Applaus für Judenmord im Europaparlament

Judith Bergman, MiDA, 3. Oktober 2017

70 Jahre nach dem Holocaust jubelt die Europäische Union – die Organisation, die als Anwtort auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs gegründet wurde – aufgeregt einem Aufruf zu, dass Juden in Angst leben sollen.

Stellen Sie sich vor es wäre 1944. Stellen Sie sich vor, dass Europa bereits mehrere Jahre lang widerstrebend im Krieg mit den Nationalsozialismus befindet, alldieweil es versucht sich zu entscheiden, ob die Nazis wirklich meinen, was sie sagen, oder ob Hitler sie einfach falsch wiedergegeben hat. Die Öffentlichkeit schient nicht in der Lage zu sein zu einem Schluss kommen zu können, aber es gibt eine allgemeine Übereinstimmung, dass die Feinde der Nazis – die Juden – unnötige Provokationen geschaffen haben, einfach dadurch, dass es sie gibt.

Stellen Sie sich in den britischen Houses of Parliament habe eine kleine Gruppe Parlamentarier einen Anzahl weiblicher Nazis willkommen geheißen, damit dies sich an einer Podiumsdiskussion zur Rolle der rau im Kampf für notwendigen „Lebensraum“ gegen die Juden beteiligen. Und als die Nazis von der Notwendigkeit reden „die Juden auszumerzen“, klatscht die Zuhörerschaft begeistert.

Dieses Szenario kann man sich unmöglich vorstellen und offensichtlich fand eine solche Podiumsdiskussion in den Houses of Parliament nicht statt; genauso wenig verbrachten europäische Führungspolitiker Jahre mit der Diskussion, ob die Nazis böse sind, obwohl eine schreckliche Mange der Europäer sie unterstützte, viele davon auf sehr direkte Weise.

Aber vor kurzem fand eine Podiumsveranstaltung zur Ausrottung der Juden statt – und nirgendwo geringeres als im Europaparlament. Um genau zu sein: letzten Dienstag. Das Europaparlament – das einzige gewählte Gremium der EU, das die 500 Millionen EU-Einwohner repräsentiert – hatte offenbar keine Bedenken gehabt seine Räumlichkeiten dazu nutzen zu lassen Gastgeber für die verurteilte arabische Terroristin Leila Khaled von der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) auf der Konferenz über „Die Rolle der Frauen im palästinensisch Volkskampf“ zu sein. Die EU, die USA, Kanada und Australien haben allesamt die PFLP als Terrororganisation gekennzeichnet. Die Konferenz wurde von der spanischen Delegation Izquierda Unida (Vereinigte Linke) als Teil des Blocks der Europäischen Vereinigten Linken/Nordische Grüne Linke im Europaparlament und von den spanischen Unadikum-Brigaden zusammen mit dem Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity Network (palästinensisches Häftlings-Solidaritätsnetzwerk Samidoun), Adameer und er BDS-Bewegung organisiert. (Es fällt auf, dass spanische „Aktivisten“ sich mehr mit den Arabern im Nahen osten als mit den katalonischen Kämpfern für Unabhängigkeit von Spanien zu beschäftigen scheinen.“

Auf der Konferenz sagte Leila Kahled, mehrfache Flugzeugentführerin: „Es wird keinen Frieden geben, solange es auch nur einen einzelnen Zionisten auf palästinensischem Land gibt. Wir preisen den Schahid, dessen Blut auf dem Land Palästinas vergossen wurde, nachdem er auf die Soldaten, die Besatzer schoss. So sollen sie nach unserem Willen leben; wir wollen, dass sie in Angst leben!“

Die aus den Europaparlamentariern, dem Botschafter Venezuelas und vielen anderen bestehende Zuhörerschaft gab Kahled stehende Ovationen. Damit applaudierten sie auch der Ermordung israelischer Zivilisten, Frauen und Kinder. Obwohl die PFLP in ihrer Blütezeit in den 1960-er und 1970-er Jahren, als sie Flugzeuge entführte, Bomben in Supermärkten zündete, Reisende an Flughäfen massakrierte und anderen Verbrechen beging, wird immer noch geglaubt, dass sie die zweitgrößte Fraktion der PLO und dem Terrorismus ergeben ist. 2002 ermordeten PFLP-Terroristen eine Mutter und drei ihrer Kinder zusammen mit ihrem Nachbarn; 2011 massakrierten PFLP-Terroristen eine ganze Familie, die Fogels, einschließlich ihrer drei Kinder, das jüngste erst drei Monate alt.

