Hamas-Umweltminister schwört die Reifenverbrennungen bis 2030 um 20% zu verringern

The MidEast Beast, 27. September 2019

Foto: taz

In einer der ambitioniertesten Initiativen gegen den Klimawandel hat der Hamas-Umweltminister Ahmet al-Buluti feierlich geschworen die Emissionen beim Verbrennen von Reifen bis 2030 um 20% zu senken.

„Wir müssen alle unseren Teil dazu beitragen der Realität der globalen Erwärmung entgegenzutreten und diese Ziele werden ein wichtiger Schritt zur Reduzierung unserer CO2-Bilanz sein“, sagte al-Buluti in einer Pressekonferenz. „Bis 2050 hoffen wir die Emissionen vom Reifen verbrennen zu halbieren, weil alle Nationen Opfer bringen müssen, um sicherzustellen, dass unser Planet bewohnbar bleibt.“

Während die Ziele der Hamas bis heute die aggressivsten sind, ist der Gazastreifen nur eine von vielen Nahost-Regierungen, die versuchen Emissionen zu reduzieren. Syrien hat den Übergang von CO2-intensiven Flächenbombardments zu CO2-freiem Saringas begonnen, während der Islamische Staat dabei ist das Verbrennen von Gefangenen bei lebendigem Leib auslaufen zu lassen und durch Enthauptungen zu ersetzen.

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Ja, die palästinensische Identität ist nur als Waffe gegen Israel gedacht

Elder of Ziyon, 4. April 2019

Ich sehe manchmal endlose Twitter-Diskussionen darüber, ob Palästinenser ein Volk sind oder ob palästinensische Araber vor Israel ein Volk waren.

Manche stellen fest, es sei kaum zu bestreiten ist, dass die Palästinenser heute ein Volk sind, egal, was die Geschichte sagt; daher spielt die Geschichte, ob sie vorher ein eigenes Volk waren, keine große Rolle.

Aber Geschichte spielt eine Rolle. Die Geschichte zu kennen, wie sie „Palästinenser“ wurden, ist der Schlüssel zum Verständnis des heutigen Nahen Ostens.

Bis 1947 waren Araber in Palästina größtenteils schlicht Araber. Das Wort „Palästinenser“ bezog sich fast ausschließlich auf jüdische Einwohner Palästinas.

Palästinenser feiern WarburgsHaifa, Palästina, 25. Februar – Eine riesige Menge jubelnder Palästinenser war hier heute Nachmittag auf dem Dock, als Felix M. Warburg mit der Conte die Savoia ankam.
Palästinenser helfen RAFFlüchtlinge vor dem Hitlerismus nehmen die Gelegenheit wahr die Nazis zu bekämpfenKario, Ägypten, 31. Juli – Die Royal Air Force im Nahen Osten öffnete heute vor drei Jahren ihre Ränge für Freiwillige aus Palästina. Heute stellen nach Angaben aus dem RAF-Hauptquartier Palästinenser „einen beträchtlichen Anteil der Luftstreitkräfte des Empire“. …

Sogar die PLO-Charta von 1964 verwendete wiederholt die Bezeichnung „palästinensische Araber“, um sie von den palästinensischen Juden zu unterscheiden, woran die Menschen immer noch dachten, wenn sie 1964 das Wort „Palästinenser“ hörten.

Wie wurden sie also „Palästinenser“? Wie wurden sie zu einem Volk?

Eine Gruppe wird ein Volk, wenn die Menschen etwas miteinander gemeinsam haben. Die willkürlichen Grenzen des britischen Mandats, die weniger als drei Jahrzehnte Bestand hatten, reichten nicht aus, um Araber Palästinas sich als „Palästinenser“ fühlen zu lassen.

