Amerikanische Rassenhetze und nahöstliche Judenhetze

Sar Shalom, Israel Thrives, 27. Februar 2015 (Übersetzung: Cora)

1981 gab ein Mitglied des Parteivorstands der Republikaner ein Interview, in dem er die Entwicklung der rassistisch basierten Ausdrücke beschrieb und in dem er sagte:

„Es begann im Jahre 1954, als man `Nigger, Nigger, Nigger´ sagte. Schon 1968 konnte man nicht mehr `Nigger´ sagen – das verletzte. Es gehört sich nicht. Also sagt man Sachen wie erzwungene Busbeförderung (um Schwarzen den Besuch an weißen Schulen und umgekehrt zu ermöglichen Anm. d. Übersetzerin) oder staatliches Recht und solche Sachen. Man drückt sich immer abstrakter aus, so dass man von der Verringerung der Steuern spricht und alles, worüber man redet sind wirtschaftliche Themen und eine Nebenwirkung des Ganzen ist dann, dass es die Schwarzen mehr betrifft als die Weißen. Und unbewusst ist das auch so gewollt. Das sage nicht ich. Aber ich sage, dass, wenn etwas derart abstrakt und derart verklausuliert wird, wir das Rassenproblem auf die eine oder andere Weise beiseiteschieben. Ihr versteht mich – denn ganz offensichtlich sitzt ihr hier herum und sagt: „Wir wollen einen Schnitt machen“, was sehr viel abstrakter ist als die ganze Busbeförderungsgeschichte und ganz entschieden theoretischer als „Nigger, Nigger“.

Ein ganz ähnlicher Prozess lief in den Unterstützungsaufrufen gegen Israel ab. Zu Beginn der palästinensischen Nationalbewegung in den 1920ern bis zu den Aufständen, die dem Teilungsbeschluss folgten, war der Refrain derer, die gegen die Entstehung Israels waren:

Filastin bladna
W´al yahud klabna

Auf Deutsch:

Palästina ist unser Land
und die Juden sind unsere Hunde.

In den 1960ern begannen die Araber zu begreifen, dass deutliches zum Ausdruck bringen des Judenhasses kontraproduktiv war. So begannen sie ihre Beschwerden auf palästinensischen Enteignungen aufzubauen. Im 21. Jahrhundert wandelte sich diese Aussage wiederum dahingehend, dass alles, was gebraucht würde, die Durchsetzung eines internationalen Rechts wäre. Grundsätzlich ist der Ruf nach der Einhaltung eines internationalen Rechts abstrakter als der Ruf nach Linderung palästinensischer „Enteignung“ und dies ist wiederum abstrakter als die Juden Hunde zu nennen.

Warum tun sich die Linken so leicht, bei den Rechten kaum hörbare rassistisch kodierte Bemerkungen zu erkennen, die in der Verpackung neutraler Sprache daherkommen, wenn sie nichts dabei finden, dass die Verteidiger der arabischen Sache die gleiche Taktik der unhörbaren Aufrufe zum Judenhass in der edlen Sprache des internationalen Rechts formulieren? Dafür müssen wir sie zur Rede stellen.

Warum das Fehlen jeglichen Unterschieds zwischen den Palästinensern und den Arabern allgemein wichtig ist

Sar Shalom, Israel Thrivers, 15. Januar 2015

Ein üblicher Kehrvers unserer Seite lautet, dass die Palästinenser sich nicht von den anderen Arabern unterscheiden. Diese Aussage ist absolut angemessen, benötigt allerdings eine Erklärung, warum das eine Rolle spielt. Ohne diese Erklärung würden unsere Feinde unser Bestehen darauf, dass sie sich nicht unterscheiden, als einen Versuch zur Rechtfertigung dafür unterstellen sie als entbehrlich zu betrachten. Welche Verdienste auch immer es für Argumente zu nicht vorhandener Unterscheidung zwischen Palästinensern und anderen Arabern auch gibt, der Westen wird niemals einen Fall akzeptieren, dass irgendein Teil der arabischen Öffentlichkeit einfach deshalb entbehrlich ist, wer er ist. Was gebraucht wird, ist eine alternative Erklärung, warum diese nicht existente Differenzierbarkeit wichtig ist.

