Einmaleins der linken akademischen Logik

Elder of Ziyon, 16. Juni 2019

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Ist Sklaverei schlecht? Kommt ganz drauf an

John Hinderaker, PowerLine blog, 11. Februar 2017

Von Rod Dreher kommt die Story eines linken Professors an der Georgetown University, der Sklaverei verteidigt. Das mag schockierend klingen, sollte aber nicht überraschen. Linke Akademiker überall in der Welt lehren, dass nur amerikanische (und vielleicht einige karibische und südamerikanische) Sklaverei wirklich schlimm war. Anderer Sklaverei – insbesondere afrikanische und islamische Sklaverei – war wirklich ein ziemlich guter Deal für die Sklaven. Diese linken Sohpisten argumentieren, unter anglo-amerikanischem Recht habe es keine Anerkennung der Sklaverei gegeben, daher mussten Sklaven Eigentum sein. Damit gab es „Eigentum-Sklaverei“, die angeblich viel schlimmer war als Sklaverei, wie sie überall (auf jedem Kontinent außer der Antarktis, wie Thomas Sowell oft herausgesetllt hat) praktiziert wurde.

Dreher tut das mit der Feststellung als Unsinn ab, dass es „bei Sklaverei, ob von Christen, Muslimen oder Heiden praktiziert, um den Besitz anderer Menschen geht, Punkt“.

Nun zurück zu Georgetown-Professor Jonathan Brown. Der hat den Al-Walid bin Talal-Lehrstuhl für Islamische Zivilisatino inne, was schon ein Warnhinweis ist. Brown argumentiert:

1) Sklaverei in der arabischen und türkischen Welt war ein prima Handel; „Slaven in der muslimischen Welt hatte ein ziemlich gutes Leben.“

2) In muslimischen Gesellschaften wurde Sklaverei nicht radikalisiert. Nur dass die Sklaven natürlich alle schwarz oder weiß waren und auf Arabisch Menschen mit schwarzer Haut automatisch als abeed (Sklave) bezeichnet wurden. Arabische Sklavenhändler kauften noch bis weit ins 20. Jahrhundert afrikanische Sklaven.

3) „Sklaven wurden von der Scharia geschützt“, sagt Brown. Aber die Scharia verhinderte nicht, dass Sexsklavinnen in Harems versklavt oder männliche Sklaven kastriert wurden, um sie zu Eunuchen zu machen. Ein Zyniker könnte sagen, dass die Scharia keinen sonderlichen Schutz bot! Doch Professor Brown glaubt, in einem muslimischen Land Sexsklavin zu sein sei nicht anders als eine arrangierte Ehe einzugehen. Es sei vielleicht sogar besser:

Brown fragt, worin der wirkliche Unterschied zwischen einer Sexsklavin im Islam (die von ihrem Herrn durchaus gut behandelt werden könnte) und einer mittelalterlichen Christin besteht, die einen Mann heiraten musste, den sie vielleicht nicht liebte und mit dem sie ein miserables Leben hatte.

„Der Unterschied zwischen diese Leuten ist nicht sonderlich groß“, behauptet Brown.

Ich habe den Verdacht, dass man, wenn man die betroffenen Frauen fragt, eine ziemlich andere Reaktion bekommen dürfte.

Aber Professor Brown muss sich nicht darum sorgen tatsächlich einen Streit zu gewinnen. Er ist ein unkündbarer Ordinarius und sein Lehrstuhl an der Georgetown – das einst einmal eine christliche Universität war! – ist von Al-Walid bin Talal gestiftet, einem saudischen Milliardär. Damit ist die Sache pro Sklaverei an der Georgetown für die absehbare Zukunft sicher. Mohammed selbst war Sklavenhalter – anders als, sagen wir, Jesus – also wird der Islam sich nie gegen die Sklaverei wenden wie es das Christentum mit entscheidender Wirkung im 18. und frühen 19. Jahrhundert tat.

Linke tendieren dazu ausgezeichnet mit der Sklaverei umzugehen. Nach einigen Berechnungen gibt es heute in der Welt genauso viele Sklaven wir sonst irgendwann in der Menschheitsgeschichte. Man sollte glauben, das sei für Linke ein Anliegen, aber da läge man falsch: Ihnen scheint die Sklaverei nicht die geringsten Sorgen zu bereiten, wenn sie nicht genutzt werden kann um politisch zu punkten.

Vor einigen Jahren – es ist lange genug her, dass es wahrscheinlich nicht im Internet aufbewahrt ist – trat eine Antisklaverei-Gruppe an die Organisation von Jesse Jackson heran; sie suchte nach Unterstützung für ihre Kampagne gegen Sklaverei in Afrika und den arabischen Ländern. Sie erhielten eine kalte Antwort von Jacksons Mitarbeitern: Nein danke. Sklaverei gehört nicht zu seinen Prioritäten.

Nein, natürlich nicht. Es ist Chinatown, Jake. Die Linken sind von ganz oben bis ganz unten ein einziger Schwindel.

