Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23. – 29. April 2017)

Sonntag, 23.04.2017:

Die Zahl der Hungerstreik-Abbrecher in den israelischen Gefängnissen ist auf 186 gestiegen.

Die Fatah hat zu einem „Tag des Zorns“ gegen Israel zugunsten der Häftlinge in israelischen Gefängnissen aufgerufen. Sie drängte die PA-Araber „an allen Reibungspunkten Zusammenstöße mit den Besatzern“ zu initiieren. Außerdem soll es am Donnerstag einen Generalstreik geben. (Die PA behauptet das Gegenteil sei richtig: Den Hungerstreiken hätten sich sogar noch mehr Häftlinge angeschlossen.)

Saeb Erekat wieder: 1. hängen Frieden, Sicherheit und Stabilität von der Beendigung der israelischen Besatzung ab. (Ist das eine Drohung, dass die „Palästinenser“ für Instabilität, Unfrieden und Unsicherheit sorgen werden, wenn sie ihren Willen nicht bekommen?) Und 2. kann es keinen Palästinenserstaat ohne den Gazastreien geben.

Sari Nusseibeh (5) – Das wahre Gesicht der moderaten Führer

Melanie Phillips, The Jewish Chronicle, Oct. 25, 2011

Viele Jahre lang ist Professor Sari Nusseibeh als Inbegriff der palästinensischen Moderatheit angesehen worden. Der urbane Präsident der Al-Quds-Universität in Ostjerusalem wurde als Moderater für die „Zweistaaten-Lösung“ gehandelt. Dass er in Wirklichkeit für eine Einstaaten-Lösung eintritt und dafür, dass Israel geschluckt wird, wurde unerklärlicherweise ignoriert.

Doch jetzt ist er unachtsam geworden und hat schlicht offen gelegt, was hinter seiner polierten Fassade zu finden ist. Bei Überlegungen zur Forderung der israelischen Regierung, dass die Palästinenser Israel als jüdischen Staat anerkennen müssen, erklärte Nusseibeh in einem Artikel auf Al-Jazira (auf deren englischer Internetseite), dass dies von Natur aus „problematisch“ sei – wegen der „rechtlichen, religiösen, historischen und sozialen Folgen“. Diese problematischen Folgen liegen für Nusseibeh darin, dass ein jüdischer Staat notwendigerweise entweder eine Theokratie sein oder Apartheid praktizieren würde – indem er den israelischen Arabern ihre Bürgerrechte nehmen und sie ethnisch aus Israel säubern würde, weil in einem jüdischen Staat die einzigen Menschen mit Bürgerrechten die Juden sein würden.

Seine Argumentation ist so bizarr wie ekelerregend. Er scheint die Vorstellung von Israel als einem jüdischen Staat als eine absonderliche Hypothese zu betrachten, die plötzlich und unerwartet in die Welt gesprungen ist. Israel ist aber ein jüdischer Staat, so wie Frankreich französisch oder Amerika amerikanisch ist.

Zweitens ist die Vorstellung, dass solch ein jüdischer Staat notwendigerweise homogen sein würde nicht nur in der Theorie falsch, sie ignoriert völlig die Realität. Israelische Araber, die rund 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen, genießen volle bürgerliche und politische Rechte. Fakt ist, dass es ein israelisch-arabischer Richter war, der dem Gericht vorsaß, das einen ehemaligen Präsidenten des jüdischen Staates wegen Vergewaltigung ins Gefängnis schickte.

Hanebüchen ist Nusseibehs Behauptung, dass in den 50 Jahren vor der Gründung Israels keine offizielle Erklärung zu Palästina irgendwie auf einen jüdischen Staat verwies. Er lässt damit die UNO-Resolution von 1948 mit ihrer Schlüsselfunktion aus, mit der die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat gefordert wurde.

