Verschwörungstheorie von heute: Juden geben vor islamische Prediger zu sein, um die muslimische Welt zu destabilisieren

Elder of Ziyon, 30. November 2021

Jordanische Medien sind empört, weil ein Video von 2013 aufgetaucht ist, in dem Joseph Braude, ein Islamforscher, den jordanischen Prediger Mustafa Abu Rumman interviewt:

Die Jordanier fanden heraus, dass Braude Jude ist. Noch schlimmer: Sein Großvater war Berichten zufolge Rabbiner im Irak! Jetzt stellen sie die Legitimation Abu Rummans infrage und fragen sich, ob er Braude erlaubte um das Gebäude der Waqf herumzugehen.

Abu Rumman musste klarstellen, dass er Braude bei einer Konferenz in Italien getroffen hatte und dass der Gelehrte in der Lage war den Koran perfekt auswendig zu zitieren, sogar mit der korrekten Betonung. Er sagt, dass Braude kein Zionist ist und sogar mit ihm in einer Moschee betete.

Diese Episode füttert jetzt eine ältere arabische Verschwörungstheorie – die der Islamischen Universität Tel Aviv.

So schreibt Awad Dhaif Allah Al Malahama in Khaberni:

1956 beschloss der israelische Mossad in Tel Aviv eine islamische Universität zu gründen. Es handelt sich um eine geschlossene Universität. Nur herausragende jüdische Studenten werden dort angenommen. Der israelische Mossad beaufsichtigt sie direkt, da er die Studienmaterialien festlegt, den Lehrplan für jedes Fach, die Professoren und ihre Studenten, alles entsprechend eines sorgfältig durchdachten Plans. Die jüdischen Studenten der Universität werden vom Mossad sehr sorgfältig ausgesucht. Dort studieren jüdische Studenten verschiedene islamische Themen wie Doktrin, Interpretation, Hadithe, Rechtslehre und arabische Sprache von einem zionistischen Standpunkt aus. Jüdische Studenten belegen besondere Kurse, in denen sie darin ausgebildet werden, wie sie unter Muslimen leben, mit ihnen umgehen und sie täuschen. Ihre Ausbildung wird von Psychologen, Kommunikationsexperten, Soziologen und Politikern beaufsichtigt.

Der Mossad macht aus diesem jüdischen Absolventen einen muslimischen Scheik und er wird als großer Gelehrter präsentiert. Diesem jüdischen Scheik wird ein islamischer Name gegeben. Und der Mossad bereitet für diesen Scheik seinen islamischen Arbeitsplatz mit größter geheimdienstlicher Präzision vor. Wo dieser Scheik seine islamische Arbeit macht, mit Muslimen kommuniziert, mit ihnen lebt, sie ausspioniert, so viele beliebige Texte und Konzepte ihres islamischen Glaubens wie möglich verdreht und alles über sie dem Mossad gibt. Dieser Scheik gibt besonders terroristische Fatwas aus, die ihm vom Mossad vorbereitet werden, um das wahre Bild des Islam zu verzerren. Der Mossad könnte diesen Scheik auffordern eine islamische Jihadisten-Organisation zu gründen und hingebungsvolle Leute dafür rekrutieren. Diese Organisation könnte Operationen ausführen, die von diesem Scheik geplant werden, der vom Mossad eingesetzt wurde.

Malahama nimmt an, dass Braude Absolvent dieses geheimen Programms ist – wie sonst könnte er den Koran kennen? – und dass Rumman daher ein Rekrut des Mossad ist.

Natürlich passt das auch zu muslimischen Theorien, dass jeder, den sie nicht mögen, ein geheimer Jude ist.

Eine Erinnerung: Apartheid im Libanon

David Lange, Israellycool, 28. November 2021

Nour Madhoun

MyLondon hat einen Bericht über die Tochter eines „palästinensischen Flüchtlings“, die sich im Libanon Diskriminierung gegenüber sieht.

Als Flüchtling aus Palästina, der im Libanon verweigert wurden Ärztin zu werden, weil sie kommt, woher sie kommt, arbeitet jetzt als Bezirkskrankenschwester in einem Krankenhaus in London.

Die Familie von Nour Madhouns Vater verließ Palästina 1948. Sie wurde im Libanon geboren und aufgezogen; ihre Mutter war Libanesin.

