muslime Lügner seien und viele Muslime – wie ich selbst – uns verstecken, wie soll da man sagen können, wer die wahren Muslime sind?

In der Tat: Wie? Hier kommen wir endlich auf den Punkt, die Bedeutung dieses abschweifenden Textes: Wenn es Beweise gibt, dass Muslime dazu ermutigt werden Nichtmuslime zu täuschen – und die gibt es zuhauf – wie kann man dann wissen, wann ein Muslim täuscht oder nicht?

Grundsätzlich gibt es eine philosophische Frage von der Art der „Beweislast“: Von welcher der beiden Seiten wird verlangt etwas zu beweisen, um das Vertrauen der anderen zu gewinnen? Unter normalen Umständen wird Person X sich auf universale Kriterien stützen, wenn sie entscheidet, Person Y zu glauben oder nicht.

Wenn Y jedoch offen einem Glauben folgt – dem Islam – der seine Anhänger lehrt feindselig zu sein, gar Nichtmuslime zu hassen und praktisch alles Mögliche tut – einschließlich zu lügen – um über sie zu herrschen, dann muss die gesamte Rechnung geändert werden; dazu gehört die Beweislast den Muslimen aufzuerlegen, gewiss wenn es um sensible, möglicherweise tödliche Situationen geht.

Beachten Sie einen aktuellen britischen Bericht; er stellte fest, dass muslimische Häftlinge regelmäßig die Taqiyya einsetzen – die Worte des Berichts – um die Gefängnisse und das Justizsystem zu täuschen. Zum Beispiel war einer der beiden Muslime, die den 85-jährigen katholischen Priester Jacques Hamel 2016 in seiner Kirche in Frankreich köpften, vorher schon zweimal festgenommen worden, weil er versuchte nach Syrien zu gelangen und für den Islamischen Staat zu kämpfen. Alles, was er tun musste, war aber dem Richter zu sagen, was der hören wollte: „Ich bin ein Muslim, der an Gnade glaubt, daran Gutes zu tun. Ich bin kein Extremist … Ich will zurück in mein Leben, meine Freunde sehen, heiraten.“ Auf der Grundlage dieser Worte ließ ihn der Richter frei und bald darauf schlachtete dieser „Muslim, der an Gnade glaubt“, den alten Priester ab.

Genauso wurde Usman Khan, der „als Erfolgsgeschichte für einen Extremisten, der sein Leben umdrehte“, um den Bericht zu zitieren – nach seiner Inhaftierung wegen seiner Beteiligung an einem Bomben-Komplott vorzeitig entlassen. Nicht lange danach ging auch er auf einen Messer-Amoklauf, bei dem auf einer Brücke in London zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt wurden. Und „viele der 40 weiblichen Insassen im Gefängnis Fleury-Mérogis in Paris haben Witze darüber gemacht, wie sie die Richter austricksten – zum Beispiel durch das Essen von Schweinefleisch, das im Islam verboten ist – um mildere Strafen zu bekommen.

Es sollte festgehalten werden, dass das Argument von Craze, nur „Paranoide“ würden erlauben, dass Taqiyya ihre Meinungen zu muslimischer Ernsthaftigkeit durchdrignt, Standard wird (eine Reflexion über die Schwierigkeiten die Taqiyya auf einer dogmatischen oder objektiven Ebene zu entkräften). Folglich machte Usama Hasan vom britischen Thinktank Quilliam in seiner neuesten Verteidigung der Taqiyya (hier zerpflückt) das folgende Eingeständnis:

Es stimmt, dass die hartgesottenen islamistischen Terroristen wie der Al-Qaida- und ISIS-Anhänger Usman Khan, der zwei Menschen in der Fishmongers‘ Hall ermordete [nachdem er vorgab „rehabilitiert“ zu sein] das Prinzip der Taqiyya missbrauchen, um ihre Sache zu fördern. Der Vorwurf jedoch, dass alle Muslime allgemein von der Religion dazu verpflichtet sind zu lügen und das routinemäßig zu tun, ist nicht nur gefährlich, sondern auch unwahr.

Noch einmal: Während dieser „Vorwurf“ in Einzelfällen unberechtigt sein mag, so ist er auch unvermeidbar. Wie soll der Nichtmuslim schließlich wissen, welcher Muslim „das Prinzip der Taqiyya missbraucht“ und welcher nicht? Darüber hinaus: Warum sollte die Beweislast beim Ungläubigen liegen – der dabei steht und oft leidet oder sogar getötet wird, weil er ständig das Wort des Muslim akzeptiert und die Rolle der Täuschung im Islam ignoriert – und nicht beim Muslim, der ein offener Anhänger einer Religion ist, die Feindschaft gegen und Täuschung von Nichtmuslimen erst zulässt? Das gilt besonders, weil mehr als ein paar „hartgesottene islamistische Terroristen“ überzeugt sind, dass ihr Glaube es ihnen erlaubt den Inhalt ihres Herzens zu verheimlichen – solange das zu tun als für die Sache des Islam hilfreich angesehen werden kann.

