In Silwan bringt Müll Frieden zwischen Juden und Arabern

David Mark, Israel Unwired, 12. März 2021

Während linksradikale Gruppen von judenreinen Gebieten in Jerusalem („free of Jews“) reden und dagegen protestieren, dass Juden legal Grundbesitz in vorwiegend arabischen Gebieten (alte jüdische Viertel) wie Schiloach/Silwan kaufen und dort leben, kann man tatsächlich langsam aber sicher kleine Zeichen sehen, dass grundlegende Koexistenz stattfindet.

Vor zwei Jahren arbeiteten jüdische und arabische Familien in Schiloach (Kfar Hateimanim) zusammen, um die Jerusalemer Stadtverwaltung dazu zu bewegen Geld in die Beleuchtung und neue Zugangsgassen im Viertel zu investieren.

Leider hatten die arabischen Familien Angst mit der Presse zu reden, gemeinsame Fotos machen zu lassen oder jeglichen Anschein der Zusammenarbeit mit den jüdischen Nachbarn zu zeigen, weil sie Druck von gewalttätigeren und extremistischen Muslimen in der Gegend bekommen.

Aber das fand statt.

Im Verlauf der letzten Jahre klagten ein paar jüdische Familien aus der Altstadt und Kfar Hateimanim im Namen vieler arabischer Familien in der Altstadt und in Schiloach gegen die Elektrizitätsgesellschaft Ostjerusalem. Und gewannen. Vor ein paar Monaten urteilte das Gericht zugunsten der Kläger und hunderte arabische und muslimische Familien erhielten Millionen Schekel Entschädigung. Die Araber profitierten am Ende vom Handeln der jüdischen Familien und sie schätzten diese Tatsache.

(Beachten Sie: Die linke Presse wie Ha’aretz und andere Medienorgane lehnten es ab darüber zu schreiben!)

Und jetzt: Noch ein „Sieg“ für in Schiloach zusammenarbeitende Juden und Araber. Diesmal wegen Müll!

Viele Jahre lang warfen Araber absichtlich Müll vor das Beit HaDvasch (das erste Gebäude, das 2004 in Schiloach wieder eingelöst wurde). Wann immer möglich, brachten die Familien den Müll an eine neutralere Stelle und die Araber brachten den Müll zurück und warfen ihn vor das Bei HaDvasch.

Auf der anderen Straßenseite, gegenüber des Beit HaDvasch, liegt ein ungenutzter Lagerraum eines arabischen Nachbarn, der auf der anderen Straßenseite wohnt. Zusammen mit der arabischen Familie, dem Sicherheitsoffizier der Ateret Cohanim und örtlichen jüdische Familien (Beit HaDvasch und weitere in der Nähe) schaffte es die „gemeinsame“ Gruppe die Jerusalemer Stadtverwaltung davon zu überzeugen „den Araber zu bezahlen“, damit dieser ungenutzte Lagerraum auf Straßenniveau offiziell genutzt wird – als Müllraum von Schiloach.

Die Beit HaDvash-Familie ist glücklich. Die arabische Familie ist glücklich, dass sie ein kleines Einkommen von der Stadtverwaltung erhält und in Schiloach ist alles „gut“!!!

So sieht die Koexistenz zum Müll von Schiloach aus.

Schocker aus Saudi-Arabien: Tempelberg ist jüdisch, Muslime sollten Richtung Mekka beten

Saudische Twitter-User spielen die Bedeutung Jerusalems für Muslime herunter, geben zu verstehen, dass die Juden den Tempelberg kontrollieren sollten.

Yakir Bezion, United With Israel, 8. März 2021

Saudische Twitter-User haben aktuell einen neuen Gedankengang gepuscht, der die Bedeutung von muslimischen Gebeten in Richtung der heiligen Stadt Mekka in Saudi-Arabien betont, während die Bedeutung der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem heruntergespielt wird, berichtete Israel National News (Arutz-7) am Sonntag.

Die umstrittene Kampagne scheint dazu konzipiert zu sein die Bedeutung der saudischen Städte Mekka und Medina als heilige Orte des Islam zu betonen und die Bedeutung Jerusalems und des Tempelbergs für Muslime auszuschließen, womit sie jegliche islamische Obrigkeit der Palästinenser über den Ort reduzieren.

