Der Sieg der Hamas ist eine gute Nachricht

Jeff Jacoby, The Boston Globe, 29. Januar 2006

Reaktionen im Westen zum Ausgang der palästinensischen Wahlen letzte Woche kamen meist in einer von zwei Variationen: höchst negativ oder entschieden unentschieden.

Zur ersten Kategorie gehört der italienische Premierminister Silvio Berlusconi, der klagte, dass der Sieg der Hamas über die Fatah ein „sehr, sehr, sehr schlechtes Ergebnis“ sei. In New York erklärte die Anti-Defamation League die Resultate zu einem „schrecklichen Rückschlag für die Region und für die amerikanischen Interessen.“

Aber viele andere bestehen darauf, dass man die Bedeutung der Wahlen nicht kennt, bis die Hamas sich entscheidet, ob sie ihr wichtigstes Ziel aufgibt oder nicht: die Liquidierung Israels und seine Ersetzung durch eine islamistische Diktatur. Wie FBI-Direktor Robert Mueller sagte: „Die Hamas hat die Wahl.“ Es war eine Meinung, die überall ein Echo fand, vom britischen Außenministerium („Die Hamas muss wählen. Wir werden das abwarten müssen.“) bis zur Kommentarseite der New York Times („Die Hamas hat die Wahl zwischen Regieren und Terror“).

Nun, stecken Sie mich in ein drittes Lager: Ich denke, der haushohe Hamas-Sieg ist bei das weitem beste Ergebnis, das man erhoffen konnte.

Ich sage das nicht, weil die Hamas irgendetwas anderes ist als eine Blut getränkte Terrorgruppe, die für die Tötung oder Verstümmelung tausender unschuldiger Opfer verantwortlich ist, sondern weil ihr klarer Wahlsieg ein eindeutiger Realitäts-Check für die Natur der palästinensischen Gesellschaft ist. Und wenn es etwas gibt, das der Westen schlechterdings braucht, dann ist es mehr Realismus und weniger Selbsttäuschung, was die Palästinenser angeht.

Einiges von dieser Selbsttäuschung zeigte sich am Donnerstag im Weißen Haus, als Präsident Bush die palästinensischen Wahlen als „gesunde“ und „interessante“ Übung in ziviler Reform bezeichnete.

„Offensichtlich waren die Leute nicht glücklich mit dem Status quo“, erklärte Bush. „Die Menschen wollen ehrlich regiert werden. Die Menschen wollen öffentliche Dienstleistungen. Sie wollen in der Lage sein ihre Kinder in einer Umgebung aufziehen, in der sie eine anständige Ausbildung bekommen können und Gesundheitsversorgung erhalten. Und so sollten die Wahlen der alten Garde dort in den Palästinensergebieten die Augen öffnen… Ein Gesundheitssystem, das das tut, hat etwas Gesundes. Und so waren die Wahlen von gestern sehr interessant.“

Bitte, Mr. President. Wenn ein Trupp Neonazi-Skinheads in Europa bei einer Wahl an die Macht gespült würde, würden Sie sagen, dass die Wähler “ehrliche Regierung” und “Dienstleistungen” haben wollten? Die Palästinenser sind nicht dumm und es beleidigt ihre Intelligenz vorzugeben, sie würden eine völkermörderische Organisation wählen, die ein Wahlprogramm direkt aus „Mein Kampf“ hat, dann sind sie *wirklich* nur hinter besserer Gesundheitsversorgung her. Islamistischer Extremismus ist nicht nötig, um die palästinensischen Krankenhäuser besser in Ordnung zu bringen als der Faschismus in den 1920-er Jahren gebraucht wurde, um die italienischen Züge pünktlich fahren zu lassen. Wenn die Palästinenser massenhaft eine Partei wählen, die ungerührt für Hass und Massenmord steht, dann kann man sicher wetten, dass Hass und Massenmord etwas mit dem Wahlergebnis zu tun hatten.

Ebenso werden die neuen Pflichten die Hamas sie nicht in eine moderate Gruppe eifriger Staatsdiener verwandeln. Wenn gewalttätige Islamisten politische Macht gewinnen, schmälert das nicht ihre Brutalität und ihren Fanatismus (siehe Ayatollah Khomeini und die Taliban in Afghanistan). Die Annahme, dass die Hamas nun „eine Wahl zu treffen“ hat, ist nur ein weiteres Beispiel für das irrige Denken, dass so weit verbreitet ist, wenn es um die palästinensische Autonomiebehörde geht.

In seinen Worten vom Dienstag ging Bush so weit zu sagen, dass er nicht „sieht, wie man ein Friedenspartner sein kann, wenn man die Vernichtung eines Landes als Teil seines Wahlprogramms vertritt“ oder „wenn eine Partei einen bewaffneten Arm hat“. Daher, sagte er, ist die Hamas „eine Partei, mit der wir uns nicht abgeben werden.“ Wenn das bedeutet, dass die Bush-Administration die neue Hamas-Regierung meiden wird, wie sie einst Yassir Arafat mied, gut und schön. Aber warum wurde mit Mahmud Abbas anders umgegangen? Wie die Hamas vertritt die Fatah – die PLO-Fraktion, die Abbas und Arafat vor 45 Jahren gemeinsam gründeten – Israels Vernichtung in ihrer grundlegenden Satzung. Wie die Hamas hat die Fatah einen „bewaffneten Arm“ – die al-Aksa-Märtyrerbrigaden – der fürchterlicher Terroranschläge schuldig ist. Das Emblem der Fatah zeigt gekreuzte Gewehre vor einer Karte von „Palästina“, die ganz Israel umfasst; auf dem Emblem der Hamas ist die Karte die gleiche, aber die gekreuzten Waffen sind Schwerter. Der einzige wichtige Unterschied zwischen der abgewählten Fatah-Partei und der kommenden Hamas-Führung ist der, dass erstere aus PR-Gründen manchmal vorgaben Israels Existenzrecht anzuerkennen, während die Zweite sich völlig offen der Eliminierung Israels verpflichten.

Das aber ist genau das, warum der Hamas-Erdrutsch eine gute Nachricht ist. Er verstärkt die Klarheit und vertreibt die Illusion. Er macht es schwer sich die unangenehmen Fakten wegzuwünschen, dass nach einem Dutzend Jahren PLO-Misswirtschaft die palästinensische Gesellschaft tief gehend dysfunktional ist, durchdrungen von Hass und Gewalt. Alle aus den willentlich blinden können nun sehen, dass die palästinensische Autonomiebehörde kein „Friedenspartner“ ist. Bis sie entscheidend besiegt und ordentlich entgiftet ist, wird das palästinensische Volk sich niemals des Segens von Freiheit und anständiger Regierung erfreuen. Ironischerweise könnte der Aufstieg der Hamas den letztlichen Ausgang etwas näher gebracht haben.

Zeit zuzuhören

A TIME TO SPEAK, Jahrgang II, Nr. 24, Dezember 2002- Heschvan/Kislev 5763 (nicht mehr online)

Spezial: „Zehn schlechte Gründe für einen palästinensischen Staat“, das ursprünglich Teil der Ausgabe 10 (vom Oktober 2001) war, wurde ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht. Es ist nun auf der Internetseite als separater Eintrag unter dem Titel „Zwölf schlechte Argumente für einen palästinensischen Staat“ zu finden.

“Sie spotten und planen Böses. Aus ihrer Höhe planen sie Falsches zu tun.“
Psalm 73,8

„Manchmal ist es die vordringlichste Aufgabe des Intelligenten, das Offensichtliche zu sagen.“
George Orwell

Es gibt derzeit einen populären Expertenspruch: „Der Nil ist gar kein Fluss in Ägypten“. (Ein Wortspiel: „Denial ain’t just a river in Egypt“, wobei „denial“ auch für „the Nile“ steht, während es eigentlich „Verleugnung“ bedeutet). Dieser kann gut auf all jene angewendet werden, die den Frieden im Nahen Osten dadurch erreichen wollen, dass sie Abgesandte losschicken, Shuttle-Diplomatie betreiben, Pläne entwerfen, Zeitpläne aufstellen, über Resolutionen debattieren, Konferenzen abhalten, Gastfreundschaft an Terroristen verschwenden oder als Solisten, Chor oder Claqueur in einem schlechten Quartett auftreten.

„Leugnung“ ist die Selbsttäuschung oder der Vorwand, dass Frieden dadurch erreicht werden kann, dass man Israel zwingt den arabischen Forderungen nach Territorium, Grenzen, Siedlungen, Rückzügen, Flüchtlingen und allem anderen, das ihnen einfällt, nachzugeben.