Eine solche alternative Erklärung kann man in dem Zufall gesehen werden, dass das Land, das die palästinensischen Araber interessiert, immer genau das Land ist, das von den ungläubigen Juden kontrolliert wird. Wenn die Palästinenser als eigenständiges Volk wahrgenommen wird, dann kann behauptet werden, dass 73% der südwestlichen Levante unter jüdischer Souveränität bedeutet, dass die Palästinenser 73% „ihres“ Landes und 100% der südwestlichen Levante unter jüdischer Souveränität als komplette Enteignung der Palästinenser dargestellt werden kann. Wenn die Palästinenser aber nur Teil des größeren arabischen Volks sind, was der Fall ist, dann wäre der angemessene Nenner für Land, das die Araber für einen jüdischen Staat abtreten, größer und damit der prozentuale Anteil des abgegebenen arabischen Landes kleiner.

Da die palästinensischen Araber sich als Teil von Syrien betrachteten, bis Israel fest gefügt war, werde ich die Levante, die in etwa Syrien, den Libanon, Jordanien, Israel und die umstrittenen Gebiete umfasst, als Nenner nutzen.

Fläche (km2) Bevölkerung
Levante 610.750 42,360,853
Israel (international anerkannt) 22.072 8,238,300
Israel (mit den umstrittenen Gebieten) 28.366

Was diese Zahlen zeigen: Der jüdische Anteil der Bevölkerung der Levante und der Prozentsatz der Levante unter jüdischer Souveränität sieht wie folgt aus:

prozentualer
Anteil
Bevölkerung 14,5
Land (international anerkannt) 3,6
Land (mit umstrittenen Gebieten) 4,6

Das demonstriert: Welchen Teil der südwestlichen Levante auch immer Israel hat, der Anteil der Levante unter jüdischer Souveränität wird beträchtlich geringer sein als der jüdische Teil der Bevölkerung der Levante.

Der Mossad öffnete die Schleusen des Himmels

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 26. Februar 2015 (direkt vom Autor)

Der israelische Geheimdienst Mossad hat schon weltweit einzigartige Meisterleistungen vollbracht. Er hat Haie abgerichtet, um Touristen bei Scharm A Scheich aufzufressen und so die ägyptische Wirtschaft zu schädigen. Verdächtig beringte Adler und Singvögel spionierten in Libanon, in der Türkei und Saudi Arabien. Und nach Gaza wurde Kaugummi verkauft, das entweder die Männer zu Sexmonstern oder sie unfruchtbar machte, je nach dem, was gerade passte.

Und vor einer Woche haben die Israelis nicht-existente Staudämme geöffnet, um den Gazastreifen zu überfluten. Denn im Gazastreifen kann man sich nicht vorstellen, dass Regen vom Himmel fällt und zwar so viel, dass Teile des Gazastreifens auf ganz natürlichem Wege unter Wasser gesetzt werden. Obgleich in Gaza Abwasserrohre nicht instand gehalten worden sind oder gar nicht existieren, glauben die Palästinenser fest daran, dass böswillige israelische Agenten in den Wolken stehen und dort die Dämme zielgenau öffnen, damit der ganze Gazastreifen möglichst ins Mittelmeer weggeschwemmt werde. Das ist natürlich offizielle Politik, nachdem Jitzhak Rabin gesagt hat: „Ich wünschte, der Gazastreifen würde im Mittelmeer versinken.“

Der gleiche Vorwurf kam schon im Dezember 2013 auf, als schwere Unwetter Israel mit Schnee bedeckten und Tel Aviv im Wasser versank. Damals hat der „angesehene“ deutsche Hydrologe Clemens Messerschmidt behauptet, dass Israel entlang der Grenze zu Gaza Staudämme errichtet habe, um den Gazastreifen unter Wasser zu setzen. Niemand hat bisher solche Dämme gesichtet oder gar fotografiert. Messerschmidt lebt und arbeitet seit 16 Jahren in den besetzten palästinensischen Gebieten und ist zunehmend mit hydropolitischer Analyse und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.

Nach dem jüngsten Unwetter vor einer Woche haben die israelischen Stellen reagiert und offiziell erklärt, dass es solche Dämme nicht gebe. In der Folge haben Al Dschesira und die britische Zeitung Guardian ihre Märchengeschichten korrigiert und die Behauptung zurückgenommen.

