Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28.09.-04.10.2014)

28. September 2014 um 21:17 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 28.09.2014:

Abbas vor der UNO: Israel betreibt einen „neuen Völkermord-Krieg“ gegen die Palästinenser.

Der Terrorgrande, Holocaustleugner und illegale „Präsident“ der PA hatte angekündigt, er werde der UNO einen Zeitplan für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria vorlegen. Das hat er zumindest in seiner Rede vor der Vollversammlung nicht gemacht; angekündigt war auch, dass das direkt nach Abbas‘ Rede erfolgen sollte – nichts. Jetzt heißt es von der PA, der Plan werde „bald“ vorgelegt. Konkreter hieß es später: innerhalb der nächsten zwei Wochen.

Die Fünfte Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Barakeh setzte im PA-Fernsehen die Regierung Israels mit dem ISIS gleich.

Der Block der islamischen Länder bei der UNO beschwatzt die Palästinenser dem ICC beizutreten, damit sie Israel wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit verklagen können.

Montag, 29.09.2014:

Mahmud Abbas droht weiter: Wenn Israel seinen Forderungen aus der UNO-Rede nicht nachgekommen wird, wird er einen „politischen Krieg“ führen.

Saeb Erekat kann nicht anders, er lügt wieder wie gedruckt. Heute behauptete er, 96% der arabischen Toten des Gazakriegs vom Juli/August seien Zivilisten gewesen. (Ironie: Sein Chef, Abbas, hatte Anfang des Monats noch gesagt, dass „861 Märtyrer der Fatah fielen“ – da sind die übrigen Terroristen noch nicht eingerechnet. 861 von ca. 2.100 sind nicht nur 4%.) Bei seinem Lügen-Interview sprach er auch davon, dass Israel 12.000 Gazaner getötet hätte (was aber vermutlich nur ein Versprecher war, weil er von 12.000 Getöteten und 12.000 Verwundeten sprach).

Um den Gazastreifen wird ein neuer Zaun gebaut, ein elektronischer Zaun, der Infiltrationsversuche an IDF und den Regionalrat meldet.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der ägyptische Außenminister ließ wissen, dass eine Demilitarisierung des Gazastreifens derzeit nicht zur Diskussion stehe.

Dienstag, 30.09.2014:

Hamas behauptet, die von Netanyahu bei der UNO gezeigten Bilder seien Fälschungen. Die Quelle allen Bösen und des Terrors in der Welt sei Israel.

Saeb Erekat mag nicht nachstehen: Er setzt Netanyahu mit Führer („Kalifen“) des IS gleich.

Eine Analyse der Zahlen des palästinensischen Gesundheitsministeriums ergab, dass 49% der Toten im Gazakrieg diesen Jahres Terroristen waren.

Trotz der dort vorherrschenden arabischen Gewalttaten gegen Juden zogen weitere 11 jüdische Familien nach Shiloah (Silwan) in Jerusalem.

Die beim Festnahmeversuch getöteten Entführer und Mörder der drei israelischen Jugendlichen wurden von der PA bei ihrer Beerdigung in den Status der Märtyrer erhoben und in den höchsten Tönen gelobt. Das sei eine „Exekution“ gewesen.

PA-Sprecher Nabil Abu Rudeineh: Eine Lösung des Konflikts mit Israel muss auf internationalen Resolutionen und der arabischen Friedensinitiative (von 2002) fußen; jegliche Vereinbarung muss zur Gründung eines Palästinenserstaats mit Jerusalem als Hauptstadt führen. Voraussetzung ist der sofortige Baustopp in Judäa und Samaria, die Aufhebung der Belagerung des Gazastreifens und die „Einstellung allen Tuns von Extremisten“ in den heiligen Stätten.

Mittwoch, 01.10.2014:

Hamas hat die Eigenproduktion von Raketen wieder aufgenommen und gestern 5 Testschüsse aufs Meer unternommen.

