Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.08.2014)

17. August 2014 um 21:24 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 17.08.2014:

Die Hamas forderte zur Ausweitung der Terroranschläge in Jerusalem, Judäa und Samaria auf. Damit solle der Krieg des Gazastreifens gegen Israel unterstützt werden.
Weitere Drohung: Der nächste Krieg wird nicht im Gazastreifen stattfinden, sondern in Aschkelon.

Als Geste des Guten Willens hat Israel schon vor einer Waffenstillstandsregelung die Fischerei in einer Dreimeilenzone vor der Küste von Gaza wieder gestattet, die nach Beginn der Kämpfe am 8. Juli untersagt worden war.

24 illegal im Land befindliche PA-Araber wurden verletzt, als sie in ihrem Fahrzeug einem Streifenwagen entkommen wollten und der Fahrer die Kontrolle darüber verlor. Der Fahrer selbst entkam, die Verletzten wurden in eine Krankenhaus gebracht.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas will auf dem Bau eines Flughafens und eines Seehafens bestehen.
Für Netanyahu ist die Operation „Fels in der Brandung“ noch nicht vorbei, weil noch keine Regelung gefunden ist, die zu Ruhe führt. Eine klare Antwort auf Israels Sicherheitsbedürfnis ist Grundvoraussetzung für eine Verständigung.
– Die (indirekten) Gespräche in Kairo werden heute Abend wieder aufgenommen.

Montag, 18.08.2014:

Vor dem (anstehenden) Ende der Waffenruhe bereitete sich die IDF auf eine eventuelle Wiederaufnahme der Kämpfe vor.

Die IDF riss die Häuser zweier der Entführer und Mörder der drei israelischen Teenager ab; das Haus des dritten wurde versiegelt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Gespräche in Kairo wurden heute wieder aufgenommen. Nach Aussage eines Hamas-Führers wurden sie bei Null wieder aufgenommen. Dieser behauptete vorab nicht nur, dass Netanyahu den ägyptischen Vorschlag abgelehnt, sondern auch 10 Ergänzungen vorgelegt habe. Als überhaupt kein Hindernis gilt nach ihm dagegen, dass die Terrorgruppen selbst „Ergänzungen“ einreichten. Außerdem habe Netanyahu den Krieg begonnen und ihn verloren. Eine dritte Verlängerung der Waffenruhe werde es nicht geben. (Eine arabische Zeitung berichtet allerdings, die Hamas werde nicht wieder schießen.)
Ägypten und Norwegen versammeln mögliche internationale Spender für den Wiederaufbau des Gazastreifens in Kairo. Die Gelder sollen an Abbas überwiesen werden.
– PA/Hamas-Ergänzungen/Veränderungen am ägyptischen Vorschlag: Bei der Einstellung der Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel wird die Einstellung des Baus von Terrortunneln nicht mehr genannt; zwischen Gaza und „Westbank“ soll unkontrollierter Handel möglich sein; von Israel wird indirekt gefordert die Gehälter der Hamas-Terroristen zu bezahlen, die im öffentlichen Dienst arbeiten; die Pufferzone soll nicht nur abgeschafft, sondern die Grenze auch nicht mehr von PA-Truppen gesichert werden; die freie Zone vor der Küste soll auf 12 Seemeilen ausgedehnt werden; die Einfuhr von Baumaterial in den Gazastreifen soll ohne jede Aufsicht erfolgen (was den Transfer wie die Verwendung angeht); Israel soll alle nach der Entführung der der jüdischen Teenager eingeführten Regelungen in Judäa und Samaria zurücknehmen und alle seitdem Inhaftierten sowie die 4. Gruppe der Häftlinge entlassen, die wegen des Abbruchs der Friedensgespräche nicht frei gelassen wurden. Zudem sollen die Leichen zweier Soldaten erst an Israel zurückgegeben werden, wenn Terror-Häftlinge freigelassen werden.
Eine Seltenheit: Während die EU fordert die Terrorgruppen zu entwaffnen, hat die US-Administration sich zu dieser Forderung immer noch nicht durchringen können, sondern „überlegt“ noch.
Mahmud Abbas flog nach Qatar, um mit Khaled Meschaal und dem Emir von Qatar zu sprechen. (Der Emir von Qatar ist einer der Hauptsponsoren der ISIS und er Hamas.)
– Anders als die Hamas lässt ein PIJ-Vertreter wissen, dass die Waffenruhe wohl fortgesetzt wird, auch wenn es noch keine Einigung gibt.
Ein PA-Unterhändler sagt, er habe die ägyptische Seite in formiert, dass es eine Einigung gibt und man jetzt auf die Entscheidung der israelischen Regierung warte. Es sei ein Rahmen gefunden worden, bei dem die Klärung einiger Fragen auf später verschoben wurde.

