Total progressiv: Linksextreme antiisraelische Akivisten finden Gemeinsamkeiten mit den Rechtsexremen

Petra Marquardt-Bigman, The Warped Mirror, 18. Dezember 2016

Nach den US-Wahlen waren stolz progressive Israelhasser glücklich jedermann, der zuhören wollte, zu erzählen, dass sie schon immer Recht hatten – genauer gesagt: rechtsextrem. Etwa eine Woche nach der Whal infomrierte Ali Abunimah seine Leser auf Electronic Intifada, dass Trump „‚weißen Zionismus‘ ins Weiße Haus bringen könnte“.

Um zu erklären, was „weißer Zionismus“ sein soll, zitierte Abunima die – aus meiner Sicht wohlverdiente – Kritik an Steven Bannons Fürhungsrolle bei Breitbart, die verurteilt wegen regelmäßiger Veröffentlichung von „Material, das geschaffen wurde, um Angst vor Afroamerikanern, Latinos, Muslimen und anderen Gruppen zu schüren und ausdrücklich weiß-nationalistische und weiß-herrenmenschliche Überzeugungen normal zu machen“. Abunimah erklärte dann triumphierend: „Diese sogenannte Rechtsaußen-Ideologie ist von einem ihrer Schlüsselbefürworter als eine Form von ‚weißem Zionismus‘ beschrieben worden.“

Nun, für Ali Abunimah muss es wie eine einmalige Gelegenheit erschienen sein: Wenn die Hälfte von Amerika sich wegen Trumps Wahlsieg im Schockzustand befand und von der Aussicht einer Stärkung der weit Rechten, warum also nicht den Augenblick nutzen und mit einer Verdrehung der Tatsachen entwickeln, die all diese Leute überzeugen könnten, dass der Zionismus genauso schlimm und verachtenswert ist???

Aber Abuminah war keineswegs der Einzige, der den Zionismus als jüdische Version weißen Herrenmenschentums dämonisiert: Auf der Hassseite Mondoweiss beschuldigte Phillip Weiss die angesehene Holocaust-Forscherin Deborah E. Lippstadt, sie würde „für ein zweierlei Maß eintreten“, wenn sie „weißen Nationalismus als eine weiße Herrenmenschenideologie“ verurteilt, ohne „jüdischen Nationalismus“ mit gleichen Begriffen zu verurteilen.

Ein jüngerer Eintrag auf Mondoweiss freute sich hämisch über den weithin berichteten Fehlschlag des Hille-Rabbiners Matt Rosenberg an der Texas A&M University, auf die Behauptung des Rechtsexremen-Führers Richard Spencer zu antworten, Juden lehnten es aber sich zu assimilieren und blieben damit „ein einheitliches Volk mit einer Geschichte und Kultur und einer Zukunft“ nd dass er für Weiße nur dasselbe wolle. Mondoweiss-Autor Jonathan Ofir schließt: „Spencer setzt Rosenberg meisterlich schachmatt“, indem er entlarvt, „wie der Zionismus und weißes Herrenmenschentum sogar übereinstimmen“.

Es ist gut zu wissen, dass linksextreme antiisraelische Aktivisten sich derart ermutigt fühlen, dass sie ihre Dämonisierung des Zionismus vom „meisterhaften“ Führer der Rechtsextremen bestätigt bekommen… Die hier zur Schau gestellte intellektuelle Tiefe erinnert ich an Rania Khaleks Ausrede, als sie erwischt wurde, wie sie auf eine Holocaustleugner-Seite verlinkte und dann behauptete, das sei nur „ein Fehler“ gewesen; sie bestand gleichzeitig darauf, dass das Buch, dass sie auf dieser Seite empfohlen hatte, „faktisch völlig richtig“ sei. Ich schrieb damals, dass Khalek offenbar überzeugt war, dass seine Seite, die sich der Bagatellisierung von Naziverbrechen und der Verteidigung von Leuten widmet, „die nicht an die Existenz von Gaskammern glauben“ vertraut werden kann ein „faktisch völlig richtiges“ Buch aufzuweisen, das zionistische Juden als Nazi-Kollaborateure darstellt – was offensichtlich eine Vorstellung ist, die so viel Spott und Verachtung verdient, wie der Gedanke, dass eine weiße Herrenmenschenseite ein guter Ort sei, um ein „faktisch völlig richtiges“ Buch über Schwarze zu finden.

