Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25. Februar 2017)

Sonntag, 19.02.2017:

Ein PA-Araber wurde festgenommen, der gefälschte israelische Einreisegenehmigungen verkaufte.

Sicherheitskräfte haben schon im Januar zwei PA-arabische Jugendliche aus Dir Abu festgenommen, die in Judäa und Samaria Schießanschläge verübt haben.

Am 14. Februar nahmen IDF und Schabak einen 45-jährigen Fatah-Terroristen fest, der an Terroraktivitäten im Raum von Tekoa beteiligt war.

Hamasgerichte im Gazastreifen haben 3 Gazaner zum Tod durch Erhängen verurteilt; sie sollen für Israel spioniert haben.

Montag, 20.02.2017:

Volkstanzfest in Nablus, von der EU (mit-)finanziert: „Wir ersetzten Armbänder durch Waffen, wir griffen die widerwärtige Zionisten an. Jihad ist nötig, betätigt den Abzug.“ Und ähnliche Friedfertigkeiten.

Mittwoch, 22.02.2017:

Die Menschen im Gazastreifen sind ganz aufgeregt: Es gibt das größte geschlossene Einkaufszentrum, eine sogenannte „Mall“ (nach amerikanischem Vorbild) mit einer internationalen Einzelhandelskette, einem Buchladen über drei Stockwerke und einer betriebsamen „Fressmeile“. Die Mall ist 1.800 Quadratmeter groß. Es gibt bereits zwei nicht ganz so große Malls.

Teenager aus Efrat (im Gush Etzion) haben einige Wochen lang alles Mögliche an Material für syrische Babys (im Wert von mehreren Zehntausend Schekeln) gesammelt.

Die Hisbollah schimpft wieder einmal, Israel habe Spionageausrüstung im Südlibanon platziert.

Donnerstag, 23.02.2017:

Das Bildungsministerium und der Shin Bet haben die sofortige Schließung einer Schule in „Ost“-Jerusalem angeordnet; diese wurde von der Hamas betrieben.

Am Mittwochabend nahm die Polizei 4 jüdische junge Frauen fest, die verdächtigt werden auf dem Tempelberg gebetet zu haben. Am Donnerstagmorgen wurden die Vorwürfe von einem Gericht abgewiesen und die Jüdinnen freigelassen.

Christliche Soldaten in der IDF erhalten Morddrohungen von Arabern. Es kommen Forderungen auf die Hetzer endlich zur Verantwortung zu ziehen; sie sind bekannt, weil die Hetze samt den Drohungen in den sozialen Medien verübt wird.

Freitag, 24.02.2017:

PFLP-GC-Chef Ahmed Jibril: Ich will iranische Soldaten in Galiläa kämpfen sehen. Wir werden auf unserem Weg zum totalen Krieg mit Israel durch Jordanien marschieren, ob es König Abdallah gefällt oder nicht.

Israel Einreisebehörde hat Aktivisten von Human Rights Watch auf Anweisung des Außenministeriums die Einreise verweigert. HRW wird vorgeworfen im Dienst palästinensischer Propaganda zu arbeiten und eine „fundamentale Einseitigkeit gegen den jüdischen Staat“ zu haben. Das Verbot richtet sich nicht gegen die Einzelpersonen, sondern gegen die NGO und ihre Mitglieder. (Der aktuelle Hintergrund für die Maßnahme ist bei tw24 zu finden.)

Samstag, 25.02.2017:

Eine Gruppe demonstrierender Libanesen überquerte die israelische Grenze, aber nicht den Grenzzaun. Sie wurden von IDF-Soldaten mit Tränengas zerstreut. Die Libanesen sollen auf die Behauptung der Hisbollah reagiert haben, Israel habe Spionageausrüstung auf libanesischem Gebiet installiert.

Jetzt machen die Israeli wohl doch einen Rückzieher gegenüber Human Rights Watch: Der BDS-Hetzer, dem die Einreise versagt wurde, kann anscheinend mit einem Touristenvisum einreisen und sich dann um eine Arbeitsgenehmigung bemühen.