Dienstag, 19.08.2014:

Mehrere tausend Menschen fliehen aus dem östlichen Gaza-Stadt aus Angst vor israelischen Angriffen.

In mehreren israelischen Orten wurden die öffentlichen Luftschutzbunker geöffnet und die Notfallmaßnahmen eingeleitet, u.a.: Rishon LeZion, Aschkelon, Kiryat Gat, Rehovot, Ramat Gan, Giv‘atayim; das Heimatfront-Kommando befahl am Abend die Öffnung aller Schutzräume.

Im israelischen Kabinett bestand absoluter Konsens für eine heftige Antwort auf den Raketenterror.

In der offiziellen Zeitung der PA behauptete ein regelmäßiger Kolumnist, Israel habe die Entführung und Ermordung der drei Jugendlichen erfunden, um den Gazastreifen und die „palästinensische Einheit“ angreifen zu können.

Ein ehemaliger israelischer General schlug vor, dass die IDF nicht zurückschießt, sondern dass dem Gazastreifen weder Strom noch Wasser geliefert werden sollte. „Du versorgst niemanden, der auf dich schießt.“

Die Hamas prahlt damit am Abend 5 M75 und Fajr5-Raketen auf Zentralisrael geschossen zu haben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Am Montagabend bestätigte Israel, dass die Waffenruhe um 24 Stunden verlängert wird.
– Ein israelischer Teilnehmer der Gespräche sagte, die Behauptung der PA zu einem signifikanten Durchbruch sei falsch.
– Ein Vertreter des PIJ sagte, man sei bereit eine Vereinbarung zu unterschreiben, „aber nicht um jeden Preis“.
Angeblich sollen Israel und die USA heimlich eine Lockerung der Gaza-Blockade vereinbart haben. Zudem soll Israel auf die Forderung der Entwaffnung der Terrorgruppen verzichtet haben.
Weil die Terroristen Raketen schießen, gab Netanyahu Anweisung den Gazastreifen anzugreifen und die Unterhändler aus Kairo abzuziehen.
– Die Ägypter sollen nach dem Beginn der Raketenangriffe versucht haben die Gespräche zu retten.
Hamas: Wir wollten eine Vereinbarung, aber es gab keine Fortschritte.
– Ein Regierungsvertreter in Jerusalem sagte, die Gespräche in Kairo brachen infolge des Raketenfeuers zusammen.
– Die israelischen Gesprächsteilnehmer wurden nach Beginn des arabischen Raketenterrors am Nachmittag aus Kairo abgezogen.
– Die PA-Delegation verkündete, dass die Gespräche in Kairo auch ohne den Bruch der Waffenruhe in festgefahren waren.
– Aus dem US-Außenministerium verlautet, dass die Hamas für den Bruch der Waffenruhe verantwortlich ist.
Die Hamas behauptet natürlich Netanyahu sei für den Zusammenbruch der Gespräche in Kairo verantwortlich.
Ein führendes Hamas-Mitglied der Palästinenserdelegation in Kairo ließ am Abend wissen, eine Verlängerung der Waffenruhe sei sinnlos.

Mittwoch, 20.08.2014:

Am Sapir College wurden heute sämtliche Prüfungen abgesagt.

