Ist Trump dabei Obamas schlimmsten Fehler zu wiederholen?

Malcolm Lowe, Gatestone Institute, 5. April 2018

  • Sollte amerikanisches Personal aus Syrien abgezogen werden, wird Präsident Erdoğan in der Lage sein seine Panzer und Flugzeuge zu benutzen, um die türkische Völkermord-Tradition wiederaufzunehmen, indem er die syrischen Kurden aus ihren Städten und Dörfern entlang der gesamten Grenze mit der Türkei vertreibt. Das sind dieselben Kurden – erinnern Sie sich an Kobane? – die ISIS aus seinem syrischen „Kalifat“ trieben und anderen Syrern ermöglichten ihre Freiheit wiederzugewinnen und in ihre Heime zurückzukehren.
  • Anfang Februar flehte der Sprecher des iranischen Außenministeriums die Türkei an, ihren Angriff auf Afrin einzustellen; er behauptete – was nur allzu wahr war – dass „die Fortsetzung der Militäraktion der Türkei die Rückkehr der Instabilität nach Syrien fördert“. In der Tat werden die Kurden ohne den amerikanischen Schutz kaum jemanden anderes außer dem Iran finden, der bereit sie ist zu retten. Wenn das geschieht, werden die Kurden die Iraner mit derselben Loyalität und Hingabe belohnen, die sie bislang den Amerikanern gegenüber zeigten. Verständlicherweise, denn sie werden ihr Leben und ihre Häuser dem Iran verdanken, nicht den Vereinigten Staaten.
  • Selbst wenn die Folgen des Massakers in Afrin nicht klar offenkundig wären, sollte Präsident Trump sich an den schlimmsten Fehler der Präsidentschaft Obamas in der Gegend erinnern. Das war Obamas überstürzte und launenhafte Entscheidung die restlichen amerikanischen Truppen aus dem Irak abzuziehen. Mr. Trump, wir flehen Sie an und drängen Sie Obama nicht zu kopieren, der seinen großen Feiler machte und ihn rückgängig machte, sondern dass Sie Ihren Fehler rückgängig machen, bevor Sie ihn begehen.

Die erschrockenen, grässlichen Warnungen, die Donald Trumps Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten begegneten, haben sich als die am meisten übertriebenen oder erfundenen erwiesen. In einigen Fällen, wie seiner Entscheidung die absurden diplomatischen Eskapaden zum Ort der Hauptstadt Israels, hat er dem Unsinn ein Ende gesetzt, der von Politikern in aller Welt begangen wird, einschließlich aller letzten amerikanischen Präsidenten. Betrüblicherweise scheint er nun leider geneigt zu sein den schlimmsten Fehler seines Vorgängers, Präsident Obama, zu wiederholen.

Es verbreitet sich das Gerücht, dass Trump drauf und dran ist alle amerikanische Beteiligung in Syrien zu beenden und das amerikanische Militärpersonal nach Hause zu bringen. Das Ergebnis wird innerhalb von Monaten oder sogar nur Wochen die Vertreibung der syrischen Kurden aus ihren Heimen sein; sie sind die treuesten Verbündeten und ehrlichsten Bewunderer der Vereinigten Staaten gewesen. Ein solcher Verrat wird den Ruf Donald Trumps unauslöschlich und dauerhaft schädigen, was alle zufriedenstellt, die behaupteten, dass dieser erfolgreiche Geschäftsmann null Kompetenz in der Politik hat.

Das Ergebnis eines amerikanischen Abzugs sollte aus der jüngsten Vergangenheit blendend klar sein. Die Türkei hat gerade 200.000 syrische Kurden aus ihren Häusern in Afrin vertrieben und ihre Absicht verkündet von dort aus Richtung Manbij weiterzumachen. Nur die Anwesenheit amerikanischer Militärs in Manbij hat den türkischen Präsidenten Erdoğan bisher davon abgehalten seine irre Verfolgung der Kurden fortzusetzen. Sollte das amerikanische Personal aus Syrien abgezogen werden, wird Erdoğan n der Lage sein seine Panzer und Kampfflugzeuge zur Wiederbelebung der türkischen Völkermordtradition wiederzubeleben, indem er die syrischen Kurden aus ihren Städten und Dörfern entlang der Grenze zu Türkei vertreibt. Dabei handelt es sich um dieselben Kurden – erinnern Sie sich an Kobane? – die ISIS aus dessen syrischer „Hauptstadt“ trieben und anderen Syrern ermöglichte ihre Freiheit wiederzugewinnen und in ihre Häuser zurückzukehren.

Im Bild: Das Stadtzentrum von Kobane in Syrien am 20. Juni 2015, kurz nachdem die kurdische YPG-Miliz ISIS die Kontrolle über die Stadt entrissen hatte. (Foto: Ahmet Sik/Getty Images)

Es ist eine Schande, dass weder die USA noch die meisten anderen Länder irgendetwas unternahmen um gegen die in Afrin begangene Gräueltat zu verhindern oder wenigstens dagegen zu protestieren. Die Hauptausnahme war überraschenderweise das iranische Regime – trotz seiner Probleme mit seinen eigenen Kurdengebieten. Anfang Februar flehte der Sprecher des iranischen Außenministeriums die Türkei an ihren Angriff auf Afrin einzustellen; er behauptete – was nur allzu wahr war – dass „die Fortsetzung der türkischen Militäroperation die Rückkehr von Instabilität und Terrorismus nach Syrien fördert“. In der Tat werden die Kurden ohne den amerikanischen Schutz kaum jemanden anderes außer dem Iran finden, der bereit ist sie zu retten. Wenn das geschieht, werden die Kurden die Iraner mit derselben Loyalität und Hingabe belohnen, die sie bislang den Amerikanern gegenüber zeigten. Verständlicherweise, denn sie werden ihr Leben und ihre Häuser dem Iran verdanken, nicht den Vereinigten Staaten.

Trumps sich abzeichnende Entscheidung ist, so lauten die Gerüchte, von seiner Überzeugung motiviert, dass die Vereinigten Staaten nicht im Geschäft des „Nation Building“ tätig sein sollten. Aber das ist nicht das, worum es hier geht. Wir reden nicht von der Investition von Hunderten Millionen Dollar in den Wiederaufbau der zerstörten Städte und Infrastruktur Syriens. Wir reden von der Belassung von ein paar tausend Amerikanern Bodenpersonal und einem Schirm der Luftwaffe, um türkische Panzer und Kampfflugzeuge abzuhalten.

Selbst wenn die Konsequenzen des Massakers in Afrin nicht so klar offenkundig wären, sollte Präsident Trump sich an den schlimmsten Fehler der Präsidentschaft Obamas in der Gegend erinnern. Das war Obamas überstürzter und launischer Abzug aus dem Irak. Die irakische Regierung flehte Amerika an, eine Militärpräsenz im Irak zu belassen, um seine Rolle der Beratung und der Begleitung der reformierten irakischen Armee fortzusetzen. Das einzige Problem bestand darin, wie das amerikanische Personal für zivile Verstöße außerhalb des Dienstes verfolgt werden sollten. Ein Kompromiss dazu war sicher möglich, aber Obama verlor die Geduld und zog ab.

Obamas Rechtfertigung bestand darin, dass – die ganze Zeit schon – der Krieg in Afghanistan ein „guter Krieg“ war, aber der im Irak ein „böser Krieg“, weil ersterer die Zustimmung der UNO hatte, letzterer aber nicht. Das war aus Sicht der amerikanischen Interessen ein absurder Vergleich. Der Irak liegt an einer Schlüsselposition im Nahen Osten, hat riesige Ölfelder und moderne Industrie sowie eine durchaus gebildete Bevölkerung. Afghanistan ist mehrheitlich von ungebildeten Stämmen bewohnt, die sich in immerwährenden Kleinkriegen befinden; das einzige Produkt des Landes sind Mohnblüten für die Herstellung von Opium.

