Töricht: Die These „Wirtschaft für Frieden“

Dr. Doron Matza, BESA Center Perspectives Paper Nr. 2.2159, 24. September 2021

Hamas-Mitglied, Bild via Israel a Catalunya

Zusammenfassung: Ganz ähnlich der Oslo-Illusion, die postulierte, dass territoriale Zugeständnisse an die PLO Frieden mit den Palästinensern herbeiführen würde, ist die Hoffnung, dass wirtschaftliche Erleichterungen im Gazastreifen würden den Terrorismus der Hamas mäßigen, ein fehlgeleiteter Versuch eine westliche Logik des Konfliktsmanagements auf einen palästinensischen Feind anzuwenden, dessen Definition vom Ende des Konflikts mit Israel nicht im politisch-kulturellen Lexikon des Westens enthalten ist.

Die jüngsten tödlichen Schüsse auf den Grenzpolizisten Feldwebel Barel Hadaria Schmueli durch einen Hamas-Terroristen, der aus kürzester Entfernung feuerte, spiegelt nicht nur einen ernsten taktischen Fehler seitens der IDF, sondern eine strategische Deformierung. Israel sehnt sich, wie die USA im Kontext Iran, nach einer Regelung mit der Hamas. In beiden Fällen offenbart dieses Verlangen die Unfähigkeit die Natur und Absichten akkurat wahrzunehmen. Diese Fehlwahrnehmungen erinnern stark an das israelische Versagen Yassir Arafat und die Wahrnehmung von „Frieden“ durch die PLO zu begreifen.

In den frühen 1990-er Jahren übernahm Israel das Konzept des „Land für Frieden“, gemäß dem zu erwarten sei, dass den Palästinensern von Israel überlassenes Territorium die palästinensische Militanz aufhebt und ein neues Zeitalter des Friedens herbeiführt. Als aber Israel Arafat ein gewichtiges Angebot machte, mitsamt großzügigen territorialen Zugeständnissen, antwortete er damit seinen Terrorkrieg auszulösen (die „al-Aqsa-Intifada“). Das führte letztlich zum kompletten Zusammenbruch des Oslo-Prozesses.

Arafats Entscheidung Israels Friedensangebot trotz beträchtlicher territorialer Zugeständnisse zurückzuweisen machte deutlich, dass die palästinensische Nationalbewegung kein Kampf um eine politische Regelung auf Grundlage von territorialem Kompromiss war. Es handelte sich und ist weiterhin eine langfristige Kampagne mit dem Endziel der kompletten Vernichtung des Staates Israel.

Zwanzig Jahre nach dem Kollaps des politischen Prozesses besteht Israel jetzt darauf gegenüber der Hamas genau denselben Wahrnehmungsfehler zu wiederholen, mit der Idee, dass eine „wirtschaftliche Regelung“ den Platz einer politischen Regelung einnehmen wird. Wirtschaftliche Erleichterungen und eine teilweise Lockerung der sogenannten israelischen „Belagerung“ des Gazastreifens sollen, wie die verschmähten territorialen Zugeständnisse der 1990-er, die Hamas und all die anderen palästinensischen terroristischen Elemente im Gazastreifen anregen ihre Waffen niederzulegen und mit Israel Frieden zu schließen.

In den letzten Jahren ist diese Vorstellung zu einem Eckpfeiler der Politik Israels gegenüber dem Gazastreifen geworden, was mit Israels Widerwillen zu tun hat weitere militärische Feldzüge im Streifen zu führen. Israels Bindung an diese fehlgeleitete Idee ist so stark geworden, dass es angefangen hat den Hamas-Terrorismus falsch als „Ungehorsam“ zu darzustellen, der nichts mit dem offiziellen Ziel der Organisation zu tun hat den jüdischen Staat zu vernichten, was zu verbergen die Hamas nicht einmal versucht.

Nicht einmal die Gewalt des Gaza-Kriegs im Mai konnte bei den Israelis diese Sichtweise ändern. Im Gegenteil: Er verankerte die Annahme, dass eine wirtschaftliche Regelung möglich sei. Diese Auffassung offenbart, dass die Israelis die Tatsache noch nicht verinnerlicht haben, dass die Strategie der Hamas, wie bei der PLO, die nicht bereit war die Existenz Israels in welcher Form auch immer anzuerkennen und diese Ansicht mit Gewalt zu Ausdruck brachte, während sie vorgab zu verhandeln, auf einer Kombination von Verhandlungen und Terrorismus gründet. Diese Kombination aus einer verlogenen Bereitschaft zu verhandeln und ständigem gewalttätigen Verhalten charakterisiert auch den Iran in seinen Beziehungen zu den USA, während er versucht einen Weg zu Atomwaffen aufzubauen. Dieser Ansatz funktioniert für Terrororgane gut, weil ihre westlichen Feinde, egal ob Amerikaner oder Israelis, auf die Idee des „entweder – oder“ festgelegt sind – entweder Krieg oder Zugeständnisse sind der Weg zu Frieden.

Es gibt keine fundamentalen Unterschiede zwischen der PLO und der Hamas. Soweit es Israel angeht, fühlen sie dasselbe: Das Ziel ist die völlige Vernichtung Israels. Dennoch wiederholt Israel seine Fehler, indem es künstlich seinen Feinden westliche Denkmuster überstülpt.

Politische Torheit ist jedoch kein Schicksal. Es ist an der Zeit, dass Israel ernüchtert und erkennt, dass wirtschaftliche Regelung keinerlei Art von Versprechen eines sicheren Friedens mit sich bringt.

Wie das US-Versagen in Afghanistan die jihadistischen Lehren im Koran bestätigt

Raymond Ibrahim, The American Thinker, 17. September 2021

Während es sich von selbst verstehen sollte, dass der Sieg der Taliban in Afghanistan gleichgesinnten (heißt: „radikalen“) Muslimen ohne Ende Auftrieb gibt, wird im Westen nur von wenigen wahrgenommen, wie dieser Vorfall – besonders Amerikas katastrophaler Abzug – genutzt wird, um den Koran selbst und damit muslimischen Eifer und Vertrauen in den Islam zu bestätigen

Ab etwa 15. August 2021, als die Taliban Afghanistan zurückeroberten, wurden jedes Mal, wenn ich eine arabischsprachige Sendung oder einen Scheik sprechen sah, mehrere Koranverse als „Beweis“ dafür angeführt, dass es schlicht unvermeidlich – oder eine Frage der Zeit – war, dass die USA gedemütigt und die Taliban verherrlicht werden.

