Die Fassade “Menschenrechte” beginnt zu zerbröseln

9. Februar 2010 at 21:32 | In NGOs | Leave a Comment
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Noah Pollak, Commentary Magazine contentions, 8. Februar 2010

Die Zusammenarbeiter zwischen Amnesty International und einem keine Reue zeigenden Islamisten namens Moazzam Begg ist Quelle der Verwunderung bei denen gewesen, die diese Art von Dingen verfolgen, allerdings nur hintan gestellt Verwunderung, vernebelt durch die allgemeine Tendenz der Medien, die Glaubwürdigkeit von „Menschenrechts“-NGOs zu schützen oder wenigstens nicht allzu viele Frage zu stellen.

Die britische Times war sah sich – endlich – gezwungen der Tatsache etwas Platz einzuräumen, dass Amnesty, eine der zwei größten Menschenrechtsgruppen* (die andere ist Human Rights Watch), für Begg geworben hat; Beck ist ein ehemaliger Gitmo-Einsasse und Antreiber von Terroristen und Radikalen. Was schließlich die Aufmerksamkeit der Presse auf diesen empörenden Zustand zog, war das Auftauchen einer Tippgeberin aus den Reihen Amnesty.

Lernen Sie Gita Sahgal[1] kennen, die Leiterin der Gender-Einheit bei Amnesty. Sie ging mit ihrer Abscheu an die Öffentlichkeit, nachdem sie zwei Jahre vergeblich versuchte Amnesty von Begg wegzubringen:

„Ich glaube, die Kampagne [mit Beggs Organisation „Cageprisoners“] schädigt Amnesty Internationals Integrität grundlegend; was noch wichtiger ist: sie stellt eine Bedrohung der Menschenrechte dar“, schrieb Sahgal am 30. Januar in einer E-Mail an die Führer der Organisation. „Mit Großbritanniens berühmtesten Unterstützer der Taliban auf demselben Podium aufzutreten und ihn als Verteidiger der Menschenrechte zu behandeln, ist eine massive Fehleinschätzung.“

Echt. Aber diese Story hat kein Happy End. Amnesty antwortete auf ihren Gang an die Öffentlichkeit damit sie zu suspendieren.[2] Der exzellente britische Blog Harry’s Place hat ihre Erklärung dazu gepostet:

Es kommt der Moment, der nur selten in der Geschichte kommt, in dem eine Organisation sich fragen muss: Wenn man sich selbst belügt, darf man dann von anderen die Wahrheit fordern? Denn um die Standards zu Folter zu verteidigen, einem der stärksten und am stärksten verankerten internationalen Menschenrechts-Gesetz, hat Amnesty International die Geschichte und Politik des Ex-Guantanamo-Häftlings Moazzam Begg gesäubert und völlig darin versagt die Wesensart seiner Organisation Cageprisoners zu erkennen…

Die Frage ist eine fundamental, die sich um die Bedeutung der Menschenrechtsbewegung dreht und darum eine objektive Distanz von Gruppen und Idee zu wahren, die sich der systematischen Diskriminierung und der fundamentalen Untergrabung der Menschenrechte verschrieben haben.

Oder wie ein britischer Blogger[3] es ausdrückt: „Konzepte der Rechtsstaatlichkeit und der Frauenrechte hochzuhalten könnte nicht am besten gedient werden, indem man Hand in Hand mit Moazzam Begg die Downing Street entlang zu spazieren, der ein Salafi-Islamist ist, der an Jihad-Trainingslagern in Afghanistan und Bosnien teilgenommen hat.“

Gruppen wie HRW und Amnesty haben in der Welt eine lebenswichtige Rolle. Richtig verstanden besteht ihr Auftrag darin ihre moralische Autorität dazu zu nutzen, Tyrannei und diejenigen zu beschämen und zu verurteilen, die aus der Welt einen gastfreudlichen Ort für Tyrannen und Terroristen machen wollen. Aber moralische Autorität erfordert moralische Klarheit. HRW und Amnesty sind von Aktivisten übernommen worden, die ihre Position dazu nutzen, einfache Feldzüge gegen offene Gesellschaften zu führen, statt den schwierigen, undankbaren und manchmal gefährlichen Kampf gegen geschlossene Gesellschaften zu übernehmen.

Für Leute, die diese Dinge nicht genau verfolgen, hat es ein paar wenige Augenblicke gegeben, die über jeden Zweifel hinaus andeuten, dass in der „Menschenrechts-Gemeinschaft“ faul ist. Einen solchen Moment gab es, als HRW nach Saudi-Arabien ging[4], um Spenden zu sammeln. Wir sind an einem weitere solchen Moment angekommen: Eine Menschenrechts-Organisation hat eine Angestellte suspendiert, weil die sich über die Partnerschaft der Organisation mit einem Terroristen beschwerte.

* Anmerkung Noah Pollak: Meiner Meinung nach ist die größte Menschenrechts-Organisation der Welt die US Army, aber das ist ein Streitpunkt für ein andermal.

HRW führt wieder unbegründete Behauptungen gegen Israel ins Feld

8. Februar 2010 at 22:22 | In NGOs | 2 Comments
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Elder of Ziyon, 7. Februar 2010

In der jüngsten Presseerklärung von Human Rights Watch behauptete die Organisation, dass Israel keine „gründlichen und unvoreingenommenen Untersuchungen“ zur Operation Gegossenes Blei durchführt.

Während das Militär anhaltende Untersuchungen durchführt, lieferten Offizielle keine Informationen, die zeigen, dass diese Untersuchungen gründlich und unvoreingenommen sind oder das sie sich mit der umfassenden Politik und Entscheidung der Kommandierenden beschäftigt, der zu rechtswidrigen zivilen Toten führte, sagte Human Rights Watch.

„Israel behauptet, es führe glaubwürdige und unvoreingenommene Entscheidungen durch, aber es hat das in diesem Fall bisher versäumt“, sagte Joe Stork, stellvertrender Direktor Naher Osten für Human Rights Watch. „eine unabhängige Untersuchung ist entscheidend, um zu verstehen, warum so viele Zivilisten starben und um den Opfern dieser rechtswidrigen Angriffe Gerechtigkeit zu bringen.“

Das israelische Militär hat bisher besondere Vorfälle untersucht, aber nicht die umfassende Politik, die zivile Opfer in Verletzung des Kriegsrechts verursacht haben könnte, sagte Human Rights Watch.

„Die israelischen Untersuchungen haben sich bisher zumeist auf Soldaten gerichtet, die Befehle oder die Einsatzregeln nicht befolgten, haben es aber versäumt die entscheidende Frage dazu zu stellen, ob diese Befehle und Einsatzregeln selbst das Kriegsrecht verletzten“, sagte Stork. „Für diese Entscheidungen und diese Politik, sollten hochrangige militärische und politische Entscheidungsträger verantwortlich gemacht werden.“

HRW ist wieder einmal unaufrichtig.

Offenbar hat niemand bei HRW den ursprünglichen Bericht zur Untersuchung von Gegossenes Blei gelesen. In diesem Bericht gab es eingehende Darstellungen dazu, dass das Handeln der IDF mit dem internationalen Recht völlig übereinstimmt. HRW reagierte nie auf diesen Bericht; sie haben auf seine Argumente nie geantwortet und so weit ich weiß, auch nie darauf Bezug genommen.

Das überrascht nicht. HRW begründet einen Großteil seiner Kritik an Israel (und anderen Ländern) mit einer bizarren, beschränkten Interpretation des Rechts. Mit unglaublicher Anmaßung nimmt HRW von vornherein an, dass die eigenen Interpretationen sakrosankt und von Natur aus richtig sind. Wenn jedoch Israel seine eigene Interpretation veröffentlicht, die mit den Genfer Konventionen und anderen akzeptierten Quellen des üblichen internationalen Rechts überein stimmt, macht sich HRW nicht die Mühe mit juristischen Argumenten darauf zu antworten: Stattdessen ignoriert man sie und besteht man darauf, dass die eigenen Interpretationen die sind, denen die Welt folgen muss.

HRW betreibt massiv unrichtige Rechtsbelehrung, einen Taschenspielertrick, damit es seine eigenen Fehler in Sachen Recht nicht verteidigen muss. Und sie müssen das aus existenziellen Gründen tun, denn wenn gezeigt wird, dass HRWs Version des internationalen Rechts falsch ist, würde jeder einzelne von ihnen auf dieser Grundlage veröffentlichte Bericht neu bewertet werden müssen. Stattdessen geht HRW also in die Offensive und versäumt es, sich mit jeglicher substanzieller Kritik zu befassen. (Wie wir gesehen haben, hat HRW nicht die Fähigkeit sich selbst mit irgendeinem Grad an Objektivität unter die Lupe zu nehmen und reagiert auf Kritik auf eine Art und Weise, die nur als kindisch beschrieben werden kann.)

Inzwischen gehen Israels Untersuchungen weiter und verbrauchen buchstäblich tausende Mann-Stunden. Eine IDF-Quelle beschrieb mir das so:

Diese Untersuchungen sind gründlich und ein logistischer Albtraum. Die Ermittler reden mit jedem Betroffenen, vom Soldaten über die Feldkommandeure bis ganz oben die Befehlskette hinauf. Und fast alle der Vorfälle können unterschiedliche Zweige der Arme einbeziehen, die Nachbesprechungen auf jeder Ebene erfordern (d.h. Luftwaffe, Panzereinheiten, Bodentruppen wie Fallschirmjäger und dann auch das Kommando Süd und die Nachrichteneinheit usw.). So braucht es für jeden Vorfall, damit er ordnungsgemäßg untersucht wird, hunderte Stunden an Befragungen, Durchsicht von Material und Filmberichte, Vergleich mit zusätzlichen Informationen und mit Untersuchungen der Vergangenheit, die innerhalb der Einheiten selbst in Bezug auf die fraglichen Vorfälle durchgeführt wurden usw.

Ich habe bereits gezeigt, dass diese Untersuchungen unabhängig sind und die Leute, die sie durchführen, nicht der IDF-Infrastruktur Bericht erstatten – eben genau die Definition von Unabhängigkeit. Und wenn neue Beweise aufkommen, wie HRW das im Fall der Al-Bader-Mühle behauptet, rollen die Ermittler die Fälle neu auf.

Oder würde HRW es vorziehen, dass die IDF erneut in den Gazastreifen einfällt, um Kriminaltechnisches aus erster Hand zu bekommen?

