Sykes-Picot 2018: Die EU und Khan al-Ahmar

Gerald M. Steinberg, The Jerusalem Post, 4. Oktober 2018

Palästinenser protestieren in Khan al-Ahmar (Foto: Reuters)

1916, gegen Mitte dessen, was damals als Der Große Krieg bezeichnet wurde, waren die Kolonialmächte Europas auch damit beschäftigt die Überreste des Osmanischen Reichs im Nahen Osten aufzuteilen. Eine der Vorspeisen wurde von Mark Sykes, einem britischen Aristokraten, Parlamentsmitglied und Offizier, und François George-Picot, einem französischen Diplomaten zubereitet.

Bei der Arbeit mit einer Landkarte der Region entwarfen sie eine Vereinbarung, gemäß der das imperiale Frankreich die Kontrolle nördlich dessen übernahm, was heute die Grenze zwischen dem Libanon und Israel ist (einschließlich Syriens und des nördlichen Irak); England beanspruchte das südliche Territorium – Transjordanien und den Rest des Irak. Was sie als Palästina (das Heilige Land) bezeichneten, sollte unter gemeinsamen „Schutz“ gestellt werden; daran sollte das bald verschwindende russische Kaiserreich teilhaben.

Sykes-Picot und das europäische Abenteuer im Nahen Osten endete nicht gut, um das mal zu untertreiben. Wie das gesamte Kolonialunternehmen, aber in extremer Form, hatten die fremden Herrscher die zahlreichen uralten Kulturen, Geschichte, Gesellschaften, Ängste und Hass in der Region nicht verstanden. Sie wurden bald von Revolten, Terrorismus und anderen Schwierigkeiten überwältigt, darunter der nie endende Krieg zwischen Juden und Arabern. 1948 waren die Europäer weg; sie hinterließen einen Pfad der Gewalt, der sich noch 70 Jahre später fortsetzt.

Es scheint jedoch so, als hätten die Erben von Sykes und Picot wenig, wenn überhaupt etwas aus dieser kläglichen Erfahrung gelernt. Heute sind europäische Politiker und Diplomaten samt ihrer Entourage an PR-Beratern und NGOs damit beschäftigt neue Grenzen für das zu ziehen, was sie sich als „Lösung“ des Konflikts einbilden. Die imaginäre Landkarte von heute hat zwei Staaten – Israel und Palästina – die „friedlich Seite an Seite“ leben.

Um dieses Abkommen zu erreichen haben die Europäer, heute unter der Leitung von Federica Mogherini, der Hohen Repräsentantin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, unter Einbeziehung einer Entourage aus Diplomaten, (von der EU bezahlten) NGO-Vertretern und Public-Relations-Fädenziehern ihre Aufmerksamkeit auf das winzige Lager Kahn al-Ahmar konzentriert. Diese Stelle, strategisch knapp außerhalb von Jerusalem an einer vierspurigen Schnellstraße gelegen, die Israels Hauptstadt mit dem Toten Meer, dem Jordan und von dort mit Amman und – gut 72 Stunden weiter (mit dem Auto oder dem Panzer) mit dem Irak verbindet.

Ob die beduinischen Nomaden ihre Zelte in diesem Wüstengebiet in den 1950-ern (während der jordanischen Besetzung) oder 1988 aufschlugen, wie die  israelische Regierung argumentiert, darüber lässt sich unendlich streiten. 1991 versuchten die Palästinenser an dem Ort dauerhafte Gebäude zu errichten, darunter eine Schule. Drei Jahrzehnte lang hat Israel alle Bemühungen abgelehnt Khan al-Ahmar in einen palästinensischen Außenposten zu verwandeln, der der Kern einer sich immer weiter ausdehnenden Präsenz entlang der strategischen Schnellstraße bei Jerusalem werden würde.

Doch mit der Ermutigung durch Europa ging das Ringen weiter und eskalierte. Die Oslo-Vereinbarungen von 1993, die die palästinensische Atonomiebehörde schuf, schienen denen die Tür zu öffnen, die auf den so lange angestrebten Palästinenserstaat haben scharf waren.

Oslo teilte die Westbank in drei rechtliche Einheiten – Area A (die Städte) unter voller palästinensischer Kontrolle, Area B unter palästinensischer ziviler und israelischer Sicherheitskontrolle und Area C, die unter voller israelischer Kontrolle steht. Khan al-Ahmar befindet sich zentral in Area AC und wie 20 Jahre israelischer Gerichtsurteile bestätigt haben, verbietet das Recht jedem – Palästinenser, Beduinen wie Europäern – sich auf Land niederzulassen, das nicht ihres ist und dort anzufangen zu bauen.

In dem juristischen und politischen Tauziehen über diesen strategischen Ort streuten die Europäer in Area C EU-Flaggen, die an vorgefertigten Einraum-Hütten gehisst wurde, die, um die emotionale Wirkung zu verstärken, üblicherweise zu Schulen erklärt wurden. Eine Schule zu zerstören, egal ob sie tatsächlich so genutzt wird oder wie ihr Rechtsstatus aussieht, ist ideal dafür Israel einmal mehr der Verletzung von Menschenrechten zu beschuldigen; und Khan al-Ahmars europäische Schule wird in der aktuellen Kampagne zur Schau gestellt.

Europäische Diplomaten und UNO-Beamte besuchen den Ort regelmäßig und posten Fotos, die Solidarität mit den „Opfern von Khan al-Ahmar“ zeigen. (Indem sie das Heilige Land erneut tilene, ist das britische Außen- und Commonwealth-Ministerium komplett beim Rest Europas an Bord.) Im August wurden Diplomaten bei einer palästinensischen „Kunstausstellung“ gesehen, die, wie man auf Bildern in den sozialen Medien sehen konnte, eine Reihe klassisch antisemitischer Themen zur Schau stellten. Nachdem sie in einer israelischen Zeitung gebracht wurden, erklärte die Repräsentantin von UNICEF, sie habe mit den Organisatoren über dieses Thema gesprochen. Der Leiter des norwegischen Büros in Ramallah befand es nicht für nötig zu antworten.

Amnesty International, Human Rights Watch und Dutzende israelischer und palästinensischer NGOs, die in erster Linie von europäischen Regierungen finanziert werden, erledigten ihren Teil der Kampagne, indem sie am Fließband dringliche Erklärungen, Berichte und Postings in sozialen Medien ausgaben, in denen sie erklärten, der Plan Khan al-Amar platt zu machen sei ein „Kriegsverbrechen“. Millionen Euros, Kronen und Pfund Sterling europäischer Steuerzahler werden in diese Public Relations-Bemühungen investiert.

1916 trafen sich Sykes und Picot heimlich, um die Grenzen auf ihren Landkarten zu ziehen, wie es in der Kolonialzeit üblich war. In der Version von 2018 wird den europäischen Beamten, die den Krieg von Khan al-Amar führen, von Armeen aus Diplomaten, NGOs und Meisterverdrehern der Medien assistiert. Ob das im Ausgang irgendeinen Unterschied macht, muss abgewartet werden.

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Wow: Jeremy Cobyn glaubt tatsächlich, dass Juden nicht vor 1945 ins damalige Palästina immigrierten!

