Die Oslo-Amnesiasten

David Gerstman, Elder of Ziyon, 12. April 2019

Aaron David Miller, eine ehemaliger Unterhändler beim Oslo-Prozess, twitter das hier als Kommentar zu den israelischen Wahlen:

Fazit aus Israels Wahlen vom 9. April – ein tief gespaltenes Land, zerrissen zwischen einem echten Wunsch nach Veränderung und den Realitäten funktionsgestörter Politik; eine grausame Region und ein Premierminister, der erpicht darauf ist an die Ängste einer Nation zu appellieren, statt an ihre Hoffnungen.

In Reaktion darauf gab der Journalist David Gerstman Miller auf Twitter eine dringend notwendige Lektion in Geschichte:

1993 stimmte Israel zu die PLO als Friedensverhandlungspartner zu akzeptieren. Die PLO stimmte zu den Terror aufzugeben und zu verhandeln, wofür sie nicht länger als Terrororganisation ausgewiesen werden sollte.

Trotz einer Zunahme des Terrors hatte Israel bis Ende 1995 seine Truppen aus den Hauptbevölkerungsgebieten der Palästinenser in der Westbank abgezogen, womit rund 90% der Palästinenser unter der Kontrolle der PA lebten, der Nachfolgeorganisation der PLO.

Anfang 1996 wurde Israel von einer Wellt Selbstmord-Anschläge auf Busse getroffen. In der Folge wurde Netanyahu zum ersten Mal in seine Amtszeit als Premierminister gewählt.

Nachdem Netanyahu 1999 aus dem Amt gewählt wurde, traf sich sein Nachfolger Barak 2000 mit Arafat und bot dem PA-Führer eine Friedensabmachung an. Arafat lehnte ab und zwei Monate später begann ein blutiger Terrorkrieg.

Im Jahr 2000 zog Israel alle seine Truppen aus dem Libanon ab. Der Rückzug wurde von der UNO als vollständig attestiert.

Die Hisbollah baute ihr Arsenal und ihre Terrorinfrastruktur im Südlibanon auf, was zu einem Krieg im Jahr 2006 führte; sie blieb eine erhebliche Bedrohung an Israels nördlicher Grenze.

Israel zu 2005 seine Truppen und Bürger aus dem Gazastreifen ab. In der Folge baute die Hamas ihr Arsenal und ihre Terrorinfrastruktur auf, was zu Kriegen Ende 2008, 2012 und 2014 führte; sie bleibt eine erhebliche Bedrohung an Israels Südgrenze.

Palästinenserführer (Arafat im Jahr 2000 und Abbas im Jahr 2008 – mindestens) lehnten Friedensabkommen ab, die den Konflikt beendet hätten.

Abbas lehnte es ab mit Israel zu verhandeln und bezahlt Terroristen, womit er die von Arafat akzeptierten Prinzipien verletzt.

In den ersten beiden Fällen (1996 und 2000) waren Sei Teil des Teams, das die Ereignisse formte. Heute sagen Sie, dass Netanyahu an Israels Ängste appelliert statt an seine Hoffnungen.

Mein Gott, Israel hörte auf Sie (und dann auf gleichgesinnte Einzelne) und zahlte einen gewaltigen Preis dafür. Wie können Sie es wagen israelische Ängste abzutun?

Wenn Netanyahu Widerhall in der israelischen Wählerschaft findet, dann nicht nur, weil er sie besser versteht als Sie es tun. Es ist auch so, dass die Israelis sehen, dass sie Ihnen und Leuten wie Ihnen nicht vertrauen können für sie einzutreten, wenn sie tun, was Sie als richtig ansehen und darunter leiden.

Sie sehen jemanden wie Sie, der verlangt, dass Israel Frieden zum eigenen Wohl und Legitimität macht, aber kaum mehr als Lippenbekenntnisse für die Vorstellung abgibt, dass die Palästinenser irgendeine Behörde haben, die Frieden schließt und moralische Verantwortung dafür übernimmt.

Also überlegen Sie bitte dreimal, bevor sie die israelische Wählerschaft dafür verspotten, dass sie Ängste hat.

Manchmal fühlt es sich an, würde eine Amnesie um sich greifen zu dem, was zwischen Oslo und heute geschah, einschließlich des Terrorismus in den 1990-er Jahren, zur Zeit des Oslo-Prozesses.

Die Vorstellung von Oslo und „zwei Staaten“ ist derart in die Denkweise der Leute eingebettet, dass sie zwanglos annehmen, die Israelis, die die dunklen Jahre durchlebten, die die direkte Folge der heiteren Vorhersagen von Frieden waren, seien irrational und diejenigen, die Israel kritisieren, ohne die echte Angst in Busse einzusteigen oder in Supermärkten einzukaufen sind den Israelis überlegen, die Für und Wider besser als jeder sonst kennen.

Es lohnt sich die Leute daran zu erinnern, dass Israel heute weniger Terror erlebt und die Grenzen ruhiger sind als vielleicht zu irgendeiner Zeit in seiner Geschichte. Das ist nicht wegen des Friedensprozesses so – der bracht nur Tod. Das ist so, weil es die Priorität auf Sicherheit legt.

Diejenigen, die bereit sind israelisches Leben auf ihre persönliche Verbundenheit zu einem fehlgeschlagenen Friedensprozess zu setzen, sind erbärmlich.

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Erste-Welt-Probleme im Gazastreifen: Chalet-Pools sind nicht ordentlich gechlort

Elder of Ziyon, 23. Juli 2019

Vor kurzem startete die Abteilung für Gesundheitsvorsorge in Gaza-Stadt eine Kampagne zum Test von Swimmingpools in öffentlichen und privaten Chalets, um sicherzustellen, dass sie sich an die Gesundheits- und Sicherheitsstandards halten.

Abteilungsleiter Mohammed Al-Ashi sagte, die Kampagne werde bei etwa 50 Chalets innerhalb der Stadt ausgeführt.

Er erklärte, dass in jedem Chalet Sonderausrüstung installiert wird, die die Wasserqualität beobachtet, die in den Swimmingpools verwendete Chlorierung und die Einhaltung der technischen Sicherheitszustände wie rutschfester Boden rund um die Pools um zu verhindern, dass jemand ausrutscht und ein im Chalet verfügbarer Erste-Hilfe-Kasten.

