„Hallo Du“: Gemeinsames Lied aus Israel und den VAE wird YouTube-Hit

Der israelische Sänger Ellkana Marziano und der emiratische Künstler Walid Aljasim bekommen mehr als eine Million Zugriffe auf einen Clip, der Normalisierung feiert, getrennt in Dubai und Tel Aviv aufgenommen wurde.

The Times of Israel, 18. Oktober 2020

Die Szene springt von Dubai nach Tel Aviv um, der Text von Arabisch auf Hebräisch, dann auf Englisch und das Lied ist ein leicht kitschiges Elektro-Pop-Duett von Künstlern, die – im Moment – getrennt bleiben.

Die Normalisierung der Verbindungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat eine erste musikalische Zusammenarbeit hervorgebracht: „Ahlan Bik“ oder „Hallo du“ auf Arabisch.

„Das ist ein historischer Moment“, sagte der israelische Sänger Elkana Marzioano, dessen Duett mit dem emiratischen Künstler Walid Aljasim merh als 1,1 Millionen Zugriffe auf YouTube bekommen hat, seit es am 30. September eingestellt wurde.

Marziano (28) ist ein ehemaliger Gewinner der israelischen Version von The Voice, eines Gesangswettbewerbs im Fernsehen, sowie Arabisch sprechender, der von der Mizrahi-Kultur der  Juden aus der arabischen Welt beeinflusst ist. Er sagte gegenüber AFP, dass er und Aljasimüber den Video-Konferenzdienst  Zoom zusammenarbeiteten, wobei einige Teile des Liedes in Dubai und andere in Israel aufgenommen wurden. „Wir haben uns sofort verstanden“, sagte Marziano über die Partnerschaft.

Eine Online-Kommentatorin, die unter dem Nahen Shaked Sharon postete, sagte: „Mit diesem Lied spürst du den neuen Nahen Osten.“

Im August kündigten Israel und die VAE an, dass sie einen von den USA vermittelten Deal erzielt hatten ihre Beziehungen zu normalisieren; dieser folgte Jahren diskreter wirtschaftlicher und Sicherheitskooperation. Israels Parlament genehmigte den VAE-Deal am Donnerstag.

Bahrain schloss sich dem als „Abraham-Vereinbarungen“ bekannten Pakt sofort an, der letzten Monat im Weißen Haus unterschrieben wurde, was es und die VAE zum dritten und vierten Staat machte, die volle diplomatische Beziehungen zu Israel aufnahmen. Israel unterzeichnete 1979 eine Friedensvereinbarung mit Ägypten und 1994 eine mit Jordanien.

Palästinenserführer haben die Vereinbarungen verurteilt und die arabische Welt aufgefordert die Aufnahme von Beziehungen zu Israel zu verweigern, bis es einen existenzfähigen Frieden mit den Palästinensern erzielt hat.

Einige Kommentierende auf YouTube haben „Ahlan Bik“ gefeiert, andere haben das Lied und die israelisch-emiratische Normalisierung verurteilt, während sie die Gründung eines Palästinenserstaates fordern.

Der israelische Sänger Elkana Marziano (28) singt am 15. Oktober 2020 während deines Interviews mit AFP in seinem Haus in Giv’at Schmuel bei Videoclip eines Liedes mit, an dem er mit dem emiratischen Künstler Walid Aljasim (nicht im Bild) zusammenarbeitete. (Foto: Jack Guez/AFP)

Live-Konzert

Das Lied wurde von Doron Medalie geschrieben, der auch Netta Barzilais „Toy“ schrieb, mit dem sie 2018 den Eurovision Song Contest für Israel gewann.

Der Refrain – „Ich höre dich, mein weit weit entfernter Freund“ – wird in drei Sprachen wiederholt, während die Handlung im Musikvideo vom Israel mit Freunden tanzenden Marziono zu Aljasim in Dubai schwenkt.

Marziano sagte, Frieden sei ein gemeinsames Thema in der Musik Israels, das sich siet seiner Gründung 1948 regelmäßig in Konflikten mit seinen Nachbarn und unter ständiger Bedrohung durch Angriffe befand.

