Wenn Antisemiten Antisemitismus definieren

Und warum es entscheidend ist dagegenzuhalten

Richard L. Cravatts, FrontPage Mag, 2. April 2021

Während die Arbeitsdefinition für Antisemitismus der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) weiter von Organisationen und Universitäten übernommen wird, die sie als Möglichkeit nützlich finden, um Vorfälle von Antisemitismus zu identifizieren – und besonders den „neuen Antisemitismus“, der sich als Kritik an Israel verkleidet – sind vorhersagbar, aber nicht überraschend Gruppen aufgetreten, die den jüdischen Staat weiterhin verleumden und verunglimpfen wollen, die sich dagegen aussprechen. Was stört diese entrüsteten Leute? Möglicherweise der Teil der IHRA-Definition, der behauptet, dass: „zweierlei Maß anzulegen, indem von Israel ein Verhalten gefordert wird, das von keiner anderen demokratischen Nation erwartet oder gefordert wird“, antisemitisch ist.

Während zwei der akademischen Gruppen, die ausführliche Angriffe auf die IHRA-Definition veröffentlichten – die Nexus Task Force und die Jerusalem-Erklärung zu Antisemitismus – uns versicherten, dass sie sich mit Antisemitismus beschäftigen, der von der extremen Rechten und weißen Herrenmenschen ausgeht (seit der Wahl Donald Trumps der Lieblings-Buhmann der Linken), endet ihre Sorge um Bigotterie gegenüber Juden offenbar, wenn Israel im Gespräch involviert ist.

Zum Beispiel schuf eine Gruppe, die sich die Nexus Task Force nennt – nach dem Knight Program in der Media and Religion USC Annenberg School of Communication & Journalism, die geschaffen wurde, um dem entgegenzutreten, was sie als „beunruhigenden Trend der Politisierung und Ausnutzung des Holocaust ist und Israel gewinnt in konservativen und rechten politischen Kreisen“ bezeichnet – entwickelte ihre eigene Definition, die „als Leitfaden für politische Entscheidungsträger und Gemeinschaftsleiter entworfen wurde, während sie mit den Komplexitäten an der Kreuzung von Israel und Antisemitismus kämpfen“. Die Nexus-Definition suggeriert, dass entgegen der IHRA-Definition „Kritik am Zionismus und Israel, Opposition zu Israels Politik oder gewaltfreies politisches Handeln gegen den Staat Israel und/oder seine Politik an sich nicht als antisemitisch angesehen werden sollte“, dass „selbst provokative, lautstarke oder harte Kritik an Israel wegen seiner Politik und seines Handelns, einschließlich dessen, was zur Gründung Israels führte, nicht per se illegitim oder antisemitisch ist“ und dass „Israel unverhältnismäßige Aufmerksamkeit zu schenken oder Israel anders als andere Länder zu behandeln nicht prima facie ein Beweis für Antisemitismus ist“.

Kurz darauf veröffentlichte eine weitere Gruppe liberaler Wissenschaftler aus den Studienbereichen Judaistik, Israel und Holocaust etwas namens Die Jerusalem-Erklärung für Antisemitismus, die versucht den Teil der IHRA-Definition zur bösartigen BDS-Bewegung zu eliminieren, die in Wirklichkeit die Vernichtung des jüdischen Staates anstrebt. „Boykott, De-Investition und Sanktionen sind übliche, gewaltfreie Formen politischen Protestes gegen Staaten“, heißt es in der Erklärung. „Im Fall Israel sind sie nicht an sich antisemitisch.“

Dov Waxman von der UCLA und Joshua Shanes vom College of Charleston, zwei Professoren, die die Jerusalem-Erklärung unterstützen, erklärten ihre Motive dafür, dass sie eine alternative Definition schufen und das offenbart, was hier tatsächlich abgeht. „Die IHRA-Definition – besonders einige ihrer Beispiele zu Israel“, schrieben sie, „ist missbraucht worden, um gegen pro-palästinensisches Eintreten, insbesondere an Universitäten, zu schießen. Wissenschaftler, Studenten, Aktivisten und sogar Künstler sind als Antisemitismus gebrandmarkt worden (selbst wenn sie jüdisch sind), weil sie gegen den Zionismus sind, für das palästinensische Rückkehrrecht eintreten oder die BDS-Kampagne gegen Israel unterstützen.“

Genauer gesagt und im Widerspruch zum Zweck der IHRA den Antizionismus und Aufrufe nach der Vernichtung Israels als inhärent antisemitisch miteinander zu verbinden, widersprechen diese Professoren solchen Anschuldigungen, indem sie suggerieren: „Die palästinensische Forderung nach Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu unterstützen, für eine Einstaaten- oder binationale Lösung einzutreten, Zionismus als Form von Nationalismus zu kritisieren oder dagegen zu sein oder jegliche ‚auf Beweise gestützte Kritik‘ an Israel – einschließlich des Vergleichs von Fällen des Kolonialismus oder Apartheid – sind von außen betrachtet nicht antisemitisch. Dasselbe gilt für die Unterstützung von BDS gegen Israel…“

Es mag für die Tugend signalisierenden Professoren beruhigend sein ihre übergeordnete Sorge für die „palästinensische Forderung nach Gerechtigkeit und Gleichberechtigung“ zu zeigen, aber an amerikanischen Universitäten erweist sich diese Forderung regelmäßig und unerbittlich als giftiger, israelfeindlicher, antizionistischer, oft antisemitischer Aktivismus, in dem der jüdische Staat und die ihn unterstützenden Juden als Rassisten, Kolonialisten, Besatzer und militaristische Wiedergeburten des Dritten Reis verleumdet werden, die die indigenen Palästinenser brutal zertreten und unterdrücken und sie einem System der Apartheid unterwerfen.

Die IHRA-Definition wurde genau deshalb geschaffen, um diesen verlogenen und toxischen Anschuldigungen entgegenzutreten, nicht um sogenannte „Kritik an Israel“ zu unterdrücken oder Palästinenser-Solidarität zu dämpfen, sondern um offenzulegen, wann diese Bekundungen und Verhalten tatsächlichen Antisemitismus darstellen, so sehr Kritiker der Definition auch wünschen die Worte und ihre Bedeutung zu zerlegen. Wenn daher die Jerusalem-Erklärung angibt: „Es ist nicht antisemitisch Absprachen zu unterstützen, die die allen Einwohner ‚zwischen Fluss und Meer‘ volle Gleichberechtigung zugestehen, ob in zwei Staaten, einem binationalen Staat, einem einheitlichen demokratischen Staat, föderalen Staat oder in welcher Form auch immer“, dann ist der eigentliche Vorschlag, dass der Aufruf zur Vernichtung Israels, die Auslöschung der jüdischen Souveränität und ihre Ersetzung durch einen neuen arabischen Staat oder eine Art selbstmörderischen binationalen Staat nun gar nicht antisemitisch ist, nur integraler Bestandteil normalen und akzeptablen „Dialogs“ zum israelisch/palästinensischen Konflikt. Warum empfiehlt die Erklärung das? Weil es gerade ihre Autoren sind, die für einen Großteil der antiisraelischen Agitation verantwortlich sind, die zu diesen Behauptungen und Verleumdungen führen.

Studentische Judenhasser wie die Mitglieder dieser giftigen Gruppe Students for Justice in Palestine (SJP) haben sich ebenfalls dem Chor derer angeschlossen, die nicht wünschen, dass ihr Aktivismus in den Zeiten, in denen ihre Bekundung und Verhalten auf Grundlage der IHRA-Definition als solcher eingeschätzt werden kann, wegen dem angeprangert wird, was er ist – Antisemitismus. Bei ihrer nationalen Konferenz 2018 an der UCLA z.B. bekräftigte SJP ihr Verständnis von Zionismus mit der Erklärung, dass es sich nicht nur um eine destruktive politische Ideologie handelt, sondern dass er zerstört werden könnte und sollte. „Wir wissen, dass der Zionismus ethnische Säuberung, Zerstörung, Massenvertreibung, Apartheid und Tod ist, aber er ist auch sehr greifbar“, verkündete die Gruppe. „Der Grund, dass wir Hoffnung haben können, ist, dass der Zionismus eine menschliche Ideologie und ein Gesetzeswerk ist, die infrage gestellt worden ist und zerstört werden kann.“

Die Campus-Feinde Israels wiederholen diese verworrene Vorstellung, dass den Zionismus zu attackieren kein Angriff auf das Judentum ist, sondern, wie Alyza Lewin, Präsidentin und Justitiarin des Louis D. Brandeis Center for Human Rights Under Law, betont hat, wenn jüdische Studenten aufgefordert werden sich von ihrem Zionismus zu distanzieren, um sich progressive Themen auf dem Campus zueigen zu machen, dann werden sie aufgefordert einen Teil ihre Jüdisch seins zu leugnen. „Zionist zu sein bedeutet das Recht auf jüdische Selbstbestimmung im angestammten Heimatland der Juden zu unterstützen“, schrieb Lewin. „Wenn ich die Tatsache feiere, dass Juden einmal mehr in das Land Israel zurückgekehrt sind, wenn ich feiere, dass der jüdische Staat existiert, dann bin ich Zionist. Diejenigen, die gegen den Zionismus sind, bestreiten den Juden dieses Recht.“

Bemühungen Antisemitismus auf eine Art zu definieren, die seine aktuelle Erscheinungsform in Bezug auf die Diffamierung des jüdischen Staats integriert, erleben wir jetzt seit einigen Jahren, schon bevor die IHRA-Definition an Boden gewann. Und so, wie es auch jetzt geschieht, waren israelfeindliche Aktivisten und linke Professoren und Gruppen gleichermaßen hartnäckig darin jedem Versuch zu widerstehen ihre Bekundungen und ihr Verhalten als fundamental antisemitisch zu definieren.

2016 übernahm z.B. ein parteiübergreifender Gesetzesentwurf des Kongresses, H.R. 6421/S. 10 (das Gesetz Antisemitismus-Bewusstsein), die lange überfällige Aufgabe, nämlich das „Verständnis für die Parameter zeitgenössischen judenfeindlichen Verhaltens zu verbessern und das Bildungsministerium bei der Entscheidung zu unterstützen, ob eine Untersuchung des Antisemitismus unter Titel VI berechtigt ist“.

Das Bildungsministerium ist wegen der verstörenden Situation des wiederauflebenden Antisemitismus an Universitäten gewarnt worden, aber frühere Bewertungen der Verstöße gegen Titel VI waren unpräzise und „boten keine Anleitung zu aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus, einschließlich diskriminierenden antisemitischen Verhaltens, das als antiisraelisch oder antizionistisch verbrämt wird“.

Das war den Kritikern alles zu viel, auch der moralisch tendenziösen, böswilligen Gruppe Jewish Voice for Pease (JVP), die sofort die Intention des Gesetzes verurteilte und einer Presseerklärung zwei Briefe mit den Unterschriften von 60 Judaistik-„Wissenschaftlern“ und 300 „besorgten“ jüdischen Studentenaktivisten anhängte.

Eindeutig sich der aktuellen Seuche antiisraelischen, antisemitischen Campus-Aktivismus nicht bewusst (an dem sie nicht zufällig aktiv und mitschuldig war) verhöhnen JVP und diese Dozenten und Studenten den Anti-Semitism Awareness Act als fehlgeleitet und gefährlich, nicht weil er ein Mittel bietet endlich in der Lage zu sein Fälle zu identifizieren, in denen antisemitisches Reden und Verhalten Campus-Gemeinschaften zu infizieren, sondern weil sie – scheinbar irrational – glaubten, dass jüdische Studenten seien tatsächliche und potenzielle Opfer nicht von linken und muslimischen Studentengruppen (was sie klar und nachweislich sind), sondern von rechtsextremen Gruppen, ermutigt – so bringen sie vor – von der Wahl Donald Trumps.

Diese Täter israelfeindlicher Agitation hatten jetzt Jahre lang eine bösartige Kampagne zur Dämonisierung und Delegitimierung Israel geführt und es war erstaunlich, dass JPV und diese trügerischen Forscher und Studenten die gesamte faktische und schändliche Chronologie (für die sie zentrale Anstifter und Cheerleader der BDS-Kampagne gewesen sind) ignorierten und versuchten stattdessen das Hirngespinst zu verewigen, die wahre Bedrohung jüdischer Studenten und anderer Israel-Anhänger kämen von den immerwährenden Buhmännern der Linken, dem irren Rand der Weiße-Macht-Extremisten, von denen willentlich blinde Aktivisten glauben und andere glauben machen wollen, sie seien die Haupttäter judenfeindlichen Fanatismus.

Gleichermaßen veröffentlichten 40 Judaistik-Professoren 2014 die Anprangerung einer Studie, die Dozenten benannte, die als „israelfeindliche Einseitigkeit oder möglicherweise sogar antisemitischer Rhetorik“ ausdrückend identifiziert wurden.

Während die 40 akademischen „Schwergewichte“ behaupteten, sie würden – natürlich – als Teil ihres Lehrauftrags Antisemitismus total ablehnen, waren sie gleichermaßen von den Taktiken und möglichen Auswirkungen des Berichts der AMCHA-Initiative abgestoßen, einer umfassenden Besprechung der Einstellungen von rund 200 Dozenten zu Israel, die während des Gaza-Konflikts von 2014 eine Online-Petition unterschrieben, die zu einem akademischen Boykott israelischer Wissenschaftler aufrief – Akademiker, von denen die Petitionäre behaupteten, sie seien Komplizen bei der „jüngsten humanitären Katastrophe, die von Israels neuem militärischen Angriff auf den Gazastreifen verursacht wurde“.

„Wir glauben, die Dozenten, die diese Petition unterzeichnet haben, könnten gegen den jüdischen Staat derart voreingenommen sein, dass sie nicht in der Lage sind akkurat oder fair über Israel oder den arabisch-israelischen Konflikt zu lehren; sie könnten sogar antisemitische Sprachbilder in ihre Vorlesungen oder Kursdiskussionen einfließen lassen“, schrieben Tammi Rossman-Benjamin und Leila Beckwith, Mitbegründer der AMCHA-Initiative, einer Organisation, die Vorfälle von Campus-Antisemitismus nachverfolgen und den Bericht schrieben.

