Leistungskurs ethnische Säuberung

David Lange, Israellycool, 23. Juli 2020

Hier sind zwei Grafiken, die ich heute Morgen erstellt habe. Können Sie raten, was jede der beiden zeigt? (Bevölkerungsentwicklung in Lauf der Zeit)


Die erste zeigt die jüdische Bevölkerung in diesen arabischen Ländern seit 1947:

  • Algerien
  • Ägypten
  • Irak
  • Libyen
  • Marokko
  • Syrien
  • Tunesien
  • Jemen

Von wo ungefähr 850.000 weggingen (überwiegend wegen Verfolgung, Antisemitismus, politischer Instabilität, Armut und Vertreibung, obwohl manche aus zionistischen Gründen umzogen), während die zweite die Gesamtbevölkerung der Araber in Israel und dem, was allgemein Gazastreifen und die Westbank genannt wird, zeigt.

Dennoch haben die Israelhasser eine gewaltige Lockvogeltaktik ausgeführt, was viele überzeugt, dass Israel ethnische Säuberung (und sogar Völkermord) betreibt, wenn in Wirklichkeit argumentiert werden kann, dass das Gegenteil der Fall ist.

Quellen:

Weltbank

Inter-Agency Task Force on Israeli Arab Issues

Britannica proCon.org

Times of Israel

Jewish Virtual Library

Das Schrumpfen der modernen jüdischen Heimat

First One Through, 7. Juli 2020

Die jüdische Heimat, wie sie in der Bibel beschrieben wird, ist der gesamten Welt gut bekannt. Ursprünglich war es das dem ersten Hebräer, Abraham, verheißene Land westlich des Jordan. Als die zwölf Stämme Israels nach der Sklaverei in Ägypten in das Land ihrer Vorväter zurückkehrten, nahmen sie auch Land östlich des Jordan ein.

Map of Terra Sancta, Homann, 1730

Spätere Generationen sollten erleben, wie die jüdische Heimat unter verschiedenen Königen und Herrschern im Verlauf von 1.400 Jahren in unterschiedliche Teile zerstückelt wurde, aber die Konfiguration oben bleibt die Orientierung für jeden, der die hebräische Bibel kennt. Es wurde auch zur Grundlage der modernen Initiative die jüdische Immigration zurück in ihre Heimat zu ermöglichen.

Der Beschluss von San Remo vom April 1920 wurde im Mandat Palästina des Völkerbunds vom Juli 1922 verankert. Sie sollte die „Gründung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina“ ermöglichen, auf Grundlage der „historischen Verbindung des jüdischen Volks zu Palästina“. Das Mandat Palästina beinhaltete in etwa das Land Israel, wie es im Alten Testament beschrieben wurde, dazu weiteres Land.

Das moderne jüdische Heimatland gemäß dem Mandat Palästina 1920 und 1922.

Im März 1921 wurde dem Mandat Artikel 25 hinzugefügt, der den Briten, die das Land verwalten sollten, die Option gab den Bereich östlich des Jordan für einen ausgeprägt arabischen Staat abzutrennen. Der Völkerbund genehmigte das britische Ersuchen, wenn ein solcher neuer Staat Juden NICHT verbietet dort zu leben („es soll keine Handlung erfolgen, die nicht mit den Vorkehrungen der Artikel 15, 16 und 18 im Einklang steht“). Ungeachtet dieser klaren Aussage machten die Briten genau das und schufen im August 1922 Transjordanien und verboten allen Juden in diesem Land zu leben. Die Briten entfernten nicht nur 77% der jüdischen Heimstatt, sondern sie setzten sogar ein antisemitisches Edikt um, das den Juden nicht erlaubte in dem Land zu leben.

Die Briten sollten weiterhin Juden verbieten in irgendeinem Teil ihrer Heimat zu leben.

Im August 1929 veranstalteten Araber im heiligen Land eine Reihe von Pogromen. Die jüdische Gemeinde in Hebron wurde massakriert und die britische Reaktion bestand darin Juden aus der Stadt zu evakuieren und ihnen die Rückkehr zu verbieten. Die Briten gaben 1930 den Shaw-Bericht in Auftrag, der dafür eintrat nur eine begrenzte Zahl von Juden nach Palästina zu lassen und ihre Rolle in der Regierung zu begrenzen.

  • „Es ist unsere Ansicht, dass es in einem großen Bereich der Araber in Palästina ein Gefühl der Gegnerschaft zu jüdischer Zuwanderung gibt, dass dieses Gefühl insoweit wohlbegründet ist, dass das seinen Ursprung in den bekannten Ergebnissen übertriebener Immigration in der Vergangenheit hat und dass, angesichts anderer und drängenderer Anlässe für Störungen, das Gefühl zweifellos ein Faktor sein würde, der zu einem Ausdruck von Gewalt beitragen wird… Es ist klar, dass Seiner Majestät Regierung zu einem früheren Datum eine klare und eindeutige Erklärung der Politik ausgeben sollte, die sie bezüglich der Regularien und Kontrolle jüdischer Immigration nach Palästina zu verfolgen gedenkt.“
  • „Wir schlagen vor, dass Seiner Majestät Regierung die Erklärung bestätigt, die 1922 zu der besonderen Position erfolgte, die der zionistischen Organisation durch das Mandat zuwies, dass sie nicht berechtigt ist in irgendeiner Weise an der Regierung Palästinas beteiligt zu sein.

