Im Krieg gegen den Terror ist Europa kein Freund Israels

Es gibt etwas, das fundamental falsch läuft: Während Israel seine Sachkenntnis nutzt, um europäische Bürger vor Terrorismus zu retten, unterstützt und finanziert Europa arabischen Terrorismus gegen israelische Bürger.

Judith Bergman, MiDA, 7. Februar 2018

Terrorbekämpfungs-know-how in Europa (Foto: Wiki Commons)

Israel ist berühmt für sein Sicherheits-Know how und Länder überall in der Welt streben danach daran teilzuhaben, in dem Wissen, dass es praktisch unerreicht ist.

Indien, viele Länder Afrikas sowie Europas gehören zu denen, die von Israels Sicherheits-Know how und Geheimdiensterkenntnissen profitieren. Ja, dieselben Europäer, die – mit den Worten der außenpolitischen Chefin der EU, Federica Mogherini – die größten Gesamtspender der PA sind, dem Terrorgebilde, das weiterhin zu Terrorismus aufstachelt, ihn organisiert und finanziell belohnt.

Vor kurzem offenbarte ein Bericht in der deutschen Wochenzeitung DER SPIEGEL, dass Israel teil einer geheimen Terrorbekämpfungskoalition ist, die Informationen zu ISIS-Terroristen sammelt, die aus Syrien nach Europa zurückkehren. Der Kampagne zur Sammlung von Informationen und Terrorbekämpfung sollen 21 Staaten angehören. Benjamin Netanyahu sagte ebenfalls vor kurzem, dass Israel geholfen hatte mehrere Dutzend großer Terroranschläge in Europa zu vereiteln, sogar Anschläge, die „zivile Luftfahrt“ einschlossen.

Wenn wir von ISIS reden, dann ist es wichtig zu begreifen, dass Israel Europa auf zwei grundlegende Weisen hilft“, sagte Netanyahu. „Die erste besteht darin, dass wir durch unsere Geheimdienste Informationen zur Verfügung gestellt haben, die mehrere Dutzend große Terroranschläge aufgehalten haben, viele davon in europäischen Ländern. Einige davon hätte Massenanschläge sein können, der schlimmsten Art, die Sie auf dem Boden Europas erlebt haben und noch schlimmer, denn sie involvieren die zivile Luftfahrt. Israel hat das verhindert und damit geholfen viele europäische Leben zu retten.“

Staaten sollten einander aushelfen, das steht außer Frage. Terrorismus ist ein internationales Problem und musst grenzübergreifend bekämpft werden. Dennoch stimmt an diesem Bild etwas nicht. Nehmen wir dieses Beispiel: Im November 2015 führte eine genaue Geheimdienstwarnung aus Israel dazu, dass die deutschen Behörden ein Fußballspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden absagten. Um dieselbe Zeit entfernten aber deutsche Warenhäuser israelischen Wein aus ihren Regalen, weil die Europäische Union ihre neue Richtlinie zur Kennzeichnung israelischer Waren aus Judäa und Samaria, den Golanhöhen und Ostjerusalem ausgab.

Es läuft etwas grundsätzlich falsch durch die Tatsache, dass Israel sein Expertenwissen nutzt um europäische Bürger vor Terrorismus zu schützen, während Europa seine Steuerzahlergelder nutzt, um Terrorismus gegen israelische Bürger zu unterstützen und zu ermöglichen.

Europa scheint nicht einmal den Anschein zu haben den Terrorismus der PA noch als etwas zu betrachten, das verurteilt werden muss. Bei ihren letzten Treffen mit Abbas agierte Federica Mogherini vor kurzem, als sei Abbas Prinz Charming und nicht Dr. Tod; sie erwähnte nie den Terrorismus, der seine eigentliche Natur ist, und versprach noch stärker an seiner Seite zu stehen, während der versucht Israel zu vernichten.

Wäre es da für Israel nicht vernünftig, wenn es sich fragt, ob es Führungspolitikern helfen soll, die denjenigen, die es vernichten wollen, mit materieller und finanzieller Unterstützung helfen und anstiften? Darüber hinaus: Wie stark sollte Israel EU-Staaten helfen, die in internationalen Gremien wie der UNO ständig gegen es stimmen?

Wo oist die Grenze zwischen vernünftiger Politik, strategischen Interessen und dem Verdacht einem Fußabtreter zu gleichen? Vielleicht sollten die, die Israels Hilfe suchen, aufgefordert werden sich auf stärker materielle Weise erkenntlich zu zeigen, als sie es derzeit tun. Nur so ein Gedanke.

Allgemein haben Weltführer, von denen mehrere Israel nicht nur boykottieren wollen, sondern auch es verzweifelt von der Erdoberfläche verschwinden sehen wollen, kein Problem damit ihre verwöhnten Körper von in Israel erstellter Sicherheitsausrüstung schützen zu lassen, zum Beispiel die Überwachungsausrüstung, die die Teilnehmer des Pariser Klimagipfels 2015 schützte.

Gleichermaßen beliefert Israel die Welt mit erstaunlicher Technologie und Arzneimitteln, was dafür sorgt, dass Judenhasser überall in der Welt ihren Hass, solange es dauert ihr Leben zu retten, aussetzen.

Selbst Führer der PA und der Hamas suchen medizinische Hilfe in Israel, was die folgenden Fragen aufwirft: Kann ein Boykott wirklich selektiv sein? Sollte er nicht alles umfassen?

Leben zu retten ist eine heilige Pflicht und eine, die Israel sehr ernst nimmt. Es ist ehrenvoll und richtig, dass Israel geholfen hat europäisches Leben vor Terrorismus zu retten.

Aber ist es nicht an der Zeit, dass Europa sich wenigstens dadurch erkenntlich zeigt, dass es nicht für die Morde an israelischen Juden zahlt?

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