Mehr als 70 Jahe nach dem Ende des Holocaust applaudieren Europäer, die sich im parlamentarischen Herzen der Europäischen Union– der Organisation, die den Anspruch erhebt die Antwort auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs zu sein – treffen aufgeregt der Ermordung unschuldiger Juden. Würde das EU-Parlament ein ähnliches Podium von ISIS zugelassen ahben oder heißen sie nur Terroristen gut, die sich besonders der Ermordung von Juden verschrieben haben?

Vielleicht hätte es weniger überraschen sollen. Im Juni 2016 hielt der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas einen berüchtigte Rede im Europaparlament, in der er sich enorm alter antisemitischer Blutschuld-Vorwürfe bediente; er beschuldigte fälschlich israelische Rabbiner die israelische Regierung aufgefordert zu haben von Araber genutztes Wasser zu vergiften.

Bei den jüngsten Bundestagswahlen erlaubte das deutsche Innenministerium der PFLP sich als politische Partei zu registrieren und Wahlkampf zu führen. Das Land, das den Nationalsozialismus gebar, fand es unproblematisch die Mörder von Juden für ein politisches Amt zu kandidieren. Deutschland ist bei politischen Meinungen, denen es nicht zustimmt weniger großzügig. Der deutsche Staat hat Menschen gerichtlich verfolgt, die die Migrationspolitik der Regierung kritisieren; sie wurden von Gerichten dafür verurteilt, dass sie auf Facebook Kommentare schrieben wie „Die Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge überschwemmen unser Land. Sie bringen Terror, Angst, Leid. Sie vergewaltigen unsere Frauen und bringen unsere Kinder in Gefahr. Setzt dem ein Ende!“ Die deutsche Regierung betrachtet das als „Hassreden“. Die PFLP-Botschaft zur Ermordung von Juden ist das offenbar nicht. Im Juli 2014 ließ die Polizei in Frankfurt hauptsächlich muslimische „Protestler“ das Megafon ihres Streifenwagens nutzen, um aufhetzende Parolen auf Arabisch zu schmettern, darunter das Skandieren von „Allahu Akbar“ und dass Juden „Kindermörder“ seien.

2015 stellte ein deutsches Gericht fest, dass der Brandanschlag zweier Deutsch-Araber und ein jugendlicher Komplize auf eine Synagoge in Wuppertal nicht antisemitisch waren, sondern „eine Protesthandlung“, um „Aufmerksamkeit für den Gaza-Krieg zu gewinnen“.

Es scheint in Europa eine morbide Faszination für islamischen Terrorismus zu geben, der Juden ermorden will, eine Faszination, die um so bizarrer ist, als Europa selbst niemals stärker von islamischem Terrorismus betroffen, seine Städte fast wöchentlich Terroranschlägen ausgesetzt waren. Amazon verkauft T-Shirts einer jungen, mit einem Maschinengewehr posierenden Leila Khaled, auf dem geschrieben steht: „Widerstand ist kein Terroroismus – PFLP.“ Die T-shirts werden aus Großbritannien verschickt. Die Keffiyeh ist zum Symbol der PLO geworden und heute ein Luxus-Modeartikel für die Hippen und Progressiven, die das zeitgenössische Symbol des arabischen Wunsches die Juden ins Meer zu treiben als politisches Mode-Statement um den Hals tragen.

Derweil hilft Israel Europa freundlich sich gegen die Art von Terrorismus zu schützen, der Europa entschieden nicht applaudiert, nämlich dem der sich gegen seine eigenen Zivilisten richtet. Israel macht das mit Weitergabe von Geheimdienstinformationen und Technologie. Im November 2015 z.B. war es eine konkrete Geheimdienst-Warnung aus Israel, die die deutschen Behörden dazu brachten ein Fußballspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden abzusagen. (Um dieselbe Zeit entfernten deutsche Kaufhäuser  israelischen Wein aus ihren Regalen, nachdem die Europäische Union ihre neuen Richtlinien zur Kennzeichnung israelischer Waren aus Judäa und Samaria ausgab.) Ähnlich schützte ein in Israel gebauter Sykstar-Überwachungsballon die Führungspolitiker der Welt auf dem Klimagipfel 2015 in Paris.