Als Resultat von Obamas Fehler war ISIS in der Lage ein riesiges Gebiet im nördlichen Irak mit – ursprünglich – eher hunderten statt tausenden Milizmännern zu erobern. Es geschah, weil die irakischen Offiziere in Mossul, ihrer amerikanischen Berater beraubt, in Panik gerieten und flohen, womit sie ihre Soldaten zu hilflosen Opfern der kleineren, aber gut geführten ISIS-Streitmacht machten.

Die Folgen dieser vermeidbaren Katastrophe waren immens: das Massaker an den Jesiden und die Verfolgung der Christen, die schamlose Vernichtung historischer Kirchen und antiker Altertümer, der Diebstahl hunderttausender Dollar aus der Bank in Mossul, die vielen Oper und die gewaltige Zerstörung in Mossul und anderen Städten, die die lange dauernde, langsame Vertreibung des ISIS begleiteten.

Glücklicherweise war Obama in seiner Ideologie nicht so dogmatisch, die Notwendigkeit erneuerten amerikanischen Engagements im Irak und Engagement auf dem syrischen Schauplatz nicht anzuerkennen. In beiden Ländern spielten die Kurden – die die Jesiden davor retteten ausgelöscht zu werden und den Christen Zuflucht gegeben hatten – eine entscheidende Rolle.

Also, Mr. Trump, wir flehen Sie an Obama nicht zu kopieren, der seinen großen Fehler machte und ihn zurücknahm, sondern Ihren Fehler zurückzunehmen, bevor Sie ihn machen.

Bitte hören Sie Leuten wie Senator Lindsey Graham zu, der Ihnen gerade eine ähnliche Botschaft zukommen ließ: „Wenn es um Syrien geht, lesen Sie nicht das Manuskript Obamas… Es wäre die schlimmste Einzelentscheidung, die der Präsident treffen könnte.“

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Gaza und Jerusalem

Elliott Abrams, Pressure Point, 8. April 2018

Als Präsident Trump darüber nachdachte Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, waren die Argumente dagegen vertraut – und hatte vorherige Präsidenten überzeugt. Rex Tillerson, zu der Zeit Außenminister, argumentierte, dass die negative arabische Reaktion großflächig, schnell und signifikant sein würde.

Dabei gab es dann nicht viele arabische Reaktionen. Erinnern Sie sich an die Krawalle und riesigen Demonstrationen von Casablanca über Kairo und Bagdad bis Jakarta? Nein, denn es gab keine. Auch die Reaktion arabischer Regierungen war nicht sonderlich umfangreich. Alle waren gegen die Entscheidung, verwendeten aber Worte wie ungerecht oder unglücklich oder nicht hilfreich, die nicht gerade Kriegserklärungen waren.

Letzten Freitag und den Freitag davor organisierte die Haas sehr große Demonstrationen an der Grenze zwischen Gazastreifen und Israel. Letzten Freitag kamen vielleicht 20.000 Menschen. Viel mehr (vielleicht das Doppelte) kamen am 30. März und dieser Rückgang muss der Hamas Sorgen machen. Das Wort „Demonstrationen“ ist eigentlich falsch: Es gab bewaffnete Männer in der Menge und sie waren nicht da um zu „demonstrieren“, sonder den Grenzzaun zu durchbrechen, damit tausende Gazaner nach Israel hinein konnten – wo einige von ihnen, die Hamas-Kämpfer sind, zweifellos Gewalttaten verübt hätten, darunter Mord, Brandstiftung und Entführungen. Die Zahl der Toten vor zehn Tagen betrug 18 (oder bis zu 23, die Zählungen variieren) und letzten Freitag gab es nach Angaben der Hamas zehn weitere.

Diese Ereignisse haben, nicht zuletzt aus arabischen Hauptstädten, die vorhersagbaren Verurteilungen, Warnungen und Aufrufe zur Zurückhaltung ausgelöst, nicht zuletzt von UNO-Vertretern. Die Vereinigten Staaten mussten am Samstag, 7. April eine Resolution des Sicherheitsrats blockieren (vorgeschlagen von Kuwait, dem arabischen Vertreter im Sicherheitsrat), weil sie nicht forderte, dass die Hamas diese gefährlichen Versuche die Grenze zu stürmen einstellt und weil sie eine internationale Ermittlung forderte. Israels und unsere Erfahrung mit solchen „Ermittlungen“ sind, dass sie unfair, einseitig und gegen Israel gerichtet sind und nichts erreichen.

Aber noch einmal: Wo sind die Krawalle und großen, spontanen Demonstrationen in der arabischen Welt (oder auch sonst irgendwo)? Nicht vorhanden. Arabische Regierungen ermutigen nur ungern sehr große Demonstrationen, weil sie immer Gefahr laufen außer Kontrolle zu geraten und gewalttätig zu werden oder sich gegen die Regime selbst zu wenden. Darüber hinaus sind diese Regime es schlicht leid, dass die palästinensische Politik sich bei ihrer eigenen einmischt. Trotzdem, wenn es riesige Reaktionen vom Volk gegeben hätte, hätte das respektiert und irgendwie in öffentliche Proteste gelenkt werden müssen. Offenbar gibt es auch das nicht. (1.500 arabische Israelis marschierten Samstag friedlich in Sakhnin in Niedergaliläa.) Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warf Israel die „Ermordung wehrloser, friedliche Protestierender“ vor und forderte die Welt af „die Barbarei und das Töten durch die Besatzungsarmee“ zu stoppen. Aber er ist ein Feind der Hamas und will erleben, dass deren neue Taktik der Grenzzusammenstöße zunichte gemacht wird; seine Äußerungen sollen die öffentliche Meinung der Palästinenser lindern, nicht öffentliche Proteste heraufbeschwören. Sein Problem ist: Er scheint nichts zu tun, während die Hamas in den Nachrichten ist.

Bürger des Gazastreifens haben jede Menge, gegen das sie protestieren könnten, angefangen von der schlechten Regierung der Hamas und der furchtbaren Wirtschaftslage, in der so viele Gazaner sich befinden. Die Hamas tendiert zu der Reaktion mehr Gewalt zu begehen, Israel mit Raketen anzugreifen oder mit jeder Art von gefährlichem Zusammenstoß an der Grenze. Natürlich hilft nichts davon den Gazanern. Ägypten und Saudi-Arabien haben sogar einen konstruktiven Vorschlag gemacht: Im Tausch für eine Entscheidung der Hamas weitere solche Grenzgewalt zu meiden würde der Übergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen geöffnet. Ägypten hat Rafah oft geschlossen gehalten, manchmal um die Hamas wegen des Verdachts auf Absprache mit den Terroristen im Sinai zu bestrafen, manchmal im Auftrag der PA in Ramallah (die die Kontrolle über den Übergang haben will).

Der saudisch-ägyptische Vorschlag steckt einen sinnvollen Weg vorwärts ab. Die Not im Gazastreifen ist nicht in Israels Interesse. Es genauso wahrscheinlich, dass sie die Hamas stärkt, wie dass sie sie schwächt. Der fehlender Strom bedeutet, dass Abwasser nicht geklärt werden und wen sie ins Mittelmeer fließen, kann das kontaminierte Wasser sich nach Norden an Israels Häfen und Strände ausbreiten. Fehlender medizinischer Nachschub und nicht arbeitende Krankenhäuser könnten sogar eines Tages zu einer Epidemie führen, die nach Israel übergreifen kann, wie der israelische Journalist Nahum Banea ausgeführt hat. Die Administration Trump begreift diesen Punkt perfekt, weshalb er im März eine Konferenz zum Gazastreifen einberief. Israel, Jordanien, Ägypten, die VAE, Bahrain, der Oman und Qatar gehörten zu den Teilnehmern, wie auch die EU und acht europäische Länder, Kanada und Japan. Merken Sie, wer fehlt? Die palästinensische Autonomiebehörde, die eine Teilnahme ablehnte. Die Not im Gazastreifen interessiert Präsident Abbas nicht.

