Der Krieg gegen den Terror: Was können wir erkennen?

Micah Halpern, 13. Juli 2004 (direkt vom Autor)

Wie können wir wissen, ob der Krieg gegen den Terror wirklich gewonnen wird?

Nach mehreren Monaten der Ruhe schoss der Explosionsknall einer Bombe durch die Innenstadt von Tel Aviv – seit langer Zeit der erste erfolgreiche, tödliche Anschlag in einer größeren Stadt in Israel. Zum Glück kostete er nur ein Leben und die Zahl der Verletzten war „niedrig“ – Dutzende, nicht Hunderte.

Was war das Ungewöhnliche – dieser Anschlag oder die Einstellung der Anschläge? Was ist für die israelische Gesellschaft die Normalität?

Unter Benutzung der israelisch-palästinensischen Lage als Modell ist es an der Zeit einige wichtige, populäre falsche Vorstellungen zu analysieren, die in der freien, d.h. westlichen Welt, über die Natur des Kriegs gegen den Terror herumgeistern.

Falsche Vorstellung Nr. 1: Da es keine schweren Terroranschläge gegeben hat, müss es so sein, dass die Palästinenser aktiv daran arbeiten den Terror zum Schweigen zu bringen.

Die Wirklichkeit: Nichts könnte von der Wahrheit ferner entfernt sein. Die Wahrheit ist, dass Israel in diesen letzten Monaten sehr erfolgreich dabei gewesen ist, die Terroristen aufzuhalten, bevor sie in die Stadtzentren gelangten und unschuldige Zivilisten ermorden konnten. SEHR erfolgreich.

Im Verlauf einer einzigen Woche gehen Dutzende von Terrorwarnungen über meinen Schreibtisch. Jeder bedroht das Leben unschuldiger israelischer Zivilisten, Touristen, Gastarbeiter. Jede Person, die in Israel lebt, es besucht oder durch es hindurch reist, ist in Gefahr. Und unausweichlich sind unter den Verletzten oder Toten fast jeden Anschlags Araber – Männer, Frauen oder Kinder, die auch israelische Staatsbürger sind.

Falsche Vorstellung Nr. 2: Weil es keine öffentliche israelische Ankündigung eines beabsichtigten Anschlags gegeben hat, haben die Palästinenser aufgehört, Anschläge durchzuführen.

Die Wirklichkeit: Das ist überhaupt nicht der Fall. Es gibt viele Gründe dafür, dass die Behörden sich entscheiden, nicht alle Informationen, die sie haben, öffentlich zu machen und nicht jedes Mal an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn sie jemanden in Haft haben.

Zusätzlich zu den Dutzenden Warnungen und Alarmen gibt es Dutzende von vereitelten Anschlägen. Manchmal werden die Anschläge gestoppt, während sie sich noch in der Planung befinden. Bei anderen Gelegenheiten werden die terroristischen Angreifer oder die Werkzeuge ihres Handwerks erst im letzten Moment entdeckt, entschärft und beseitigt – wenn sie auf dem Weg zur Ausführung ihres Anschlags sind, um ihre Bombe auszulösen und sich selbst und andere in Stücke zu reißen.

Es ist wirklich nicht weniger als ein Wunder, dass so viele Terroristen aufgehalten und gefangen werden, dass so viele Terroristen abgefangen werden. Aber es ist kein Grund für öffentliches Feiern. Es bedeutet einfach, dass Israel im Kampf gegen den Terror erfolgreich gewesen ist und dass man viele Schlachten erfolgreich bestritten hat. Jedesmal eine Pressekonferenz einzuberufen, wenn man erfolgreich ist, würde die Öffentlichkeit auf eine von zwei Möglichkeiten täuschen. Es ist wie mit dem Optimisten und dem Pessimisten – ist das Glas halb voll oder halb leer? Ist es ein gutes, sicheres Zeichen, dass so viele Anschläge verhindert werden, oder ist es ein gefährliches Signal, weil es so viele Anschläge hätten geben können?

Die Wirklichkeit ist, dass man in diesem Geschäft hundertprozentigen Erfolg anstrebt. Die Wirklichkeit ist aber auch, dass ein solches Ziel einfach nicht erreichbar ist.

Egal, wie gut wir also sind, wie genau unsere Quellen sind, wie erfolgreich man gewesen ist, es wird immer etwas oder jemanden geben, der durch die Maschen schlüpft. Immer und unvermeidlich. Die einzige Hoffnung besteht darin, dass das nicht zu vernichtend sein wird.

Und doch gibt es wenig Zweifel, dass wichtige Fortschritte im Kampf gegen den Terror in Israel und, ja, auch in der westlichen Welt gemacht wurden. Israel hat einen Krieg geführt, der schon viele Jahre andauert und viel zu viele Leben gekostet hat, aber es sieht so aus, als würden es anfangen seinen Krieg zu gewinnen.

Es gibt verschiedene Variablen, einfache Bezugspunkte, die Experten und Analysten benutzen, um zu bestimmen, wie der Krieg gegen den Terror läuft:

  • Das Erfolgslevel beim Aufhalten der Terroristen bewegt sich im Bereich über 90%
  • Psychologisch fühlen sich die Bürger nicht belagert; sie gehen aus, sie reisen, sie essen in der Öffentlichkeit und erlauben ihren Kinder, das auch zu tun
  • Die Sicherheitskräfte können die Züge der Terroristen antizipieren und sie deutlich vor der Ausführung ihrer Tat fangen
  • Es gibt Informationsquellen vor Ort, so dass man aus vielerlei Quellen die Richtung kennt, die die Terroristen einschlagen
  • Man fängt auch, zufällig und versehentlich eine große Anzahl von Terroristen, die ins Netz gehen, weil man die richtigen Dinge unternimmt
  • Man fragt sich sogar selbst, warum es in letzter Zeit so ruhige geblieben ist und warum es in zuletzt keine Terroranschläge gegeben hat

Es gibt im Kampf gegen den Terror keinen perfekten Schutzschild. Das Beste, was man tun kann, ist sein Bestes zu geben.

Ruf nach Veränderung

Micah Halpern, 3. Mai 2004 (direkt vom Autor)

Die Kriegsregeln haben sich geändert. Das weiß aber nur eine Seite – und die ist nicht der Westen.

Und bis wir – die die Freiheit liebenden Jungs mit den weißen Hüten – akzeptieren, dass die Regen sich geändert haben und unsere eigene Kriegsmentalität neu ausrichten, werden wir weiterhin unsere Kämpfer, unsere Soldaten dazu verdammen, auf einem unfairen Spielfeld zu agieren.

Bis wir diese neue Wirklichkeit des Kriegs gegen den Terror, Terroristen und Terrorpraktiken begreifen, werden US-Soldaten und ihre Verbündeten, einschließlich Israel, gegen ihre Feinde Fangen spielen, das nie gewinnen wird.

