Wie Nazis in Ägypten halfen Juden davon zu „überzeugen“, dass sie das Land verlassen

Bataween, Point of No Return, 31. Januar 2023

Nur Tage nach dem Internationalen Holocaust-Gedenktag passt es, sich and die Tatsache zu erinnern, dass tausende Nazis sich in den 1950-er Jahren in Nassers Ägypten wechselten. Laut einem neuen Buch – Nazis on the Nile von Vivyan Kinross – bildeten frühere Wehrmachtssoldaten, Raketenwissenschaftler, Chemie-Ingenieure, Waffenhersteller und Waffenhändler, Veteranen deutscher Spezialeinheiten ägyptische Soldaten darin die Briten in der Suez-Kanalzone und die Israelis im Gazastreifen zu bekämpfen. Die Briten entdeckten deutsche Subversionstaktiken in der ägyptischen Außenpolitik, Propaganda- und Geheimdienst-Operationen und Ägypten wandte Zwangsmaßnahmen an, um seine jüdische Bevölkerung nach der Suez-Krise von 1956 zu überzeugen das Land zu verlassen. Für die Familie von Edna Anzarut Turner stand das Menetekel schon vor der Vertreibung an der Wand. Sie erzählte Point of No Return ihre Geschichte.

Otto Skorzeni 1943

„Ich war bereits in England und meine Mutter begab sich zum schweizerischen Botschafter. Sie wollte mir über deren diplomatische Post etwas Geld schicken.

Sie kannte ihn sehr gut.

Als er sie sah, rang er nach Luft: „Madame Anzarut, was machen Sie noch hier? Das Land ist voller Nazis. Otto Skorzeni ist hier. Wollen Sie als Lampenschirm enden? Gehen Sie, verlassen Sie das Land so bald wie möglich.“

Wie auch immer, sie war nicht in der Lage mir Geld zu schicken.

Sie eilte nach Hause, nahem den britischen Pass meines Vaters und ihren eigenen, brachte sie zum ägyptischen Passamt, wo sie Ausreise- und Einreise-Visa beifügten.

Sie kaufte Flugtickets, packte für jeden einen Koffer, eine Decke. Sie füllte alle Vasen unseres Hauses mit Blumen und brachte die Autos zu verschiedenen abgelegenen Garagen und warf die Schlüssel in den Nil.

Am nächsten Tag warteten sie auf das Taxi.

Es wurde an die Tür gehämmert. Geschrei: „EFTAH, EFTAH!“ (Macht die Tür auf.)

Es war nicht das Taxi, es waren zwei herrische Polizisten mit dem Räumungsbefehl.

Meine Eltern sahen sie einfach an und die Situation war derart unpassend, dass sie beide in unkontrolliertes Gelächter ausbrachen.

Offenbar blickten die Polizisten völlig verdutzt aus der Wäsche. Niemand hatte ihnen jemals so ins Gesicht gelacht.

Meine Eltern sagten ihnen, sie seien zu spät dran. Sie würden das Land verlassen, ohne dass man sie vertreiben müsse.

Sie zeigten ihnen die zwei Koffer und dann brüllte mein Vater sie an: „IMSCHIE, IMSCHIE, BARRA, BARRA … je SCRAM…“, in dem Moment, als der Taxifahrer ankam.

Meine Eltern warfen noch einmal einen letzten Blick auf ihr schönes, elegantes Haus und die mit Blumen gefüllten Vasen … und das war’s dann.

Mein Vater starb sechs Jahre später infolge von stressbedingtem Speiseröhrenkrebs.

Ednas Vater war 52, ihre Mutter 47. Sie hat nie wieder geheiratet.

Offizielle, antisemitische jordanische Geschichte Jerusalems lässt die Tempel, die Könige David und Salomo aus

Elder of Ziyon, 9. Januar 2023

Die Internetseite des jordanischen Königlichen Komitees für Jerusalem-Angelegenheiten beinhaltet eine kurze Geschichte der Stadt auf Englisch, die ursprünglich 2005 veröffentlicht wurde.

Sie kehrt jegliche historische jüdische Verbindung zur Stadt unter den Teppich, indem sie Juden als einen von vielen Invasoren darstellt:

3000 v.Chr.:
Die arabischen Kanaaniter gründet die Stadt im 3. Jahrtausend v.Chr., erklären Archäologen.