Er sagte, es sei ein „persönlicher Sieg“ junge Israelis und Emiratis online miteinander interagieren zu sehen, um das Lied auf seiner YouTube-Seite zu diskutieren und fügte hinzu, er plane ein Live-Konzert mit Aljasim, wenn die Coronavirus-Pandemi vorbei ist. „Ich bin sehr bewegt von der Idee dieses Lied – und andere – auf einer Bühne (mit Aljasim) zu singen“, sagte Marziano gegenüber AFP.

Noch ein Video von Golf-Muslimen, die an der Al-Aqsa von Palästinensern belästigt werden

Elder of Ziyon, 19. Oktober 2020

Palästinensische Muslime teilen stolz Videos davon, wie sie ihre Mitmuslime an der Al-Aqsa beleidigen, wenn die aus Golfstaaten kommen.

In diesem Fall [Video im Original-Post] sagt ein Palästinenser: „Hau ab, du Hund, du Müll, bye-bye“, gefolgt von weiteren Beleidigungen.

Wenn die Palästinenser ihre Beliebtheit bei anderen Arabern weiter abstürzen sehen wollen, dann führen sie diesen Plan perfekt aus.

Warum feiert Syrien den Krieg vom Oktober 1973?

Elder of Ziyon, 7. Oktober 2020

ich verstehe, warum Ägypten den Krieg vom Oktober 1973 / Yom Kippur-Krieg feiert. Am Ende war er der Funke, der dazu führte, dass Israel den Sinai an Ägypten zurückgab.

Aber auch Syrien feiert den Krieg. Es gab am 6. Oktober, dem Jahrestag des Beginn des Krieges, in der offiziellen syrischen Nachrichtenagentur SANA zahlreiche Artikel und Videos.

Dieser Artikel versicherte den Lesern, dass die Araber auf den Golanhöhen ganz begierig darauf waren, dass Syrien die Gegend wieder erobert. (Das ist ausdrücklich nicht der Fall.)

Dieser Artikel spricht mit syrischen Soldaten, die sich nahe der Grenze zu Israel befanden.

Dieser Artikel versucht zu erklären, warum der Krieg als Sieg betrachtet wurde – weil er keine Niederlange war:

Der vom Gründungsführer Hafez al-Assad angeführte Oktober-Befreiungskrieg bildete den Kompass des Kampfes zur Befreiung des usurpierten Landes und der Wiederherstellung arabischer Rechte. Er war eine eindeutige Ankündigung des Beginns des Zeitalters der Seige und des Endes der Ära der Niederlagen. Der Oktober-Befreiungskrieg war der erste Krieg im arabisch-israelischen Konflikt, der die Mauer der Verzweiflung nach dem Rückschlag des Juni 1967 durchbrach und die Tatsache weihte, dass Syrien die Burg der standhaften arabischen Nation ist, die ihre Existenz und Zukunft verteidig.

Sie erwähnen nicht, dass Israel am Ende des Krieges über die Lila Linie von 1967 überschritten hatte und die Außenbezirke von Damaskus beschoss.

Was für ein Sieg!

Arabische Stimmen kritisieren palästinensische Verweigerungshaltung

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In mehreren Artikeln kritisierten arabische Autoren die palästinensische Verweigerungshaltung.[1] Ein paar Beispiele: Der Korangelehrte Wasem Yousef aus den VAE beschuldigte Palästinenser und Palästinenserführung der Respektlosigkeit gegenüber der Flagge der VAE, wohingegen Israel diese stolz wehen lässt. Yousef hat 1,6 Millionen Follower.[2]

Am 8. September kritisierte die saudische Tageszeitung Al-Sharq Al-Awsat aus London die palästinensische Autonomiebehörde wegen ihrer Ablehnung des Normalisierungsabkommens der VAE mit Israel. Darin wurde ausdrücklich die Dringlichkeitskonferenz erwähnt, die vor kurzem von Palästinensergruppen aus Beirut, Ramallah und online gegen diese Normalisierung veranstaltet wurde.[3]

Tageszeitungen in Saudi-Arabien, den VAE und Ägypten veröffentlichten gerade dutzende Artikel, die die Palästinenser wegen deren undankbarer Führung verurteilten. In einigen Artikeln wurde behauptet, dass die Palästinenserführung die Sache der Palästinenser sieben Jahrzehnte lang ausgebeutet hatte und von Golfstaaten viel Geld erpresst habe. Einige beschuldigten Palästinenser-Vertreter sogar Geld für sich selbst zu nehmen und bewusst jede Friedensinitiative abzulehnen, um die Situation zu perpetuieren und an der Macht zu bleiben.[4]

Der Golf-Kooperationsrat (GCC) besteht aus Qatar, Kuwait, Bahrain, Oman, Saudi-Arabien und den VAE. GCC-Generalsekretär Nayef al-Hjaraf forderte von den Palästinenserführern eine Entschuldigung wegen deren Kritik an der Normalisierungsvereinbarung der VAE mit Israel. Er warf Palästinenserführern während eines Treffens mit den Leitern verschiedener Palästinensergruppen „Aufstachelung und Drohungen“ vor.