Vielleicht sollte Israel Minimalbedingungen dafür setzen diesen Ländern zu helfen, die mit der einen Hand seine Hilfe greifen, während sie seine Feinde mit der anderen bejubeln und ihnen applaudieren.

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Facebook pro Terroristen

Brian of London, Israellycool, 18. August 2016

Während Facebok Zahava und auch mich bannte wollen wir einen Blick darauf werfen, wer auf Mark Zuckerbergs Sozialemedien-Seite weiter frei agiert.

Dann gibt es dies hier:

Diese Liste konzentriert sich auf die Terroristen, die direkt mit der Ermordung von 16 Israelis in der Sbarro-Pizzeria in Verbindung stehen. 16 wurden ermordet (16 Tote plus einer Person in permanentem vegetativen Zustand), von denen 8 Kinder waren. Jede Menge weitere wurden verletzt. Die reuelose (gar fröhliche) Frau, die den Anschlag plante und auszuführen half, ist auf Facebook willkommen, damit sie tagein, tagaus Hass und Hetze verbreiten kann. Zahava und ich sind blockiert.

Ich wünschte ich könnte hoffen Mark Zuckerberg würde eines Tages diesen Eintrag sehen und wissen, was in seiner Schöpfung Facebook abgeht.

Alles Semiten – nur nicht die Juden?

Zum Eintrag „Richtigstellung“ gab es einen interessanten Kommentar meiner Stalkerin (unverändert kopiert):

Danke für das Finden der Semiten-Übersicht, daß es fast 1,8 Milliarden Semiten gibt, war mir nicht gegenwärtig.
Die Aussage “6 millionen jüdische Semiten sind keine BEdrohung für 1,7 Milliarden vorw. arabischer und anderer Semiten sind keine Bedrohung” ist dazu umwerfend deutlich!

Nun ist im Bild von Semiten mitnichten die Rede. Aber das entlarvt die Vollpfosten, die unter Ignorieren von Fakten einfach ihren Judenhass in die Gegend kotzen.

Was soll uns dieser Kommentar sagen? Muslime sind automatisch Semiten? Anscheinend ja. Denn wenn sie aus 1,7 Milliarden Muslimen 1,7 Milliarden Semiten macht, dann heißt das, dass Muslime automatisch auch Semiten sind.

Das bedeutet aber auch, dass Leute wie Pierre Vogel, Patrick Illi (der sich inzwischen einen muslimischen Vornamen zugelegt hat) oder auch Louis Farrakhan (von der „Nation of Islam“ in den USA) Semiten sind. Da man seine „Rasse“ (für die die Stalkerin das Semitische offensichtlich hält) nicht verändern kann, sind damit aber auch indigene Deutsche, indigene Schweizer und Afroamerikaner automatisch Semiten.

Das geht natürlich nur, weil Leute wie die Stalkerin zu blöde sind zu begreifen, dass „Semitisch“ eine Sprachgruppe ist und keine Ethnie (oder „Rasse“). Und so erheben sie dann ja auch das Muslimsein bzw. den Islam zu einer Rasse, wenn sie Islamkritiker zu Rassisten erklären. Alles Rasse, die Keule muss her – und bemerken in ihrer Verblödung genauso wenig, dass sie es sind, die ihre Keule schwingen, während sie anderen eine solche unterstellen.

Manchmal frage ich mich, wie es kommt, dass solche Typen über – inzwischen – Monate hinweg immer weiter bei mir kommentieren, obwohl sie wissen, dass ihre Kommentare nicht freigeschaltet werden. (Oder sind sie auch dazu zu blöde, das zu erkennen?) Es muss sie irgendwie eine Befriedigung schaffen da zu lesen, wo sie a) (faktenfrei und unbelehrbar) völlig anderer Meinung sind und sie b) ohnehin nicht veröffentlicht werden. Aber wieso? Egal. Sie sorgen dafür, dass ich mich herrlich amüsiere und mich über sie lustig machen kann. Und sie beweisen immer und immer wieder, wie verblendet, ignorant und teilweise dumm sie doch sind. Danke, ihr Vollpfosten.

