Was wird bleiben?

Naomi Ragen, 9. Februar 2026

Was haben Nazis, Holocaustleugner, Fanatiker, muslimische Terroristen, palästinensische Propagandisten und ihre Unterstützer gemeinsam? Sie stützen sich auf das Niedrigste in der menschlichen Natur und nutzen alles, was im Arsenal menschlicher Eigenschaften am bösesten, falschsten, verabscheuungswürdigsten und unmoralischsten ist, um ihre gottlosen Ziele zu verfolgen.

Zuallererst lügen sie.

Die Nazis schufen einen Mythos aus pseudowissenschaftlichem Unsinn, um sich ihrer Überlegenheit zu schuldig zu machen. Sie waren Übermenschen: Superhelden. In Wahrheit waren sie und all ihre Anhänger ganz gewöhnlich, abgesehen vielleicht von einigen ausgeprägten genetischen Veranlagungen zu Gewalt, Dummheit, Arroganz und Habgier.

Die Leugner lügen dreist, dumm und arrogant über Dinge, die unglaublich gut dokumentiert, aufgezeichnet, fotografiert und von Millionen bezeugt wurden. Muslimische Extremisten lügen, dass sie einer Religion folgen, die in Wirklichkeit friedliebend, gastfreundlich und gütig ist. Doch wie die Nazis haben sie eine neue Religion geschaffen, eine neue Welt, deren Fundament Blutrünstigkeit, Weltherrschaft, die Unterdrückung von Frauen und die Ausbeutung all jener ist, die ihre Weltanschauung nicht teilen. Auch die Vereinnahmung des Antisemitismus ist ihr Werk. Ihre Vereinnahmung der Protokolle der Weisen von Zion, ihre soziale Stereotypisierung von Juden – all das ist ein Kapitel aus einem westlichen Buch, eben jenem Westen, den sie angeblich verachten.

Die PLO lügt bei fast allem. Wer sie sind. Was sie wirklich wollen. Woran sie glauben. Was ihre wahren Ziele sind.

Zweitens: Diese Gruppen unterschätzen niemals die Macht ihrer Lügen gegenüber den verletzlichen, laschen und unentschlossenen Massen, die tatenlos zusehen. Sie wissen, dass der Erfolg ihres Kampfes als Minderheit darin besteht, die leicht verwirrte Mehrheit der gewöhnlichen, faulen und nicht besonders intelligenten Menschen (darunter die meisten, die sich selbst als „Intellektuelle“ bezeichnen und Abschlüsse von wenig anspruchsvollen Hochschulen besitzen) davon zu überzeugen, dass es ihnen wirtschaftlich oder gesellschaftlich irgendwie zum Vorteil gereichen würde, ihre Vision und Agenda zu übernehmen.

Drittens: Diese Gruppen sind unermüdlich, konsequent und engagiert.Sie wissen, was sie wollen und haben bewährte Methoden, um ihre Ziele zu erreichen: Wie ein SS-Offizier 1944 der Autorin Ella Lingens-Reiner sagte: „Es ist durchaus möglich, dass wir diesen Krieg und all die wunderbaren Dinge verlieren, die Adolf Hitler geschaffen hat, durch das unheilige Bündnis unserer Feinde zerstört werden. Aber eine Errungenschaft wird bestehen bleiben und dafür werden uns künftige Generationen danken – eine Tatsache, die niemals rückgängig gemacht werden kann: Außer in kleinen neutralen Ländern gibt es keine Juden mehr auf dem europäischen Kontinent. … Wir haben Europa endgültig von den Juden befreit.“

Viertens: Sie sind unwissend.

Sie beziehen ihr Weltbild von zweitklassigen Dämagogen und zehnsekündigen CNN-Schlagzeilen und Parolen: besetzte Gebiete. Flüchtlinge. Schließlich braucht es Zeit, ein Buch zu lesen. Nachrichten kritisch zu hinterfragen, erfordert Verstand. Wie viel einfacher ist es da, in zehn Sekunden eine Ideologie und ein Weltbild zu konstruieren?