Es läuft auf Folgendes hinaus: Der Islam erlaubt Lügen und Täuschung um sich selbst mehr Macht zu verschaffen (man muss sich nur die Taktiken ansehen, die sein Gründer Mohammed anwandte). Dementsprechend und unter Berücksichtigung dessen, dass der Islam sich als in einem Dauerzustand des Krieges mit den Nicht-Islam betrachtet (versinnbildlicht von der klassischen Formulierung des Dar al-Islam gegen Dar al-Harb) hat jeder Muslim, der diese oder jene Täuschung des Ungläubigen als irgendwie dem Islam nützlich betrachtet – was auch als ihm selbst nützlich verstanden werden könnte – einen Blankoscheck fürs Lügen.

Von daher sind Sie nicht der „Bösewicht“, wenn Sie sich in der Situation wiederfinden, dass Sie muslimischen Friedensschwüren weniger vertrauen, besonders in Dingen von Belang; Sie sind lediglich angemessen vorsichtig.

Zum Scheitern verdammt: Frankeichs gesamte Antiterror-Initiativen

Raymond Ibrahim, 10. November 2020 (PJ Media)

Im Licht der aktuellen Flut tödlicher Terroranschläge in Frankreich und anderen europäischen Ländern kommt eine kritische Frage auf: Wie kann man ein und für allemal „Extremismus“ im Westen lebender muslimischer Gemeinschaften ausmerzen?

Westliche Führungspolitiker antworten gewöhnlich damit alles und jedes anzuführen, von neuen „Initiativen“ zur Förderung engerer Beziehungen zwischen muslimischen Gemeinschaften und ihren Gastgebernationen bis zu Maßnahmen zur Überwachung von Krisenherden und Moscheen.

Beklagenswerterweise hat die Geschichte bereits bewiesen, dass selbst weit drakonischere Maßnahmen gegen den Islam – von der Sorte, die moderne westliche Menschen sich nicht einmal vorstellen können, ganz zu schweigen von ihrer Umsetzung – zum Scheitern verurteilt sind.

Bedenken Sie die historischen Erfahrungen des Nachbarn Frankreichs: Spanien. Im achten Jahrhundert drangen Muslime aus Afrika auf die iberische Halbinsel vor und eroberten sie brutal. Christen wurden massakriert und unterjocht; Kirchen wurden zerstört und/oder zu Moscheen gemacht. Bis Ende des fünfzehnten Jahrhunderts jedoch – nach Jahrhunderten der Kriege, um Spanien vom Islam zu befreien (die Reconquista) – erstreckte sich die christliche Herrschaft auf jeden Flecken der Halbinsel.

Muslime blieben hingegen zumeist auf Granada konzentriert. Ursprünglich wurden ihnen milde Bedingungen gewährt. Muslime konnten weiter ihre Religion praktizieren, in ihren eigenen Gemeinschaften die Scharia zu vollziehen und sogar frei zu reisen.

Trotzdem rebellierten Muslime bei jeder sich bietenden Gelegenheit und begannen viele schwer zu unterdrückende Aufstände, von denen einige „die Steinigung von Christen, ihre Zerstückelung, Pfählung und Verbrennung bei lebendigem Leib“ gehörten. Muslime konspirierten zudem regelmäßig mit muslimischen Mächten des Auslands (d.h. Nordafrikanern, osmanischen Türken) im Bemühen Spanien wieder dem Islam zu unterwerfen.

Als die spanische Krone schließlich von diesem „inneren Feind“ die Nase voll hatten, verfügte sie 1501, dass alle Muslime die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten hatten: Zum Christentum zu konvertieren oder Spanien zu verlassen. Die Motivation war weniger religiöser, sondern mehr politischer Art; es ging weniger darum Muslime zu „guten Christen“ und mehr darum sie zu „guten Staatsbürgern“ zu machen. Solange sie Muslime blieben – womit sie unter der hoch kontroversen Doktrin der „Loyalität und Feindschaft“ agierten – blieben sie dem christlichen Spanien gegenüber feindselig und illoyal; und Säkularismus, Atheismus, Multikulturalismus oder einfach „Wokeness“ waren damals keine Optionen, der einzig praktische Weg, wie Muslime ihren Tribalismus abstreifen und einem christlichen Königreich gegenüber loyal sein konnten, bestand darin, sich dessen Glauben zu eigen zu machen.

Spaniens gesamte muslimische Bevölkerung – hunderttausende Muslime – reagierte mit der offenen Annahme des Christentums, während sie Kryptomuslime blieben, in Übereinstimmung mit der muslimischen Doktrin der Taqiyya. Diese lehrt, wann immer Muslime sich unter der Obrigkeit von Ungläubigen befinden, dann dürfen sie fast alles sagen und tun – Mohammed verurteilen, sich taufen lassen und die Kommunion empfangen, der Kreuz verehren – solange ihre Herzen dem Islam treu bleiben. In der Öffentlichkeit gingen diese neu konvertierten „Christen“ also in die Kirche und tauften ihre Kinder; zuhause rezitierten sie den Koran, predigten unsterblichen Hass auf die Ungläubigen und schmiedeten Plänen, wie sie das christliche Spanien vernichten konnten.