Ein offizieller Vertreter der Fatah – Jibril Rajoub – auf einer Pressekonferenz sagte, die Hamas müsse ihre Waffen verstecken, dürfe sie nicht offen tragen – aber sie sei nicht verpflichtet ihre „Widerstandswaffen“ abzugeben. Die unterschriebenen Vereinbarungen zwischen der PA und Israel besagen aber ausdrücklich, dass schon das Vorhandensein von Raketen und einer Reihe weiterer Waffen verboten ist.

Abbas droht: Sollte Israel die von ihm (Abbas) initiierten diplomatischen Vorgänge nicht mitmachen und Fortschritte bringen, wird die Sicherheitskooperation zwischen PA und Israel behindert.

Die PA setzt einen Termin: Israel muss bis November 2016 aus „allen seit 1967 besetzten Palästinensergebieten, einschließlich Ostjerusalem“ abgezogen sein. Soll der UNO-Sicherheitsrat beschließen.

Heckmeck:
Obama im Gespräch mit Netanyahu: Der Status quo zwischen Israel und den Palästinensern muss sich ändern. Es sei wichtig „Möglichkeiten zu finden, um für den Frieden mit den Palästinensern zu werben“. (Der hat immer noch nicht begriffen, dass er das den Arabern sagen muss, nicht Israel.)
Netanyahu bekräftigte, im selben Gespräch, dass er weiterhin der Zweistaatenlösung verpflichtet ist. (Ministerin Hotovely sagte gestern, mit seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung habe Netanyahu die Zweistaatenlösung beerdigt.“

Sie lebten seit Jahrhunderten hier? (02)

1. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Geschichte, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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„Nicht islamisch“?

1. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Islamstaaten, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Dennis Prager, townhall.com, 23. September 2014

Präsident Obama erklärte in seiner jüngsten Ansprache an die Nation: “ISIL ist nicht islamisch.”

Aber woher weiß er das? Auf welcher Grundlage erklärte der Präsident der Vereinigten Staaten eine Gruppe Muslime, die selbst „Islamischer Staat“ nennt, für „nicht islamisch“?

Hat er den Islam und islamische Geschichte studiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass Boko Haram, al-Qaida, Hamas, Hisbollah, die Taliban, Jamaat-e-Islami, Lashkar-e-Taiba (die Gruppe, die in Mumbai 166 Menschen abschlachtete – insbesondere Gäste des Hotel Taj – und einen Rabbiner und seine Frau zu Tode folterte), die verschiedenen palästinensischen Terrorgruppen (die allesamt muslimische gewesen sind, auch wenn es viele christliche Palästinenser gibt) und die muslimischen Terrorgruppen in Somalia, dem Jemen, Libyen und andernorts ebenfalls „nicht islamisch“ sind?

Ist er zu dem Schluss gekommen, dass die Muslimbruderschaft, die Ägyptens offenste Wahl aller Zeiten gewann, „nicht islamisch“ ist?

Und was ist mit Saudi-Arabien? Ist dieses Land auch „nicht islamisch“?

Oh: Und der Iran? Auch „nicht islamisch“?

Sind das nicht eine Menge Muslime, muslimische Gruppen und sogar Staaten – die allesamt den Islam als ihre Religion beanspruchen – um sie als „nicht islamisch“ abzutun?

Fairerweise begann die haltlose Generalisierung darüber, was islamisch ist und was nicht, mit seinem Vorgänger, Präsident George W. Bush, der regelmäßig verkündete: „Der Islam ist eine Religion des Friedens.“ Und es ist gleichermaßen unwahrscheinlich, dass seine Behauptung einem Studium des Islam und der islamischen Geschichte entstammt.

Fakt ist, das ein Studium der islamischen Geschichte keinen unvoreingenommenen Menschen zu der Schlussfolgerung bringen würde, das all diese Muslime und islamischen Gruppen „nicht islamisch“ sind. Weder die islamische Geschichte, die schon seit ihren Anfängen eine riesige Zahl an Menschen vor die Wahl zwischen Islam und Tod stellte, noch der Islam, wie er in seinen größten Werken gespiegelt wird, würde jemanden dazu bringen zu diesem Schluss zu kommen.