Sie identifizierten sich mit ihren Clans, mit ihren Dörfern, mit ihrer Religion und mit ihrer arabischen Identität, aber „palästinensisch“ war (mit seltenen Ausnahmen) überhaupt kein wichtiger Teil ihrer Identität. Größtenteils zogen die Araber frei durch die arabische Welt, während Trockenheiten oder Kriege oder wirtschaftliche Anreize sie dazu trieben. Arabische Clans hielten hartnäckig an ihrer Herkunft fest, in der Regel in Arabien oder dem Jemen und ihre Stämme blieben oft zusammen, während sie einem einem arabischen Land in ein anderes zogen.

Selbst heute wird, wer einen belieben palästinensischen Nachnamen nimmt und die Familiengeschichte auf Arabisch nachschlägt, sehen, woher sie ursprünglich kamen. Man wird nicht viele finden, die sagen können, dass sie aus Palästina stammen. In der Regel könne sie ihre Geschichte nach Arabien oder in den Jemen zurückverfolgen, obwohl es viele gibt, deren Name aus Nordafrika stammt.

Erst 2948 begannen palästinensische Araber etwas miteinander gemein zu haben – und das wegen dem, wie sie mit den anderen Arabern umgingen, nicht den Juden.

Wie erwähnt kamen Araber oft aus wirtschaftlichen Gründen nach Palästina. Zehntausende Syrer zogen während der 1920-er Jahre hin; Grund war eine Dürre in der Region Hauran. Demografische  Studien zeigen, dass die stärkste Zunahme der arabischen Bevölkerung während dieser Jahre vor 1948 in jüdischen Gebieten stattfand, wo die Industrie und die Arbeitsplätze waren. Aber viele reisten nach Bedarf zurück in den Libanon oder nach Syrien.

Während der Krawalle von 1936 – 1939 zogen viele wohlhabendere Araber in den Libanon, um mit ihren erweiterten Familien den Unruhen zu entgehen.

Kurz gesagt: Da Araber in Palästina das Gefühl hatten, sie seien einfach Araber und nicht Palästinenser, war es für die meisten relativ einfach im Krieg von 1948 die Entscheidung zu treffen wegzugehen, um bei ihren arabischen Geschwistern zu sein, von denen sie annahmen, sie würden sie so aufnehmen, wie sie es die Geschichte hindurch taten, als sie durch die arabische Welt zogen. Diejenigen, die blieben und um ihre Heime kämpften, waren wurden nicht einfach weil sie Beziehungen zu ihren Dörfern hatten als palästinensische Araber identifiziert und es gab kein nennenswertes Zentralkommando, weil Araber in Dörfern in Palästina keine sonderliche Affinität zu Arabern anderer Dörfer hatten.

Aber diesmal, zum ersten Mal, soweit ich das sagen kann, war die arabische Migration bei den anderen Araber nicht willkommen.

Der Grund ist einfach. Araber waren enorm bloßgestellt weil sie den Krieg gegen die verhassten, unbedeutenden Juden verloren, die in arabischen Gesellschaften schon immer Bürger zweiter Klasse gewesen waren. Palästinensische Araber erinnerten den Rest der arabischen Welt an ihre Schande. Statt die Flüchtlinge zu integrieren, hielten sie sie abgesondert. Sie machten den Westen dafür verantwortlich, dass Israel entstand und sie bestanden darauf, dass der Westen – d.h. die UNO – für die Unterkunft und Bildung der palästinensischen Araber bezahlt.

Am wichtigsten ist, dass die Arabische Liga anerkannte, dass die Flüchtlinge eine gewaltige Waffe gegen Israel sein konnten, denn wenn sie dorthin zurückkehrten, würde es kein jüdischer Staat mehr sein.

Jeder Araber aus Palästina wurde zur Spielfigur.

