Das Ausmaß des Elends der Araber hat nichts mit Israel zu tun

Petra Marquardt-Bigman, The Warped Mirror, 12. März 2017

„Jeder Araber, der raus will, wird hier weg sein.“

Mehrere Artikel aus der jüngsten Vergangenheit bieten eine Fülle an Daten, die darauf hindeuten, wie wahrhaft elendiglich die Bedingungen in vielen arabischen Ländern sind und wie düster die Perspektive für einen Großteil der arabischen Welt ist – und nein, das ist nicht Israels Fehler. Die schockierendsten Daten kommen aus Syrien (obwohl die Lage im Jemen wahrscheinlich ähnlich schrecklich ist). Ein aktueller Artikel der New York Times umreißt die Verwüstung, die fünf Jahre Krieg in Syrien angerichtet haben:

Werfen wir einen Blick auf die Zahlen. (Die folgenden Statistiken sind zwar Schätzungen, sie werden aber womöglich mit der fortgesetzten Matrix an Kriegen in Syrien schlimmer werden.) Mehr als 80 Prozent der Syrer leben unterhalb der Armutslinie. Fast 70 Prozent der Syrer leben in extremer Armut, was bedeutet, dass sie ihre Grundbedürfnisse nicht sicherstellen können, heißt es in einem Bericht von 2016. Diese Zahl hat sich seitdem höchstwahrscheinlich verschlechtert. Die Arbeitslosenrate liegt nahe an 58 Prozent, wobei eine beträchtliche Zahl derer, die Arbeit haben, als Schmuggler, Kämpfer oder sonst in der Kriegswirtschaft tätig sind. Die Lebenserwartung ist seit Beginn des Aufstandes 2011 um 20 Jahre gesunken. Etwa die  Hälfte der Kinder geht nicht mehr zur Schule – eine verlorene Generation. Das Land ist zu einer öffentlichen Gesundheitskatastrophe geworden. Krankheiten wie Typhus, Tuberkulose, Hepatitis A und Cholera, die früher unter Kontrolle waren, grassieren wieder. Und Polio – die in Syrien einst ausgerottet war – ist wieder eingeschleppt worden, wahrscheinlich von Kämpfern aus Afghanistan und Pakistan.

Mehr als 500.000 sind durch den Krieg umgekommen und eine Unzahl Syrer ist indirekt durch den Konflikt gestorben […] Mit mehr als zwei Millionen Verletzten sind rund 11,5 Prozent der Vorkriegsbevölkerung zu Opfern geworden. Und fast die Hälfte der Bevölkerung Syriens ist entweder intern oder extern heimatvertrieben. Eine 2015 von der Flüchtlingsagentur der UNO durchgeführte Studie, die die syrischen Flüchtlinge in Griechenland untersuchte, stellte fest, dass eine große Zahl an Erwachsenen – 86 Prozent – eine höhere Schulbildung oder eine Universitätsausbildung hat. Die meisten von ihnen waren unter 35 Jahre alt. Wenn das stimmt, dann deutet das darauf hin, dass Syrien genau die Menschen verliert, die es am dringendsten brauchen wird, wenn es irgendeine Hoffnung auf Wiederaufbau in der Zukunft gibt.“

Doch die Zukunft sieht auch für den Rest der arabischen Welt nicht rosig aus. MEMRI fasste gerade einige der relevanten Ergebnisse des jüngsten Berichts Entwicklung der menschlichen Entwicklung in Arabien (AHRD – Arab Human Development Report) der UNO zusammen, der sich auf „Herausforderungen und Möglichkeiten, denen sich die Jugend in der arabischen Region gegenüber sehen“ konzentriert. Völlig unnötig zu erwähnen, dass der umfassende UNO-Bericht sorgfältig „ausgewogen“ ist, was bedeutet, dass er alle Mühe gibt alle schlechten Nachrichten mit einigen ein wenig besseren Nachrichten oder mit optimistischem Gerede über Möglichkeiten zusammenzupacken, die darauf warten wahrgenommen zu werden.

MEMRIs Zusammenfassung stellt fest:

„Wir hätten uns zwar etwas anderes gewünscht, stellen aber in Durchsicht des Berichts fest, dass die Kritiker des ‚Arabischen Frühlings‘ in ihrer Bewertung der Ereignisse von 2011 realistischer waren als die, die geneigt waren am Himmel helle Sterne zu sehen. […] Arabische Jugendliche stecken im Sumpf der Armut fest, sind politisch marginalisiert und ohne Stimme, wirtschaftlich entrechtet und tendieren sozial zu Radikalisierung und Gewalt. Ihre Existenz ist fragil und oft brisant.