Es sieht so aus, als sei das eine Reaktion auf einen investigativen Bericht von Palestine Today, in dem offengelegt wurde, dass viele Chalet-Besitzer ihr Wasser in den Pools nicht ordentlich chlorieren.

Das ist eine klare Menschenrechtskrise. Ich bin überrascht, dass die UNO sich noch nicht eingeschaltet hat.

Das Gaza, das Sie nicht sehen

Mordechai Sones, Israel National News, 8. Juli 2019

Beliebter Twitter-Account postet Szenen aus Gaza der Mittelklasse und der Reichen, die in den Mainstream-Medien nie gezeigt werden.

Der zunehmend beliebte Twitter-Account @Imshin verbreitet Videos, Blog-Einträge und Nachrichten aus der Welt der Mittelklasse und der Reichen des Gazastreifens, die es nie in die Mainstream-Medien schaffen.

Nach Angaben der UNO leben 53% der Gazaner in Armut, trotz humanitärer Unterstützung. Aber währen die Weltmedien sich entscheiden sich einzig auf Fotos Not leidender Gazaner zu konzentrieren, die Säcke mit UNRWA-Mehl auf Eselskarren abtransportieren, wird die Welt hochklassiger Hotels, Restaurants mit formeller Kleiderordnung und Gourmet-Supermärkten, die im Überfluss mit israelischen Produkten vollgestopft sind, ignoriert, wodurch ein fehlleitendes Bild dessen präsentiert wird, wie das Leben  im Gazastreifen nach der israelischen „Besatzung“ wirklch aussieht.

Unter dem Hashtag #TheGazaYourDontSee teilt Imshin, die es vorzieht ihre Identität anonym zu halten, diverse Episoden des Lebens im Gazastreifen, die weit von Unterdrückung und Elend entfernt sind und von denen „jeder weiß“, dass sie das Schicksal der Bevölkerung des Gazastreifens sind. Von Großeinkäufen bis zu Schimmschulen, Autoscootern bis zum vornehmen Restauran Palmera öffnet Imshin uns die Augen für die Tatsache, dass das Leben im Gazastreifen komplexer ist als das, was die Anti-Israel-Propagandisten einen glauben lassen wollen.

„Tala und Amir teilen ihren Tag mit uns“, twittert Imshin. „Sei beginnen mit Mittagessen im Restaurant Palmera. Offensichtlich sind sie früher schon dort gewesen, sie wissen genau, was sie wollen und brauchen die Speisekarte nicht.“

„Der Grund, dass ich anfing VLogs von Kindern zu folgen, war, dass palästinenische Nachrichten, Internetseiten und Radiosender zu lesen und zu hören depressiv machte und anfing mir Sorgen zu bereiten“, sage Imshin gegenüber Arutz Sheva. „Ich wollte einen leichteren, nicht politischen Input, der mich trotzdem weiter dem lokalen Dialekt aussetzt. Ich war sehr überrascht von dem, was ich fand.“

Ihre Veröffentlichungen treffen offenbar ins Schwarze, wie sich selbst bei ihren harmlosesten Tweets zeigt, die Twitter-Shadowbanning unterliegen und als „sensitives Material“ gekennzeichnet werden.

Tala und Amir machten am Montag die 60-Sekunden-Einkaufs-Challenge im „Fleisch-Stadt“-Supermarkt in Gaza Stadt.

 

Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass ich über das Level Up, das herrliche Dachterrassen-Restaurant in Gaza-Stadt twitterte.

 

Tala und Amir teilen ihren Tag mit uns. Sie beginnen mit Mittagessen im Restaurant Palmera. Sie sind offenbar früher schon dort gewesen, sie wissen genau, was sie wollen und brauchen keine Speisekarte.

 

Twitter findet, das ist sensibles Material. Was denken Sie?

Das Schwimmbad mit künstlichen Wellen ist ein beliebter Freizeitort in Gaza, gestern live hochgeladen auf Facebook.

Sharm Park ist ein beliebter Unterhaltungs-Erholungsort in Gaza, übrigens ist hier Frauentag am Pool.

Um sich nicht hinter Rafah und Gaza-Stadt verstecken zu müssen, hat Khan Yunes auch ein hübsch anzusehendes Dachterrassen-Restaurant namens Uptown. Hier sehen Sie es bei einer bescheidenen Veranstaltung zu Ehren einer vom Ausland finanzierten Wohlfahrtsorganisation.

Sie erinnern sich an Layan und Da’ud von ihrem Tag am Strand (mit dem fabelhaften Frühstück und Mittagessen)

Trump rangierte die Zuckerbrot-und-Peitsche-Politik gegenüber Israel aus

Im Kern der demokratischen Kritiker der Nahostpolitik der Regierung befindet sich der Glaube, dass die Vereinigten Staaten dem jüdischen Staat vorschreiben muss, wie er zu handeln hat.

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 20. Juni 2019

Als die New York Times sich entschied den demokratischen Präsidentschaftskandidaten eine Chance zu geben in einem Video-Essay 18 Fragen zu ihrer Politik zu beantworten, war die einzige, die den Nahen Osten berührte, die Folgende: „Glauben Sie, dass Israel internationale Standards zu Menschenrechten erfüllt?“ Diese Frage fasste die antiisraelische Einseitigkeit der sogenannten „newspaper of record“ sowie allem, was sie jemals veröffentlicht hat, zusammen.

Bedenkt man die zig Staaten mit entsetzlichen Menschenrechtsbilanzen und wie nahe Israel an vielen von ihnen liegt, spricht das Bände zur obsessiven Natur des Vorurteils der Zeitung, dass die einzige Abfrage dazu nach dem einen Land in der Region fragt, das eine Demokratie ist und die Menschenrechte respektiert.

