Karikatur: Was Hisbollah von Drohungen denkt

gefunden auf The Jewish Press (28. Juni 2017)

Ein Sprecher der IDF hat angekündigt, dass bei einem Angriff der Hisbollah auf Israel der Libanon gewaltig leiden würde: „Wir schicken ihn zurück ins Steinzeialter“, soll er gesagt haben. Und Hisbollah – lacht sich kaputt: „Als würde uns das kümmern!“

Nichts ist erfolgreicher als Niederlagen

Daniel Pipes, Jerusalem Post, 28. Februar 2001 (mit Ergänzungen)

Heute vor genau 10 Jahren endete die irakische Eroberung Kuwaits mit einem totalen Misserfolg. Man erwartete, dass der irakische Präsident Saddam Hussein bald die Kontrolle über den Irak verlöre, aber ein Jahrzehnt später ist er weiterhin fest im Sattel.

Wie konnte er das schaffen? Tariq Aziz, eines von Saddams wichtigsten Sprachrohren, deutete noch vor dem Kriegsausbruch im Januar 1991 an, warum sein Herr sich keine Sorgen machte. Regime des Nahen Ostens, so sagte Aziz dem US-Außenminister James Baker, sind nie „in einen Krieg mit Israel oder Vereinigten Staaten gegangen und haben dabei politisch verloren“. Das ist zwar etwas übertrieben (arabische Führer zahlten einen Preis für die Niederlage gegen Israel 1948/49), aber Aziz hat im Prinzip recht: Eine militärische Niederlage schadet einem nahöstlichen Herrscher in der Regel nicht. Statt dessen leugnet er die Katastrophe auf dem Schlachtfeld und blüht politisch auf.

Einige Beispiele:

Suezkrise 1956: Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser erlitt durch die Briten, Franzosen und Israelis eine demütigende militärische Schlappe, bestand aber darauf, einen Sieg errungen zu haben. Ihm wurde weitgehend geglaubt. Das Ergebnis war, dass diese Episode „ihn politisch und moralisch stärkte“, schreibt Shukri Abed von der University of Maryland; sie half Nasser, die dominierende Figur der arabischen Politik zu werden.

Sechs-Tage-Krieg 1967: Die katastrophale Niederlage durch die Israelis veranlasste Nasser dazu, seinen Rücktritt anzubieten, aber die Ägypter antworteten mit massiven Straßendemonstrationen, die ihn aufforderten, an der Macht zu bleiben (was er tat). Syriens Verteidigungsminister von 1967, Hafez Assad, machte weiter und wurde Präsident seines Landes.

Die Schlacht von Karama 1968: Yassir Arafats Fatah verlor ihren ersten größeren bewaffneten Zusammenstoß mit den Israelis, behauptete aber gesiegt zu haben.

Belagerung von Beirut 1982: Arafat verwandelte einen demütigenden Rückzug aus Beirut in einen politischen Sieg, indem er betonte, dass die Israelis 88 Tage benötigten um ihn zu besiegen, weit länger, als sie für den Sieg über andere arabische Streitkräfte brauchten.

Heute erinnert man sich an diese Ereignisse als glorreiche Siege. Die Hamas erzählte z.B. ein paar Jahre später, dass die Palästinenser 1982 Israel „demütigten“ und „seine Entschlossenheit brachen“.

Was erklärt aber dieses überraschende Muster? Drei Aspekte des muslimischen Lebens helfen, das aufzuklären.

 

  • Ehre hat monumentale Bedeutung; sie zu erhalten bedeutet mehr, als wirklich etwas zu erreichen. Hussein Sumaida, ein Exil-Iraker, erklärt Saddams Motive dafür, dass er sich 1991 gegen den Großteil der Welt stellte: „Sieg oder Niederlage spielten keine Rolle. Wichtig war, eine gute Show zu liefern und die Herzen der glühenden arabischen Welt zu gewinnen.“
  • Fatalismus bietet muslimischen Herrschern eine Möglichkeit, keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Es war alles eine Frage des Schicksals, was konnten wir schon tun? As’ad Abu Khalil von der California State University stellt fest, dass arabische Führer in Zeiten der Niederlage typischerweise die Haltung übernehmen, dass „Menschen keinerlei Einfluss oder Auswirkungen auf ihre Taten oder Pflichten haben. Nur Gott handelt.“ Sich auf diese „Unvermeidbarkeit des Schicksals“ zu berufen entledigt die arabischen Regime und Armeen ihrer Verantwortung. Dieses Muster, merkt er korrekt an, „ist so typisch geworden, dass man es voraussehen kann“.
  • Verschwörungstheorien dominieren derart, dass bei jeder Konfrontation mit dem Westen (einschließlich Israels) angenommen wird, dass der Westen dadurch die Herrscher vernichten und ihre Länder erobern will. Die Ägypter glauben z.B. weitgehend, dass die britischen und französischen Regierungen 1956 planten Nasser zu eliminieren und Ägypten zu besetzen. Als diese vernichtenden Folgen nicht eintraten, kam sein bloßes Überleben einem überwältigenden Sieg gleich.

Einen Feind auf dem Schlachtfeld zu schlagen, ist nicht genug, um im Nahen Osten zu gewinnen; der Herrscher und sein Regime muss ebenfalls eliminiert werden. Die politischen Auswirkungen für den Irak sind offensichtlich.

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Ergänzungen:

28. August 2006: Hassan Nasrallahs Starstatus im Nahen Osten, nachdem er nach allen objektiven Maßstäben den Krieg mit Israel verloren hat, passt genau in dieses Muster. Lee Smith stellt die Kontinuitäten in „The Real Losers: Hezbollah’s Hassan Nasrallah admits that the war was a mistake“ heraus. (Die wahren Verlierer: Hisbollahs Hassan Nasrallah gesteht ein, dass der Krieg ein Fehler war.)