Daled Amos, Elder of  Ziyon, 4. September 2018

Letzte Woche zeigte Elder of Ziyon, dass Jeremy Corbyn die Geschichte ignoriert:

Hier ist das, was Corbyn sagte:

Ich wurde damit aufgezogen, dass Israel auf einem leeren Stück Land gegründet wurde und dass sie es schafften die Wüsten zum Blühen zu bringen und dass sie Sachen bauten, wo vorher nichts war. Jeder, der die Geschichte der Region studiert, weiß, dass Palästina am Ende des Zweiten Weltkriegs – im Zeitraum von 1945 bis 1948 – Medien hatte, Industrie hatte, Bildung, Universitäten, einen für die gesamte Region relativ hohen Lebensstandard und eine einheitliche Gesellschaft und ein einheitlicher Staat war. Es war eine Verunglimpfung dessen, die es ermöglichte die westliche Meinung zur Unterstützung Israels zusammenzusetzen.

Corbyn behauptet, dass die bereits um 1945 bis 1948 vorhandene Infrastruktur beweise, dass Juden wenig zum Land beitrugen.

Aber warum 1945 bis 1948?

Offenbar nimmt Corbyn an, dass Juden erst 1945 anfingen in das damalige Palästina zu immigrieren – als Holocaust-Flüchtlinge.

Die erste große Welle jüdischer Immigration fand während der Aliyah Aleph von 1882 bis 1903 statt, der von 1934 bis 1948 die Aliyah Bet folgte, eine Reaktion auf Nazideutschland. Selbst die Aliyah Bet teilt sich in zwei Phasen: 1934 bis 1942 war sie ein Versuch Juden zu helfen der Verfolgung und dem Völkermord durch die Nazis zu entkommen; 1945 bis 1949 (die Daten, auf die Corbyn sich bezieht) waren der Versuch Heime für jüdische Überlebende zu finden.

Aber jüdische Beiträge zu Gründung der Infrastruktur Palästinas gehen mehr als ein Jahrhundert weiter zurück.

In seinem Buch „Jerusalem: A Biography“ vermerkt Simon Sebag Montefiore nebenher die Verhältnisse des Landes 100 Jahre vor 1948:

Es gab keine Kutsche, nur verhängte Sänften. Sie besaßen praktisch keine Hotels oder Banken, die Besucher übernachteten in Klöstern; am komfortabelsten war das Amerikanische mit seinen eleganten, luftigen Innenhöfen. Aber 1843 gründete ein russischer Juden namens Menachem Mendel das erste Hotel, das Kaminitz, dem bald das Englische Hotel folgte; und 1848 eröffnete eine sephardische Familie, die Valeros, die erste europäische Bank in einem Raum ein paar Stufen abseits der David-Straße. (S. 360, Hervorhebung hinzugefügt)

Werfen wir einen Blick auf diese und andere Beiträge, die Juden zur palästinensischen Infrastruktur beitrugen, die zur Wiedergründung Israels führten.

Hotels

Die Jerusalem Post hat einen Artikel zum Hintergrund des Kaminitz von Menachem Mendel:

Er und seine Gattin kamen am ersten Tag des Monats Elul [1833] in Haifa an und reisten weiter nach Safed, wo sie sich einer Gemeinschaft frommer Jünger des Gaon von Wilna anschlossen. Diese Gemeinschaft wurde 1810 gegründet, zwei Jahrhunderte vor heute [2010] und 138 Jahre vor der Gründung des Staates Israel.

… Noch in Europa [während er Gelder für die jüdische Gemeinschaft in Israel sammelte] veröffentlichte er das, was der erste Leitfaden für Immigranten und Touristen im Heiligen Land gewesen sein dürfte. Unter dem Titel Korot Ha’itim (Geschehnisse der Zeit) dokumentiert das Buch die Härten, denen im Heiligen Land lebende Juden ausgesetzt waren, insbesondere während der Krawalle in Safed und dem Erdbeben [1837]. Aber es beinhaltet auch nützliche Ratschläge und viele positive Anmerkungen zum Land trotz der Gefahren und der Schwierigkeiten, die Menachem Mendel durchlitt. Das Buch wurde 1839 in Wilna veröffentlicht. 1841 wurde in Warschau für die Menschen, die nicht ausreichend Hebräisch konnten, eine Jiddische Übersetzung veröffentlicht.

Banken

Jacob Valero immigrierte ebenfalls mehr als ein Jahrhundert vor der Wiedergründung Israels nach Israel:

Er wurde 1813 in Istanbul geboren und seine Familie kam aus der Türkei ins Israel vor der Staatsgründung. Später wurde er Geldwechsler. 1848 gründete Valero zusammen mit einer Rihe weiterer örtliche Geschäftsleute die Bank in einer kleinen Zweizimmer-Wohnung in der Altstadt Jerusalems nahe des Jaffa-Tors.

… Als die Aktivitäten der Bank ausgeweitet wurden, eröffnete sie zwei weiter Filialen in Damaskus und Jaffa.

… Valero wurde wegen seiner Verbindungen zu den osmanischen Herrschern in Jerusalem und Istanbul sowie zu globalen Persönlichkeiten, die die Dienste seiner Bank nutzten, zum Lokalhelden. Er war eine vornehme Person der örtlichen Szene, die in den letzten Tagen des Osmanischen Reichs florierte und eine Reihe der Ehren erhielt, die die auseinanderfallende osmanische Regierung lokalen Würdenträgern in Regionen mit großer Entfernung zu ihrem Zentrum ausgab.

Strom

Dann gibt es noch Pinhas Rutenberg, der 1919 immigrierte. Rutenberg gründete die Palestine Electric Company, die später zur Israel Electric Company wurde. 1921 erteilten ihm die Briten die Strom-Konzession für Jaffa und später für Jordanien. Die Jaffa Electric Company erstellte 1923 ein Netz, das schließlich Jaffa, Tel Aviv, die Umgebung und britische Militäranlagen in Sarafend [zwischen Rischon Letzion und Be’er Ya‘akov] abdeckte. Er erhielt Unterstützung des damaligen Kolonialministers Winston Churchill.

Die Palestine Electric Company Ltd. In den frühen 1920-er Jahren (Foto: Public Domain)

Rutenberg hat zudem den Ruf 1925 der erste Bürger Palästinas unter dem britischen Mandat zu sein, als die Briten ein Gesetz zur Schaffung palästinensischer Staatsbürgerschaft erließen.

Flugreisen

Außerdem gründete Rutenberg die Palestine Airways.

Fünfsitziges Linienflugzeug der Palestine Airways 1934.

Beachten Sie, dass der Name auf Hebräisch „Israel Airways“ lautete, ähnlich wie die Münzen und Briefmarken während des britischen Mandats, die die Abkürzung für „Erez Yisrael“ auf Hebräisch trugen.

1937 wurde die Fluggesellschaft bis 1940 vom Britischen Luftfahrtministerium übernommen; die Absicht war sie irgendwann wieder in Privathand zu überführen. Sie operierte von Juli 1937 bis August 1940. Palestine Airways stellte den Betrieb ein, als ihr Flugzeug von RAF für den Kriegseinsatz übernommen wurde.