Ein paar der Kandidaten gaben die richtige Antwort auf die Frage, die „Ja“ lautet. Rechnen Sie es den Senatoren Kamala Harris, Kirsten Gillibrand, Michael Bennet und dem ehemaligen Kongressabgeordneten John Delany hoch an, dass die das ihren Anmerkungen voranstellten. Aber die anderen 18 (Spitzenreiter Joe Biden entschied sich gegen eine Teilnahme) verfehlten es das zu tun und nutzten es stattdessen als Vorwand die Regierung des israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu zu kritisieren, während sie manchmal zweifelhafte Sympathie für den jüdischen Staat zum Ausdruck brachten, , vermischt mit einem Glauben dass er nicht alles ihm Mögliche für Frieden und Menschenrechte tut. Fast alle prügelten auf den Umgang der Administration Trump mit Israel ein. Fast alle scheinen die Beziehung auf einen Art zu definieren, dass Unterstützung für Israel von anderen Faktoren abhängig ist als den gemeinsamen Werten, die die beiden Länder einen.

Der deutlichste dieser Kritiker war Pete Buttigieg, der populäre Bürgermeister von South Bend (Indiana). Es ist interessant, dass Buttigieg, ein Schwuler, beschloss nicht festzustellen, dass Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, das die Rechte von LGBT-Personen respektiert. Aber in seiner Antwort auf die Frage der Times und in einer aktuellen Rede zur Außenpolitik sowie in anderen Interviews kam der Bürgermeister auf den Kern des Problems zu sprechen, das Demokraten mit Trump haben, wenn es um Israel geht.

Buttigieg stellt fest, dass er die Botschaft der USA nicht zurück nach Tel Aviv verlegen würde („was getan wurde, wurde getan“), aber was er an Trumps Politik wirklich nicht mag, ist, dass der Präsident die Beziehung als zwischen zwei Freunden begreift, statt des Ansatzes von Zuckerbrot und Peitsche, der von Präsident Barack Obama und allen US-Präsidenten vor ihm angewandt wurde.

„Wenn du jemandem etwas gibst, das der haben wollte … selbst bei einem engen Verbündeten wie Israel … dann tust du das nicht ohne eine Art von Zugeständnis“, sagte Buttigieg. Und er warnte rundheraus, wenn Israels Regierung etwas mache, das ihm nicht gefällt, sollte er Präsident werden, so wie israelisches Recht auf die Siedlungen in der Westbank auszuweiten, dann würde er den Staat damit bestrafen, dass er Hilfen zurückhält.

Wie die meisten vom Rest der Demokraten scheint Buttigieg Israels Legitimität mit der Schaffung eines Palästinenserstaats an seiner Seite zu verbinden. Eine solcher Staat ist etwas, das viele, vielleicht sogar eine Mehrheit der Israelis willkommen heißen würden, vorausgesetzt er käme im Zusammenhang mit einem echten Frieden, der den Konflikt beenden würde. Aber die überwältigende Mehrheit der Israelis – wie die Art beweist, in der sie in den letzten Wahlen abgestimmt haben – begreift, dass sie keinen glaubwürdigen Friedenspartner haben. Und sie lehnen es ab das kolossale Desaster zu wiederholen, bei dem ihr Land 2005 aus dem Gazastreifen abzog, was die Schaffung eines Terrorstaats zur Folge hatte.

Das ist etwas, das die Demokraten, die so schnell dabei sind die Entscheidungen der israelischen Wähler zu verurteilen, nicht anerkennen oder begreifen. Stattdessen glauben sie, dass die Vereinigten Staaten das Recht haben Israel unter Druck zu setzen, es müssen Zugeständnisse machen, um einen Palästinenserstaat zu schaffen, ungeachtet der Tatsache, dass die Palästinenser wiederholt Friedensangebote zurückwiesen, die ihnen schon längst einen solchen gegeben hätten.

Und in seinem Kern ist das Konzept der Demokraten für die Beziehung zwischen den USA und Israel die einer Großmacht und eines Satellitenstaats, der tun muss, was ihm gesagt wird.

Es besteht eine enorme Unausgewogenheit in der relativen Macht der beiden Länder und Israel braucht die Unterstützung durch seine verbündete Supermacht. Aber das Problem ist: Was Trump gemacht hat, was den Demokraten so richtig Sorge bereitet, ist, dass er, anders als seine Vorgänger, keine brennendes Interesse daran hat „Israel vor sich selbst zu retten“. Er ist auch nicht überzeugt – wie es Obama und einige der Kandidaten für 2020 sind – dass er das Sicherheitsdilemma der Israelis besser versteht als sie selbst. Im Gegenteil: Obwohl der die unrealistische Ambition hegt „den ultimativen Deal“ zu vermitteln, der Frieden bringt, ist er nicht bereit derjenige zu sein, der die Bedingungen dieses Arrangements diktiert.

Bei aller Verachtung der Demokraten für Trump ist er es, der mit den harten Realitäten der Region in Kontakt steht und sie diejenigen, die politische Positionen von sich geben, die völlig ohne Verbindung zu den Fakten des Konflikts und den Palästinenser sind.

David Friedman, der US-Botschafter in Israel, ist nicht zum Objekt der Verachtung der Mainstream-Medien geworden, weil er ein Amateur-Diplomat ist (wie viele andere derer, die von Administrationen beider Parteien in solche Positionen ernannt wurden), sondern weil Trumps Gesandter seine Position als eine begreift, in der er mit der Förderung besserer Beziehungen zwischen den beiden Ländern beauftragt ist, statt – wie seine Vorgänger es gemacht haben – als imperialer Statthalter, der dort ist, um den Israelis Befehle zu erteilen.

Jahrzehnte amerikanischen Drucks auf Israel haben die Palästinenser nie davon überzeugt Gegenleistung zu bringen. Trump begreift das und hat Israel stattdessen als Freund behandelt, der nicht herumkommandiert werden muss. Das ist der Grund, warum er das Richtige tat und die Botschaft verlegte, Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannte und sein Recht auf die Golanhöhen einräumte, wie es die vor ihm schon vor Jahrzehnten hätten tun sollen.

Wenn sie Trump besiegen, werden die Demokraten wahrscheinlich die Politik von Zuckerbrot und Peitsche wiederbeleben. Aber jeder, der glaubt, das werde die Sache des Friedens und der Menschenrechte voranbringen, weiß nichts von der Geschichte des Konflikts oder wie von gemeinsamen Werten geeinte Freunde miteinander umgehen sollten.