Nour, die heute 28  ist, träumte immer davon Ärztin zu werden, aber weil ihr Vater Palästinenser war, stand ihr der Beruf im Libanon nicht offen, nicht einmal mit der richtigen Ausbildung.

Nour sagte gegenüber MyLondon: „Mein Vater und seine Familie sind diejenigen, die wegen des Krieges aus Palästina in den Libanon zwangsvertrieben wurden.
Ich wurde im Libanon geboren und wuchs dort auf, aber es gab eine Menge Hindernisse, die ich überwinden musste.
Ich wollte immer Ärztin werden, aber vom libanesischen Gesetz nicht erlaubt, dass ich mich dafür einschreibe.
Selbst, wenn ich meinen Master bekäme, könnte ich nicht Ärztin werden. Das dürfen nur Libanesen. Sobald sie wissen, dass ich Flüchtling bin, machen sie Ausflüchte, um mich nicht einzustellen.“

Nour sagt, Palästinenser wie sie sehen sich nicht nur Einschränkungen der Karriere gegenüber, sondern können auch kein Haus in ihrem Namen kaufen.

Denken Sie, irgendjemand, der behauptet sich um die palästinensischen Araber zu sorgen, wird die Aufmerksamkeit auf Nours missliche Lage lenken? Ich auch nicht.

Was der Bericht nicht erwähnt, ist: Wäre ihr Vater als loyaler Staatsbürger in dem geblieben, was Israel werden sollte, könnte sie heute absolut Ärztin sein.

Beachten Sie auch, wie lächerlich es ist, dass eine im Libanon geborene, 28 Jahre alte Frau als palästinensischer Flüchtling gilt, nur weil ihr Vater zufällig 1948 dort lebte.

Was BDS und Holocaust-Revisionisten gemeinsam haben

Elder of Ziyon, 26. November 2021

Anfang der 1990er Jahre wurden die Foren des Internet-Usenet von Holocaust-Leugnern mit langen, detaillierten Artikeln überschwemmt, die vorgaben zu zeigen, dass der Holocaust niemals stattfand.

Das erschreckte viele Menschen, da die meisten der Newsgruppen nicht moderiert wurden und niemand sie raushalten konnte. Manche ignorierten sie, manche versuchten neue Newsgruppen zu schaffen, in der die Leute über den Holocaust streiten konnten.

Die meisten Leute merkten nicht, dass die Antisemiten die Foren dazu nutzten ihre Argumente zu verfeinern, um effektiver zu werden.

Die leicht zu widerlegenden Punkte wurden fallen gelassen, während Argumente, die nicht so leicht widerlegt werden konnten, vorangetrieben und weiterentwickelt wurden. Offener Antisemitismus wurde zurückgefahren, während pseudowissenschaftliche Argumente optimiert wurden, damit man die Holocaust-Leugner als vernünftiger und an historischer Forschung und Debatte interessiert erscheinen lassen konnte.

Innerhalb von weniger als einem Jahr hatten die Antisemiten es geschafft sich nicht mehr wie Fanatiker, sondern wie Historiker wirken zu lassen, die einfach nur das herkömmlich Narrativ infrage stellen. Ohne Kenntnis des Kontextes, woher sie kamen und ein tief gehendes Wissen zum Thema erschienen ihre mit vielen Fußnoten versehenen Schriften einige Legitimität zu haben und konnten die Leute täuschen, die das Wesen der Propaganda nicht verstanden.

Die sogenannten Revisionisten wurden nicht weniger antisemitisch. Sie stimmen immer noch Verschwörungstheorien zu, in denen Juden Mythen propagieren, um Macht zu gewinnen. Aber indem sie sich das aufkommende Internet zunutze machten, lernten sie ihren Antisemitismus besser zu verstecken und sich als Werber für eine legitime alternative Geschichte zu präsentieren.

Auf viele Weisen ist das die Geschichte der Bewegung zum Boykott Israels, die wir heute kennen.

BDS kam nicht aus dem Nichts. Sie ist eine direkte Fortsetzung des arabischen Boykotts Israels während des gesamten 20. Jahrhunderts. Aber aus der arabischen Boykottbewegung war um die Jahrhundertwende so ziemlich die Luft raus und BDS kam, um das zu ändern und die Fallen zu vermeiden, die den arabischen Boykott durchkreuzten.