Bedenken sie als ein Beispiel die Worte des beliebten Scheik Wagdi Ghoneim. Als ägyptischer Islamgelehrter und Mitglied der Muslimbruderschaft ist er berüchtigt dafür gewalttätige Fatwas gegen Israel auszugeben und zu Hass gegen andere „Ungläubige“ aufzustacheln (einschließlich den Kopten, Ägyptens indigener christlicher Minderheit, mit Völkermord zu drohen). Bei solchen „Qualifikationen“ sollte es nicht überraschen, dass er einst Imam des Islamic Institute of Orange County in Kalifornien und Spendensammler für die Wohlfahrtsorganisation KindHearts (eine Hamas-Fassade) in Toledo in Ohio war.

Am 15. August 2021 hielt dieser Ghoneim eine „Sieges“-Rede, die – zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels – immer noch auf YouTube steht; sie trägt den Titel (übersetzt) „Allahu  Akbar: Der Sieg der Taliban verkörpert die Macht des Jihad auf Allahs Weise“. Wie man erwarten konnte, ist sein Vortrag vollgestopft mit Koranversen, die die Tugenden des Jihad rühmen. Ein Beispiel:

O die ihr glaubt, fürchtet Allah und suchet den Weg der Vereinigung Ihm und strebet auf Seinem Wege, auf daß ihr Erfolg habt. (Sure 5,35)

O die ihr glaubt, ziehet aus, leicht und schwer, [in die Schlacht] und fpührt den Jihad mit eurem Gut und eurem Blut für Allahs Sache! Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet! (Sure 9,41)

Nachdem er den dogmatische Rahmen für den Jihad legte, ging Ghoneim zu dessen wichtigstem Aspekt über: Durchhaltewillen. „Die Taliban hielten ihren Jihad 20 Jahre lang durch. Das ist kein Problem – was sind 20 Jahre im Kontext der Geschichte? Wer hat gesagt, dass [der Ausgang des] Jihad kommt sofort? Nein! Er benötigt Geduld und Zeit!“

Geduld und Durchhaltevermögen im Jihad waren sein großer Punkt – ganz zu schweigen von der großen Lektion, die alle Muslime von Afghanistan lernen können. Allah ist derjenige, der bestimmt wann der Jihad Erfolg hat; gewöhnliche Muslime haben schlicht und einfach die Pflicht ihn zu führen. Wenn sie das tun, wird Allah sie entsprechend seines Wortes irgendwann mit dem Sieg segnen.

Zu den von Ghoneim angeführten Koranversen, die das unterstützenden, gehören:

Wir wollen euch sicherlich prüfen, bis Wir diejenigen unter euch kennen, die die wahren Mudschaheddin [Jihadisten] sind, die (für die Sache Gottes) streiten und standhaft sind. Und Wir wollen die Tatsachen über euch bekannt machen. (Sure 47,31)

Oder meint ihr etwa, dass ihr in den (Paradies)garten eingehen werdet, ohne dass Allah diejenigen von euch kennt, die wahrlich den Jihad führten und geduldig ausharrten? (Sure 3,142)

O die ihr glaubt, geduldet euch, haltet standhaft aus, seid kampfbereit und fürchtet Allah, auf dass es euch wohl ergehen möge! (Sure 3,200)

Interessanterweise heißt der Ausdruck „seid kampfbereit“ in Sure 3,200 buchstäblich „führt ribat“ – das heißt, „bemannt die Frontlinie“, von der aus die Ungläubigen gehetzt werden sollten, auch mit Guerilla-Taktiken. Das ist genau das, was die Taliban taten.

Schließlich ging Ghoneim zu Allahs Worten über Ungläubige über, besonders denjenigen, die versuchen Muslime davon abzuhalten Jihad zu führen und die Scharia durchzusetzen. Er zitierte Sure 8,36: „Diejenigen, die ungläubig sind, geben ihren Besitz aus, um von Allahs Weg [sabil allahl, d.h. Jihad] abzuhalten. Sie werden ihn ausgeben, und hierauf wird es eine gramvolle Reue für sie sein. Hierauf werden sie besiegt werden. Und diejenigen, die ungläubig sind, werden zur Hölle versammelt werden.“

Wie zahllose andere muslimische Kleriker und Führer es getan haben, tun und noch Jahre lang weiter tun werden, erklärte Ghoneim, wie dieser bestimmte Koranvers Amerikas Niederlage voraussagte – heißt, solange es Muslime gebe, die breit sind im Jihad auszuharren. An einem Punkt sank er in wilde Häme ab: „Seht, wie viel sie an Toten und Verwundeten verloren haben – und Milliarden, alles verloren! Ihr seht also, dass sie Milliarden verloren haben!“

Auf jeden Fall lautet die Lektion, die Millionen Muslime aus der ganzen Welt aus Afghanistan ziehen, dass Durchhaltevermögen im Jihad und Geduld sich auszahlen – genau so, wie der Koran sagt, dass es sein wird. Anders ausgedrückt: Die Rollen sowohl der Taliban als auch der USA haben Muslimen jetzt die Wahrheit des Koran bestätigt – insbesondere, dass Durchhaltevermögen im Jihad immer zum Sieg über die Ungläubigen führt und diese gebrochen zurücklässt, selbst wenn es Jahre und Jahrzehnte dauert.

„Daher sei Allah Dank“, schloss Ghoneim, „dass sie [die Taliban] geduldig und standhaft waren und Allah sie mit dem Sieg über die Ungläubigen-Nationen belohnte.“ Er schloss damit Allah anzuflehen dass die umma, die gesamte muslimische Welt, von den Taliban lernt – von „diesen Helden, die all unserer Köpfe hoch erhoben und die Köpfe der Ungläubigen in Scham niederschlug“.

Deshalb sollten Sie in der absehbaren Zukunft eine erneuerte und unbeirrte Hingabe an den Jihad erleben.

40 Jahre den Islam verkennen

Wann wird die Zeit sein dem zuzuhören, was die Jihadisten uns über ihre im Glauben gründende Feindschaft und Ambitionen erzählen?