„Ungläubige“ zu töten ist seit seiner Gründung Teil des Islam – natürlich nicht aller Aspekte – gewesen. Innerhalb von 10 Jahren nach Mohammeds Tod hatten Muslime die Völker vom Iran bis Ägypten und vom Jemen bis Syrien erobert und gewaltsam bekehrt. Muslime haben seit dieser Zeit eroberten Völkern Tod oder Bekehrung angeboten.

Der Hindukusch, die riesige, 800km lange und 250km breite Bergkette, die sich von Afghanistan nach Pakistan erstreckt, war von Hindus bevölkert, bis die muslimische Invasion um das Jahr 1000 begann. Der persische Name Hindukusch wurde stolz von Muslimen verliehen. Er bedeutet „Hindu-Killer“. Mindestens 60 Millionen Hindus wurden während der tausend Jahre muslimischer Herrschaft von Muslimen getötet. Das ist zwar praktisch nicht bekannt, aber der größte Massenmord der Geschichte nach dem durch Mao.

Die oben genannten Gruppen folgen einigen Weisungen des Koran. Ein paar von vielen Beispielen dafür:

„In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Treffet (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen die Fingerspitzen ab!“ (Sure 8,12)

„Und wenn die verbotenen Monate verflossen sind, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie trefft, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen auf in jedem Hinterhalt. Bereuen sie aber und verrichten das Gebet und zahlen die Zakat, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.“ (Sure 9,5)

„Kämpfet wider diejenigen aus dem Volk der Schrift, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben und die nicht als unerlaubt erachten, was Allah und Sein Gesandter als unerlaubt erklärt haben, und die nicht dem wahren Bekenntnis folgen, bis sie aus freien Stücken den Tribut entrichten und ihre Unterwerfung anerkennen.“ (Sure 9,29)

Es gibt auch eine andere Mahnung im Koran: „Es soll kein Zwang sein im Glauben.“ (Sure 2,256)

Also kann ein Muslim den Koran zitieren, wenn er wünsche Nichtmuslimen in Frieden zu leben.

Das Problem ist, dass nach muslimischer theologischer Tradition – von vielen Gelehrten bestätigt – gilt, dass spätere Offenbarungen an Mohammed frühere Offenbarungen ersetzen (eine als „Aufhebung“ bekannte Doktrin). Und die Koranverse, die Muslimen befehlen Nichtgläubige zu bekämpfen und zu töten kamen nach denen, die Muslime mahnen mit Nichtgläubigen in Frieden und ohne religiösen Zwang zu leben.

Das Problem: Die muslimische Geschichte hat – gemäß der Doktrin der Aufhebung – weit öfter die gewalttätigen Mahnungen praktiziert.

Das Problem besteht darin, dass mehr als 600 Jahre nach Mohammed der größte je lebende muslimische Schriftsteller, Ibn Khaldun, erklärte, warum der Islam die überlegene Religion ist; er machte das im höchst angesehenen, jemals geschriebenen muslimischen Werk: „Muqaddimah“ oder „Einführung in die Geschichte“:

„In der muslimischen Gemeinschaft ist der heilige Krieg eine religiöse Pflicht, wegen des Universalismus des muslimischen Auftrags und (die Verpflichtung) jeden zum Islam zu konvertieren, sei es durch Überzeugung oder mit Gewalt.“

Mit anderen Worten: Ibn Khaldun prahlt, dass keine andere Religion gebietet die Welt durch Gewalt zu konvertieren, der Islam das aber wohl tut. War auch Ibn Khaldun „nicht islamisch“? So viel zur anderen Behauptung des Präsidenten, dass „keine Religion das Töten von Unschuldigen billigt“.

Nichts davon rechtfertigt Bigotterie gegen Muslime. Es gibt Hunderte Millionen nicht islamistischer Muslime (ein Islamist ist ein Muslim, der anstrebt anderen die Scharia aufzuzwingen), einschließlich vieler „kultureller“ oder säkularer Muslime. Und einzelne Muslime riskieren tagtäglich ihr Leben, um die für die Abwendung von Terroranschlägen in Amerika und andernorts benötigten Informationen zu liefern.