An der jüdischen Heimstatt wurde von den Briten weiter bezüglich dessen , wie viele Juden in Palästina leben dürfen, wo sie leben können und wie ihre Rolle in der Regierung aussehen könnte, herumgekürzt.

Nach weiteren arabischen Unruhen 1936 richteten die Briten die Peel-Kommission ein, die zu dem Schluss kam, dass das Mandat nicht funktionieren konnte und vorschlug, das Land in einen Bereich zu teilen, in dem den Juden zu lebe erlaubt würde. Als der Vorschlag mit arabischem Input seinen Weg durch das britische System nahm, war das Resultat das Weißbuch von 1939, das die jüdische Zuwanderung auf 75.000 Menschen über einen Zeitraum von fünf Jahren begrenzte – ausgerechnet zu der Zeit, als der Holocaust in Europa begann, was zehntausende Juden zum Tod verurteilte.

Nachdem Israel sich 1948 zu einem unabhängigen Land erklärte, drangen fünf arabische Armeen nach Israel ein, um es zu vernichten. Am Ende des Krieges hatte die arabische Armee von Jordanien den östlichen Teil des heiligen Landes erobert und alle Juden vertrieben, während die ägyptische Armee den Gazastreifen eroberte. 1950 annektierte Jordanien illegal das Land, das es erobert hatte und erweiterte 1954 sein Verbot jüdischer Bürger über Transjordanien hinaus auf die „Westbank“.

Israel eroberte Teile der jüdischen Heimat 1967 zurück, nachdem die umgebenden arabischen Länder wieder versuchten den jüdischen Staat auszulöschen. Viele Länder lehnten es ab die Rechte der Juden in diesen Landstrichen anzuerkennen, die „judenrein“ gemacht worden waren. Israel zog 2005 alle Juden aus dem Gazastreifen ab und 2016 erklärte der UNO-Sicherheitsrat, dass jeder Jude, der östlich der Waffenstillstandslinien von 1949 zwischen Israel und Jordanien lebte, das illegal mache, selbst in Ostjerusalem.

Zuerst arbeiteten die Briten mit den Arabern daran die jüdische Heimat bezüglich des Landes, in dem Juden leben konnten, der Zahl der Juden, die dort leben konnten und der Rolle der Juden in der Regierung zu schrumpfen, womit sie die jüdische Souveränität fragwürdig machten. Später nahmen die Araber für sich in Anspruch, dass es keine jüdische Geschichte oder Rechte im Land gab, während sie darum kämpften, das zionistische Projekt in Theorie und Praxis komplett zu demontieren. Dann unterstützten die Vereinten Nationen die arabische Sache, um die jüdische Heimat offiziell zu schrumpfen.

Die Attacke auf die jüdische Heimat wird fortgesetzt und ohne jüdischen Widerstand würde das jüdische Heimatland komplett verschwinden. #100YearsofZionistResistance.

Vor 90 Jahren sagte eine arabische Zeitung, die Juden würden die Kotel niemals bekommen, solange Muslime noch leben

Elder of Ziyon, 28. Juni 2020

Aus dem Palestine Bulletin vom 29. Juni 1930:

Lasst sie bis zum Tag der Wiederauferstehung weinen
Wir wissen nicht, was die Klagemauer-Kommission feststellen wird, schreibt Meraat Al-Sherk, aber eines wissen wir: dass die Juden kein Recht an der Klagemauer haben. Dieser edler Ort wurde ihnen vor 2000 Jahren aus den Händen genommen. Die Juden haben das Recht zu weinen. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn sie weinen wollen, dass lasst sie bis zum Tag der Wiederauferstehung weinen. Wenn sie irgendetwas anderes wollen, lasst sie ihre Träume dazu aufgeben. Denn sie werden nichts sonst tun, solange es auf der Welt noch einen Muslim gibt.

Ein kleines Beispiel dessen, wie die berühmte arabische Toleranz für Juden vor 1948 aussah, von der wir immer noch hören.

Die Lüge „Palästina ist eine islamische Schenkung“

Elder of Ziyon, 16. Juni 2020

Eine Schlagziele in einer palästinensischen Nachichten-Internetsete besagt: „Das historische Palästina ist eine islamische Schenkung (waqf).“

Eine waqf ist ein Konzept im islamischen Recht, bei dem jemand Land, ein Gebäude oder andere Aktivposten auf ewig einer muslimischen Stiftung schenken kann. Es ist in etwa analog dem jüdischen Konzept des Hekdesch. Für Land, das zu einer waqf erklärt wurde, ist es praktisch unmöglich diesen Status jemals wieder zu verlassen.

Wenn Muslime sagen, dass Israel eine Waqf ist, dann gegen sie eine islamische Rechtserklärung ab, dass es auf ewig verboten ist, dass das Land jemand anderem gehört als Muslimen.

Das Konzept, dass Palästina eine islamische Waqf ist, ist allerdings recht neu. Es wurde 1988 von der Hamas in ihrer Charta erfunden. Die Vorstellung gab es davor nicht.

Und es hat auch historisch keine Grundlage, wie der Wissenschaftler Yitzhak Reiter zeigt.

