Soll ich BDS-Aktivist werden? Machen Sie diesen Test, um es herauszufinden

Sheri Oz, Israel Diaries, 20. Oktober 2016

Ist BDS – Der Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen Israel – sozialer Aktivimus, der etwas für Sie ist? Überprüfen Sie es. Es ist einfacher, als Sie glauben.

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Viele glauben, dass BDS die beste Möglichkeit ist das zu bekämpfen, von dem sie glauben, dass es die israelische Besatzung palästinensischen Landes und Unterdrückung des Volkes ist. Dazu gehören akademische Boykotte, von der Zusammenarbeit mit israelischen Institutionen höherer Bildung und Forschung und sogar einzelnen Forschern abzuschrecken, den Kauf von Produkten und Waren aus Israel zu meiden und es abzulehnen in Wertpapierdepots zu investieren, zu denen Firmen gehören, die mit Waffen oder anderen militärischen Investitionen in Israel handeln.

Für den Fall, dass Sie noch nicht überzeugt sind, dass Sie sich der BDS-Bewegung anschließen wollen, machen Sie den folgenden kurzen Test. Er sollte Ihnen eine grobe Anzeige geben, wie wichtig die maßgeblichen Themen Ihnen sind und wird die Art von Aktivismus empfehlen, der am besten zu Ihnen passt.

Bild via pixabay

Der BDS-Aktivistentest

Schreiben Sie auf ein Blatt Papier die Zahlen 1 bis 9 untereinander. Lesen Sie dann jede Äußerung unten und schreiben Sie neben die entsprechende Zahl Ihrer Liste „stimmt“, wenn die Äußerung für Sie richtig ist, oder „falsch“, wenn das nicht der Fall ist. Der Schlüssel für die Interpretation Ihrer Antworten folgt darunter.

  1. Mir sind Menschenrechte für alle Menschen wichtig: Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung.
  2. Ich hasse Rassismus und Rassisten – Apartheid ist Rassismus in einer seiner schlimmsten Permutationen.
  3. Mir sind akademische Freiheiten für alle Menschen wichtig.
  4. Ich hasse Scheinheiligkeit – wenn Menschen selbst als etwas aufwartet, das er nicht ist.
  5. Mir ist das Völkerrecht wichtig und ich glaube, dass keine Nation über dem Gesetz steht.
  6. Mir sind Flüchtlinge wichtig und ich glaube, dass ihnen erlaubt werden sollte nach Hause zu gehen, wenn das sicher ist oder für ihre Verluste an Land und Eigentum entschädigt werden und die Mittel bekommen einen Neuanfang zu machen.
  7. Ich glaube die Schwachen sollten unterstützt werden, wenn sie von den Starken unterdrückt werden – darin liegt Gerechtigkeit.
  8. Mir ist wichtiger Israel zu verdammen als meine eigene Gesundheit und der Zugang zu technologischem Fortschritt.
  9. Ich glaube, die Menschen sollte sich um ihren eigenen Kram kümmern und nicht über solche Dinge aufregen.