Dass diese „Moriscos“ – das sind selbsterklärte muslimische Konvertiten zum Christentum, die immer noch „Mauren“, islamisch, waren, wie sie bekannt wurden – alles unternahmen, um den Spaniern ihre Täuschung unterzuschieben, kann nicht bezweifelt werden, wie ein Historiker erklärt:

Damit ein Morsico als guter Christ durchging, brauchte es mehr als eine einfache Stellungnahme in dieser Richtung. Es bedurfte einer anhaltenden Darbietung mit hunderten von Einzelaussagen und Taten unterschiedlicher Art, von denen viele wenig mit Glaubensaussagen oder Ritualen per se zu tun haben mussten. Verstellung [taqiyya] war eine institutionalisierte Praxis in Morisco-Gemeinschaften, die regelrechte Verhaltensmuster von einer Generation an die nächste weitergaben.

Trotz dieser aufwändigen Maskerade begriffen die Christen zunehmend, was los war: „Mit Erlaubnis und Lizenz, die ihre verfluchte Sekte ihnen gewährte“, bemerkte ein frustrierter Spanier, „konnten sie äußerlich jede Religion vortäuschen und ohne zu sündigen, solange sie ihre Herzen trotzdem ihrem falschen Betrüger von einem Propheten ergeben blieb. Wir sahen so viele von ihnen, die starben, während sie das Kreuz anbeteten und gut von unserer katholischen Religion sprachen, die aber im Innern exzellente Muslime waren.“

Christen versuchten anfangs mit den Morsicos zu argumentieren; sie erinnerten sie daran, wie sie überhaupt erst zu Muslimen wurden: „Euer Vorfahr war Christ, obwohl er sich selbst zum Muslim machte“, um Verfolgung zu entgehen oder seinen sozialen Status zu verbessern; also „musst du jetzt auch Christ werden“. Als das fehlschlug, wurden Korane beschlagnahmt und verbrannt; dann wurde Arabisch, die Sprache des Islam verboten. Als auch das nichts nutzte, wurden extremere Maßnahmen getroffen; das ging so weit, dass ein Morsico „nicht einmal ein Taschenmesser besitzen durfte, um damit zu essen, wenn es keine abgerundete Spitze hatte, damit er keinen Christen damit anfallen konnte“.

Ein muslimischer Chronist fasste diese Zeiten zusammen: „Solche Muslime, die weiter in Andalus verblieben, waren, wenn auch der Erscheinung nach Christen, das aber in ihren Herzen nicht; denn heimlich beteten sie Allah an. … Die Christen beobachteten sie mit größter Wachsamkeit und viele wurden entdeckt und verbrannt.“

Das waren die Ursprünge der spanischen Inquisition (die, anders als allgemein geglaubt, mehr die Muslime als die Juden zum Ziel hatte). Denn egal, wie sehr die Moriscos „das Erscheinungsbild einer überaus friedlichen Unterwerfung darboten“, schrieb ein Historiker des 19. Jahrhunderts, „blieben sie trotzdem grundsätzlich Muselmanen, die nach einer günstigen Gelegenheit suchten und geduldig auf die Stunde der Rache warteten, die von ihren Prophetien verheißen waren.“

Als 1568 ein Gerücht aufkam, dass endlich die osmanischen Türken eingetroffen waren, rastete daher Spaniens kryptomuslimische Fünften Kolonne „im Glauben, die Tage unter christlicher Herrschaft seinen vorbei“ aus; überall im Land wurden Priester angegriffen, verstümmelt oder ermordet; einige wurden bei lebendigem Leib verbrannt; einer wurde in ein Schwein eingenäht und gegrillt; die schönen christlichen Mädchen wurden emsig vergewaltig, einige in die Harems marokkanischer und algerischer Potentaten geschickt.“

Wenn Muslime ihren ungläubigen Obrigkeiten gegenüber nie loyal sein konnten – ständig mit ausländischen Muslimen konspirierten und den Staat untergruben, auch mit Auslandsmuslimen – und wenn der Übertritt zum Christentum keine Lösung war, blieb am Ende nur eine Lösung: zwischen 1609 und 1614 wurden alle Moriscos von der Halbinsel nach Afrika vertrieben, von wo aus der Islam fast ein Jahrtausend vorher erstmals nach Spanien eingedrungen war.

Die Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen. Viele Christen in Spanien – und der Papst in Rom – fanden sie zu brutal; einige schlugen als Alternative die Kastration aller männlichen Moriscos vor. Doch am Ende kam die Monarchie zu dem Schluss, dass es keine andere Garantie gegen die ständigen Subversionen und sporadischen Anfälle an Terrorismus gab als die komplette Eliminierung des Islam aus Spanien.