Es gibt zwar einen Strang im islamischen Recht, dass alles von Muslimen eroberte Land auf ewig muslimisch bleibt, aber historisch wurden diese nicht als Waqf behandelt. Der „Großmufti“ von Jerusalem, al-Husseini, der kein Rechtsgelehrter war, argumentierte, dass von Muslimen eroberte Ländereien auf immer muslimisch bleiben, aber er verwendete nicht die Sprache der Waqf. Tatsächlich appellierte er an die Araber, ihre Ländereien als Waqfs zu spenden, um sie davor zu bewahren an Juden verkauft zu werden (und ihm selbst das Recht zu geben das Land zu kontrollieren). Das ziegt, dass selbst der Mufti ganz Palästina nicht als Waqf betrachtete und begriff, dass es in  Palästina ein Konzept des Privateigentums gab.

Innerhalb von ein paar Jahren nachdem die Hamas das Konzept von Palästina als Waqf schuf, übernahm die palästinensische Autonomiebehörde dieses Konzept jedoch ebenso. Der PA-eigene Mufti Ikrama Sabri schrieb im Jahr 2000 ein Rechtsgutachten, das die Idee der Hamas nahm u nd versuchte es zu nutzen, um Arafat politisch gegen die Behauptung der Hamas zu helfen, Arafat sei bereit das Rückkehrrecht aufzugeben.

Historisch wurde das Land in Palästina als „fay“ betrachtet, nicht als Waqf – Land, das gekauft und verkauft werden konnte, wie es natürlich auch während der Besatzung durch das Osmanische Reich der Fall war.

Der Waqf-Mythos zeigt, wie sowohl die Hamas als auch die PA bereit sind islamisches Recht für ihre eignen politischen Zwecke zu verdrehen.

Wer hat Angst vor israelischem Essen?

Von Heimat, Hebräisch und Hummus

Gilead Ini, Commentary Magazine, Juli/August 2020

Im Februar veröffentlichte die Washington Post eine Breitseite der palästinensischen Ernährungsautorin Reem Kassis gegen israelisches Essen. Kassis nahm keinen Anstoß am Geschmack, Texturen oder den Aromen israelischen Essens, sondern an der Vorstellung, dass es das überhaupt gibt. Ihr Artikel dürfte das sichtbarste Beispiel dieses bizarren Essenskampfs gegen Israel sein. Aber er ist bei weitem nicht das erste.

Vor ein paar Jahren antwortete zum Beispiel, nachdem Fernseh-Kochmoderatorin Rachel Ray über ihr „israelischer Abend“-Dinner mit Hummus, Auberginen und andere nahöstliche Dips schrieb, James Zogby auf Twitter mit wütenden Hashtags: „Verdammich @rachelray. Das ist kultureller #Völkermord. Das ist kein #israelisches Essen.“

Ähnlich 2017, als Conan O’Brien den Fehler machte Schakschuka als „israelisch“ zu beschreiben; er wurde vor der Kamera von antiisraelischen Aktivisten belästigt, die darauf bestanden, dass das Gericht aus Eiern und Tomaten in  Wirklichkeit palästinensisch sei. (Ist es nicht. Die libysche Lebensmittelautorin Sara Elmusrati hat erklärt, sephardische Juden brachten das Gericht aus seiner ursprünglichen heimat in Nordafrika nach Israel, wo es „auf eine Weise zur Schau gestellt wird, wie es in den Maghreb-Staaten nie gewesen ist“.)

Kassis‘ Artikel in der Washington Post nutzt gemäßigtere Töne in einem Versuch die wütenden Reaktionen auf eine einfache Weise zu erklären. „Wie bei vielen Palästinenser ist der Begriff ‚israelische Küche‘ kaum zu schlucken“, schreibt sie.

Nachdem sie ein israelisches Restaurant in Philadelphia kennengelernt hatte, das levantinisches Essen serviert, erklärt sie, wurden ihr die Augen über den Ernst des Problems geöffnet:

Es ist nicht so, dass ich gegen die Vorstellung bin oder kulturelle Diversität und  Verschmelzung nicht tolerieren kann. Im Gegenteil, ich weiß sehr gut, dass unsere palästinensische Küche, wie jede andere, ein Nebenprodukt der Evolution und Verbreitung ist. Vielmehr ist das Konzept einer nationalen Küche ein relativ junges Konstrukt, das Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts nach dem Aufkommen der Nationalstaaten auftauchte.

Aber kulturelle Verbreitung ist etwas anderes als kulturelle Aneignung. Verbreitung ist das Ergebnis davon, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen eng zusammenleben und miteinander interagieren oder davon, dass man voneinander lernt. Kulturelle Aneignung andererseits baut auf Ausbeutung und folgender Auslöschung, gefolgt von der vorsätzlichen Leugnung dieses Handelns. Immerhin ist Essen ein Ausdruck von Geschichte, Kultur und Tradition. Entsprechend bestreitet die Präsentation von Gerichten palästinensischer Herkunft als „israelisch“ nicht nur den palästinensischen Beitrag zu israelischer Küche, sondern damit wird auch unsere Geschichte und Existenz ausgelöscht.

Mit anderen Worten: Israelisches Essen ist schlecht, weil Israelis schlecht sind. Diejenigen, die über die Küche reden, sie feiern und servieren, wollen die Palästinenser ausbeuten und auslöschen. Und etwas anderes zu unterstellen ist nicht einfach eine andere Meinung, es ist „vorsätzliches Leugnen“. Die Beweise für all dieses Misstrauen? Nun, Kassis weiß das einfach.