Raum für Hass an amerikanischen Universitäten

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Vor kurzem wurde im Begin Center in Jerusalem eine amerikanische Dokumentation mit dem Titel Hate Spaces: The Politics of Intolerance (Hass-Plätze: Die Politik der Intoleranz) gezeigt. Regie führte in diesem abendfüllenden Film Regisseur Avi Goldwasser, der schon 2004 Antisemitismus und die Diskriminierung jüdischer Studenten in den Nahost-Studien an der Columbia University im Film Columbia Unbecoming. Hate Spaces (Unwürdiges Columbia: Hass-Plätze) aufdeckte. Hate Spaces wurde  von Americans for Peace and Tolerance (APT), geführt von Charles Jacobs, vorgestellt.

Diese Dokumentation schildert ein furchtbares Bild des Antisemitismus an einer Reihe amerikanischer Universitäten. Viel davon nimmt die Form von extremem Antiisraelismus an, es wird allerdings auch der erbitterte Hass auf Juden gezeigt. Unter dem Deckmantel des ersten Zusatzes der US-Verfassung, der die Einschränkung freier Meinungsäußerung nicht erlaubt, wird weitreichendes Hasstreiben gegen Juden und Israel betrieben und als freie Meinungsäußerung angesehen. In der gegenwärtigen akademischen Realität kann man diese Dokumentation nur als nonkonformistisch bezeichnen.

Dieser Film kann durch weitere Informationen ergänzt werden. Vor zehn Jahren veröffentlichte ich mein Buch Academics against Israel and the Jews (Akademiker gegen Israel und die Juden). Darin behandelte ich den Hass an Universitäten in einer Reihe von Ländern, unter denen die Vereinigten Staaten eine herausragende Stellung einnahm.[1] Im Film kann man sehen, wie sich antisemitischer Hass an einigen Universitäten ausgeweitet hat. Eine davon ist die San Francisco State University (SFSU). 2002 wurde berichtet, dass Demonstranten nach einem Treffen zum Hillel-Haus kamen und brüllten: „Kommt raus oder wir töten euch!“, und: „Hitler hat den Job nicht zu Ende gebracht.“[2]

Ein paar Jahre später erzählte uns eine studentische Praktikantin am Jerusalem Center for Public Affairs vom Antisemitismus, der an ihrer Universität im Gang ist. Sie lehnte es ab mit der Information an die Öffentlichkeit zu gehen, weil sie an die SFSU zurückkehren musste und Repressalien befürchtete. Die Universität wurde schließlich vor Gericht gebracht, hauptsächlich wegen der Störung einer Rede des Jerusalemer Bürgermeisters Nir Barkat im Jahr 2016. Unter den Rufen der Protestler war zu hören: „Vom Fluss bis zum Meer wird Palästina frei sein“, ein Ziel, das nur durch den Völkermord an den jüdischen Israelis verwirklicht werden kann.

Die Klage warf der Universitätsverwaltung vor, sie erlaubte die Fortsetzung der Störung und habe die Campus-Polizei angewiesen sich „zurückzuhalten“. Die Klage machte auch geltend, dass die SFSU lange ein für jüdische Studenten feindliches Umfeld kultiviert hat. Sie erwähnte zudem weitere Vorfälle. Zu diesen gehörte ein 3 Meter hohes Wandgemälde, das 1994 am Gebäude der Studentenvereinigung angebracht wurde und ein mit einem gelben Davidstern verflochtenes Dollarzeichen, Totenköpfe mit gekreuzten Knochen und die Worte „afrikanisches Blut“ zeigte.[3]

Eine weitere, in der Dokumentation gezeigte akademische Institution, an der weit in die Vergangenheit reichende antisemitische Hetze gezeigt wird, ist der Irvine Campus der University of California.[4] Hate Spaces entlarvt Antisemitismus an vielen weiteren Universitäten, darunter der Temple University, UC Davis und Vassar. „Tod den Juden“ riefen Protestierende am Hunter College in New York. 2012 veröffentlichte ATP ein Video zu Antisemitismus an der Northeastern University in Boston mit dem Titel Northeastern Unbecoming.[5]

Neue Hass-Phänomene tauchen ständig auf. Die Israel Apartheid Week ist inzwischen eine etablierte Veranstaltung an einer Reihe amerikanischer Universitäten. Räumungsbescheide an Wohnheimtüren jüdischer Studenten sind ein jüngeres Phänomen. Ein Campus, an dem dies vorkam, war die New York University.[6] Ein extremer Fall ereignete sich 2015 an der UCLA, als eine jüdische Kandidatin für den Vorstand des Studentengerichts befragt wurde und man sie fragte, ob sie, da sie in jüdischen Organisationen aktiv ist, in der Lage sein werde eine unvoreingenommene Sicht zu behalten.[7]

Man kann keinen ehrlichen Film über Hass am Campus machen, ohne die unverhältnismäßig große und extreme Rolle von Muslimen bei der Verbreitung von antisemitischem Hass zu zeigen. Hate Spaces belichtet daher die Rolle der Muslim Student Association. Er macht dasselbe mit Students for Justice in Palestine, einer nationalen Organisation antisemitischer Aufwiegler an College-Campussen, in denen antisemitische Muslime und Linke sich zusammentun.