Acht Dinge, die Sie über die Kotel und den Tempelberg wissen müssen

Inspiration from Ziyon, 31. Mai 2019

Es gibt viele Fehlvorstellungen zum Tempelberg, der Kotel und der Al-Aqsa-Mosche. Verwirrung und noch mehr Konflikt können ausgeräumt werden, wenn man die Fakten deutlich macht!

Hier sind 8 Dinge, die Sie über den für das jüdische Volk heiligsten Ort der Erde wissen müssen:

1. Was ist für Juden der heiligste Ort der Welt?

Lautet Ihre Antwort „die Klagemauer“ (Westmauer, Kotel)? Wenn ja, dann ist das ein Fehler, den leider viele Leute machen!

Kotel bedeutet auf Hebräisch wörtlich „Mauer“. Diese Mauer ist so wichtig, dass es unnötig wurde zu benennen, welche Mauer das ist, es ist DIE Mauer. Gleichzeitig ist sie nicht an sich wichtig, sondern durch die Nähe zu dem, was wirklich wichtig ist – der Tempelberg.

Der heiligste Ort der Erde ist für Juden der Tempelberg im Herzen Jerusalems.

2. Warum ist der Tempelberg dem jüdischen Volk heilig?

Es steht geschrieben:
Wie der Nabel im Zentrum des menschlichen Körpers sitzt
so ist das Land Israel der Nabel der Welt…
gelegen im Zentrum der Welt
und Jerusalem im Zentrum des Landes Israel
und das Heiligtum im Zentrum Jerusalems
und der heilige Ort im Zentrum des Heiligtums
und di Lade im Zentrum des heiligen Orts
und der Grundstein vor dem heiligen Ort
weil die Welt dort gegründet wurde.
(Midrasch Tanchuma aus der Römerzeit)

Es wird geglaubt, dass der Grundstein die Grundlage ist, die Gott nutzte um die Welt zu schaffen. Um diesen Stein herum wurde der Tempel gebaut und innerhalb des Tempels, auf dem Grundstein, wurde die Bundeslade platziert. Das ist die Quelle der Heiligkeit des Tempels und seiner Bedeutung für das Judentum.

Jüdische Quellen identifizieren diesen Felsen auch als den in der Bibel erwähnten Ort, wo Isaak gebunden wurde, wo Abraham Gottes Test absolvierte, um zu sehen, ob er bereit war seinen Sohn zu opfern. An diesem Ort hörten Menschenopfer für Gott als legitimer Brauch auf zu existieren und schon vor den Zehn Geboten übernahm das Judentum die moralische Führung der Welt.

3. Sagt man Kotel, Klagemauer oder Westmauer?

„Klagemauer“ ist ein allgemein verwendeter, höchst beleidigender Begriff, eine uralte Form der Delegitimierung der jüdischen Geschichte durch Herabsetzung jüdischen Leides angesichts des Verlustes des antiken jüdischen Tempels, den die Römer im Jahr 70 zerstörten. Es ist der Begriff von Nichtjuden, die Israel besetzten, über den Schmerz der Juden spotteten, die weinend an der Kotel, der Westmauer standen, die die einzige Mauer ist, die vom antiken Tempel in Jerusalem stehen gelassen wurde. (Sie ist noch nicht einmal einen Mauer der eigentlichen Tempelbauwerks, sondern eine Stützmauer des Geländes.)

Während der Zeit der christlichen Römerherrschaft über Jerusalem (ca. 324-638) war Juden der Zutritt zu Jerusalem komplett verboten, außer um Tischa B’Av zu feiern, den nationalen Trauertag für den ersten und den zweiten Tempel; an diesem Tag weinten die Juden an dem heiligen Ort. Der Begriff „Klagemauer“ wurde daher fast ausschließlich von Christen verwendet und in der Zeit der nichtjüdischen Kontrolle zwischen der Einrichtung der britischen Herrschaft 1920 und dem Sechstagekrieg 1967 wiederbelebt. Dieser abwertende Begriff verhöhnt den Schmerz des jüdischen Volks im Sinne von: „Jetzt legen diese Juden wieder los, sie weinen wieder.“

Kotel ist das auf Hebräisch verwendete Wort und bedeutet schlicht „Mauer“. Die Wahl dieses Begriffs deutet die Bedeutung des Bauwerks in der jüdischen Seele an – diese eine übriggebliebene Mauer ist so bedeutend, dass es nicht notwendig ist im Einzelnen anzuführen, von welcher Mauer da gesprochen wird. DIE Mauer. Es ist zwar nicht die Mauer selbst, die heilig ist, es war der Tempel und was auf dem Berg stand, das heilig war. 2000 Jahre, Exil und viele furchtbare Erfahrungen in dieser Zeit haben nicht ausgereicht um das jüdische Volk die Bedeutung des Tempels vergessen zu lassen.

Die Mauer hat an Bedeutung zugenommen, weil sie alles ist, was vom Tempel übrig ist und weil den Juden das Recht auf dem Tempelberg zu beten verweigert wurde (und weiterhin verweigert wird). Die Kotel wurde kostbar, weil sie der Ort war, wo Juden dem für das jüdische Volk Allerheiligsten auf Erden am nächsten kommen konnten.

„Westmauer“ ist eine faktische Beschreibung der Mauer. Die Kotel ist die westliche Stützmauer des Tempels und es absolut vernünftig sie als solche zu beschreiben.

4. Wussten Sie, dass es einen egalitären Gebetsbereich an der Kotel gibt (Ezrat Yisrael)?

Ezrat Yisrael wurde eröffnet, um die Bedürfnisse verschiedener Juden abzugleichen, die unterschiedlich beten wollten, um allen Freiheiten nach eigenem Dafürhalten für Gebet zu ermöglichen, ohne diejenigen zu beunruhigen, die von unterschiedlichen Arten zu beten vor den Kopf gestoßen sind.

Der egalitäre Abschnitt ist zu allen Tages- und Nachtzeiten geöffnet, genauso wie der bekanntere traditionelle Bereich. Männer und Frauen können gemeinsam frei beten. Frauen haben die Freiheit nach Wunsch laut zu singen und aus der Thora zu lesen, wenn sie das möchten. Anders als im traditionellen Bereich der Kotel gibt es in Ezrat Yisrael Tische mit Sonnensegeln, damit Menschen in der Thora lesen können ohne in der glühenden Sonne stehen zu müssen.

