Die Palästinenser: das erfundene Volk

Y.K. Cherson, Cherson and Molschky, 9. Januar 2014

Die Assyrer fanden keine „Palästinenser“ (Foto: http://chersonandmolschky.com/wp-content/uploads/2014/01/Assyrians_conquer-300×146.jpg)

“Die Geschichte des palästinensischen Volks geht so weit zurück wie“… Das ist die Stelle, wo „Historiker“ sich nicht einigen können. Einige sagen, das „palästinensische Volk“ hat eine stolze Geschichte von 4000 Jahren; andere sagten 10.000 Jahre, 30.000 Jahre und sogar – bitte nicht lachen – 200.000 Jahre, was die Neandertaler im Vergleich zu dem mysteriösen „palästinensischen Volk“ zu ziemlich jungen Leute macht. Doch obwohl die arabischen Historiker sich nicht auf die „unbedeutenden „ Details wie das Alter des „palästinensischen Volks“ einigen können, stimmen sie darin überein, dass dieses Volk unglaublich älter ist, weit älter als die Juden, Römer oder Griechen.

In der glorreichen Geschichte des „palästinensischen Volks“ gibt es nur ein „kleines“ Problem: Niemand in der Geschichte hat sie je gesehen.

721 v.Chr. eroberte Assyrien das Königreich Israel. Das ist eine historische Tatsache, die niemand bestreitet. Natürlich kämpfte das „palästinensische Volk“ heldenhaft gegen die Aggressoren und fügte ihnen schwere Verluste zu, oder? Nun, nicht ganz. Nicht eine einzige assyrische Chronik, nicht einmal eine einzige Tontafel erwähnt dieses edle Volk. Könnte es sein, dass hunderttausende „Palästinenser“ heldenhaft gegen assyrische Eindringlinge kämpften – und diese Eindringlinge das nicht einmal bemerkten? Zur gleichen Zeit sind assyrische Chroniken voller Berichte über die Schlachten mit den Israelis. Die Assyrer fanden also durchaus Israelis vor, bemerkten aber keine „Palästinenser“?

Auch keine „Palästinenser“ in den Chroniken der Babylonier (Foto: http://www.bible-history.com/)

Nun, die Assyrer bemerkten also kein „palästinensisches Volk“. Höchstwahrscheinlich, weil König Sargon II. Zionist war. Und was ist mit den Babyloniern? Dasselbe Rätsel erwartet uns, wenn wir anfangen die babylonischen Chroniken über die Eroberung des Königreichs Judah zwischen 597 und 582 v.Chr. zu lesen. Juden gibt es dort auf jeder zweiten Seite. Und „Palästinenser“? Es gibt nicht ein einziges Wort über sie. Die Babylonier fanden sie auch nicht.

Doch gewiss fanden die Perser „Palästinenser“ und hinterließen uns eine detaillierte Beschreibung dieses wunderbaren Volks, seiner reichhaltigen Kultur, interessanten Gewohnheiten, Sprache…? Leider nein. Die persischen Chroniken erzählen uns von Juden, davon, wie Kyros ihnen die Erlaubnis erteilte nach Jerusalem zurückzukehren, wie die persischen Satrapen Judah und Israel regierten… aber über die „Palästinenser“ – nicht ein einziges Wort.

Was die „Suche nach den Palästinensern“ noch unterhaltsamer macht: Alexander der Große marschierte 332 [v.Chr.] die gesamte Küste Palästinas von Tyrus bis Gaza ab – aber er fand nicht einen einzigen „Palästinenser“, nur Juden.

Wo zum Henker versteckten sich die „Palästinenser“?

Nun gut, Assyrer, Babylonier, Perser, selbst Alexander der Große: Das ist total lange her! Aber was ist mit den gewissenhaften und methodischen Römern? Genau dasselbe.

Die Römer erklärten sehr ausführlich, wie sie Jerusalem belagerten; sie informieren uns penibel darüber, wie verzweifelt die Juden es verteidigten. Sie beschreiben die jüdischen Revolten und wie sie sie niederschlugen und liefern Informationen dazu, wie die Juden gegen sie in Massada kämpften, darüber, wie die Römer Judah teilten und in Palästina umbenannten, wie sie Jerusalem in Aelia Capitolina umbenannten… Sie erzählen uns eine Menge Dinge – aber sie sagen nicht ein einziges Wort über „Palästinenser“.