Pottasche

Während Rutenberg die Stromkonzession gewährt wurde, erhielt Mosche Novomeysky – unter Schhwierigkeiten – die Erlaubnis von den Briten im Bereich des Toten Meeres Material zu fördern. Er immigrierte 1920 nach Israel und entwickelte die Palestine Potash Company, die zu den Dead Sea Works wurde. Novomoeysky legte Wert darauf gute Beziehungen zu den Arabern in der Gegend zu entwickeln. Wegen seines Rufs blieben Kibbuzim, die er gründet von den antijüdischen Krawallen 1936 bis 1939 verschont.

Denkmal für Mosche Novomeysky bei den Dead Sea Works (Foto: Dr. Avishai Teicher Pikiwiki Israel)

Bäckerei

Bäckerei Angel ist nicht die erste Bäckerei in Israel – Salomon Angel kauften die Bäckerei Trachtenberg in Bayit VeGan auf, als sie 1927 bankrott war:

Es gab einen primitiven Ofen, zu dem die gesamte Nachbarschaft kam, um ihre Töpfe mit Hamin [ein langsam gekochtes Essen für den Sabbat, das Aschkenasim als Tscholent kennen] dort zu lassen und dann darüber zu streiten, wem welcher Topf gehört“, erinnert sich Vicky Angel, Dannys Witwe, als sie sich an die frühen Tag der Bäckerei Angel erinnerte.

Salomon Angel selbst war Jerusalemer der siebten Generation, Mitglied einer sephardischen Familie, die ihre Abstammung auf Juden zurückführt, die 1492 aus Spanien vertrieben wurden.

Sie können eine Vorstellung davon bekommen, dass nach Angaben des Historikers Howard Sachar

1930 bereits 1.500 von Juden betriebene Fabriken und Werkstätten Textilien, Kleidung, Metallwaren, Nutzholz, Chemikalien, Steine und Zement herstellten, die eine kompletten Kapitalwert von rund 1 Milliono PL (palästinensische Lira) hatten.

Aber die jüdischen Beiträge hörten 1930 nicht auf.

Radio

Das Institute für Palestine Studies hat einen Artikel zum Radio Jerusalem, das 1936 den Betrieb aufnahm, „nur zwei Jahre nach der Gründung des ersten offiziellen arabischen Radiosenders in Kairo (Mitte 1934) und ein Jahr vor dem Tod des berühmten italienischen Physikers Marconi (1937).“ Es wurde von den britischen Mandatsbehörden gegründet und sendete auf Arabisch, Hebräisch und Englisch. Aber 4 Jahre zuvor hatten die Briten 1932 Mendel Abramowitsch eine Lizenz erteilt. Sein Sender wurde als Radio Tel Aviv bekannt und sendete bis April 1935, als die Briten ihm die Lizenz wieder entzogen, um den Palestine Broadcasting Service vorzubereiten.

Krankenhäuser

Nach Angaben des Artikels „Gesundheitsdienst für Beduinen im Mandat Palästina“ während der osmanischen Herrschaft von 1516 bis 1917 mussten die palästinensischen Araber

sich in erster Linie auf traditionelle Medizin einschließlich Kräutermedizin, Knochenrichtung durch Kauterisation, Aderlass, Einsatz von Blutegeln, Schropf-Behandlung sowie Amulett-Nutzer, Hebammen und (männliche) religiöse Heiler verlassen.

Vor diesem Hintergrund wurde 1854 im Jüdischen Viertel der Altstadt das Rothschild-Krankenhaus gegründet. Als es zu viele Patienten gab, als dass man sie dort behandeln konnte, wurde außerhalb der Altstadt ein neues Krankenhaus gebaut. Das Hospital wurde von Dr. Bernhard Neumann geleitet, der aus Warschau stammte und in Krakau und Wien studiert hatte. ER war seit 1847 in Jerusalem gewesen. Es bot allen Patienten ohne Rücksicht auf Religion oder Nationalität kostenlose Behandlung; 1918 wurde es von Hadassah übernommen und wurde z u Israels erstem Hadassah-Krankenhaus. Dem Rothschild-Krankenhaus folgten in Jerusalem zwei weitere, Bikur Holim und Misgav Ladach. Ein weiteres von Rothschild finanziertes Krankenhaus wurde später in Zichron Yaakov für die Bauern und Arbeiter in der Gegend eingerichtet.

Das Originalschild des Rotschild-Krankenhauses (Foto: Yoninah)

Das Sachar rundet das Bild ab:

Hadassahs engagierte Massenmitgliedschaft hatte bis 1930 in Palästina vier Krankenhäuser eingerichtet, eine Pflegeschule, 50 Kliniken, Labore und Apotheken sowie einen exzellenten Entbindungs- und Kinderhygienedienst in den meisten Städten und einer Reihe größerer Dörfer. Die WIZO (Women’s International Zionist Organization) betrieb in Tel Aviv drei Säuglingsfürsorgezentren.

Eisenbahn

Ein Artikel im Middle East Monitor klingt fast so, als hätte er eine Quelle für Corbyns obige Äußerung über jüdische „Verunglimpfung“ arabischer Leistungen sein können.

Die Eisenbahn Jaffa-Jerusalem, die 1892 unter osmanischer Herrschaft eröffnet wurde, war die erste in Palästina gebaute Eisenbahn und eine ersten, die im Nahen Osten gebaut wurde. Als damals wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung wurde die Strecke nacheinander von den Franzosen, den Osmanen und nach dem Ersten Weltkrieg von den Briten betrieben, die beauftragt waren Palästina zu verwalten. Die Eisenbahnverwaltung wurde 1920 an die Palestine Railway übertragen, einer Gesellschaft, die der britischen Mandatsregierung gehörte.

Tatsächlich wurde die Eisenbahnlinie zwar unter osmanischer Herrschaft eröffnet, aber die Türken hatten wenig damit zu tun sie möglich zu machen, bis auf die Genehmigung, die sie anderen für den Bau gaben. Und sie wurde dann nur von den Franzosen betrieben.

Die hauptsächlich für den Betrieb der Eisenbahn Jaffa-Jerusalem verantwortliche Person war Yosef Navon, ein jüdischer Unternehmer aus Jerusalem. Er verbrachte drei Jahre in Konstantinopel, u m für das Projekt zu werben und erhielt 1888 vom Osmanischen Reich die Genehmigung, die die Erlaubnis einschloss die Linie nach Gaza und Nablus zu erweitern. Weil er nicht genug Kapital hatte, um das Projekt voranzubringen, ging Navon 1889 nach Europa, um einen Käufer für die Konzession zu finden, was ihm schließlich gelang – in Frankreich. Eine französische Firma, mit Navon als Mitglied ihres Direktoriums, baute die Eisenbahn. Sie begann ihren Betrieb 1892 und gilt als erste Eisenbahn des Nahen Ostens.

Ein Zug erreicht in den 1809-ern den Bahnhof von Jerusalem, die erste Eisenbahn im Nahen Osten. (Foto: Public Domain)

Dies ist keine vollständige Liste der jüdischen Unternehmen und Projekte, aber sie vermittelt eine Vorstellung des Ausmaßes jüdischer Beiträge zu Palästina während der etwa hundert Jahre, die dem britischen Mandat und der Wiedergründung Israels voraus gingen.

Immerhin, so schreibt Sachar, entwickelte der Jischuw zusätzlich zur industriellen und wirtschaftlichen Infrastruktur

seine eigene Quasi-Regierung, sein eigene, weitgehend autonome landwirtschaftliche und industrielle Ökonomie und seine eigenen öffentlichen und sozialen Institutionen.