Als Fußnote erwähnt HRW erneut die „Tatsache“, dass die Hamas-Polizei kein legitimes Ziel war. Ich habe gezeigt, dass mindestens 75% der getöteten Polizisten Mitglieder der Al-Qassam-Märtyrerbrigaden waren – der Organisation, die für eine Mehrzahl der Angriffe auf Israel verantwortlich ist. Ich habe gezeigt, dass die Al-Qassam-Brigaden wie auch die Hamas selbst nicht zwischen der Polizei und den Militanten unterscheiden. Selbst Goldstone zitiert, dass die Hamas-Polizei erwähnt, dass „Polizisten klare Order von der Führung erhielt, dem Feind entgegenzutreten, wenn der Gazatreifen überallen wird.“ (Dann verwirft er genau diese Äußerung.) Jeder kann deinen Blick auf die unglaubliche Seite von PTWatch werfen und aus erster Hand die ausführlichen Nachrufe sehen, die die Terrorgruppen schrieben, um den Polizisten und anderen „Zivilisten“ Denkmäler zu setzen, die während Gegossenes Blei getötet wurden, einschließlich der Details ihrer Terror-Karrieren und der Daten, zu denen sie der Terrorgruppe beitraten.

HRW behandelt weder diese Erkenntnisse, noch andere substanzielle Kritik an ihrer Logik und Methodik. HRW hat nicht die Fähigkeit für sich einzustehen oder einen objektiven Blick auf seine eigenen Behauptungen zu werfen. Es scheint so, dass HRWs Joe Stork sich ein wenig mit Projektion beschäftigt, wenn er der IDF etwas vorwirft, das viel besser auf ihn anwendbar ist.

Wochenend-Schaschlik

7. Februar 2010 at 22:56 | In kurz notiert | 3 Comments

Letzte Woche sah es mal so aus, als würden in Gaza die Lichter ausgehen, weil niemand für den Treibstoff des E-Werks zahlen wollte. Jetzt hatte die PA die Rechnung für eine Woche beglichen und das Problem war immer noch das gleiche. Dennoch hat Israel am Freitag wieder Treibstoff geliefert. Unklar ist, wer dafür zahlt.

Fehldiagnose: Eine Facebook-Gruppe wird von der australischen Polizei wegen Antisemitismus und dessen Verbreitung untersucht. Die herzallerliebsten Äußerungen von friedfertigen und toleranten Muslimen, hauptsächlich muslimischen Jugendlichen, veranlassten einen Menschen, der wohl als Korankenner durchgehen wird zu der Aussage über die „Fehlgeleiteten“ und ihre Gruppe: „Das zeigt, wie die neuen Medien jetzt den schockierendsten Antisemitismus unter Gruppen von Jugendlichen fördern, als ob Hass und Gewalt und krasse Ignoranz nur Teil ihres normalen Lebens seien.“ Oh, guter Mann, das hat weder etwas mit Facebook, noch mit den „neuen Medien“ zu tun, sondern mit dem, was diese Jugendlichen in ihren Moscheen gelehrt werden! Wenn etwas mit „krasser Ingoranz“ in Verbindung gebracht werden muss, dann nicht diese Jugendlichen, sondern Leute wie dieser Offizielle, der am Problem vorbei redet.

Russland reiht sich in die Reihen derer ein, die dem Iran in den Hintern kriechen und alle Konflikte auf die Lösung eines einzigen reduziert sehen wollen (jedenfalls, wenn man IRNA trauen kann). Außenminister Lawrow verkündete: „Wir können es uns nicht leisten, das iranische Atomprogramm isoliert anzugehen und zu ignorieren, was in dieser Region sonst geschieht, einschließlich zwischen Israel und den arabischen Staaten.“ Aha. Nun, denn, vergessen wir die Möglichkeit einer Lösung. Wer alles auf einmal lösen will, der hat das Rezept für ausschließliches Scheitern ausgegeben und will keine echte Lösung.

Kleines Rest-Aufbäumen? Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die türkischen Personalausweise als diskriminierend bewertet, weil darin die Religion vermerkt ist. Seit 2006 kann das Feld leer gelassen werden – was denen, die den Ausweis sehen, trotzdem sagt, dass diese Leute keine Muslime sind.

Die Bestrebungen zum Verbot der Burka in Frankreich haben gerade Munition geliefert bekommen: Ein Postamt und seine Kunden wurden ausgeraubt – die Täter trugen Burkas, unter denen sie die Waffen verbargen.

Die Jerusalem Post hatte zwei Anzeigen – eine von Fans des New Israel Fund, eine von Gegnern. Die erste fanden der NIF und seine Chefin Naomi Chazan prima; die zweite nahmen sie zum Anlass der Zeitung mit rechtlichen Schritten zu drohen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Frau Chazan alle zwei Wochen eine eigene Kolumne. Die hat sie jetzt nicht mehr. Die J’Post hat etwas dagegen, dass jemand die Meinungsfreiheit einschränken will. Solche Leute verlieren die „Zulassung“.

aro1 lobt „Preiselbären“ aus. Eine Auszeichnung in blutrot, giftgrün und kotbraun für herausragende Leistungen beim Israel-Verteufeln. Bisherige Preisträger: Richard Goldstone (Dez. 2009, knapp vor Amira Hass), Premierminister Erdogan (Januar 2010), Felicia Langer (Februar 2010, mit guten Chancen auf den Deutschland-Titel).

Dhimmitannien:
- Cherie Blair, Mädchenname Booth (damit dürfte klar sein, dass es die Ehefrau von Tony Blair und Schwester von Antiisrael-Hetzerin/Free Gaza-Terrorschifferin Lauren Booth ist) hat dafür gesorgt, dass ein Muslim dafür, dass er einem anderen aus nichtigem Grund den Kiefer brach, eine Bewährungsstrafe statt eine Haftstrafe bekommt. Grund: Er sei ein religiöser Mann. Hm, bekommen tiefgläubige Christen bei der Dame auch Rabatt?
- Die Briten verzeichnen die höchste Zahl an antisemitischen Vorfällen, seit die Zählung 1984 begann. Mensch, das Land muss aus lauter Rechtsextremisten bestehen. Oder könnte es doch etwas mit Vertretern einer gewissen Religion zu tun haben?
- Benny Morris, „Gründer“ der „neuen Historiker“ hätte früher keine Probleme gehabt. Aber da er jetzt zugegeben hat, auf einem Irrweg gewesen zu sein und wieder eine anständige Position einnimmt (Kritik gäbe es trotzdem noch genug), muss er damit rechnen verleumdet zu werden. Und so wurde in Cambridge eine Veranstaltung mit ihm abgesagt, weil der Veranstalter zu sehr unter Druck geriet; ein „Sprachrohr der Islamophobie“ darf an einer Universität einfach nicht zu hören sein. Und ein „Rassist“ schon gar nicht. (Muslimische Hetzer, die z.B. den Mord an acht Juden rechtfertigen, dürfen durchaus reden.) Beifall kommt natürlich aus den „richtigen“ Ecken – so u.a. von der antisemitisches Material verbreitenden Islamic Society.

Christenverfolgung:
- Eine pakistanische muslimische Anwaltsvereinigung hat jeden damit bedroht „lebendig verbrannt“ zu werden, der es wagen sollte, ein von einem Muslim ermordetes christliches Mädchen vor Gericht zu vertreten. Die Polizei verhindert darüber hinaus, dass Journalisten und die Verwandten des Opfers das Gerichtsgebäude betreten können.

Obama Watch:
- Geschmacklos: Er ist nicht einmal in der Lage den Namen der Frau zu nennen, aber er muss unbedingt damit prahlen, dass eine Krebstote in einem Obama-T-Shirt beerdigt wurde. Sehr taktvoll, Barack! Gibt es irgendetwas, wo es nicht um dich geht, wenn du losquasselst?
- Das ist dann sogar für die Obama-Fans etwas zu heftig – ihre Reaktion auf ihren Helden lässt Unbehagen spüren.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (1.-7.1.10)

7. Februar 2010 at 22:40 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a Comment
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Terroristen bei dem, was sie am besten können: Unschuldige ermorden (wollen). Hamas will Rache für die Tötung eines ihrer Gründer nehmen (letzten Sonntag schon berichtet). Also wollen sie Juden weltweit ermorden. Als hätten sie das noch nie gemacht. Und als wäre jeder Jude, der sich irgendwo auf der Welt aufhält, ein „Kämpfer“. Ach, ich vergaß: Jeder Jude ist ein Verbrecher und Terrorist, der beseitigt werden muss, damit also auch legitimes Ziel…

Der oberste geistliche Führer der PA, Scheik Taisar Tamimi, hat entschieden, dass Araber, die als Bauarbeiter an israelischen Gebäuden arbeiten, Verräter sind und ins Gefängnis gehören. Das gilt auch für Araber, die an archäologischen Ausgrabungen der israelischen Antikenbehörde beteiligt sind. Und natürlich für solche, die Geschäfte mit „Siedlern“ machen oder für solche arbeiten.

Laut Mahmud Abbas gibt es in den Medien der PA keine Hetze (16.12.09). Am 29. Januar wurde dann wohl nur Faktenwissen vermittelt: „Juden … die neuen Mongolen … Nationalsozialismus des 20. Jahrhunderts… Feinde der Menschheit… nicht einmal die Moscheen werden vor ihrem Rassismus verschont… sie denken nur darüber nach, wie sie Muslime ermorden können…“ und die Sache mit dem Baum und dem Stein, der den Muslim auffordert, den sich hinter ihm versteckenden Muslim zu töten, darf natürlich auch nicht fehlen.

Montag, 01.02.2010:
- 161 LKWs mit Gütern, dazu Treibstoff wurden in den Gazastreifen geliefert. Der Erez-Übergang ist offen.
- An Stränden bei Aschkelon wurden Sprengsätze gefunden und entschärft. Der Palästinensische Islamische Jihad sagt, man habe Fässer mit Sprengstoff über das Meer nach Israel treiben lassen.
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria sechs wegen Terroraktivitäten gesuchte Araber.
- Zwei israelische Araber wurden wegen der Planung von Terrorakten angeklagt.
- In Samaria wurde ein Brandsatz auf ein israelisches Fahrzeug geworfen.

Dienstag, 02.02.2010:
- 106 LKWs mit Gütern, dazu Treibstoff wurden in den Gazastreifen geliefert. Der Erez-Übergang ist offen.
- Eine aus dem Gazastreifen abgeschossene Rakete schlug in Israel ein; es wird kein substanzieller Schaden berichtet.
- Bei einem Araber, der nach Israel herein wollte, fand man eine Rohrbombe, zwei Granaten, ein großes Messer und Munition für M16-Gewehre.
- Bei Yitzhar beschädigten Steine werfende Araber ein israelisches Fahrzeug.
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 4 wegen Verdacht auf Terroraktivitäten gesuchte Araber.

Mittwoch, 03.02.2010:
- 148 LKWs mit Gütern, dazu Gas wurden in den Gazastreifen geliefert. Der Erez-Übergang ist offen.
- Eine aus dem Gazastreifen verschossene Qassam-Rakete schlug in offenem Gelände bei Sderot ein. (Das war seit Jahresbeginn die 20. aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossene Rakete.)
- Die Al-Qassam-Märtyrerbrigaden geben die Märtyrerung von Dujana Abdul Rahman bekannt, der bei einer „Jihad-Mission“ in Gaza Stadt getötet wurde. Das dürfte der 15. „Arbeitsunfall“ dieses noch jungen Jahres gewesen sein.
- Die Luftwaffe beschoss als Antwort auf die Sprengstoff-Fässer zwei Tunnel im südlichen Gazastreifen. Einer davon wurde nach Angaben der IDF für Waffenschmuggel, der andere für das Einsickern von Terroristen nach Israel genutzt.
- Soldaten verhafteten 12 wegen Terrorverdacht gesuchte Araber.
- Bei Karme Zur beschädigten Brandbomben werfende Araber ein israelisches Fahrzeug.

