Verfolgung von Christen durch Muslime in den Palästinensergebieten

21. Juli 2014 um 13:16 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Muslime, Palästinenser | 1 Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Justus Reid Weiner (direkt vom Autor)

Christen werden im gesamten Nahen Osten durch Muslime stark verfolgt; das hat in seiner Intensität deutlich zugenommen. Anfangs des 20. Jahrhunderts stellten Christen rund 20 Prozent der Bevölkerung des Nahen Ostens. Gegenwärtig wird ihr Anteil auf rund vier Prozent geschätzt.

In den Palästinensergebieten ist die Verfolgung von Christen weniger stark als in einer Reihe anderer muslimischer Staaten. Sie ist aber dennoch diskriminierend und manchmal tödlich. Das wird aber vor der internationalen Gemeinschaft verborgen, zum Teil durch falsche Äußerungen verschiedener palästinensisch-christlicher Leiter, die mit der palästinensischen Autonomie (PA) und der Hamas verbündet sind.

Justus Reid Weiner

Justus Reid Weiner

Justus Reid Weiner ist Rechtsanwalt für internationales Menschenrecht und Mitglied der Anwaltskammern in Israel und New York. Er möchte seinem Praktikanten Nataniel Lelental für dessen Beitrag zu diesem Projekt seine Anerkennung ausdrücken.

Einige wenige der vielen Beispiele für Verfolgung und Diskriminierung von Christen in den Palästinensergebieten illustrieren ihre vielfältige Beschaffenheit: Im April 2013 wurde die Schule der Christlichen Heiligen Familie in Gaza in Brand gesetzt. Mehrere Monate später, im Juni, wurden fünf christliche Schulen im Gazastreifen nach einer Anweisung der Hamas-Regierung geschlossen, die gemischtgeschlechtlichen Unterricht verbot. Nominell betraf die Vorschrift alle Schulen im Gazastreifen, doch die fünf christlichen Schulen waren die einzigen, in denen dort koedukativ gearbeitet wurde.

Die christliche Minderheit des Gazastreifens ist winzig und besteht aus ein- bis zweitausend Personen. Nach Angaben der griechisch-orthodoxen Kirche in Gaza wurden im Juli 2012 fünf Christen entführt und zum Übertritt zum Islam gezwungen. In einer Presseerklärung sagte die Kirche, dass die Polizei ein Eingreifen ablehnte, da Salam Salameh, ein Hamas-Mitglied des palästinensischen Parlaments, die Organisation führte, die für den Übertritt verantwortlich war.

Im Juli 2012 verurteilte ein Gericht in Jericho einen Christen zu einem Monat Haft, weil er während des Ramadan in der Öffentlichkeit aß. Auch fünf weitere Personen wurden wegen desselben Tuns festgenommen. Der Vorsitzende des Obersten Gerichts für Scharia-Recht in der PA erklärte: „Wir müssen die Straßen beobachten und jeden schwer bestrafen, der während des Ramadan öffentlich isst. Das liegt in der Verantwortung der Sicherheitskräfte… Ich fordere alle Nichtmuslime auf, auf die Gefühle der Muslime Rücksicht zu nehmen.“ Das steht in scharfem Gegensatz zu westlichen Gesellschaften, in denen gewöhnlich die Mehrheit aufgefordert wird auf die Minderheit Rücksicht zu nehmen.

Das palästinensische Landrecht schreibt für den Verkauf von Land an Juden die Todesstrafe vor. Verschiedene Christen haben ausgesagt, dass dies auch vollstreckt wird, wenn Land an Christen verkauft wird. Mehrere christliche Grundbesitzer sind erpresst worden ihr Land aufzugeben und Muslimen zu überlassen. In der Praxis bietet das Rechtssystem in den Palästinensergebieten ihnen keinen Regressanspruch.

Vera Baboun, die christliche Bürgermeisterin Bethlehems, schrieb zu den Feiertagen an Weihnachten 2012: „Dies ist das Bethlehem, das wir mit der Welt teilen. Ein Bethlehem, das die natürliche Koexistenz von Christen und Muslimen ist, ein Beispiel für den Rest der Region.“ Doch Baboun ist Opfer einer Rufmordkampagne geworden, weil sie angeblich Muslime diskriminiert. Als Ergebnis sind sie und ihre Familie wiederholt bedroht worden. Sie erstattete Anzeige bei der PA, die sie nach Einschüchterung durch den bewaffneten Zweig der Fatah zurückzog.