Der US-Nahost-Unterhändler Jason Greenblatt sagte auf der Konferenz, dass bei der Suche nach „realistischen und praktischen Lösungen“ alle Politik beiseite geschoben werden sollte, die nicht „die Sicherheit Israels und Ägyptens riskiert“ und „nicht ungewollt die Hamas mächtig macht, die die Verantwortung für das Leiden im Gazastreifen trägt“.

Das ist der richtige Ansatz und einer, den die Saudis und Ägypter verstehen. Vielleicht wird es nicht möglich sein Fortschritte zu machen, aber die Anstrengung sollte unternommen werden – aus praktischen wie auch aus humanitären Gründen.

Wie bei den arabischen Protesten gegen Präsident Trumps Entscheidung zu Jerusalem sind die Proteste zum Gazastreifen nicht groß und werden vermutlich bald verschwinden. Aber das Problem, das der Gazastreifen für Israel und Ägypten darstellt, wird das nicht tun, also sollten diese Bemühungen einen Weg zu finden, weitere Not zu vermeiden, ohne die Hamas zu stärken, weitergehen. Die palästinensische Autonomiebehörde mag sie nicht und die Hamas hat wahrscheinlich sehr gemischte Gefühle zu ihnen. Aber für den Rest der Welt macht dieser Weg im Gegensatz zu Standard-Denunzierungen Israels und unausgewogenen UNO-Resolutionen weit mehr Sinn.

Entlarvendes, das zum Teil sogar Spaß machen könnte

Eine Karte von der palästinensischen „Regierungs“-Website – Die Ansprüche auf ganz Israel werden für jedermann sichtbar ausgestellt – da kann keiner sagen, die Palästinenserführung habe die Absicht friedlich Seite an Seite mit Israel zu leben: Es existiert nicht und die Städte sind „palästinensische Städte“ – israelische Städte gibt es nicht (wo sind z.B. Tel Aviv, Netanja und Eilat?).

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Nicht nur vom Vokabular her gibt es Probleme. Der ägyptische Abgeordnete Murtada Mansour wollte Ende Juli 2005 im Fernsehen etwas über die US-Außenministerin sagen: „…this woman called Condalalis… this Cola Bottle…“
Später im Interview behauptete er, „wenn du auf dem Washington- oder New York-Flughafen landest, verhaftet er [Bush] dich und steckt dich in dieses Guatemala, das er hat“. Wären die Leute in Guatemala Araber vom Kaliber dieses Abgeordneten, hätten sie wahrscheinlich die ägyptische Botschaft angegriffen, falls es dort eine gibt.

Klar wird nur wieder einmal, dass gewissen Leuten sich selbst entlarven: dass ihnen nämlich alles andere als klar ist, wovon sie reden – aber sie verkünden die Überlegenheit ihrer Zivilisation…

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Auf der offiziellen Internetseite der „Palestinian National Authority“ (die es nicht gibt, es gibt vertraglich vereinbart nur eine „Palestinian Authority“) stand am 12. Mai 2004 ein Artikel darüber, was der israelische Dirigent Daniel Barenboim mit dem Preis machte, den er gerade in Jerusalem erhalten hatte:

Überschrift: A Renowned Israeli Musician Condemns the Israeli Occupation and Detonates His Prize to the Palestinian People

Ich weiß nicht, wie lange das noch so drin stehen wird (die Seite habe ich mir natürlich im Original gespeichert). Aber wenn der Dirigent seinen Preis „detoniert“, statt ihn zu spenden (to „donate“), dann ist das wohl so offensichtlich eine freud’sche Fehlleistung, die ihresgleichen sucht. Die Palestinian „National“ Authority ist offensichtlich nicht mehr in der Lage in anderen Kategorien zu denken (und zu schreiben) als in denen der Gewalt und des Mordens – Sprengstoff, Explosion, tote Juden. Hurrah!

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Die israelische Botschaft führt in einem Aufsatz „Zum Begriff ‚Palästina’“ arabische Quellen auf, die doch reichlich verwirrt fragen lassen, was denn nun die Existenz eines palästinensischen Volkes anderes ist als ein Propaganda-Mittel. Ich will nicht bestreiten, dass sich heute viele Menschen diesem Volk zugehörig fühlen – aber der Lügner in der Mukata (in Ramallah) kann nun wirklich nicht ehrlich behaupten, bereits Jesus sei ein Palästinenser gewesen oder die Palästinenser hätten ein Recht auf das Land, weil sie schon „seit undenkbaren Zeiten“ dort lebten. Dann wäre nämlich vor 1964 auch schon von Palästinensern die Rede gewesen – war es aber nicht, wie die unten stehenden Zitate belegen:

Palästina war zu keiner Zeit ein ausschließlich arabisches Land, auch wenn das Arabische seit dem 7. Jahrhundert, unter der arabischen Herrschaft, Umgangssprache war. Es gab niemals einen unabhängigen arabischen oder palästinensischen Staat in Palästina. Als sich Professor Philip Hitti, der bekannte arabisch-amerikanische Historiker von der Universität Princeton, im Jahr 1946 vor dem angloamerikanischen Komitee gegen die Teilung Palästinas aussprach, sagte er: „So etwas wie >Palästina< hat es in der Geschichte nie gegeben.“ Im Koran wird Palästina weder erwähnt noch an irgendeiner Stelle als das „Heilige Land“ (al-Arad al-Muqaddash) bezeichnet.
Vor der Teilung waren die in Palästina ansässigen Araber offenbar nicht der Ansicht, dass sie eine eigene Identität hätten. Als im Februar 1919 in Jerusalem der erste Kongress der muslimisch-christlichen Vereinigungen tagte, um Delegierte aus Palästina für die Pariser Friedenskonferenz zu wählen, wurde folgende Resolution angenommen:„Wir betrachten Palästina als Teil des arabischen Syrien, von dem es zu keiner Zeit getrennt war. Wir sind durch nationale, religiöse, sprachliche, natürliche, ökonomische und geographische Bande mit Syrien verbunden.“1937 äußerte Auni Bey Abdul-Hadi, ein führender Vertreter der arabischen Seite, gegenüber der Peel-Kommission, die die Teilung Palästinas vorgeschlagen hatte: „Es gibt kein solches Land wie >Palästina<! >Palästina< ist ein Begriff, den die Zionisten erfunden haben! Es gibt kein Palästina in der Bibel. Unser Land war Jahrhunderte lang ein Teil von Syrien.“
Der Abgeordnete des Obersten Arabischen Komitees der Vereinten Nationen sagte im Mai 1947 vor der Vollversammlung, dass „Palästina Teil der Provinz Syrien“ sei und dass „die in Palästina ansässigen Araber in politischer Hinsicht nicht in dem Sinn unabhängig waren, dass sie ein eigenständiges politisches Gebilde darstellten.“ Wenige Jahre später äußerte Ahmed Shuqeiri, der spätere Vorsitzende der PLO, vor dem Sicherheitsrat: „Jeder weiß, dass Palästina nichts anderes ist als das südliche Syrien.“
Der arabisch-palästinensische Nationalismus ist weitgehend ein Phänomen der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und stellte vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 und der Eroberung der Westbank durch die Israelis keine ernstzunehmende politische Kraft dar.

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Das ist einfach gut: Diese palästinensischen (arabischen?) Demonstrantinnen entlarven die palästinensische Gewalt als das, was sie ist!
Auf dem Plakat steht:USA: Stopp die Finanzierung des israelischen Terrorismus. Finanziert unseren!

Da kann ich nur sagen: Sie sind – wider Willen – erfrischend ehrlich!

