Des Islams giftige Projektionen auf Ungläubige

Raymond Ibrahim, 7. Juli 2021

Nabil H. Salama: Von Jihadisten hingerichtet wegen der Beschuldigung, er habe wie ein Jihadist gehandelt (Ayat Oraby, rechts)

Vor kurzem wurde ein Christ im Sinai von muslimischen Terroristen hingerichtet; das demonstriert eine wenig bekannte, aber interessante Tatsache: Der Grund, dass so viele „radikale“ Muslime unschuldige „Ungläubige“ ins Ziel nehmen, gründet oft auf Projektion, ein Wort, das als „die Zuschreibung der eigenen Ideen, Gefühle oder Einstellungen auf andere Menschen“ definiert wird. Ein akademischer Artikel bzw. ein Buchkapitel führt näher aus: „Projektion erlaubt dem Mörder seinen (inakzeptablen) Wunsch zu töten (foltern, vergewaltigen, stehlen, dominieren usw.) auf eine Zielgruppe oder Person zu projizieren. Das dämonisiert sein Ziel und macht noch akzeptabler es zu töten.“

So sagte der Sprecher im Video der Hinrichtung des 62-jährigen Christen Nabil H. Salama vom 17. April 2021, dass er schuldig war und getötet wurde, weil er im Sinai eine Kirche baute, die irgendwie ruchlose Tätigkeiten betrieb, die die islamische Ordnung untergraben sollten – genau das, was viele Moscheen im und mit dem Westen tun.

Genauso erstellte der Islamische Staat, nachdem er 2015 an einem Strand in Libyen 21 zumeist ägyptische Christen abschlachtete, ein Video, in dem er sein Tun als „Vergeltung“ gegen die Koptische Kirche darstellte; diese wird von ISIS und anderen „Radikalen“ regelmäßig beschuldigt muslimische Frauen zu entführen, zu foltern und zum Christentum zu konvertieren – alles Dinge, die Muslime regelmäßig Christen in Ägypten antun. (Offenbar war die Ermordung von fast 60 Christen in einer Kirche in Bagdad vor ein paar Jahren – die die Jihadisten dann ebenfalls als Vergeltung gegen die Konversionen muslimischer Frauen durch die koptische Kirche darstellten – nicht genug.)

Als ein muslimischer Kleriker sagte: „Wann immer sie [die USA] in ein muslimisches Land einmarschieren, dann schlagen sie an einem Sonntag zu“, betrieb auch er Projektion. Muslimische Mob-Aufstände gegen Christen und ihre Kirchen innerhalb und außerhalb Ägyptens finden fast immer an Freitagen statt – und das ist ganz natürlich: Denn das ist der Tag der Woche, an dem Muslime sich zum Gebet in Moscheen versammeln, nur um Predigten zu hören, die sie gegen Ungläubige aufstacheln.

Aber das vielleicht beste Beispiel ist Ayat Oraby, eine muslimische Frau, die in den sozialen Medien populär ist. In einem Video von 2016 (das um dieselbe Zeit erschien, in der eine Behörden sagten, es würde „alle zwei oder drei Tage“ Angriffe auf ägyptische Christen geben), versuchte sie so viel Feindschaft wie möglich gegen diese zu schüren. Nachdem sie die koptische Kirche als einen „Haufen Gangster“ und eine „totale Mafia“ bezeichnete, die [Ägypten] „aus dem Hintergrund heraus beherrscht“, beschuldigte sie sie des „Hortens von Waffen in Kirchen“ und „danach zu streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“, im Versuch „einen Krieg gegen den Islam“ fortzuführen.

Derweil steht Ägypten zurück in der realen Welt – die aus rund 200 Nationen besteht – an 16. Stelle auf der Liste der schlimmsten Staaten, um als Christ dort zu leben; sie erleben dort „sehr starke Verfolgung“. Die Entführung christlicher Frauen und Kinder und ihre Zwangskonversion zum Islam ist dort Alltag; ganze christliche Dörfer und Kirchen werden regelmäßig aufgrund des Gerüchts in Brand gesetzt, ein Christ irgendwo habe in den sozialen Medien Mohammed „gelästert“ oder ein Christ führe eine Beziehung mit einer muslimischen Frau.

Aber viele Muslime wie diese Ayat Oraby, die sich ständig selbst als Opfer verstehen, sind solchen Fakten gegenüber blind; ihre Vorstellung von der Realität ist vom Islam geprägt. Und wenn der Islam ständige Feinschaft gegen den „anderen“ fordert, der unterworfen und unterwandern wird, dann bedeutet das, dass der „andere“ ständig daran arbeitet Muslime zu unterwerfen und zu unterwandern.

Orabys Anschuldigungen, Ägyptens Christen würden die Ereignisse „aus dem Hintergrund heraus“ kontrollieren, ist so ironisch wie alt. 2010 beschwerte sich der prominente ägyptischer Kleriker Khalid al-Jundi, in Ägypten würden „Muslime weniger Rechte haben als Christen und hätten nicht einmal das Reicht ihren Glauben zu leben wie die Christen“. In Wirklichkeit und wie durchaus bekannt ist, sehen sich christliche Kirchen gewaltigen Einschränkungen ausgesetzt; allein schon von einem Gebäude zu reden löst Massenkrawalle und Angriffe auf Christen aus.

Darüber hinaus: Ist es in einem Land, in dem der Islam uneingeschränkt herrscht; in dem die Scharia (die die Unterjochung von Nichtmuslimen gebietet, so wie in Sure 9,29) Teil der Verfassung ist; in dem jedes Segment der muslimischen Bevölkerung – von Terroristen über Mobs bis zur Obrigkeit selbst – christlichen Minderheiten auf verschiedenen Ebenen schikaniert; wo Christen über Jahrhunderte der Verfolgung konditioniert worden sind dankbar zu sein wenn sie einfach in Ruhe gelassen werden – angemessen zu glauben, dass dieselben, geknechteten „Ungläubigen“, die nur zehn Prozent der Bevölkerung stellen, einen gewalttätige Machtübernahme Ägyptens planen?