Zum einen war der arabische Boykott – wie die Holocaust-Leugner – ausdrücklich antisemitisch. Er forderte, dass Firmen, die mit arabischen Ländern handeln wollten, Fragen dazu beantworten, ob ihre Eigentümer oder Vorstandsmitglieder jüdisch seien. Er setzte jüdische Akteure und Ausführende auf schwarze Listen. Er dehnte sich in den 1970-er Jahren auf einen Boykott jüdischer Bankiers aus. Jüdischem Personal multinationaler Firmen wurde nicht gestattet einen Fuß innerhalb ihrer Grenzen zu setzen. Offener Antisemitismus sah nicht gut aus.

Eine weitere, eher technische Frage ist die, dass die USA Gesetze gegen den arabischen Boykott erließen. Das Büro für die Einhaltung von Antiboykott-Maßnahmen fasst seine Ziele so zusammen: „Diese Behörden entmutigen und verbieten US-Unternehmen unter bestimmten Umständen, bestimmte Maßnahmen zur Förderung oder Unterstützung eines Boykotts zu ergreifen, der von einem fremden Land gegen ein mit den Vereinigten Staaten befreundetes Land durchgeführt wird (nicht sanktionierter ausländischer Boykott).“

Amerikanische Antiboykott-Gesetze richten sich besonders gegen Boykotte durch Länder des Auslands. So betont BDS, dass sie angeblich eine Basisbewegung ist, eine Nichtregierungs-Bewegung, die auf einen Aufruf der „palästinensischen Zivilgesellschaft“ reagiert Israel zu boykottieren.

Das ist auch der Grund, dass die PLO und die palästinensische Autonomiebehörde BDS nicht offiziell unterstützen, obwohl sie ihre eigenen Bürger ermuntern Israel zu boykottieren. (Der Zentralrat der PLO begrüßte 2018 BDS ausdrücklich, aber es ist nicht klar, ob das eine offizielle Haltung als Regierungsgremium ist.) Sollten sie die Welt aufrufen BDS zu unterstützen, dann würden die amerikanischen Antiboykott-Vorschriften greifen und US-Bürger würden bestraft werden. Die Anti-BDS-Gesetze auf Ebene der Bundesstaaten sind zum Teil dazu gedacht das Schlupfloch zu stopfen, das die BDS-Bewegung ausnutze, um sicherzustellen, dass die Kampagne nicht mit den US-Gesetzen auf nationaler Ebene in Konflikt gerät.

Die BDS-Bewegung ihrerseits gibt sich enorme Mühe jede Verbindung zu Boykotten der Arabischen Liga zu bestreiten und sagt: „BDS-Aktivisten handeln nicht im Rahmen des Boykotts der Arabischen Liga, die zum Boykott von und Investitionsabzug aus jedem Unternehmen aufruft, das Geschäfte mit oder in Israel macht. Moderne BDS-Kampagnen richten sich direkt an zivilgesellschaftlichen Gruppen der Palästinenser aus – nicht an Regierungen oder politischen Parteien.“ Das wird so gemacht, um US- und möglicherweise europäische Sanktionen zu vermeiden.

Die BDS-Anhänger sind genauso antisemitisch wie ihre Vorläufer. Ihre Bewegung ist eine Fortsetzung des arabischen Boykotts. Wie die Holocaust-Leugner machen uns sie gewaltig vor, sie seien legitime Akteure. Wie die Holocaust-Leugner versuchen sie aus den Fehlern ihrer Vorgänger zu lernen, um legitimer zu erscheinen.

Und wie bei den Holocaust-Leugnern sehen die, die klar sehen können, dass sie genauso antisemitisch sind wie sie es schon immer waren.

Erinnerung an den „Zweiten Exodus“ am 30. November

Lyn Julius, Jewish News (blogs), 18. November 2021

Ägyptisch-jüdische Flüchtlinge besteigen ein Schiff.

Am 29. Oktober 1956 schwamm Lilian Abda im Suezkanal; dann kamen ägyptische Soldaten und verhafteten sie. Abda wurde angeklagt versucht zu haben dem Feind Informationen zukommen zu lassen. „Ich wurde in meinem Badeanzug zur Polizeiwache gebracht“, erinnert sie sich. „Am nächsten Tag vertrieben sie mich und meine gesamte Familie aus dem Land.“

Diesen Herbst vor 65 Jahren war Lilian Abda eine von 25.000 Juden, die von Präsident Nasser nach der Suez-Krise aus dem Land geworfen wurde. Nasser rächte sich an den 60.000 Juden – ein Viertel war bereits nach 1948 geflohen – weil Israel mit Großbritannien und Frankreich konspiriert hatte in die Halbinsel Sinai einzumarschieren um terroristische Überfälle auf sein Territorium zu stoppen.