Gibt es Araber, die Israel mögen? Die Antwort ist ein dröhnendes Ja

Manche sind bereit in der Öffentlichkeit zu reden, die meisten haben Angst erkannt zu werden, aber eine zunehmende Zahl Araber und Muslime betrachten Israel als ein Land, das bewundert werden muss.

Mordechai Kedar, Israel National News, 30. März 2018

In der Regel zeige ich meinen Lesern ein höchst deprimierendes Bild der arabischen und muslimischen Welt. Ich finde das unvermeidbar, denn die Probleme, die diese zwei Welten auseinanderreißen, können nicht beschrieben werden – allein die letzten sieben Jahre haben erlebt, dass Hunderttausende Menschen getötet und Millionen Frauen, Kinder und Alte zu obdachlosen, mittellosen und leidenden Flüchtlingen gemacht wurden. Trotz des enormen Potenzials des Nahen Ostens, seiner gewaltigen Ressourcen, Panorama-Ansichten und unbegrenzten Möglichkeiten befindet sich die gesamte Region in einem Zustand kläglichen Zusammenbruchs.

Im vorherrschenden Diskurs des Nahen Ostens wird die Schuld für all dieses Chaos direkt auf den Schultern einer Partei abgeladen – Israel, zusammen mit den kolonialistischen Regimen, hauptsächlich Großbritannien und Frankreich, die den jüdischen Staat erschufen.

Die Schuld einzig Israel zuzuschreiben ist aus mehreren Gründen einfach:

a. Es ist für unsere Nachbarn leichter jemand anderes für ihre furchbare Notlage verantwortlich zu machen, statt einen genauen Blick auf sich selbst zu werfen, um die Gründe für ihr Leiden zu finden;

b. Israel, das weder arabisch noch islamisch ist, wird vor allem als Außenseiter in der Region betrachtet;

c. Israel ist das Werk Satans, weil Juden kein Recht auf Souveränität haben und unterworfen (mit Dhimmi-Status) werden müssen;

d. Israel gewinnt am meisten von dem es umgebenden Chaos, also muss es dieses überhaupt erst verursacht haben; und

e. Israel ist erfolgreich, während seine Nachbarn jämmerliche Versager und deshalb von Neid zerfressen sind.

Diese antiisraelische Haltung ist in vielen der Bevölkerungen, die den Nahen Osten ausmachen, die Regel; dazu gehören auch Staatsoberhäupter, Untertanen, die Intelligenzija und die Ignoranten, die Religiösen und die Säkularen, die Eliten und marginale Personen, Muslime und Mitglieder anderer Religionen, Beduinen, Dorfbewohner, Landbevölkerung und Stadtbewohner.

Es ist zum „guten Ton“ geworden, überall im Nahen Osten negativ über Israel zu reden, bis zu dem Punkt, an dem das arabische Wort für Normalisierung der Beziehungen zu Israel im Diskurs des Nahen Ostens ein vulgäres und negatives Wort geworden ist.

Im Verlauf der letzten Jahre ist allerdings ein paralleles Gespräch aufgekommen, eine, die frei ist von der konventionellen Art über Israel zu reden und oft dramatisch anders. Es ist schwierig diejenigen festzunageln, die daran teilnehmen; einige sind gebildet und säkular, manche gewöhnliche Bürger, andere Mitglieder der herrschenden Klasse oder der Opposition; zu ihnen gehören Religiöse und Nichtreligiöse, Muslime und Mitglieder anderer Religionen. Was sie hauptsächlich gemeinsam haben, ist die Fähigkeit sie von den akzeptierten Konventionen zu befreien und gegen den Strom zu schwimmen, bereit zu sein sich Kritik zu stellen und damit klarzukommen.

Es ist wichtig festzustellen, dass die so gut wie jedem an den Fingerspitzen verfügbaren sozialen Medien die Hauptkraft sind, die proisraelische Gesprächen erlauben die Augen und Ohren eines breiteren Publikums zu erreichen. Mittel zur Massenkommunikation können von Regierungen oder anderen Einheiten nicht komplett kontrolliert werden, also bieten sie eine öffentliche Plattform für Menschen, die unabhängig denken wollen und nicht an die sie umgebenden Konventionen gebunden sein wollen.

Was genau sagen sie? (Anmerkung: Meine Kommentare stehen in Klammern – M.K.)

Die erste hier zitierte Person ist ein kuwaitischer Journalist namens Abdallah Alhadlek. In einem Interview sagte er: „Ob wir es mögen oder nicht: Israel ist ein souveräner und unabhängiger Staat. Es existiert in der Realität, hat einen Sitz in der UNO und die meisten friedliebenden Staaten haben es anerkannt. Es gibt natürlich eine Gruppe Staaten, die mit Israels Existenz nicht klargekommen, aber das sind allesamt despotische Diktaturen.“

„Vers 21 im Koran-Kapitel „Der Tisch“ beweist das Recht der Juden auf das Heilige Land: „O mein Volk, tretet in das geheiligte Land ein, das Allah für euch bestimmt hat, und kehrt nicht den Rücken, denn dann werdet ihr als Verlierer zurückkehren.“ Demnach ist es Allah, der ihnen das Land gab und sie stahlen es niemandem. Vielmehr wurde ihnen das Land von denen gestohlen, die dort lebten, bevor die Juden es betraten. Das ist der Grund, dass ich überholte Bezeichnungen wie „stehlendes Gebilde“ oder „zionistisches Gebilde“ nicht akzeptiere.

„Es gibt keine Besatzung, es gibt nur eine Nation, die in ihr gelobtes Land zurückkehrte. Die Geschichte der Juden geht der des Islam voraus. Es ist unsere Pflicht als Muslime das Recht des jüdischen Volks an diesem Land anzuerkennen. Als Israel 1948 gegründet wurde, gab es keinen Staat namens Palästina. Es gab Menschen, die in verschiedene arabische Länder verstreut waren; man bezeichnete sie als Kanaaniter, Amalekiter und mit vielen anderen Namen.

Ein weiteres Beispiel ist eine sehr interessante Frau namens Nonie Darwish. Sie stammt aus Ägypten, wo ihr Vater ein in Gaza stationierter Geheimdienstoffizier war. Während der 1950-er Jahre schickte er Fedajjin – heutige Terroristen – um Israel anzugreifen und zu morden, zu rauben und zu zerstören, was immer sie in die Hände bekommen konnten. Eines Tages schickten Israel ihm ein Geschenk, ein Buch, das, als er es öffnete, ins Gesicht explodierte und ihn an den Ort schickte, der in der Hölle für Terroristen reserviert ist.

Nonie begriff, das ihr Vater die Strafe verdiente, die er für seine Grausamkeit gegenüber Israel erhielt und entschied sich Ägypten zu verlassen, den Islam aufzugeben und zum christlichen Glauben zu konvertieren. Heute liebt sie irgendwo im Westen und managt die Internetseite ArabsForIsrael. Dort bekämpft sie islamische Aktivitäten, die Annahme des Scharia-Rechts in westlichen Ländern, die Kultur des Jihad und dort spricht sie positiv über Israel, sein Existenzrecht, sein Recht auf Selbstverteidigung und in Frieden in seinem historischen Land zu leben.