Steve Khoury, Pastor der Ersten Baptistischen Kirche Bethlehems, sagte im Mai 2013, Christen sähen sich ständigen Belästigungen ausgesetzt. Dadurch verzichten viele darauf in der Öffentlichkeit Kreuze zu tragen und Bibeln mit sich zu führen. Er fügte hinzu, dass ihnen von Muslimen oft gesagt wird, sie sollten „zum Islam konvertieren. Er ist die wahre und richtige Religion.“ Auf Khourys Kirche sind vierzehn Brandanschläge verübt worden.

Im Dezember 2013 lieferte Samir Qumsieh, ein christlicher Gemeindeleiter aus Beit Sahour bei Bethlehem, mehrere Beispiele für die Einschüchterung, der sich die christliche Gemeinschaft ausgesetzt sieht. Er zeigte einige Beispiel-Souvenirs, die von Christen um den Krippenplatz in Bethlehem verkauft werden, darunter T-Shirts der Geburtskirche, die nicht, wie sonst üblich, Kreuze zeigen. Bei einer anderen Gelegenheit erklärte Qumsieh: „Wir werden schikaniert, aber die Wahrheit können Sie nicht kennen. Niemand sagt öffentlich etwas über die Muslime. Das ist der Grund, dass die Christen die Flucht ergreifen.“

PA-Präsident Mahmud Abbas hat erklärt: „Christen sind hier keine Minderheit. Sie sind integraler Bestandteil des palästinensischen Volks. Orthodoxe, Katholiken, Armenier, Assyrer, Lutheraner, Anglikaner, Kopten, Melkiten, Protestanten und andere sind alle Teil des reichen Mosaiks dieses freien, demokratischen und pluralistischen Palästinas, das wir anstreben und wie es in unserer Unabhängigkeitserklärung und im Verfassungsentwurf festgelegt ist.“ Das war eine der vielen falschen Aussagen Abbas‘, da Artikel 7 der Verfassung lautet: „Die Prinzipien der islamischen Scharia sind eine Hauptquelle der Gesetzgebung.“

Weiner schließt: Wenn nicht gehandelt wird, dürfte daher die palästinensische Eigenstaatlichkeit durchaus zur Gründung eines weiteren muslimischen Staates führen, in dem Minderheiten brutal verfolgt werden, bis weitere beträchtliche Teile von ihnen auswandern. Der Umgang mit und das Schicksal der palästinensischen Christen ist ein Lackmustest der wahren Beschaffenheit der palästinensischen Herrschaft.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist der ehemalige Vorsitzende des Jerusalem Center of Public Affairs.

Bibi und die Presbyterianische Kirche der USA

5. Juli 2014 um 14:30 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen | Hinterlasse einen Kommentar
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Die PCUSA (Presbyteriansiche Kirche der USA) hat neulich beschlossen Investitionen aus Firmen abzuziehen, die Geschäftsbeziehungen zu Israel pflegen (trotzdem behauptet der Oberboss der Kirche, man sei gegen BDS). Benjamin Netanyahu hat einen Vorschlag (gefunden auf Facebook und eingedeutscht):

Bibi+die-Presbyterianer

Die Presbyterianische Kirche der USA

28. Juni 2014 um 6:28 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Karika-Tour, USA | 3 Kommentare
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DryBones, 26. Juni 2013

Die Presbyterianische Kirche der USA hat (mit 310 zu 303 Stimmen) beschlossen Investitionen aus Unternehmen abzuziehen, die mit Israel Geschäfte machen. Die Summe beträgt etwa $21 Millionen (relativ wenig) und betroffen sind Caterpillar, Hewlett Packard und Motorola Solutions.

Das Bibelzitat steht in 1. Mose (Genesis) 12,3 (Luther-Übersetzung 1984): Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Entschlossen dafür zu sorgen, dass Israels Stimme gehört wird

23. Juni 2014 um 13:34 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Europa+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Kees van der Staaij (direkt vom Autor)

Die breite Masse der SGP – eine protestantische niederländisch-christliche Partei – hat schon lange eine starke Verbindung zu Israel empfunden. Die Bibel, der Staat Israel und das jüdische Volk haben bei uns alle einen besonderen Platz. Diese Verbindung scheint in den letzten Jahrzehnten sogar noch enger geworden zu sein. Das geht über die wichtige Rolle der Bibel in unserem Bewusstsein hinaus. Die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 beschleunigte unser Denken in dieser Angelegenheit.

