Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.10.-01.11.2014)

26. Oktober 2014 um 22:38 | Veröffentlicht in Araber, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, 26.10.2014:

Syrien behauptet (mal wieder), Israel würde terroristischen Gruppen in Syrien unbegrenzte Unterstützung geben.

Drohung aus dem Hamas-Politbüro: Wenn der Wiederaufbau von Gaza irgendwie zu langsam geht, dann wird Israel als erstes den Preis dafür zahlen. (Merke: „als erstes“ heißt, dass noch andere terrorisiert werden sollen.) Die Gazaner würden „die Region sprengen“.

Die Hamas hat ihren achten Raketentest seit Ende des letzten Gaza-Kriegs durchgeführt. Es war der dritte Schuss innerhalb der letzten vier Tage.

Eine junge Frau, die durch den Autoanschlag an der Straßenbahn-Haltestelle verletzt wurde, ist gestorben.

Der inoffizielle Baustopp in Judäa und Samaria ist anscheinend aufgehoben worden; es soll Pläne für 12 neue Straßen und 3 Studentenheime geben, außerdem sollen 2000 Wohnungen genehmigt worden sein.

Drohung aus Jordanien: Die Siedlungsaktivitäten der Israelis könnten den seit 20 Jahren bestehenden Friedensvertrag mit dem Königreich „in Gefahr bringen“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ägypten hat nach den massiven Anschlägen im Sinai in der letzten Zeit aus Sicherheitsgründen die indirekten Gespräche zwischen Israel und der Hamas „verschoben“ (wohl eher vorläufig abgesagt, einen neuen Termin gibt es nicht, obwohl anscheinend Ende November angestrebt ist). Nach Angaben der Ägypter sind viele Gaza-Militante an der terroristischen Gewalt im Sinai beteiligt.

Montag, 27.10.2014:

Die offizielle PA-Tageszeitung al-Hayat al-Jadidah verkündete, dass der Mord an der Straßenbahn in Jerusalem ein Verkehrsunfall gewesen sei, den Israel dazu benutzte, die Gewalt in Jerusalem zu eskalieren. Also genau umgekehrt, wie es wirklich war.

Die Mutter des Auto-Terroristen vom letzten Mittwoch: „Allah sei gepriesen, er ist ein Märtyrer.“
Die offizielle Internetseite der Fatah bezeichnet den Auto-Terroristen als „heiligen Märtyrer“.

Der Jerusalemer Bürgermeister hat zählen lassen. Vor der Operation „Fels in der Brandung“ gab es in Jerusalem ca. 200 (Terror-)Ereignisse pro Monat. Im Moment beträgt die Anzahl rund 5000!

Die EU droht weiter: Sollte Israel weiter in „Palästina“ (einschl. „Ost“-Jerusalem) bauen, dürften die Wirtschaftsbeziehungen gekappt werden. Die Bautätigkeit stelle Israels Friedenswillen infrage.
Auch das US-Außenministerium schimpft wieder: Jenseits der Grünen Linie zu bauen ist „nicht kompatibel mit Israels erklärten Ziel in einer friedlichen Gesellschaft zu leben“. Aha. Die Forderungen ständig zu erhöhen und Israelis zu ermorden aber wohl?

Dienstag, 28.10.2014:

Der Bürgermeister von Jerusalem besuchte den Tempelberg. Die Araber schäumen; das sei ein „charakteristischer Publicity-Stunt“, nicht mit ihnen koordiniert; er habe die heilige Stätte „gestürmt“. Anders als PA-Premier Rami Hamdallah gab er nicht an, dass irgendwer nichts auf dem Tempelberg zu suchen hat oder ihm der Zugang kategorisch verboten werden müsse.

Innerhalb von 3 Tagen sendete das PA-Fernsehen neunzehnmal Abbas‘impliziten Aufruf zur Gewalt („Verteidigung“ des Tempelbergs, Juden sind Vieh, das nichts dort zu suchen hat). Seltsam, dass es in den letzten Tagen so viel Krawall, Randale und zwei ermordete israelische Zivilisten gab?

