Führer für Dumme in den Medien, wie sie ihren Job anständig zu erledigen haben

Noah Beck, The Algemeiner, 3. November 2015

Ein erfundener Zeitungsbericht zum 9/11. Foto: Screenshot

Ein lehrreiches Video zeigt, wie Nachrichten aussehen würden, wenn man ihre empörenden Techniken der Israel-Berichterstattung zu Terroranschlägen auf den Rest der Welt anwenden würde. In der Hoffnung die unerhörte antiisraelische Einseitigkeit zu dämpfen, gibt es hier ein paar Hinweise für die Medien:

1) Euer Job ist es Fakten zu berichten, nicht ein Narrativ zu verstärken. Echt. Die Fakten zählen – sie bilden die Grundlage für Beurteilungen. Hier also ein paar Fakten für euch, akribisch dokumentiert und auf den neuesten Stand gebracht (mit Einzelheiten und Grafiken, die eines Daten-Wissenschaftlers würdig sind) in einem geteilten Google-Spreadsheet von Nehemia Gershuni-Aylho. Nach Angaben seiner Daten hat es in den fünfzig Tagen vom 11. September bis zum 31. Oktober 1.315 arabisch-muslimische Anschläge auf Juden gegeben, darunter Stechereien, Bombenanschläge, das Werfen von Felsbrocken usw. Das sind rund 26 Anschläge pro Tag, die die Ermordung von 11 unschuldigen Juden zur Folge hatten. Auf die US-Bevölkerung angepasst wären das mehr als 1.000 Messer-, Bomben- und andere Anschläge am Tag, bei denen 440 Menschen während 50 Tagen des Terrors getötet worden wären. Wie würden die USA darauf reagieren?

2) Denkt daran, dass der Schwächere im Unrecht sein kann. Genau genommen ist ein Palästinenser, der eine 70 Jahre alte Frau niedersticht, nicht einmal der Schwächere. Manchmal tun Palästinenser unentschuldbare Dinge. Manchmal ist Israel nur schuldig den Versuch zu unternehmen seine Bürger vor irrsinnig hasserfüllter Gewalt zu schützen. Und als ehrliche Reporter solltet ihr versuchen das zu zeigen.

3) Identifiziert die Terroristen und die Opfer korrekt, wenn ihr über Opfer berichtet und beschreibt den wichtigen Kausalablauf der Ereignisse mit dem nötigen Zusammenhang. Dann vermeidet ihr Schlagzeilen wie „Jude nutzt seinen Hals, um die Klinge eines palästinensischen Messers anzugreifen“. Die Verzerrungen der BBC waren eigentlich nicht weit davon entfernt, als sie praktisch die Terroristen zu Opfern machte. Die Einseitigkeit der BBC ist derart ungeheuerlich, dass selbst ihr ehemaliger Chef sich beschwerte.

4) Macht eure Hausaufgaben zur Region. Lernt die Grundlagen der Geschichte, damit ihr nicht schwachsinnig suggeriert (wie es die New York Times machte), dass Juden keine historische Verbindung zum Tempelberg haben. Andernfalls seht ihr so aus, als würdet ihr den palästinensischen Revisionismus gegen grundlegende Fakten und endlose archäologische Beweise (einschließlich dem, was ein Zehnjähriger vor kurzem entdeckte) unterstützen.

5) Lernt die Geschichte dieses Konflikts so weit, dass ihr wisst, dass Pallywood Journalisten seit inzwischen mindestens 15 Jahren in dem Bemühen aktiv täuscht Israel zu delegitimieren. Bevor ihr „Informationen“ veröffentlicht, mit denen euch Fixer und „Augenzeugen“ füttern, erkennt, dass selbst Amnesty International die Unzuverlässigkeit von „Augenzeugen“ in diesem Konflikt zugegeben hat. Das ärgerlichste Pallywood-Beispiel aus dieser jüngsten Runde des arabischen Terrors ist die aufhetzerische Lüge – des „moderaten“ PA-Präsidenten Mahmud Abbas – israelische Soldaten hätten einen 13-jährigen „hingerichtet“. Die Wahrheit: Er wurde in genau dem israelischen Krankenhaus behandelt, das sich um den Jungen kümmerte, den er zu ermorden versuchte.