19. November 2012: Barry Rubin führt in „The Israel-Hamas War and the Suicide Strateby: How Arab Forces Expect to be Weak, Start Losing Wars and Still Hope to Win” (Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah und die Selbstmordstrategie: Wie arabische Streitkräfte erwarten schwach zu sein, beginnen Kriege zu verlieren und immer noch hoffen zu gewinnen) ähnliche Punkte wie die meinen an. Was er die „Selbstmordstrategie“ nennt, beinhaltet, dass ein Führer denkt: „Ich werde einen Krieg anfangen, den ich nicht gewinnen kann, um eine Situation zu schaffen, in der die andere Seite meine Infrastruktur zerstört und mein Volk tötet. Dann werde ich militärisch verlieren, aber die Schlacht gewinnen. Wie?“ Rubin listet dann drei Elemente auf:

  • Ich tötet ein paar Leute der anderen Seite und füge ihr etwas Schaden zu. Da sie schwächer und weniger mutig sind als ich, werden sie aufgeben. Je länger der Krieg dauert, desto wahrscheinlicher werden sie nach einer Ausstiegsmöglichkeit suchen, selbst wenn dazu gehört, dass sie viele Zugeständnisse zu machen. Terrorismus gegen ihre Zivilisten einzusetzen verstärkt diese Taktik.
  • Mit dem Leiden und der Vergrößerung des Leidens durch Nutzung allgemein verständnisvoller westlicher Medien werde ich dafür sorgen, dass die andere Seite Mitleid mit mir hat und sich gegen die eigenen Führungspolitiker stellt, die dann als herrisch, blutrünstig und imperialistisch hingestellt werden.
  • Das Gespenst von Krieg, Leiden und besonders zivilen Opfern wird die „internationale Gemeinschaft“ dazu bringen Druck auf meine Gegner auszuüben, damit sie klein beigeben, den Kampf beenden (selbst wenn ich ihn auf niedrigerer Ebene weiterführe), mich überleben lassen und mir Vorteile verschaffen.

Während diese Strategie „oft gegen westliche Gegner oder Israel funktioniert hat“, vermerkt Rubin, „wird sie gegen andere Araber oder den Iran nicht funktionieren, denn für diesen Kräfte könnte nichts gleichgültiger sein als wie viel Schaden und wie viele zivile Opfer sie verursachen“.

Feiern eines vorgetäuschten Hamas-Sieges

November 2012: Die Israelischen Verteidigungskräfte mögen viele der Hamas-Führer exekutiert, ihre Infrastruktur zerschlagen und den Gazastreifen ins Schwanken gebracht haben, aber – wie man es von ihr kennt – hat die Hamas am Tag nach Inkrafttreten eines Waffenstillstands einen Feiertag ausgerufen. Nicht nur das, sondern sie hat den 22. November zu einem Tag erklärt, der fortan jedes begangen werden soll: „Wir fordern jedermann auf zu feiern, Familien von Märtyrern, die Verwundeten und die, die Häuser verloren haben zu besuchen.“ Die Feierei war derart ernst, dass ein Mensch von Schüssen in die Luft getötet und drei verletzt wurden.

Der offizielle Fatah-Vertreter Bassam Zakrneh fordert auf seiner Facebookseite: „Meine Brüder, wenn der Tod von 163 Märtyrern, einschließlich des Führers Ahmed Jabari, mit Tausenden Verletzten und der Zerstörung aller [Regierungs-] Institutionen als Sieg betrachtet wird, was um Gottes Willen ist dann eine Niederlage?“

  1. Juli 2014: Ich betrachte dieses Thema einmal mehr in „Warum will die Hamas Krieg?“ Der Schlüsselabschnitt:

Die Hamas-Führer agieren recht rational. Regelmäßig (2006, 2008, 2012) entscheiden sie sich Krieg gegen Israel zu führen, im vollen Bewusstsein, dass sie diesen auf dem militärischen Schlachtfeld verlieren, aber in der Erwartung, dass sie auf der politischen Ebene gewinnen werden. Israelische Führungspolitiker nehmen umgekehrt an, dass sie militärisch gewinnen, aber politisch eine Niederlage einstecken werden – schlechte Presse, Resolutionen der Vereinten Nationen und so weiter.

11. September 2014: Der ägyptische Analytiker Abdel-Moneim Said nimmt dieses Thema in „Victory and defeat“ (Sieg und Niederlage) auf. Er beginnt mit der Erinnerung an seine Zeit bei einer Studentenzeitung nach dem furchtbaren ägyptischen Verlust im Sechstage-Krieg: „Zu meiner großen Überraschung stellte ich fest, dass eine ganze Menge meiner Kollegen bei dieser Zeitung glaubten, wir hätten den Krieg von 1967 gewonnen!“ Wie konnte das sein?

Die Logik sah so aus: Der Zweck der israelisch-amerikanischen Aggression bestand darin den ruhmreichen Präsidenten und das sozialistische System in Ägypten zu stürzen, da aber der Präsident immer noch an der Macht ist, nachdem das Volk ihn mit Massendemonstrationen unterstützte und seiner weisen Führung am 9. und 1. Juni und angesichts dessen, dass das sozialistische System immer noch bestand, hatte der Feind seine Ziele nicht erreicht. Also hatten wir gewonnen!“

Leider, fährt er fort, „blieb die oben beschriebene allgemeine Linie unverändert und viele arabische Revolutionskräfte nutzen sie weiterhin“. Said bietet liefert Beispiele:

Nach dem Krieg zur Befreiung von Kuwait entschied der irakische Präsident Saddam Hussein, er habe „die Mutter aller Schlachten“ gewonnen. Immerhin bestand das Ziel des Krieges darin ihn und sein Regime zu stürzen. Da er und sein Regime immer noch da waren, waren er und sein Regime siegereich [aus dem Krieg] hervorgegangen. …

Scheik Hassan Nasrallah wandte dieselbe Logik auf den Krieg zwischen dem Libanon und Israel im Sommer 2006 an. Solange er persönlich und seine Gruppe Hisbollah überlebten, konnte er uneingeschränkten Krieg geltend machen.

Selbst Präsident Bashar al-Assad glaubt, er könne sich zum Sieger erklären, bevor die Schlacht auch nur zu Ende ist. Befindet er nicht immer noch mit seiner Partei, seiner Clique und seinem Clan dort im Herzen Syriens?

Dann wendet er diese Logik auf die Kämpfe vom Juli/August 2014 zwischen der Hamas und Israel an:

Wenn eine Seite 2.100 Tote hat, tausende weitere Verletzte, ein Großteil ihrer zivilen Infrastruktur und ihre Tunnel zerstört werden und ein beträchtlicher Teil ihrer militärischen Kapazitäten dezimiert werden, weil die qualifizierten Kommandeure dafür getötet wurden, während die andere Seite 72 Tote und zwei Verwundete als Verluste hat und bei den Störungen durch Hunderte, die von Zeit zu Zeit in Bunkern Zuflucht suchen mussten, dann können die Ergebnisse des jüngsten Kriegs im Gazastreifen kaum als palästinensischer Sieg gutgeschrieben werdne. Dennoch haben Hamasführer In Übereinstimmung mit der erwähnten Logik ihren Sieg proklamiert.