Bruce Thornton, FrontPage Mag, 26. August 2021

Das Debakel in Afghanistan ist die erste und tonangebende Folge der spektakulären Inkompetenz des außenpolitischen Teams Biden. Einen festen Termin zum Abzug festzulegen war an sich bereits ein Fehler, der den Taliban signalisierte, dass alles, was sie tun mussten, war uns zu sagen, was wir hören wollten und dann abzuwarten; aber Truppen abzuziehen und die Luftwaffenbasis Bagram aufzugeben, bevor unsere Bürger evakuiert wurden, war vorsätzlich dumm. Das ließ die afghanische Armee wehrlos zurück und überließ den Himmel dem Feind. Das gleiche gilt dafür den Taliban Milliarden an fortschrittlichen Waffen zu hinterlassen. Es ist keine Frage, dass Bidens Name für immer mit einem der schlimmsten militärischen Fehler der Nachkriegsjahre verbunden bleiben wird.

Aber ein älterer Fehler bereitete die Bühne für üble Entscheidungen, die den modernen Jihadismus seit vierzig Jahren stärken – das Versagen die wahre Natur des Islam zu begreifen, wie er seit 1.400 Jahren in Praxis und Doktrin dokumentiert ist. Im Ergebnis haben wir eine illusorische Politik falscher Paradigmen betrieben.

Der erste Fehler war die iranische Revolution 1978/79 und die Entführung unserer Botschaftsmitarbeiter im November 1979 falsch gelesen zu haben. Jimmy Carters untauglicher Reaktion folgte das abgestandene Narrativ antikolonialen Widerstands gegen unsere eigennützige Missachtung der Bestrebungen nach nationaler Selbstbestimmung, politischer Freiheit und Menschenrechte. Unser Verbündeter, der Schah des Iran, fiel trotz der geostrategischen und wirtschaftlichen Bedeutung des Iran Carters naivem Glauben zum Opfer, dass „moralische Prinzipen“ und „Idealismus“ bedeutender seien als militärische Kampfbereitschaft und ein realistischer Wille Gewalt anzuwenden, um unsere nationalen Interessen und Verbündeten zu schützen. Von diesem Paradigma fehlgeleitet, hielt Carter Unterstützung für den Schah zurück; er nahm an, dass ihn eine säkulare Koalition ersetzen würde.

Gefangen im Paradigma neoimperialistischen Widerstands gegen Bewegungen nationalistischer Selbstbestimmung, versäumte Carter es die wahren Ursprünge der iranischen Revolution zu begreifen. In Wirklichkeit war die Revolution ein religiöses Phänomen, eine Antwort auf die Modernisierungs- und Säkularisierungspolitik des Schah wie der Emanzipation der Frauen und den Schutz von Minderheiten wie Juden und Bahai. Ayatollah Khomeini, der Pate der Revolution, machte sein Motiv 1963 deutlich, als er sagte, das Regime des Schah sei „fundamental gegen den Islam selbst und die Existenz einer religiösen Klasse eingestellt“.

Carters Denken fehlt die historische Rolle des Jihad in islamischen Reformbewegungen. Khomeinis Predigten und Bücher, letztere von unseren Sicherheitsdiensten verworfen, waren klar, was die religiöse Verpflichtung zur Schaffung einer politisch-sozialen Klassenordnung auf Grundlage des Islam und des Scharia-Rechts angeht. Nach der Machtübernahme im Iran artikulierte Khomeini die gewalttätige Natur des Jihad: „Der Islam ist für die Ungläubigen eine Religion des Blutes, aber für andere eine Religion der Führung.“ Und sein Ziel ist eine Religion des globalen Triumphs des Islam: „Wir werden unsere Revolution in die ganze Welt exportieren. Bis der Ruf ‚Es gibt nichts Gutes außer Allah‘ überall in der Welt erklingt, wird Jihad sein.“ Solche Äußerungen stimmen mit Koranversen wie „Erschlagt die Götzendiener, wo immer ihr sie findet“, oder „Bekämpft die, die nicht an Allah glauben“, oder „Oh ihr Gläubigen! Bekämpft die Ungläubigen, die in eurer Nähe sind und lasst sie eure Härte finden“, oder „Tötet sie, wo immer ihr sie findet“.

Keine dieser historisch ehrwürdigen Doktrinen scheint in die Gemüter unserer außenpolitischen Experten vorgedrungen zu sein. Nationale Selbstbestimmung und Reformen zur Einrichtung von auf westlichen Prinzipien – Menschenrechte, Trennung von Kirche und Staat, konfessionelle Toleranz, gleiche Rechte für Frauen – gründenden Regierungen wurden zum Ziel unserer Einmischung im muslimischen Nahen Osten.

Diese Überzeugung wurde stärker und nahm nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einen missionarischen Eifer an; dieser Kollaps wurde als Sieg für die westlichen „Regeln auf Grundlage einer internationalen Ordnung“, weltweitem Freihandel, liberaler Demokratie und Menschenrechten interpretiert, von denen angenommen wurde, dass sie allesamt als von allen unterschiedlichen Völkern und Kulturen gewünscht sind. Diese „neue Weltordnung“, wie George H.W. Bush sie nannte, erhielt in den jihadistischen Anschlägen vom 11. September 2001 ihre Antwort, in denen ein Jahrzehnt Anschläge der Al-Qaida auf unsere militärischen Aktivposten und Personal im Ausland gipfelte.

George Bush Jr. reagierte ähnlich mit der Förderung universaler liberaler Demokratie als Antwort auf die Beharrlichkeit des Jihadismus: „Die Vereinigten Staaten müssen Freiheit und Gerechtigkeit verteidigen, weil diese Prinzipien für alle Völker überall richtig und wahr sind. … Amerika muss fest für die nicht verhandelbaren Forderungen der menschlichen Würde einstehen: Rechtstaatlichkeit, Grenzen für die absolute Macht des Staates, freie Meinungsäußerung, freie Religionsausübung, gleiches Recht, Respekt für Frauen, religiöse und ethnische Toleranz und Respekt vor Privateigentum“, wie er 2002 in der Strategie für Nationale Sicherheit schrieb. In seiner Rede zu seiner zweiten Amtseinführung bekräftigte er diesen wilsonartigen Idealismus, den er mit der nationalen Sicherheit verband: „Das Überleben der Freiheit in unserem Land hängt zunehmend vom Erfolg der Freiheit in anderen Ländern ab. Die größte Hoffnung auf Frieden in unserer Welt ist die Ausweitung der Freiheit überall in der Welt.“

Diese naiven Verallgemeinerungen ignorierten oder beschönigten die wesentliche Natur des Islam, die wir in 14 Jahrhunderten Doktrin und Praxis sehen können. Ibn Khaldun, Schriftsteller des späten 14. Jahrhunderts und einer der größten islamischen Historiker und Philosophen, schrieb in Muqaddimah: „In der muslimischen Gemeinschaft ist der heilige Krieg eine religiöse Pflicht, wegen des Universalismus des muslimischen Auftrags und der Verpflichtung jeden zum Islam zu konvertieren, entweder durch Überzeugung oder mit Gewalt.“ Wenn wir muslimische Gruppen wie die Taliban, Al-Qaida, den Islamischen Staat, die Mullahs des Iran oder andere sehen, wie sie in Treue zu diesem traditionellen religiösen Befehl töten und sterben, dann ist es gefährliche Blindheit seitens westlicher Säkularisten zu behaupten, es gebe keine Verbindung zwischen dem Islam und Jihad-Terrorismus.