Ein Fatah-Vertreter schwor – dass seine Organisation weiter am bewaffneten Kampf festhält, der politische Prozess aber auch verfolgt wird. (Mit den Oslo-Verträgen hatten die „Palästinenser“ sich verpflichtet, alle Uneinigkeiten NICHT durch Gewalt zu lösen.)

Donnerstag, 04.02.2010:
- 148 LKWs mit Gütern, dazu Treibstoff wurden in den Gazastreifen geliefert.
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 22 wegen Terroraktivitäten gesuchte Araber.
- Bei der Verhaftung von Arabern fanden Soldaten handgebaute Waffen.
- In der Nähe eines Konvois des Roten Kreuzes im Gazastreifen explodierte ein Sprengsatz. Die Hamas reagierte vorhersagbar: Das muss ein israelischer Blindgänger gewesen sein.

Freitag, 05.02.2010:
- Bei Bil’in warfen etwa 70 „Demonstranten“ Steine auf Sicherheitskräfte.
- Nordwestlich von Ramallah warfen etwa 100 „Demonstranten“Steine auf Sicherheitskräfte.
- Bei Ni’lin warfen etwa 70 „Demonstranten“ Steine auf Sicherheitskräfte.

Sonntag, 07.02.2010:
- 77 LKWs mit Gütern, dazu Treibstoff wurden in den Gazastreifen geliefert. Der Erez-Übergang ist offen.
- Im Bereich von Nir-am schlug eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete ein, ohne Schaden anzurichten.
- Nordwestlich von Ramallah verletzten Araber einen Soldaten, als sie eine Patrouille mit Steinen bewarfen.
- Bei Karme Zur beschädigten Steine werfende Araber ein israelisches Fahrzeug; Soldaten suchen nach den Tätern.
- Bei Teqoa beschädigten Steine werfende Araber ein israelisches Fahrzeug; Soldaten durchsuchen die Gegend.

Die Al-Qassam-Brigaden als „militärischer Arm“ der Hamas brüsten sich seiner „Verteidigungs“-Antworten auf zionistische Aggressionen. Und sie behaupten natürlich, dass sie militärische Ziele beschießen: Sderot, Beer Sheva, Kiryat Gat und was weiß ich noch alles.

Eine der lächerlichsten Episoden der Farce der angeblichen Untersuchungen ihrer Handlungen während des Gazakriegs ist die Behauptung der Hamas, sie bedaure jeden Schaden, der israelische Zivilisten zugefügt worden ist. Elder of Ziyon weist völlig zu Recht darauf hin, dass die Terrortruppe sonst wenig Probleme hat zu zeigen, wer von ihr beschossen wird:

Zitate!

7. Februar 2010 at 21:43 | In Zitate | 1 Comment

Kritik an Vampiren lässt sich auch nicht auf das Blutsaugen beschränken und darüberhinaus mit Respekt vor der Vampirkultur verüben.
Bernd Zeller, Die Achse des Guten, 02.02.10 über die Kritik an den Islamkritikern (also die Kritik am Islam).

Ich verurteile Angriffe auf jegliche Zivilisten, aber zufälligerweise glaube ich, dass jeder israelische Zivilist ein zukünftiger Soldat ist.
Dr. Kamal al-Hilbawi, Vertreter der Muslimbruderschaft in England, im Gespräch mit einem liberalen Muslim, 17.10.2008, festgehalten von MEMRI TV. So erklärt sich dann auch, dass die Hams behauptet, sie habe nicht auf israelische Zivilisten geschossen. Mit derselben Argumentation könnte Israel den Strip platt machen, weil jeder palästinensische Zivilist ein zukünftiger Selbstmordbomber ist.

Hoffentlich wird Der Freitag im Jemen gelesen, wo die Islamgelehrten mit Dschihad drohen.
Bernd Zeller, Die Achse des Guten, 04.02.10 über die Aussage eines Koranübersetzers in der Wochenzeitung, im Koran würde der Begriff „Jihad“ an keiner Stelle mit Gewalthandlungen verbunden. Den Artikel und eine Entgegnung fasste er zum Beginn so zusammen:
„Jihad heißt sich abmühen?“ Ja klar. Und SS heißt Schutzstaffel.

Am 4. Februar vor zwanzig Jahren glückte dem Vorsitzenden der SED-PDS Gregor Gysi ein Coup, der Geschichte machen sollte. Er rettete die regierende Partei der DDR, indem er ihren Namen entsorgte. Aus SED – PDS wurde schlicht PDS.
Vera Lengsfeld, Cicero, 04.02.2010

Wie wäre es beispielsweise mit der Charta der Hamas? Darin wird Bezug auf die Protokolle der Weisen von Zion genommen und zum Mord an allen Juden aufgerufen. Ist das etwas anderes, als ein Plan zur Endlösung? Nur weil es an der Umsetzung noch hapert, macht es die Ziele nicht weniger verachtenswert. Obwohl es dieses erklärte Ziel gibt, würde niemand auf die Idee kommen, die Palästinenser als die neuen Nazis zu bezeichnen.
Gideon Böss, WELT debatte, 30.01.10 über die „Wahrnehmung“ der Parteien des Nahost-Konflikts.

Keiner, der die Konstruktion eines islamischen Feindbildes fürchtet, hat jemals Sympathie für Gewalttäter geäußert oder gar Bereitschaft zur vorauseilenden Unterwerfung unter die Scharia zu erkennen gegeben.
Jens Jessen, DIE ZEIT, 04.02.10. Dann müsste man jetzt eine Liste derer aufstellen, die „die Konstruktion eines islamischen Feindbildes fürchten“ und ihnen erklären, dass sie nicht die Konstruktion eines islamischen Feindbildes fürchten. Fragt sich dann aber, was sie fürchten.

Zunächst einmal ist es natürlich richtig, dass der Islam „neben dem Terror noch viele andere Gesichter hat“; Zwangsverheiratungen, Ehrenmorde, Steinigungen und Geschlechtsapartheid in etwa.
Mr. Moe, Zeitung für Schland, 05.02.10 über Argumente der Islamkritik-Kritiker.

Meines Wissens nach hat es in den 90er-Jahren nicht einen einzigen Anschlag gegeben, an dem die Hamas beteiligt gewesen wäre.
Prof. Udo Steinbach, Nahostexperte, Braunschweiger Zeitung, 02.02.10. Dann müsste er konsequenterweise aber doch die Hamas zumindest als Lügnertruppe bezeichnen, schließlich haben sie eine ganze Reihe von Anschlägen als von ihnen begangen in Anspruch genommen.

Manche… bestehen darauf, dass sie [die verurteilte Terroristin Aafia Siddiqui] sei „geisteskrank“. Leute sagen dasselbe über Major Nidal Hasan, den Schützen von Ft. Hood. Man sagt, er leide unter einem nicht existierenden Zustand: einem „vor-posttraumatischem Stress-Syndrom“.
Siddiqui hatte ständig gefordert, dass es keinen Juden erlaubt wird an ihrem Verfahren teilzunehmen. Sie wollte, dass die Juroren genetischen Tests durchlaufen, um zu beweisen, dass sie nicht jüdisch sind… Sie klingt für mich wie ein Anhäger Adolf Hitlers. Welchen Unterschied macht es, wenn wir zu dem Schluss kommen, dass Hitler und seine guten, deutschen Anhänger „geisteskrank“ waren? Selbst, wenn sie das gewesen sein sollten, war der Schaden, den sie sowohl durch Unterlassungen und Auftragshandeln anrichteten radikal böse und kriminell. Kalifat-Träume sind nichts anderes als Hitlers Traum eines tausendjährigen Reiches.

Phyllis Chesler, Pajamas Media, 04.02.10 [Kursivsetzung durch mich]

Nachdem wir (unter Benutzung von Lügen über ein Massaker) dafür verurteilt wurden, wie die IDF Jenin handhabte und nachdem wir den Golstone-Bericht dafür bekamen, dass wir versuchten zivile Opfer in Gaza zu vermeiden, sind viele Israelis überzeugt, dass wir verurteilt werden, egal, wie wir unsere Schlachten mit den „Palästinensern“ schlagen; daher sollten wir uns weniger um Kollateralschäden sorgen (ich würde niemals dazu schweigen und die IDF tut das einfach nicht) und mehr darüber den Job ordentlich zu erledigen.
IsarelMatzav, 04.02.10 in einem verleumderischen Bericht auf Russia Today.

Wann wird Ägypten vor Gericht gestellt?
Ulrich J. Becker, aro1, 06.02.10 in Sachen „Sperrwallbauer“

Zum Klimathema hat die Achse des Guten inzwischen eine nette Sammlung an Zitaten gebracht. Besonders gefällt mir im Moment:
Baruch de Spinoza: “Wenn die Fakten der Theorie widersprechen, dann müssen entweder die Theorie oder die Fakten geändert werden.”
Desweiteren zum Prozess gegen Geert Wilders:
Pat Condell: „Wenn die Wahrheit gesetzwidrig ist, dann stimmt mit dem Gesetz etwas nicht.“

Stoff für’s Hirn!

6. Februar 2010 at 23:16 | In Lesen! | 1 Comment

Ulrich Sahm hatte auf haGalil bereits Mitte Januar eine Antwort auf die ganzen Unsäglichkeiten des Wolfgang Benz gegeben, die sich gewaschen hat. Sahm nimmt Benz‘ „Argumente“ anhand geschichtlicher Fakten auseinander und zeigt auf, dass der Mann schlicht ahnungslos ist. Daher auch der Titel: Ein Hetzer ohne Ahnung.

Der selbstherrliche Geistesgroße Thomas Steinfeld hat den nächsten Feuilleton-Stuss von sich gegeben. Damit ist er so penetrant, dass Bernd Zeller sein Urteil dazu kurz und bündig zum Besten gibt.

Dr. Cora Stephan schreibt den Feuilletonisten im Allgemeinen und Thomas Steinfeld im Besonderen mal wieder etwas in ihr propagandistisches Hass-Stammbuch. Es ist schon frappierend, wie diese Leute ideologisch verfremden, was ihnen nicht in den Kram passt.

Einer der Sitzenbleiber des Bundestags haben zwei Pfarrer und eine Pfarrerin aus dem Ruhrgebiet eine Stellungnahme geschrieben, die lesenswert ist.

Taylorbob hat sich angesehen, wie Israel auf den Goldstone-Mist antwortet. Wie genau und kritisch die Aktionen der IDF von den eigenen Leuten untersucht werden, davon ist bei uns nichts zu hören oder lesen. Und wie wenig die Hamas und ihre Mordgenossen das eigene Tun kritisch betrachten, erst recht nicht.