Für diejenigen, die bereit sind zuzuhören, machen die Araber selbst so deutlich wie möglich, dass

1) das „Problem“ darin besteht, dass Israel überhaupt existiert,

2) die einzige Lösung die ist, dass Israel zu existieren aufhört, alles Land den Arabern gehören sollte und alle Juden abgeschlachtet, ausgewiesen oder unterjocht werden.

Sie verbreiten diese Botschaft selbst, aber die bekannten Nachrichten-Medien sind nicht geneigt sie weiter zu verbreiten. Diejenigen, die bereit sind zu hören, können jedoch die Botschaft finden. Sie ist so klar und unzweideutig, dass die, die sie ignorieren,

1) sich nicht darum bemühen die grundlegendsten Tatsachen zu erfahren oder

2) nicht begreifen, dass ihre Ideen für Israel tödlich sind oder

3) sich der Wirklichkeit verweigern, um diese Erkenntnis zu vermeiden oder

4) beabsichtigen, dass ihre Konzepte Israel vernichten.

Die Europäische Union und die UNO geben durch ihre eigenen Berichte Zeugnis davon, dass für sie wohl die Erklärung Nr. 3 gilt, da sie durch unbarmherzige Schmähungen, Verleumdungen und Verunglimpfungen Israel als lebensunwürdig darstellen.
* * * * *

„Frieden für uns bedeutet die Vernichtung Israels, nichts anderes.“
Yassir Arafat

„Wir kämpfen nicht, damit ihr uns etwas anbietet. Wir kämpfen, damit ihr ausgelöscht werdet.“
Hassan Massawi, Hisbollah

„Wir werden mit den Schädeln der Söhne Zions [d.h. der Juden] eine Brücke in den Himmel bauen.“
Hamas-Internetseite, Dezember 2002

„Nehmt einigen Leuten den Hass weg und ihr habt Leute ohne Glauben.“
Eric Hofer

Der Journalist Ehud Ya’ari denkt über die Bedeutung der Judeophobie in der populären Unterhaltungsindustrie nach, zu lesen in „The Jerusalem Report“ vom 16. Dezember 2002:

„Reiter ohne Pferd“, der von 14 arabischen Fernsehstationen ausgestrahlte ägyptische Fernseh-Hit, ist nicht die einzige antisemitische Produktion, die jeden Abend während des Ramadan diesen Jahres über die Bildschirme galoppiert… Antisemitismus ist das letzte Wort in der arabischen Unterhaltungsindustrie geworden.

Al-Manar, die aus dem Libanon sendende Fernsehstation der Hisbollah, lässt Dr. Ghazi Hussein reden, der im Studio sitzt und kenntnisreich die typischen Charakteristika der Juden definiert, darunter „Lüge, Verrat und Habgier“… Die Werbung für das Programm schließt Videoclips ein, die versprechen, dass „Israel ausradiert wird“ – mit den entsprechenden Bildern zur Illustration.

Das syrische Fernsehen bringt eine eigen-produzierte dramatische Serie, „Der Zusammenbruch der Legenden“. Ihre zentrale Aussage ist, dass es keine archäologischen Belege gibt, die die Geschichten des Alten Testaments bestätigen; dass die uns heilige Torah nichts als eine Fälschung ist, die von den Rabbinern erstellt wurde; dass sie keine Verbindung zu den Zehn Geboten habe, sondern eine Verfälschung der Geschichte ist, die den Juden einen Anspruch auf das Land Israel verschaffen soll.

… Das palästinensische Fernsehen sendet eine Dokumentationsreihe mit einem einzigen Ziel: den „Mythos“ zu widerlegen, dass je ein jüdischer Tempel in Jerusalem stand und jeden historischen Verweis auf diese Behauptung als einen Akt der Täuschung darzustellen. Die Botschaft lautet, die Juden hätten in der Heiligen Stadt nichts zu suchen.

In der ägyptischen Serie… sehen die Juden aus, als seien sie gerade dem „Stürmer“ entsprungen und benehmen sich wie des Teufels Advokat, intrigieren, sähen Korruption und drücken generell alles aus, was es zur Menschheit an Ekligem gibt.

Die unvermeidliche Folge ist, dass eine bedeutende Anzahl, wenn auch längst nicht alle Mitglieder der jüngeren Generation der arabischen Künstler… freiwillig ihre Dienste angeboten haben, um diese Botschaft zu schärfen und stilistisch zu bearbeiten…: dass es keine Möglichkeit gibt mit den Juden Frieden zu schließen – nicht wegen irgendeiner politischen Auseinandersetzung oder eines Zusammenstoßes über Territorium, sondern weil diese Nation a priori nicht zur menschlichen Rasse gezählt werden kann. [Hervorhebung hinzugefügt] Die jüdische Religion ist eine große, fortgesetzte Lüge und die jüdische Geschichte ist die Frucht einer beständigen Verdrehung der Vergangenheit. Weiterhin bilden die Juden für den Rest der Welt auch in der Zukunft eine Bedrohung.

Seit einiger Zeit frage ich mich mit einigen Kollegen, die ihr Ohr tagtäglich den Stimmen widmen, die von der anderen Seite kommen: Wohin führt diese Kampagne? Immerhin geht es hier nicht um den Rückzug aus den Gebieten oder darum, den palästinensischen Flüchtlingen ein „Rückkehrrecht“ einzuräumen. Es ist vielmehr eine weit gehende, gefährliche Begründung, die die Rechtfertigung einer Massenexilierung der Juden aus Israel liefert – „ethnische Säuberung“ in heutigem Sprachgebrauch; und darüber hinaus gehend baut man eine Rechtfertigung für Völkermord auf!
* * * * *
Juden, die in muslimischen Gesellschaften lebten, wurden von Anfang an dem untergeordneten Status des „Dhimmi“ unterworfen, verbunden mit raffinierter Unterdrückung und Erniedrigung. Dazu gehörten u.a.

– der Zwang, eine ungeheure Kopfsteuer zu zahlen
– die Verweigerung von juristischen und Bürgerrechten
– der Zwang, eine besonderes Kennzeichen zu tragen
– der Zwang, ein „Teufelszeichen“ an ihren Türen zu haben
– der Zwang, die härtesten Arbeiten zu tun
– sie konnten jederzeit entführt und versklavt werden
– das Verbot in einem zweistöckigen Haus zu wohnen, damit sie sich nicht „über“ Moslems auf der Straße befinden konnten
– das Verbot Schuhe zu tragen
– das Verbot auf Pferden zu reiten
– das Verbot im Regen zu gehen, der ihre Verschmutzung auf einen Muslim spritzen könnte

Heute erlebt die arabische Welt, wie die verabscheuten und verachteten Juden einen Staat in ihrer Mitte schaffen, der – trotz all seiner Fehler und Unzulänglichkeiten – frei, lebhaft und blühend ist. Die arabische Welt hat alles versucht, diesen Staat zu zerstören: Kriege, Terrorismus, Blockaden, Boykotte, Propaganda – und trotz der Überlegenheit an Menschen, Ressourcen und Geld ist es ihnen nicht gelungen.

Ein solch althergebrachter und gepflegter Hass, verschlimmert durch diesen Frust, kann durch keine Konzession oder Belohnung gelindert werden, die Israel am Leben lässt.

Sich etwas anderes einzubilden, ist Verleugnung. Etwas anderes zu behaupten, ist Betrug.

Einige der Wurzeln des arabischen Hasses gegen die Juden und Israel werden in Auszügen aus „Arab Muslim Antisemitism“ (Arabisch-muslimischer Antisemitismus) von Andrew G. Bostom im FrontPage Magazine.com vom 25. November 2002 aufgezeigt:

Für die Freunde der Wahrheit ist es eine Pflicht, sich an die vorausgegangene Geschichte zu erinnern, als arabische Sprecher und PLO-Apologeten versuchten den Terrorismus gegen Juden in Israel „in Zusammenhang“ zu bringen und „die israelische Besatzung von 1967“ dafür verantwortlich zu machen. Diese Gewalt begann nicht 1967, noch nicht einmal infolge der Gründung Israels 1948; sie war nie durch geographische Grenzen beschränkt; und ihre Quelle ist nicht politischer Natur.