Orabys Behauptung, Ägyptens Christen würden „in Kirchen Waffen horten“ und „danach streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“ um weiter „Krieg gegen den Islam zu führen“ ist nur ein weiterer veralteter Vorwurf. Mohammed Salim al-Awwa, früherer Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter, erschien einmal auf Al-Jazira und beschuldigte die Kopten in einer wilden Triade „Waffen und Munition in ihren Kirchen und Klöstern zu lagern“ – importiert ausgerechnet aus Israel, das er „das Herz der koptischen Sache“ nannte – und „Krieg gegen Muslime vorzubereiten und zu führen“. Er warnte, wenn nichts unternommen werde, „wird das Land brennen“; dazu hetzte er Muslime auf „der Stärke der [koptischen] Kirche entgegenzuwirken“.

In Wirklichkeit sind alles, was brennt, von muslimischen Mobs und Terroristen angezündete koptische Kirchen – so wie als 2013 nach dem Sturz des Muslimbruders Mohammed Morsi fast 70 Kirchen angegriffen und viele zerstört wurden. Darüber hinaus sind es Muslime, die Waffen schmuggeln und horten, darunter in Moscheen, um ihre separatistischen Jihade zur Abspaltung von „Ungläubigen“-Mächten zu schüren.

Kurz gesagt und wie der Aktivist Mounir Bishai es einst ausdrückte:

Plötzlich schalteten wir [die koptischen Christen] von Beschwerden auf Selbstverteidigung, von der Einforderung unserer Rechte in den Versuch die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass wir anderen ihre Rechte nicht vorenthalten… Heute werden wir beschuldigt Waffen anzuhäufen… Wie sind wir auf einmal von Verfolgten zu Verfolgern geworden, von der schwachen [Seite] in die starke und tyrannische, von der angegriffenen [Seite] in die ehrlosen Angreifer, von der armen [Seite] in die der reichen Ausbeuter? Wie konnten diese Lügen sich so weit verbreiten, ohne dass wir irgendwie Boden gutmachten oder unsere Lage auch ein winziges Bisschen verbessern?

Selbst im Bereich der Theologie sind Muslime fähig die Vorstellungen des Islam zu Jihad und „Märtyrertum“, des Kampfs für den Islam bis zum Tod, auf christliche Theologie zu projizieren. Inmitten der Beschuldigungen, dass die Kopten Waffen anhäufen, um Krieg gegen die Muslime zu führen, erklärte einst die Al-Azhar-Gelehrtenfront, die aus Absolventen der Al-Azhar besteht:

Das Christentum … definiert ständig seine offene und versteckte Politik der Eliminierung aller seiner Rivalen oder Entwürdigung [der Anhänger anderer Religionen] und beraubt sie jeglicher Gründe zu leben, so dass sie gezwungen werden zum Christentum zu konvertieren.

Fakt ist, dass das genau das ist, was der Islam tut: [er] „eliminiert alle seine Rivalen“ durch Jihad; oder erniedrigt über die Institution des Dhimmitums „[Anhänger anderer Religionen] und nimmt ihnen jeden Grund zu leben, so dass sie gezwungen werden zum Islam zu konvertieren“.

Ebenso wurde auch, als Bischof Bishoy erklärte, Ägyptens Christen seien wegen der Zunahme ihrer Verfolgung am Punkt des Märtyrertums angelangt, das gründlich als Erklärung von „Krieg bis zum Tod“ „islamisiert“, auch durch al-Awwa, der in seiner Tirade behauptete: „Vater Bishoy erklärte, dass sie am Punkt des Märtyrertums stehen, was nur Krieg heißen kann. Er sagte: ‚Wenn ihr von unseren Kirchen redet, werden wir den Punkt des Märtyrertums erreichen.‘ Das bedeutet Krieg!“

Natürlich lautet die Vorstellung, dass ein Märtyrer jemand ist, der Krieg führt und im Jihad – im „heiligen Krieg“ – stirbt (z.B. Sure 9,111). Selbst das maßgebende Hans Wehr Arabic-English Dictionary übersetzt Schahid („Märtyrer“) als „jemand, der im Kampf mit Ungläubigen getötet wird“. Andererseits hat christliches Märtyrertum immer bedeutet verfolgt und getötet zu werden, weil man es ablehnt dem Christentum abzuschwören – und das ist genau die Definition, die auf Ägyptens Christen zutrifft, die Definition, die Bischof Bishoy eindeutig meinte.

Zufälligerweise sind muslimische Projektionen auf koptische Christen beispielhaft für muslimische Projektionen auf alle Christen – tatsächlich auf alle Nichtmuslime (einschließlich, wenn nicht insbesondere Juden und Israel). Die Kopten liefern lediglich ein eindringliches Beispiel für das Phänomen.

Um es zusammenzufassen:

  • Muslime entführen regelmäßig christliche junge Frauen, missbrauchen sie, unterziehen sie einer Gehirnwäsche und zwingen sie zu konvertieren – und jetzt werden Christen beschuldigt genau das zu tun.
  • Muslime schmuggeln und horten regelmäßig Waffen, auch in ihren Moscheen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau das zu tun.
  • Muslime versuchen ständig Staaten Ungläubiger abzuspalten oder zu erobern – und jetzt werden Ägyptens Christen beschuldigt genau das zu tun.
  • Gemäß ihrer Doktrin von Jihad und Dhimmitum versuchen Muslime Ungläubige auszulöschen oder zu unterwerfen –und jetzt werden Christen so dargestellt, sie würden genau das versuchen.
  • Regelmäßig bricht freitags islamische Gewalt aus und jetzt werden Christen (oder ein Westler) beschuldigt sonntags gegen den Islam vorzugehen.
  • Islamisches Märtyrertum bedeutet andere und sich selbst zu töten während man Jihad führt um den Islam zu stärken – und jetzt wird christliches Märtyrertum, das immer bedeutet hat lieber den Tod zu akzeptieren als dem Glauben abzuschwören, als genau dasselbe definiert.