An ihren Kommentaren gibt es etwas Ironisches. Man trifft nicht oft auf israelische Lebensmittel-Autoren, die die Existenz von palästinensischem Essen bestreiten oder sich Hinweisen darauf entgegenstellen. Im Gegenteil, Kassis selbst zitiert „führende israelische Lebensmittel-Forscher“ und „viele israelische Akademiker und Lebensmittel-Autoren“, die den Palästinensern ihren Anteil geben. Israelis allgemein bezeichnen ihren geschnittenen Salat  als „Arabischen Salat“, räumt sie ein, wobei sie etwas Bestimmtes hervorhebt, egal, dass das ihr Hauptargument über die ruchlosen israelischen Aneignungen untergräbt.

Selbst die Anekdote über das Restaurant in Philadelphia wirft Fragen auf. Das bekannteste israelische Restaurant in Philadelphia, Michael Solomonovs Zahav, entspricht Kassis‘ Beschreibung als „neu eröffnet“, kurz nachdem sie in die Stadt zog. Und Solomonov, ein israelischer Koch, der den James Beard Award erhielt, zögerte nicht die palästinensische Verbindung zum von ihm angebotenen Essen herauszuheben. In der Dokumentation In Search of Israeli Cuisine z.B. gab er offen zu, dass viele israelische Gerichte palästinensisch-arabische Wurzeln haben. (Kassis sollte das wissen; sie ist mit Solomonv befreundet.)

Die Leugnung und Auslöschung dürfte eher in umgekehrter Richtung stattzufinden. Die Delegitimierung israelischen Essens ist ein vorhersagbarer Auswuchs einer breiter angelegten Kampagne zur Verunglimpfung von Israel selbst und um die Kultur und Menschlichkeit seiner Bürger abzustreiten. Wir können an Universitäten einige Beispiele finden: „Das einzige israelische Essen, das sie zu sich nehmen, ist das Blut des palästinensischen Volkes“, schrieb ein Student der Kent State, der später die Ortsgruppe von Students for Justice in Palestine leitete. (Das ist natürlich eine Wiederholung des Ritualmordvorwurfs, der so vielen Juden in Europa das Leben kostete.)

Ähnliche Verleumdungen kommen von höhreren Stellen im Elfenbeinturm. „Israelisches Essen, ihr zionistischen Besatzer und Diebe? Das ist so israelisch wie Apfelkuchen arabisch ist“, sinnierte Asad Abukhalil, Professor an der California State University.

Obwohl diese Ausdrucksweise extremer als alles klingt, was Kassis schrieb, suggeriert sie in ihrem Artikel inder Post, dass dasselbe Gefühl – die  Sichtweise, dass Juden in Israel Diebe sind – ihr Aufstoßen antreibt, wenn sie den Begriff israelisches Essen hört: „Erst das Land, jetzt das Essen und die Kultur?“ Dem Satz fehlen Verb und Aktuer, aber es wird verstanden. Es sind die Juden, die in ihre angestammte Heimat  zurückkehrten und die palästinensisches Land und Essen stahlen.

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Was ist, abgesehen von der ungesunden Wut, die diese Streitigkeiten oft begleiten, falsch an der Behauptung, dass es so etwas wie israelisches Essen nicht gibt?

Am klarsten ist die Frage grundlegender Geografie. Nimmt man eine Landkarte und hebt die Örtlichkeiten hervor, in denen Hummus schon lange Grundnahrungsmittel ist, dann würde man bei Neongelb auf dem Libanon, Syrien, Ägypten und die Palästinensergebiete in der Westbank und dem Gazastreifen landen; und ebenso auf Jaffa, Tiberias, Abu Gosch, Akko und Daliyat al-Karmel – Städten und Orten in Israel. So sehr auch versucht wird es wegzuschrubben, Israel bleibt auf der Landkarte des Nahen Ostens.

Die Essens-Kämpfer dürften aber damit Einspruch erheben, dass diese Städte erst nach 1948 israelisch wurden, als der moderne Staat Israel gegründet wurde. Zuvor waren sie Teil Palästinas. Tatsächlich wurde, was man als Kanaan, die Königreiche Israel und Judäa, Syria Palaestina, Südsyrien, das Königkreich Jerusalem und das Vilayet Beirut kannte, erst offiziell Palästina genannt, als die Briten im Ersten Weltkrieg die Kontrolle über das Land übernahmen.

Die ganze Zeit über war das Land jedoch seinen jüdischen Einwohnern als Eretz Yisrael bekannt, das Land Israel. Weil ihm das bewusst war, fügte der britische Hochkommissar für Palästina die hebräischen Buchstaben Aleph und Yud  – „eine anerkannte Abkürzung des hebräischen Namens ‚Eretz Yisrael‘“, erklärte er – auf palästinensischen Münzen  und Briefmarken als Teil der hebräischen Bezeichnung des Territoriums hinzu. Selbst arabische Geografen aus alten Zeiten bezeichneten das Umland von Israels südlicher Wüste als „Tih Bani Isra’il“ oder Land der Wanderung der Kinder Israels.

Auf jeden Fall spielen frühere territoriale Namen wie Palästina nicht dazu am Dinner-Tisch keine große Rolle. Man kann von bolivianischem Essen sprechen, ohne Angst haben zu müssen, dass man von Leuten attackiert wird, die darauf bestehen, wir sollten statt Bolivien (ein Name, der, anders als Israel, europäische Wurzeln hat) Südperu sagen (der frühere Spitzname des Landes). Es ist in Ordnung thailändisch zu bestellen statt siamesisch, äthiopisch statt abessinisch und koreanisch statt Samhan. Auf dieselbe Weise ist nichts falsch daran regionales Essen innerhalb der Grenzen des Staates Israel als israelisches Essen zu bezeichnen.