Ein echter, wunderbarer Claudio!

Jetzt jubeln sie wieder alle, dass der Teheran-Adolf eingelenkt hätte. Zu dumm, um die dahinter stehende Taktik zu erkennen, obwohl sie seit Jahren angewandt wird. Ach ja, unsere versammelte Qualitätsjournaille ist wieder sehr glücklich. Sie lieben ihre Rolle als nützliche Idioten.
(Der Auftritt von Außenminister Mottaki änderte in der Politik die Wahrnehmung deutlich, aber selbst am Abend danach waren noch einige Medien – z.B. N24 – mit der Information dabei, Ahmadinedschad wolle einlenken.)

Eine der hässlichsten und perversesten Touristenattraktionen der Welt dürfte die „Kölner Klagemauer“ des pensionierten Lehrers Walter Herrmann sein (hier ein Bild während des täglichen Aufbaus aus dem Jahr 2007). Auf dem Blog Tapfer im Nirgendwo wird einmal analysiert, was diese Mauer bedeutet, vor allem im Vergleich mit „Islamophobie“.

Die gutmenschlich-linken alles-außer-rechts-Versteher haben früher davor gewarnt, den Kommunismus/real existierenden Sozialismus zu kritisieren. Heute warnen sie vor Kritik am Islam bzw. seinen Vertretern von der gewalttätigen Fraktion. Und das wahrscheinlich aus denselben Gründen, aus denen sie früher Kritik an „links“ nicht mochten, schreiben Maxeiner und Miersch.

Video: Religion of Peace – mit einer sehr berechtigten Frage: Nach allem, was diese Demonstranten dort zeigten und von sich gaben (und weiter geben) – wo ist das die Basis für ein friedliches Miteinander? Bei den Vorbildern, denen sie im Nahen Osten nacheifern – wo ist da die Grundlage für eine friedliche Lösung des Konflikts?

Knallchargen

6. Februar 2010 at 23:02 | In Geistesgrößen | Leave a Comment

Lamya Kaddor, Religionspädagogin, Islamwissenschaftlerin beim ZDF und der Uni Münster – sie bescheinigt Monika Maron, diese habe sich zum Thema Islam gefälligst nicht zu äußern. Weil sie „Schriftstellerin, 68 Jahre alt und kam kurz vor der Wende aus der DDR nach Westdeutschland“ gekommen ist, also mit dem Islam nichts zu tun hat. Na, wenn das mal keine einleuchtende Erklärung ist!
David Harnasch hat die Dame schon vor ein paar Jahren mal zwischen genommen, als sie in der „Kulturzeit“ (7.4.2008) ihren islamischen Religionsunterricht vorführte – die Kulturzeit-Redaktion bekam dabei auch ihr Fett weg.

Hillary Rodham-Clinton, US-Außenministerin – sie will sich mit den Taliban unterhalten, will moderate Taliban umwerben, aber das auf eine Weise, in der Frauenrechte nicht hintan stehen müssen. Und sie verspricht, dass sie keinesfalls mit den „wirklich schlimmen Typen“ reden wird. Allerdings hat sie (derzeit?) weder Mittel noch Wege, die „wirklich schlimmen Typen“ von den fantastischen „moderaten Taliban“ zu unterscheiden. Was nur dafür sorgen wird, dass „die wirklich schlimmen Typen“ mehr Macht bekommen…

Christine Buchholz, MdB, DIE LINKE – sie war am Ende von Präsiden Peres‘ Rede nicht aufgestanden, weil: die Unterstellungen des Präsidenten zum Iran unerträglich sind, der Iran nicht gefährlich, sondern eine zweitrangige Regionalmacht ist, der Präsident nur ideologisch aufrüstet für eine neue Runde von Kriegen im Nahen Osten. Mit anderen Worten: Der Iran ist harmlos, aber Israel will Krieg. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Geistesgröße! Ich würde sagen, wer Henryk Broders Überschrift „Die Sitzenbleiber den Nation“ nicht nur als Nichtentlastung des Hinterns interpretieren, sondern eher schulisch, der hat auch da voll getroffen. (Ach ja, der israelische Präsident ist für sie „Peres“, kein Vorname, kein Titel – das merke ich mir für den nächsten, der sich bei mir beschwert, ich würde jemanden nicht artig genug benennen…)
Broder hat dann noch ein wenig über die Dame recherchiert.

Der Anwalt von „Lady Al-Qaeda“, Aafia Siddiqui, hat einen Ausfall seiner Mandantin bei der Urteilsverkündung „richtig gestellt“. Die Terroristin meinte noch im Saal: „Dieses Urteil kommt aus Israel, nicht aus Amerika. Und dorthin gehört die Wut. Ich kann das bezeugen und ich habe Beweise.“ Die Bewertung durch den Anwalt: „Ich glaube nicht, dass sie sagt, sie wolle, dass jedermann Israel angreift.“ Und die HJ war nur ein Pfadfinder-Club.

Jens Jessen, DIE ZEIT – Verallgemeinerungen dürfen Islamkritiker nicht üben, deren Kritiker aber sehr wohl. Islam-Gewalt ist immer und überall provoziert (und damit quasi schon gerechtfertigt und wenn nicht das, dann zumindest „selbst schuld“). Und überhaupt untergräbt Islamkritik die Freiheiten des Westens (keinesfalls aber die islamischen Herrenmenschen, die sich hier auf Teufel komm raus durchsetzen wollen). Den Rest, ausführlicher als hier, bei der Zeitung für Schland. Vor allem zu den Fehlschlüssen des Jens Jessen, der in seiner Kritik an der Islamkritik Behauptung aufstellt, die außer böswilligen Unterstellungen nichts zu bieten haben. (Inzwischen ist der Jessen-Text bei der ZEIT online.)
Muss man noch erklären, dass Jessen der Feuilleton-Chef der ZEIT ist?

Richard C. Schneider, ARD – der hat oft gute und wichtige Berichte aus Israel geschickt und war z.B. im „Hanukka-Krieg“ 2008/09 einer der ganz wenigen, die nicht so einseitigen Müll verbreitete. Aber immer wieder bricht auch bei ihm mal was durch, das von Ahnungslosigkeit und Vorurteilen kündet, die man bei ihm nicht erwartet. Und so reagierte er schon überempfindlich, als es eine Frage nach Klärung zu den Inhalten einer Dokumentation gab, deren Ankündigung in der ARD Ahnungen aufkommen ließ. Nachdem der Film jetzt lief, lässt sich sagen: Schneider pflegt seine Vorurteile und verzapft Unwissen. Jedenfalls wenn es um religiöse Juden in Israel geht.

Demonstrieren tun die Dummen, die Intelligenten leisten ‘Widerstand’

6. Februar 2010 at 11:49 | In Geistesgrößen | 10 Comments
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Prof. Dr. Udo Steinbach ist deutscher Islamwissenschaftler und leitete von 1976 bis 2007 das Deutsche Orient-Institut und hat in die Welt gesetzt, dass man den Aufstand der Juden des Warschauer Ghettos 1943 als Terrorismus bezeichnen könne. Dieser promovierte Intelligenzbolzen widerspricht Wissenschaftlichkeit und Ehrenhaftigkeit fast mit jeder Äußerung, die er zum Nahen Osten von sich gibt. So auch in diesem Interview mit der Braunschweiger Zeitung.

Interviewt wurde Steinbach von drei Personen, von denen sich zwei lediglich als Stichwortgeber verstanden und ihre Meinung unterfüttert haben wollten. Lediglich Stefan Göpke hatte ein paar kritische Fragen, deren Beantwortung dann Bände sprechen und eine Diskussion zugelassen hätten, wäre eine solche möglich gewesen. Aber es war ein Interview, auch wenn es im ersten Absatz heißt, die vier hätten diskutiert.

Die Zweistaaten-Lösung scheitert an Israel

Die Überschrift sagt alles, was es zu Steinbach eigentlich zu sagen gibt. Er hat den einzig Schuldigen ausgemacht. Alles andere erübrigt sich. Allerdings sind die übrigen Unwesentlichkeiten entlarvend. Eingeleitet wird der akademische Wirrdenker so:

Der Nahost-Konflikt ist ein Thema, das wie kaum ein anderes die Gemüter erhitzt. Professor Steinbach und die drei Gäste bezogen Position und diskutierten mit großem Engagement. Steinbach bevorzugt Klartext: Er hält die israelische Politik für falsch und gefährlich. Seine Aussagen provozieren. Er hält dem entgegen, dass Kritik an Israel nicht, wie dies in Deutschland oft geschehe, mit Antisemitismus gleichgesetzt werden dürfe.

„Diskutierten“ ist lächerlich. Zwei Stichwortgeber diskutieren nicht, der dritte stellt zwar kritische Fragen, aber Diskussion ist etwas grundsätzlich anderes. Göpke kann den Tiraden aber auch nicht wirklich etwas entgegensetzen – es war schließlich ein Interview, keine Diskussion.

Klartext? Was ist daran „Klartext“, dass Steinbach nicht Ross und Reiter benennt, wenn er z.B. von Geld spricht „wo immer es herkommt“? Das ist kein Klartext, das ist Bedienung von Ressentiments. „Klartext“ findet sich bei ihm immer nur dann, wenn er Israel Schuld zuschiebt.

Marion Krüger: Ägypten will auf der Sinai-Seite den Gazastreifen mit einer Stahlmauer, die bis zu 30 Meter in die Tiefe reicht, abriegeln. Wie bewerten Sie dieses Vorgehen?

Im Gazastreifen gibt es ein humanitäres Problem von ungeheuren Ausmaßen. Dass die internationale Gemeinschaft, die Araber und insbesondere der ägyptische Präsident Hosni Mubarak sich hergeben für eine Politik des Embargos, der Sanktionen und der Erniedrigung der Palästinenser finde ich empörend und unbegreiflich. Dadurch werden die Spannungen noch größer – das sollte auch Israel sehen.

Hm, wie genau definiert sich für Steinbach „humanitäres Problem“? Wie üblich in Diktaturen und bei Terror-Regimen haben sie Waffen ohne Ende, genug Material für Propaganda (Poster, Medien,…) und keinerlei Probleme zu morden, wen auch immer – Juden, Fatah-Mitglieder, Christen usw. Was ebenfalls nicht zu knapp ist: Lebensmittel. Das verkünden deren eigene Medien ohne Ende samt Fotos, aber Herr Steinbach glaubt ihnen anscheinend nicht. (Es stimmt, dass ein großer Teil der Araber im Gazastreifen von der UNRWA versorgt werden – aber leiden sie deshalb? Nö!) Kranke könnten nach Israel reisen und sich dort behandeln lassen, aber die Hamas lässt sie nicht oder nur sehr zögernd raus. Muss Israels Schuld sein, vermute ich mal.

