Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21. – 27. Mai 2017)

Sonntag, 21.05.2017:

Eine Gruppe arabischer Bürger Israel hat für Montag einen Generalstreik und einen „Tag des Zorns“ in Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen ausgerufen.

Eine Gruppe arabischer Knessetabgeordneter hat sich auf den Tempelberg begeben. Es gibt ein Besuchsverbot für Knessetmitglieder, das sie gezielt missachteten (sogar „rechtsextreme“ religiöse Abgeordnete halten sich an die Anweisung; Premierminister Netanyahu will über eine Aufhebung des Verbots nach dem Ramadan „nachdenken“). Die Araber wurden von der Polizei vom Plateau geleitet.

Am Abend sprach Premierminister Netanyahu zur Eröffnung der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems. Er sagte, der Tempelberg und die Westmauer werden unter israelischer Souveränität bleiben.

Mehrere Dutzend der Hungerstreiker sind inzwischen im Krankenhaus. Weitere werden wohl folgen.

Die Tochter eines Hamas-Terroristen, der wegen 66-fachen Mordes in Israel einsitzt, hat ihrem Vater einen Brief geschrieben, wie stolz sie auf ihn ist.

Die IDF hat die Einsatzregeln bezüglich Personen geändert, die Soldaten Waffen stehlen wollen. Ab sofort darf auf solche Personen geschossen werden.

Jordaniens König rief am Freitag Präsident Trump an und wünsche sich, dass der Amerikaner an einer Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts arbeite. Eine Vereinbarung zwischen den Israelis und den Palästinensern sei unerlässlich für die Bekämpfung des Terrors.

Das israelische Sicherheitskabinett hat ein Paket an Gesten des Guten Willens den PA-Arabern gegenüber beschlossen. Unter anderem soll es deutlich mehr Baugenehmigungen für PA-Araber in Area C geben, die komplett von Israel kontrolliert wird.

Montag, 22.05.2017:

Für den Ramadan gibt es Sonderregelungen für PA-Araber; 200.000, die Familienmitglieder in Israel haben, bekommen Sondergenehmigungen zur Einreise für den gesamten Monat. Weitere 7.000 erhalten Genehmigungen für Id al-Fitr, direkt nach dem Ramadan. Männer über 40, Jungen unter 12 Jahren und Frauen können ohne Genehmigung den ganzen Monat hindurch freitags in Jerusalem auf dem Tempelberg beten gehen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14. – 20. Mai 2017)

Sonntag, 14.05.2017:

Kann man das „Gülle-Jihad“ nennen? Abwässer aus Ramallah fließen ungeklärt nach Zentral-Israel. Modi’in Illit ist davon besonders betroffen, die Mückenplage hat zugenommen und es werden dadurch verursachte Krankheiten befürchtet. Bei meinem letzten Besuch in Beer Sheva berichteten mir Freunde, dass auch sie unter ungeklärten Abwässern aus PA-Gebieten leiden.

Friedensbereitschaft widerlegt: In Hebron haben die PA-Araber einen Terroristen zum Bürgermeister gewählt, der für den Tod von 6 Juden verantwortlich ist.

Die offiziellen PA-Medien bezeichnen den am Samstag bei einem Terror-Messeranschlag verletzten Polizisten als gewalttätigen Rassisten, der für den Angriff auf sich selbst verantwortlich sei.

Marwan Barghouti hat sich wieder aus dem Gefängnis gemeldet. Per Brief forderte er „Einheit und nationalen Ungehorsam“. Außerdem rief er zur Versöhnung zwischen Fatah und Hamas auf.

Ein ranghoher Palästinenser sagte, er „hoffe“, dass Israel den Siedlungsbau einstellen wird, wenn von den USA geführte Friedensgespräche wieder aufgenommen werden; er ging allerdings nicht so weit das zu einer Vorbedingung zu machen.

Montag, 15.05.2017:

Abbas Zaki von der PA vor PA-Sicherheitsbeamten: Ihr werdet Jerusalem befreien und die Welt beherrschten. Die Israelis sind Esel. ISIS hätte Israel angreifen müssen.

Die Gemeinsame Arabische Liste beschuldigt die Regierung, sie würde arabische Aktivisten bekämpfen. Anlass ist ein Prozess gegen sechs Mitglieder der (verbotenen) radikalmuslimischen Hasstruppe „Islamische Bewegung“, der von den arabischen Knesset-Parteien als „kollektives Schlagen gegen die israelisch-arabische Gemeinschaft“ verurteilt wird.

Dienstag, 16.05.2017:

Der von Mahmud Abbas eingesetzte Leiter eines Schulsystems ließ wissen: Juden sind Wucherer, die das Geld, die Presse und die Ressourcen kontrollieren. Israel ist ein Krebsgeschwür.

Am nördlichen Gazastreifen gibt es schwerwiegende Verschmutzung des Wassers, weil im Bereich Beit Hanoun (nördlicher Gazastreifen) ungeklärte Abwässer in ein nach Israel führendes trockenes Flussbett gepumpt werden. Die Abwässer verschmutzen das gesamte Küstengrundwassersystem.

Heckmeck:
– Moderate arabische Golfstaaten sollen bereit sein bessere Beziehungen zu Israel zu schmieden, wenn es aus ihrer Sicht beträchtliche Bemühungen Israels zum Neustart der stagnierenden Friedensgespräche mit den Palästinensern gibt. (Kommentar: Wieder ist es Israel, das etwas tun soll, nicht die Terroristen!)^

Der PA-Parlamentarier Jamal Hawil von der Fatah wurde fotografiert – als er mit einer Steinschleuder Juden bewarf. Die Fatah sind die „moderaten“ (!) Terroristen.

Nur wenige Tage vor Trumps Besuch wurde in der „Westbank“ in Tulkarm ein Platz nach Maher Yunis, einem Terroristen benannt.

Mittwoch, 17.05.2017:

Den Widerspruch werden wohl nur unsere Gutmenschen nicht erkennen wollen: Bei seinem Besuch in Indien bejubelte Mahmud Abbas die pal-arabischen Terroristen und „Märtyrer“ – und behauptete gleichzeitig, er wolle Frieden mit Israel.

Einmal mehr ließ das PA-Fernsehen ein kleines Kind ein Gedicht aufsagen, das zu Krieg aufruft.

Ein „Geistlicher“ im PA-Fernsehen: Jude verbreiten in der arabischen Welt Korruption, Prostitution und Drogen.

Donnerstag, 18.05.2017:

Statistisches: Die PA hat insgesamt 28 Schulen nach Terroristen benannt. 3 weitere PA-Schulen tragen die Namen von Nazi-Kollaborateuren.

Formelle Botschaft aus dem Gazastreifen: keine Kompromisse – es gibt keine Lösung des Konflikts ohne die „Rückkehr“ aller „Flüchtlinge“ (natürlich nur arabischen nach Israel, nicht von Juden in die Gebiete), dazu ihre Entschädigung und dass sie „ihr“ Land zurückbekommen. Außerdem ist „Palästina“ der gesamte Bereich zwischen Jordan und Mittelmeer.

Mehrere Terrorgruppen im Gazastreifen riefen zu einem „Tag des Zorns“ in Unterstützung der Hungerstreikenden auf. Außerdem drohten sie mit Eskalation, sollten die Forderungen der Terror-Häftlinge nicht erfüllt werden. (Sollte man sich merken, wenn es die nächsten Eskalationsvorwürfe an Israel gibt.)

Freitag, 19.05.2017:

Friedensbotschaft des PA-Fernsehens: Im Kinderprogramm rezitiert ein kleines Mädchen ein Gedicht, mit dem sie behauptet die Israelis hätten Arafat ermordet.

Ein PA-Krankenwagenfahrer wurde festgenommen; er hatte gestern mit seinem Krankenwagen einen israelischen Autofahrer blockiert, der von einem Mob beinahe gelyncht wurde.

Samstag, 20.05.2017:

Ein offizieller Vertreter der PA (Saeb Erekat) tönt wieder: Ein Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem würde den „Friedensprozess“ beenden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07. – 13. Mai 2017)

Sonntag, 07.05.2017:

Der Anführer des Hungerstreiks der Terrorhäftlinge, Marwan Barghouti, wurde erwischt, wie er heimlich aß. Israels Botschafter bei der UNO kommentierte passend, damit sei bewiesen, dass der „Hungerstreik“ lediglich ein Medien-Stunt ist.

Die PA-Araber behaupten wieder Juden würden abgerichtete Wildschweine auf sie loslassen; ein arabisches Mädchen wurde in die Hand gebissen, das können nur die Juden gewesen sein.

Der 6 Meter hohe Sicherheitszaun an der Grenze zum Libanon wird an zwei Abschnitten erneuert und verbessert.

Montag, 08.05.2017:

Die (verbotene) Islamische Bewegung (nördlicher Zweig) in Israel hat einen Marsch von Haifa nach Jerusalem begonnen. Die Teilnehmer wollen Jerusalem am Freitag erreichen.

Unterstützt (und eventuell angestiftet) von linken israelischen NGOs haben pal-arabische Bauern im Jordantal illegal gesperrtes Staatsland bestellt, das als Schießstand der IDF genutzt wird und teilweise auch noch vermint ist. Die Bauern verschwinden immer rechtzeitig beim Auftauchen des Militärs, so dass die Soldaten nicht feststellen können, wer sie sind.

Der Terror-Sportchef Jibril Rajoub will, dass die FIFA israelische „Siedler-Clubs“ vom Spielbetrieb ausschließt – und jetzt schimpft er, dass Netanyahu sich bei der FIFA dagegen ausspricht. Das ginge nicht, dass ein Politiker sich da einmischt und verlangt, dass der Punkt von der Tagesordnung genommen wird.

Dienstag, 09.05.2017:

Die Fünfte Kolonne: Ayman Odeh von der Gemeinsamen Arabischen Liste bezeichnet die in Israel einsitzenden Terroristen als „politische Gefangene“, die „einen gerechten Kampf zur Befreiung von einer ungerechten Besatzung führen“.

Scheinheilig: Mahmud Abbas behauptet weiter, er sei bereit sich mit Netanyahu zu treffen – vorausgesetzt, Trump ist dabei.

Noch scheinheiliger: Mahmud Abbas lässt wissen, dass es keine Alternative zu einer Friedenslösung gibt und die Zeit militärischer Optionen vorbei sei.

Die IDF geht seit einiger Zeit verstärkt gegen Waffenproduktionsstätten in Judäa und Samaria vor. Seit Anfang 2017 wurden 23 Werkstätten und mehr als 150 Waffen beschlagnahmt.

Mittwoch, 10.05.2017:

Marwan Barghouti ist seit dem Beginn des „Hungerstreiks“ der Terrorhäftlinge in Isolationshaft. Jetzt wurde seinem Anwalt eine Besuchserlaubnis gestrichen (vermutlich infolge von nach draußen geschmuggelten Interviews?). Eine Delegation des Roten Kreuzes kann ihn aber besuchen; das IKRK hatte diesen Besuch gewünscht.

Bei der Wahl zur Studentenvertretung der Universität Bir Zeit hat zum zweiten Mal in Folge die Hamas gewonnen.

Die Hamas bekommt Kritik wegen ihres neuen Strategiepapiers; sie versichert vehement, dass die Gruppe weiterhin die Vernichtung Israels anstrebt und nicht mit Israel über das Recht an „ganz Palästina“ verhandeln wird.