Es herrscht die Meinung, dass das israelische Ziel war die Hamas zu eliminieren und das Schießen von Flugkörpern zu beenden. Daher sollten die Palästinenser, solange sowohl die Hamas als auch die Flugkörper weiter existieren, angesichts dieses dröhnenden Sieges jubeln. Natürlich zog niemand auch nur ein einziges palästinensisches Ziel in Betracht, das mit der Befreiung der besetzten Gebiete (wofür, sollte man annehmen, es Waffen, Flugkörper und Tunnel gibt) zu tun hat. Die Frage, ob die Schlacht der Befreiung auch nur eines einzigen Quadratmeters des besetzten Landes gewonnen wurde, ist nicht aufgebracht worden.

Wir feierten den Sieg, weil der Feind es nicht schaffte seine Ziele zu erreichen, wie wir sie definiert haben. Was unsere Ziele angeht, wurde es von Anfang an als selbstverständlich angesehen, dass sie nicht in unserer Gleichungen von Krieg und Frieden eingehen würden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18. – 24. Juni 2017)

Sonntag, 18. Juni 2017:

PA und PLO lassen wissen: Die „Löhne“ an die Terrorhäftlinge werden weitergehen; das Thema unterliegt nicht den Erpressungen von USA und Israel.

Ein Hamas-Sprecher wies zurück, dass der IS den Anschlag auf die Grenzpolizisten in Jerusalem für sich reklamiert. Er sagte, zwei der Terroristen seien Mitglieder der PFLP, einer der Hamas gewesen.

6 Araber aus „Ost“-Jerusalem werden verdächtigt in der Altstadt „aus nationalistischen Gründen“ Brände gelegt zu haben.

Die PA droht, sie würde wegen „Piraterie“ vor den Internationalen Strafgerichtshof ziehen, wenn Israel die Zahlungen an die Terroristen von den Überweisungen an die PA abzieht.

Zwei Araber aus Nordjerusalem wurden letzte Woche festgenommen; die Polizei hatte in ihren Häusern 2 gestohlene Autos, 1 gestohlenes Motorrad und jede Menge gestohlenen Schmuck sowie Drogen gefunden.

Montag, 19.Juni 2017:

WAFA, die PA-Nachrichtenagentur, beschwert sich und beklagt, dass Israel den Zugang zum Tempelberg für Männer auf solche über 40 Jahren beschränkte. Wer soll denn noch alles kommen? Da waren am Freitag 300.000 Menschen für die Ramadan-Gebete!

Israelische Parlamentarier haben einen Gesetzesentwurf formuliert, mit dem Terroristen und ihren Familien die israelische Staatsbürgerschaft aberkannt werden soll. Sie werden die Chance bekommen ihre Unschuld zu beweisen und ihren Status zu behalten.

Die britische Organisation HALO Trust begann am Sonntag ein Minenfeld bei Jenin zu räumen. Das „Palestine Information Center“ behauptet, darin hätten mehrere Menschen ihr Leben verloren, andere schwere Verletzungen erlitten und das Minenfeld sei „seit 1967 dort“ – womit gesagt werden soll, dass Israel es gelegt habe. In Wirklichkeit wurde es von den Jordaniern vor 1967 gelegt; außerdem sind Auslands-Organisationen nicht autorisiert IDF-Minenfelder zu räumen.

Der stellvertretende Hamas-Führer Khalil Al-Hayya sagte am Sonntag, dass seine Gruppe nicht an einer Eskalation mit Israel interessiert sei. Er glaubt nicht, dass die Energiekrise zu einem Krieg mit Israel führen wird. (Israel wird auf Veranlassung der PA die Stromlieferungen in den Gazastreifen drosseln.)

Nachdem gestern Araber jüdische Besucher des Tempelbergs angriffen, blieb dieser heute für Juden geschlossen.

Die PA hat in Jenin einen Platz nach Khaled Nazzal benannt, der 1974 das Massaker in der Schule von Ma’alot plante; damals wurden 26 Israelis ermordet, 22 davon Schulkinder. Nazzal war auch der Planer weiterer Terrormorde an jüdischen Geiseln.

Die PA versucht bei der UNESCO das Patriarchengrab und die Altstadt von Hebron zu Weltkulturerbe-Stätten erklären zu lassen. Natürlich als ausschließlich muslimische Stätte, an der die Juden keine Rechte haben…

Dienstag, 20. Juni 2017:

Kindergarten-Abschlussfeier im Gazastreifen: Terroranschläge üben, Judenmord vorgeführt, Mordlust-Gesänge gegen Juden in Israel. „Ich werde dich mit Salz essen, Zionist, denn so schmeckst du am besten. Ja, ich rede mit dir: Ich habe dir den Tod gekocht.“

Sowohl WAFA als auch Ma’an „berichten“ über die Reduzierung der Stromlieferungen an den Gazastreifen, dass die Hamas Israel voll verantwortlich dafür macht. Und natürlich ohne etwas davon zu erwähnen, dass die PA dazu aufgefordert hat.

Hassan Abed Rabo von der PA rechtfertigte die Zahlungen an die Terrorhäftlinge: Die seien auch nichts anderes als Sozialleistungen an Israelis bzw. deren Familien, die an Morden oder Mordversuchen beteiligt waren. (Was mehr als lächerlich ist, da sie wegen Mord an die Terroristen gehen, enorm hoch sind und anderen Straftätern nicht gezahlt werden, während die Israelis das als Sozialhilfe an Bedürftige zahlen.)

Jetzt rangelt auch noch die Fatah um die Mörder vom Damaskustor: Sie behauptet, einer der Täter sei einer von ihnen. (Dann haben wir also inzwischen einen ganzen Haufen Terrorgruppen, die dem Islamischen Staat die Rolle bei dem Mord an der Grenzpolizistein Hadas Malka streitig machen.)

Donnerstag, 22.06.2017:

Ein 21-jähriger Araber aus „Ost“-Jerusalem wurde letzte Woche festgenommen; er hatte wegen Terroraktivitäten schon 8 Monate im Gefängnis verbracht und wurde jetzt erneut verhaftet, weil er diese wieder aufgenommen hatte.

Die Hisbollah hat Beobachtungsposten an der Grenze zu Israel eingerichtet – die als Posten einer Landwirtschafts-NGO getarnt sind; diese wird von der Hisbollah finanziert und agiert ausschließlich für die Terrorgruppe.

Freitag, 23.06.2017:

Saeb Erekat lügt wieder rum: Laut seiner Aussage hetzt Israel, glorifiziert Terror (beides sei eine „lange bestehende Politik dieser extremistischen Regierung“) und nutzt erfundene Vorwürfe palästinensischer Austachelung, um die Aufmerksamkeit von Friedensprozess abzulenken.