Das sollte das Ende der Geschichte sein. Aber die Essens-Kämpfer haben einen weiteren Einwand: Israel ist der jüdische Staat; Juden keine legitimen Söhne und Töchter des Landes; und Araber, die wahren Hüter des Hummus, betrachten ihre Identität nicht als an den Begriff Israel gebunden.

Das läuft nur auf weitere Löschung hinaus. Erstens nutzt ein Großteil der nichtjüdischen, Arabisch sprechenden Bevölkerung „Israel“ oder „israelisch“, wenn sie sich selbst beschreibt. Nach Angaben einer Umfrage 2019 des Soziologen Sammi Smooha im Jahr z.B. bzeeichnen 27 Prozent dieser Bevölkerung oder fast 500.000 arabische Bürger Israels sich selbst als isrelische Araber, israelische Palästinenser oder einfach als Israelis. Weitere 46 Prozent schließen „in Israel“ als Teil ihrer arabischen oder palästinensischen Identität ein.

Darüber hinaus ignorieren Kassis und andere, wenn sie darauf bestehen nahöstliches Essen als „arabisch“ zu bezeichnen, die vielen nicht arabische Minderheiten in der Region, die zu den Hütern des Hummus gezählt werden, ob es sich um Samaritaner, Kopten, Assyrer, Armenier oder andere handelt.

Und es ist ein bestimmtes „anderes“, das den Kritikern so richtig gegen den Strich geht. Der überragende Akt der Löschung durch die, die gegen israelisches Essen sind – und der gesamte Punkt ihres Protestes – ist das Argument, dass Juden in der Region Fremde sind, usurpierende Kolonialisten von weit weg, die kein Recht haben Hummus als Teil ihrer Kultur zu betrachten. Das ist das Narrativ der „zionistischen Diebe“ des Professors von der Cal State.

Die Geschichte des jüdischen Volks erzählt etwas anderes. Im gesamten multiethnischen Nahen Osten aßen und bereiteten Juden Hummus so lange wie jeder andere auch. Wenn Sie z.B. nach dem frühesten veröffentlichten Hummus-Rezept suchen, finden Sie es im Ägypten des 13. Jahrhunderts. Dort würden Sie auch eine auffällige demografische Minderheit an Juden finden – die  Vorfahren so vieler ägyptischer Juden, die die kurze Reise nach Israel unternahmen.

In ihrem Artikel wich Kassis dieser Realität geschickt aus, indem sie argumentierte, Juden aus der arabischen Welt – Mizrahi-Juden – würden nicht mit nahöstlichem Essen in Verbindung gebracht:

Manche könnten entgegnen, dass Mizrahi-Juden diese Gerichte nach Israel brachten. Aber Hummus und Falaffel waren bei den meisten Mizrahi-Juden vor ihrer Immigration in den 1950-er Jahren kein Teil des kulinarischen Repertoires, da sie allgemein im Libanon, Jordanien, Syrien und Palästina gegessen wurden, nicht in Nordafrika, dem Jemen und dem Irak, von wo die meisten Mizrahi-Immigranten stammten.

Einfach so schnippt sie die Wurzeln von hunderttausenden ägyptischen, syrischen und libanesischen Juden weg. Und wozu? Um ihre Verbindung zu verarbeitetem Gemüse zu bestreiten. Jüdische Wurzeln in der Levante, so scheint es, sind eine unbequeme Erinnerung daran, dass Juden noch länger Teil der „arabischen Welt“ gewesen sind als die arabische Welt arabisch war.

Doch das Hauptziel der Essens-Kämpfer sind nicht diese Wurzeln im Libanon, Ägypten oder dem Irak. Es ist die Pfahlwurzeln – der Ort, der Juden im gesamten Nahen Osten mit einander und mit Juden in aller Welt verbindet. Es ist nämlich die jüdische Beziehung zum Heiligen Land, von der sie beleidigt sind.

Und so könnte es James Zogby und Asad Abukhalil schmerzen zu hören, dass Hummus nicht nur ein Essen so vieler Juden aus arabischen Ländern war, die im letzten Jahrhundert nach Israel flohen, sondern auch ein wahrscheinliches Lieblingsessen von Generationen an Juden, die Zion nie verließen – die es schafften tausende Jahre lang zu bleiben, trotz eines Massakers nach dem anderen und einer Vertreibung nach der anderen.

In der Kurzfassung der jüdischen Geschichte erfahren wir, dass Juden seit tausenden von Jahren in Israel lebten, vertrieben wurden, weitere 2.000 Jahre im Exil verbrachten, dann zurückkehrten. Auch wenn das den Verlauf für viele beschreibt, ist es nur die halbe Wahrheit. So weit sie konnten, hingen Juden so an ihrer Heimat, wie es jedes andere Volk im Bereich ihrer Vorfahen und heiligen Stätten tun würde.

Vor etwa 2.600 Jahren, als die Babylonier das antike Israel eroberten und die Juden ins Exil trieben, blieb ein Großteil der jüdischen Gemeinschaft zurück. Erst 50 Jahre später besiegte ein neuer fremder Eroberer, Kyros von Persien, die Babylonier und ermöglichte die Rückkehr vieler der Exilanten.