Doch selbst wenn eine Universität Antisemitismus am Campus untersucht, garantiert das kein adäquates Ergebnis. 2016 schrieb die Zionist Organization of America (ZOA) einen Brief an Kanzler James B. Milliken von der CUNY und den Stiftungsrat der CUNY. Der Brief beschrieb eine lange Liste antisemitischer Vorfälle an einer Reihe von CUNY-Campussen, die hauptsächlich Aktivisten der Students for Justice in Palestine zugeschrieben wurden. Der Kanzler gab dann eine Untersuchung in Auftrag. Die beiden daran arbeitenden Anwälte zeigten wenig Verständnis von Antisemitismus und nutzten in ihrem Bericht nicht einmal eine Definition für diese Hassverbreitung. Das war einer von mehreren Gründen für die strukturelle Fehlerhaftigkeit des Berichts.[8]

Vor dem oben gezeigten Hintergrund überrascht es nicht, dass eine Untersuchung der Universität Brandeis im Jahr 2015 das Vorherrschen von Antisemitismus an amerikanischen Universitäten dokumentierte.[9] Eine frühere Studie von Barry Kosmin und Ariele Keysar vom Trinity College stellte fest, dass 54% der jüdischen Studenten berichteten während der sechs Monate von September 2013 bis März 2014 Antisemitismus auf dem Campus erfahren oder Zeuge davon geworden zu sein. Diese Studie wurde mit 1.157 jüdischen Studenten an 55 Universitäten durchgeführt.[10]

Die fehlende Toleranz an Universitäten, die diese Dokumentation aufzeigt, wirft eindeutig eine Reihe Fragen auf. Dazu gehören: Warum ist die Aufdeckung und Bekämpfung von Campus-Antisemitismus nicht zu einem vorrangigen Thema landesweit tätiger amerikanisch-jüdischer Organisationen geworden? Warum produzierte APT, eine relativ kleine Organisation, diese Dokumentation? Hätte das nicht von einer Organisation wie der Anti-Defamation League gemacht werden sollen?

Eine weitere Frage lautet: Warum hat das Bildungsministerium es versäumt gegen diesen anhaltenden Fanatismus zu intervenieren? Warum hat es den Verstoß gegen die akademische Integrität durch parteiische Lehrende an Institutionen höherer Bildung nicht untersucht? Liegt es nicht im nationalen Interesse, dass Universitätsverwaltungen einen moralischen Kompass haben? All das ist nicht nur ein jüdisches Thema, sondern auch eines, das darauf hinweist, dass da mit dem amerikanischen Universitätssystem etwas gewaltig falsch läuft.

Die Politik der geschützten Rede gestattet extremen Hass. Politisch korrekte Verwaltungen und Professoren, die einseitig parteiische Ansichten lehren, spiegeln akademische Degeneration. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass an den Universitäten viel mehr falsch läuft als einseitige Lehrer und antisemitischer Hass. Das ist umso wichtiger, als einige von ihren Lehrenden infizierte Studenten irgendwann ranghohe Positionen im Land bekleiden werden.

Wenn sich jemand in der Vergangenheit als Progressiver bezeichnet hat, war klar, welche Werte er definierte. Heutzutage muss man fragen: Ist er oder sie ein klassischer Progressiver oder ein progressiv Pervertierter? Schließlich: Dieser Film zeigt einmal mehr, dass es notwendig ist einen kritischen Blick auf den ersten amerikanischen Verfassungszusatz und wie er angewandt  wird zu werfen.

[1] http://www.jcpa.org/text/academics.pdf

[2] https://nypost.com/2002/05/14/hatefest-by-the-bay/

[3] http://www.latimes.com/local/lanow/la-me-edu-sfsu-anti-semitism-lawsuit-20170619-story.html

[4] http://www.jcpa.org/text/academics.pd

[5] http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/160347

[6] http://www.timesofisrael.com/jewish-nyu-students-served-eviction-notices/

[7] http://www.nytimes.com/2015/03/06/us/debate-on-a-jewish-student-at-ucla.html

[8] http://www.algemeiner.com/2016/12/02/revisiting-cunys-flawed-antisemitism-investigation/

[9] https://www.brandeis.edu/cmjs/pdfs/birthright/AntisemitismCampus072715.pdf

[10] http://edition.cnn.com/2015/03/10/opinions/kosmin-anti-semitism-campus/index.html

Der Krieg an den Unis

Daniel Pipes, New York Post, 17. September 2002

Letzte Wochen kamen zwei Prominente des Nahen Ostens an zwei nordamerikanische Universitäten um Reden über (jedenfalls hauptsächlich) den arabisch-israelischen Konflikt zu halten. Eine der prominenten Persönlichkeiten konnte ihre Rede halten; die andere nicht. Und damit gibt es eine Geschichte zu erzählen.