Anscheinend gab es jetzt doch mal genug Druck: Das Denkmal für den DFLP-Terroristen, der das Ma’alot-Massaker von 1974 verantwortlich war, wurde abgebaut. (Der Platz in Jenin trägt weiter seinen Namen.) Die DFLP protestierte heftig.

Die UNO bestreitet, dass die Hisbollah landwirtschaftliche NGOs zur Spionage an der israelischen Grenze einrichtet.

Hassan Nasrallah warnte Israel vor einem Angriff auf den Libanon oder Syrien; es stünden Hunderttausende bereit Israel zu bekämpfen.

Samstag, 24.06.2017:

Das Denkmal für den Terroristen wurde an dem Platz über Nacht wieder aufgestellt, von dem es gestern abgebaut worden war.

Massenparaden in Gaza zum Al-Quds-Tag: Die Teilnehmer forderten „Juden raus aus Palästina“ – „Verschwindet aus unserem Land und unseren heiligen Stätten, aus der Al-Aqsa-Moschee, denn wird kommen und mit uns alle Organisationen, die unseren Kampf unterstützen.“

Zeit zuzuhören

A TIME TO SPEAK, Jahrgang II, Nr. 24, Dezember 2002- Heschvan/Kislev 5763 (nicht mehr online)

Spezial: „Zehn schlechte Gründe für einen palästinensischen Staat“, das ursprünglich Teil der Ausgabe 10 (vom Oktober 2001) war, wurde ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht. Es ist nun auf der Internetseite als separater Eintrag unter dem Titel „Zwölf schlechte Argumente für einen palästinensischen Staat“ zu finden.

“Sie spotten und planen Böses. Aus ihrer Höhe planen sie Falsches zu tun.“
Psalm 73,8

„Manchmal ist es die vordringlichste Aufgabe des Intelligenten, das Offensichtliche zu sagen.“
George Orwell

Es gibt derzeit einen populären Expertenspruch: „Der Nil ist gar kein Fluss in Ägypten“. (Ein Wortspiel: „Denial ain’t just a river in Egypt“, wobei „denial“ auch für „the Nile“ steht, während es eigentlich „Verleugnung“ bedeutet). Dieser kann gut auf all jene angewendet werden, die den Frieden im Nahen Osten dadurch erreichen wollen, dass sie Abgesandte losschicken, Shuttle-Diplomatie betreiben, Pläne entwerfen, Zeitpläne aufstellen, über Resolutionen debattieren, Konferenzen abhalten, Gastfreundschaft an Terroristen verschwenden oder als Solisten, Chor oder Claqueur in einem schlechten Quartett auftreten.

„Leugnung“ ist die Selbsttäuschung oder der Vorwand, dass Frieden dadurch erreicht werden kann, dass man Israel zwingt den arabischen Forderungen nach Territorium, Grenzen, Siedlungen, Rückzügen, Flüchtlingen und allem anderen, das ihnen einfällt, nachzugeben.

Für diejenigen, die bereit sind zuzuhören, machen die Araber selbst so deutlich wie möglich, dass

1) das „Problem“ darin besteht, dass Israel überhaupt existiert,

2) die einzige Lösung die ist, dass Israel zu existieren aufhört, alles Land den Arabern gehören sollte und alle Juden abgeschlachtet, ausgewiesen oder unterjocht werden.

Sie verbreiten diese Botschaft selbst, aber die bekannten Nachrichten-Medien sind nicht geneigt sie weiter zu verbreiten. Diejenigen, die bereit sind zu hören, können jedoch die Botschaft finden. Sie ist so klar und unzweideutig, dass die, die sie ignorieren,

1) sich nicht darum bemühen die grundlegendsten Tatsachen zu erfahren oder

2) nicht begreifen, dass ihre Ideen für Israel tödlich sind oder

3) sich der Wirklichkeit verweigern, um diese Erkenntnis zu vermeiden oder

4) beabsichtigen, dass ihre Konzepte Israel vernichten.

Die Europäische Union und die UNO geben durch ihre eigenen Berichte Zeugnis davon, dass für sie wohl die Erklärung Nr. 3 gilt, da sie durch unbarmherzige Schmähungen, Verleumdungen und Verunglimpfungen Israel als lebensunwürdig darstellen.
* * * * *

„Frieden für uns bedeutet die Vernichtung Israels, nichts anderes.“
Yassir Arafat

„Wir kämpfen nicht, damit ihr uns etwas anbietet. Wir kämpfen, damit ihr ausgelöscht werdet.“
Hassan Massawi, Hisbollah

„Wir werden mit den Schädeln der Söhne Zions [d.h. der Juden] eine Brücke in den Himmel bauen.“
Hamas-Internetseite, Dezember 2002

„Nehmt einigen Leuten den Hass weg und ihr habt Leute ohne Glauben.“
Eric Hofer

Der Journalist Ehud Ya’ari denkt über die Bedeutung der Judeophobie in der populären Unterhaltungsindustrie nach, zu lesen in „The Jerusalem Report“ vom 16. Dezember 2002:

„Reiter ohne Pferd“, der von 14 arabischen Fernsehstationen ausgestrahlte ägyptische Fernseh-Hit, ist nicht die einzige antisemitische Produktion, die jeden Abend während des Ramadan diesen Jahres über die Bildschirme galoppiert… Antisemitismus ist das letzte Wort in der arabischen Unterhaltungsindustrie geworden.

Al-Manar, die aus dem Libanon sendende Fernsehstation der Hisbollah, lässt Dr. Ghazi Hussein reden, der im Studio sitzt und kenntnisreich die typischen Charakteristika der Juden definiert, darunter „Lüge, Verrat und Habgier“… Die Werbung für das Programm schließt Videoclips ein, die versprechen, dass „Israel ausradiert wird“ – mit den entsprechenden Bildern zur Illustration.

Das syrische Fernsehen bringt eine eigen-produzierte dramatische Serie, „Der Zusammenbruch der Legenden“. Ihre zentrale Aussage ist, dass es keine archäologischen Belege gibt, die die Geschichten des Alten Testaments bestätigen; dass die uns heilige Torah nichts als eine Fälschung ist, die von den Rabbinern erstellt wurde; dass sie keine Verbindung zu den Zehn Geboten habe, sondern eine Verfälschung der Geschichte ist, die den Juden einen Anspruch auf das Land Israel verschaffen soll.