Schlussendlich bietet dieser ausführliche Exkurs in islamische Projektion einen weiteren, genauso wichtigen Hinweis: Wenn zivilisatorische Projektion die Welt des Islam derart durchdringt, könnte das auch der Grund sein, dass die Leute im Westen – von denen sich die meisten zum Christentum bekennen oder zumindest von dessen Ethik und Bräuchen beeinflusst sind – die Realitäten des Islam nicht akzeptieren können? Weil sie auch die Ideale ihrer religiösen Überlieferung – eine, die gegenüber Feinden Liebe, Toleranz und Vergebung predigt – auf Muslime und den Islam projizieren und daher darauf bestehen sie in einem positiven Licht zu sehen?

Faktencheck: Repräsentiert der israelische Premierminister Naftali Bennett „hauptsächlich jüdische Westbank-Siedler“?

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 15. Juni 2021

Die Vereidigung der neuen, von Premierminister Naftali Bennett geführten israelischen Regierung, eine Entwicklung, die Benjamin Netanyahus 12-jährige Amtszeit beendete, ist auf der ganzen Welt weithin berichtet worden. Kurz vor der Vertrauensabstimmung am Sonntag betonte Bennett, dass seine Regierung einen breiten Querschnitt der israelischen Bürger repräsentiert, die von Ofra [ein Gemeinde in der Westbank] bis Tel Aviv und von Rahat [einer Beduinenstadt im Negev] bis nach Kiryat Schmona reicht.

Trotzdem haben zahlreiche Medien behauptet, Bennetts Hauptwählerschaft bestehe aus den Israelis, die als Ultranationalisten bezeichnet werden oder jenseits dessen wohnen, was allgemein als die „Grenzen von vor 1967“ bezeichnet wird.

Beachten sie zum Beispiel den folgenden Satz, der in einem von Associated Press produzierten Artikel auftauchte: „Bennett (49) ist ein ehemaliger Stabschef Netanyahus, seine kleine Partei ist bei religiösen Juden und Siedlern der Westbank beliebt ist.“ [Hervorhebung hinzugefügt]

Die israelische Journalistin Noga Tarnopolsky trieb diese Behauptung einen Schritt weiter, als sie in The Daily Beast schrieb, Yamina repräsentiere „zumeist jüdische Siedler der Westbank“. Ebenso behauptete Jeff Halper von The Nation, Bennetts Basis bestehe aus „religiösen Siedlern“.

Wählerdaten aus der Wahl vom März, die Bennett an die Macht brachte, beweisen hingegen, dass diese Behauptungen schlichtweg falsch sind.

Tatsächlich lebt die Mehrheit derer, die für Bennett stimmten, nicht in der Westbank. Mehr als 75 Prozent der Stimmen für Yamina wurden von israelischen Bürgern abgegeben, die in Städten und Orten innerhalb der Grünen Linie liegen, zum Beispiel Petah Tikva, Tel Aviv, Rischon LeZIon, Netanya und Haifa. Weitere 14,5% kamen per Briefwahl von israelischen Diplomaten im Ausland, Soldaten, Häftlingen und Krankenhauspatienten. Bei der Wahl im März stimmten auch diejenigen, die wegen des Coronavirus in Quarantäne waren, mit diesen sogenannten Doppel-Briefumschlägen ab.

Stimmen für die Partei Yamina (Wahl vom März 2021)

Tatsächlich wurden nur 10% der gesamten Stimmen, die Yamina einfuhr, in der Westbank abgegeben; nur etwa 13 Prozent aller Stimmen, die von in der Westbank lebenden Israelis abgegeben wurden, gingen an Bennett. Genauer gesagt erhielt Yamina die meisten Stimmen aller Parteien in nur 21 von 126 jüdischen Gemeinden in der Westbank. Weit beliebter waren die Partei Religiöser Zionismus (führender Stimmengewinner in 51 Orten) und Netanyahus Likud (37).

Daher ist die Behauptung Bennett repräsentiere „zumeist Westbank-Siedler“ schlicht falsch. Etwas anderes zu behaupten, stellt sogar ein weiteres Beispiel für faulen Journalismus dar, weiteren Beweis, dass Reporter einmal mehr falschen Narrativen vertrauen statt sich damit zu abzugeben tiefer in den Zahlen zu graben.

Wie immer offenbaren Fakten die wahre Geschichte.

Der Krieg, den Sie nicht sehen: eine klarsichtige Ansicht

Ein Krieg ist im Gang – aber nicht der, an den Sie denken. Dies ist ein echter Schlüssel zu Frieden im Nahen Ostern.

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 19. Mai 2021

Kontext ist wichtig. Nirgendwo ist er wichtiger als im Nahen Osten.

Der aktuelle massive Abtausch von Raketenfeuer in Israel und dem Gazastreifen wurde von einem Streit um vier palästinensische Häuser in einem Viertel von Jerusalem namens Scheik Jarrah ausgelöst. Ein wenig Hintergrund: Juden haben dort Generationen lang gewohnt, wurden aber alle von den Jordaniern bei deren Einmarsch getötet oder vertrieben. Die palästinensischen Familien in Scheik Jarrah, die selbst Generationen dort wohnten, gaben immer zu, dass die Juden zuerst da waren und dass die Seiten daran arbeiten sollten Koexistenz und Kompromiss zu finden, trotz der geteilten Verluste und Schmerzen.

Das ist kein unbedeutendes Detail. Es ist aber im Großteil der Berichterstattung zum jüngsten tödlichen Konflikt verloren gegangen.