Die Dozenten nannten „das Tun des AMCHA erbärmlich“; sie waren von der „Technik der Beobachtung von Vorlesungen, Symposien und Konferenzen“ durch die Organisation vor den Kopf gestoßen; das, glauben sie, „belastet die Grundprinzipien akademischer Freiheit, auf der die amerikanische Universität aufgebaut ist“. Das ist für Akademiker eine ziemlich atemberaubende Behauptung, nämlich dass es dem Kernauftrag höherer Bildung widerspricht, von Dozenten öffentlich zum Ausdruck gebrachte Ideen und Lehre dürften nicht untersucht und beurteilt werden und dass sogar mit anlegen gewisser Standards der Objektivität an den Unterricht eines bestimmten Dozenten „die Herangehensweise der AMCHA alle außer den schmalsten intellektuellen Richtungen abriegelt“, weil Akademiker, die nicht wollen, dass der Inhalt ihrer Leistungen tatsächlich auf die Qualität ihrer Forschung untersucht wird, wie sie immer gerne sagen, „abschreckende Wirkung auf Forschung und Lehre haben“.

Kann irgendjemand glauben, wenn die AMCHA-Initiative oder eine andere Organisation einen Bericht ausgegeben hätte, der die Existenz von endemischem Rassismus oder Homophobie oder Sexismus oder Islamophobie in universitärer Kursarbeit offenbart und Studenten gewarnt hätte, die negativ betroffen sein könnten, sie sollten sich von Kursen fernhalten, die diese Dozenten geben, dass dieselben 40 nichtsnutzingen Dozenten solche Berichte als möglicherweise negative Auswirkungen auf Lehre und Lernen habend gebrandmarkt hätten?

Niemand sagt diesen toxischen Israelhassern, sie sollte still sein – oder nicht einmal Antisemitisches zu äußern. Was Arbeitsdefinitionen wie die der IHRA und das Antisemitismus-Bewusstseinsgesetz zu erreichen hoffen, ist denen zu erlauben, die vorgeben nur antiisraelisch zu sein, aber in Wirklichkeit antisemitisch sind, auch als solche identifiziert zu werden. Die Maßnahmen sind nicht dazu geschaffen Äußerungen zu kriminalisieren oder zu unterdrücken, selbst was wir als „Hass-Reden“ bezeichnen würden, obwohl Israelhasser in Zukunft nicht mehr so erfolgreich sein könnten ihre judenfeindliche Bigotterie so erfolgreich zu tarnen, wie sie dabei gewesen and, wenn sie vorgeben sich nur um die Rechte der Palästinenser zu sorgen und die Politik des jüdischen Staates zu attackierten.

Es mag für diese Israelhasser unangenehm und sogar peinlich sein als das bezeichnet zu werden, was sie sind – radikale, fehlgeleitete Aktivisten, deren unerbittliche Gift-Kampagne gegen den jüdischen Staat und seine Anhänger sich regelmäßig in puren Antisemitismus verwandelt – aber mit ihren Bemühungen die Schuld für den Pesthauch des dunklen Fanatismus an Universitäten anderen zuzuschreiben, zu dessen Schaffung sie selbst beigetragen haben, zeigt, wie entscheidend Mittel wie die IHRA-Definition sind und warum ihre Annahme und ihr Einsatz wichtig dafür sind zu helfen „den ältesten Hass“ endlich aus Institutionen höherer Bildung zu entfernen.

Warum soll die UNO es als ihre Pflicht betrachten den Islam vor Kritik in Schutz zu nehmen?

Ibn Warraq, Jihad Watch, 4. Mai 2022

Vortrag bei der siebten Inarah-Konferenz in Trier, Deutschland, 4. Mai 2022:

Guten Tag, willkommen bei der siebten Inarah-Konferenz. Mein Name ist Ibn Warraq. Ich spielte, wie Dr. Markus Gross angab, einen bescheidenen Teil dabei das Inarah-Institut und der begleitenden Inarah-Konferenzen zu gründen. Ich füchte, einige von Ihnen dürften jetzt einen unwiderstehlichen Drang verspüren dem Ausgang zuzueilen, weil es, um es mit den Worten von Lady Caroline Lamb gegenüber Lord Byron zu sagen, „verrückt, böse und gefährlich ist mich zu kennen“.

Der 15. März wurde von der UNO als der offizielle Tag zur Bekämpfung der sogenannten Islamophobie festgelegt. Obwohl Christen in Nordkorea, Afghanistan, Somalia, Libyen, Pakistan, Eritrea, dem Jemen, dem Iran, Nigeria und Indien verfolgt werden, gibt es keinen solchen Tag zur Bekämpfung von Christenphobie. Tatsächlich gibt es das Wort „Christenphobie“ überhaupt nicht, während „Islamophobie“ in alle Wörterbüchern europäischer Sprachen Einzug gehalten hat. Laut Vatican News[1] „werden jeden Tag 13 Christen wegen ihres Glaubens getötet. Ich möchte nicht mit Zahlen handeln, Zahlen, die natürlich verifiziert werden sollten und immer offen für Disput und Überarbetiung sind; das ist nicht mein Hauptpunkt. Was ich infrage stellen möchte: Warum sollte die UNO es als ihre Pflicht betrachten den Islam vor Kritik und Muslime vor physischer Gewalt zu schützen, aber keine andere Religionsgruppe?

Wir sind Zeugen eines außergewöhnlichen Augenblicks in der Geschichte der islamischen Ländereien. Ein historischer Moment, in dem ich versuchte mein neuestes Buch, Leaving the Allah Delusion Behind. Atheism and Freethought in Islam [Die Täuschung Allah hinter sich lassen: Atheismus und freies Denken im Islam], zu schreiben.

Wir können es uns nicht leisten die tiefgehenden Folgen des Aufstiegs des Atheismus in der islamischen Welt zu ignorieren. Diese weitgehend, wenn auch nicht ausschließlich jungen Atheisten können nicht als eine Art randständige Fanatiker ungebildeter Rebellen abgetan werden. Die Mitglieder atheistischen Facebook-Gruppen in fast allen islamischen Ländern sind alle internetversiert und kennen sich in den islamischen Wissenschaften (Korna, Sira, Hadithe, Tafsir usw.) gut aus, ausgebildet mit einem Wissen in Naturwissenschaften der Physik, Chemie, Geologie und Biologie. Sie sind sich der breiteren Folgen der Evolutionstheorie und der materialistischen Konsequenzen der kosmologischen Theorien der Ursprünge des Universums durchaus bewusst. Sie sind damit gut platziert, um die Dogmen der Religion kritisch zu untersuchen, mit der sie in einem extrem jungen Alter zwangsgefüttert wurden. Ihre Selbstbefreiung ist eine Leistung, die daher umso bemerkenswerter ist, weil sie nicht nur einen aufmerksamen Geist erfordert, sondern extremen Mut, weil Atheismus in vielen islamischen Ländern immer noch mit dem Tod bestraft wird. Ihre kritischen, fragenden Köpfe bewundern die wissenschaftlichen Leistungen des Westens. Als Ganzes haben sie keinen ideologischen Grund den Westen zu hassen, anders als die Terroristen und die Islamische Republik Iran. Die ideologische Grundlage des Konflikts im Nahen Osten wird oft heruntergespielt, uns stattdessen gesagt, es ginge nur „um Öl“ oder „Armut“ oder „amerikanischen Imperialismus“. Es sind der Islam und seine Ideologie, die für islamischen Terrorismus verantwortlich sind. Damit sollten Ex-Muslime als Verbündete gesehen werden, die es zu pflegen gilt, sie nicht als „Islamophobe“ abgetan werden.

Anfang 2019 versuchte in Großbritannien eine parlamentarische Allparteien-Gruppe (APPG) britischer Muslime, eine überparteiliche Formation von rund zwei Dutzend Abgeordneten des britischen Unterhauses, die Definition für Islamophobie in rassischen statt religiösen Begriffen zu institutionalisieren. Die APPG schlug in einem Bericht vom November 2018 mit dem Titel „Islamophobia Defined“ den folgenden Satz als Definition für Islamophobie vor: „Islamophobie wurzelt in Rassismus und ist eine Form des Rassismus, der sich gegen Bekundungen des Muslim seins oder wahrgenommenen Muslim seins richtet.“ Der Definition, das Ergebnis von sechs Monaten Konsultationen, wurde von hunderten muslimischen Organisationen, vom Londoner Bürgermeister Sadiq Khan sowie mehreren politischen Parteien beigepflichtet, darunter Labour, die Liberaldemokraten und die schottischen Konservativen. Das britische Magazin Spectator schrieb: „Es gibt breite öffentliche Unterstützung für freie Meinungsäußerung und sie wird wahrscheinlich nicht durch einen Parlamentsakt beendet, aber sie kann Stückchen für Stückchen abgegraben werden. Die APPG-Definition für Islamophobie offiziell anzuerkennen wird ein gigantische Schritt hin zu einem Willkür-Polizeistaat sein.“ Es handelt sich für Millionen Es-Muslime aus unterschiedlichen ethnischen Gemeinschaften eine Beleidigung, die einen Reihe von Überzeugungen, Ritualen und Riten ablehnen und eine Ideologie anzweifeln. Wie können sie des Rassismus beschuldigt werden? Der Islam ist keine Rasse.

Das Oxford English Dictionary definiert „phobia“ [Phobie] als „Angst, Grauen oder Ekel, besonders krankhaften Charakters. In der Psychologie eine abnormale und irrationale Angst oder Furcht, die von einem bestimmten Objekt oder Umstand verursacht ist.“ Es scheint mir jedoch eine perfekt rational, gesund und normal zu sein Angst vor einer Ideologie zu haben, die wahrscheinlich meine Freiheiten einschränkt oder abschafft, wenn sie vorherrscht. Wäre ich schwul, lesbisch, transgender oder Nichtgläubiger oder einfach nur eine Frau, sollte ich mehr als alarmiert sein. Ich müsste Angst vor dem Gedanken haben, dass der Islam zur Religion des Staates wird, in dem ich lebe. Ich würde den Islam mit aller Macht bekämpfen. Als Satz an Ideen, als Ideologie ist der Islam vogelfrei; man ist moralisch verpflichtet seine Überzeugungen und Prinzipien zu kritisieren. Wir gehen nicht gegen Individuen vor, gegen individuelle Muslime; Fakt ist, die meisten Ex-Muslime haben enge Verwandte  und Familienmitglieder, die muslimisch bleiben. Weit davon entfernt für Fanatismus einzutreten, unterscheiden wir klar zwischen Muslimen und Islam. Der Islam ist wie jede andere Religionen vogelfrei gegenüber Kritik, Verspottung usw. Es wäre schlüssiger einen neuen Begriff zu prägen, vielleicht MISOISLAMISCH, „hassen, was islamisch ist“. Das Oxford English Dictionary gibt „misokatholisch“ und „hassen, was (römisch-) katholisch ist“ an. Das Präfix „miso“ kommt vom griechischen Wort für Hass und ist zum Beispiel in misantropisch, Misogamie, Misogynie, Misologie zu finden. In der Geschichte des Westens werden die, die verschiedene Aspekte des Christentums kritisiert haben, bewundert, als Kulturhelden verehrt und als Philosophen bejubelt, die für die Säkularisierung des Westens verantwortlich sind – von Spinoza bis Camus. Sie werden nicht als „christenphobisch“ etikettiert oder abgetan.

Kurz nach dem 11. Septembe 2021 veröffentlichte das britische Zweiwochenblatt The New Statesman einen Artikel von Martin Bright, der provokativ mit „Der große Betrugstrick des Islam“ überschrieben war. Bright zählte die vertrauten Theorien der Revisionisten auf, die sich auf die Arbeit von John Wansbrough von der School of African and Oriental Studies (SOAS) und die von ihm beeinflussten Forscher wie Patricia Rone, Michael Cool, Andrew Rippin und Gerald Hawting konzentrieren. Der Artikel hatte viele Leserbriefe zur Folge und sechs davon wurden in der Folgewoche [17. Dezember 2001] veröffentlicht. Der längste kam von Patricia Cone; sie schrieb: „Moderne Historiker sind nicht an der Wahrheit und Falschheit der Religion interessiert, die sie studieren. Sie studieren Religionen als historische Faktoren, die von ihrem Umfeld geformt wurden und auf die sie zurückwirken, ganz so, wie Wissenschaftler die Bildung von Staubwolken oder die Evolution von Pflanzen studieren. Religiöse Überzeugungen formen die Welt, mit der sie interagieren, ob die sie studierende Person sie nun zufällig teil oder nicht; alles Wichtige ist, was sie damals bedeuteten, nicht was sie heute bedeuten.“ Etwas weiter fährt Crone fort: „Historiker haben kein Interesse daran das muslimische Haus zum Einsturz zu bringen, das könnten sie auch nicht, selbst wenn sie es versuchen würden. Religion gehört nicht in den Bereich, der von Forschung und Wissenschaft bewiesen oder widerlegt werden kann.“

Michael Cook, Crones einmaliger Kollege und Coautor von Hagarism, schrieb auch an das Magazin. Hier ist der volle Text seines Briefs: „Es stimmt absolut, dass einige der verschiedenen akademischen Theorien zu den Ursprüngen des Islam radikal sind. Aber es wäre falsch nahezulegen, dass sie den traditionellen islamischen Bericht zu den Anfängen der Religion als falsch ‚beweisen‘. Das tun sie nicht. Genauso beweisen meines Wissens die im Jemen gefundenen frühen koranischen Fragmente nichts Derartiges. Sie sind für Experten spannend, sie streuen ein paar Äpfel über das Pflaster, aber sie bringen den Apfelkarren nicht durcheinander. Auf jeden Fall ist es schwer zu erkennen, warum akademische Theorien zu den Ursprüngen des Islam irgendwie ‚verheerender‘ sein sollen als Theorien über Jesus es für die Christenheit gewesen sind. Akademische Arbeiten beleben gelegentlich die Hallen des Lernens, richten aber Weltreligionen nicht zugrunde. Sie spielen nicht in derselben Liga.“

Die Anmerkungen von Cook und Crone sind gelinde gesagt irreführend. Erstens scheint Crone zu impliziseren, dass alle Historiker nur historische Religionssoziologie betreiben, erforschen, was sie für Muslime bedeutete und wie Muslime ihre eigenen Religion betrachteten und erfuhren und dass sie nicht an der Wahrheit und Unwahrheit der untersuchten Religion interessiert sind. Das beschreibt nicht nur die Arbeit aller Historiker nicht, sondern es beschreibt nicht einmal ihre eigene. In Hagarism [1977], das von Michel Cook mit geschrieben wurde, in den mit Martin Hinds geschriebenen Slaves on Horses [1980] und God’s Caliph [1986], in Roman Provincial and Islamic Law [1987], Meccan Trade and the Rise of Islam [1987] zweifelte Crone die akzeptierten Ansichten zum frühen Islam an. Mit Hagarism z.B. sprengten Cook und Crone den „akademischen Konsens und zerstörten die Rücksicht  auf die muslimische Sicht der Dinge, womit sie es ermöglichten radikale Alternativhypothesen zu den Ursprüngen des Islam vorzuschlagen“; mit anderen Worten: alternative Darstellungen dessen, was tatsächlich geschah. Cook und Crone lehnten die islamische Tradition eindeutig ab.