Und trotz dem, was viele israelische Juden glauben, gibt es unter den israelischen Araber solche, die die Dinge anders sehen und es wagen ihre Gedanken laut zu äußern. Einer davon ist eine junge muslimische Frau namens Daima Taya, die in einem arabischen Lokalsender erschien und einem feindseligen Interviewer sagte: „Israel ist kein Apartheidstaat und jeder der so etwas sagt, sollte sich schämen. Ihr lebt in diesem Land und habt einen blauen Personalausweis (wie jeder andere Israeli). Ihr arbeitet, redet (wie ihr wollt), studiert (was immer ihr wollt), werdet Forscher, Lehrer; Rechtsanwälte, Führungskräfte und lebt in einem Land, das euch Respekt gibt.“

„Syrien, Irak, Äypten und all die anderen arabischen Länder – was habt ihr für eure Völker getan? Israel ist eine Demokratie und seine Unabhängigkeitserklärung erklären, dass es drusische, muslimisch-arabische und andere Minderheitsgruppen hat. Was ist ein demokratischer Staat? Einer, der sein Volk respektiert, die in ihr lebenden Menschen, ihr Recht ihr eigenes religiöses Leben zu leben, zu studieren, zu arbeiten, gewählt zu werden, Richter, Anwälte und Parlamentsabgeordnete zu werden, frei in der Knesset zu jedem von ihnen gewünschten Thema zu reden. (Israel) igbt ihnen das Recht auf Freiheit und Freizügigkeit. Wo sonst findet ihr das (in der arabischen Welt)? … Ich wünsche allen arabischen Staaten, arabischen Gesellschaften und Bürgern arabischer Staaten das Privileg in einem demokratischen Staat wie dem Staat Israel zu leben. Ich bezeichne mich als Araberin, eine Muslima, ich habe die israelische Staatsbürgerschaft, bin stolz auf mich und auf meine Religion, stolz, dass ich in einem Staat lebe, der mich respektiert und mir meine Recht zugesteht…“

Später fügte sie hinzu: „Nichts ist perfekt, nicht ist 100%, sehen Sie sich an, was in der arabischen Welt los ist. Im Vergleich damit ist Israel einfach gut! Und zeigen Sie mir nur einen arabischen Staat, in dem man die Regierung kritisieren darf!“

Das sind nur Beispiele für proisraelische Meinungen in der arabischen Welt. Namen wie Wafa Sultan, Bridget Gabriel, Sacar Alnablasi, Camal Govriel, Walid Shoebat und der saudi-arabische Louis Alsherif sind weitere, die Dinge gesagt haben wie: „Gäbe es Israel nicht, dann müssten die Araber es erfinden“, oder „Israel passt nicht in den Nahen Osten, weil es keine Diktatur ist, kein Stammesstaat, kein Staat auf Clan-Basis und nicht von einer Militärjunta geführt“, und „Die arabische Welt ist nicht bereit Israel zu akzeptieren, weil Israel Staatsoberhaupt seine Schmiergelder in Briefumschlägen bekommt und unserer Herrscher Kisten brauchen, um ihre Schmiergelder zu transportieren“, und „Arabische und israelische Journalisten haben etwas gemeinsam: Ihre Regierungen erlauben ihnen Israel schlecht zu machen“, und: „Israel spiegelt die Araber wider – wenn sie sich sie ansehen, sehen sie das Gegenteil von sich selbst.“

Es wäre so viel über die Wenigen zu sagen, die in arabischen Medien erschienen und Israel verteidigen. Es gibt so viel mehr über die zu sagen, die so heimlich die Reaktion fürchten, die aus ihrer Umgebung kommen würde. Ich selbst stehe in Kontakt mit einer ganzen Reihe dieser Menschen, denjenigen, die ganz offen sind und denjenigen, die Angst haben Identität zu offenbaren.

Ich werde Ihnen nur eine einzelne Geschichte erzählen. Alle paar Wochen ruft mich eine Gruppe aus 3 bis 4 Leuten von irgendwo im Gazastreifen an und bettelt darum, ich möchte Israel sagen das Gebiet zurückzuerobern, weil ihr Leben seit dem Tag 2007, als die Hamas die PA aus der Kontrolle des Gazastreifens drängte, die Hölle ist. In der Vergangenheit hatten sie in Israel gearbeitet, anständige Löhne verdient und ihre Familien versorgt. Israel als Staat und das israelische Volk behandelten sie gut, zollten ihnen Respekt und zahlen ihnen gewöhnlich faire Löhne für ihre Arbeit.

Als die Hamas die Macht übernahm, verloren sie ihre Jobs in Israel. Heute schaffen es nur die, die der Hamas schmeicheln irgendeine Arbeit zu bekommen und jeder, der nicht bereit ist ein Loblied auf die Hamas zu singen, findet sich in der Arbeitslosigkeit wieder. Arbeit ist jedoch ein unbedeutendes Thema, denn es gibt etwas viel Schlimmeres – den Unterschied dazwischen, wie die Hamas mit Frauen und Mädchen behandelt und wie Israel das tut. Die Freunde, die mich anrufen, erinnern sich gut, dass es notwendig war eine Frau an einem Checkpoint oder einem anderen Ort einer Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen, während Israel den Gazastreifen kontrollierte; die IDF stellte sicher, dass eine Polizistin oder eine Soldatin gerufen wurde, um die Durchsuchung durchzuführen. Nicht ein einziges Mal berührte ein Soldat eine arabische Frau. Heute ist die Lage diesbezüglich einfach schrecklich – wenn jemand in den Augen der Hamas die Gunst verloren hat, kommen Hamas-Männer spät abends in sein Haus, in Autos ohne Kennzeichen; sie brechen mit maskierten Gesichtern ein, entfernen die Männer aus dem Haus und und missbrauchen die Frauen und Mädchen, die ungeschützt zurückgeblieben sind.

Das macht den ganzen Unterschied aus. Die Araber selbst kennen die Wahrheit über Israel, wie es mit seinen Bürgern umgeht. Sie wissen, dass diejenigen, die Israel schlecht machen und verleumden, ob sie nun Grund dafür haben oder nicht, die Wahrheit nicht auf ihrer Seite haben. Selbst die, die Israel unterstützen, erkennen, dass es nicht perfekt ist, dass es in der gesamten Welt keinen perfekten Staat gibt. Was Israel aber hat und was keiner seiner Nachbarn besitzt, ist das israelische Verlangen und die Absicht anständig zu sein, gesetzestreu und moralisch, die Menschenrechte zu respektieren und Männer wie Frauen zu respektieren. Israel wünscht sich nicht tote und verletzte Araber zu sehen. Wenn seine Nachbarn Israel nur erlauben würden in Frieden und Ruhe zu leben, dann würden sie sich nie in der Situation wiederfinden angegriffen zu werden.

Was aber wirklich wichtig ist: Wie, die Israelis, müssen uns daran erinnern, dass nicht jeder Arabisch Sprechende per Definition ein Israelhasser ist. Man kann in der arabischen und islamischen Welt viele Menschen finden, die Israels Existenz von Anfang an akzeptieren und nicht erst nach Vollendung der Tatsache; sie glauben an das Recht der Juden in Sicherheit und Ruhe im Land ihrer Vorväter zu leben. Sie glauben ebenfalls an Israels Recht sich und das Leben seiner Bürger, ihr Wohlergehen und ihre Gesundheit zu verteidigen.

Das ist die arabische Tragödie: Der moderne arabische Staat scheint an mehreren Orten als der schlimmste Feind ihrer Nation, gehasst von seinen Bürgern, ermordet seine Einwohner, verweigert ihnen ihre Rechte und stehlen ihr Eigentum – während der Staatschef, sein Herrscher, kann günstigstenfalls als „der Verbindungsoffizier zwischen seinen Bürgern und dem Jenseits“ beschrieben werden kann.

Wenn der Unterschied zwischen Israel und seinen Nachbarn so aussieht, wundert es dann, dass es keine unbeträchtliche Zahl an Arabern gibt, die bereit sind Israels Existenzrecht ebenso zu akzeptieren wie das Recht seine Bürger wie jeder andere Staat der Welt zu verteidigen? Wahrscheinlich nicht; und das wissen sie durchaus.

Wir können ihnen nur ein langes, gesundes und erfolgreiches Leben wünschen, so wie wir es allen Menschen in Israel wünschen.

Es macht einen krank…

By Irwin N. Graulich, Israel National News, 15. April 2003

„Die Wahrheit macht dich frei“… oder sich macht dich ziemlich krank.