Den Umgang der „arabischen Brüder“ mit den „Palästinensern“ finde ich auch empörend – aber nicht unbegreiflich. Im Gegensatz zu Hern Steinbach behaupte ich nicht, die Motive der Araber nicht zu kennen. Im Fall Ägyptens allerdings gibt es etwas, das mich an Steinbach stört; denn die Ägypter haben 80 Jahre Erfahrung mit den Muslimbrüdern und diese acht Jahrzehnte Erfahrung sind nicht gerade positiv. Die Ägypter – d.h. das Regime – will sich nicht auch die Hamas noch antun.

Die Verbindung, die Steinbach hier zieht, ist allerdings wieder hanebüchen: Israel sollte einsehen, dass die Ägypter keine Mauer bauen und die „Politik der Embargos, der Sanktionen und der Erniedrigung“ aufgeben sollte? Also macht er Israel zum Schuldigen für ägyptisches Handeln; Araber können nicht auf eigene Initiative handeln, sie folgen dem jüdischen Weltverschwörer?

Krüger: Ich habe in Ägypten sehr viel Armut gesehen und frage mich: Wie kann das Land ein solches Projekt finanzieren? Da müssen doch auch andere dahinterstecken?

Ganz gewiss! In Ägypten gibt es eine relative Freiheit der Presse und der Meinungsäußerung. Wer sich mit dem Geld, wo immer es herkommt, an der Einschnürung Palästinas beteiligt, dem wird früher oder später die Rechnung präsentiert.

„Geld, wo immer es herkommt“? Hallo? Woher hat Ägypten Auslands-Gelder? Aus den USA. Aha, daher kommt das Geld. Warum sagt er das nicht offen, der Mann, der „Klartext bevorzugt“? Ach ja, ist nicht nötig, diesen Code versteht hier jeder. Und klar ist, dass Terroristen und Mörderbanden – oh, es sind ja keine! – schlicht keine Grenzen erfahren dürfen, sie könnten ja böse werden! Und bekommt demjenigen nicht gut, der sich an der Bekämpfung beteiligt. Auf diese Weise haben wir Adolfs Krieg zugelassen. Das war ein Fehler. Also machen wir ihn weiter, irgendwann müsste das doch mal funktionieren. Dass und wie oft es bis dahin schief geht – geschenkt. Wichtig ist, dass es einmal ein positives Ergebnis geben muss, muss, muss! Damit diese Friedenshetzer zeigen können, dass sie recht haben. Wie oft das Gegenteil bewiesen ist, spielt keine Rolle.

Krüger: Was bedeutet dieser Mauerbau langfristig?

Das wird die Glaubwürdigkeit der internationalen Gemeinschaft weiter schwächen. Wir haben der arabischen Welt ohnehin nicht mehr viel zu sagen. Wo sind denn unsere Werte Humanität, Menschenrechte und Demokratie? Mir kann keiner erzählen, dass Israel eine wirkliche Demokratie ist, wenn man dort Palästinenser zu Tausenden wegsteckt.

Wenn wir ohnehin nicht mehr viel zu sagen haben – glaubt der Herr Steinbach wirklich, dass eine Beseitigung des Schutzwalls gegen die Hamas-Terroristen auf „Anweisung“ des Westens unser Ansehen bei den Arabern verbessern würde?

„Palästinenser zu Tausenden weggesteckt“? Äh, wo? Ach ja, im Gazastreifen. Nur, dass die nicht „weggesteckt“ sind, denn Israel hat sie ja nicht dorthin transferiert. Sie sind auch nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit verbannt, ganz im Gegenteil. Und wenn die Terroristen nicht so mordlustig wären, sähe alles auch anders aus, wie man an der „Westbank“ sehen kann, wo Israel auch nicht besser angesehen ist als in Gaza. Doch Ursache und Wirkung interessieren den studierten Schlaumeier offenbar nicht.

Krüger: Ich höre immer “Israel”. Inwieweit sind wir Europäer und die USA in das Geschehen involviert?

Ah, endlich mal nicht nur Israel. Aber statt sich mal darum zu kümmern, welche Rolle die Araber beim Problem Nahost spielen, wird natürlich wieder der Westen bemüht. Wie gesagt: Stichwortgeber.

Dass die Israelis, platt gesagt, ihre Spielchen spielen, kann ich noch nachvollziehen. Aber dass Deutschland, die EU und die USA bei diesen Grausamkeiten mitmachen, dafür werden wir zahlen müssen. Der nächste Krieg kommt bestimmt, und er wird schlimmer sein als die beiden vorangegangenen 2006 im Libanon und 2008/09 im Gazastreifen.

Ah, die Israelis spielen Spielchen. Was ist mit den PalArabern und ihren „Brüdern“? Nein, das geht nicht, die können keine „Spielchen spielen“, die haben einfach nur die Möglichkeit sich mit „Widerstand“ zu „wehren“. Wogegen? Gegen ein judenreines „Palästina“!

Und dass Deutschland, die EU und die USA dabei mitmachen, kann er nicht verstehen. Nein, die unterstützen den Verbrecherstaat Israel bedingungslos und tun nichts für die armen Opfer der Zionisten. Keine Milliarden an Finanzhilfen, keine „Kritik“ an Israel, keine Ausbildung und Bewaffnung pal-arabischer „Polizei“, nichts! So strickt man sich ein Nahost-Bild, das der Weltanschauung angepasst ist. Mit der Realität, mit Fakten, der Lage vor Ort hat es allerdings nichts zu tun.

Krüger: Stichwort Siedlungspolitik. US-Präsident Barack Obama hat die Israelis aufgefordert, ihre Politik zu ändern. Es hat sich aber nicht viel bewegt, oder?

„Stichwort“ – genau das ist es. Für weitere Tiraden. Anders kann Krüger sich offenbar nicht begreifen.

Allein die Tatsache, dass Obama die Israelis damit konfrontiert hat, ist ein Politikum, das hat sie schockiert.

Nein, das hat sie nicht schockiert. Jedenfalls die nicht, die den Superpräsi vorher schon beobachteten. Was schockierend war, ist die Brutalität der Einseitigkeit und Unverfrorenheit, mit der der Bückling bei den Saudis und anderen Tyrannen dienerte, Israel aber offensichtlich nicht als souveränen Staat betrachtet und ein Thema ins Zentrum stellte, das nichts mit der Lösung des Konflikts zu tun hat.

Für Obama steht die Frage der Gesundheitsreform obenan, er kann nicht alles auf einmal anpacken. Die Gegner der Gesundheitsreform, also vor allem die Republikaner, und, in der Außenpolitik, die Israel-Lobby, das ist schon eine gewaltige Front.

Ja, die Israel-Lobby, die darf nicht fehlen. Und bei Obama hat sie ja auch soooo viel zu sagen. Fehlt nur noch, dass er J Street zum Teil dieser Lobby erklärt. Wenn einer da nichts zu sagen hat, dann israeltreue Juden. Dafür wurde doch J Street erfunden, von Soros und Islamisten finanziert und von Obama zum einzigen Judentum-Gesprächspartner gemacht. Die „gewaltige Front“ existiert vielleicht in der Einbildung des großen Experten – aber eine Bildung muss der Akademiker ja haben, nicht wahr?

Aber Obama hat einen riesigen Stein ins Wasser geworfen. Von Scheitern zu sprechen, wäre zu früh.

Und was macht dieser Stein? Der wird maximal einen Tsunami verursachen, der Israel hinwegschwemmen soll, aber keinesfalls für Frieden sorgt.

Naser Al-Natsheh: Der Begriff Siedlung verdeckt, dass es um Kolonisierung geht. Die Siedlungen entstehen auf besetztem Gebiet. Gibt es überhaupt noch Chancen für Frieden?

Ganz wichtig: Schrauben wir die Begrifflichkeiten emotional immer noch etwas höher. Man könnte das auch Eskalation nennen. Aber Eskalation betreibt niemand außer Israel. Deshalb kann man ja auch so schön auf die Juden Zionisten eindreschen.

Jeden Tag nehmen die Chancen für eine Zwei-Staaten-Lösung ab. Wenn es jetzt nicht zu einem Siedlungsstopp im Westjordanland kommt, sollten wir über die Alternative nachdenken: die Ein-Staat-Lösung. Was meine Skepsis noch erhöht, ist die Tatsache, dass der israelische Premier Netanjahu zwar einen auf 10 Monate befristeten Siedlungsstopp angekündigt hatte, aber in Jerusalem wird unvermindert weitergebaut. Das ist absolut völkerrechtswidrig. Und es markiert einen entscheidenden Punkt: Die Zwei-Staaten-Lösung ist nur tragfähig, wenn Ostjerusalem zur Disposition steht für die Palästinenser.

Die von Obama eingeführte Überhöhung der „Siedlungsfrage“ hat sich endgültig durchgesetzt. Sollte sie sich – wie andere auch schon – als nicht mehr nützlich, überholt oder einfach sinnlos erweisen, findet man bestimmt schnell Ersatz. Im Gazastreifen war es ja auch so: Kaum war Israel abgezogen, muss die „Blockade“ den Dreschflegel machen – ohne dass die Terroristen für irgendetwas zur Rechenschaft gezogen werden, im Gegenteil.

Steinbach beruft sich auf Völkerrecht – und hat doch keine Ahnung davon. Abgesehen davon: Welche Forderungen hat er je an die PalAraber gestellt? Wieso soll das permanent angegriffene und terrorisierte Israel immer derjenige sein, tatsächliche Zugeständnisse macht, die Terroristen aber nie? Warum sollen es immer die Terroristen sein, die aus der Vergangenheit lernen und Konsequenzen ziehen dürfen (wenn auch nur für die Arbeit an der Vernichtung Israels), während Israel auf alles verzichten muss, was es sich – eigentlich auch noch unabsichtlich – erarbeitet hat? Warum soll Israel riskieren, dass die Zustände von 1948 bis 1967 wieder einkehren? Alle Erfahrungen mit den Terroristen lassen das nicht zu. Aber ein solches Zugeständnis an Israel würde das Weltbild des Herrn Steinbach nicht aushalten.

Krüger: Ich sehe die Palästinenser bei der Ein-Staat-Lösung allerdings deutlich benachteiligt…

Ja klar, egal, welche „Lösung“ es gibt, die PalAraber sind immer die Dummen und Benachteiligten. Anders geht es nicht. Das Schema muss passen und es muss der nächste Grund her Israel Ohrfeigen zu verpassen.

Über eine solche Lösung wird verhandelt werden müssen, sie kann kein Diktat sein. Ich bin überzeugt, dass die Palästinenser sich von der Zwei-Staaten-Lösung verabschieden, weil sie in der Ein-Staat-Lösung die größere Chance sehen, irgendwann eine Mehrheit zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

Oh, auf einmal? Wie soll denn darüber verhandelt werden, wenn von vorneherein festgelegt wird, was zu kommen hat? Worüber soll Israel noch verhandeln, wenn vorher schon festgelegt wird, was es alles zu erfüllen und abzugeben hat, ohne dass die PalAraber auch nur eine Hand anfangen zu rühren? Kein Diktat? Mal sehen, wann er sich da selbst widerspricht!