Zweitens implizieren Cook und Crone, dass akademische Forschung keine Folgen für die Religion oder den Gläubigen hat, aber sie selbst sahen deutlich die Folgen ihrer eigenen wissenschaftlichen Arbeit, denn sie geben im Vorwort zu Hagarism zu, dass „uns“ ohne „dem skeptischen Ansatz von Dr. John Wansbrough zu der Historizität der islamischen Tradition“ ausgesetzt zu sein „… die in diesem Buch dargelegte Theorie der Ursprünge des Islam niemals in den Sinn gekommen wäre“ (S. viii) und dass diese Herangehensweise sie zu einer Theorie brachte, die „keine ist, die irgendein Muslim akzeptieren kann: Nicht, weil es irgendwie die historische Rolle Mohammeds herabsetzt, sondern weil es ihn in einer Rolle repräsentiert, die sich sehr von der unterscheidet, die er in der islamischen Tradition eingenommen hat. Es handelt sich um ein Buch, das von Ungläubigen für Ungläubige geschrieben wurde und auf dem gründet, was aus jeglicher muslimischer Perspektive eine übermäßige Aufmerksamkeit für die Zeugenaussagen ungläubiger Quellen erscheinen muss“ (S. vi-viii). Warum die Zuflucht in „ungläubige Quellen“, heißt die nichtmuslimischen Historiker der Zeit der islamischen Eroberungen? Ihre Antwort: „Praktisch alle Berichte aus der frühen Entwicklung des Islam nehmen es als axiomiatisch, dass es möglich ist, mindestens die Umrisse des Prozesses islamischer Quellen zu entnehmen. Es ist jedoch durchaus bekannt, dass diese Quellen nachweislich nicht früh sind. Es gibt keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Korans in welcher Form auch immer vor dem letzten Jahrzehnt des siebten Jahrhunderts gibt und die Tradition, die diese eher unverständliche Tradition in ihrerm historischen Kontext nicht vor Mitte des achten Jahrhunderts stattfand. Die Geschichtlichkeit der islamischen Tradition ist damit zu einem gewissen Grad problematisch: Während es keine stichhaltigen internen Grundlagen für eine Ablehnung gibt, gibt es genauso wenig überzeugende externe Grundlagen dafür sie anzuerkennen. Unter diesen Umständen ist es nicht unangemessen in der üblichen Art fortzufahren, eine vernünftig bearbeitete Version der Tradition als historische Tatsache vorzulegen. … Die einzige Möglichkeit aus diesem Dilemma herauszukommen besteht daher darin, sich komplett außerhalb der islamischen Tradition zu stellen und neu anzufangen“ (S. 3).

Was für ein außergewöhnliches Bekenntnis: Eine Geschichte, „die von Ungläubigen für Ungläubige geschrieben ist“. Was um Himmels willen heißt das? Meinen sie, Muslime sollten das nicht lesen? Warum? Weil der Bericht in Hagarism nicht wahr ist? Oder einfacher gesagt: Sie glauben, er ist wahr, aber es handelt sich um einen Bericht, den kein Muslim akzeptabel finden wird? Sind Muslime nicht in der Lage die Wahrheit zu akzeptieren? Müssen Muslime immer vor der Wahrheit geschützt werden? Warum ist ihr Zartgefühl wichter als, sagen wir, das von Christen oder Juden? Was ist mit Clio, die in der griechischen Mythologie eine der neun Musen und die Patronin der Geschichte war? Was ist mit objektiver Wahrheit?

Ohne Cook und Crone zu nahe treten zu wollen, sind diese Konsequenzen in der Tat „vernichtend“. Jede Forschung, die Zweifel auf die traditionelle muslimische Darstellung des Korans, den Aufstieg des Islam und das Leben Mohammeds wirft, ist für Muslime komplett inakzeptabel. Die beiden letzten Briefe offenbaren die enorme Kluft zwischen den Einstellungen der Erforschung von Islam und Christenheit. Der vorletzte Briefschreiber, Robin Oakley-Hill, merkte an: „Es ist kaum fair westliche Koranforschung als neokolonial zu bezeichnen, da westliche Akademiker das Christentum weit rigoroserer, regelmäßig destruktiver Prüfung unterzogen wird … Vielleicht könnte der Islam einen [Papst] Johannes XXII. und etwas Befreiungstheologie gebrauchen.“

Oakley-Hills Argument wurde von John Wansbrough höchstselbst mehr als 30 Jahre früher vorgetragen:

„Der Koran ist als für Analyse durch die Instrumente und Techniken der Bibelkritik anfälliges Dokument praktisch unbekannt. Die dogmatischen Hindernisse, die traditionell solche Untersuchungen behindert haben, sind andererseits bestens bekannt. Nicht nur Dogmen wie diejenigen, die heilige Schriften als von Gott geschaffenes Wort zu definieren und seine formelle und stichhaltige Einzigartigkeit zuzugeben, sondern auch der gesamte Korpus islamischer Historiografie bieten einen mehr oder weniger einheitlichen und plausiblen Bericht zu den Umständen der Offenbarung des Korans und haben vor der Untersuchung des Dokuments als repräsentativ für einen traditionellen Typ von Literatur abgeschreckt.“

Der letze Leserbrief des New Statesman kam von einem christlichen Geistlichen und offenbart eindeutig, dass die Christenheit nicht nur die Lektion aus der Aufklärung, sondern auch die Bibelkritik gelernt hat. Reverend Richard Craig schrieb: „Trotz der riesigen Fortschritte in der Bibelforschung kann Ann Widdicombe [ein konservatives Mitglied des britischen Parlaments] immer in ihrer Rezentsion [des Buchs] Mary: The Unauthorized Biography [Maria: Die nicht autorisierte Biografie] behaupten, dass das Evangelium des Johannes ein Augenzeugenbericht des Lebens Christi ist. Die meisten Forscher lehnen eine solche Sicht ab. Martin Brights Bericht ist willkommener Beleg, dass akademische Untersuchung der Ursprünge des Islam den langen und schmerzlichen Weg beginnt, den die Erforschung unserer heiligen Texte durch christliche Theologen beschritten hat. Widdicombes Anerkennung der schriftgläubigen Sicht der Evangelien ist bei von vielen in Kirchenbänken Sitzenden weit verbreitet, obwohl die Geistlichen seit mehr als 50 Jahren anderes gelehrt wird.“

Cook behauptet in seinem Brief auch, dass die Koranfragmente aus dem Jemen nicht viel „beweisen“. Das tun sie aber. Wie Gerd Puin gegenüber Toby lester sagte: „So viele Muslime haben diese Überzeugung, dass alles zwischen den beiden Buchdeckeln des Korans einfach Gottes unverändertes Wort ist. Sie zitieren gerne den Wortlaut, der zeigt, dass die Bibel eine Geschichte hat und nicht einfach vom Himmel fiel, aber der Koran ist bis heute aus dieser Diskussion ausgenommen. Die einzige Möglichkeit diese Mauer zu durchbrechen besteht darin zu beweisen, dass auch der Koran eine Geschichte hat. Die Fragmente von Sana’a werden uns helfen das zu tun.“

Wenn das, was Puin sagt, korrekt ist, dann sind die Konsequenzen wiederum „verheerend“, eine Tatsache, die von R. Stephen Humphreys anerkannt wird, einem Professor für Islamstudien an der University of California Santa Barbara; er argumentiert: „Den Koran zu historisieren würde praktisch die gesamte historische Erfahrung der muslimischen Gemeinschaft delegitimieren.“

Kurz gesagt, ohne Cook und Crone zu nahe treten zu wollen, versuchen Historiker zu begründen, was tatsächlich geschah und ihre Forschung hat tiefgehende Folgen für den Gläubigen und die traditionelle Sicht der Religion auf sich selbst. Die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind besonders anfälig für die Geschichtswissenschaften, weil die Gültigkeit ihrer jeweiligen Dogmen eng mit mutmaßlich historischen Ereginissen begründet oder darin verankert sind und das auf eine Weise, wie der Buddhismus es zum Beispiel nicht ist. Der historische Buddha, wenn er tatsächlich eine historische Persönlichkeit ist, sagte nur: „Folgt meiner Argumentation“ und wenn sein Leben sich als fromme Legende erwies, dann würde sein Argument immer noch bleiben und der „Buddhismus“ würde nicht in seinen Fundamenten erschüttert werden. So sagte Van Harvey [1923-2021], Professor für Religionsstudien an der Stanford University, der vor kurzem im Alter von 95 starb, in seinem Klassiker The Historian and the Believer [Der Historiker und der Gläubige], die Dentologie, wie der Franzose sagen würde, des Historikers, soll heißen, die moralische Verpflichtung des Historkers als Historiker und daher die kritische historische Methode hat „die tiefgehendsten Folgen für religiösen Glauben im Allgemeinen und den christlichen Glauben im Besonderen“.

R. G. Collingwood, die eine britische Philosophin und Historiker war, schrieb: „Die Geschichte hat mit jeder anderen Wissenschaft gemein, dass den Historikern nicht erlaubt wird irgendeine Einzelerkenntnis zu beanspruchen, außer da, wo er seine Behauptung rechtfertigen kann, indem er erstens sich selbst und  zweitens jedem anderen, der in der Lage und bereit ist seiner Demonstration zu folgen, die Gründe dafür darzulegen, auf denen sie basiert.“

Dieses Prinzip schließt auf der Stelle den genetischen Irrtum aus, durch den die kontingenten Charakteristika des Historikers oft dafür verwendet werden seine Argumente oder Schlussfolgerungen von vorneherein auszuschließen. Muslime neigen dazu Korankritik, wenn sie von Europäern kommt, als Neokolonialismus abzutun; die Arbeit israelischer oder christlicher Forscher wird gewollt als parteiisch missachtet. Nur ein Muslim, so wird argumentiert, kann den Islam kritisieren; er muss von innen heraus hinterfragt werden. Dieses Argument führt zu der absurden Schlussfolgerung, dass nur ein Marxist den Marxismus kritisieren darf, ein Stalinist den Stalinismus und ein Faschist den Faschismus; aber natürlich nutzen Muslime selbst fröhlich jede Gelegenheit das Christentum zu kritisieren. Zweifellos sind Historiker nicht anders, nicht besser oder schlimmer als der Rest der menschlichen Rasse; sie weisen alle Arten von Befangenheiten und Vorurteilen auf, die wir verwerflich finden. Diese sind aber in unserer Bewertung ihrer Arbeit als Historiker, als Islamologen irrelevant. Lawrence Conrad hat zum Beipsiel gezeigt, dass Theodor Nöldeke ein Antisemit war, „dessen Veröffentlichungen und private Korrespondenz Fanatismus und Voruteil auf einem Niveau zur Schau stellen, das höchst anstößig war“. Ich muss kaum die Bedeutung Nöldekes für die Islamstudien darlegen. Die Herkunft eines Arguments ist nicht relevant, solange es rigoroser Untersuchung unterzogen wird. Der Brief von Reverend Richard Craig unterstreicht den von Van Harvey angeführten Punkt entscheidend, nämlich dass „der Kampf um die Unabhängigkeit  des Bibelhistorikers  weitgehend gewonnen wurde“. Leider ist das bei Koranforschern nicht der Fall. Die von Ernest Renan und anderen europäischen Wissenschaftlern des 19. Jahrhunderts eingeführten Rechte die Grundlagen des Islam – ob des Koran oder des Lebens des Propheten – kritisch und wissenschaftlich zu untersuchen sind, in einer Unzahl ökumenischer Empfindsamkeiten in einer deplatzierten Sorgen um die Empfindlichkeiten von Muslimen verschleudert wurden. Zum Beispiel brachte Professor Josef van Ess gerade erst in einem Aufsatz mit dem Titel „Verbal Inspiration? Language and Revelation in Classical Islamic Theology“ [Verbal inspiriert? Sprache und Offenbarung in klassisher islamischer Theologie] seine Sorge um die empflindlichen Anfälligkeiten von Muslimen zum Ausdruck, indem er, selber nicht Muslim, seine kritische Analyse aus Respekt für die Art, wie der sunnitische Islam die Denkgeschichte so gut wie abbrach! Mohammed Arkoun antwortete sehr vernünftig, dass eine solche Haltung wissenschaftlich inakzeptabel sei, weil historische Wahrheit die Rechte des menschlichen Geistes die Grenzen des menschlichen Wissens zu erweitern betrifft; islamisches Denken kann, wie alle anderen Denktraditionen, von einer solchen erkenntnistheoretischen Haltung nur profitieren. Außerdem, führt Arkoun fort, weiß Professor van Ess nur allzu genau, dass Muslime heute unter der Politik der Unterdrückung freien Denkens leiden, besonders im religiösen Bereich. Oder anders ausgedrückt: Wir tun dem Islam keinen Gefallen, wenn wir ihn vor Werten der Aufklärung abschirmen.