Man muss sich fragen, welche Beziehung Professor Nusseibeh zum Konzept der Beweisführung hat. Doch für ihn besteht der Schlüssel zu seiner Haltung darin, dass Israel niemals der Nationalstaat des jüdischen Volkes sein kann – weil er, trotz einiger wieselhaften Worte zur „Überschneidung“ der „antiken Rasse der Israeliten“ und der jüdischen Religion, nicht zu akzeptieren scheint, dass die Juden ein Volk mit dem Recht auf nationale Selbstbestimmung sind. Für ihn bedeutet ein jüdischer Staat einzig einen jüdisch-religiösen Staat.

Natürlich ist das keine jüdische, sondern eine islamische Formulierung. Es ist die islamische Welt, die Theokratien produziert, die Juden, Christen und anderen Bürger- und politische Recht verweigert; es ist die islamische Welt, die nach 1948 die ethnische Säuberung von rund 800.000 Juden aus arabischen Länder tatsächlich betrieb; und es ist der vermeintliche Staat Palästina, wo – nach Angaben von Mahmud Abbas und seinen Kumpanen – nicht einem einzigen Juden zu leben erlaubt werden wird.

Wenn selbst ein angeblich Hypermoderater wie Nusseibeh sich als einer herausstellt, der in der Tat ein verweigererischer Wolf im Schafspelz ist, welche Chance besteht dann, dass irgendjemand in der Palästinenserführung ernsthaft für einen jüdischen und einen Palästinenserstaat engagiert ist, die friedlich Seite an Seite leben? Fakt ist: Sie alle erzählen uns immer und immer wieder, dass ihr wahres Ziel nicht zwei Staaten, sondern die Vernichtung Israels ist.

Abbas hat gesagt, die Palästinenser würden nie, niemals Israel als jüdischen Staat akzeptiere werden. Alzeben Ibrahim, der palästinensisch Botschafter in Brasilien, sagte vor kurzem einer Gruppe Studenten: „Israel sollte verschwinden.“ Abas Zaki, hochrangiges Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, sagte Al-Jazira, Israel aus Judäa und Samaria zu zwingen, sei das Trojanische Pferd zur Vernichtung Israels. „Wenn wir sagen, wir wollen Israel auswischen … Kommt, das ist zu schwierig. Es ist keine [akzeptable] Politik, das zu sagen. Sagt diese Dinge der Welt nicht“, warnte er letzten Monat. „Behaltet es für euch.“

Vor kurzem führte der führende Meinungsforscher der Demokratischen Partei, Stanley Greenberg, zusammen mit dem Palestinian Centre for Public Opinion eine Umfrage unter Palästinensern durch, die von The Israel Project gesponsert wurde; Nur 34 Prozent sagten sie würden auf dauer einen Palästinenserstaat an der Seite Israel akzeptieren; 66 Prozent sagten, das Ziel solle die Auslöschung Israels sein; und 73 Prozent stimmten einem Zitat der Hamas-Charta zu, das es notwendig sei alle Juden zu töten.

Doch für viele Juden – von der nicht jüdischen Welt ganz zu schweigen – ist der Grund, dass er Nahe Osten weiter in der Sackgasse steckt, die Siedlungspolitik von Premierminister Netanyahu. Macht euch selbst einen Reim drauf.

Sari Nusseibeh (4) – Ist Nusseibeh ein Moderater?

IMRA, 11. Juli 2002

Zionist Organization of America zu Sari Nusseibeh:

Das Weiße Haus verurteilte gestern Israels Entscheidung, das Büro von Yassir Arafats Mann in Jerusalem, des Präsidenten der Al Quds-Universität, Sari Nusseibeh, zu schließen. Sprecher Ari Fleischer sagte zwar, dass Israels derzeitiges Vorgehen wie die Lockerung der Ausgangssperren für Bewohner der Palästinensergebiete und die Entfernung von Siedler-Außenposten in Yesha „positiv“ seien, nannte die gestrige Schließung aber „kontraproduktiv“.