Donnerstag, 11.05.2017:

Während sich Abbas letzte Woche mit US-Präsident Trump traf, wobei er behauptete, die Palästinenser würden ihre Kinder zu Frieden erziehen, waren seine PA und die Fatah emsig damit beschäftigt 12 Terroristen zu ehren, die für die Ermordung von 95 Menschen verantwortlich sind. Außerdem wurde in Jenin eine Straße nach einem Entführer und Mörder benannt.

Es wird erwartet, dass für den Gedenktag zum Tode von Joseph tausende Juden dessen Grabmal in Schechem/Nablus besuchen wollen. Um das vorzubereiten, haben Aktivisten vom Militär eine Sondererlaubnis zum Besuch erhalten; sie werden alles putzen.

PA-Sicherheitskräfte haben in Judäa und Samaria anscheinend Terroranschläge verhindert, indem Hunderte Waffen beschlagnahmt wurden.

Vor einigen Wochen wurden sechs Aktivisten der „Islamischen Bewegung“ in Israel festgenommen; sie handelten in Erhalt und Ausübung von Aktivitäten der Tanzim-Bewegung in Jerusalem und verfügten über Bargeld aus dem Ausland im Wert von ca. 200.000 Schekeln.

Weisheit von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah: Israel ist schwach – es versteckt sich hinter Zäunen. (Vermutlich versteckt er sich deshalb die meiste Zeit vor Israel.)

Die PA-Repräsentantin bei der UNO hat wieder – diesmal in Briefen – dazu aufgerufen, dass die UNO zugunsten der Terrorhäftlinge eingreift. Er behauptete, der Gesundheitszustand der Hungerstreikenden verschlechtere sich rapide.

UNO-Botschafter Danny Danon legte bei der UNO Belege vor: 2016 hat die PA den Terroristen in den Gefängnissen $130 Millionen gezahlt, ihren Familien $175 Millionen.

Samstag, 13.05.2017:

Die PA wirbt für ein weibliches Vorbild: Die Mutter von vier Terroristen, die lebenslänglich in israelischen Gefängnissen einsitzen und deren fünfter Sohn als (Hamas-)Terrorist getötet wurde, wird von Abbas et.al. als Vorbild für die pal-arabische Jugend gefeiert. Bei einem Empfang letzten Monat betonte Abbas erneut, das die Terroristen-Häftlinge eines der Hauptanliegen seiner Regierung sind.

Jordanien hat den „abscheulichen Mord“ an dem Terroristen von heute verurteilt. Dabei wurde natürlich nicht erwähnt, dass der Mann ein Terrorist war, der gerade versuchte Israelis zu ermorden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30. April – 6. Mai 2017)

Sonntag, 30.04.2017:

Ma’an – unabhängige pal-arabische Nachrichtenagentur – behauptet, Israel habe Freitag eines der seltenen Male den Übergang Kerem Shalom in den Gazastreifen geöffnet, damit Treibstoff und Kochgas geliefert werden können. Dass der Übergang nur sporadisch offen sei, sorge dafür, dass die Bevölkerung und das Elektrizitätswerk nur eingeschränkt mit Treibstoff versorgt sind. Fakt ist: Kerem Shalom ist von sonntags bis donnerstags immer geöffnet. (Das Besondere war, dass es eine Öffnung an einem Freitag gab.)

Eine ganze Reihe arabischer Medien „berichteten“, „jüdische Siedler“ hätten am Damaskustor in Jerusalem „unter schwerem Polizeischutz provokative talmudische Rituale“ durchgeführt. Fakt ist: Ein paar jüdische junge Leute tanzten dort im Vorfeld des Unabhängigkeitstags – und zwar auf Gebiet, das Israel schon vor 1967 inne hatte.

Hamasführer Khaled Meschaal schickte Botschaften an arabische Führer, mit denen er versprach, dass die Freilassung der verurteilten Terroristen in Israel ganz oben auf der Prioritätenliste der Hamas steht. Er kündigte an, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Israel gezwungen wird sie freizulassen.

Umfrage: Israelis – Juden und Araber – sind stolz auf ihr Land und identifizieren sich mit ihm und seinen Problemen. Von den Arabern gaben nur 21,9% an, das nicht zu tun. Dabei bewerteten die israelischen Araber die Lage im Land noch besser als die israelischen Juden.

Laut israelischen Angaben haben bereits 300 Terroristen den Hungerstreik wieder aufgegeben.

Montag, 01.05.2017:

Nur für den Fall, dass da wieder jemand behauptet die Hamas würde weniger radikal: Sie hat erneut bestritten, dass ihr neues Strategiepapier ihre antisemitisch-völkermörderische Charta ändert oder ersetzt. Das neue Papier sagt übrigens eindeutig: Palästina vom Meer bis zu Jordan ist von den zionistischen Kolonialisten besetztes palästinensisches Territorium… Wir werden nicht einen einzigen Stein davon aufgeben.“

Nach PA-Angaben sollen ja mehr als 1.500 Terroristen hungerstreiken. Israel sagt, die Zahl liege inzwischen bei 870.

Wenn sie sich auch sonst spinnefeind sind und beschimpfen, in einem sind sich Hamas und Fatah einig: Beide erklärten gerade wieder, dass Israel kein Recht hat zu existieren

Berechtigte Frage von Netanyahu an Abbas (in seiner Rede zum Heldengedenken): „Wie kannst du von Frieden reden, während du Mörder finanzierst?“ Dem folgte die Aufforderung: „Willst du echte Schritte zum Frieden tun? Dann streiche die Zahlungen an Terroristen. Finanziere Frieden, nicht Mord.“

Dienstag, 02.05.2017:

Während Israel seiner Gefallenen gedachte, marschierten in der Altstadt von Jerusalem mehrere Dutzend Araber, um Solidarität mit den Terroristen zu demonstrieren.

Die Terroristen vom „bewaffneten Zweig der Hamas“ haben ein Ultimatum gestellt: Entweder Israel erfüllt ihre Forderung innerhalb von 24 Stunden oder Israel würde tagtäglich den Preis dafür zahlen müssen. Welcher Preis das sein soll, sagten sie nicht.

Der Hungerstreik hat einen ersten Toten gefordert – in Ramallah. Dort streikte ein ehemaliger Häftling aus Solidarität mit seinen Terror-Freunden, obwohl er Nierenprobleme hatte. Das kostete ihm jetzt das Leben.

Verkehrs- und Geheimdienstminister Yisrael Katz hat gefordert, dass Israel als Reaktion auf den UNESCO-Beschluss, alles Handeln Israels überall in Jerusalem sei „null und nichtig“, mit der Annektierung einiger Städte im Umfeld der Hauptstadt reagiert (Ma’ale Adumim, Givat Ze’ev, Beitar Illit und der Gush-Etzion-Block).

Viele „Erbe-Stätten“ mussten wegen zu großen Besucherandrangs am Unabhängigkeitstag geschlossen werden. Sie hatten heute kostenlosen Eintritt angeboten.

Mittwoch, 03.05.2017:

Wie nicht anders zu erwarten macht die PA Israel für den Tod ihres Hungerstreikers in Ramallah verantwortlich. Der habe in seiner Haftzeit keine ordentliche medizinische Versorgung erhalten. (Dass er trotz Nierenkrankheit meinte den Hungerstreik veranstalten zu müssen, ist natürlich völlig unwichtig…)

Die PA behauptet, den Terrorhäftlingen Gehälter zu zahlen helfe der PA dem Nahen Osten Frieden zu bringen – weil die sich sonst dem Islamischen Staat anschließen würden.

Abbas zu Besuch in Washington – Trump fordert ein Ende der Hetze in der PA. Abbas hofft auf neue Verhandlungen mit Israel und schmiert Trump Honig um den Bart: Mit ihm könne er sich vorstellen, dass das kappt. Die Hamas meldete sich schon zu Wort und kritisierte Abbas, dass er überhaupt Friedensverhandlungen mit Israel führen will.

Donnerstag, 04.05.2017:

Israelische Sicherheitskräfte haben vor kurzem in Jenin eine Terrorzelle der PFLP ausgehoben; dabei wurden en Fahrzeug und verschiedene Waffen beschlagnahmt. Die Zelle hatte im April verschiedene Terroranschläge verübt, darunter Schusswaffenangriffe auf IDF-Stellungen und israelische Gemeinden in Judäa und Samaria.

In Ramallah gab es eine Demonstration tausender Araber in Unterstützung der inhaftierten Terroristen.

Friedenserziehung in einem Kindergarten im Gazastreifen: Kindergarten-Kinder führen einen martialischen Auftritt in militärischen Tarnanzügen und Spielzeug-Maschinenpistolen auf, das auf Facebook gepostet wurde. Titel: „Palästina in den Augen unserer Söhne.“ Sie soll „die Liebe zur Heimat in die Seelen der Kinder einflößen“.

Araber aus Bardala im nördlichen Jordantal haben die Wasserversorgung jüdischer Gemeinden dort gekappt. Mekorot, der israelische Wasserversorger, bereitet sich darauf vor, das wieder in Ordnung zu bringen.

Nabil Sha’at, Berater von Mahmud Abbas, sagte in einem Interview, es sei „verrückt“ von der PA zu verlange die Terrorhäftlinge nicht mehr zu bezahlen. Das sei so, würde Israel die Soldaten der IDF nicht mehr bezahlen. (Im selben Artikel wird anhand eines alten Beispiels gezeigt, was für ein Lügenbolzen Sha’at ist.)

Freitag, 05.05.2017:

Arbeitsunfall: Ein Mitglied des Islamischen Jihad wurde getötet, offenbar als er eine Bombe bastelte (es ist nicht klar, ob das heute war).

Die Arabische Liga fordert von der UNO israelische „Verstöße“ gegen die Terrorhäftlinge zu untersuchen.

Die Hamas versichert alle Welt: „Unser neues Positionspapier macht uns nicht zu einer neuen Version der Fatah.“

Ranghohe israelische Stellen überlegen Ärzte aus dem Ausland zu holen, die die hungerstreikenden Häftlinge zwangsernähren. MK Ahmed Tibi von der Vereinigten Arabischen Liste schimpft: Das ist eine unmoralische Manipulation, furchtbar und erbärmlich; die Forderungen der Häftlinge sollten erfüllt werden, statt einen schmutzigen Krieg gegen sie zu führen..

Zwei Araber drangen auf eine Armeebasis ein und stahlen Waffen schlafender Soldaten; die Täter wurden geschnappt, die Waffen werden gesucht.

Marwan Barghouti rief die PA-Araber auf die Sache der Hungerstreiker zu unterstützen.

Samstag, 06.05.2017:

Mahmud Abbas‘ eklatante Lüge im Weißen Haus, die PalAraber erzögen ihre Jugend zum Frieden, hat eine interessante Reaktion Benjamin Netanyahus ausgelöst. Dieser twitterte einen Rat an den PA-Che: „Google dich mal.“ Dann könnte der Terrorgrande nämlich mal sehen, was er so an „Friedvollem“ von sich gegeben hat. (Was man ansatzweise auch im den Tweet begleitenden Video sehen kann.)

Friedensbereitschaft: Der Palästinensische Islamische Jihad lehnt einen Palästinenserstaat in den „Grenzen von 1967“ ab.