… Das palästinensische Fernsehen sendet eine Dokumentationsreihe mit einem einzigen Ziel: den „Mythos“ zu widerlegen, dass je ein jüdischer Tempel in Jerusalem stand und jeden historischen Verweis auf diese Behauptung als einen Akt der Täuschung darzustellen. Die Botschaft lautet, die Juden hätten in der Heiligen Stadt nichts zu suchen.

In der ägyptischen Serie… sehen die Juden aus, als seien sie gerade dem „Stürmer“ entsprungen und benehmen sich wie des Teufels Advokat, intrigieren, sähen Korruption und drücken generell alles aus, was es zur Menschheit an Ekligem gibt.

Die unvermeidliche Folge ist, dass eine bedeutende Anzahl, wenn auch längst nicht alle Mitglieder der jüngeren Generation der arabischen Künstler… freiwillig ihre Dienste angeboten haben, um diese Botschaft zu schärfen und stilistisch zu bearbeiten…: dass es keine Möglichkeit gibt mit den Juden Frieden zu schließen – nicht wegen irgendeiner politischen Auseinandersetzung oder eines Zusammenstoßes über Territorium, sondern weil diese Nation a priori nicht zur menschlichen Rasse gezählt werden kann. [Hervorhebung hinzugefügt] Die jüdische Religion ist eine große, fortgesetzte Lüge und die jüdische Geschichte ist die Frucht einer beständigen Verdrehung der Vergangenheit. Weiterhin bilden die Juden für den Rest der Welt auch in der Zukunft eine Bedrohung.

Seit einiger Zeit frage ich mich mit einigen Kollegen, die ihr Ohr tagtäglich den Stimmen widmen, die von der anderen Seite kommen: Wohin führt diese Kampagne? Immerhin geht es hier nicht um den Rückzug aus den Gebieten oder darum, den palästinensischen Flüchtlingen ein „Rückkehrrecht“ einzuräumen. Es ist vielmehr eine weit gehende, gefährliche Begründung, die die Rechtfertigung einer Massenexilierung der Juden aus Israel liefert – „ethnische Säuberung“ in heutigem Sprachgebrauch; und darüber hinaus gehend baut man eine Rechtfertigung für Völkermord auf!
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Juden, die in muslimischen Gesellschaften lebten, wurden von Anfang an dem untergeordneten Status des „Dhimmi“ unterworfen, verbunden mit raffinierter Unterdrückung und Erniedrigung. Dazu gehörten u.a.

– der Zwang, eine ungeheure Kopfsteuer zu zahlen
– die Verweigerung von juristischen und Bürgerrechten
– der Zwang, eine besonderes Kennzeichen zu tragen
– der Zwang, ein „Teufelszeichen“ an ihren Türen zu haben
– der Zwang, die härtesten Arbeiten zu tun
– sie konnten jederzeit entführt und versklavt werden
– das Verbot in einem zweistöckigen Haus zu wohnen, damit sie sich nicht „über“ Moslems auf der Straße befinden konnten
– das Verbot Schuhe zu tragen
– das Verbot auf Pferden zu reiten
– das Verbot im Regen zu gehen, der ihre Verschmutzung auf einen Muslim spritzen könnte

Heute erlebt die arabische Welt, wie die verabscheuten und verachteten Juden einen Staat in ihrer Mitte schaffen, der – trotz all seiner Fehler und Unzulänglichkeiten – frei, lebhaft und blühend ist. Die arabische Welt hat alles versucht, diesen Staat zu zerstören: Kriege, Terrorismus, Blockaden, Boykotte, Propaganda – und trotz der Überlegenheit an Menschen, Ressourcen und Geld ist es ihnen nicht gelungen.

Ein solch althergebrachter und gepflegter Hass, verschlimmert durch diesen Frust, kann durch keine Konzession oder Belohnung gelindert werden, die Israel am Leben lässt.

Sich etwas anderes einzubilden, ist Verleugnung. Etwas anderes zu behaupten, ist Betrug.

Einige der Wurzeln des arabischen Hasses gegen die Juden und Israel werden in Auszügen aus „Arab Muslim Antisemitism“ (Arabisch-muslimischer Antisemitismus) von Andrew G. Bostom im FrontPage Magazine.com vom 25. November 2002 aufgezeigt:

Für die Freunde der Wahrheit ist es eine Pflicht, sich an die vorausgegangene Geschichte zu erinnern, als arabische Sprecher und PLO-Apologeten versuchten den Terrorismus gegen Juden in Israel „in Zusammenhang“ zu bringen und „die israelische Besatzung von 1967“ dafür verantwortlich zu machen. Diese Gewalt begann nicht 1967, noch nicht einmal infolge der Gründung Israels 1948; sie war nie durch geographische Grenzen beschränkt; und ihre Quelle ist nicht politischer Natur.

Wie eine vom PA-Fernsehen gesendete Freitagspredigt aus dem letzten Jahr erklärte: „Gesegnet seien die, die eine Kugel in den Kopf eines Juden schießen… den Feinden Allahs, der im Koran verfluchten Nation, die der Koran als Affen und Schweine bezeichnet…“

Es gab auch eine Zukunftsbotschaft in den Worten des von der PA ernannten Geistlichen: „Allah möge machen, dass die Muslime über die Juden herrschen. Wir werden sie in Hadera in die Luft jagen, wir werden sie in Tel Aviv und in Netanya in die Luft jagen… Wir werden Jerusalem als Eroberer betreten und Jaffa als Eroberer und Haifa als Eroberer und Aschkelon als Eroberer…“ In Bezugnahme auf ein Hadith (eine mündliche muslimische Tradition, die Mohammed und seinen Jüngern zugeschrieben wird) sagt der Prediger, dass die Natur selbst den Muslimen bei ihrer Verfolgung der Juden zu Hilfe kommen wird: „…bis die Juden sich hinter Bäumen und Steinen verstecken werden und der Baum oder Stein wird sagen: ‚Muslim! Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir.’“ [HE: Dem Satz folgt dann in anderen „Predigten“ immer noch: „Komm und töte ihn!“]

[Dr. Bostom erklärt, wie der Mann, den die Briten als geistliches Oberhaupt der palästinensischen Muslime ernannten, fast eine halbe Million Juden auf einen Schlag tötete:]

Hadsch Amin al-Husseini wurde vom britischen Hochkommissariat im Mai 1921 zum Mufti von Jerusalem ernannt… Während der Hezte, die zu der arabischen Revolte von 1929 in Palästina führte, rief er zur Bekämpfung und Abschlachtung „der Juden“ auf – nicht nur der Zionisten. Tatsächlich waren die meisten jüdischen Opfer des arabischen Aufstands von 1929 Juden aus den Jahrhunderte alten „Dhimmi“-Gemeinden (z.B. in Hebron)…