Mancher westliche Forscher ist schlicht und einfach von Objektivität zur Verteidigung des Islam gewechselt; ein Trend, über den 1968 von Maxime Rodinson angemerkt wurde: „Auf diese Weise geht die antikolonialistische Linke, christlich oder nicht, oft so weit den Islam und die zeitgenössischen Ideologien der muslimischen Welt von Sünde freizusprechen. … Ein Historiker namens Norman Daniel ist so weit gegangen, jegliche Kritik an den moralischen Einstellungen des Propheten zu den Vorstellungen zu zählen, die von Mittelalterum oder Imperialismus durchdrungen sind und jede Darstellung des Islam und seiner Eigenschaften durch Mittel der normalen Mechanismen der Menschheitsgeschichte ähnlicher Tendenzen zu bezichtigen.“

„Respekt für den Glauben ernster Gläubiger kann nicht erlaubt weden die Untersuchungen des Historikers zu blockieren oder abzuleiten. … Man muss die Rechte elementarer historischer Methodik verteidigen.“

Es ist natürlich beschämend, dass das, was Karl Binswanger die „dogmatische Islamophobie“ der modernen islamistischen Forscher nennt, Gunter Lung hilft eine faire Anhörung zu verweigern und seine akademische Karriere zu zerstören. Deutsche Islamisten sollen den Arabisten Götz Schregle zitieren, der „in ihrem Geist spirituell einen Turban trägt“, eher „Islamforschung“ als Forschung über den Islam praktiziert. Genauso rügenswert ist die Unterstellung verschiedener „suspekter“ Motive für die Arbeit von Wansbrough und den von ihnen Beeinflussten gewesen. Westliche Forscher müssen entschlossen und unerschrocken ihr Recht den Islam zu untersuchen verteidigen, um den Aufstieg und Fall des Islam mit den normalen Mechanismen der menschlichen Geschichte entsprechend den objektiven Standards historischer Methodik zu erklären (die auf Annahmen und Widerlegung, kritischem Denken, rationale Argumente, Vorlegung von Beweisen und so weiter bauen). Die Tugend der desinteresseirten historischen Recherche würde auf fatale Weise untergraben, wenn wir den muslimischen oder christlichen Glauben hineinbringen würden. Wernn wir subjektiven religiösen Glauben mit seinen dogmatischen Gewissheiten in den „historischen Annäherungsprozess einbringen, untergräbt es unausweichlich das, was von R. G. Collingwood argumentierte, als grundlegende Eigenschaft des kritischen Historikers angeführt wird, nämlich die Skepsis gegenüber Aussagen über die Vergangenheit.“

Sir Isaiah Berlin beschrieb einmal einen Ideologen als jemanden, der bereit ist das zu unterdrücken, von dem er den Verdacht hat, dass es wahr ist. Sir Isaiah schloss aus dieser Einstellung die Wahrheit zu unterdrücken, dass ein Großteil des Bösen dieses und anderer Jahrhunderte geflossen ist. Die erste Pflicht eines Intellektuellen besteht darin die Wahrheit zu erzählen. Mit der Unterdrückung der Wahrheit, so ehrenhaft das Motiv auch sein mag, gefährden wir nur ein noch größeres Übel.

Wir sind allen Historikern verpflichtet uns zu helfen Ereignisse der Vergangenheit klarer und ehrlicher zu sehen, die solch einen wichtigen Einfluss auf die aktuellen Mühsale haben. Mit den Worten Albert Schweizers: „Die Wahrheit hat eine eigene besondere Zeit. Ihre Stunden sind jetzt, immer und ist in der Tat dann am wahrsten, wenn sie den aktuellen Umständen am unpassendsten erscheint.“


[1] https://www.vaticannews.va/en/chruch/news/2021-01/report-open-doors-christians-persecuted.html

Die verstörende Verzerrung des israelisch-palästinensischen Konflikts durch die akademische Welt

Norman L. Cantor, HonestReporting, 23. November 2021

Von Akademikern wird erwartet, dass sie mit umstrittenen Themen mit durchdachter Analyse umgehen – objektive Evaluation gegensätzlicher Seiten. Kommentare nach dem 11-tägigen Krieg zwischen Israel und der Hamas offenbarten eine schockierende Abweichung von diesem Standard vieler amerikanischer Akademiker. Fakultätsgruppen an allen möglichen Universitäten – einschließlich Princeton, Brown, Vassar und CUNY – äußerten absolut einseitige, verzerrte und hetzerische Erklärungen, die die palästinensische Version der Geschichte und Ereignisse unterstützen.

Die Äußerungen walzten üblich antizionistische Sprachbilder aus. Israel ist durch sein Wesen ein rassistischer „Apartheid“-Staat. Israel ist ein „siedler-kolonialistisches“ Unternehmen, das auf „ethnische Säuberung“ der Araber aus ist. Israel führt einen „Völkermord“-Krieg gegen die Einwohner des Gazastreifens.

Israel ist zwar nicht immun vor Kritik, aber die aktuellen akademischen Verzerrungen dämonisieren und delegitimieren den jüdischen Staat. Sie stellen den elftägigen Gaza-Krieg als nicht provozierten, mörderischen israelischen Angriff dar, ignorieren aber den Kontext der Raketensalven der Hamas auf israelische Zivilisten. Die Äußerungen konzentrieren sich zudem ausschließlich auf Israels angebliche Unterdrückung der Araber, während sie Misshandlungen und Missbrauch der im Gazastreifen lebenden Palästinenser durch die Hamas ignorieren.

Dieser kurze Aufsatz will die kurzsichtigen Verzerrungen und Märchen bloßstellen und diskreditieren, die in sich in diesen Verurteilungen Israels spiegeln. Werden sie nicht widerlegt, dann stellen diese einseitigen, verfälschten Behauptungen beträchtliche Gefahren dar. Eine Gefahr besteht darin, dass Amerikas Unterstützung von Israels Existenz untergraben wird, indem man Israel als illegitimer Pariastaat gebrandmarkt.

Eine weitere Gefahr unkritischer Akzeptanz des dämonisierenden Narrativs ist die Verlängerung des israelisch-palästinensischen Konflikts. Der langjährige, gewalttätige Widerstand der Hamas gegen den Staat Israel (statt einer Verhandlungslösung) wird von der Wahrnehmung verstärkt, dass ihre gewalttätige Unnachgiebigkeit von Amerika unterstützt wird. Der von der Hamas angestrebte eine Staat „vom Fluss bis zum Meer“ hat zur Folge, dass Israel demontiert wird und könnte unkalkulierbar kostspielige, gewalttätige Konfrontation herbeiführen.

Eine letzte Gefahr besteht in der Befeuerung von Feindschaft gegenüber jüdischen Studenten an amerikanischen Universitäten ohne Bezug zu dem, was diese Einzelnen zu verschiedenen israelischen Politikpunkten denken und fühlen. Jüdische Studenten sind zunehmend zu Zielen von Hohn und Isolation geworden, einfach nur weil sie Juden sind. Eine aktuelle Umfrage bei 1.027 Studenten, die sich aktiv für jüdische Angelegenheiten engagieren, deckte auf, dass sich 50% von ihnen gezwungen sehen „ihre jüdische Identität zu kaschieren oder ihre Unterstützung Israels zu verbergen“. Die Studenten berichteten von 47 Angriffen gegen sich, darunter bespuckt oder physisch attackiert zu werden.

1. Die Verleumdung Israel sei als kolonialistisches Unterfangen gegründet worden

Zu Kolonialismus gehört die Eroberung eines fremden Territoriums mit Gewalt und die Besiedlung und Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung und ihrer Ressourcen. Dieses Szenario mag in Teilen auf die Westbank (Judäa und Samaria) zutreffen, ist aber völlig unangebracht in Bezug auf Israel, wie es 1948 innerhalb der Grenzen gegründet wurde, worauf 5 arabische Länder den neu gegründeten Staat angriffen.

Die jüdische Präsenz im Land begann vor mehr als 3.000 Jahren. König David machte Jerusalem zur Hauptstadt eines israelitischen Königreichs und König Salomo baute dort den ersten jüdischen Tempel. Im Heiligen Land blieb eine bedeutende jüdische Präsenz bestehen, wenn auch als Minderheit und trotz Eroberungen durch die Babylonier, die Römer, byzantinische Christen, Muslime, Kreuzritter und die Osmanen.

Die jüdische Bevölkerung war klein, bis sie im 19. Jahrhundert allmählich zunahm. Mitte des 19. Jahrhunderts kauften jüdische Flüchtlinge aus Osteuropa Land und gründeten kleine, zumeist landwirtschaftliche Enklaven. (Das Gebiet war damals eine spärlich besiedelte Region, die vom osmanischen türkischen Reich mit seinem Zentrum in Konstantinopel „regiert“ wurde.) Weitere jüdische Migranten, zumeist vor zaristischer Unterdrückung und Pogromen fliehende Russen, kamen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. In den 1930-er und 1940-er Jahren suchten einige der vor der Verfolgung der Nazis in Deutschland, Polen und der Tschechoslowakei fliehende Juden Zuflucht im britischen Mandat Palästina.

Diese friedliche Migration und Siedlung von Juden in der uralten jüdischen Heimat fand parallel zu ähnlicher Siedlung dort durch Araber statt, die vorher unter osmanischer Herrschaft in Bereichen lebten, die heute Syrien, Ägypten, Libanon und Jordanien sind. Die Flüchtlingsjuden, die sich dort niederließen, wo heute Israel ist, hatten den gleichen Rechtsstatus wie die vielen tausend Araber, die dorthin zogen.

Diese jüdischen Flüchtlinge waren keine Kolonialisten, auch wenn viele von ihnen das Ziel hatten die Gegend zur Heimat weiterer jüdischer Flüchtlinge zu machen.

Das Ziel jüdischer Migration bestand nicht in der Schädigung der Interessen der einheimischen arabischen Bevölkerung. Das Mandat des Völkerbundes, das die Briten einen Teil des ehemaligen osmanischen Reichs verwalten sollten, begrüßte jüdische Siedlung in ihrer angestammten Heimat, bewahrte aber ausdrücklich die Bürgerrechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften.

Von 1922 bis 1947 ließen sich sowohl Juden als auch Araber weiter im Mandat Palästina nieder und beide ethnischen Gruppen rieben sich unter der britischen Kontrolle, die während dieser Zeit vorherrschten. Als die Juden kurz nach der Ablehnung des UNO-Teilungsplan 1947 den jüdischen Staat ausriefen, versprach die Unabhängigkeitserklärung das Land zum Wohl aller seiner Einwohner zu entwickeln und sicherzustellen, dass alle Einwohner gleiche politische und religiöse Freiheiten haben.

Die Umsetzung dieser Vision ist nicht perfekt gewesen, ist aber weit von dem verachtenswerten Bild entfernt, das von den Behauptungen der antizionistischen Akademiker gemalt wird, Israel sei ein kolonialistischer Staat, der die arabische Bevölkerung ausbeuten soll.

2. Die falsche Anschuldigung Israel sei ein Apartheidstaat

Der Begriff Apartheid verweist auf die früher von Südafrika staatlich aufgezwungene Trennung der Bevölkerung auf der Grundlage von Rassen. Sie schrieb institutionalisierte Trennung von Wohnort, Reisen, Bildung und Berufen vor und verwies begleitendend Nichtweiße in einen minderwertigen politischen Status. Die Apartheidstruktur machte Südafrika zum Pariastaat, was schließlich zu seiner Isolierung und dem Untergang des Systems führte.

Dass Akademiker Israel mit „Apartheid“ etikettieren, ist ein böswilliger Versuch Israel zu diffamieren und sein Existenzrecht auszuhöhlen. Israels 1,7 Millionen Araber haben volle politische Rechte und Araber haben rund 10 Prozent der Parlamentssitze Israels inne. Araber leben in zahlreichen israelischen Städten mit Juden zusammen, darunter als Rechtsanwälte, Richter, Ärzte, Krankenpfleger, Pharmazeuten, Unternehmer und Hightech-Arbeiter. Araber vermischen sich täglich in Einkaufszentren und im öffentlichen Nahverkehr mit Juden.

All das ist weit entfernt von Apartheid.

3. Die falsche Vorstellung, dass Israel eine Völkermord-Kampagne gegen die Zivilisten im Gazastreifen betreibt

Die Erklärung der Akademiker vom Mai 2021 bezeichnet Israels Bombenangriffe im Gazastreifen als zielgerichtete Tötungen von Zivilisten – Teil einer fortgesetzten Kampagne von „Völkermord“ und „ethnischer Säuberung“. Diese Anschuldigung ignoriert die Tatsache, dass Israel einen Verteidigungskrieg gegen die Raketenstarts und Mörserschüsse der Hamas auf israelische Zivilisten führte.

Die Raketensalven der Hamas richten verheerende Schäden an (einschließlich der Zerstörung von Immobilien) und verursachen Traumata (die Angst vor Luftschutzsirenen und anhaltende Aufenthalte in Luftschutzkellern). Die erste Salve der Hamas mit 150 Raketen am 10. Mai 2021 tötete zwei Einwohner von Aschkelon und verletzte Dutzende. Während des elftätigen Krieges schoss die Hamas mehr als 4.300 Projektile auf Israel.

Israels Ziele im Gazastreifen waren militärische – Raketenwerfer, Waffenlager, Kommandozentren und das umfangreiche Tunnelnetzwerk, in dem die Soldaten der Hamas sich verstecken und Pläne schmieden. Wenn Kriegführende wie die Hamas zivile Bauwerke und Bereiche wie Moscheen und Schulen als Waffenlager und Abschussrampen nutzen, werden diese zweckentfremdeten Stellen zu möglichen Zielen.

Israel hält die internationalen Rechtsstandards der Verhältnismäßigkeit bei der Auswahl militärischer Ziele ein und unternimmt außergewöhnliche Schritte (wie Anrufe bei möglichen zivilen Bewohnern) um Kollateralschäden durch seine Verteidigungsschläge einzuschränken. Wenn sich Krieg in städtische Umgebungen ausweitet, dann sind einige zivile Verluste unvermeidlich – eine Lektion, die die USA und ihre Verbündeten bei Operationen an Orten wie dem Kosovo, dem Irak, Libyen und Afghanistan lernten.