Die Ansprache in Ramallah vom 18.12.2001 und andere Äußerungen

Am 18.12.2001 sprach Arafat vor mehreren tausend Zuhörern in Ramallah. Die Rede wurde vom palästinensischen Radio übertragen. Auszüge daraus und weitere Äußerungen finden sich auf der Website von MEMRI (http://www.memri.org).

MEMRI – Sonderbericht über die PA (Nr. 317)
20. Dezember 2001

Jüngste Äußerungen Yassir Arafats

Zusätzlich zu einer Fernseh-Ansprache an das palästinensische Volk, in dem er zur Beendigung der Märtyrer-Operationen und Mörser-Angriffe gegen Israel aufrief, gab der PLO-Vorsitzende Yassir Arafat in jüngster Zeit mehrere Erklärungen ab, über die von den westlichen Medien nicht breit berichtet wurde. Im Folgenden finden Sie Auszüge aus zwei Reden und einem Interview, wie sie von arabischen Medien berichtet wurden:

Ansprache an Jerusalemer Palästinenser (Ramallah, 18.12.2001):(1)

O ihr, die standhaft seid, o ihr Helden des Landes der „Nachtreise und Himmelfahrt [des Propheten Mohammed, wie sie im Koran erzählt wird]“ im Land der ersten Gebetsrichtung, o ihr Helden der drittheiligsten Stätte [des Islam], vom Geburtsort Jesu und dem Ort der Himmelfahrt unseres Herrn Mohammed.(2) Wie inzwischen üblich, wird der moslemische mit dem christlichen Ursprung verknüpft und Gemeinsamkeiten konstruiert, die die Christen verführen sollen, gegen das Volk ihres Gottes zu kämpfen. Jüdische Ansprüche fallen unter den Tisch.
Ich sage euch, dass wir nun in einer historischen Phase sind… ihr verteidigt die erste Gebetsrichtung und die drittheiligste Stätte, den Ort der Geburt des Messias. Eure Standhaftigkeit ist höchst wichtig, nicht nur für Palästina und nicht nur für die arabische Nation, sondern für alle Christen und Muslime der Welt… Ersteres beruht auf dem Irrtum Mohammeds, er brächte die gleiche Botschaft wie Abraham und Moses; das zweite ist die nicht haltbare Legende, Mohammed von Jerusalem zu seiner „Nachtreise“ aufgebrochen.
O Brüder, es gibt eine Verschwörung Jerusalem zu judaisieren; daher sage ich euch, o Kameraden dieser Reise, ihr steht jetzt an der Front des Kampfes in der Mitte der Herausforderung, in Jerusalem. Ihr seid gesegnet, in dieser Region zu leben… Klar, das muss eine Verschwörung sein – wie alles, was dazu führt, dass Arafat nicht seinen Willen bekommt…
Der Prophet sagte: „Es gibt eine Gruppe in meiner Nation, die am Glauben fest hält, die ihren Feind herausfordern und die nicht von ihrem Feind verletzt werden können und sie sollen, so Allah will, gewinnen.“ Unverletzliche Palästinenser?
Der Prophet wurde gefragt: „Wo sind sie?“ und antwortete: „In Jerusalem und seiner Umgebung und sie sollen bis zum jüngsten Tag in der Frontlinie bleiben.“ Ihr seid wahrhaftig in der Frontlinie. Ich habe mich dazu verpflichtet, ich habe mich dazu verpflichtet, ich habe mich dazu verpflichtet. O Berg, kein Wind kann dich erschüttern.“ Nur, dass die „Palästinenser“ zum größten Teil gar nicht aus „Palästina“ kommen, sondern aus anderen arabischen Ländern.
Niemand kann diese Nation der Giganten [d.h. die Palästinenser] regieren. Einhundertvier Jahre vergingen seit der ersten [zionistischen] Versammlung in Basel [Schweiz, 1897], wo behauptet wurde, dass unser Land ein „Land ohne Volk für ein Volk ohne Heimat [d.h. die Juden]“ sei. Als Golda Meir nach dem palästinensischen Volk gefragt wurde, sagte sie: „Es gibt keine Palästinenser.“ Heute werden der Märtyrer Muhammad al-Dura und alle unsere Märtyrer im Paradies ihnen sagen: „Wir sind eine Nation der Giganten, wir werden das Frontlinien-Land (3) verteidigen.“ Wie entvölkert „Palästina“ war, belegen unzählige Reiseberichte aus dem 19. und den ersten 25 Jahren des 20. Jahrhunderts.

Wären die „Palästinenser“ tatsächlich diese Giganten, dann hätten sie ihr Judenproblem längst „gelöst“.

[Arafat deutete auf ein kleines Mädchen und fuhr fort:] Diese kleine Süße ist der erste unserer Soldaten, wir treten der Verschwörung zur Judaisierung Jerusalems entgegen, aber solange ihr in der vordersten Front dieser Frontlinie standhaft seid, kann niemand sie verletzen… Derjenige, der seine Haltung dem anderen aufzwingen wird, ist die Nation der Giganten, so Allah will. Die „Judaisierung“ kann nur passieren, weil vorher die Araber „ihr“ Jerusalem judenrein gemacht haben.

Dem folgt eine sehr eindeutige Aussage: Den Israelis wird der Wille der Palästinenser aufgezwungen – kein Wort von friedlichem Miteinander!

Einer unserer Jungen oder eine unserer Blumen [d.h. männliche oder weibliche palästinensische Jugendliche] wird, so Allah will, die Flagge Palästinas über den Mauern Jerusalems schwenken, über seinen Kirchen und Moscheen, ob jemandem das gefällt oder nicht und wer immer das nicht mag, der kann das Wasser des Toten Meeres trinken. Deutlicher kann man niemandem die Vernichtung androhen.
Ich rufe meine Geliebten in Jerusalem auf: Mehr Entschlossenheit, mehr Stärke, mehr Entschlusskraft. Und wenn Allah will, werden wir in der Al Aksa-Moschee und in der Grabeskirche beten, so Allah will, so Allah will. Als ob ihnen das Beten dort heute nicht möglich wäre!
Und wieder die unzulässige Verknüpfung mit den Christen.
Ich sage diese Dinge, damit sie in der Ferne und in der Nähe in der ganzen Welt gehört werden. Die Nation der Giganten wird dieses heilige Land mit seinem Blut, mit seiner Seele, mit seinem Eigentum und mit allem, was sie hat verteidigen. Dies ist ein heiliges Land, dies ist das Land unserer Nation der Giganten, von der Wiege bis ins Grab… Es ist wieder nur von Kampf und Blut die Rede – friedliche Lösung? Fehlanzeige!
Wir stehen dem Kind bei, der Blume, dem Mann, der Frau, dem alten Mann und dem jungen Mann. Wir alle erretten die heiligen christlichen und muslimischen Stätten, wir werden sie verteidigen und werden sie stark machen, denn dies ist unsere Bestimmung: bis zum jüngsten Tag in der vordersten Front zu leben. [Das besagt die islamische Tradition.] „Ein Märtyrer von denen ist siebzig wert“ [soll heißen: ein Märtyrer der vordersten Front in Jerusalem ist siebzig Märtyrer anderer Fronten des Jihad wert]. Warum? Weil wir (hier) im Heiligen Land sind… Kein Wort des Friedens, immer nur Kriegsgeschrei – das soll ein Friedenspartner sein?
Wir werden kämpfen in diesem gesegneten Land, in diesem gesegneten Land. Dies ist unsere Botschaft und es ist kein Zufall, dass einhundertvier Jahre danach [nach dem ersten zionistischen Kongress] und trotz all der Verschwörungen und alle dem Blut, das vergossen wurde, diese Nation weiter ihr Haupt und ihre Flagge hoch hält, so Allah will, so Allah will. Eine unserer Blumen und einer unserer Jungen wird die Flagge über den Mauern Jerusalems, über seinen Moscheen und seinen Kirchen schwingen… Kampf, Krieg, Blut – andere Lösungen WILL Arafat überhaupt nicht! (Aber den Israelis wirft er heuchlerisch und verlogen vor, was er selbst praktiziert.)

In einem Interview mit der kuwaitischen Tageszeitung Al-Rai ´Al-´Am am 12. Dezember 2001 sprach Arafat von einer Verschwörung, die von den Premierministern Sharon und Barak ausgeheckt wurde, um in Israel einen Regierungswechsel zu vollziehen: (4)

„Barak hätte weitere zweieinhalb Jahre an der Macht bleiben können, aber die Vereinbarung zwischen ihm und Sharon – in deren Folge Sharon die Al Aksa-Moschee besuchen ging, was das gut bekannte Massaker an den Freitags-Betern verursachte, in deren Folge die Intifada ausbracht – diese Vereinbarung [und alles weitere] war geplant.
Als Sharon an die Macht kam, bat er die Israelis, ihm einhundert Tage zu geben, damit er die Intifada beenden könnte. Die hundert Tage endeten und er fragte sie: ‚Gebt mir weitere hundert Tage, um unseren militärischen Plan auszuführen, Operation Hölle‘. Und er ist immer noch dabei ich auszuführen… [heißt: er hat es immer noch nicht geschafft]“
Wieder Verleumdung und Geschichtsfälschung: Diese „Vereinbarung“ ist Quatsch. Sharon hat sich nicht einmal in die Nähe der Al Aksa-Moschee begeben, sondern den Rest des Tempelbergs besucht. Das „Massaker“ waren Kämpfe der Polizei mit „Betern“, die mit Hilfe von Steinwürfen versuchten Juden vor der Westmauer zu ermorden und zu vertreiben. Die Intifada „brach“ nicht „aus“, sie war von Arafat lange vorbereitet, geplant und initiiert.

Die „Operation Hölle“ gibt es nicht.