Frau Merkel redet wieder von der Wichtigkeit der Zweistaatenlösung. Sie sieht keine andere Möglichkeit einen Friedensprozess zu erzielen. (Jetzt sind sie schon mit dem Prozess zufrieden…)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (12.-18. Februar 2017)

Sonntag, 12.02.2017:

Ein Hamasnik: „Dass sie am Leben bleiben wollen, ist Beweis, dass die Juden feige sind.“ (Das kann nur ein unmenschlich Verblendeter von sich geben – es zeigt, welch dunkle, teuflische Ideologie von dieser Truppe vertreten wird.)

Montag, 13.02.2017:

Das Nachrichtenportal 0404 vermeldete, dass im Laufe des jüdischen Neujahrsfestes der Bäume Tu Bishvat (am vergangenen Samstag, 11,2) mehrere Gruppen von linksextremen Aktivisten gemeinsam mit lokalen arabischen Einwohnern an die Sicherheitszäune der Farm Ma’on und der Siedlung Karmel und anderen in den Südhevronbergen gekommen waren. Teilweise hätten diese demonstrativ palästinensische Flaggen geschwenkt; neben dem Sicherheitszaun, unmittelbar an den Gemeinschaften und teilweise auf Staats- bzw.Gemeinschaftsland hätten sie Bäume gepflanzt. 0404 berichtet, diese Pflanzungen haben im Laufe der ganzen Woche bis zum Samstag hin stattgefunden. Offenbar handele es sich bei den Aktivisten, welche die palästinensischen Einwohner zu den Pflanzungen bringe, um Ausländer. Der Vorsitzende des Regionalkonzils Südhevron, Yochai Damri, äußerte starken Protest gegen die Aktionen.

Zudem berichtete 0404,Verdächtige hätten eine Aussichtsplattform nahe der jüdischen Ortschaft Bet Haggai bei Hevron angezündet, ebenso hätten andere versucht, Kirschenplantagen bei der Ma’on-Farm anzuzünden.

Wegen der seit Monaten andauernden Anschläge mit Felsbrocken und anderem aus dem PA-Dorf Husan am Gush Etzion ist der Zugang zu diesem Dorf von der IDF jetzt blockiert worden.

Die Hamas im Gazastreifen hat einen neuen Führer: Yahya Sinwar übernimmt von Ismail Haniyeh. Er gilt als einer der skrupellosesten Hamasniks überhaupt. Er saß wegen Mordes in einem israelischen Gefängnis und kam im Austausch gegen Gilad Shalit 2011 wieder frei. Selbst in der Hamas gilt er als „Falke“ und ist gegen jeglichen Kompromiss in der Politik gegenüber der PA und Israel.

Saeb Erekat hetzt wieder bei der EU: Er fordert ein „totales Verbot von in der Westbank hergestellten Waren“; das sei nötig um Israels „Kolonisierungspläne zu vereiteln“.

Donnerstag, 16.02.2017:

PA-Araber aus Husan wurde der Zugang nach Beitar Illit verwehrt, wo sie normalerweise arbeiten; aber wegen der ständigen Mordversuche mit Felsbrocken an Autofahrern wird Familienmitgliedern von Steinewerfern die Aufenthalts-/Arbeitsgenehmigung für Israel und „Siedlungen“ aberkannt.

Die Hisbollah droht Israel mit Angriffen auf den Atomreaktor von Dimona.

Es gab eine Bombendrohung gegen das israelische Konsulat in Miami. Es wurde evakuiert.

MK Ahmed Tibi (Vereinigte Arabische Liste) prahlt, wenn es keine Zweistaatenlösung gibt, dann eben eine Einstaatenlösung und dann würden alle Palästinenser ihn wählen und einige Israelis auch und er wäre Premierminister.