Ein neues Computerspiel der PalAraber lehrt die Spieler: bewaffneter Widerstand ist alleine sinnvoll, keine Verhandlungen!

Mahmud Abbas forderte wegen der ständigen Gewalt in Jerusalem eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats – wegen „israelischer Aggression“, die für die Randale verantwortlich sein soll. Hat ja auch überhaupt nichts mit der antijüdischen Hetze der PA zu tun…
J
ordanien will im Auftrag der PA eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beantragen, weil Israel in Jerusalem bauen will.

Netanyahu geht in die Gegenoffensive: Er forderte, dass die UNO die Hamas zur Terrororganisation erklärt.

Mittwoch, 29.10.2014:

Friedensvertragspartner Jordanien: Der jordanische Parlamentspräsident erklärte, Israels „Aggression“ sei schlimmer als die von ISIS.

Der Sprecher der PA-Sicherheitskräfte verlor seinen ihm von Israel gegebenen VIP-Status, nachdem er Premierminister Netanyahu als gefährlicher als ISIS-Führer Al-Bagdadi bezeichnete. Der Mann war für seine hetzerischen Äußerungen bekannt und mehrfach gewarnt worden sich zu mäßigen.

Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat begonnen eine Aufklärungseinheit aufzustellen, die u.a. mit Beobachtungsballons die Polizei und weitere Sicherheitsorgane bei der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung unterstützen soll.

Angestiftet von der PA und Jordanien verurteilte die UNESCO die „israelischen Störungen und Unruhen im ‚besetzen Jerusalem‘“.

Mahmud Abbas: „Wir fordern nicht zu einer neuen Intifada auf.“ (Klar, es reicht ja, wenn der „stille“ Terror herrscht und die PalAraber schön regelmäßig Steine und Molotowcocktails werfen. Man muss dem Kind nur den Namen vorenthalten und schon ist alles „friedlich“.)

Die Hamas-Zeitung Filistin bringt wieder mal eine Artikelserie, die beweisen soll, dass das Judentum die religiöse Basis für Gewalt und Terrorismus liefert, weshalb Juden brutal morden und vernichten. Und angeblich würde die muslimische Welt die Gefahr durch die Juden ignorieren. (Wieder ein Fall von Projektion: die behaupten von Juden, diese würden das Verhalten an den Tag legen, das die Islamisten tagtäglich vorleben.)

Donnerstag, 30.10.2014:

Die offizielle PA-Nachrichtenagentur WAFA bezeichnete den Mann, der Yehuda Glick ermorden wollte, als „Märtyrer“.

Der Palästinensische Islamische Jihad beansprucht die Verantwortung für den Mordanschlag auf Yehuda Glick.

Mahmud Abbas behauptete, die PA habe Israel schon anerkannt, aber nicht als jüdischen Staat.

Die Fünfte Kolonne: MK Ahmed Tibi behauptet, Netanyahu wolle einen religiösen Krieg vom Zaun brechen. Die Al-Aqsa-Moschee zu schließen sei eine Provokation der gesamten muslimischen Welt.

Die Al-Azhar-Universität in Kairo schimpfte ebenfalls (nachdem das Plateau nur für Muslime eingeschränkt wieder geöffnet wurde) und nannte die Sperrung „barbarisch“.

Ein Terroranschlag auf israelische und jüdische Ziele wurde in Peru in letzter Minute verhindert. Die Terroristen gehören der Hisbollah an.

Freitag, 31.10.2014:

Friedenspartner PA/Fatah: Der Minister für Häftlingsangelegenheiten pries den Terroristen, der Yehuda Glick töten wollte, als „Helden der Verteidigung der Freiheit“.

Friedensvertragspartner Jordanien: Die Regierung drohte den Friedensvertrag mit Israel zu kündigen, nachdem der Tempelberg vorläufig für Juden und Muslime gesperrt wurde, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Israel verletze den Friedensvertrag mit solchen Verboten. Israel sei ein „terroristischer Staat“.