Solche Lügen können töten. Denn wenn es um diesen Konflikt geht, wissen die arabischen Führer, dass Gewalt bei der leichtesten Provokation die Vernunft ersetzt – wie bei einem Fußballspiel aufgestachelte Hooligans, die die Gegner ihrer geliebten Mannschaft angreifen. Aufhetzende Lügen sind also sehr wohl eine Waffe. Die Medien sollten das wissen und die Unwahrheiten entlarven, statt sie blind zu verbreiten. Journalisten sollten wissen, dass aufhetzerische Behaupten zu „berichten“ Mobgewalt hervorrufen kann und sie daher doppelt sorgfältig Fakten überprüfen müssen, außer natürlich, ihr Ziel ist es Krawalle auszulösen (die weitere sensationelle Nachrichten generieren).

6) Lernt die Geschichte dieses Konflikts so weit, dass ihr wisst, dass arabische Muslime Juden in diesem Gebiet seit über einem Jahrhundert getötet haben, wobei die Ausreden im Verlauf der Zeit wechselten.

7) Hört auf die die jüngste dieser wechselnden Ausreden zur Rechtfertigung des nicht zu Rechtfertigenden zu benutzen (auch hier ist die BBC Täter). Kein angeblicher Missstand rechtfertigt das wahllose Niederstechen von Menschen auf der Straße. Dem Durchschnitssyrer geht es unendlich schlechter als irgendjemandem im Gazastreifen oder der Westbank, aber die syrischen Teenager stechen nicht willkürlich Zivilisten nieder. Zahllose Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und sonstwo haben in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in Europa ihr Leben riskiert. Und doch gibt es praktisch keine Palästinenser aus der Westbank oder dem Gazastreifen unter den Millionen, die verzweifelt versuchen nach Europa zu kommen. Wahllose Stecherei spiegelt also keine elend unfaire Existenz – sie sind das Produkt von purem Hass und Hetze.

8) Nehmt Nuancen zur Kenntnis. Zweiundneunzig israelisch-arabische Muslime haben Terroranschläge ausgeführt. Sie leben nicht unter Besatzung (und haben mehr Freiheiten und bessere Lebensstandards als die meisten in der arabischen Welt). Bei diesen Anschlägen geht es also klar nicht um irgendeinen politischen Disput; sie sind getrieben von derselben hasserfüllten Aufstachelung, die jeden Staat für die Juden ablehnt.

9) Zeigt Ursache und Wirkung (idealerweise das eine vor dem anderen) und nicht nur die Wirkung. Wenn ihr nur israelische Reaktionen auf Anschläge zeigt, lässt es die Israelis so aussehen, als würden sie jeden Morgen aufwachen und sich fragen, wie sie Arabern schaden können. Die Israelis haben eigentlich besseres mit ihrem Morgen zu tun. Wie Krebs heilen und sowas. Aber wenn Leute versuchen sie zu töten, dann werden sie verständlicherweise etwas abgelenkt. Wenn die Welt die Israelis sicherer machen könnte, würde Krebs vielleicht schneller geheilt.

10) Artikel sollten ein logisches Subjekt und Verb beinhalten, vorzugsweise auf eine Art, die angibt, wer was tat. Nach Angaben von CNN geht das Josefsgrab spontan „in Flammen auf“. CNN würde eher die Gesetze der Physik ändern als Muslime dafür verantwortlich zu machen eine jüdische heilige Stätte niederzubrennen. Aber es gib eine lange Liste nichtmuslimischer Stätten, die von Muslimen geschändet oder zerstört wurden – angefangen bei den von den Taliban vollkommen zerstörten Buddhas von Bamiyan bis zu den zahllosen Monumenten und Kirchen, die vom Islamischen Staat zerstört wurden. Die Geschichte ist übersät mit islamischen Eroberungen, bei denen nichtmuslimische heilige Stätten in Moscheen umgewandelt wurden.

11) Israelische Leben zählen. Beide Seiten der Geschichte darzustellen bedeutet, auch Fotos und Profile israelischer Opfer arabischen Terrorismus mindestens so oft zu bringen, wie ihr Fotos und Profile von arabischen Angreifern bringt, die getötet wurden, während sie unschuldige Israelis zu ermorden versuchten. Für den Fall, dass ihr nicht wisst wie es tatsächlich ist einen Messeranschlag zu überleben, dann ist Kay Wilsons TED-Talk anzusehen ein Muss, um etwas wertvollen Zusammenhang zu bekommen (und eine Erinnerung daran, wie eine Leben bejahende Kultur aussieht, im Gegensatz zu dem Todeskult, der versucht sie auszurotten).