Hier mal das, was ihr uns wirklich sagt

Naomi Ragen, 1. August 2014

Ich bin nicht sicher, dass die Leute, die das hören müssen, es je hören werden, aber ich will mein Gewissen rein machen, dass ich es ihnen sagte:

Liebe Menschenrechtsaktivisten, linke Liberale, für die armen Kinder Weinende, Israel Hassende, der Hamas Vergebende, Marschierer, Promis, Nachrichtensprecher, Journalisten, Schriftsteller, Medienstars, Politiker, Staatsoberhäupter. Wir haben gesehen, dass ihr mi teuren Schildern und Keffiyes und Palästinenserflaggen die Straßen Europas, Amerikas und des Nahen Ostens abmarschiert. Wir haben euch jedem, der es hören will, brüllen hören, dass Juden und Israelis Mörder sind, Kriegsverbreche und Baby-Killer.

Ihr glaubt, ihr sagt uns, was wir sind. Aber in Wirklichkeit sagt ihr uns, wer ihr seid.

Ihr sagt uns, dass ihr ignorant seid.

Dass ihr nicht begreift, dass die Hamas eine Terrororganisation ist, die ein Gebiet übernahm, von dem Israel vor einem Jahrzehnt all seine Siedler entfernte und es in gutem Willen den Palästinensern übergab und dass im Gegenzug die Palästinenser des Gazastreifens die Hamas, eine Terrororganisation, zu ihrer Regierung wählten und dass die Hamas seitdem ständig Bomben auf israelische Zivilisten wirft, um sie zu töten.

Ihr sagt uns, dass ihr euch ihre Kinder Palästinenser und ihre Kinder nicht wirklich kümmern.

Denn indem ihr die Hamas unterstützt, unterstützt ihr den Gebrauch von Palästinenser als menschliche Schutzschilde, den Gebrauch von Kindern zum Graben von Terrortunneln, bei dem 160 von ihnen starben sowie die standrechtliche Hinrichtung von Palästinenser durch Hamas-Strolche, wann immer sie den Mund aufmachen, um die Benutzung ihrer Häuser, Schulen, Moscheen und Krankenhäuser als Waffenlager und Raketenabschussrampen zu protestieren.

Ihr sagt uns, dass ihr für Völkermord seid.

Jeder, der Israel nicht in diesem gerechten Krieg gegen die Hamas, eine völkermörderische Terrororganisation, unterstützt, die in ihrer Charta klar sagt, dass sie alle Juden vernichten will, ist faktisch für Völkermord. Ihr sagt uns, das ihr mit der Vorstellung nicht überein stimmt, aber mit der Praxis, wie die Hamas es jetzt mit der Bombardierung von Israelis und dem versuchten Massenmord und Entführungen durch zahllose Tunnel im Untergrund, die nur für diesen Zweck geschaffen wurden, versucht (Gott sei Dank ohne großen Erfolg). Ihr sagt uns, dass ihr nicht glaubt, die Israelis hätten das Recht zu leben und ihre Kinder zu schützen, indem sie zurückschlagen.

Ihr sagt uns, dass ihr uns tot sehen wollt.

Ihr sagt uns, dass ihr die Juden hasst, nicht nur die Israelis.

Denn warum würdet ihr sonst mit Leuten zusammen marschieren, sie unterstützen und ihnen zustimmen, die in der gesamten Welt Juden verprügeln, jüdische Kinder erschießen, Synagogen zerstören und jüdische Geschäfte zerschlagen wie die Nazis?

Ihr sagt uns, dass ihr Rassisten und Hasser seid.

Einfach weitere dieser bösen, ignoranten, fanatischen und engstirnigen Leute, die Menschen hassen, die sie nie getroffen haben, einfach wegen ihrer Rasse und Religion.

Ihr sagt uns, dass ihr schlecht informiert seid, ungebildet und/oder zu dumm oder zu faul Geschichtsbücher zu lesen.