Schlüssel zur Analyse des BDS-Tests

  1. Wenn Sie schrieben (Menschenrechte sind wichtig)
    1. Stimmt – Sie sind kein potenzieller BDS-er. Bedauere.
    2. Falsch – Sie könnten ein würdiger Kandidat der BDS-Kampagne gegen Israel sein. BDS sagt praktisch, dass Israel dem Impuls widerstehen muss sein Volk zu verteidigen, wenn es mit Raketen angegriffen werden, wenn sie auf der Straße abgestochen oder mit Autos angefahren oder von Selbstmordbombern in die Luft gejagt werden. Das ist so, weil die Angriffe auf Israel als legitime Gewalt von Terroristen betrachtet werden, die sagen, sie würden für einen Palästinenserstaat kämpfen. Sie werden sie jedoch im Fall des Konflikts zwischen Israel und den Arabern nicht Terroristen nennen. Die Medien bezeichnen sie in der Regel als Militante, aber in letzter Zeit nur noch als „Palästinenser“, „Palästinenserin“ oder „palästinensischer Teenager“. Die Tatsache, dass ein solcher Mann, eine Frau oder Jugendlicher ein Messer schwenkte oder Felsbrocken auf Juden wirft, scheint niemanden zu kümmern. Wenn Sie also den Juden (Israel) die Menschenrechte verweigern, die allen Menschen zustehen, dann müssen Sie diese Äußerung als falsch kennzeichnen. Sie können Ihre Antwort jetzt korrigieren, wenn Sie die Äußerung falsch verstanden haben.
  2. Wenn Sie schrieben (Hass, Rassismus und Apartheid)
    1. Stimmt – dann kann nichts darüber gesagt werden, ob Sie ein potenzieller BDS-er sind oder nicht; die Unterscheidung würde davon abhängen, ob Sie wissen oder nicht wissen, was Apartheid wirklich ist und was sie im israelischen Kontext bedeutet. Wenn Sie wisse, was Apartheid ist und Teil 2 (falsch) dieses Teils zustimmen, dann sind Sie mit Sicherheit jemand, den BDS-er in ihren Reihen willkommen heißen. Wenn Sie wissen, was Apartheid ist und der Erklärung unten nicht zustimmen, dann sind Sie nicht als BDS-Aktivist brauchbar.
    2. Falsch – dann sind Sie ein Kandidat für die BDS-Bewegung gegen Israel. Wenn Ihnen Rassismus und Apartheid egal sind, dann geben Sie wahrscheinlich nichts darauf, dass Juden nicht erlaubt ist in arabische Städte in Judäa und Samaria (J&S alias die Westbank) zu fahren, auch nicht, dass die Vision des zukünftigen palästinensisch-arabischen Staates, sollte einer entstehen, ein Staat ohne einen einzigen Juden, die „den Boden mit ihren dreckigen Füßen verseuchen“, wie es von Mahmud Abbas, dem derzeitigen Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde so gewandt formuliert wurde. Ist Ihnen egal, dass arabischen Bürgern Israels frei steht sich aktiv und auf wichtige Weise in die israelischen Gesellschaft einzubringen, dass viele von ihnen das zu großem Nutzen im persönlichen Bereich wie dem der Gemeinschaft und der Nation tun, dann widerspricht das der Behauptung, dass israelische Juden rassistisch sind.
  3. Wenn Sie schrieben (akademische Freiheiten sind wichtig)
    1. Stimmt – dann sind Sie wahrscheinlich kein BDS-er.
    2. Falsch – Sie sollten von BDS-Aktivisten mit offenen Armen empfangen werden. Es geht das Wort um, dass Israel die Bewegungsfreiheit von Studenten und Lehrenden der Universitäten im Gazastreifen und J&S einschränkt, aber so ist es wirklich nicht, wie die Antworten auf Anfragen zeigen, die ich von PA-Universitäten erhielt, an denen ich mich „bewarb“ und die ich hier und hier aufgezeichnet habe, sowie in einem Bericht, den ich über akademische Aktivitäten an einer Universität als Beispiel schrieb. Zuerst gibt es keine Israelis im Gazastreifen, also ist die Bewegungsfreiheit in dieser gesamten Region frei möglich – d.h. so frei, wie die Hamas es zulässt. Es stimmt, dass Israel die Grenze zwischen Gaza und dem Rest der Welt kontrolliert, aber ich argumentiere, dass es keine Blockade gibt, wie sie allgemein in den Medien dargestellt wird. Es gibt Sicherheitscheckpoints in J&S, die das Reisen zwischen Städten der PA manchmal etwas unbequem machen, aber das verhindert akademische Freiheit nicht, wie es in meinen o.a. Artikeln vermerkt wird. Vielmehr wird keine Institution der höheren Bildung davon abgehalten fruchtbaren Boden für die Hege von Terroristen und Hass auf Juden zu bieten. Bedenken Sie einfach: Amira Hass, eine virulent antiisraelische Autorin der linken Zeitung Ha’aretz, wurde aus einer antiisraelischen Konferenz der Birzeit-Universität geworfen, nur weil sie Jüdin ist. Wenn Sie also glauben, dass akademische Freiheit und der offene Austausch von Ideen jedem außer Israelis zuteil werden sollten, dann sind Sie ein BDS-Unterstützer. Gut für Sie!
  4. Wenn sie antworteten (Hass-Scheinheiligkeit)
    1. Stimmt – die Jury in Beschlussfassung, ob Sie sich den Reihen der BDS-Aktivisten anschließen können oder nicht: Wenn Sie auf die Äußerungen 1, 2 und 3 mit „stimmt“ antworteten, aber glauben, dass Israel als keine Menschenrechte und Freiheiten ausgesondert werden sollte, von denen glauben Sie, dass jeder sie verdient, dann sind Sie ein Heuchler und ein würdiger Anwärter für die Armee der BDS-er. Wenn Sie von dem, was ich gerade sagte, verwirrt sind, dann müssen Sie sich dringend bilden und sich dann entscheiden.
    2. Falsch – nun, zumindest sind Sie ehrlich und ich denke, Sie müssen hierzu lügen, wenn Sie sich mit anderen BDS-ern treffen wollen.
  5. Wenn Sie antworteten (Völkerrecht ist wichtig)
    1. Stimmt – ich hoffe, Sie wissen etwas vom Völkerrecht und dass Resolutionen der UNO-Vollversammlung kein Recht sind, sondern lediglich Vorschläge.
    2. Falsch – Sie sind ein großartiger Kandidat zum BDS-Aktivist, aber wie bei Punkt 4 oben werden Sie dazu lügen müssen und behaupten, Sie unterstützen das Völkerrecht und dann basteln Sie sich Ihre eigene Version davon.
  6. Wenn Sie antworteten (Sorge um Flüchtlinge)
    1. Stimmt – und erheben Sie nicht Ihre Stimme zugunsten der Unterstützung der jesidischen und kurdischen Flüchtlinge und kümmern Sie sich nicht, dass afrikanische Flüchtlinge seit Jahrzehnten in Flüchtlingslagern schmachten, ohne darauf zu bestehen, dass ihr Heimatland Menschen aus diesen Gemeinschaften in sichere Häfen an unseren Ufern einzuladen, dann sind Sie ein Heuchler und können sich stolz zu einem potenziellen BDS-er erklären. Die palästinensisch-arabischen Flüchtlinge in J&S sind für BDS-er nur scheinbar wichtig. Ihnen ist egal, dass palästinensisch-arabische Flüchtlinge zum Beispiel in Syrien abgeschlachtet oder in Jordanien diskriminiert werden. Also willkommen im edlen BDS-Club!
    2. Falsch – Sie sind selbstsüchtig und Ihnen fehlt Mitgefühl für ihre Mitmenschen, also lügen Sie dazu, wenn Sie an BDS-Aktivitäten teilnehmen.
  7. War Ihre Antwort dies (Unterstützung der Schwachen)
    1. Stimmt – stellen Sie sicher, dass Sie den Kontext des palästinensisch-arabischen Konflikts und die Geschichte seit der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen verstehen, um zu sehen, ob Sie die Bedeutung in diesem Umfeld der „Starken“ gegen die „Schwachen“ begreifen, denn in diesem Fall sind Stärke und Schwäche facettenreich und nicht unbedingt offensichtlich. Wenn mein Vorschlag, dass Sie zu diesem Thema etwas recherchieren, Ihnen Kopfschmerzen bereitet, dann können Sie sagen: „Juchhu! Ich bin ein potenzieller BDS-er!“
    2. Falsch – s. Antwort 6 (2) oben
  8. Wenn Sie antworteten (mehr Interesse an der Verdammung Israels)
    1. Stimmt – wenn Sie kein Heuchler und Lügner sind, dann meiden Sie die Verwendung israelischer medizinischer und technologischer Beiträge zu unserer modernen Gesellschaft. Und wenn in den Nachrichten neue Entwicklungen angekündigt werden, die aus Israel kommen, so wie Ausrüstung, die verspricht, dass Gelähmte wieder gehen können oder Behandlungen, die Krankheiten heilen können, die sich bisher allen Bemühungen auf Entlastung entzogen (Parkinson zum Beispiel), dann stellen Sie sicher, dass Sie den Kommentarbereich dazu nutzen die Israelis für diese ruchlosen Leistungen zu verhöhnen, die sicher nur ein Beispiel von Science-Washing sind.
    2. Falsch – tun Sie sich selbst einen Gefallen und lernen etwas über den palästinensisch-arabischen Konflikt, indem Sie ausgewogene Quellen verwenden; Sie werden glücklich sein, dass getan zu haben.
  9. Wenn Sie antworteten (um die eigenen Dinge kümmern)
    1. Stimmt – das Beste, was man vermutlich schaffen, ist die Unterschrift unter Pro-BDS-Petitionen, wenn sie Ihnen unter die Nase gehalten werden, um zu vermeiden herzlos und gefühllos zu erscheinen. Aber wenn Sie wirklich ehrlich sein wollen, dann unterschreiben Sie nichts, von dem Sie nicht genug wissen.
    2. Falsch – abhängig davon, wie sie sich zu den oben genannten Punkte fühlen, sollten Sie entweder Pro-BDS- oder Anti-BDS-Gruppen beitreten. Nicht sicher? Dann könnten Sie einfach darauf achten, was beide Seiten sagen und sich Ihr eigenes Urteil dazu bilden, was Sie glauben. Ich weiß, dass verlangt eine Menge. Tja.