Die PLO interpretiert Trumps Anmerkung, dass die Zweistaatenlösung nicht die einzige Möglichkeit sein muss, „wenn beide Seiten das so wollen“ als offene Ablehnung der Zweistaatenlösung (was schon gelogen ist) und sagt, die Alternative dazu sein „Blutvergießen“.

Freitag, 17.02.2017:

Avigdor Lieberman bot der Hamas massive Wirtschaftshilfe für den Gazastreifen an, wenn die Terroristen ihre Raketen und Tunnel aufgeben. Mahmud al-Zahar von der Hamas lehnte das für die Terrorgrupe ab.

Grundsatzaussage eines Fatah-Offiziellen: Die Palästinenser haben das „Recht“ Terror zu benutzen, um „unser Heimatland zu befreien“. (Total nach Frieden suchend…)

Abbas hat neuerdings einen „Vizepräsidenten“ – jedenfalls in der Fatah. Und dieser Mahmud al-Aloul ist langjähriger Führer des „bewaffneten Arms der Fatah“, schon vor den Oslo-Vereinbarungen. Und er hat immer erklärt und ist weiterhin der Meinung, „bewaffneter Widerstand“ sei das Rechte der „Palästinenser“.

Der Januar war der für Israel blutigste Monat seit Juni: 5 tote Israelis, 16 Verletzte.

Terroristen beschwichtigen

Joseph Farah, WorldNetDaily, 8. Mai 2002

Als die Israelis vor zwei Jahren ihre Streitkräfte einseitig aus dem schmalen Korridor entlang seiner Nordgrenze zum Libanon zurückzogen, nahm die Welt des Terrorismus davon Kenntnis.

Hisbollah, die im Libanon stationierten islamischen Terroristen, die von Syrien und dem Iran den Rücken gestärkt bekommen, beanspruchte schnell den Verdienst für den israelischen Rückzug für sich. Die Hisbollah hatte einen Abnutzungskrieg gegen das israelische Militär und die Zivilisten im Südlibanon geführt, die vom jüdischen Staat Schutz erwarteten.

Israel mag andere politische Gründe für das Verlassen des Libanon gehabt haben, aber seine plötzliche Entscheidung, dies zu tun – was viele seiner arabischen Verbündeten der Gnade der Hisbollah auslieferte – sah tatsächlich wie eine Vietnam-artige Niederlage aus.

Der „Sieg“ der Hisbollah über die Israelis entging nicht der Aufmerksamkeit anderer terroristischer Gruppen – besonders derer, die mit Yassir Arafat verbunden sind. Hisbollah versuchte nie mit Israel zu verhandeln und Israel versuchte nie mit Hisbollah zu verhandeln. Hisbollah erreichte ihre kurzfristigen Ziele eines Israel-freien Libanon allein durch Guerilla-Krieg.

Der israelische Premierminister Ehud Barak mag gedacht haben, dass er mit dem Rückzug aus dem Libanon Punkte in der internationalen Gemeinschaft sammelt. Barak mag gedacht haben, dass er Arafat demonstrierte, wie vernünftig er war. He mag gedacht haben, der einseitige Rückzug würde eine Reduzierung der gewalttätigen Zusammenstöße an der Grenze und der Spannungen mit Arabern in den palästinensischen Gebieten bedeuten.

Was immer Barak dachte, er lag falsch. Wir können heute auf den israelischen Rückzug aus dem Libanon als den Schlüsselfehler der israelischen Politik zurückblicken, der zur massiven Eskalation des Terrorismus führte.

Arafat betrachtete den israelischen Rückzug als ein Zeichen der Schwäche – ein klein Beigeben gegenüber der skrupellosesten Terrororganisationen der Welt. Es ist recht plausibel, dass auch Osama bin Laden von dem Sieg seiner Verbündeten über Israel im Libanon inspiriert wurde. Die Lehre, die andere Terroristen aus Israels Erfahrungen im Libanon zogen, war, dass eine Kampagne von unbarmherziger Guerilla-Aktionen letztlich Erfolg bringen wird – je dreister die Aktionen, um so besser.