Am Montag fuhr der frühere israelische Premierminister Benjamin Netanjahu zur Concordia-Universität in Montreal um zu erklären, warum „es keine Alternative zum Gewinn dieses ohne Verzögerung zu führenden Krieges [gegen den Terror]“ gibt. Aber er sprach dort nie – er schaffte es nicht einmal auf den Campus – denn tausend anti-Israel-Demonstranten veranstalteten einen kleinen Krawall mit der Absicht, ihn am Reden zu hindern; „Benjamin Netanjahu kommt nach Montreal. Macht ihm klar, dass er nicht willkommen ist“, stand auf einem ihrer Schilder.

Die anti-Israel-Kräfte griffen die potenziellen Zuhörer körperlich an. Eine Religions-Professorin von Concordia erzählte, wie einige von ihnen „mit ihren Schlägen auf meine Brüste zielten“.

Sie warfen Spiegelglas-Fenster ein und Gegenstände auf die drinnen stehende Polizei. Sie schleuderten Möbelstücke von einem Treppenabsatz aus auf die Polizei. Torontos Zeitung „Globe & Mail“ meinte: „Zur Mittagszeit war die Vorhalle von Concordias Hauptgebäude in der Innenstadt mit Papier, umgekippten Stühlen, zerbrochenen Möbeln und den Würgen erzeugenden Nachwirkungen von Pfefferspray bedeckt.“

Die Polizei sagte, sie könne Netanjahus Sicherheit nicht mehr gewährleisten und sagte die Veranstaltung ab. Dazu prahlte Wassim Moukahhal, ein arabischer Führer der nahen McGill-Universität: „Der Mann ist ein Kriegsverbrecher. Wir wollen nicht, dass unsere Stadt und unsere Universitäten einem solchen Kriegsverbrecher ein Podium bieten.“

Das war nicht das erste Mal, dass Netanjahu von einer Rede an eine Universität abgehalten wurde. Im November 2000 schafften es „hunderte rauer Protestierer“ seinen Auftritt an der Berkeley Universität in Kalifornien zu verhindern.

Am Dienstag kam Hanan Ashrawi, ehemalige Sprecherin und Kollegin von Yassir Arafat ins Colorado College in Colorado Springs um eine Schlüsselrede auf einem Symposium zum Thema „Der 11. September – ein Jahr danach“ zu halten.

Protestierer merkten an, dass Ashrawi ein Hauch auf der die Seite der Feinde Amerikas im Krieg gegen den Terrorismus sei. Während z.B. die US-Regierung die Hamas formal als Terroristische Gruppe bezeichnet, erklärt Ashrawi, sie „empfinde Hamas nicht als Terrorgruppe“. Israelische Zivilisten, die in der Westbank leben, betrachtet sie als „legitime Ziele des palästinensischen Widerstands“ – soll heißen: legitime Ziele tödlicher Gewalt.

Die vielen Einsprüche gegen Ashrawis Ehrung am Colorado College konzentrierten sich auf die Anstößigkeit ihrer Teilnahme an einer Veranstaltung, die sich mit den Nachwirkungen des 11. September beschäftigt. Colorados Gouverneur Bill Owens drückte aus, was viele meinen, als er sagte: „Es ist empörend diese Frau hierher zu bringen, die so viel dazu beigetragen hat den Nahen Osten zu entzweien und die dem Terrorismus applaudiert.“ Beide US-Senatoren des Staates sprachen sich gegen ihre Teilnahme aus. Rudolph Giuliani fügte hinzu: „Ich hätte sie nicht eingeladen. Sagt das ab.“

Aber sie sprach, ohne dass jemand einschritt. Die Proteste waren absolut nicht gewalttätig; es gab ein paar vereinzelte Buh-Rufe, von Hand hochgehaltene Schilder und eine Widerlegung ihrer Aussagen nach der Rede (gegeben durch den Autor dieses Artikels).

Diese parallelen und doch so unterschiedlichen Episoden zeigen mehrere Schlussfolgerungen auf:

* Beide Seiten des arabisch-israelischen Konflikts versuchen die Bedingungen der Debatte zu verändern. Die pro-israelische Seite will die Sprecher deligitimieren, die praktisch zu einer Vernichtung des jüdischen Staates aufrufen. Die anti-israelische Seite will die Israel positiv gegenüber stehenden Sprecher aus dem Weg räumen.

* Beide Vorfälle zeigen die schwer wiegenden Probleme in den Universitäten auf; auch, weshalb Abigail Thernstrom sie „eine Insel der Unterdrückung in einem Meer der Freiheit“ nennt. In Colorado traf die Verwaltung die moralisch idiotische Entscheidung eine Terror-Befürworterin zu ehren. An Concordia ließ die knieweiche Antwort die Rowdies die Redefreiheit unterbinden.

* Die Vorfälle zeigen auch die unterschiedlichen Gesichter des pro- und des anti-israelischen Aktivismus auf – der erste politisch akzeptabel, der zweite rüde gewalttätig. Der erste erinnert an die zurückhaltenden Aktionen der israelischen Streitkräfte. Der zweite ist das nordamerikanische Gesicht der Selbstmord-Attentate.