Offenbar besteht eines der Probleme, die Jeremy Corbyn im freundschaftlichen Verkehr mit Terroristen hat, darin, dass seine Äußerungen über Juden und Israel nichts mehr als einer Durchschrift ihrer Narrative und Fälschungen werden.

Der von der EU meistgeschätzte Terrorist

Judith Bermgan, MiDA, 28. Januar 2018

Während moralischer Narzissmus Europa mit sich zufrieden lassen sein dürfte, stellt die Weiterführung sich auf die Seite von Abbas gegen Israel und die USA zu stellen sie fest auf die falsche Seite der Geschichte – wie üblich.

Tugend in Reinkultur. Abbas und Mogherini umarmen sich. (Foto: Youtube-Screenshot)

Als US-Viziepräsident Mike Pence letzte Woche Israel besuchte, entschied sich PA-Präsiden Mahmud Abbas nach Brüssel zu fliehen, um bei der europäischen Führung zu sein, die weiterhin au Seiten ihres arabischen Lieblingsterroristen steht, wie ein Kapitän zur See, der es ablehnt sein geliebtes Schiff zu verlassen, obwohl es rasch sinkt.

In der Parallelrealität, die die Führer der EU bewohnen, wurde Abbas als großer Staatsmann empfangen, statt als der völlig korrupte Erzterrorist, der als Präsident eines Staates herumparadiert, den es nicht gibt und nie gab.

Die außenpolitische Chefin der EU, Federica Mogherini, setzte liebevolle Küsse der Zuneigung auf die Wangen des alternden terroristischen Kriminellen, bevor sie strack ans Podium ging, um den professionellen Holocaustleugner der kompletten und fortbestehenden Unterstützung der EU zu versichern, einschließlich finanzieller Unterstützung. Mogherini prahlte weiter: „Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sind kollektiv bei weitem der größte Spendengeber der Palästinenser und unsere Unterstützung wird weitergehen, einschließlich der an die UNRWA…“ Trotz dieser massiven Unterstützung  verkündete sie, dass die EU nach Wegen sucht ihre Unterstützung noch weiter zu verstärken. Mogherini betonte zudem die Opposition der EU gegen israelische „Siedlungsaktivitäten“, die die EU als „gemäß dem Völkerrecht illegal“ betrachtet.

Sie erwähnte nie den tödlichenTerrorismus, den Abbas weiterhin anzettelt und reichlich mit EU-Geldern belohnt, die Mogherini so stolz im Namen in das schwarze Loch des Terrorismus und der Korruption kippt, das die PA und die UNRWA darstellt, im Namen der Bürger Europas, die sich weiterhin mit der Veruntreuung ihrer Steuergelder abfinden müssen. Es scheint so, dass die EU Abbas‘ jihadistischen Terrorismus als gemäß dem Völkerrecht legal ansieht, denn es wird als legitimer „Widerstand“ gegen die Juden gesehen.

Mehr als ein Jahrzehnt lang prallte diese Art von „Widerstand“ direkt zurück nach Europa, in der Form der ersten Al-Qaida-Terroranschläge und später von ISIS-Gräueltaten. Denn wenn man sich entscheidet einen terroristischen Frosch zu küssen, wie Mogherini es genussvoll zu tun scheint, könnte er, statt sich in einen Prinzen zu verwandeln, ihnen stattdessen direkt ins Gesicht explodieren.

Dennoch scheinen politische Gestalten wie Mogherini, gepolstert wie sie von der Wirklichkeit der Privatchauffeure und Leibwächtertrupps sind, vom steilen Anstieg des jihadistischen Terrorismus in Europa unbeeindruckt zu sein.

Tatsächlich meinte Mogherini weniger als ein Jahr bevor der Jihad mit dem ISIS-Anschlag am Brüsseler Flughafen und dem U-Bahnhof Maalbeek im März 2016 direkt im Herzen der EU zuschlug: „Die Vorstellung eines Konflikts zwischen dem Islam und ‚dem Westen‘ … hat unsere Politik und unsere Narrative fehlgeleitet. Der Islam hat einen Platz in unseren westlichen Gesellschaften. Der Islam gehört zu Europa… Ich fürchte mich nicht davor zu sagen, dass der politische Islam  Teil des Bildes sein sollte.“

So willentlich blind und hoffnungslos politisch korrekt diese Äußerung eigentlich war, wird es, so wie die Dinge in Europa laufen, in der vorhersehbaren Zukunft weit korrekter richtiger sein zu behaupten, dass Europa dem Islam gehört.

Trotz dieser sehr direkten Art, mit der die EU weiter Abbas‘ andauernden Kampf zur Vernichtung des jüdischen Staates unterstützen, suhlte sich die EU scheinheilig in Gedenkfeiern am Internationalen Holocaust-Gedenktag für die Juden, die Europa im Holocaust tötete, während derselbe Kontinent der bei weitem größte Sponsor des terroristischen Gebildes PA ist. Warum sich mit dem Gedenken um die toten Juden der Schoah Gedanken machen, wenn man arabische Terroristen sponsert, um denselben Job zu tun?

Die Antwort lautet: moralischer Narzissmus. Es lässt europäische Führer selbst gut finden, wenn sie vorgeben sich wegen der unaussprechbaren Gräueltaten zu sorgen, die vor mehr als 70 Jahren an europäischen Juden verübt wurden, während sie Terroristen küssen und finanzieren, die damit weitermachen Gräueltaten an lebenden Juden zu verüben. Es massiert ihre Egos an all den richtigen Stellen und lässt sie das Gefühl haben, dass sie zu einer besonders moralischen Klasse Menschen gehören.

Auf ähnliche Manier hat die EU verkündet, dass ihre Agentur für Fundamentale Rechte (FRA) dieses Jahr eine große neue Umfrage zur Intersuchung von Diskriminierung und Hassverbrechen gegen in der Europäischen Union lebende Juden durchführen wird. „Antisemitismus bleibt ein schwere Sorge überall in Europa, trotz der wiederholten Bemühungen diese uralten Vorurteile auszumerzen“, sagte FRA-Direktor Michael O’Flaherty vor kurzem. „Diese Wiederholungsumfrage gibt Juden in Europa die Chance ihre Sogen zu teilen und politischen Entscheidungsträgern wertvolles Feedback dazu, welche Fortschritte ihre Bemühungen zur Eindämmung des Antisemitismus gemacht haben und, wichtig, was noch zu tun übrig bleibt.“

Es ist allerdings schwierig solche Initiativen ernst zu nehmen, wenn die EU-Repräsentanten des Europaparlaments noch im Juni 2016 Abbas stehende Ovationen für eine Rede gaben, die auf alte antisemitische Ritualmordbeschuldigungen zurückgriff, so der falschen Anschuldigung israelische Rabbiner forderten von der israelischen Regierung das von palästinensischen Arabern genutzte Wasser zu vergiften.

Wie beim Holocaust-Gedenktag errüllen Meinungsumfragen zu Antisemitismus das moralisch-narzisstische Bedürfnis sich gut zu fühlen etwas zu tun, das „Menschenrechte“ und „Antirassismus“ berührt, während echte Antisemiten wie Mahmud Abbas offen bewundert werden.