Arafat erhöhte die Gewalt schnell in seinem sich entfaltenden Intifada-Feldzug. Bin Laden griff New York und das Pentagon in einem koordinierten Selbstmord-Flugzeugentführungs-Versuch an. Arafats Streitkräfte übernahmen die Selbstmord-Bomber-Strategie.

Ich sage jetzt voraus, dass Hisbollah – unter der wachsamen Schirmherrschaft von Syrien und dem Iran – dabei ist, Israel stärker unter Druck zu setzen.

Hisbollah hat nach Geheimdienst-Berichten ein Arsenal von 10.000 Raketen, davon viele mit einer Reichweite von 70 Kilometern. Jetzt kontrolliert sie den von Israel verlassenen südlichen Libanon, von dem aus sie in der Lage ist, Verwüstung anzurichten. Sie macht gemeinsame Sache mit dem Generalkommando der PFLP, einem anderen von Syrien gestützten Verbündeten Arafats, um eine neue militärische Front an Israels Nordgrenze zu eröffnen.

Um sich auf die unvermeidbaren israelischen Vergeltungsmaßnahmen vorzubereiten, hat Syrien seine Armee im Libanon umgruppiert. Damaskus will sich nicht direkt in einem militärischen Zusammenstoß mit Israel engagieren. Statt dessen wünscht es, dass Hisbollah einen Stellvertreter-Krieg mit Israel führt – wobei es sich hinter den Röcken von Zivilisten versteckt. Hisbollahs Kommando- und Kontroll-Instanzen befinden sich in überfüllten städtischen Gebieten und können nicht ohne die Verursachung schwerer ziviler Verluste angegriffen werden – ein Vorgehen, das darauf abzielt, Israels Sorge um Menschenleben zum Verbündeten der Sache der Terroristen zu machen.

Aber ich muss leider sagen, dass es noch schlimmer kommt.

Geheimdienstberichte deuten auch darauf hin, dass bin Ladens Al Qaida und Hisbollah im Transport und der Lagerung von chemischen Waffen als Teil des Feldzugs zusammenarbeiten. Auch vom Iran wird gesagt, dass er den Terrorgruppen bei ihren Experimenten zur Bestückung dieser 10.000 Raketen mit chemischen Sprengköpfen hilft.

Wenn meine Vorhersage sich als richtig erweisen und Hisbollah, Syrien und der Iran die Einsätze im Nahen Osten erhöhen, könnten die vergangenen 18 Monate der Arafat-geförderten Gewalt gegen Israel im Vergleich wie ein Nebenvorstellung am Rande aussehen.

Und das wird das Ergebnis des Nachgebens gegenüber den Terroristen im Jahre 2000 sein.

Die Lehre ist eindeutig: Man kann nicht gewinnen, indem man den Terrorismus beschwichtigt. Man kann Terroristen nicht mit Freundlichkeit beeindrucken. Man kann Terroristen nicht mit Zugeständnissen umstimmen. Man kann mit Terroristen nicht verhandeln und man kann ihnen nicht Quartier bieten.

Israel machte den Fehler im Jahr 2000. Wird der Westen die Lehre daraus ziehen?

© WorldNetDaily.com, Inc. 2002

Israel veröffentlicht Terrorkarte des Südlibanon

The Jewish Press, 7. Dezember 2016

Die IDF hat eine Landkarte veröffentlicht, die die Stellungen und Waffenlager der Hisbollah im Südlibanon zeigt – und damit dokumentiert, wie die Terrorgruppe sich in die Zivilbevölkerung eingebettet hat: Waffenlager, Raketenabschussrampen, Infanterie, Tunnel und sonstige Infrastruktur, mit denen die gesamte Bevölkerung zu menschlichen Schutzschilden gemacht wird.

Damit ist Resolution 1701 des UNO-Sicherheitsrats vom Jahresende 2006 Makulatur, komplett ad absurdum geführt.