Grundsätzlicher ausgedrückt: Wir sehen hier den Unterschied zwischen dem zivilisierten Charalter Israels und seiner Freunde gegenüber dem rüden Barbarismus der Feinde Israels.

Es verspricht ein heißes politisches Jahr an den Unis zu werden. Wie die Dinge sich entwickeln wird davon abhängen, welche Art des Aktivismus vorherrschen wird – das Hochhalten von rosa Papieren mit den Worten „Ich bin nicht einverstanden“ oder die von Treppenabsätzen geworfenen Stühle.

Von Berkeley nach Jenin

Gerald M. Steinberg, The Jerusalem Post, 7. Juni 2002

Die Kampagne Israel zu dämonisieren, die mit den Märchen vom Jenin-Massaker und der Konferenz von Durban ihre Höhepunkte fanden, erschien nicht plötzlich und ohne Vorwarnung nach dem Zusammenbruch des Oslo-Prozesses vor zwei Jahren. Ihr Ursprung kann stattdessen in den glorreichen 60-er Jahren gefunden werden, der Zeit der Bürgerrechtsbewegungen, der freien Rede, von Flower Power, Protesten gegen den Vietnam-Krieg und der Märsche für Gerechtigkeit, Gleichheit und nationaler Befreiung für alle außer den Juden.

In scharfem Gegensatz zu den sich selbst dienenden Mythen von Frieden und Liebe sind die Exzesse der politischen Bewegungen der 60-er die direkten Nachkommen der Wahlsprüche und Mythen, die heute für die palästinensische Mordkampagne werben. Die massenhafte Ignoranz, die Perversion der Geschichte und der irrationale Hass auf Israel, der sich auf den Universitäts-Campussen entwickelte, wurden zum Samen der globalen Kampagne zur Delegitimierung Israels.

Anders als die meisten Wechsel in der Geschichte, die nicht auf ein einzelnes Ereignis zurückzuführen sind, hatte die Dämonisierung Israels einen klaren Anfang, der dem israelischen Sieg im Juni 1967 folgte. Vor dem Beginn der Kämpfe, in den Wochen der Krise und Spannung, hatte Israel die Sympathie der Welt (natürlich mit Ausnahme der arabischen Welt). Der belagerte jüdische Staat kämpfte um sein Überleben. Dass Nasser die UN-Friedenstruppen aus dem Sinai hinaus warf, die schrille Rhetorik mit dem Versprechen „die Juden ins Meer zu treiben“, wie auch die militärischen Beistandspakte und die Stationierung von Truppen entlang Israels Grenzen wurde alles breit und genau berichtet. Damals gab es keine „Besatzung“ als Entschuldigung für arabischen und palästinensischen Hass und Barbarei und es gab keine israelischen „Siedlungen“, die man verurteilen konnte. Als die Kämpfe begannen, stellte fast niemand Israels Recht auf Selbstverteidigung in Frage.

Von dem Moment aber, als das jüdische Volk und Israel aufhörten die Opfer zu sein und ihre Fähigkeit zeigten, sich selbst und ihr Heimatland verteidigen zu können, verschob sich die Sympathie plötzlich zu Feindseligkeit. Auf Universitäts-Campussen wurde der Gebrauch jeglicher militärischer Gewalt, sogar in Selbstverteidigung und Vorbeugung, automatisch als „aggressiv“ und unmoralisch verurteilt; und Israels Sieg in einem Überlebenskrieg wurde in einem Atemzug mit Amerikas Krieg in Vietnam verurteilt.

Eine vereinfachende und unmoralische Gleichung setzte sich fest, in der israelische Panzer und Flugzeuge an sich bereits unmoralisch wurden, während Sprengstoff, Autobomben und andere Arten brutalen Terrors als „Widerstand“ gerechtfertigt waren.

Zusätzlich erhoben aus dem Britischen Kolonialbüro importierte orientalische Väterlichkeit und Romantisierung die Araber und besonders die Palästinenser ohne Rücksicht auf Zusammenhänge und Details in einen Opferstatus.

Obwohl „Redefreiheit“ als Zentrum des politischen Aktivismus in den 60-ern zum Heiligtum gemacht wurde, was in Berkeley begann, war das doch auch ein Mythos. Unter der Fahne der Redefreiheit wurden die Grenzen in der Diskussion verschiedener besonderer Fragen und Personen angegriffen und nieder gerissen – außer, es ging um Israel. Nach dem Sechs-Tage-Krieg war jegliches Eintreten für Israel in Berkeley und den Universitäten, die ihm eng geschlossen folgten, verboten und jeder, der nicht die politisch korrekte Ideologie der Elite teilte, war körperlichen Angriffen ausgesetzt.

In der orwellschen Verdrehung der Sprache und Moral, die zur Regel geworden sind, werden Israelis (mit Ausnahme der rechtfertigenden Linken) bedroht und von der Darstellung ihrer Ansichten abgehalten.