Arafat prahlte, das „trotz israelischen Drucks niemand [unter den Palästinensern sagte:] ‚Aah‘ [ein Seufzen]… Lassen Sie mich ein Beispiel anführen… Wissen Sie, was eine Mutter eines Märtyrers tut, wenn ihr vom Märtyrertum ihres Sohnes berichtet wird? Sie geht mit Freundenrufen auf die Straße und sagt: ‚Allah sei gelobt, mein Sohn, dass du Palästina geheiratet hast statt deiner Kusine.‘ Das ist das palästinensische Volk.“ Wo das zutrifft, zeigt es höchstens eins: wie aufgehetzt und verblendet diese Mütter durch die palästinensische Führung, Medien und „Geistlichen“ sind, dass sie jede natürliche Reaktion auf den Verlust ihrer Kinder verloren haben.
Oder es zeigt, dass das Trauergeschrei vor den westlichen Kameras nur gespielt ist!
In diesem Interview erklärte Arafat auch, dass „gesagt wird, dass eine halbe Million Juden in Afghanistan sind, die [die Israelis] in die Westbank und den Gazastreifen bringen wollen.“ In Kabul gibt es heute noch ganze zwei Juden! Wo sollen die 500.000 Juden her kommen?
Arafat fuhr mit der Erklärung fort: „Die extremistischen Kräfte in Israel töteten meinen verstorbenen Partner Yitzhak Rabin, der mit mir Frieden schloss, den Frieden der Mutigen. Dies nährt Zweifel am Verhalten einiger [unter den Palästinensern], die die Interessen des palästinensischen Volkes und als seinen Kopf einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Jerusalem als seiner Hauptstadt gefährden… wir haben den Notstand erklärt, weil es einige gibt, die das palästinensische Volk auslöschen wollen. Mal ganz was Neues: Palästinenser wollen ihr eigenes Volk auslöschen! Wo ist denn da die viel beschworene Einheit dieses Volkes?
Arafat verdreht sich die vermeintlichen wie tatsächlichen Fakten, wie es gerade passt – egal, wie widersprüchlich sie sein mögen.
Es gibt eine Verschwörung gegen das palästinensische Volk. Daher haben wir einige strikte Maßnahmen ergriffen und wenden eine harte Politik gegen jene an, die der Stimme der Vernunft nicht treu sind und die die Interessen des palästinensischen Volkes nicht respektieren. Dann sind also Gruppierungen wie Hamas usw. Partner Israels. Israel ist so perfide, dass es seine Bürger von einem heimlichen Partner ermorden lässt, damit es neben diesem Partner alle anderen Palästinenser gleich mit auslöschen kann. Wow!
Wir fingen mit denen an, die diese Operationen ausführen, die die palästinensesiche Sache und das palästinensische Image verletzen und schädigen. Kein Wort davon, dass „diese Operationen“ an sich unmenschlich und einfach falsch sein könnten – sie sind falsch, weil sie der PR Arafats nicht zuträglich sind!
Diese Leute konnten keinen besseren Zeitpunkt finden [um Märtyrer-Operationen auszuführen] außer ausgerechnet den Augenblick, als Sharon mit leeren Händen zu einem Treffen mit Präsident Bush ging. Sie gaben Sharon diese Operationen als ein Geschenk… Klar, es ist eine Verschwörung, da konnten sie zu keinem anderen Zeitpunkt zuschlagen! Schließlich sind sie von Israel gesteuert!
Der Prophet Mohammed wurde in der Schlacht von Uhud geschlagen, als einige wenige Muslime vom Berg herab kamen [dem Schlachtfeld] um die Kriegsbeute einzusammeln. Ich sage diesen Leuten: Lasst diese Beute und die Unterstützung, die ihr vom Osten und Westen bekommtn, nicht in eine Waffe umkehren, die uns unsere Sache trifft…“ Hamas und andere sammeln Beutegut ein? Von wem – den Israelis oder der Autonomiebehörde?

In einem „offenen Dialog“ mit Intellektuellen in Ramallahs Casablanca Hotel am 13. Dezember 2001:(5)

„Einhundertvier Jahre sind vergangen seit dem ersten zionistischen Kongress in Basel [Schweiz] und unser Volk steht immer noch fest trotz des Ausmaßes der Verschwörung und trotz der großen Zahl der Verschwörer, beginnend bei Sykes-Pikot [1915] bis zum heutigen Tag… Wir befinden uns im Herz dieser Schlacht mit dem vollen Ausmaß seiner Bedeutung auf allen Ebenen… aber wir sind ihr verpflichtet.“ Bei so viel Gerede von Verschwörung wundert es nicht, dass die „Protokolle der Weisen von Zion“ in der arabischen Welt weit verbreitet sind und als echt betrachtet werden.
Über die Rolle der arabischen Regierungen sagte Arafat:
„[Seit 1948] werden unsere Waffen [von arabischen Herrschern] beschlagnahmt; meine und die meines Kameraden Hamed Abu-Sittah sind während des ‚Nakba‘-Krieges [‚Katastrophen-Krieg, so nennen die Araber den Unabhängigkeitskrieg Israels] von 1948 beschlagnahmt. Sie nahmen unsere Waffen; ich erinnere an das, was Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser sagte – dass die Waffen von uns fern gehalten wurden und uns nicht erreichten [um im Krieg gegen Israel benutzt zu werden]… Ich kenne viele Geheimnisse, die ganze Berge sprengen könnten, aber ich will sie nicht vor der Presse erzählen.“
In seinen Medien lässt Arafat immer die Unterstützung durch die arabischen Brüder verkünden – also alles Lüge, weil diese Brüder ihnen die Waffen vorenthielten.

Die letzte Bemerkung muss als offene Drohung gegen die „Brüder“ angesehen werden – auch hier ist die (jüdische?) Verschwörung am Werk! Aber er könnte sie, wenn er nur wollte, platzen lassen. Warum tut er es nicht, muss er sich vor der Reaktion der arabischen „Brüder“ fürchten?

Anmerkungen:
(1) WAFA (Palästinensische Nachrichtenagentur, Gaza, 18.12.2001.
(2) Diese Aussagen beziehen sich auf Jerusalem.
(3) Koranischer Begriff zur Definition des Gebietes, das an Feindesland angrenzt.
(4) Al-Rai ´Al-´am (Kuwait), 12.12.2001.
(5) Al-Hayat (London), 13.12.2001

Fazit:
Alles, was die westlichen Medien und Politiker so hoch bejubelten, ist durch diese Äußerungen Makulatur, auch wenn sie teilweise schon vor der Rede vom 16.12.2001 gemacht wurden. Sie zeigen deutlich auf, wie Arafat die Lage sieht und was er will. Die vermeintlichen positiven Worte vom 16.12.2001 werden hier eindeutig umgekehrt. Arafat will keinen Frieden, keinen Ausgleich – er will die Auseinandersetzung mit den Waffen, er will die Juden vernichten!

Die Fernsehrede vom 16.12.2001

Yassir Arafat hielt am 16. Dezember 2001 im PA-Fernsehen eine viel beachtete Rede. Sie wurde im Westen als ein riesiger Fortschritt in die richtige Richtung gefeiert. In Israel gab es viel Kritik; in den USA betonte sogar Außenminister Colin Powell, der sonst gerne mächtig Druck auf Israel ausübt und Arafat hofiert, dass die Worte nicht genügten, man müsse Taten sehen.
Nicht so Europa, das die Chance sieht, erneut Druck auf Israel zu legen. Aber wie „revolutionär“ sind Arafats Worte in dieser Rede. Sagt er tatsächlich etwas Neues und ändert er seine Politik?

Eine Grundlage für die Beurteilung der Rede vom 16.12.2001 sollte auch die überhaupt nicht beachtete „Ansprache“ Arafats an mehrere tausend Anhänger nur zwei Tage später in Ramallah sein, die im palästinensischen Radio übertragen wurde. Wer die Kritik an der Rede vom 16.12. nicht anerkennt, dem sollten die Augen auf gehen, wenn er diese zweite Rede liest – die im Westen nicht einmal eine Randerwähnung in den Medien wert war. Sie wurde ignoriert. Die Frage ist: weshalb?
Es ist auch bemerkenswert, dass Arafat Büros „militanter Islamisten“ schloss. Warum wurden nur die Büros geschlossen und nicht die (Führer der) militanten Islamisten selbst verhaftet? Viele unserer Medien haben sich auf die Schließungen gestürzt und glauben, Arafat agiere jetzt entschlossen gegen die Terroristen. Dazu müssten diese aber gehindert werden, ihre Taten auszuführen, nicht ihre „Büros“ (für die „sozialen Dienste“) geschlossen werden!

Arafats Rede im Wortlaut, wie sie auf der Website der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa stand:

übersetzter Originaltext Anmerkungen des Übersetzers
Im Namen des allmächtigen Gottes
Brüder und Schwestern, meine Mitbürger und kämpfenden, mutigen Palästinenser;
Mütter, Väter und Brüder der Märtyrer;
ihr, die ihr die liebsten eurer Kinder für die Sache des Sieges und der Freiheit geopfert habt und für die Sache der Heiligen Stadt Jerusalem;
die Gefangenen und die Verwundeten, die so viel geopfert haben durch ihre Standfestigkeit, Schmerzen und Wunden, ihr habt ein einzigartiges Idol des Kampfes und des bemühten Ringens, das uns sehr nahe gebracht hat an Jerualem. Jerusalem. Jerusalem, die Hauptstadt unseres unabhängigen Staates.
Allein das ist schon eine Beleidigung des Friedens-Gedankens – Märtyrer sind auch und in besonderem Maße die Selbstmord-Bomber!
Meine geliebten Bürger aus den Flüchtlingslagern, den Dörfern, den Städten von Palästina und im Exil, ihr habe das Wunder des Überlebens geschaffen und an unserer nationalen Sache fest gehalten und eure legitimen und gerechten Ziele durch den Schutz unserer Rechte fest gehalten und ein Mittel zu ihrer Erreichung geschaffen.
Ich grüße euch von Herzen und wünsche euch frohes „Eid Alfitir“.
(Fastenbrechen/Bayram am Ende des Ramadan)
In diesen gesegneten Tagen würde ich gerne mit euch offen und ehrlich, von Herzen zu Herzen und von Gemüt zu Gemüt die klaren Fakten unserer Zeit teilen, um alles zu überdenken, das uns Sorgen bereitet, um unsere Entscheidungen und Haltungen richtig zu stellen; ich bin sicher und zuversichtlich, dass meine Leute die erforderliche Intelligenz besitzen, die Vision und die Kraft der Ausdauer, um die richtigen Schlüsse zu ziehen und die richtigen Entscheidungen zu erreichen, die es uns ermöglichen werden, die kommenden Herausforderungen und Schwierigkeiten zu überstehen, geschützt von unseren christlichen und islamischen Heiligen Stätten und uns auf unseren Sieg auf unserem Heiligen Land vorzubereiten, wo unser Prophet Mohammed zu den Himmeln auf fuhr und unser Herr Jesus Christus geboren worden war. „Unser Herr Jesus Christus“? Einmal mehr der Ausdruck, mit dem Christen in die Front gegen das Volk ihres Gottes gelockt werden sollen!
Im Übrigen fehlt wie immer jeder Bezug der Juden zu Jerusalem – der wird einfach abgestritten und verschwiegen.
Unsere Einheit ist der solide Grund, auf dem wir stehen, der unseren Marsch für Freiheit durch viele Jahrzehnte hindurch beschützt hat; sie hat uns auch den gerechten, umfassenden und lange andauernden, ersehnten Frieden gewährt, mit dem erforderlichen Schutz und mit den Elementen unseres beharrlichen Fortschritts zum nationalen Konsens, ohne Kompromiss unserer heiligen Prioritäten, weder in der Entscheidung noch in der Praxis.
So betone ich hiermit und im Namen der Führung unsere klare und tiefe Vorstellung unserer Einheit, als einer Einigkeit aller Fraktionen und Strömungen unserer Nation und der Einheit darin, die Entscheidungen des palästinensischen Konsenses in Gestalt des Nationalen, Juristischen und des Zentralkomitees zu akzeptieren.
Die PLO begann als die wesentliche Wahl unseres Volkes in Palästina und im Exil, die Wahl, die uns geeinigt hat, uns geführt hat und unsere Legitimität verkörperte; diese Wahl spiegelt unsere Forderungen und Nöte wider und gemeinsam mit der PLO habe wir auch unsere Nationalbehörde gewählt, die die Ziele und Ambitionen des palästinensischen Volkes ausdrückt; sie wurde entsprechend der Vision und des Bedarfs der Palästinenser geformt, sie formt die solide Grundlage für den palästinensischen Staat, einschließlich Jerusalem als seiner Hauptstadt und durch unsere gewählten städtischen, juristischen und parlamentarischen Institutionen und Räte und durch die internationale Anerkennung unserer Nationalbehörde. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um noch einmal zu versichern, dass wir bereit sind, erneute demokratische Wahlen für unsere Führung und Institutionen abzuhalten, sobald die Lage sicher und die Bedingungen passend sind.
Sharon und seine Regierung führen diesen unmoralischen, kriminellen Krieg gegen unsere anerkannte und international hoch angesehene Führung und die gewählten Institutionen, indem sie unsere unsere Einrichtungen, Mitglieder unserer Regierung und unseres Parlaments, Polizisten, Sicherheitskräfte, Infrastruktur ins Visier nehmen, die wir uns angestrengt haben mit der Hilfe unserer Brüder und Freunde wieder aufzubauen; ein Krieg, der auch auf unsere Zivilisten zielt, unser Eigentum, Schulen, Krankenhäuser, Felder, Moscheen und Kirchen , einschließlich der Farmen, die sie zerstört haben, ohne den heiligen Olivenbaum auszunehmen, der von dem Adel unseres Volkes und der tiefen Verwurzelung in diesem heiligen Land Zeugnis gibt. „hoch angesehene Führung – das lässt in den USA heftig nach – wann endlich auch in Europa?
Etwas anderes hat nicht verdient, wer die Tatsachen umkehrt: Die PA/PLO begann einen Krieg gegen Zivilisten und Soldaten, führt ihn ohne Unterschied der Person, begeht Terror pur! Nicht umgekehrt!
Dass Israel den Krieg gegen Zivilisten, Krankenhäuser, Felder, Moscheen usw. führt, ist die pure Verleumdung. Das wird in unseren Medien natürlich außer Acht gelassen, sie konzentrieren sich auf das, was sie hören wollen!
Ja, es ist ein Krieg, der gegen alle Palästinenser und ihre Führung geführt wird, gegen unsere Ressourcen und unsere persönliche, soziale und wirtschaftliche Sicherheit, gegen unseren legitimen Traum der Errichtung unserer Zukunft ohne weitere Erniedrigung, Besatzung und Unterdrückung, in unserem unabhängigen Staat. Der Krieg wurde von Arafat begonnen, unterstützt, gefördert; Israels Maßnahmen richten sich gegen die Terroristen, von denen es nicht annehmen kann, dass sie von den „Zivilisten“ zu unterscheiden sind! – Einmal mehr die Umkehrung der Tatsachen!
Ich erkläre hier, inmitten unserer Tragödie und dem Kern unseres glühenden Strebens nach Freiheit, dass dieser unmoralische Krieg, der von den Israelis gegen uns geführt wird, uns nicht in die Knie zwingen oder unseren starken Willen brechen wird, nicht unseren Nationalstolz nehmen wird; wir lehnen es ab erniedrigt zu werden, wir lehnen es ab erniedrigt zu werden, wir lehnen es ab erniedrigt zu werden. Lügen werden auch durch Wiederholung nicht richtig; aber Arafat will sich selbst glauben, deshalb muss die Lüge so oft wiederholt werden, bis jeder in seinem Lager sie als Wahrheit ansieht.
Meine lieben Brüder und Schwestern, unter diesen Umständen möchte ich auch betonen, dass wir niemandem erlauben werden unser großes nationales Projekt zu erschüttern oder ihm Hindernisse in den Weg zu legen oder von unserer davon Vorstellung abzulenken oder seinen reinen palästinensischen Inhalt zu verzerren. Wir erlauben es nur einer Behörde, dass ihr gehorcht werden muss und ihre Vereinbarungen müssen respektiert werden und diese Behörde steht in den außenpolitischen Fragen für uns ein; dieses Einstehen muss vom Volk unterstützt werden und ihre Zuverlässigkeit beschützen. Niemandem wird erlaubt… – das kann nur eins heißen: Durchsetzung der Maximalforderungen ohne Kompromisse – dann braucht es keine Verhandlungen, denn da müsste auch Arafat Kompromisse machen, was er aber bekanntlich ablehnt.
Liebe Brüder, wir haben den Notstand ausgerufen und eine Reihe von Aktionen und Maßnahmen durchgeführt, mit denen wir fortfahren wollen, wie die illegalen Formierungen und ihre Terroraktivitäten als gesetzlos und rebellisch zu erklären; wir leiteten auch eine Feuerpause ein, daher müssen wir alle unsere Entscheidungen respektieren und sie befolgen. Die Israelis respektieren keine Feuerpause und wünschen auch keine solche, aber wir müssen sie um unseret Willen befolgen. Wir sind uns der Verschwörung voll bewusst, mit der die Sharon-Regierung durch ihre eskalierende Aggression und Belagerung unserer Städte und Dörfer und durch die Besetzung von Teilen unseres Landes, bei der alle vermeintlichen Behauptungen des Schutzes ihrer Bürger vor Taten angeführt werden, die wir verurteilt und abgelehnt haben, wütet.
Dieser komplizierte Kampf darf nicht dazu führen die Glaubwürdigkeit unserer Führung und ihrer Entscheidungen zu erschüttern, auch dürfen wir nicht Sharon und seinen Militär-Institutionen die Plattform liefern, von der aus sie ihre Angriffe und Übergriffe gegen uns führen, auch nicht die Entschuldigungen liefern, ihre Aggression zu eskalieren oder unseren legitimen Kampf als Terror zu bezeichnen.
Hier kommt der wahre Grund für die „Feuerpause“ zum Ausdruck: Arafat hat Angst um seine Macht; er hat Angst, dass er vor der Weltöffenltichkeit als Terrorist da steht. Die Feuerpause dient der PR; er ruft dazu auf, weil die Selbstmord-Attentate schädlich für das Image der Autonomiebehörde sind – nicht, weil diese Attentate unmenschlich und durch nichts zu rechtfertigen sind!
Ich wiederhole die Erklärung des Waffenstillstands und die totale Einstellung aller Aktionen einschließlich der Selbstmord-Angriffe, die wir verurteilt haben und deren Organisatoren und Unterstützer wir verfolgen, genauso die Mörser-Schützen, die den Israelis die Entschuldigungen liefern wollen, um unsere Kinder und Frauen zu masssakrieren.
Jeder Bruch dieser Beschlüsse wird als Hochverrat angesehen, denn er gefährdet unsere nationalen Interessen und die Gesetzlosen werden energisch verfolgt und vor Gericht gestellt.

Das Hauptziel des eben Gesagten ist, die Glaubwürdigkeit unserer Haltung und Wahl zu betonen, um die volle und sofortige Umsetzung der Tenet-Vereinbarungen und Vorschläge des Mitchell-Berichts und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch zu ermöglichen, was der absolut einzige Weg ist, diesen Kreislauf des Blutvergießens zu beenden und unsere nationalen Ziele zu erreichen.

Gleich ein ganzer Haufen Lügen:
1.) Ein Waffenstillstand hat nie statt gefunden, der PA-Terror ging unvermindert weiter;
2.) „der Selbstmord-Angriffe, die wir verurteilt haben“ – der anderen also nicht? Mörser-Beschuss und gewisse, verurteilte Selbstmord-Angriffe sind schädlich für die Palästinenser-PR; ansonsten ist es in Ordnung, Juden zu ermorden. Sehr friedlich!
3.) Israel will keine Frauen und Kinder töten, massakriert werden sie ohnehin nicht. Die Verlogenheit des „Friedenspartners“ spricht Bände darüber, wie „ernst“ er den Aufruf zur Feuereinstellung nimmt: Er will nichts, was der PR schadet; dass Juden ermordet werden, ist in Ordnung – aber die PR darf nicht geschädigt werden; was der PR schadet, das muss eingestellt werden! Er sorgt sich nicht um Leben und Tod, er sorgt sich um das Ansehen seines korrupten Regimes in der Welt – es könnte Schaden nehmen, das darf nicht sein!

Und den Status quo zu erhalten: Die Möglichkeit zu haben, jederzeit den Terror fortsetzen zu können, wenn die Zwischenziele erreicht sind.