Benjamin Netanyahu erklärte die Hamas-Führer zu Zielen im Kampf im Gazastreifen. Gleichzeitig erklärte er, dass er auf gerne neue Verhandlungen mit der PA aufnehmen würde.

Hamas behauptete wieder, dass Israel die Waffenruhe gebrochen hätte. Es habe ein „verachtenswertes Verbrechen“ begangen.

Hamas-Grande Mohammed Deif wurde nach Angaben der Hamas beim Angriff auf sein Haus weder getötet noch verletzt.

Ankündigung der Hamas an die Fluglinien der Welt: Fliegt ab Donnerstag den Ben Gurion-Flughafen nicht mehr an.

Außdem wurden israelische Fußballfans von der Hamas gewarnt, sie sollten nicht zu den „Toto Cup“-Spielen gehen.

Bei der Durchsuchung des Hauses eines Arabers in Galiläa wurde ca. 1.000 Schuss Munition und weitere Militärausrüstung gefunden.

An einem Checkpoint in Samaria wurde im Auto eines PA-Arabers ein Messer gefunden.

Die Terroristen feuerten erneut auf den Übergang Kerem Shalom, über den Israel Versorgungsgüter in den Gazastreifen liefert. Heute folgten weitere Raketen.

Der „moderate“ „Friedenspartner“: Mustafa Barghouti von der Fatah behauptete, es habe keine Raketen aus dem Gazastreifen gegeben; Israel habe das erfunden, um Hamas-Führer ermorden zu können.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es sieht so aus, als habe Qatar Khaled Meschaal gedroht ihn des Landes zu verweisen, sollte die Hamas einen Waffenstillstand akzeptieren.
Ban Ki-moon ist „tief enttäuscht“ vom Zusammenbruch der Waffenruhe.
Ägypten gibt an, dass eine fünfköpfige israelische Delegation für Waffenstillstandsgespräche in Kairo angekommen ist.
Hamas: Die Gespräche sind tot, die Terroristen-Unterhändler sollten Kairo verlassen.
– Die Arabische Liga macht Israel für die neuen Kämpfe verantwortlich.

Hamas-Raketen zweckentfremdet

21. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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JewsNews, 15. August 2014

Hamas schießt mit Raketen auf Israel. Kein Problem, wir machen daraus eine Menorah für Hanukka:

Rockets-to-Menorah

Der älteste Hass: Europa gegen die Neue Welt

21. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa | Hinterlasse einen Kommentar
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Benjamin Weinthal, Fox News, 15. August 2014

Jede Menge verstörender Beispiele spiegeln das Versagen Europas beim Angehen des „ältesten Hasses“. Die Europäische Union sollte sich die Vereinigten Staaten als Beispielland für die Einführung von Politik zur Bekämpfung von Judenhass ansehen.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, fing die antijüdische Atmosphäre ein: „Das ist die schlimmste Zeit seit der Nazi-Ära. Auf der Straße hört man Sachen wie ‚Die Juden sollten vergast werden, die Juden sollten verbrannt werden.‘“

Antisemitische Rhetorik, die in Gewalt übergeht, führte zum Brandanschlag deutscher Teenager auf eine Synagoge in Wuppertal bei Düsseldorf. Das erste Mal wurde die Synagoge während des Nazi-Pogroms 1938 abgebrannt. In Brüssel weigerte sich ein belgischer Arzt einer Frau lebenswichtige medizinische Versorgung uns sagte ihr: „Ich komme nicht… Schickt sie ein paar Stunden nach Gaza, dann wird sie die Schmerzen schon los.“ Letzte Woche wurde eine schwedische Demonstration zum Protest gegen Antisemitismus von den Organisatoren abgesagt, weil antisemitische Gewalt befürchtet wurde.

Es ist nicht länger glaubwürdig Hass auf Israel von Antisemitismus abzukoppeln.