Die Juden waren ein paar hundert Jahre später immer noch da, als Alexander der Große kam und sie waren immer noch da, als sein Reich auseinanderfiel. Sie blieben in Israel, um die Hanukka-Geschichte zu leben, die Revolte eines indigenen Volkes gegen Fremdherrscher. Und sie bleiben beim Revoltieren, zweimal noch, gegen die folgenden römischen Invasoren. Die erste jüdische Niederlage wurde mit einem Bogen in Rom gekennzeichnet, auf dem die Menorah und andere jüdische Beutegegenstände aus dem Tempel in Jerusalem dargestellt waren; zur zweiten gehörte das Massaker an den Rebelln, das berüchtigte Exil und die Umbenennung von Judäa in Syria Palaestina.

Obwohl die Vertreibung der Juden das Buch des jüdischen Lebens in Eruopa öffnete, schloss sie nicht das Buch jüdischen Lebens in Israel. Wir wissen z.B., dass Jahrhunderte nach dem römischen Sieg jüdische Gemeinden in und um Nordisrael aufblühten. Heute können wir immer noch die Überreste ihrer Städte und Synagogen finden. Arabische Dorfbewohner, die in der Folge einen dieser jüdischen Orte besiedelten, nannten ihr neues Dorf Yehudiya, ein Hinweis auf die Juden, die, wie ihnen vollkommen bewusst war, vor ihnen dort waren.

Aus diesen Heimen im Norden heraus revoltierten die Juden im Jahr 351 erneut. 572 schlossen sie sich einer samaritanischen Revolte an. 613 kämpften sie gegen die Byzantiner.

Nachdem Mohammeds Armeen aus Arabien nach Israel kamen, lebten dort immer noch tausende Juiden. Im 10. Jahrhundert schrieb z.B. ein arabischer Geograf über ihre Blüte in Jerusalem – „überall wo die Christen und die Juden die Oberhand haben – wo sie als Gerber und Färber und Geldwechsler arbeiteten. Es ist leicht sich vorzustellen, dass nach einem langen Arbeitstag eine Kichererbse zerstoßen wurde.

Um das Jahr 1000 wiesen von ägyptischen Juden geschriebene Briefe auf jüdische Städte hin, die das Land Israel sprenkelten. Die Einwohner dieser Städte schlossen sich mit Muslimen zusammen, um eine weitere Runde europäischer Invasoren zu bekämpfen – die Kreuzritter.

Jeder dieser Revolten folgten Massaker an Juden in ihrer Heimat, die die Gemeinschaft verheerten. Aber die Überlebenden schafften es weiter einen Halt im Land zu behalten – manchmal einen kleineren und manchmal einen größeren, je nachdem, wie das Schicksal es diktierte.

Derweil kehrten im Exil lebende Juden zurück. Zu den bemerkenswerten Beispielen gehört der berühmte Dichter Yehuda Halev, der 1141 von Spanien aus im Land ankam. Viele derer, die die Kabbalah, den Zweig der jüdischen Mysthik entwickelten, waren Juden, die im 16. Jahrhundert aus Spanien kommend in die Stadt Tzfat zogen. Mitte des 18. Jahrhunderts hieß der arabische Führer Zahir al-Omar Juden in Tiberias willkommen, einer weiteren ihrer heiligen Städte. Rund 100 Jahre später wurden Juden die größte Religionsgruppe in Jerusalem, einer Stadt, die ihnen Jahrhunderte versperrt war.

Nichts davon soll suggerieren, dass das mittelalterliche Palästina das demografische Zentrum des Judentums war. Zum Beispiel lebten riesige Zahlen an Juden im Exil in Spanien, Polen und dem Irak, wohingegen die Bevölkerung des Heiligen Landes während des Großteils des zweiten Jahrtausends schrumpfte. Dennoch können wir denjenigen, die über israelisches Hummus klagen, zuversichtlich aufzeigen, dass Juden und Hummus sich die Heimat teilen.

Wir könnten sie zudem daran erinnern, dass es kein Zufall ist, dass Israel heute wieder Heimat der größten Konzentration an Juden in der Welt ist – Juden sind nicht als „Kolonisten“ dort, wie antiisraelische Aktivisten gerne behaupten, sondern als indigenes Volk, das ständig seine ethnischen, kulturellen und religiösen Verbindungen zum Land behielt, sogar aus großer Entfernung.

Belege für diese Verbindungen sind in jüdischen Ritualen in Hülle und Fülle vorhanden. Wenn Juden beten, richten sie sich nach Jerusalem aus, einer Stadt, die in der hebräischen Bibel und den Gebetsbüchern wiederholt angeführt wird. Sie begehen Tischa B’Av, einen Feiertag für den Tempel in Jerusalem. Sie feiern Sukkoth [das Laubhüttenfest], eines von drei uralten Festen, bei denen Juden zum Tempel pilgern. Und jedes Jahr feiern sie Hanukka, bei dem sie einen Leuchter anzünden, der wie die Menorah des Tempels konzipiert ist. Im Verlauf der letzten 2.000 Jahre hat dasselbe Jerusalem-Design Synagogen in Jericho, jüdische Gräber in Rom und hebräische Bibeln in Frankreich geziert.

Der Zeitpunkt dieser Feiertage gründet auf einem uralten nahöstlichen Kalender, keinem westlichen. Die Lieder zu ihrem Gedenken werden auf Hebräisch gesunden, einer Sprache die die Juden nie verworfen haben, egal, wo sie waren oder wo sie sich niederlassen mussten.