Antizionisten verurteilen „unverhältnismäßige Gewalt“, wenn ein Verteidigungskrieg gegen den Gazastreifen begonnen wird, so wie im Mai 2021; sie deuten auf höhere Todeszahlen bei den Gazanern als bei den Israelis. Während im Gazastreifen 256 Menschen starben, wurden nur 13 Israelis (12 davon Zivilisten) von palästinensischen Raketen getötet, weitere 312 Zivilisten wurden verletzt. Israels zivile Opferzahlen sind nur deshalb geringer, weil Israels Verteidigungssystem Eiserne Kuppel viele der Hamas-Raketen abfing.

Die Hamas schoss alle ihre 4.300 Projektile auf zivile israelische Bereiche. Diese Variation der ethnischen Säuberung der Hamas schlug nur aufgrund von Israels technischer Tüchtigkeit fehl.

Eine weitere Tatsache widerlegt die Behauptung, Israel habe einen Völkermord-Feldzug gegen die Palästinenser: die Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in den umstrittenen Gebieten der Westbank im Verlauf der letzten 20 Jahre.

4. Kurzsichtige Missachtung des erbärmlichen palästinensischen Fehlverhaltens

Die Äußerungen der Akademiker vom Mai 2021 drückten Solidarität mit der palästinensischen Sache aus und griffen Israel zur Verurteilung heraus. Diese einseitige Haltung ignoriert sowohl die historische arabische Verweigerungshaltung schon nur gegenüber der Existenz Israels und die unterdrückerische, missbräuchliche Misshandlung der Bevölkerung des Gazastreifens durch die Hamas.

Die arabische Verweigerungshaltung zu Israel kam schon früh zum Ausdruck, als die Armeen von fünf arabischen Ländern auf die Ausrufung eines jüdischen Staates das frisch gebackene Israel angriffen. Die völlige Verweigerung ging 1967 weiter, nachdem Israels präventiver Sechstage-Krieg die Eroberung beträchtlicher arabischer Gebiete zur Folge hatte und arabische Führer sich weigerten Israel als legitimes Land anzuerkennen oder mit Israel um die Rückgabe dieser Gebiete zu verhandeln. Mehrere arabische Länder begannen stattdessen den Yom Kippur-Krieg von 1973, bei dem Israel beinahe überrannt wurde und in dem die israelischen Streitkräfte erhebliche Verluste erlitten. Bei einigen arabischen Ländern hat die Verweigerungshaltung geendet (als Zeugnis gibt es die Verträge mit Ägypten, Jordanien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten); dennoch geht die Ablehnung Israels durch die Hamas unvermindert weiter.

Die Hamas, die aktuellen tyrannischen Herrscher des Gazastreifens, ist immer Israel Vernichtung und der Auferlegung strikten Scharia-Rechts verschrieben gewesen. Ihre Charta von 1988 gelobt Israel zu vernichten und „das Banner Allahs über jeden Zentimeter Palästinas zu hissen“ (einschließlich des Staates Israel). 1993 lehnte die Hamas die Oslo-Vereinbarungen zwischen Israel und den von der Fatah repräsentierten Palästinensern und führte die Kampagne der Terroranschläge auf israelische Busse, Einkaufszentren und Hotels fort.

Als die Hamas 2017 ihre Prinzipienerklärung abänderte, lehnte sie weiter „jede Alternative zur vollen und kompletten Befreiung Palästinas vom Fluss bis zum Meer“ ab.

2005 gewann die Hamas die Wahlen zum Palästinenserparlament. Die Wahlen waren allerdings nicht die Quelle der Kontrolle des Gazastreifens nach Israels einseitigem Rückzug 2005. Die Hamas übernahm 2007 gewaltsam die Kontrolle über den Gazastreifen in einem Putsch gegen die Fatah, mit dem eine autoritäre Hamas-Herrschaft installiert wurde. Die von der Hamas verhängte Version des Scharia-Rechts knechtet Frauen, verfolgt LGBTQ wegen ihrer sexuellen Identität und toleriert keine abweichenden Meinungen.

Die hunderte amerikanischen Akademiker, die einseitige Erklärungen zur Unterstützung der Sache der Palästinenser im Konflikt zwischen Hamas und Israel befürworteten, demonstrierten einen schockierenden Mangel an akademischer Integrität. Ob nun von Boshaftigkeit, Ignoranz oder Gleichgültigkeit angetrieben: Dieses Phänomen stellt eine alarmierende und erbärmliche Abweichung von akademischen Normen dar.

Das Ziel des Palästinensertums

Worum es beim angeblichen Streben nach palästinensischer Eigenstaatlichkeit und sozialer Gerechtigkeit wirklich geht.

Richard L. Cravatts, FrontPage Mag, 8. September 2021
(Titel bei Israel National News, 9. September 2021: Palästinensertum ist Teil des neuen Antisemitismus)

Eine von Alums for Campus Fairness durchgeführte Studie („Eine wachsende Bedrohung: Antisemitismus auf College Campussen“) fragte rund 500 jüdischen College-Studenten und aktuelle Absolventen, wie ihre Wahrnehmung von Antisemitismus auf dem Campus aussieht. Die Ergebnisse der Umfrage waren beunruhigend: „Fast 100% der Befragten sagten, Antisemitismus sei/war an ihrer Universität ein Problem.“ „95% der Befragten identifizierten Antisemitismus als ein Problem an US-Universitäten, wobei drei von vier ihn als ein ‚sehr ernstes Problem‘ beschrieben.“ Fast „die Hälfte der aktuellen Studenten sagten, Antisemitismus werde an ihrer Universität schlimmer“ und „69% der Studenten und Absolventen sagen, sie haben bestimmte Orte, Veranstaltungen oderSituationen an der Schule vermieden, weil sie Juden sind“.

Jeder, der den aktuellen Zusatnd von Universitäten kennt, weiß, dass die Wurzeln eines Großteils dieser Feindseligkeit gegenüber jüdischen Studenten die anhaltende Universitätskampagne gegen Israel und den Zionismus ist und dass jüdische Studenten, wann immer sie den jüdischen Staat unterstützen oder auch nicht, regelmäßig Ziel von Hohn, Fanatismus und Verurteilung sind, einzig weil sie Juden sind.

Tatsächlich haben Recherchen sehr eindeutig gezeigt, dass Agitation gegen Israel – darunter die toxische Kampagne Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) – durch solch zersetzende studentische Aktivisten wie Students for Peace in Palestine (SJP – Studenten für Frieden in Palästina) sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität antisemitischen Redens und Äußerungen steigert. Z.B. deckte ein Bericht der The AMCHA Initiative, einer Campus-Beobachterorganisation zu Antisemitismus, aus dem Jahr 2019: „Der Auftrag von BDS, Programme, Zusammenarbeit, Veranstaltungen oder Äußerungen zu boykottieren oder zu unterdrücken, die für die ‚Normalisierung Israels in der globalen akademischen Welt‘ werben, sowie den akadmischen BDS-konformen ‚gesunden Menschenverstand‘ Einzelner zu kritisieren, gegen sie zu protestieren und sie zu boykottieren, wenn diese als Komplizen bei den Israel vorgeworfenen Verbrechen oder Unterstützer dieser gehalten werden, scheint enorm zu antisemitischem Verhalten zu anzuspornen“.

Ein früherer AMCHA-Bericht hatte ähnliche Verbindungen zwischen israelfeindlichem Aktivismus und dem Vorhandensein von Antisemitismus an den Universitäten mit SJP-Gruppen festgestellt. Dieser Bericht kam zu dem schockierenden Schluss, dass das „Vorhandensein von einer oder mehrerer antizionistischen Studentengruppen sehr stark mit der Gesamtzahl antisemitischer Vorfälle korreliert. 99% der Schulen mit einer oder mehreren aktiven antizionistischen Studentengruppen hatten eine oder mehr antisemitische Aktivitäten, während nujr 16% der Schulen ohne aktive antizionistische Studentengruppen Vorfälle antisemitischer Aktivitäten hatten.“ Universitäten mit SJP oder anderen antizionistischen Studentengruppen, stellte der Bericht fest, waren „sehr stark mit dem Auftreten antisemitischer Äußerungen verbunden. 91% der Schulen mit einer oder mehrerer aktiver antizionistischer Gruppen zeigten Beweise für antisemitische Äußerungen, während nur 16% der Schulen ohne aktive antizionistische Studentengruppen Beweiswe für antisemitische Äußerungen zeigten.

SJP und andere Studentengruppen sind, zusammen mit ihren Sponsoren aus dem Lehrkörper, die Fußsoldaten in der weltweiten Kampagne des Palästinensertums, aber die Ideologie, die die palästinensische Sache antreibt, ist nicht nur in den Mauern der efeubewachsenen akademischen Welt offenkundig, sondern auch in der UNO, in NGOs, dem Außenministerium, auf der arabischen Straße und in Parlamenten und Kongressen, wo die linken Intellektuellen behaupten sich für arabische Selbstbestimmung einzusetzen und scheinbar kein Problem damit haben, als Teil dieser Bemühungen wenn nötig die einzige Demokratie des Nahen Ostens zu opfern.

Im Mittelpunkt dieser Propagandakampagne zur Verankerung des Palästinensertums – in dem das Leid der Palästinenser endlich das historische Leiden und die Enteignung der Juden übertrumpft hat – steht die umfassende, bewusste Aneignung der Sprache und der Symbole der Juden durch die Feinde, die nicht nur die jüdische Vergangenheit, sondern die Existenz des jüdischen Staates ausrotten wollen. Folglich wird der tatsächliche Völkermord am europäischen Judentum während des Holocaust von der arabischen Welt entweder bagatellisiert oder bestritten, während gleichzeitig Israel beschuldigt wird über ethnische Säuberung, militärische Grausamkeit und Kriegsverbrechen einen neuen „Holocaust“ an den Palästinensern zu verüben.

Palästinenser beeichnen sich regelmäßig als in einer Diaspora zerstreut, was sie ihre „Nakba“ nennen, eine Katastrophe, so wie Juden traditionell von ihrer Zerstreuung aus ihrer Heimat nach der Zerstörung des zweiten Tempels gesprochen hatten. Während arabische Aggression und mörderische Impulse gegenüber Juden – vor und nach der Gründung Israels – unerbittlich gewesen sind, hat das Palästinensertum erfolgreich den arabischen Palästinensern die Rolle des immerwährenden Opfers jüdischen Herrenmenschentums gegeben, obwohl die irredentischen Ziele der Islamisten einen rein muslimischen Staat im historischen Palästina zu errichten genau das ist, was wiederholt lautstark als von Israel betriebene rassistische, unmenschliche, interational kriminell und moralisch inakzeptable Form der Selbstbestimmung verdammt wird.

Dass der Westen das Palästinensertum weithin akzeptiert, ist größtenteils durch die intellektuellen Eliten angeführt worden, deren eigene Neigungen gegen Isarel und die USA dazu dienen die Kampagne zur Verunglimpfung, Diffamierung und Delegitimiserung Israels zu anzutreiben und weithin zu fördern. Während die ideologischen Eskapaden israelfeindlicher Studentengruppen die sichtbarsten Aspekte der Hasst-Israel-Agenda sind, wäre dieses Ausleben und die schrille Rhetorik von Studenten inkonsequent, würde es sich nicht der vollen intellektuellen und moralischen Unterstützung dieser Bewegung durch Mitglieder der Lehrenden genießen – denen mit dem Prestige und akademischem Einfluss dem Krieg der Ideen gegen den jüdischen Staat Glaubwürdigkeit und Einfluss zu verleihen.

Die Links-Tendenz der Fakultäten an den Universitäten hat es unausweichlich gemacht, dass viele Professoren die Rechtschaffenheit des Zionismus bezweifeln, wenn sie nicht offen die Existenz Israels als moralischen Fleck der Welt brandmarken, der Araber unterdrückt und die USA als Komplizen bei dieser vermeintlichen kolonialen, militaristischen Unterdrückung teeren. Die selbstgerechten Professoren, die ununterbrochen Israel verurteilen, können eine große moralische Hingabe an die Palästinenser haben oder auch nicht.

Eigentlich ist das oft für ihr Hauptziel nebensächlich: Nicht tatsächlich mit konstruktivem, taktischem Rat und Unterstützung der palästinensischen Selbstbestimmung zu helfen – was immer bitter und sichtbar gefehlt hat – sondern die Unterstützung für Israel mit der von Israles jihadistischen Feinden geteilten ultimativen Absicht zu schwächen, um es letztlich komplett zu beseitigen. Die vorgetäuschte Rechtschaffenheit, die sie einsetzen, um sich vor Kritik zu schützen, beruhigt die, die sonst die fundamentale moralische Grausamkeit ihrer Angriffe auf Israel sehen würden. Und sie sind in ihrer Selbstgerechtigkeit auch feige eine solch lautstarke Haltung gegen Israel einzunehmen, denn das ist eine Auffassung und ein philosophischer Ansatz, die im Juden hassenden Westen keinen Mut benötigen.

Natürlich grassiert bei den Campus-Linken die Zurschaustellung eigener Tugendhaftigkeit; viele von ihnen haben das Gefühl, weil sie soziale Gerechtigkeit für die Palästinenser anstreben und versuchen das niederzustrecken, was sie als neue israelische Version der Aparthad definieren; dass alles, was sie sagen oder tun, um Israel zu delegitimieren, akzeptabel, sogar notwendig ist. Damit tyrannsieren sie Israel nicht nur, es solle seine politischen Gewohnheiten zur Beendigung palästinensischen Leidens, sondern auch, so behaupten sie, zum Wohl sowohl der Israelis als auch der Diaspora-Juden.