Während viele Nusseibeh als „moderat“ bezeichnen – darunter Außenminister Shimon Peres, der kürzlich Nusseibeh als „mutig“ pries – sagt die Zionist Organization of America (ZOA), dass Nusseibeh in Wirklichkeit ein langjähriger Verfechter der Gewalt gegen Israel ist. Eine ZOA-Presseerklärung sagt, dass „Nusseibeh ein Extremist in moderater Kleidung“ ist. Er hat immer die Gewalt gegen Israel unterstützt, er spionierte während des Golfkriegs für Saddam und er nannte Amerikas Befreiung Kuwaits einen Versuch der „Kräfte der Aggression“, die „arabische Welt zu erniedrigen und die Nase der Araber im Dreck zu reiben“.

Die ZOA merkt auch an, dass Nusseibeh 1993 der arabischen Zeitung Al Fajr sagte: „Militärische Mittel gegen Israel sind durch Israels Handlungen gerechtfertigt“ und dass er „den Gebrauch von Gewalt gegen Israelis als Mittel der Unterstützung unserer Verhandlungsposition“ befürwortet. In einem Artikel von 1986 in der Jerusalem Times beschrieb Nusseibeh Israel als „ein rassistisches zionistisches Gebilde“ und umriss dann seinen Drei-Stufen-Plan: Die arabische Position innerhalb Israels zu festigen, den arabischen Bevölkerungsanteil zu steigern, was schließlich zur „Stufe eines demokratischen und säkularen palästinensischen Staates führt, die dann erreicht ist, wenn die arabischen Palästinenser auf natürliche Weise zur Mehrheit geworden sind.“

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16. – 22. April 2017)

Sonntag, 16.04.2017:

PA-Lüge: Israel habe zwar arabischen Christen aus den Palästinensergebieten Einreisegenehmigungen für Ostern erteilt, dann aber auch über sie die Abriegelung zu Pessah verhängt (das gleichzeitig stattfand). Trotz dieser „Verbote“ besuchten 30.000 Muslime am Freitag die Gebete auf dem Tempelberg. Die Kirchen in Jerusalem waren so voll, dass die Kirchenleiter den Zugang beschränken mussten. Im Gazastreifen gibt es noch 700 Christen – 300 davon waren zu Ostern in Jerusalem.

Die Herrscher im Gazastreifen „protestieren“ (gegen die PA) – indem sie der Bevölkerung am Freitag von 19 bis 23 Uhr den Strom komplett abstellten. Was wieder zeigt, dass ihnen die Leute völlig am Allerwertesten vorbeigehen. Und die PA-Führung hatte auch nur böse Worte, statt z.B. die Stromrechnungen an Israel zu bezahlen und den Menschen im Gazastreifen das Leben nicht schwerer zu machen.
Inzwischen geht dem Elektrizitätswerk in Gaza wieder der Treibstoff aus…)

Zahlen: Derzeit sitzen 6.500 terroristische Häftlinge in israelischen Gefängnissen, darunter 57 Frauen und 300 Minderjährige.

Hausbauminister Yoav Gallant warnt, dass es diesen Sommer einen Krieg mit der Hamas geben wird. Israel müsse darauf vorbereitet sein, aber auch alles tun, um das zu verhindern.

Montag, 17.04.2017:

Heute haben fast 1.200 pal-arabischer Terror-Häftlinge geführt von Marwan Barghouti in israelischen Gefängnissen einen Hungerstreik begonnen (das hat es natürlich in unsere Nachrichten geschafft). Barghouti befindet sich seit heute in Einzelhaft, allerdings nicht wegen seiner führenden Rolle beim Hungerstreik, sondern weil er einen hetzerischen Lügenartikel in der New York Times geschrieben hat.

In Umm el-Fahm wurde ein Unterstützungszelt für die hungerstreikenden Terroristen errichtet.

Mahmud Abbas forderte die internationale Gemeinschaft auf zu intervenieren, um das Leben der Hungerstreikenden zu retten, das „wegen Israels Sturheit und Ablehnung die gerechten humanitären Forderungen der Häftlinge zu erfüllen“ gefährdet sei.

Dienstag, 18.04.2017:

Die für Terrorbekämpfung zuständige Behörde gab bekannt, dass der Grenzübergang Taba vorläufig weiter für die Ausreise von Israelis nach Ägypten geschlossen bleibt. Die Lage wird aber ständig neu bewertet.