Wie eine vom PA-Fernsehen gesendete Freitagspredigt aus dem letzten Jahr erklärte: „Gesegnet seien die, die eine Kugel in den Kopf eines Juden schießen… den Feinden Allahs, der im Koran verfluchten Nation, die der Koran als Affen und Schweine bezeichnet…“

Es gab auch eine Zukunftsbotschaft in den Worten des von der PA ernannten Geistlichen: „Allah möge machen, dass die Muslime über die Juden herrschen. Wir werden sie in Hadera in die Luft jagen, wir werden sie in Tel Aviv und in Netanya in die Luft jagen… Wir werden Jerusalem als Eroberer betreten und Jaffa als Eroberer und Haifa als Eroberer und Aschkelon als Eroberer…“ In Bezugnahme auf ein Hadith (eine mündliche muslimische Tradition, die Mohammed und seinen Jüngern zugeschrieben wird) sagt der Prediger, dass die Natur selbst den Muslimen bei ihrer Verfolgung der Juden zu Hilfe kommen wird: „…bis die Juden sich hinter Bäumen und Steinen verstecken werden und der Baum oder Stein wird sagen: ‚Muslim! Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir.’“ [HE: Dem Satz folgt dann in anderen „Predigten“ immer noch: „Komm und töte ihn!“]

[Dr. Bostom erklärt, wie der Mann, den die Briten als geistliches Oberhaupt der palästinensischen Muslime ernannten, fast eine halbe Million Juden auf einen Schlag tötete:]

Hadsch Amin al-Husseini wurde vom britischen Hochkommissariat im Mai 1921 zum Mufti von Jerusalem ernannt… Während der Hezte, die zu der arabischen Revolte von 1929 in Palästina führte, rief er zur Bekämpfung und Abschlachtung „der Juden“ auf – nicht nur der Zionisten. Tatsächlich waren die meisten jüdischen Opfer des arabischen Aufstands von 1929 Juden aus den Jahrhunderte alten „Dhimmi“-Gemeinden (z.B. in Hebron)…

Mit dem Aufstieg des Nazi-Regimes in den 1930-ern intensivierten der Mufti und seine Clique ihre antsemitischen Aktivitäten, um sich Unterstützung von Hitlerdeutschland, bosnischen Muslimen und allgemein der arabischen Welt für den „Jihad“ zur Auslöschung der Juden Palästinas zu sichern…

Er verbrachte den Rest des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und Italien. Aus dieser Zufluchtsstätte sorgte er für aktive Unterstützung der Deutschen, indem er bosnische Muslime und zusätzlich muslimische Minderheiten aus dem Kaukasus für besondere SS-Einheiten rekrutierte. Er wies sie an: „Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet. Das gefällt Allah und der Religion.“

Sein gnadenloses Einreden auf deutsche, rumänische und ungarische Regierungsbeamte verursachte die Rücknahme von schätzungsweise 480.000 Ausreisegenehmigungen, die Juden bereits gewährt worden waren… Das Ergebnis davon war, dass diese Unglücklichen in die polnischen Konzentrationslager deportiert wurden. Ein 1947 der UN-Vollversammlung vorgelegtes Dokument beinhaltet den Brief des Muftis an den ungarischen Außenminister vom 28. Juni 1943 mit der Forderung der Deportation der ungarischen Juden nach Polen; er enthält diese heftige, aussagekräftige Randnotiz: „Als Konsequenz dieser Forderung wurden 400.000 Juden anschließend getötet.“…

Der angesehene Journalist und Schriftsteller David Pryce-Jones hellt den herausragenden Status des Antisemitismus im bitteren Vermächtnis des Muftis auf: „Sein Hass auf die Juden war instinktiv, stammesbedingt; er wünschte sie niederzumähen, ihnen ins Gesicht zu sagen: ‚Nichts als das Schwert wird die Zukunft dieses Landes entscheiden.’ Dass sich das unter Elend und Ruin bewahrheitete, ist Hadsch Amins Denkmal für die Nachwelt.“

Pryce-Jones Einblicke unterstreichen den immensen Einfluss der persönlichen Überzeugungen des Mufti und der Hass erfüllten Botschaften auf die Entwicklung der arabischen und palästinensischen Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Es ist unbestreitbar, dass der bösartige Antisemitismus des Mufti die arabische Politik gegenüber Israel weiter beeinflusst. Es ist nicht überraschend, dass Yassir Arafat, seit er 16 alt war, für den Mufti arbeitete und terroristische Aktionen durchführte. Arafat betrachtet den Mufti immer noch als seinen wichtigsten spirituellen und polistischen Mentor.“
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Wir hofften, es sollte Friede werden, aber es kommt nichts Gutes; wir hofften, wir sollten heil werden, aber siehe, es ist Schrecken da
Jeremia 8,15

„Dieser ungerechte Staat Israel wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat USA wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat Großbritannien wird ausradiert werden.“
offizielle Predigt in einer PLO-Moschee

In einem Interview mit dem PLO-Fernsehen erzählt die Mutter zweier Terror-Bomber der jüngsten Vergangenheit von ihrer Pilgerreise nach Mekka und ihren dortigen Gebeten. Ihre Gefühle werden so oft von anderen Eltern wiederholt, dass sie nicht als selten oder als Verirrung betrachtet werden können. Der Bericht stammt von Palestinian Media Watch, 12. Dezember 2002:

[Mein zweiter Sohn] wurde Shahid [Selbstmord-Bomber], als er 20 Jahre alt war. Bevor ich meine Pilgerreise [nach Mekka] machte, legte er seine Hände auf meinen Kopf und sagte: „Sei ruhig, Mutter, sei ruhig, das ist mein Wunsch. Bete für mich, dass ich ein Shahid sein werde [für Allah sterbe].“ Als ich die Runde in Mekka und Medina ging, schwor ich Allah, dass ich für ihn betete … und sagte: „Preis sei Allah, meine Kinder wollen Märtyrer sein und das ist ein besserer Tod als wir ihn haben werden, wenn wir sterben. Ihr Tod ist für Allah, Tod für unser Land, Tod für unser Jerusalem.

Ich haben einen Wunsch für alle israelischen Mütter, für alle Israelis: Sie sollen sich nicht erholen können, sie sollen nicht friedlich schlafen können, sie sollen immer Albträume haben, Tag und Nacht, wohin immer sie gehen und was immer sie tun… nicht nur wegen Bomben und Anschlägen, sondern Albträume Tag und Nacht. Sie sollen davon träumen, wie das palästinensische Volk sie tötet und sie in die Luft jagt. Sie sollen nicht entspannen und nicht schlafen können. Nicht sie und nicht ihre Söhne, nicht ihre Kinder, auch nicht die israelische Armee. Die sollen nicht in der Lage sein mit dem Bus zu reisen, keinen Panzer fahren, nicht einmal mit dem Fahrrad fahren können. Wo immer sie sich hin wenden, die Israelis sollten [jemanden] sehen und sagen: „Vielleicht ist das ein Palästinenser.“ …

Kein Israeli, wer auch immer, sollte in Ruhe leben können. Selbst in ihrem Schlaf werden sie Albträume haben. Wir werden sie Tag und Nacht in die Luft jagen, wo immer sie hin gehen. Und ich als die Mutter zweier Märtyrer, wenn ich Israelis sehe, dann werde ich mich unter ihnen in die Luft sprengen.“

Der Kommentar des Interviewers: „Natürlich sind wir immer sehr stolz auf alle unsere Märtyrer.“

Hassa Nasrallah, Hisbollah-Chef, am 15. November 2002 (von MEMRI übersetzt):

Wir betrachten Amerika als einen Feind der islamischen Nation, haben aber bisher noch keine direkten militärische Aktionen durchgeführt.

Die Nation hat den Gebrauch von Selbstmordanschlägen aufgenommen, ohne den Akt des Selbstmords ist der Kampf bedeutungslos. Die amerikanische Regierung und die Experten in Amerika und Israel wie auch die Generale waren nicht in der Lage, das Konzept des Selbstmords und die Waffen der Selbstmordangriffe zu eliminieren.

… Wir müssen dafür arbeiten, das Konzept des Todes für die Verwirklichung von Allahs Weg wie auch den Akt des Selbstmords in der [islamischen] Nation zu verbreiten um unser Land zu beschützen.“

Aus einer offiziellen Predigt in einer PLO-Moschee, die vom PLO-Fernsehen gesendet wurde. Der Bericht stammt von PMW (Palestinian Media Watch) vom 11. Dezember 2002:

Preis sei Allah, der [die Juden] verflucht hat, die Brüder von Affen und Schweinen, mit einem Strom von Flüchen, der weiter gehen wird, bis die Toten auferstehen. Er hat uns vor ihrer Bösartigkeit und ihrer Arroganz gewarnt… Die Juden sind Juden und uns ist es verboten ihre Charakterzüge auch nur einen Augenblick zu vergessen…

O [muslimische] Diener Allahs! … Wir sind die Gläubigen der Wahrheit und im wahren Glauben. Allah liebt die, die für ihn kämpfen. Allah sagt zu den Juden und den Götzenverehrern: „Euer Gott hat erklärt, dass er bis zur Wiederauferstehung mit Sicherheit gegen sie [die Juden] alle [Araber und Muslime] schicken wird, die sie mit furchtbare Qualen betrüben werden.