Zwei jüdische Frauen in den Niederlanden hängten bloß israelische Flaggen an ihre Balkone. Als Ergebnis davon wurde eine verprügeln und die andere wurde Opfer eines Brandanschlags. Die Haustür des Amsterdamer Rabbiners Binjamin wurde bei einem Angriff mit Steinen beschädigt.

Roger Cukierman, Präsident der jüdischen Dachorganisation CRIF in Frankreich, sagte: „Sie brüllen ‚Tod den Juden‘.“ In den letzten vier Wochen wurden acht französische Synagogen, viele voller Juden, von „antiisraelischen Protestlern“ angegriffen.

Es ist nicht länger möglich den Hass auf Israel von Antisemitismus zu entkoppeln. Organisationen wie die Deutsch-Israelische Gesellschaft mit Sitz in Berlin sollen die Sicherheit Israels fördern. Die von der deutschen Regierung finanzierte NGO – und ihr Direktor Reinhold Robbe – priesen die Aktivitäten (und wuschen sie damit rein) der Grünen-Abgeordneten Marieluise Beck. Sie drängte im Bundestag auf die strafende Etikettierung israelischer Produkte.

Die Etikettierung israelischer Produkte aus den umstrittenen Gebieten in der Westbank ist eine traurige Erinnerung an die Ausgrenzung jüdischer Produkte in den 1930-er Jahren. Europa sollte der Führung der USA folgen und alle antiisraelischen Boykotte ablehnen.

Das Europa nach dem Holocaust hat immer noch ein Problem mit Juden. Der Antisemitismus manifestiert sich jetzt lediglich in einer neuen Form. Israel ist zum „Juden unter den Staaten“ geworden, wie der französische Antisemitismus-Historiker Leon Polikaov es ausdrückte.

Europa hat geholfen Israel ein einen Sandsack zu verwandeln, indem es die Tatsache nicht akzeptiert, dass tödlicher Antisemitismus mit damit verbunden ist gegen Israels Recht auf Selbstverteidigung zu sein. Nehmen wir das Beispiel der Hisbollah. Die EU versagt immer noch dabei die libanesische Terrororganisation komplett zu verbieten, die finanzielle und militärische Hilfe aus der Islamischen Republik Iran erhält – dem weltweit führenden Sponsor des Terrorismus.

Europäische Hisbollah-Mitglieder veranstalten jährlich überall auf dem Kontinent Demonstrationen zum Al-Quds-Tag, auf dem sie die Vernichtung Israels fordern. Die Hisbollah ermordete 2012 bei einem Bombenanschlag in der bulgarischen Ferienstadt Burgas am Schwarzen Meer fünf Israelis und ihren bulgarischen Busfahrer. 1995 stufte die USA die Hisbollah als Terrororganisation ein.

Samuel Salzborn, ein führender Antisemitismus-Experte der niedersächsischen Universität Göttingen, sagte Anfang August: „Es gibt eine alarmierende Gleichgültigkeit der deutschen Öffentlichkeit gegenüber der aktuellen Zurschaustellung von Antisemitismus.“ Europa sieht sich, anders als die USA, einem fehlenden Gegendruck gesellschaftlicher Kräfte gegenüber, der die allgegenwärtige Abscheu gegenüber Israel abstumpfen würde. Die USA haben natürlich keine Geschichte eliminatorischen Antisemitismus wie dem Holocaust. Amerikas starke Unterstützung für Israel hat geholfen den zeitgenössischen Antisemitismus zu mindern und bietet eine Vorlage für Europa.

Organisationen wie Christians United for Israel spielen eine wichtige Rolle an der gesellschaftlichen und politischen Basis in den USA. Als Solidaritätsdemonstration mit dem jüdischen Staat flogen Politiker – darunter der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg – während des kurzlebigen und fehlgeleiteten Verbots der FAA für Flüge zu Tel Avivs Ben Gurion-Flughafen im Juli nach Israel. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo und eine parteiüberreifende Gruppe von Politikern des Bundesstaats fliegen am Dienstag nach Israel, um ihre Solidarität im Kampf gegen den Hamas-Terror zu zeigen. Im Juli verabschiedeten das Repräsentantenhaus und der Senat einstimmig Resolutionen, die Israels Recht auf Selbstverteidigung unterstützt und die Hamas wegen deren Benutzung „menschlicher Schutzschilde“ im Gazastreifen verurteilte.