Ein zusätzlicher Bonus ist, dass Ezrat Yisrael sich inmitten einer archäologischen Stätte befindet, wo man Überreste aus der Zeit des Tempels sehen kann, was es einfacher macht sich vorzustellen in der Zeit von damals zu sein, als der Tempel noch stand!

5. Wussten Sie, dass der größte Teil der Kotel unter der Erde und nur durch die Kotel-Tunnel zugängig ist?

Im Verlauf der Jahrhunderte begrub ein natürlicher Aufbau archäologischer Schichten einen Großteil der Kotel. Ausgrabungen haben Einsicht in die Pracht des Bauprojekts der antiken jüdischen Tempel gegeben. Innerhalb der Tunnel kann man die Kotel entlang gehen, die Größe der Steine bewundern, aus denen die Mauer gebaut ist und sogar in das eintreten, was einst ein Freiluft-Straßenmarkt war, der sich heute komplett unter der Erde befindet.

An einem Punkt in den Tunneln werden sie vermutlich Frauen an dem Ort beten sehen, der sich direkt gegenüber des Grundsteins befindet – man müsste durch die Mauer gehen, um dorthin zu kommen.

Die Ausgrabungen werden fortgesetzt und je mehr Arbeit erledigt wird, desto mehr von unserer Vergangenheit in der Antike wird aufgedeckt. Wenn Sie in Jerusalem sind, dann verpassen Sie die Tunnel-Tour nicht!

6. Wann wurde der Tempelberg dem Islam heilig?

Interessanterweise wird Jerusalem im Koran überhaupt nicht erwähnt! Jerusalem wurde im Islam nicht aus religiösen Gründen wichtig, sondern es diente als politische Notwendigkeit. Lesen Sie hier mehr von der Geschichte des Islam und des Tempelbergs.

7. Was ist die Al-Aqsa-Moschee?

Die meisten Leute halten die Moschee mit der goldenen Kuppel für die Al-Aqsa, die Moschee, über die Muslime diskutieren, wenn es um die Wichtigkeit des Tempelbergs geht. Das stimmt aber nicht. Die Moschee mit der goldenen Kuppel heißt Felsendom, weil sie über dem Grundstein gebaut wurde, der gemäß der jüdischen Tradition der heiligste Ort der Welt ist. Die Al-Aqsa-Moschee ist ein niedriges Gebäude mit grauem Dach, das südlich des Felsendoms ebenfalls auf dem Tempelberg steht.

Während Juden, wo immer sie sich auf der Welt befinden, sich dem Grundstein zuwenden, beten Muslime mit Blickrichtung Mekka. Das bedeutet, dass Muslime, die auf dem Tempelberg beten, dem Grundstein dabei ihre Kehrseite zuwenden.

8. „Apartheid“ auf dem Tempelberg

Obwohl der Staat Israel 1948 gegründet wurde und Juden Jerusalem 1967 wiedervereinten, ist es Juden (und Christen) bis heute nicht erlaubt auf dem Tempelberg zu beten. Die Besuchszeiten für Juden sind äußerst eingeschränkt.

Sonntag bis Donnerstag (beachten Sie, dass Juden der Besuch am Sabbat nicht gestattet ist!):
Sommer: April bis September von 8.30 bis 10.30 und von 13.30 bis 14.30 Uhr
Winter: Oktober bis März von 7.30 bis 10.30 und 12.30 bis 13.30 Uhr

Nichtmuslime betreten den Tempelberg nur durch das Mughrabi-Tor (über dem traditionellen Frauenbereich der Kotel). Beim Betreten werden Nichtmuslime von israelischen Polizisten durchsucht und gewarnt keinerlei religiöse Gegenstände zu benutzen oder irgendetwas zu tun, das als Gebet betrachtet werden könnte: Man darf keine Bibel herausholen, seine Augen schließen oder still im Herzen beten, sich vor dem Felsendom verbeugen oder irgendwelche rituellen Zeichen der Trauer zeigen.

Im Gegensatz dazu ist der Tempelberg für Muslime zu allen Tages- und Nachtzeiten über Tore zugänglich, die nur Muslime benutzen dürfen. Beim Betreten werden sie nicht durchsucht.

Die Definition von Apartheid lautet: zwei getrennte gesetzliche Regelungen für dieselben Leute. Der Tempelberg ist der einzige Ort in Israel, an dem Israelis anderen Gesetzen unterworfen werden, die auf der Grundlage gelten, ob jemand Muslim oder Jude ist.

(Der Originalartikel wurde ursprünglich hier veröffentlicht.)

25 Jahre nach Oslo: Der Elefant im Raum

Ist es muslimischen Palästinensern möglich mit Israel Frieden zu schließen?

Robert L. Meyer, FrontPageMag, 17. April 2019

Vorbemerkung des Autors: Ich habe den Islam mehr als fünf Jahre lang studiert, weil ich wissen wollte, was sogenannte „islamistische“ oder „radikale“ Muslime gegen Juden, Israel und den Westen antreibt. Ich verstehe das jetzt. Der folgende kurze Artikel legt die Argumente dar, warum „Land für Frieden“ unter dem Islam schlicht unmöglich ist, aufgrund von Sure 2,191- und es ist dieser Grund (und die Ignoranz westlicher und israelischer Diplomaten und Unterhändler diesbezüglich), die es muslimischen Palästinensern unmöglich gemacht hat und weiter machen wird Frieden mit Israel zu schließen. Diese palästinensische Haltung ist von den obersten religiösen Fürhern der Palästinenser bestätigt worden, die bekräftigt haben, dass GANZ Palästina eine heilige islamische Waqf (Arabisch: eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß islamischem Scharia-Recht) ist und daher „nicht einmal ein Millimeter“ davon aufgegeben werden darf. Der Artikel ist von einer Reihe Islamexperten überprüft und auf seine Richtigkeit hin bestätigt worden.