Es ist nur ein Aufruf zur Klarheit unter den Unwahrheiten, die vom Präsidenten, dem Außenminister und besonders den Universitäten kommen. Völlig zurecht frage Ayaan Hirsi Ali, in Somalia geborene Frau, die weltweite Bemühungen um muslimische Frauen und zur Reform des Islam anführt, in einer Rede an der Yale University diesen Monat: Wenn der Islam eine Religion des Friedens ist, warum gibt es dann auf der saudischen Flagge ein Schwert?

Wenn der Präsident das Gefühl hat er müsse, um muslimische Verbündete zu gewinnen, Nebel werfen, dann soll er das tun. Aber der Rest von uns muss nicht so tun, als wäre das, was er sagt, wahr.

Sie leben seit Jahrhunderten hier? (01)

30. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Geschichte, Palästinenser | 1 Kommentar
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Die stille Intifada in Jerusalem

30. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Terroranschläge, Terrorismus | 1 Kommentar

Michael Freund, Jerusalem Post, 23. September 2014

In den letzten Monaten haben palästinensische Terroristen Jerusalem in ein Schlachtfeld verwandelt, indem sie zunehmend dreiste Angriffe auf Juden verüben. Die Vorfälle haben quantitativ wie in ihrer Heftigkeit zugenommen und gefährden Juden und ihr Eigentum. Dass die Medien die Story weitgehend ignoriert haben, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt und es ist an der Zeit, dass die Regierung konzertiert handeln, um die Unruhe auszumerzen und die Sicherheit in der Hauptstadt unseres Landes wiederherzustellen.

Der jüngste Vorfall in dieser fortgesetzten Saga der Gewalt ereignete sich am Sonntagmorgen [21.09.2014], als ein Bus voller Schulkinder auf dem Weg vom Viertel Ma’aleh HaZeitim am Ölberg auf dem Weg in die Altstadt von drei maskierten Palästinensern angegriffen wurde. Diese angeblichen „Friedenspartner“ warfen Steine auf dem Bus, zertrümmerten so die Windschutzscheibe und versetzten die Kinder in Panik. Eine Frau, die den Vorfall verfolgte, sagte, einige der Kinder brachen in Tränen aus; sie fügte hinzu: „Nur durch ein großes Wunder entkamen sie diesem Vorfall unbeschadet, der durchaus anders hätte enden können. Diese Kinder werden mit Sicherheit noch lange unter Angstzuständen und Albträumen leiden.“

Sollen jüdische Kinder im Herzen Jerusalems so aufwachsen müssen? Jeder einzelne Israeli sollte durch diesen Vorfall empört sein, was die eskalierende Unverschämtheit und Dreistigkeit palästinensischer Terroristen demonstriert, die keine Bedenken haben am hellichten Tag einen Schulbus in der Hauptstadt des Landes anzugreifen.

Fakt ist, dass Juden überall in verschiedenen Vierteln von Jerusalem eine zahlreiche Angriffe ertragen mussten. In Gilo wurden israelische Fahrzeuge abgebrannt, während in Abu Tor Molotowcocktails auf israelische Häuser geworden wurden. Am 27. August wurden drei Mitglieder einer israelischen Familie verletzt, als Steine werfende Palästinenser ihren Van angriffen, nachdem er in einem Verkehrsstau in Wadi Joz anhalten musste. Letzte Woche – am 16. September – wurde ein durch Beit Hanina fahrender Israeli mit einem Steinhagel angegriffen, durch den seine Windschutzscheibe zertrümmert wurde. Er erhielt Schnitt durch die fliegenden Glassplitter und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Und in French Hill versuchten palästinensische Teenager eine Tankstelle mit Brandbomben in Brand zu setzen.

Die Lage ist derart schlecht geworden, dass Citipass – die Firme, die die Jerusalemer Straßenbahn betreibt, letzten Monat ankündigte, dass wegen palästinensischer Angriffe mehr als ein Drittel ihrer Flotte aus 23 Zügen aus dem Dienst genommen werden mussten. Trotz der Tatsache, dass das Straßenbahnsystem allen Einwohnern Jerusalems dient und Araber wie Juden von ihm profitieren, wird berichtet, dass Palästinenser sie in den letzten zwei Monaten mehr als 120 Mal angriffen, hauptsächlich in Schuafat und Beit Hanina; der verursachte Schaden beträgt mindestens eine halbe Million Schekel.