Der Rechtsanwalt Cornelis Gerrit (Kees) van der Staaij wurde 1968 geboren. 1998 wurde er für die SGP Mitglied der Zweiten Kammer des niederländischen Parlaments. Seit 2010 ist er der Parteichef. Die SGP hat 3 der 150 Sitze des niederländischen Parlaments inne.

Heute gibt es in den Niederlanden und andernorts viel Feindseligkeit gegenüber Israel, dem sehr einseitig Fehlverhalten vorgeworfen wird. Selbst Israels Existenzrecht wird bestritten. Zudem nimmt in den Niederlanden der Antisemitismus zu.

Diese Entwicklungen führten dazu, dass Israel einen besonderen Platz in unserem Parteiprogramm gegeben und es zu einer unserer höchsten Prioritäten gemacht wurde. Sowohl in Parlament der Niederlande wie auch im Euroaparlament widmen wir Israel viel Aufmerksamkeit. In der letzten Wahlperiode war unser Europaabgeordneter Bas Belder Vorsitzender der Israel-Delegation des Europaparlaments.

Die negative Haltung gegenüber Israel macht uns noch entschlossener sicherzustellen, dass auch Israels Seite der Geschichte gehört wird. Das ist angesichts der Einseitigkeit der Medien unerlässlich. Die Berichterstattung zu Israel ist oft sehr von Vorurteilen belastet.

Ich betrachte es als wichtig Israel regelmäßig zu besuchen und Kontakt mit anderen proisraelischen Parlamentariern zu pflegen. Wir sind in einem weltweiten Ausschuss vereint, an dessen Konferenzen in New York und Israel wir teilnahmen. Es hat sich enorm gelohnt Erfahrungen auszutauschen und zu diskutieren, was getan werden kann um den Antiisraelismus zu bekämpfen.

Im März 2014 akzeptierte das niederländische Parlament meinen Antrag den Handel mit Israel zu fördern. Er verpflichtet die niederländische Regierung dazu, auf transparente und überzeugende Weise klar zu machen, dass sie Wirtschaftsbeziehungen und Zusammenarbeit zwischen niederländischen und israelischen Firmen und Institutionen unterstützt. Das war ein konkreter Schritt zur Schaffung eines Gegengewichts zur Politik des Abratens in diesem Bereich.

Bezüglich des Antisemitismus in den Niederlanden wäre ich sehr glücklich, wenn eine breit angelegte und gezielte Studie durchgeführt würde. Eine politische Minderheit ist allerdings dagegen und verweist auf aktuelle Studien und solche aus der Vergangenheit. Sollte sich in der Zukunft eine politische Gelegenheit für eine solche Studie ergeben, werden wir dazu ermuntern.

Es ist wichtig, dass man Einblick in den Hintergrund des Antisemitismus und der Vorurteile an deren Ursprung bekommt. Dies umso mehr, als CIDI, die niederländische Organisation zur Beobachtung von Antisemitismus, darauf hingewiesen hat, dass Antisemitismus in den Niederlanden intensiver und brutaler wird. Das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Schwelle zu dem, was öffentlich zum Ausdruck gebracht werden kann, liegt heute viel niedriger als in der Vergangenheit.

In den Niederlanden gibt es einen Hang dazu, Antisemitismus mit einer allgemeinen Politik gegen Diskriminierung zu verwässern. Wenn man nicht aufpasst, wird die besondere Konzentration auf den Antisemitismus gestört. Dann wird das Ganze ziemlich wirkungslos. Wir haben die absolute Pflicht sicherzustellen, dass Juden sich in den Niederlanden Zuhause und sicher fühlen können. Ich möchte alles in dieser Richtung unternehmen, weil ich es beschämend fände, wäre das nicht der Fall.

Wir müssen zudem den Antisemitismus mit der Politik der Aufnahme von Einwanderern verbinden. Schlüsselpersonen in der muslimischen Gemeinschaft, die einen wichtigen Beitrag leisten können, sollten am Kampf gegen den Antisemitismus beteiligt werden. Unglücklicherweise ist es sehr schwierig die richtigen Personen zu finden, mit ihnen zu sprechen und Einfluss zu nehmen. Ich favorisiere Programme, die die Menschen zwingen einander ins Auge zu sehen. Das kann sehr effektiv sein.