Der Punkt hier ist, dass Spanien alles Menschenmögliche unternahm, um seine muslimische Bevölkerung zu assimilieren und ihren Hass auf christliche „Ungläubige“ aufzugeben – einschließlich sie zu zwingen zum Christentum zu konvertieren und ihre Kinder ins Christentum zu gebären und ihre Hingabe zu beobachten – und selbst das reichte nicht aus, Dank des religiösen Glaubenssystems der taqiyya, die Europas muslimische Bevölkerung immer noch durchdringt.

Als solche sind alle „Antiextremistismus“-Maßnahmen, die Frankreich und andere westlichen Staaten unternehmen – von denen keine einzige jemals auch nur ansatzweise so extrem sein wird wie die im vormodernen Spanien und von denen die meisten sich aktuell um dumme Plattitüden wie „sie werden uns nicht spalten“ drehen, um Macron nach der Enthauptung zu zitieren – zum Scheitern verurteilt.

Westlicher Multikulturalismus und islamischer Terror

Galit Truman Zinman, BESA Center Perspectives Paper Nr. 1.805, 8. November 2020

Österreichische Polizei während islamischer Terroranschläge in Wien, 2. November 2020 (Bild via twitter)

Zusammenfassung: In westlichen Ländern haben sich in den letzten Jahrzehnten große Muslim-Gemeinden gebildet. Die Terroranschläge in Frankreich und Österreich während der letzten Wochen hoben erneut die Diskussion über die Rolle eines multikulturellen, liberalen, toleranten Ansatzes für separate, entfremdete Minderheitsgemeinschaften hervor, von denen eine kleine Anzahl Mitglieder Terroranschläge unterstützen oder begehen.

Die letzten Wochen haben eine Welle von Gewalt und Terror in Frankreich und anderen Orten erlebt, ausgelöst von der Wiederveröffentlichung der Mohammed-Karikaturen durch das Satire-Magazin Charlie Hebdo. Diese Terrorakte stellen einen direkten Angriff auf westliche Werte, Symbole, Liberalismus und Glauben an individuelle Rechte und Freiheiten dar.

Nach der Ermordung des französischen Geschichtslehrers Samuel Paty drückte Präsident Macron sich ungewöhnlich deutlich aus und bezeichnete sie als „islamistischen Terroranschlag“. Tatsächlich spiegeln die aktuellen Anschläge in den Vororten von Paris wie auch in Lyon, Nizza und Avignon eine Intensivierung antiwestlicher Tendenzen in Frankreich, wo die Terroristen die soziopolitische Agenda des Landes mit Gewalt zu verändern trachten. Frankreich ist auch nicht das einzige Ziel. Anfang November wurden in Österreich vier Bürger bei einem islamistischen Terroranschlag im Herzen Wiens ermordet.

Diese Ereignisse sind die Fortsetzung einer Reihe von Anschlägen durch muslimische Terroristen in westlichen Ländern in den letzten Jahren (oft mit der Unterstützung und Inspiration durch ISIS) – von Frankreich und Belgien über Deutschland und Großbritannien bis hin zu den USA, Kanada und Australien. Die Anschläge sind an auffälligen öffentliche Orte wie Flughäfen, Unterhaltungs- und Tourismusstätten, Hotels und Nachtclubs verübt worden. Die Terroristen haben Beile, Messer, Schusswaffen und Fahrzeuge eingesetzt und hunderte Tote und Verletzte verursacht.

Diese Anschläge sollen bei westlichen Bevölkerungen Angst säen, ihr Gefühl für persönliche und öffentliche Sicherheit untergraben, ihre Wirtschaft und Moral beschädigen und sie von der Teilnahme an einer internationalen Antiterror-Koalition (besonders der gegen ISIS gerichteten) abschrecken.

Die Täter sind zumeist junge muslimische Männer gewesen – einige von ihnen Migranten, einige Nachkommen in der zweiten oder dritten Generation von Zuwanderern. Im Fall Letzterer sind die Terroristen in offenen und toleranten westlichen Gesellschaften geboren und ausgebildet worden. Einige hatten Probleme sich in die liberale Gesellschaft zu integrieren, was sie dazu brachte die demokratischen Werte von Säkularisierung und Individualismus zu verabscheuen und abzulehnen. Eine rassische Minderheit, die den Predigten und der Hetze auf der Straße, in den Moscheen, in sozialen Netzwerken und im Internet ausgesetzt ist, identifiziert sich mit einer puritanischen salafistisch-jihadistischen Strömung. Diese Minderheit schließt sich Terrorgruppen, hauptsächlich ISIS an oder handelt unter deren Führung und Inspiration.