Der UNO-Bericht hebt die Tatsache heraus, dass die Region im letzten Jahrzehnt im Vergleich mit anderen Regionen der Welt ‚die schnellste Zunahme an Krieg und gewalttätigen Konflikten‘ erlebt hat. Die arabische Welt hat zudem ‚den zweifelhaften Ruf‘ die größte Zahl an gescheiterten Staaten umfasst, was ein hohes Maß an ‚Zerbrechlichkeit und Versagen‘ darbietet, zusätzlich dazu dass sie die Quelle der größten Zahl an Flüchtlingen und Vertriebenen ist. Der Bericht sagt nichts über das Niveau der Konflikte in der Region aus, aber er rechnet hoch, dass die Zahl der Menschen, die in Konfliktregionen leben, sich von 250 Millionen im Jahr 2010 auf mehr als 305 Millionen im Jahr 2020 zunehmen wird.“

Wenn Sie den Bericht selbst überprüfen, dann gibt es jede Menge Befunde, die andeuten, wie düster die Lage in vielen arabischen Ländern ist und wie wenig Chancen es für eine baldige Verbesserung gibt – tatsächlich scheint ein weiterer Niedergang wahrscheinlicher.

„Die Region liegt im Durchschnitt des Menschlichen Entwicklungsindex (Human Development Indes – HDI) immer noch niedriger und bereits hinter dreien der sechs Regionen der Welt zurück, die in nämlich Ostasien/Pazifik, Europa/Zentralasien, Lateinamerika/Karibik. Bis 2050, so die Hochrechnung, wird die Region an fünfter Stelle liegen, nur kurz vor dem Afrika südlich der Sahara.

Belege zeigen, dass die Aussichten junger  Leute in der Region heute mehr als je zuvor durch Armut, wirtschaftliche Stagnation, Regierungsversagen und Ausgrenzung, vermischt mit Gewalt und Zerbrechlichkeit des Gemeinwesens gefährdet sind.

Insgesamt befindet die Qualität der Bildung auf niedrigem  Niveau. Standardisierte internationale Bildungstests wie die Trends in Mathematik und wissenschaftlichen Studien (TIMSS – Trends in Mathematics and Science Study) und dem Programm für Internationale Bewertung von Studenten zeigen, dass Ergebnisse arabischer Länder deutlich unter dem Durchschnitt liegen.

Der Aufstieg von Frauen in arabischen Ländern ist untrennbar und ursächlich mit der Zukunft der menschlichen Entwicklung in der arabischen Region verbunden. Die vorherrschende Entmachtung der Frauen in arabischen Ländern ist in kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren begründet. Wie die AHDRs von 2005 und 2009 feststellten, sind die Samen der Diskriminierung in kulturellen Überzeugungen und Traditionen bei der Kindererziehung, Bildung, religiösen Strukturen, den Medien und Familienbeziehungen eingebettet.“

Zu den besonders bemerkenswerten Zahlen des Berichts gehört die folgende, die zeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Araber Religion, d.h. hauptsächlich den Islam, als „einen wichtigen Teil“ ihres täglichen Lebens betrachtet:

Das ist auch im Zusammenhang mit der andauernden Massenimmigration in das sehr säkulare Europa – eine Migration, die von Linken wärmstens begrüßt wurde, die von ihren eignen religiösen Mitbürgern nicht viel halten und auf die religiösen Amerikaner herabsehen – eine interessante Feststellung. Die Bedeutung der Religion für Araber ist auch im Kontext eines anderen Ergebnisses des UNO-Berichts beachtenswert:

„Hauptsächlich aufgrund des hohen Niveaus an sozialer und religiöser Intoleranz steht die Region unter den Ländern mit ähnlichem Entwicklungsniveau weltweit heraus. Toleranz ist ein Kernwert pluralistischer Gesellschaften und fehlender Fortschritt in Sachen Toleranzwerten sorgen in Bezug auf die Zukunft der Demokratie in der Region für Sorge.“

Während Israel es bisher geschafft hat „eine Villa im Dschungel“ zu bleiben – wie Ehud Barak es einst berühmt formulierte – sind es eindeutig schlechte Nachrichten, dass es für die Region so aussieht, dass sie in Konflikt stecken bleibt und dass so viele fundamentale Faktoren den sozialen Fortschritt und die wirtschaftliche Entwicklung vermutlich behindern werden. Vor einem Jahr umriss ein immer noch wichtiger Artikel in der New York Jewish Week die daraus resultierenden Probleme für Israel, wie sie von altgedienten politischen Analysten Ehud Yaari erklärt wurden. Der Artikel beginnt mit einer Anekdote:

„Ehud Yaari charakterisiert seinen Freund Bernard Lewis, den berühmten Nahost-Wissenschaftler [der im letzten Mai 100 Jahre alt wurde] als jemanden, der ‚diese Fähigkeit hat in die Zukunft zu sehen‘. Vor kurzem fragte Yaari Lewis bei einem Dinner in Israel, wie der Nahe Osten seiner Meinung nach in fünfzig Jahren aussehen wird. Ohne zu zögern lehnte sich Lewis über den Tisch und sagte entschieden: ‚Jeder Araber, dem der raus kann, wird dort weg sein.‘“

Leider dürften viele von denen, die der Hoffnungslosigkeit des arabischen Nahen Ostens nicht entkommen können, damit enden Religionskrieg und Blutvergießen zu verstärken. Und was frustrierte junge Palästinenser angeht, so ist es offensichtlich verführerisch Terroranschläge zu begehen. In einem sehr interessanten Text, der Anfang Januar 2017 veröffentlicht wurde, schreibt Yaari über Israels Bemühungen die Welle der Anschläge einzudämmen, die im Herbst 2015 begann; es stellt sich heraus, dass die Motivation der meisten jungen Täter eindeutig eine tiefe Unzufriedenheit und Frust spiegelt, ebenso den religiösen Eifer, den der UNO-Bericht über die arabische Welt beschrieb:

„die meisten Anschläge kamen aus den Rändern des Gesellschaft der Westbank: junge Leute, die mit sozialer Marginalisierung kämpfen, die wiederholte Rückschläge im Privatleben erlebt haben oder sich unüberwindlicher persönlicher oder finanzieller Bedrängnis gegenüber sahen. Das kollektive Profil der Angreifer identifiziert die meisten als frustrierte Einzelne, die das Gefühl hatten ihr Leben sei in einer Sackgasse gelandet, bis zu dem Punkt, an dem sie Rettung durch Martyrium suchten. Viele der bei Anschlägen Gefassten erzählten den Vernehmungsbeamten, dass sie glaubten der Tod um des Jihad willen würde sie mit Anerkennung belohnen, die im Leben zu erlangen ihnen misslang.“

Bezüglich der Motivation der überraschend hohen Zahl weiblicher Angreifer schreibt Yaari:

„Untersuchungen zeigten, dass fast alle diese Frauen – einschließlich einer 72-jährigen Großmutter aus Hebron – Familienelend wie außerehelichen Schwangerschaften, arrangierten Ehen, Gewalt in der Familie und so weiter entkommen wollten. Nicht selten schien es so, dass diese Frauen den Tod oder die Verhaftung suchten, um aus ihrem Umfeld zu entkommen. In mehr als einem Fall schwenkte eine junge Frau ein Küchenmesser oder eine Schere schon in großer Entfernung von israelischen Soldaten, stellten keine wirkliche Gefahr dar, im Wissen, dass sie sofort in Gewahrsam genommen würden.“

Um etwas mehr über den palästinensischen Frust und die Unzufriedenheit zu erfahren, können Sie sich dieses neue Lamento auf „A Life of Degradation and Bitterness under Fatah Rule“ (Ein Leben der Erniedrigung und Bitterkeit unter der Herrschaft der Fatah) und diese Verfluchung „Israels, der Hamas und der Fatah“ – letzteres von einem Palästinenser, der „als stolzer Flüchtling aus dem Lager Jabalia im Gazastreifen geboren und aufgezogen wurde“ – ansehen. So viel die Palästinenser sich selbst als Teil der arabischen Welt betrachten, ist es definitiv einzigartig in einer palästinensischen Stadt unter Palästinensern „als stolzer Flüchtling geboren und aufgezogen worden zu sein“.

Karikatur: Arabische Einheit

Elder of Ziyon, 17. Februar 2017

Arabische Karikaturisten sind oft unter denen in der Welt, die den Nagel am besten auf den Kopf treffen.
Diese arabische Karikatur zeigt sehr prägnant, wie arabische Einheit aussieht:

Behalten Sie im Hinterkopf, dass Araber sich einander oft sagen, der Grund dafür, dass sie nicht geeint sind, sei, dass die Juden sie gegeneinander ausspielen.

 

Hoffnung auf eine echte Lösung? Kein Wunder, dass Europa bestürzt ist!

Melanie Philipps, 19. Februar 2017

Präsident Trumps Anmerkungen zu Israels Premierminister Netanyahu zur Lösung der israelisch-palästinensischen Hängepartie sorgte gleichermaßen für Bestürzung und Geringschätzung.