In der niederländischen Gesellschaft gibt es großes Unbehagen wegen der übergroßen Vertretung von Marokkanern und von den Antillen stammenden Menschen in Kriminalstatistiken. Damit muss auf fokussierte Weise umgegangen werden. Der beste Weg das anzugehen besteht darin ihre Gemeinschaften dazu zu bringen über Verantwortung zu reden, damit diese Zahlen sich drastisch verringern.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass wegen säkularem „Uniformitätsdenken“ Minderheiten unter Druck gesetzt werden. Es gibt kein Gefühl mehr für Religion. Bezüglich rituellen Schlachtens und Beschneidung gibt es eine beträchtliche Neigung die übliche säkulare Meinung aufzuzwingen. Einer der säkularen Werte ist große Sensibilität für alles, was Tiere betrifft. Das ist ein klarer Trend der letzten Jahre.

In den Niederlanden gibt es außerdem eine extravagante „Freiheit des Denkens“. Die niederländische Gesellschaft hat Angst Partei zu ergreifen. Unsere Partei unternimmt große Bemühungen religiöse Verfolgung in arabischen Ländern offenzulegen. Christen und Juden leiden enorm darunter. Wir glauben, dass Probleme ausdrücklich genannt werden müssen. Ich habe sogar von gut gebildeten radikalen Muslimen in den Niederlanden gehört, dass es gerechtfertigt wäre ihm die Kehle durchzuschneiden, wenn ein Muslim seine Religion wechselt. Die Gesellschaft darf nicht gestatten, dass so etwas gesagt werden darf, selbst wenn es nur eine Meinung ist.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (25.-31.05.2014)

31. Mai 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 25.05.2014:

Benjamin Netanyahu protestierte gegen Material auf der offiziellen Internetseite der PA-Sicherheitskräfte zum palästinensischen „Rückkehrrecht“, insbesondere gegen eine (als antisemitisch einzustufende) Karikatur. Die PA/PLO meckert, das sei Hetze.

Der Papst ist da. Erstmal war er bei Mahmud Abbas und nannte die PA einen „Staat“ und forderte die Zweistaatenlösung und ein Ende des „inakzeptablen“ Konflikts. Der PA-Vorsitzende gab im Gegenzug „Kritik“ von sich: Israel „verjudet Jerusalem“. Dazu verbeugte sich der Papst dann an der Mauer vor einem antiisraelischen Graffiti.

Hurrah, der Frieden ist näher gerückt: Die Hamas verkündet offen, dass sie die Einheit mit der Fatah dazu nutzen wird den Terrorismus in die Westbank zu verschieben.

Montag, 26.05.2014:

Hamas und Fatah lehren Kinder exakt dasselbe: Es gibt kein Israel; Haifa, Jaffa, Akko sind besetzt; usw.

Zwei Terroristen wurden beerdigt, die von israelischen Soldaten getötet wurden. Die Veranstaltung wuchs sich zu einer Demonstration für die Hamas aus, auf der Gewalt und Terror gegen Israel geschworen wurde.

Dienstag, 27.05.2014:

Die PA romantisiert die letzten Stunden Selbstmord-Bombenmörder Raed Barghouti und seine letzen Stunden, bevor er sich 2001 zwischen Juden sprengte.

Wegen des „Verbrechens“ positive Beziehungen zu den benachbarten Arabern zu unterhalten, wurde der Bürgermeister der jüdischen Ortschaft Beit Aryeh in Samaria zum Tod „verurteilt“. Ach ja: Nicht von den Israelis, sondern von arabischen Terrorgruppen – darunter auch der Fatah, die ja der offizielle „Friedenspartner“ Israels ist. (Dem Mann sind übrigens die Drohungen egal, er wird weiter machen.)

Die Fünfte Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Masud Ganaim appellierte an die PA um Hilfe gegen einen Gesetzesvorschlag, der Israel (endgültig) als Nationalstaat des jüdischen Volks festlegt. Das Gesetz würde nichtjüdische Bürger Israels rechtlos zurücklassen, behauptet der Lügenbaron.

Mittwoch, 28.05.2014, Jerusalem-Tag:

Friedenslob des Terrorismus – ein Abbas-Repräsentant verkündete: „Unsere Märtyrer und Häftlinge werden die Leuchttürme unserer prachtvollen Herrlichkeit bleiben, bis der Traum von Yassir Arafat [und Hamsa-Führer] Ahmed Yassin … mit der Gründung unseres Palästinenserstaates vollendet ist.“

Benjamin Netanyahu versprach aus Anlass des Jerusalem-Tages, die Stadt sei „das Herz der Nation“ und werde für immer vereinigt bleiben. Die PA schäumt.