1879 v.Chr.:
auf den ägyptischen Tafeln, die die Fluchtexte genannt werden, wurde der Name Ur Salim (die Stadt des Friedens) als Name der Stadt erwähnt. Der Name tauchte wieder im Jahr 1300 v.Chr. auf den Tal Al-Amarnah-Tafeln auf. Damals war die Stadt von den arabischen Jebusitern bewohnt.

1300 v.Chr. – 636 n.Chr.:
Das war die Zeit der römischen Herrschaft, die rund 700 Jahre andauerte. Die wichtigsten Ereignisse in dieser Zeit waren:

  • Das Erscheinen von Jesus Christus (dem Messias) um das erste Jahr v.Chr.
  • Im Jahr 70 wurde die Stadt vom römischen Kaiser Titus zerstört.

Die Kanaaniter waren keine Araber.

Jüdische Königreiche, König David oder Salomo, die Tempel, noch nicht einmal die Bibel werden nicht erwähnt. Selbst der Koran sagt weit mehr über die Juden im Land als es diese Kommission tut.

Nun, es gibt eine indirekte Erwähnung der Tempel, wenn die unterschiedlichen Namen der Stadt erörtert werden:

Bayt Al-Maqdis (Al-Quds; die Heilige): Der der Stadt von den muslimischen Arabern gegebene Name.

Dieser Name ist natürlich eine Verfälschung des Hebräischen „Beit Ha-Mikdasch“ – der heilige Tempel.

Praktisch jede Erwähnung von Juden in dieser Geschichte ist eine Lüge. Ein paar Beispiele:

1882: Der Beginn der Wellen jüdischer Massenimmigration aus Russland nach Jerusalem und Palästina.

Nur aus Russland? Jede Menge Juden kamen aus vielen anderen Ländern im 19. Jahrhundert, darunter aus arabischen Ländern wie dem Jemen.

Juni 1967: Beschlagnahme von 116 Dunam innerhalb der Altstadt und der Abriss der dortigen Gebäude zum Zweck des Baus neuer als Wohnraum für die Juden.

Das ist die Wiederherstellung des Jüdischen Viertels, das von diesen Jordaniern 1948 zerstört wurden.

21. August 1969: Der Jude Michael Denis Rohan legte Feuer an der gesegneten Aqsa-Moschee.

Rohan war Christ.

Jerusalem: die Einwohner

  • 1918 betrug die Zahl der Palästinenser im alten und neuen Jerusalem betrug ca. 30.000.
  • 1918 betrug die Zahl der Juden im alten und neuen Jerusalem ca. 10.000.

Ich kann keine Aufzeichnungen einer Volkszählung in Jerusalem für 1918 finden, aber das ist alles eindeutig gelogen. 1922 gab es 34.000 Juden in Jerusalem; sie waren mehr als die Christen (15.000) und Muslime (13.000) zusammen.

Das offizielle jordanische Dokument sagt auch:

  • Im Jahr 2000 betrug die Zahl der Juden im westlichen Teil des Besetzten Jerusalem ca. 275.000 koloniale Juden.

Hier und an anderen Stellen werden alle Juden in Israel als Kolonialisten bezeichnet – nicht nur als „Siedler“.

Schließlich wird fälschlich behauptet, dass die Zahl der Christen in Jerusalem von mehr als 18.000 im Jahr 1967 auf 5.000 im Jahr 1998 zurückging. In Wahrheit fiel die Zahl unter jordanischer Herrschaft von 29.000 auf 12.000 im Jahr 1967 und ist bis heute leicht auf 16.000 gestiegen.

Das jordanischer, staatlich betriebener Antisemitismus.

Vor 75 Jahren: Vertreter der Araber sagen, sie werden die Juden besiegen, weil arabisches Leben nicht viel wert ist

Elder of Ziyon, 16. Januar 2023

Vom berühmten Journalisten und Historiker Jon Kimche, aus der Palestine Post, 14. Januar 1948:

Eine führende arabische Persönlichkeit, die dem Führer der Höhen Arabischen Exekutive nahe steht, der gerade von einer Reise durch die meisten arabischen Hauptstädte zurückkehrte, gab mir gestern ein Bild von der Palästina-Lage, wie arabische Führer sie sehen.