Als gerade ein friedlicher Kompromiss möglich schien – einer, der den ursprünglichen jüdischen Einwohnern erlauben sollte ihr Eigentum wiederherzustellen, während gleichzeitig die derzeitigen palästinensisch Bewohner verbleiben können – drohte jedoch die palästinensische Autonomiebehörde den palästinensischen Familien für den Fall, dass sie dem Deal mit Israel zustimmen; das führte zu einem langgezogenen (aber noch nicht abgeschlossenen) Zwangsräumungsprozess.

Immer auf der Suche nach Möglichkeiten Zwietracht zu säen, nutzte die PA die Geschichte als Auslöser zur Aufstachelung zu gewalttätigen Protesten an der muslimischen heiligen Stätte, der „Al-Aqsa“-Moschee. Hunderte Randalierer warfen Sprengsätze und Felsbrocken. Die israelische Polizei reagierte mit nicht tödlichen Mitteln zu Kontrolle von Menschenmengen, um die heiligen Stätten und diejenigen unschuldigen Muslime zu schützen, die einfach nur beten wollten.

Gesamtopferzahl: Null.

Inzwischen begann die Hamas willkürlich Raketen auf Jerusalem zu schießen, womit sie sich offensichtlich Geltung verschaffen wollten. (Fakten sind wichtig: Die Hamas ist eine international als Terrororganisation anerkannte Gruppe, die über die Palästinenser des Gazastreifens herrscht und die PA hat gerade erst Wahlen gestrichen, von denen vorausgesagt wurde, dass die Hamas sie gewinnen würde.)

In einer ironischen Umkehr des üblichen Narrativs war es in Wirklichkeit die IDF mit ihrem Raketenschild Eiserne Kuppel, die die Al-Aqsa schützte, während die vom Iran finanzierte Hamas die Moschee in die Schusslinie brachte, ganz zu schweigen von der diversen Bevölkerung. Raketen erschütterten dann andere Städte in ganz Israel, einschließlich Tel Avivs, am häufigsten in Bereichen ohne jegliche militärische Ziele. Das Trommelfeuer begann am Montag, den 10. Mai.

Tatsache: Hamas tötet Palästinenser

Hier ist eine ernüchternde Statistik, die irgendwie auf dem Radarschirm der vom Nahen Osten besessenen Öffentlichkeit fehlt: Ungefähr ein Drittel der Hamas-Raketen und Flugkörper ging zu kurz und schlug im Gazastreifen ein. Tatsächlich tötete ein solcher Treffer am ersten Tag des Konflikts 17 Menschen, darunter drei Kinder. In der Folge schlugen weitere Hunderte ein, was für die meisten, wenn nicht alle Toten unter den [zivilen] Palästinensern verantwortlich sein könnte.

Das ist ein entscheidendes Detail. Israels Reaktion: Präzisionsangriffe auf militärische Einrichtungen, denen vorab Warnungen vorausgingen, die Gebäude zu evakuieren. Die Hamas muss immer noch Beweise vorlegen, dass irgendein palästinensischer Zivilist durch israelisches Feuer getötet wurde statt durch die Raketen der Hamas. Inzwischen, während dies geschrieben wird, hat die Hamas rund 3.400 Raketen auf Israel geschossen, die Israelis und Palästinenser gleichermaßen töten und verstümmeln. Schlimmer noch: Die Hamas schießt diese Raketen aus zivilen Bereichen – ein doppeltes Kriegsverbrechen: von Zivilisten aus auf Zivilisten zu schießen.

Die Wahrheit ist wichtig. Nirgendwo ist das wichtiger als im Nahen Osten. Wenn Frieden das Ziel ist, dann müssen wir die Kriegstreiber identifizieren.

Krieg und Frieden

In dem komplexen Milieu des Nahen Ostens – mit konkurrierenden Narrativen, Verdrehung und dem Staub der Stürme in sozialen Medien – ist es schwierig zu verstehen, was passiert. Lassen Sie mich vorschlagen, dass das, was sich jetzt tragischerweise entfaltet, die Geschichte von gewöhnlichen Menschen ist, die den Schmerz des anderen spürten und versuchten Frieden zu schließen, was aber von der palästinensischen Autonomiebehörde verhindert wurde.

Ja, auch das ist eine Kriegsgeschichte, aber nicht die, an die Sie denken.

Es ist ein Krieg gewöhnlicher Palästinenser und Israelis gegen eine Terrororganisation und eine korrupte PA-Regierung, die beide ihre Ressourcen aufwenden, um das palästinensische Volk zu unterdrücken, Israelis anzugreifen und den Frieden, koste es, was es wolle, zu verhindern.

Der dramatische und tödliche Konflikt in Israel und dem Gazastreifen hat zurecht die Aufmerksamkeit der gesamten Welt ergriffen. Wir in Israel sind daran gewöhnt die „hasbara“ (PR)-Schlacht zu verlieren, aber im Moment ist die Wahrheit wiederherzustellen wichtiger als Israels Ruf auf der Weltbühne zu retten.

Über die Ursprünge des aktuellen Desasters – und die Quelle der tödlichen Zerstörung – die Wahrheit zu erzählen ist entscheidend, wenn wir an eine friedliche Lösung – und Zukunft – glauben wollen.

Es mag radikal scheinen das zu sagen, aber Frieden ist nicht gar so schwer: Wir müssen aufhören ihn zu verhindern. Genauer gesagt, müssen wir diejenigen korrekt bestimmen und aufhalten, die ihn verhindern. Wenn die palästinensische Regierung über Ihren „Märtyrerfonds“ von jährlich $400 Millionen Geld für Terrorismus ausgibt oder die Palästinenser bedroht, sie dürften nicht mit ihren jüdischen Nachbarn zusammenzuleben, dann ist es das, was Krieg schafft.

Unsere Rolle als Weltgemeinschaft besteht darin Terrorgruppen so stark zu treiben, dass sie vom Verhindern von Frieden abgehalten werden und den Menschen, die ihn so verzweifelt wollen, eine Chance zu geben ihn zu erreichen.

In Syrien, wo ISIS das syrische Volk unterdrückte, und in Afghanistan, wo Al-Qaida und die Taliban das afghanische Volk unterdrückten, haben wir als internationale Gemeinschaft dieses Phänomen richtig verstanden. Hamas und die PA sind genauso wenig „die Palästinenser“, wie man ISIS als „das syrische Volk“ bezeichnen kann. Palästinenser und Israelis sind Opfer dieser Gruppen. Langfristig sind wir das alle.

Lasst uns der Wahrheit, Kontext und Klarsichtigkeit verpflichtet sein, während wir uns anstrengen Israelis und Palästinenser in einen wenn auch vielleicht nur unsicheren Zustand sofortiger Ruhe zurückzubringen und von da aus schließlich zu wahrem Frieden und Koexistenz, was durchaus erreichbar ist.

Der dichtbesiedelte Gazastreifen

Ein Blick auf/über den Gazastreifen mit Google Earth – so viel freie Fläche hat das angeblich und immer wieder verlogen so bezeichnete (bei einigen ist es wohl eher Propaganda nachplappernde Dummheit) „am dichtesten besiedelte Gebiet der Welt“:

Gedankensplitter: Heiko Maas will Waffenstillstand verursachen

Heute ist Heiko Maas, wie angekündigt, nach Israel geflogen, um am liebsten einen Waffenstillstand herbeizuführen.

Er ist nicht alleine und es gibt noch eine ganze Reihe anderer Stimmen, die nach Waffenstillstand rufen.

Warum? „Um die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten zu schützen“, „damit es nicht noch mehr Tote gibt“ usw.

Was können wir diesen Leuten attestieren? Nur eines: Sie haben aus der Vergangenheit nichts, aber auch gar nichts gelernt.

Wir erleben das übliche Ritual: Die Terroristen fangen an zu schießen (und werden dafür nicht kritisiert). Sobald Israel sich wehrt, gehen die Wellen hoch. Pallywood wird in Gang gesetzt, die pawlowschen Hunde der NGOs, der Medien und der Politik fangen an zu bellen und es wird gejammert, dass Menschen umkommen, weil Israel so unverhältnismäßig agiert. Es muss ein Waffenstillstand her, schnellstens, damit wieder Ruhe einkehrt! Und in der Regel wird es Israel angelastet, wenn das nicht gleich funktioniert.

Naja, diesmal ist es ein klein wenig anders: Die üblichen Verdächtigen üben sich in den leeren Worten, dass Israel das Recht hat sich zu verteidigen. Dass die Hamas aufhören soll zu schießen. Aber Verständnis für den Raketenbeschuss haben sie schon noch, die Herrschaften. (Oder muss ich in der Genderwahn-Epoche auch von Damschaften schreiben?)

Und was passiert? Die Terroristen machen weiter, bis sie nicht mehr können. Dann jammern sie und die „internationale Gemeinschaft“ übt noch mehr Druck auf Israel aus, damit es sich gegen die Terroristen nicht weiter wehrt. Dann tritt eine Weile „Ruhe“ ein, die Terroristen rüsten wieder auf, bis sie sich wieder stark genug fühlen Israel wieder anzugreifen. Und legen wieder los.

So sieht der von den Friedensbesoffenen so oft beschworene „Kreislauf der Gewalt“ aus: Sie lassen die Terroristen bestimmen, was passiert und wie der Krieg geführt wird. Sie üben keinen Druck auf die Terroristen aus, damit die endlich aufhören und das „Spiel“ nicht jedes Mal von vorne beginnen.

Die Maasniks wollen nicht sehen, dass das alles ein vorhersagbarer Ablauf ist, der sich jedes Mal zuverlässig wiederholt. Der sich nicht ansatzweise ändert. Und immer dieselben Folgen hat, nur jedes Mal für Israel schlimmer. Waren 2008/09 „nur“ die unmittelbar am Gazastreifen liegenden Ortschaften unter Raketenfeuer, steigert sich das bei jeder „Auseinandersetzung“, heute reichen die Raketeneinschläge bis kurz vor Jerusalem, hinter Tel Aviv und fast nach Eilat. Umgekehrt geht die Zahl der zivilen Todesopfer bei den Gazanern immer weiter zurück; waren es 2014 noch mehr als 2.000 insgesamt (davon zwei Drittel bis drei Viertel Terroristen), sind es jetzt (aktuell) knapp über 200, fast alles Terroristen – und die zivilen Opfer sind vorwiegend durch noch im Gazastreifen einschlagende Terrorraketen verursacht. Und trotzdem wird Israel wieder Unverhältnismäßigkeit vorgeworfen, noch verlogener, als es bisher schon immer war.

Aber da liegt das Problem: Alles wie immer – wie es anfängt, warum es anfängt, wie es läuft und wie es zu Ende geht/gehen soll. Trotzdem glauben diese Friedensbesoffenen, es werde diesmal anders sein. Auch wie immer.

Fazit: Diese Leute, wie das Maas-Männchen, weigern sich aus der Vergangenheit zu lernen. Erfahrung zählt nichts, die wollen einfach nur ihre ideologische Verblendung leben, ohne Rücksicht auf die Realität, ohne jedes Verständnis für die Fakten vor Ort.

Es gibt da ein berühmtes Zitate das (fälschlich) Einstein zugeschrieben wird: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Sehr geehrter Herr Maas (und viele andere), dementsprechend ist es nicht falsch, Ihnen Wahnsinn zu attestieren. Vorausgesetzt, Sie glauben tatsächlich, was Sie da von sich geben.

Die Armut der palästinensischen Terroristen

Fundstück auf twitter, 7. Mai 2021:

Text: Mir wurde gesagt, das sei das Haus des Terroristen hinter dem Anschlag mit Schüssen aus dem Auto heraus, bei dem ein israelischer Schüler getötet wurde und zweitere ins Krankenhaus mussten.
Erzählt mir mehr von der Not der armen, geknechteten Palästinenser.

Die „Intoleranz und Feindschaft“, die Muslime gegenüber Nichtmuslimen zeigen, ist nicht neu – sie ist 1.400 Jahre alt

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 29. Dezember 2020

Der palästinensische Christ Bischara Bahbah zeichnet ein düsteres Bild des Schicksals der Christen im von der Hamas beherrschten Gazastreifen, aber gleichzeitig beschreibt er eine unverbesserlich optimistische Version davon, wie palästinensische Christen in den von der PA beherrschten Teilen der Westbank leben. In dieser Version verstehen Christen sich mit ihren muslimischen „Freunden und Nachbarn“ hervorragend. Die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Als Teil seines Versuchs den Umgang mit Christen in der PA reinzuwaschen verweist Bahbah auf den Pakt Omars als „garantiertes Recht und buchstabierte Verpflichtungen“ für Christen in einem mehrheitlich muslimischen Land. Er behauptet: „Der Pakt repräsentiert in erster Linie die Verpflichtung von Muslimen, Religion und Eigentumsrecht von Christen und Juden zu respektieren und zu schützen.“ Viele Gelehrte glauben, dass der Pakt Omars eine spätere Fälschung ist, aber wie immer die Wahrheit lautet, wann und von wem er verfasst wurde: Es ist kaum eine Verpflichtung von Muslimen die Religion und die Eigentumsrechte von Nichtmuslimen zu „respektieren und zu schützen“. Stattdessen ist er eine erschöpfende Liste dessen, was Nichtmuslime tun müssen, wenn sie in einem muslimischen Gemeinwesen am Leben und fähig bleiben wollen ihren Glauben zu leben.

Hier ist die Liste:

  • Verbot des Baus neuer Kirchen, Gebetsstätten, Klöstern oder einer neuen Zelle. Es war auch verboten neue Synagogen zu bauen.
  • Verbot des Wiederaufbaus zerstörter Kirchen bei Tag oder bei Nacht, nicht in ihrem eigenen Viertel, nicht derer, die in Vierteln von Muslimen liegen.
  • Die Gebetsstätten von Nichtmuslimen müssen eine niedrigere Höhe haben als die niedrigste Moschee des Ortes.
  • Die Häuser von Nichtmuslimen dürfen nicht höher sein als die Häuser von Muslimen.
  • Verbot ein Kreuz an Kirchen anzubringen.
  • Muslimen muss es jederzeit erlaubt sein Kirchen (zum Schutz) zu betreten, Tag und Nacht.
  • Die Verpflichtung, dass der Ruf zum Gebet durch eine Glock oder eine Art Gong (Nakos) leise sein muss.
  • Verbot, dass Christen und Juden ihre Stimmen bei Gebetszeiten erheben.
  • Verbot nichtmuslimische Kinder den Koran zu lehren.
  • Christen wurde verboten ihre Religion öffentlich zu zeigen oder in der Öffentlichkeit, auf der Straße oder den Märkten mit Muslimen mit christlichen Büchern oder Symbolen gesehen zu werden.
  • Umzüge an Palmsonntag und Ostern wurden verboten.
  • Beerdigungen müssen in aller Stille erfolgen.
  • Verbot der Beerdigung von nichtmuslimischen Toten in der Nähe von Muslimen.
  • Verbot ein Schwein neben einem muslimischen Nachbarn aufzuziehen.
  • Christen wurde verboten Muslimen alkoholische Getränke zu verkaufen.
  • Christen wurde verboten Spionen Deckung oder Unterkunft zu gewähren.
  • Verbot Lügen über Muslime zu erzählen.
  • Verpflichtung Muslimen gegenüber Achtung zu zeigen. Wenn ein Muslim sitzen möchte, sollten Nichtmuslime von ihren Sitzen aufstehen und sie dem Muslim anbieten.
  • Verbot des Predigens zu Muslimen im Versuch sie vom Islam wegzukonvertieren.
  • Verbot der Verhinderung des Übertritts einer Person zum Islam, die konvertieren will.
  • Das Erscheinungsbild der Nichtmuslime muss sich von dem der Muslime unterscheiden: Verbot des Tragens der Qalansuwa (eine von Beduinen getragene Art Kuppel-Kopfbedeckung), des Beduinen-Turban (Amamh), muslimischer Schuhe und Sasch an der Taille. Was ihre Köpfe angeht, so war es verboten das Haar seitlich zu kämmen, wie es muslimischer Brauch ist; und sie wurden gezwungen das Haar vorne am Kopf zu schneiden. Nichtmuslime dürfen die arabisch-muslimische Art zu reden nicht beginnen, noch dürfen sie die Kunyas (arabische Beinamen wie „Abu Khattib“) annehmen.
  • Verpflichtung Nichtmuslime durch Stutzen des Stirnhaares am Kopf zu identifizieren und dadurch, dass sie sich immer in derselben Art kleiden, wohin auch immer sie gingen, wobei der Zunnar (eine Art Gürtel) um die Taille gebunden wurde. Christen mussten blaue Gürtel oder Turbane tragen, Juden gelbe Gürtel oder Turbane. Zoroastrier mussten schwarze Gürel oder Turbane tragen und Samaritaner rote Gürtel oder Turbane.
  • Verbot Tiere auf die muslimische Art zu reiten und Verbot mit einem Sattel zu reiten.
  • Verbot der Annahme eines muslimischen Ehrentitels.
  • Verbot arabische Inschriften auf Siegel zu gravieren.
  • Verbot des Besitzes jeglicher Waffen.
  • Nichtmuslime mussten einen vorbeikommenden muslimischen Reisenden mindestens drei Tage lang beherbergen und verpflegen.
  • Nichtmuslimen war verboten einen muslimischen Gefangenen zu kaufen.
  • Verbot Sklaven zu nehmen, die Muslimen zugewiesen wurden.
  • Wenn ein Nichtmuslim einen Muslim schlägt, wird sein Dhimmi-Schutz aufgehoben.
  • Im Gegenzug wird ein muslimischer Herrscher christlichen Gläubigen, die die Regeln des Paktes befolgen, Sicherheit bieten.

Wer glaubt, wenn er diese Liste liest, dass im heutigen „Palästina“ (d.h. Gazastreifen und PA-Gebiete) der Omar-Pakt „in erster Linie die Verpflichtung der Muslime die religiösen und Eigentumsrechte von Christen und Juden zu respektieren und schützen darstellt? Es handelt sich um eine Liste, die Christen nachdrücklich auf ihren permanent untergeordneten Platz verweist, wo sie sich strikt an Dutzende Regeln halten müssen, die ihren niedrigen Status gegenüber Muslimen betonen und wenn nicht, dann verlieren sie ihre Sicherheit, was heißen kann, dass sie getötet werden dürfen. Natürlich werden die meisten dieser Einschränkungen nicht länger aufgebürdet, aber die vor langer Zeit geschaffene Atmosphäre – das heißt eine Einstellung muslimischer Verachtung für Christen, die schon so lange andauert wie der Islam selbst existiert – bleibt und erklärt, warum Christen in muslimischen Ländern niemals als Gleiche behandelt werden, sondern immer noch einer Menge Behinderungen und Drohungen unterworfen werden. Denken Sie daran, wie Christen in Pakistan, in Nigeria, in Ägypten, im Iran alle in Angst vor muslimischen Nachbarn leben. Und wie könnten muslimische Einstellungen anders ein, angesichts dessen, dass der Koran sie lehrt, sie seien „die besten Menschen“ (Sure 3,110), während Nichtmuslime „die abscheulichsten aller Geschöpfe“ sind?

Ich erinnere mich, als ich in der Altstadt von Jerusalem aufwuchs, gehörte der Ramadan zu unseren Lieblingsfeiertagen. Wir teilten Essen mit unseren muslimischen Nachbarn; wir sahen uns gemeinsam die besten arabischen Seifenopern an; und wir liebten es die Stimme des Mussaher zu hören, der Person, die vor dem Sonnenaufgang herumging um die Leute zu wecken, damit sie essen konnten, bevor das Fasten beginnt. Und ich erinnere mich an die guten Wünsche unserer muslimischen Freunde und Nachbarn, wenn wir Weihnachten feierten.

Bishara Bahbah mag angenehme Kindheitserinnerungen an sein Aufwachsen in einem gemischten Viertel haben, wo die Christen Ramadan-Mahle mit Muslimen teilten und Muslime an Weihnachten ihren christlichen Freunden „gute Wünsche“ ausrichteten, aber er spielt das zu sehr hoch. Solche Anekdoten beweisen nur, dass manche Muslime, die er kannte, bereit waren die koranischen Verfügungen gegen das Anfreunden mit Christen und die Regel, dass sie die religiösen Feiertage der Ungläubigen – selbst einen Gruß – nicht anzuerkennen zu verletzten. Aber er weiß mit Sicherheit, dass es hunderte Millionen Muslime gibt, die nicht so entgegenkommend sein würden und dass sie es sind, die sich islamisch korrekt verhalten, nicht diese „muslimischen Freunde und Nachbarn“ aus der Kindheit, die an Weihnachten Gutes wünschten.

Hamas, ich sage euch, wir palästinensische Christen sind immer ein integraler Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft gewesen. Wir sind ein fester Bestandteil des Gefüges des Landes. Wir lieben unser Land und unsere Nation mehr, als ihr es jemals tun werdet. Ihr dient einer fremden Macht, dem Iran, schmuggelt nutzlose Waffen ein und schießt sie auf Befehl eurer Herren ab.

Bishara liegt nicht falsch damit die Hamas mit dem Iran zu verbinden, der ihr heute Geschosse und Raketen zur Verfügung stellt. Aber sein wiederholtes Bestehen darauf, dass „palästinensische Christen immer ein integraler Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft gewesen sind“, ist Wunschdenken. Wären sie immer ein „integraler Bestandteil“ der palästinensischen Gesellschaft gewesen, wären sie nicht die Objekte so vieler Angriffe auf Kirchen, Pastoren, treue Christen gewesen. Sie würden die PA-Gebiete und den Gazastreifen nicht in solchen Zahlen verlassen.

Eure eifernde Haltung gegenüber den palästinensischen Christen disqualifiziert euch als legitime politische Partei der palästinensischen Politik. Euer Fanatismus brachte Intoleranz und Feindschaft in unser Volk. Komme, was da wolle, wir werden das Volk des Gazastreifens – Muslime wie Christen – aus euren despotischen Klauen befreien. Diejenigen, die euch unterstützen, werden als Verräter ausgestoßen werden. Ihr habe allen Anschein der Legitimität in den Augen des palästinensischen Volks und der Welt verloren. Ihr repräsentiert nichts  außer eurem erbärmlichen Selbst.

Es ist eine Schande, dass es keine Landbrücke zwischen der Westbank und dem Gazastreifen gibt, die es den palästinensischen Sicherheitskräften erlauben würde in den Gazastreifen zu marschieren und ihn gewaltsam von dem Krebs namens Hamas zu befreien. Und diejenigen, die euch unterstützen und finanzieren und die, die euch ausbilden und eure Führer beherbergen sind genauso schuldig wie ihr.

Lasst es jedem eine Lehre sein, der versucht palästinensische Christen zu beleidigen, auszugrenzen oder herabzusetzen, ob nun von innen oder von außen: Der Tag wird kommen, an dem die Palästinenser – Muslime und Christen und viele Menschen weltweit – den Gazastreifen von euch und eurer Tyrannei befreien.

Und Übrigens: Frohe Weihnachten.

Bishara Bahbah beliebt es zu glauben, es sei nur die Hamas, die es geschafft hat die warmen Beziehungen zwischen palästinensischen Christen und Muslimen zu ruinieren. Die „Intoleranz und Feindseligkeit“, die Muslime gegenüber Nichtmuslimen zur Schau stellen, ist nicht neu – sie ist 1.400 Jahre alt. Sein fantastischer Glaube – unter der Annahme, dass er sich tatsächlich selbst davon überzeugt hat – dass palästinensische Muslime und Christen immer glänzend miteinander ausgekommen sind, bis die Hamas kam diese historische Harmonie im Gazastreifen zu verderben, ist falsch. Es gibt viele Fakten, die eine andere Geschichte der christlich-muslimischen Beziehungen erzählen.

Hier sind ein paar dieser Fakten:

Nablus war vor 40 Jahren Heimat von mehr als 3.000 Christen; heute sind in der Stadt gerade 700 übrig.

Tulkarm hatte vor 30 Jahren eine Gemeinschaft von 2.000 Christen; heute zählt sie 12 Familien. „Wir bereiten uns darauf vor ins Ausland zu ziehen, an einen Ort, an dem wir ein besseres Leben führen können, sagte Reverend Dahoud Dimitry, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Georg, die im September 2006 nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen niedergebrannt wurde.

Die christliche Bevölkerung Bethlehems ist auf 14% der Bevölkerung gefallen, von 85% in den 1950-er Jahren und 40% 1997. Die Christen in dieser Stadt haben die Belagerung der 1.400 Jahre alten Geburtskirche, des Geburtsortes Jesu, durch 100 dem PA-Vorsitzenden Arafat treu ergebene Milizionäre im Jahr 2002 nicht vergessen. Die muslimischen Terroristen hielten Dutzende Christen als Geiseln, darunter Priester und Nonnen; sie schändeten Bibeln, leerten die Kirchenkasse und setzen Teile der Jahrhunderte alten Kirche in Brand. Der frühere Bürgermeister der Stadt, Hanna Nasser, hat unverblümt vorausgesagt: „Es gibt keine Zukunft für Christen in Bethlehem.“

Reverend Tomey Dahoud, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirche in Taubus, einer Stadt nahe Jenin, hat gesagt: „Das islamische Volk will uns töten. Das ist ihr Prinzip und Glaube. Sie wollen keine Christen in diesem Land. Sie wollen unsere Namen nicht hören; sie wollen uns nicht sehen. Das ist die Realität.“ Auf seine Kirche wurde bei Krawallen im September 2006 ein Brandbomben-Anschlag verübt.

Sogar in Ramallah, das als liberalste Stadt unter palästinensischer Kontrolle gilt, sind Drohungen gegen Christen alltäglich. Pastor Isa Bajalia, ein evangelisch arabisch-amerikanischer Pastor, der seit 1991 mit Frau und Sohn in Ramallah lebte, wurde wiederholt von einem offiziellen Fatah-Vertreter der Tanzim-Milizen bedroht. Der Beamte forderte $30.000 zu seinem Schutz. Aufgrund der Drohungen war Bajalia gezwungen nach Jerusalem zu fliehen, wo er unter israelischer Herrschaft sicher lebt.

Die Beziehungen zwischen palästinensischen Christen und Muslimen haben sich – trotz dem, was Bishara Bahbah uns glauben machen will – nicht nur im Gazastreifen, sondern auch unter PA-Herrschaft stetig verschlechtert.

Bahbah hat recht mit der Behauptung, dass die Situation für Christen im Gazastreifen besonders heikel ist, seit die Hamas im Januar 2006 die Kontrolle übernahm; die Scharia, das islamische Recht wurde verhängt. Angriffe auf Christen wurden alltäglich. Es hat mehrere Bombenanschläge auf Kirchen und auf die Schule Zahwa Rosary außerhalb von Gaza Stadt gegeben. Aber er hätte auch zugeben müssen, dass die Position der Christen in den PA-Gebieten und überall in der muslimischen Welt schwierig, bedenklich und an einigen Orten untragbar ist.

Hätte Bishara Bahbah es gewagt die Wahrheit zu sagen, dann hätte er etwas wie das hier geschrieben:

„Ich erinnere mich daran, dass ich in meiner Kindheit mit meinen muslimischen Nachbarn in Jerusalem gut auskam. Glücklicherweise waren sie aus toleranten Familien, die es ablehnten den Geboten des Koran zu folgen sich nicht mit Christen oder Juden anzufreunden. Ich hatte Glück, denn es gibt bestimmt sehr viele Muslime, die nicht so tolerant sind, wie die Drohungen und Angriffe auf unsere Pastoren, Kirchen und einzelne Christen überall in von der PA beherrschten Gebieten und noch heftiger im Gazastreifen deutlich machen. Und in jeder einzelnen Gemeinde, in der es Christen gab – in Nablus, Tulkarm, Taubus, Ramallah und besonders in Bethlehem – ist ihre Zahl beständig zurückgegangen, sie haben unbestreitbare Beweise der Bedrängung und Verfolgung erlitten.

Es stimmt jedoch, wenn die Umstände für Christen in der Westbank schlecht sind, dann sind sie im von der Hamas regierten Gazastreifen viel schlimmer. Von 5.000 Christen im Jahr 2006 sind heute noch 750 übrig. Dort ist die Scharia eingeführt worden. An christlichen Kirchen und mindestens eine christlichen Schule sind Bomben gelegt worden. In ein paar Jahren wird es im Gazastreifen keine Christen mehr geben, was das bezeugt, was sie erleiden mussten und das führte dazu, dass sie am Ende alle fliehen. Einige von ihnen gehen ins Ausland, nach Kanada oder Australien. Einige finden Zuflucht in Israel, das der einzige Ort im Nahen Osten ist, wo Christen ihre Religion frei ausüben können; ihre Sicherheit wird von der Regierung garantiert.“

Das ist das, was Bishara Bahbah hätte schreiben sollen. Aber hätte er sich je erlauben können diese Wahrheiten von sich zu geben? Ach Unsinn.