Auf der Presskonferenz nach ihrem Treffen im Weißen Haus sagte Trump: „Ich betrachte also die Zweistaatenlösung und die Einstaatenlösung und ich mag die, die beiden Seiten gefällt. Ich kann mit beiden leben. Ich glaubte eine Weile, dass die Zweistaatenlösung so aussah, als könne sie die einfachere der beiden sein. Aber ehrlichgesagt, wenn Bibi und wenn die Palästinenser, wenn Israel und die Palästinenser glücklich sind, dann bin ich mit der glücklich, die ihnen beiden am besten gefällt.“

Nach Angaben eines britischen Kommentators zeigte er „die ahnungslose Unbekümmertheit eines Mannes, der sich des Ausmaßes seiner Überforderung nicht einmal bewusst ist“, mit „absurden“ Äußerungen, die zeigten, dass „er überhaupt nichts von den Problemen der Region wusste“. Offensichtlich.

Wie üblich scheitern die Leute daran sowohl den Stil als auch die Substanz der Äußerungen dieses Präsidenten zu begreifen. Er ist ein Mann, der sich nicht mit den Details auseinandersetzt, genauso achtet er nicht auf die Worte, die er benutzt. Er denkt mit dem Bauch und spricht ziemlich vom selben Standpunkt aus. Und was sein Bauchgefühl ihm über den arabisch-israelischen Konflikt sagt, ist erstens, dass die USA dort zu oft das Falsche gemacht haben und dass sie zweitens dort überhaupt nichts verloren haben.

In beiden Dingen ist sein Bauchgefühl korrekt. In beiden Dingen läuft das direkt gegen den Konsens, der Jahrzehnte lang überwältigend war, der aber Jahrzehnte lang auch so überwältigend falsch lag.

In seinen Anmerkungen mit Netanyahu zog Trump seine Unterstützung für einen Staat Palästina neben dem Staat Israel nicht zurück. Weder unterstützte er eine Zweistaatenlösung oder irgendeine andere, noch verabschiedete er sich davon. Er trat schlicht einen Schritt zurück und sagte, es sei nicht die Aufgabe der USA eine Lösung zu schaffen oder aufzuzwingen. Stattdessen sei es an Israel und den Arabern, sich auf eine Lösung zu einigen.

Das ist blendend offensichtlich – oder sollte es zumindest sein. Fakt ist, dass dem nicht so ist; und  dass es jetzt einen solchen Aufruhr verursacht hat, deutet das Ausmaß des Fehlers an, den der Westen in Sachen israelisch-arabische Sackgasse gemacht hat.

Seit deutlich vor der Wiedergeburt des Staats Israel 1948 hat der Westen auf den arabischen Vernichtungskrieg gegen die jüdische Heimat mit dem Versuch reagiert eine Teilung des Landes zu aufzuzwingen, was die völkermörderische arabische Aggression belohnte und befeuerte sowie deren jüdische Opfer bestrafte. Der Westen hat von Anbeginn so katastrophal falsch und exakt denselben Fehler immer und immer wieder gemacht. Das ist der Grund, dass die arabisch-israelische Hängepartie endlose weitergegangen ist.

Diesen Konsens zu zerfetzen hat das Potenzial jetzt den Weg für frisches Denken zu öffnen, das damit eine echte Lösung bringen könnte. Ein Palästinenserstaat wird nicht länger als unerlässliche Vorbedingung für Frieden betrachtet. Das ist eine entscheidende und lange überfällige Korrektur. Wäre ein solcher Staat je eine Lösung für den arabisch-israelischen Konflikt, dann hätte er ihn bereits 1936 beendet, als erstmals vorgeschlagen wurde einen arabischen Staat an der Seite eines jüdischen Staats aus Palästina herauszuschneiden.

Das kann aus dem einfachen Grund keine Lösung sein, dass es wiederholt angeboten wurde und die Araber es durchgängig abgelehnt haben und stattdessen weiterhin Israelis ermordeten und versuchten Israel zu vernichten. Die Vorstellung, dass es je der Kern einer Lösung war, war immer aberwitzig. Es wurde nur in den Mittelpunkt gerückt, weil westliche Progressive die Palästinenser und ihre gefälschtes Narrativ als ihre eigene Sache adoptierten, die wichtiger ist als alles andere.

Trump hat Unruhe in israelischen Falkenkreisen provoziert, indem er mehr als einmal sagte, er halte die Siedlungserweiterung für nicht hilfreich. Aber er hat auch gesagt, dass die Siedlungen selbst nicht das Haupthindernis für eine Lösung des Konflikts sind. Es scheint, dass er einfach weitere Expansion in dieser Phase als unnötige Komplikation betrachtet.

Ob man dieser Sicht zustimmt oder nicht, dürfte dies angesichts der Bedeutung seiner gesamtpolitischen Verschiebung ein kleiner zu zahlender Preis sein. Denn er schickt die Palästinenser praktisch zurück an deren eigenes erbärmliches Zeichenbrett. Er hat klar gemacht, dass er ihre Hetze zum Massenmord an Juden nicht länger bezahlen wird. Nicht weniger wichtig: E hat auch klar gemacht, dass der UNO die Füße ans Feuer halten wird und nicht länger abseits steht, während sie amerikanisches Geld dazu verwendet die Dämonisierung und Delegitimisierung Israels für sauber zu erklären und dafür Anreize zu bieten.