Eine der Botschaften kommt Berichten zufolge von dem bekannten saudischen Karikaturisten Fahd al-Jabiri, der twitterte: „Die Gebetsrichtung für Juden spielt für uns keine Rolle, was uns wichtig ist, ist einzig unser Heimatland.“

Ein weiterer englischsprachiger Tweet kommt von einem Marokkaner namens Ibtissam Zegiga, in dessen Profil steht, er studiere Hebräisch und wolle Frieden; er ruft „unsere lieben Brüder und Schwestern“ auf sich der Bewegung anzuschließen.

„Diese aktuelle saudische Twitter-Bewegung glaubt, dass der Tempelberg und die Erwartung des [jüdischen] dritten Tempels keine Bedeutung für Muslime haben. Eine neue Ära, eine des Friedens.“

Nach Angaben des Berichts ist die saudische Kampagne eine Reaktion auf die palästinensischen Online-Beleidigungen und Parolen gegen das Königreich Saudi-Arabien, die nach Freitagsgebeten bei einer Demonstration auf dem Tempelberg zu hören waren. Die Saudis haben die aktuellen Abraham-Vereinbarungen in aller Stille unterstützt, die Frieden zwischen vier arabischen Ländern und Israel schufen, was die Palästinenser wütend gemacht hat.

Die Reaktion der Saudis besteht darin zu betonen, dass die Al-Aqsa in Jerusalem schlicht eine Moschee wie alle anderen Moscheen ist; dass es für die Gebetsrichtung für alle Muslime keine Rolle spielt, wo sie sich auf dem Planeten befinden, dass auf die Stadt Mekka in Saudi-Arabien auszurichten ist.

Ein Tweet des Account Saudi Arabia in Numbers besagte, dass Muslime von der Religion nicht verpflichtet sind den Palästinensern zu helfen um Jerusalem zu kämpfen, von dem die Palästinenser ständig betonen, dass die Al-Aqsa-Moschee der „drittheiligste Ort des Islam“ ist.

„Unser Prophet, Frieden und Segen sei mit ihm, verließ uns nicht mit einem Gebot, nicht einmal mit einem einzigen Wort, dass Jerusalem befreit werden muss“, hieß es in dem Tweet; dem folgte: „Die einzigen zwei heiligen Moscheen befinden sich in [den saudischen Städten] Mekka und Medina.“

„Am Ende wird zunehmend deutlich, dass das Haupthindernis zum Erreichen der Verwirklichung des Rufs, ‚der Tempelberg ist in unseren Händen‘ wir selbst sind“, sagte Tom Nissani, Generaldirektor der Temple Mount Heritage Foundation gegenüber Arutz-7.

„Heute betonen die Saudis und auch die Marokkaner die starke Verbindung des jüdischen Volkes zum Tempelberg und die Abschwächung seiner Bedeutung für den Islam“, stellte Nissani fest. „Es handelt sich um eine historische Gelegenheit die feindselige Waqf vom Tempelberg zu vertreiben und ihn insgesamt israelischem Management zu übergeben, das in Zusammenarbeit mit den Emiraten, den Saudis und Marokkanern, Juden und Nichtjuden komplette Freiheit für Zugang und Religion auf dem Tempelberg ermöglichen wird, damit die gemeinsamen Ziele erreicht werden.“

Kenne deine Geschichte: Juden helfen bedürftigen arabischen Bauern in Palästina 1930

David Lange, Israellycool, 10. Februar 2021

Ich habe früher bereits darüber gepostet, wie Juden in Palästina sich um ihre arabischen Nachbarn kümmerten – etwas, das vom Narrativ völlig verborgen wird, das von den Hassern und sogar den Mainstream-Medien verbreitet wird.

Einige meiner Beispiele sind:

Hier ist ein weiteres Beispiel, aus der New York Times vom 23. November 1930:

Juden weiten Hilfe auf arabische Bauern aus
Siedler in der Ebene Esdraelon werden Kleinkredite vergeben und an Festen teilnehmen.
Bevölkerungszählung für Palästina
Eine ist für nächstes Jahr geplant und die Arbeit wird schwierig sein – fünf Juden kehren nach Hebron zurück
von Joseph M. Levy, Sonderkorrespondent, The New York Times
Jerusalem, 7. November – Die arabischen Bauern der Ebene von Esdraelon haben während des letzten Jahres  enorm unter einer Plage von Feldratten gelitten, die ihnen große Verluste verursachte und viele von ihnen in die Armut trieb.
Seit dem Krieg war dies Ebene von Esdraelon größtenteils von Juden aufgekauft und besiedelt worden. Bestrebt ihren arabischen Nachbarn in deren Not zu helfen haben die jüdischen Siedler ein Komitee organisiert, das Beschloss $10.000 für Kleinkredite für bedürftige arabische Bauern beiseite zu stellen. Diese Kredite, die für saisonale landwirtschaftliche Zwecke verwendet werden sollen, müssten innerhalb eines Jahres mit 6 Prozent Zinsen zurückgezahlt werden.
Das Ziel besteht in der Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen Juden und Arabern. Letzter sind in diesem Teil des Landes eine Minderheit. Ihre primitiven Anbaumethoden decken kaum ihre grundlegenden Lebensbedürfnisse und sie benötigen regelmäßig Kredite zum Kauf von Saatgut, Dünger, Werkzeugen und anderen Notwendigkeiten, für die sie exorbitante Zinsen an arabische Effendis zahlen müssen.
Als Teil des von den jüdischen Siedlern ausgearbeiteten allgemeinen Programms gibt es auch ein System an den verschiedenen arabischen Festen und Hochzeiten teilzunehmen, indem eine gewisse Summe für Unterhaltung zugewiesen wird. Dieses Budget würde es jüdischen Bauern ermöglichen an von ihren arabischen Nachbarn gefeierten Festveranstaltungen teilzunehmen, womit ein Gefühl herzlicher Freundschaft herbeigeführt werden könnte.

Selbst die wortgewandtesten Palästinenser (wie Noura Erakat) haben die idiotische Nullsummen-Mentalität, das Israel zu helfen bedeutet den Palästinensern zu schaden

Elder of Ziyon, 10. Februar 2021

Von Beginn an ist die „pro-palästinensische“ Bewegung überhaupt nicht pro-palästinensisch gewesen. Sie war immer antiisraelisch. Und ihre Anhänger, egal wie gebildet und wortgewandt, sind derart von Hass auf den jüdischen Staat verzehrt, dass sie buchstäblich den Unterschied zwischen den beiden Konzepten nicht erkennen können.

Noura Erakat, „Menschenrechts-Anwältin“ und wissenschaftliche Assistentin an der Rutgers University, schrieb ein Op-ed für NBC News, das diese grundlegende Tatsache herausschält – und damit einen wichtigen Grund offenbart, warum die Palästinenser so lange in der Luft hängen geblieben sind.

Trotz mehrerer früher Schritte, die ihn von seinem Vorgänger unterscheiden, verspricht Joe Biden Trumps Vermächtnis fortzusetzen. Es stimmt, dass die neue Administration vor hat die entscheidende humanitäre Hilfe der USA für die palästinensischen Flüchtlinge wiederherzustellen und die Vertretung der PLO in Washington DC wieder eröffnen wird. Noch am Montag kündigte sie an, dass sie dem UNO-Menschenrechtsrat wieder beitreten wird, aus dem die Administration  Trump sich aus Protest gegen seine Überprüfung Israels zurückzog.

Aber nichts von dieser Politik, so willkommen sie auch sein mag, wird den unterdrückerischen Status quo der Vereinigten Staaten angehen. Schlimmer noch: Die Administration Biden wird mehrere der schlimmsten Präzedenzfälle der Administration Trump beibehalten.

Diese Beispiele sind äußerst verräterisch:

Der neue Außenminister Antony Blinken hat deutlich gemacht, dass die Administration die US-Botschaft nicht aus Jerusalem zurück nach Tel Aviv verlegen wird; sie wird Israels Normalisierungsvereinbarungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan beibehalten und feiern, ohne dass auch nur ein einziges Zugeständnis für die Palästinenser sichergestellt wird; und sie wird weiterhin Israel bedingungslos militärische Unterstützung in Höhe Von 3,8 Milliarden jährlich zur Verfügung stellen – ein Präzedenzfall, der von Bidens früherem Boss, Präsident Barack Obama, eingerichtet wurde.

Ende letzter Woche äußerte die Administration Biden auch „ernste Sorgen“ wegen des Versuchs des Internationalen Strafgerichtshofs, die Zuständigkeit über israelische Regierungsvertreter zur Verfolgung von Kriegsverbrechen auszuüben und sie überlegt sogar die Sanktionen der Administration Trump gegen das führende Personal des Gerichtshofs beizubehalten.