Jerusalemer Araber geloben, dass die Krawalle mit gewalttätigen Angriffen auf Juden weiter gehen werden. Es soll keine friedliche Lösung geben. Sie reden von einer Intifada, die im Gang ist.

Die Fünfte Kolonne: MK Ahmed Tibi befand lautstark, der Tempelberg gehöre nur den Muslimen, Juden keine Rechte dort hätten. Wenn Juden dort beten, sei das ein Missbrauch des Konzepts der gleichen Rechte für alle.

Ismail Haniyeh von der Hamas droht Israel wegen des Tempelbergs zu bekämpfen und ihm nicht erlauben zu handeln, wie es wolle.

Mahmud Abbas hetzt bei den Amerikanern: Israel eskaliere die Lage in Jerusalem und wird mehr Gewalt und Extremismus verursachen. Die USA sollten Israel stoppen.

Heckmeck:
John Kerry wird sich mit Saeb Erekat treffen, um den „Friedensprozess“ wieder in Gang zu bringen.

Rabbi Yehuda Glick und Israel

31. Oktober 2014 um 18:33 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | 1 Kommentar
Schlagwörter: ,

Simon Fischler, Maccabee Israel, 31. Oktober 2014

Wir müssen uns an Rabbi Yehuda Glick erinnern und wir Israelis müssen uns an den Tag erinnern, als ein Nazi-Araber versuchte ihn zu ermorden.

Ich bete, dass er die Prüfung überlebt, der er sich gegenüber sieht, nachdem dieser arabischer Faschist ihn niederschoss.

Ich habe den Mann nie getroffen, obwohl ich bete, dass der Tag kommt, an dem ich ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüber sitze und einige von seinen Gedanken zu Israel höre.

Ich bin ein säkularer Jude, aber für mich ist Rabbi Yehuda Glick ein Held. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Rabbi Yehuda Glick repräsentiert, was an Israel großartig ist.

Warum?

Weil er für das kämpft, von dem er weiß, dass es moralisch richtig ist, obwohl er weiß, dass die Konsequenzen lebensbedrohlich sein können.

Angesichts der ständigen Belästigungen, physischen Gewalt und Drohungen gegen sein Leben durch Araber, die versuchen ihren kolonialen Griff auf der dem jüdischen Volk heiligsten Stätte zu behalten, kämpft er weiter für seine Mission und machte nie einen Rückzieher.

Rabbi Yehuda Glick steckte den Mut in den Namen Israel.

In der heutigen Jerusalem Post wird er als rechtsgerichteter Aktivist beschrieben. Was an ihm ist so rechtsgerichtet? Dass er für jüdischen nationale Rechte in der jüdischen Heimat eintritt?

Zahlreiche Personen beschrieben Glick als eine Person, die nie im Leben auf Gewalt zurückgriff. Nicht, als Araber ihn anspuckten (interessant, dass die New York Times diese Momente nie einzufangen schient), nicht als Araber ihn verfluchten, als er versuchte Gruppenführungen auf dem Tempelberg zu geben (die Times, CNN, BBC und Israels Kanal2 scheinen auch nie dort zu sein, wenn das passiert) und nicht, als Araber ihn physisch angriffen – was regelmäßig geschieht (ebenfalls von all diesen großartigen Bastionen der Medienwelt verpasst).

In Wirklichkeit ist also Rabbi Yehudah Glick eher Gandhi als ein rechtsgerichteter Aktivist.

Wie Israel strebt Glick nach den Rechte des jüdischen Volks angesichts immer feindseligerer Gegner, die alle möglichen Mittel einsetzen werden, um den Kindern Israels ihre Rechte und ihre Selbstbestimmung zu verweigern.

Heute ist Rabbi Yehuda Glick wir alle, denen wirklich Fürsorge um und die Liebe für das Konzept Israels am Herzen liegen.

Heute müssen wir alle für Rabbi Yehuda Glicks rasche Genesung beten.