Warum reisen keine wichtigen europäischen Politiker nach Israel, um ihre Solidarität zum Ausdruck zu bringen – dem einzigen Land im Nahen Osten, das europäische und amerikanische Werte verkörpert? Man sollte sich an die Reaktion der europäischen Länder und der USA an die obszön einseitige Abstimmung im UNO-Menschenrechtsrat im Juli erinnern, mit der Israel wegen seiner Selbstverteidigung hart kritisiert und eine Ermittlung angeblicher israelischer „Kriegsverbrechen“ eingeleitet wurde. Die USA lehnten die Resolution ab, aber die europäischen Länder – einschließlich Israels wichtigster EU-Verbündetem Deutschland – enthielten sich der Stimme. Die Abstimmung im UNHRC war eine antisemitische Heuchelei.

Das Fehlen moralischer Klarheit in europäischen Hauptstädten sendet sicherlich Signale an ihre Bürger, dass es guten Grund geben dürfte in den UNO-Foren auf Israel einzuschlagen.

Die Staaten Europas sollten eine Nulltoleranz-Politik für gewalttätigen Antisemitismus in Teilen ihrer muslimischen Gemeinschaften einführen. Die Mainstream-Einstellungen der Gleichgültigkeit ohne Anstrengungen an der Basis zu ändern werden massive antiisraelische Demonstrationen weiterhin eine wachsende Mischung aus muslimischen, linken und rechten Extremisten anziehen.

Die europäischen Politiker haben wenig (vielleicht gar keine) Lust gezeigt zu ihrer Wählerschaft zu gehen und über die Notwendigkeit der Unterstützung Israels bei seinem Kampf gegen Terrorismus zu sprechen. Anstrengungen an der Basis, besonders unter europäischen Christen, zusammen mit politischem Willen können einiges des wuchernden Antisemitismus eindämmen. Um ihn beträchtlich langfristig zu reduzieren, wird Europa deutlich mehr wie die Neue Welt aussehen müssen.

Effektive Bekämpfung von Jihadisten

20. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Islam+Islamismus | 3 Kommentare
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gefunden über Facebook und eingedeutscht:

Loesungsvorschlag

Es hat seit der Nazizeit nie solchen Hass gegen Juden gegeben

20. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa, Europa+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Fiamma Nirenstein, Times of Israel, 11. August 2014

Lasst uns bitte über die Suhle der Presseerklärungen und Besorgnis-Äußerungen hinaus gehen, die in diesen Tagen nach der jüngsten Eskalation antisemitischer Vorfälle angehäuft wurden. Europas sollte sich schämen; nahe meines Hauses in Rom tauchte eine schwarze Liste jüdischer Händler auf; Europa nährt sich mit Neonazi-Äußerungen sie denen des italienischen Philosophen und Politikers Gianni Vattimo, der erklärte, die Juden seien wie Hitler, dass Israel mit Vergnügen unschuldige Palästinenser, besonders Frauen und Kinder „massakriert“.

Kristallnacht war ein Zeichen totalen Angriffs auf das Judentum und die Zerstörung des europäischen Geistes. Heute geschieht dasselbe; ein entscheidender Raum ist für den Hass auf Juden gefunden worden: im Hass auf Israel. Das kann man in den Äußerungen der Neonazis sehen, ebenso in denen des Führers der Kommunistischen Partei, Ferrero. Es reicht gegen Israel zu sein und schon gehörst du zur Mehrheit.