Ein beträchtlicher Teil der muslimischen Gemeinden im Westen sind der Gesamtbevölkerung entfremdet und halten sich zum größten Teil getrennt und führen einen autonomen Lebensstil. Es gibt eine Diskussion über die Ursprünge dieser Entwicklung: Manche beschuldigen die Mehrheit der Diskriminierung von Muslimen und dass diese in die Absonderung gezwungen werden, während andere behaupten, dass die muslimischen Gemeinschaften sich aus eigener Entscheidung isoliert haben. Viele dieser Gemeinschaften sind in der Tat sozial, kulturell und geografisch isoliert, existieren an den Rändern der Gesellschaft, bedrängt von Armut, fehlender Chancengleichheit, Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichem Mangel.

Die muslimische Minderheit unterscheidet sie nicht nur kulturell und ethnisch von der lokalen Bevölkerung, sondern auch in Begriffen religiösen Glaubens, die ihre Weltanschauung und ihren Lebensstil beträchtlich beeinflussen. Die muslimischen Gemeinschaften halten ihre religiöse Tradition eifrig aufrecht. Sie sprechen die Sprache ihrer Herkunftsländer und leben getreu dem islamischen Recht (Scharia) und dessen Bräuchen. An vielen Orten wird formelle Bildung getrennt und für die Gemeinschaft maßgeschneidert. Dieses Muster, an religiöser Tradition festzuhalten und sie der nächsten Generation zu vererben, trägt zur Wahrnehmung des muslimischen „Fremdseins“ durch die Mehrheitsgesellschaft teil und damit auch zu ihrer Ausgrenzung.

Diese Trends bilden für westliche Gesellschaften, die für Multikulturalismus und Toleranz gegenüber „dem Anderen“ eintreten, ein ernstes Problem. Dieser Ansatz – verbunden mit einer relativ offenen und zuvorkommenden Zuwanderungspolitik – hat im Lauf der Jahre zu kulturell-religiösen Absonderung der muslimischen Gemeinschaften geführt, begleitet von einer Distanzierung und fehlender Interaktion mit der nichtmuslimischen Mehrheit. Der vorherrschende multikulturelle Ansatz hat zudem zur religiösen Radikalisierung und der Zunahme des Terrors beigetragen, darunter der Bildung von Terrorzellen und ein beträchtlicher Anstieg der Zahl der „einsamen Wölfe“. Multikulturalismus scheint damit nur eine begrenzte Fähigkeit zu haben Muslime in westliche Gesellschaften zu assimilieren und voll zu integrieren.

Der multikulturelle Ansatz versucht im Wesentlichen ethnische und kulturelle Unterschiedlichkeit zu erhalten und die Menschenrechte zu garantieren, während gleichzeitig uneingeschränkter Zugang und Teilhabe an der Gesellschaft gewährt, verfassungsrechtliche Grundsätze gewahrt und gemeinsame gesellschaftliche Werte gefördert werden. Das hat eine öffentliche Politik zur Folge, die kulturelle Differenzen beachtet und Unterstützung für Organisationen ethnischer Minderheiten bietet. Im Bereich der Bildung involviert Multikulturalismus, dass besondere Lehrpläne unterstützt, Unterricht in anderen Muttersprachen und die Gründung von Religionsschulen für Minderheitengruppen neben der Anerkennung ausgeprägter religiöser Traditionen und Praktiken, Gotteshäusern und religiösen Feiern eingerichtet werden. Vertreter des Multikulturalismus deuten auf positive Ergebnisse dieses Ansatzes wie die Anerkennung kultureller Identitäten und die Kultivierung von ethnischem Pluralismus, Schutz vor Diskriminierung und Aufstachelung zu Hass sowie sozioökonomische Bindekraft und Gleichstellung zwischen Minderheiten und Mehrheit.

In den letzten Jahren hat sich der politische, öffentliche und Mediendiskurs jedoch auf die Gegensätzlichkeit konzentriert, die zwischen den Werten der Aufnahmegesellschaft und denen bei den Immigranten aufkamen, darunter Gleichstellung der Geschlechter, die Forderung des Hijab für Frauen, weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsehe, Ehrenmorde, Ablehnung von LGBT-Menschen und so weiter. Die Anwendung dieser kulturellen Normen innerhalb liberaler Gesellschaften ist zentrales Element für die Diskussion über die Bedeutung des Multikulturalismus, der vorherrschenden Integrationspolitik und Toleranz gegenüber Muslimen gewesen, die umgekehrt nicht immer Toleranz gegenüber westlichen Werten zeigen. Während die Anhänger des Multikulturalismus weiter dessen Vorteile betonen, deuten seine Gegner auf die gesellschaftlichen Spaltungen, das Fehlen eines verbindenden sozialen Klebers und einem Zusammenprall von kulturellen Werten einerseits und religiösen Traditionen andererseits, was zu Ekel, Radikalisierung, Gewalt und Terror führen kann. Die Multikulti-Politik, die jedem freie Meinungsäußerung, Religionsausübung und Vereinigung gewährt, wird von Islamisten ausgenutzt, um Terrorgruppen zu bilden, in der Öffentlichkeit und online zu predigen und aufzuhetzen sowie Terroranschläge wie die zu betreiben, denen der Westen einmal mehr unterworfen ist.