Freitagsgebete

31. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Islam+Islamismus, Karika-Tour, Muslime, Satire/Humor | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: ,

gefunden auf Facebook:

Freitaggebete

Muslimischer Fanatimus wird belohnt – mal wieder

31. Oktober 2014 um 14:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Medien+Nahost, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , ,

Elder of Ziyon, 30. Oktober 2014

Es ist schon erstaunlich, wie extremer muslimischer Fanatismus heute von der Welt einfach als Mainstream akzeptiert wird – und er wird sogar belohnt.

Ich rede nicht von ISIS oder Al-Qaida. Die Welt wird Lippenbekenntnisse ablegen wie furchtbar diese Gruppen sind.

Aber die Aktivitäten in Israel und den Gebieten im Verlauf der letzten Tage haben gezeigt, dass Fanatismus der „guten Muslime“ einfach ohne Nachfrage akzeptierte wird, während die einzigen von Hass erfüllten Worte dem Mann gewidmet werden, der zur Ermordung ausgesucht wurde, weil der gleiche Rechte für Juden haben will.

Nur Yehuda Glick wird „rechtsgerichteter Aktivist“ und „Ultranationalist“ und „Hardline-Rabbiner“ genannte. Die Person, die versuchte ihn zu ermorden, wird verständnisvoller dargestellt, als ehemaliger Gefangener, der mit einem Kugelhagel erschossen wurde.

Glick hat nie aufgefordert jemanden zu töten. Er forderte nicht, dass die Muslime vom heiligsten Ort des Judentums verbannt werden. Alles, was er forderte, war, dass Juden dieselben Rechte am Berg haben wie die Muslime. Aber man muss schon ziemlich suchen, um ein Medienorgan zu finden, das aufzeigt, dass Glick sich auf der Seite der grundlegenden Menschenrechte befindet – und zwar Rechen, die im internationalen Recht verankert sind.

Nein, dieses Narrativ ist verboten. Juden, die ihre Rechte in Anspruch nehmen wollen, sind rechtsgerichtete Fanatiker.

Derweil wüten Muslime – weil die israelische Polizei einen wirklichen Fanatiker tötete, einen Mann, der sich anscheinend in Reaktion auf die Hetze durch Mahmud Abbas entschied ein Symbol jüdischer Gleichberechtigung anzugreifen. Ich habe nicht eine einzige arabische Stimme gefunden, die den Mordversuch an Rabbi Glick verurteilt.

Doch Mahmud Abbas‘ „moderate“ Fatah-Partei ruft zu einem „Tag des Zorns“ wegen des Todes des Möchtergern-Meuchelmörders Mu’atez Hijazi auf.

Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen. Diese „Moderaten“ rufen zu Krawallen zur Unterstützung eines Terroristen auf.

Der Tempelberg ist für Muslime eine Quelle für Krawalle gewesen, die von der Verstellung aufgebracht sind, dass Juden irgendwelche Menschenrecht haben. Israelische Polizei muss die Juden vor mörderischen muslimischen „Betenden“ schützen. Es war nur natürlich, dass Israel die Stätte sperrte, um weitere Krawalle abzuwenden – und natürlich wurde genau das zu einer weiteren Rechtfertigung für weitere Drohungen, weitere Gewalt und weitere Hetze.

Das US-Außenministerium gab nicht der Zuversicht Ausdruck, dass die israelischen Behörden ihr Bestes tun, um mit der Situation umzugehen. Es gab keine öffentliche Stellungnahme ab, dass der heilige Ort für alle offen sein sollte, ohne jegliche Drohungen oder Einschüchterungen. Es verurteilte nicht die Aufrufe zur Gewalt und die Hetze durch die mörderischen muslimischen Araber.

Nein, das Außenministerium belohnte die Gewalt und die Drohungen damit, dass es Israel aufrief den Tempelberg für muslimisches Gebet zu öffnen. Nicht für jedes Gebet – für muslimisches Gebet.

Jeder, der die Situation objektiv betrachtet, kann sehen, wer die Fanatiker sind und wer die Besonnenen, wer sich um Rechte kümmert und wer auf ihnen herumtrampelt. Doch die Adjektive, die die Medienberichte zum Thema begleiten, besagen genau das Gegenteil. Die öffentlichen Äußerungen von Politikern besagen genau das Gegenteil.