Es ist kaum eine Anstrengung nötig sich den Reihen des BDS-Aktivismus anzuschließen. Alles, was man braucht, ist der Wunsch neue Menschen zu treffen, indem man an Demonstrationen teilnimmt, palästinensische Flaggen schwenkt (und es vermeidet darüber nachzudenken, wie es kommt, dass sie fast identisch mit der jordanischen Flagge ist), Protestschilder mit einprägsamen Sprüchen hochzuhalten, ein paar dieser Sprüche zu brüllen und dann mit Ihren neuen Freunden in einen Pub zu verschwinden und sich selbst dazu zu gratulieren ein paar Stunden gut damit verbracht zu haben diese Welt für jeden zu einem besseren Ort zu machen, solange dieser jemand kein Jude ist.

Ein Gedanke zu “Soll ich BDS-Aktivist werden? Machen Sie diesen Test, um es herauszufinden

  1. Man möge mir verzeihen, aber alle Menschen die eine“rote Fahne“ tragen, sich selbst als Menschenfreund bezeichnen, von alle Menschen „sich gleich“ faseln, sind mir mehr als nur suspekt. Menschen kann man nur bis an die Stirn sehen, weiter nicht. Was sie denken, wird sich erst zeigen wenn man sie länger und somit näher kennt.

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