Während aber all der moralische Narzissmus in der Welt dafür sorgen könnte, dass Europa mit sich zufrieden ist, wird Europas anhaltende Wahl sich auf die Seite von Abbas gegen Israel – und die USA – nur zu beweisen, dass Europa bei einer Sache wirklich hervortut, wie es das immer getan hat, nämlich sich fest auf die falsche Seite der Geschichte zu stellen.

Israel wird weiterhin von Frankreich diffamiert

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Beziehungen zwischen Frankreich und Israel sind seit Jahrzehnten ambivalent und komplex gewesen. Zu den bekanntesten gehören die, bei denen die französische Regierung Israel schlecht machte. Präsident Emanuel Macron scheint ein neuer Typ Franzose zu sein. Er erreichte den Präsidentenposten ohne durch die Ränge einer bestehenden politischen Partei marschiert zu sein. Er ist ein charmanter, intelligenter Politiker mit einer ausgezeichneten Ausbildung, einer internationalen Einstellung und guter Öffentlichkeitsarbeit.

Eine Analyse muss sich allerdings auf Fakten konzentrieren, nicht auf Verpackungen. Ein guter Ausgangspunkt sind die französischen Reaktionen auf die jüngste Gewalt an der Grenze zum Gazastreifen. Als der israelische Premierminister Netanyahu sich im April in Paris mit Macron traf, sagte ihm der französische Präsident, der Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem „führte dazu, dass Menschen sterben und brachte den Frieden nicht voran“.[1] Mit dieser durchsichtig manipulativen Äußerung zeigte Macron sein Können darin die Wahrheit mit wenigen Worten zu entstellen. Die Gewalt war durch die Initiative der Terrororganisation Hamas provoziert worden, die Zivilisten an die Grenze schickte und Terroristen unter sie mischte. Von den mehr als 115 von Israel getöteten Gaza-Arabern waren etwa die Hälfte bestätigte Terroristen.[2] Die Hamas selbst bestätigte, dass viele der Getöteten Terroristen waren.[3]

Frankreich unterstützte zudem eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats, die Schutzmaßnahmen für Palästinenser forderte, aber die Hamas nicht erwähnte. Der stellvertretende israelische Minister Michael Oren fasste seine Antwort in einem Tweet zusammen: „Schande über Frankreich, dass es sie unterstützt. Die französische Regierung kann nicht sagen sie sei gegen Antisemitismus und für diese antisemitische Resolution stimmen.“ Frankreichs Botschafterin in Israel, Hélène Le Gal, beschuldigte Oren die Resolution nicht einmal gelesen zu haben und „Frankreich zu beleidigen“.[4]

Es gibt viele weitere Beispiele für die wahren Aussagen, die französische Diplomaten beleidigend finden könnten. Das macht sie nicht weniger korrekt. Der französische Präsident François Mitterand zum Beispiel war Teilzeit-Antisemit. Er setzte Israel einmal dem Nazistaat gleich. Er hatte eine dubiose Vergangenheit und arbeitete während des Krieges für die kollaborierende Vichy-Regierung, schloss sich aber später der Résistance an.[5]

Während der Gewalt vom April drängte Frankreich Israel „Zurückhaltung zu zeigen“ und sagte Israel, es sei „seine Pflicht Zivilisten zu schützen“.[6][7] Sein Sprecher wusste genau, dass die Hamas Terroristen losschickte, um sich unter die Zivilisten zu mischen und dass viele zivile Demonstranten keine friedlichen Absichten hatten. Dieses französische Verhalten war angesichts der vielen tödlichen Terroranschläge durch Araber im eigenen Land besonders scheinheilig. Der tödlichste davon fand 2015 in Paris statt und hatte 130 Tote zur Folge. 2016 wurden in Nizza 86 Menschen getötet.

Als der IDF-Sprecher, Brigadegeneral Ronen Manelis, im Juli mit französischen Parlamentariern sprach, erinnerte er sie daran, dass französische Spenden zusammen mit denen anderer Länder der Hamas geholfen haben ihre Terrorressourcen aufzubauen.[8]

Französische Reaktionen auf die Gewalt am Gazastreifen sind tief in der Geschichte verwurzelt. 2008 veröffentlichte David Pryce-Jones sein Buch Betrayal: France, the Arabs and the Jews.[9] Er hatte Zugang zu den Archiven des französischen Außenministeriums, das besser als Quay d’Orsay bekannt ist. Seine Schlüsse können so zusammengefasst werden: Frankreich hat die moderne Geschichte hindurch im Nahen Osten mehr Schaden angerichtet als jedes andere Land.

Gegen Ende der Präsidentschaft Sarkozy kam ein ehemaliges Mitglied seiner engsten Mitarbeiter zu mir und sagte, es sei für sie extrem schwierig die Beamten des Außenministeriums zu kontrollieren. Und das trotz der Tatsache, dass der Präsident für die Außenpolitik zuständig ist.

Frankreichs Reaktion auf die Gewalt am Gazastreifen erinnerte mich an den Besuch einer Konferenz in Paris im Herbst 1961, ein paar Wochen, nachdem Polizisten am 17. Oktober in der Hauptstadt geschätzte 150 bis 200 nicht gewalttätige algerische Demonstranten ermordet hatten. Einige der Leichen wurden in der Seine gefunden. Historiker haben dies die gewalttätigste Unterdrückung einer Demonstration durch einen westeuropäischen Staat in der aktuellen Geschichte bezeichnet.[10] Nach mehr als fünfzig Jahren Regierungsschweigen gestand 2012 der damalige Präsident François Hollande endlich die Morde ein.[11]

Der Mann, der das Massaker befahl, war der Polizeichef von Paris, Maurice Papon. Er wurde 1998 der Verbrechen gegen die Menschheit für schuldig befunden, aber nicht wegen dieses speziellen Massakers. Papon wurde für schuldig befunden im Zweiten Weltkrieg am Transfer von mehr als 1.600 Juden in Konzentrationslager mitgewirkt zu haben. Damals war er für die kollaborierende Vichy-Regierung Generalsekretär der Polizei von Bordeaux. Gegen ihn wurde eine zehnjährige Gefängnisstrafe verhängt, von der er nur drei Jahre absaß.[12]

Die öffentliche Aufmerksamkeit zu diesem Massaker war beträchtlich. Macron und diejenigen, die die Verurteilungen Israels ausgeben, müssen viele Details dieses Massenmordes durch die Pariser Polizei gekannt haben.

Es gibt weitere Aspekte, die beachtet werden sollten, wenn man die französischen Diffamierungsäußerungen zu Israel bewertet. Frankreich ist das für Juden gefährlichste Land Europas. In erster Linie liegt das an der starken Einwanderung aus muslimischen Ländern in der Vergangenheit; in denen der Anteil an Antisemiten zu den höchsten der Welt gehört. Von den fünfzehn aus ideologischen Gründen in Europa getöteten Juden – bei denen die Täter, allesamt Muslime, bekannt sind – wurden zwölf bei sechs Anschlägen in Frankreich ermordet.[13] Die beiden Massenattacken  gewalttätiger Muslime auf Synagogen in der EU wurden beide in Frankreich begangen, in Paris und Sarcelles.[14][15] Viele weitere Verbrechen mit antisemitischen Motiven sind von Mitgliedern der muslimischen Gemeinschaft verübt worden.[16]

Als Folge davaon haben jüdische Leiter kein Gesamtkonzept für die Zukunft ihrer Gemeinschaft. In absoluten Begriffen, aber auch prozentual ist Frankreich das europäische Land mit der größten Zahl an im aktuellen Jahrhundert auswandernden Juden.