Doch das ist genau das, was wir schon seit der Administration Clinton tun, als seine Außenministerin Madeline Albright den Islam als „ein Glaube, der Beratung ehrt, Frieden wertschätzt und als eines seiner grundlegenden Prinzipien die ihm innewohnende Gleichheit aller, die ihn annehmen“ bezeichnete. Befragen Sie die verängstigten Frauen in Afghanistan, die verzweifelt den brutalen, auf der Scharia gründenden Gepflogenheiten der Taliban zu entkommen versuchen, zu den Vorstellungen in „innewohnender Gleichheit“. Bill Clinton fuhr denselben Kurs, als er das „tiefste Sehnen aller – in Frieden zu leben“ des Islam behauptete, ein Anspruch, der von 14 Jahrhunderten islamischer Invasion, Besatzung, Plünderung und Versklavung widerlegt wird – alles vom Koran, den Hadithen und muslimischer Rechtslehre und Philosophen wie Ibn Khaldun gerechtfertigt.

Genauso frönte George W. Bush solch ahistorischen Rechtfertigungen: Die „Lehren“ des Islam, verkündete er, „sind gut und friedvoll und diejenigen, die Böses im Namen Allahs begehen, lästern den Namen Allahs.“ Aber was er als „Böses“ bezeichnete, sind für fromme Muslime wie Khomeini oder Osama bin Laden oder die Taliban heilige Pflichten zur Erfüllung des Willens Allahs, damit die ganze Welt den Islam, die einzig wahre Religion, annimmt. Es zeugt von westlicher Arroganz frommen Muslimen zu sagen, was ihre heiligen Schriften tatsächlich aussagen.

Mit einer solchen Tiefe historischer Ignoranz ist es kein Wunder, dass Bushs Versuche eine liberale Demokratie mit westlichen Vorstellungen von individuellen Rechten zu schaffen in Afghanistan auf unfruchtbaren Boden fielen; oder dass Barack Obama und jetzt Joe Biden erpicht darauf sind einen Deal mit Mitgliedern eines Glaubens abzuschließen, der historisch solche Verhandlungen und Verträge mit Ungläubigen als zeitlich begrenzte Zweckdienlichkeiten betrachtet, die verletzt oder verworfen werden können, wenn sie ihr von Mohammed befohlenes Ziel erreicht haben Jihad zu führen „bis der Schrei ‚Es gibt keinen Gott außer Allah‘ in der ganzen Welt erklingt“.

Dieses nutzlose Versagen der Vorstellungskraft, diese Unfähigkeit eine andere Kultur und einen anderen Glauben mit deren eigenen Begriffen zu betrachten, statt sie umzuformen, um unsere eigenen aufzudrücken, ist ein wichtiger Faktor bei dem Desaster in Afghanistan: Tausende Amerikaner sind praktisch Geiseln, Milliarden an Bewaffnung in den Händen eines eingeschworenen Feindes, das amerikanische Prestige zugunsten des Iran, Russlands und Chinas beschädigt und NATO-Verbündete brüskiert. Und vergessen Sie nicht die tausende Afghanen, von denen viele ihren Glauben reformieren und sich mit der Moderne aussöhnen wollten, jetzt aber die Ziele schrecklicher Rache sind.

Die Wahrheit über den traditionellen Islam zu verstehen ist keine Verurteilung eines jeden der 1,6 Milliarden Muslime. Abermillionen von ihnen haben es zweifelsohne geschafft treue Glaubende zu bleiben ohne die sakralisierte Gewalt islamsicher Doktrin und Bräuche zu befürworten. Aber wir wissen nicht, welcher Teil der Ummah – der globalen muslimischen Gemeinschaft – in diese Kategorie gehört. Die Hauptverantwortung unserer Regierung ist der Schutz der Sicherheit und Interessen unserer Bürger und das bedeutet, dass wir weiter auf die muslimischen Traditionalisten konzentriert bleiben müssen, die sehr klar zu diesen Überzeugungen stehen, die unsere Führungspolitiker als ein „Kapern“ des Glaubens oder „Irrlehren“ einer abtrünnigen Minderheit marginalisieren.

Nach 20 Jahren Fehlschlägen in Afghanistan ist es vielleicht an der Zeit dem zuzuhören, was die Jihadisten uns über ihre auf dem Glauben basierende Feindschaft und Ziele sagen. Vielleicht können wir dann den fehlgeleiteten Idealismus vermeiden, der unsere Sicherheit und Interessen gefährdet und tausende muslimischer Reformer einem grausamen Schicksal überlassen hat.

Israel wurde nicht wegen des Holocaust gegründet, sondern wegen jüdischer Wurzeln und moderner Entschlossenheit

Gidon Ben-Zvi. HonestReporting, 19. August 2021

Ein Artikel von Vanessa Gera bei Associated Press vom 16. August mit der Überschrift „Poland keeps ambassador at home amid dispute with Israel (Polen behält Botschafter wegen Disput mit Israel Zuhause) beschreibt den diplomatischen Streit, der durch Warschaus neues Gesetz verursacht wurde, mit dem praktisch verhindert wird, dass Holocaust-Überlebende und ihre Nachkommen ihr von den Nazis beschlagnahmtes Eigentum zurückfordern können.

Der Text hält fest:

Der Streit ist der jüngste, der wegen der Geschichte zwischen Polen, Heimat von Europas größter jüdischer Gemeinschaft vor dem Zweiten Weltkrieg, und Israel ausbrach, das als Zufluchtsort für vom deutschen Diktator Adolf Hitler und seinen Helfen aus Europa getriebene Juden gegründet wurde.

Dieses Zitat ist ein subtiles Beispiel für eine geläufige Fehlvorstellung; nämlich dass der jüdische Staat in Reaktion auf den Holocaust geschaffen wurde, eine Falschmeldung, die selbst im Westen verbreitet ist und die schon vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und danach von der Kongressabgeordneten Rashide Tlaib verbreitet wurde.