Es macht einen krank zu sehen, wie die arabisch-muslimische Welt ständig die Juden – Codename Israel – und nun die Christen – Codename Amerika – für praktisch alle ihre Probleme verantwortlich macht. Statt gegen ihre eigenen, korrupten Regime wegen des Fehlens jeglicher Perspektiven, Freiheiten und Ressourcen zu demonstrieren, wird die arabische und muslimische „Straße“ in Flammen gesetzt, gefüttert mit den Lügen der Diktatoren, die dadurch an der Macht bleiben, dass sie die Verantwortung von sich selbst auf den kleinen Satan (Israel) und den großen Satan (Amerika) schieben. Die ultimative Befürchtung: Amerika ist das einzige Hindernis, dass die einmal kommende islamische Weltdominanz aufhält.

Es macht einen krank, zu sehen, wie das „alte Europa“ versucht, die arabisch-muslimischen Despoten zu befrieden, indem man ihr unmoralisches Verhalten und ihre kindischen Vorwürfe ignoriert. Indem Chirac und Schröder es ablehnten, dem bösartigen Saddam auf die Finger zu hauen und stattdessen weitere Diskussionen und Inspektionen wollten, stimmten sie mit arabisch-muslimischen Regierungen überein, dass Amerika und Israel die „wirklichen“ Probleme der Welt sind. Das kultivierte „ältere Europa“ bestätigt den Glauben, dass man die Muslime einfach nicht verantwortlich machen kann; nur weiße, christliche Konservative in den Vereinigten Staaten liegen falsch, gemeinsam mit ihren zionistischen Partnern. Das „Antike Europa“ hasst Amerika, weil es die Wiege des tiefen Sozialismus sein will, der den Planeten umfasst, und es begreift, dass das Einzige, das die Verwirklichung ihres ideologischen Traums aufhält, Amerika ist.

Es macht einen krank Präsident Hosni Mubarak zu sehen, einen so genannten Verbündeten der USA, der derzeit Milliarden Dollars jedes Jahr an Hilfsgeldern erhält, wie bei den meisten politischen Entscheidungen auf die Seite der Feinde Amerikas stellt. Und obwohl Ägypten alles erhielt, was es im Friedensvertrag mit Israel forderte, einschließlich der Rückgabe des gesamten Sinai, führt Mubarak selbst fort, im kalten Frieden zu hetzen. Indem er die palästinensische Frage als Heugabel benutzt, mit der er Israel provoziert, beschuldigt Mubarak die Regierung Scharon, sie wolle die Kriegslage im Irak zu ihren Gunsten nutzen. Da neue Fakten über die ägyptische Muslimbruderschaft und andere lokale Terror-Netzwerke auftauchen, wird klar, dass Mubaraks offensichtliche Sorge die Möglichkeit ist, ein ähnliches Schicksal wie Anwar Sadat zu erfahren.

Es macht einen krank zu sehen, wie Saudi Arabien, ein wirklich übles Reich, versucht, für die überwiegende Zahl von saudischen Terroristen beim 11.9. Entschuldigungen zu suchen, einschließlich des von Saudi Arabien aufgezogenen und ausgebrüteten Hintermannes Osama bin Laden. Zusätzlich haben sie ständig die offene Finanzierung von Terrororganisationen geleugnet und Schulkindern abscheulichen Hass gelehrt, bis eindeutige Beweise vorgelegt wurden, nach denen die saudische PR-Maschinerie eine bequeme Zeit lang in Winterschlaf fiel. Zufälligerweise ist David Duke ein populärer Schreiber und Lehrer in dieser terroristischen Enklave mit eigener Flagge geworden.

Es macht einen krank zu sehen, wie die arabische und muslimische „Straße“ gegen einen Krieg zur Befreiung des irakischen Volks protestiert und wegen der dreihundert Unschuldigen herum schreit, die unabsichtlich getötet wurden, während sie während der Folter und Ermordung von hunderttausenden Irakern unter Saddam schwieg. Natürlich ist die Ermordung von einer Million Schwarzer durch das muslimische Regime im Sudan völlig irrelevant.

Es macht einen krank zu sehen, wie die französische Regierung versucht, die amerikanisch geführten Bemühungen aufzuhalten, die Welt von einem arabischen Adolf Hitler und einem modernen Nationalsozialismus zu befreien, während sie die monatliche französische Version der „Kristallnacht“ gegen jüdische Geschäfte und Schulen praktisch ignoriert. Während Frankreich weiterhin eine Rolle im Nachkriegs-Irak fordert, muss man in der UNO liebenswerte Dauerredner wie ihren Botschafter ertragen.

Es macht einen krank zu sehen, wie Königin Nur von Jordanien, alias Lisa Haelby aus Philadelphia, die einen mutigen kleinen König heiratete, nun in der Y-Street Nr. 92 in New York antiamerikanische und antisemitische Schmähreden hält und auch noch durch die liberale Elite der Upper West Side Glaubwürdigkeit erhält, nur weil sie ein hübsches Gesicht und königlichen Status hat. Seit wann werden „blonde Dummchen“ im Big Apple ernst genommen?

Es macht einen krank die Besessenheit der arabischen und muslimischen Welt mit Israel zu sehen, die die Entwicklung und das Wachstum ihrer Gesellschaften zurückgeworfen hat. Es gibt eine direkte Korrelation zwischen dem Hass auf Israel, dem Antisemitismus, der Feindseligkeit gegenüber den USA, der Opposition zu Demokratie, der Unterdrückung der Frau, primitiver Gesellschaften und Terrorismus.

Es macht einen krank zu sehen, wie Darstellungen von George Bush und Tony Blair auf den Straßen von Pakistan, Ägypten, Jordanien, Syrien, Indonesien und anderen Ländern der Dritten Welt verbrannt werden, wo man gelernt hat, die Wut über das eigene, verarmte Leben auf Amerikaner, Briten und – natürlich – Ariel Scharon zu richten. Keine modernen Einkaufszentren oder ausreichend Arbeitsplätze – das muss eine zionistische Verschwörung durch amerikanische Hegemonie sein.

Es macht einen krank zu sehen, wie das „Antiquierte Europa“ und die arabisch-muslimische Welt für jedes Problem die israelisch-palästinensische Frage verantwortlich macht. Eine einfache Frage, die nie eine Antwort zu bekommen scheint, ist die: „Warum gestattete Jordanien den Palästinensern vor 1967 keinen Staat, als es ihnen die gesamte Westbank ohne jüdische Siedler (judenfrei), den Gazastreifen (von Ägypten), das komplette Alt-Jerusalem einschließlich der Westmauer, der Al Aqsa-Moschee und den meisten antiken heiligen Stätten hätte geben können?“ Schweigen. Wie Hafez al-Assad von Syrien es einmal ausdrückte: „Der Grund, dass es keine Wasserklosetts in Hama gibt, ist Israel!“ Offensichtlich.

Es macht einen krank, dass Deutschland, eine Nation, die für den Tod von mindestens 50 Millionen Unschuldiger verantwortlich ist, aus dem Holocaust nichts gelernt hat, dem schlimmsten einzelnen Bösen, das in der Geschichte verbrochen wurde. Statt den Krieg zu „schätzen“, der den eigenen, inneren Krebs vernichtete, erlaubt die neu gefundene, pazifistische Ader keinen Einsatz militärischer Macht gegen ein anderes krebsartiges Regime. Auf diese Weise müssen sich die Deutschen nicht mit ihrer eigenen, schlimmen Vergangenheit auseinandersetzen.