Natsheh: Von den rund elf Millionen Palästinensern lebt mehr als die Hälfte im Exil, zumeist unter miserablen Bedingungen in Lagern im Libanon, in Jordanien oder Syrien. Muss es nicht ein Rückkehrrecht geben?

Die Frage ist wirklich herrlich: Wie könnte man dafür sorgen, dass diese miserablen Bedingungen nicht mehr bestehen? Ach so, das steht ja nicht zur Debatte! Die arabischen Brüder kann man nicht dazu verpflichten, dass sie etwas tun, das den perpetuierten Flüchtlingen, von denen wahrscheinlich inzwischen an die 90% „Palästina“ noch nie gesehen haben, gut tut. Das kann nur Israel, indem es die „Flüchtlinge“ aufnimmt.

Wenn es zur Ein-Staat-Lösung kommt, gelten bestimmte Regeln für alle oder keinen. Das heißt: Die jüdische Seite muss von der Idee Palästinas als Heimstätte aller Juden Abstand nehmen, die Palästinenser können nicht in unbegrenzten Zahlen zurückkehren; sie müssen in den Ländern, in denen sie leben, den Status gleichberechtigter Bürger erhalten.

Dass Steinbach in diese Kerbe schlägt, ist nur selbstverständlich. Israel muss tun, was zu seiner Vernichtung beiträgt, sonst ist es kein guter Jude. Ihm fällt allerdings auch nicht auf, dass in dem Moment, wo die „Palästinenser“ nicht „in unbegrenzten Zahlen zurückkehren“ sollen, von deren Seite die ganze Sache abgeblasen wird. Und dass die Araber da auch nicht mitmachen. Wo lebt dieser Mann? Er fantasiert sich Lösungen zurecht, die nicht umsetzbar sind, weil ein entscheidender Teil der Konfliktbeteiligten sich grundsätzlich dagegen sperrt – und zwar nicht Israel!

Natsheh: Das halte ich nicht für fair gegenüber den Palästinensern.

Wie schon gesagt: Es finden sich immer Haare in der Suppe, die als „Ungerechtigkeiten“ gegen die „Palästinenser“ definiert werden. Was Israel zugemutet wird – geschenkt, das zählt nicht. Fairness darf es nur für Araber geben, damit Israel endlich von der Landkarte verschwinden kann.

Die historische Dimension macht die Problematik unendlich kompliziert. Wir sollten uns bescheiden und mit den Tatsachen beschäftigen, wie wir sie vorfinden.

Tatsachen? Ja, die Tatsachen, wie sie sich gegen Israel verwenden lassen. Tatsache ist, dass sich diese „Lösung“ ganz prima als Salamitaktik weiter verwirklichen lässt. Natasheh geht es nicht weit genug, aber Steinbach sagt ihm im Prinzip: Da musst du jetzt durch. Du kannst nicht alles auf einmal haben. Bescheide dich und warte ab, später geht das immer noch.

Natsheh: Wie bewerten Sie, dass Deutschland U-Boote, die Nuklear-Waffen abfeuern können, an Israel liefert?

Was hat das mit dem Problem zu tun, dass der arabisch-israelische Konflikt nicht gelöst ist? Ach ja, alles hat damit zu tun und Israel darf keine Waffen bekommen! Die schießen ständig mit Atomwaffen auf alles mögliche, besonders auf die Menschen im Gazastreifen und der „Westbank“. Und Ägypten, Syrien und Jordanien sind auch schon ganz verstrahlt davon…

Das ist unerträglich und widerspricht der Maxime, keine Waffen in Spannungsgebiete zu exportieren. Das ist auch nicht mit unserem Interesse an der Sicherheit Israels zu rechtfertigen.

Natürlich. Was auch sonst. Aber US-Waffen neuester Generationen (Flugzeuge, Flugabwehr-Systeme, Kriegsschiffe) an Ägypten, VAE und andere zu liefern, Eurofighter an die Saudis usw., MiGs an den Libanon etc. ist keine Lieferung von Waffen in Spannungsgebiete? Wie kommt es, dass diese „Diskussion“ (das ist ein Monolog!) immer nur dann geführt wird, wenn Israel Waffen bekommen soll? Wo ist die „Diskussion“ darüber, dass aus Deutschland jede Menge Technologie an Konfliktparteien (vor allem auch Iran!) geliefert wird, die nicht direkt militärisch erscheint, aber die Feinde Israels in die Lage versetzt, ihren Krieg gegen den jüdischen Staat zu intensivieren, die eigenen Bevölkerung zu unterdrücken und die Menschenrechte derart mit Füßen zu treten, dass wir uns angeekelt abwenden müssten?
(Ach ja: Mit der Sicherheit Israels ist nie etwas zu rechtfertigen; das ist eine Schimäre, die abgeschafft gehört.)

Natsheh: Mehr als 10 000 Palästinenser befinden sich in israelischen Gefängnissen, auf palästinensischer Seite geht es um einen einzigen gefangenen Soldaten: Gilad Schalit. Dennoch wird nur über diesen Fall berichtet. Was sind die Gründe?

Diese Frage ist derart dumm, dass man sich fragt, wen er damit verarschen will. Aber die Masche funktioniert. Über Gilad Shalit redet eigentlich niemand außer (echte) Israelfreunde, während die pal-arabischen Verbrecher als politische Häftlinge diskutiert werden.

Weil wir einer Illusion unterliegen, der wir uns gerade anlässlich des 60. Geburtstages Israels hingegeben haben, derzufolge dieses Land die einzige Demokratie im Nahen Osten ist. Das ist es nicht, aber diese Realität blenden wir aus. Unabhängig davon würde ich die Hamas auffordern, Schalit umgehend freizulassen.

Es wäre interessant zu lesen, dass er hier vielleicht meint, es gebe mehr Demokratien im Nahen Osten. Abgesehen, dass man von „funktionierenden Demokratien“ reden müsste – wie definiert Herr Steinbach in diesem Zusammenhang „Demokratie“?

Interessant auch, dass er Israel mit dieser Aussage mal wieder abwatscht, denn es muss davon ausgegangen werden, dass er Israel nicht als Demokratie ansieht – aber der Hamas sagt er nur schnell: „Lasst Shalit frei.“ Ohne irgendetwas Kritisches über sie von sich zu geben. Das passt auch wieder ins Bild: Der einzige Schuldige im Nahen Osten ist Israel.

Natsheh: Glauben Sie, dass das Palästina-Problem ein Herd für viele andere Konflikte und auch Anschläge darstellt?

Das durfte jetzt natürlich nicht fehlen. Israel ist nicht nur an den Problemen im eigenen Land und bei den PalArabern schuld, nein, das ist zu wenig.

Ganz gewiss. Die doppelten Standards, die die internationale Gemeinschaft anwendet, werden von intelligenten Leuten durchschaut. Das macht sie zornig. Die “Straße” geht auf die Straße, die Intelligenten suchen nach einer Strategie des Widerstands – und das ist der Terror.

Und Steinbach hat wieder sein Stichwort bekommen, diesmal für die dümmlichste Erklärung von Terrorismus, die mir bisher begegnet ist: Wer blöde ist, geht demonstrieren, wer intelligent ist, leistet „Widerstand“. Der Mann redet davon, dass doppelte Standards zugunsten Israels angewandt werden und zeigt nur, wie sehr er das gegen Israel tut. Wo sonst in der Welt wird Terror als „intelligent“ und (friedliches) Demonstrieren als „dumm“ dargestellt? Für alle anderen Auseinandersetzungen sind doch unsere Friedenshetzer sofort auf dem Plan, wenn gewalttätig gehandelt wird: Saddam durfte nicht beseitigt werden, die Mullahs und ihre Atombombe muss man tot schwätzen, die Taliban „einbinden“, Kim Yong-Il hofieren usw. Nur im Fall Israels, da ist Gewalt zulässig, wenn nicht unumgänglich!

Stefan Göpke: Sind Sie der Meinung, dass Hamas und Hisbollah zu recht als Terrororganisation eingestuft werden?

Ich bin definitiv nicht der Ansicht, dass es sich bei Hamas um eine Terrororganisation handelt.

Wie bitte? Leute, die Terror ausüben, sind Terroristen. Organisationen, die Terror organisieren und ausüben, sind Terror-Organisationen. Was uns Steinbach hier erneut in aller Deutlichkeit vermittelt ist: Judenmord ist kein Terrorismus! Wer in Israel mordet, weil er Araber ist und „Widertand“ leistet, ist kein Terrorist. Hatte er nicht eben erst von „doppelten Standards“ geredet?

Göpke: Und Hisbollah?

Das ist eine andere Sache. Jetzt reden wir über Hamas. Die Israelis haben Hamas über Jahre als Gegenpol zur Fatah und PLO Jassir Arafats unterstützt. Meines Wissens nach hat es in den 90er Jahren nicht einen einzigen Anschlag gegeben, an dem die Hamas beteiligt gewesen wäre. Dann, nach 2000, als alle Felle davongeschwommen waren, sind Elemente in der Hamas, nicht die Hamas, dazu übergegangen, dem Trend zu folgen und den Islam auch militant auszulegen. Der Islamismus hat Konjunktur, wir dürfen das nicht als islamisches Problem sehen.

Schnell ausweichen – Hisbollah könnte ihm angekreidet werden. Nein, reden wir über die, wo wir Israel zwischen die Beine treten.

Ah, nur die Israelis haben Hamas als Gegenpol unterstützt? Und deshalb ist jetzt gerechtfertigt, was die Hamas tut?
Fakt ist, dass die Hamas von Anfang an nur ein Ziel vertrat und propagierte: Israel vernichten. Mancher hat gerne gesehen, dass die Hamas zum Konkurrenten der PLO wurde, denn damit konnte die PLO unter Zugzwang gesetzt werden. (Was allerdings nun auch wieder ein Fehlschluss war, damals aber nicht unbedingt absehbar. Weiteres zur vermeintlichen Unterstützung bei tw_24.)

Die blödsinnige Behauptung über die 90-er Jahre hat Claudio Casula reichlich mit Beispielen widerlegt. Wie ein „Nahost-Experte“ zu solchen Aussagen kommt, ist eigentlich unverständlich und nur damit zu erklären, dass er sich die Welt so strickt, wie er sie sehen will und Fakten und die Realität dem nicht in die Quere kommen dürfen. Es kennzeichnet allerdings promovierte Experten wie Steinbach, dass sie in solchen Fällen Wissenschaftlichkeit, Redlichkeit und Fakten beiseite schieben und dafür Denkstrukturen verwenden, die jedem Normalbürger für die Einweisung in die Klapse gereichen würde. Aber weil einer mit Doktortitel so etwas von sich gibt, ist das dann „wissenschaftlich“ und richtig! So wie bei der Sache mit der Hamas und den Elementen der Hamas. Die Charta der Terrororganisation hat nichts mit dem Terror zu tun, die Durchtränkung der gesamten Organisation mit Hass, Antisemitismus und der Forderung nach Vernichtung der Juden ist nicht Grundprinzip, da kann in der Charta stehen, was will, da kann in den Moscheen gepredigt werden, was will, da können die Hamas-Medien indoktrinieren, wie sie wollen. Niemals ist das ein Problem des Islam. (Sind die Kreuzzüge kein Problem des Christentums?)