Unter Anführung von Notstandsgesetzen begann Nasser britische und französische Staatsbürger, einschließlich Juden, zu auszuweisen. Sie wurden in zwei Wellen vertrieben: Den ersten wurden 24 Stunden gegeben, um das Land zu verlassen. Den zweiten wurde befohlen das Land mit ihren Familien innerhalb von sieben Tagen zu verlassen.Die Brhöden stigmatisierten dann alle Juden als Zionisten, verhafteten sie wahllos und internierten sie.

Edna Anzarut-Turner, die einen britischen Reisepass besaß, hat immer noch Albträume wegen ihrer Vertreibung. Jedem Mitglied ihrer Familie wurde erlaubt eine Decke, einen Koffer und ein Pfund mitzunehmen. Ihre Cousine Myra und deren Verlobter Benny wurden interniert und in Handschellen aus dem Gefangenenlager für „kriminelle Zionisten“ in Moascar bie Aboukir geholt, um in der Nebi Daniel-Synagoge in Alexandria zu heiraten. Der Rabbiner lehnte es ab die Hochzeitszeremonie durchzuführen, wenn die Handschellen nicht abgenommen würden. Es folgte ein gewaltiger Streit  mit den arabischen Wachen. Die Handschellen wurden während der Trauzeremonie abgenommen; und Myra und Benny wurden zu einem Schiff gebracht, das Ägypten verließ.

Britische und französisch Staatsbürger waren nicht die einzigen, die verjagt wurden. Clement Soffer erinnert sich: „Ich wurde im Alter von 15 Jahren mit 24 Stunden Vorwarnung ausgewiesen, gezwungen meine ägyptische Staatsbürgerschaft aufzugeben. Sie gaben mir ein Dokument mit dem  Stempel „Gefährder der öffentlichen Sicherheit“ und sagten mir, dass ich niemals zurückkommen dürfe. Mir wurde nicht erlaubt meine Familie zu sehen.“

An einem Tag im Dezember 1956 störte ein Klopfen an ihrer Haustür in Heliopolis (in Kairo) den Haushalt der Simsolos. „Zwei Offiziere des Militärs und zwei Polizisten forderten meinen Vater auf ihnen zu folgen“, sagt Gilbert Simsolo. „Drei Wochen lang hörten wir nichts von meinem Vater und wussten nicht einmal, wo er festgehalten wurde. Meine Mutter fand ihn schließlich in einem Militärlager bei Kairo. Uns wurde gesagt, dass er nur freigelassen würde, wenn wir ins Ausland gingen. Ein paar Wochen später waren wir mit meinem Vater auf einem Schiff nach Italien, ohne dass wir nach Ägypten zurückkehren durften.“

Geschichten vom, wie er bekannt wurde, „Zweiten Exodus“ werden am 30. November wieder erzählt, dem Tag, der in Israel zum Tag bestimmt wurde, an dem der Flucht von fast einer Million Juden aus arabischen Ländern und dem Iran im Zeitraum von 30 Jahren gedacht wird. Meine Organisation Harif, JW3 und Sephardi Voices UK werden sich auf die Zeit der Vertreibung nach der Suez-Krise konzentrieren. Aber wir werden auch die Tatsache feiern, dass die meisten Flüchtlinge Zuflucht in Israel fanden; der Rest wurde im Westen willkommen geheißen. So traumatisch er auch war, fast kein Jude bedauert den Abgang aus Staaten, in denen Toleranz gegenüber anderen nicht selbstverständlich war.

Es ist wichtiger als je zuvor die Erfahrungen jüdischer Flüchtlinge aus arabischen Ländern aufzuzeichnen, weil die Geschichte umgeschrieben wird, um die Juden für ihren eigenen Abgang verantwortlich zu machen oder ihr Leid herunterzuspielen. Ein typisches Beispiel ist der Amateurhistoriker Dr. Mohamed Aboulghar, dessen revisionistische Geschichte der Juden Ägyptens sich offensichtlich wie warme Semmeln verkauft.