Was Israel und andere ideologische Fragen angeht, sind Intoleranz und political correctness das Erbe der 60-er und der Generation der Revolutionäre. Als Ergebnis übernahmen viele Studenten, die nach 1967 den arabisch-israelischen Konflikt studierten, die einfach gestrickten Rahmen der Dämonisierung der Israelis und der Opferschaft der Palästinenser.

Einige der Studenten wurden Journalisten, die die Ereignisse aus dem Nahen Osten durch die Brille berichten, die mit „Israels Aggression von 1967“ beginnt. Andere, besonders in Europa, brüteten ihre eigenen Nachahmungen der 60-er-Bewegungen aus (während sie die Amerikaner weiter verfluchten), und verwandelten sich in pompöse Diplomaten, die automatisierte Verurteilungen Israels verlautbaren und in Scharen strömen um Yassir Arafat ihren Respekt zu erweisen.

Die zügellose intellektuelle Faulheit und moralische Gleichsetzung, die zwischen den Angriffen der Terroristen (in der Nachrichtensprache „Aktivisten“ oder „Militante“) und der Selbstverteidigung hergestellt wird, geht weit über den israelisch-arabischen Rahmen hinaus. Die geistlosen Uni-Proteste gegen die von den USA geführten Aktionen in Afghanistan in Folge der Al Qaida-Terroranschläge vom 11. September und die humanitäre Kampagne zum Schutz von Saddam Hussein und seinen Massenvernichtungswaffen sind Anzeichen desselben Trends.

Terrorismus wird im Namen der kulturellen Falschauffassung und Verantwortung für fiktive „Wurzeln“ entschuldigt, die zur Rechtfertigung von Massenmord genutzt werden.

In den letzten Monaten ist aber durch eine von massivem kognitivem Missklang verursachte Anspannung aufgetaucht. Ein paar mutige Intellektuelle haben es doch tatsächlich gewagt, vom sozial akzeptablen Weg abzuweichen und mit den Fingern auf das fundamentale intellektuelle und das moralische Versagen an den Universitäten in der ganzen Welt zu zeigen. Professor Michael Walzer von der Princeton University fragt: „Könnte es eine anständige Linke geben?“ („Dissent“, Sommer 2002) und schlägt vor, dass „nagender Groll, nach innen gewachsene Wut und Selbsthass“ die grundlegenden Quellen dieses Phänomens sind. Oriana Fallaci, eine italienische Journalistin und früheres Mitglied der Euro-Elite, hat einen machtvollen Artikel gegen die grassierende europäische Dämonisierung Israels und den davon frei gelegten Antisemitismus veröffentlicht. Diese und andere Beiträge bezeichnen den wichtigen Anfang des Gegenangriffs. Das heimtückische Erbe der politischen Korrektheit, Gleichförmigkeit und Einschüchterung, die die Universitäten in den 60-ern hervor brachten, wird aber lange Zeit benötigen um korrigiert zu werden. Die Intellektuellen, die mit dem Eindreschen auf Israel fortfahren und für die Palästinenser und Al Qaida streiten, unterstützen derzeit Massenmord.

Palästinensischer Studenten-Stipendienfonds hat BDS-Memo nicht bekommen

Aussie Dave, Israellycool, 12. September 2017

Das ist definitive der BDS-Fail des Tages. Vielleicht der Woche. Vielleicht des Tages.

Der palästinensische Studenten-Stipendienfonds wurde von sechs palästinensischen Amerikanern in Chicago gegründet, die daran interessiert sind Studenten zu unterstützen, die aufgrund von finanziellen Nöten oder beträchtlichen Einschränkungen anders keinen Zugang zu höherer Bildung hätten. Die Gründungsmitglieder des Fonds kamen mit dem unpolitischen Auftrag des Schaffens von Möglichkeiten zusammen, intelligenten jungen Männern und Frauen, die höhere Bildungsabschlüsse anstreben, um selbst (beruflich) vorwärts zu kommen, die Situation ihrer Familien und ihrer Gemeinschaften zu verbessern.

Weil sie erkannten, dass sie als Partner eine Institution brauchten, die nicht nur der exzellenten höheren akademischen Bildung gewidmet ist, sondern auch ein inklusives und anerkennendes Umfeld für ihre Studenten, Lehrenden und Mitarbeiter bietet, konzentrierte sich die Gruppe auf die Universität Haifa. Die Stadt Haifa hat eine stattliche palästinensisch-israelische Bevölkerung. Innerhalb der dortigen Gemeinschaft gibt es eine Reihe Studenten mit knappen Finanzen, von denen viele große Familien und minimales Einkommen haben oder deren Eltern medizinische Probleme oder Beschränkungen haben und nicht arbeiten können. Das Zusammenwirken der Geldgeber, der Universität und der Stadt Haifa erwies sich als natürlich zusammenpassend.