Denn indem ihr die Haltung der Nazis übernehmt, ohne überhaupt zu begreifen, in wessen Fußstapfen ihr tretet, offenbart ihr, dass ihr nicht wisst, wohin diese Fußstapfen führten und dass Abermillionen Leute wie wir deswegen starben.

Vor allem aber zeigt ihr Gott, wer ihr seid und das Böse, das in euren Herzen steckt.

Dafür bedaure ich euch. Denn wir Juden glauben, dass Gott barmherzig ist und vergibt. Doch wir glauben auch, wenn Menschen das Böse ihrer Vorfahren wiederholen, dann endet Gottes Barmherzigkeit für sie und die Zeit der Bestrafung beginnt.

Ihr seid nicht die ersten ignoranten, fanatischen, rassistischen, hassenden Menschen, die sich gegen die Juden stellen. Abe ihr könntet die letzten sein. Indem ihr eure Stimme und euren Körper denen anschließt, die Gerechtigkeit hassen, die Gewalt lieben und die in die Fußstapfen der Judenhasser der Geschichte treten, wählt ihr euch für die Strafe aus, der alle solchen Leute im Verlauf der Geschichte früher oder später anheimfallen werden. Lest das in euren Geschichtsbüchern nach. Jedes Volk, das Juden hasste, ist irgendwann untergegangen. Die Juden haben überlebt.

Ich freue mich auf euren nächsten Marsch, eure nächste Petition und euren nächsten Holocaust, um zu sehen, wer ihr seid. Wir wissen bereits, was ihr seid.

Wenn eine Entschuldigung nicht “tut mir leid” bedeutet

Paula R. Stern, Times of Israel blogs, 23. März 2014

Vor vielen, vielen Jahren machte meine älteste Tochter etwas, das der Rest von uns als falsch betrachtete. Sie wurde aufgefordert sich zu entschuldigen und tat das auch. Ihre genauen Worte waren: „Na gut, Entschuldigung.“
Obwohl sie sich an ihre Entschuldigung als ernsthaft erinnert, vermute ich, dass der Rest von uns es nicht so sah und von da an hatte die Formulierung „Na gut, Entschuldigung“ sich in unserem Haus mit der Bedeutung herumgetrieben, dass der sich Entschuldigende es nicht ernst meinte und nur die Formalität erledigte, weil diese gefordert war.

Eine Entschuldigung ist nicht wirklich eine Entschuldigung, wenn sie mehr dazu gemacht wurde Kritik stumm zu machen, als zuzugeben, dass etwas falsch gemacht wurde. Und ja, der Wert einer Entschuldigung hat eine direkte Verbindung zur Ernsthaftigkeit, mit der sie abgegeben wird. Es muss erst einmal ein Bewusstsein für das geben, was falsch gemacht wurde; Und die Absicht sein Bestes zu geben, um dasselbe in der Zukunft zu vermeiden. Um eine Entschuldigung wirklich auf die Ebene zu heben, wo sie Vergebung wert ist, ist es also am besten so viel wie möglich zu tun, um den verursachten Schaden zu lindern.

Als ich gerade eine Entschuldigung las, die wegen einer Reise abgegeben wurde, die ein Teil der jüdischen Studenten von Harvard ans Grab von Yassir Arafat unternahm, konnte ich, den „Na gut, Entschuldigung“-Ton mit jedem Wort hören. Die Entschuldigung ist zu wenig, zu spät, zu unaufrichtig und legt nahe, dass kein Versuch unternommen wird den Schaden ungeschehen zu machen und den durch diesen unsensiblen und unbedachten (soll heißen: unglaublich dummen) Trip verursacht wurde.

Was mir wegen der Entschuldigung Sorgen bereitet, war die Notwendigkeit zuerst einmal nur anzugreifen und dann zu sagen: „Ja, ups, war eine schlechte Idee.“ Doch selbst in diesem Ups steckt Kritik. Wie könne wir es wagen sie ihnen vorzuwerfen sie würden Israel nicht unterstützen? Warum glaubt ihr Leute denn, wir würden Arafat ehren?

Moment … sie gingen zu Arafats Grab! Sie empfanden ihn als bedeutend genug, um dort zu lächeln und zu posen, damit sie es allen zeigen konnten, wenn sie zurückkommen.