Im mittelalterlichen Spanien z.B. schrieb Yehuda Halevi nicht auf Spanisch, sondern auf Hebräisch. In einem seiner Gedichte beschrieb er seine Sehnsuch nach der Heimat, die er nie gesehen hatte: „Mein Herz ist im Osten und ich bin am Rand des Westens. Wie kann ich überhaupt schmecken, was ich esse? Wie kann es mir Freude machen?“ Vielleicht hatte er seinen Appetit wiedergewonnen, als er sich auf dem Weg nach Jerusalem bei der jüdischen Gemeinschaft in Ägypten aufhielt. Es war genau um diese Zeit und an diesem Ort, Sie erinnern sich, dass das früheste bekannte Hummus-Rezept veröffentlicht wurde.

Die Überzeugung, dass das Land Israel die jüdische Heimat ist, blieb die dunkelste Zeit ihrer Geschichte hindurch den Juden erhalten. 1945 schickte Präsident Harry Truman einen Gesandten in die Vertriebenen-Lager für Holocaust-Überlebende. Der Gesandte berichtete, dass die Juden „jetzt nach Palästina evakuiert werden wollen, genauso wie andere nationale Gruppen in ihre Heimaten zurückgebracht werden.“

Und heute noch zeigen Umfragen, dass die meisten Juden ihr Jüdischsein als Sache der Abstammung und Kultur betrachten, sogar mehr als die der Religion. Eine gewaltige Mehrheit der amerikanischen Juden hat das Gefühl, ein blühender Staat Israel ist für die Zukunft des jüdischen Volks unverzichtbar. Eine überwätligende Mehrheit der britischen Juden – 93 Prozent – sagt, dass Israel in ihrer jüdischen Identität eine Rolle spielt.

Die Verbindung zwischen Juden und ihrer Heimat spiegelt sich daher in den Genen der Juden überall, in den Fußstapfen der jüdischen Gemeinschaft, die blieb und zurückkehrte und in den Herzen jüdischer Poeten, die, wie Yehuda Halevi, von Zion träumen.

Es ist höchste Zeit, dass die Kritiker Israels anerkennen, dass die Beziehung auch in jüdischen Mägen zu finden ist. Oder sie können weiter auf den Tisch prügeln. Aber Israel wird weiter auf der Landkarte bleiben; israelische Städte werden, wie palästinensische, für levantinische Küche gefeiert; israelische Bürger, arabische wie jüdische, von diesem Essen entwöhnt sind; und Juden, ob Aschkenazim oder Mizrahim, sind keine Fremden im Land ihrer Vorväter.

Arabische Sicht: Palästinenser, Araber „müssen die Lektionen der Naksa lernen“

Vorab-Kommentar: Wenn der Autor hier vom falschen Vertrauen auf Frieden seitens Israels schreibt, unterlässt er es offensichtlich bewusst alle Friedensbemühungen Israels und die permanente Verweigerung seitens der Araber auch nur ansatzweise zu registrieren. Anscheinend wendet sich der Text vor allem an ahnungslos-gutgläubige Westler, die ebenfalls nicht bereit sind sich mit den Tatsachen auseinanderzusetzen.

Daoud Kuttab, Arab News, 6. Juni 2020

  • Der jordanischen Parlamentarier Kais Zayadin sagte, der größte Fehler der arabischen Länder bestand darin darauf zu vertrauen, dass der Besatzerstaat Frieden schließen und eine dauerhafte Lösung für die Sache der Palästinenser erreichen würde.

AMMAN: Führende palästinensische und arabische Persönlichkeiten haben den 53. Jahrestag der Naksa – die Vertreibung und Besatzung von arabischem Territorium, die dem Sieg Israels im Krieg von 1967 gegen Ägypten, Syrien und Jordanien folgte – genutzt, um politische Fehler herauszuheben, die während und nach dem Konflikt gemacht wurden.

Adnan Abu-Ode, politischer Berater der jordanischen Könige Hussein und Abdallah II., sagte gegenüber Arab News, dass arabische Länder und die Palästinenserführung es versäumt hatten die Ziele des Zionismus zu begreifen.

„Regierungen, die am Krieg teilnahmen, waren naiv, als sie eine Wiederholung der Invasion des Sinai 1956 erwarteten, als die USA einen israelischen Rückzug befahlen. Dem folgte der irrige Glaube, dass wir das Land mit Guerilla-Krieg befreien könnten“, sagte er.

Kommentar: Der Krieg zur Verteidigung Israels wird hier natürlich als Aggression hingestellt, die völlig unprovoziert gewesen sein soll. Kein Wort von den arabischen Kriegshandlungen wie der Sperrung eines internationalen Seewegs, des Aufmarsches der Armeen dreier Staaten gegen Israel, der Drohungen die Juden ins Meer zu treiben usw.

Anis Sweidan, Generaldirektor für Außenbeziehungen in der PLO, sagte Arab News, die Sache der Palästinenser erlebe eine komplizierte Phase, in der es nur eingeschränkte politische Chancen gibt.

„Die Einseitigkeit der USA zugunsten Israels und das Fehlen von Einigkeit hat die Palästinenserbewegung in eine schwierige Lage gebracht. Es ist schwerer externe Unterstützung zu generieren und die Finanzkrise soft viel Leid trotz der Tatsache, dass wir in der UNO und in Europa Wichtiges erreicht haben.“

Kommentar: Dass Jahrzehnte lange Einseitigkeit für die sogenannten Palästinenser nichts brachte und die jetzige Einseitigkeit der USA eine (endlich einmal) konsequente Folge der Verweigerungshaltung der Araber sein könnte, auf die Idee kommt der Herr Generaldirektor natürlich nicht.