Freitag, 30.05.2014:

Die PA tönt, die USA hätten die Einheitsregierung der Terroristen anerkannt. Allerdings hat die Times of Israel Material erhalten, das zeigt, dass der von der PA als Beweis vorgelegt Brief gefälscht ist.

Heckmeck:
- Mal wieder raus aus die Kartoffeln: John Kerry lässt wissen, dass Israels „wait and see“-Haltung in Sachen Einheitsregierung der Terroristen genau richtig ist. Die USA würden ebenfalls abwarten, was diese Einheitsregierung bringen wird.

Samstag, 31.05.2014:

Die Hamas schwört die Sicherheitskooperation mit Israel in der Westbank zu beenden.

Die Randale auf dem Tempelberg ist anscheinend weitgehend von der Hamas inszeniert, die junge Muslime dafür bezahlt dort Juden zu belästigen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Israels neue christliche Freunde

30. Mai 2014 um 13:08 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Israel | 5 Kommentare
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Melanie Phillips, Jerusalem Post, 22. Mai 2014

Der anstehende Besuch des Papstes in Israel wird zurecht viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber zwei weithin nicht erzählte Geschichten über die weltweite Christenheit haben die Fähigkeit die Weltordnung zu erschüttern.

Die erste ist die Verfolgung von Christen in Entwicklungsländern durch die Hand des Islam. Boko Haram, die in Nigeria mehr als 250 christlicher Schulmädchen entführte, ist nur eine von vielen islamistischen Gruppen, die Christen überall in den Entwicklungsländern zunehmend terrorisieren und töten. Nach Angaben von Open Doors, einer keiner Konfession zugehörigen christlichen Gruppe, werden rund 100 Millionen Christen in mehr als 65 Ländern verfolgt, wobei radikale Muslime in 36 davon die Haupttäter sind.

In Ägypten sind koptische Christen angegriffen, ermordet und vertrieben worden. Im Dezember 2013 wurden mindestens 1.000 Christen in der Zentralafrikanischen Republik getötet worden. Im Februar diesen Jahres legten Jihadisten Bomben an Kirchen in Sansibar, die sie als „Buden der Ungläubigen“ bezeichneten. Im März enthaupteten Mitglieder der somalischen Al-Shabaab-Miliz eine Mutter zweier Mädchen und ihre Kusine, nachdem sie entdeckten, dass sie Christen waren.

Im selben Monat wurden in Nigeria mehr als 150 Christen in einem Massaker in Kaduna abgeschlachtet; diese Woche starben Hunderte bei Bombenanschlägen in christlichen Gebieten der Städte Kano und Jos.

Im Sudan sind Christen zu Tode gehackt worden, weil sie den Übertritt zum Islam ablehnten – oder sie wurden lebendig in ihren Kirchen verbrannt.

Letzte Woche wurde dort eine schwangere Mutter zum Tode verurteilt, weil sie angeblich zum Christentum konvertierte. In Eritrea befinden sich mehr als 3.000 Christen im Gefängnis. Im Iran werden Christen inhaftiert und Tausende sind geflohen. Es gibt zahllose weitere Beispiele.

Bemerkenswerterweise ignorieren aber die westlichen Großkirchen dieses Blutbad unter ihrer weltweiten Gemeinschaft weitgehend. Stattdessen appeasen sie die Islam und verunglimpfen Israel, das einzige Land im Nahen Osten, in dem Christen sicher sind (aber das ist eine andere Geschichte).

Man fragt sich, ob der Papst sich klar gegen diese Viktimisierung der Christen aussprechen wird, wenn er bei seinem Besuch in dem, was er das Heilige Land nennt, Repräsentanten des Islam treffen wird. Es wird berichtet, dass er den Riss zwischen den Juden und den Palästinensern heilen will. Sehr nett; aber sicher sollte seine Priorität sein das Abschlachten seiner Herde zu stoppen.

Aber hier ist das wirklich Außergewöhnliche. In der gesamten sich Welt der Entwicklungsländer, einschließlich der Länder, in denen Christen verfolgt werden, erleben die Kirchen ein phänomenales Wachstum. Wenn der Trend anhält, werden die Christen Europas von denen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens überholt werden, deren Wachstum zumeist von der erstaunlichen Entwicklung der pfingstlichen, charismatischen und anderen evangelikalen Kirchen angetrieben wird.

In seinem Buch The Next Christendom: The Coming of Global Christianity (Die nächste Christenheit: Das Kommen des globalen Christentums) schreibt Philip Jenkins, dass die christliche Bevölkerung Afrikas seit 1965von einem Viertel der Gesamtheit auf 46 Prozent angestiegen ist.