Ich rede nicht in abstrakten oder moralischen Begriffen. Ich rede über die Genfer Konvention und die Kriegsregeln.

Die Doktrin, die bestimmt, wie der Westen Krieg führt, besteht aus einem Regelwerk zur Kampfführung und diktiert die Behandlung der feindlichen Soldaten und Zivilisten während des Krieges. Das Ziel der Konvention war es, einen grundlegenden humanitären Standard zu schaffen, mit dem alle Unterzeichner die Feinde in Kriegszeiten behandeln würden.
Als Henri Dunant 1864 die Genfer Konvention initiierte, war die Absicht, sicherzustellen, dass medizinische Einrichtungen im Krieg nicht beschossen werden, dass Krankenhäuser alle Verwundeten behandeln, ohne Rücksicht darauf, auf welcher Seite sie kämpften, und dass die Zivilisten geschützt werden, die die Verwundeten versorgen. Sie betonte, dass das Rote Kreuz ein Symbol ist, unter dem jeder geschützt ist – die im Krieg Verwundeten und die Zivilisten, die die Verwundeten versorgen.

Die Genfer Konvention wurde 1906, 1929 und 1949 ergänzt. Die späteren Konventionen diktierten, wie Gefangene zu behandeln sind und wies an, dass Gefangenenlager für Inspektionen offen sein sollten. 1977 wurde die Genfer Konvention noch einmal ergänzt; diesmal wurde hinzugefügt, dass auf „Guerillakämpfer“ derselbe Schutz ausgedehnt wird, der konventionellen Soldaten im Krieg gewährt wird. Es ist sehr wichtig anzumerken, dass die USA sich entschieden, dies nicht zu unterschreiben und diesen Zusatz nicht zu akzeptieren.
Und jetzt ist es Zeit, sie ein weiteres Mal zu ergänzen. Denn in den heutigen Kriegen gegen den Terror – und das sind legitime Kriege, mit Helden und Heldinnen, mit Toten und Verwundeten, mit Strategien und Taktiken – macht die andere Seite, die Terroristen, vollen Gebrauch von den Schwächen des Westens, die durch die Genfer Konvention sicher gestellt werden.

In der Welt des Terroristen wird westliche Moral als große Schwäche angesehen. Also verstecken sie sich und suchen Zuflucht in Moscheen. Sie benutzen Krankenwagen, um Terroristen, ihre Bomben und ihre Waffen zu transportieren. Sie verstecken sich in zivilen Zentren. Sie lagern Waffen in Anbetungsstätten. Sie maskieren sich als schwangere Frauen, als schwache oder kränkliche Patienten. Sie legen Bomben gegen Kinder. Was wird von westlichen Soldaten erwartet? Wie sollten sie reagieren, wenn sie aus Moscheen und Kirchen beschossen werden? Wie sollen sie wissen, welchen Zivilisten sie trauen können und welche verdächtig sind? Wer ist krank oder schwanger oder lahm und wer gibt das nur vor?
Ein neuer Feind kämpft mit einem anderen Regelsatz. Und durch die Befolgung antiquierter Regeln der Genfer Konvention werden die Armeen des Westens nur noch verletzbarer, noch angreifbarer, einfacher zu treffen.

Es besteht kein Zweifel, dass sich die Moral im Laufe der Zeit ändert. Wir wissen, dass Moral im Krieg nicht absolut ist. Letztendlich erhöhte die Genfer Konvention jedoch nicht das Level der Moral im Krieg, sondern senkt es.

Neue Regeln müssen eingeführt werden, die den westlichen Kämpfern legal erlauben, sich selbst angemessen zu verteidigen und diejenigen ins Visier zu nehmen, von denen sie angegriffen werden sollen, einschließlich derer, die Terror-Kämpfern, Organisatoren und Führern Schutz gewähren.

Diese Regeln müssen anerkennen:

* dass der terroristische Feind sich Vorteile durch heilige Stätten und geistliche Gewänder und religiöse Rhetorik verschaffen könnte und diese benutzt, um Angriffe zu starten, Botschaften zu schicken und sie als operationellen Hauptquartiere zu nutzen.

* dass eine Zivilbevölkerung nicht ohne Verantwortung sein kann, wenn Terroristen in ihren Gemeinden Zuflucht und Sicherheit finden, dass Terroristen sie aussuchen, um dort Schutz zu finden, weil es so einfach zu bewerkstelligen ist.

* dass auf Terroristen zu schießen und ihre bestätigte Tötung entscheidend ist.

Werden diese neuen Regeln damit westlichen Kämpfern genehmigen, die Vorgehensweisen ihrer Feinde zu übernehmen? Absolut nicht! Wir müssen immer das Richtige tun und mit rechtschaffen handeln. Die Moral darf nicht verwahrlosen, sondern nur umgeformt, neu formatiert werden.
Die USA und Israel sehen sich einer neuen Wirklichkeit gegenüber, Zuhause wie im Ausland. Ihre neuen Feinde respektieren die internationalen Kriegsregeln nicht. Sie werden es niemals tun. Diese Blase der Unschuld muss platzen.

Terra Incognita: Die Hamas gibt Antisemitismus zu, warum waschen so viele sie rein?

Die Hamas will das Beste von beidem: Sie will eine antisemitische, radikal, rechtsgerichtete Organisation sein und die Leute sollen losrennen, um sie links reinzuwaschen.

Seth J. Frantzman, The Jerusalem Post, 29. Januar 2017

Der ranghohe Hamas-Vertreter Osama Hamdan sagte Al-Jazira gegenüber gerade, dass die Organisation ihre Charta überarbeiten und „den antisemitischen Sprachgebrauch in Angriff nehmen“ werde.

Die neue Charta würde Verweise auf „Religion und Rasse“ entfernen. Die Hamas würde klar machen, dass sie nur „gegen die Zionisten, gegen die Besatzung unseres Landes“ sei.

Das die Hamas eingesteht, dass ihre Charta von 1988 antisemitisch ist, führt zu der Frage: Warum behaupten so viele Kommentatoren, darunter jüdische Journalisten und israelische Akademiker, schon so lange, dass die Hamas moderat sei und ignorieren den Antisemitismus? Dieselben Stimmen, die Präsident Donald Trump wegen Rassismus verurteilen und seine Berater des Antisemitismus beschuldigen, scheuen jede Erwähnung des Antisemitismus der Hamas.

Ein „Fact Sheet“ der Jewish Voice vor Peace von 1915 zum Gazastreifen erwähnt die Hamas kaum und wenn sie beschreibt, dann als Opfer des Waffenstillstände „brechenden“ Israel; dazu kommt die Beschwerde, es sei „zutiefst verstörend“, dass Israel Hamas-Führer Ahmad Jabari tötete. Seit Jahren ist die Öffentlichkeit einer Desinformationskampagne zur Hamas unterzogen worden. Diejenigen, die eine liberalere israelische und westliche Gesellschaft fordern, haben oft versucht die Hamas reinzuwaschen.