Es gab einen weiteren wichtigen Grund, warum die arabischen Staaten die Palästinenser als Kanonenfutter gegen Israel benutzen wollten. Sie wussten, dass sie eine ruhelose, heimatlose und staatenlose Bevölkerung in ihrer Mitte hatten und sie wollten nicht, dass sie ihre Gastgeber für ihre Probleme verantwortlich machen. Sie schufen einen Mythos eines palästinensischen Volks, das von Juden vertrieben wurde, um ihren Hass auf die Juden und Israel zu lenken – und weg von den arabischen Führern, die es (mit Ausnahme Jordaniens) ablehnten sie einzubürgern.

Auf diese Weise begann das palästinensische Volk. Seine Führer und arabischen Führer stimmten überein, dass sie eine Identität benötigten und sie bestanden darauf sie getrennt zu halten; sie hielten die palästinensisch-arabische Identität intakt. Bürger arabischer Staaten zu werden würde bedeuten, dass diese entstehende palästinensisch Identität verschwinden und mit ihr eine wichtige Waffe gegen Israel verschwinden würde. Wie PLO-Führer Ahmed Schukeiri 1966 sagte, als palästinensische Identität sich immer noch in der Entstehungsphase befand:

„Die arabischen Staaten werden die palästinensischen Flüchtlinge nicht integrieren, denn Integration würde ein langsamer Prozess der Liquidierung des Palästina-Problems sein“, erklärte Ahmed Schukeiri, Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation, heute.

„Konsequenterweise wollen die Flüchtlinge nicht integriert werden“, fuhr er fort. „Gibt es kein palästinensisches Volk, dann gibt es keine palästinensische Sache. Wir können uns heute keine Sache der Babylonier vorstellen, weil es keine Babylonier gibt. Aber wir beginnen mit der Voraussetzung, dass wir die Befreiung Palästinas bald erreichen werden.“

Die Bilanz der Araber gegenüber den Palästinenser ist ziemlich schlimm. Palästinensische Araber sind abgeschlachtet worden, deportiert worden und ihnen wurden wenige Rechte gegeben. Aber sie wurden gelehrt, dass sie loyale Araber sind und die einzigen, die sie für ihre missliche Lage verantwortlich machen können, sind die Juden.

Die UNRWA ist ein großer Teil davon. Zu Beginn versuchte die UNRWA versuchte die palästinensischen Araber in Ländern wie dem Irak wiederanzusiedeln und schaffte es sie zu produktiven Bürgern ihrer Gastgeberländer werden zu lassen. Die arabischen Staaten leisteten Widerstand und die UNRWA nutzte ihr eigenes Geld, um selbst tausende palästinensisch Araber einzustellen – die der UNRWA, ihrem Auftrag und ihren Schulbüchern dann ihre eigene Agenda aufzuzwingen. Das ist der Grund, dass Palästinenser – und nur Palästinenser – immer noch als „Flüchtlinge“ gelten, Jahrzehnte nachdem alle anderen der Millionen Flüchtlinge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sind an anderen Orten angesiedelt worden.

Selbst wenn man Israel für die Vertreibung von hunderttausenden Arabern verantwortlich machen will, sind die einzigen, die man für ihr fortgesetztes Elend über siebzig Jahre hinweg sind die arabischen Staaten selbst. Die Welt lehnt es ab das anzuerkennen oder auch nur zu fordern, dass arabische Staaten sich um ihre „Gäste“ so kümmern, wie  es von jedem anderen Staat erwartet wird.

Die Palästinenser selbst wollen Bürger ihrer Gastgeberländer werden. Als Ägypten und der Libanon kurz die Regeln änderten und vielen Palästinensern erlaubten eingebürgert zu werden, ergriffen viele Palästinenser die Gelegenheit. Selbst Hamas-Führer wurden Ägyptische Staatsbürger!