Nissans Quotes and Notes Corner: Der Nazi Nasrallah

Nissan Ratzlav-Katz, 24. Juli 2008

Nur, dass wir uns darüber im klaren sind: Die libanesische Strohmann-Organisation Hisbollah wird von einem Mann geführt, der einen neuen Völkermord an den Juden anstrebt. Und wenn man es immer nur zwei Juden auf einmal machen kann, dann eben auch so.

Wie üblich in dieser Rubrik werde ich den Mann für sich selbst sprechen lassen.

Im Oktober 2002 behauptete Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah während einer Ansprache bei einer Schulabschlussfeier in einem Beiruter Stadtviertel, dass die US-Politik auf zionistische Ziele hin manipuliert werde, so die Rückkehr der Juden in das Land Israel. So unglaublich das klingt, aber Nasrallah ging dann dazu über eine Beobachtung als Lob des Zionismus abzugeben.

„Wenn sie [die Juden] sich all in Israel versammeln, dann wird uns das die Mühe ersparen weltweit hinter ihnen her zu sein“, sagte er.

Ich weiß, das ist nur eine Übersetzung, aber glaube nicht, dass „hinter ihnen her sein“ in diesem Zusammenhang bedeutet „ihnen hinterzulaufen“. Ich glaube, die Übersetzung meint eher etwas wie „abstechen, erschießen und sie sprengen“. Soll heißen: Jihad.

Wie in „…dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf…“ (Koran, Sure 9 At-Tauba, Vers 5).

Und so wie in: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.“ (Koran, Sure 9 At-Tauba, Vers 29)

Oder wie in: “Es wird nach der Autorität von Abu Huraira berichtet, dass der Bote Allahs sagte: Mir ist befohlen worden so lange gegen Menschen zu kämpfen, so lange sie nicht erklären, dass es keinen Gott außer Allah gbit und dem, der es bekundet, wird der Schutz seines Eigentums und Lebens in meinem Namen garantiert, außer das Recht liegt in dieser Sache bei Allah.“ (Nach der Hadith-Sammlung Sahih Muslim, Kitab Al-Iman, Hadith Nr. 30; und fast identisch in den Hadithen Nr. 31-35. Hadithe sind Berichte darüber, was Mohammed tat, sagte oder gut hieß – wobei alle bindende Anweisungen für den frommen Muslim darstellen.)

Quellen:
1. Die Rede Nasrallahs wurde in der führenden englischsprachigen Zeitung des Libanon, dem Daily Star, berichtet. Die archivierte Ausgabe vom 23. Oktober 2002 findet sich hier.
2. Eine exzellente Quelle zur Studium der Texte des Koran in Englisch findet man hier (eine deutschsprachige Quelle ist hier).
3. Dieselbe Quelle bietet englischsprachige Sammlungen der Hadithe. Die zitierten Hadithe stammen von hier. [Auf Deutsch konnte ich keine Hadith-Sammlung finden; das, was dem am nächsten kommt, ist eine englische Übersetzung von Sahih Muslim in einer deutschsprachigen Seite.]

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (02.-08. Oktober 2016)

Sonntag, 02.10.2016:

Nach der Beerdigung von Shimon Peres machte Mahmud Abbas am Samstag da weiter, wo er vorher nicht aufgehört hatte: Er hielt in Bethlehem eine glühende Rede, in der er seiner Hoffnung Ausdruck gab, dass 2017 der Palästinenserstaat mit Jerusalem als Hauptstadt gegründet werde, egal, was Israel tut. „Palästina“ wird weiter das Ziel verfolgen volles UNO-Mitglied zu werden. Einer seiner Sprecher sagte, dass Peres an der Beerdigung teilnahm, schicke den Israelis eine mächtige Botschaft – dass es einen Friedenspartner gibt. (Was er ja ständig auf Arabisch „beweist“, nicht wahr?)
Ein Mitglied des Zentralkomitees er Fatah äußerte sich kritisch; Tawfik Tirawi war gegen Abbas‘ Teilnahme, weil dieser ein Zionist war, der von Kopf bis Fuß mit dem Blut der Palästinenser und dem anderer Araber getränkt war.