Mittwoch, 19.04.2017:

Der stellvertretende Hamas-Chef im Gazastreifen verkündete, dass die Terrortruppe keinen Krieg (mit Israel) suchen und dem Waffenstillstand mit Israel verpflichtet ist, solange dieses sich daran hält.

Der PA-Bildungsminister ließ in allen Schulen einen Brief von Marwan Barghouti verlesen. Dieser betonte zwar, dass lernen eine Form von „Widerstand“ sei, dass aber der Terror (den er nicht so nennt) genauso wichtig sei und genauso intensiv betrieben werden müsste.

Iraelisch-jüdische Tempelberg-Organisationen stellten zufrieden fest, dass es zu Pessah 35% mehr jüdische Besucher des Tempelbergs gab als im letzten Jahr (fast 1.700).

Palästinenserführer drohen mit einer „neuen Intiada“, sollte einer der Hungerstreiker in den israelischen Gefängnissen sterben.

Donnerstag, 20.04.2017:

Die Jugendorganisation einer Partei will heute ein großes Barbecue am Ofir-Gefängnis veranstalten – und zwar an einer Stelle, von der aus die Grill-Gerüche genau über/durch das Gefängnis ziehen. Die Organisatoren haben es satt, dass der Staat Israel von den Terroristen erpresst werden soll.

Mahmud Abbas tönt, er sei bereit sich mit Netanyahu in Washington zu treffen. (Warum so weit reisen? Er glaubt, er könne so Druck aufbauen.)

Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem sagt, Israel habe Angst vor einem Krieg im Libanon diesen Sommer. „Israel ist abgeschreckt und unternimmt keine offensiven Aktionen.

Von den mehr als 1.000 Hungerstreikenden haben mehr als 100 heute ihren Hungerstreik abgebrochen.

Die Hamas verhöhnt die Familien der von ihr gefangen gehaltenen Israelis; sie veröffentlichte einen Clip (auf Hebräisch), in dem angeblich die Gefangenen ein Lied singen. Das wird begleitet von Fotos der Eltern der Gefangenen.

Freitag, 21.04.2017:

Ein entscheidender Berater von Mahmud Abbas bestätigte nicht nur, dass Israel kein Recht hat zu existieren; er bestätigte auch, dass Fatah der Meinung der Hamas zustimmt, dass der Islam es den PalArabern verbietet (!) Israels Existenz, in welchen Grenzen auch immer, anzuerkennen!

8.000 Juden beteten am späten Donnerstagabend an dessen Todestag am Grab des Propheten Josua im Ort Kifl Hares in Samaria. Die Betenden wurden von Soldaten gesichert.

Sari Nusseibeh (3) – Das trojanische Pferd

Kommentar von Gideon Saar (Kabinett-Sekretär der derzeitigen Regierung) in Yediot Aharonot am 1. Januar 2002 (Seite B5)
[ins Englische übersetzt vom Pressedienst der israelischen Regierung]

Sari Nusseibeh ist auf mehr als eine Weise in Faisal Husseinis Fußstapfen getreten.

Arafat – der seit Jahrzehnten derjenige ist, der die regionale Stabilität im Nahen Osten untergräbt – als Moderaten unter Radikalen darzustellen, war der Sinn des diplomatischen Prozesses der Ernennung von Nusseibeh. Die meisten Israelis wurden von der Wirklichkeit eingeholt, als Arafat die Flut der Zugeständnisse, die Barak ihm in Camp David anbot, ablehnte und einen neuen Terrorkrieg gegen Israel anfing. Jetzt diktiert uns das Problem der Abtrennung von unserem Traum die Suche nach einem anderen „moderaten“ (Palästinenser), durch den die PLO weiter mit Israel spielen kann.