… Der Konflikt in Palästina ist unvermeidlich, meinte er; und es sollte lieber von einer drückenden Wirtschaftsblockade des jüdischen Staates begleitet werden, die weiter gehen würde, bis die eine oder die andere Seite bereit ist bedingungslos zu kapitulieren.

Die Araber würden den Kampf abbrechen, sagte er, wenn die Juden den jüdischen Staat und die Zuwanderung aufgeben. Andere Bedingungen wären nicht akzeptabel.

Die Husseinis, sagte er, waren zuversichtlich, dass sie langfristig  – vielleicht in drei oder vier Jahren – den jüdischen Staat brechen und die Unterwerfung des palästinensischen Judentums erzwingen könnten, auch wenn das die palästinensischen Araber eine enorme Anzahl an Leben kosten würde. Die Araber hätten einen großen Vorteil, weil für sie Leben nicht viel wert sei und sie in Palästina im Gegensatz zu den Juden wenig zu verlieren hätten.

Zur Diskussion der militärischen Organisation innerhalb von Palästina schätzte er, dass die Juden in der Eröffnungsphase eine effektiv schlagkräftige Truppe von rund 10.000 Männern haben und dass die den Arabern zur Verfügung stehende Streitmacht um 5.000 aktive Guerillas betragen würde. Er kalkulierte, dass die Vorfälle von Kämpfen und terroristischem Handeln gegen nicht teilnehmenden Arabern allmählich Araber in den Konflikt hineinziehen würden, die gegenwärtig dagegen und nicht bereit sind mit in den Kampf zu ziehen und das würde eine ständige Quelle für die Verstärkung der arabischen Kräfte werden würden.

Er verließ sich auf Veränderungen  in der internationalen Situation, die dem jüdischen Staat langfristig große Probleme schaffen würden; dieser müsste seine Ressourcen und Lebensmittelversorgung weitgehend von Übersee beziehen.

„So sehen wir es“, schloss dieser Araber. „Wir unterschätzen die Stärke der Juden nicht und wir glauben, dass das Thema nicht so sehr durch reine Waffenmacht entschieden wird, sondern letztlich von der Entscheidung, wer politisch, psychologisch und moralisch zerbrechen wird. Darauf setzen wir alles. Es wird ein langer Kampf werden und er straffe Nerven erfordert.“

Der hervorgehobene Text sagt mehr, als es den Anschein hat. Er sagt, dass die palästinensischen Araber keine so emotionale Verbindung zum Land hatten wie die Juden, also hätten sie „wenig zu verlieren“ – wenn nötig, konnten sie an andere Orte in der arabischen Welt gehen. Die Juden hatten diesen Luxus nicht.

Die Araber denken, dass die jüdische Wertschätzung menschlichen Lebens sie demoralisieren und zur Flucht zwingen würde, aber sie hatten keinen Ort, an den sie gehen könnten. Das ist der Grund warum dieser Analytiker richtig falsch lag – die arabischen Kämpfer hatten wenig Anreiz ihr Leben zu riskieren, während die Juden keine andere Wahl hatten als fest zu stehen und ihr Land zu verteidigen.

Heute könnte eine Analogie zur Ukraine gezogen werden – eine Seite kämpft um ihre Heimat und die andere beansprucht zwar dasselbe Land, ihre Kämpfer interessiert es aber nicht so stark, obwohl sie weit mehr militärische Aktiva zur Verfügung haben. Und genauso wie die arabische Welt damals ist die russische Seite zufrieden damit langfristig vorzugehen, in dem Denken, dass sie die andere Seite zur Kapitulation zwingen wird, indem ihnen die Ressourcen und die Lebensmittel ausgehen.

Antisemitismus auf der Buchmesse in Kairo

Elder of Ziyon, 24. Januar 2023

Hier ist der Einband eines Buches mit dem Titel „Geschichte der zionistischen Bewegung und ihrer Organisationen“; das diese Woche auf der Internationalen Buchmesse Kairo ausgestellt wurde.

Natürlich.