Es macht einen krank zu sehen, wie elitäre amerikanische Universitäts-Professoren und ihre sie nachschwatzenden Studenten sich der antiamerikanischen Masse anschließen und nach einer Million Mogadischus im Irak rufen und George Bush mit Adolf Hitler vergleichen. Nicht ein einziger amerikanischer Campus hielt eine Demonstration gegen Saddams Folter, Mord und Vergasung von Zivilisten in den letzten 22 Jahren ab. Offensichtlich haben diese Intellektuellen kein Mitgefühlt für unschuldige Zivilisten, sie hassen einfach Amerika und verabscheuen Israel.

Es macht einen krank zu sehen, wie die Medien in der gesamten arabischen und muslimischen Welt glatte Lügen berichten und wiederholen, die selbst Joseph Goebbels peinlich wären. Al-Jazira, al-Manar oder Abu Dhabi-TV werden als seriöse alternative Ansichten zu amerikanischen und britischen Medien dargestellt. Die Wahrheit ist aber in weiten Beriechen des Nahen Ostens unwichtig. Stellen Sie sich vor, Edward R. Murrow berichtet über den Zweiten Weltkrieg und erklärt, dass Churchill seinen Standpunkt hat und Hitler einen moralisch gleichwertigen. Außer, wenn der Westen erkennt, dass die Vielzahl der Cousins von den arabischen Medien verfälschende Gehirnwäscher sind und genauso gefährlich wie Chemiewaffen-Angriffe, wird der Terrorismus unausweichlich weiter ansteigen.

Daher verursachen das gealterte Europa und ein großer Teil der arabisch-muslimischen Welt einige echte Befürchtungen und Sorgen in der neuen westlichen Welt, die sich derzeit durch vergrößerte Magengeschwüre, Nervosität und Ängste im Volk äußert. In Anspielung auf das Drehbuch der Schuldzuweisungen: Es ist kein Wunder, dass es in Amerika und Israel eine Gesundheitskrise gibt.

Historischer Air India-Flug von Tel Aviv passierte neben dem von Saudi-Arabien auch den Luftraum des Oman

Elder of Ziyon, 23. März 2018

Es ist viel Wind um die ersten Air India-Flug von Tel Aviv gemacht worden, der durch saudischen Luftraum führte, das erste Mal, dass einem Flug von Israel erlaubt wurde diese Route zu nehmen.

Aber wenn man sich die Karte ansieht, dann musste Flug AI140 auch ein weiteres arabisches Land überqueren – den Oman. Man scheint ausdrücklich vermieden zu haben den Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate zu nutzen.

Der Oman wird in den meisten Artikeln zu diesem Flug kaum erwähnt.

Warum hassen die Araber die Palästinenser so sehr?

Die arabische Welt ist aus vielerlei Gründen überhaupt nicht daran interessiert den Palästinensern einen arabischen Staat zu geben. Auch die palästinensischen Araber wollen ihn nicht wirklich – warum die „Flüchtlings“-Gans schlachten, die die goldenen Eier legt?

Mordechai Kedar, Israel National News, 5. März 2018

In Israel und einem Großteil der westlichen Welt tendieren wir dazu zu glauben, dass die arabische Welt in der Unterstützung der Palästinenser geeint ist, dass sie nichts so sehr will wie das Palästinenserproblem zu lösen, indem man ihnen einen Staat gibt und dass als Araber und Muslime die Palästinenser lieben und Israel hassen. Das ist jedoch ein allzu einfacher und unvollkommener Standpunkt, denn während es stimmt, dass viele, vielleicht sogar die Mehrheit der Araber und Muslime Israel hassen, gibt es ein Menge, die die Palästinenser genauso stark hassen.

Ihr Hass auf Israel entstammt Israels Erfolg im Überleben trotz Kriegen, Terror, Boykotten und der Feindschaft, die sich gegen den jüdischen Staat richtet; er entstammt der Tatsache, dass es einen existierenden jüdischen Staat gibt, obwohl das Judentum vom Islam abgelöst worden ist, der „wahren Religion“. Verschlimmert wird er dadurch, dass Israel eine Demokratie ist, während sie unter Diktaturen leben, denn Israel ist reich und sie sind arm, denn Israel ist ein Paradies im Vergleich mit den arabischen Ländern, von denen viele an nichts sehr erinnern wie die letzte Haltestelle vor der Hölle (siehe Syrien, Irak, Libyen, Jemen, Sudan – und die Liste lässt sich immer weiter verlängern) … und am wichtigsten: weil Israel in Bereichen Erfolg hatte, in denen sie versagten und ihre Eifersucht lässt sie die Wände hochgehen.

Aber warum sollten sie die „bedauernswerten“ palästinensischen Araber hassen? Immerhin sagt das arabische Narrativ, dass das Land der palästinensischen Araber gestohlen wurde und sie gezwungen wurden Flüchtlinge zu werden. Die Antwort auf diese Frage ist komplex und ist eine Funktion der Kultur des Nahen Ostens, die wir in Israel und die meisten Westler weder verstehen noch anerkennen.

Eine in Augen der Araber der schlimmsten Dinge besteht darin betrogen, hereingelegt und übervorteilt zu werden. Wenn jemand versucht einen Araber zu betrüben – und noch schlimmer, wenn diese Person Erfolg damit hat – wird ein Araber von rasender Wut überwältigt, selbst wenn die beteiligte Person sein Cousin ist. E wird an seinen Bruder appellieren ihm zu helfen an seinem Cousin Rache zu nehmen, was im Einklang mit dem arabischen Sprichwort steht: „Mein Bruder und ich gegen meinen Cousin – und mein Bruder mein Cousin und ich gegen einen Fremden.“

Bezüglich der palästinensischen Araber gilt, dass erst einmal viele ursprünglich gar keine Palästinenser sind. Sie sind Zugewanderte, die während des britischen Mandats aus der gesamten arabischen Welt ins Land Israel kamen, um Arbeit in den Städten und auf den Farmen zu finden, die die Juden aufgebaut hatten. Diese Immigranten haben immer noch Namen wie „Al-Hurani“ (aus Huran im südlischen Syrien), „Al-Tzuani“ (aus Tyrus im Südlibanon), Al-Zrakawi“ (aus Mazrake in Jordanien), Al-Maztri“ (der Ägypter) und viele andere, die auf die tatsächliche vielfältige geografische Herkunft der sogenannten Palästinenser hinweisen. Warum, fragen die anderen Araber, sollten sie im Vergleich mit denen, die in ihren Herkunftsländern blieben, eine Vorzugsbehandlung erhalten?

Mit dem Ende des israelischen Unabhängigkeitskriegs 1948 begann die Politik der arabischen Welt auf Israel und das „Palästinenserproblem“ zu konzentrieren, dessen Lösung nur durch das Auslöschen Israels erreicht werden sollte. Um zu helfen diesen Auftrag zu erfüllen, wurden die arabischen Flüchtlinge in Lagern gehalten, mit der ausdrücklichen Anweisung der Arabischen Liga sie dort zu halten und  nicht in die anderen arabischen Länder zu integrieren.

Die UNRWA stellte sicher, dass ihnen kostenlose Lebensmittel, Bildung und medizinischer Versorgung geboten wird – sprich: Die Staaten der Welt zahlen die Zeche, während die arabischen Nachbarn für diese ewigen „Flüchtlinge“ arbeiten und im Schweiße ihres Angesichts die Lebensmittel, Bildung und medizinische Versorgung für ihre Familien beschaffen mussten. Flüchtlinge, die mit kostenlosen Lebensmitteln wie Reis, Mehl, Zucker und Öl versorgt wurden, um sie für ihre Familien zu nutzen, verkauften oft einiges davon an ihre Nichtflüchtlings-Nachbarn und fuhren damit ordentlich Profit ein.

Die in den Flüchtlingslagern Lebenden zahlen keine städtischen Abgaben, was zu einer beträchtlichen Zahl an „Flüchtlingen“ führte, die ihre Häuser an andere vermieten und im Vergleich mit denen, die in nahe gelegenen Städten Wohnungen mieteten, Dank dieser Gebührenbefreiung überzogene Summen kassierten. Mit anderen Worten: Die Welt subventioniert die Steuern und Gebühren und die Flüchtlinge machen richtig Kohle.