Diese törichten Professoren (und ihre mitlschuldigen Studenten), die nie einer ernsteren physischen Bedrohung ausgesetzt waren, als beim Schlange stehen im Starbucks angerempelten worden zu sein, sind äußerst bereit Isarel zu beschimpfen, wenn es sich gegen unaufhörliche Raketenangriffe aus dem Gazastreifen verteidigt, die israelische Zivilisten ermorden sollen. Dieselben Professoren, viele von ihnen die niederträchtigsten Kritiker, die aus Fakultäten der Geisteswissenschaften, Literatur, Anthopologie, Geschichte und Soziologie kommen, sind ohne jegliche militärischen Fachkenntnisse erpicht darauf offizielle Vertreter Israels zu Kriegsregeln zu ermahnen und brandmarken das Fehlen von „Verhältnismäßigkeit“ in Israels Bemühungen seine Bevölkerung vor jihadistischen Mördern zu verteidigen. Und sie sind derart erpicht öffentlich, ihre Rechtschaffenheit als Verteidiger der palästinensischen Sche zu behaupten, dass sie terroristische Gewalt akzeptieren und „erotisieren“ und sich bereitwillig Israels Todfeinden anschließen, die es auslöschen wollen, womit sie, wie es der Essayist David Solway so lyrisch ausdrückte: „den ammoniakartigen Hass der aktuellen Brut der Krypto-Antisemiten, die sich als Antizionisten ausgeben“ bedienen.

Diese herablassende politische Haltung, die hinterlistige Lüge der Linken, alle Kulturen seien gleich, aber einige mehr oder weniger gleich, um es mit Orwell auszudrücken, führte Liberale in eine moralsiche Falle, in der sie Israels militärische Selbstverteidigung als barbarisch, kriminell und nazihaft denunzieren (weil Israel ein mächtiger, demokratischer Staat ist) und regelmäßig den völkermörderischen arabischen Terrorismus als ein akzeptables und unvermeidliches Ergebnis eines schwachen Volks entschuldigen oder rechtfertigen, das unter westlicher Unterdrückung leidet. Gewalt seitens der Unterdrückten wird von Linken akzeptiert, weil es als Fehler der starken Staaten erachtet wird, deren Unterdrückung dieses wehrlosen Volks die Grundursache ihres gewalttätigen Widerstands ist.

Fakt ist: Wenn Israel verabscheuende linke Professoren wie der toxische Joseph Massad von der Columbia University palästinensischen Terror entschuldigen, dann rechtfertigen sie ihn mit der Charakterisierung der Existenz Israels als moralisch fehlerhaft, als auf dem seiner Ansicht nach inhärent rassistischen und imperialistischen Wesen basierend. Für ihn können Staaten, die rassistisch und imperialistisch sind, nicht einmal ihre Selbstverteidigung rechtfertigen, während die Opfer solcher Regime freie Hand haben wie sie „Widerstand“ leisten, was auf der linken Auffassung der universalen Menschenrechte gründet – aber besonders für die Schwachen gilt. „Worauf die Palästinenser letztlich bestehen, ist, dass Israel gelehrt werdne muss, dass es nicht das Recht hat seine rassissche Überlegenheit zu verteidigen“, hat Massad geschrieben, „und dass die Palästinenser das Recht haben ihre universalen Menschenrechte gegen Israels rassistische Unterdrückung zu verteidigen.“

Als Teil der leidenschatlichen Wunschs der akademischen Welt die Universitäten zu sozial idealen Schauplätzen zu machen, wo rassische und kulturelle Konflikte aufhören zu existieren, fasst das Palästinensertum als Teil der Kampagne zur Verwirklichung „sozialer Gerechtigkeit“ für marginalisierte Opfergruppen Fuß – zu denen die lange benachteiligten arabischen Palästinenser gehören, die in der Dritten Welt heutzutage die Lieblingsopfer sind.

Für die Linke ist, nach Angaben von David Horowitz, einem ehemals radikalen Linken, der sich zu Konservativen wandelte, das Konzept einer Welt, die in Unterdrücker und Unterdrückte geteilt ist“. Diejenigen, die soziale Gerechtigkeit anstreben, tun das daher mit der Intention die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Spielfelder einzuebnen; sie streben eine Umstrukturierung der Gesellschaft auf eine Weise an, die die Mächtigen und die Eliten benachteiligt und sie, wenn nötig, stürzt – damit die Enteigneten und Schwachen gleichgestellt werden können. Mit anderen Worten: Die Linke sehnt sich nach einer utopischen Gesellschaft, die noch nicht existiert und ist bereit den bestehenden Status quo umzustrukturieren und – oft um einen furchtbaren humanitären Preis – zu stürzen, um sogenannte „Gerechtigkeit“ für diejenigen zu schaffen, die aus ihrer Sicht von der Geschichte übergangen oder missbraucht wurden. Nach Angaben von Horowitz ist dieser „Radikalismus eine Sache, deren utopische Agenden eine Ethik zur Folge haben, in der der Zweck überwiegt und letztlich die Mittel rechtfertigt“, eine Sichtweise, die bedeutet hat, dass westliche Linke dazu gekommen sind Mitgefühl für die Taktiken und die Ideologie von Jihadisten haben, die die westlichen Ideale im Streben nach einem islamischen Kalifat kippen wollen, was Horowitz als eine „unheilige Allianz“ der Linken mit den Islamisten in ihrem Streben nach sozialer Gerechtigkeit bezeichnet.

In dieser gefährlichen Allianz wird Israel ständig als rassistischer Staat verleumdet, als aggressives militaristisches Regime, das den unglücklichen Palästinensern unverhältnismäßiges Leid zufügt, womit das Argument geölt wird, diese Ungleichheit sei so inhärent und unerbittliche falsch, dass sie korrigiert und gerecht gemacht werden muss. Damit bringen solch radikale Studentengruppen wie Students for Justice in Palestina, die als ihren Kernauftrag haben, wie ihr Name impliziert, ihre eigene Vision von Gerechtigkeit in den Nahen Osten zu bringen, diese Gerechtigkeit einzig den Unterdrückten, den Palästinensern und nicht dem Unterdrücker, Israel, dessen Machtposition nur durch eine „Hierarchie von Klasse und Rasse“ möglich gemacht wurde, „die weltweit existiert“.

Für die Linke gilt soziale Gerechtigkeit einzig für die Entrechteten, die „Opfer“ ungerechter westlicher Gesellschaften, die, deren Leiden vordergründig von imperialistischen, kapitalistischen, militanten, hegemonialien Staaten verursacht wird und deren Fehler ist – Amerika und Israel an erster Stelle. Und an den Universitäten, wo linke Professoren die Rassen- und Klassen-Politik fast heilig gemacht und bestimmte Sätze bevorzugter Opfergruppen identifiziert haben, für die Gerechtigkeit angestrebt wird, hat der Kult des „Opfertums“ sogar zu verpflichtendem Unterricht für das Erreichen der Mechaniken des Erreichens von sozialer Gerechtigkeit für die Schwachen in der Gesellschaft geführt.

Diese Sicht auf den Juden oder Israel, den jüdischen Staat als politischem Destabilisator, steht natürlich auch im Mittelpunkt der Ideologie des Palästinensertums und der Vorstellung, dass die Opfer jüdischer Kraft die Entrechteten und Schwachsen sind, für die linke Akademiker angeblich Gerechtigkeit begehren. Jede Taktik, einschließlich Terror und Gewalt, wird als für die Sache der Opfer, das Joch der Unterdrückung abzuwerfen, angemessen und entschuldbar betrachtet; so sind die Palästinenser, die man eindeutig täglich unter Demütigung leiden lässt und die endlos ihrer Heimat und des Rechts auf Selbstbestimmung beraubt sind, das perfekte Beispiel des zeitgenössischen Opfer-Archetyps, des „Anderen“ aus der Dritten Welt, ein allgegenwärtiger, obdachloser, vertriebener, tragischer Flüchtling, dessen Notlage direkt auf den angeblichen Kolonialismus seitens des „Siedlerstaats“ Israel zurückverfolgt werden kann.

Diese Erklärung, dass Gewalt eine akzeptable, wenn nicht sogar willkommene Komponente des Palästinensertums ist – heißt: der inhärenten „Gewalt“ des Imperialismus, Kolonialismus oder Kapitalismus wird nicht mit derselben Gewalt begegnet wie der unterdrückte Versuch ihre Unterdrücker abzuschütteln – ist genau die Art kontraproduktiver Vernunft, die sich in diesem Zeitalter als hartnäckiger Teil des Kriegs gegen den Terror erwiesen hat. Amerika hassende und Israel hassende Akademiker haben nicht unregelmäßig den Wunsch geäußert, dass diesen Ländern Schaden durch die Hand der Opfergruppen entsteht, für die sie regelmäßig ihre Sympathien bekunden. Sie schreiben Armut und Hilflosigkeit regelmäßig und fälschlich die Tendenz zu zuTerrorismus seitens der ansonsten schwachen und unterdrückten Einzelnen zu führen. Und wie linke Apologeten revolutionärer Gewalt in früheren Beispielen für Widerstand sehen sie eine Gelegenheit den Spieß gegen die Unterdrücker zu drehen und in der sich daraus ergebenden Machtverschiebung eine ebenbürtige Verteilung des Leids herbeizuführen.

Die fast totale linke Ablehnung jeglicher Anerkennung von Gutem seitens westlicher Länder, die Kultivierung und Forderung des Palästinensertums ist, so sagt es die Kommentatorin Melanie Phillips, symptomatisch für den Glauben der Akademiker an ihre eigene moralische Überlegenheit, ein Merkmal, das ihnen, zumindest in ihrem eigenen Denken, eine echtere und prinzipienfestere Weltanschauung verleiht.

„Im Griff eines Gruppendenkens, das dafür sorgt, dass sie vor der Opfer-Kultur und dem Abbau westlicher Moral und dem Konzept der Wahrheit niederknien“, schrieb Phillips, „ist eine erschreckende Anzahl unserer vermeintlich klügsten Köpfe von Leuten, die Aufklärung verbreiten, in solche verwandelt worden, die um sich Dunkelheit ausgießen.“

Akademiker verwenden Propaganda, nicht Expertise, um auf Israel einzuprügeln

Phyllis Chesler, IPT News, 24. Mai 2021

Palästinensische Keffiyeh tragende Männer sind auf den Straßen Amerikas und Europas herumgelaufen und haben Juden verprügelt. Israel stellte man sich als sicheren Hafen für verfolgte Juden vor, die im Exil leben und heute werden in der Diaspora lebende Juden angegriffen, weil Israel nicht nur existiert, sondern es auch noch wagt sich gegen islamistische, terroristische Aggression zu verteidigen.

Zusätzlich geben Gutmenschen des interreligiösen Dialogs, feministische Akademiker und Gelehrte im Allgemeinen Unterstützungserklärungen für Palästina ab, aber nicht für Israel, das unter der umfassendsten Belagerung gestanden hat.

Eine Gruppe, die sich Palestinian Feminist Colletive nennt, startete einen „Liebesbrief an unser Volk in Palästina“, in dem es heißt: „Wieder einmal trotzen Palästinenser vom hohen Norden bis in den tiefen Süden unseres Heimatlandes den Versuchen der Siedler-Kolonialisten das Land und das Volk zu teilen…“ Schlagworte wie „Siedlergewalt“ und „ethnische Säuberung“ werden als „Teil der fortgesetzten Nakba [Katastrophe], die palästinensischen Zeit und Raum seit 1948 überspannt“ eingesetzt und verstanden.

Der Feminismus des Kollektivs ist einer, in dem „gegenderte Gewalt der Kern der kolonialen Vorgehensweise der Siedler ist. Wir stehen zu euch, während ihr dieser maskulinisierten und militärischen Kolonisation Widerstand leistet.“

Ihr Sprachgebrauch ist kommunistische Revolutionsrhetorik und ein Rückschritt in die westliche Romanze mit Che Guevara, Mao, Stalin und den amerikanischen Black Panthers.

In der Folge veröffentlichten akademische Feministen eine Erklärung „in Solidarität mit dem palästinensisch-feministischen Kollektiv“, die zu unwissenschaftlicher Standardklausel-Propaganda verlinkt, von der sich keine mit der islamischen Geschlechterapartheid beschäftigt, die arabisch-palästinensische Frauen in Israel, dem Gazastreifen und der Westbank plagt. Sie konzentrieren sich auf „Zwangsräumungen in Ostjerusalem“ ohne die Geschichte, die Rechtmäßigkeit oder das Wesen dieses Streits zu begreifen.

Die Erklärung selbst ist problematisch, aber schlimmer ist, dass sie komplette Fakultäten an Dutzenden Universitäten auflistet. Das wurde ohne das Wissen oder die Genehmigung einiger, wenn nicht vieler der Fakultätsmitglieder gemacht, die in ihnen arbeiten.

Die Genderstudien-Leute verlinken zu Fakten über die „humanitäre Lage im Gazastreifen“, die es versäumen einzuräumen, dass Israel den Gazastreifen 2005 verließ. Wie immer die Lage dort sein mag, sie ist die Folge der Gier, Korruption und terroristischen Ziele der Hamas.

Lieber Gott, wie ist es möglich zu behaupten „Palästina ist eine Sache des Feminismus“, was sie tun, ohne auch nur die Kinder-Zwangsehen, Zwangsverschleierung und Ehrenmorde zu erwähnen – indigene Bräuche – die nicht von der angeblichen israelischen Besatzung verursacht sind?

Unter der theokratischen Hamas-Herrschaft können Frauen im Gazastreifen nicht ohne Einverständnis eines männlichen Hüters reisen. Nur Tage, bevor die Hamas den letzten Krieg begann, wurde eine Reporterin in Gaza verprügelt, weil sie es wagte mit unbedecktem Kopf vor die Tür zu gehen. Gaza gehört zu den weltweit gefährlichsten Orten für Schwule und Lesben. Zu diesen Dingen haben die Genderstudien- und feministischen Akademiker nicht viel zu sagen gehabt.

Wie ist es akademischen Feministinnen möglich sich stärker um die sogenannte Besatzung und Kolonisierung eines Landes zu sorgen, das nie existierte, als um die Besatzung der realen Frauenkörper in genau dieser Region?

Diejenigen, die sich so sehr um Trigger-Warnungen und Mikroaggressionen sorgen, scheinen an dem Trauma kein Interesse zu haben innerhalb von 15 Sekunden einen Luftschutzbunker erreichen zu müssen; an dem Trauma von Raketen über dem Kopf. Das ist Israels Realität – und wurde für die Gazaner erst Realität, nachdem die Hamas Israel 2006, 2009, 2012, 2014, 2019 und 2021 angriff.