Faktencheck: Israel ist nicht das Ergebnis europäischer Schuld wegen des Holocaust

Eindeutig zu erklären, dass Israels Gründung das Ergebnis des Holocaust war, ist ein Trugschluss, auch wenn die Auslöschung von 6 Millionen Juden durch Nazideutschland während des Zweiten Weltkriegs tatsächlich viele Menschen veranlasste mit der Jahrtausende anhaltenden Notlage des jüdischen Volks mitzufühlen. Aber die Vorstellung, dass dies der Hauptauslöser für den schrittweisen Prozess der internationalen Gemeinschaft hin zur Gründung eines jüdischen Staates war, verwechselt Korrelation mit Ursache.

Zu allererst reicht die jüdische Verbindung zum Land Israel mindestens 3.000 Jahre zurück. Das ist keine biblische Mutmaßung, sondern wird von einer Unzahl archäologischer Funde bestätigt.

Im 19. Jahrhundert begann die erste organisierte Welle jüdischer Migration in das, was heute Israel ist. Bereits in den 1880-er Jahren wurde die Grundlage für einen zukünftigen souveränen Staat gelegt. Während des Ersten Weltkriegs, in den letzten Tagen des Osmanischen Reichs, das 400 Jahre lang einen Großteil des Nahen Ostens regiert hatte – darunter des Territorium, das das moderne Israel umfasst – wurde die zionistische Sache von der britischen Regierung akzeptiert.

Um dieselbe Zeit, in der Adolf Hitler als Gefreiter in der Bayrischen Armee diente, gab der damalige britische Premierminister David Lloyd George öffentlich Unterstützung für den Zionismus zum Ausdruck. Am 2. November 1917 wurde mit der vom britischen Außenminister Arthur Balfour ausgegebenen Balfour-Erklärung Londons Politik formell und forderte ausdrücklich die Gründung einer jüdischen Heimstatt.

Es gab eine Vielzahl geopolitischer Überlegungen, die diese historische Entscheidung beeinflussten, darunter die Hoffnung der britischen Regierung, eine solche Erklärung würde während des Ersten Weltkriegs die jüdische Unterstützung der Alliierten in neutralen Ländern einbringen. Zusätzlich begehrte Downing Street 10 das Gebiet, das nur Jahre später das von den Briten regierte Mandat Palästina sein würde, weil es als Landbrücke zwischen den von den Briten beherrschten Territorien Indien und Ägypten diente.

Dennoch war der Glaube an die Gerechtigkeit der zionistischen Sache seitens Lloyd George und vieler anderer Führungskräfte echt.

Das spiegelte sich in dem Abschnitt des sogenannten Beschlusses von San Remo vom 25. April 1920, die offiziell das Mandat Palästina schuf. Der Beschluss wies die „Mandatsmacht“, in diesem Fall die Briten, ausdrücklich an in der neu gebildeten Einheit eine nationale Heimstatt für das jüdische Volk zu schaffen; das basierte im Großen und Ganzen auf der Balfour-Erklärung.

Darüber hinaus wurde der Text der Erklärung als Teil der Grundlage für den Aufbau einer breiten Koalition zur Unterstützung einer jüdischen nationalen Heimstatt in das Mandat des Völkerbundes aufgenommen.

Als diese wichtigen Ereignisse in den frühen 1920-er Jahren stattfanden, war die Nazi-Partei nicht viel mehr als eine unpopuläre Randgruppe.

Den Holocaust nutzen um Israel zu dämonisieren

Die Beförderung der unangebrachten Theorie, der jüdische Staat sei nur ein Nebenprodukt des Völkermords im Zweiten Weltkrieg, hat einen surrealen Bumeraneffekt gehabt und praktisch die Tür für diejenigen geöffnet, die antizionistische Agenden haben, ebenso für Antisemiten, um Holocaust-Sprache und -Symbole zu kapern, um damit Israels Umgang mit den Palästinenser mit dem der Juden durch die Nazis gleichzusetzen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat seinerseits wiederholt die Gaza-Politik des jüdischen Staates mit dem Umgang der Nazis mit den Juden verglichen. Erdoğan hat gesagt: „Wir betrachten den Holocaust auf dieselbe Weise, wie wir die Belagerung des Gazastreifens und die Ausführung der Massaker darin betrachten.“

Am bekanntesten ist vielleicht, dass der ehemalige iranische Präsident und widerwärtige Antisemit Mahmud Ahmadinedschad im Jahr 2007 Israel beschuldigte den Holocaust als Vorwand für „Völkermord“ an den Palästinensern zu nutzen.

Dann gibt es den ehemaligen Londoner Bürgermeister Ken Livingston. 2018 verlängerte die britische Labour Party seine Suspendierung wegen einer Behauptung von 2016, Adolf  Hitler habe in den 1930-er Jahren den Zionismus unterstützt. Livingston behauptete, er habe lediglich „eine historische Tatsache dargelegt“.

Derweil ist die Initiative „Nie wieder, für niemanden“ ein besonders entsetzliches Beispiel, da sie Israel dämonisiert, indem sie dafür eintritt, dass das Mantra „Nie wieder“ – ausdrücklich geschaffen unter Bezugnahme auf die systematische Ermordung von 6 Millionen Juden – auf das palästinensische Volk angewandt wird.

Das große Problem mit cum hoc ergo propter hoc

Die Vereinigung der uralten Verbindung des jüdischen Volks zum Land Israel, die gewaltigen Bemühungen der zionistischen Bewegung einen jüdischen Staat zu gründen und ein komplexes Aufgebot geopolitischer Faktoren sind verantwortlich dafür, dass Israel geschaffen wurde. Und das wäre wahrscheinlich auch geschehen, wenn der Holocaust nie begangen worden wäre.

Mit der fehlenden Erklärung dieser Realität hat Associated Press, deren Arbeit von mehr als 1.300 Zeitungen und Sendern weltweit veröffentlicht wird, ungewollt oder nicht, die beinahe übernatürliche Verwirklichung durch Beharrlichkeit und harte Arbeit des jüdischen Volkes, die Sehnsucht verleumderisch zu einer Art „Trostpreis“ macht –  geschenkt von einer Welt, die vor den Schrecken des Holocaust die Augen verschlossen hat.