Ich bin der soliden nationalen Solidarität für die Freiheit, Unabhängigkeit und Errichtung unseres Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt im Sinne des internationalen Rechts und der UN-Resolutionen 242, 338, 425 und 194 sicher, einschließlich des Prinzips „Land für Frieden“. Diese Resolutionen verlangen ja nach seiner Lesart den Israelis alles ab, den Arabern nichts…
Liebe Schwestern, liebe Brüder, ich danke hiermit allen Brüdern und Freunden, die uns durch moralische, finanzielle und politische Unterstützung geholfen haben, auf offizieller oder persönlicher Ebene. Wie andere Palästinenser fühle Gewissheit, wenn die arabischen, islamischen oder internationalen Räte, Komitees und Organisationen sich auf unseren Aufruf hin versammeln oder einfach wegen unserer Sache. Es ist eine wieder hergestellte Botschaft an die ganze Welt, dass wir nicht allein sind und die internationale Gemeinschaft ist unserem Widerstand und nationalen Zielen des Schutzes der moslemischen und christlichen Heiligen Stätten im Heiligen Land der Heiligen Erde verpflichtet.
Liebe Brüder und Schwestern, wir müssen uns der internationalen Entwicklungen bewusst sein, besonders nach den Ereignissen der abscheulichen Angriffe auf das WTC in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 und ihres Einflusses auf unsere Sache und Rechte. Wir werden die Kontakte mit allen effektiven Kraäften ind er Welt energisch aufrecht erhalten und rasche Wechsel begreifen und uns mit ihnen in höchst angemessner Weise befassen, um unsere Sache und Rechte zu tragen, die derzeit in der internationalen Arena präsent sind, in einer Zeit, in der verstärkt gegen uns gearbeitet wird von denen, die uns nicht in unserem Land haben wollen und die uns immer als Terroristen bezeichnen, nur weil wir die Besatzung von unserem Heimatland entfernen wollen, das international anerkannt ist als legitime Heimat für die Palästinenser. Aber durch unseren fortwährenden Kampf haben wir Unvorhergesehenes auf den internationalen und lokalen Ebenen erreicht.
Die Vorstellung, die durch den US-Außenminister, Herrn Colin Powell erklärt wurde, die von Präsident George W. Bush in der UN-Vollversammlung dargelegt wurde, als er sich zur Errichtung des palästinensischen Staates verpflichtete genauso die EU und die Russen, die UN und die international deutliche und entschiedene Haltung, ist ein sehr effektiver Faktor in der Wiederherstellung der Gerechtigkeit unseres Kampfes, der schließlich zur Erreichung unserer nationalen, legitimen Rechte und den dauerhaften, starken Beziehungen mit de internationalen Gemeinschaften ist ein solider Beleg für unser gesundes und gerechtes Streben. Das ist in den letzten Wochen allerdings darin ausgedrückt, dass die EU eine (wenn auch offensichtlich nicht so ernst zu nehmende) klare und deutliche Warnung an Arafat schickte, die USA ihn nicht empfangen, weil er seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und Israel ihn schließlich für „irrelevant“ erklärte – denn er terrorisiert weiter, statt den Terror zu beenden.
Nun, meine lieben Mitbürger, möchte ich in Ihrem Sinne dem israelischen Volk eine sehr klare und ehrliche Botschaft übermitteln, ihnen erzählen, dass wir miteinander seit Jahrzehnten verhandelt hatten, dass wir den Friedensaktivisten die Hand reichten und gbemeinsam unter sehr schwierigen Umständen kampften und uns der rechtlichen Verbannung der verschiedenen israelischen Regierungen gegenüber sahen, um die Verhandlungen zu einer soliden Grundlage für gegenseitiges Verständnis zu machen, die Verhandlungen zum einzigen Mittel machten, für beide Seiten respektable Ergebnisse zu bringen. Wegen unserer gemeinsamen Hartnäckigkeit gingen wir nach Madrid und Oslo und andere Friedens-Stationen, um unserer und ihrer Kinder willen.
Hiermit wiederhole ich nun unsere Politik der Wiederaufnahme gegenseitiger Diskussion und rufe die israelische Regierung auf, dass sie aufhört zu glauben, sie könne mit Panzern und Kampfjets erreichen, was durch Verhandlungen erreicht werden könnte. Wir wollen nichts Unmögliches und bedrohen die Existenz Israels auf keine Weise; alles, was wir wollen, ist unser Land zu befreien, das 1967 besetzt wurde, einschließlich Jerusalems. Und das internationale Recht ist auf unserer Seite. Wir wollen, dass die israelischen Besatzungstruppen aus unserem Land abziehen und die Siedlungen geräumt werden; das internationale Recht ist hier auch auf unserer Seite.
Ich höre immer nur, dass das internationale Recht auf seiner Seite sei – Arafat sollte das auch einmal belegen: Wo steht das? Und außerdem: Die Existenz Israels ist heftigst bedroht durch das, was Arafat fordert. Er hat die PLO-Charta nicht in der nötigen Form geändert (trotz des Spektakels, das vor einigen Jahren veranstaltet wurde). Und er wie auch seine engsten Vertrauten haben oft genug dargestellt, dass ein Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer ihr Ziel ist, alles andere nur ein Zwischenschritt.
Wir wollen eine faire Umsetzung aller vereinbarten Dinge, wir wollen die Verhandlungen über alle ausstehenden Dinge fort führen, ohne dass das bisher Erreichte aus Wye River, Camp David, Sharm el Scheik, Paris, Taba, Kairo und anderswo gestrichen wird. Was wurde denn erreicht? Er hat doch alles bisherige abgelehnt. Die Israelis sollen sich also zu Dingen verpflichtet sehen, die Arafat nicht wollte – und dann wird nochmal weiter überlegt. Arafat bietet NULL Gegenleistung. Das ist nicht akzeptabel, das ist auch ein Verhandeln! Und da Arafat alles ablehnte, ist auch nichts erreicht worden!
Und wir verlangen einfach einen echten, unabhängigen Staat mit Jerusalem als seiner Hauptstadt, neben Israel; aber was wir nicht wollen sind Panzer, die unsere Straßen in unseren Dörfern und Städten füllen und die Kampfflugzeuge, die unsere bevölkerten Plätze vom Himmel aus beschießen; diese Taten, die nicht legal sind und allem internationalen Recht widersprechen, werden nichts an unserer Beharrlichkeit und Entschlossenheit ändern. Wie wäre es, wenn Arafat den friedlichen Weg verfolgen würde, dann wären auch keine Panzer mehr in „Palästina“.
Aber bleich wieder die Durchhalte-Parole (was ist daran friedlich, wenn ein „weiter wie bisher“ festgelegt wird?).
Ich erneuere meine Einladung an das Volk, die politische Kräfte, Institutionen und Regierung Israels ohne Verzögerung an den Verhandlungstisch zurück zu kehren und sofort damit fortzufahren, diese furchtbar unmenschlichen Maßnahmen aufzugeben, die gegen unser Volk ausgeübt werden und die keinem Zweck dienen außer die Zustände zu verschlimmern und Sicherheit, Frieden und Stabilität weiter in die Ferne rücken lassen.
Zusammen gefasst, an mein geliebtes Volk, die große und stolze Nation in der Heimat und im Exil, Ich grüße euch und strecke euch die Hand entgegen, damit wir gemeinsam den Olivenbaum auf dem Grab jedes Märtyrers pflanzen werden, denn alles, was zerstört wurde, soll wieder aufgebaut werden, so Gott will, mit der Entschlusskraft des Volkes. Alle schönen Hoffnungen sollen mit Gottes Hilfe wahr werden. Der Sieg liegt in der Geduld.
Und euren Tempel zu betreten,
wie sie ihn früher schon betraten,
und mit Zerstörung heim zu suchen,
alles, was in ihren Machtbereich fiel.
Gott wird nicht versagen
in seinem Versprechen.
Sadaqa Allahu Al Athim.
Friede sei mit euch.
Na prima, die angebliche Friedensrede beschwört am Ende wieder Hölle für die Juden! Das nennt der Westen Fortschritt und bedeutungsvolle und nie dagewesene Möglichkeiten!

Es gibt viele Wertungen und Einschätzungen dieser Rede. Während der Westen Arafat hoch jubelt, dass er dem Terrorismus den Kampf ansagte, ist man in Israel kritisch und die USA sind vorsichtig. IMRA z.B. bekam einen Text vom Palestine Media Center übermittelt, der einige klarere (und damit verräterische) Formulierungen enthält, die meine Kommentare noch bestätigen. Beispiele für Reaktionen sollen aber verschiedene Kommentare sein:

1. Michael Widlanski, The Media Line: Arafat sagt nichts Neues
Durch die ganze Rede hindurch spielte Arafat bekannte Wortspiele in Arabisch: rief nach Frieden, aber genauso rief er die Palästinenser auf, ihren Kampf fort zu setzen, wobei er den Begriff „Jihad“ verwendete, der beides heißen kann: „Kampf“ und „Heiliger Krieg“.
Trotz vieler Spekulationen israelischer Pazifisten im Vorfeld der Rede rief Arafat die Palästinenser nicht zur Beendigung ihrer „Intifada“ (das ist der Spitzname, den sie ihrem 15-monatigen Abnutzungskrieg gaben) auf.
Trotz der Hoffnungen des israelischen „Friedenslagers“ rief Arafat die Palästinenser auch nicht auf ihre Waffen nieder zu legen und schon gar nicht dazu, sie zur Vernichtung zu übergeben.

Arafat schien höchstens in der Lage und willens… zu sagen, dass größere Anschläge gegen die palästinensischen Interessen seien und der Regierung von Israels Premierminister Ariel Sharon helfen würden.
Nicht ein einziges Mal in seiner Rede benutzte Arafat den Begriff „unmenschlich“ oder „Terror“, um palästinensische Taten zu beschreiben, sondern nur für israelische Aktionen.

Er verurteilte nicht einen einzigen arabischen Terroranschlag gegen Israelis; besonders vermied er die Erwähnung einer der Terror-Organisationen, die unter dem Schirm der PA erblüht sind: Hamas, Islamischer Jihad, Fatah, Tanzim und PFLP.
(Auszüge aus:Michael Widlanski: „Arafat Says Nothing New in Broadcast“, The Media Line, 16.12.2001.)

Einen Tag später ergänzt Widlanski:
Yassir Arafats Rede war nach einigen israelischen und westlichen Analysten ein großer Wendepunkt der palästinensischen Politik, weil er VERMEINDLICH die folgenden „neuen“ Faktoren beinhaltete:
* einen direkten Aufruf Arafats an das palästinensische Volk, Gewalt zu vermeiden
* ein Versprechen, illegale Terroristen zu verhaften und vor Gericht zu stellen
* eine Bereitschaft, auf eine Friedensregelung mit Israel hin zu arbeiten, mit dem ein friedlicher palästinensischer Staat in Harmonie leben würde.
Aber die oben beschriebene hoffnungsvolle Analyse der Worte und Intentionen Arafats war – wieder einmal – falsch, denn viele der Kommentare Arafats waren in Wirklichkeit alte Formeln, die schon vorher in Reden von ihm und anderen Palästinenser-Führern benutzt wurden, was nicht eingehaltene Versprechen einschließt.
„Die palästinensische Führung wird sicher stellen, dass die Feuerpause von allen eingehalten wird und wird alle Verstöße verhindern, die als außerhalb der Gesetzlichkeit stehend angesehen werden und als Teilnahme an der Eskalation, die nur den Feinden des Friedens hilft und den israelischen Plänen gegen unser Volk“, hieß es in einer Erklärung, die von der PA VOR ZWEI MONATEN (am 19.-20. Oktober [HE: nach der Ermordung von Minister Ze’evi]) herausgegeben wurde.
Seit damals wurden mehr als 50 Israelis durch Terror-Anschläge ermordet, einige davon durch Selbstmord-Bomber, die offiziell von Hamas, Islamischer Jihad und Arafats eigener Fatah-Tanzim-Organsiation stammten.

Keine dieser vier Organisationen wurde für illegal erklärt und keine ihrer Waffen beschlagnahmt, aber Arafats Autonomiebehörde macht Israel für die fortwährende Gewalt verantwortlich und beschuldigt es der Verschwörung zur Beseitigung der PA.

(Wie auch im Fall der Ermordung Minister Ze’evis) stellt sich die Autonomiebehörde als Terror-Opfer dar und erklärt, dass die israelische Regierung eine Verschwörung betreibt, den palästinensischen Terror als Vorwand zu Angriffen auf Arafat und die Palästinenser zu benutzen.

In beiden Fällen behauptete die PA, sie sei gegen Gewalt, gab aber tatsächlich offiziell auf eine Weise Unterstützung für eine Feuerpause, die ein Ende aller israelischen Aktivitäten beschwor und eine vorüber gehendeEinstellung der großen palästinensischen Selbstmord-Anschläge, die die PA in Verlegenheit brachten.
Statt ein Ende des 15-monatigen Abnutzungskriegs auszurufen,… fuhr Arafat fort, die stoßweise Gewalt als „legitimen Kampf“ zu bezeichnen, benutzte sogar Begriffe wie „Jihad“ (was auch „Heiliger Krieg“ bedeutet) und „Kifaah“ (was für „bewaffenter Kampf“ benutzt wird).
Statt palästinensische Übergriffe aufgrund humanitärer oder ethischer Gründe zu verurteilen, bot Arafat seinem Volk einmal mehr eine pragmatische Erklärung, um vorläufig die spektakulärsten Kriegshandlungen (die er NIEMALS TERROR NANNTE) zurückzuziehen, denn diese Aktionen würden „sie (die Israelis) mit Vorwänden ausstatten, ihre Aggressionen auszudehnen oder unseren legitimen Kampf als Terror zu bezeichnen.“

Eine detaillierte Textanalyse der Worte Arafats (in der gesendeten Form in Arabisch wie auch in arabischen Text und der offiziellen englischen Übersetzung, wie sie die Autonomie-Behörde verbreitete) enthüllt ein pessimistisches Bild seiner Worte und Politik, einschließlich:
* keine Erklärung, was einen Terrorakt einer arabischen Partei darstellt;
* keine Erwähnung einer Illegal-Erklärung einer arabischen Organisation;
* kein Versprechen, irgendeine arabische Organisation für illegal zu erklären;
* und keine Bereitschaft, einer der „islamischen (Streit-)Kräfte“ wie Hamas durch legale und militärische Maßnahmen – wie z.B. der Einsammlung von Waffen – entgegen zu treten.
Tatsächlich sagt Arafats Rede ausdrücklich, dass anerkannte „Islamische Kräfte“ NICHT als illegal angesehen werden.
All diese Elemente, die in der gestrigen Rede offen zu Tage treten, sind traditionelle Themen in Arafats Reden der Vergangenheit und der jüngsten Erklärungen der Autonomiebehörde und der PLO – oder der „palästinensischen Führung“, wie sie sich selbst gerne bezeichnet.
Aber für die, die einen Wechsel der Richtung von Arafats Politik erhofften, war das problematischste Element die regelmäßige Benutzung verschiedener Code-Sätze, die zeigen, dass Arafat keinerlei Anstalten macht, einen dauerhaften Frieden mit Israel zu schaffen, besonders nicht mit der Regierung Ariel Sharons…
(Auszüge aus: Michael Widlandski: „Deep Analysis: Arafat’s Speech Offers Nothing New“, The Media Line, 17.12.2001.)