Was haben freidenkende, moralische Menschen, Demokratien, Verfechter der Menschenrechte, des Guten, der Wahrheit, der Gleichheit, der Gerechtigkeit, des Mitgefühls, des Lebens, der Heimat und der Familie gemeinsam? Zunächst einmal müssen ihre Überzeugungen gepflegt werden, weil sie zart und zerbrechlich sind, anders als das tiefsitzende Gift des gedankenlosen Hasses. Es ist so viel bequemer zu glauben, dass die Menschheit kein Mitgefühl verdient, so viel eigennütziger, anderen Rechte zu verweigern. Es braucht Intelligenz, Sensibilität, Bildung – allesamt Eigenschaften, die schwerer zu erlangen sind – um unsere Mitmenschen zu lieben, um sich für sie aufzuopfern.

Und so sind die Bösen immer zahlreicher, immer mächtiger, immer beliebter – und am Ende immer dem Untergang geweiht.

Warum ist dem so? Warum hielten Rom und Griechenland nicht ewig? Warum hielt das Reich – das doch mindestens tausend Jahre bestehen sollte – nicht länger als ein billiger Pullover?

Die Antwort ist einfach: Es gibt einen Gott im Himmel, der das Universum regiert. Böse Menschen wird es immer geben und sie werden immer verlieren und ihre Anhänger – die Faulen, die Unwissenden, die Feigen – mit in den Abgrund reißen. Deshalb besteht Gott nicht darauf, eine ganze Stadt zu zerstören. Er weiß, dass es angesichts der menschlichen Natur unmöglich ist, von der Mehrheit Gutes zu erwarten. Er verlangt nicht einmal hundert, fünfzig oder zehn gute Menschen, um die Stadt zu retten. Alles, was er verlangt, ist, dass es einen guten Mann oder eine gute Frau gibt, die es wert sind, gerettet zu werden.

Alles, was wir tun können, ist zu versuchen dieser eine Mensch zu sein, wo immer wir auch sein mögen. Dem Herdentrieb zu widerstehen, der Männer und Frauen immer wieder zu Hass und Zerstörung ihrer Mitmenschen treibt und so Leid und Katastrophen in ihr eigenes Leben, ihre Häuser, Länder und Familien bringt.

Denn – daran besteht kein Zweifel – es wird Vergeltung geben. Wir wissen nicht, wie lange es dauern wird, denn Gottes Zeitmesser sind nicht menschlich. Tausend Jahre sind für Gott, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig sieht, wie ein Tag; der Hitlers Kadaver sieht, während die Massen ihm noch zujubeln; der die Massen in Fetzen, ihre Städte bombardiert, ihre Familien hungern sieht, während sie diejenigen ungerechten Gesetze in Kraft setzen, die dazu führen werden, dass andere bombardiert, ausgehungert und vernichtet werden.

Auch die Muslime werden ihren Tag der Abrechnung erleben. Diejenigen, die unschuldige Menschen töten, diejenigen, die eine Kultur unterstützen, in der der Tod Unschuldiger ein notwendiges, lobenswertes Mittel zum Zweck ist, diejenigen, die eine Gräueltat nach der anderen begehen, und diejenigen, die sie unterstützen, werden ihre eigenen Häuser bombardiert und ihre eigenen Kinder tot vorfinden.

Die Geschichte lehrt uns, dass dies wahr ist, denn wir Juden sind noch da, während Griechenland, Rom, das Osmanische Reich und die spanischen Inquisitoren verschwunden sind. Wenn das Nazireich nur noch eine hässliche Fußnote in den verstaubten, toten Seiten der Geschichtsbücher ist.

Güte, Mitgefühl, Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit, Wahrheit – all diese zerbrechlichen, kostbaren Eigenschaften der Menschheit werden sich am Ende als die unzerstörbarsten erweisen, denn dies ist der Wille unseres Schöpfers – das Wunder seiner Schöpfung.

Während die Menschheit im Laufe der Geschichte ihr ganzes großartiges Potenzial verschwendet – das Potenzial, Mensch zu sein, nur wenig niedriger als Engel, gesegnet mit Schöpferkraft, Intelligenz und Geschick – wird Gott stets als Schiedsrichter da sein, um dafür zu sorgen, dass diese Gaben irgendwie erhalten bleiben, aber diejenigen, die sie missbrauchen, nicht.

Naomi Ragen, 2002