… Mohammed warnte uns strengstens vor ihnen. Er sagte, nachdem er sie aus Arabien vertrieben hatte, … dass [Muslime] die mit der Wahrheit sind und die Juden nur Falschheit haben.“
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Seit Beginn des „Olso-Friedensprozesses“ haben PLO-Führer zugegeben, dass dieser ein Trick ist, geschaffen um Israel für den letzten, Tod bringenden Schlag zu schwächen [vgl. Ausgabe 4]. Die PLO hat nie ihre Charta geändert, die immer noch als Grund ihrer Existenz die Zerstörung Israels definiert. Nun wollen einige Meinungsmacher im PLO-Land den Vorwand fallen lassen, dass die PLO eine Koexistenz mit Israel anstrebt. Auszüge aus dem Bericht von Khaled Abu Toameh aus der „Jerusalem Post“ vom 15. Dezember 2002:

Rund 70 prominente palästinensische Personen haben eine Petition unterzeichnet, die die Autonomiebehörde aufruft, die Oslo-Vereinbarungen zu aufzuheben.

Dies ist das erste Mal, dass eine so große Gruppe weithin respektierter und einflussreicher Palästinenser eine solche öffentlichte Forderung nach Abschaffung der Oslo-Vereinbarungen und zur „Option des Widerstands“ gegen Israel veröffentlicht hat.

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören Mitglieder des Palästinensischen Legislativrats und des palästinensischen Nationalrats, wie auch Universitäts-Lehrer, Akademiker, Juristen, frühere Bürgermeister, Ärzte, politische Aktivisten, Arbeiter, Mitglieder der Studentenverbindungen und Geschäftsleute.

„… Wir rufen die arabischen Staaten und ihre Führungen auf, vornehmlich die Autonomiebehörde, die Oslo-Vereinbarungen zurückzuweisen“, heißt es in der Petition… Wir rufen auch zur Zurückweisung separater und bilateraler Vereinbarungen auf, die uns gegen unseren Willen zur Befreiung und [gegen] die arabische Solidarität aufgedrängt werden.“

Die Petition beschwört die PA den Schaden zu reparieren, der aus den Oslo-Vereinbarungen entstanden ist und „den nationalen Willen zum Widerstand zu vereinigen“.
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Der saudische Innenminister, Prinz Nayef Ibn Abd Al-Aziz, behauptet, dass „die Zionisten“ hinter dem Terrorismus des 11. September stecken. Aus einem Interview mit einer kuwaitischen Zeitung, wie MEMRI am 3. Dezember 2002 berichtete:

Prinzi Nayef betonte, dass die Beziehungen zwischen der saudischen und der US-Regierung stark sind, trotz der zionistisch kontrollierten Medien, die die Vorfälle des 11. September manipulierten und die öffentliche Meinung in den USA gegen die Araber und den Islam richtete. Prinz Nayef sagte: „Wir setzen große Fragezeichen und fragen, wer die Ereignisse des 11. September beging und wer vo ihnen profitierte. Wer profitierte von dem Geschehen am 11.9.? Ich denke, sie [die Zioinisten] stecken hinter diesen Ereignissen.“…
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Die IDF (Israel Defense Forces – israelische Verteidigungskräfte) zahlt Entschädigungen an palästinensische Araber, denen sie – auch unabsichtlich – Schaden zugefügt hat. Wie diese Praxis ausgenutzt werden kann, wird in einem Bericht vom 10. Dezember 2002 aufgezeigt:

Verschiedene Palästinenser bezeugten, dass sie gefälschte Ansprüche gegen die IDF eingereicht haben, wegen Verletzungen, die sie nach eigenen Angaben erhielten. Sie wollten so Entschädigungen von Israel erhalten. Sie sagen auch, dass viele andere Palästinenser in der Vergangenheit solche falschen Ansprüche gestellt haben.

… Ein Verdächtiger sagte gegenüber Sicherheitsquellen vor einigen Monaten aus, dass er behauptete, von Steinen verwundet worden zu sein, die von palästinensischen Kindern auf IDF-Soldaten geworfen wurden. „Also ich dort stand, wurde ich am Kopf von einem Stein getroffen, der von einem der Kinder nicht weit genug geworfen wurde.“ Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort sagte ihm ein Arzt, dass er ein Beschwerdeformular erhalten würde, das die IDF verantwortlich machen würde und das es ihm ermöglichte Schadensersatzansprüche vom Staat Israel zu verlangen.

Der Verdächtige sagte, dass Dr. Zahar, der ihn wegen seiner Verletzungen behandelte, ihn überzeugte eine falsche Beschwerde einzureichen; er sagte ihm, dass so etwas schon häufig gemacht worden war.

Ein weiterer palästinensischer Verdächtiger fiel am 26. Oktober 2002 die Treppe in seinem Haus hinunter und brach sich ein Bein. Nach der Aussage des Verdächtigen überzeugte ihn sein Nachbar eine falsche Beschwerde einzureichen, in der er behauptete, die Verletzung sei das Resultat von Schlägen, die ihm IDF-Soldaten zufügten. Dies, so sagte ihm sein Nachbar, würde bedeuten, dass er Entschädigung beanspruchen könnte.

… Der Verdächtige tat, was sein Nachbar vorschlug. Er erhielt ein medizinisches Formular, das er von IDF-Soldaten geschlagen worden sein, reichte Beschwerde ein und erhielt $200. Er fügte hinzu, dass er viele andere Palästinenser kannte, die ähnlich gefälschte Ansprüche erhoben. Er betonte, dass das Ziel war, von Israel so viel Geld wie möglich durch Entschädigungen zu bekommen.

„Ich hörte, dass es viele Leute gab, die ähnlich falsche Ansprüche angemeldet hatten. Es gibt Leute, die Zuhause verletzt wurden und bei Ankunft im Krankenhaus behaupteten, dass Soldaten sie geschlagen hätten. Israelische Soldaten verletzten sie nicht. Sie wurden in Unfällen wie einem schlimmen Sturz verletzt, wie in meinem Fall. Das Ziel ist, Entschädigungszahlungen von Israel zu erhalten.“

[Kommentar: Diese Opfer sind in den neuen Zählungen der Medien der durch die Juden verwundeten Araber enthalten.]
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Es ist Brauch, am muslimischen Feiertag Eid al Fitr den Kindern Geschenke zu geben. Dieses Jahr war ein beliebtes Geschenk zu dieser Gelegenheit eine Osama bin Laden-Puppe.

 

Das Problem ist nicht der Islamische Staat, sondern islamischer Hass

Raymond Ibrahim, 10. Mai 2017 (FrontPage Magazine)

Eine Lüge verbirgt die Wahrheit. Und hässliche, aber verborgene Wahrheiten haben nie eine Chance eingestanden, angegangen und gebessert zu werden. Wegen dieser einfachen Binsenwahrheit hat eine der größten Lügen unserer Zeit – dass im Namen des Islam begangene Gewalt nichts mit dem Islam zu tun hat – einen eigentlich schwachen Islam zur Geißel der modernen Welt gemacht, ohne das es ein Zeichen der Erleichterung am Horizont gibt.

Daher ist es nützlich die von den Lügnern in Regierung, Medien und akademischer Welt verwendeten Hauptstrategie zu entlarven: 1) die arttypischen, aber chronischen täglichen Berichte über muslimische Gewalt gegen Nichtmuslime rund um den Globus werden ignoriert; 2) nur spektakuläre muslimische Gewalt werden angesprochen, die dann, weil sie fast immer von professionellen Jihadistengruppen begangen werden, als begrenzte, zeitweilige, örtliche Probleme dargestellt werden können: Besiegt diese bestimmte „Terrorgruppe“ und das Problem verschwindet.

Als Beispiel brachten Sie bitte die islamischen Angriffe auf christliche Kirchen. Letzten Monat, als zwei ägyptische Kirchen mit Bomben angegriffen wurden, was zu 51 Toten Gläubigen führte, stellte jedermann rasch heraus, dass etwas namens „ISIS“ – das natürlich „nichts mit dem Islam zu tun hat“ – dafür verantwortlich war.

Ostersonntag 2016 wurden fast 5.000km von Ägypten entfernt in Pakistan rund 70 Christen bei einem Bombenanschlag getötet, der sich ausdrücklich gegen Osterfeiern richtete. Damals wurde uns erzählt, dass etwas namens „Taliban“ – hat ebenfalls nichts mit dem Islam zu tun – dafür verantwortlich war.

Derweil werden rund 5.000km westlich von Ägypten, in Nigeria, Christen ebenfalls angegriffen. Dort sind 11.500 Cristen getötet und 13.000 Kirchen zerstört worden. Nach Angaben der offiziellen Darstellung ist etwas namens „Boko Haram“ dafür verantwortlich. Das ist eine weitere Gruppe, die gewohnheitsmäßig an Weihnachten und Ostern Kirchen bombardiert; eine weitere Gruppe, von der uns erzählt wird, das sie „nichts mit dem Islam zu tun hat“, sondern ein begrenztes, zeitweiliges und örtliches Problem ist: Besiegt sie und das Problem verschwindet.