„Hallo??? Jetzt macht aber!“, möchte ich sie anbrüllen. Wenn ihr das Grab von jemandem besucht, der Hunderte Israelis ermordete, dann wisst ihr, dass wir das Recht haben uns zu wundern.

Was die Harvard-Studenten (und der Leiter der Wohlfahrtsorganisation, die die Reise sponserte) nicht begreifen ist, dass vielen von uns hier in Israel – rechts wie links, Blogger und Bäcker gleichermaßen – der Besuch die wachsende Kluft zwischen israelischen und amerikanischen Juden zeigt. Mehr noch: Er zeigt die Tiefe der Ignoranz, die selbst angeblich intelligente Menschen zur Schau stellen können, wenn sie darin versagen die Anstrengung zu leisten etwas zu lernen, bevor sie ihre sprichwörtlichen Füße in den Mund stecken.*

Warum fanden sie es angemessen Yassir Arafat ihre Ehrerbietung zu erweisen? Das ist die Frage, die sie stellen sollten, statt uns anzugreifen und zu sagen, der Besuch sei nicht gewesen, was er eindeutig war. Wie kann man abstreiten, dass ein Grab zu besuchen tatsächlich dem Toten die Ehre zu erweisen ist? Warum sonst besucht man ein Grab, wenn nicht aus diesem Grund?

Die angemessene Entgegnung zu dem, was getan wurde, wäre gewesen – Köpfe hätten (im übertragenen Sinne) rollen müssen. Welcher Idiot glaubte, dass der Besuch von Arafats Grab diesen Studenten helfen würde ein tieferes Verständnis des Konflikts im Nahen Osten zu vermitteln?

Es gibt ein paar Dinge, zu denen Israel als Nation fast völlig eins ist. Mit Ausnahme der Shulamit Aloni und denen, die ihre fehlgeleiteten und wahnhaften Politik folgen, erinnern sich die Israelis an Arafat zum größten Teil als den Mörder und Terroristen, der er war. Die Liste der von ihm geplanten und umgesetzten Anschläge definiert, wer er war und was er tat.

Und vielleicht war die sofort folgende Reaktion schlimmer als der Besuch selbst. Die reflexhafte Reaktion war, den Israelis Vorwürfe zu machen – und israelische Blogger zu beschuldigen den Besuch falsch zu interpretieren. Entschuldigt uns hier in Israel bitte, aber wie half dort hinzugehen diesen Studenten irgendetwas über das hinaus zu verstehen, was eine gute Google-Suche ihnen gebracht hätte?

Lasst mich euch hier helfen.

Yassir Arafat wurde 1929 in Kairo geboren – stimmt. Er wurde nicht in Israel geboren (oder in Palästina, wie es damals genannt wurde). Hat irgendjemand das der Gruppe gesagt? Jau, der Chefterrorist des palästinensischen Volks … wurde nicht einmal hier geboren.

1964, drei Jahre BEVOR es die sogenannte „Besatzung“ gab, gründete er eine Organisation, die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) genannt wurde und deren erklärtes Ziel es war Palästina von den Besatzern zu befreien. Ich möchte diese Harvard-Studenten daran erinnern, dass es 1964 oder 1965 oder 1966 keine Besatzung gab; nicht einmal (jedenfalls) während der ersten Hälfte des Jahres 1967.

Nach diesem Datum gab es nach Angaben einer recht großen Anzahl Israelis (wie mir) und Experten zu internationalem Recht nach dem Krieg von 1967 keine Besatzung, denn was gewonnen wurde, war erst einmal historisch unser und darüber hinaus das direkte Ergebnis eines von ihnen angezettelten Krieges. Sie verloren also – wir besetzten nicht … sie wählten Krieg – wieder und wieder und wieder! Wenn also die Besatzung nach Arafat 1967 begann und das alles ist, was die Palästinenser heute wollen, warum wurde die Organisation 1964 gegründet? Auf diese Frage bekomme ich nie eine Antwort…

Fakt ist, dass Arafat alles wollte, was zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan liegt und um das diesen Harvard-Studenten kristallklar zu machen: Dazu gehören Tel Aviv, Haifa, ganz Jerusalem und alles andere, was ihr neben eurem Besuch in Ramallah gesehen habt.