Sie bringt drei Beispiele dessen, was sie als palästinenserfeindliche Politik betrachtet: Beibehaltung der Botschaft in Jerusalem, Unterstützung von Frieden zwischen Israel und arabischen Staaten und Erhalt der Militärhilfe, die in den USA ausgegeben wird.

Nichts von dieser Politik schadet den Palästinensern. Nichts davon beeinträchtigt palästinensisches Leben, außer das von Terroristen im Gazastreifen, die israelische Zivilisten mit Raketen ermorden wollen. Nichts davon ist Geschwindigkeitsdämpfer für einen Palästinenserstaat.

Sie unterstützen Israel als souveränen Staat – was diese „Menschenrechts-Anwältin“ als „belastend“ betrachtet.

Der Rest des Artikels ist mehr davon, Beschwerden, dass eine Definition von Antisemitismus, die die Dämonisierung der puren Existenz des jüdischen Staates einschließt, irgendwie palästinenserfeindlich ist.

Erakat ist derart von Hass auf Israel erfüllt, dass sie buchstäblich weder den Unterschied zwischen „pro-Israel“ und „palästinenserfeindlich“ kennt, noch den zwischen „pro-palästinensisch“ und „israelfeindlich“. Sie unterschreibt eine Nullsummen-Mentalität, dass das, was gut für Israel ist, automatisch schlecht für die Palästinenser ist – und, noch schlimmer, dass nichts als gut für die Palästinenser gelten kann, solange es nicht auch schlecht für Israel ist.

Die VAE und Bahrain (und in gewissem Maß auch Marokko und der Sudan) haben die Nullsummenspiel-Mentalität aufgegeben. Niemand kann ihnen „Palästinenserfeindlichkeit“ nachsagen, obwohl die Golf-Araber der aktuellen Palästinenserführung verständlicherweise kritisch gegenüber stehen. Sie betrachten Israel auch nicht als einen Feind, sondern als Partner, der ihnen helfen kann Erfolg zu haben; nicht als offene jüdische Wunde im arabischen Nahen Osten, sondern als dauerhaften Bestandteil, der die Region verbessert und arabische Staaten erheben kann. Statt Nullsumme streben sie nach Win-win. Die Nullsummen-Mentalität, die sie über so viele Jahrzehnte beibehielten, half ihnen – oder den Palästinensern – kein Bisschen.

Die Nullsummen-Denkweise ist kindisch und kontraproduktiv. Wenn es eine dauerhafte Veränderung durch die Abraham-Vereinbarungen gibt, dann dass diese infantile Art des Denkens im Nahen Osten endlich im Abnehmen befindlich ist.

Solange die Palästinenser – einschließlich ihrer westlichen „Verteidiger“ – dieses Grundkonzept nicht begreifen, werden sie niemals irgendwo hingelangen.

Kenne deine Geschichte: Araber begrüßten jüdische Zuwanderung nach Palästina (1921)

David Lange, Israellycool, 18. Januar 2021

Eines der Narrative, die von den palästinensischen Arabern und ihren Anhängern/Israelhassern vorangetrieben wird, lautet, dass die Zionisten einfach ins Land kamen und die „eingeborenen Palästinenser“ beraubten. Lässt man die Tatsache beiseite, dass die Juden das eingeborene Volk des Landes sind, habe ich auch früher schon darüber geschrieben, wie der Zustrom zurückkehrender Juden der Bevölkerung vor Ort nutzte.

Was Sie vielleicht nicht wussten: Einige der örtlichen Bevölkerung profitierten nicht nur von den Juden, sondern erkannten dieses Tatsache sogar an. So sehr, dass sie deutlich machten, dass sie jüdische Zuwanderung begrüßten!

Aus The Sentinel vom 25. Februar 1921:

Araber fordern zu jüdischer Zuwanderung auf
Jerusalem – Die Regierung hat ein Dokument der Einwohner des Distrikts Hebron erhalten, in dem diese gegen den antizionistischen Kongress protestieren, der gerade in Haifa stattfand und erklären, dass sie voll und ganz für jüdischen Zuwanderung sind, weil sie glauben, dass die Entwicklung des Landes durch Juden den Arabern gleichen Wohlstand bringen wird.

Die Glaubwürdigkeit der palästinensischen Einwände gegen die IHRA-Definition für Antisemitismus nimmt ab

Ein dramatisches Gefühl dafür, wie dieser Prozess sich entwickelt, war bei der UNO zu sehen – der Hochburg des globalen Antizionismus

PA-Führer Mahmud Abbas spricht am 26. September 2019 vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Foto: UNO-Foto/Cia Pak.