Darüber hinaus benannten sie das Land zwar in „Palästina“ um, aber sie nannten die Einwohner weiterhin so, wie sie seit tausenden Jahren genannt wurden: Juden. „Palästina“ wurde der offizielle Name des Landes, aber seine Einwohner blieben Juden.

Moment mal: Und wo waren die „Palästinenser“, als die Araber kamen?

Das ist die Millionen-Dollar-Frage. Moderne Araber sagen sie seien „Palästinenser“. Und was sagten dazu die Araber des 7. Jahrhunderts – die, die Palästina eroberten?

Kennen sie irgendein in der Zeit der arabischen Herrschaft in Palästina geschriebenes Dokument, das auch nur ein Wort über „Palästinenser“ sagte? Ich nicht. Und niemand kennt eins, denn ein solches Dokument existiert nicht.

Die Situation wird langsam amüsant! Heute schäumen Araber darüber, ihre Vorfahren hätten seit undenkbaren Zeiten in Palästina gelebt und ihre Vorfahren hatten keinerlei Ahnung von ihrer ruhmreichen und uralten Vergangenheit dort.

Nun, immerhin dauerte die arabische Herrschaft über Palästina nicht lange. Nur 300 Jahre nach der arabischen Eroberung warfen Türken – erst die Mamelucken, dann die Ottomanen – sie raus. Unter verschiedenen namen – Seldschuken, Mamelucken, Ottomanen – herrschten die Türken 600 Jahre über Palästina. Reichlich Zeit, um eine zahlreiche und ruhmreiche ethnische Gruppe wie das „palästinensische Volk“ zu finden. Fanden die Türken sie? Ach! Die offiziellen Statistiken der Türken führen akkurat die Juden, Araber, Tscherkessen und Bosnier in Palästina auf, sie liefern detaillierte Informationen über die Zahl der Muslime, Christen und Juden – aber sie erwähnen nirgendwo ein „palästinensisches Volk“.

Selbst die Römer, die das Land in „Palästina“ umbenannten, fanden keine „Palästinenser“.

Gut. Assyrer, Babylonier, Griechen, Römer, Perser und Araber bemerkten überhaupt kein „palästinensisches Volk“. Die Türken fanden sie in den 600 Jahren, in denen sie in Palästina herrschten, auch nicht. Und wo versteckte sich dieses unglaublich alte und ungläublich heldenhafte Volk nach 1917? Die zahlreichen Kommissionen des Völkerbunds (später UNO-Kommissionen) fanden es nicht; alle Dokumente des Völkerbunds aus dieser Zeit sprechen nur von Juden und Arabern, aber es gibt nicht ein einziges Wort über irgendwelche „Palästinenser“ als eigenes Volk. Vielleicht sprachen die Politiker der westlichen Staaten damals von „Palästinensern“? Nein, machten sie nicht. Delegierte aus 11 Staaten reisten in die Region und stellten fest, was lange offensichtlich war: zwei widerstreitende Gruppen, Araber und Juden, deren nationale Ansprüche sich nicht versöhnen ließen. „Palästinenser“? Wer sind die?

Aber die Politiker der arabischen Länder natürlich … Ach, die Politiker der arabischen Länder waren in dieser Sache sehr deutlich:

„Wir betrachten Palästina als Teil des arabischen Syrien, da es von diesem niemals getrennt war. Wir sind damit durch nationale, religiöse, linguistische, natürliche, wirtschaftliche und geografische Bande verbunden.“ (Erster Kongress muslimisch-christlicher Vereinigungen, Februar 1919)

Der Repräsentant des Hohen Arabischen Rats bei den Vereinten Nationen legte im Mai 1947 der Vollversammlung eine Erklärung vor, in der es hieß: „“Palästina war Teil der Provinz Syrien“ und: „Politisch waren die Araber Palästinas nicht unabhängig in dem Sinn, dass sie eine eigene politische Einheit bildeten.“

1937 sagte ein örtlicher arabischer Anführer, Auni Bey Abdul-Hadi, der Peel-Kommission, die letztlich die Teilung Palästinas vorschlug: „Ein Land Palästina gibt es nicht! ‚Palästina‘ ist ein Begriff, den die Zionisten erfanden! Es gibt in der Bibel kein Palästina. Unser Land war Jahrhunderte lang Teil von Syrien.“

„Palästina und Transjordanien sind eins.“ König Abdallah, Treffen der Arabischen Liga in Kairo, 12. April 1948

Die Araber bemerkten also in den 1940-er Jahren kein „Palästina“. Darüber hinaus „bemerkten“ sie auch keinerlei „Palästinenser“!