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Am Sonntag, 10. September, wird der der Palästinensische Studenten-Stipendienfonds Gastgeber zweier Stipendiaten, eines Professors und des Präsidenten der Universität Haifa, Ron Robin, sein. Die Studenten werden ihre Geschichten erzählen und wir werden ihre Leistungen mit einem sehr besonderen Abendessen feiern. Wir hoffen, dass viele weitere sich diesen Bemühungen anschließen werden zu helfen eine gebildete palästinensisch-israelische Gemeinschaft zu schaffen, die Möglichkeiten im Überfluss schafft, zu Träumen inspiriert und einen Kreislauf aus Armut und Stagnation durchbricht.

Sie machen als nicht nur bewusst gemeinsame Sache mit einer israelischen Universität, sondern sie tun das, weil sie ihr inkludierendes und akzeptierendes Umfeld anerkennen, was der den fingierten „Apartheid“—Behauptungen der BDS komplett widersprechen.

Je nu, ich schätze mal, dass wird in mein nächstes Video gepackt.

Niederlande: Das Wiederaufblühen der Entstellung „Tier-Holocaust“

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Zahl der Vorfälle von Verdrehung des Holocaust hat in den letzen Jahren rapide zugenommen. Das wird kaum erkannt, denn diese Entwicklung wird von keiner Organisation nachverfolgt. Eines von vielen Motiven, das Jahrzehnte lang immer wieder auftauchte, ist die Behauptung eines „Tier-Holocaust“. Das ist der Vergleich bzw. die Gleichsetzung der Massenschlachtung von Tieren für den Verzehr mit den Massentötungen von Juden durch Deutsche und ihre Partner in der Schoah. Vieles der Kritik an industrieller Landwirtschaft und Schlachten ist gerechtfertigt. Tiere zu vermenschlichen öffnet aber die Tür für einen höchst fehlerhaften Diskurs. Was Tieren geschieht mit der Geschichte von Holocaustopfern gleichzusetzen, spiegelt eine deformierte Gesinnung.

Der in Südafrika geborene Nobelpreisträger J. M. Coetzee schrieb über den Holocaust und erklärte, es sei ein „‚fürchterliches Verbrechen menschliche Wesen wie Bestandteile eines industriellen Prozess zu behandeln‘. Und dieser Schrei hätte einen Nachsatz verdient: ‚Was für ein furchtbares Verbrechen – wenn ich es mir recht überlege – ein lebendes Wesen wie einen Bestandteil eines Industrieprozess zu behandeln.“[1]

Die Tierrechte-Organisation People for the Ethical Treatment of Animals (PETA – Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) hat die Tier-Holocaust-Deformation seit Jahrzehnten propagiert. 1983 behauptete PETA-Gründerin und Direktorin Ingrid Newkirk, dass Tiere Menschen ähnlich seien. Sie erklärte: „Eine Ratte ist ein Schwein, ist ein Junge und 6 Millionen Menschen starben in Konzentrationslagern, aber dieses Jahr werden 6 Milliarden Masthähnchen in Schlachthöfen sterben.“[2]

2003 organisierte PETA eine Ausstellung mit dem Titel „Der Holocaust auf unserem Teller“. Die britische Tageszeitung Guardian schrieb: „Sie stellt grauenvolle Bilder von Menschen in Konzentrationslagern neben verstörende Bilder von Tieren auf Bauernhöfen. Ein Foto zeigt einen ausgemergelten Mann direkt neben dem einer verhungernden Kuh. Ein weiteres zeigt einen Stapel nackter menschlicher Wesen direkt neben das Bild eines Haufens Schweinekadaver… Andere Bilder vergleichen Kinder hinter Stacheldraht mit Bildern von Schweinen, die sich hinter Gittern befinden; Menschenmengen mit Vieh, das in Transporter getrieben wird; und dicht in Schlafkojen gepackte Menschen mit Hühner in einer Legebatterie.“[3] Nach massiver Kritik entschuldigte sich Newkirk.

Im August 2017 wurde die Tier-Holocaust-Verfälschung in den Niederlanden wiederbelebt. Roos Vonk, Professorin der Sozialpsychologie an der ehrbaren Universität Radboud in Nijmegen, schrieb einen Artikel mit dem Titel „Die Bio-Industrie mit dem Holocaust zu vergleichen ist gar nicht so eigenartig.“ Sie behauptete, dass man inmitten „eines groß angelegten industriellen Holocaust“ an Tieren lebe. Vonk schrieb zudem: „Man läuft Gefahr fälschlich antisemitisch oder rassistisch genannt zu werden, wenn man mit tausenden Schweinen zwischen Metall- und Beton gefüllten Industriehallen mit Konzentrationslagern vergleicht.“[4]

Die landesweit publizierte Tageszeitung NRC Handelsblad hatte keine Einwände zur Veröffentlichung dieses Artikels samt seines den Holocaust verzerrenden Titels und Inhalts. Vonk kam allerdings mit ihrem Missbrauch nicht einfach davon. Der Journalist Fritz Barend reagierte in der Zeitung Parool; er erklärte: „Es war einfach die Böswilligkeit Vonks aufzuzeigen… jedes Kind kann den Unterschied zwischen Menschen und Tieren begreifen. Tiere verhalten sich immer noch wie ihre Vorfahren vor Tausenden von Jahren.“