2. Die US-Organisation „Honestreporting.com“ vermutet einen „Sprachfehler“:
Am Sonntagabend hielt Yassir Arafat eine 25-minütige Rede im palästinensischen Fernsehen, in der er zu einem Ende aller bewaffenter Angriffe auf Israelis aufrief.
Innerhalb weniger folgenden Stunden feuerten militante Palästinenser eine Mörsergranate auf eine jüdische Siedlung im Gazastreifen, außerdem wurden von der israelischen Armee Feuerüberfälle aus den gesamten „Territorien“ gemeldet.
Am Montag ging dann eine Bombe am Straßenrand bei Nablus hoch; palästinensische Schützen schossen auf und verwundeten zwei Israelis bei Ofra; andere Palästinenser verwundeten bei einem Schusswaffen-Angriff bei Neveh Tzuf einen israelischen Autofahrer schwer; eine weitere Mörsergranate wurde auf eine jüdische Siedlung in Gaza abgefeuert.
Hatten die Palästinenser die Fernseh-Ansprache verpasst?
(honestreporting.com-Newsletter vom 17.12.2001)

3. Die Analyse der „Jerusalem Post“ zählt Widersprüche auf:
* Er sagte den Palästinensern, sie hätten die Schlacht durch ihre Standhaftigkeit und die Opfer gewonnen. Tatsächlich aber haben sie militärisch wie diplomatisch verloren. Israelische Streitkräfte stießen ungehindert in das Herz palästinensische verwalteter Gebiete vor, bombardierten und führten weitere Vorstöße bis nahe an Arafats Büro durch.
* Er pries ausführlich die nationale Einheit . Aber Hamas, Islamischer Jihad und sogar Teile der Fatah-Gruppe (wenn auch mit Arafats Erlaubnis) widersetzten sich den Befehlen, die er öffentlich gab.
* Er betonte die palästinensische Demokratie, wies darauf hin, dass die Autonomiebehörde und Legislative gewählt wurden und versprach neue Wahlen, sobald die Umstände dies erlaubten. Tatsächlich aber standen er und sein Parlament im Frühjahr 2000 zur Wahl, in einer Zeit, die noch sehr ruhig war. (Diese Wahlen fanden aber nicht statt.) Die Stadt- und Gemeinderats-Wahlen wurden wiederholt angekündigt, aber nie abgehalten.
* Er sagte, Israel habe einen brutalen Krieg gegen die Palästinenser begonnen, erwähnte aber nie, dass die Palästinenser mit der Gewalt anfingen. Unter einander stellten sie den Konflikt als einen Unabhängigkeitskrieg dar, der erst enden würde, wenn ein Staat erreicht worden sei. Er erwähnte nicht die Versprechen, die ihm in Camp David gemacht wurden oder den Clinton-Plan, den er ablehnte; auch keine Erwähnung fanden die Aufrufe zu Feuerpausen, die er niemals umgesetzt hatte.
* Er betonte die Glaubwürdigkeit der palästinensischen Führung, sagte, dass wenn die PA Entscheidungen träfe, sie auch Resultate liefere. Tatsächlich ist die Glaubwürdigkeit der PA in Israel, den USA und sogar Europa auf ihren geschichtlichen Tiefpunkt gelangt. Es bestehen ernsthafte Zweifel, die nicht aus der Welt geschafft werden konnten, dass die PA jemals etwas von dem umsetzt, was sie verspricht.
* Er sprach von internationaler Unterstützung der Palästinenser, erwähnte dabei US-Präsident George W. Bush und Außenminister Colin Powell hätten ihrer Unsterstützung für einen palästinensischen Staat Ausdruck verliehen. Er sprach auch davon, dass die Araber den Palästinensern beistehen würden. Er erwähnte nicht den Verlust der internationalen Unterstützung, einschließlich der arabischen Untätigkeit und des fehlenden finanziellen Beistandes.
* Er sagte, israelischer Druck auf die Palästinenser würde nichts erreichen. Tatsächlich aber hat er zu seiner Entscheidung geführt, die Kämpfe (vorläufig) zu beenden.
Besonders bemerkenswert war seine Zwangsvorstellung des Konzepts der Erniedrigung. „Niemand würde erlaubt werden, die Palästinenser zu erniedrigen.“ Offenbar hat dies tiefe psychologische Auswirkungen auf ihn. Für Arafat sind Militanz und Kompromisslosigkeit Mittel, Erniedrigung zu begegnen, so als sei die Kräfteverteilung auf seiner Seite, wenn das offensichtlich nicht der Fall ist. Die derzeitigen Umstände sind ein gutes Beispiel für diese Situation.

Arafat rechtfertigte diesen Schritt [Aufruf zur Feuerpause] auf zweierlei Art. Erstens erklärte er fälschlicherweise, die Palästinenser hätten immer eine Feuerpause befürwortet, aber Israel habe diese blockiert. Zweitens erzählt er seinem Volk, dass Premierminister Ariel Sharon der einzige sei, der tatsächlich wolle, dass die Kämpfe weiter gingen.
Drittens deutete Arafat an, sagte es aber nicht ausdrücklich, dass Sharon die PA zerstören wolle. Damit führte er, ohne es zuzugeben, eine 180-Grad-Wende aus. Früher war die Fortsetzung der Schlacht der heldenhafte palästinensische Kampf um Unabhängigkeit, der Israel zum Abzug zwingen sollte. Jetzt ist die Beendigung der Kämpfe eine kluge palästinensischer Strategie, um Sharon zu überlisten.
Viertens: dadurch, dass er behauptet, die Palästinenser verteidigten sich gegen Aggression, er habe seit langem eine Feuerpause gesucht und hart daran gearbeitet, eine zu sichern und er lade Israel wieder ein, zu Verhandlungen zurück zu kehren, versucht Arafat seine Rolle als Friedensstifter erhalten.

Arafat betonte – wie immer – das Ziel der Palästinenser sei ein unabhängiger Staat mit seiner Hauptstadt in Jerusalem und fügte an, eine Lösung würde auf (dem Prinzip) „Land für Frieden“ gründen und dieser Staat würde neben Israel leben. Aber Arafat rutschte auch ein Hinweis auf die UN- Resolution 194 heraus, die Palästinenser dazu benutzen ein „Rückkehrrecht“ für alle Palästinenser nach Israel zu rechtfertigen.
Drei unvollständige Punkte sind auch interessant. Arafat erwähnte den US-Krieg gegen Terrorismus und die Anschläge vom 11. September in New York als Faktoren, die sich auf die palästinensische Sache auswirken. Aber er erklärte nicht, wie sie sich darauf auswirkten – nämlich in verminderter internationaler Unterstützung für die Palästinenser; stärkeren Drucks auf ihn, gegen Terror vorzugehen; und vermehrte Sympathie für Israel.
Er machte auch eine Nebenbemerkung zu den Verhandlungen in Scharm-el-Scheik im Frühjahr 2001. Er machte das zwar nicht deutlich, aber er zieht es natürlich vor, dass erneute Verhandlungen an diesem Punkt wieder beginnen, von dem aus er weitere israelische Zugeständnisse fordern kann.
Schließlich sprach er über das, was er einen „realen palästinensischen Staat“ nannte, was auf die Streitpunkte hinweisen könnte, das die israelischen Angebote nicht ausreichten eine echte Unabhängigkeit zu liefern.
In seiner gesamten Karriere hat Arafat seine Postition nie dazu genutzt, Palästinenser über die politische Situation und ihre Alternativen zu informieren. Er beschränkt sich allgemein darauf, Emotionen zu schüren, zu Taten zu ermuntern oder Befehle zu geben. Obwohl er zu Beginn seiner Rede sagte, es sei ein Gespräch von Herz zu Herz, in dem er die Lage den Palästinensern erklären würde, tat er dies nicht.
Ein Problem, das aus Arafats (Führungs-)Stil entsteht, ist, dass die „palästienensischen Straße“ zu Recht fragen könnte, warum sie ihren Krieg beenden sollte, wenn sie ihn doch gewännen. Einmal mehr ermutigt Arafat – diesmal vermutlich unabsichtlich – in dem Moment zur Militanz, als er versucht, die Dinge zu beruhigen. Gäbe er den Palästinensern eine realistische Beurteilung ihrer Probleme, würde er ihnen eher einen Gefallen tun und effektiver darin sein, das von ihm erklärte Ziel der Beendigung der Gewalt und der Verfolgung erfolgreicher Verhandlungen zu erreichen.
In Wahrheit stellte seine Rede natürlich einen Versuch dar, seine eigene Politik komplett umzukehren, während er vorgaukeln wollte, eine lange gültige Strategie zu verfolgen oder wenigstens auf einem weiteren palästinensischen Sieg aufzubauen. Niemand wird diese Behauptung glauben. Die Kernfrage bleibt allerdings, ob Arafats Worte zu einer wirklichen Feuerpause führen werden oder nur ein Ersatz für Taten seinerseits sind.

(Auszüge aus „Defeated Arafat Declares Victory“, Jerusalem Post, 17.12.2001)