Mit dem Aufstieg des Nazi-Regimes in den 1930-ern intensivierten der Mufti und seine Clique ihre antsemitischen Aktivitäten, um sich Unterstützung von Hitlerdeutschland, bosnischen Muslimen und allgemein der arabischen Welt für den „Jihad“ zur Auslöschung der Juden Palästinas zu sichern…

Er verbrachte den Rest des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und Italien. Aus dieser Zufluchtsstätte sorgte er für aktive Unterstützung der Deutschen, indem er bosnische Muslime und zusätzlich muslimische Minderheiten aus dem Kaukasus für besondere SS-Einheiten rekrutierte. Er wies sie an: „Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet. Das gefällt Allah und der Religion.“

Sein gnadenloses Einreden auf deutsche, rumänische und ungarische Regierungsbeamte verursachte die Rücknahme von schätzungsweise 480.000 Ausreisegenehmigungen, die Juden bereits gewährt worden waren… Das Ergebnis davon war, dass diese Unglücklichen in die polnischen Konzentrationslager deportiert wurden. Ein 1947 der UN-Vollversammlung vorgelegtes Dokument beinhaltet den Brief des Muftis an den ungarischen Außenminister vom 28. Juni 1943 mit der Forderung der Deportation der ungarischen Juden nach Polen; er enthält diese heftige, aussagekräftige Randnotiz: „Als Konsequenz dieser Forderung wurden 400.000 Juden anschließend getötet.“…

Der angesehene Journalist und Schriftsteller David Pryce-Jones hellt den herausragenden Status des Antisemitismus im bitteren Vermächtnis des Muftis auf: „Sein Hass auf die Juden war instinktiv, stammesbedingt; er wünschte sie niederzumähen, ihnen ins Gesicht zu sagen: ‚Nichts als das Schwert wird die Zukunft dieses Landes entscheiden.’ Dass sich das unter Elend und Ruin bewahrheitete, ist Hadsch Amins Denkmal für die Nachwelt.“

Pryce-Jones Einblicke unterstreichen den immensen Einfluss der persönlichen Überzeugungen des Mufti und der Hass erfüllten Botschaften auf die Entwicklung der arabischen und palästinensischen Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Es ist unbestreitbar, dass der bösartige Antisemitismus des Mufti die arabische Politik gegenüber Israel weiter beeinflusst. Es ist nicht überraschend, dass Yassir Arafat, seit er 16 alt war, für den Mufti arbeitete und terroristische Aktionen durchführte. Arafat betrachtet den Mufti immer noch als seinen wichtigsten spirituellen und polistischen Mentor.“
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Wir hofften, es sollte Friede werden, aber es kommt nichts Gutes; wir hofften, wir sollten heil werden, aber siehe, es ist Schrecken da
Jeremia 8,15

„Dieser ungerechte Staat Israel wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat USA wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat Großbritannien wird ausradiert werden.“
offizielle Predigt in einer PLO-Moschee

In einem Interview mit dem PLO-Fernsehen erzählt die Mutter zweier Terror-Bomber der jüngsten Vergangenheit von ihrer Pilgerreise nach Mekka und ihren dortigen Gebeten. Ihre Gefühle werden so oft von anderen Eltern wiederholt, dass sie nicht als selten oder als Verirrung betrachtet werden können. Der Bericht stammt von Palestinian Media Watch, 12. Dezember 2002:

[Mein zweiter Sohn] wurde Shahid [Selbstmord-Bomber], als er 20 Jahre alt war. Bevor ich meine Pilgerreise [nach Mekka] machte, legte er seine Hände auf meinen Kopf und sagte: „Sei ruhig, Mutter, sei ruhig, das ist mein Wunsch. Bete für mich, dass ich ein Shahid sein werde [für Allah sterbe].“ Als ich die Runde in Mekka und Medina ging, schwor ich Allah, dass ich für ihn betete … und sagte: „Preis sei Allah, meine Kinder wollen Märtyrer sein und das ist ein besserer Tod als wir ihn haben werden, wenn wir sterben. Ihr Tod ist für Allah, Tod für unser Land, Tod für unser Jerusalem.

Ich haben einen Wunsch für alle israelischen Mütter, für alle Israelis: Sie sollen sich nicht erholen können, sie sollen nicht friedlich schlafen können, sie sollen immer Albträume haben, Tag und Nacht, wohin immer sie gehen und was immer sie tun… nicht nur wegen Bomben und Anschlägen, sondern Albträume Tag und Nacht. Sie sollen davon träumen, wie das palästinensische Volk sie tötet und sie in die Luft jagt. Sie sollen nicht entspannen und nicht schlafen können. Nicht sie und nicht ihre Söhne, nicht ihre Kinder, auch nicht die israelische Armee. Die sollen nicht in der Lage sein mit dem Bus zu reisen, keinen Panzer fahren, nicht einmal mit dem Fahrrad fahren können. Wo immer sie sich hin wenden, die Israelis sollten [jemanden] sehen und sagen: „Vielleicht ist das ein Palästinenser.“ …

Kein Israeli, wer auch immer, sollte in Ruhe leben können. Selbst in ihrem Schlaf werden sie Albträume haben. Wir werden sie Tag und Nacht in die Luft jagen, wo immer sie hin gehen. Und ich als die Mutter zweier Märtyrer, wenn ich Israelis sehe, dann werde ich mich unter ihnen in die Luft sprengen.“

Der Kommentar des Interviewers: „Natürlich sind wir immer sehr stolz auf alle unsere Märtyrer.“

Hassa Nasrallah, Hisbollah-Chef, am 15. November 2002 (von MEMRI übersetzt):

Wir betrachten Amerika als einen Feind der islamischen Nation, haben aber bisher noch keine direkten militärische Aktionen durchgeführt.

Die Nation hat den Gebrauch von Selbstmordanschlägen aufgenommen, ohne den Akt des Selbstmords ist der Kampf bedeutungslos. Die amerikanische Regierung und die Experten in Amerika und Israel wie auch die Generale waren nicht in der Lage, das Konzept des Selbstmords und die Waffen der Selbstmordangriffe zu eliminieren.