Damals … und auch heute bleibt das das Ziel der Palästinenser. Damals und heute. Und diese Haltung – „vom Fluss bis zum Meer“ – ist es, worum es bei einem Besuch von Arafats Grab ging. Ihr habt dem Konzept Israel von der Landkarte zu wischen Glaubwürdigkeit verliehen, indem ihr den Chefarchitekten dieses Plans besucht habt.
Arafat war kein General einer Armee, die uns als Invasionsarmee bekämpfte, sondern ein erbärmlicher, widerlicher Terrorist, der unsere Schwächsten angriff. Wieder und wieder. Oh, er war glücklich einen Soldaten zu töten, aber Soldaten waren bewaffnet und bereit und deshalb zog Arafat – flennender Feigling, der er war – unsere „weichen“ Ziele so sehr vor – Babys, Teenager, Alte, schwangere Frauen – niemand war ausgenommen. Das ist es, was ihr geehrt habt.

Ich könnte über Maalot schreiben – wo Arafats Terroristen 21 Kinder ermordeten; von München, wo Arafats Todesmissionare 11 Athleten ermordeten. Ich könnte vom Massaker an 21 Israelis auf einer Küstenstraße schreiben; von Leon Klinghoffer, den auf der Achille Lauro ermordeten amerikanisch-jüdischen Krüppel. Ich könnte Stunden lang schreiben und doch nicht voll das Böse dieses heruntergekommenen Mannes erklären. Der Planer, der Mörder, der Terrorist – all das wurde in diesem Grab beerdigt, das diese Studenten aufsuchten.
An was diese Studenten und ihr Bild, wie sie an seinem Grab lächeln und posieren, macht: mich an einen Vorfall zu erinnern, der sich vor 10 Jahren in Polen abspielte. Ich war mit einer älteren Tochter nach Polen gefahren; sie gehörte zu einer Gruppe Oberschülerinnen aus ganz Israel. Als ich in der Nähe des Tors von Auschwitz stand und darauf wartete, dass unsere Gruppe sich versammelte, um das Konzentrationslager anzusehen, in dem Millionen krepierten, sah ich, wie einige südkoreanische Touristen auf unsere israelischen Mädchen zugingen – auf diejenigen die israelische Flaggen in der Hand hatten. Wäre es nicht cool ein Bild mit diesen hübschen Mädchen und der israelischen Flagge zu bekommen, müssen die Koreaner gedacht haben und deshalb baten sie die Mädchen für Bilder zu posieren.

Die Mädchen standen lächelnd dort, während zwei koreanische Männer bei ihnen standen und ein dritter sie fotografierte, bevor sie die Plätze tauschten, damit auch der Fotograf sein Foto bekam.

Ich stand mit meiner Tochter etwas weiter daneben und wusste, es war falsch und ich konnte mir vorstellen, wie diese Männer nach Korea zurückkamen und Bilder ihrer Tour und der hübschen, lächelnden israelischen Mädchen herumzeigen. Ich wollte die Koreaner nicht in Verlegenheit bringen, also sagte ich den Mädchen leise auf Hebräisch: „Habt ihr vergessen, wo ihr seid? Ihr seid in Auschwitz. Das ist kein Ort um für Bilder zu posieren. Wollt ihr, dass sie Bilder von lächelnden Israelis hier in Auschwitz haben?“

Die Mädchen sahen sich um und erkannten, wie unangemessen es war. Auschwitz ist ein Ort des Todes, nicht des Lächelns; Arafats Grab ist der Ort eines Mörders, kein Ort, an dem jüdische Studenten posieren.

Hätte eine Gruppe Harvard-Studenten mich gefragt, hätte ich ihnen etwas Ähnliches gesagt. Schaut, wo ihr seid oder wohin sie euch bringen. Wie könnt ihr da sein? Wollte ihr dieses Bild auf Facebook posten? Offenbar hapert es ihnen derart an Bildung … dass sie es taten.