Göpke: Lenkt die Fokussierung auf die vermeintliche humanitäre Katastrophe im Gazastreifen nicht davon ab, dass Hamas und Hisbollah die Vernichtung Israels postuliert haben und nicht friedensfähig sind?

Die Palästinenser sind am Friedensprozess interessiert, nur müssen sie auch beteiligt werden. Ein Beispiel ist der israelische Rückzug aus dem Gazastreifen, wo man die Chance verpasst hat, Palästinenserpräsident Abbas einzubinden und aus dem Rückzug den Beginn eines israelisch-palästinensischen Verhandlungsprozesses zu machen.

Klar, die Umfragen zeigen in der Regel, dass der Terror gegen Israel zu zwei Dritteln bis drei Vierteln unterstützt wird. Das ist Interesse am Friedensprozess und – wie es einmal von einer Journalisten-Kanaille formuliert wurde – „ein Hilfeschrei nach Frieden“. Und was heißt eigentlich „Interesse am Friedensprozess“? Dass er für die PalAraber ein weiterer (Zwischen-) Schritt auf dem Weg zur Beseitigung des „jüdischen Gebildes“ darstellen könnte, ist dem Promovierten mit Sicherheit zu hoch.

Ja, auch der Fehlschlag im Gazastreifen ist der Fehler Israels. Wie könnte es anders sein? Wie könnte Israel nicht dafür verantwortlich sein, dass die Terroristen nur am Terror interessiert sind und nicht daran, für das eigene Volk eine Lebensgrundlage zu schaffen, einen lebensfähigen Staat aufzubauen und den öffentlichen Dienst zu organisieren? Keiner hatte Zeit, da etwas zu unternehmen, es erfolgte alles ohne Vorankündigung und die „Palästinenser“ müssen wie die Vollidioten überall versorgt werden, können nichts alleine und Israel muss das erledigen!

Göpke: Warum gibt es auf palästinensischer Seite nicht die Forderung an die eigene Adresse: sofortiger Gewaltverzicht?

Wenn der Staat Israel ständig Gewalt ausübt…

Wer ist Schuld? Der Jude ist Schuld! Eine andere Erklärung kann und darf es nicht geben. Verantwortliches Handeln seitens der Palästinenser ist naturgegeben nicht möglich. (Könnte es sein, dass hier eine rassistische Grundhaltung gegenüber den Arabern Platz greift? Die können nicht anders, alles muss für sie erledigt werden, alleine sind sie nicht in der Lage irgendetwas zu tun.)

Göpke: Gandhi, Beispiel Gandhi!

Und jedes Jahr 2500 Siedlungseinheiten mehr, 10 000 Leute in Gefängnissen, Schikanen an Durchlass-Punkten. Wir müssen über Gewalt sprechen, auf beiden Seiten.

Warum redet dieser Geistesgroß dann immer nur über die Gewalt, die er Israel anlastet? Was hat das mit den Gefängnisinsassen zu tun, die allesamt ein Gerichtsverfahren hinter sich haben (manche auch noch vor sich). Hat es in Indien keine Gefängnisse gegeben? Haben die Engländer in Indien nichts gebaut, sondern sind im luftleeren Raum herumgeschwebt?

Göpke: Meine Frage bezieht sich explizit auf palästinensische Gewalt. Warum kann man nicht dem Beispiel Gandhis folgen? Da wurde, egal was die Engländer unternahmen, ohne Gewalt geantwortet.

Weil Gandhi wusste, dass England ein zivilisiertes Volk ist, das Gewaltfreiheit versteht. Diejenigen, die weiter siedeln, sind nicht zivilisiert.

Jetzt haben wir es: Israel ist kein zivilisiertes Volk, die Briten aber wohl. Nun, die Briten haben ganz zivilisiert Millionen von Menschen getötet, um ihr Empire aufzubauen und zu erhalten. Die Briten haben ganz zivilisiert den Arabern beim Judenmord zugesehen und den Juden ihre Heimat nicht zustehen wollen, in einigen Fällen sogar weggenommen (s. Hebron 1929). Die Briten haben ganz zivilisiert arabische Armeen aufgebaut und versorgt, die für nichts anderes dienten als die Vertreibung und Ermordung von Juden. Und selbst Gandhi hat Jahrzehnte gebraucht, bis diese zivilisierten Briten abzogen (und war das wirklich nur Gandhis Verdienst?) Die Terroristen haben noch nicht einmal angefangen, haben nicht den Ansatz eines Versuchs gemacht wie Gandhi zu handeln.

Wenn man sich dieses Interview ansieht, dann kann man zum Professor Dr. noch einen Schluss ziehen:

Steinbach vertritt eine „Lösung“, die weit über Apartheid hinausgeht. Unter dem Apartheids-System gab es intern getrennte „Lebensräume“ für unterschiedlich „farbige“ „Rassen“. Aber alles noch innerhalb eines Landes und mit einigen fürchterlichen Enklaven, „Bantustans“, für schwarze Afrikaner (mit denen eigentlich nur gezeigt werden sollte, dass die Neger nicht in der Lage sind sich vernünftig zu organisieren und ein lebensfähiges Staatswesen aufzubauen).
Was Steinbach befürwortet: Alle Juden raus, nicht einmal Bantustans für sie. Ist doch nett, nicht wahr? Und alles im Namen der „Gerechtigkeit“. Hochanständig und moralisch völlig überlegen.

Stefan Göpke hat übrigens Folgendes geschrieben (per E-Mail):
Endlich (nach 3 Wochen) ist das Leserinterview mit dem GRÖNAZ Steinbach erschienen. Leider sind meine Fragen nicht vollständig wiedergegeben worden, so dass ich von einem provokanten Frager fast zum Stichwortgeber gewandelt wurde.
Hier seine Fragen, wie sie gestellt wurden:

Ihrem Gastgeber in Braunschweig Dr. Tarmassi verdanken wir die vor mehreren Hundert Zuhörern geäußerte Erkenntnis, dass die Hamas keine Terrororganisation sei.
Auch seien vorsätzlich auf Zivilisten zielende Bombenattentate und Raketenbeschuss eine legitime Art des Widerstands, also kein Terror. Die zivilisierte Welt ordnet beide als Terrororganisationen ein.
[“Die Hamas ist eine kämpfende Truppe, die sich in gewisser Weise zur Wehr setzt” (U.S. bei Plasberg, 12’08)]
Sind Sie der Meinung, dass die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah zu Unrecht als solche bezeichnet werden? (Mit der Bitte um klare Zustimmung oder Negierung vor einem Statement, dass die Situation sehr komplex wäre.)

Gerne wird verschwiegen, dass Israel allein im Jahr 2009 nach dem Ende der Operation „Gegossenes Blei“
über 650.000 Tonnen humanitäre Hilfe und über 100 Millionen Liter Hochleistungsdieselkraftstoff
in den Gaza-Streifen geliefert hat.
Lenkt die Fokussierung auf eine vermeintliche „humanitäre Katastrophe“ und vermeintliche Verbrechen des Staates Israel nicht von dem eigentlichen Problem der ab?   Das Problem ist doch, dass die Hamas und Hisbollah, die in ihren Grundstatuten die Vernichtung Israels postuliert haben, nicht ansatzweise friedensfähig sind und das auch gar nicht sein wollen (von den „Volkswiderstandskomitees“ und dem Islamischen Djihad ganz zu schweigen). Selbst Ägypten verstärkt seine Grenze zum Gaza-Streifen. Von Israel wird jedoch eine Öffnung der Grenze gefordert.
Wäre denn die einfache Forderung an die Palästinenser auf Gewaltverzicht eine so große Zumutung?
Wo bleiben palästinensische Friedenspolitiker, die ein Ende der Gewalt von Hamas und Hisbollah (und auch der Fatah) einfordern?

Mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert, beklagen viele selbsternannte „Israelkritiker“ eine vermeintliche „Antisemitismuskeule“, wahlweise „Auschwitzkeule“, mit der Kritiker angeblich mundtot gemacht werden sollen.
Um auch Hinweise für einen modernen Antisemitismus finden zu können, hat der russische Dissident
Nathan Scharansky die 3D-Kriterien formuliert.
Mit diesen Kriterien kann der Antisemitismus nicht nur im rechten, sondern auch im islamistischen und im linken Lager entlarvet werden.
Die Kriterien lauten Dämonisierung, Delegitimierung und Anwendung von Doppelstandards.
Stimmen Sie Scharanskys Methodik zu?

Das Spektrum der sog. „Israelkritiker“ reicht von „Friedensbewegten“  bis zu Gewalt verherrlichenden, Juden hassenden Antisemiten, die eine Vernichtung Israels begrüßen würden. Also die „Pace“-Fahne neben Hisbollah-Banner und Hamas-Banner, begleitet von den Rufen „Tod Israel“, wie nicht nur in Braunschweig geschehen.
Haben Sie eine Erklärung dafür, dass dieser Schulterschluss kein Problem für vermeintliche Gewaltgegner darstellt?

Schaschlik

5. Februar 2010 at 22:01 | In kurz notiert | Leave a Comment

Sie haben gefunden, womit die Juden Arafat ermordeten: Iim! Das ist eine Substanz, die farblos, kaum zu riechen und in Essen oder ein Getränk des Rais gegeben wurde. Jetzt fehlt den Irren nur noch der Beweis, dass es das Zeug tatsächlich gibt, wie es wirkt und was es genau sein soll!

Der nächste Schlag gegen die Technik ist – erwartungsgemäß – in Vorbereitung: Die Jihadisten planen Anschläge mit Bomben im Körperinneren. Aber Profiling? Kommt ja nicht in Frage!

Doublespeak aus Teheran: „Die Islamische Revolution öffnete der Freiheit der menschlichen Rasse ein Fenster, die in den Sackgassen des Materialismus gefangen war“, sagte Ahmadinedschad am Sonntag während eines Kabinetttreffens. Das ist wie mit den Sowjets, die redeten auch immer von Frieden, Freiheit und Demokratie und praktizierten genau das Gegenteil. Für den Mullah-Iran gilt das Gleiche. Die „Freiheit“ besteht in Vorschriften, die alle Freiheiten einschränken; die andere Meinungen mit Folter bis Mord beantworten; die die gesamte Umgebung bedrohen. Frau Amirpur, bitte weisen Sie Übersetzungsfehler nach…

Wenn die Free Gaza-Idioten demnächst wieder rumschippern sollten und es dabei zu einer Explosion auf dem Meer kommen sollte, werde sie vermutlich Israel deswegen beschuldigen. Allerdings dürfte das dann andere Probleme haben, weil die Terroristen Fässer mit Sprengstoff ins Mittelmeer kippen, von denen sie hoffen, dass sie nach Israel treiben und Juden umbringen – aber eben nur hoffen, weil sie die Fässer nicht steuern können. Theoretisch können diese auch sonstwohin treiben.