Der GCC gab eine Erklärung aus, in der es hieß: „Der Generalsekretär verurteilt die Unwahrheiten, die die historische Haltung von Golfstaaten zur Unterstützung der Rechte der Palästinenser infrage stellt und fordert die verantwortlichen Palästinenserführer, die unter der Leitung von Präsident Mahmud Abbas an diesem Treffen teilnahmen, auf, sich für diese Verstöße und provokativen und falschen Äußerungen zu entschuldigen, die gegen die Realität der Beziehungen zwischen den Staaten des Kooperationsrats und des palästinensischen Brudervolks stehen.“[5]

Mehrere arabische Kommentatoren empfinden es für nötig zu erklären, wo diese arabischen Länder, die die Beziehungen zu Israel normalisieren, heute in Sachen Gründung eines Palästinenserstaats stehen. Das ist zum Teil notwendig, weil die Aufnahme von Beziehungen der arabischen Friedensinitiative von 2002 widerspricht. Diese erforderte eine Normalisierung zwischen der arabischen Welt im Tausch für einen vollständigen Rückzug Israels auf die Linien von vor 1967 – „eine gerechte Regelung des palästinensischen Flüchtlingsproblems“ auf Grundlage der UNO-Resolution 194 und der Gründung eines Palästinenserstaats mit Ostjerusalem als Hauptstadt.[6]

Diejenigen, die die Vereinbarungen in den VAE und Bahrain unterstützen, können die volle Wahrheit in dieser Sache nicht zugeben. Könnten sie das, würde eine Erklärung zum Beispiel wie folgt lauten: „Die Interessen unseres Landes halten die Gründung eines Palästinenserstates nicht für höchste Priorität. Wir werden vom Iran mit einem gefährlichen großen Krieg bedroht. Israel kann ein Verbündeter gegen die iranische Aggression sein. Unsere Vereinbarung ist weiter ermöglicht worden, weil Israel seinen Plan zur Annexion von Teilen der Palästinensergebiete aufgeschoben hat. In den Vereinigten Staaten gibt es aktuell eine Administration, die bereit ist uns mit fortschrittlichen Waffen zu versorgen, wenn wir ihre Pläne für die Region mitmachen. Wenn ein Palästinenserstaat entsteht, würde uns das freuen. Das ist jedoch weit entfernt davon Priorität zu haben.“

Eine alternative Option, die manchmal auftaucht, besteht darin zu betonen, dass der aktuelle Kampf um einen Palästinenserstaat in erster Linie Sache der Palästinenser selbst ist.

Israels Durchbruch bei diesen beiden arabischen Staaten ist nicht nur für die Palästinenser ein schwerer Schlag. Er legt auch einen Teil des großen Versagens der Nahost-Politik des früheren US-Präsidenten Barack Obama offen, der die Araber auf viele Arten hofierte. Kurz nach seiner Wahl zum US-Präsidenten besuchte er Ägypten und entschied sich bewusst dafür nicht nach Israel zu kommen.[7] Dennoch und obwohl sie Druck auf Israel ausübten, schafften es Obama und sein Außenminister John Kerry nicht eine Beziehung zwischen Israel und den arabischen Staaten zu schaffen. Das ist eine sehr schwache Leistung im Vergleich mit der seines so schlecht gemachten Nachfolgers Donald Trump.