Die Wahrheit über den Antisemitismus der Hamas steht reichlich zur Verfügung.

Die israelische Professorin Dina Porat schrieb 2014, dass es die gesamten 36 Artikel der Hamas-Charta hindurch Beschreibungen gibt, die „klar antisemitische Motive beinhalten, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Der Zionismus stellt eine Invasion Palästinas nach Art der Nazis und der Tataren dar, erklärt die Charta; und jüdischer Nationalsozialismus ist ein bösartiger Feind (Artikel 20), der sich wie der Nationalsozialismus verhält… die historische Beschreibung wird den Protokollen der Weisen von Zion informiert und gründet direkt auf diesen.“

Professor Meir Litvak schrieb 2005 im Palestine-Israel Journal (PIJ): „Die harschen Ausdrücke der Hamas dürfen nicht als bloße Rhetorik abgetan werden, da sie dazu dienen den Aktivisten und Anhängern der Bewegung einen Geisteszustand einzuschärfen sowie eine jüngere Generation Palästinenser zu sozialisieren.“

Kurz gesagt bietet die Hamas Bildung, die dazu geschaffen ist extremen Antisemitismus auszubilden, Fürsorge, die mit den Protokollen als Anhängsel daher kommt.

Dennoch schrieb Daniel Bar-Tal 2009 in PIJ, israelischer Verdacht, die Hamas sei „aus der kontinuierlichen Entmenschlichung der Hamas-Organisation sowie ihrer Anhänger als ein homogenes Terror-Gebilde abgeleitet ist“ Er behauptete: „Die meisten israelischen Juden wissen nicht, dass die Hamas ursprünglich von israelischen Behörden gegründet wurde, um eine Alternative zur Palästinensischen Befreiungsorganisation zu bieten.

Israelische Juden, die nicht wissen, dass die Hamas eine religiös-fundamentalistische Bewegung ist, die den Palästinensern außerdem soziale Hilfe, Gesundheitsversorgung und Bildung bietet.“ Antisemitismus wird nicht erwähnt.

Und woher kam seine absonderliche Idee, dass Israel die Hamas „gründete“? Die Hamas weiß, dass ihre Charata online steht, so dass jeder sie auf Internetseiten wie der der Anti-Defamation League lesen kann. Seit den frühen 2000-er Jahren haben sie gekonnte und gut geölte Propaganda-Anstrengungen betrieben, um ihr Image zu ändern. Die Hamas hätte ihre Charta schon vor Jahrzehnten ändern können, strebte aber danach den Antisemitismus zum Konsum bei ihren Fans am Leben zu erhalten, während man den Medien eine andere Geschichte erzählte. In einem Brief an den Guardian im Jahr 2008 versuchte der Gaza-Gesundheitsminister Hamas Bassam Na’im die Friedensreferenzen der Hamas aufzupolieren und versicherte den Lesern, sie verurteile den Holocaust. Alan Johnson antwortete allerdings, dass die Hamas sich nie von den Äußerungen von 1987 distanzierte, die behaupteten, dass „die Juden – Brüder von Affen, Prophetenmörder, Blutsauger, Kriegstreiber – euch ermorden … nur der Islam kann die Juden brechen und ihren Traum zerstören.“

Jewish Voice for Peace, habt ihr das gelesen? Sehr friedlich, oder? Johnson vermerkt, dass die Hamas die Juden beschuldigt hat hinter der französischen und der kommunistische Revolution zu stecken; und „Juden steckten hinter dem Zweiten Weltkrieg“ und „inspirierten die Gründung der UNO, um die Welt über ihren Mittelsmann zu beherrschen“. Artikel 17 der Charta behauptet auch, dass „zionistische Organisationen mit verschiedenen Namen und in verschiedenen Formen wie als Freimaurer, Rotary-Clubs … nichts anderes als Zellen der Subversion sind“. Nach Angaben der Hamas stecken Juden daher hinter dem Kommunismus, Nationalsozialismus, der französischen Revolution, den Freimaurern und sind Feinde des Islam. Und doch trotten Jahr um Jahr Journalisten in den Gazastreifen, um mit der Hamas zu kollaborieren, sie menschlich zu machen, als Opfer darzustellen und die UNO stellt ihre Mitglieder ein und hört auf sie, außerdem erzählen uns Kommentatoren „mit der Hamas zu reden“ und „die Hamas ist moderat“.

2012 veröffentlichte The Forward ein langes Interview mit dem ranghohen Hamas-Führer Mussa Abu Marzuk. Kira Goldenberg von der The Columbia Journalist Review vermerkte, dass dies eine „Abkehr von der normalen Berichterstattung des Blattes“ war und dies „als Affront für die jüdische (und allgemein pro-israelischen) Leserschaft betrachtet werden könnte“. Man sollte vielleicht glauben, rabiatem Antisemitismus eine Plattform zu geben sollte ein Affront für alle Linken und Antirassisten sein. „Wir sprachen darüber, ob das anständig ist“, wurde die Redakteurin Jane Eisner zitiert. „Wie stellen wir sicher, dass dieses Interview wirklich von Substanz sein würde?“ In einem Artikel mit dem Titel „Die Botschaft der Hamas“ stellte die Zeitung fest: „Der Forward ist nicht einfach eine journalistische Organisation, er ist auch eine jüdische Institution.“ Und doch erwähnte sie Antisemitismus in der Einführungs-„Botschaft“ nicht ein einziges Mal.

Sie behaupteten: „Die Hamas erkennt klar an, dass sie den Kontakt zu amerikanischen Juden und über sie mit der amerikanischen Öffentlichkeit suchen müssen.“ Die Hamas würde „sich mäßigen und erwachsener werden“ und strebe eine „produktivere Rolle im neuen Nahen Osten an“.