Damit liegt die Strategie der Palästinenser zerschlagen am Boden. Im Gazastreifen ist jetzt ein noch härterer Hamas-Hardliner ans Ruder gekommen, der zweifellos die Bemühungen verstärken wird Raken auf israelische Zivilisten regnen zu lassen. Im Gegensatz dazu glaubte Mahmud Abbas‘ palästinensische Autonomiebehörde, sie sei clever vorzuspiegeln sie habe saubere Hände, indem sie die diplomatische Route zur Vernichtung Israels einschlug – mit freundlicher Unterstützung durch die UNO, die sich selbst plötzlich allzu bewusst ist, dass ihre Hass schürende, über Auslöschung hinwegsehende Party könnte zu Ende sein.

Darüber hinaus bedeuten die Entwicklungen in der Region, dass die Palästinenser sich plötzlich ohne Freunde in der arabischen Welt wiederfinden. Ihre Brauchbarkeit als teuflische Drohung, mit der zynisch gefuchtelt werden kann, um die arabischen Herrscher vor der Wut ihrer eigenen, versklavten Bevölkerung zu schützen, ist abrupt beendet worden. Saudi-Arabien und andere Golfstaaten befinden sich jetzt in einem Kampf auf Leben und Tod gegen den Iran; sie bauen eine Allianz ausgerechnet mit dem Staat Israel auf. Und jetzt auch mit Amerika.

Saudi-Arabiens Außenminister Abdel al-Jubeir beschuldigte heute den Iran, er sei „der einzelne Hauptsponsor des Terrorismus in der Welt“. Er fuhr fort: „Wir freuen uns auf die Arbeit mit der Trump-Administration in allen Fragen. Ich glaube, es kann Fortschritte im arabisch-israelischen Konflikt geben, wenn es den Willen dazu gibt. Wir wissen, wie die Lösung aussieht, wenn es nur den poltischen Willen dazu gibt. Und mein Land steht mit anderen arabischen Ländern bereit daran zu arbeiten uns anzusehen, wie hier das fördern können.“

Natürlich kann es keine Illusionen zu Saudi-Arabien, dem Hauptfinanzier sunnitisch-islamsicher Radikalisierung und Hauptexporteur jihadistischen Islamismus überall in der Welt geben. Und die frühere saudische Friedensinitiative war eine Riesenfalle. Trotzdem ist der Nahost-Stillstand zwischen den tektonischen Verschiebungen in der Region und dem Wirbelsturm im Weißen Haus zerschlagen worden. Dementsprechend gibt es heute mehr Hoffnung auf eine gerechte und realistische Lösung für den arabischen Krieg gegen Israel, als es sie je zuvor gegeben hat.

Kein Wunder, dass Europa so bestürzt ist.

„Kindermörder Israel“ – wie geht Israel mit seinen Feinden um? (1/2)

Es ist en vogue Israel willkürlichen Massenmord vorzuwerfen, weil es militärisch gegen die vorgeht, die es vernichten wollen – und das nicht nur verbal in die Welt setzen, sondern durch Taten untermauern. So ist auch gerade jetzt im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Hisbollah im Libanon wieder viel davon zu hören, dass Israel unverhältnismäßig reagiere, zu viele Zivilisten töte und keine Rücksicht auf die libanesische Bevölkerung nehme.

Jedem, der auch nur ein ganz klein wenig vergleicht, wie sich andere Armeen verhalten, vor allem aber, wie sich die verhalten, die Israel zu bekämpfen gezwungen ist, weiß, was für ein Unsinn diese Vorwürfe an Israel sind. Allen anderen – die leider die überwiegende Mehrheit in unserem Lande zu stellen scheinen – möchte ich hier zwei Beispiele dafür aufzeigen, wie sich Israel positiv von dem deutlich unterscheidet, was ihm vorgeworfen wird.

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Rede Brigitte Gabriels an der Duke University (14.10.2004, Link existiert nicht mehr)

Ich bin stolz und geehrt, heute hier als Libanesin zu stehen, die sich für Israel ausspricht, der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Als jemand, die in einem arabischen Land aufgezogen wurde, möchte ich Ihnen einen kleinen Blick in das Herz der arabischen Welt geben.

Ich wurde im Libanon groß gezogen, wo ich gelehrt wurde, dass die Juden böse sind, Israel der Teufel und die einzigen Zeit, dass wir Frieden im Nahen Osten haben werden, die sein wird, wenn wir alle Juden töten und sie ins Meer treiben.