Dr. Sari Nusseibeh, ein sanft sprechender Akademiker mit guten Manieren, ist der derzeitige „Moderate“, der als Dialog-Partner angeboten wird. Sich dessen Image bewusst oder gerade wegen dieses Image ernannte der immer noch selbe Arafat ihn kürzlich zum Beauftragten „des Jerusalemer Geschäftsbereichs“ (der PA) an Stelle des verstorbenen Faisal Husseini. Nusseibeh ist mit der Erneuerung der palästinensischen diplomatischen Aktivitäten in Israels Hauptstadt beauftragt, nachdem die Regierung heftig agierte, dem zuvor zu kommen – in Übereinstimmung mit dem Gesetz und den diplomatischen Vereinbarungen -, indem sie Institutionen schloss (zuerst und als wichtigstes das „Orienthaus“) und diplomatische Konferenzen der Autonomiebehörde und der PLO verhinderte. Weder Nusseibehs Nähe zu Arafat noch seine offizielle Ernennung störte diejenigen, die ihn als nicht weniger als „in Opposition“ zu Arafat darstellen wollen. Wenn das nur wahr wäre.

Die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den Völkern stammt aus der Realität der Situation, beinhaltet aber auch gegenseitige Anerkennung und Verständnis der Gesprächspartner und ihrer Ziele. Um zu verstehen, wer Nusseibeh ist und was seine Sichtweisen sind, muss man nur seine Auftritte in den arabischen Medien beobachten, nicht seine PR-Aktionen in der israelischen Presse. So tauchte Nusseibeh z.B. in der letzte Woche ausgestrahlten Sendung „Mehr als eine Meinung“ („Ekhtar Min Rai“) auf Al-Jazira neben Majd A-Zir von der „Organisation Palästinensische Rückkehr“ auf und sagte zum „Rückkehrrecht“: „Es gibt keinen Streit oder Unstimmigkeiten zwischen Bruder Majd und mir und die PLO-Führung bleibt bei allen Entscheidungen in dieser Sache. Die Juden fingen auch an und errichteten einen Staat auf einem kleinen Stück von Palästina und machten dann von da aus weiter.“

Nusseibeh ist eindeutig der „Doktrin der Phasen“ (oder „Phasen-Plan“, heplev) der PLO treu – und in seinen Worten: „Wir befinden uns heute an einem Scheideweg; nach meiner Meinung müssen wir nehmen, was wir kriegen können.“

Sogar Nusseibehs Vorbehalte gegenüber dem Terrorismus (genauer gesagt: gegenüber bestimmten Arten des Terrorismus) sind taktische Vorbehalte, nicht moralische: „Man muss die Wahl der Mittel nicht aus emotionaler Sicht beurteilen, sondern vom Standpunkt, womit unsere diplomatischen Ziele erreicht werden.“ Wenn er die Fatah-Bewegung verteidigt, erinnert er daran, dass sie die erste war, die nach der Methode des „bewaffneten Kampfs“ vorging.

Nusseibeh ist also tatsächlich auf mehr als eine Art in die Fußstapfen seines Vorgängers Faisal Husseini getreten. In einem seiner letzten Interview – mit der ägyptischen Wochenzeitschrift „Al Arabi“ – bezeichnete Husseini die Oslo-Vereinbarungen als „Trojanisches Pferd“, das die PLO in das Land Israel eingeschmuggelt habe und die derzeitige Intifada als das „Herausströmen aus dem Bauch des Pferdes“. Was die Palästinenser mit den Oslo-Vereinbarungen erreicht hätten, sagte Husseini in demselben Interview, seien in Wirklichkeit „vorläufige Stufen“ oder „Zwischenziele“. Das strategische Ziel bleibt „das historische Palästina vom Fluss bis zum Meer, auch wenn der Konflikt weitere 1000 Jahre weiter gehen sollte“. Nusseibeh gehört, genauso wie Husseini, zu den prominentesten Fahnenträgern des „Stufenplans“ der PLO. Er ist jetzt das Trojanische Pferd, das die PLO sehr geschickt in das Herz der israelischen Hauptstadt einschmuggeln will. Gibt es wirklich immer noch Israelis, die ihm die Stadttore öffnen wollen?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (9. – 15. April 2017)

Sonntag, 09.04.2017:

Hanan Ashrawi, Arafats Lügenmaul-Sprachrohr, macht immer noch genauso weiter. Jetzt beschwerte sie sich, dass MEMRI übersetzt, was die arabischen Hetzer so von sich geben. Sie behauptet, MEMRI würde verzerren, was die PalAraber sagen. Kann MEMRI sich gar nicht leisten, es gibt schließlich genug andere, die das überprüfen können.