In dem beispiellosen Interview von Larry Cohler-Esses mit Marzuk wird das Wort „antisemitisch“ in zweitausend Worten nur zweimal benutzt. „Abu Marzuks Äußerungen zur Verteidigung der Hamas-Charta am nächsten Tag waren um so überraschender. Die Charta, ein ausführliches, mehrteiliges Gründungsdokument, das 1988 zusammengestellt wurde, beinhaltet mehrere Abschnitte, die weithin als antisemitische verurteilt wurden.“ Die Behauptung, dass diese Abschnitt nur „weithin als antisemitisch verurteilt wurden“ ist die Art wie ein Journalist es ablehnt sich selbst mit den Abschnitten selbst abzumühen. Es ist so, als würde man übe Auschwitz sagen, es werde „weithin als Gaskammern zu haben verurteilt“, statt zu schreiben:„In Auschwitz gab es Gaskammern“. Die Hamas wird nicht „weithin als antisemitische verurteilt“, sie ist antisemitisch. Warum können Journalisten und Kommentatoren das dann nicht sagen? Abu Marzuks Erklärung für die Neonazi-Charta? „Wir haben viele, viele Sorten von Politik, die nichts mit der Charta zu tun haben.“

Das ist so, als hätte im 19. Jahrhundert US-Präsident Andrew Jackson gesagt: „Wir haben viele Sorten von Politik, die nichts mit Sklaverei zu tun haben.“

Stimmt, aber habt ihr Sklaverei? Die Hamas will das Beste aus beiden Welten haben; sie will eine faschistische, antisemitische, radikal rechte Organisation sein und in der Linken Leute haben, die losrennen, um sie reinzuwaschen. Und das bekommt sie. Sie bekommt über die Jahre nicht durch große Medien nur ihre Reinwaschung, sie bekommt sogar jüdische Zeitungen, die losrennen und sie um Interviews anbetteln. Das ist die extreme Ironie ein Hamasführer zu sein. Einerseits sagen sie: „Juden sind Affen und kontrollieren die Welt.“ Und ein jüdischer Journalist schreibt der Hamas E-Mails, in denen es heißt: „Bitte gegen Sie mir ein Interview.“ Ein solches Interview findet nicht statt, weil die Hamas „gemäßigter“ wird, sondern weil die Hamas es gelernt hat, dass ihr, egal wie gehässig sie ist, immer einen roten Teppich bekommt. Man sollte glauben, dass Journalisten in Sachen solcher Interviews eine rote Linie haben. Hätte Heinrich Himmler 1944 in Auschwitz ein Interview gegeben, um ihm seine „sich mäßigende“ Haltung zu zeigen? Vermutlich. Weil er nur „weithin als antisemitisch angesehen“ wird. Er könnte ein Moderater mit einem Sozialprogramm sein.

Norman Finkelstein schrieb 2009 in Counterpuch: „Die Hamas signalisierte, dass sie eine diplomatische Regelung des Konflikts will … Hamas signalisierte, dass sie sich dem internationalen Konsens anschließt.“ Die Hamas sei das Opfer eines von Israel, den USA und der palästinensischen Autonomiebehörde geplanten „Putsches“. Im Verlauf der Jahre gewann die Hamas viele Stimmen im Westen, die von ihrer „sich mäßigende“ Einstellung erzählen. 2011 schrieb Peter Beinart im Daily Beast: „In der Politik der USA und Israels gegenüber der Hama ist eine Veränderung lange überfällig.“ Er behauptete die Organisation halte eine De-facto-Waffenstillstand ein und „seine zwei obersten Führer haben beide gesagt, die Hamas würde einen Zweistaaten-Handel akzeptieren.“ Hamas war „auf viele Weisen widerwärtig“, aber Israel betreibe eine „unmoralische, verfehlte Politik“, indem es die Hamas nicht in einer palästinensischen Einheitsregierung begrüßt.

In diesem Konzept der „Mäßigung“ ist die Hamas irgendwie jeden Tag gut, sie ermordet niemanden. Wie wäre es damit die rassistische Charta abzumildern? Der Grund, dass es um die Hamas seit Jahren keinen „Cordon sanitaire“ gab, wie um Jean-Marie Le Pen in Frankreich oder Jörg Haider in Österreich, besteht darin, dass viele in der Linken das Gefühl hatten, die Hamas sei Teil ihrer „antiimperialistischen“ Ideologie. Judith Butler sagte 2006: „Es ist extrem wichtig die Hamas, die Hisbollah als Sozialbewegungen verstehen, die progressiv sind, die links sind, die Teil der globalen Linken sind.“ Sie klärte in ihrem Interview 2012 ihre Ansicht mit der Behauptung: „Es erschien mir immer absurd, dass meine Äußerungen so aufgefasst wurden, dass ich Hamas und Hisbollah unterstütze oder begrüße… ich gebe nicht allen Gruppen, die aktuell die globale Linke ausmachen, meine bedingungslose Unterstützung.“

Es ist aber keine Frage Unterstützung zu geben, es ist eine Frage der Verurteilung des Antisemitismus der Hamas. In einem Interview von 2014 wollte sie die Hamas nicht als antisemitisch bezeichnen, sondern nur als „schädlich“; sie behauptete: „Innerhalb der Hamas gibt es einiges an veröffentlichter Diskussion.“ Beachten Sie, wie jeder Kommentierende immer behauptet, es gäbe innerhalb der Hamas „Diskussionen“, als ob eine Gruppe, die erklärtermaßen antisemitisch ist, irgendwie akzeptabel sei, solange ein paar ihrer Propagandisten behaupten, sie seien nicht alle rassistisch.

Die rechtsradikalen Ansichten der fundamentalistischen, extrem konservativen Hamas mit der „globalen Linken“ in Zusammenhang zu bringen ist so, als würde man behaupten der Ku-Klux-Klan und die Nazis seien Teil der globalen Linken, weil sie „antiimperialistisch“ seien.

Das ist unsinnig. Und doch ist der Versuch die Hamas nicht nur reinzuwaschen, sondern oft fehlende Sachkenntnis geltend zu machen, wenn man gebeten wird sich zu entscheiden ob sie antisemitisch ist, während man gleichzeitig behauptet Sachkenntnis zu „internen Hamas-Diskussion“ zu haben, ist das, wie eine stille Hamas-Lobby Jahre lang versucht hat eine falsche Moderatheit zu schaffen und Ausreden für die die Wirklichkeit zu haben.

Das ist eine selbsterfüllende Prophetie. Egal, was die USA und Israel tun, sie werden immer für den Extremismus der Hamas verantwortlich gemacht.

2009 schrieb Nathan Stock im Christian Science Monitor, dass wir „mit der Hamas reden“ müssen oder Radikalisierung entgegensehen.

„Heute führen der fehlende US-Dialog mit der Hamas und die Mäßigung der Gruppe zur Formierung einer neuen, gefährlicheren Verweigerungsgruppe.“

„Warum sollten der Westen und Israel mit der Hamas reden?“, schrieb die ehemalige UNO-Beamtin Saskia Marsh 2016 in Al-Jazira. „Holt die Terrorgruppe aus der Kälte“, schrieb sie. „Die Abmilderung [der Hamas] wird untergraben – durch eine Jahrzehnte dauernden Blockade von Handel und Bewegung in den Gazastreifen hinein und hinaus.“ Doch die Hamas ist vor 2006, als sie im Gazastreifen die Kontrolle übernahm. Sie hätte seitdem moderater werden, ihre Charta reformieren, Demokratie begrüßen und Wahlen mit mehreren Parteien abhalten können. Sie hätte Liberalismus einführen können. Zu behaupten die Blockade höhle die Mäßigung aus, zäumt das Pferd von hinten auf.“

Patrick Truffer schrieb 2012 für die Universität St. Andrews: „Die Hamas könnte ihren Kurs nach der Übernahme der poltischen Verantwortlichkeit mäßigen. Die Teilnahem der Hamas an Wahlen kann als Zeichen der Mäßigung interpretiert werden.“ War das bei den Nazis der Fall? Haben sie sich „gemäßigt“, sobald sie an der Macht waren? Bestimmt hätte der KK sich ebenfalls gemäßigt.