Ben Cohen, JNS.org, 4. Dezember 2020

Eine Gruppe palästinensisch-arabischer Intellektueller, insgesamt 122, begrüßte eine Äußerung, die letzte Woche in der Zeitung The Guardian veröffentlicht wurde; darin wurde die Antisemitismus-Definition der Internationalen Holocaust-Allianz angegriffen. Diese Intellektuellen machten sich Sorge, weil die Definition weiter von hunderten Regierungen, lokalen Behörden und Bürgerverbänden in den Vereinigten Staaten und weltweit als effektives Instrument für die Bekämpfung des Hasses auf Juden übernommen wird.

Wie es mit solchen Äußerungen so oft passiert, war das, was nicht gesagt wurde, für den kritischen Leser so vielsagend wie das, was in dem Text steht.

Es ist nicht so, dass diese arabischen Intellektuellen Antisemitismus begrüßen. Sie erklären früh, dass „keine Bekundung von Hass auf Juden als Juden irgendwo in der Welt toleriert werden sollte“. Auch sie erkennen, dass Antisemitismus „sich in pauschalen Verallgemeinerungen und Stereotypen zu Juden kundtut, besonders in Bezug auf Macht und Geld, dazu Verschwörungstheorien und Holocaust-Leugnung.“

Doch trotz der Angabe der Namen einiger der respektiertesten Akademiker, Schriftsteller und Filmemacher der arabischen Welt (allesamt Erzfeinde Israels) erkennt die Erklärung zur IHRA-Definition nirgendwo an, dass Antisemitismus als soziales und religiöses Phänomen in den von diesen Intellektuellen repräsentierten arabischen Zivilisationen tief eingebettet ist. Stattdessen wird Antisemitismus als das Problem von jemand anderem, in erster Linie Europas, dargestellt.

Es ist angesichts solch eklatanter Beseitigung von Geschichte im Nahen Osten schwer, die zum Ausdruck gebrachte Verpflichtung zur Bekämpfung des Antisemitismus in dieser Erklärung ernst zu nehmen. Jahrtausende lang hatten Juden einen prekären Platz in arabischen und islamischen Gesellschaften, wo sie gelegentlich freundlicher gesinnte Herrscher erlebten, aber regelmäßig das Ziel von offizieller Diskriminierung und Volksgewalt waren. Zu dieser Geschichte gehört, das ist wichtig, der Holocaust, wie es die Vernichtung jüdischer Gemeinden im deutsch besetzten Nordafrika zeigt; die judenfeindlichen Krawalle in Bagdad, Kairo und anderen Städten; und die breiteren ideologischen Affinitäten zwischen den Nazis und den arabischen Nationalisten, von denen viele an die Macht kommen und ihre jüdischen Bevölkerungen im Irak, Syrien, Libyen, Ägypten und anderen Ländern in den folgenden Jahrzehnten vertreiben sollten.

Für diese Intellektuellen spielt offenbar nichts davon eine Rolle; sie sehen ihre Rolle als die des Nährers der nationalen Mythologien der arabischen Welt – insbesondere, dass Antisemitismus kein arabisches Problem ist und damit im Zusammenhang, dass das Problem des Antisemitismus den Arabern als Ergebnis europäischer und amerikanischer Unterstützung des Zionismus und der folgenden „ethnischen Säuberung“ der Palästinenser während Israels Unabhängigkeitskrieges 1948 aufgezwungen wurde.

Diese letzte Behauptung ist die, die in den Kern der Einsprüche dieser Intellektuellen gegenüber der IHRA-Definition treffen. In Anerkennung, dass Antisemitismus ein dynamischer Prozess ist, schließt die Definition als Beispiele sowohl klassische Sprachbilder über Juden als auch modernere ein, die sich um Israel und den Zionismus drehen. Die Behauptung, dass Juden als Nation kein Recht auf Selbstbestimmung haben und der Staat Israel als Ursünde gegen die Palästinenser dargestellt wird, sind gemäß den Bestimmungen der Definition zweifellos antisemitisch.