Israels Außenministerium gab eine Stellungahme aus: „Wir sind besorgt wegen der kontinuierlichen Präsent von Anzeichen von Antisemitismus in der ägyptischen Gesellschaft, wie dieser sich in den Büchern widerspiegelt, die veröffentlicht und auch bei der Internationalen Buchmesse in Kairo präsentiert werden. Wir sind entschlossen unsere Bemühungen die Kooperation mit unseren Gesprächspartnern in Ägypten auf eine Weise zu stärken, die für Frieden, Stabilität und Sicherheit wirbt und gleichzeitig Antisemitismus bekämpft.“

Insbesondere gibt es allerdings auf der Messe eine Anzahl an Büchern über Juden, die zumindest zu versuchen scheinen echte Geschichte der Juden in Ägypten zu sein.

Scherif Hussein ibn Ali und „Palästina“

Yisrael Medad, My Right Word, 19. Januar 2023

Scherif Hussein ibn Ali war ein Araberführer aus dem Clan Banu Haschim, ab 1908 Scherif und Emir von Mekka und, nachdem er mit Lawrence von Arabien die Große Arabische Revolte gegen das Osmanische Reich ausgerufen hatte, von 1916 bis 1924 König des Hedschas und 1924 kurze Zeit Kalif. Weil die Saudis in den Hedschas eindrangen, musste er fliehen und ins Exil gehen. Er behauptete, er in 37. Generation stammte er direkt von Mohammed ab, weil er zur Haschemiten-Familie gehörte.

Sein Sohn war Abdallah I. und sein Ururenkel, Abdallah II. (Sohn des Hussein, Son des Talal) ist der derzeitige König von Jordanien.

Im Januar 1924 kam er in Amman an, das damals zu Transjordanien gehörte; hier sieht man, wie er von Lt.-Col. Frederick Peake Pasha, dem britischen Repräsentanten und Einwohner (und Gründer der Arabischen Legion):

und ein anderes Bild aus dieser Zeit:

Scharif Hussein bin Ali , neu proklamierter Kalif, verlässt den Königspalast in Amman, Jordanien, 18. Januar 1924.

Am 11. März erhielt er Lehnseide lokaler Araber, Araber von westlich des Jordan und den benachbarten arabischen Ländern.

Aber was dachte er von „Palästina“?

Wie sein ArtikelSharif Husayn ibn Ali and the Hashemite Vision of the Post-Ottoman Order: From Chieftaincy to Suzerainty“, [Scherif Hussein ibn Ali und die haschemitische Vision der postosmanischen Ordnung: Vom Stammeschef zum Lehnsherrn] ausführlich beschreibt, schien er zu denken, dass es nicht existieren sollte:

eingerahmter Text: Beim Empfang von Delegationen der arabischen Welt während er in Transjordanien war, gab Hussein einen königlichen Erlass aus, mit dem er forderte, dass die Delegationen zukünftig immer als „Delegationen aus Arabien“ bezeichnet werden, (wufud al jazirah), statt als „palästinensische“, „syrische“ oder andere Delegationen.

Es ist also nicht so, dass einige pro-Israel/Zionismus-Fürsprecher glauben, dass es ein „arabisches Palästina“ nicht gab und nicht geben sollte.

Houthi-Führer: Juden korrumpieren Frauen

Elder of Ziyon, 13. Januar 2023

Die Behauptung die Araber seien nur antizionistisch, nicht antisemitisch, hat so ihre Herausforderungen.

Der Führer der Bewegung Houthi Ansar Allah im Jemen, Abd al-Malik Badr al-Din al-Houthi, hielt eine Rede vor der muslimischen Version des Internationalen Frauentags.

Al-Houthi sagte: „Die weltweite zionistische Lobby will Frauen ins Visier nehmen, um die Struktur der Gesellschaft zu treffen und die Bande der menschlichen Gesellschaft und der Familie zu demontieren.“ Er erklärte, dass die dämonischen, korrupten Juden darauf abzielten Frauen zu korrumpieren und anstreben sie in ein Mittel zur Zerstörung der Gesellschaft zu machen.

Und er erklärte, dass die Juden Korruption stärker als je zuvor verbreiten wollen und dafür verwenden sie alle Mittel und Ressourcen.

Also: antizionistisch oder antisemitisch? Das ist ein echtes Rätsel.

Schändung der Al-Aqsa

Die tatsächliche Schändung der Al-Aqsa-Moschee findet durch Muslime statt (gefunden auf twitter):

Mit dreckigen Schuhen INNERHALB der Moschee.
Zerstörung von Gegenständen in der Moschee.
Fußball statt Gebet.
Man könnte fast endlos weitermachen…