Es ist unwahrscheinlich, dass Obama heute eine Erklärung veröffentlicht, in der es heißt: „Präsident Trump sollte nicht die ganze Anerkennung für die Aufnahme der Beziehungen zwischen zwei arabischen Staaten und Israel erhalten. Ein Teil des Verdienstes gehört indirekt mir.[8] Nur infolge der JCPOA-Vereinbarung von 2015, das ich mit den Iranern ausgehandelt habe, fühlten sich Letztere sicher den Terror im Nahen Osten massiv auszuweiten. Mehrere arabische Staaten betrachten das als Bedrohung ihrer Existenz. Also habe ich indirekt die Aufnahme von Beziehungen zu Israel ermöglicht.“

Derweil machten sich auch der aktuelle US-Außenminister John Pompeo und mehrere Medien über John Kerry lustig.[9] 2016 sagte Kerry: „Ich kann Ihnen sagen, was in der letzten Woche wieder bestätigt wurde, weil ich mit den Führern der arabischen Gemeinschaft gesprochen habe: Es wird keinen erweiterten und separaten Frieden mit der arabischen Welt geben, ohne den palästinensischen Prozess und Frieden. Alle müssen das begreifen. Das ist die harte Realität.“[10]

Die Aufnahme von Beziehungen zwischen den VAE, Bahrain und Israel ist auch für viele israelische Masochisten ein Schlag. Vor kurzem schrieb der ehemalige Meretz-Parteichef Yossi Beilin ein Op-Ed in Ha’aretz mit dem Titel „Es ist Zeit, dass die arabischen Staaten eine weitere Bombe gegen Israel platzen lassen.“

Beilin wiederholte einige seiner vielen früheren Fehleinschätzungen, als er schrieb: „Wir sollten beachten, dass wir die Notwendigkeit einer friedlichen Lösung mit den Palästinensern auf der Grundlage von zwei Staaten unter dem Dach einer Konföderation oder ohne diese nicht umgehen können oder sollten. Das ist der einzige Weg, mit dem wir sicherstellen können, dass eine jüdische Minderheit in der Zukunft keine arabische Mehrheit beherrscht. Weder Frieden mit einem anderen Staat noch einer Anzahl arabischer Staaten kann das für uns sicherstellen.“ Daraus ist klar, dass Beilin die Möglichkeit, Israelis könnten die Palästinenser beherrschen, mehr Sorge bereitet, als die tief in die palästinensische Gesellschaft eingegrabene Kultur des Todes.[11]

Israel und die zwei Golfstaaten stehen am Beginn eines Prozesses. Äußerungen arabischer Autoren, die die Verweigerungshaltung der Palästinenser kritisieren und den Palästinenser die Notwendigkeit erklären, dass sie sich um selbst um ihre Dinge kümmern müssen, haben gerade erst angefangen. Der Trend ist jedoch in Gang gesetzt und wird wahrscheinlich zunehmen, insbesondere dann, wenn weitere arabische Staaten Beziehungen zu Israel aufnehmen.


[1] https://besacenter.org/perspectives-papers/palestinian-rejectionism/

[2] https://4il.org.il/2416/

[3] www.memri.org/reports/saudi-columnist-palestinians-have-no-right-judge-arab-countries-wishing-normalize-relations

[4] www.clevelandjewishnews.com/jns/arab-media-blasts-palestinians-over-denouncement-of-uae-israel-peace-deal/article_3a877dbe-5531-581c-98cf-d453a552956a.html

[5] www.trtworld.com/magazine/apologise-for-slamming-the-uae-over-israel-ties-the-gcc-tells-palestinians-39581

[6] http://www.theguardian.com/world/2002/mar/28/israel7

[7] https://edition.cnn.com/2009/POLITICS/06/04/egypt.obama.speech/

[8] http://www.armscontrol.org/factsheets/JCPOA-at-a-glance

[9] www.foxnews.com/media/pompeo-obama-kerry-mideast-peace-israel; http://www.meforum.org/61565/history-proves-john-kerry-wrong-again

[10] www.foxnews.com/politics/john-kerry-mocked-for-2016-claim-that-there-will-be-no-separate-peace-between-israel-arab-nations-without-the-palestinians

[1] http://www.haaretz.com/middle-east-news/.premium-it-s-time-for-arab-states-to-drop-another-bombshell-on-israel-1.9173482

Warum es keinen Frieden mit den Palästinensern gibt

Ein ernüchternder Blick auf das Ultimatum der Palästinenser zum „Rückkehrrecht“

Joseph Puder, FrontPage Magazine, 29. September 2020

In den jüngsten, historischen Abraham-Friedensvereinbarungen (13. August 2020), die vollen Frieden und diplomatische Beziehungen zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain herstellten, unterzeichnet am Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump, Israels Premierminister Benjamin Netanyahu, dem Außenminister von Bahrain Dr. Abdullatif bin Raschid Al-Zayani und Außenminister der Vereinigten Arabischen Emiraten Abdullah bin Zayed Al-Nahyani, wurde das „Rückkehrrecht“ nicht erwähnt.