Es gibt nichts Klassischeres als die Rufe „Tod den Juden“ in Berlin; um in Paris Erfolg zu haben, warum sich nicht Faschisten und Islamisten anschließen, die „Juden ins Gas“ rufen? Europa sollte mit seinen Presseerklärungen und Holocaust-Kursen aufhören: Stattdessen müssen wir lernen, lesen, die Geduld haben, über die Duldung hinauszugehen, die ohne das leichte Mitgefühl des Fernsehens ohne zu denken. Wer immer Solidarität mit den Juden zeigt muss das mit hartnäckiger Vernunft tun und zwischen einem Krieg ohne Wahl und einem Aggressionskrieg unterscheiden, zwischen der Verwendung menschlicher Schutzschilde und der von entschlossenen Soldaten. Du musst die Zahlen studieren, die beweisen, dass die Mehrheit der Getöteten Terroristen waren. Du musst die Hamas-Charta lesen.

Die Erinnerung an den Holocaust hat nichts damit zu tun, also hört auf den Vergleich zu ziehen; stattdessen geht es hierbei um die Verteidigung der europäischen Seele, die einmal mehr von diesem neuen antijüdischen Hass zerstört werden wird. Newsweek zeigt das Foto eines jüdischen Mädchens, das mit einem Koffer in der entkommt und erzählt uns, dass von 53.000 befragten Erwachsenen in 102 Ländern 26 Prozent tiefgreifend antisemitisch sind (in Griechenland 69 Prozent, in Frankreich 37, in Belgien 27, in Polen 45, in Ungarn 41, die Palästinenser zu 93 Prozent, der Irak zu 92). Dieter Graumann, der Vorsitzende des Zentralsrats der Juden in Deutschland, bezeugt: „Das ist die schlimmste Zeit seit dem Nationalsozialismus.“ Wenn du einen Davidstern trägst, kann es passieren, dass du verprügelt wirst; wenn du, wie ich, Journalist ist, schreiben sie: „Wir werden dich töten…“, dazu weitere Beleidigungen; in London brüllen Menschen „Juden ins Gas“. All diese Geschichten sind ein Hinweis: der Verfall Europas.

Wir sind nicht länger in der Lage Freund und Feind zu unterscheiden; das Wort Islamismus ist nicht aussprechbar, wir haben Angst um Israels westliche Identität, die klare Entschiedenheit der Juden sich zu verteidigen wird verabscheut. Antisemitismus ist ein Zeichen von Demenz. Sie tritt ein, wenn eine Gesellschaft in der Krise ist, wenn sie nicht genug Energie hat sich zu informieren, um zu begreifen, zu kritisieren.

Hier erstickt eine Terrororganisation, die Homosexuelle henkt und Frauen verfolgt und offen erkärt, den Tod für das Kalifat anzustreben, ein demokratisches Land mit Plane aus Raketen, das so reagiert, wie es jedes andere Land tun würde, und dieses Tatsache hat einer Welle an Antisemitismus Auftrieb gegeben. De te fabula narratur. Es ist so viel besser zu antijüdischen Urformen zurückzukehren, statt zu glauben, dass der Terror eines Tages auch Europa angreifen wird. Antisemitismus ist etwas für Idioten, doch in erster Linie etwas für Feiglinge. Schande, Europa, hör auf mit diesen Äußerungen.

Leiden von Christen ignorieren

19. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Karika-Tour | 1 Kommentar
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DryBones, 18. August 2014

Dass die Vernichtung der christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten von den „offiziellen christlichen Kirchen“ ignoriert wird, geht bis lange vor ISIS zurück. Diese Karikatur zeichnete Yaakov Kirschen bereits 1997!

Aus Raketen Rugelach machen

19. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Israel | Hinterlasse einen Kommentar
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Barak Bar-Cohen, Times of Israel blogs, 15. August 2014

In einem Krieg,d er mehr als einen Monat dauert und trotz 3.000 von der Terrorgruppe Hamas geschossenen Raketen finden Juden und Israels einmal mehr Wege zu demonstrieren, was robuste, Anteil nehmend und erfinderische Leute wir in Wirklichkeit sind.

Es gibt dafür zahlreiche Beispiele, aber hier paar wenige davon.