Das ist ganz klar keine sporadische Gewalt.

Nach vom Allgemeinen Sicherheitsdienst zusammengestellten Daten gab es im März 2014 drei in Jerusalem verübte Terroranschläge. Im April sprang die Zahl auf sieben, im Mai und Juni zusammen waren es schon 22. Diese Zahl stieg steil auf 152 Anschläge im Juli und August an, das fast Siebenfache, größtenteils im Zuge der Ermordung von Mohammed Abu Khdeir am 2. Juli durch drei junge Juden im Wald von Jerusalem. Die Lage beruhigte sich im September kaum, wie der jüngste Anstieg an Anschlägen demonstriert.

Diese Situation ist schlicht unerträglich und es kann nicht zugelassen werden, dass es so weiter geht. Wenn die stille Intifada in Jerusalem – „still“ nur, weil die Medien sie größtenteils totgeschwiegen haben – nicht bald niedergeschlagen wird, wird sie einfach weiter außer Kontrolle geraten und mehr Blutvergießen zur Folge haben.

Zu ihren Gunsten muss gesagt werden, dass die Polizei in den letzten Monaten mehr als 600 Palästinenser verhaftete, die an der Gewalt und Unruhe beteiligt waren, doch die Einwohner Jerusalems sind der Gewalt und dem Versagen der Behörden sie zu stoppen zunehmend argwöhnisch gegenüber.

Letzte Woche führte der Jerusalemer Stadtverordnete Arieh King eine Demonstration vor dem Polizeipräsidium an, bei der gegen die Politik der Regierung protestiert und Premierminister Binyamin Netanyahu aufgefordert wurde Sicherheitsminister Yitzhak Aharonovitch zu entlassen. Auf seiner Facebook-Seite schrieb King: „Die Polizei hat 600, 700, 800 Terroristen verhaftet – vielleicht werden es bald 1.000 sein.“

„Es gibt keinen Zweifel“, fügte er an, „dass die von der Polizei betriebene Politik der Verhaftungen nicht funktioniert. Wir haben eine großartige Polizeitruppe, aber es gibt keine Abschreckung.“

Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat hat öffentlich stärkere Maßnahmen gefordert, um die Gewalt aufzuhalten.

Nachdem die israelische Internetseite 0404 letzte Woche ein Tonband von Barkat bei einer Stadtratssitzung veröffentlichte, auf der er vorwiegend um das Image der Stadt besorgt war, postete der Bürgermeister ein Status-Update auf seiner Facebook-Seite, in der er kein Blatt vor den Mund nahm. „Ich möchte entschieden klarstellen: eine starke und kompromisslose Hand sollte gegen all diejenigen eingesetzt werden, die Gewalt welcher Art auch immer anwenden“, sagte Barkat und fügte hinzu: „Wir werden keine Situation akzeptieren, in der man Steine oder Molotowcocktails auf die Straßenbahn, auf jüdische Häuser in Ostjerusalem wirft oder irgendeine andere Art von Gewalt verübt wird.“

Während er für die Polizei Lob bereit hatte, machte er mit der Kritik am Gerichtssystem weiter und sagte: „Es kann nicht sein, dass die Polizei diejenigen verhaftet, die die öffentliche Ordnung verletzen und die Gerichte sie mit einer „Drehtür“ wieder freilässt, damit sie weiterhin Gewalt verüben können. Wir müssen die Strafen verstärken und Abschreckung schaffen“, fügte Barkat hinzu.

Das ist absolut korrekt. Palästinensischem Terror darf nicht gestattet werden in Jerusalem oder sonst irgendwo überhand zu nehmen. Die „stille Intifada“, die den östlichen Teil unserer Hauptstadt durchfegt, muss besiegt werden. Die Polizei muss ihre Präsent im gesamten Gebiet verstärken und rasch handeln, um jeden zu festzunehmen, der Steine wirft, Brandbomben schleudert oder sonstwie Gewalt irgendeiner Art verübt. Und das Gerichtswesen muss eine kräftige Botschaft senden, indem es palästinensische Randalierer und Steinewerfer zu langen Gefängnisstrafen verurteilt, statt ihnen nur auf die Finger zu klopfen.