Auf jeden Fall stellen die demografischen Veränderungen in westlichen Ländern im Verlauf der letzten Jahrzehnte große Veränderungen zur Eingliederung und Integration großer Gemeinschaften dar, die sich von der einheimischen Bevölkerung kulturell und besonders in Sachen Religion unterscheiden.

Als der „Held“ der Türkei 800 Christen köpfte, weil sie den Islam ablehnten

Raymond Ibrahim, 14. August 2020

Die Kathedrale von Otranto beherbergt die Überreste von 800 enthaupteten Christen.

Die rituelle Enthauptung von 800 Christen am 14. August 1480, die es ablehnten den Islam anzunehmen, wirft viel Licht auf zeitgenössische Fragen zum anhaltenden Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen.

Hintergrund: Als er 1453 Konstantinopel brandschatzte, war der osmanische Sultan Mohammed erst 21 Jahre alt – was bedeutet, dass noch viele Jahrzehnte Jihad vor ihm lagen. Er setze die Expansion in den Balkan fort und marschierte in seinem Bestreben seine Pferde auf dem Altar der Petrus-Basilika zu füttern – muslimische Prophetien erklärten, dass „wir Konstantinopel erobern werden, bevor wir Rom erobern“ – in Italien ein und eroberte 1480 Otranto. Mehr als die Hälfte der 22.000 Einwohner wurden massakriert, 5.000 in Ketten verschleppt.

Um seine „Großzügigkeit“ zu demonstrieren, bot Sultan Mohammed 800 in Ketten gelegten christlichen Gefangenen die Freiheit an – unter der Bedingung, dass sie alle den Islam annehmen. Stattdessen entschieden sie sich geschlossen gemäß der Worte eines der ihren zu handeln: „Meine Brüder, wir haben gekämpft, um unsere Stadt zu retten; jetzt ist es an der Zeit um unsere Seelen zu kämpfen!“

Wütend, dass seine Einladung verschmäht wurde, befahl Mohammed am 14. August die rituelle Enthauptung dieser 800 Unglücklichen auf einer Hügelkuppe (die in der Folge „Hügel der Märtyrer“ genannt wurde). Ihr Erzbischof wurde unter dem Spott und „Allahu Akbar!“-Triumphgeschrei langsam in zwei Hälften gesägt. (Die Skelettteile einiger dieser trotzenden Christen wurden aufbewahrt und sind bis heute in der Kathedrale von Otranto zu sehen.)

Jetzt überlegen Sie, wie dieses Ereignis mit den aktuellen Realitäten in Zusammenhang steht.

Erstens: Wann immer islamische Einzelne oder Organisationen Gewalt gegen Nichtmuslime verüben – und den Islam als ihre Motivation anführen – wird uns auf der Stelle das Gegenteil gesagt, dass sie einfache Kriminelle und Psychopathen seien und dass ihr Handeln „nichts mit der Wirklichkeit des Islam zu tun hat“.

Es waren jedoch keine Allerwelts-„Muslime“, die auf dem Hügel der Märtyrer Gräueltaten begingen, sondern der, der praktisch der Führer des sunnitischen Islam war, der Sultan selbst, der immer eine Meute muslimischer ulema – Kleriker, Gelehrte und Muftis – um sich hielt, um ihn zu leiten und seine Entscheidungen bezüglich der Ungläubigen zu bestätigen (einschließlich des Massakers an denen, die den Islam ablehnen).

Zufälligerweise ist Mohammed II. für die Türkei und ihren Präsidenten Erdoğan ein Held, der vor kurzem die Hagia Sophia in eine Moschee umwidmete, zum Teil um den mörderischen Sultan zu ehren.

Auch Otranto war keine Anomalie. Im Verlauf von fast 14 Jahrhunderten sprachen und handelten offizielle Führer und Sprecher des Islam – von Sultanen und Kalifen bis zu ulema und Scheiks – immer nur wie der Islamische Staat (oder umgekehrt).

Ebenfalls interessant zu überlegen ist, wie oft selbst damals, vor mehr als einem halben Jahrtausend, westliche Staaten es vorzogen Nichtwahrhabenwollen und Wunschdenken zu betreiben, statt sich mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen oder ihren belagerten Glaubensgeschwistern zu helfen. Entsprechend rügte kurz nach dem Massaker von Otranto Papst Sixtus IV. den gleichgültigen Westen.

Lasst sie nicht glauben, dass sie vor Invasion geschützt sind, diejenigen, die sich in einiger Entfernung vom Kriegsschauplatz befinden! Auch sie werden sich unter das Joch beugen und vom Schwert gefällt werden, außer sie treten vor und treffen den Eindringling. Die Türken haben die Auslöschung des Christentums geschworen. Ein Waffenstillstand den Sophistereien! Jetzt ist nicht die Zeit zu reden, sondern zu handeln und zu kämpfen!