Das Problem besteht nicht nur darin, dass die Lügner in den Medien, der Regierung und der akademischen Welt es ablehnen die Zusammenhänge herzustellen und darauf bestehen jede der erwähnten Gruppen als eigene, eingeschränkte Gruppe mit unterschiedlichen „politischer“ oder „territorialer“ Motivation zu behandeln – wovon nichts mit dem Islam zu tun hat. Das größere Problem ist: Gewöhnliche Muslime, die nicht „ISIS“, „Taliban“, „Boko Haram“ oder „Al-Qaida“ genannt werden, begehen ähnliche Taten – und das regelmäßiger – obwohl dies von den Großen Medien selten erwähnt wird, damit die Leute nicht anfangen die Zusammenhänge herzustellen.

Folglich sind, obwohl ISIS den Bombenanschlag vor Ostern auf eine Kirche für sich beanspruchte, sind es gewöhnliche ägyptische Imame, „die der Öffentlichkeit über Lautsprecher Hass und Gewalt gegen Christen predigen“; es sind gewöhnliche Muslime, die „alle zwei oder drei Tage“ Christen verfolgen; gewöhnliche Muslime, die Muslime randalieren und töten, wann immer ein Gerücht aufkommt, dass eine Kirche gebaut werden soll oder dass ein junge Kopte Mohammed „lästerte“ oder dass ein Christ mit einer muslimischen Frau ausgeht. Kurz gesagt: Es sind gewöhnliche Muslime – nicht ISIS – die dafür sorgen, dass Ägypten der schlimmste Staat des 21. Jahrhunderts ist, um dort als Christ zu leben.

Gleichermaßen sind es, auch wenn die Taliban die Osterbomben von 2016 für sich reklamieren, gewöhnliche Muslime, die in Pakistan Christen fast täglich diskriminieren, verfolgen, versklaven, vergewaltigen und ermorden, was diesen Staat zum viertschlimmsten der Welt macht, um dort als Christ zu leben. Und obwohl Boko Haram immer für die spektakuläreren Anschläge auf Christen und ihre Kirchen verantwortlich gemacht wird, sind es gewöhnliche Muslime, einschließlich muslimischer Fulani-Hirten, die Nigeria zum zwölftschlimmsten Staat macht, um dort als Christ zu leben.

Das ist das wahre Problem. Während die Medien die Terrorgruppen als Verantwortliche für besonders spektakuläre Anschläge nennen mögen, werden wenige zugeben, dass Muslime allgemein überall in der Welt ähnliche Gewalttaten und Intoleranz gegen Nichtmuslime betreiben. In der Tat sind Muslime – aller Rassen, Nationalitäten, Sprachen und soziopolitischen und wirtschaftlichen Hintergründe, kaum nur „Terrorgruppen“ – verantwortlich für die Verfolgung von Christen in der 50 schlimmsten Staaten der Welt dafür Christ zu sein. Entsprechend ist, was „extremistische“, „terroristische“ und „militante“ Gruppen tun, nur die auffällige Spitze des Eisbergs dessen, was Muslime überall auf der Welt tun. (S. die Berichte „Muslim Persecution of Christians[1], die ich seit Juli 2011 jeden Monat zusammenstelle und die die pausenlose Diskriminierung, Verfolgung und Blutbad bezeugen. Jeder monatliche Bericht enthält Dutzende Gräueltaten, von denen die meisten rund um die Uhr berichtet würden, würden sie von Christen an Muslimen verübt.)

Es ist es wert wiederholt zu werden: Die Medien decken den Islam nicht nur, indem sie vorgeben, die von islamischen Gruppen gegen Nichtmuslime verübten spektakulären Anschläge seien begrenzt, lokal und überaus unbedeutend, „haben nichts mit dem Islam zu tun“. Sie decken den Islam, indem sie nicht über die tagtägliche Verfolgung von nicht muslimischen Erfahrungen durch die Hände gewöhnlicher Muslime – muslimischer Einzelpersonen, muslimischer Mobs, muslimischer Polizei und muslimischer Regierungen (einschließlich Amerikas engster „Freunde und Verbündeter“) – und kaum nur muslimische „Terroristen“. Sie wagen es nicht die Zusammenhänge herzustellen und ein ganzheitliches Bild anzubieten, das dies nicht nur diese oder jene Gruppe anklagt, sondern den Islam allgemein.

Entsprechend muss die Welt weiterhin unter islamischer Aggression leiden. Diese Lügen haben nict nur erlaubt, dass in der muslimischen Welt zahllose Unschuldige in Vergessenheit verfolgt wurden, sondern sie haben erlaubt, dass dieselbe Verfolgung in Amerika und Europa Einzug hält, in jüngster Zeit über Massenimmigration.

Die Tatsache bleibt: Eine hässliche Wahrheit muss erst einmal eingeräumt werden, bevor sie behoben werden kann. Es mag schwer sein eine hässliche Wahrheit zuzugeben – dass der Islam, nicht der „radikale Islam“ Hass auf und Gewalt gegen Nichtmuslime fördert – aber alles darunter wird einfach nur weiter die Lüge nähren, hießt: weiterhin Jihad und Terror nähren.

Kurz gesagt: Das Problem besteht weniger im „Islamischen Staat“; es besteht im islamischen Hass. Ersterer ist nur eine der vielen zweitweise vorhandenen und historischen Erscheinungsformen des Letzteren, der als integraler Teil des Islam Zeit und Raum überschreitet.

[1] Verfolung von Christen durch Muslime

Eine kleine Ungenauigkeit richtiggestellt

„Palästina gibt es nicht“, heißt es gerne, weil „das der römische Name für Israel war“.

Das stimmt so nicht.

Der römische Name für das Land Israel war Ivdaea (Judäa), wie auf der Münze unten zu sehen ist.

„Palästina“ kommt aus dem Griechischen, Παλαιστίνη (Palaistinê) und ist die griechische Übersetzung von ארץ ישראל (Eretz Yisrael, das Land Israel). Dieses wurde von den Römern in Palestina latinisiert, im Deutschen „Palästina“.

Das hat nichts mit den Philistern zu tun. Das Land der Philister hieß Γη των Φιλισταίων (Gi̱ to̱n Filistaío̱n), auf Latein „Philitsia“.

Wer das nicht glaubt, kann Google Translate oder ein anderes Programm nutzen und „Ringkämpfer“ ins Griechische übersetzen lassen. Das Ergebnis lautet παλαιστής (Palaistês). Somit ist Παλαιστίνη (Palaistinê – Palestine) das Land der Ringer (der Ringenden) – Eretz Yisrael.

Noch eine Anmerkung dazu: Nach dem Großen Aufstand (66-73) prägte Titus eine gewaltige Anzahl an Münzen mit der Aufschrift „IVDAEA CAPTA“ (Judäa [ein]genommen). Und man betrachte das Symbol für Judäa – es war eine Palme.

(Idee/Hintergrund: Dani Renan, Facebook, 10.05.2017)

Zu Arafats Rede vom 15. Mai 2002 (2)

Yassir Arafat hielt am 15. Mai 2002 eine weithin beachtete Rede. In dieser Rede – so berichteten unsere Medien – kündigte er Reformen in der PA und Wahlen an. Das wurde besonders hervor gehoben. Aber was hat er tatsächlich gesagt? (Abgesehen davon, dass er in der Folgezeit vor allem darauf hinwies, dass Wahlen nur stattfinden könnten, wenn die Israelis abziehen – als wenn das etwas miteinander zu tun hätte!). Aaron Lerner ist der Meinung, dass Washington die Analyse der Rede verpfuscht.

Washington verpfuscht die Analyse der Rede Arafats – mal wieder

Das Weiße Haus sagte heute, dass die Rede des Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde heute in Ramallah „positiv“ war.

In der Rede setzte Arafat die Regeln für die Fortführung des Krieges gegen Israel: „Wir haben in der Vergangenheit verkündet und wir wiederholen es heute, dass wir alle Arten von Operationen ablehnen, die israelische Zivilisten angreifen“ – militärische Ziele (und in der Vergangenheit schloss das Highschool-Schüler ein, da sie „fast“ in der Armee sind) und Siedler bleiben Freiwild. Es sollte angemerkt werden, dass es für Staaten im Krieg typisch ist zu behaupten, sie hätten nicht vor, auf die Zivilbevölkerung des Feindes zu zielen – Arafats „positive“ Erklärung geht nicht weiter als bis da hin.