Muslimisches Durchhaltevermögen vs. westliche Kurzsichtigkeit: Die wahre Lektion aus Afghanistan

Raymond Ibrahim, 17. August 2021

Osama bin Laden, Mullah Muhammad und Aymon al-Zawahiri

In einem Interview aus dem Jahr 2005 wurde al-Qaidas Ayman al-Zawahiri zum Status von Osama bin Laden, dem damaligen Führer von al-Qaida, und Mullah Omar, dem damaligen Führer der Taliban gefragt – der beiden Männer, die am stärksten in die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf die USA verwickelt waren (bin Laden für die Planung, Omar dafür die logistische Hilfe und Zuflucht zur Verfügung stellte).

Es waren vier Jahre vergangen, seit die USA in Afghanistan einmarschiert waren, die Taliban stürzten und Jihadisten aller Couleur in die Flucht geschlagen hatten; und es gab eine ganze Weile nicht einen einzigen Pieps, weder vom Führer der al-Qaida noch vom Führer der Taliban.

Al-Zawahiris Antwort, die ich für mein Buch The Al-Qaida Reader (2007) übersetzte, ist mir immer im Gedächtnis geblieben. Er sagte:

Jihad auf dem Weg Allahs ist größer als jeder Einzelne oder jede Organisation. Es ist ein Kampf zwischen Wahrheit und Lüge, bis Allah, der Allmächtige die Erde und die auf ihr leben übernimmt. Mullah Muhammad Omar und Scheik Osama bin Laden – möge Allah sie vor allem Übel schützen – sind lediglich zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen der Wahrheit [Islam] und Lüge [Nichtislam] die Zeit überschreitet. (S. 182, Hervorhebung hinzugefügt)

Beachten Sie die Anwendbarkeit – wenn nicht gar prophetische Natur – dieser Antwort im Licht der aktuellen Entwicklungen: Vor zwanzig Jahren marschierten die USA – die einzige Supermacht der Welt – in Afghanistan ein, einem der schwächsten und ärmsten Länder; sie arbeiteten ihre Feinde schnell ab und schlugen ihre Zelte auf, betrieben Nation-Building und importierten „Demokratie“; und schließlich eliminierten sie ihre Erzfeinde, Osama bin Laden und Mullah Omar.

Für viele sorglose westliche Beobachter war es ein uneingeschränkter und durchschlagender US-Sieg.

Und doch … und doch haben die USA zwei Jahrzehnte, Milliarden US-Dollar und tausende amerikanischer Soldatenleben später nichts, was sie vorweisen können, sondern Afghanistan wird eine viel größere Bedrohung werden als je zuvor (nicht zuletzt, weil die Taliban – eine „radikalmuslimische“ Gruppe, die gerade das „islamische Emirat“ Afghanistan ausgerufen hat – amerikanische Waffen und Ausrüstung im Wert von Milliarden eroberten).

Was ging schief? Vielleicht kann der folgende Gegensatz – der eher Diktum – helfen: Während Muslime eine langfristige, geduldige Sicht auf die Geschichte haben, haben Westler eine sehr kurze, kurzsichtige Sichtweise; Muslime behalten ihre Gepflogenheiten bei und warten in Momenten der Niederlage auf den richtigen Augenblick („Wir mögen am Boden liegen – solange wir nicht tot sind, sind wir immer noch im Spiel“), Westler hingegen erkennen dem Vorübergehenden zu viel Bedeutung zu – besonderen Errungenschaften oder Markern in Zeit und Raum.

Ein konkretes Beispiel: Die wilde Euphorie, die die Medien nach dem Tod von Osama bin Laden 2011 im Sturm eroberte. Damals erklärte CNNs Sicherheitsanalyst Peter Bergen: „Bin Laden zu töten ist das Ende des Kriegs gegen den Terror. Wir können das jetzt sozusagen ankündigen.“ Bergen bestand darauf, dass die „ikonische Natur von bin Ladens Persönlichkeit“ nicht ersetzt werden kann und riet weiter: „Es ist an der Zeit weiterzugehen.“

Ein weiterer CNN-Analyst, Fareed Zakaria, versicherte uns: „Das ist ein gewaltiger, verheerender Schlag für al-Qaida, die bereits vom Arabischen Frühling verkrüppelt ist. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass dies im wahrsten Sinne des Wortes das Ende von Al-Qaida ist.“

Und doch … und doch ist ein ganzes Jahrzehnt nach bin Ladens Tod nicht nur sein ursprünglicher Rückzugsort, ein von den Taliban beherrschtes Afghanistan, wieder aktiv, sondern auch al-Qaida.

Warum? Zitieren wir wieder Ayman al-Zawahiri, den Führer der Terrororganisation: „Mullah Muhammad Omar und Scheik Osama bin Laden … sind nur zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen Wahrheit [Islam] und Lüge [Nichtislam] die Zeit überschreitet.

Tötet diesen oder jenen Jihadisten; erobert dieses oder jenes muslimische Land; unterstützt diese oder jene Regierung und importiert diese oder jeden westliche Ideologie oder Art zu regieren – solange der Islam gesund und munter ist, wird auch die „Reise des Jihad“ weiter gehen, selbst wenn er ein unmerklicher Puls unter der Oberfläche ist, der sich nur dann  offenbart, wenn die richtige Zeit gekommen ist.

Darauf können Sie immer wetten.

Die nicht gesehenen Opfer der Jihad-Gewalt

Westler begreifen die Bedrohung ihrer eigenen Sicherheit nicht. Der Grund dafür ist, dass es nicht ins linke Narrativ passt – dass Muslime die Opfer westlich-kolonialistischer Unterdrückung ist. Daher ist ihre Gewalt eine Art gerechtfertigter Widerstand. Op-ed.

Melanie Phillips, Israel National News, 30. Juli 2021

Jihad-Terrorist mit Schwert (Foto: Blog site)

Der Tod von Ruth Pearl im Alter von 85 Jahren erinnert uns einmal mehr an den unaussprechlichen Horror, der Ruth und ihrer Familie heimsuchte und der als besonders entsetzlicher Weckruf für die westliche Welt diente.

Im Januar 2002 wurde ihr Sohn, der Wall Street Journal-Reporter Daniel Pearl, von Al-Qaida entführt und neun Tage später geköpft.

Daniel Pearls (Reuters)

Die Elektroingenieurin Ruth und ihr Ehemann Judea, Professor für Computerwissenschaften und Statistik gründeten die Daniel Pearl-Stiftung, die Menschen aus unterschiedlichen Kulturen über Musikveranstaltungen, Vorträge, Journalismus-Stipendien und andere Aktivitäten zusammenbringt.