Die PA trotzt den USA (Trump): Sie wird die Zahlungen für die Familien der „Märtyrer“ erhöhen.

Montag,10.04.2017:

Die Distriktpolizei von Jerusalem hat vor Pessah eine Reihe präventiver Festnahmen (von Arabern wie von Juden) vorgenommen, um Spannungen in der Hauptstadt vorzubeugen; es gab Geheimdienstinformationen, nach denen Krawalle geplant waren.

Saeb Erekat: Die Anschläge auf die koptischen Kirchen in Ägypten sind gegen die palästinensische Sache gerichtet – gegen Ägyptens Unterstützung der Palästinenser.

Weil ein Terroranschlag des IS (in Ägypten) zu erwarten ist, hat Israel den Grenzübergang Taba bei Eilat geschlossen.

Die IDF fand bei Hebron ein Denkmal für einen Terroristen, der vor 18 Monaten versuchte einen Grenzpolizisten zu erstechen und dabei erschossen wurde. Soldaten rissen das Denkmal ab und beschlagnahmten Maschinen, die zu seiner Herstellung genutzt wurden.

Mittwoch, 12.04.2017:

Die PalAraber im Gazastreifen haben ein neues Brettspiel: „Erreiche Jerusalem“. Damit sollen „die Militärkultur und die Liebe zum Jihad der Kinder gestärkt“ werden. Über Tunnle und mit von der Hamas gebauten Raketen soll Jerusalem erreicht werden, während man auch Panzer und Hubschrauber der IDF beseitigt, die das Vorankommen behindern. Das Spielbrett ist übersät mit Hamas-Kämpfern, die dem Feind Fallen stellen, ihn angreifen und durch Tunnel kriechen, dazu Fotos von Städten innerhalb Israels (z.B. Tiberias, Aschdod, Akko, Haifa, Jaffa, usw.), in die man „zurückkehren“ will.

Die Erklärung einer PalAraberin im offziellien PA-Fernsehen für „gelobtes Land“: Juden missverstehen das als „ihnen versprochen“, dabei ist der wahre Grund, dass Allah sie dort sammeln will, um sie zu vernichten.

Heute besuchten Tausende Israelis das Patriarchengrab in Hebron; dort waren 1.000 IDF-Soldaten, Polizisten und Grenzpolizisten stationiert, um für Sicherheit zu sorgen.
Außerdem gab es Zehntausende Besucher, die in Samaria wandern gingen.

Ein Hamas-Mitglied des Palästinensischen Legislativrats (der seit 2007 nicht mehr getagt hat) wurde festgenommen. Das bringt die Zahl der inhaftierten PA-„Parlamentarier“ auf 13.

Donnerstag, 13.04.2017:

Während der Passah-Tag besuchten bisher 130.000 Menschen die israelischen Nationalparks.

Samstag, 15.04.2017:

Khaled Meschaal von der Hamas behauptet, es gäbe „hinter den Kulissen“ Bemühungen alle pal-arabischen Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freizubekommen.

 

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (2. – 8. April 2017)

Sonntag, 02.04.2017:

Die Hamas bejubelt den jugendlichen Terroristen, der Samstag drei Menschen am Damaskustor mit einem Messer verletzte.

Studenten der Fatah kündigen an, dass der 17. April ein Tag des Terrors und Tötens (von Juden) sein soll. Der 17. April ist der „Tag der Gefangenen“, an dem die Fatah und andere Terrorgruppen die in Israel inhaftierten Terroristen noch einmal besonders hochleben lassen. Die Fatah ermutigt Schüler und andere PalAraber Gewalt zu verüben und „die Konfrontation mit dem Besatzer zu eskalieren“.