Die regelmäßige Bloßstellung der fortgesetzten, scheinheiligen Verleumdung Israels und des zweierlei Maßes seitens Frankreich wird das wahrscheinlich nicht aufhalten können, aber es könnte es für die Verleumder weniger lohnenswert machen.

[1] www.haaretz.com/israel-news/watch-netanyahu-and-macron-give-statements-after-meeting-in-paris-1.6153497

[2] http://www.timesofisrael.com/idf-spokesman-to-french-mps-hamas-is-spending-your-money-on-terror

[3] http://www.timesofisrael.com/hamas-official-50-of-the-people-killed-in-gaza-riots-were-members/

[4] http://www.timesofisrael.com/michael-oren-french-envoy-in-twitter-spat-over-un-gaza-vote/

[5] Pierre Péan: Une Jeunesse Française: François Mitterrand. (Paris: Fayard, 1994).

[6] http://www.haaretz.com/world-news/europe/.premium-france-urges-israel-after-gaza-border-deaths-to-show-restraint-1.5973351

[7] http://www.reuters.com/article/us-israel-usa-diplomacy-france/france-tells-israel-to-show-restraint-disapproves-of-u-s-embassy-move-idUSKCN1IF1ZG

[8] http://www.timesofisrael.com/idf-spokesman-to-french-mps-hamas-is-spending-your-money-on-terror/

[9] Verrat: Frankreich, die Araber und die Juden. – David Pryce-Jones: Betrayal: France, the Arabs and the Jews. (New York: Encounter Books 2006.)

[10] www.lemonde.fr/cinema/article/2011/10/14/octobre-a-paris-et-ici-on-noie-les-algeriens-le-17-octobre-1961-la-justice-se-noya-dans-la-seine_1587857_3476.html; http://www.lemonde.fr/societe/article/2011/10/17/17-octobre-1961-ce-massacre-a-ete-occulte-de-la-memoire-collective_1586418_3224.html

[11] http://www.reuters.com/article/us-france-algeria/frances-hollande-acknowledges-1961-massacre-of-algerians-idUSBRE89G1NB20121017

[12] http://www.nytimes.com/2007/02/18/world/europe/18papon.html

[13] Manfred Gerstenfeld: War of a Million Cuts The Struggle Against the Delegitimization of Israel and the Jews, and the Growth of New Anti-Semitism. Jerusalem (JCPA) 2015, S. 163.

[14] http://www.france24.com/fr/20140716-emeutes-rue-roquette-synagogue-paris-antisemitisme-conflit-isra%C3%A9lo-palestinien

[15] http://www.huffingtonpost.co.uk/2014/07/22/france-jewish-shops-riot_n_5608612.html

[16] http://www.timesofisrael.com/topic/anti-semitism-in-france/

Wie Englands königliche „Siedler“ Jerusalem verstehen

Stephen M. Flatow, JNS.org, 21. Juni 2018

Die Bediensteten des britischen Prinzen William haben eine Kontroverse ausgelöst, indem sie Jerusalem auf seinem Reiseplan beim anstehenden Besuch in der Region unter „Besetzte Palästinensische Gebiete“ einordneten. Die Ironie besteht darin, dass zwei der Verwandten des Prinzen beschlossen in genau diesem Gebiet beerdigt zu werden – und mit Sicherheit die Idee verspotten würden, dass „Palästinenser“ die rechtmäßigen Eigentümer des Territoriums seien.

Williams Urgroßmutter, Prinzessin Alice von Battenberg und ihre Tante, Großherzogin Elisabeth, sind beide auf einem kleinen christlichen Friedhof auf dem Ölberg, nahe des größten jüdischen Friedhofs der Welt beerdigt. Der Ölberg ist ein Teil der Stadt, den die palästinensische Autonomie „arabisches Ostjerusalem“ nennt.

Die PA sagt, der Bereich sollte die „Hauptstadt Palästinas“ sein. Als solche haben, nach Angaben der PA, Zionisten – ob nun Juden oder Christen – kein Recht dort zu sein. Sie sind „illegale Siedler“.

Hier sind ein paar Fakten. Der Friedhof, auf dem die beiden Royals beerdigt sind, gehört zur Kirche Maria Magdalena, einem russischen Konvent, der 1886 von Zar Alexander II. am Fuß des Ölbergs gebaut wurde. Er befindet sich auf der dem Tempelberg, der heiligsten Stätte des Judentums, gegenüber liegenden Seite des Kidron-Tals.


Prinz William und Kate Middleton 2011. William soll im Juni Israel besuchen.
(Foto: Tsaiproject via Flickr)

Prinzessin Alice, die während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland lebte, versteckte eine jüdische Familie vor den Nazis und wurde posthum von Yad Vaschem als eine der Gerechten unter den Völkern geehrt. Alice starb 1969 und hinterließ Anweisung auf dem Friedhof an der Maria Magdalena beerdigt zu werden. Ihre Gebeine wurden 1988 dorthin überführt.

Prinz Charles, ihr Enkel (und Thronerbe Englands) besuchte die Gräber seiner Großmutter und ihrer Tante, als er 2016 zur Beerdigung von Shimon Peres kam. Aber sein Besuch am Ölberg fand heimlich statt, ohne das Wissen der Öffentlichkeit oder der Nachrichtenmedien, offenbar aus Angst die PA vor den Kopf zu stoßen.

Man kann leicht sehen, warum die PA von Prince Charles‘ Besuch an den Gräbern seiner Verwandten vor den Kopf gestoßen gewesen wäre – und warum sie nicht glücklich sein wird, wenn Prinz William das ebenso macht.

Jeder Fokus auf den Ölberg ist für die Palästinenser ein PR-Desaster. Er erinnert die Welt ldaran, dass eine der weltweit wichtigsten heiligen Stätten der jüdischen Religion im „östlichlen Jerusalem“ liegt – was den Mythos zerschlägt, dass diese ein komplett arabisches Gebiet ist, das den Palästinensern gehört. Die PA und ihre Verbündeten in den Medien bezeichnen es gewohnheitsmäßig als „arabisches Ostjerusalem“, doch das ist eine Lüge. Die Wurzeln des jüdischen Volks im östlichen Jerusalem gehen tausende Jahre zurück, lange vor jegliche arabische Ansprüche.

Vom Ölberg zu reden ist auch aus einem anderen Grund für arabische Propagandisten ein PR-Problem, das Kopfschmerzen bereitet. Jeder, der auch nur den kürzesten Blick auf die jüngste Geschichte des Berges wirft, entdeckt, dass die „moderaten“ Jordanier, als sie ihn von 1949 bis 1967 besetzten, tausende jüdischer Grabsteine zerstörten, die sie dann zum Pflastern von Straßen und zum Bau von Latrinen für ihre Kasernen benutzten.

Diese Erfahrung erinnert jeden daran, dass arabische Regime jüdische heilige Stätten durch die Jahrhunderte hindurch misshandelt haben – ein Vermächtnis, das die PA selbst bis heute fortsetzt, wie die wiederholten Schändungen des Josefgrabs in Nablus (dem biblischen Schechem) zeigen. Angriffe auf das Rahelgrab in Bethlehem zwangen Israel es vom Rest der Stadt mit dem Bau einer Sicherheitsmauer abzutrennen. Wann werden die Jordanier und die PA für all den von ihnen jüdischen religiösen Stätten zugefügten Schaden Entschädigungen zahlen?

Die Existenz der Kirche Maria Magdalena ist für die Palästinenser ein weiteres Kopfschmerzen bereitendes PR-Problem. Sie wurde 1886 gebaut – zu einer Zeit, als kein Araber die Gegend „Palästina“ oder sich selbst „Palästinenser“ nannte. Das ist eine weitere Erinnerung, dass palästinensische nationale Identität eine sehr junge und oberflächliche Erfindung ist, nicht geschaffen, weil Palästinenser sich irgendwie von Jordaniern oder Syrern unterscheiden, sondern einfach nur, um sie als Waffe gegen die Juden zu verwenden.

Die Gründer der Kirche Maria Magdalena wären bei dem Gedanken in Lachen ausgebrochen, dass das Land, auf dem ihre Kirche bebaut wurde – und wo die Gebeine von Alice und Elisabeth „siedeln“ – „besetztes Palästinensergebiet“ ist. Sie wissen, dass die Bibel wiederholt auf Jerusalem als der Hauptstadt der Juden verweist und dass Jerusalem im Koran nicht ein einziges Mal erwähnt wird.

Die Tatsache, dass Prinz Williams Stab Jerusalem als „besetztes Palästinensergebiet“ bezeichnet, ist nicht nur eine traurige Kapitulation vor arabischen Propagandaforderungen, sondern auch eine Demonstration ihrer Ignoranz der Geschichte der Stadt, in der zwei der englischen Royals begraben sind.

Das magische Denken der EU zum israelisch-arabischen Konflikt

Wie viel Fehlschlag genügt?

Bruce Thornton, FrontPage Mag, 18. Mai 2018

Als in Shakespeares Heinrich IV. Teil 1 der walisische Zauberer Glendower prahlt: „Ich kann die Geister aus dem Abgrund hervorrufen.“, kontert der skeptische Hot-Spur: „Das kann ich auch, und das kann jedermann; aber kommen sie, wenn Ihr ihnen ruft?“ Sieben Jahrzehnte lang hat das politische Establishment des Westens versucht mit ritualisierten Rufen des „Land für Frieden“ und „Zweistaatenlösung“ den Frieden im Nahen Osten aus dem Abgrund endloser Gipfeltreffen und Konferenzen und Vereinbarungen hervorzurufen. Aber alles, was sie zu produzieren schafften, war Krieg, Terrorismus und kriecherisches Appeasement. Der Frieden ist ihrem Ruf nicht gefolgt.

Die EU ist besonders nutzlos gewesen; sie gab Milliarden Euros dafür aus die palästinensischen Araber zu bestechen, damit die und ihre Jihad-Genossen die Terrorhorden nicht loslassen und la dolce vita der europäischen Eliten stören. Aus Furcht vor den verstimmten, nicht angepassten muslimischen Immigranten, die sie in ihre Länder haben eindringen lassen, haben sie Israels „illegale Besatzung“ und „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ dämonisiert sowie über die Zunahme des Antisemitismus und der muslimischen Gewalt geflissentlich hinweggesehen, alles in der Hoffnung dem Zorn der „Märtyrer“ Allahs zu entkommen. Natürlich sind sie das nicht, wie die mit Blut und Gewalt besudelten Straßen von Paris, London, Brüssel, Berlin und Madrid belegen. Genauso wenig haben sie eine Atempause vor dem „kleinen Terror“, wie der norwegische Blogger Fjordman es nennt, erhalten: täglichem Vandalismus, Vergewaltigung, Tätlichkeiten und schleichender Scharia, zusammen mit der Beschlagnahme und Kolonisierung der öffentlichen Plätze und bürgerlichen Institutionen.

Doch trotz ihres Versagens die Geister des regionalen Friedens und der Versöhnung aus Tiefen zu heben setzt die politische Elite der EU blindwütig damit fort ihre diplomatischen Mantras zu wiederholen. Der jüngste Versuch kam in Form einer Reaktion auf Präsident Trumps Erfüllung seines Versprechens die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, seit 3.000 Jahren der spirituellen, kulturellen und politischen Hauptstadt des jüdischen Volks einer Stadt, deren arabischer Einfluss durch Invasion, Besatzung und Kolonisierung zustande kam-.

Jahrzehnte der Fehlschläge haben aber die EU-Bürohengste nicht gelehrt ihre anerkannte Weisheit neu zu bewerten. Am Vorabend des Botschaftsumzugs nach Jerusalem bereiteten EU-Diplomaten eine gemeinsame Erklärung der EU vor, die ihren Grund für die Ablehnung darlegte:

Jerusalem sollte die Hauptstadt beider Staaten sein – Israel sowie des künftigen Staats Palästina.

Der Endstatus von Jerusalem sollte verhandelt und nur durch Verhandlungen zwischen den Parteien festgelegt werden.

Die Mitgliedstaaten der EU werden den USA nicht folgen und werden ihre Botschaften nicht nach Jerusalem verlegen.

Hinter den Standardklauseln liegt der zentrale Fehlschluss westliche Diplomatie in diesem Konflikt: dass die Araber sich magisch in ein „palästinensisches“ Volk verwandelt haben, das seinen eigenen Staat wünscht, der mit Israel „Seite an Seite in Frieden lebt“. Weitere fantastische Annahmen bestehen darin, dass die Region eine uralte Heimat dieses Volkes, dass Jerusalem für ihre Geschichte besonders heilig und dass die Rückgewinnung von Judäa und Samaria im Sechstagekrieg von 1967 eine von apartheidartiger Diskriminierung gekennzeichnete „illegale Besatzung“ sei.

All diese hinter westlicher Diplomatie und Dämonisierung Israels steckenden Behauptungen sind Entstellungen oder offene Lügen. Nehmen wir die Wendung „illegale Besatzung“. Historisch ist sie sinnlos. Es gibt gemäß dem Völkerrecht keine Besatzung, denn es hat nie ein moderner Staat gegeben, der besetzt werden konnte. Das Territorium bleibt bis heute umstritten, nicht „besetzt“. Das ist der Grund, warum es geografisch als die „Westbank“ des Jordan beschrieben wird. „Palästina“ war der Name, der zur Beschreibung einer Provinz des Osmanischen Reichs verwendet wurde und „palästinensisch“ beschrieb jeden Untertan, ob nun christlich, jüdisch oder muslimisch, der dort lebte.

Nach dem Zusammenbruch der Osmanen in der Folge des Ersten Weltkriegs kam das Territorium unter die rechtliche Kontrolle des Mandatssystems, das vom Versailler Vertrag und dem Völkerbund eingerichtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die kontrollierende Obrigkeit an die UNO weitergegeben, die 1947 die Resolution 181 zur Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates auf dem Gebiet verabschiedete, das ursprünglich für Israel vorgesehen war, aber für die Gründung von Jordanien reduziert worden war. Sechs arabische Staaten lehnten den Teilungsplan 1948 ab und marschierten in den frisch gegründete Staat ein – nicht um einen arabischen Staat zu schaffen, sondern den jüdischen zu vernichten, ein Ziel, dass sie 70 Jahre lang mit Krieg und Terror unentwegt weiter verfolgt haben.