Was uns antiisraelische Aktivisten, die das Gefühl haben, die angebliche Affinität der Rechtsextremen für den Zionismus bestätigten ihren eigenen „Antizionismus“, uns in Wirklichkeit sagen, ist: Ihre Sicht des Zionismus hat wenig mit den Realitäten im einzigen jüdischen Staat der Welt zu tun.

Werfen wir zuerst einen Blick auf das, was Spence mit „weißem Zionismus“ meint. Er formulierte es bei einer rechtsextremen Versammlung im Jahr 2013 so:

„Für uns ist ‚Immigratin‘ ein Stellvertreterbegriff für Rasse. Auf diese Weise kann Immigration gut oder schlecht sein: Es kann eine Eroberung sein (wie es jetzt zu sein scheint)… oder eine europäische Sammlung, etwas wie weißer Zionismus. Es hängt alles von den Immigranten ab. Und wir sollen unseren Verstand für die positiven Möglichkeiten der Massenimmigration aus der weißen Welt öffnen.“

Etwas jüngeren Datums ist Spencers berüchtigte rechtsextreme Sammlung in Washington DC, wo er etwas sehr Ähnliches sagte, als er dem Hillel-Rabbiner Matt Rosenberg an der Texas A&M Universität sagte:

„Die Juden gibt es genau deshalb, weil sie abgesondert waren, exakt deshalb, weil sie – vielleicht könnte man es so sagen: etwas paranoid darin waren wegzubleiben – bitte zitieren Sie nicht Paranoia.“

Richtig, wir wollen „Paranoia“ nicht zitieren – das ist vielleicht nicht das beste Wort, um die Ergebnisse von mehr als tausend Jahren Antisemitismus zu beschreiben.

Aber auf jeden Fall stimmten andere bei der Versammlung zu, dass die Juden ein ausgezeichnetes Beispiel für weißen Nationalisten boten. Ein Teilnehmer formulierte es so:

„Gegen Mischehen sein. Die Schaffung ihres eigenen Staates. Die Wiederbelebung ihrer eigenen Sprache. Das ist der größte Triumph rassischen Idealismus in der Geschichte.“

Fangen wir also mit der Mischehe an (und lassen wir beseite, dass ich dies als eingebürgerte, nicht jüdische israelische Staatsbürgerin schreibe, die einen Juden „mischheiratete“). Währen andere Rechtsextreme hoffen in der Lage zu sein ihre Ideen unter Präsident Trump zum Mainstream zu machen, wissen sie vermutlich, dass Trumps Tochter Ivanka zum Judentum konvertierte und einen Juden heiratete. Wenn also weiße Nationalisten Juden nacheifern wollen, dann haben sie doch bestimmt ein paar Ideen dazu entwickelt, die Nichtweiße zum Weiß sein übertreten können? Und eine weitere Frage: Welche Sprache planen die weißen Nationalisten wiederherzustellen?

Egal, um die Dinge etwas klarer zu machen, fand ich, dass weiße Nationalisten es nützlich finden könnten über dieses Bild nachzudenken, bevor sie Israel für irgendeinen „größten Triumph rassischen Idealismus der Geschichte“ zu rühmen…

Hm, glauben Sie, weiße Nationalisten würden wollen, dass ihre Armee so aussieht? Und übrigens: Wie glauben Sie, würden weiße Nationalisten sich wohl fühlen, würden sie die Geschichte des früheren israelischen Präsidenten Mosche Katzav kennen, der sexueller Übergriffe für schuldig befunden und zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt wurde – von einem christlich-arabischen Richter? Wenn weiße Nationalisten Israel als ihr Beispiel betrachten, sollten wir dann vielleicht erwarten, dass wir in ihrem Staat auch respektierte schwarze, muslimische Richter haben?

Ich könnte weiter machen, aber ich stimme Gilead Inis jüngster Äußerung auf Twitter zu: Die erklärte Bewunderung der Rechtsextremen für den einzigen jüdischen Staat ernst zu nehmen und zu versuchen zu zeigen, wie unaufrichtig und uninformiert das ist, dürfte nicht mehr Sinn machen als anderen Verleumdungen „damit zu kontern, dass der Zionismus kein Nationalsozialismus ist oder dass Juden kein Blut trinken“.

Aber die Begierde der Linksextremen die Fantasie Israels der Rechtsextremen zu umschlingen als Bestätigung von Kampagnen, die darauf zielen den einzigen jüdischen Staat der Welt zu eliminieren zeigt, wie ähnlich sich beide Ränder sind: die Rechtsextremen wollen eine weißen Staat ohne Juden, die Linkextremen wollen eine Welt ohne einen jüdischen Staat – und wenn ihre jeweiligen Visionen in Erfüllung gehen sollten, wäre den Rechtsextremen das Schicksal der Juden in der Diaspora total egal, während den Linksextremen das Schicksal der Juden in Israel nicht völlig gleichgültig wäre.