Es reicht nicht um Gerechtigkeit zu kämpfen; wir müssen auch für die Wahrheit kämpfen.

Um am Gedenkabend am 30. November teilzunehmen oder online zuzusehen, siehe die  Internetseite von JW3 oder besuchen Sie www.harif.org/.

Juristisch war die Balfour-Erklärung praktisch ohne Bedeutung, bis sie von der internationalen Gemeinschaft bekräftigt wurde

Elder of Ziyon, 2. November 2021

Heute [2. November – heplev] ist der Jahrestag der Balfour-Erklärung, in der Großbritannien seine Unterstützung für die Gründung einer „nationalen Heimstatt für das jüdische Volk“ in Palästina verkündete.

Wie in jedem Jahr begehen die Palästinenser den Tag mit Trauer. PA-Präsident Abbas ordnete an, dass jeden 2. November alle Flaggen auf Halbmast gesetzt werden. Die Palästinenser brachten den Generalsekretär der Arabischen Liga dazu seine jährliche Stellungnahme zu veröffentlichen, die Großbritannien auffordert „diesen historischen Fehler zu korrigieren und seine historische, juristische und moralische Verantwortung zu übernehmen, indem es eine Entschuldigung beim palästinensischen Volk anbietet und den Palästinenserstaat in den Grenzen vom 4. Juni 1967 mit Ostjerusalem als dessen Hauptstadt anerkennt.“

Sie geben gerne vor, dass die Balfour-Erklärung die Quelle all ihrer Probleme sei.

Aber das war nur ein Brief. Es war keine rechtliche Verpflichtung.

Was hinterher geschah ist wohl wichtiger.

Sie wurde von den Regierungen Frankreichs und Italiens gebilligt, ebenso von den Vereinigten Staaten. Sie wurde 1920 in die Resolution von San Remo aufgenommen. Schließlich wurde sie dann vom Völkerbund in das Mandat für Palästina eingebunden.

Das ist der Punkt, an dem Palästina als nationale Heimstatt für das jüdische Volk Völkerrecht wurde.

Interessanterweise richtete sich die arabische Gegnerschaft zum Mandat nicht nur gegen das Konzept eines jüdischen Heimatlandes, sondern auch gegen das Konzept, dass Palästina ein eigenständiges politisches Gebilde ist statt Teil Syriens. (Natürlich bestanden sie auch darauf, dass jüdische Zuwanderung komplett eingestellt wird.)

Es bedurfte jahrelanger Arbeit der Zionisten, um Balfour aus einer vagen Absichtserklärung zu internationalem Recht zu machen. Das ist Teil dessen, was Israel heute seine Legitimität gemäß dem Völkerrecht verleiht.

Wenn die Palästinenser sagen, dass sie Balfour rückgängig machen wollen, dann sagen sie damit, sie wollen Israel auslöschen.

Die Einbindung der Balfour-Erklärung ins Mandat ist auch die Quelle für Israels rechtlichen Anspruch auf das gesamte Gebiet unter dem britischen Mandat. Demnach hat nichts, das seitdem geschah, den nationalen Anspruch der Juden auf Judäa und Samaria abgelöst.

Ägyptische Journalisten empört, dass Israel ein Archiv der Zeitung Al-Ahram seit 1875 hat –das ihre eigene Regierung ihnen vorenthält

Elder of Ziyon, 1. November 2021

Hier haben wir einen Fall, in dem die Meta-Story interessanter ist als die Story selbst.

Israels Außenministerium verkündete letzte Woche, dass die Nationalbibliothek ein digitales Archiv der ägyptischen Zeitung Al-Ahram begonnen hat, das bis zu deren Anfängen 1875 zurückreicht.

Ägyptische Journalisten sind empört. Sie verurteilten den Schritt als Diebstahl ägyptischen Erbes durch Israel.

Es handelt sich um ein digitales Archiv, nicht die tatsächliche, physische Zeitung.

„Das ist ein katastrophaler Vorfall, der eine sofortige Untersuchung seitens Al-Ahrams und den für die Presse in Ägypten zuständigen Behörden erfordert“, sagte Khaled El-Balschy, ein ehemaliges Mitglied des Syndikatsvorstands gegenüber The New Arab.