Gut, in den 1940-ern fanden die arabischen Politiker keinerlei „palästinensisches Volk“. Das überrascht nicht; niemand konnte sie finden.

Aber vielleicht „fanden“ sie dieses mysteriöse „palästinensische Volk“ später? Fanden sie nicht.

Der syrische Präsident Hafez Assad erklärte dem Palästinenserführer, dem Vorsitzenden der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Präsident der Palästinensischen Nationalen Behörde (PNA) und „Vater des palästinensischen Volks“, Yassir Arafat:

„Du repräsentierst Palästina nicht mehr als wir. Vergiss niemals dies: So etwas wie ein palästinensisches Volk gibt es nicht, es gibt keine palästinensische Einheit, es gibt nur Syrien. Ihr sei integraler Bestandteil des syrischen Volks, Palästina ist integraler Teil von Syrien. Deshalb sind wir es, die syrischen Autoritäten, die die wahren Repräsentanten des palästinensischen Volks sind.“

Natürlich wies der Palästinenserführer, „Vater des palästinensischen Volks“ und so weiter diese Unterstellungen entrüstet zurück und … Machte er tatsächlich nicht.

„Unsere Nation ist die arabische Nation, die vom Atlantischen Ozean bis zum Roten Meer und darüber hinaus reicht… “ – Yassir Arafat (Foto: http://www.familysecuritymatters.org/)

Vielmehr gab Arafat selbst eine entschiedene und unmissverständliche Äußerung in der gleichen Art ab, noch 1993, als er erklärte: „Die Frage der Grenzen interessiert uns nicht… Vom arabischen Standpunkt aus dürfen wir nicht über Grenzen reden. Palästina ist nichts als ein Tropfen in einem gewaltigen Ozean. Unsere Nation ist die arabische Nation, die vom Atlantischen Ozean bis zum Roten Meer und darüber hinaus reicht… Die PLO bekämpft Israel im Namen des Pan-Arabismus. Was ihr ‚Jordanien‘ nennt, ist nichts anderes als Palästina.“

Vor nicht allzu langer Zeit sagte Azmi Bishara (Ex-Knesset-Abgeordneter, der aus Israel ins Exil ging, weil er der Hisbollah während des Zweiten Libanonkriegs sensible Informationen zukommen ließ), der alles andere als Israels Freund ist, dasselbe: Es gibt kein palästinensisches Volk. Seine Worte können Sie selbst hören und sich den Mann ansehen, hier ist der Link.

„Die Wahrheit ist: Jordanien ist Palästina und Palästina ist Jordanien“. König Hussein von Jordanien, 1981

„Palästina ist Jordanien und Jordanien ist Palästina; es gibt nur ein Land, mit einer Geschichte und ein und demselben Schicksal“, wurde Prinz Hassan von der jordanischen Nationalversammlung zitiert; er hatte das am 2. Februar 1970 gesagt.

Abdul Hamid Sharif, Premierminister von Jordanien, erklärte 1980: „Die Palästinenser und Jordanier gehören nicht verschiedenen Nationalitäten an. Sie haben dieselben jordanischen Reisepässe, sind Araber und haben dieselbe jordanische Kultur.“

Doch die Araber, die in Palästina, wie sie uns versichern, seit unvorstellbaren Zeiten lebten, ließen sich natürlich von syrischen und jordanischen Diktatoren ihrer stolzen palästinensischen Vergangenheit berauben, oder? Sie werden überrascht sein, aber sie ließen. Und sie hatten dafür sehr ernste Gründe.

Wussten Sie, dass die Jerusalem Post bis 1950 PALESTINE POST hieß?
Dass das Magazin der Zionist Organization of America das NEW PALESTINE war?
Dass der ursprüngliche Name der Bank Leumi ANGLO-PALESTINE BANK war?
Dass der ursprüngliche Name der Israel Electric Company PALESTINE ELECTRIC COMPANY war?
Dass es den PALESTINE FOUNDATION FUND und das PALESTINE PHILHARMONIC (Orchestra) gab?
Und dass all diese JÜDISCHE ORGANISATIONEN waren, organisiert und betrieben von JUDEN?
In Amerika sang die zionistische Jugend ihre Hymne „PALESTINE, MY PALESTINE“ (Palästina, mein Palästina), den „PALESTINE SCOUT SONG“ (Palästina-Pfadfinder-Lieg) und den „PALESTINE SPRING SONG“ (Palästain-Frühlingslied).