Den Menschenrechtsangriff auf Israel begreifen

Elliott Abrams, 7. November 2016

Angesichts dessen, dass Israel der freieste Staat des Nahen Ostens und dort die einzige stabile Demokratie ist, ist der stete Angriff auf Israel durch Menschenrechtsgruppen und Feinde Israels unter Nutzung der Sprache der Menschenrechte besonders verwerflich gewesen. Aber es ist auch schwer zu begreifen: Warum Israel genau da angreifen, wo seine Bilanz in Wirklichkeit nach allen internationalen Standards vorbildlich ist?

Rabbi Lord Sacks hat es prägnant erklärt. Im September sprach er vor dem Europaparlament sprach und zeigte eine Präsentation mit dem Titel „Der mutierende Virus: Antisemitismus begreifen“; dabei sagte er dies:

Durch die Geschichte hindurch haben Menschen, wenn sie versuchten Antisemitismus zu rechtfertigen, das unter Rückgriff auf die höchsten Quellen der Autorität getan, die in der Kultur zur Verfügung standen. Im Mittelalter war es die Religion. Also hatten wir religiösen Antijudaismus. Im Europa nach der Aufklärung waren es die Wissenschaften. Also hatten wir die Doppelgrundlage der Nazi-Ideologie, Sozialdarwinismus und die sogenannte wissenschaftliche Rassenforschung. Heute sind die höchste Autoritätsquelle weltweit die Menschenrechte. Das ist der Grund, dass Israel – die einzige voll funktionierende Demokratie des Nahen Ostens mit freier Presse und unabhängiger Justiz – regelmäßig der fünf Todsünden an den Menschenrechte beschuldigt wird: Rassismus, Apartheid, Verbrechen gegen die Menschheit, ethnische Säuberung und versuchter Völkermord.

Rabbi Sacks‘ Erklärung ist in der Tat doppelt kraftvoll. Er erklärt nicht nur, warum Israels Feinde die Sprache der Menschenrechte wählen, er erinnert uns auch daran, dass die zentrale Motivation dieser Kritiker ziemlich einfach in Antisemitismus besteht. So erklärte er:

Antisemitismus bedeutet den Juden das Recht zu verweigern kollektiv als Juden mit denselben Rechten wie alle andere zu existieren. Das nimmt zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Formen an. Im Mittelalter wurden Juden wegen ihrer Religion gehasst. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden sie wegen ihrer Rasse gehasst. Heute werden sie wegen ihres Nationalstaats, des Staates Israel gehasst. Es nimmt verschiedene Formen an, bleibt aber dasselbe: Die Ansicht, dass Juden kein Recht haben als freie und gleichberechtigte menschliche Wesen zu existieren.

Seine Schlussfolgerung ist schonungslos:

Es waren Juden, nicht Israelis, die von Terroristen bei den Anschlägen in Toulouse, Paris, Brüssel und Kopenhagen ermordet wurden. Antizionismus ist der Antisemitismus unserer Zeit.

Fünf Dinge, die Sie über den Weltkirchenrat wissen müssen

CAMERA, 16. September 2016

Vom 18. Bis 24. September 2016 werden Aktivisten und Beschäftigte des Ökumenischen Rats der Kirchen, einer Dachorganisation von 350 protestantischen und orthodoxen Kirchen mit Hauptsitz in Genf (Schweiz) an einer „Weltwoche für Frieden in Palästina-Israel“ teilnehmen.

Das ist eine jährliche Veranstaltung jedes Jahr September, für die im Internet und den Mitgliedskirchen des ÖRK weltweit geworben wird.

Der ÖRK fördert eine verzerrte Sicht auf den arabisch-israelischen Konflikt. Nach seiner Schilderung sind die Israelis für das Fortbestehen des israelisch-palästinensischen Konflikts und das dadurch verursachte Leid verantwortlich. Die Verbrechend er Palästinenser sind gewöhnlich der Erwähnung nicht wert. (Zu einer kurzen Diskussion der Propaganda, die vom ÖRK in diesem Jahr ausgesendet wurde, lesen Sie bitte diesen von CAMERA produzierten Artikel, der Anfang der Woche in The Algemeiner veröffentlicht wurde.)