Zusätzlich spielte Arafat im Verlauf der Diskussion der Vereinbarung, die er mit Israel erreichen will, auf die Vereinbarung von Hudabiyya an (Kanal 2 des israelischen Fernsehens strahlte zwei Fälle aus – aus unerfindlichen Gründen ignorieren das die meisten Berichte über die Rede). Die Vereinbarung von Hudabiyya war ein 10-jähriger Friedensvertrag zwischen Mohammed und dem Stamm der Qureish. Nach zwei Jahren, als Mohammed sein militärische Position gestärkt hatte, zerriss er die Vereinbarung und schlachtete die Qureish ab. Saladin war der muslimische Führer, der – nach einem Waffenstillstand – den Jihad gegen die Kreuzfahrer erklärte und Jerusalem eroberte.

Glaubt Washington wirklich, dass es „positiv“ ist, wenn Arafat – in grober Verletzung von Oslo – lediglich Einschränkungen für Angriffe auf israelische Zivilisten innerhalb der Grünen Grenze auferlegt (und selbst diese nur, weil sie schlechte PR darstellen)?

Glaubt Washington wirklich, dass es „positiv“ ist, wenn Arafat seinem Volk erzählt, dass er einen zeitlich begrenzten Handel mit Israel schließen will, der auf den Müll geworfen wird, sobald sich eine Gelegenheit ergibt Israel zu zerstören?

Und schließlich: Wann wird Washington sich hinsetzen und die Bedeutung dessen, was Arafat sagt, studieren, bevor es aufspringt um ihm zu applaudieren?

Der Mythos vom palästinensischen Mandela

Einer der populärsten Palästinenserführer ist ein erbarmungsloser Mörder. Kann er auch der Erbe des größten Friedensstifers Südafrikas sein?

Dexter van Zile, The Tower, April 2017

Eines Tages wird Mahmud Abbas, der jetzt in seinen frühen 80-ern steht, seine Amtszeit als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde beenden, ob nun durch Exil, Ruhestand oder Tod. Danach wird es natürlich einen Kampf um seine Nachfolge geben.

Ein möglicher Nachfolger ist Marwan Barghouti, ein PA-Offizieller, der zur Zeit wegen seiner Beteiligung an der Ermordung von fünf Israelis während er Zweiten Intifada in einem israelischen Gefängnis eine mehrfach lebenslängliche Haftstrafe verbüßt.

Im November 2014 forderte Barghouti einen Aufstand gegen Israel, der bei Befolgung vermutlich viele Israelis und Palästinenser getötet hätte. Trotzdem wird Barghouti regelmäßig als ein „palästinensischer Nelson Mandela“ beschrieben. Mandela verbrachte natürlich viel Jahre im Gefängnis, bevor er das Vertrauen seiner Gegner gewann und schließlich Präsident von Südafrika wurde. Als Präsident erreichte Mandela eine gewisse Versöhnung zwischen Schwarzen und Weißen und ist dadurch als eine Art säkularer Heiliger verehrt worden, ähnlich wie Mahatma Gandhi und Martin Luther King Jr. John Carlin, Autor von Invictus: Nelson Mandela and the Game that Made a Nation, das 2009 bewegend verfilmt wurde, beschrieb Mandela als „den Anti-Hitler“.

Carlins Buch beschreibt, wie Mandela den Sieg der südafrikanischen Nationalmannschaft (die „Springböcke“ genannt werden) bei der Rugby-Weltmeisterschaft 1995 nutzte, um das Land zu einen. Es war eine gewaltige Leistung. Schwarze Südafrikaner hielten es während der Apartheidzeit mit den Gegnern der Springböcke, weil sie als Mannschaft historisch aus Buren zusammengesetzt wwar, die von den schwarzen Südafrikanern als ihre Erzfeinde betrachte wurden. Dennoch war Mandela in der Lage das zustandezubringen. Als die Springböcke gewannen, feierte das gesamte Land.

„Mandela meisterte, mehr als jeder sonst Lebende (und recht wahrscheinlich Tote) die Kunst Freundschaften zu schließen und Menschen zu beeinflussen“, schrieb Carlin. „Egal, ob jemand in der extremen Linken oder der extremen Rechten begann, ob sie Mandela früher fürchteten, hassten oder bewunderten, jeder, den ich interviewte, hatte das Gefühl von seinem Beispiel erneuert und verbessert worden zu sein. Sie alle schienen, wenn sie von ihm sprachen, zu leuchten.“

Die Vorstellung, dass Barghouti – oder sonst irgendein politischer Führer der palästinensischen Gesellschaft – in der Lage ist die Rolle zu spielen, die Mandela spielte, ist an den Haaren herbeigezogen, dennoch hat sie ihre Anhänger. Einige europäische Parlamentarier haben Barghouti zum Beispiel für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

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Eine Statue Nelson Mandelas vor der südafrikanischen Botschaft in Washington DC
(Foto: Ted Eytan/flickr)

Einer der leidenschaftlichsten Befürworter des Themas Barghouti-als-Mandela ist Ahmed Kathrada, ein vor kurzem verstorbenes Mitglied des Afrikanischen Nationalkongresses, der 2013 die Robben-Island-Erklärung schrieb, einen Text, der Barghouti als „den prominentesten und berühmtesten palästinensischen politischen Gefangenen, ein Symbol der Suche des palästinensischen Volks nach Freiheit, eine einigende Gestalt und einen Fürsprecher von Frieden auf Grundlage des Völkerrechts“ beschreibt.

Die Erklärung fordert Barghoutis Freilassung – und die Freilassung tausender anderer Häftlinge in israelischen Gefängnissen – als notwendige Voraussetzung eines friedlichen Endes des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. „Einer der wichtigsten Indikatoren der Bereitschaft mit deinem Gegner Frieden zu schließen ist die Entlassung aller politischen Gefangenen, ein machvolles Signal der Anerkennung der Rechte eines Volks und der gerechtfertigten Forderungen nach Freiheit“, heißt es darin.

Die in Kathradas Erklärung impliziterte Botschaft lautet, dass Barghouti dieselben Führungsqualitäten hat wie Mandela und als Ergebnis irgendwie in der Lage sein wird Frieden zu erreichen, wie Mandela es tat, wenn nur Israel ihn freilassen und ihn seine Zauberkraft nutzen lassen würde. Darüber hinaus unterstellt er, dass die Last zu Veränderung bei den Israelis liegt, die Barghouti freilassen müssen, wenn sie wirklich Frieden wollen.

Was Verfechter der Vorlage des „palästinensischen Mandela“ nicht einräumen können: Wenn eni palästinensischer Mandela auftauchen würde, dann würde er mehr Forderungen an die Palästinenser haben als an die Israelis, so wie Nelson Mandela den schwarzen Südafrikanern, die ihm folgten, mehr abforderte als den weißen Südafrikanern, mit denen er Frieden schloss. In fortgesetzten Bemühungen das Vertrauen der Weißen zu gewinnen, verlangte Mandela, dass die Schwarzen Hirngespinst von deren Vertreibung aufgaben. Er forderte, das schwarze Südafrikaner ihre weißen Gegenüber als verletzliche menschliche Wesen betrachteten, deren Vertrauen und Kooperation notwendig waren um Frieden zu erreichen.

Als erstes machte er das mit seinen Mitgefangenen auf Robben Island; er forderte, dass sie anerkennen, „dass tief in Inneren alle Wächter verletzliche menschliche Wesen waren“, schrieb Carlin. Ja, er forderte Respekt und Würde für schwarze Südafrikaner, aber er forderte auch, dass sie die Weißen genauso behandelten.

„Er zerquetschte seine Feinde nicht“, erklärte Carlin. „Er wollte sie nicht erniedrigen. Er wollte nicht, dass sie mit gleicher Münze zurückzahlen. Er wollte, dass sie ihn mit schlichtem, ganz normalem Respekt behandelten.“

Mandela hatte zudem die Weitsicht und den Mut zu fordern, dass der Afrikanische Nationalkongress seine Sichtweise der weißen Südafrikaner als europäische Kolonialisten aufgibt, die kein Recht haben in Afrika zu leben. „Damit Mandela diese Ansicht ändern konnte, musste er erklären, dass die Afrikaners genauso das Recht hatten Afrikaner genannt zu werden wie die schwarzen Afrikaner, mit denen er seine Zelle teilte; das erforderte einigen Mut“, stellte Carlin fest.

Im palästinensischen Kontext würde ein Möchtegern-Mandela sich den religiösen, nicht Rassenfragen stellen und kämpfen. Viele sogenannte Friedens- und Gerechtigkeitsaktivisten wollen uns Glauben machen, dass die Haupthindernisse für den Frieden jüdische Ansprüche auf die Westbank sind, aber die wahre Herausforderung ist das muslimische Herrenmenschentum. Die palästinensische Elite übt Macht aus, weil sie bereit ist diesem Herrenmenschentum gegenüber zumindest Lippenbekenntnisse abzulegen. Auf diese Weise konnte Yassir Arafat an die Macht kommen und dort bleiben; so ist Abbas Präsident der palästinensischen Autonomie geblieben. Übrigens warb – so kann man vergleichen – der Afrikanische Nationalkongress keine Ideologie schwarzer Überlegenheit und Mandela selbst lehnte solche Ideen immer wieder ab.