Eine der Prinzipienfragen, die Frieden zwischen Israel und den palästinensischen Arabern verhindert, ist das „Rückkehrrecht“ palästinensischer Flüchtlinge. Dem visionslosen Mahmud Abbas und seinen Kohorten in der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) fehlt die Vision und Menschlichkeit das Leid der Nachkommen palästinensischer Flüchtlinge zu beenden, indem die Illusion vom „Rückkehrrecht“ beendet wird. Jetzt, mehr als 72 Jahre nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg von 1948, sind die meisten der ursprünglichen Flüchtlinge gestorben. Die PA fordert immer noch die Rückkehr ihrer dritten oder vierten Generation nach Israel. Es gab aber nicht nur auf der arabischen Seite Flüchtlinge. Es wurden mehr Juden zu Flüchtlingen als arabische Palästinenser, als Ergebnis davon, dass sie von den arabischen Staaten rausgeworfen wurden, wo sie lange vor der islamischen Invasion lebten. Umgekehrt waren viele der palästinensischen Flüchtlinge Neuankömmlinge im Mandat Palästina. Sie migrierten nach Palästina, um von palästinensischen Juden während der Mandatszeit geschaffene Arbeitsplätze zu bekommen. Während die jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern voll ins israelische Leben integriert wurden, wurden arabische Flüchtlinge bewusst in Flüchtlingslager verbannt und in erbärmlichen Verhältnissen zurückgelassen. Würde Israel dem „Rückkehrrecht“ zustimmen, würden israelische Juden zu einer Minderheit im jüdischen Staat werden, was jeden Sinn Israels zunichtemacht, nämlich eine Heimat für das jüdische Volk in seiner historischen Heimat. Es wäre für den jüdischen Staat schlicht Selbstmord.

Das „Rückkehrrecht“ war und ist weiterhin eine Formel zur Zerstörung des jüdischen Staates mit demografischen Mitteln. 1959 verabschiedete die Arabische Liga die Resolution 1547, vermeintlich um die palästinensische Einheit und die palästinensische Identität zu bewahren. Die Resolution erklärte, dass den Palästinensern die Staatsbürgerschaft in den arabischen Ländern verweigert wird, in denen sie wohnten. Das war ein rein politischer Trick und menschlich herzlos. Es sollte die Palästinenser und ihre Nachkommen daran hindern sich in die arabischen Gesellschaften zu integrieren, in denen sie lebten. Trotz der Tatsache, dass sie dieselbe Sprache sprachen und sich zu derselben Religion bekannten (in der Regel zum sunnitischen Islam), wurden sie in Flüchtlingslagern getrennt gehalten. Es war ein beabsichtigter Weg die Palästinenser in verewigtem Elend zu halten. Wir sollten nicht vergessen: Es waren genau diese arabischen Staaten, die einen Vernichtungskrieg gegen den entstehenden jüdischen Staat führten, die das Flüchtlingsproblem überhaupt geschaffen haben. Ägypten, der Irak, Jordanien, Libanon und Syrien drangen mit dem Ziel ihn zu zerstören und seine Juden zu töten in den Staat Israel ein. Das sind aber dieselben Länder, mit Ausnahme von Jordanien, die es abgelehnt haben die Staatsbürgerschaft denselben Palästinensern zu verleihen, denen sie in vielen Fällen befohlen hatten ihre Heime zu verlassen. Sie lehnten die Gelegenheit ab den UNO-Teilungsplan zu akzeptieren und einen eigenen Staat zu bilden. Es gäbe kein Flüchtlingsproblem, wenn sie zur Teilung Ja gesagt hätten.