Als die Muslime und Palästinenser den Christen 1975 den Jihad erklärten, begannen Stadt für Stadt die Christen zu massakrieren. Für mich bedeutete das, dass ich ab dem Alter von 10 Jahren ein Leben im Bunker unter der Erde führte bis ich 17 war, ohne Strom, Gras aß um zu überleben und unter Heckenschützen-Kugeln zu einer Quelle kroch, um Wasser zu holen.

Es war Israel, das kam und den Christen im Libanon half. Meine Mutter wurde von einem muslimischen Geschoss verwundet und zur Behandlung in ein israelisches Krankenhaus gebracht. Als wir die Notaufnahme betraten, war ich von dem, was ich sah, schockiert. Dort waren hunderte verwundete Menschen – Muslime, Palästinenser, libanesische Christen und israelische Soldaten lagen auf dem Flur. Die Ärzte behandelten jeden entsprechend seiner Verwundung. Sie behandelten meine Mutter vor dem israelischen Soldaten, der neben ihr lag. Sie achteten nicht auf die Religion, sie achteten nicht auf politische Zugehörigkeit. Sie sahen Menschen in Not und sie halfen.

Zum ersten Mal in meinem Leben erfuhr ich eine menschliche Qualität, von der ich weiß, dass meine Kultur sie ihren Feinden nicht gezeigt haben würde. Ich erlebte die Werte der Israelis, die in der Lage waren ihre Feinde in schwierigsten Zeiten zu lieben. Ich verbrachte 22 Tage in diesem Krankenhaus. Diese Tage veränderten mein Leben und die Art, wie ich Informationen glaube; die Art, wie ich dem Radio oder Fernsehen zuhöre. Ich erkannte, dass mir von meiner Regierung eine Lüge über die Juden und Israel verkauft worden war, die von der Realtiät weit entfernt war. Ich wusste, dass es eine Tatsache war, dass ich, wäre ich eine Jüdin, die in einem arabischen Krankenhaus stünde, gelyncht und niedergeworfen würde, während Freudenschreie des „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) durch das Krankenhaus und die umliegenden Straßen klingen würden.

Ich freundete mich mit den Familien der verwundeten israelischen Soldaten an, besonders mit Rina, deren einziges Kind an den Augen verletzt worden war. Eines Tages war ich bei ihr und eine Band der israelischen Armee kam, um nationale Lieder zu spielen und die verwundeten Soldaten aufzumuntern. Als sie um sein Bett standen und ein Lied über Jerusalem spielten, begannen Rina und ich zu weinen. Ich fühlte mich fehl am Platz und wollte den Raum verlassen; die Mutter hielt meine Hand und zog mich zurück, ohne mich auch nur anzusehen. Sie hielt mich fest, weinte und sagte: „Das ist nicht dein Fehler.“ Wir standen dort, weinten, hielten uns an den Händen. Was für ein Unterschied zwischen ihr – einer Mutter, die vor ihrem verstümmelten 19-jährigen, einzigen Sohn stand und noch in der Lage war, mich, den Feind, zu lieben – und einer muslimischen Mutter, die ihren Sohn losschickt, damit er sich in Stücke zu sprengen, nur um ein paar Juden oder Christen zu töten.

Der Unterschied zwischen der arabischen Welt und Israel ist ein Unterschied in Werten und Charakter. Es ist Zivilisation gegen Barbarei. Es ist Demokratie gegen Diktatur. Es ist Gut gegen Böse.

Es gab einmal einen besonderen Platz in den tiefsten Tiefen der Hölle für diejenigen, die absichtlich ein Kind ermorden. Heute wird die absichtliche Ermordung israelischer Kinder als palästinensischer „bewaffneter Kampf“ legitimiert. Wenn jedoch ein solches Verhalten erst einmal gegen Israel legitimiert ist, ist es überall auf der Welt legitim und wird von nichts mehr als dem subjektiven Glauben von Menschen im Zaum gehalten, die sich in Dynamit und Nägel wickeln, um Kinder im Namen Gottes zu töten.

Weil die Palästinenser ermutigt wurden zu glauben, dass die Ermordung unschuldiger israelischer Zivilisten eine legitime Taktik zum Vorantreiben ihrer Sache ist, leidet die Welt heute unter der Plage des Terrors, von Nairobi bis New York, von Moskau bis Madrid, von Bali bis Beslan.

Sie machen für die Selbstmordanschläge die „Verzweiflung der Besatzung“ verantwortlich. Lassen Sie mich Ihnen die Wahrheit sagen. Der erste größere Terror-Bombenanschlag von Arabern gegen den jüdischen Staat fand statt schon 10 Wochen, bevor Israel unabhängig wurde. Am Sonntagmorgen, 22. Februar 1948, in Vorausahnung der Unabhängigkeit Israels, wurde von arabischen Terroristen eine dreifache LKW-Bombe auf der Ben Yahuda-Straße des damaligen jüdischen Teils Jerusalems gezündet. 54 Menschen wurden getötet und hunderte verletzt.