Doch es kommt noch besser: An die Öffentlichkeit vom südafrikanischen Geheimdienst durchgestochene Geheimdienstpapiere des Mossad berichten über weitere Meisterleistungen des Mossad. So haben israelische Agenten im feindseligen Sudan entlang der Ufer des Nils Pflanzen gesetzt, die so viel Wasser schlucken, dass sie den Nil austrocknen könnten. Ägypten solle verdursten. Für den Mossad habe das israelische Ministerium für Wissenschaft und Technologie eine namentlich nicht genannte Geheimpflanze gezüchtet. (Man stelle sich vor, die Franzosen würden mit solchen Pflanzen den Rhein trocken zu legen.)

Al Jazira und der Guardian, die auch schon die Staudämme vor Gaza erfunden haben, halten diese Wasser-saufende Pflanze offenbar für bare Münze: „falls die Geschichte wahr ist, würde sich der Mossad abscheulicher Taktiken bedienen“. Man könnte wohl eher den südafrikanischen Geheimdienst „abscheulicher Taktiken“ bezichtigen, mit Märchen den Mossad zu verunglimpfen.

Schlagzeilen in aller Welt machte die „Entdeckung“ des südafrikanischen Geheimdienstes, wonach der Mossad den Befürchtungen von Premierminister Benjamin Netanjahu zur iranischen Atombombe widerspreche. Bei genauem Hinschauen stellt sich heraus, dass es da keine Widersprüche gibt. Aber die Behauptung passte halt in die verbreitete Ansicht, dass Netanjahu mit seiner Angst vor einer Atombombe aus Teheran „maßlos übertreibe“.

Weiter hieß es, dass die EL AL für „illegale Aktivitäten“ benutzt werde.

In israelischen Medien wurde aus dem Report teilweise genüsslich zitiert, aber mit dem Hinweis, dass die Beziehungen zwischen Mossad und Südafrikas Geheimdienst seit einem Jahrzehnt stark abgekühlt seien. Es sei unwahrscheinlich, dass die Israelis ausgerechnet Pretoria derartige Informationen zugespielt hätten.

Die Juden und Araber Palästinas, 1852

Elder of Ziyon, 10. Februar 2015

Hier haben wir einen weiteren Text in einer gelegentlichen Reihe zeitgenössischer Schriften aus dem 19. Jahrhundert und davor, das zeigt, dass die angebliche Toleranz der Muslime den Juden gegenüber ein Märchen ist.

Aus „Remarks on the present condition and future prospects of the Jews in Palestine” (Anmerkungen zum gegenäwrtigen Zustand und den Zukunftsaussichten der Juden in Palästina) von Arthur George Harper Hollingsworth, 1852:

Die Bevölkerung in Palästina setzt sich aus Arabern zusammen die die Ebenen durchstreifen oder in den Bergfesten als Räuber und Fremde lauern, kein festes Zuhause haben und keine feste Bindung zum Land. In vielen der abgewirtschafteten Städte und Dörfer gibt es zuzdem eine begrenzte Zahl christlicher Familien, unzivilisiert und nicht richtig wissend aus welcher Rasse sie ihre Herkunft beziehen. Arm und ohne Einfluss halten sie von Jahr zu Jahr zitternd und zagend an ihren Habseligkeiten fest, ohne Sicherheit und ohne Wohlstand, in einem Land, von dem sie zugeben, dass es nicht das ihre ist.

Die arabische und christliche Bevölkerung nimmt jedes Jahr ab. Armut, Not, Unsicherheit, Raub und Krankheit schwächen die Einwohner dieses schönen Landes weiter. Ruinen über Ruinen; die Einöde nimmt in den verlassenen Dörfern zu. Das Land trauert um seine Einwohner. …

Unter der zerstreuten und kraftlosen Bevölkerung dieses einst glücklichen Landes findet sich jedoch eine zunehmende Zahl armer Juden; einige ihrer gelehrtesten Männer wohnen in den heiligen Städten Jerusalem, Hebron und Tiberias. Ihre Synagogen bestehen immer noch. Regelmäßig kommen Juden aus jeder Nation in Europa nach Palästina und bleiben dort mehrere Jahre; Und andere sterben mit der Genugtuung sich mit den Überresten des Staubs ihrer Vorväter zu vermischen, die jedes Tal füllen und in jeder Höhle zu finden sind.