Solche Klagen waren nicht ungewöhnlich. Fast ein Jahrhundert später, 1565, segelte eine massive islamische Armada zu der kleinen Insel Malta um sie zu belagern; Papst Pius IV., der versuchte eine Armee aufzustellen, klagte, dass der König von Spanien „sich in die Wälder zurückgezogen hat und Frankreich, England und Schottland von Frauen und kleinen Jungen regiert werden“.

Schließlich und heute nicht viel anders, war zwar eine Menge Menschen im Westen ignorant gegenüber dem, was der Islam tut, aber eine Minderheit war sich dessen immer bewusst, auch aus historischer Perspektive. Bedenken Sie Sebastian Brants (geb. 1457) Narrenschiff, ein satirisches Gedicht zur allmählichen Natur des Fortkommens des Islam gegenüber einer „schlafenden“ Christenheit:

Unser Glaube war stark im Orient / Er herrschte in ganz Asien / In Maurenländern und in Afrika / Aber heute [seit dem 7. Jahrhundert] sind diese Länder für uns weg… / Wir gehen alle schlafend zugrunde / Der Wolf ist ein den Stall gekommen / und stiehlt die Schafe der heiligen Kirche / Während der Schäfer schlafend liegt / finden dich vier Schwestern unserer Kirche / sie sind von der patriarchalischen Art / Konstantinopel, Alexandria, Jerusalem, Antiochia / Aber sie sind verloren und geplündert / und bald wird der Kopf [Rom] wird angegriffen.

Wie der Fortbestand des Gedichtes nahelegt, sahen gelehrte Europäer die Geißel der Osmanen als jüngste in einem Kontinuum des islamischen Terrors: denn während die Araber die „ersten Truppen der Heuschrecken“ waren, die „um das Jahr 630 erschienen“, um einen zeitgenössischen englischen Geistlichen zu zitieren, sind „die Türken, eine Vipernbrut, schlimmer als ihre Eltern … die Sarazenen, ihre Mutter“.

Gleichermaßen sind die heutigen jihadistischen Organisationen – der Islamische Staat, Al-Qaida, Boko Haram, Hamas, Hisbollah, al-Schabaab et. al. – die jüngste „Vipernbrut“, die vom immerwährenden Jihad ausgebrütet wurde.

Die historischen Teile dieses Artikels sind Auszüge aus und dokumentiert in Ibrahims „Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West“.

Es ist DEIN Fehler, wenn SIE gewalttätig werden

Raymond Ibrahim, 10. Juni 2020

Gemäß dem Narrativ der Medien beweist, wie unangenehmes Verhalten eine Person oder Gruppe auch an den Tag legt – von Kriminellem bis zu purem Terrorismus – wenn du weiß bist und die anderen nicht, ihr Verhalten gänzlich dein Fehler ist. Dein unerträglicher Rassismus und deine Fremdenfeindlichkeit haben sie es übertreiben lassen; ihr kriminelles Verhalten ist ein Spiegel ihrer vielen Klagen, die sie wegen dir haben.

Das würde natürlich nach Besserung verlangen, wenn es denn wahr wäre. Was nicht heißen soll, dass es keinen Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit gibt, Dinge, gegen die nicht „gesetzlich geregelt“ werden können; es soll vielmehr heißen, dass die überwältigende Mehrheit des kriminellen Verhaltens immer von etwas anderem als von beklagten Missständen getrieben wurde.

Nehmen wir zum Beispiel den Islam. Nach den barbarischen Terroranschläge vom 9/11 war die große Frage: „Warum hassen sie uns?“ Die Antwort der Medien und ihr Aufgebot an „Experten“ lautete, dass sie Beschwerden wegen Amerika hätten.

Danach folgte eine Liste an Litaneien angeblicher amerikanischer/westlicher Verbrechen an Muslimen: Ursprünglich waren es politische „Sünden“ des Westens – von den Kreuzzügen über den Kolonialismus bis zur Gründung Israels. Aber mit jedem neuen islamischen Terroranschlag oder Wut hatten die „Klagegründe“ der Muslime zugenommen: dazu gehörten freie Meinungsäußerung, Kirchen, sogar Teddybären.

Die Medien hätten durchaus auch deine schiere Existenz als freier Ungläubiger als Klagegrund anführen können, was näher an der Wahrheit gelegen hätte. Immerhin begannen ungerechtfertigte muslimische Angriffe auf den Westen vor fast 1.400 Jahren, ein paar Jahre nach der Geburt des Islam; sie gingen ein Jahrtausend lang weiter, schluckten drei Viertel der christlichen Welt und bombardierten jeden Winkel Europas, von wo viele Millionen Sklaven verschleppt wurden.