„Es zeichnen sich folgende Fragen ab: Wie konnten sie das Archiv bekommen und wie kauften sie es? Wer kann wertvolle Inhalte wie diese an Israel weitergeben?“, fragte er. „Neben Normalisierung, handelt es sich hier um Eigentumsrechte.“

Die Antwort findet sich auf der Seite des Archivs selbst.

Offenbar kaufte eine amerikanische Firme namens East View Information Services vor acht Jahren Rechte an dem Zeitungsarchiv für $185.000. Sie arbeitet mit der Bibliothek der Stanford University und der Hoover Institution zusammen, um historische Zeitungen des Auslands zu digitalisieren.

Israel scheint die Rechte an Al-Ahram gekauft zu haben, wenn auch die Nutzung der Rechte sich nur auf Israel selbst erstrecken.

Die Sache ist die, dass Al-Ahram sein Archiv den Ägyptern nicht zur Verfügung stellt!

Statt auf ihre eigenen Führer wütend zu sein, weil sie das Material nicht zugänglich machen, sind ägyptische Journalisten aufgebracht, dass Israel die digitalen Rechte legal erwarb – und bezeichnet es als Diebstahl.

Das klingt irgendwie bekannt.

Israels Nationalbibliothek hat die kompletten Texte von über hundert Zeitungen in arabischer Sprache – einige davon jüdisch, viele von ihnen palästinensisch, aber auch von überall. Ich stelle mir vor, dass viele arabische Forscher die israelische Internetseite für eigene Zwecke nutzen, da dieses Archiv leicht zugänglich ist und zur Verfügung steht.

Die wahre Story hier dreht sich darum, dass es in der arabischen Welt selbst heute noch keine freien Informationen gibt.

Die wahre Story hier dreht sich darum, dass arabische Nationen immer noch versuchen Israel etwas vorzuwerfen, das absolut normal und legal ist und es Diebstahl nennen.

Die wahre Story dreht sich darum, dass arabische Nationen immer noch alle Informationen kontrollieren und das nationalen Fortschritt behindert.

Die wahre Story dreht sich darum, dass Wut, die richtigerweise auf arabische Führer gerichtet sein sollte, stattdessen auf Israel umgeleitet wird – weil die Juden die Sündenböcke für alles gewesen sind, das die arabische Elite nicht mag, statt sich die eigenen Unzulänglichkeiten anzusehen.

Das Narrativ widerlegen und den Stammeskrieg gewinnen

Victor Rosenthal, Abu Yehuda, 28. Oktober 2021

Letzte Woche beschrieb Elder of Ziyon eine interessante Vermutung über den Ursprungs des Wortes „Palästina“: dass es vom griechischen Wort für „Ringer“ abgeleitet ist, der Teil des Namens wurde, den Jakob annahm, als er mit einem Engel Gottes – „el“ – rang – „isra“. Demnach bedeutet „Palästina“ „Israel“.

Stimmt das? Wer weiß. Aber es ist ironisch angesichts der Behauptungen der palästinensischen Araber, sie seien die „Einheimischen“, ein indigenes Volk, das von europäischen Juden „kolonisiert“ wurde, die nach Angaben ersterer nicht einmal ein Volk sind, sondern nur eine Religionsgemeinschaft.

Das ist der Kern des palästinensischen Narrativs, das als Rechtfertigung für ihren gewalttätigen Kampf zur Vertreibung der Juden aus Eretz Yisrael vorgelegt wird. Die heute aktuelle postkoloniale Ideologie, besonders seitens der ehemaligen Kolonialisten aus Europa, fordert, dass Kolonisten die Kontrolle über das Land den indigenen Einwohnern übergeben. Wenn die Kolonisten es ablehnen das Richtige zu tun, dann haben die Einheimischen – wenn sie nicht sogar komplett gerechtfertigt sind auf Gewalt zurückzugreifen – zumindest Verständnis und Sympathie auf ihrer Seite. Die Palästinenser erheben sogar die absurde Behauptung, dass die UNO-Charta, die Opfern von Aggression erlaubt sich zu verteidigen, das genehmigt.

Das älteste indigene Volk im Land und die am meisten legitimierten Anspruchsteller auf Eingeborenen-Rechte ist das jüdische Volk. Die Tatsache, dass es seine Schlacht gewann – gegen die Britin und gegen die arabischen Kolonisatoren ihres angestammten Landes – ändert das nicht. Die Tatsache, dass Juden seit den Zeiten der Bibel bis heute an jedem beliebigen Tag eine Minderheit im Land waren, ändert das nicht. Die Tatsache, dass die meisten der heute in Israel lebenden Juden von Juden abstammen, die in muslimischen Ländern, Europa, Afrika, Indien und anderen Orten im Exil gelebt hatten, ändert das nicht.