Darüber hinaus muss die Regierung die jüdische Präsenz im östlichen Jerusalem verstärken, seine Sicherheit aufwerten und weiterhin Häuser für Juden bauen. Das ist die beste Möglichkeit unsere Feinde von jeglichem Gedanken abzubringen, dass sie uns mit Einschüchterung und Angst verjagen könnten.

Doch Zeit ist ein besonders wichtiger Faktor und es muss bald gehandelt werden. Wenn nicht, dann wird die sprießende Intifada in Jerusalem nicht ausklingen, sondern sich als alles andere als still erweisen.

Eine Kriegserklärung

29. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam | Hinterlasse einen Kommentar
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Koran-Kriegserklaerung

Der Ursprung des niederländischen Islamo-Nazismus

29. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa, Europa+Islam | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Anfang September wurde – recht plötzlich – klar, dass Islamo-Nazismus in den Niederlanden beträchtlichen Umfang angenommen hat und bereits zu einer halbwegs organisierten Bewegung geworden ist. Rob Bertholee, Leiter des AIVD – des niederländischen Allgemeinen Geheimdienstes – sagte in einem Interview, dass die Jihadisten-Bewegung hunderte Anhänger hat, die Zahl der Sympathisanten des gewalttätigen Jihad in den Niederlanden aber in die Tausende geht.1 Im Juli 2014 veranstalteten Dutzende Unterstützer des Islamischen Staats (IS) in Den Haag eine Demonstration Zu darauf folgenden Gelegenheiten wurden bei antiisraelischen Demonstrationen Flaggen des IS und der Hamas gezeigt. Bis dahin hieß es offiziell, dass es 130 Jihadisten gibt, die die Niederlande verließen; 30 waren aus dem Nahen Osten zurückgekehrt und rund 15 wurden getötet.2

Der Islamo-Nazismus in den Niederlanden hat üble, weit zurückgehende und seltsame Wurzeln. Im vergangenen Jahrhundert, lange bevor das Problem der Islamo-Nazis bestand, waren bereits einige ihrer Parolen beliebte Redewendungen, die in niederländischen Fußballstadien gesungen oder gebrüllt wurden.3 Die Behörden gingen nicht gegen Sprüche wie „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ oder „Tod den Juden“ vor. Sie betrachteten das Stadion vielmehr als extraterritoriales Gelände, in dem das niederländische Recht nicht voll anzuwenden ist.

Ein bizarrer Aspekt dieser Sprüche bestand darin, dass ihre Ziele nicht Juden waren, sondern fanatische Fans des Amsterdamer Fußballclubs Ajax. Aus unerfindlichen Gründen nannten diese sich selbst „Juden“. Radikale Anhänger anderer Fußballvereine wie Feyenoord Rotterdam schrien ihre Hass-Parolen, wenn ihr Verein gegen Ajax spielte. Da die Behörden nicht reagierten, begannen diese antisemitischen Sprüche sich ihren Weg aus den Fußballstadien hinaus zu bahnen. Als Feyenoord 1999 niederländischer Fußballmeister wurde, schrie einer seiner Spieler, Ulrich van Gobbel, vor einer riesigen Menge auf einer von Rotterdams Hauptstraßen achtmal ins Mikrofon: „Wer nicht springt, ist ein Jude.“4

Fußballfans sangen die Hass-Parolen auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.5 In der Folge wurden die antisemitischen Sprüche gegen erkennbare Juden verwendet. Oberrabbiner Binyomin Jacobs erinnert sich, dass er einmal zusammen mit einem Kollegen, einem nicht jüdischen Psychologen, in einen Zug stieg. Dieser war mit vielen Fans von Feyenoord vollgepackt, die anfingen zu brüllen: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas.“6 Der Fußball-Antisemitismus nahm ab, nachdem 2004 ein Spiel in Den Haag abgebrochen wurde, als die Fans sangen „Hamas, Hamas, der Schiedsrichter ins Gas.“7 Seitdem sind die Behörden von Zeit zu Zeit gegen die Hass-Sprüche vorgegangen.