Der ÖRK ist ein regelmäßiger Antagonist im Propagandakrieg gegen den jüdischen Staat gewesen. Hier folgen fünf Dinge, die Sie über den ÖRK wissen müssen, um seine Rolle bei der Förderung von Antizionismus in christlichen Kirchen weltweit zu verstehen.

  1. Beschäftigte des ÖRK und Friedensaktivisten brüllen wie Löwen gegen Israel, verhalten sich aber eher unterwürfig, wenn sie mit muslimischen Führern und jihadistischen Bewegungen zu tun haben.

Wie die unten verlinkten Artikel zeigen hat der Ökumenische Rat der Kirchen wiederholt und regelmäßig israelisches Handeln verurteilt, während der bezüglich der Verbrechen arabischer und muslimischer Führer sowie politischer Bewegungen des Nahen Ostens ziemlich still bleibt.

Das wird im Versagen des ÖRK auf die Massaker der PLO an Christen während des libanesischen Bürgerkriegs besonders offenkundig. Unter der Führung von Yassir Arafat tötete die PLO 1976 tausende Christen in Damour.

Das hielt den ÖRK nicht davon ab einen lobenden Nachruf auf Arafat auszugeben, als der 2004 starb. Darin hieß es unter anderem: „In seiner langen Geschichte als Führer erreichte Yassir Arafat die Erkenntnis, dass wahre Gerechtigkeit Frieden, Sicherheit und Hoffnung sowohl für die Palästinenser als auch die Israelis zu begrüßen.

Interessanterweise hat der ÖRK den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu verurteilt, dem Regierungschef des einzigen Landes des Nahen Ostens, in dem die indigene christliche Bevölkerung zunimmt; dieser hatte sich geweigert Terroristen aus dem Gefängnis zu entlassen.

  1. Der ÖRK hat zwei Beamtenapparate – das Ökumenische Forum Palästina-Israel (PIEF) und das Ökumenische Begleitprogramm in Palästina-Israel (EAPPI), die der Verurteilung Israels gewidmet sind. Es gibt jedoch keinen ähnlichen Beamtenapparat, der für Christen eintritt, die in mehrheitlich muslimischen Ländern leiden.

Das PIEF wurde vom ÖRK 2007 gegründet; es ist eine Gruppe christlicher Leiter und Theologen, die Äußerungen produziert und sendet, die Israel verurteilen, ohne die Palästinenserführer für deren Verbrechen verantwortlich zu machen. Das EAPPI wurde vom ÖRK während der zweiten Intifada gegründet; es schickt Aktivisten zumeist aus Europa und Nordamerika, um sich bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten und in Gemeinden der Westbank lebenden israelischen Zivilisten solidarisch auf die Seite der Palästinenser zu stellen. Sie spezialisieren sich zudem darin Bilder und Geschichten von sich schlecht verhaltenden Israelis zu sammeln und diese an Christen in ihren Heimatgemeinden zu schicken.

Das EAPPI veröffentlicht z.B. ein Editorial in seinem inzwischen eingegangen Magazin (ChainReaction), mit dem zu einer Einstaatenlösung des israelisch-palästinensischen Konflikts gefordert wurde (was die Eliminierung des Staates Israel bedeutet hätte); ein weiterer Artikel rier die Unterstützter auf das Gesetz durch das Hacken von Regierungs-Internetseiten zu brechen. (Dieser Artikel ist inzwischen aus dem Internet entfernt worden.)

Wenn es darum geht muslimische Gewalt gegen Christen anzusprechen, gibt der ÖRK verurteilende Erklärungen ab, doch diese sind typischerweise weit sanfter als die Kritik von ÖRK-Institutionen an Israel. Als ökumenische Körperschaft hat der ÖRK alles in seiner Macht stehende getan, den Empfindlichkeiten muslimischer Führer nicht zu nahe zu treten, mit denen er Dialoge betreiben.

Mehr Hintergrund liefert der Wissenschaftler Malcolm Lowe aus Jerusalem. Er hat beim Gatestone Institute über das Versagen des ÖRK geschrieben den Mund zugunsten unter der Knute muslimischer Gewalt leidender Christen aufzumachen.

  1. Während der Ökumenische Rat der Kirchen regelmäßig Israel und seine Führungspolitiker verurteilt, ist er sehr zurückhaltend gewesen über die vom syrische Bashar al-Assad verübten Gräuel zu sprechen.