Sogar Amerikas erster Krieg als Nation fand gegen nordafrikanische Muslime statt, die amerikanische Schiffe überfielen und die Mannschaften versklavten. Als Jefferson und Adams den Berber-Botschafter fragten, welche „Verletzungen“ der neu entstandene amerikanische Staat möglicherweise begangen haben könnte, um solche Angriffe zu provozieren, „antwortete der Botschafter uns“, schrieb Jefferson 1786 an den Kongress, „dass das in den Gesetzen ihres Propheten gründete, dass es in ihrem Koran geschrieben stand,… dass es ihr Recht und ihre Pflicht sei Krieg gegen sie [die Nichtmuslime] zu führen, wo immer sie sie fänden und sie alle zu Sklaven zu machen.“

Muslime Angriffe gegen den Westen nahmen im frühen 19. Jahrhundert endlich eine Auszeit, als Europa, das die islamischen Plünderungen satt hatte, in die muslimische Welt eindrang und sie kolonisierte. Selbst dieser „Prozess der europäischen Expansion und des europäischen Imperialismus“, erklärt Bernard Lewis, „hat seine Wurzeln im Zusammenstoß von Islam und Christentum … Die siegreichen Befreier [Europäer] verfolgten ihre früheren Herren nach der Befreiung ihrer eigenen Territorien [von den Muslimen] dorthin, woher sie gekommen waren.“

Trotzdem wird der Westen von der Propaganda „das ist dein Fehler“, muslimischen „Gründen zu Klagen“ und „Islamophobie“ ihrer eigenen Medien derart überschwemmt, dass der Islamische Staat (ISIS) höchstselbst sehr darauf achtete klarzustellen, dass er den Westen vor allem hasst, weil das islamische Gesetz von den Muslimen verlangt das zu tun, egal wie der Westen sich verhält.

Oder bedenken Sie die unterirdische Art, wie muslimische Staaten die eigenen Minderheiten, vornehmlich Christen behandeln. Wie könnten diese friedlichen, winzigen und politisch entrechteten Gemeinschaften Muslime „in ihren Rechten beeinträchtigen“? Sie sind oft von derselbe Rasse, Ethnie, sprechen dieselbe Sprache wie ihre muslimischen Gegenüber; man kann sie nicht von ihnen unterscheiden, außer in der Religion – und das ist der „Grund zur Klage“, den ihre Verfolger haben: Nichtmuslimische Minderheiten sind „Ungläubige“ und müssen daher verachtet und unterdrückt werden.

Trotz solch abscheulicher Verfolgung, die oft monatlich zur Ermordung mehrerer Christen führt, erwähnen westliche Medien selten dieses wirklich systemische und endemische Thema und wenn, dann nie ehrlich: Das zu tun würde Sand ins Narrativ werfen, dass muslimisches Fehlverhalten ein Nebenprodukt der „Klagegründe“ gegen den Westen ist.

Jetzt bedenken Sie, wie die Medien dasselbe Klage-Paradigma einsetzen, um eine andere Form von Hass und Gewalt zu rechtfertigen: Ein schwarzer Mann wurde von einem Polizisten getötet; obwohl letzterer ordnungsgemäß verhaftet und des Mordes angeklagt wurde, reicht das nicht. Wenn du weiß bist, ist der aktuelle Aufruhr – die Plünderungen, Brandstiftungen und Tötungen – wieder und letztendlich dein Fehler: „Beschwerdegründe“ rächen sich; oder, wie eine aktuelle Schlagzeile von Politico es formuliert: „Der Westen zählt auf Rassismus.

Und doch ist das „black lives matter“-Narrativ der Medien, wie beim Islam, extrem selektiv und manipulativ: Der kaltblütige Mord an mehreren bewundernswerten schwarzen Amerikanern wie dem 77-jährigen Polizei-Captain a.D. David Dorn, der tragischerweise erschossen wurde, weil er seine Pfandleihe vor Plünderern schützen wollte, spielt offenbar keine Rolle (wer „protestiert“ für sie?); genauso wenig die vielen Leben von hart arbeitenden amerikanischen Schwarzen, deren Geschäfte geplündert und zerstört wurden.

Übrigens spielt auch die Tatsache, dass jedes Jahr mehrere tausend schwarze Leben von anderen Schwarzen ausgelöscht werden (amerikanische Schwarze haben zwischen 1979 und 2014 324.000 andere Schwarze getötet). Was die Tatsache angeht, dass Schwarze etwa 15 Prozent der US-Bevölkerung stellen, aber die Hälfte aller Morde begehen – was zumindest bedeutet, dass sie oft in tödlichen Konfrontationen mit der Polizei landen – wen interessiert das?

Nur die sehr, sehr wenigen schwarzen Leben, die möglicherweise dazu gebracht werden können sich dem Beschwerden-Narrativ anzupassen, werden für die Medien jemals eine Rolle spielen.

Die Ironie von all dem ist, dass nur ein von Natur aus fair eingestelltes Volk zulassen würde, dass man sich darum kümmert, geschweige denn die Beschuldigung zulässt, dass man seinen Minderheiten gegenüber nicht fair genug ist. Versuchen Sie einem nicht westlichen Staat (wir haben bereits gesehen, wie das unter dem Islam läuft) zu erzählten, dass dort die Minderheiten misshandelt werden – oder besser, dass sie auf die Knie gehen und sich für ihre Rasse entschuldigen müssen – und schauen Sie, wohin Sie das bringt.