Daher ist offensichtlich, dass arabischer Terrorismus nicht durch „Verzweiflung“ oder „Besatzung“ verursacht wird, sondern durch den SCHLICHTEN GEDANKEN der Existenz eines jüdischen Staates.

So oft haben in der Geschichte der letzten hundert Jahre Bürger daneben gestanden und nichts getan und damit dem Bösen erlaubt sich durchzusetzen. So, wie Amerika gegen den Kommunismus aufstand und ihn besiegte, ist es jetzt an der Zeit gegen den Terror religiöser Bigotterie und Intoleranz aufzustehen. Es ist für jedermann an der Zeit aufzustehen und den Staat Israel zu unterstützen und zu verteidigen, der an vorderster Front im Krieg gegen den Terror steht.

Ich danke Ihnen.


 

Verklagt die Bartasde!

Beth Goodtree, JewishIndy, 31. Mai 2004 (Arutz-7-Version)

Wie in Industrie und Handel kann ein Name alles sein. Wenn jemand in der Industrie versucht einen etablierten Namen zu benutzen, kann er auf jede Menge Arten verklagt werden. Nun, vor 40 Jahren stahl jemand einen 2000 Jahre alten Namen und sie verlangten ihn für sich. Es ist an der Zeit sie zu verklagen, sie dazu zu bringen das zu unterlassen und Abstand davon zu nehmen, wir müssen Entschädigung bekommen und richtig stellen, wer wer ist und wer woher kommt, wer die anderen sind und woher sie kommen. Mit anderen Worten: Es ist an der Zeit unsere Namen zurückzuholen, unser Leben und unsere Geschichte. (Oder, wie meinem Mutter sagte, die es so vermied zu fluchen, wie sie Insekten vermied: „Verklag die Bartasde!“)

Wir haben Marken-Gesetzte, um den Diebstahl eines eingeführten Namens zu verhindern. Sie sind dazu da, einen neu einsteigenden Usurpator aufzuhalten, der versuchen könnte, mit dem guten Ruf und der Geschichte einer bestehenden Einheit Geschäfte zu machen und damit den eigentlichen Besitzer des Namens zu ruinieren. Diese Marken-Gesetze sind nicht auf die USA beschränkt; sie gelten international.

Weil der Diebstahl, von dem ich spreche, in der Geschichte einmalig ist, gibt es keine Präzedenzfälle. Allerdings gibt es viele ähnliche Fälle. Und im Gesetz können ähnliche Situationen genutzt werden, um ein Gesetz auszudehnen, das neue oder sich weiter entwickelnde Umstände nicht direkt abdeckt.

Nehmen wir als Beispiel den Markennamen „McDonald’s“. Jeder weiß, das ist eine Kette mit Fast food-Restaurants mit einem bestimmten Service-Stil und Essen. Vor Kurzem öffnete ein Mann namens McDonald, der keinerlei Bezug zu der Restaurant-Kette hat, ein Geschäft, das er „McDonald’s“ nannte. Obwohl sein Geschäft keine Konkurrenz mit der Fast food-Kette war, obwohl er seinen eigenen Namen für das Geschäft benutzten, obwohl er nichts wollte, was mit der McDonald’s-Kette zu tun hat, wurde er gezwungen seinen Laden nicht weiter „McDonald’s“ zu nennen.

Jetzt stellen Sie sich eine von außen kommende Gruppe Gauner daher, die Anerkennung, Geld und Territorium wollte und ließ sich auf etwas dünn besiedeltem Land irgendwo am Rande des Irak nieder. Dann begannen sie sich selbst „Sumerer“ und ihr Land „Sumer“ zu nennen – und behaupten, das ursprüngliche irakische Volk aus antiker Zeit zu sein. Das mag dumm erscheinen, aber es ist ganz genau das, was an einem anderen Ort in den 1960-ern gemacht wurde (obwohl die Wurzeln dieses Diebstahl in den 1940-ern liegen).

Das heute Israel genannte Land hieß 2000 Jahre lang Palästina. Obwohl das nicht sein ursprünglicher Name war, wurde er zum allgemein akzeptierten Namen dieses Landes und der dort lebenden Menschen.* Und die dort lebenden Menschen waren die Juden (auch Hebräer genannt), die sowohl eine Geschichte der Verbindung zu diesem Land hatten, die viele tausend Jahre zurück ging, als auch eine kontinuierliche Präsenz im Land. (Muslime lebten dort sicher nicht, denn der Islam ist ein Neuankömmling in der Welt der Religion und tauchte erst 4.300 Jahre nach dem Beginn des Judentums auf der Bühne auf – 600 Jahre, nachdem die in Palästina lebenden Juden als „Palästinenser“ bekannt wurden.)