2002, während der blutigen zweiten Intifada erstellte der Gipfel der Arabischen Liga in Beirut einen Friedensplan, der vom saudi-arabischen Kronprinzen Abdallah vorgelegt wurde. Der saudische Friedensplan machte die Normalisierung der Beziehungen zu Israel davon abhängig, dass Israel komplett aus der Westbank (Judäa und Samaria), Ost-Jerusalem und dem Gazastreifen abzieht. Er forderte auch die Anerkennung eines unabhängigen Palästinenserstaats durch Israel. Den meisten dieser Forderungen stimmten die israelischen Premierminister Ehud Barak (im Juli 2000) und Ehud Omert (2008) zu. Der saudische Friedensvorschlag wurde dann von der palästinensischen Delegation geändert, die drohte den Gipfel zu verlassen, wenn nicht der Friedensplan die UNO-Resolution 194 einbezieht, die festlegt, dass Palästinenser und Nachkommen von Flüchtlingen das „Rückkehrrecht“ in ihre „uralten Heime“, d.h. Israel zurückkehren müssen. Die palästinensische Delegation unter der Leitung von Yassir Arafat forderte zudem die Durchsetzung des Gesetzes, das Palästinensern verbietet die Staatsbürgerschaft arabischer Länder zu erhalten. Die palästinensische Delegation wurde vom libanesischen Präsidenten Emile Lahoud unterstützt.

Mein libanesischer Freund schlug vor, dass angesichts der Tatsache, dass die Palästinenserführung es ablehnte ihre palästinensischen „Flüchtlinge“ im Libanon (rund 475.000 Menschen) libanesische Staatsbürger werden zu lassen, die libanesische Regierung den Transfer der Palästinenser nach Libyen ermöglichen sollte, in ein Land, das flächenmäßig riesig, aber sehr spärlich bevölkert ist.

Der verstorbene israelische Premierminister Ariel Sharon konnte den saudischen Friedensplan nicht akzeptieren. Die Hinzufügung des „Rückkehrrechts“ machte ihn für Israel besonders inakzeptabel. Arafats Weigerung „den Konflikt zu beenden“, trotz der von Premier Barak früher bei Camp David II (Juli 2000) angebotenen großzügigen Konzessionen, zeigte, dass die Palästinenserführung nicht zu Kompromissen bereit war. Präsident Bill Clinton, der Gastgeber des Gipfels, lobte die israelischen Zugeständnisse. Er beklagte Arafats Widerwillen „den Konflikt zu beenden“ und damit seinem palästinensischen Volk Frieden und Wohlstand zu bringen.

Während der letzten Woche des Gipfels der Arabischen Liga in Kairo forderten die Palästinenser einmal mehr, dass die Liga die VAE verurteilt, so wie ihre Forderungen 1979 gegen Ägypten umgesetzt wurden, nachdem Ägyptens Präsident Anwar Sadat in Camp David mit Israels Premierminister Menachem Begin Frieden schloss. Die Arabische Liga erfüllte die Forderung, setzte die diplomatischen Beziehungen zu Ägypten aus und verlegte die Büros der Liga von Kairo weg. Diesmal jedoch verweigerte die Arabische Liga sich der Forderung der Palästinenser. Außerdem hießen Ägypten und einige andere arabische Staaten die Entscheidung von Bahrain und den VAE, mit dem jüdischen Staat Frieden zu schließen, willkommen.

So wie die Palästinenserführungen in Ramallah und Gaza sich immer stärker dem radikalen Lager des Iran und der Türkei annähern (Erdoğans Türkei ist der Held der Muslimbruderschaft), reduzieren die moderaten sunnitisch-arabischen Staaten, besonders im Golf, ihre Unterstützung der palästinensischen Sache. Zusammen mit diplomatischer Unterstützung wird die bisher großzügige Unterstützung der Palästinenser ebenfalls abnehmen. Das hat den Palästinensern nur Qatar (das Teil der radikalen Gruppe und Unterstützer des Blocks der Muslimbruderschaft ist) als einzige verlässliche Finanzquelle (außer den Europäern) gelassen.

Diese Situation verstärkt die strategischen Imperative für die moderaten Staaten des Arabischen Golfs, Israel in ihre Verteidigungsfront gegen die aggressiven und hegemonialen Schritte der Mullahs im Iran und den größenwahnsinnigen Ambitionen des türkischen Präsidenten Erdoğan, den sich selbst überschätzenden Sultan des neoosmanischen Imperiums, zu holen. Gleichzeitig betrachten moderate sunnitisch-arabische Führer die Palästinenserführung zunehmend als unvernünftig und unverantwortlich. Für die Palästinenser bedeutet das, dass sich keine Veto-Macht mehr über die die Beziehungen der arabischen Staaten zu Israel haben. Der Abrahamitische Frieden vom Weißen Haus zwischen Israel, Bahrain und den VAE diesen Monat beweist das.