Anfang des Monats gab die IDF an Soldaten Richtlinien für die Annahme von Spenden aus; es wurde freundlich gebeten die Menge der Spenden, die von Israelis und proisraelischen Organisationen rund um die Welt einströmten, zu reduzieren. Die Menschen schickten gesunde Snacks, Süßigkeiten, Pizza und alle möglichen Hygieneartikel, um die Soldaten zu unterstützen. Es traf so viel „Zeugs“ ein, dass die IDF begann Spenden an Bedürftige weiterzuleiten.

Die Welle der Unterstützung, der Spenden, der Briefe, der Fernseh- und Radiospots, die den Soldaten im Gazastreifen „virtuelle Umarmungen“ anboten, ist einfach als unfassbar. Jeder Soldat, der sein (oder ihr) Leben in Gaza aufs Spiel setzte, kann die nationale Unterstützung des Mutes nicht nur fühlen, sondern auch das Ausströmen der Liebe über Lebensmittelspenden sehen.

Für uns Juden sind Lebensmittel gleichzusetzen mit Liebe und die IDF hat uns alle gebeten unsere Soldaten nicht ganz so viel zu lieben.

Gibt es nur in Israel.

Feldwebel Sean Carmeli war Golani-Kämpfer und ein „einsamer Soldat“, der aus Texas nach Israel einwanderte und der IDF beitrat. Er wurde in den Kämpfen in Gaza getötet. Feldwebel Carmeli war ein Fan des Fußballclubs Maccabi Haira und nachdem seine Familie sich besorgt äußerte, dass nur wenige Menschen zum Begräbnis ihres Sohnes kommen würden, postete der Club folgende Nachricht: „Sean Carmeli war ein einsamer Soldat und wir wollen nicht, dass seine Beerdigung leer bleibt. Kommt und erweist einem Helden die letzte Ehre, der getötet wurde, damit wir leben können. Das ist das Mindeste, was wir für ihn unsere Nation tun können.“

Am Montag, 21. Juli 2014 schätzte die Polizei, dass fast 20.000 Menschen an der Beerdigung von Feldwebel Sean Carmeli in Haifa teilnahmen. Israelis kamen aus dem ganzen Land, viele davon in israelische Flaggen gehüllt, um einem gefallenen Soldaten die letzte Ehre zu erweisen – einem Helden, der sein Leben gab, um das Leben anderer zu verteidigen.

Die Menschen kamen ihn zu ehren. Sie bezeugten seinem Opfer Achtung und dankten ihm. Sie schreiben Gedichte und Lieder zu seinem Andenken. Sie wollten, dass seine unmittelbare Verwandtschaft weiß, dass Sean Carmeli zwar als „einsamer Soldat“ nach Israel gekommen sein mochte, aber nicht „alleine“ starb. Seine erweiterte israelische Familie wird sich auf ewig an ihn erinnern.

Gibt es nur in Israel.

Im Verlauf der letzten Wochen haben mehr als 3.400 Juden in aller Welt die Entscheidung getroffen Aliyah zu machen – nach Israel einzuwandern. Israelische Einwanderungsbeamte und weitere Offizielle sind von dem anhaltenden Strom der trotz des andauernden Krieges nach Israel kommenden Einwanderer überrascht gewesen.

Also entschieden sie sich deswegen etwas zu tun.

Anfang dieser Woche landete ein Flugzeug mit 338 Olim (Einwanderer nach Israel) aus den Vereinigten Staaten und Kanada auf dem Ben Gurion-Flughafen. Mehr als 100 dieser neuen Olim sollen in den kommenden Monaten zum Militär gehen. In einer besonderen Zeremonie am Flughafen wurden die neuen Olim von Natan Sharansky (Vorsitzender der Jewish Agency) von Gideon Sa’ar (Innenminister) und Reuven Rivlin (Israels neuer Präsident) sowie weiteren Würdenträgern und Amtsträgern begrüßt.