Während der ganzen 2000 Jahre hat es nie ein arabisches Land namens Palästina gegeben. Auch sind Araber nie Palästinenser genannt worden – sie wurden nur „Araber“ genannt, hauptsächlich, weil sie, bis im letzten Jahrhundert das Öl zur Handelsware wurde, nomadisierende Stämme waren, die ein primitives Leben führten und ihren Herden ohne Rücksicht auf Grenzen oder höhere Konzepte zivilisierter Regierung, Grenzen usw.

Die jüdische Heimat wurde (in den letzten 2000 Jahren) immer Palästina genannt, bis Israel 1948 gegründet wurde. Durch die Benennung des neuen Landes als „Israel“ waren die Geschichte Palästinas und des jüdischen Volks allerdings nicht plötzlich verfügbar, damit der lauteste, gewalttätigste und am meisten lügende Häuptling sich ihrer bemächtigte. Und es gibt Gesetze, solchen Diebstahl zu ahnden, wenn sie auch bisher in diesem Zusammenhang von niemandem benutzt wurden.

„Palästina und „palästinensisch“ können dahin gehend als ähnlich wie eine Marke betrachtet werden, dass sie sich auf den Namen eines bestimmten Volkes wie auch auf die Produkte dieses Volks beziehen – eine Religion, ein Ethnik, eine Kultur und eine Geschichte. Das internationale Recht verlangt nicht, dass eine Marke juristisch registriert ist. Wer einen Namen als erster benutzt und kontinuierlich verwendet, ist derjenige, der die Urheberrechte an besagtem Namen.

Was uns zu den Namen „Palästina“ und „Palästinenser“ bringt. Da die Juden – um 2000 Jahre – die ersten waren, die kontinuierlich die Bezeichnung „Palästina“ und „Palästinenser“ kontinuierlich verwendeten, haben wir die Rechte an diesen Namen und allem, was sie einschließen. Und damit niemand denkt, der Begriff „Israel“ habe solchen Gebrauch ersetzt: Hat er nicht. So lange es gedruckte Bücher gibt und solche weiter gedruckt werden, die sich Juden als „Palästinenser“ bezeichnen und die jüdische Heimat als „Palästina“ bezeichnen, deckt das die Forderung nach „kontinuierlichem Gebrauch“ ab.

Also ist es lange überfällig, dass die Araber, die den Namen „Palästina“ fälschlich und unehrlich benutzen, ihn aufgeben und Abstand davon nehmen und eine Strafe zahlen, die alle Gelder und alles Land einschließt, die sie durch den kriminellen Diebstahl des Namens und der Geschichte der originalen und einzigen Palästinenser, den Juden, angesammelt haben. Und wenn sie keine Ahnung haben, wie sie sich selbst wahrhaftig nennen sollen: Einer von ihnen hat es am besten formuliert. Zahir Musein, Mitglied des Exekutiv-Komitees der PLO sagte in einem Interview mit der holländischen Zeitung „Trouw“ am 31. März 1977 folgendes:

„Es existiert kein palästinensisches Volk. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel zur Fortführung unseres Kampfes gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit. In Wirklichkeit gibt es heute keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heut von der Existenz eines palästinensischen Volks, da die nationalen arabischen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines besonderen „palästinensischen Volks“ behaupten um gegen den Zionismus zu opponieren.“

In Wirklichkeit sind diese Leute, die nun israelisches Land in Gaza, Judäa und Samaria besetzt halten, ganz durchschnittliche, gewöhnliche Araber, die parasitär Nutzen aus dem gestohlenen Namen und der Geschichte des hebräischen Volks einstecken. Und selbst, wenn die UNO ein Mandat propagiert, nach dem sie das „ursprüngliche“ Volk seien oder das Volk, das jetzt den Namen „besitzt“, können sie dir Wirklichkeit nicht umschreiben, die Wahrheit gesetzlich regeln oder Jahrhunderte altes internationales Recht durch eine islamistische Agenda und mit einem Federstrich verneinen.

* Selbst einige unserer älteren Mitbürger nennen Israel und die Juden immer noch synonym Palästina und Palästinenser. Dieser Punkt wurde mir eingehämmert, als ich unseren Hund adoptierte. Im Nahen Osten geboren, kam er über Hong Kong nach Amerika. Als ich nachfragte, wo er geboren wurde, wurde mir gesagt: „Palästina“. Auf weiteres Nachfragen, wo, sagten die ursprünglichen Besitzer: „Israel“.