Jerusalem – Bäume zum diesjährigen Tu Bischwat

The Real Jerusalem Streets, 31. Januar 2018

Als wir in den USA jung waren, bedeutete Tu Bischwat ein wenig bukser, getrocknete Johannisbrot-Schalen, die man so gut wie nicht kauen konnte.

In Jerusalem zu feiern ist so völlig anders und viel, viel schmackhafter und farbenfroher.

In den letzten Jahren war Präsident Rivlin Gastgeber von Tu Bischwat-Sedern, aber er ist dieses Jahr in Griechenland, wo die Griechen ihn mit präsidialen Empfängen bewirten.

Tu Bischwat ist auch das Datum, an dem 1949 die Knesset eröffnete. Im 50. Jahr an ihrem jetzigen Ort wurde Tu Bischwat groß gefeiert.

Parks und Pflanzungen waren letztes Jahr meine Themen.

Der Teddy-Park war heute reizend, der Springbrunnen lief, als zwei junge Männer Fotos machten.

Im Gan Sacher, dem Sacher-Park, werden langsam die Umbauten enthüllt. Ich hofe, dass zusätzlich zu diesen neuen Betontischen und -Bänken weitere Bäume gepflanzt werden. Bei den Schneestürmen gingen viele verloren.

Mein Dilemma war: Was kann dieses Jahr neu sein, abgesehen von der anderen Schreibweise für ט”ו בשבט in Englisch, dem 15. Tag des hebräischen Monats Schwat?

Draußen auf den Straßen waren bis weit in den Abend vor dem Feiertag Trockenfrüchte ausgelegt.

Frisches Obst toppen diese köstlichen Backwaren, die im Schaufenster eines Cafés ausgelegt waren.

Mit dem warmen und nassen Winter standen Mandelbäume rechtzeitig zu Tu Bischwat dieses Jahr in voller Blüte.

Dann schrieb ein Freund mir heute Morgen von einer tödlichen Bedrohung für Jerusalems emporragende Palmen. Dier Rote Palmkäfer, der im fernen Osten heimisch ist, ist aus Jordanien hierher gekommen und griff unsere Palmen an.

Ich hatte bemerkt, dass die Palmen am belgischen Konsulat drastisch zurückgeschnitten waren.

Es war ein leuchtend heller Sonnentag, also zog ich alleine los. Totes Laub hing an diesen Palmen im Yemin Mosche.

Die Palmen vor dem alten französischen Krankenhaus sahen nicht gesund aus.

Als ich letzten Monat am Kikdar Sara, dem Safra-Platz war, nahm ich dieses Foto der großen, aufgehängten Flaggen auf. Ich bemerkte, dass die Palmen am anderen Ende des Platzes von blauen Absperrungen umgeben waren, die zur Kontrolle von Menschenmengen verwendet werden. Heute bedaure ich, davon kein Foto gemacht zu haben.

Diese aufragenden Bäume wurden mitten in der Nacht gefällt, nachdem einer wegen einer Krankheit umfiel.

Heute beenden Männer ihre Arbeit und entfernen die Stümpfe.

Der letzte der Stümpfe der aufragenden Palmen wird in Sägemehl verwandelt.

Kikar Safra ist voller Holzspäne, wo einst die Palmen emporragten.

Der Fußweg vom Kikar Safra zum Jaffa-Tor hat eine Palme, die von einem Zaun geschützt wird und der Gehweg ist um sie herum gebaut. Bäume sind so wichtig, dass man um sie herum baut.

Schon bevor der Staat Israel gegründet wurde, waren Bäume wichtig. Der JNF, der Jüdischen Nationalfond, sammelte Geld, um Bäume zu pflanzen, mit denen ödes Land grün gemacht wurde.

Tu Bischwat wird auch Neujahr der Bäume genannt. Dieses Jahre werden wir eine Menge neuer Bäume brauchen, die diejenigen ersetzen, die wir verloren haben.

Aber an diesem fröhlichen Feiertag kann ich nicht mit etwas so Traurigem enden. Es war ein schöner Tag, um draußen zu sein. Überall in Israel pflanzen die Menschen neue Bäume.

Die Mandelbäume blühen. Sie Sonne schien nach zwei Tagen Regen. Ich traf freundliche Touriste aus Südafrika, die mir versicherten, dass Südafrikaner Israel wirklich mögen.

Also frohes Tu Bischwat.

Ich werde einige Datteln essen, dieses Jahr sind sie reichlich vorhanden und günstig, also holten wir uns eine große Schachtel.

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Ein Gedanke zu “Jerusalem – Bäume zum diesjährigen Tu Bischwat

  1. Die Palmen, die nur noch einen Schopf von Blättern haben heissen „Washintonia“. Sie haben ihr natürliches Aussehen. Die Blätter sind fächerförmig. Das ist der wesentliche Unterschied zu anderen Palmenarten.
    Die Dattelpalme „Phoenix dactylifera“ hat grosse Wedel als Blätter.
    Wir haben ein dritte Palmenart kennen gelernt – die Doumpalme „Hyphaene thebaica“. Man findet sie ca. 5 Km nördlich von Elat. Es ist die einzige Plame, in zwei Stämme verzweigt.
    Der nördlichste Standort ist bei Elat und der südlichste liegt am Viktoriasee in Afrika.

    Der KKL hat seit seinem Bestehen mehr als 240 Millioene Bäume gepflanzt – auch ein Wunder.

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