Israel ist wahrlich ein bizarres Universum, wo die Verdrehung der Wahrheit in Lügen eine Selbstverständlichkeit ist und praktisch niemand auf dem Planten hat die Mittel einen Schritt zurück zu tun und die Lage objektiv zu betrachten. „Menschenrechts“-NGOs missachten die Menschenrechte von Juden; Israels größter Freund ignoriert die Fakten und stützt das Handeln der Leute, die den Attentäter unterstützen.

—–
weiter lesenswert:
Nach Mord an Rabbi Glick: Double Standards
Kommentar: Attentat hatte klares politisches Motiv (Ulrich Sahm)

Zweierlei Maß verdeutlicht

30. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam | 1 Kommentar
Schlagwörter: ,

gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

2mass-islam

Chickenshitgate

30. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Israel, USA | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 29. Oktober 2014

Is this man a chickenshit?

Die Typen im Weißen Haus halten mit ihrem Groll nicht mehr hinterm Berg. Sie mäßigen ihre hysterische Antipathie dem jüdischen Staat und seinen Führungspolitikern gegenüber nicht mehr, wie es den offiziellen Vertretern der führenden Supermacht der Welt geziemt, sondern haben sich höhnischen Bemerkungen auf Schulhofniveau zugewandt.

„Die Sache mit Bibi ist: Er ist eine feige Sau*“, sagt ein (wie immer) nicht genannter, hochrangiger Offizieller der Administration gegenüber dem Journalisten Jeffrey Goldberg.

Feige Sau? So reden sie über unseren Premierminister? Würden sie solchen Sprachgebrauch öffentlich benutzen, um David Cameron oder gar Hassan Rouhani zu beschreiben? Goldberg zitiert einen weiteren anonymen Offiziellen, er habe „rot glühende Wut“ darüber zum Ausdruck gebracht, dass Israel jenseits der Grünen Linie baut. Es ist seltsam, dass solche Wut niemals gegenüber dem iranischen Regime zum Ausdruck brachte, dass weiter westliche Unterhändler zum Narren hält, während es stetig Fortschritte hin zur Bombe macht, von der Obama versprach, dass es sie nie geben würde.

Warum nennen sie also Benjamin Netanyahu einen Feigling? Nun, zum einen hat er „Angst Kriege anzufangen“ – ja, das ist ein wörtliches Zitat! Goldbergs Offizieller erklärt:

Es ist zu spät, als dass er irgendetwas tun könnte. Vor zwei, drei Jahren war das möglich. Aber letztlich konnte er sich nicht überwinden den Abzug zu betätigen. Es war eine Kombination aus unserem Druck und seinem eigenen Widerwillen irgendetwas Dramatisches zu unternehmen. Jetzt ist es zu spät.

Mit anderen Worten: Als Israel 2012 plante die iranischen Atomanlagen anzugreifen und das von Obamas Regierung mit einem Veto versehen wurde, handelte Netanyahu trotz des Vetos nicht.

Feigheit? Es gibt gute Gründe für Umsicht angesichts direkter Drohungen der USA. Eine solche Operation wäre sehr kompliziert und schwierig und könnte an vielen Punkten gefährdet werden. Die USA hatten bei mehreren Gelegenheiten bereits Einzelheiten anderer israelischer Operationen durchsickern lassen und sie haben die Mittel einen Angriff in dem Moment zu entdecken, in dem er beginnt. Sie hätten die Iraner nur herausfinden lassen müssen, dass israelische Flugzeuge auf dem Weg waren, um die Operation zu durchkreuzen und den Tod der israelischen Piloten zu verursachen. Vergessen Sie nicht, dass Obamas Berater Zbignew Brezezinski 2009 vorschlug, dass US-Streitkräfte in genau dieser Situation sogar IAF-Flugzeuge angreifen sollten.

Eine weitere wichtige Überlegung ist: Ein Angriff auf den Iran würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Krieg mit der Hisbollah auslösen, der terroristischen Fremdenlegion des Iran, die bis zu 100.000 Raketen auf Israel ausgerichtet hat. Es wäre tollkühn zu dieser Konfrontation – und sicheren zivilen wie militärischen Opfern – einzuladen, außer es gäbe eine sehr gute Chance Irans Atomprojekt beträchtlichen Schaden zuzufügen.