4. IMRA vermutet, dass der Text der Rede nicht gelesen wurde
Wafa meldete, dass der Repräsentant des UN-Generalsekretärs, Terje Rod Larsen, die israelische Regierung aufrief, positiv auf die Rede zu reagieren… Er beschrieb die Rede als historisch und sehr wichtig, sie stelle einen Wendepunkt dar, der zur Beruhigung und zur Rückkehr zu Verhandlungen führe. Er fügte hinzu (an die israelische Adresse!), dass Gewalt nicht zu Frieden und Stabilität führe.
IMRA merkt dazu an:
Unglücklicherweise scheint es so, dass Herr Larsen sich auf gefällige Berichterstattung verlässt und es unterließ den Text zu lesen.. Hätte der dies getan, hätte er erfahren, dass Arafat die Palästinenser nur aufrief, keine Operationen auszuführen, die die PA in der Vergangenheit verurteilte und darüber hinaus keine Mörsergranaten mehr zu verschießen, die Israel den Vorwand für Angriffe lieferten – ein Aufruf, der beträchtlichen Raum lässt für weitere Morde an Israelis. Er hätte auch gemerkt, dass Arafat deutlich machte, dass nichts, was Israel angetan wird, „Terror“ darstellt und dass er nur solche Gruppierungen für illegal erklären würde, die „Terror“ ausübten – also können Operationen gegen Israel weiterhin ausgeführt werden, ohne dass befürchtet werden muss, dass die PA irgendeine Gruppierung ausschalten wird.
(IMRA-E-mail-Nachrichten vom 18.12.2001)
5. The New Republic aus den USAkommt zum Schluss, dass Arafat nur taktiert:
Lesen Sie sie genau und zucken Sie zusammen. Die geforderten Worte des Ausgleichs waren da („Ich wiederhole die erklärte Feuerpause“, sagte Arafat, eine Wiederholung, die durch die endlose Verletzung dieser Feuerpause durch verdrahtete junge Palästinenser notwendig wurde, die ihren Weg des Hasses in den Himmel gingen) und genauso die Worte, die die westlichen Regierungen so gerne hören wollten – „alle Aktionen völlig zu stoppen, einschließlich der Selbstmord-Angriffe, die wir verurteilt haben und wir werden ihre Geldgeber und Organisatoren verfolgen“. Forschritt? Nein! Arafats vermeintlich goldenen Worte wurden in einen Zusammenhang von Ausreden, Beschönigungen und Beteuerungen genau der Mentalität gegeben, dass die Rede für unrechtmäßig erklären sollte. Diese große Ansprache gegen die Politik des Märtyrertums begann so: „Brüder und Schwestern, meine liebe Mitbürger und kämpfenden, mutigen Palästinenser; Mütter, Väter und Brüder der Märtyrer; ihr, die ihr die liebsten eurer Kinder für die Sache des Sieges und der Freiheit geopfert habt und für die Sache der Heiligen Stadt Jerusalem…“ Nicht gerade (scharfe) Kritik der endzeitlichen Gewalt. Und die Rede endete so: „Mein geliebtes Volk, die große und stolze Nation in der Heimat und im Exil, Ich grüße euch und strecke euch die Hand entgegen, damit wir gemeinsam den Olivenbaum auf dem Grab jedes Märtyrers pflanzen werden…“ Ein kleiner Stoß mehr, ein Augenzwinkern, und Bomben werfen.
Und auf welcher Grundlage ermahnte der palästinensische Führer sein Volk, sich von der widerlichen Mode des verehrten Terros abzuwenden? Nicht auf der Grundlage, dass diese Mode widerlich ist. Nirgendwo in Arafats Text gibt es einen Hinweis darauf, dass solche Taten falsch sind. Statt dessen werden Gründe der Zweckmäßigkeit angeführt. Selbstmord-Bomben, erkärte Arafat, sind taktischer Unsinn, denn sie „liefern den Israelis Vorwände um unsere Kinder und Frauen zu massakrieren.“ Sie sind also politisch gefährlich, denn sie bedrohen die Autorität der Autonomiebehörde, Arafats eigener Behörde. „Nur einer Behörde muss gehorcht werden und ihre Vereinbarungen mussen respektiert werden.“ Ganz deutlich hat Arafat erkannt, dass die Blut getränkte Strategie der Hamas sich nicht nur gegen Israel richtet, sondern auch gegen ihn selbst. Sein Ziel ist (wie immer) nicht ein israelisch-palästinensischer Friede, sondern sein eigenes Überleben.

(Auszüge aus: „Wrong Address“, The New Republic, Ausgabe vom 31.12.01, Vorab-Veröffentlichung auf der Website vom 20.12.01.)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23. – 29. April 2017)

Sonntag, 23.04.2017:

Die Zahl der Hungerstreik-Abbrecher in den israelischen Gefängnissen ist auf 186 gestiegen.

Die Fatah hat zu einem „Tag des Zorns“ gegen Israel zugunsten der Häftlinge in israelischen Gefängnissen aufgerufen. Sie drängte die PA-Araber „an allen Reibungspunkten Zusammenstöße mit den Besatzern“ zu initiieren. Außerdem soll es am Donnerstag einen Generalstreik geben. (Die PA behauptet das Gegenteil sei richtig: Den Hungerstreiken hätten sich sogar noch mehr Häftlinge angeschlossen.)

Saeb Erekat wieder: 1. hängen Frieden, Sicherheit und Stabilität von der Beendigung der israelischen Besatzung ab. (Ist das eine Drohung, dass die „Palästinenser“ für Instabilität, Unfrieden und Unsicherheit sorgen werden, wenn sie ihren Willen nicht bekommen?) Und 2. kann es keinen Palästinenserstaat ohne den Gazastreifen geben.

Montag, 24.04.2017:

Nach dem Terroranschlag Sonntag in Tel Aviv hat Israel die Einreisegenehmigungen für einige PA-Araber aufgehoben. Der Messerstecher befand sich mit einer eintägigen Genehmigung in Tel Aviv, war mit einer Gruppe dort, die daran arbeitet die Beziehungen zwischen Israelis und PA-Arabern zu verbessern.

Marwan Barghouti ist einer der Anführer des Hungerstreiks der PA-Terroristenhäftlinge. Jetzt sagen die Terroristen, sein Gesundheitszustand habe sich deutlich verschlechtert. Und stolz sind sie, dass ihr Idol medizinische Hilfe verweigert. Ein Sprecher der Gefängnisaufsicht sagt allerdings, dass keine Verschlechterung seines Gesundheitszustands erkennbar ist. Außerdem: „Wenn Barghouti sich schlecht fühlt, dann muss einfach nur mal was essen (damit es ihm besser geht).“

Dienstag, 25.04.2017:

Das für Frauensachen zuständige PA-Büro gab einen Bericht aus, in dem es heißt, dass die Gewalt gegen Frauen im Gazastreifen stark zugenommen hat. Verantwortlich dafür ist natürlich Israel, das den Strip „belagert“ und die Menschenrechte der Araber schwer verletzt. Bei den Araber in den Palästinensergebieten haben zudem – natürlich ist der Juden schuld, s.o. – die „Ehrenmorde“ stark zugenommen, so dass die UNO-Frauenorganisation sogar davon Notiz nimmt und das beklagt.

Araber zweigen im oberen Jordantal illegal Wasser ab; damit sitzen Farmen weiter südlich buchstäblich auf dem Trockenen.

Mittwoch, 26.04.2017:

Am Dienstag fand der monatliche Gang rund um den Tempelberg statt. Diesmal gab es mehr als 1.000 Teilnehmer. In den nächsten beiden Monaten wird der Gang wegen des muslimischen Fastenmonats Ramadan nicht stattfinden.

Karikatur in der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida am 18. April: Wässert (tränkt) das Land mit eurem Blut.

Ein feiger, hinterhältiger pal-arabischer Mörder, der lebenslänglich in einem israelischen Gefängnis einsitzt, bekam von seiner Familie in Abwesenheit eine Geburtstagsparty „geschenkt“. Das offizielle PA-Fernsehen feierte mit, nannte ihn einen Helden und „Stolz für ganz Palästina“.

Das „Nationale Komitee zur Unterstützung des palästinensischen Hungerstreiks“ hat für Donnerstag einen Generalstreik verkündet. Alle Schulen (mit Ausnahme der 12. Klassen) daran teilnehmen. Der Streik soll ermöglichen Solidaritätsaktionen mit den Terror-Häftlingen zu zeigen.

MK Talab Abu Arar (Gemeinsame Arabische Liste) nannte die Regierung „rassistisch“; sie wolle unterstütze Diskriminierung und Angriffe auf israelische Araber und wolle die arabische Bevölkerung von Beer Sheva verringern.

Die PA versuchte in einem Hotel in Jerusalem eine Veranstaltung „Palästina unter der Kultur der Hetze in Israel“ zu veranstalten. Das wurde durch den Minister für öffentliche Sicherheit verhindert.

Das Distriktgericht von Jerusalem urteilte, dass es nicht verboten ist Protestplakate am Aufgang zu Tempelberg anzubringen. Damit setzte er Tempelberg-Aktivisten wieder auf freien Fuß, die von der Polizei verhaftet worden waren, weil sie gegen unrechtmäßige polizeiliche Maßnahmen Protestplakate angebracht hatten; ein Amtsgericht hatte von den Protestierenden Kaution verlangt, um nicht weiter in Haft gehalten zu werden. Das Distriktgericht hob diesen Beschluss auf.

Donnerstag, 27.04.2017:

Prioritäten: Die PA kürzt ihren Mitarbeitern im Gazastreifen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Krise die Löhne. Gut, die werden eh für’s Nichtstun bezahlt, weil die Hamas dort die Kontrolle ausübt. Es gibt aber Nichtstuer, denen nichts gekürzt wird: die in israelischer Haft sitzenden Terroristen und ihre Familien erhalten weiter die vollen „Bezüge“.

Die PA hat Israel informiert, dass sie ab sofort nicht mehr für die Stromlieferungen in den Gazastreifen aufkommen wird. Israel zog die ca. 40 Millionen Schekel monatlich bisher von den eingezogenen Steuern ab, die an die PA überwiesen werden.

Die Zivilverwaltung hat mit dem Abriss von vier Häusern im Viertel Zeit Ra’anan in Neria in Samaria begonnen.

Am frühen Morgen gab es eine starke Explosion nahe des Flughafens von Damaskus. Dabei handelte es sich anscheinend um einen israelischen Angriff auf eine Waffenlieferung für die Hisbollah. Syrien gab an, dass der Angriff durch israelische Raketen erfolgte. Im syrischen Fernsehen wurde von „materiellem Schaden“ gesprochen, aber nichts darüber gesagt, wem die beschossene Stellung gehört. Nach Angaben von Israel HaYom hat Syrien bestätigt, dass das Ziel ein Waffenlager der Hisbollah war.

Freitag, 28.04.2017:

Statistisches: In Verteidigung des Landes Israel und vor der Staatsgründung (seit 1860) sind bisher 23.544 Soldaten gefallen. Seit dem letzten Gefallenen-Gedenktag sind 6 Soldaten und 37 IDF-Veteranen, die ihren im Kampf erhaltenen Verletzungen erlagen, hinzugekommen. Sie hinterlassen aktuell 9.157 trauernde Eltern, 4.881 Witwen von Soldaten und Sicherheitskräften, 1.843 Waisen jünger als 30 Jahre und Tausende Nachkommen im Alter von über 30 Jahren.

Mahmud Abbas hat einen Mann zum Schuldekan der PA-Schulen ernannt; dieser moderiert auch im Fernsehen. Er lehrt: Israel benutzt Sex, um Araber und Muslime zu bekämpfen. Es verbreitet weltweit Sexualwahn. „Die Juden … glauben nur an den Körpern, nicht an den Geist…. Israel hat der Welt ‚moralische Korruption‘ gegeben, den ‚Zerfall der Werte‘ und ‚die Nutzung von Drogen und Medikamenten‘.“

Der mehrfache Mörder und Terrorführer Marwan Barghouti (ist zu fünfmal lebenslänglicher Haft plus 20 weiteren Jahren verurteilt) ist der beliebteste Kandidat für den Posten des Vorsitzenden der PA.

The Jewish Press hat ein Video veröffentlicht, auf dem man sehen kann, wie eine Straße aussieht, auf der israelische Autofahrer von Arabern mit Steinen und Felsbrocken beworfen werden.

Zudem ist wieder ein Bild eines durch Steinwürfe beschädigten Autos zu sehen.

Samstag, 29.04.2017:

Einer von Mahmud Abbas‘ Ministern stellte klar: Der PA-Chef weist „entschieden zurück“, was Israel fordert – die Zahlung von „Gehältern“ an Terror-Häftlinge.

Der PA-Fernsehmoderator Imad Hamato weiß und verkündet: Israel führt einen Krieg gegen die muslimische Welt über „Sexmania“, die es weltweit verbreitet.