Es kann niemals Frieden geben, ohne dass die Araber Verantwortung für die Palästinenser in ihrer Mitte übernehmen. Der Mythos eines antiken palästinensischen Volks ist eine Straßensperre auf dem Weg zum Umgang mit ihnen wie mit jeder anderen Flüchltingsbevölkerung. Das ist der Grund, dass die Wahrheit wichtig ist – die Wahrheit ist erforderlich, um jeden näher an einen echten Frieden zu bringen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (25.-31.07.11)

Montag, 25.07.2011:

Der September rückt näher und die IDF bereitet sich auf den nächsten Terror- und „Demonstrations“-Schub der PalAraber vor. Dazu werden nicht tödliche Geschosse für Scharfschützen und „weniger tödliche“ Munition für die Normalbewaffnung der Soldaten beschafft sowie die Einsatzregeln „angepasst“. Insgesamt werden die Soldaten noch stärker als bisher auf Krawall-Unterdrückung eingestellt.

Nabil Shaat, Friedensengel der Fatah und deren außenpolitischer Führungsmann, sorgt dafür, dass der Frieden vor der Tür steht: „Wir werden ‚Zwei Staaten für zwei Völker‘ niemals als Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts akzeptieren.“

Bereitet Saeb Erekat den PA-Rückzieher bei der UNO vor? Bei einem Treffen „palästinensischer“ „Botschafter“ in Istanbul erklärte er, ein US-Veto würde, zusammen mit Hilfskürzungen für die PA und fortgesetzter Siedlungstätigkeit, die Sache der Palästinenser dem Untergang geweiht.

Dienstag, 26.07.2011:

PA-„Außenminister“ Riyad al-Maliki: Israel wird es nicht wagen die Oslo-Vereinbarungen aufzukündigen. Die Welt würde sich dem widersetzen, bevor es die Palästinenser tun. (Vielleicht sollte Israel es jetzt erst recht tun – insbesondere angesichts der Tatsache, dass die PalAraber den Vereinbarungen seit 18 Jahren nicht nachkommen.)
Chef-Lügenmaul Saeb Erekat setzt noch eins drauf: Israel habe sich ohnehin nie an irgendetwas aus den Oslo-Vereinbarungen gehalten!

Haniyeh traf eine Delegation EP-Parlamentarier – und schwafelte wieder von „Verletzungen des unbewaffneten palästinensischen Volkes durch die Besatzung, insbesondere im Gazastreifen“. Ausgerechnet…

Hamas-Grundsatz, wieder einmal verkündet: Der „Widerstand“ wird weiter gehen, bis „Palästina“ vom Fluss bis zum Meer „befreit“ ist. (Gänsefüßchen von mir)

Heckmeck:
Der chinesische Botschafter im Libanon hat noch einmal betont, dass die Volksrepublik einen Palästinenserstaat anerkennen wird. (Klar, Gewaltherrscher halten zusammen.)
Shimon, der Chef-Senile, Peres lässt höchst offiziell wissen: Israel werde die Oslo-Abkommen nicht kündigen und außerdem sei man „näher als je zuvor an einem Friedensvertrag mit den Palästinenser“.

Mittwoch, 27.07.2011:

Heckmeck:
Mahmud Abbas verkündet, 122 Staaten der Welt haben einen unabhängigen Palästinenserstaat „in den Grenzen von 1967“ anerkannt.

Donnerstag, 28.07.2011:

Die Hamas wieder grundsätzlich: Sie schließen nicht aus, weitere Soldaten zu entführen; der „Widerstand“ zur Befreiung von „ganz Palästina vom Fluss bis zum Meer“ geht auf jeden Fall weiter; jetzt hat man einen Zweifronten-Krieg gegen Israel (der „Widerstand“ und die Einheit des „palästinensischen Volkes“); der Widerstand wird den zionistischen Feind erniedrigen; und es wird keine „Anerkennung der Besatzung“ geben, Israel gibt es im politischen Wörterbuch nicht.

Heckmeck:
– Der französische Außenminister Alain Juppé hat erklärt, dass Israel als Nationalstaat des jüdischen Volks anerkannt werden muss, damit im Nahen Osten Frieden erreicht werden kann. (Die Araber sehen das wohl genau umgekehrt.)