Die Behauptung der palästinensischen Araber ein eingeborenes Volk zu sein, in das eingedrungen und das kolonisiert wurde, ist in zweierlei Hinsicht falsch: Erstens gab es vor Mitte der 1960-er Jahre kein nennenswertes Maß an palästinensischem Volk; zu dieser Zeit entwickelte es sich in Gegnerschaft zum Zionismus. Und zweitens haben nur wenige palästinensische Familien eine Verbindung zum Land, die über mehr als ein paar Generationen vor die Ankunft der Zionisten hinaus geht.

Vor dem Auftauchen des Palästinensertums, der von der vom KGB beratenen PLO in den 1960-ern beschleunigt wurde, betrachteten sich die Araber im Land als Mitglieder ihrer erweiterten Familien oder Stämme. Das Land selbst wurde als „Südsyrien“ betrachtet und es gibt zahlreiche Zitate palästinensisch-arabischer Führer noch bis 1977, die die Existenz einer palästinensischen Identität zugunsten einer panarabischen bestreiten.

Es mag palästinensische Araber geben, die von Leuten abstammen, die während biblischer Zeiten in dem Land lebten oder bei der Eroberung durch die Araber im 7. Jahrhundert ankamen. Aber fast alle kamen nicht früher als bei Mohammed Alis (nicht dr Boxer) Einmarsch nach Syrien (was Eretz Yisrael und den Libanon einschloss) um 1830 und viele von ihnen wanderten aus den umliegenden Ländern zu, um die Vorteile der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes durch die Zionisten und später das britische Empire zu nutzen. Als die UNO 1948 „palästinensische Flüchtlinge“ definierte, handelte es sich um „Personen, deren normaler Wohnort Palästina im Zeitraum vom 1. Juni 1946 bis zum 15. Mai 1948 war…“, damit zahlreiche Neuzuwanderer dazugehören.

Das letzte Mal, dass Eretz Yisrael von seinen indigenen Einwohnern regiert wurde, war während der Hasmonäer-Dynastie (14 bis 137 v.Chr.), den Leuten, die uns Hanukka gaben. Seit damals ist es von einer Reihe von Invasoren regiert worden, darunter den Römern, Byzantinern, Persern, Arabern, Kreuzrittern, Mameluken, Türken und Briten. Bis zum Auftauchen der palästinensischen Autonomiebehörde1993 und der Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas hat es nichts gegeben, was palästinensischer Souveränität auch nur nahekommt.

Ein aktueller Hetz-Artikel der New York Times machte ungewollt das gegensätzliche Wesen der Palästinenser deutlich. Asmaa Azaizeh, eine arabische Bürgerin Israels und Intellektuelle, wurde so zitiert:

„Palästinenser zu sein ist eine Art Widerstand gegen Ungerechtigkeit zu leisten“, sagte sie. Wenn es denn etwas gäbe, dem man Widerstand leisten muss, „wäre es mir egal, ob ich Palästinenserin oder Ägypterin oder Libanesin oder Jordanierin bin.“

Palästinenser sind Araber und sie haben die Sprache, religiöse Überzeugungen und Bräuche der Araber der umliegenden Länder gemeinsam. Was sie ausdrücklich palästinensisch macht, wie Frau Azaizeh sagt, ist ihre Gegnerschaft zum Zionismus und dem jüdischen Staat. Es muss nicht gesagt werden, dass im Vergleich dazu das jüdische Volk eine einzigartige Sprache und Religion hat sowie eine Beziehung zu genau diesem Stück Land hat, die Jahrtausende zurückreicht. Wie in der Thora erklärt wird, ist dieses Land von der jüdischen Identität nicht zu trennen.

***

Wie ich letzte Woche schrieb: Wir befinden uns in einem Stammeskonflikt um Land. Egal, wie gerechtfertigt ihre Haltung ist, der Stamm, der obsiegen wird, wird das Land haben und der Verlierer wird verschwinden.

Die Araber, die sich Palästinenser nennen, begreifen die Bedeutung des Landes für ihre Ideologie besser als säkulare Juden es tun. Das ist der Grund, dass sie bei allen Spaltungen und Rivalitäten untereinander sich fast unbeirrbar auf das Ziel der Rückeroberung ihres Landes und ihrer Ehre einigen können.