Es überrascht nicht, dass diese Gruppe Intellektueller wütend darüber ist, dass ausgerechnet die von ihnen vertretenen Positionen – dass Israel ein rassistisches Unternehmen ist, dass Juden eine erfundene Nation sind, dass israelische Politik gegenüber den Palästinensern eine Reinkarnation der Naziverfolgung der Juden ist – von einem zunehmenden Teil der internationalen Meinung als antisemitisch und daher als moralisch und politisch verunreinigt definiert werden. Aber statt diese Positionen im Licht der historischen Veränderungen ehrlich zu überprüfen – etwas, das Intellektuelle tun sollten – haben sie bei der diskreditierten antizionistischen Kampagne, die die arabischen Regime und die Arabische Liga geführt wurde, noch bevor Israel überhaupt entstand, einfach noch draufgelegt.

Im Mittelpunkt steht, dass sie – auf genau dieselbe Art, wie der Holocaust oder der Völkermord in Kambodscha oder der transatlantische Sklavenhandel unbestreitbare Tatsachen sind – als unbestrittene Tatsache etablieren wollen, dass die Palästinenser behaupten Israels Gründung sei eine nakba („Katastrophe“). „So, wie er derzeit besteht, ist der Staat Israel auf der Vertreibung der großen Mehrheit der Einheimischen gegründet – was die Palästinenser und Araber als nakba bezeichnen – und auf der Unterjochung der Einheimischen, die immer noch auf dem Territorium des historischen Palästina leben, entweder als Bürger zweiter Klasse oder Volk unter Besatzung, denen ihr Recht auf Selbstbestimmung verweigert wird“, heißt es in der Erklärung.

Die Staaten und Gremien, die der IHRA-Definition beipflichten, begreifen dieses Argument ganz anders. Sie betrachten es nicht als objektive Erklärung von Tatsachen, sondern als hoch politisierten Bericht über die Ursprünge, das Wesen und die Politik des jüdischen Staates. Die Behauptung, dass Israel im Prozess des Erstreitens seiner Unabhängigkeit gezielt 750.000 palästinensische Araber vertrieben habe, akzeptieren sie nicht als unbestritten; auch nicht, dass Israel allein für die Fortdauer der Flüchtlingsfrage fast 80 Jahre später die Verantwortung trägt. Tatsächliche beginnt, zum Teil wegen der Verbreitung der IHRA-Definition, eine zunehmende Zahl von Meinungsmachern zu begreifen, dass die antizionistische Erklärung des Leids der Palästinenser selbst auf einem antisemitischen Zerrbild des zionistischen Vorhabens aufbaut.

Zufällig war in derselben Woche, in der die IHRA-Erklärung veröffentlicht wurde, bei der UNO – der Hochburg des globalen Antizionismus – ein dramatisches Gefühl zu erleben, wie dieser Prozess sich entfaltet. Die Vollversammlung verabschiedete fünf routinemäßig antiisraelische Resolutionen, die praktisch die Operationen der Abteilung für Palästinenserrechte auffrischt – einer zweckbestimmten Abteilung von UNO-Angestellten, die den verschiedenen antiisraelischen Komitees, Konferenzen und Propaganda-Kampagnen dienen, die unter der Ägide der Vollversammlung agieren.

Bis vor ganz kurzem wurden solche Resolutionen mit einer vorhersagbar großen Mehrheit verabschiedet, da die Regierungen von Demokratien und Autokratien gleichermaßen beim Verewigen eines massiv antizionistischen Propaganda-Apparats zusammenwirkten, der seit mehr als 40 Jahren in den Vereinten Nationen existiert hat. Aber während der letzten zehn Jahre hat die Zahl der Mitgliedstaaten, die sich enthalten oder gegen genau diese Resolutionen stimmen, dramatisch zugenommen. 2011 stimmten insgesamt 114 Staaten für die Resolutionen. 2020 sank diese Zahl auf 82, während 78 UNO-Mitgliedstaaten offen dagegen waren, sich enthielten oder sich zur Abstimmung über die Resolutionen nicht anwesend meldeten.

Weil die strategische Bedeutung der Palästinenserfrage im Lauf der letzten Jahre abgenommen hat, wird die Verwendung der nakba als Narrativ zum Untergraben des jüdischen Anspruchs auf nationale Selbstbestimmung wie auch des Kampfs gegen Antisemitismus in seiner Antizionismus-Verkleidung immer weniger effektiv. Mit der Zeit werden vielleicht einige arabische Intellektuelle erkennen, dass diese Entwicklung, mehr als alles andere, für die Palästinenser ein Glücksfall war, der ihnen hilft sich von ihren Schaden anrichtenden Plattitüden zu befreien und sich hin auf ein Leben in Frieden und mit Blick nach vorne zu bewegen.