Bis 1967 war das Gebiet tatsächlich „besetzt“ – von Jordanien, dessen Annexion international nie anerkannt wurde. Unter die Kontrolle Israels kam es als Ergebnis des Verteidigungs-Sechstagekriegs. Wahrscheinlich wäre das Territorium trotz internationaler Missbilligung im Lauf der Zeit zu einem Teil Jordaniens geworden wäre, gemäß der alten Weisheit, dass Besitz 90 Prozent des Gesetzes ist. Wer boykottiert immerhin China oder macht es zu einem internationalen Paria, weil es Tibet besetzt hält? Oder was ist mit Nordzypern, das 3.000 Jahre lang griechisch war und fortlaufend von Muslimen besetzt wurde, zuletzt 1974 von den Türken? Sie vertrieben 150.000 Griechen, verwüsteten oder zerstörten300 Kirchen und kolonisierten das Land mit türkischen „Siedlungen“. Wir hören aber keine Proteste der EU, der UNO oder der BDS-Bewegung. Hätten die Araber 1967 nicht angegriffen, wäre aus ihrer „illegalen Besatzung“ der uralten jüdischen Gebiete Judäa und Samaria de facto wie Tibet oder Zypern eine legale Provinz eines fremden Invasoren geworden.

Der in der EU-Proklamation implizite Ruf nach einem „Palästinenserstaat“ ist historisch ebenfalls hinfällig, weil es als ein Punkt historischer Tatsache so etwas wie ein „palästinensisches Volk“ nicht gibt, dessen „historisches Heimatland“ das Land zwischen Jordan und Mittelmeer ist., zwischen dem  „Fluss und dem Meer“, das judenrein gemacht werden muss, bevor es ein Palästinenserstaat wird. Die meisten der in dem angestammt jüdischen Land Judäa und Samaria lebenden Araber sind die Nachkommen von Eroberern und Besatzern oder kürzlich Eingewanderte, die von der wirtschaftlichen Entwicklung durch jüdische Siedler angezogen wurden. Die heute „Palästinenser“ genannten Araber unterschieden sich ethnisch, sprachlich und kulturell nicht sonderlich von den Arabern, die in Jordanien, dem Libanon oder Syrien leben. Sie unterscheiden sich vielmehr durch ihren Status als Opfer und ewige Flüchtlinge, eine Identität, die von anderen arabischen Staaten genährt wird, um deren internationalen Interessen zu dienen, begünstigt durch die korrupte und nutzlose UNO und die internationale Linke, die Israel als neokolonialen kapitalistischen Außenposten betrachtet.

Sollten Sie irgendwelche Zweifel daran haben, dass „palästinensisch“ ein Propagandamittel ist, dann hören Sie Farouk Kaddoumi zu, 1977 Leiter der Politischen Abteilung der PLO. „Jordanier und Palästinenser werden von der PLO als ein Volk betrachtet“, sagte der dem Magazin Newsweek. Früher, nach dem Sechstagekrieg, sagte Zouhair Mushin vom Exekutivrat der PLO: „Es gibt keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Wir sind alle Teil einer Nation. Einzig aus politischen Gründen unterstreichen wir sorgfältig unsere palästinensische Identität… Ja, die Existenz einer separaten palästinensischen Identität dient ausschließlich taktischen Zwecken. Die Gründung eines Palästinenserstaats ein sein neues Mittel in der Fortsetzung des Kampfs gegen Israel.“

Die Vorstellung eines „palästinensischen“ Nationalstaats ist daher ein Propagandamittel zur Führung eines Kriegs gegen Israel in „Phasen“ gewesen. Es gefällt ignoranten Westlern und ihrenm eigenen kulturellen, spezifischen Idealen der „ethnischen Selbstbestimmung“ oder Eigenstaatlichkeit. Beide Konzepte sind traditionellen muslimischen Vorstellungen von der Umma, der weltweiten Gemeinschaft der Muslime, fremd, die nicht von Blut oder Nationalität geeint sind, sondern durch die Religion.

Gleichermaßen fadenscheinig ist der Hinwies auf den Anspruch, dass Jerusalem für Muslime eine besonders bedeutende Stadt sei. In Wirklichkeit wird sie im Koran nur zweimal erwähnt, verglichen mit 660 malen im Alten Testament. Sie hat für das Judentum die zentrale Bedeutung, die Mekka für den Islam hat. Tatsächlich ist ihre Beziehung zu muslimischer Geschichte belanglos, vergleicht man sie mit der zentralen elektrisierenden Rolle Jerusalems für das Judentum und die Juden als Heimat des Tempelbergs, Standort des Zweiten Tempels. Die zwei Moscheen auf dem Tempelberg erreichten ihr derzeitige, übergroße Bedeutung erst nachdem Israel die Stadt 1967 eroberte.

Dann erst wurde Jerusalem ein Symbol der „Katastrophe“ von 1948 und zum Schlachtruf für die Vernichtung Israels. Das ist der Grund, warum die den Tempelberg kontrollierenden Araber systematisch die archäologischen Beweise für Jerusalems Zentralität in der jüdischen Geschichte zerstören. Eingedenk der römischen damnatio memoriae, der Auslöschung aller Beweise für die Existenz eines Feindes, erfinden die Araber Fakten vor Ort, um ihren „Versuch die einzigartige Verbindung zu untergraben und zu entstellen oder zu vernebeln, die wir, das Volk Israel, zur Hauptstadt Israels haben“, wie Benjamin Netanyahu es 2010 sagte; sie wollen ihren Anspruch stärken, die ursprünglichen Einwohner einer Region zu sein, in die sie einmarschiert sind, die sie erobert und besetzt haben, 2.000 Jahre nachdem die Juden Jerusalem aufgebaut hatten.

Schließlich verraten die verzweifelten Rufe nach „Verhandlungen“ nach 70 Jahren diplomatischer Fehlschläge, wie bankrott das institutionalisierte Narrativ geworden ist. Und das außenpolitische Establishment der EU hat alles Recht verzweifelt zu sein. Die Wahl von Donald Trump hat dieses Paradigma gesprengt, weil der Präsident erkannt hat, was die außenpolitischen „Experten“ nicht erkannten: Die Dinge haben sich geändert. Barack Obamas Ermächtigung des Iran hat die Gemüter der sunnitisch-muslimischen Staaten konzentriert, die vorerst erkennen, dass Israel als Verbündeter mehr wert ist denn als Sündenbock. Die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen ist ein machtvolles, konkretes Statement der Freundschaft seines Landes zu Israel und der Ablehnung der lange schon toten, diplomatischen, von der EU eingenommenen Weisheit, die so wichtig ist wie Glendowers Zaubersprüche und Parolen.

Am wichtigsten ist: Die EU-Proklamation scheiterte, als Ungarn, die Tschechische Republik und Rumänien eine gemeinsame EU-Erklärung blockierten, die einstimmige Zustimmung erforderte. Magisches Denken, das auf vergeblichem Hoffen gründet, wird durch Fakten und Taten ersetzt, die auf Wahrheit gründen – ein passendes Geschenk zu Israels 70. Geburtstag.