Bis in die späten 1960-er wäre einen Araber als „Palästinenser“ zu bezeichnen für ihn eine Beleidigung gewesen, denn bis Ende der 1960-er wurde das Wort „Palästinenser“ allgemein und einmütig in aller Welt mit Juden in Verbindung gebracht und alle wussten: Palästina ist nur ein anderes Wort für Israel und Judah, wie z.B. Kemet nur ein anderer alter Name für Ägypten war. In Palästina lebende Araber identifizierten sich selbst als Araber und waren beleidigt, wenn jemand sie „Palästinenser“ nannte: „Wir sind keine Juden, wir sind Araber“, pflegten sie zu antworten.

Stellen wir richtig

Es gibt ein Land im Fernen Osten. Dort leben Leute (und haben seit vielen Jahrhunderten in diesem Land gelebt), die dieses poetisch „Land der aufgehenden Sonne“ nannten. Dann kamen westliche Reisende und Geografen in dieses Land und gaben ihm einen anderen Namen. Warum? Vielleicht waren sie keine Poeten oder vielleicht kamen sie bei Sonnenuntergang dort an oder vielleicht konnten sie den ursprünglichen Namen in der Originalsprache nicht aussprechen… Veränderten sich die dort lebenden Menschen, weil westliche Reisende und dann Politiker und Journalisten anfingen ihr Land bei einem anderen Namen zu nennen? Nein. Sie waren dieselben Menschen und sie nannten ihr Land weiter „Land der aufgehenden Sonne“.

Und der Westen nennt es Japan.

Es gibt ein Land im Nahen Osten. Die dort seit vielen Jahrhunderten lebenden Menschen nannten es „Eretz Israel“ – das Land Israel. Dann kamen Leute aus dem Westen und gaben ihm einen anderen Namen. Veränderten sich die dort lebenden Menschen? Nein. Sie waren dieselben Menschen und sie nannten ihr Land weiter „Das Land Israel“.

Und der Westen nennt es Palästina.

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9 Gedanken zu “Die Palästinenser: das erfundene Volk

  1. Ein sehr gut recherchierter Artikel. Ich würde mich über die Quelle von Hafez Assads Rede an die PLO sehr freuen. Konnte leider nichts finden.

  2. Oh erfundene Geschichte.
    Die Wahrheit ist das Land gehört nicht Den Iraelis.
    Es wurde ihnen fälchlicherweise zugesprochen.
    Es gehörte den Palestinensern.
    Die Israelies waren Heimatlos wie die Sinti und Roma es heute noch sind.

    • Bissi Bildung würde Ihnen helfen, solche Dummsprüche zu vermeiden.
      Sinti und Roma – Zigeuner – stammen ursprünglich aus Indien.
      Der babylonische Talmud, die Thora, das alte Testament, die römische Geschichtsschreibung und selbst der islamische Koran belegen die territoriale Heimat der Juden weit über das heutige Israel hinaus.

  3. Ich finde es ist Zeit die Wahrheit zu sagen schlimm ist das die Hamas null verblendet und nicht wissen wer Israel angreift. Greift Gott an. Wer hass sät kommt um.

  4. Soweit so gut.
    Nur, heute (!) leben dort sehr viele Menschen, die sich selbst und von Anderen (zu Recht oder Unrecht spielt überhaupt keine Rolle) Palästinenser genannt werden.
    Einzig der Fakt, das dort 4,3 Millionen Menschen leben, Familien, Frauen,Kinder, macht den obigen Artikel obsolet.
    4,3 Millionen ! Das ist der Stand heute, im 21. Jahrhundert.
    Ob es ein palästinensisches Volk gegeben hat oder nicht, die Antwort löst das Problem nicht im Geringsten.

    • Das löst es nicht, aber es stellt einiges klar, denn dieses erfundene Volk will die Geschichte umschreiben – so, als hätte es die „Palästinenser“ schon immer gegeben und die Juden nicht nur keine Rechte, sondern auch keine Geschichte im Land. Inzwischen werden Fakten bestritten, so dass es den Tempel in Jerusalem gab. Wenn schon, denn schon: Die Lügenbarone halten entweder das Maul, was ihre Lügen angeht, und machen ihren Frieden damit, dass auch das jüdische Volk dort seine Heimat hat – oder sie müssen die Wahrheit über sich selbst vorhalten lassen.
      Solange sie lügen, sind sie keine Friedenspartner. Solange sie Israel vernichten wollen, sind sie ein Feind, der bekämpft werden muss.

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