Umfrage: Zwei Drittel der Israelis glauben, dass ein Friedenschluss nicht machbar ist.

Fans des israelisch-arabischen Fußballclubs Maccabi Ahi Nazareth F.C. buhten während einer Schweigeminute für Shimon Peres.

Gegen sechs Einwohner von „Ost“-Jerusalem wurden jetzt Anklage erhoben, weil sie versuchten eine ISIS-Zelle aufzubauen.

Bilanzen: Das Al-Quds-Zentrum veröffentlichte in seinen Statistiken, dass die meisten (48%) der Terroranschläge aus den Bereichen Hebron (Platz 1) und Jerusalem (Platz 2) kamen.

Montag, 03.10.2016:

Wäre ja auch ein Wunder, wenn es anders wäre: Hanan Aschrawi schimpft, Peres habe zwar viel von Frieden geredet, aber nichts dazu unternommen, sondern half die „Besatzung“ zu perpetuieren.

Donnerstag, 06.10.2016:

Die Sicherheitskräfte gaben bekannt, dass sie letzte Woche eine siebenköpfige Terrorzelle in Bethlehem, die für mehrere versuchte Anschläge auf das Rahelgrab verantwortlich ist.

Letzten Monat wurde eine sechsköpfige Terrorzelle der Hisbollah verhaftet, die im Norden Israel operierte.

Polizei und Sicherheitsdienste schlossen 3 Institutionen der (verbotenen) Islamischen Bewegung; alle ihre Bankkonten wurden eingefroren.

Freitag, 07.10.2016

Die PA lässt wieder wissen, dass Israel die USA beherrscht, die wiederum die Welt beherrschen.

Ultimatum der (anderen) Islamistengruppen im Gazastreifen an die Hamas: Entweder ihr lasst unsere Leute frei, die ihr festgenommen habt oder wir schießen Raketen auf Israel.

Der Fraktionsvorsitzende der „Arabischen Union“ besuchte den Erzterroristen Marwan Barghouti im Gefängnis.

Samstag, 08.10.2016:

Das hat auch was: Palästinenser befinden, dass Israel an der Eskalation der Lage schuld ist, weil es auf Angriffe reagiert.

Führende Amerikaner zeigen täglich, dass sie den Nahen Osten nicht begreifen – und deshalb versagt ihre Politik

Der Westen hat immer und überall das Rezept parat, um den Nahost-Konflikt zu lösen. Seit Jahrzehnten wird das Rezept ausprobiert und sein Scheitern nicht akzeptiert – schon gar nicht als Anlass genommen, das Konzept zu überdenken.

Barry Rubin, 5. Juni 2009

General David Petraeus ist für seine schwere Arbeit im Irak in den höchsten Tönen gelobt worden und ich möchte ihm hier keinen Respekt verwehren. Aber jeden Tag machen führende Amerikaner Äußerungen, die zeigen, dass sie es versäumen die Nahost-Politik nicht begreifen; und das ist der Grund, dass ihre Politik nicht funktioniert.

Es ist keine Frage der Haltung zu Israel, die gewöhnlich das Problem ist, sondern die Karikatur arabischer Politik, die in ihren Köpfen sitzt.

Petraeus sagte in einem Interview mit der Zeitung al-Hayat – vorausgesetzt seine Worte sind vollständig und genau berichtet worden – die US-Regierung betrachte die Hisbollah als Terror-Organisation, die nicht zur Stabilität des Libanon beitrage.

Wenn das stimmt, bedeutet es, dass eine von der Hisbollah dominierte Regierung oder selbst eine Koalition, in der die Hisbollah Veto-Macht hat, keine Unterstützung und Hilfe der USA erhalten wird. Wir werden sehen, ob das wirklich passiert.