… Wir müssen dafür arbeiten, das Konzept des Todes für die Verwirklichung von Allahs Weg wie auch den Akt des Selbstmords in der [islamischen] Nation zu verbreiten um unser Land zu beschützen.“

Aus einer offiziellen Predigt in einer PLO-Moschee, die vom PLO-Fernsehen gesendet wurde. Der Bericht stammt von PMW (Palestinian Media Watch) vom 11. Dezember 2002:

Preis sei Allah, der [die Juden] verflucht hat, die Brüder von Affen und Schweinen, mit einem Strom von Flüchen, der weiter gehen wird, bis die Toten auferstehen. Er hat uns vor ihrer Bösartigkeit und ihrer Arroganz gewarnt… Die Juden sind Juden und uns ist es verboten ihre Charakterzüge auch nur einen Augenblick zu vergessen…

O [muslimische] Diener Allahs! … Wir sind die Gläubigen der Wahrheit und im wahren Glauben. Allah liebt die, die für ihn kämpfen. Allah sagt zu den Juden und den Götzenverehrern: „Euer Gott hat erklärt, dass er bis zur Wiederauferstehung mit Sicherheit gegen sie [die Juden] alle [Araber und Muslime] schicken wird, die sie mit furchtbare Qualen betrüben werden.

… Mohammed warnte uns strengstens vor ihnen. Er sagte, nachdem er sie aus Arabien vertrieben hatte, … dass [Muslime] die mit der Wahrheit sind und die Juden nur Falschheit haben.“
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Seit Beginn des „Olso-Friedensprozesses“ haben PLO-Führer zugegeben, dass dieser ein Trick ist, geschaffen um Israel für den letzten, Tod bringenden Schlag zu schwächen [vgl. Ausgabe 4]. Die PLO hat nie ihre Charta geändert, die immer noch als Grund ihrer Existenz die Zerstörung Israels definiert. Nun wollen einige Meinungsmacher im PLO-Land den Vorwand fallen lassen, dass die PLO eine Koexistenz mit Israel anstrebt. Auszüge aus dem Bericht von Khaled Abu Toameh aus der „Jerusalem Post“ vom 15. Dezember 2002:

Rund 70 prominente palästinensische Personen haben eine Petition unterzeichnet, die die Autonomiebehörde aufruft, die Oslo-Vereinbarungen zu aufzuheben.

Dies ist das erste Mal, dass eine so große Gruppe weithin respektierter und einflussreicher Palästinenser eine solche öffentlichte Forderung nach Abschaffung der Oslo-Vereinbarungen und zur „Option des Widerstands“ gegen Israel veröffentlicht hat.

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören Mitglieder des Palästinensischen Legislativrats und des palästinensischen Nationalrats, wie auch Universitäts-Lehrer, Akademiker, Juristen, frühere Bürgermeister, Ärzte, politische Aktivisten, Arbeiter, Mitglieder der Studentenverbindungen und Geschäftsleute.

„… Wir rufen die arabischen Staaten und ihre Führungen auf, vornehmlich die Autonomiebehörde, die Oslo-Vereinbarungen zurückzuweisen“, heißt es in der Petition… Wir rufen auch zur Zurückweisung separater und bilateraler Vereinbarungen auf, die uns gegen unseren Willen zur Befreiung und [gegen] die arabische Solidarität aufgedrängt werden.“

Die Petition beschwört die PA den Schaden zu reparieren, der aus den Oslo-Vereinbarungen entstanden ist und „den nationalen Willen zum Widerstand zu vereinigen“.
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Der saudische Innenminister, Prinz Nayef Ibn Abd Al-Aziz, behauptet, dass „die Zionisten“ hinter dem Terrorismus des 11. September stecken. Aus einem Interview mit einer kuwaitischen Zeitung, wie MEMRI am 3. Dezember 2002 berichtete:

Prinzi Nayef betonte, dass die Beziehungen zwischen der saudischen und der US-Regierung stark sind, trotz der zionistisch kontrollierten Medien, die die Vorfälle des 11. September manipulierten und die öffentliche Meinung in den USA gegen die Araber und den Islam richtete. Prinz Nayef sagte: „Wir setzen große Fragezeichen und fragen, wer die Ereignisse des 11. September beging und wer vo ihnen profitierte. Wer profitierte von dem Geschehen am 11.9.? Ich denke, sie [die Zioinisten] stecken hinter diesen Ereignissen.“…
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Die IDF (Israel Defense Forces – israelische Verteidigungskräfte) zahlt Entschädigungen an palästinensische Araber, denen sie – auch unabsichtlich – Schaden zugefügt hat. Wie diese Praxis ausgenutzt werden kann, wird in einem Bericht vom 10. Dezember 2002 aufgezeigt:

Verschiedene Palästinenser bezeugten, dass sie gefälschte Ansprüche gegen die IDF eingereicht haben, wegen Verletzungen, die sie nach eigenen Angaben erhielten. Sie wollten so Entschädigungen von Israel erhalten. Sie sagen auch, dass viele andere Palästinenser in der Vergangenheit solche falschen Ansprüche gestellt haben.

… Ein Verdächtiger sagte gegenüber Sicherheitsquellen vor einigen Monaten aus, dass er behauptete, von Steinen verwundet worden zu sein, die von palästinensischen Kindern auf IDF-Soldaten geworfen wurden. „Also ich dort stand, wurde ich am Kopf von einem Stein getroffen, der von einem der Kinder nicht weit genug geworfen wurde.“ Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort sagte ihm ein Arzt, dass er ein Beschwerdeformular erhalten würde, das die IDF verantwortlich machen würde und das es ihm ermöglichte Schadensersatzansprüche vom Staat Israel zu verlangen.

Der Verdächtige sagte, dass Dr. Zahar, der ihn wegen seiner Verletzungen behandelte, ihn überzeugte eine falsche Beschwerde einzureichen; er sagte ihm, dass so etwas schon häufig gemacht worden war.

Ein weiterer palästinensischer Verdächtiger fiel am 26. Oktober 2002 die Treppe in seinem Haus hinunter und brach sich ein Bein. Nach der Aussage des Verdächtigen überzeugte ihn sein Nachbar eine falsche Beschwerde einzureichen, in der er behauptete, die Verletzung sei das Resultat von Schlägen, die ihm IDF-Soldaten zufügten. Dies, so sagte ihm sein Nachbar, würde bedeuten, dass er Entschädigung beanspruchen könnte.

… Der Verdächtige tat, was sein Nachbar vorschlug. Er erhielt ein medizinisches Formular, das er von IDF-Soldaten geschlagen worden sein, reichte Beschwerde ein und erhielt $200. Er fügte hinzu, dass er viele andere Palästinenser kannte, die ähnlich gefälschte Ansprüche erhoben. Er betonte, dass das Ziel war, von Israel so viel Geld wie möglich durch Entschädigungen zu bekommen.