Die IDF trainiert gezielt das Vorgehen gegen mögliche Angriffe des IS über die Grenze nach Israel.

Die Übergänge Qalandiya und Rachel im Umfeld von Jerusalem werden für mehrere Dutzend Millionen Schekel überarbeitet und die dortigen Sicherheitsvorkehrungen verbessert. Wenn sie fertig sind, sollen mehr Personen die Übergänge nutzen können.

Montag, 03.04.2017:

Eine PA-Medienseite prahlte: Im März gab es 93 Terroranschläge gegen Israelis.

Am Sonntag zerstörten ägyptische Sicherheitskräfte zwei aus dem Gazastreifen in den Sinai führende Tunnel.

Die Schulbücher pal-arabischer Grundschulen scheinen noch radikaler zu sein als frühere Ausgaben. Sie lehren die Schüler Kanonenfutter-Märtyrer sein zu wollen und Verhandlungen (mit Israel) abzulehnen; dabei dämonisieren sie den gesamten Staat Israel und bestreiten dessen Existenz.

Mehrere Knesset-Abgeordnete haben einen Plan entwickelt um die „Gehälter“ der Terroristen in israelischen Gefängnissen von den Geldern abzuziehen, die der PA überwiesen werden.

Einige arabische Israelis haben vor, ausgerechnet am Unabhängigkeitstag und ausgerechnet am Mahnmal für gefallene Israelis aus dem Unabhängigkeitskrieg, die beim Versuch den Kibbutz Yehiam zu versorgen ermordet wurden, ihr „Nakba“-Veranstaltung abzuhalten. Es werden 25.000 Teilnehmer erwartet. Familienmitglieder der Getöteten fordern die Behörden auf der Veranstaltung die Genehmigung zu verweigern.

Letzte Woche wurde in Lod eine Schulleiterin ermordet. Die Polizei ging von einer kriminellen Tat aus. Jetzt gab der Shin Bet die Festnahme des Mörders bekannt – es war ein Terroranschlag, der Mörder (aus der Nähe von Hebron) wollte „eine Jüdin“ töten.

Mittwoch, 05.04.2017:

Eine Umfrage bei Palästinensern ergab: In überwältigender Mehrheit sind sie dagegen, dass ihr Kinder Frieden gelehrt wird.

Die israelische Polizei hat ermittelt, dass 90% der großen Buschbrände vom November durch Brandstiftung entstanden.

Die israelischen Sicherheitskräfte nahmen im Februar in Samaria einen im Ausland von der Hamas rekrutierten und in Syrien ausgebildeten Terroristen fest, bevor er seine Anweisungen (weitere Terroristen anwerben und Terroranschläge verüben) umsetzen konnte.

Donnerstag, 06.04.2017:

Die Hamas hat 5 Hinrichtungen von „Kollaborateuren“ angekündigt. Heute wurden 3 „Kollaborateure“ gehenkt, die an der Ermordung des Hamasführers Mazen Faqah am 24. März beteiligt gewesen sein sollen.

War auch nicht anders zu erwarten: Die Hamas lobte den Terroranschlag vom Morgen.

Freitag, 07.04.2017:

Ma’an berichtet, dass der oberste Staatsanwalt eine Warnung aussprach: Der Verkauf israelischer SIM-Karten ist für alle Geschäfte illegal. Und auch der Besitz einer solchen Karte ist eine Straftat. Die Geschäfte haben zwei Wochen Zeit alle israelischen SIM-Karten aus dem Sortiment zu nehmen.

Die Hamas hat schon länger nicht mehr die Treibstofflieferungen Israels für das Kraftwerk im Gazastreifen nicht bezahlt. Israel droht daher damit die Lieferungen einzustellen.

Samstag, 08.04.2017:

Nach dem US-Luftangriff auf einen syrischen Fliegerhorst hat Israel den Golan zur Flugverbotszone erklärt.

Samstag, 08.04.2017:

Nach dem US-Luftangriff auf einen syrischen Fliegerhorst hat Israel den Golan zur Flugverbotszone erklärt.