Abdelqader Husseini, der Vorsitzende der Faisal-Husseini-Stiftung, sagte, die Möglichkeiten, die der Jahrestag bietet, sollten nicht ignoriert werden.

„Wir müssen erkennen, dass das eine illegale Besatzung ist, die sich weiter tief eingräbt und jeden Tag eskaliert, bis dahin, dass die internationale Gemeinschaft das Interesse verloren hat und das Gewissen der Welt gegenüber israelischen Methoden empfindungslos geworden ist. Wir in Jerusalem haben keine Normalisierung mit den Besatzern gemacht und wir haben die neue Lage nicht als unausweichliche Realität akzeptiert, die wir akzeptieren müssen.“

Kommentar: Nein, haben sie nicht. Sie haben ihre eigene „Normalität“, in der sie das Opfer sind, nachdem sie jeglichen Ausgleich verweigerten, ständig zu Mord und Totschlag aufforderten und sich dann noch wundern und beschweren, dass das irgendwann langweilt und nicht mehr akzeptiert wird.

Der jordanische Abgeordnete Kais Zayadin sagte, der größte von den arabischen Ländern begangene Fehler war darauf zu vertrauen, dass der Besatzerstaat Frieden schließen und eine dauerhafte Lösung für die Sache der Palästinenser erzielen würde.

„Wir gingen in der Hoffnung nach Madrid, die Palästinenserführung ging mit dem Optimismus nach Oslo, dass sie eine Mehrphasen-Lösung erzielen würden, die zur Eigenstaatlichkeit führt. Wenn wir der Naksa gedenken, müssen wir den Weg überdenken, der dem Besatzungsgebilde erlaubt hat unser Land zu stehlen und an unserem Volk Verwüstung anzurichten, ohne Abschreckung durch die internationale Gemeinschaft“, sagte er.

Kommentar: Die von den Palästinensern Mehrphasen-Lösung entsprach dem Stufenplan der PLO – jedes Stück Land zu nehmen und zum Ausgangspunkt für weitere „Befreiungen“ (Eroberung durch Terror) zu nutzen. Arafat hat das unmittelbar nach Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen offen zugegeben. Wenn hier jemand in betrügerischer Absicht handelte, dann die PLO-Granden. Wenn hier jemand seinen Verpflichtungen nicht nachkam, weil Verweigerung und Betrug im Spiel war, dann die palästinensischen Araber.

Nibal Thawabteh, Direktor des Zentrums für Medienentwicklung an der Universität Bit Zeit, sagte, der größte Fehler seit 1967 konzentrierte sich auf Politik und die Vermeidung von Gemeindeentwicklung.

„Wir haben kein starkes Gefühl von Staatsbürgerschaft, mancher hat sich an die Religion des Islam gewöhnt. Wir müssen stärker auf Staatsbürgerschaft hin arbeiten.“ (Mit anderen Worten: Er sagt uns, dass es das Volk nicht wirklich gibt!)

Ahad Awad, Direktor des Phoenix-Zentrums für Wirtschafts- und Informatik-Studien aus Amman, sagte, es gebe einen Mangel an Anerkennung der Gründe hinter der arabischen Niederlage.

„Politische, wirtschaftliche und kulturelle Faktoren verursachten unsere Niederlage und wir haben das Gefühl, die meisten arabischen Länder haben diese Lektion nicht gelernt. Statt zu lernen gehen wir rückwärts, verfehlen es ihre existenziellen Rechte zu verteidigen, wechseln in unserer Region in Isolationismus sowie in kulturelle und wirtschaftliche Rückständigkeit.“

Statt nach hinten zu sehen, wollen einige Palästinenser nach vorne schauen.

Mahdi Abdulhadi, Leiter des Thinktanks PASSIA in Jerusalem, sagte, dass die palästinensische Jugend, die nie den Schock der Niederlage von 1967 fühlte, aber die Belastung arabischer Regimes angesichts des „Deal des Jahrhunderts“ erlebt hat, wird obsiegen.

„Sie personifizieren die Bedeutung der Standhaftigkeit um der Wurde willen und sie haben den Willen unser Erbe, unsere Identität und unsere heiligen Orte zu schützen.“

Lily Habasch, die einen Abschluss der Exeter University in Politikwissenschaften hat, sagte gegenüber Arab News, dass die Dinge vor Ort anders aussehen.

„Die Welt ändert sich und Israel nutzt geopolitische und regionale Veränderungen zu seinem Vorteil“, sagte sie. Heute fördern Gefahren Verzweiflung, aber die Palästinenser werden langfristig standhaft sein, fügte sie hinzu.

„Manche sagen, wir brauchen einen Retter, um uns aus diesem Dilemma zu holen, aber ich glaube, wir brauchen Vertrauen in uns selbst und müssen an allen Fronten arbeiten.“

Kommentar:
Wir haben das übliche Schema. Die eigene Verantwortung oder Schuld besteht ausschließlich darin, in der Art der Bekämpfung Israels etwas falsch gemacht zu haben, nicht darin den eigenen Hass als etwas zu begreifen, das abgestellt werden sollte oder gar die jüdischen Rechte anzuerkennen. Und nebenbei wird den Israelis unter Leugnung aller anders lautenden Beweise unterstellt keinen Frieden und sich alles unter den Nagel reißen zu wollen. Alles wie gehabt. Frieden und Ausgleich durch die (palästinensischen) Araber unmöglich gemacht, den Juden die Schuld dafür in die Schuhe geschoben.