Wenn wir die endlose Armee an stimmen über die „gemäßigte“ Hamas reden hören, müssen uns wundern. Würde es eine christliche Version der Hamas geben, die sich in Europa zur Wahl stellt, wäre sie dann Teil der „globalen Linken“? Würden jüdische Journalisten und Zeitungen loseilen, um sie menschlich zu machen und ihr eine Plattform geben, um sie aus der Kälte zu holen? Würden die Linken sie mit solchem Verständnis mit offenen Armen begrüßen? Wir haben reichlich Beweise, dass Gruppen, die sich nur ein Prozent des Hasses der Hamas zueigen machen, als Rechtsextreme und Rassisten betrachten, wenn sie in den USA und Europa auftauchen. Die „alternative Rechte“ ist 0,01% so antisemitisch wie die Hamas und wird trotzdem beschimpft. Das ist nur ein weiteres Beweisstück der Bevorzugung der Islamisten, des Privilegs, dass Islamist zu sein mit sich bringt. Es gestattet einem antisemitisch, Neonazi und hasserfüllt zu sein und stets als „gemäßigt“ bezeichnet zu werden. Bedauerlicherweise könnte die Hamas ihre Charta 30 Jahre zu spät ändern, doch die Realität des Reinwaschungsschar westlicher Hamas-Schmeichler wird sich nicht ändern.

Obsessive Inkonsequenz: Die Welt und die Zweistaatenlösung

Die wahnhafte Suche nach einer Zweistaatenlösung ist in Wirklichkeit ein Rohrkrepierer

Dr. Avi Perry, Israel National News, 22. Januar 2017

Albert Einstein definierte Wahnsinn als „immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“. Das ist genau das, was die israelische Linke, die Europäische Union, die aktuelle amerikanische Administration und die der Vergangenheit verfochten haben – eine Zweistaatenlösung für zwei Nationen, die in Frieden nebeneinander leben. Das wurde schon von der UNO versucht, 1947; sie scheiterte. Es wurde von Premierminister Barak wieder versucht; er scheiterte. Es wurde von Premierminister Olmert einmal mehr versucht; er scheiterte. Diese Versuche schlugen fehl, weil die Palästinenser es ablehnte die Existenz des jüdischen Staats zu akzeptieren, nicht nur in Judäa und Samaria, sondern auch in Tel Aviv, Haifa, dem Negev und Galiläa. Andere Ergebnisse zu erwarten entspricht Einsteins Definition des Wahnsinns.

Und als wäre die wahnhafte Suche nach einer Zweistaatenlösung nicht schon verrückt genug, gibt es noch mehr. Einsteins Definition des Wahnsinns passt auf die Behauptung, jüdische „Siedlungen“ oder auch nur die Anwesenheit israelischer Truppen in von Jordanien und Ägypten von 1948 bis 1967 besetzten Gebieten seien der Grund für den „größten politischen Konflikt auf der Erde“ (son von einer Reihe UNO-Resolutionen definiert, die Israel verurteilen). Der Abzug jüdischer Gemeinden und israelischer Soldaten aus dem Gazastreifen erwies sich als tödlich. Es trug zur Übernahme des Gebiets durch die und den zwei folgenden Kriegen bei. Israelische Truppen aus dem Libanon zu holen trug zur Übernahme des Gebiets durch die Hisbollah und den zwei folgenden Kriegen bei.

Israelische Truppen infolge der Oslo-Friedensvereinbarungen aus der „Westbank“ zu holen erwies sich als tödlich. Die „Westbank“ wurde ein riesiges Terrornest und die Truppen mussten wieder hineingeschickt werden. Sollte Israel jüdische Gemeinden und Soldaten aus Judäa und Samaria abziehen, ist das einzige zurechnungsfähige Ergebnis eine Wiederholung desselben – Krieg und noch mehr Kriege. Jeder, der ein anderes Ergebnis erwartet, entspricht Einsteins Definition des Wahnsinns.

Doch es gibt ein überzeugenderes Argument für den Irrsinn der Vorstellung für eine Zweistaatenlösung einzutreten. Diejenigen, die dafür werben, tendieren dazu die Tatsache zu ignorieren, dass die Lösung drei Instanzen einbeziehen muss, statt zweien. Eine Zweistaatenlösung ist in diesem Fall eine unvollständige Lösung. Es muss eine Dreistaatenlösung geben, um das wahnhafte Bild zu komplettieren. Es gibt den Gazastreifen und die Hamas, aber der Pusch zur Zweistaatenlösung bezieht diese Tatsache nicht ein.

Albert Einstein kam zu dem Schluss, dass einige Menschen die Fakten ändern, wenn die Fakten nicht in ihre Theorie passen. Eine Dreistaatenlösung passt nicht in die Theorie, dass eine Zweistaatenlösung im Nahost-Konflikt Frieden bringen würde. Entsprechend ändern die Befürworter der Zweistaatenlösung die Fakten. Sie ignorieren den Gazastreifen; sie ignorieren die Hamas; Gazastreifen und Hamas sind auf ihrer Landkarte nirgendwo zu finden; diese Fakten passen nicht in ihre wahnhafte Theorie.

Der Gazastreifen wird nicht von der palästinensischen Autonomiebehörde regiert. Dort regiert die Hamas – Widersacher der PA. Die Hamas gibt noch nicht einmal vor eine Lösung zu akzeptieren, bei der Israel in welchen Grenzen auch immer existiert. Sie bezeichnen Israel weiter als „die Besatzung“. Hamas betrachtet jeden Teil Israels als besetztes Gebiet. Israel zu sagen, es solle Frieden mit der Hamas schließen, ist das Gleiche, als würde man die USA anweisen Frieden mit ISIS und Al-Qaida zu schließen. Keines dieser beiden von Terroristen regierten Gebilde wird jemals an etwas anderem interessiert sein als den Ungläubigen-Staat und seine Bürger anzugreifen, auf den sie es abgesehen haben.

Es gibt viele links orientierte israelische Bürger, die an die wahnsinnige Vorstellung (Einsteins Definition) einer Zweistaatenlösung glauben. Es ist möglich, dass eine israelische Regierung in der Zukunft versuchen könnte eine Zweistaatenlösung umzusetzen. Doch obwohl meiner Meinung nach das Risiko eines katastrophalen Scheiterns extrem hoch ist, könnten sie es für unbedeutend erachten. Doch was, wenn sie sie umsetzen und sich dann zeigt, dass sie falsch liegen? Was, wenn das Ergebnis eine Katastrophe wird? Was, wenn sich wieder einmal erweist, dass Einstein richtig liegt?