„Ich hörte, dass es viele Leute gab, die ähnlich falsche Ansprüche angemeldet hatten. Es gibt Leute, die Zuhause verletzt wurden und bei Ankunft im Krankenhaus behaupteten, dass Soldaten sie geschlagen hätten. Israelische Soldaten verletzten sie nicht. Sie wurden in Unfällen wie einem schlimmen Sturz verletzt, wie in meinem Fall. Das Ziel ist, Entschädigungszahlungen von Israel zu erhalten.“

[Kommentar: Diese Opfer sind in den neuen Zählungen der Medien der durch die Juden verwundeten Araber enthalten.]
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Es ist Brauch, am muslimischen Feiertag Eid al Fitr den Kindern Geschenke zu geben. Dieses Jahr war ein beliebtes Geschenk zu dieser Gelegenheit eine Osama bin Laden-Puppe.

 

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21. – 27. Mai 2017)

Sonntag, 21.05.2017:

Eine Gruppe arabischer Bürger Israel hat für Montag einen Generalstreik und einen „Tag des Zorns“ in Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen ausgerufen.

Eine Gruppe arabischer Knessetabgeordneter hat sich auf den Tempelberg begeben. Es gibt ein Besuchsverbot für Knessetmitglieder, das sie gezielt missachteten (sogar „rechtsextreme“ religiöse Abgeordnete halten sich an die Anweisung; Premierminister Netanyahu will über eine Aufhebung des Verbots nach dem Ramadan „nachdenken“). Die Araber wurden von der Polizei vom Plateau geleitet.

Am Abend sprach Premierminister Netanyahu zur Eröffnung der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems. Er sagte, der Tempelberg und die Westmauer werden unter israelischer Souveränität bleiben.

Mehrere Dutzend der Hungerstreiker sind inzwischen im Krankenhaus. Weitere werden wohl folgen.

Die Tochter eines Hamas-Terroristen, der wegen 66-fachen Mordes in Israel einsitzt, hat ihrem Vater einen Brief geschrieben, wie stolz sie auf ihn ist.

Die IDF hat die Einsatzregeln bezüglich Personen geändert, die Soldaten Waffen stehlen wollen. Ab sofort darf auf solche Personen geschossen werden.

Jordaniens König rief am Freitag Präsident Trump an und wünsche sich, dass der Amerikaner an einer Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts arbeite. Eine Vereinbarung zwischen den Israelis und den Palästinensern sei unerlässlich für die Bekämpfung des Terrors.

Das israelische Sicherheitskabinett hat ein Paket an Gesten des Guten Willens den PA-Arabern gegenüber beschlossen. Unter anderem soll es deutlich mehr Baugenehmigungen für PA-Araber in Area C geben, die komplett von Israel kontrolliert wird.

Montag, 22.05.2017:

Für den Ramadan gibt es Sonderregelungen für PA-Araber; 200.000, die Familienmitglieder in Israel haben, bekommen Sondergenehmigungen zur Einreise für den gesamten Monat. Weitere 7.000 erhalten Genehmigungen für Id al-Fitr, direkt nach dem Ramadan. Männer über 40, Jungen unter 12 Jahren und Frauen können ohne Genehmigung den ganzen Monat hindurch freitags in Jerusalem auf dem Tempelberg beten gehen.

Mittwoch, 24.05.2017:

Am Montag setzten Araber als Teil ihres „Tag des Zorns“ eine Jeschiwa in Homesch in Samaria in Brand. Homesch wurde während der „Abkoppelung“ 2005 evakuiert. Die Jeschiwa wurde allerdings weiter betrieben. Der stellvertretende Knessetsprecher Bezalel Smotrich kommentierte, dass „aus jedem Ort, den wir verlassen haben, ein Ort des Horrors gemacht worden ist und heilige Stätten zerstört wurden“.

Eine Moderatorin im PA-Fernsehen hat Sehnsucht – nach den Tagen des palästinensischen Terrors; er beschwerte sich, dass es (heute) nicht genug Gewalttätigkeit (gegen Juden) gibt. Dabei lobte sie gerade in einem Interview einen Terrormörder, der damit prahlte bei seiner „Operation“ 16 Juden ermordet zu haben.

Mahmud Abbas hat gegenüber Trump behauptet, er sei bereit sofort wieder mit Verhandlungen mit Israel zu beginnen.

Benjamin Netanyahu stellte bei einer Feier auf dem Ammunition Hill richtig: Israel ist für die Verzögerung einer Lösung des Konflikts nicht verantwortlich. Außerdem sagte er: Der Tempelberg und die Westmauer werden immer unter israelischer Kontrolle bleiben.
Mahmud Abbas ließ daraufhin erklären, das sei falsch und schade den Friedensbemühungen. „Ost“-Jerusalem „mit seinen heiligen Stätten des Islam und der Christenheit ist die Hauptstadt des palästinensischen Staats und wir es für immer sein“. (So hat er mal eben wieder jüdische Verbindungen zum Tempelberg und Jerusalem bestritten!)

Donnerstag, 25.05.2017:

Auf der libanesischen Seite der Grenze zum Libanon versammelten sich mehrere Dutzend Personen anlässlich 17 Jahren Abzug Israels aus dem Libanon; sie schwenkten Hisbollah-Flaggen und warfen Steine auf den Grenzzaun. Soldaten gaben Warnschüsse ab.

182 der hungerstreikenden Terrorhäftlinge sind in Krankenhäuser gebracht um zu entscheiden ob sie medizinische Hilfe benötigen. Derzeit beteiligen sich noch 836 Terroristen an dem Hungerstreik.

Der Terrorist, der Anfang der Woche in Netanya zwei Personen verletzte und angeschossen wurde, erlag jetzt seinen Verletzungen.

Freitag, 26.05.2017:

Araber in der israelischen Stadt Kfar Khana in Galiläa zeigen offen ihre Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen mit Bannern und PLO-Flaggen.

Mahmud Abbas pries erneut die in Israel in Gefängnissen sitzenden Terroristen als „Helden“ und forderte, dass die Forderungen der Hungerstreikenden erfüllt werden.

Israel hat für 74 PA-Araber, die bei SodaStream arbeiten, die Arbeitserlaubnis erneuert, die nach dem Umzug aus dem Industriegebiet in Mischor Adumim nicht weiter erteilt worden war.

Samstag, 27.05.2017:

Die Hamas begrüßte die Einigung der Israelis mit den hungerstreikenden Terroristen, beglückwünschte die Terroristen und erklärt die Sache zu einem Sieg über Israel.