Einige junge Muslime wurden die Vorläufer der heutigen Islamo-Nazis. 2001 gaben in mehreren niederländischen Schulen muslimische Jugendliche ihrer Freude über den 11. September Ausdruck. Auch wurde starke Bewunderung für Osama bin Laden zur Schau gestellt.8 In Amsterdam spielten 2003 am nationalen Gedenktag während der Feier zu Ehren der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs marokkanische und türkische Jugendliche Fußball mit den Kränzen und schrien „Tod den Juden“.

Im April 2004 saß ich während eines Besuchs in Amsterdam in einem Straßenbahnwagen, als vier Jugendliche im Alter von etwa 15 Jahren mit olivfarbener Haut von hinten hereinkamen und sich ein paar Meter hinter mir hinsetzten. Einer von ihnen begann zu singen: „Du musst Juden töten, aber es ist verboten.“ Das richtete sich nicht speziell gegen mich, da ich keine äußeren Zeichen meines Glaubens trug und sie mich nur von hinten sehen konnten. Dieser Vorfall sollte der Anfang meines Buches aus dem Jahr 2010 werden, dessen Titel man mit „Der Niedergang: Juden in den führungslosen Niederlanden“ übersetzen kann.10

Am 4. November 2004 gab es eine radikale Veränderung. An diesem Tag ermordete der Marokkaner Mohamed Bouyeri den niederländischen Filmemacher Theo van Gogh. In einem Brief, den er mit einem Messer auf Van Goghs Leiche befestigte, bedrohte er auch Ayaan Hirsi Ali, damals niederländische Parlamentarierin, mit dem Tod. Sie ist später in die USA gegangen.11 Einige weitere niederländische Muslime, mit denen sich Bouyeri regelmäßig traf, wurden wegen des Vorwurfs versuchten vorsätzlichen Mordes verhaftet. Einige wurden verurteilt und gingen ins Gefängnis.12 Es gab auch einige öffentliche Aufmerksamkeit für die Tatsache, dass zwei niederländische Jihadisten 2002 im Kaschmir getötet wurden.

In den Jahren nach dem Mord an Van Gogh verfiel die Situation und wurde weniger transparent. Der AIVD verkündete 2006, dass die Rekrutierung von Jihadisten in den Untergrund gegangen war.13 Es gab regelmäßig Todesdrohungen gegen den gut geschützten, antiislamischen Politiker Geert Wilders; von Zeit zu Zeit wurden auch andere ins Visier genommen. Einer, der Dutzende Todesdrohungen erhielt, ist Ehsam Jami, der eine Organisation ehemaliger Muslime gegründet hatte. Er wurde auch körperlich angegriffen.14 Es wurde öffentlich bekannt, dass die Amsterdamer El-Tawheed-Moschee ein Buch mit dem Titel „Der Weg des Islam“ verkaufte, das Rat gab, wie man Homosexuelle von hohen Gebäuden stürzt.15

Die Beobachter muslimischer Internetseiten versuchten systematisch, Hassreden und Aufrufe zu Gewalt auszufiltern, aber sie waren nicht immer erfolgreich.16 Gelegentlich besuchten aufhetzerische Imame aus dem Ausland die Niederlande.17 Dieses Jahr gab der stellvertretende Premierminister Lodewijk Asscher zu, dass das Innenministerium Jahre lang die Möglichkeit außer Acht gelassen hatte, ihre Einreise in die Niederlande zu verbieten.18