Bemühungen Barghouti als palästinensischen Mandela darzustellen, verschleiern das Thema seiner Überzeugungen, die im Gegensatz zu denen Mandelas stehen. Zum Beispiel der Guardian im März 2014 in einem Artikel: „Lasst Marwan Barghouti frei. Er kann Palästinas Nelson Mandela sein.“ Martin Linton erklärte Barghouti „sei immer gegen Aktionen gewesen, die sich gegen israelische Zivilisten richten, auch bei der Verteidigung des Rechts der Palästinenser auf Widerstand.“ Diese Behauptung schient auf einem Op-Ed gegründet zu sein, das Barghouti 2002 für die Washington Post schrieb und in dem er behauptet: „Während ich und die Fatah-Bewegung, der ich angehöre, sehr gegen Anschläge Zivilisten und gegen diese gerichtete Aktionen in Israel sind, das unser zukünftiger Nachbar ist, behalte ich mir das Recht vor mich selbst zu schützen, der israelischen Besatzung meines Landes Widerstand zu leisten und für meine Freiheit zu kämpfen.“

Da gibt es nur ein Problem: Barghouti unterstützte auf jeden Fall Anschläge gegen Zivilisten und wir wissen das, weil er das öffentlich ausdrücklich sagte. Darüber hinaus handelte er entsprechend seiner Überzeugungen. Vor seiner Festnahme im Jahr 2002 war er der Führer der Tanzim und der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, Terrororganisationen, die für den Tod  Dutzender israelischer Zivilisten auf beiden Seiten der Grünen Linie verantwortlich sind. 2012 führte Ha’aretz kurz und bündig aus: „Es ist keine Frage, das er Gewalt unterstützte und zu ihr ermutigte.“ Sie berichtete im Juli 2016, das Barghouti, als die Zweite Intifada sich entwickelte, erklärte: „Die Zeit, in der nur wir Oper bringen, ist vorbei. Wir müssen Rache nehmen. Wir müssen Israelis töten. Ja, wir haben Kugeln. Wir haben Gewehre und sie werden auf die Besatzung gerichtet.“ Er sagt auch voraus, dass die Zweite Intifada „die letzte Runde der Gewalt sein wird, weil die Palästinenser das Gefühl haben, dass sie ihre Selbstachtung durch die Anschläge wiedeherstellten.“

Eine solche Gesinnung war Mandela völlig fremd. In einer Rede bei seinem Gerichtsverfahren 1964, das ihn ins Gefängnis brachte, gab Mandela zu, dass er die Nutzung von Sabotage unterstützte, aber nur um die Rechte zu bekommen, die den schwarzen Südafrikanern verweigert worden waren, die sie davor über gewaltfreie Methoden zu erhalten hofften. Vergleicht man, dann haben die Palästinenser seit Beginn ihrer Nationalbewegung Terrorismus genutzt und machten das sogar noch, nachdem ihnen bei den Verhandlungen 2000 in Camp David die Eigenstaatlichkeit angeboten worden war.

Ein palästinensischer Mandela müsste an sein Volk symbolische Forderungen stellen, die sie voraussichtlich verabscheuen würden, da sie Jahrzehnte lang gelehrt worden sind Israel und die Juden zu hassen.

Ein Beispiel: Zusätzlich zur Unterstützung der Springböcke rief Mandela die Südafrikaner auf die Hybridversion ihrer Nationalhymne, zu denen Verse aus „Die Stern“ („Der Ruf“) – einem 1918 geschriebenen Afrikaner-Lied –sowie Verse aus „Nkosi Sikele iAfrika“ („Gott segne Afrika“) gehörten, anzunehmen. An einem Punkt stimmte das Exekutivkomitee des Afrikanischen Nationalkongresses dafür das Afrikaner-Lied durch die schwarzafrikanische Hymne zu ersetzen, aber Mandela überzeugte das Komitee seine Entscheidung zurückzunehmen.

„Dieses Lied, mit dem ihr so leichtfertig umgeht, besitzt die Gefühle vieler Menschen, die ihr noch nicht repräsentiert. Mit einem Federstrich würdet ihr eine Entscheidung treffen, die ausgerechnet die – einzige – Grundlage zerstört, auf der wir unsere Versöhnung aufbauen“, sagte er dem Komitee.In ihrem Buch „Anger and Forgiveness: Resentment, Generosity, Justice“[1] schreibt Martha Nussbaum, dies sei „eine große Forderung: jede Gruppe muss lernen die Welt praktisch mit den Augen des anderen betrachten“.

Ein Gemälde zeigt Marwan Bargouti auf Israels Sicherheitsbarriere nahe des Westbank-Dorfes Qalandiya. (Foto: Haytham Shtayeh / Flash90)

Ein palästinensischer Mandela müsste in Zeiten zunehmender Spannungen und Wut zu Frieden aufrufen. Das ist das, was er im April 1993 nach der Ermordung des geliebten ANC-Akivisten Chris Hani durch einen polnischen Immigranten tat, als sich Bemühungen ein „Ein Mann – eine Stimme“-Wahlsystem einzuführen an einem kritischen Punkt befanden. Hanis Ermordung drohte einen gewalttätigen Bürgerkrieg loszutreten, aber Mandela zeigte sich der Situation gewachsen. Carlin schreibt, dass die Herausforderung, der sich Mandela gegenüber sah, „nicht darin bestand die Weißen zu gewinnen, sondern sie bestand darin seine eigenen Leute zu überzeugen“ nicht mit Gewalt zu reagieren. „Um das zu schaffen, musste er den Fluss ihrer Wut umleiten, die direkt in eine feindselige Konfrontation mit dem weißen Südafrika zu münden drohte. Um das erfolgreich zu tun, musste er nicht nur auf ihre Feindseligkeit einwirken, sondern auch auf das, was von ihrer Großzügigkeit übrig blieb.“ Um dieses Ziel zu erreichen, dürfte Mandela den Heroismus eines weißen Südafrikaners übertrieben haben, der das Nummernschild des Fluchtwagens des Mörders aufschrieb.

Zusammengefasst demonstrierte Mandel wiederholt eine Bereitschaft genau das Gegenteil dessen zu tun, was Palästinenserführer – einschließlich Barghoutis – im Verlauf von Jahrzehnten immer wieder getan haben – nämlich zu Feindschaft gegenüber Israel aufzuwiegeln.

Ironischerweise ist es genau diese Feindseligkeit, die den Mythos des palästinensischen Mandela so attraktiv macht. Mandela forderte seinen Anhängern ab ihren Wunsch nach Rache für Leiden der Vergangenheit aufzugeben und stattdessen Lösungen für die Probleme zu suchen, denen sie sich in der Gegenwart gegenüber sehen. Er sorgte auch dafür, dass seine schwarzen Anhänger begreifen, dass, so sehr sie auch weiße Südafrikaner gehasst haben mögen, eine sichere und erfolgreiche Zukunft für schwarze Südafrikaner ohne das Vertrauen und die Hilfe der Weißen einfach nicht zu haben sein würde.

Diese Anstrengungen waren es, die das Sicherheitsestablishment des Regimes Botha überzeugte, dass Mandela die letzte, die beste Chance für eine friedliche Lösung war. Als der südafrikanische Verteidigungsminister Kobie Coetsee 1985 im Volks Hospital seine geheimen Gespräche mit Mandela begann, war sein anfängliches Ziel ein beschränktes: Mandelas Freilassung aus dem Gefängnis im Tausch für die Abkehr von der Gewalt. Aber als die Gespräche Fortschritte begann Coetsee auf eine größere Lösung des Konflikts zu hoffen, nicht nur eine Einstellung der Gewalt. Diese Hoffnung wurde von zwei Faktoren inspiriert: Mandelas Höflichkeit während der Gespräche und seine vorherigen Bemühungen die Einstellung der schwarzen Südafrikaner zu verändern, die die Früchte der kommenden Jahre tragen sollten.