Aber hier ist die Bemerkung, die ich herausheben möchte:

„Die Rechtfertigungen der Hisbollah für ihre Existenz werden nichtig, wenn die Palästinenserfrage gelöst wird. Eine Vereinbarung über einen Friedensprozess im Nahen Osten zu erreichen, wird für einige Gruppen die ‚Begründungen für ihre Existenz‘ eliminieren.“

Es ist wirklich schockierend. Erstens ist die Hisbollah eine Organisation, die – mit viel Erfolg – die Führung aller libanesischen Schiiten anstrebt. Von daher würde ein Ende des arabisch-israelischen Konflikts keine Auswirkungen welcher Art auch immer auf die Existenz der Gruppe haben.

Zweitens versucht die Hisbollah den Libanon im größtmöglichen Ausmaß zu beherrschen.

Drittens ist die Hisbollah ein Agent – keine Marionette, sondern ein echter Jünger, wenn auch mit ihrer eigenen, unabhängigen Entscheidungsgewalt – des Iran und Syriens. Selbst wenn die palästinensische Autonomie verschwinden sollte, würde Hisbollah weiter für die Interessen ihrer Sponsoren vertreten, die in ihren Absichten antiamerikanisch und Revolution ausübend sind.

Viertens ist die Hisbollah eine islamistische Gruppe, die den Libanon gerne in einen islamistschen Staat nach iranischem Vorbild verwandeln würde. Es ist nicht wahrscheinlich, dass das passiert, aber es ist ein Motiv, das über den arabisch-israelischen Konflikt hinaus geht und die Hisbollah weiter motivieren wird.

Und schließlich: Da die Hisbollah und ihre Sponsoren sich verschrieben haben den Konflikt für ihre eigenen politischen Zwecke zu nutzen und wirklich gegen Israels Existenz unter welchen Umständen auch immer sind, würde die Hisbollah, sollten Israel und die palästinensische Autonomie eine Friedensvereinbarung erzielen, extrem hart – und gewalttätig – daran arbeiten jegliche solche Vereinbarung zu sabotieren, sowohl durch Angriffe auf Israel aus dem Norden, als auch durch Unterstützung der Hamas beim Versuch die palästinensische Autonomiebehörde zu stürzen.

All dies ist elementar. Wenn Petraeus das nicht begreift, dann geht in der US-Politik etwas ernsthaft schief. Dass er das öffentlich sagt, ist noch schlimmer.

Nein, die arabisch-israelischen oder israelisch-palästinensischen Konflikte sind nicht der Kern von allem, das im Nahen Osten falsch läuft. Das von Petraeus gezeigt Denken ist das Gleiche, als würde man sagen, wenn der Westen der Sowjetunion die Kontrolle über Osteuropa gibt (Ö1945) oder die USA Japan gegenüber genügend Respekt zeigt (1941) oder Großbritannien und Frankreich die westliche Tschechoslowakei Deutschland überlassen (1938), dann wird es keine Konflikte mit diesen Kräften mehr geben.

Die Hisbollah und andere radikale Islamisten mögen den Palästinensern helfen wollen Israel zu vernichten, aber sie existieren, weil sie Staatsmacht übernehmen und ihre Gesellschaften verändern wollen. Ist das wirklich so schwer zu begreifen?

Und selbst, wenn es eine vergleichbare Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts gibt und die Palästinenser einen eigenen Staat erhalten, würden sie diese diplomatische Lösung ablehnen, sich also nicht völlig aus dem Geschäft zurückziehen.

Ironischerweise versteht das amerikanische Volk die Dinge oft besser als ihre Eliten. In einer vor kurzem durchgeführten Umfrage von USA Today und Gallup bezweifelten die Amerikaner mit einer Marge von 66 zu 32 Prozent, „dass eine Zeit kommen wird, in der Israel und die arabischen Nationen in der Lage sein werden ihre Differenzen beizulegen und in Frieden zu leben“. Das ist die am wenigsten optimistische Einschätzung in Umfragen der letzten zehn Jahre.