Diese feministischen Professorinnen haben nicht mit ihren eigenen, individuellen Namen unterschrieben, weil ihre gesamten Fakultäten sich dieser Erklärung verschrieben haben. Dazu gehören: Amherst, Barnard, neun Universitäten in Kalifornien, Georgetown, Georgia State, Rutgers, Standford, die University of Hawaii, Washington State, Yale sowie neun kanadische Universitäten – McMaster University, Mount Royal University, Queens University, Saint Mary’s University, St. Francis Xavier University, University of British Columbia, University of Regina, University of Waterloo und York University.

Ich habe nach dem Zufallsprinzip die Veröffentlichungen von jeweils einer Professorin von 10 Gender- und Frauenstudien sowie Sexualitätsfakultäten ausgesucht. Zu ihren Fachgebieten gehören das Studium von Testosteron und die „wechselseitigen Beziehungen zwischen Naturwissenschaften und den sozialen Hierarchien von Geschlecht, Sexualität und Rasse“; transnationale Feminismus– und Karibik-Studien, die Schwarz-radikale Tradition und Guyana; Queere Verwandtschaftsverhältnisse in Taiwan; Rasse und Technologie, weißes Herrenmenschentum und radikaler Liberalismus; Queer-Rasse und Queers of Color; Fettleibigkeit, Invitro-Befruchtungsfehlschläge und Ausdauersport wie Marathon-Schwimmen; feministische Leistung, Kulturkritik, Rassentheorie; Sexualität, Psychoanalyse, postkoloniale, Queer- und Trans-Theorien.

Lediglich eine Professorin an der University of California, Berkeley Law School hat die Frage der Ehrenmorde behandelt – aber hauptsächlich, um Präsident Trump und Ayaan Hirsi Ali wegen fehlgeleiteter Stigmatisierung eines gesamten Volkes für ein Verbrechen anzuklagen, das angeblich auch im nichtmuslimischen Westen vorkommt.

Vielleicht betrachtet man das heute als „feministische“ Arbeit. Aber keine dieser willkürlich ausgesuchten 10 haben einen höheren Abschluss in der Geschichte der Beschaffenheit des Nahen Ostens, der arabischen Welt, Islam, Judentum oder Israel. Keine gibt als Expertin Kurse in solchen Feldern. Sie nutzen ihre Experten-Referenzen lediglich um Propaganda zu unterstützen.

Die feministischen Akademikerinnen sind nicht alleine. Eine weitere Erklärung, „Palästina und Praxis: Wissenschaftler für palästinensische Freiheit“, weist 70 Seiten Unterschriften mit etwa 48 Namen auf jeder Seite auf. Das addiert sich zu ungefähr 3.150 Unterschriften und mehr. Diese Professoren lehren überall in den Vereinigten Staaten, auch an Ivy League-Universitäten, außerdem in Kanada, Frankreich, Holland, Irland, Spanien, der Schweiz, Großbritannien, Bangladesch, Ägypten, Indien, Indonesien, Jordanien, Südafrika und der Türkei.

„Als Wissenschaftler bestätigen wir den palästinensischen Kampf als indigene Befreiungsbewegung, die sich einem Siedler-Kolonialstaat stellt“, heißt es in der Erklärung. „Israel führt einmal mehr eine groß angelegte Luftangriffs-Bombardierungskampagne … Palästinensische Wissenschaftler schreiben unter der Bedrohung der Auslöschung durch Siedler-Kolonialisten und der Auferlegung von Exil… es ist zwingend nötig, dass wir ihre Ersetzung und Auslöschung nicht innerhalb unserer eigenen Forschung vornehmen… Forschung ohne Handeln normalisiert den Status quo und verstärkt Israels Straflosigkeit…“

Was ist „Praxis“? Es bedeutet „Ausüben“ oder „Handeln“. Glauben diese Professoren wirklich, dass schon die Verwendung des Wortes „Praxis“ irgendein Handeln darstellt? Wenn ja, mit welchem Ziel? Sie sagen es uns.

„Forschung ohne Handeln normalisiert den Status quo und verstärkt Israels Straflosigkeit… Forschung muss auch ethisch sein, indem sie sich auf Entkolonialisierung konzentriert und die Stimmen der palästinensischen Wissenschaftler so erhebt, dass sie Quellen von Autorität bleiben und nicht nur Studienobjekte.“

Damit fordern die Professoren Wissenschaftler auf, sich BDS – Boykott-Kampagnen – und antiisraelischem Campus-Aktivismus zu verpflichten sowie „Druck auf (ihre) Regierung auszuüben, damit sie aufhört die israelische militärische Aggression zu finanzieren“.

Diese Erklärung ist schlichtweg eine Kriegserklärung an den jüdischen Staat.

Raten Sie mal: Nur 11 der 450 Unterzeichner lehren in Nahost-, Palästina- und Arabisch-Studien.

Sowohl die feministischen Akademikerinnen als auch die „Wissenschaftler“ recyceln palästinensisch-islamistische Propaganda und versuchen das als wissenschaftliche Meinung zu verkaufen. Fallen Sie nicht darauf herein. Was beide Erklärungen sagen, ist freitags in den fundamentalistischsten Moscheen im gesamten Nahen Osten und bei den Äußerungen der Muslimbruderschaft-Außenposten wie der Muslim Student Association und dem Council on American-Islamic Relations (CAIR) zu hören.

Für sie symbolisiert „Palästina“ die heiligste Unterdrückung und den wichtigsten indigenen Wiederstand.

Wenn vermeintliche Wissenschaftler zu Fragen dozieren, die über ihr Fachgebiet hinausgehen, zu Themen, die so komplex wie diese sind, dann stellt das den Tod der Werte der Aufklärung und die Zersetzung unabhängigen Denkens dar. Es ist auf jeden Fall der Tod des echten Feminismus.

Sind gebildete Menschen antisemitischer?

Eine neue Umfrage zeigt, dass ein Gegenmittel, auf das amerikanische Juden das letzte Jahrhundert über vertraut haben, heute die Seuche verbreiten könnte.

Jay P. Greene/Alberg Cheng/Ian Kingsbury, Tablet Magazine, 30. März 2021

Ein Grundlagenprinzip im Kampf gegen Hass in Amerika ist die Überzeugung, dass Intoleranz im Allgemeinen und Antisemitismus im Besonderen Funktionen von Ignoranz sind, die über Bildung gelöst werden können. Wir sehen Beweise dafür, wo immer Sorgen wegen Intoleranz oder Antisemitismus stärker auffällig werden. Vorgeschlagene Lösungen bieten regelmäßig verbesserte Holocaust-Bildung oder ausgeweitete Diversität, Gleichheit und Inklusionstraining an. Die Profile von Antisemiten tendieren dazu aus Weißen vom Land oder städtischen Minderheiten mit niedrigem Bildungshintergrund zu bestehen. Hoch gebildete Menschen tendieren dazu sich in ihrem höheren Klassen-Status sicher zu fühlen und nehmen an, dass die Gefahren von Hass zwischen Gruppen sich andernorts konzentrieren.

Tatsächlich unterstützen weithin zitierte Antisemitismus-Studien die Überzeugung, dass er mit niedrigem Bildungsniveau einher geht. Die Umfrage Global 100 der Anti-Defamation League zu weltweitem Antisemitismus stellte zum Beispiel fest: „Unter Christen und den nicht Praktizierenden führt ein höherem Bildungsniveau zu weniger antisemitischen Einstellungen.“ Die Umfrage, die auch im Iran und der Türkei durchgeführt wurde, befand: „Bei muslimischen Befragten gilt das das Gegenteil…“ Nimmt man Schulsysteme aus, die ausdrücklich Judenhass lehren, so scheint Bildung tatsächlich Antisemitismus zu reduzieren. Nach Durchsicht mehrerer Studien kam der Soziologe Frederick Weil zu dem Schluss: „Die besser Gebildeten sind in den USA weit weniger antisemitisch als die schlechter Gebildeten und für diese Beziehung kann kein anderes Maß als der soziale Status (d.h. Einkommen, Beruf) verantwortlich sein.“

Ein großes Problem dieser weithin vertretenen Überzeugung – die seit den Tagen von Louis Brandeis die Herangehensweise der amerikanischen jüdischen Gemeinschaft an die Bekämpfung des Hasses dominiert – besteht darin, dass sie von den Fragen der Umfragen abhängt, die vermutlich versäumten den Antisemitismus unter den gut Gebildeten zu erfassen. Diese Studien messen Antisemitismus größtenteils einfach mit der Frage an die Probanden, welche Gefühle sie zu Juden haben oder indem sie fragen, ob sie unverhohlen antisemitischen Stereotypen zustimmen. Aber gebildete Menschen, die erfahren darin sind Tests zu absolvieren, wissen, dass das „falsche“ Antworten sind.

Zum Beispiel sollte eine aktuelle Umfrage Antisemitismus an Colleges beurteilen; sie basierte auf dem Niveau der Zustimmung der Befragten zu Äußerungen wie „Juden haben zu viel Macht auf internationalen Finanzmärkten“ oder „Juden kümmert es nicht, was anderem außer den ihren geschieht“. Erfahrene Befragte dürften eher entdecken, was sie gefragt werden und gesellschaftlich wünschenswertere Antworten geben, die einen nuancierteren Grad an Antisemitismus nicht offenlegen. Die Überzeugung, dass Antisemitismus mit niedrigerem Bildungsniveau verbunden ist, dürfte daher eine Funktion des „Wer wird per Umfrage erwischt“ sein statt auf einer akkuraten Beziehung zwischen Bildung und Antipathie gegen Juden zu gründen.

Um diese Hypothese zu überprüfen, entwickelten wir ein neues Umfragemaß, das auf dem gründet, was der Menschenrechtsaktivist und ehemalige Refusenik Natan Sharansky als bestimmendes Merkmal des Antisemitismus bezeichnet. Wir entwarfen zwei Versionen derselben Frage; eine wollte, dass die Befragten ein Prinzip auf ein jüdisches Beispiel, die andere, dasselbe Prinzip auf ein nichtjüdisches Beispiel anwenden. Den Probanden wurde stichprobenartig entweder die eine oder die andere Version der Frage gezeigt, so dass kein Befragter beide Versionen der Frage sieht. Da niemand beide Versionen der Frage sieht, haben gebildete Probanden keine Möglichkeit zu wissen, dass wir ihre Gefühle gegenüber Juden messen und keinen Hinweis, um mit ihren Antworten zu spielen.

Als wir diese doppelte Standards in einer landesweit repräsentativen Befragung von mehr als 1.800 Personen anwandten, unterschieden sich die Ergebnisse breitflächig von der herkömmlichen Ansicht zur Beziehung zwischen Bildung und Antisemitismus. Fakt ist, dass wir mehr hoch gebildete Menschen feststellten, die eher dazu neigten Prinzipien bei jüdischen Beispielen härter anzuwenden. Damit, dass wir verhinderten, dass die Probanden wussten, dass sie über ihre Gefühle gegenüber Juden befragt werden, entdeckten wir, dass höher gebildete Menschen in den USA dazu tendieren stärkere Antipathie gegenüber Juden zu haben es als weniger gebildete Menschen tun.

Entgegen früheren Behauptungen scheint es so, dass Bildung keinen Schutz vor Antisemitismus bietet und ihn sogar lizensiert – zum Teil dadurch, dass die Leute mit durchdachten und sozial akzeptierbaren Möglichkeiten ausgestattet werden ihn zu formulieren.

Unsere Umfrage bestand aus 29 Themen, in denen die Probanden zu einer Vielzahl von politischen Fragen und Streitfragen sowie zu demografischen und Hintergrundinformationenbefragt wurden. Wir nahmen eine größere Stichprobe an Lehrern und Professoren, um zusätzliche statistische Kraft zu erhalten, damit Schlüsse über Menschen mit höherem Bildungsniveau gezogen werden konnten. Es wurden Gewichtungen genutzt, um sicherzustellen, dass die gemeinsame Stichprobe für die USA repräsentativ ist. Eingebettet in die Umfrage waren sieben Posten, die die Probanden baten ein Prinzip entweder auf ein jüdisches oder auf ein nichtjüdisches Beispiel anzuwenden.

Aus Gründen, die wir unten erklären, konzentrierten wir uns auf vier der sieben Punkte, um unser Maß für Antisemitismus zu entwickeln. Der erste Punkt will wissen, ob „die Regierung Minimalanforderungen für das setzen sollte, was in Privatschulen gelehrt wird“, wobei als Anschauungsbeispiele orthodoxe jüdische und Montessorischulen verwendet wurden. Der zweite Punkt wollte wissen, ob „die Bindung einer Person zu einem anderen Land einen Interessenkonflikt schafft, wenn für gewisse außenpolitische Positionen der USA eingetreten wird“, wobei Israel und Mexiko als Anschauungsbeispiele angegeben werden. Der dritte Punkt will wissen, ob „dem US-Militär erlaubt werden sollte zu verbieten“, dass religiöse Kopfbedeckungen als Teil der Uniform getragen werden; eine jüdische Jarmulke und ein Sikh-Turban sind als Beispiele angegeben. Und der vierte Punkt will wissen, ob öffentlichen Versammlungen während der Pandemie „eine Bedrohung der öffentlichen Gesundheit darstellen und hätten verhindert werden sollen“, wobei orthodoxe jüdische Beerdigungen und Black Lives Matter (BLM) -Proteste als Anschauungsbeispiele genannt werden.

Die Logik dieser Doppelstandard-Punkte lautet, dass die Situationen in jüdischen und nichtjüdischen Beispielen ausreichend vergleichbar sind, dass die Befragten sie im Durchschnitt ähnlich beantworten sollten. Einige Menschen mögen mehr oder weniger Regulierung dessen bevorzugen, was in Privatschulen gelehrt wird, mehr oder weniger Sorge wegen Fragen geteilter Loyalität haben, mehr oder weniger respektvoll gegenüber Regeln militärischer Uniformen und glauben, dass öffentliche Versammlungen größere oder weniger große Bedrohung der öffentlichen Gesundheit darstellen. Ungeachtet dessen, welche Gefühle diese Zielpersonen zu jedem dieser bedeutenden Themen haben, sollten sie sie insgesamt nicht unterschiedlich beantworten, wenn es sich um jüdische oder nicht jüdische Beispiele handelt.