Diese jüdische Bevölkerung ist über jedes angemessene Wort hinaus arm; sie ist in ihrem sozialen und politischen Zustand erniedrigt in einen Zustand des Elends, derart groß, dass sie keine Rechte besitzt. Sie kann keinen Reichtum zeigen, selbst wenn sie ihn hätte, denn Reichtum zur Schau zu stellen würde Raub Raub durch die mohammedanische Bevölkerung, die türkischen Beamten oder die beduinischen Araber sicherstellen. Diese Juden leben hauptsächlich von Almosen, die aus den Nationen in allen Teilen der Welt gesammelt werden. Es gibt kein großzügigeres Volk als die Juden, obwohl diese Großzügigkeit allgemein exklusive ist. Dieses Geld bezüglich seiner Summe unsicher, kommt regelmäßig verspätet an, man ist immer unsicher, wann man es erhält, manchmal geht es unterwegs verloren und ist immer begleitet von der Erniedrigung ein unbeständiges Almosen aus einer großen Entfernung zu erhalten, das eine armselig verarmte und hungernde Bevölkerung unterstützt. Von den Juden Palästinas wird kein Fortschritt im Handel und Kommerz gemacht, in Sachen Besitz von festen Häusern oder von Land. Alleine gelassen dort, wo er der erste sein sollte, ist er der Letzte; und wo in allen anderen Ländern ein Juden gedeiht und sein Wohlstand zunimmt, ist er in diesem kraftlos durch Unterdrückung und ohne Energie, weil ohne Hoffnung auf Schutz. Er kraucht über diesen Boden, auf dem seine Vorväter stolz in der Fülle eines wunderbaren Reichtums dahinschritten, als ein Fremder, ein Ausgestoßener, eine Kreatur, die weniger als ein Hund ist und tiefer steht als der unterdrückte christliche Bettler und das in seinen angestammten Ebenen und Städten. Keine Ernte reift für seine Hand, denn er kann nicht sagen, ob es ihm erlaubt wird sie einzufahren. Von einem Juden besetztes Land ist Raub und Verlust ausgesetzt. Es gibt eine äußerst reizbare Eifersucht auf Wohlstand durch Landbesitz oder wirtschaftlichen Reichtum oder Fortschritt durch Handel beim Juden. Es gibt für einen britischen Christen in diesem Land Hindernisse sich niederzulassen, aber tausend belanglose Sperren werden geschaffen, um zu verhindern, dass ein Jude sich auf Brachland neiderlässt oder dass ein Jude Land kauft oder pachtet.

… Landwirtschaftliche Aktivitäten finden unter großem Risiko statt, denn im Bereich des Jordans gibt es viele Araber, die ihren Lebensunterhalt in erster Linie durch Plündern bestreiten. … Welche Sicherheit gibt es dafür, dass ein jüdischer Einwanderer, der sich in Palästina niederlässt, eine faire Vergütung für sein Kapital und seine Arbeit bekommt? Absolut keine. So sehr er sich abrackert, seine Ernte würde von anderen eingeheimst; der arabische Räuber kann hereinstürmen und seine Herden fortbringen. Wenn er sich um Abhilfe an den nächsten Pasch wendet, füllt der Makel seines jüdischen Blutes die Luft und verdunkelt die Augenbrauen seines Unterdrückers; wendet er sich an seine christlichen Nachbarn, begegnen ihm Vorurteil und Tücke; beansprucht er eine türkische Wache, wird er auf beleidigende Weise abgewiesen und verachtet. Wie kann er sein Kapital in ein solches Land bringen, wenn dieser flüchtige Besitz von Orten davon fliegt, wo das Schwert gezogen wird, um ihn den Händen des Besitzers zu entreißen statt zu beschützen?

… Wie soll nun dieses arme, verachtete und machtlose Kind Abrahams Wiedergutmachung erlangen oder seine Stimme an der Hohen Pforte hörbar machen? Je zahlreicher die Fälle der Unterdrückung (und es sind viele), je lauter ihre Rufe nach Gerechtigkeit, desto widerwilliger wird die Regierung des Sultans – zum Teil aus eingewurzelter und zunehmender Schwäche, zum Teil aus Abneigung – auf der Seite des Juden handeln. Sie verachten sie als eine verwünschte Rasse; sie hassen sie als die buchstäblichen Nachkommen der ursprünglichen Eigentümer des Landes.