Wie verlogen kann man werden? Zuerst fesseln sie ihm die Hände und dann nennen sie ihn einen Feigling, weil er nicht kämpft?

Der andere Grund, dass er „eine feige Sau“ ist: Er hat angeblich Angst vor den Rechtsgerichteten in seiner Koalition und außerhalb davon und gibt ihnen nach, indem er Bautätigkeit in Judäa und Samaria und besonders in Ostjerusalem erlaubt. Die Möglichkeit, dass er tatsächlich glaubt, dass es legitim ist dort zu bauen und für seine Überzeugungen sogar mutig den USA die Stirn bietet, scheinen nicht in Betracht gezogen worden zu sein. Der offizielle Vertreter der Administration fuhr fort:

Das Schlimme in Bezug auf ihn ist, dass er nichts tun wird, um einen Ausgleich mit den Palästinensern oder den sunnitischen arabischen Staaten zu erreichen. Das einzige, was ihn interessiert, ist sich selbst vor einer politischen Niederlage zu schützen. Er ist nicht [Yitzhak] Rabin, er ist nicht [Ariel] Sharon und er ist gewiss ein [Menachem] Begin. Er hat keinen Mumm.

Wirklich? Erinnern Sie sich an 2013, als er zustimmte mehr als 100 verurteilte terroristische Mörder aus israelischen Gefängnissen zu entlassen – als Reaktion auf US-Forderungen, um „die Palästinenser an den Verhandlungstisch zu bringen“? Ihn hätte innenpolitisch vermutlich nichts mehr schädigen können, nicht nur bei den Rechten, sonder auch bei den Durchschnittsisraelis.

Es hat außerdem vielfache offizielle wie inoffizielle Baustopps gegeben, die die Pro-Siedlungs-Elemente verärgert haben. Und dann gab es Bibis Rede von 2009, in der erstmals ein israelischer Premierminister die Vorstellung eines Palästinenserstaats akzeptierte. Der Vorwurf, er habe „Angst“ Zugeständnisse für Frieden zu machen, ist schlicht gelogen. Die Wahrheit ist: Egal, was er tut, nur die völlige Kapitulation vor den Forderungen der Palästinenser wird die Administration zufriedenstellen.

Die extreme Verlogenheit, Verachtung und Vulgarität der Vorwürfe gegen Premier Netanyahu deuten auf mehr als eine politische Meinungsverschiedenheit hin. Sie bedeuten eine bestimmte Haltung gegen über dem Juden unter den Staaten und dem Juden unter den Premierministern, die vom Weißen Haus wie übler Geruch von Korruption ausgeht. Es gibt keine „besondere Beziehung“ zwischen dieser Administration und Israel, außer es ist dieselbe alte Sonderbehandlung, die seit undenkbaren Zeiten den Juden vorbehalten ist.

Ich dränge die amerikanischen Juden achtzugeben. Diese Leute sind nicht nur Israel Feinde, sondern auch die euren.

Eine Randbemerkung: Ich weiß, das ist keine jüdische Tradition, aber hat Bibi nicht das Recht Satisfaktion von dem Offiziellen zu verlangen, der ihn einen Feigling nannte? Ich schlage Pistolen auf 10 Schritte Entfernung vor. Ich denke, wir wissen, wer das gewinnen würde!

 

Original: „Chickenshit“, wörtlich: Hühnerscheiße

Wo liegt Palästina?

29. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Palästinenser | 2 Kommentare
Schlagwörter: ,

gefunden auf Facebook und eingedeutscht (s. auch: Zeit, einen neuen Staat und eine Heimat für die Palästinenser zu schaffen!):

Palestina-TXs. auch: Zeit, einen neuen Staat und eine Heimat für die Palästinenser zu schaffen

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com. | The Pool Theme.
Entries und Kommentare feeds.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 518 Followern an

%d Bloggern gefällt das: