Es ist nicht die „Besatzung“, es sind die Juden

Israel zog vor 13 Jahren aus dem Gazastreifen ab, aber bis heute haben die Palästinenser dort eine zivile Regierung nicht zur Priorität gemacht * Warum werden die Ägypter, die ihre Grenzübergänge zum Gazastreifen genauso überwachen wie Israel, nicht beschuldigt Besatzer zu sein?

Dror Eydar, Israel HaYom, 1. Juni 2018

Hamas-Mitglieder wohnen dem Begräbnis ihres Kameraden bei, der letzten Monate im zentralen Gazastreifen bei einer Explosion getötet wurde.

Sehen Sie sich eine beliebige Nachrichtenseite an und in fast jeder werden Sie feststellen, dass der Gazastreifen als von Israel „besetzt“ beschrieben wird.

Hier ist die Realität: Israel zog im Sommer 2005 aus dem Gazastreifen ab, unter der fehlgehenden Annahme, dass die palästinensische Autonomiebehörde dort die Zuständigkeit haben würde.

Das sollte aber nicht der Fall sein. Sechs Monate nach Israels Abzug gewann die Hamas die palästinensischen Wahlen und inszenierte im folgenden Sommer einen gewalttätigen Umsturz. Die Tatsache, dass die Hamas Krieg vorbereitete, veranlasste Israel die Überwachung der Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gazastreifen, sehr wohl wissend, dass die Hamas weniger am Wohlergehen der Einwohner des Gazastreifens interessiert war als vielmehr am Erwerb von Waffen und dem Bau von Verteidigungsanlagen.

Die Tatsachen sind für jeden leicht zugänglich, der sich umschaut, aber das scheint nie jemand zu tun. Wir werden ständig als Besatzer beschrieben. Zufälligerweise kontrollieren die Ägypter ihre Grenzübergänge zum Gazastreifen ebenfalls, aber niemand klebt ihnen das Etikett „Besatzer“ an. Das ist einzig für die Juden reserviert.

Wiederholen wir noch einmal: Die „Besatzung“ ist keine Behauptung, sie ist eine Vorstellung und diese gründet auf der Idee, dass jüdische Souveränität über welchen Teil des Landes Israel auch immer abscheulich ist. Nach den Oslo-Vereinbarungen gab Israel die Kontrolle über den größten Teil der arabischen Bevölkerung in Judäa und Samaria ab. Sie haben eine Palästinenserregierung mit einer palästinensischen Flagge und einer palästinensischen Nationalhymne und einem palästinensischen Haushalt. Sie sollten in palästinensischen Parlamentswahlen abstimmen. Ein großer Teil des Territoriums ist nicht bewohnt und Israel hat als Nation ein historisches Recht darauf.

Das israelische Militär ist um die Palästinensergebiete herum eingesetzt, um es – und uns – vor der Radikalisierung durch die Hamas zu schützen. Was im Gazastreifen geschah, könnte zehnfach in Judäa und Samaria geschehen, wenn wir den Fehler machen uns dort zurückzuziehen. Tun wir das, werden wir von der Heimatfront aus wirklich um unser Leben kämpfen müssen und die Palästinenser könnten einen Schlag erleiden, der schlimmer ist als alles, was wir bisher gesehen haben. Also ja: Es gibt eine israelische Präsenz in Judäa und Samaria. Aber anders als die Realität in Gaza hat unsere Militärpräsenz in Judäa und Samaria sich bewährt. Die Region Judäa und Samaria ist für Araber einer der ruhigsten und sichersten Orte des gesamten Nahen Ostens. Doch das spielt keine Rolle. Die Betrachtung Israels in der Welt ist jetzt noch schlimmer als sie es vor den Oslo-Vereinbarungen war. Wir werden ausschließlich als Besatzer betrachtet.

Blutende Herzen und Menschenrechtsaktivisten behaupten, wir müssten uns „von ihnen trennen oder ihnen volle Bürgerrechte geben“. Aber wir haben uns von ihnen getrennt. „Gebt ihnen einen unabhängigen Staat“, fordern sie. Sie hatten alle Möglichkeiten im Gazastreifen einen Staat zu gründen, aber sie haben demonstriert, dass Zivilregierung an und für sich für sie keine Priorität hat. Sie interessiert Selbstregierung als Kriegswaffe gegen uns. „Nun denn, gebt ihnen volle Bürgerrechte“, sagen sie. Aber sie genießen unter der PA Bürgerrechte. Wer sagt, dass jede ethnische Minderheit den Anspruch auf einen unabhängigen Staat hat? Und wenn der vorgesehene Staat nicht aufblüht und seinen Bürgern das Leben schwer macht? Und noch schlimmer: Wenn der Staat für Israel eine existenzielle Bedrohung darstellt? Wird das immer noch für solch ein fundamentales Recht gehalten?

Wenn also keinen unabhängigen Staat, dann „gebt ihnen volle israelische Staatsbürgerschaft“, argumentieren sie. Und das wird das Problem der „Besatzung“ lösen? In der Knesset gibt es bereits arabische Repräsentanten. Soweit es sie angeht, sind sie nicht besetzt? Akzeptieren sie die Selbstdefinition des Staates, in dem sie wohnen? Akzeptieren sie seine Symbole? Erkennen sie die Souveränität über das Land an? Ihr könnt uns nicht zum Narren halten. Jeder, der die sogenannten Positionspapiere des Arabischen Hohen Beobachterkomitees liest – „Die Vision der Zukunft der arabischen Palästinenser in Israel“, veröffentlich 2006 – wird sehen, dass für sie die Juden fremde Kolonialisten sind, die in ein Land kamen, das ihnen nicht gehört (Palästina). Solange Israel sich als Nationalstaat des jüdischen Volks definiert und nicht der Staat jeder anderen Nationalität, wird die arabische politische (sowie ein Großteil der intellektuellen) Führung weiterhin das Gefühl haben, dass ihnen als Folge ihrer „Katastrophe“ des Unabhängigkeitskriegs von 1948 ihre israelische Staatsbürgerschaft aufgezwungen wurde? Was also, wenn sie die israelische Staatsbürgerschaft haben? Würde es für einen politischen Gefangenen einen psychologischen Unterschied machen, wenn ihm erlaubt würde bei den Wahlen für die Aufseher abzustimmen? Würde es den Status des Gefangenen ändern?

Nebenbei bemerkt: Was ist mit Jordanien? Die meisten der jordanischen Staatsbürger sind Palästinenser unter der Herrschaft der Haschemiten-Dynastie, die aus dem Königreich des Hedschas stammt. Trifft diese Situation nicht auf alle bekannten Kriterien für eine Besatzung zu?

Der Westen, einschließlich Israels, legt an den Nahen Osten politische Standards des Westens an und wendet westliche Einsichten und seine fundamentalen Sichtweisen auf die Realität des Nahen Ostens an, obwohl die Region weit älter ist als der Westen; seine fundamentalen Wahrnehmung zu Verwaltung, Politik, Kultur und Religion unterscheiden sich komplett von denen des Westens. Der Westen redet in der Sprache der Logik – eine rationale Sprache, die die tiefen Ebenen des nahöstlichen Lebens glättet, die uralte Mythologie der Region ignoriert und fehlgeleitet glaubt, dass der religiöse Faktor genauso gewertet werden kann, als handele es sich um Europa (heutzutage ist das christliche Europa selbst etwas hilflos angesichts der Religion des Nahen Ostens, der seine Straßen flutet).

Sollten Sie so gepolt sein, dann sehen Sie sich online die Hamas-Charta an und Sie werden Tendenzen erkennen, wie blind manche von uns gegenüber der tief sitzenden ideologischen Grundlage gegen schon unseres Bestehens nicht als Israelis, sondern als Juden sind. Artikel 6 der Charta, die politische und militärische Plattform, stellt den Widerstandswahlspruch der Hamas dar, der ursprünglich seit 1928 der Wahlspruch der Muslimbruderschaft war: „Allah ist das Ziel [der Organisation]. Der Prophet ist der Führer. Der Koran ist seine Verfassung. Der Jihad ist ihr Weg und Tod um Allahs Willen ist das angestrebte Ziel.“

Das ist die Wurzel aller Aussagen der Charta. Artikel 12 zum Beispiel beschreibt, wie Verhandlungen zwischen Staaten oder Völkern – eine der Grundlagen des herkömmlichen Denkens des Westens – gegenüber der Idee in den Hintergrund treten, dass der „Nationalismus [einer jeden Nation] aus Sicht der Islamischen Widerstandsbewegung Teil der religiösen Überzeugung ist“. Glauben Sie das? In psycho-historischen Begriffen kommt das der Unterordnung des Logos (Rationalismus) unter den Mythos gleich. Diese Betrachtung der Welt wird sich nie mit der des Westens überschneiden, ohne dass die arabische Welt eine tiefgreifende kulturelle und wissenschaftliche Revolution durchläuft, wie der Westen es in den letzten tausend Jahren machte. Das ist aber hier nicht das Thema – wir reden über die „Besatzung“.

Schauen Sie sich nur all die arabischen Länder an, die in den letzten zehn Jahren vor unseren Augen in einem Strudel aus Feuer und Blut auseinandergefallen sind. Was eigentlich zerfällt, ist der falsche Nationalismus, der den Völkern und Stämmen der Region vor etwa hundert Jahren künstlich von den europäischen Kolonialisten aufgezwungen wurde, die den Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg aufteilten. In einem Fall beschlossen diese Kolonialmächte zum Beispiel, dass die Sunniten, Schiiten, Drusen, Christen, Alawiten und Assyrer eine einzige Nation namens Syrien seien. So entschieden sie. Die Region fällt heute in die Stammesstrukturen zurück, die diesen launenhaften Teilungen vorausgingen. Sie kehrt zurück in ihre uralten Clan- und ethnischen Strukturen. Die Fassade des westlichen Rationalismus zerbröselt und die Mythologie des Nahen Ostens bricht wieder durch.

Die Debatte über die „Besatzung“ wird daher innerhalb des westlichen Konstrukts geführt, das davon ausgeht, dass es für jede ausgeprägte ethnische Einheit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung gibt. Der Westen redet davon, dass Israel ein anderes Volk kontrolliert, während die „Besatzung“ in Wirklichkeit nur die Spitze des Eisbergs des jüdischen Problems in der Region ist. Nehmen Sie sich zum Beispiel die Zeit die vier von Palästinensern bewohnten Gebiete Gazastreifen, Judäa und Samaria, Israel sowie Jordanien zu untersuchen. Das tiefer liegende Problem ist nicht die „Besatzung“ im westlichen Sinn der Kontrolle über ein anderes Volk, sondern das uralte, mystische Gefühl der Kontrolle über das Land.

Während der Westen also davon redet, dass „Territorien“ geteilt werden können, redet die arabische Welt von Land und in unserer Region leitet sich die Existenz eines Menschen aus seiner Verbindung zum Land und dieses zu besitzen her. Das ist der Grund für das endlose Blutvergießen um dieses Land zu erlangen. Die Geschichte klopft uns auf rätselhafte Weise auf den Kopf, zwingt uns, uns wieder mit dieser uralten Komponente in unserer Identität in Einklang zu bringen, die das gute Land in uns symbolisiert.

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Das magische Denken der EU zum israelisch-arabischen Konflikt

Wie viel Fehlschlag genügt?

Bruce Thornton, FrontPage Mag, 18. Mai 2018

Als in Shakespeares Heinrich IV. Teil 1 der walisische Zauberer Glendower prahlt: „Ich kann die Geister aus dem Abgrund hervorrufen.“, kontert der skeptische Hot-Spur: „Das kann ich auch, und das kann jedermann; aber kommen sie, wenn Ihr ihnen ruft?“ Sieben Jahrzehnte lang hat das politische Establishment des Westens versucht mit ritualisierten Rufen des „Land für Frieden“ und „Zweistaatenlösung“ den Frieden im Nahen Osten aus dem Abgrund endloser Gipfeltreffen und Konferenzen und Vereinbarungen hervorzurufen. Aber alles, was sie zu produzieren schafften, war Krieg, Terrorismus und kriecherisches Appeasement. Der Frieden ist ihrem Ruf nicht gefolgt.

Die EU ist besonders nutzlos gewesen; sie gab Milliarden Euros dafür aus die palästinensischen Araber zu bestechen, damit die und ihre Jihad-Genossen die Terrorhorden nicht loslassen und la dolce vita der europäischen Eliten stören. Aus Furcht vor den verstimmten, nicht angepassten muslimischen Immigranten, die sie in ihre Länder haben eindringen lassen, haben sie Israels „illegale Besatzung“ und „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ dämonisiert sowie über die Zunahme des Antisemitismus und der muslimischen Gewalt geflissentlich hinweggesehen, alles in der Hoffnung dem Zorn der „Märtyrer“ Allahs zu entkommen. Natürlich sind sie das nicht, wie die mit Blut und Gewalt besudelten Straßen von Paris, London, Brüssel, Berlin und Madrid belegen. Genauso wenig haben sie eine Atempause vor dem „kleinen Terror“, wie der norwegische Blogger Fjordman es nennt, erhalten: täglichem Vandalismus, Vergewaltigung, Tätlichkeiten und schleichender Scharia, zusammen mit der Beschlagnahme und Kolonisierung der öffentlichen Plätze und bürgerlichen Institutionen.

Doch trotz ihres Versagens die Geister des regionalen Friedens und der Versöhnung aus Tiefen zu heben setzt die politische Elite der EU blindwütig damit fort ihre diplomatischen Mantras zu wiederholen. Der jüngste Versuch kam in Form einer Reaktion auf Präsident Trumps Erfüllung seines Versprechens die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, seit 3.000 Jahren der spirituellen, kulturellen und politischen Hauptstadt des jüdischen Volks einer Stadt, deren arabischer Einfluss durch Invasion, Besatzung und Kolonisierung zustande kam-.

Jahrzehnte der Fehlschläge haben aber die EU-Bürohengste nicht gelehrt ihre anerkannte Weisheit neu zu bewerten. Am Vorabend des Botschaftsumzugs nach Jerusalem bereiteten EU-Diplomaten eine gemeinsame Erklärung der EU vor, die ihren Grund für die Ablehnung darlegte:

Jerusalem sollte die Hauptstadt beider Staaten sein – Israel sowie des künftigen Staats Palästina.

Der Endstatus von Jerusalem sollte verhandelt und nur durch Verhandlungen zwischen den Parteien festgelegt werden.

Die Mitgliedstaaten der EU werden den USA nicht folgen und werden ihre Botschaften nicht nach Jerusalem verlegen.

Hinter den Standardklauseln liegt der zentrale Fehlschluss westliche Diplomatie in diesem Konflikt: dass die Araber sich magisch in ein „palästinensisches“ Volk verwandelt haben, das seinen eigenen Staat wünscht, der mit Israel „Seite an Seite in Frieden lebt“. Weitere fantastische Annahmen bestehen darin, dass die Region eine uralte Heimat dieses Volkes, dass Jerusalem für ihre Geschichte besonders heilig und dass die Rückgewinnung von Judäa und Samaria im Sechstagekrieg von 1967 eine von apartheidartiger Diskriminierung gekennzeichnete „illegale Besatzung“ sei.

All diese hinter westlicher Diplomatie und Dämonisierung Israels steckenden Behauptungen sind Entstellungen oder offene Lügen. Nehmen wir die Wendung „illegale Besatzung“. Historisch ist sie sinnlos. Es gibt gemäß dem Völkerrecht keine Besatzung, denn es hat nie ein moderner Staat gegeben, der besetzt werden konnte. Das Territorium bleibt bis heute umstritten, nicht „besetzt“. Das ist der Grund, warum es geografisch als die „Westbank“ des Jordan beschrieben wird. „Palästina“ war der Name, der zur Beschreibung einer Provinz des Osmanischen Reichs verwendet wurde und „palästinensisch“ beschrieb jeden Untertan, ob nun christlich, jüdisch oder muslimisch, der dort lebte.

Nach dem Zusammenbruch der Osmanen in der Folge des Ersten Weltkriegs kam das Territorium unter die rechtliche Kontrolle des Mandatssystems, das vom Versailler Vertrag und dem Völkerbund eingerichtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die kontrollierende Obrigkeit an die UNO weitergegeben, die 1947 die Resolution 181 zur Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates auf dem Gebiet verabschiedete, das ursprünglich für Israel vorgesehen war, aber für die Gründung von Jordanien reduziert worden war. Sechs arabische Staaten lehnten den Teilungsplan 1948 ab und marschierten in den frisch gegründete Staat ein – nicht um einen arabischen Staat zu schaffen, sondern den jüdischen zu vernichten, ein Ziel, dass sie 70 Jahre lang mit Krieg und Terror unentwegt weiter verfolgt haben.

Bis 1967 war das Gebiet tatsächlich „besetzt“ – von Jordanien, dessen Annexion international nie anerkannt wurde. Unter die Kontrolle Israels kam es als Ergebnis des Verteidigungs-Sechstagekriegs. Wahrscheinlich wäre das Territorium trotz internationaler Missbilligung im Lauf der Zeit zu einem Teil Jordaniens geworden wäre, gemäß der alten Weisheit, dass Besitz 90 Prozent des Gesetzes ist. Wer boykottiert immerhin China oder macht es zu einem internationalen Paria, weil es Tibet besetzt hält? Oder was ist mit Nordzypern, das 3.000 Jahre lang griechisch war und fortlaufend von Muslimen besetzt wurde, zuletzt 1974 von den Türken? Sie vertrieben 150.000 Griechen, verwüsteten oder zerstörten300 Kirchen und kolonisierten das Land mit türkischen „Siedlungen“. Wir hören aber keine Proteste der EU, der UNO oder der BDS-Bewegung. Hätten die Araber 1967 nicht angegriffen, wäre aus ihrer „illegalen Besatzung“ der uralten jüdischen Gebiete Judäa und Samaria de facto wie Tibet oder Zypern eine legale Provinz eines fremden Invasoren geworden.

Der in der EU-Proklamation implizite Ruf nach einem „Palästinenserstaat“ ist historisch ebenfalls hinfällig, weil es als ein Punkt historischer Tatsache so etwas wie ein „palästinensisches Volk“ nicht gibt, dessen „historisches Heimatland“ das Land zwischen Jordan und Mittelmeer ist., zwischen dem  „Fluss und dem Meer“, das judenrein gemacht werden muss, bevor es ein Palästinenserstaat wird. Die meisten der in dem angestammt jüdischen Land Judäa und Samaria lebenden Araber sind die Nachkommen von Eroberern und Besatzern oder kürzlich Eingewanderte, die von der wirtschaftlichen Entwicklung durch jüdische Siedler angezogen wurden. Die heute „Palästinenser“ genannten Araber unterschieden sich ethnisch, sprachlich und kulturell nicht sonderlich von den Arabern, die in Jordanien, dem Libanon oder Syrien leben. Sie unterscheiden sich vielmehr durch ihren Status als Opfer und ewige Flüchtlinge, eine Identität, die von anderen arabischen Staaten genährt wird, um deren internationalen Interessen zu dienen, begünstigt durch die korrupte und nutzlose UNO und die internationale Linke, die Israel als neokolonialen kapitalistischen Außenposten betrachtet.

Sollten Sie irgendwelche Zweifel daran haben, dass „palästinensisch“ ein Propagandamittel ist, dann hören Sie Farouk Kaddoumi zu, 1977 Leiter der Politischen Abteilung der PLO. „Jordanier und Palästinenser werden von der PLO als ein Volk betrachtet“, sagte der dem Magazin Newsweek. Früher, nach dem Sechstagekrieg, sagte Zouhair Mushin vom Exekutivrat der PLO: „Es gibt keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Wir sind alle Teil einer Nation. Einzig aus politischen Gründen unterstreichen wir sorgfältig unsere palästinensische Identität… Ja, die Existenz einer separaten palästinensischen Identität dient ausschließlich taktischen Zwecken. Die Gründung eines Palästinenserstaats ein sein neues Mittel in der Fortsetzung des Kampfs gegen Israel.“

Die Vorstellung eines „palästinensischen“ Nationalstaats ist daher ein Propagandamittel zur Führung eines Kriegs gegen Israel in „Phasen“ gewesen. Es gefällt ignoranten Westlern und ihrenm eigenen kulturellen, spezifischen Idealen der „ethnischen Selbstbestimmung“ oder Eigenstaatlichkeit. Beide Konzepte sind traditionellen muslimischen Vorstellungen von der Umma, der weltweiten Gemeinschaft der Muslime, fremd, die nicht von Blut oder Nationalität geeint sind, sondern durch die Religion.

Gleichermaßen fadenscheinig ist der Hinwies auf den Anspruch, dass Jerusalem für Muslime eine besonders bedeutende Stadt sei. In Wirklichkeit wird sie im Koran nur zweimal erwähnt, verglichen mit 660 malen im Alten Testament. Sie hat für das Judentum die zentrale Bedeutung, die Mekka für den Islam hat. Tatsächlich ist ihre Beziehung zu muslimischer Geschichte belanglos, vergleicht man sie mit der zentralen elektrisierenden Rolle Jerusalems für das Judentum und die Juden als Heimat des Tempelbergs, Standort des Zweiten Tempels. Die zwei Moscheen auf dem Tempelberg erreichten ihr derzeitige, übergroße Bedeutung erst nachdem Israel die Stadt 1967 eroberte.

Dann erst wurde Jerusalem ein Symbol der „Katastrophe“ von 1948 und zum Schlachtruf für die Vernichtung Israels. Das ist der Grund, warum die den Tempelberg kontrollierenden Araber systematisch die archäologischen Beweise für Jerusalems Zentralität in der jüdischen Geschichte zerstören. Eingedenk der römischen damnatio memoriae, der Auslöschung aller Beweise für die Existenz eines Feindes, erfinden die Araber Fakten vor Ort, um ihren „Versuch die einzigartige Verbindung zu untergraben und zu entstellen oder zu vernebeln, die wir, das Volk Israel, zur Hauptstadt Israels haben“, wie Benjamin Netanyahu es 2010 sagte; sie wollen ihren Anspruch stärken, die ursprünglichen Einwohner einer Region zu sein, in die sie einmarschiert sind, die sie erobert und besetzt haben, 2.000 Jahre nachdem die Juden Jerusalem aufgebaut hatten.

Schließlich verraten die verzweifelten Rufe nach „Verhandlungen“ nach 70 Jahren diplomatischer Fehlschläge, wie bankrott das institutionalisierte Narrativ geworden ist. Und das außenpolitische Establishment der EU hat alles Recht verzweifelt zu sein. Die Wahl von Donald Trump hat dieses Paradigma gesprengt, weil der Präsident erkannt hat, was die außenpolitischen „Experten“ nicht erkannten: Die Dinge haben sich geändert. Barack Obamas Ermächtigung des Iran hat die Gemüter der sunnitisch-muslimischen Staaten konzentriert, die vorerst erkennen, dass Israel als Verbündeter mehr wert ist denn als Sündenbock. Die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen ist ein machtvolles, konkretes Statement der Freundschaft seines Landes zu Israel und der Ablehnung der lange schon toten, diplomatischen, von der EU eingenommenen Weisheit, die so wichtig ist wie Glendowers Zaubersprüche und Parolen.

Am wichtigsten ist: Die EU-Proklamation scheiterte, als Ungarn, die Tschechische Republik und Rumänien eine gemeinsame EU-Erklärung blockierten, die einstimmige Zustimmung erforderte. Magisches Denken, das auf vergeblichem Hoffen gründet, wird durch Fakten und Taten ersetzt, die auf Wahrheit gründen – ein passendes Geschenk zu Israels 70. Geburtstag.

Die Auswirkungen des Islam auf die Identität des Westens

Raymond Ibrahim, 8. Mai 2018 (PJ Media)

Welche Rolle, wenn überhaupt, spielte der Islam in der Formung der Identität Europas, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart?

Akbar Ahmed, Vorsitzende der Islamic Studies at American University, Washington DC, und Autor des neuen Buchs Journey into Europe: Islam, Immigration, and Identity, behauptet, der Islam habe einen großen positiven Anteil an der Identität Europas (wobei er auch den Mythos des Paradieses Andalusien beschwor).

Damit ist jeder europäische Verdacht gegen oder Ablehnung von muslimischen Migranten absolut unberechtigt. Ahmed führt das in einem aktuellen Artikel weiter aus:

Um zu verstehen, was in der europäischen Politik und Gesellschaft heute passiert, ist es nötig die europäische Identität zu verstehen, die auf drei verschiedene Kategorien interpretiert werden kann – Uridentität, Raubtieridentität und pluralistische Identität. Die Uridentität betont die Einzigartigkeit der eigenen Kultur und Tradition; die Raubtieridentität zeigt die aggressiven, sogar militaristischen Anstrengungen, auf die Menschen zurückgreifen, um ihre Identität zu schützen. Die Raubtieridentität kann durch angenommene Bedrohungen ausgelöst werden, darunter Globalisierung, Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Instabilität sowie die Habgier und das Versagen der Eliten. Ergänzt man das durch die Anwesenheit von Immigranten, dann kann eine Gesellschaft in Extreme und blutige Richtungen verfallen, die jede Vorstellung einer modernen Demokratie in Frage stellen.

Beachten Sie, dass für Ahmed Europas „Raubtieridentität“ nur durch „angenommene Bedrohungen ausgelöst“ ist – als hätte der Islam nie eine wirkliche Bedrohung dargestellt.

Wie es oft der Fall ist, wann immer die Sophisten für den Islam Entschuldigungen suchen und den Westen verantwortlich machen, ist die Realität genau das Gegenteil. In Vergangenheit wie Gegenwart war und ist die gut belegte „Raubtieridentität“ des Islam – die sich in Jahrhunderten Jihad und Gräueltaten kund tat – verantwortlich für die „militaristischen Anstrengungen, auf die [nicht muslimische] Völker zurückgreifen, um ihre Identität zu schützen.“

Daher die Ironie: Ja, Europas Identität ist in großen Teilen ein Nebenprodukt des Islam – aber kaum so, wie die Apologeten behaupten: „Wenn wir … usn frage, wie und wann die moderne Vorstellung von Europa und die europäische Identität geboren wurde“, schreibt der Historiker Franco Cardini, „erkennen wir das Ausmaß, in dem der Islam ein Faktor (wenn auch negativ) seine Schaffung war. Wiederholte muslimische  Aggression gegen Europa vom siebten bis achten Jahrhunderts, dann vom vierzehnten bis achtzehnten Jahrhundert … war für Europa eine ‚gewalttätige Hebamme‘.“

Mit Hilfe von Beispielen zitierte er: „Die türkischen Sultane Mohammed II. [regierte 1451-1481] und Suleiman der Prächtige [reg. 1520-1566]“, unter deren Herrschaften tausende Europäer abgeschlachtet und noch viel mehr versklavt wurden, immer im Namen des Jihad, „zwang den Kontinent sich zu verteidigen und Wege und Mittel gemeinsamen Handelns zu finden, was sie zu einem stärkeren Selbstgefühl ermutigte – und einem starken Gefühl des ‚Anderen‘.“

Gleichermaßen schreibt Bernard Lewis, nachdem er die Jahrhunderte islamischer Einfälle zusammenfasst: „Folglich wurden an den östlichen und westlichen Extremitäten durch das erste Vordringen und dann den Rückzug des Islam die Grenzen und in gewissem Sinne auch die Identität Europas festgelegt.“

Übrigens ist genau das der Grund, dass Europas winzige Eigenidentät nicht um Ethnie oder Sprache kreiste – weshalb eine so kleine Ecke der eurasischen Landmasse (Europa) immer noch Dutzende beider besteht, einige davon wüst auseinandergehend, während viel größere Landmassen homogen sind – sondern eher um die Religion: Es war die letzte und am meisten Respekt gebietende Bastion des Christentums, die nicht vom Islam erobert wurde.

Das wird offenkundig, wenn man begreift, dass der Westen eigentlich das westlichste Überbleibsel dessen ist, was ein weit umfangreicherer Zivilisationsblock war, den der Islam nachhaltig auflöste. Wie ich in meinem neuen Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West[1] dokumentiere, wurden drei Viertel der nachrömischen christlichen Welt islamisch; das restliche Viertel – das eigentliche Europa – dauerhaft im Kampfzustand.

Sehen wir uns die Gegenwart an, so hat der Krieg eine andere Form angenommen – eine, die zum Teil darauf aufgebaut ist die Antithese der wahren Geschichte zwischen Islam und dem Westen zu präsentieren – heißt eine der Vertuschung. Während Millionen muslimische Migranten, von denen viele diese alte islamische Feindschaft für und Verachtung des Ungläubigen zeigen, nach Europa gebracht werden, werden diejenigen der Europäer, die der Übernahme Widerstand leisten, angewiesen sich nicht „von den vermeintlichen Bedrohungen triggern zu lassen“.

Daher ist Ahmeds Artikel „Italy must rememeber its pluralist past“[2] der Überzeugung der Italiener gewidmet die muslimischen Migranten noch mehr willkommen zu heißen, „ohne eine Raubtieridentität wiederzubeleben, die im letzten Jahrhundert zur Zerstörung von katastrophalem Ausmaß führte. Sie müssen handeln, bevor es zu spät ist.“

Was immer am letzten Jahrhundert „katastrophal“ war, hat mit der Frage der Aufnahme einer Flut an feindseligen, nicht integrierbaren muslimischen Migranten nichts zu tun.

Wenn wir im Kontext der Veranlassung der Europäer „zu handeln, bevor es zu spät ist“ die Vergangenheit heraufbeschwören, dann lautet die Wahrheit, dass das, was Muslime in Italien und dem Rest Europas gemacht haben und wofür sie weiterhin verantwortlich sind, die – zitieren wir Ahmeds eigene Worte – militärischen Anstrengungen sind, auf die die [europäischen] Völker zurückgreifen werden, um ihre Identität zu schützen.“

[1] Schwert und Krummsäbel: Vierzehn Jahrhunderte Krieg zwischen Islam und dem Westen

[2] Italien muss sich seiner pluralistischen Vergangenheit erinnern

Ja, „der Islam ist Teil unserer Geschichte“

Raymond Ibrahim, FrontPage, 6.April 2018

Der erste Vizepräsident der Europakommission, Frans TImmermans, übte gerade den Vorsitz eines Runden Tisches mit zehn muslimischen Imamen aus sechs EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden) aus. Hinterher verkündete Timmermans: „Die Kommission tritt entschieden für Diversität in Europa ein. Der Islam ist Teil unserer Geschichte, der Islam ist Teil unserer Gegenwart und der Islam will Teil unserer Zukunft sein.“

Solche Behauptungen sind so wahr wie die Annahmen, auf denen sie gründen – und wie solche Annahmen in historischen Fakten oder Fiktion gegründet sind. Wenn er seine Behauptungen zur historischen Rolle des Islam in Europa damit einleitet, dass er sagt: „Die Kommission tritt entschieden für Diversität in Europa ein“, dann ist klar, welche Wahrnehmung Timmermans beschwört.

Die wahre, historisch dokumentierte Rolle, die der Islam spielte, hat eine ganz andere Geschichte zu erzählen: Im frühen siebten Jahrhundert brachen Schwerter schwingende Araber aus der Arabischen Halbinsel aus und eroberten innerhalb von ein paar Jahrzehnten rund zwei Drittel dessen, was damals die christliche Welt darstellte – von Syrien und Ägypten im Osten bis Karthago und Spanien im Westen mit allem, was dazwischen lag. Einhundert Jahre nach dem Tod ihres Propheten (der traditionell ins Jahr 632 gelegt wird), befanden sie sich im Herzen Frankreichs, wo dank ihrer Niederlage bei Tours 732 und weiterer Frankensiege ganz Europa nicht auch erobert wurde.

Aber wo Ländereien nicht unterworfen werden konnten, konnte immer noch Leibern erobert werden und die nächsten zwei Jahrhunderte kehrte sich der Jihad in einen gigantischen Sklavenhandel mit europäischem Fleisch, da Überfälle zum Sklavenfang praktisch keinen Teil Europas unberührt ließen (selbst die Wikinger-Überfälle in Nordeuropa waren in erheblichem Maß von arabischem Gold getrieben).

Im zehnten und elften Jahrhundert bekehrten sich die Türken – die sich den Jihad-Ethos sich noch mehr als die Araber zueigen machten – zum Islam und wurden seine neuen Standartenträger. Obwohl sie nennenswerten Siege und Eroberungen vorweisen konnten – insbesondere nach dem Sieg der Seldschuken 1071 gegen das oströmische Reich – wurde der Jihad gegen Europa erst unter den Osmanen ernsthaft erneuert: im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert wurde ein Großteil des Balkan brutal unterworfen und Konstantinopel – der ursprüngliche Erzfeind des Islam – 1453 schließlich (und furchtbar) geplündert.

Das osmanische Vorrücken ging unvermindert weiter – der europäische Sieg 1571 in Lepanto war mehr symbolisch als sonst etwas – und 1683 wurde Wien von hunderttausenden Muslimen eingekesselt. So wie fast ein Jahrtausend zuvor, als 732 der islamische Vormarsch nach Europa gestoppt wurde, sorgte ein christlicher Sieg vor Wien nur dafür, dass die Muslime in ihre bescheidenere Rolle als Sklavenhändler weißen Fleisches zurückverfielen: Vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert versklavten muslimische Sklavenhändler vom Khanat auf der Krim im Osten bis zur Berberküste im Westen mehr als fünf Millionen Europäer – im späten 18. Jahrhundert auch amerikanische Seeleute, was die Berberkriege herbeiführte.

Der vielleicht aufschlussreichste Aspekt dieser hier angeführten Geschichte ist der erwiesene rote Faden in entschieden islamischen Begriffen: die muslimische Vorstellung, dass alle Ungläubigen drei Alternativen haben – Übertritt, bereitwillige Kapitulation über den Jizya/Dhimmi-Status oder den Tod; die mutwillige und massenhafte Zerstörung von Kirchen, Kreuzen und allem Christlichen; die sadistischen Gräueltaten, die jeder Beschreibung spotten; die „Allahu Akbar“-Rufe und andere Jihad-Parolen; die Beschwörung von Versprechen des Koran auf ein sexuell sinnlichen Paradiese für die, die im Jihad fallen – sie alle sind in praktisch jeder Begegnung zwischen Muslimen und Europäern präsent, von der schicksalhaften Schlacht von Yarmuk im Jahr 636 bis zu Amerikas Erfahrungen mit den Berbern um 1800, wie sie ausgiebig in meinem in Kürze erscheinenden Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West (Schwert und Säbel: Vierzehn Jahrhunderte Krieg zwischen Islam und dem Westen).

So sieht in Wahrheit die Rolle aus, die der Islam in Europas Vergangenheit spielte.

Was seine Rolle in der Vergangenheit angeht, so ist sie darauf gebaut, dass Europa diese unerschütterliche Geschichte der Feindseligkeit komplett ignoriert – wenn es sie nicht vorsätzlich verdreht; dass es Muslime in Massen in ihren Ländern willkommen heißt – und das im Namen der „Diversität“; dass es dementsprechend leidet und sich dann fragt, was sie, die europäischen Gastgeberländer, falsch machten.

Bedenkt man den unerschütterlichen Part, den der Islam in der Vergangenheit spielte und in der Gegenwart weiter spielt, dann bleibt abzuwarten, ob der Westen seine Zukunft auf Fakten oder auf Fiktionen aufbaut – wobei er in beiden Fällen seinen gerechten Verdienst dafür erhält.

Warum Jerusalem nicht die drittheiligste Stätte des Islam ist

Joseph Farah, WorldNetDaily, 18. Februar 2018

Sie haben zweifellos gehört, dass Jerusalem die drittheiligste Stadt des Islam darstellt.

Das ist nachweisbar falsch.

Oder vielleicht haben Sie in Wikipedia gelesen oder auf CNN gehört, dass die Al-Aqsa-Moschee das drittheiligste Gotteshaus des Islam ist.

Auch das ist nachweisbar gelogen.

Oder vielleicht haben Sie von der Abstimmung in der UNESCO im Jahr 2016 gehört, die jegliche Verbindung Israels zum Tempelberg bestritt, indem nur mit seinem islamischen Namen „Haram al-Scharif“ auf ihn verwiesen wurde.,

Bevor ich zu Geschichte dieser Mythen komme, diesen abirrenden Legenden, diesen antisemitischen Fiktionen aus der Hölle, lassen Sie mich erzählen, warum jeder mit einem klaren Kopf und objektivem, rationalen Verstand die Wahrheit trotz der machtvollen Täuschung sehen kann, die einen Zauber über die Welt gelegt hat – vorsätzlich, mit politischem Ziel und auch erst vor kurzem.

Jeder sollte anerkennen, dass die heiligste Stätte Nummer eins im Islam Mekka ist, die Kaaba, die jedes Jahr Millionen Pilger anzieht – vielleicht mehr als jeder andere religiöse Schrein der Welt. Während zum Beispiel jedes Jahr 5 Millionen Menschen die Vatikanstadt besuchen, reisen 18 Millionen Muslime nach Saudi-Arabien, fast alle von ihnen nach Mekka, das Nichtmuslimen nicht erlaubt die Stadt zu betreten. Allein die jährliche fünftägige Haddsch zog 2017 mehr als 2 Millionen an.

Mekka

Spirituelle Pilgerreisen sind im Islam eine große Sache und die heilige Stätte Nummer zwei des gesamten Islam ist vermutlich Medina, wo Mohammed beerdigt ist.

Pilgerreise nach Medina

Aber nach Mekka und Medina gibt es genau genommen viel Streit, selbst unter Muslimen, was die drittheiligste Stadt des Islam sei. Warum? Während Mekka und Medina allen muslimsischen Anhängern Mohammeds und Allahs heilig ist, sind nicht alle davon  Sunniten. Anhänger des sunnitischen Islam stellen etwa 80 Prozent oder rund 1,2 Milliarden der Muslime weltweit. Aber die anderen 20 Prozent sind Schiiten, die nicht weniger als 300 Millionen stellen. Und schiitische Muslime verehren Heiligtümer in zwei anderen Städten im Irak – Nadschaf und Kerbela.

Wie viele machen während der schiitischen Arba’in-Pilgerschaft jährlich eine Pilgerreise von Nadschaf nach Kerbela? Halten Sie ihre Burka oder Keffiyeh fest: Mache Berichte schreiben von 30 Millionen aus bis zu 40 Ländern, die oft Angriffe sunnitischer Terroristen trotzen und in der Regel barfuß reisen. Stimmt. Diese Arba’in-Pilgerreise ist eine weit längere als die fünftägige Mekka-Haddsch und gemäß vieler Quellen in den schieren Zahlen der Teilnehmer eine weit größere.

Arba’in-Pilgerreise

Jetzt lassen Sie uns die Al-Aqsa und den Felsendom und Jerusalem betrachten.

Wie viele Muslime pilgern nach Jerusalem? Israel beherbergt jedes Jahr insgesamt rund 2 Millionen Touristen aus aller Welt, aber nur ein winziger Bruchteil davon sind Muslime. Touristen in Israel sind ethnisch vielfältig, aber fast alle sind Juden und Christen. Und bitte erzählen Sie mir nicht, Muslime seien nicht willkommen, denn sie sind es. 2014 – die jüngste Statistik, die ich finden konnte, zeigte 26.700 Touristen aus Indonesien, 23.000 aus der Türkei, 17.700 aus Jordanien, 9.000 aus Malaysia und 3.300 aus Marokko. Und das waren die größten Zahlen.

Aber vielleicht glauben Sie, dass Muslime nicht mehr nach Jerusalem, ihrer drittheiligsten Stadt, kamen, nachdem Israel sie 1967 wiedervereinigte. Ganz im Gegenteil. Es gab kaum irgendein Interesse an Jerusalem, als Jordanien die Al-Aqsa und den Felsendom unters seiner Kontrolle hatte. Selbst König Hussein besuchte Jerusalem während der Zeit, in der er einen Teil der Stadt zwei Jahrzehnte lang kontrollierte, nie.

Wenn Sie weiter zurückgehen wollen, vor die erste zionistische Aliyah, dann können Sie sehen, wie der Felsendom ca. 1875 aussah – verlassen, völlig verfallen, nicht besucht. Fakt ist, dass er sein berühmtes goldenes Kuppeldach erst 1950 unter jordanischer Kontrolle erhielt; und das musste 1993 unter israelischer Hoheit erneuert werden.

Der Felsendom 1875

Während wir anfangen in der Geschichte zurückzugehen, wollen wir im Koran nach Jerusalem suchen. Lassen Sie mich ihnen die Zeit sparen. Sie können aufhören zu suchen. Sie werden es nicht finden. Es ist nicht vorhanden, auch wenn ein Abschnitt, den wir im Koran lesen, tatsächlich den Bau der Al-Aqsa inspirierte.

Der muslimische „Anspruch“ auf Jerusalem gründet auf dem, was in Sure 17,1 geschrieben steht, die gesagt: „Preis Ihm, Der bei Nacht Seinen Diener hinwegführte von der Heiligen Moschee zu der Fernsten Moschee.“ Wie wurde diese „fernste Moschee“ zu der, die von Mohammed in einem Traum besucht wurde, zu der er auf einem fliegenden Kamel oder Pferd ritt?

Zu Lebzeiten Mohammeds war Jerusalem vom byzantinischen Reich besetzt. Während Mohammed bereits 632 starb, wurde Jerusalem von Muslime erst 638 erobert. Als sie kamen, gab es natürlich nirgendwo in Jerusalem eine Moschee oder einen Felsendom, nur Kirchen. Eine dieser Kirchen soll auf dem Tempelberg gebaut gewesen sein. Sie könnte sogar in die Al-Aqsa-Moschee umgewandelt worden sein. Fakt ist, dass sowohl der Dom als auch die Moschee unzweifelhaft erkennbaren byzantinischen Architektureinfluss aufweisen.

Als Rivalen der Nachfolger Mohammeds Jerusalem von den Christen eroberten, bauten sie erst einmal den Felsendom, einen Schrein, von dem die Eroberer glaubten, er stehe am Ort des zweiten Tempels, der vom römischen Reich 70 n.Chr. zerstört worden war. Der Dom wurde 691 fertiggestellt und die Al-Aqsa-Moschee 20 Jahre später oder 80 Jahre nach dem Tod Mohammeds. Die „Himmelfahrt“ Mohammeds vom Felsen unter dem Dom, so glaubt man, wurde in dieser Zeit von Kalif Omar hervorgezaubert, der eine neue heilige Stätte bauen wollte, um der in Mekka Konkurrenz zu machen.

Gleichwohl setzt sich die Idee der Errichtung dieses Schreins und der Al-Aqsa-Moschee auf dem alten Tempelberg als permanente islamische heilige Stätten nicht durch, wie wir über den Vergleich mit den anderen in  Mekka, Medina, Nadschaf und Kerbela sehen können.

Fakt ist: Während der gesamten Zeit des islamisch-osmanischen Reichs, das Jerusalem bis zum Ersten Weltkrieg kontrollierte, und nicht vor 1929 weckten der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee auch nur irgendein leidenschaftliches Interesse im Islam. Und dann geschah das dank Adolf Hitlers muslimischem Freund Haddsch Amin al-Husseini, dem Großmufti von Jerusalem, der seine radikalen Anhänger an Mohammeds „Nachreise“ erinnerte. Er schürte den Mythos, um in dem Jahr die Unruhen anzustoßen.

Dann nutze ein weiterer Träumer, Yassir Arafat, nach dem Sechstagekrieg von 1967, in dem Israel Jerusalem unter seiner Kontrolle wiedervereinigte, die heiligen Stätten, um den Anspruch des Islam auf die Stadt anzuregen, die er „Al-Quds“ nannte. Arafat bekann auch die Lüge, dass nie ein jüdischer Tempel auf dem Tempelberg stand, obwohl ausgerechnet das der Grund ist, dass der Dom und die Moschee auf dem gebaut wurden, von dem Omar glaubte es seien das Fundament des Tempels.

Auf einer Eben hat der Propaganda-Coup den Großteil der Welt getäuscht – in einem Ausmaß, dass die meisten Muslime den Al-Quds-Mythos glauben. Dafür randalieren sie weltweit. Sie begehen Terrorismus im Namen ihrer „Befreiung“. Sie boykottieren, de-investieren, verhängen Sanktionen, werfen mit Steinen, schießen Raketen, beginnen Intifadas und mehr.

Aber eins tun sie nicht. Sie besuchen sie nicht. Sie unternehmen keine Pilgerreisen. Macht euch euren Reim drauf.

Warum hassen die Araber die Palästinenser so sehr?

Die arabische Welt ist aus vielerlei Gründen überhaupt nicht daran interessiert den Palästinensern einen arabischen Staat zu geben. Auch die palästinensischen Araber wollen ihn nicht wirklich – warum die „Flüchtlings“-Gans schlachten, die die goldenen Eier legt?

Mordechai Kedar, Israel National News, 5. März 2018

In Israel und einem Großteil der westlichen Welt tendieren wir dazu zu glauben, dass die arabische Welt in der Unterstützung der Palästinenser geeint ist, dass sie nichts so sehr will wie das Palästinenserproblem zu lösen, indem man ihnen einen Staat gibt und dass als Araber und Muslime die Palästinenser lieben und Israel hassen. Das ist jedoch ein allzu einfacher und unvollkommener Standpunkt, denn während es stimmt, dass viele, vielleicht sogar die Mehrheit der Araber und Muslime Israel hassen, gibt es ein Menge, die die Palästinenser genauso stark hassen.

Ihr Hass auf Israel entstammt Israels Erfolg im Überleben trotz Kriegen, Terror, Boykotten und der Feindschaft, die sich gegen den jüdischen Staat richtet; er entstammt der Tatsache, dass es einen existierenden jüdischen Staat gibt, obwohl das Judentum vom Islam abgelöst worden ist, der „wahren Religion“. Verschlimmert wird er dadurch, dass Israel eine Demokratie ist, während sie unter Diktaturen leben, denn Israel ist reich und sie sind arm, denn Israel ist ein Paradies im Vergleich mit den arabischen Ländern, von denen viele an nichts sehr erinnern wie die letzte Haltestelle vor der Hölle (siehe Syrien, Irak, Libyen, Jemen, Sudan – und die Liste lässt sich immer weiter verlängern) … und am wichtigsten: weil Israel in Bereichen Erfolg hatte, in denen sie versagten und ihre Eifersucht lässt sie die Wände hochgehen.

Aber warum sollten sie die „bedauernswerten“ palästinensischen Araber hassen? Immerhin sagt das arabische Narrativ, dass das Land der palästinensischen Araber gestohlen wurde und sie gezwungen wurden Flüchtlinge zu werden. Die Antwort auf diese Frage ist komplex und ist eine Funktion der Kultur des Nahen Ostens, die wir in Israel und die meisten Westler weder verstehen noch anerkennen.

Eine in Augen der Araber der schlimmsten Dinge besteht darin betrogen, hereingelegt und übervorteilt zu werden. Wenn jemand versucht einen Araber zu betrüben – und noch schlimmer, wenn diese Person Erfolg damit hat – wird ein Araber von rasender Wut überwältigt, selbst wenn die beteiligte Person sein Cousin ist. E wird an seinen Bruder appellieren ihm zu helfen an seinem Cousin Rache zu nehmen, was im Einklang mit dem arabischen Sprichwort steht: „Mein Bruder und ich gegen meinen Cousin – und mein Bruder mein Cousin und ich gegen einen Fremden.“

Bezüglich der palästinensischen Araber gilt, dass erst einmal viele ursprünglich gar keine Palästinenser sind. Sie sind Zugewanderte, die während des britischen Mandats aus der gesamten arabischen Welt ins Land Israel kamen, um Arbeit in den Städten und auf den Farmen zu finden, die die Juden aufgebaut hatten. Diese Immigranten haben immer noch Namen wie „Al-Hurani“ (aus Huran im südlischen Syrien), „Al-Tzuani“ (aus Tyrus im Südlibanon), Al-Zrakawi“ (aus Mazrake in Jordanien), Al-Maztri“ (der Ägypter) und viele andere, die auf die tatsächliche vielfältige geografische Herkunft der sogenannten Palästinenser hinweisen. Warum, fragen die anderen Araber, sollten sie im Vergleich mit denen, die in ihren Herkunftsländern blieben, eine Vorzugsbehandlung erhalten?

Mit dem Ende des israelischen Unabhängigkeitskriegs 1948 begann die Politik der arabischen Welt auf Israel und das „Palästinenserproblem“ zu konzentrieren, dessen Lösung nur durch das Auslöschen Israels erreicht werden sollte. Um zu helfen diesen Auftrag zu erfüllen, wurden die arabischen Flüchtlinge in Lagern gehalten, mit der ausdrücklichen Anweisung der Arabischen Liga sie dort zu halten und  nicht in die anderen arabischen Länder zu integrieren.

Die UNRWA stellte sicher, dass ihnen kostenlose Lebensmittel, Bildung und medizinischer Versorgung geboten wird – sprich: Die Staaten der Welt zahlen die Zeche, während die arabischen Nachbarn für diese ewigen „Flüchtlinge“ arbeiten und im Schweiße ihres Angesichts die Lebensmittel, Bildung und medizinische Versorgung für ihre Familien beschaffen mussten. Flüchtlinge, die mit kostenlosen Lebensmitteln wie Reis, Mehl, Zucker und Öl versorgt wurden, um sie für ihre Familien zu nutzen, verkauften oft einiges davon an ihre Nichtflüchtlings-Nachbarn und fuhren damit ordentlich Profit ein.

Die in den Flüchtlingslagern Lebenden zahlen keine städtischen Abgaben, was zu einer beträchtlichen Zahl an „Flüchtlingen“ führte, die ihre Häuser an andere vermieten und im Vergleich mit denen, die in nahe gelegenen Städten Wohnungen mieteten, Dank dieser Gebührenbefreiung überzogene Summen kassierten. Mit anderen Worten: Die Welt subventioniert die Steuern und Gebühren und die Flüchtlinge machen richtig Kohle.

Im Libanon wurden nahe Beirut mehrere Flüchtlingslager gebaut, aber in die wachsende Stadt integriert, dann in hochklassige Viertel mit eindrucksvollen Hochhaus-Wohnhäusern verwandelt. Jemand hat von dieser Veränderung profitiert und es ist nicht der Mann auf der Straße, der alle Gründe hat sich übervorteilt zu fühlen.

Die im Libanon liegenden „Flüchtlingslager“ sind von bewaffneten Organisationen übernommen worden, von der PLO bis ISIS, einschließlich der Hamas, der PFLP, der DFLP und Organisationen salafistischer Jihadisten. Diese Organisationen handeln den libanesischen Bürgern der Umgebung gegenüber bösartig und brachten 1975 einen Bürgerkrieg, der 14 lange Jahre des Blutvergießens, der Zerstörung und erlebte, wie Hunderttausende Libanesen aus ihren Dörfern wegzogen um ihr dortiges Leben gegen das furchtbare Leiden in Zeltlagern überall im Land zu tauschen. Viele nahmen in palästinensischen „Flüchtlingslagern“ Zuflucht, aber die libanesischen Flüchltinge erhalten weniger als 10 Prozent dessen, was palästinensische Araber bekommen, was viel wechselseitige Eifersucht und Hass verursacht.

In Jordanien versuchten die palästinensischen Araber 1970, angeführt von PLO-Chef Yassir Arafat, das Land durch Gründung eigener autonomer Regionen zu übernehmen, samt Einrichtung von Straßensperren und bewaffneten palästinensischen Arabern im Norden des Landes, die die Monarchie herausforderten. Im September 1970, der als „Schwarzer September“ bekannt ist, entschied König Hussein, dass er genug hatte und ihnen zeigen würde, wer in Jordanien der Chef ist. Der gegen ihn erklärte Krieg kostete sie tausende Leben auf beiden Seiten.

Unterdessen bestehen in Israel 20% der Bürger innerhalb der Linien von 1967 aus „palästinensischen“ Arabern, die nicht gegen den Staat rebellieren oder ihn bekämpfen. Mit anderen Worten: Die im Israel von vor 1967 lebenden „Palästinenser“ genießen das Leben in der einzigen Demokratie des Nahen Ostens, während die arabischen Länder das Blut ihrer Soldaten opfern, um „Palästina“ zu befreien. Gibt es einen schlimmeren Fall des Gefühls ausgenutzt zu werden als das eines arabischen Soldaten, der sein Leben für diese sinnlose Sache aufs Spiel setzt?

Noch schlimmer ist das, was jeder Araber weiß: Palästinensische Araber haben mindestens ein Jahrhundert lang Land an Juden verkauft, immens von den Geschäften profitiert und heulen sich dann bei ihren arabischen Brüdern aus, diese sollten kommen un „Palästina“ von der „zionistischen Besatzung“ befreien.

Im Verlauf der Jahre wurde den palästinensischen Arabern von den Staaten der Welt viele Milliarden Euro und Dollars gegeben, so dass das jährliche Pro-Kopf-Einkommen in der PA um ein Mehrfaches höher ist als das des ägyptischen, sudanesischen oder algerischen Mannes auf der Straße. Sein Leben ist während der letzten sieben Jahre um ein Vielfaches besser als das von in Syrien, dem Irak, Libyen und dem Jemen lebenden Araber.

Auf einer politischen Ebene haben es die Palästinenser geschafft den Hass vieler ihrer arabischen Brüder zu wecken: 1990 unterstützte Arafat Saddam Husseins Invasion Kuwaits. Aus Rache vertrieb Kuwait, sobald es von der irakischen Eroberung befreit war, Zehntausende Palästinenser, von denen die meisten auf seinen Ölfeldern beschäftigt gewesen waren; dadurch wurden sie mittellos. Das führte zu einer Wirtschaftskrise für ihre Familien in Judäa, Samaria und dem Gazastreifen, die regelmäßig Geld von ihren Söhnen in Kuwait erhalten hatten.

Heute werden die Hamas und der Palästinensische Islamische Jihad vom Iran unterstützt, dem Land, das von vielen Arabern gehasst wird, die daran erinnern, dass Flugzeugentführungen und die folgende Erpressungen von palästinensischen Arabern erfunden wurden, die 1968 – vor 50 Jahren –in Algiers ein El Al-Flugzeug entführten, womit eine Zeit der Mühsal begann, die von vielen in der gesamten Welt immer noch durchlitten wird.

Trotz der Vereinbarung von Taaf 1989, die den Bürgerkrieg im Libanon beendete und zu einer Entwaffnung und Auflösung aller libanesischen Milizen führen sollte, gestattete Syrien der Hisbollah ihre Waffen zu behalten und seine militärische Macht ungezügelt zu entwickeln. Die wiederholte Rechtfertigung lautete, dass die Waffen dazu bestimmt waren „Palästina zu befreien“ und nicht gegen die Libanesen gerichtet würden. Für jeden mit einem Quentchen Verstand war klar, dass die Palästinensergeschichte ein Feigenblatt war, das die traurige Wahrheit verdecken sollte, dass die Waffen auf die Feinde der  Hisbollah in Syrien und dem Libanon gerichtet werden würden. „Palästina“ war schlicht ein Vorwand für die Übernahme des Libanon durch die Schiiten.

Am schlimmsten ist, dass die Palästinenser fordern, die arabischen Länder sollten auf alle Beziehungen zu Israel verzichten, bis das Palästinenserproblem zur Zufriedenheit der PLO- und Hamasführer gelöst ist. Allerdings kann ein guter anteil der arabischen Welt keine Gemeinsamkeiten finden, die die PLO und die Hamas einen könnte. Sie haben es aufgegeben eine interne palästinensische Aussöhnung zu erreichen, dem endlosen Gezänk zuzusehen, die alle Chancen auf Fortschritt bezüglich Israel vernichten. Um die Lage zusammenzufassen: Die arabische Welt – der Teil davon, der Israel als die einzige Hoffnung sehen mit dem Iran klarzukommen – ist nicht glücklich mit der Erwartung, dass sie ihre Zukunft und ihre schiere Existenz an die internen Kämpfe zwischen der PLO und der Hamas verpfänden muss.

Und lassen Sie uns nicht vergessen, dass Ägypten und Jordanien Friedensverträge mit Israel unterschrieben haben, sich außerhalb des Kreislaufs des Krieges für die „Befreiung Palätinas“ bewegt haben und ihren palästinensisch-arabischen „Brüder“ aufgegeben haben, womit sie ihnen den Rücken kehrten, um allein mit ihren Problemen klarzukommen.

Ein Großteil der arabischen und muslimischen Welt ist überzeugt, dass die „Palästinenser“ keinen eigenen Staat haben wollen. Immerhin wird die Welt, wenn der Staat gegründet würde, aufhören diese enormen Summen zu spenden; es wird keine „Flüchtlinge“ mehr geben und die palästinensischen Araber werden arbeiten müssen wie jeder andere. Wie können sie das tun, wenn sie alle von dem Erhalt süchtig danach sind die Zuteilungen ohne Auflagen zu erhalten?

Man kann mit Sicherheit sagen, dass die arabische Welt 70 Jahre nach der Schaffung des „Palästinenserproblems“ erkannt hat, dass es keine Lösung gibt, die diejenigen zufriedenstellen wird, die „Flüchtling-ismus“ in einen Beruf verwandelt haben, so dass das „palästinensische Problem“ zu einer emotionalen und finanziellen Masche geworden ist, die nur dazu dienen die korrupten Führer in Ramallah und Gaza zu bereichern.

Auge um Auge – Zahn um Zahn

Ulrich Sahm (übernommen aus einem Forum)

Die Beschäftigung mit Israels „Reaktion“ auf Terroranschläge wäre nichts Absonderliches, wenn sie nicht mit biblischen Versen, einer angeblichen „jüdischen Mentalität“ und Vorurteilen begründet würde. Jeder zweite deutsche Kommentar zu Israel enthält die (falsche) Behauptung, dass Israels Regierung gemäß dem Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ handle.

In Deutschland birgt die Verwendung vorbelasteter Begriffe aus der Tradition des Antisemitismus die Gefahr, unbeabsichtigte Emotionen zu erwecken. Eine mit biblischen Versen begründete Kritik an der Politik des jüdischen Staates liefert jenen rechtsradikalen Unverbesserlichen den „Beweis“ dafür, dass das „Weltjudentum“ und der Staat Israel gemäß Methoden handeln, die schon das antisemitische Machwerk „Die Protokolle der Weisen Zions“ vorgezeichnet hat.

Peinliche Nebenwirkungen

Kritik an Israels „Politik der Vergeltung“ kann auch ohne unterschwellig antisemitisch belastete Bibelverse mit allgemein gebräuchlichen Begriffen dargestellt werden. Das würde, ohne fragwürdige Nebenwirkungen, den beabsichtigten Zweck besser erfüllen.

Jedes Land und jeder Politiker reagieren ständig auf Ereignisse. Der eine handelt gemäß seiner „Politik“, andere richten sich nach ihrer „Ideologie“. Meistens werden die Reaktionen auf Grund der jeweiligen Interessen abgewogen. Nur im Falle Israels scheint der Ministerpräsident seinen Ministern aus der Bibel vorzulesen, um zu verkünden, was Israel nach Raketenangriffen des Irak oder nach Bombenanschlägen zu tun habe.

Vatikan ohne Bibelverse

Selbst bei Kommentaren zur Politik des Vatikans werden Bibelverse längst nicht so oft als „Erklärung“ verwendet wie im Falle Israels. Gewisse Vorurteile stecken offensichtlich so tief, dass manche „Nahostexperten“ lächerliche Fehler machen. Sie scheinen fest davon überzeugt zu sein, dass „der Jude“ und der jüdische Staat „anders“ funktionieren als der normale deutsche Christenmensch.

So fragte ein „Nahostexperte“, was denn das jüdische Religionsgesetz bei „Rache“ vorschreibe, wie und wann Rache verübt werden müsse. „Müssen die Juden warten, bis die Todesopfer begraben sind?“

Während die Amerikaner „Sanktionen“ erwägen oder mit einer „militärischen Intervention“ drohen, werden Israels Reaktionen nicht als politische oder militärische „Antwort“ beschrieben, den parteipolitischen oder staatlichen Interessen entsprechend, sondern als die von einem jüdischen Rachegott gelenkte Politik mit archaisch biblischer Motivation.

Satan als Rächer

Die geläufigen, bei Begräbnissen von ermordeten Kleinkindern gesagten Sprüche in Israel zeugen davon, dass die jüdische Religion Gott die Rache überlässt, dem Menschen aber verbietet. „Der Herr möge ihr Blut rächen“ heißt es da, oder: „Die Rache für den Mord an einem kleinen Kind hat selbst der Satan noch nicht geschaffen.“

Der große jüdische Ethiker und Rabbiner Samson Raphael Hirsch widmet in seinem Buch „Versuche über Jissroels Pflichten in der Zerstreuung“ nur ein winziges Kapitel dem Thema Rache. „Du darfst nicht rächen!“ zitiert er im Untertitel aus dem 3. Buch Moses 19,18 und führt dann aus, was im zweiten Teil des gleichen Verses steht: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Auch im „Kitzur Schulchan Aruch“, einem Kompendium aller 613 jüdischen Religionsgesetze, wird ebenfalls jener Vers aus dem 3. Buch Moses zitiert. Wer dennoch Rache „an seinem Feind“ verüben will, dem wird geraten, gute Taten zu tun und ein noch besserer Mensch zu werden. „So kannst Du indirekt Rache an Deinen Feinden üben, weil die sich schämen werden, wenn sie von Deinen guten Taten hören. Sie werden trauern, wenn sie von Deinem guten Ruf erfahren…“ (1.Buch 30, 8)

Keine Blutrache ohne Schutzburgen

Der biblische Begriff der „Blutrache“ gilt nur für Mord an einem Verwandten ersten Grades. Eine biblische Voraussetzung für die Blutrache war die Existenz von so genannten Zufluchtstädten, in denen der Delinquent Schutz finden konnte. Seitdem es diese Schutzburgen nicht mehr gibt, ist im Judentum die Blutrache verboten. Das Prinzip der Blutrache ist also vor über 2000 Jahren abgeschafft worden.

Der Spruch „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ steht im 3. Buch Moses 24,20. Da geht es um Fragen der Entschädigung und des Strafmaßes für Verbrecher. Ein erschlagenes Tier sollte im vollen Wert ersetzt werden. Wer einen Menschen erschlägt, der sollte getötet werden, also „Todesstrafe“ bei Mord. Da unterscheidet sich die Bibel von vielen zivilisierten Ländern bis heute nicht.

„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ besagt lediglich, dass für ein ausgeschlagenes Auge eine gleichwertige, angemessene Strafe verhängt werden sollte. An anderer Stelle heißt es, dass ein Knecht freigelassen werden sollte, wenn ihm ein Auge oder ein Zahn ausgeschlagen wurden. Das ist gar das Gegenteil von „Rache“. Denn für den Herrn bedeutet die Freilassung seines Sklaven eine Geldstrafe, für den Sklaven bedeutet Freilassung eine große Belohnung.

Auge um Auge – Deutsches Rechtsprinzip

Im modernen deutschen Strafgesetzbuch gibt es sehr ähnliche Gesetze. Nur wird da ein Geldbetrag als Schadensersatz und eine Gefängnisstrafe als Sühne für das begangene Gewaltverbrechen festgelegt. Andere Zeiten, andere Sitten. So hat also das moderne deutsche Strafgesetzbuch schlicht das biblische Prinzip „Auge um Auge“ übernommen. Es ist deshalb verwunderlich, wenn im deutschen Sprachgebrauch ausgerechnet dieser Vers als Umschreibung für eine grausame und unangemessene militärische Vergeltung und eine „typisch israelische Verhaltensweise“ verwendet wird.

Die Auffassung, dass „Auge um Auge“ ein jüdisches Grundprinzip der Rache sei, geht auf den klassischen christlichen „Antisemitismus“ zurück: auf das Bemühen des Christentums, sich vom Judentum abzugrenzen. Jesus hat laut Matthäus 5,38 diesen Vers aus dem Alten Testament zitiert, um polemisch dazu seine neue Lehre zu verkünden: „die zweite Backe hinhalten“. In moderne Sprache übertragen fordert Jesus Straffreiheit für Verbrecher. Dieses „Prinzip“ ist bislang in keinem christlichen Staat beherzigt worden, genauso wenig wie der andere Vorschlag Jesu: die Feinde zu lieben. Kein christlicher Staat hat in den vergangenen 2000 Jahren die Bereitschaft gezeigt, sich selbst zu Gunsten des Feindes aufzugeben oder gar im Krieg zu kapitulieren, nur um dieser Lehre Jesu zu genügen.

Friedensbewegt

Die deutsche Friedensbewegung beruft sich noch am ehesten auf die Bergpredigt Jesu. Die Friedensbewegung ist aber (leider) nur in einem Land denkbar, wo ein konventioneller militärischer Angriff (fast) undenkbar ist und wo die Nachbarländer keine direkte Bedrohung darstellen. Dennoch gibt es selbst in der Bundesrepublik keinen verantwortungsbewussten Politiker, der sich für eine einseitige Abschaffung der Bundeswehr, des BND oder der Polizei aussprechen würde, nur weil Jesus geraten hat, „den Feind zu lieben“.

Jesus Christus habe Nächstenliebe gelehrt, während die Juden „stur“ an ihrem „Rächergott“ festhielten. So hat es Martin Luther in seinen antisemitischen Spätschriften behauptet, nachdem er verärgert war, dass die Juden ihm nicht in Massen folgten. In Deutschland hatten diese Schriften bis ins zwanzigste Jahrhundert einen nachhaltigen Einfluss. Luthers Sprachkünste hatten einen großen Einfluss auf die Gedankenwelt der Deutschen, schlicht über die Bedeutung der Worte und Begriffe der deutschen Sprache. Das hat Millionen Juden das Leben gekostet.

Irrlehre der Kirche

Die Kirche hat von Anfang an versucht, das Christentum als eine Religion der Nächstenliebe darzustellen. Sie habe die jüdische „Religion der Rache“ überwunden. Um das zu „beweisen“ wurde immer wieder der Vers „Auge um Auge“ herangezogen, obgleich der mit Rache nichts zu tun hat. Die Kirche hat die jüdische Religion Jahrhunderte lang verunglimpft und die christliche verherrlicht, indem sie den Eindruck erweckte, als habe Jesus den Vers „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erfunden. Beide Anschauungen gingen Hand in Hand und haben sich zu einem negativen Vorurteil gegenüber den Juden verfestigt.

Ein evangelischer Theologe aus Berlin, auf diese Verse angesprochen, sagte: „Die falschen Interpretationen wurden doch schon vor 20 Jahren von der evangelischen Theologie klar als falsch herausgestellt…“ Er bestätigte, dass es fast 2000 Jahre lange gültige Lehre der Kirche war. Ebenso gestand er, dass neue theologische Lehrsätze nur sehr langsam, wenn überhaupt, den christlichen Laien erreichen.

Kohls zweite Backe

Wenn nun von Israel verübte Vergeltungsschläge mit dem missverstandenen und umgedrehten biblischen Vers „Auge um Auge“ verurteilt werden, entsteht zudem der Eindruck, als sei Israel eine Theokratie. Das ist falsch. Israel ist eine recht normale westliche Demokratie. Zu schließen, dass die staatlichen Interessen Israels aus der Bibel herausgelesen werden, gilt nicht einmal für „fromme“ Parteien. In Deutschland würde man vermutlich laut lachen, wenn jemand den christdemokratischen Bundeskanzler Kohl fragte, welche „andere Backe“ die Bundesrepublik Deutschland der RAF hinhalten wolle, nachdem Schleyer, Herrhausen oder Schäuble einem Attentat zum Opfer gefallen sind.

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Gut ergänzt wird diese Stellungnahme durch Angaben von Pastor i.R. Klaus-Peter Lehmann, der aus dem Materialdienst des Ev. Arbeitskreises Kirche und Israel in Hessen und Nassau zitiert.