Alle, die dort sprachen und an der Feier teilnahmen, gaben ihrer Bewunderung und Dankbarkeit den neuen Olim gegenüber zum Ausdruck, dass sie in so schwieriger Zeit nach Israel kommen, um sich ein neues Leben aufzubauen und zu helfen das Land aufzubauen.

Stellen Sie sich vor, Sie steigen in Ihrem neuen Heimatland Israel aus einem Flugzeug und werden persönlich vom Präsidenten und hochrangigen Kabinettsmitgliedern begrüßt, die sich bei Ihnen bedanken.

Gibt es nur in Israel.

Schließlich machte die Terrorgruppe Hamas als Teil ihres Angriffs auf Israel ein hebräisches Lied samt Musikvideo mit dem Titel „Macht Terroranschläge“ und veröffentlichte es online. Eigentlich ist das Lied eine Neuauflage des Liedes „Erschüttert Israels Sicherheit“, das während des letzten Gazakriegs 2012 sein Debut hatte. Das Lied war ein Hit bei den Hamas-Fans, die das Musikvideo über eine Million Mal auf YouTube angesehen haben.

Ich sah mir das Video mehrmals an. Es ist absolut lächerlich. Der Text ist eine Mischung aus modernem Hebräisch, Althebräisch und Arabisch mit starkem Akzent, falsch ausgesprochenen Wörtern und Zeilen wie „zielt darauf Kontakt mit Zionisten zu machen. Um Lager und Soldaten niederzubrennen. Erschüttert die Sicherheit Israels. Enthüllt vulkanische Flammen des Feuers!“

An einer Stelle in dem Lied gibt es einen unzusammenhängenden Anfeuerungsruf von „Vulkanismus“, der in keiner Sprache Sinn macht. Es gibt maskierte Terroristen, Raketen werden von Hand getragen und dann abgeschossen, während Leute in Deckung rennen, automatische Waffen werden in alle Richtungen abgefeuert und Soldaten schwimmen mit ihren Waffen unter Wasser.

Das sollte den Israelis in ihrem tiefsten Inneren Angst machen. Der IDF sollte eine drohende Nachricht geschickt werden. Die Israelis sollten verhöhnt werden.

Das Ergebnis? Dieses Hamas-Leid wurde in diesem Sommer zum Nummer 1-Hit in Israel, viele IDF-Offiziere benutzen dieses Lied als Klingelton für ihre Mobiltelefone.

Darüber hinaus haben die Israelis eigene, satirische Versionen dieses Videos in unterschiedlichen Genres und Stilen geschaffen – es gibt eine Akustik-Version, eine a capella-Version, eine Dance-Version, eine Roadrunner-Version, eine Smurf-Version, eine hassidische Version und die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Diese Versionen sind kreativ und clever und gut gemacht.

Das „Einschüchterungs-Musikvideo“ der Hamas ist komplett nach hinten losgegangen. Die Israelis haben diesen armseligen und rückwärts gerichteten Versuch eine Nation einzuschüchtern als Möglichkeit genutzt Solidarität unter allen Israelis zu schaffen, während die Ignoranz der Hamas-Terroristen offenbart wurde.

Gibt es nur in Israel.

Der amerikanische Autor und Selbstverbesserungs-Guru Dale Carnegie machte den Spruch „Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach daraus Limonade“ als Möglichkeit zu Optimismus zu ermutigen und „Anpack-Mentalität“ angesichts von Widrigkeiten bekannt. Ich würde sagen, dass dieser Spruch unseren Charakter und Geist versinnbildlicht, besonders in diesen Kriegszeiten.

Eigentlich würde ich, auf Grundlage der Tragweite dessen, was ich höre und lese, sogar argumentieren, dass Israelis und Juden einen Weg gefunden haben „Raketen in Rugelach“ zu verwandeln – Momente, die dazu gedacht sind uns zu zerstören und einzuschüchtern, in süße Momente der Stärke und Menschlichkeit zu verwandeln.

Gibt es nur in Israel.

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