12) Habt keine Angst die Gazaner so darzustellen wie sie sich selbst präsentieren (Schlachtermesser schwingend und nach jüdischen Blut brüllend). Zeit diese palästinensische Mutter, die feiert, dass ihr Kinde beim Versuch getötet wurde Israelis zu ermorden und die hofft, dass sie und ihre anderen Kinder alle für dieselbe „Sache“ sterben. Zeit den palästinensischen Todeskult des Judenhasses, der sich von der Wiege bis zum Sarg zieht und den Beobachter zu verstehen helfen könnte, warum es immer noch keinen Frieden gibt.

Nur für etwas Zusammenhang: Wan habt ihr das letzte Mal ein Video einer jüdischen Mutter gesehen, die hofft, dass sie und ihre Kinder alle beim Ermorden einiger Deutscher um der Rache für die deutsche Ermordung von sechs Millionen Juden (was mir etwas schlimmer vorkommt als an einer umstrittenen heiligen Stätte zu beten) sterben können?

13) Wenn ihr Informationen fälschen wollt, um palästinensischen Terror sauber zu machen, wie es NBC-Korrespondent Ayman Mahyeldin machte, dann versuchte das nicht live im Fernsehen zu tun, denn ihr werdet richtig einseitig (und dumm) aussehen.

14) Es ist besser zu recherchieren, ob die Landkarten, die ihr in euren „Nachrichten“-Sendungen einblendet, von antiisraelischen Propagandisten erstellt wurden, BEVOR ihr sie sendet, denn andernfalls werdet ihr genauso einseitig (und dumm) aussehen, wie NBC/MSNBC.

15) Um sicherzustellen, das eure Berichterstattung fair und stimmig ist, berücksichtigt, wie ein ähnlicher Vorfall in anderen Ländern/Zusammenhängen berichtet wird. Ein auffallend passendes Beispiel ist der Vergleich, wie unterschiedlich (wieder!) NBC News über Luftangriffe berichtet, die in zwei benachbarten Konflikten im Nahen Osten berichtet, die nur acht Tage auseinander liegen.

Am 3. Oktober nutzte NBC News diese Schlagzeile, um zu berichten, dass bei 60 russischen Luftangriffe in Syrien 39 Zivilisten getötet wurden: „Russland beginnt neue Welle an Luftangriffen in Syrien“. Am 11. Oktober nutzte NBC News einen weit stärker personalisierte Schlagzeile – mit Opfer-Profilen – als es über einen israelischen Luftangriff berichtete, bei dem zwei Zivilisten getötet wurden: „Israelischer Angriff in Gaza tötet palästinensische Frau, Kind, während Gewalt weiter geht.“ Zwei Zivilisten im Gazastreifen sind also mehr Aufmerksamkeit und Mitgefühl wert als 39 syrische Zivilisten?

Ironischerweise danken die palästinensischen Terroristen euch trotz eurer endlosen Einseitigkeit zu ihren Gunsten damit, dass sie sich als Journalisten ausgeben um Israelis abzustechen – eine Täuschung, die nur das Vertrauen aushöhlt, das Kombattanten in die Aufschrift „PRESSE) haben und das unter Umständen echte Kriegskorrespondenten in Gefahr bringt.

Jeder kleine Vorfall von Einseitigkeit mag als bloße „journalistische Mikroaggression“ gegen Israel erscheinen, aber ihr kumulativer Effekt ist giftig und manchmal tödlich. Bestenfalls vergiftet die anhaltende Einseitigkeit viele Millionen – von Wählern bis zu politischen Entscheidungsträgern – zu Ungunsten Israels. Schlimmer ist, dass es zu antisemitischer Gewalt führen kann, durch Mobs und/oder einzelne Strolche, wie es in Europa so oft der Fall ist.

Ihr Journalisten seid entscheidend für eine faire und zivilisierte Welt. Fangt an entsprechend zu handeln.

Advertisements

3 Gedanken zu “Führer für Dumme in den Medien, wie sie ihren Job anständig zu erledigen haben

  1. Wann werden Verfasser solcher Eintraege verstehen. Die Angesprochenen dieses Textes interessiert.es.nicht.
    Weder ihre Rolle , noch ihre Verantwortung.
    Fertig.
    Und jetzt kann man aufhoeren, zu bitten, zu beraten und zu betteln, und am Besten das naechste Mal einfach des Landes verweisen. Sch*iss auf die Pressefreiheit.

    • Stimmt, aber ich sehe das als Munition für Israelfreunde, die in Diskussionen den entsprechenden Heinis um die Ohren gehauen werden können. 🙂

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.