Einer der größten Fehler, die Israel im Umgang mit den Arabern macht, besteht im Scheitern die Bedeutung des Erhalts der eigenen Ehre zu begreifen. Im Nahen Osten ist Ehre der größere Teil der Abschreckung. Es gibt eine Beduinen-Geschichte von einem reichen Mann mit vielen Tieren, mehreren Ehefrauen und einer Reihen von Söhnen. Eines Tages sieht er, wie jemand eine Ziege stiehlt und unternimmt nichts. Er hat viele Ziegen; vielleicht könnte der Dieb hungrig sein, denkt er. Der Dieb ist ermutigt und bringt seine Freunde mit. Stück für Stück nehmen sie dem Mann alles, was er hat. Er hat seine Ehre verloren und ohne Ehre hat er keine Rechte. Bald stellt er fest, dass seine Tiere weg, seine Söhne ermordet und seine Frauen vergewaltigt sind. Er wird vor dem Zelt sitzen gelassen, das ihm einst gehörte.

Jedes Mal, wenn ein Jude auf der Straße gedemütigt wird, jedes Mal, wenn sie ein Auto stehlen, einen Zentimeter Land abbrennen oder uns Angst machen auf die Straße zu gehen, rücken die Araber vorwärts, kommen ihrem Ziel näher. Jedes Mal, wenn ein Jude aufgrund von Kriminalität und Unsicherheit aus der Peripherie des Landes wegzieht, verlieren wir an Boden. Wenn wir Arabern erlauben auf uns zu schießen oder, was Gott verhüten möge, uns zu töten, ohne Vergeltung zu üben, gewinnen sie und wir verlieren.

Es gibt eine Strategie, mit der wir diesen Konflikt gewinnen können. Sie besteht darin in allen  Teilen von Eretz Yisrael auf volle Kontrolle des Landes zu drängen, um die Araber dazu zu bringen zu begreifen, dass sie keine Hoffnung haben uns aus dem Land zu treiben. Das bedeutet, dass die jüdische Präsenz und Kontrolle auf dem Tempelberg verstärkt wird und nicht das Gegenteil, wie es seit 1967 geschehen ist. Es bedeutet, dass den No-Go-Zonen in unserer Hauptstadt ein Ende gesetzt wird. Es bedeutet, dass wir die Todesstrafe für terroristische Mörder einführen und Beduinen-Bandentum im Süden mit überwältigenden Kräften entgegentreten. Es bedeutet das völkermörderische Regime der Hamas zu zerschlagen, selbst wenn das heißt den Besetzung den Gazastreifen militärisch besetzen zu müssen. Es bedeutet den Geldfluss aus der EU in illegale arabische Bautätigkeit in Judäa und Samaria zu stoppen und hunderttausende Juden zu ermutigen dorthin zu ziehen. Es wird vermutlich auch gezielte Tötungen und Zwangsräumungen bedeuten.

Das Leben wäre für die Juden Israels nicht so einfach und angenehm, wie es jetzt ist, wenn sie diese Aufgabe angehen. Es würde mehr Militärdienst bedeuten und es würde Geld und Leben kosten. Der Staat müsste weniger offen, liberal und demokratisch werden. Es würde Opposition aus der israelischen Linken, Europa und Amerika geben. Die Sonderposition des jüdischen Staates als „Jude der Staaten“ stellt sicher, dass selbst, wenn die Staaten der Welt allgemein alles unternehmen, um auf Seiten der Gerechtigkeit zu intervenieren, sie sich nicht auf unsere Seite stellen würden.

Andererseits: Wenn wir das nicht machen, wenn wir den Araber erlauben ihre schrittweisen Gewinne und ihre Erosion unserer Souveränität fortzusetzen, wird der Tag kommen, an dem wir uns außerhalb unseres Zeltes ohne Söhne, Frauen und Kamele wiederfinden. Es gibt keine andere Alternative.

Es gibt für mich keine Zweifel, dass wir die Ressourcen und die Fähigkeit haben zu gewinnen, jüdische Dominanz ganz Eretz Yisrael zu behaupten. Die schwerere Frage lautet: Wie können wir den Willen und die Einheit entwickeln, die dafür notwendig sind?