*

Es sind jetzt mehr als 25 Jahre seit im Oktober 1993 die Oslo-Vereinbarungen unterschrieben wurden. Doch in den vielen veröffentlichten Kommentaren und Berichten zu diesem Jubiläum und dem Versagen der Seiten zu einer endgültigen Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu kommen ist nirgendwo ein israelischer Politiker oder Journalist zu finden, der die leiseste Ahnung der massiven Auswirkungen des Islam auf die Beeinflussung und Motivation der angeblichen Friedenschaffenden bei den Palästinensern hat.

Der Islam ist in der Tat der „Elefant im Raum“ (das Offensichtliche).

Der Koran erklärt in Sure 2,191: „Vertreibt sie von dort, von wo immer sie euch vertrieben.“

Islamische Gelehrte haben diesen Vers durchgängig so interpretiert, dass Land, das durch Eroberung oder anders einmal islamisch wurde, auf ewig islamisch bleibt und dass Muslime jede nichtmuslimische Regierung vertreiben muss, die in einem Land die Macht übernimmt, das einmal unter islamischer Herrschaft stand.

Kalif Omar eroberte Jerusalem und Palästina im Jahr 637 n.Chr. und das Land Israel blieb (mit Ausnahme der 188 Jahre der Kreuzritterzeit von 1099 bis 1187) bis zum September 1923 unter islamischer Herrschaft; damals begann das britische Mandat. Für Muslime ist Palästina seit seiner Eroberung durch den Islam 637 „muslimisches Land“.

Darüber hinaus ist diese Haltung von Mahmud Al-Habbasch untermauert und bestätigt worden; al-Habbasch ist Berater des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas für Islam und zudem der oberste Scharia-Richter der palästinensischen Autonomiebehörde (PA):

Mahmud Al-Habbasch betonte, dass gemäß dem islamischen Scharia-Recht das gesamte Land Palästina ein waqf ist (d.h. eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß dem islamischen Recht) und ein gesegnetes Land, von dem verboten ist auch nur einen Millimeter zu verkaufen, zu verschenken oder Die Besatzung zu ermöglichen.

[Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-lJadida, 22. Oktober 2014; Übersetzung: Palestinian Media Watch (PMW)]

Siehe auch die Erklärung PA unten, übersetzt aus dem arabischen Original:

Jeder, der glaubt, das sie Nation ihr Palästina oder ihr Jerusalem verkauft hat, bildet sich nicht nur etwas ein. Jeder, der glaubt, dass ein Tag kommen wird, an dem die Nation einen Zoll oder Millimeter des gesetzten und geheiligten Landes Palästina verkauft ist reine Einbildung. Die gesamte Nation sagt, was [PA-] Präsident Mahmud Abbas sagt: ‚Der Palästinenser, Araber, Muslime und Christen, die auch nur einen Zoll von Jerusalem preisgeben, ist noch nicht geboren und wird nie geboren werden.‘“

[Offizielles PA-Fernsehen, 20., April 2018; Übersetzung: PMW]

Der derzeitige Mufti der palästinensischen Autonomie, Mohammed Hussein, hat dieselbe Haltung bekräftigt:

Palästina, dazu gehört Jerusalem, ist Waqf-Land und es ist durch Scharia-Gesetz verboten es preiszugeben oder die Eigentums-Übertragung auf seine Feinde zu erleichtern, denn es ist Teil des öffentlichen islamischen Eigentums. Besitz über islamisches Territorium oder Teil davon Feinden zu übertragen ist ungültig und stellt Hochverrat dar.

[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 13. April 2018; Übersetzung: PMW]

Bitte beachten Sie, dass die palästinensische Autonomiebehörde dieselbe Sichtweise spiegelt, die in der Hamas-Charta dargelegt ist (Artikel 11):

Die Islamische Widerstandsbewegung [Hamas] glaubt, dass das Land Palästina ein islamisches waqf ist, geweiht für zukünftige Generation muslimische Generationen, bis zum Tag des Jüngsten Gerichts. Es oder jeder Teil davon darf nicht vergeudet werden; es oder kein Teil davon darf nicht aufgegeben werden.

Aus diesen Gründen ist der Austausch von muslimischem „Land für Frieden“ mit Israel unter dem Islam schlicht unmöglich. Hat irgendjemand in Israel je diesen Punkt bemerkt oder darüber nachgedacht – oder sind wir so ignorant dem Islam gegenüber, dass es nie angemessen in Betracht gezogen und bewertet worden ist?

Der Koran Sure 2, Vers 191 wird von Shimon Peres gegenüber 2015 einmal erwähnt. Er antwortete: „Nein. Sie haben Unrecht. Wir schlossen Frieden mit Ägypten. Wir schlossen Frieden mit Jordanien.“

Shimon Peres hatte Recht – und Unrecht.

Vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten im März 1979 bestand der ägyptische Präsident Anwar Sadat auf seiner erklärten Forderung – die auch erfüllt wurde – „jeden Quadratzentimeter des Sinai zurückzuerhalten“. Das geschah ungeachtet der ursprünglichen Verhandlungsposition Israels nach einer fortgesetzten israelischen Beobachtungspräsenz in Scharm el-Scheik und den westlichen Bergen des Sinai und Beibehaltung sowohl der von Israel entwickelten Tourismusorte Taba und Yamit nahe Eilat auf dem Sinai.

Nachdem der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten unterzeichnet wurde, konnte Sadat zum ägyptischen Volk zurückkehren und zurecht behaupten, dass er „jeden Quadratzentimeter“ des von Ägypten verwalteten muslimischen Landes zurückbekommen hatte.

Der Fall Jordanien ist noch interessanter und erhellender.

In einem zweistufigen Manöver, das im Juni 1988 begann, gab König Hussein alle jordanischen Ansprüche an Judäa und Samaria auf, die im jordanischen Wunschdenken „Westbank“ (Westufer des Jordan) genannt wurde. Sechs Jahre später, im Oktober 1994, unterschrieben Israel und Jordanien einen Friedensvertrag.

Es hatte aber ein ernstes Problem gegeben: Israel besetzte seit dem Juni 1967 drei Bereich jordanisches Land: die winzige „Friedensinsel“ mitten im Jordan und zwei Felder, die zu israelischen Siedlungen in der Arava, südlich des Toten Meeres gehörten.