Und schließlich: Die von denen, die einen israelischen Abzug aus „besetzten Gebieten“ fordern, formulierte Scheinheiligkeit kann dadurch herausgestellt werden, dass man die Tatsache aufzeigt, dass genau diese Länder Besatzer und Besiedler von Territorien sind, die sie durch Gewalt einnahmen. Die Liste ist lang, aber hier ist eine Auswahl:

Nordirland – erobert, besetzt, annektiert und besiedelt von den Briten

Falkland-Inseln – von den Briten besetzt, besiedelt, zurückerobert in einem Krieg mit Argentinien

Gebiete, die Polen und Rumänien gehören – erobert, besetzt und annektiert von der damaliben Sowjetunion, heute von der Ukraine

Kurdisten – besetzt und annektiert von der Türkei, dem Iran und dem Irak

Katalonien – besetzt und annektiert von Spanien

Vor den Weltkriegen deutsche Gebiete – besetzt und annektiert von Frankreich und Polen

Ungarische Gebiete (Transsylvanien) – besetzt und annektiert von Rumänien

Tibet – besetzt und annektiert von China

Texas – besetzt und annektiert von den USA, nachdem es Mexiko abgenommen wurde

Die gesamten USA – gewaltsam gegen die amerikanischen Ureinwohner erobert und von weißen Amerikanern besiedelt

Alles müssten als illegal klassifiziert werden, würde Beständigkeit statt Antisemitismus die zivilisierte Welt beherrschen.

Israel für Dumme

Irwin N. Graulich, JewsWeek, 24. Oktober 2003 (der Link geht zu Arutz-7, Jews Week finde ich nicht mehr)

Ironischerweise hat Yassir Arafat mehr dazu beigetragen, dass viele Juden jüdisch blieben und für Israel kämpften, als jeder Rabbi dieses Planeten.

Warum beschäftigt sich die Welt derart mit Israel? Warum hat es eine 3.000-jährige Besessenheit mit einer der kleinsten Gruppen der Welt gegeben – den Juden? Warum gibt es einen Aufschrei gegen diese eine Gruppe unter den vielen anderen, die sich auch „das erwählte Volk“ nennt? Warum hat die UNO fast die Hälfte ihrer Zeit auf Fragen betreffs Israel verwendet, selbst vor 1967, als die gesamte Westbank, der Gazastreifen, die Golanhöhen und das komplette Alt-Jerusalem bereits der arabischen Bevölkerung gehörte?

Stellen Sie sich die Zeit, Energie und das Geld vor, das in der gesamten arabischen und muslimischen Welt für Kampf, Hass und Propaganda gegen Israel ausgegeben wurde. Wie würden diese Länder heute aussehen, hätten sie sich statt dessen auf Technologie, Landwirtschaft und Bautätigkeiten konzentriert?

Das Geheimnis beginnt sich zu enträtseln, wenn wir das Wort „Israel“ verstehen. Die meisten Menschen, einschließlich der meisten Juden, glauben, Israel sei ein Staat. Die tatsächliche Bedeutung Israels stammt aus der Bibel, wo Juden als „Am Yisrael“ bezeichnet werden – das „Israel“ genannte Volk.

Der Staat Israel existiert unter dem Schirm des Judentums, als bezogen auf Israel/das jüdische Volk. Wenn Israel (der Staat) die einzige Verbindung eines Juden zum Judentum wird, dann wird seine Religion versagen und die Nation wird letztendlich kollabieren. Das ist der Grund, weshalb säkulare Juden wir Schimon Peres, Yossi Beilin und Yossi Sarid sich in einem Abgrund befinden, einem bodenlosen Loch, das dem Versagen bestimmt ist. Nur, wenn der Staat Israel Teil der Identität eines Juden ist, kann dieses Individuum mit Israel, dem Staat, wie auch Israel, dem Volk, erfolgreich sein.

Israel, der Staat, wird für die nächste Generation der Juden bedeutungslos werden, außer das Judentum wird für sie von Bedeutung sein. Wenn Israel und der Nahe Osten nur „ein Teil“ ihrer jüdischen Erfahrung sind, dann werden Tel Aviv, Haifa und Netanya nur ein Miami Beach sein, wo zufällig jeder Hebräisch spricht.

Gott sei Dank begreifen oder erkennen die Feinde Israels nicht das wirkliche Desaster Israels. Denn für die überwiegende Mehrheit der säkularen Juden ist das einzige, das sie wegen des „Heiligen Landes“ leidenschaftlich sein lässt, seine derzeitige Bedrohung. Ironischerweise ist es die arabisch-muslimische Welt mit ihrer Dummheit und ihrem Hass, die Israel zusammengehalten hat und stark sein lässt!

Ohne Frage hat Yassir Arafat mehr getan, damit viele Juden jüdisch bleiben und für Israel kämpfen, als jeder Rabbi dieses Planeten. Was Yassir Arafat und seine Kohorten zu begreifen versäumen, ist: Wenn der Frieden irgendwann im Nahen Osten ausbricht, werden die Juden in der gesamten Welt weit weniger haben, wofür sie leidenschaftlich Gelder sammeln, Lobbyarbeit leisten und protestieren. Was also wird diese Juden jüdisch bleiben lassen und was wird die nicht religiösen Juden in Israel beschäftigen? Wenn Israel ein gewöhnlicher Fakt des Lebens wird, statt eines Traums, werden die meisten Juden sich anderen quasi-religiösen Interessen widmen, wie dem Säkularismus, Feminismus, Umweltschutz, Liberalismus und Grundbesitz.

Die Besessenheit der UNO und der Welt mit den Juden entstammt einer Idee. Der Tatsache, dass diese kleine Gruppe die Unverfrorenheit besitzt zu sagen, dass Gott sie auserwählte, um Seine Botschaft in die Welt zu tragen. Die meisten Menschen, einschließlich der Juden, sollten dies nicht so interpretieren, dass die Juden besser als andere sind. In Wirklichkeit „erwählte“ Gott absichtlich die größten Versager der damaligen Zeit, um den Menschen Seine moralischen Vorschriften zu bringen.

Das Beispiel zeigt, wie eine versagende Gruppe tatsächlich erfolgreich werden kann. Hätte Gott eine starke Gruppe wie die Ägypter erwählt, um seine Gesetze zu empfangen, würden die Leute auf die Tatsache zeigen, dass ein mächtiger Botschafter sie der Welt aufgezwungen hätte; eine Vorstellung, die schlicht und einfach beweist, dass es die Botschaft ist, die wirklich groß ist, und nicht der Überbringer!