Freitag, 29.07.2011:

Hamas-Grundsätze: „Palästina heißt Palästina in seiner Gesamtheit und Israel kann nicht in unserer Mitte existieren.“ Und das muss man natürlich mit Gewalt durchsetzen.
Die Fatah will nicht nachstehen und so ließ Abbas-Sprecher Nabil Abu Rudeineh wissen, dass es kein Gespräch zwischen Präsident Peres und Chefunterhändler Saeb Erekat gegeben habe. Das sei „absolut nicht korrekt“. Und Verhandlungen gibt es erst, wenn Israel sich unterwirft.

DPA berichtete, dass 8.000 Kinder im Gazastreifen einen neuen Weltrekord aufstellten, indem sie am Strand im nördlichen Gazastreifen 4.000 Drachen steigen ließen – auch solche mit antiisraelsicher Propaganda. Das Sommerlager der UNRWA, das dieses Ereignis organisierte, wurde kurz darauf „von unbekannten Personen“ in Brand gesetzt.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Mist (Pech)

Da mein Rechner erst einmal nicht mehr funktioniert, muss ich sehen, wie ich diese Woche ohne klar komme. Ich werde nicht viel ausweichen können, also gibt’s eventuell etwas Leerlauf.

In der Zwischenzeit könnt ihr euch aber über Ephraim Karshs Text über „1948, Israel und die Palästinenser“ hermachen – er steht seit Montag auf den Nahost-Infos.

Überlebender des Palästinensischen Holocaust von 1948:

Ich werde niemals das furchtbare Bild tausender Juden vergessen, wie sie um ihr Leben kämpfen – und damit Erfolg haben

Israeli Satire Laboratory, 21. Mai 2007

Um den palästinensischen Holocausttag zu begehen, wird ISL eine Reihe Interviews mit den Überlebenden einer der tragischsten Episoden der Geschichte führen – dem Versagen der palästinensischen Araber die Überbleibsel des jüdischen Volkes auszulöschen, die in ihre angestammte Heimat zurückkehrten, um dort ein überlebensfähiges Land für ihr Volk zu gründen. Heute interviewen wir Salah Abu-Hitler aus dem pittoresken Dörfen Beit-Shimush auf einem Hügel bei Jerusalem.

ISL: Wie geht es Ihnen heute?

Abu-Hitler: Mir geht es gut. Das Leben geht weiter, wissen sie, auch ohne Juden zu töten.

ISL: Es schmerzt immer noch? Fühlen Sie den Schmerz immer noch?

Abu-Hitler: Natürlich. Er geht nie weg und ich glaube nicht, dass er das je tun wird. Manchmal wache ich nachts durch Albträume auf – ich träume, dass ich durch Jerusalem gehe und um mich herum sind überall Juden – reden, essen, kaufen ein – und ich bin hilflos! Ich habe ein Maschinengewehr, aber aus irgendeinem Grund funktioniert es nicht – ich drücke ab und nichts passiert, keine Juden fallen in Blutpfützen, niemand schreit, keine Sirenen sind zu hören, die Juden schwärmen weiter um mich herum, ihre Lebendigkeit verhöhnt mich, beschämt mich, foltert mich – und dann wache ich auf und schreie vor Schreck.

ISL: Mein Gott. Das klingt furchtbar. Träumen Sie oft von der Vergangenheit?

Abu-Hitler: Fast jede Nacht. Unsere Psychologen haben sogar einen Namen dafür. Sie nennen es „Der Traum, dass ein Jude davon kommt“. Fast jeder von uns Überlebenden träumt davon. Es ist Teil des Traumas, das wir für alle Zeit tragen werden.

ISL: Ich habe erfahren, dass Sie Teil einer Selbsthilfegruppe Überlebender sind.