2006 machte der Rapper Appa ein Video, in dem maskierte Jugendliche Hamas-Flaggen schwenkten. Es wurde mehr als eine Million Mal heruntergeladen.19 Im September 2007 fand in Rotterdam ein propalästinensischer Kongress statt, zu dem Hamas-Führer Ismail Haniyeh eingeladen wurde. Die niederländische Regierung verbot ihm allerdings die Einreise. Daraufhin sprach Haniyeh über Video zum Kongress. Auch der ehemalige niederländische Premierminister Dries van Agt, ein Christdemokrat, sprach dort. Dieser führende niederländische Hetzer gegen Israel sagte auf dem Kongress, dass die Hamas von der Liste der Terrororganisationen gestrichen werden sollte.20 2009 schrien antiisraelische Demonstranten in Amsterdam: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas.“ Zwei Parlamentarier der linken Sozialistischen Partei, die an der Demonstration teilnahmen, behaupteten, sie hätten diese Sprüche nicht gehört. Sie gaben zu, dass sie selbst schrien: „Intifada, Intifada, Palästina muss frei sein.“21

Mit dem Bürgerkrieg in Syrien wurde der Islamo-Nazismus in den Niederlanden erwachsen. Er blieb jedoch weithin im Untergrund, denn die Jihadisten, die nach Syrien gingen, wollten nicht die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich lenken, da diese ihre Ausreise hätten verhindern können. In diesem Sommer erreichte dann der Jihadismus die Öffentlichkeit Jetzt hat der AVID endlich eingestanden, was dieser Geheimdienst schon lange gewusst haben muss – dass die Zahl der jihadistischen Sympathisanten in den Niederlanden in die Tausende geht.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie man dagegen kämpfen kann.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 Harry Lensink, Jaco Alberts: AIVD-baas Rob Bertholee over ‘het fenomeen’. Vrij Nederland, 3. September 2014. [niederländisch]
2 Politie pakt paspoort 10 leden ‘jihadgezinnen’ af. Volkskrant, 30. August 2014. [Niederländisch]
3 Einen Überblick über den niederländischen Fußball-Antisemitismus finden Sie bei: Manfred Gerstenfeld: Anti-Semitism and the Dutch Soccer Fields. Journal for the Study of Anti-Semitism, Band 3, Ausgabe 2/2011, S. 629-646.
4 Simon Kuper: Ajax, de joden, Nederland. Hard Gras 22 Amsterdam (L.J. Veen) 2000, S. 141. [niederländisch]
5 Manfred Gerstenfeld: Het Verval, Joden in een Stuurloos Nederland. Amsterdam (Van Praag), 2010, S. 23. [niederländisch]
6 ebenda, S. 25
7 Robert Misset: Staking na wangedrag ADO-fans. Volkskrant, 18. Oktober 2004. [niederländisch]
8 Margalith Kleijwegt, Max van Weezel: Het land van haat en nijd. Amsterdam (Balans), 2006, S. 108. [niederländisch]
9 Dodenherdenking in Amsterdam verstoord. In: Trouw, 9. Mai 2003. [niederländisch]
10 Manfred Gerstenfeld: Het Verval.
11 Jean Wanningen: Er is vandaag een Amsterdammer vermoord. Dagelijkse Standaard, 2. November 2013. [niederländisch]
12 Lid Hofstadgroep Jason W. is vrij. In: NOS.nl, 11. May 2013. [niederländisch]
13 Ons ideaal is islamitische maatschappij; ook in Nederland. Telegraaf, 24. Januar 2008. [niederländisch]
14 Stroom telefonische doodsbedreigingen voor Jami. Volkskrant, 9. August 2007. [niederländisch]
15 Omstreden, nooit veroordeeld. NRC Handelsblad, 9. November 2004. [niederländisch]
16 Aantal linkse sites groeit nauwelijks, aantal moslimsites wel. NRC.nl, 25. August 2007. [niederländisch]
17 Speech sjeik Khalid Yasin op YouTube. Volkskrant, 25. Januar 2009. [niederländisch]
18 Harde aanpak haat-imams. NOS.nl, 25. August 2014. [niederländisch]
19 Robbert de Witt: Wilders doet aangifte tegen Marokkaanse rapper. Elsevier, 19. August 2007 [niederländisch]
20 De Hamas-broeder moest achter de muur blijven. NRC Handelsblad, 7. Mai 2007. [niederländisch]
21 Robbert de Wit: Van Bommel: Intifada oproep buitengewoon onhandig. Elsevier,15. Januar 2009. [niederländisch].

 

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