Ruths unmittelbare Familienmitglieder, die das Farhoud-Pogrom von 1941 in Bagdad überlebten, bei dem 180 Juden getötet und hunderte weitere verletzt wurden, waren Teil des späteren Massenexodus von Juden nach Israel im Jahr 1951.

Kurz danach starb Ruths Bruder im Kampf für die Israelischen Verteidigungskräfte.

Ein solcher Familienhintergrund mit der jüdischen Erfahrung von Verfolgung und Selbstverteidigung bedeutete, dass Daniel Pearls Aussage in die Videokamera der Al-Qaida kurz bevor er abgeschlachtet wurde sagte: „Mein Vater ist jüdische. Meine Mutter ist jüdisch. Ich bin jüdisch“, einen Nachhall hatte, der seinen Mördern entging.

Dieses abscheuliche Individuum Khalid Scheik Mohammed sagte dem FBI, er glaubte einen Juden zu töten würde machtvolle Propaganda schaffen und seine Mitjihadisten anspornen.

Denn Al-Qaida war nicht nur eine Terrororganisation, die der undurchsichtigen Geopolitik des Nahen Ostens entsprang. Ihre Agenda wurde von Judenhass getrieben.

Judenhass ist in der Tat zentral für das Ziel der Jihadisten den Westen für den Islam zu erobern.

Wie die Hamas-Charta es ausdrücklich formuliert, glauben Islamisten, dass seit der Französischen Revolution alles, was mit der Moderne zu tun hat, die zu zerstören sie gelobt haben, von Juden geschaffen wurde. Sie glauben, dass die Juden hinter allem stecken, was Muslime für schlecht halten und dass die perfekte Welt nur kommen wird, wenn die Juden vom Angesicht der Erde getilgt sind.

Diese psychotische Überzeugung trieb Osama bin Laden in den 1990-ern und den Großmufti von Jerusalem, Haddsch Amin al-Husseini, in den 1930-ern an. Heute treibt er die von der Fatah geführte palästinensische Autonomiebehörde, das iranische Regime und andere jihadistische Organisationen an. Solche Islamisten glauben, dass die Juden den Westen kontrollieren; also muss der Westen angegriffen werden, müssen die Juden angegriffen werden. Aber der Westen hat nie begriffen, welch zentrale Rolle der Judenhass im Denken der Jihadisten spielt.

Daher zäumt der Westen den Nahost-Konflikt komplett von hinten auf. Er glaubt, wenn Muslime Juden hassen, dass weil sie Israel hassen; in Wirklichkeit aber hassen Muslime Israel, weil sei die Juden hassen.

Nach den Lynchmorden an zwei israelischen Soldaten im Jahr 2000, die in Ramallah falsch abgebogen waren, sagte Scheik Ahmad abu Halabaya im Fernsehen von Gaza Stadt: „Es ist verboten in euren Herzen Mitleid für die Juden wo auch immer und in welchem Land auch immer zu haben. Führt Krieg gegen sie, überall, wo ihr euch selbst wiederfindet. An jedem Ort, wo ihr sie trefft, tötet sie.“

So sagte der ägyptische Kleriker Mohammed Hussein Yaqoup 2009 im Fernsehen: „Wenn die Juden Palästina verließen, würden wir anfangen sie zu lieben? Natürlich nicht. … Sie wären Feinde gewesen, selbst wenn sie nichts besetzt hätten … wir werden sie bekämpfen, besiegen und auslöschen, bis nicht ein einziger Jude auf der Erdoberfläche übrig ist.“

Weil sie das nicht begreifen, verstehen Westler das Wesen und das Ausmaß der Bedrohung ihrer eigenen Sicherheit nicht. Das ist so, weil es nicht ins linke Narrativ passt – dass Muslime die Opfer westlicher kolonialer Unterdrückung sind und dass daher ihre Gewalt eine Art gerechtfertigter Widerstand ist, zumindest in den Zielen, wenn nicht gar in seinen Methoden.

Diese Blindheit plagt die Administration Biden. Sie glaubt nicht nur, dass sie mit den völkermörderischen Judenhassern des Iran verhandeln kann. Sie hat auch beschlossen Abdul Latif Nasir aus dem Gefängnis freizulassen, den Al-Qaida-Kommandeur, der 2001 den Taliban half die Buddha-Statuen in Afghanistan zu sprengen.

Nasir, der nach Marokko zurückgeschickt wurde, wo das Polizeisystem von Islamisten kontrolliert wird, ist nicht nur ein tödlich gefährlicher terroristischer Sprengstoff-Ausbilder. Wie Daniel Greenfield berichtet, hat er eine Präferenz des Tötens von Juden zum Ausdruck gebracht und besonderes Lob für Gräueltaten geäußert, bei denen Juden die Ziele waren.

Es sind aber nicht nur die auf Juden zielenden Islamisten, die der Westen ignoriert. Viele Jahre lang hat es mörderische Jihadisten-Attacken auf Christen in Afrika, den Philippinen, Sri Lanka, Syrien, Ägypten und anderen Orten in Entwicklungsländern gegeben.

Nach Angaben eines Berichts von Genocide Watch im letzten Jahr sind seit 2015 in Nigeria 11.500 Christen ermordet worden. Tausende weitere wurden verstümmelt, entführt oder ihnen wurden Häuer und Lebensgrundlage zerstört.

Wie der Barnabas Fund berichtet, der sich für verfolgte Christen in aller Welt einsetzt, ermordeten die Muslime der Fulani in Nigeria Anfang des Juli im mehrheitlich von Christen bewohnten südlichen Bundesstaat Kaduna 28 Christen, als dort etwa 120 Schüler aus einer christlichen Schule entführt wurden.

Dennoch hat dieser anhaltende und grausame Ansturm auf die Christen i praktisch überhaupt keine Berichterstattung in den Medien m Westen erhalten. Der Grund lautet, dass es nicht ins Narrativ des „kolonialistischen“ christlichen Westens passt, der die muslimische Welt verfolgt.

Eine ähnliche Kurzsichtigkeit wird zu islamischen Angriffen auf Christen im Westen selbst zur Schau gestellt. Letztes Wochenende wurde die christliche Predigerin Hatun Tash an Speakers‘ Corner im Hyde Park der britischen Hauptstadt angegriffen. Das ist ein Ort, an dem jeder sich auf eine Kiste stellen kann, um eine Rede zu halten und damit ein ikonisches Symbol der historischen Hingabe Britanniens an die freie Meinungsäußerung.