Palästinensisches Verharren auf Beibehaltung des „Rückkehrrechts“ als Bedingung für das „Ende des Konflikts“ mit Israel kann nur eines bedeuten. Sie wollen Israel ersetzen, nicht Frieden mit ihm schließen.

Vereinigte Arabische Emirate und Israel

gefunden auf twitter, 26. September 2020:

In den VAE: Ich besuche Israel, wer will mitkommen?

 

Die Palästinenser sehen, wie die arabische Welt sich gegen sie wendet – und lernen einfach nichts daraus

Elder of Ziyon, 11. September 2020

Countercurrents hat einen Kommentar von Jafar Ramini, einem Palästinenser, der in London lebt:

Ich glaube, dass wir Araber, damit wir überleben und Fortschritte machen können, mehr gemeinsam haben müssen als Religion, Sprache und Rhetorik. Wir brauchen Einigkeit, Transparenz und Ehrlichkeit.

Wir Palästinenser schwanken am Rande eines Abgrunds. Bis vor ganz Kurzem hätte jeder arabische Führer, Politiker, Kleriker und Experte, so er halbwegs die Chance bekommt, das Rednerpult erklommen und die Palästinenserflagge mit dem Versprechen gehisst, alles zu tun, was nötig ist, um das Land zu befreien und wiederherzustellen, was gerechterweise unseres ist. Dem ist nicht mehr so.

Der Sprachgebrauch hat sich komplett geändert, von der Unterstützung der Sache der Palästinenser zu Verurteilung von uns Palästinensern; wir werden beschuldigt undankbare Architekten unseres eigenen Untergangs zu sein. Die Spaltung zwischen einigen arabischen Regimen, besonders am Golf, und den Palästinensern ist immer größer geworden, seit die beiden Mohammeds – Bin Zayed in den VAE und Bin Salman in Saudi-Arabien – die Kontrolle übernahmen.

… Diese Spaltung wurde bei einem weiteren Treffen noch offensichtlicher, diesmal in Kairo vor zwei Tagen. Die Außenminister der Arabischen Liga waren gegen einen Vorschlag, der von der palästinensischen Seite vorgelegt wurde und den Friedensvertrag zwischen den VAE und Israel verurteilen sollte. Wo ist also die Einheit? Wo ist die Transparenz? Wo ist die Ehrlichkeit?

Es gibt sie nicht.

Man könnte glauben, dass dieser neueste Verrat und offene Ablehnung dazu dienen sollten die Palästinenserführer aller Überzeugungen zu der Erkenntnis zu bringen, dass Palästina nicht das Kernthema der meisten arabischen Regime ist.

Es klingt so, als könnte Herr Ramini nahe davor sein es zu begreifen. Aber nein, der Antisemitismus, mit dem er aufwuchs, ist mächtiger als tatsächliche Selbsteinschätzung.

Ich weiß nicht, was ich den Araberführern sagen soll, um sie davon zu überzeugen, dass jede Form von Vertrag mit den Israelis eine Torheit ist. Israel ist dafür alles in seiner Macht stehende zu tun, um jedes arabische Land zu verzerren oder zu pressen, wenn das für Israel nützlich ist oder es sich ausdehnen kann.

Glauben diese Araberführer auch nur einen Moment lang, dass Israel, wenn es in ihren Ländern einen festen Fuß in die Tür bekommt, fair mit ihnen umgehen wird?

Diese Karikatur in Felestin fängt das derzeitige Palästinenserdenken ein:

Sie sind sich so sicher, dass Israelis und Juden die schlimmsten Leute auf dem Planeten sind, dass sie sich zurücklehnen, um zu warten, dass Israel irgendwie den Golf vernichtet. Weil das das ist, was Juden tun.

Und derweil, statt daran zu denken, dass die arabische Welt, die sie so lange unterstützt hat, ein paar Erkenntnisse haben könnte, sind sie davon überzeugt, dass sie im Recht sind und werden sich fröhlich mit dem Iran verbünden, um ihre Einbildung aufrecht zu erhalten.