Abu-Hitler: Ja, sie wurde vor gerade mal sieben Jahren gegründet. Seit Jahrzehnten waren viele von uns so beschämt, dass wir uns unwohl fühlten über das zu reden, was uns zugestoßen war. Das ist ein bekanntes Phänomen – als Opfer machen wir uns selbst Vorwürfe und sind voller Schuld und Scham. Aber mit der Zeit wurde das Bedürfnis alles mitzuteilen überwältigend. Heute treffen wir uns regelmäßig.

ISL: Das ist doch großartig. Hilft es? Worüber sprechen Sie?

Abu-Hitler: Natürlich hilft es. Einfach zu wissen, dass da andere Leute wie du selbst sind, die dasselbe Träume erlitten, dieselbe Frustration, nicht in der Lage zu sein genügend Juden zu töten – es ist ein großer Trost nicht allein zu sein.

ISL: Sie reden also nur über die alten Zeiten?

Abu-Hitler: Nun, wir reden darüber, was passiert ist. Wir waren alle Teil derselbe Tragödie, aber jeder hat seine eigene, einzigartige Geschichte.

ISL: Können Sie uns Ihre Geschichte erzählen?

Abu-Hitler: Ja. Es ist einfach die ganz gewöhnliche Geschichte – Ich habe hier in Frieden in unserem Dorf bei Jerusalem gelebt, habe mich um meinen Kram gekümmert und auf einmal fangen Juden an herzukommen. Sie kauften Ödland und kultivierten es und vor unseren Augen hatten sie Erfolg, wo wir vorher nicht einmal daran dachten es zu versuchen! Unseren Frust können Sie sich vorstellen.

ISL: Natürlich.

Abu-Hitler: Sie kamen und bauten Straßen und Fabriken und Häuser – es war furchtbar. Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll, den Schmerz und die Erniedrigung zu beschreiben. Sie schafften Arbeit, die besser bezahlt wurde als jemals zuvor; sie brachten uns elektrischen Strom und moderne Maschinen und Medizin – kurz gesagt, sie ruinierten alles, was wir nie hatten. Das Grauen ist einfach zu grausam, als dass man es beschreiben könnte.

ISL: Das kann ich mir vorstellen. Wenn es zu schmerzhaft ist, dann sagen Sie das bitte, dann hören wir auf.

Abu-Hitler: Nein, ich kann nicht aufhören – diese tragische Geschichte, die entschiedene Modernisierung unseres Volkes muss immer und immer wieder erzählt werden – wir dürfen das niemals, niemals vergessen.

ISL: Natürlich.

Abu-Hitler: Wir taten alles, was wir konnten, um die Verbesserungen unserer Gesellschaft zu verhindern. Wir griffen ihre Konvois und ihre Siedlungen an, töteten und verstümmelten und vergewaltigten und ruinierten so viel wir nur konnten – aber es nutzte nichts. Für jeden Juden, den wir töteten, schien immer ein neuer da zu sein, der eine noch bessere Waffe hatte und seinen Platz einnahm. Wir wussten, dass das nicht stimmte – immerhin waren wir ihnen zehn zu eins überlegen. Aber es schien auf jeden Fall so zu sein.

ISL: Es klingt, als hätten Sie alles unmenschlich mögliche getan.

Abu-Hitler: Ich weiß, ich weiß. Aber dennoch – bis heute werde ich das Gefühl nicht los, dass wir mehr hätten tun können, um diese Nakba, diese Katastrophe abzuwenden – vielleicht hätten wir einfach mehr Juden töten müssen, mehr Felder abbrennen, mehr Dörfer plündern müssen – ich weiß nicht. Wenn man in diesem Maß versagt, wenn so viele Juden ungetötet, unbelästigt, unverstümmelt davon kommen, dann kann man nicht aufhören, sich dafür die Verantwortung zu geben. Andererseits – der Tag hat nur 24 Stunden und selbst die hingebungsvollsten Mörder müssen einmal ausruhen.

ISL: Sie haben unter den Umständen Ihr Bestes gegeben.