2015 gab der Ökumenische Rat der Kirchen eine Erklärung aus, in der er Sorge wegen des Gebrauchs von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg zum Ausdruck brachte; diese Ekrlärung sagt aber nicht, wer diese Waffen auch nutzt. Interessanterweise liefert eine Suche nach „Assad“ auf den Internetseiten des ÖRK keine Treffer zur Erwähnung der Verbrechen Bashar Assads gegen das Volk Syriens. Ihm wird der Einsatz von Chlorgas gegen Zivilisten in Syrien vorgeworfen. Eine Suche nach „Chlor“ auf den Seiten des ÖRK zeigt auch zu diesem Thema keine Treffer.

  1. Die Gremien des ÖRK verzichtete darauf den Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan in den 1980-er Jahren zu verurteilen.

Während Christen aus dem Nahen Osten den ÖRK überzeugt haben unablässig Israel zu verurteilen, war die russisch-orthodoxe Kirche in der Lage zu verhindern, dass der ÖRK den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan in den 1980-er Jahren zu verhindern. Delegierte der russisch-orthodoxen Kirche sagten Delegierten der ÖRK-Vollversammlung 1982, wenn die Organisation den Einmarsch verurteilt, würde sie nicht länger in der Lage sein Mitglied des ökumenischen Gremiums zu sein. Zu Informationen über diese Geschichte lesen Sie bitte hier mehr.

  1. Der Ökumenische Rat der Kirchen war ein wichtiges Organ und Verteidiger der UNO-Konferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und zugehöriger Intoleranz, die 2001 in Durban (Südafrika) stattfand und die sich ein antisemitisches Hassfest kehrte. Insbesondere beschloss man dort eine Verurteilung von Antisemitismus und schon vor Beginn der Konferenz erfolgte Bemühungen den jüdischen Staat von einer Delegitimierungsresolution auszunehmen zu löschen.

Die UNO-Konferenz in Durban war ein Wendepunkt-Ereignis, das demonstrierte, dass die internationale Menschenrechtsgemeinschaft von einer sehr üblen und feindseligen Gruppe an Aktivisten gekidnappt worden war, die mehr daran interessiert waren Hass auf Israel statt menschliches Wohlergehen zu fördern. Staat sich gegen diese Agenda zu stellen half der ÖRK dabei. In einer Presseerklärung sagte die ÖRK-Delegation bei der Konferenz sie „feiert, dass eins solches Forum stattfand, weil es in die lange geschätzte Tradition des ÖRK fällt Opfern [von Rassismus] Raum zu öffentlicher Rede zu geben“. Die Delegation berichtete zudem, dass ihr „durch die sensiblen Erklärungen und der Unterstützung seiner palästinensischen Mitglieder enorm geholfen wurde“.

Interessanterweise sagte die Konferenz von Durban so gut wie nichts über die Menschenrechtsverletzungen in mehrheitlich muslimischen Ländern. Vorhersagbar wurde diese verzerrte Agenda bestätigt, bevor die Konferenz begann. In einem von der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte 1m 15. August 2001 vorgelegten Hintergrundpapier stellte der ÖRK eine ausschließlich Konzentration auf den Einfluss weißen Kolonialismus auf Völker der Dritten Welt zur Schau, ohne den Einfluss des arabischen Imperialismus und des expansionistischen Islam einzuräumen, den diese auf Minderheiten in aller Welt hatten. (Mehr Information dazu finden Sie hier.)

Aber hier ist die Krönung: Der ÖRK hat beschlossen einen Verweis auf Antisemitismus und Bemühungen zur Delegitimierung des jüdischen Staates in einer Resolution zu löschen, die auf der Konferenz genehmigt werden soll. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Hintergrund:
Hier ist eine Liste an Artikeln, die die beunruhigende Feindschaft des ÖRK gegenüber dem jüdischen Staat dokumentieren:

The World Council of Churches‘ Ongoing Anti-Israel Obsession, The Algemeiner, 14. Sept. 2016.
Dignity… Or Dhimmitude? The Algemeiner, 14. Sept. 2014.
World Council of Churches attacks Israel to no gain, The Commentator, 3. Juni 2013.
The World Council of Churches Anti-Israel Policies, Arutz Sheva, 29. Dez. 2011.
The World Council of Churches Broadcasts a Lethal Narrative, CAMERA, 11. Okt. 2011.
The World Council of Churches Made Durban Worse, CAMERA, 13. Sept. 2011.
Broadcasting a Lethal Narrative: The World Council of Churches and Israel, Jewish Political Studies Review, 1. Aug. 2011.