Barend fügte hinzu: „Professorin Vonk betrachtet es hoffnungsvoll als ein Zeichen der menschlichen Zivilisation, dass sie während ihres Eisprungs nicht gleich vom ersten Passanten angefallen wird.“ Er schloss, dass Vonk implizit wie explizit seine von den Nazis ermordeten Großeltern mit gemästeten Schweinen gleichsetzt und schreibt: „Vonk macht aus meinen Großeltern im Schutz der Universität Radboud ohne Skrupel Schweine.“[5]

Vonk twitterte darauf, Barend habe „sich in seine Opferrolle verzogen“. Das war eine klassische Bekundung zur Abwehr von Kritik, die unter anderem von Holocaust-Verzerrern genutzt wird. Nachdem die Universität eine Presseerklärung ausgab, mit der sie Vonks Vergleich als „unnötig und verletzend“ befand und „bedauerte, dass so viele Menschen davon verletzt worden waren“. Sie sagte auch, dass das Management der Universität mit Vonk gesprochen hatte und sie ihnen zustimmte.

In einer weiteren landesweiten gelesenen Tageszeitung, De Volkskrant, erinnerte die Journalistin Elma Drayer an Vonks heftige Fehltritte der Vergangenheit. 2011 war diese Radboud-Professorin Mitautorin eines Forschungspapiers, das zu dem Schluss kam: „Menschen, die Fleisch essen, sind wissenschaftlich nachgewiesenermaßen asozialer, egoistischer, werden weniger geliebt und sind einsamer als Vegetarier.“ Nach der Veröffentlichung wurde entdeckt, dass einer ihre Mitautoren, Diederik Stapel, Professor für Sozialpsychologie an der Universität Tilburg, sämtliche experimentellen Daten gefälscht hatte, auf denen die Abhandlung gründete.

Während Stapel seine Professur entzogen wurde, kam Vonk mit einem Tadel der Universität Radboud wegen Leichtfertigkeit davon. Zwei Jahre später war Vonk von der Haltung des niederländischen Wirtschaftsministers Henk Kamp zur Schiefergas-Förderung irritiert. Vonk twitterte, sie „würde ihm am liebsten auf die Schnauze hauen“. Das führte zu einem weiteren Gespräch mit den Leitern ihrer Universität. Das Ergebnis war ein von Vonk geschriebener Entschuldigungsbrief an Minister Kamp. Drayer schrieb, dass diejenigen, die die Universität Radboud leiten, nicht begriffen hätten, dass jemand, der ihrer Institution dreimal in sechs Jahren Schande bringt, nicht Forscher ist, sondern Aktivist.[6]

Es ist kein Zufall, dass sich in den Niederlanden ein Skandal entwickelte und dass Vonks Artikel in einer landesweit publizierten Zeitung veröffentlicht wurde. Die Werbung für Tierrechte hat im Land ein absurdes Niveau erreicht.[7] In Reaktionen an die Zeitung fand Vonk eine Reihe von Befürwortern.[8] Während der nationalen Debatte vor ein paar Jahren darüber, ob rituelles Schlachten ohne Betäubung verboten werden sollte, wurde klar, dass die Mehrheit der Niederländer sich leichter mit dem eingebildeten Gedankengut einer Kuh identifizieren kann als mit einem Juden, der nur Koscheres isst.

Im niederländischen Parlament hat die Partei für die Tiere fünf der 150 Sitze. Selbst der britische Schriftsteller George Orwell, der die Satire Animal Farm (Farm der Tiere) schrieb, hätte eine solche Entwicklung nicht vorhersagen können. Wir werden niemals wissen, ob er sich darüber in seinem Grab angesichts dieser grotesken Realität kaputt lacht.

[1] http://www.smh.com.au/news/opinion/exposing-the-beast-factory-farming-must-be-called-to-theslaughterhouse/2007/02/21/1171733846249.html

[2] James M. Jasper and Dorothy Nelkin, The Animal Rights Crusade (New York: Free

Press, 1992), 47.

[3] http://www.theguardian.com/media/2003/mar/03/advertising.marketingandpr

[4] www.nrc.nl/nieuws/2017/08/21/bioindustrie-vergelijken-met-de-holocaust-is-niet-zo-raar-12616148-a1570596

[5] www.parool.nl/opinie/-mijn-grootouders-zijn-geen-varkens~a4515725/

[6] www.volkskrant.nl/opinie/elma-drayer-hoogleraar-roos-vonk-is-geen-wetenschapper-maar-een-activist~a4516664/

[7] http://www.volkskrant.nl/opinie/dieren-in-opmars-joden-op-terugweg-in-nederland~a2447684/

[8] http://www.gelderlander.nl/nijmegen-e-o/radboud-universiteit-neemt-alweer-afstand-van-roos-vonk-om-vergelijking-bio-industrie-met-holocaust~a2e5ed5b/