In Anhang 1A und 1B des Friedensvertrags wurde das gelöst: Israel erkannte die volle jordanische Souveränität über all dieses Land an. Jordanien stimmte zu, dass Israel das Land auf dieselbe Weise weiter „nutzen“ konnte, wie vorher, für einen „rollenden“ Zeitraum von 25 Jahren, außer das wird von Jordanien mit einer einjährigen Vorlaufzeit aufgekündigt (was Jordanien Ende Oktober 2018 tat).

Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags konnte König Hussein dem jordanischen Volk gegenüber richtigerweise den Anspruch erheben, dass er jeden Quadratzentimeter des jordanisch verwalteten muslimischen Landes zurückgeholt hatte.

Was das Land Israel/Palästina selbst angeht, das „vom Fluss bis zum Meer“ reicht, überließen die Arabische Liga und Jordanien es Palästinenserpräsident Yassir Arafat und der Palästinensischen Befreiungsorganisation als einziger Instanz, die darüber mit Israel verhandeln und das lösen sollte.

Was machten Yassir Arafat und sein Nachfolger Mahmud Abbas?

Bei den Verhandlungen in Camp David im Juni 2000 zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Barak und Yassir Arafat bot Israel an 97% von Judäa und Samaria den Palästinensern abzugeben; Arafat verblüffte Barak und Präsident Bill Clinton damit, dass er nie ein Gegenangebot machte. Warum? Weil er das nicht tun konnte: Der Koran (Sure 2,191) erlaubte es nicht. Allah sagt, dass muslimisches Land niemals den Kuffar (Ungläubigen) überlassen werden kann; darauf steht der Tod. Das die Palästinenser israelische Souveränität über irgendeinen Teil palästinensischen Landes anerkennen was unmöglich. Muslimische Palästinenser hätten das nie akezptiert und Arafat wäre von seinen eigenen Leuten ermordet worden.

Nachdem die Verhandlungen in Camp David gescheitert waren, wurde Arafat von einem arabisch-israelischen muslimischen Journalisten auf Arabisch gefragt, warum er die Verhandlungen verlassen habe. „Weil die Israelis uns nicht 100% geben wollten!“, antwortete er. Der Koran verfügt, dass Arafat ganz Palästina zurückholt, angefangen mit der sogenannten „Westbank“. Er hatte nicht die Freiheit es anders zu machen.

Sieben Jahre später war es bei den Verhandlungen zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf der Konferenz in Annapolis im November 2007 genau dasselbe: Ehud Olmert machte den Palästinensern ein sehr großzügiges Angebot von 97% von Judäa und Samaria, wobei Jerusalem kreuz und quer zerschnitten wurde, eine Landverbindung zwischen dem Gazastreifen und Judäa und Samaria geschaffen wurde und sogar einige palästinensischen Flüchtlingen die Rückkehr nach Israel gestattet wurde.

Aber wie reagierte Abbas? Auch er machte kein Gegenangebot. Warum? Weil er das nicht tun konnte (Sure 2,191). Der Koran verbot die Anerkennung israelischer Souveränität über jeglichen Teil muslimisch-palästinensischen Landes, muslimische Palästinenser würde das nie akzeptieren und Abbas wäre von den Palästinensern ermordet worden.

Gemäß dem Koran ist den Palästinensern befohlen ALLES palästinensisch-muslimische Land „vom Fluss bis zum Meer“, ein heiliges waqf unter dem Scharia-Recht zurückzuholen. Das Konzept des israelisch verwalteten muslimischen Landes (d.h. Anerkennung der Souveränität des Staates Israel über jeglichen Teil von Palästina) ist im Islam nicht möglich.

Ist Ihnen jemals aufgefallen, dass palästinensische Ansprüche immer in auf Land baiseenden Begriffen wurzeln? Sie sprechen von der „Besatzung“ ihres Landes, davon von den Israelis 1948 aus Palästina „vertrieben“ worden zu sein und ihr gesamtes Land „vom Fluss bis zum Meer“ zurückzugewinnen. Das oberste Gesetz der palästinensischen Autonomie macht Landverkäufe von Palästinensern an Juden zur Straftat, die mit dem Tod bestraft wird. Mohammed gab auf seinem Todesbett einen Befehl „die Juden und Christen aus der Arabischen Halbinsel zu vertreiben und niemanden außer Muslimen dort zu behalten“. Die Hamas–Krawalle an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen finden im Gedenken an den „Tag des Landes“ statt. Lässt irgendetwas davon etwas klingeln?

In den Oslo-Vereinbarungen versprachen die Palästinenser den Staat Israel innerhalb der „Grünen Linie“ anzuerkennen und die PLO-Charta entsprechend zu abzuändern. Das haben sie nie getan. Sie können und wollen das nicht tun, ohne gegen Allahs Gebot in Sure 2,191 zu verstoßen.

Wenn man an die tausenden Stunden Verhandlungen von Israel, den USA und anderen internationalen Unterhändlern denkt, die seit Oslo versuchen eine Endvereinbarung mit den Palästinenser zu einer „Zweistaatenlösung“ zu finden, dann erinnert das an das „Spiegel-Prinzip“.

Israelische, amerikanische und andere Politiker und Unterhändler glauben weiter, dass sie mit „dem Mann im Spiegel“ verhandeln, d.h. jemandem, der wie sie auf eine westliche, säkulare Weise denkt, ohne Rücksicht auf vorherrschende religiöse Faktoren.

Manche Kommentatoren erklären, dass die Führung der Palästinenser, angefangen mit Yassir Arafat, säkular ist. In dem Maß, wie das stimmen könnte, spielt es keine Rolle. Das palästinensische Volk ist gewiss nicht säkular. Eine vom Jerusalem Media and Communication Centre durchgeführte Umfrage, die am 6. August 2018 veröffentlicht wurde, wollte von den Palästinensern in Judäa und Samaria (der „Westbank“) und dem Gazastreifen wissen: „Spielt Religion im Allgemeinen eine wichtige Rolle in Ihrem Leben?“ Die Antwort lautete in der Westbank zu 96,8% „Ja“, im Gazastriefen zu 99,2% „Ja“.