Um Klartext zu reden: Es ist ihr gutes Recht nach Ramallah zu fahren. Doch wenn sie das tun, dann müssen sie akzeptieren, dass wir das Recht haben von ihnen – und ihrer Huldigung – angewidert zu sein. Solange sie (und ihre Eltern und diejenigen, die sich diese unüberlegte Reise ausdachten) in den USA lebten, haben sie kein Recht etwas anderes zu erwarten als unsere völlige Verachtung für das, was sie mit dem Trip nach Ramallah taten.

Und wenn es ihnen Leid tut – wenn – dann schlage ich mehr vor als eine halbe Entschuldigung. Ich schlage vor, sie besuchen die Gräber der Menschen, die Arafat ermordete.

Geht zu David Hatuel, dessen schwangere Frau und vier Töchter aus nächster Nähe erschossen wurden und erklärt ihm eure Neugier von der anderen Seite zu lernen. Entschuldigt euch bei ihm.

Geht zu Limor Har-Melekh, deren Ehemann Schalom vor ihren Augen ermordet wurde. Sie war schwanger, als auch sie mittelschwer verletzt wurde. Ihr könnt erklären, wie ihr nicht meintet Arafat zu ehren, als ihr ihre Tochter traft, die glücklicherweise die Operation überlebte, mit der sie aus dem Schoß ihrer Mutter geholt wurde, als sie die Kugeln entfernten, die in deren Körper geschossen worden waren.

Geht zu Arno Herenstein, der schwer verletzt und dessen Frau Yafit ermordet wurde, als Arafats Terroristen in sein Haus eindrangen und das unbewaffnete Paar angriffen. Entschuldigt euch bei ihm, denn er und andere Opfern wie er leben für immer mit dem, was Arafat und seine Mörder taten.

Es kommt für jeden Menschen im Leben der Moment, an dem er erwachsen werden und Verantwortung übernehmen muss. Niemand zwang diese jungen Leute zu Arafats Grab zu gehen. Jeder einzelne von ihnen stieg in diesen Bus und ging in dieses Gebäude. Jeder einzelne entschied sich neben dem Grab zu stehen und sich fotografieren zu lassen. Als ich 16 war, ging ich auf eine Reise und fühlte mich nicht wohl mit einem Ort, an den die Gruppe fuhr; also nahm ich eine Pause und bliebt zurück. Sage keiner, dass jeder einzelne dieser Studenten nicht dasselbe hätte tun können.

Was ich in der abgegebenen Entschuldigung hörte, war die in unserer Familie berüchtigte „Na gut, Entschuldigung“-Entschuldigung. Israel steht bereit um zu sehen, ob dies eine ernste Entschuldigung war oder nicht.

Eine letzte Bemerkung an Barry Shrage, den Präsidenten der Combined Jewish Philanthropies, der Organisation den Israel-Besuch des Harvard College sponserte. Israels Bloggers hatten recht, dass sie die Empörung unseres Landes zum Ausdruck brachten. Ihr habt versucht uns zu diskreditieren, indem ihr vor „den Gefahren von Bloggern und anderen“ warnt, „die die Macht und Reichweite des Internets benutzen, um die Bedeutung zu verfälschen“.

Es ist der Job von Journalisten und Bloggern andere aufmerksam zu machen. Es gab in der Berichterstattung zu diesem Vorfall keine Verfälschung. Ihre Wohlfahrtsorganisation sponserte eine Reise zum Grab eines Killers. Statt den Botschafter zu attackieren schlage ich vor, dass Harvards jüdische Studenten nie wieder den Fehler machen einem Mörder unseres Volkes Ehrerbietung zu erweisen, zumindest nicht, während sie auf Ihre Kosten reisen.

Eure „Na gut, Entschuldigung“-Entschuldigung ermutigt sie nicht nur das in der Zukunft wieder zu tun, sie gibt uns jedes Recht Ihren Einsatz für Israel infrage zu stellen. Ich persönlich hoffe, dass Ihre Organisation sich die Zeit nehmen wird sich bei all denen zu entschuldigen, die von dem Tun dieser Gruppe verletzt worden sind.

Diese Familien haben genug gelitten – sie haben nicht verdient, was Ihre Organisation ihnen angetan hat.
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* Ein amerikanisches Sprichwort: „to put one’s foot in one’s mouth“ – in etwa: ins Fettnäpfchen treten.