Abu-Hitler: Danke für Ihr Verständnis. Das haben wir gemacht. Das haben wir wirklich gemacht. Es ist erstaunlich, wie viele junge Leute uns Überlebenden kein Mitgefühl entgegen bringen.

ISL: Sie haben das Gefühl, dass die Überlebenden vernachlässigt werden?

Abu-Hitler: Absolut. Es ist offensichtlich, dass niemand zugeben will, was uns zustieß. Die Leute wollen nicht über die Tragödie, den Schmerz, den Verlust reden. Viele Überlebende leben in Armut, überleben nur mit den lumpigen Schecks der israelischen Wohlfahrt.

ISL: Es reicht nie aus, nicht wahr?
Abu-Hitler: Nie – sie foltern uns immer noch, selbst mit den kleinen Dingen! Wir haben versucht, das öffentliche Interesse auf unsere Notlage aufmerksam zu machen, aber niemand will uns zuhören. Die Jungen von heute interessieren sich nur dafür Selbstmordbomber zu werden und ein paar Dutzend Juden zu töten, aus ihren eigenen, selbstsüchtigen Gründen. Niemand kümmert sich mehr um unsere Gesellschaft – sie fressen sich gegenseitig auf.

ISL: Denken Sie, dieser Generation fehlt die Weisheit Ihrer Generation?

Abu-Hitler: Ja. Sie müssen viel von uns lernen. Viele Lektionen von uns lernen, Fehler, die sie vermeiden müssen. Ich fürchte, dass sich die Geschichte, wenn sie nicht aus der Vergangenheit lernen, wiederholen wird und wie wir werden sie eine furchtbare Tragödie erleiden und werden es nicht schaffen den jüdischen Staat zu vernichten.

ISL: Als Schlussfolgerung, wenn Sie der jüngeren Generation eine Lektion mitgeben können, die Sie aus ihrer Erfahrung im palästinensischen Holocaust von 1948 gelernt haben, welche wäre das?

Abu-Hitler: Wenn ich etwas aus dem Holocaust gelernt habe, dann ist es dies: gewöhnliche, traditionelle Gewalt wird nichts erreichen. Was wir brauchen ist außergewöhnliche, kranke, teuflische Gewalt. Wir brauchen unerbittliche, nicht endende, nicht zu stillende Brutalität. Das ist der einzige Weg sicherzustellen, dass all die Juden getötet werden. Und vielleicht dann, anchdem wir das Blut des letzten Juden in Palästina getrunken haben, werden wir Überlebenden endlich in der Lage sein ruhig zu schlafen.

Verunreinigt

Es gibt aus der Vergangenheit schon reichlich Berichte darüber, wie Araber/Muslime sich selbst schädigen, weil sie ein etwas unsauberes Verständnis von Sauberkeit haben. So mussten pal-arabische Patienten leiden, weil ihre Autonomieverwaltung und Krankenhäuser es ablehnten Blutkonserven aus Israel zu akzeptieren, als ihnen die eigenen ausgingen. Es musste Blut aus Jordanien mit Hubschraubern eingeflogen werden, um wenigstens die schlimmsten Missstände zu beheben. Jüdisches Blut war den Arabern/Muslimen nicht zuzumuten.

Ähnliches hat sich schon zur Zeit der Gründung Israels abgespielt. Und heute manifestiert es sich in Aktionen wie den beiden, die gerade jetzt publik wurden – für die, die sie wissen wollten und an den richtigen Stellen nachsahen, nicht allgemein und für alle in den „richtigen“ Medien unseres Landes:

Die eine Episode spielte sich im Parlament von Bahrain ab, weil Außenminister Shaikh Khalid bin Ahmed Al Khalifa es gewagt hatte in New York einer Jüdin (Israels Außenministerin Tzivi Livni) die Hand zu schütteln. Der Minister solle sich sechsmal die Hände waschen und sie dann mit Sand abreiben, wurde gefordert. Später wurde leicht zurückgerudert; der Schreihals namens Nasser Al Fadhala ließ wissen: „Ich habe gemeint, dass Tzipi schmutzig ist und Scheik Khalid, der sauber ist, sollte seine Hände reinigen.“