Offensichtlich glaubt der größte Teil der Religionen der Menschheit und ihrer Kulturen daran, dass die Juden Gottes „erwählter Botschaftsdienst“ sind, da das Judentum die Grundlage für das moderne Christentum und den Islam gebildet hat; und es sind die moralischen Gesetze des Judentums, die die Grundlage der modernen westlichen Gesellschaft geworden sind.

Die wirklichen Massenvernichtungswaffen, die heute auf den Staat Israel gerichtet sind, sind der Mangel an verfügbaren jüdisch-religiösen Ansätzen, ein Konzept, das die Religionen in Amerika aufblühen ließ. Während das Christentum es schaffte, seine Unterschiedlichkeiten selbst in Israel beizubehalten, hat das Judentum in dieser Beziehung versagt. Judentum wie Christentum bieten in den USA eine breite Palette zur Auswahl bezüglich seiner Praktizierung und seiner Erfahrungen.

Das Judentum beinhaltet Orthodoxe, Konservative und Reform-Juden; das Christentum bietet eine Vielzahl an christlichen/protestantischen Konfessionen. All diese Wahlmöglichkeiten befinden sich innerhalb etablierter Leitlinien jeder dieser Religionen. Nur miteinander repräsentieren diese wunderbar miteinander wettstreitenden religiösen Komponenten eine wahren Religion. Wenn es keinen intra-religiösen Wettbewerb gibt, wird die Religion fanatisch und ist zum Versagen bestimmt.

Religion braucht Wettbewerb genauso, wie Geschäfte Wettbewerb brauchen. Wenn es nur eine Sorte Ketchup in den Supermarkt-Regalen gibt, werden die meisten Leute dieses einen Geschmacks müde und verlassen ihn. Die Vielzahl der verfügbaren Ketchups und Dips ist es, was ihren Verzehr so attraktiv macht. Jede Religion braucht „religiösen Kapitalismus“ um zu blühen.

Das eigentliche Problem in Israel ist, dass man entweder orthodox ist oder gar nichts. Vor diese Wahl gestellt, werden die meisten Leute sich entscheiden nichts zu sein. Wenn die Religion keine Wahlmöglichkeiten bietet, werden viele ihrer Anhänger fanatisch. Das manifestiert sich in jeder Religion anders. Fanatiker des Judentums werden besessen von koscherem Mineralwasser und koscherer Zahnpasta. Fanatiker des alten Christentums wurden Kreuzfahrer und Antisemiten und anderes. Fanatiker des modernen Christentums jagen Abtreibungskliniken in die Luft. Fanatiker des modernen Islam entführen Passagierflugzeuge und rammen sie ins World Trade Center und das Pentagon.

Während Fanatiker im Judentum und im Christentum eine sehr kleine Minderheit darstellen, bilden sie im Islam eine ernst zu nehmende Minderheit oder möglicherweise die Mehrheit. Die große Mehrheit der moderaten Juden und Christen respektieren andere Religionen und unterstützen Israel. Unglücklicherweise will eine Mehrheit der Muslime, dass der Islam die Welt beherrscht; sie unterstützen Israel nicht. Vielleicht ist Gott wegen dieser Einstellung etwas verärgert und so kommt es zu dem Wunder, dass Israel überlebt.

Das kann sich aber ändern; denn nur, wenn Israel, der Staat, Teil der größeren Gleichung eines ernsthaften religiösen orthodoxen, konservativen oder Reform-Judentums ist, wird das Überleben des Staates Israel garantiert sein.

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.“

IMRAs wöchentlicher Kommentar von Aaron Lerner, 16. Oktober 2003

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.“

Dieser Glaube, dieser Glaubensgrundsatz, treibt die gesamte Logik jeden Schemas, das die israelische Linke seit 1967 aufgeboten hat.

Aber warum wollen die Araber nur, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht?

Israels militärischer Sieg, nachdem die IDF im Yom Kippur-Krieg von 1973 äußerst unvorbereitet getroffen wurde, liefert die Antwort: „Der Krieg bewies den Arabern, dass sie Israel nicht auf dem Schlachtfeld besiegen können.“

Da die Araber wissen, dass sie niemals in der Lage sein werden, Israel zu schlagen, so wird argumentiert, wird es immer währenden Frieden geben, sobald die Araber den Golan, die Westbank und den Gazastreifen zurück bekommen, da ein Krieg gegen Israel zum Scheitern verurteilt sein wird.

Und sobald man diese „Wahrheiten“ akzeptiert, folgt daraus, dass jedes Programm – egal, wie ungereimt es auch sein mag –, das für den vollständigen Rückzug auf die Grenzen von 1967 sorgt, Israel immer währenden Frieden bringt.

Warum sollten sich dann Yossi Beilin und die pensionierten Peacenik-Generale überhaupt die Mühe machen, überhaupt nur den Anschein zu erwecken, sie seien an den Sicherheitsvorkehrungen interessiert, die mit den verschiedenen Plänen zusammenhängen, die sie über die Jahre hinweg vertreten haben, wenn sie meinen, dass der Rückzug an sich bereits Israel den Frieden sichert?

Sie brauchen die Fassade der Sicherheit und anderer Vorkehrungen, um das zu überwinden, was sie als einzige Sache als zwischen sich und dem Frieden in unserer Zeit stehen sehen: die israelische Öffentlichkeit.

Das ist der Grund, dass bei einem langen und gründlichen Blick auf jeden israelischen Rückzugsplan, sei es von den Golanhöhen oder der Westbank und aus Gaza, man letztlich feststellen wird, dass er aus einem Kartenhaus besteht, das auf einer Ansammlung von Wunschdenken und „Best case“-Szenarien beruht.

Es ist nicht so, dass diejenigen, die die Rückzugsschemata entwerfen und verfechten, von Natur aus nachlässig oder oberflächlich wären. Sondern sie sind überzeugt, dass es einfach keine Rolle spielt, da es, zieht Israel sich erst einmal zurück, immer währenden Frieden geben wird.

Das ist auch der Grund, warum Rückzugsvertreter sich in dem Jahrzehnt von Oslo niemals sonderlich um die palästinensische Erfüllung von Vertragsverpflichtungen kümmerten. Was die Palästinenser tun oder nicht tun, bevor Israel sich vollständig zurückzieht, ist für schlichtweg nicht von Bedeutung.

Ist dieser Glaube, ist diese „Rückzugs-Religion“ logisch?

Die Araber lernten 1973 nicht, dass die IDF nie geschlagen werden kann. Sie lernten, dass Ausrüstung und Training des Westens der der Sowjetunion überlegen waren. Und sie haben dieser Lehre entsprechend gehandelt. Alleine Ägypten hat Milliarden amerikanischer Hilfen in fortschrittliche amerikanische Waffensysteme investiert, um sich auf den nächsten Krieg gegen den jüdischen Staat vorzubereiten.