Israelische und amerikanische Unterhändler verhandeln nicht mit „dem Mann im Spiegel“ wie sie selbst es sind, sondern mit religiösen Palästinensern muslimischen Glaubens. Ein wenig mehr harte Kenntnisse über den Islam, der der „Elefant im Raum“ ist, würde helfen die Palästinenser als von ihren eigenen, ernst genommenen religiösen und kulturellen Imperativen getrieben zu begreifen, die das genaue Gegenteil derer der Israelis und Amerikaner sind.

Die Erfindung der Islamophobie

Islamophobie wurde erfunden, um diejenigen Muslime zum Schweigen zu bringen, die den Koran infrage stellen und die Gleichberechtigung der Geschlechter fordern.

Pascal Bruckner, signandisght.com, 1. März 2011

Ende der 1970-er Jahre erfanden iranische Fundamentalisten den Begriff „Islamophobie“, der in Analogie zu „Xenophobie“ (Fremdenfeindlichkeit) gestaltet wurde. Das Ziel dieses Wortes bestand darin den Islam für unantastbar zu erklären. Wer immer diese Grenze überschreitet, wird für einen Rassisten gehalten. Dieser totalitärer Propaganda würdige Begriff ist bewusst unspezifisch dazu gehalten, ob er sich auf eine Religion bezieht, auf ein Glaubenssystem oder auf seine gläubigen Anhänger weltweit.

Aber Bekenntnis hat weniger mit Rasse gemein als mit säkularer Ideologie. Muslime wie auch Christen kommen aus der arabischen Welt, Afrika, Asien und Europa, genauso wie Marxisten, Linke und Anarchisten von überall kommen und kamen. In einer Demokratie ist niemand verpflichtet Religion zu mögen und bis das Gegenteil bewiesen wird, haben sie das Recht sie als rückschrittlich und irreführend anzusehen. Ob man es legitim oder absurd findet, dass manche Leute den Islam mit Misstrauen betrachten – wie sie mal mit dem Katholizismus machten – und seinen aggressiven Bekehrungseifer und Anspruch auf total Wahrheit ablehnen – das hat nichts mit Rassismus zu tun.

Reden wir über „Linkenphobie“ oder „Sozialistenphobie“, wenn jemand sich gegen die Verteilung von Wohlstand und Marktbeherrschung ausspricht? Oder sollten wir die Blasphemie, die von der Revolution 1791 abgeschafft wurde, wieder als Straftatbestand einführen, ganz auf der Linie der jährlichen Forderung der „Organisation der Islamischen Konferenz“? Oder auch des französischen Politikers Jean-Marc Roubaud, der angemessene Strafe für jeden fordert, der „religiöse Gefühle einer Gemeinschaft oder eines Staates verächtlich macht“? Offene Gesellschaften sind angewiesen von friedlicher Koexistenz des Grundsatz-Glaubenssystems und dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Religionsfreiheit wird garantiert, so wie die Freiheit Religionen zu kritisieren garantiert wird. Die Franzosen, die sich von Jahrhunderten kirchlicher Herrschaft befreit haben, ziehen Diskretion vor, wenn es um Religion geht. Ein separates Recht für die eine oder andere Gemeinschaft zu fordern, gegen das Recht auf Infragestellung von Dogma Einschränkungen zu verhängen, ist eine Rückkehr zum Ancien Regime.

Der Begriff „Islamophobie“ bedient eine Reihe von Funktionen: Er bestreitet die Realität einer islamischen Offensive in Europa, damit diese umso mehr legitimiert wird; er greif den Säkularismus an, indem dieser mit Fundamentalismus gleichgesetzt wird. Vor allem aber will er all diejenigen Muslime zum Schweigen bringen, die den Koran infrage stellen, die Gleichberechtigung der Geschlechter fordern, die das Recht in Anspruch nehmen die Religion aufzugeben und die ihren Glauben frei und ohne sich den Diktaten der Bärtigen und Doktrinären unterwerfen zu müssen. Es folgt, dass junge Frauen stigmatisiert werden, wenn sie den Schleier nicht tragen, wie französische, deutsche oder englische Bürger maghrebinischer, türkischer, afrikanischer oder algerischer Herkunft, die das Recht auf religiöse Gleichgültigkeit fordern, das Recht nicht an Gott zu glauben, das Recht während des Ramadan nicht zu fasten. Auf diese Abtrünnigen wird mit Fingern gezeigt, sie werden der Wut ihrer religiösen Gemeinschaften ausgeliefert, um alle Hoffnung auf Veränderung bei den Anhängern des Propheten zu unterdrücken.

Auf globaler Ebene begünstigen wir die Erstellung eines neuen Gedankenverbrechens, eines, das stark an die Art erinnert, wie die Sowjetunion mit „Volksfeinden“ umsprang. Und unsere Medien und Politiker geben ihnen ihren Segen. War es nicht der französische Präsident – nie einer, der keinen Missgriff auslässt – höchstselbst, der Islamophobie mit Antisemitismus vergleich? Rassismus greift Menschen für das an, was sie sind: schwarz, arabisch, jüdisch, weiß. Der kritische Verstand  andererseits untergräbt offenbarte Wahrheiten und unterwirft die heiligen Schriften Exegese und Transformation. Die beiden durcheinander zu bringen bedeutet die religiösen Fragen von einer intellektuellen auf eine juristische Ebene zu verschieben. Jeder Einwand, jeder Witz wird zum Verbrechen.

Die Schändung von Gräbern oder heiligen Stätten ist natürlich eine Sache für die Gerichte. In Frankreich sind es zum größten Teil christliche Friedhöfe oder Kirchen, die davon betroffen sind. Wir wollen nicht vergessen, dass heute das Christentum von allen monotheistischen Religionen die am stärksten verfolgte ist – insbesondere in islamischen Ländern wie Algerien, dem Irak, Pakistan, der Türkei oder Ägypten. Es ist einfacher in London, New York oder Paris Muslime zu sein als Protestant oder Katholik im Nahen Osten oder Nordafrika. Aber der Begriff „Christenphobie“ wirkt nicht – und das ist gut so. Es gibt Worte, die die Sprache beflecken, die Bedeutung vernebeln. „Islamophobie“ ist eines der Worte, die wir dringend aus unserem Vokabular löschen müssen.