In Nigeria ziehen christliche Zusammenkünfte zwischen ein und drei Millionen Menschen an. In Äthiopien hat die Kirche rund 25 Millionen Mitglieder. Die Kirchen expandieren in Niger, Burkina Faso, Togo, Benin, Sierra Leone, Senegal, Mali und dem Tschad.

In Lateinamerika sind die Zahlen der Christen explodiert; sie werden bis 2025 geschätzte 640 Millionen sein. In Rio de Janeiro eröffneten in den 1990-er Jahren innerhalb von drei Jahren nicht weniger als 700 Pfingstkirchen. Die Jotabeche-methodistische Pfingstkirchen-Kathedrale in Santiago (Chile) hat 18.000 Sitzplätze.

Im Iran – ausgerechnet – erfahren die Kirchen die schnellste Vergrößerung der Welt; die jährliche Wachstumsrate liegt bei mehr als 20 Prozent. Nach Angaben einiger Quellen ist die Zahl der iranischen Evangelikalen von ein paar Hundert 1979 auf mehr heute mehr als 5 Millionen gestiegen.

Es geschieht sogar in China. Mao vertrieb christliche Missionare und sagte voraus, dass die „kolonialistische“ Christenheit verschwinden würde. Doch von insgesamt 900.000 damals sind die chinesischen Christen auf mindestens 80 Millionen angestiegen.

Ein Grund für solches Wachstum besteht darin, dass Menschen, die unter repressiven Regimen gelitten haben, sich einer Religion zuwenden, die (Dank ihrer jüdischen Wurzeln) Freiheit und Menschenrechte stützt. Je barbarischer islamische Regime werden, desto mehr Menschen wenden sich dem Christentum zu. Erst vor ein paar Jahren hatte z.B. Algerien etwa 1.500 Christen; unter seiner repressiven islamistischen Regierung ist ihre Zahl auf fast 200.000 angeschwollen.

Das hervorstechende Merkmal dieser neuen Christen ist: Weil sie Evangelikale sind und deshalb sehr ernst nehmen, was in der Bibel geschrieben steht, unterstützen sie Israel inständig. Algerische Christen sagten, dass sie heimlich für Israel und das jüdische Volk beten. Letztes Jahr lehnte Nigeria es ab im UNO-Sicherheitsrat automatisch mit den Palästinensern für die Eigenstaatlichkeit zu stimmen.

Westler mag es angesichts dieser neuen Kirchen unbehaglich sein, da sie Heilung, Prophetie, Visionen, verzückte Äußerungen und das Übernatürliche betonen. Doch sie gehören zu Israels besten Freunden in der Welt. Und ihr erstaunliches Wachstum hat bedeutende weltweite Folgen.

Im Westen befindet sich die Christenheit im Niedergang. Selbst in den USA, wo die Kirchen immer noch relativ stark sind, ist der Kulturkrieg an die Kräfte des galoppierenden Säkularismus verloren. Da die islamische Welt dieses zivilisatorische Vakuum ausnutzt, werden Britannien und Europa stetig islamisiert. Gleichzeitig werden die Entwicklungsländer christlicher. Das Gesicht der Christenheit verändert daher die Farbe von Weiß zu (ihrem ursprünglichen) Braun und Schwarz.

Dieses Wachstum ist eine enorme Gelegenheit für Israel, denn diese neuen Christen sind frei von der gifthaltigen Feindschaft der westlichen Kirchen gegenüber diesem Staat. Es ist ermutigend, dass Israel diese neuen Verbündeten als strategischen Aktivposten betrachtet, aber es mur viel mehr in sie investieren, bei der Verbesserung ihrer Wirtschaften und Lebensstandards helfen, um diese Freundschaft zu festigen und sie für die Umwandlung des Einflusses Israels in der UNO zu nutzen.

Es stimmt nicht, dass Israel die Zeit ausgeht. Dem Westen geht die Zeit aus. Es stimmt nicht, dass Israel keine Freunde hat.

Es hat viele Freunde. Nur andere. Und es muss sie sorgfältiger hegen.

Dieser Papst scheint auch ein Freund zu sein, denn offenbar will er die Beziehungen zwischen dem Vatikan und dem jüdischen Volk auf ein neues Fundament stellen. Die üblen Proteste ultraorthodoxer Hooligans gegen seinen Besuch sind ekelerregend. Wollen wir hoffen, dass Israel Papst Franz kräftig umarmt.

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