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht?“ Welche Araber? Das sagen sie in ihren Moscheen aber nicht. Das sagen sie in ihren Schulen auch nicht. Das sagen sie auch in ihren Medien nicht.

Was ihre Führer aber sagen, ist, dass es zulässig ist, Israel in Phasen zu vernichten, statt in einem schnellen Schlag.

Der malaysische Premierminister Datuk Seri Dr. Mahathir Moahmmed erklärte das auf der Eröffnung der 10. Sitzung der Islamischen Gipfelkonferenz so:

„Der Koran sagt uns, dass, wenn der Feind Frieden einklagt, wir positiv darauf reagieren sollen. Es stimmt, der angebotene Vertrag ist für uns nicht günstig. Aber wir können verhandeln. Der Prophet macht das in Hudaibiyah. Und am Ende triumphierte er. [Anmerkung A.Lerner: indem er den Vertrag brach, als er stark genug war den Feind zu schlagen.] … De rFeind wird vermutlich diese jüngsten Vorschläge begrüßen, … denn wegen ihrer Macht und ihrer offensichtlichen Erfolge sind sie arrogant geworden. Und arrogante Leute, wie wütende Leute, werden Fehler machen, werden vergessen zu überlegen. Sie haben schon angefangen Fehler zu machen. Und sie werden weitere Fehler machen. Es wird für uns jetzt und in der Zukunft Gelegenheiten geben. Wir müssen diese Gelegenheiten nutzen.“

Werden Yossi Beilin und seine Kameraden den Arabern diese „Gelegenheiten“ bieten?

Nicht, wenn die israelische Öffentlichkeit und die Freunde Israels in der Lage sind, über die falschen Versprechungen der „Rückzugsreligion“ hinaus zu sehen.

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.“

Aaron Lerner, IMRA Weekly Commentary, 16. Oktober 2003

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.“

Dieser Glaube, dieser Glaubensgrundsatz, treibt die gesamte Logik jeden Schemas, das die israelische Linke seit 1967 aufgeboten hat.

Aber warum wollen die Araber nur, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht?

Israels militärischer Sieg, nachdem die IDF im Yom Kippur-Krieg von 1973 äußerst unvorbereitet getroffen wurde, liefert die Antwort: „Der Krieg bewies den Arabern, dass sie Israel nicht auf dem Schlachtfeld besiegen können.“

Da die Araber wissen, dass sie niemals in der Lage sein werden, Israel zu schlagen, so wird argumentiert, wird es immer währenden Frieden geben, sobald die Araber den Golan, die Westbank und den Gazastreifen zurück bekommen, da ein Krieg gegen Israel zum Scheitern verurteilt sein wird.

Und sobald man diese „Wahrheiten“ akzeptiert, folgt daraus, dass jedes Programm – egal, wie ungereimt es auch sein mag –, das für den vollständigen Rückzug auf die Grenzen von 1967 sorgt, Israel immerwährenden Frieden bringt.

Warum sollten sich dann Yossi Beilin und die pensionierten Peacenik-Generale überhaupt die Mühe machen, überhaupt nur den Anschein zu erwecken, sie seien an den Sicherheitsvorkehrungen interessiert, die mit den verschiedenen Plänen zusammenhängen, die sie über die Jahre hinweg vertreten haben, wenn sie meinen, dass der Rückzug an sich Israel bereits den Frieden sichert?

Sie brauchen die Fassade der Sicherheit und anderer Vorkehrungen, um das zu überwinden, was sie als einzige Sache als zwischen sich und dem Frieden in unserer Zeit stehen sehen: die israelische Öffentlichkeit.

Das ist der Grund, dass bei einem langen und gründlichen Blick auf jeden israelischen Rückzugsplan, sei es von den Golanhöhen oder der Westbank und aus Gaza, man letztlich feststellen wird, dass er aus einem Kartenhaus besteht, das auf einer Ansammlung von Wunschdenken und „Best case“-Szenarien beruht.

Es ist nicht so, dass diejenigen, die die Rückzugsschemata entwerfen und verfechten, von Natur aus nachlässig oder oberflächlich wären. Sondern sie sind überzeugt, dass es einfach keine Rolle spielt, da es, zieht Israel sich erst einmal zurück, immer währenden Frieden geben wird.

Das ist auch der Grund, warum Rückzugsvertreter sich in dem Jahrzehnt von Oslo niemals sonderlich um die palästinensische Erfüllung von Vertragsverpflichtungen kümmerten. Was die Palästinenser tun oder nicht tun, bevor Israel sich vollständig zurückzieht, ist für schlichtweg nicht von Bedeutung.

Ist dieser Glaube, ist diese „Rückzugs-Religion“ logisch?

Die Araber lernten 1973 nicht, dass die IDF nie geschlagen werden kann. Sie lernten, dass Ausrüstung und Training des Westens der der Sowjetunion überlegen waren. Und sie haben dieser Lehre entsprechend gehandelt. Alleine Ägypten hat Milliarden amerikanischer Hilfen in fortschrittliche amerikanische Waffensysteme investiert, um sich auf den nächsten Krieg gegen den jüdischen Staat vorzubereiten.

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht?“ Welche Araber? Das sagen sie in ihren Moscheen aber nicht. Das sagen sie in ihren Schulen auch nicht. Das sagen sie auch in ihren Medien nicht.

Was ihre Führer aber sagen, ist, dass es zulässig ist, Israel in Phasen zu vernichten, statt in einem schnellen Schlag.

Der malaysische Premierminister Datuk Seri Dr. Mahathir Moahmmed erklärte das auf der Eröffnung der 10. Sitzung der Islamischen Gipfelkonferenz so:

„Der Koran sagt uns, dass, wenn der Feind Frieden einklagt, wir positiv darauf reagieren sollen. Es stimmt, der angebotene Vertrag ist für uns nicht günstig. Aber wir können verhandeln. Der Prophet macht das in Hudaibiyah. Und am Ende triumphierte er. [Anmerkung A.Lerner: indem er den Vertrag brach, als er stark genug war den Feind zu schlagen.] … De rFeind wird vermutlich diese jüngsten Vorschläge begrüßen, … denn wegen ihrer Macht und ihrer offensichtlichen Erfolge sind sie arrogant geworden. Und arrogante Leute, wie wütende Leute, werden Fehler machen, werden vergessen zu überlegen. Sie haben schon angefangen Fehler zu machen. Und sie werden weitere Fehler machen. Es wird für uns jetzt und in der Zukunft Gelegenheiten geben. Wir müssen diese Gelegenheiten nutzen.“

Werden Yossi Beilin und seine Kameraden den Arabern diese „Gelegenheiten“ bieten?

Nicht, wenn die israelische Öffentlichkeit und die Freunde Israels in der Lage sind, über die falschen Versprechungen der „Rückzugsreligion“ hinaus zu sehen.