Hatun ist eine Muslim-Konvertitin zum Christentum und Direktorin der Gruppe Defend Christ Critique Islam; ihr wurde von einem Angreifer das Gesicht aufgeschlitzt; dieser floh. Von Ihrem Angreifer wird vermutet, dass er ein Islamist ist, weil Hatun wiederholt das Opfer solcher Angriffe an Speakers‘ Corner gewesen ist.

Im September 2020 tauchte Bildmaterial eines islamischen Mobs auf, der sie umzingelte und ihr mit Mord drohte. Bei anderen Vorfällen wurde sie von muslimischen Männern geohrfeigt, geboxt und zu Boden geschlagen.

Dennoch haben die britischen Medien über den Messerangriff auf sie am letzten Wochenende auf zurückhaltende Weise berichtet, wenige Details darüber hinaus gebracht festzustellen, dass sie ein Charlie Hebdo-T-Shirt trug.

Dieses Detail ist aufschlussreich. Als Islamisten 2015 in das Pariser in die Büros des Satiremagazins Charlie Hebdo eindrangen und 12 Mitarbeiter ermordeten, machten viele im Westen praktisch die Belegschaft für ihre eigene Ermordung verantwortlich. Der Grund dafür war, dass das Magazin Karikaturen veröffentlicht hatte, die sich über den Gründer des Islam, Mohammed, lustig machten. Und viele westliche Linke pflichten den Muslimen bei, die darauf bestehen, dass Material, das für ihre Religion beleidigend ist, nicht veröffentlicht werden sollte.

Solche Linke nutzen auch die Waffe „Islamophobie“, das Gedankenverbrechen, das die Jihadisten der Muslimbruderschaft als Mittel der Unterdrückung jeglicher Kritik an der muslimischen Welt erfunden haben, egal wie gut begründet diese auch sein mag.

Und damit war Hatun Tash im linken Denken schuldig, eine „unterdrückerische“ Christin, die sich gegen den Islam ausspricht.

Also werden Versuche der Jihadisten die Christenheit weltweit auszulöschen ignoriert. Muslimische Angriffe auf Juden werden wegretuschiert und sogar Reform-Muslime werden als „islamophob“ verleumdet, wenn sie ihre Glaubensbrüder kritisieren. Weil nichts davon ins „Narrativ“ passt.

Und so lehnen diejenigen, die dieses „Narrativ“ im Westen kontrollieren, es ab das Wesen und die Agenda der Leute zu begreifen, die auch hinter ihnen her sind.

Eine zunehmende Zahl Muslime sind jedoch von solchen Exzessen entsetzt und wollen nur in Frieden und Sicherheit leben. Als Großbritanniens ehemaliger Oberrabbiner, der verstorbene Lord Sacks, Judea Pearl fragte, warum er an der Aussöhnung zwischen Juden und Muslimen arbeitet, antwortete der: „Hass hat meinen Sohn getötet. Daher bin ich entschlossen den Hass zu bekämpfen.“

Möge die Erinnerung an Ruth Pearl, ihren ermordeten Sohn und ihren getöteten Bruder ein Segen sein.

Palästina: Ein gefälschtes Konstrukt für Juden hassende Araber

Jonathan Verlin, The American Thinker, 31. Juli 2021

Es gibt kein „Palästina“. Es existiert nicht.

Als anthropologischer Begriff ist „Palästina“ eine Ableitung vom lateinischen Wort „Philistin“, das die Römer im zweiten Jahrhundert prägten. Kurz nach der Bar Kochba-Revolte im Jahr 130 n.Chr. benannten die Römer „Palästina“ nach den Philistern, die, wie einige Forscher glauben, etwa 700 Jahre zuvor verschwanden. Als sie lebten, waren sie Griechen, nicht Araber. Die archäologischen Funde, die früher im letzten Jahrhundert in Heraklion (Kreta) und im Gazastreifen durchgeführt wurden, offenbarten, dass sie griechische Götzen anbeteten und das legt nahe, dass sie kulturelle Griechen waren. Es hat seit mehr als 2.000 Jahren keine wahren ethnischen Palästinenser gegeben!

Geografisch wurde das Gebiet zwischen dem Jordangraben und dem Mittelmeer als „Palästina“ bezeichnet. Aber der Begriff wurde vor der Wiedergründung Israels 1948 nur als geografischer Begriff verwendet. Die „Palästinenser“ waren keine Araber. Die Soldaten, die in dieser Gegend um diese Zeit kämpften, waren Teil der Royal Palestine Legion und fast alle waren Juden. Sie werden feststellen, dass der Originalname der Jerusalem Post „Palestine Post“ war.

„Palästinenser“ waren daher Leute fast aller Religionen, die tatsächlich dort lebten – Juden, Christen und Muslime. Sie wurden alle als „Palästinenser“ betrachtet. In den 1960-er und 1970-er Jahren wurde der Begriff ein Sammelbegriff für alle Araber, weil er ihnen von ihren Führern aus politischen Gründen aufgezwungen wurde. Die meisten dieser Leute, die sich heute „Palästinenser“ nennen, sind in Wirklichkeit Nachkommen von Menschen aus Arabien, die nach Israel einwanderten, oft illegal während des jüdischen Mandats, um einen höheren Lebensstandard zu genießen.

Ontologisch ist „palästinensische“ Theologie in Wirklichkeit jüdisch-christlich. Nur das Judentum und das Christentum kamen historisch aus der Region des Jordan und des Mittelmeers. Im Gegensatz dazu kam der Islam aus Arabien. Er entwickelte sich das Mittelalter hindurch in Ägypten. Der Islam ist keine „palästinensische“ Religion im selben Sinn wie Judentum und Christentum es sind.

Im krassen Gegensatz dazu wurden, wie wir bereits gesehen haben, zehntausende unschuldiger Christen und Juden, oft in ihren Gotteshäusern, von barbarischen islamischen Horden ermordet, denen ihre Stellvertreter von der Linken ständig dabei helfen und die sie ermutigen. Ihre Sympathisanten und sogar die Moderaten sollten sich durchaus bedenken, dass es kein Land in der muslimischen Welt gibt, in dem Christen und besonders Juden dieselben Freiheiten so regelmäßig und in dem Umfang genießen wie Muslime es in Australien, in ganz Westeuropa, den Amerikas und besonders in Israel tun. Das würde ich die Apartheid nennen, die von den großen Anzahlen an Moderaten abgelehnt werden sollte.

Die Geschichte inspiriert die Philosophie und beide bilden die Grundlage ehrlicher Diskussion. Die Linkextreme muss sich informieren!

(Bild über Pixy)