Für die verbleibenden drei Punkte könnten die Umstände zwischen den jüdischen und nichtjüdischen Themen ausreichend unterschiedlich gewesen sein, damit eine Person sie unterschiedlich beantworten könnte, ohne über Antipathie oder Bevorzugung gegenüber Juden nachzudenken. Der erste dieser Punkte wollte wissen, ob Israels Grundlagengesetz „diskriminiert“, wenn es sagt, dass „der Staat Israel der Nationalstaat des jüdischen Volks ist“. Die nichtjüdische Version dieses Punktes wollte etwas über die Bestimmung in der dänischen Verfassung wissen; dort heißt es: „Die evangelisch-lutherische Kirche soll die Kirche Dänemarks sein und als solche soll sie vom Staat unterstützt werden“, bzw. die Bestimmung in der jordanischen Verfassung, die besagt: „Der Islam ist die Staatsreligion und Arabisch die offizielle Sprache.“ Der zweite Punkt fragte, ob Professoren entlassen werden sollten, wenn sie den Holocaust leugnen oder Immigranten kritisieren. Bei all diesen Beispielen könnten die Situationen als ausreichend unterschiedlich betrachtet werden, dass der durchschnittliche Befragte nicht unterschiedlich damit umgeht und so klammerten wir sie aus unserem Maß für Antisemitismus aus. Dennoch werden dieselben Ergebnismuster angewandt. Unser Maß für Antisemitismus bei jeder der beiden Untergruppen ist der Unterschied zwischen dem, wie viele der jeweiligen Untergruppen die jüdische und die nichtjüdische Version in jedem Punkt beantworteten.

Wir stellten fest, dass die Befragten mit höherem Bildungsniveau wahrscheinlicher als die mit niedrigerem Bildungsniveau für Juden nachteiliges zweierlei Maß anwenden. In allen vier Punkten, in denen die jüdische und die nichtjüdische Version der Fragen am ähnlichsten schienen und bei denen die Gesamtstichprobe in etwa auf dieselbe Art beantwortetet wurden, war es bei Befragten mit College-Abschluss 5 Prozentpunkte wahrscheinlicher, dass sie ein Prinzip anwenden, das Juden gegenüber strenger ist als gegenüber Nichtjuden. Bei denen mit höheren Abschlüssen war es um 15 Prozent wahrscheinlicher, dass die Probanden bei jüdischen nachteiliger waren als bei nichtjüdischen Beispielen.

Betrachtet man diese vier Punkte getrennt, dann stellen wir Befragte mit höherem Bildungsniveau fest, die bei drei Fragen nachteiliger für Juden antworten und bei einer keinen Unterschied machen. Zur Frage der Regulierung der Inhalte bei Privatschulen, bevorzugen Menschen mit höherem Bildungsniveau mehr Regulierung durch die Regierung, scheinen dieses Prinzip aber bei orthodox jüdischen Schulen anders anzuwenden als bei einer Montessorischule.

Danach gefragt, ob „Verbundenheit mit einem anderen Land einen Interessenkonflikt schafft“, war es bei Befragten mit einer vierjährigen Universitätsausbildung um 7 Prozentpunkte und bei denen mit weitergehendem Abschluss um 13 Prozentpunkte wahrscheinlicher, dass sie diese Sorge zum Ausdruck bringen, wenn die fragliche Verbindung Israel statt Mexiko war. Bei Personen mit höheren Abschlüssen war es um 12 Prozentpunkte wahrscheinlicher, dass sie beim Militär die jüdische Jarmulke als Teil der Uniform verbieten, als dass sie es bei einem Sikh-Turban tun. Diejenigen mit vierjährigem College-Abschluss beantworteten diese Frage beim jüdischen und beim Sikh-Beispiel gleich.

Die Gesamtstichprobe war recht besorgt wegen öffentlichen Versammlungen während der Pandemie; 61% unterstützen das Verbot öffentlicher Treffen, egal ob bei einer jüdisch-orthodoxen Beerdigung oder bei BLM-Protesten. Bei denen mit einer vierjährigen College-Ausbildung war es 11 Prozentpunkte wahrscheinlicher, dass sie gegen diese öffentlichen Versammlungen für jüdische Beerdigungen sind, als es bei BLM-Protesten der Fall war. Bei Menschen mit höheren Abschlüssen war es 36 Prozent wahrscheinlicher, dass sie jüdisch-orthodoxe Beerdigungen verbieten würden als bei BLM-Protesten.

IPSOS

Unser zweifaches Standardmaß für Antisemitismus erlaubt uns nicht das absolute Niveau des Antisemitismus in den USA zu messen, da wir uns auf Punkte konzentrieren, in denen die Durchschnittsperson die jüdische und die nichtjüdische Version des Punkts vergleichbar findet. Vom Entwurf her wird das Ergebnis für die Durchschnittsperson nahe Null liegen. Aber dieser Ansatz erlaubt uns die Stichprobe nach Bildungsniveau aufzubrechen, um zu sehen, wo es relativ mehr oder weniger Antipathie gegenüber Juden gibt. Entgegen der gängigen Meinung und Recherche in der Vergangenheit schienen Menschen mit mehr Bildung Juden gegenüber weniger wohlwollend eingestellt.

Diese stärkere Feindseligkeit gegenüber Juden bei den Gebildeteren ist aus einer Reihe von Gründen beunruhigend. Erstens könnten Juden sich dazu irren, wo Bedrohungen ihrer Interessen vorherrschen. Juden könnten glauben, dass Gefahren zumeist aus fernen und unbekannten Gruppen kommen statt aus Kreisen, in denen sie leben. Zweitens tendieren gut gebildete Menschen dazu größeren Einfluss auf den Verlauf der Ereignisse zu haben, also verheißt es für Juden nichts Gutes ihnen zu missfallen. Drittens tendieren unsere Strategien zur Beschäftigung mit Intoleranz im Allgemeinen und Antisemitismus im Besonderen dazu sich um die Überzeugung zu drehen, dass Gruppenhass von Ignoranz verursacht und dass die Lösung mehr Bildung ist. Wenn aber höher gebildete Menschen gegenüber Juden feindlicher sind, dann könnten höheres Bildungsniveau und mehr Kurse und Training Vorurteile verstärken statt sie zu reduzieren.

Zumindest scheint es so, dass eine Bildung, die einfach Informationen über historische Ereignisse, bürgerliche Freiheiten und andere kulturelle Gruppen bietet, mangelhaft ist. Antisemitismus und Vorurteile allgemeiner zu behandeln mag erfordern Tugenden zu kultivieren. Insbesondere erfordert das die Bildung einer Art von Charakter, die nicht nur mit anderen Außengruppen und demokratischen Normen vertraut ist, sondern auch die Integrität hat sich auf eine Art und Weise zu verhalten, die Erwägung ihrer Interessen und Zurückhaltung im Gebrauch politischer Macht bei der Verfolgung persönlicher Interessen demonstriert.

Die Harvard-Professorin und Yiddish-Forscherin Ruth Wisse hat argumentiert, dass Antisemitismus nicht infolge von Ignoranz aufgeblüht ist, sondern wie er „Teil einer politischen Bewegung ist und als politischer Zweck dient“. Diese politischen Gründe Antisemitismus zu nutzen werden von den gut Gebildeten in diesem Land zunehmen genutzt. Dem Antisemitismus der gut Gebildeten entgegenzuwirken wird ein politischer und moralischer Kampf sein und keiner, der mit konventionellen Herangehensweisen und Bildungskonzepten angegangen werden kann.

Wie man Israel NICHT verteidigt

Elder of Ziyon, 19. März 2021

In einer Reaktion auf die Ereignisse am Middlebury College, über die ich berichtete,[1] schrieb Max Shulman-Litwin, ein Mitglied des Millebury Hillel, ein Op-ed für die College-Zeitung, in dem er erklärte, warum Juden bei den Students for Justice in Palestine unbehaglich ist.

Shulman-Litwin tappt in eine Falle, in die viele Juden geraten, wenn sie über den Nahen Osten reden – seine Argumente sind wischiwaschi und er stimmt zu, dass Israels Kritiker in gewissem Grad recht haben. Dann erwartet er, dass die Leser seinem nuancierten Denkansatz folgen eine gewundene Linie zwischen dem ziehen, von dem sie sagen, dass er es (fälschlich) für wahr hält und wo sie zu weit gehen.

Max’ Einleitung des Artikels zeigt, wie armselig sein gesamtes Op-ed ist:

Die Ortsgruppe Middlebury der Students for Justice in Palestine (SJP) hat eine Internetseite erstellt, die uns hilft das Ausmaß des Leides des palästinensischen Volks in der Gegenwart und in der Vergangenheit zu verstehen. In diesem Op-ed bestreite ich nicht den Verdienst ihrer Argumente für die Rechte des palästinensischen Volks, aber ich lenke die Aufmerksamkeit auf eine schädliche blinde Stelle ihres Aktivismus.

Er verlinkt die SJP-Internetseite, die Israel als Aparteidstaat bezeichnet! Noch bevor er anfängt Israel oder die Juden zu verteidigen, räumt er praktisch das gesamte Argument derer ein, die Israel vernichten wollen!

Max’ gesamter Artikel folgt derselben Apologetik:

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir die Regierung des Staates Israel (an dem ich erschreckende Mängel finde) nicht kritisieren … Der Staat Israel sollte eine sichere Zuflucht bieten, in der der Juden frei von ethnischer Säuberung gedeihen können. Ich ringe jedoch damit die Worte zu finden, um meine Klagen wegen der Art und Weise auszudrücken, in der dies ausgeführt wurde; statt ein Land der Emanzipation und Chancengleichheit zu schaffen, bekämpften die, die die Juden beschützen wollten, Feuer mit Feuer, schützten das Wohlergehen der Juden auf Kosten dessen der palästinensischen Araber, die davor in der Region gelebt hatten. Die Rechte dieser nicht geflohenen palästinensischen Araber wurden auf viele Arten beeinträchtigt und diese Menschen haben Jahrzehnte lang unter unterschiedlichen israelischen Regierungen unsägliche Ungleichheit und Misshandlungen erlitten.

Palästinensischer Terrorismus, Verweigerung, Antisemitismus – sie sollen in einem Artikel nicht erwähnt werden, der den jüdischen Standpunkt des Konflikts zeigt. Nur angebliche jüdische Verbrechen.

Meine Güte, danke für deine Objektivität.

Und selbst diese Kritik an SJP wird von der Idee verringert, dass sie bestimmt nicht wirklich die Absicht hatten antisemitisch zu sein, wenn sie Israel judenrein haben wollen:

SJP behauptet, dass der Zionismus nichts weiter ist als eine kolonialistische Ideologie; dabei gehen sie so weit den Vorschlag zu erwägen, dass jüdische Staatsbürger in die Länder Osteuropas zurückkehren, deren Völker ihre jüdischen Bevölkerungen so grauenhaft abschlachteten. Ein Ergebnis dieser Selbstgefälligkeit und fehlenden Überlegung der Folgen ihrer eigenen Forderungen, selbst wenn das nicht ihre Absicht ist, reiht sich SJP schädlich bei denen ein, die hoffen weitere Unterdrückung von Juden zu verursachen.

Seine Verwässerung des SJP-Wunschs Israel zu vernichten ist unglaublich:

Wenn palästinensische Araber das das Land Israel/Palästina vor 1948 bewohnten und alle palästinensischen Araber und ihre Nachkommen in ihre ursprünglichen Heime zurückkehren sollen, wohin sollen die Juden gehen, da der Kreislauf judenfeindlicher Gewalt und Antisemitismus fortbesteht? … SJP versucht gar nicht erst diese Frage anzusprechen; ihre Absicht mag rechtschaffen und anständig sein, aber das Ergebnis der von ihnen propagierten Politik ist tolerant (oder darf ich es wagen zu sagen: ermutigend) gegenüber dem Hass, der das jüdische Volk allgemein heimgesucht hat.

Nein, Max, sie haben keine gerechten und anständigen Absichten. Der gesamte Sinn der „Rückkehr“ besteht nicht darin für Palästinenserrechte einzutreten, sondern Israel zu vernichten. Lesen Sie dises Buch oder sehen Sie sich dieses Interview an, bevor sie beschließen eine Hassgruppe wie SJP zu verteidigen.

Viele der besten Verteidiger Israels – wie Einat Wilf oder die verstorbene Petra Marquardt-Bigman – sind entschieden linksliberal. Viele von ihnen sind gegen Siedlungen. Aber sie wissen, dass diejenigen, die Israel attackieren, ihren Argumenten keine Vorbehalte und Ausreden und Unbehagen hinzufügen – sie greifen volle Pulle an. Wenn Juden und Zionisten nicht entsprechend reagieren, werden die Schaulustigen – in diesem Fall auf dem Campus von Middlesbury – natürlich zu dem Schluss kommen, dass die Antisemiten recht haben, weil die „proisraelische“ Seite der Hälfte ihrer Prämissen zustimmt.

Dieser Artikel schadet mehr, als er nutzt.

Der Campus von Middlebury sollte jemanden finden, der die Dinge wirklich begreift, um eine Antwort zu schreiben, dass SJP eine Hassgruppe ist und dass Israel ein moderner, liberaler, erstaunlicher jüdischer Staat ist, der bereitwillig Frieden anstrebt.

Israel ist nicht nur ein „Schutzort“ für Juden. Es ist die ewige jüdische Heimat. Und wenn Sie das nicht begreifen, dann spielen Sie nicht als Sprecher auf, der Israel und die Juden verteidigen kann.

[1] Drei Studentengruppen und ein Dozent missbrauchten ein Online-Netzwerk der Universität für die Weitergabe von Informationen, die dort nicht hingehörten; eine war die eines jüdischen Studenten auf die Verleumdung Israels; bestraft wurde einzig der Jude.