Im Libanon wurden nahe Beirut mehrere Flüchtlingslager gebaut, aber in die wachsende Stadt integriert, dann in hochklassige Viertel mit eindrucksvollen Hochhaus-Wohnhäusern verwandelt. Jemand hat von dieser Veränderung profitiert und es ist nicht der Mann auf der Straße, der alle Gründe hat sich übervorteilt zu fühlen.

Die im Libanon liegenden „Flüchtlingslager“ sind von bewaffneten Organisationen übernommen worden, von der PLO bis ISIS, einschließlich der Hamas, der PFLP, der DFLP und Organisationen salafistischer Jihadisten. Diese Organisationen handeln den libanesischen Bürgern der Umgebung gegenüber bösartig und brachten 1975 einen Bürgerkrieg, der 14 lange Jahre des Blutvergießens, der Zerstörung und erlebte, wie Hunderttausende Libanesen aus ihren Dörfern wegzogen um ihr dortiges Leben gegen das furchtbare Leiden in Zeltlagern überall im Land zu tauschen. Viele nahmen in palästinensischen „Flüchtlingslagern“ Zuflucht, aber die libanesischen Flüchltinge erhalten weniger als 10 Prozent dessen, was palästinensische Araber bekommen, was viel wechselseitige Eifersucht und Hass verursacht.

In Jordanien versuchten die palästinensischen Araber 1970, angeführt von PLO-Chef Yassir Arafat, das Land durch Gründung eigener autonomer Regionen zu übernehmen, samt Einrichtung von Straßensperren und bewaffneten palästinensischen Arabern im Norden des Landes, die die Monarchie herausforderten. Im September 1970, der als „Schwarzer September“ bekannt ist, entschied König Hussein, dass er genug hatte und ihnen zeigen würde, wer in Jordanien der Chef ist. Der gegen ihn erklärte Krieg kostete sie tausende Leben auf beiden Seiten.

Unterdessen bestehen in Israel 20% der Bürger innerhalb der Linien von 1967 aus „palästinensischen“ Arabern, die nicht gegen den Staat rebellieren oder ihn bekämpfen. Mit anderen Worten: Die im Israel von vor 1967 lebenden „Palästinenser“ genießen das Leben in der einzigen Demokratie des Nahen Ostens, während die arabischen Länder das Blut ihrer Soldaten opfern, um „Palästina“ zu befreien. Gibt es einen schlimmeren Fall des Gefühls ausgenutzt zu werden als das eines arabischen Soldaten, der sein Leben für diese sinnlose Sache aufs Spiel setzt?

Noch schlimmer ist das, was jeder Araber weiß: Palästinensische Araber haben mindestens ein Jahrhundert lang Land an Juden verkauft, immens von den Geschäften profitiert und heulen sich dann bei ihren arabischen Brüdern aus, diese sollten kommen un „Palästina“ von der „zionistischen Besatzung“ befreien.

Im Verlauf der Jahre wurde den palästinensischen Arabern von den Staaten der Welt viele Milliarden Euro und Dollars gegeben, so dass das jährliche Pro-Kopf-Einkommen in der PA um ein Mehrfaches höher ist als das des ägyptischen, sudanesischen oder algerischen Mannes auf der Straße. Sein Leben ist während der letzten sieben Jahre um ein Vielfaches besser als das von in Syrien, dem Irak, Libyen und dem Jemen lebenden Araber.

Auf einer politischen Ebene haben es die Palästinenser geschafft den Hass vieler ihrer arabischen Brüder zu wecken: 1990 unterstützte Arafat Saddam Husseins Invasion Kuwaits. Aus Rache vertrieb Kuwait, sobald es von der irakischen Eroberung befreit war, Zehntausende Palästinenser, von denen die meisten auf seinen Ölfeldern beschäftigt gewesen waren; dadurch wurden sie mittellos. Das führte zu einer Wirtschaftskrise für ihre Familien in Judäa, Samaria und dem Gazastreifen, die regelmäßig Geld von ihren Söhnen in Kuwait erhalten hatten.

Heute werden die Hamas und der Palästinensische Islamische Jihad vom Iran unterstützt, dem Land, das von vielen Arabern gehasst wird, die daran erinnern, dass Flugzeugentführungen und die folgende Erpressungen von palästinensischen Arabern erfunden wurden, die 1968 – vor 50 Jahren –in Algiers ein El Al-Flugzeug entführten, womit eine Zeit der Mühsal begann, die von vielen in der gesamten Welt immer noch durchlitten wird.

Trotz der Vereinbarung von Taaf 1989, die den Bürgerkrieg im Libanon beendete und zu einer Entwaffnung und Auflösung aller libanesischen Milizen führen sollte, gestattete Syrien der Hisbollah ihre Waffen zu behalten und seine militärische Macht ungezügelt zu entwickeln. Die wiederholte Rechtfertigung lautete, dass die Waffen dazu bestimmt waren „Palästina zu befreien“ und nicht gegen die Libanesen gerichtet würden. Für jeden mit einem Quentchen Verstand war klar, dass die Palästinensergeschichte ein Feigenblatt war, das die traurige Wahrheit verdecken sollte, dass die Waffen auf die Feinde der  Hisbollah in Syrien und dem Libanon gerichtet werden würden. „Palästina“ war schlicht ein Vorwand für die Übernahme des Libanon durch die Schiiten.

Am schlimmsten ist, dass die Palästinenser fordern, die arabischen Länder sollten auf alle Beziehungen zu Israel verzichten, bis das Palästinenserproblem zur Zufriedenheit der PLO- und Hamasführer gelöst ist. Allerdings kann ein guter anteil der arabischen Welt keine Gemeinsamkeiten finden, die die PLO und die Hamas einen könnte. Sie haben es aufgegeben eine interne palästinensische Aussöhnung zu erreichen, dem endlosen Gezänk zuzusehen, die alle Chancen auf Fortschritt bezüglich Israel vernichten. Um die Lage zusammenzufassen: Die arabische Welt – der Teil davon, der Israel als die einzige Hoffnung sehen mit dem Iran klarzukommen – ist nicht glücklich mit der Erwartung, dass sie ihre Zukunft und ihre schiere Existenz an die internen Kämpfe zwischen der PLO und der Hamas verpfänden muss.

Und lassen Sie uns nicht vergessen, dass Ägypten und Jordanien Friedensverträge mit Israel unterschrieben haben, sich außerhalb des Kreislaufs des Krieges für die „Befreiung Palätinas“ bewegt haben und ihren palästinensisch-arabischen „Brüder“ aufgegeben haben, womit sie ihnen den Rücken kehrten, um allein mit ihren Problemen klarzukommen.

Ein Großteil der arabischen und muslimischen Welt ist überzeugt, dass die „Palästinenser“ keinen eigenen Staat haben wollen. Immerhin wird die Welt, wenn der Staat gegründet würde, aufhören diese enormen Summen zu spenden; es wird keine „Flüchtlinge“ mehr geben und die palästinensischen Araber werden arbeiten müssen wie jeder andere. Wie können sie das tun, wenn sie alle von dem Erhalt süchtig danach sind die Zuteilungen ohne Auflagen zu erhalten?

Man kann mit Sicherheit sagen, dass die arabische Welt 70 Jahre nach der Schaffung des „Palästinenserproblems“ erkannt hat, dass es keine Lösung gibt, die diejenigen zufriedenstellen wird, die „Flüchtling-ismus“ in einen Beruf verwandelt haben, so dass das „palästinensische Problem“ zu einer emotionalen und finanziellen Masche geworden ist, die nur dazu dienen die korrupten Führer in Ramallah und Gaza zu bereichern.