Der Außenminister hatte die empörten Abgeordneten gemaßregelt, sie sollten sich selbst die Hände waschen, weil sie das Blut von Palästinensern daran kleben hätten (er hatte sich immerhin auf einem informellen Treffen zu einer arabischen Friedensinitiative für den Nahen Osten in New York befunden). Deshalb erklärten die Abgeordneten: „Was uns in Wut brachte, war, dass wir unsere Hände vom palästinensischen Blut säubern sollten; das schockte uns, denn unsere Hände sind nicht wie die Hände derer, die er geschüttelt hat.“

Mit anderen Worten: Die Berührung mit Ungläubigen, gar mit Juden, verunreinigt den arabischen Muslim. Kennen wir das mit dem unreinen Blut nicht auch irgendwoher?

Die Saudis stoßen übrigens in genau dasselbe Horn: Sie stimmten der Teilnahme am Annapolis-Gipfel unter der Bedingung zu, dass niemand von ihnen erwartet, dass sie Juden die Hand geben.

Beide schaden allerdings mit diesem Verhalten nicht der eigenen Bevölkerung – abgesehen vom damit verbundenen Judenhass, der als Gift nach „unten“ weiter gereicht wird. Anders sieht es dann bei den Taliban (in Pakistan!) aus, wie u.a. Robert Spencer berichtet, der eine Meldung von AFP kommentiert:

Die Ungläubigen sind unrein (wie Sure 9,28 besagt) und haben den Gottesfürchtigen nichts zu bieten: „Taliban verbrennen Lebensmittel von Hilfsorganisation“

Örtliche Militante der Taliban haben Tausende Kilogramm Lebensmittel beschlagnahmt und verbrannt, die für schwangere Frauen in einem Krankenhaus in Südwasiristan bestimmt waren. Die Lebensmittel – hauptsächlich Linsen und Kochöl – waren von der Hilfsorganisation Save the Children geliefert worden, um schwangere Frauen vor Mangelernährung zu bewahren. Ein Taliban-Aktivist sagte, sie wurden vernichtet, weil „Auslands-NGOs unseren zukünftigen Generationen Schaden zufügen wollen.“

Ah ja. Die Schädigenden sind die, die die Hilfe liefern und das mörderische Tun der „Gotteskrieger“ ist nur zum Besten der hungernden Bevölkerung – wahrscheinlich, damit die schneller im Paradies landen kann.

Aber solches Verhalten ist nicht nur von Ultra-Extremisten bekannt. Nicht nur in Pakistan wurden Polio-Impfungen als westliche Vergiftungsversuche abgelehnt. Medizinische Einsatzteams wurden angegriffen, Ärzte ermordet und Helfer entführt und stundenlang geprügelt. Seitdem steigen die Fälle von Kinderlähmung rasant an – u.a. auch in Großbritannien.

Die „Reinen“ haben immer Recht. Die „Reinen“ alleine wissen, was gut und richtig ist. Und zwar in allen Einzelheiten des Lebens. Egal, wie viele Menschen das das Leben kostet. Opfer müssen gebracht werden – von den Untertanen der an der Macht sitzenden „Reinen“. Ob sie nun den rechten Arm zu Gruß hoben, die rote Fahne schwangen oder eben jetzt die grüne mit dem Halbmond. Ein weiteres Indiz dafür, dass dieser Wahn eine Ideologie ist, die den vernichtenden Ideologien des 20. Jahrhunderts in nichts nachstehen will. Sie bestimmen, was „schmutzig“ und „unrein“ ist und nicht sein darf. Ob nun unter den Taliban oder in Bahrain. Ach ja: Bahrain ist ein moderater muslimischer Staat…