Ich bekam während des ersten Abends der Christus am Checkpoint-Konferenz 2014 in Bethlehem ein deutliches Gefühl dafür, wie weit entfernt von Mandelas Beispiel die palästinensischen Eliten entfernt waren. Mehr als 400 Christen aus Europa und Nordamerika nahmen an der Veranstaltung teil, die alle zwei Jahre am Bibel-Kolleg in Bethlehem stattfindet. Am Tag, als die Konferenz begann, veröffentlichte Amnesty International einen Bericht, in dem es hieß, die Einwohner eines palästinensischen Flüchtlingslagers in Yarmuk (Syrien) seien „an den Rand des Hungertodes gebracht worden, gezwungen irgendwelche Lebensmittel zu hamstern, die sie finden können“; das war das Ergebnis einer Belagerung, die vom Regime Assad verhängt worden war. Trotz der Differenzen, die ich mit den Organisatoren und Rednern der Konferenz hatte, war ich froh, dass Palästinenserführer, die zur Menge sprachen, eine Gelegenheit bekommen konnten die Aufmerksamkeit auf das Leid ihrer palästinensischen Geschwister in Yarmuk zu lenken.

Aber sie sagten nichts. Nicht ein Wort zu ihren Landsleuten, die weniger als 300km entfernt verhungerten. Keine verantwortungsvolle Führungsgruppe, die wirklich am Wohlergehen des von ihm geführten Volks interessiert ist, würde eine Gelegenheit verpassen die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was den Palästinensern in Yarmuk geschah. Aber an diesem Abend machten sie genau das. Die Organisatoren der Veranstaltung sprachen von der sich breit machenden Katastrpohe am nächsten Tag, nachdem ich die Aufmerksamkeit auf ihr Versagen in der Sache lenkte. Mandela hätte das Leiden in Yarmuk direkt angesprochen, nicht als Anhängsel. Dadurch, dass sie es verfehlen um Hilfe für ihre Landsleute zu bitten, entschieden sich die politischen und religiösen Führer der Palästinenser Israel unter Ausschluss des Strebens nach dem Wohlergehen der von ihnen geführten Menschen zu dämonisieren.

Das ist Jahrzehnte lang das Problem gewesen. Statt dem Beispiel Mandelas zu folgen, der forderte, dass seine Anhänger ernsthaft über ihre Zukunft und das, was sie brauchen um als Gemeinschaft erfolgreich zu sein, nachdenken, werben die palästinensischen Eliten für einen rückwärts gerichteten Revanchismus, der mehrere Generationen der Palästinenser zu Tod und Leid verurteilt hat. Indem sie sich zu Gegner jüdischer Anstrengungen in ihrem Heimatland aufzublühen machen, werfen die Palästinenser jegliche Hoffnung auf ein Gedeihen in einem eigenen Staat weg. Das ist die Entscheidung, die sie getroffen haben.

Mandela große Leistung bestand eindeutig darin Gewalt und Hass in einen generösen Wunsch nach Frieden und Aussöhnung zu verwandeln. Ein palästinensischer Mandela müsste dasselbe tun. Er müsste die Bereitschaft und die Fähigkeit zeigen die Palästinenser dazu zu bringen ihre Bemühungen aufzugeben israelische Juden zu ermorden, zu dämonisieren, zu beleidigen, zu erniedrigen und einzuschüchtern, damit sie ihr Heimatland verlassen oder, wenn das nicht möglich ist, vor arabischer und islamische Dominierung ihres Lebens kuschen. Bislang hat die Palästinenserführung, gelinde gesagt, Widerwillen gezeigt das zu tun und Barghouti ist keine Ausnahme.

Es ist an der Zeit damit aufzuhören das Bild von Nelson Mandela als Keule zum Eindreschen auf Israel zu benutzen und anzufangen es als Messlatte zu nehmen, um palästinensische Bemühungen zum Frieden zu verwenden.

[1] Wut und Vergebung: Feindseligkeit, Großzügigkeit, Gerechtigkeit

Freunde an weit entfernten Orten

Annika Hernroth-Rothstein, Israel HaYom, 20. März 2017

Oresto war Leher an einer Privatschule, als es diese noch gab, aber heute arbeitet er im Hotel Nacional in Havanna, versorgt Touristen mit Wasser und Kaffee und gelegentlich einem guten Rat.

Oresto hat eines dieser offenen und freundlichen Gesichter, von denen man sofort angezogen wird und ich stellte fest, dass ich jeden Tag zu einem kleinen Plausch zu ihm zurückkehrte, neugierig bezüglich seines Lebens und was ihn hierher geführt hatte. Während eines dieser Gespräche sieht er meine Kette mit dem Davidstern und er fragt mich, ob ich aus Israel bin. Als ich ihm sage: „Ja, gewissermaßen“, nimmt er eine Serviette und beginnt etwas zu zeichnen, wobei er mich drängte zuzusehen.

„Das ist der Gazastreifen, richtig? Und das ist Israel.“

Oresto zeigt auf die Serviette und ich sage nichts; aus Erfahrung weiß ich, dass das auf jede Weise enden kann und so lehnt er sich sehr aufgeregt zu mir und betont jedes Wort.

„Schau, ich weiß, wegen der Politik sagt meine Regierung mir, dass Israel schlecht und Palästina gut ist. Aber ich war Lehrer und ich lese viel. Ich weiß alles über Fatah und Hamas und ich weiß genau, wie nahe an Israel der Gazastreifen ist. Deshalb weiß ich auch, dass du, wenn du Zivilist bist und dort lebst und die Hamas Raketen auf dich schießt, dein Land sich verteidigen muss.“

Ich lache aufrichtig überrascht und frage ich, warum und wie er in der Lage ist der Darstellung der Regierung zu widerstehen. Er erzählt mir, dass er einmal Bilder im kubanischen Regierungsfernsehen sah, wie israelische Soldaten in das Haus einer palästinensischen Familie eindrangen und dass das, was er sah, tiefen Eindruck auf ihn machte, aber nicht so, wie es beabsichtigt war.

„Diese Familie, diese Palästinenser hatten ein schönes Haus. Sie hatten hübsche Möbel; Mikrowelle, einen Fernsehe und draußen stand ein nagelneues Auto. Hast du eine Vorstellung davon, was ich dafür geben würde eine Mikrowelle zu besitzen oder einen Fernseher?“

Oresto zeigt durch den Raum und sagt mir, dass die Annehmlichkeiten dieses Hotels nicht das Kuba darstellen, das er kenn und dass er es schwierig findet der Propaganda zu glauben, die Israel zum Unterdrücker macht und die Palästinenser in ihrem Land in Elend und Armut leben lässt.

„Vielleicht ist es leicht euch diese Lügen zu verkaufen, die ihr reich seid und nicht wisst wie es ist tatsächlich arm zu sein und tatsächlich nichts zu haben. Ihr glaubt, das sei Armut und ihr fühlt euch schuldig wegen der Dinge, die ihr habt. Ich weiß, was Unterdrückung ist und ich weiß, wie es ist arm zu sein, also kann man mir viel weniger etwas vormachen.“

Orestos Worte hauten mich um; nicht weil sie so viele meiner Erwartungen zerschlugen, sondern auch, weil sie mich etwas über Vorrechte lehrten und wie sie die Art beeinflussen, wie wir den Konflikt und diese Welt betrachten. Nicht die Bevorzugung von Weißen oder die von Männern, sondern die von der altmodischen Art, die mit Klasse und Demokratie zu tun haben. Für uns in dem Teil der Welt, der den Vorzug von Luxus wie Freiheit und Lebensmitteln hat, ist es leicht in Schuld gewickelt zu sein und die Wahrheit und unsere Gefühle durcheinanderzubringen. Für Oresto ist es viel einfacher: Auf dem Gipfel von nichts zu stehen lässt alles um dich herum viel klarer sehen. Seine Regierung sagt ihm, dass Israel ein Unterdrücker ist und dass die Palästinenser nicht nur unterdrückt sind, sondern Not leiden; und so ist es für Oresto mehr als klar, dass dies weit weg von der Wahrheit ist.

Es ist schön unerwartet und an neuen Orten Freunde zu finden; vielleicht noch schöner ist es, wenn dir deine eigenen Vorurteile widerlegt werden. Mein Instinkt sagt mir immer in die Defensive zu gehen, bereit eine Diskussion zu führen, wo ich dazu gebracht werde in einer feindseligen Welt Israels Wert und Rechtschaffenheit zu beweisen. Diesmal wurde ich überrascht und mein Privilegiertsein wurde auf unerwartete Weise entlarvt; es zeigte mir, das ich weder über Vorurteil noch Herablassung erhaben bin.

Mein Gespräch mit Oresto lehrte mich, das Israels Verbündete am ehesten in Ländern zu finden sein könnten, die echte Not begreifen und erleben, weil sie diejenigen sind, die am wahrscheinlichste frei von linkem Orientalismus sind, der diese Debatte zu beherrschen schient. Moralische Relativismus ist ein Luxus, etwas, das das Gemüt besetzt, wenn alle anderen Notwendigkeiten und Bedürfnisse gestillt sind, aber wenn das Böse und das Leid an deiner Türschwelle steht, dann hast du wenig Geduld für solche ausschweifenden Spiele.