Soll man’s glauben? Die Gazaner glauben nicht, dass sie von den Tunneln profitieren!

Auch hier wieder falsch verstandener Islam: Im Kaschmir wird offen verkündet, dass die Frage des Kaschmir nicht durch Dialog gelöst werden kann. Einzige Alternative: Jihad. Kann allerdings nicht der innere Kampf darum sein, ein besserer Mensch zu werden.

Oh, ein böser, böser Gedanke: Wenn die Inder Kaschmir verlassen, die Israelis – nun, Israel, die USA/NATO/Europäer den Irak und Afghanistan, wird dann der Friede ausbrechen und kein Muslim mehr Krieg führen wollen? Keinen Krieg mehr in den „befreiten“ Territorien, sicher – jedenfalls nicht gegen die „Kreuzfahrer“, die sind ja nicht mehr dort. Aber sie sind ja immer noch existent. Der Jihad – der mit der Waffe in der Hand und Massenmord als Mittel – wird dann an anderer Stelle weitergeführt. So kann man gerne sagen, dass in Afghanistan der Kampf aufhört; oder im Kaschmir; oder in „Palästina“. Dort ja, er wird aber nur verlagert.

Die Spin-Maschinerie ist wieder voll aktiv: Zwei israelische Offiziere wurden gerügt und die Qualitätsmedien berichten, damit sie klar, dass a) das wegen des Einsatzes von weißem Phosphor gewesen sei und b) Israel damit den illegalen Einsatz von weißem Phosphor zugibt. Das Problem: Die beiden Offiziere hatten entgegen Befehlen (Rauchgranaten verschießen, was auch Phosphorgranaten hätten sein können) Artilleriegranaten verschießen lassen und damit das Leben Unschuldiger unnötig gefährdet, allerdings waren zum Glück keine Schäden entstanden. Ursache bzw. Quelle für die Fehlberichterstattung scheint Ha’aretz zu sein, das den Regierungsbericht völlig entstellt.

Gleich und gleich gesellt sich gern – und so bekommt Sahra Wagenknecht von links außen heißes Lob von und hat (neue?) Freunde rechts außen.

Der Betreiber der Kölner „Klagemauer“ hat sich eine Strafanzeige eingehandelt. Er hat es offensichtlich dann doch einmal zu weit getrieben, selbst für die Stadt Köln.

Dhimmitannien:
- Die britische Polizei hat mal wieder festgestellt, dass in (einigen) britischen muslimischen Schulen Kindern der Hass auf Nichtmuslime und die Favorisierung des Jihad-Krieges beigebracht wird. Wen’s wundert, der dürfte etwas realitätsentrückt sein. Für die Kuschel-Fanatiker sind das wieder nur Ausnahmen, Islam-Missverstehen, die ihre Religion nicht kennen.

Christenverfolgung:
- Al-Qaeda offers to aid Nigerian Muslims in their persecution of Christians
- Indonesia: Muslim mob burns to churches, pastor’s home
- Muslims invite Christians to debate, then have them arrested
- Ägypten: Innenministerium rechtfertigt jüngste Morde an Christen
- „Wir werden dir zeigen, wie Islam geht“ (Christen in Ägypten)

Ein drusisches Knesset-Mitglied äußerte sich zu Christen im Nahen Osten und sagte, wenn es Israel nicht gäbe, gäbe es keine Kirchen im Nahen Osten; als Beleg führte er an, wie die Christen in Bethlehem und Nazareth von ihren muslimischen Nachbarn behandelt werden. Er fügte hinzu, dass das Interesse der Kirche dahin gehen sollte, dass Israel die Kontrolle hat.

Obama Watch:
- Da hat einer sehr genau zugehört: In einem siebenminütigen Ausschnitt von Obamas State of the Union-Rede hat Breitbard TV 16 Lügen gezählt.
- Obama predigt Wasser – aber ER trinkt Wein und das nicht zu knapp!
- Das könnte man schizophren nennen, aber auch anders: Erst erzählt Obama den Amerikanern, den Bundeshaushalt wieder ins Lot zu bekommen und deshalb finanzielle Kürzungen vorzunehmen (der Gürtel muss enger geschnallt werden – nur nicht der des Superpräsi) und dann – legt er einen Haushaltsentwurf vor, der den Staatsschulden mal eben 100 Milliarden weitere Dollar Schulden aufbürdet!
Eine makabere Karikatur macht deutlich, wie Obama arbeitet:


Treffen der Anonymen Geldverschwender:
„Mein Name ist Barack und George W. Bush ist eine Geldverschwender.“

Analyse: Israel und die Diaspora-Juden als Prügelknaben

4. Februar 2010 at 22:29 | In Europa+Nahost, die Welt+Nahost | Leave a Comment
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Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 25. Januar 2010

Das Ergebnis des am Sonntag veröffentlichten Berichts der Jewish Agency, der zeigt, dass der globale Antisemitismus außer Kontrolle gerät, erinnert an den denkwürdigen Satz aus dem Film Casablanca, als Polizei-Hauptmann Renault verkündet, Rick‘s Café müsse wegen illegaler Aktivitäten geschlossen werden. „Ich bin schockiert, schockiert, entdecken zu müssen, dass hier Glücksspiel betrieben wird!“, sagt Renault, während ihm die Erträge seiner Glücksspiel-Gewinne ausgehändigt werden.

Zwar sind einige Beobachter des Judenhasses in Westeuropa nicht von der größten Welle des Antisemitismus seit der Hitler-Bewegung geschockt, aber viele europäische Regierungen, politische Entscheidungsträger und Akademiker wie Renault jedoch tendieren dazu Schock vorzutäuschen oder könnten einfach nicht verstehen, dass der Hass gegen Israel allgegenwärtigste Form des zeitgenössischen Antisemitismus ist.

Wie der Bericht des Jewish Agency und die Studie der Universität Bielefeld für das Jahr 2009 dokumentieren, gibt es keinen Mangel an feindseligen, antiisraelischen Taten und Haltungen innerhalb europäischer Staaten wie Schweden, Deutschland, Norwegen, Großbritannien, Frankreich, Polen, Italien, Spanien und Griechenland. Die starke Allianz zwischen der populistischen, linksextremen venezolanischen Regierung des Hugo Chavez und der Islamischen Republik Iran hat die Schleusentore des Antisemitismus in Lateinamerika geöffnet.

Der sich verstärkende Antisemitismus könnte zu einer wachsenden Aliyah-Rate beitragen. Nach Angaben der Jewish Agency gab es 2009 im Vergleich mit 2008 einen Anstieg der Aliyah von 17 Prozent. Die Aliyah aus ganz Europa stieg von 2.402 auf einen Höchststand von 2.600; das südamerikanische Judentum zeigte einen Einwanderungsanstieg von 1.078 auf 1.230.

Letzten Dezember, als er auf dem dritten jährlichen Global Forum for Combating Anti-Semitism in Jerusalem sprach, sagte Dr. Daniel Pipes voraus, dass ein „Exodus“ der Diaspora-Juden in Europa stattfinden könnte, weil die europäischen Juden sich tödlichem Antisemitismus ausgesetzt sehen. Nach Pipes könnte Migration „den Exodus der Juden aus muslimischen Ländern nach dem Zweiten Weltkrieg wiederholen, wo die jüdische Bevölkerung von rund einer Million im Jahre 1948 auf heute 60.000 zusammengefallen ist“.

Die Studie der Jewish Agency zeigt die offensichtlichen Verbindungen zwischen den Diaspora-Juden und Israel auf. Während der rassistische Antisemitismus der Nazis weitgehend in Vergessenheit abgedriftet ist, versagen die europäischen Staaten darin zu sehen, dass der neue Ausbruch sich darum dreht, aus Israel und die Diaspora-Juden einen Prügelknaben zu machen. Wie die Studie hervorhebt, ist ein auf breiter Basis stehendes Bündnis linker und islamischer Organisationen mit einem Einverständnis gekoppelt, das Angriffe auf Juden und Israelis als ein gerechtfertigtes Nebenprodukt der israelisch-palästinensischen Situation zuschreibt.

Ein aufschlussreiches Beispiel war die Vermählung der deutschen Linken mit muslimischen Organisationen während der Operation Gegossenes Blei. Während mehr als 100.000 Deutsch an antiisraelischen Aufzügen teilnahmen, auf denen Hetze zu Mord an Juden und Israelis skandiert wurde, entfernte die Polizei israelische Flaggen, weil diese die antiisraelischen Demonstranten „provozierten“. Ein junger Student wurde in der Industriestadt Bochum verhaftet und mit einer Geldbuße belegt, weil er auf einer pro-israelischen Kundgebung eine israelische Flagge schwenkte. [Anmerkung: Ich glaube, hier verwechselt Weinthal etwas; es handelte sich um eine antiisraelische Kundgebung und der Student stand mit seiner Flagge am Wegrand.] Das deutsche Parlament ignorierte die Explosion des Antisemitismus und eröffnete keine Untersuchung der massiven Feste des Hasses gegen Israel.

Große europäische Gewerkschaften wie der Irish Trade Union Congress und der British Trade Union Congress haben Bemühungen angeführt Israel mit Nazideutschland gleich zu setzen und sponsern Wirtschafts- und Kultur-Boykotte gegen den jüdischen Staat. Ein Bericht der Iris Trade Union aus dem Jahr 2008 zieht Parallelen zwischen Israels Anstrengungen den Waffenschmuggel in den Gazastreifen zu unterbinden und der Schaffung des Warschauer Ghettos durch die Nazis.

England und Deutschland haben zwar Kommissionen gebildet, die Antisemitismus beobachten sollen, doch ein Kommissions-Mitglied in Deutschland drängte darauf sich auf rechtsextremen Antisemitismus zu konzentrieren, statt auf die dominante Form des Judenhasses – islamischen und linken Antisemitismus.

Dasselbe gilt für das Publikum von Präsident Shimon Peres im deutschen Parlament. Er soll am Mittwoch, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, vor dem deutschen Parlament sprechen, zu dessen Mitgliedern viele aus der Linkspartei gehören, die an pro-Hamas- und pro-Hisbollah-Demonstrationen teilnahmen, wo Forderungen nach Israels Vernichtung befürwortet wurden. Elf Abgeordnete der Linkspartei stimmten gegen eine parlamentarische Resolution, die Gegnerschaft dem jüdischen Staat mit Antisemitismus gleich setzt.

Die mehr als 100 Mitglieder der deutsch-israelischen Parlamentsgruppe aus der Bandbreite der sechs größten Parteien (Grüne, Christdemokraten, Sozialdemokraten, Christlich-Soziale Union, Freie Demokraten und Linke) werden auch die Rede von Peres anhören. Diese Abgeordneten sollen zwar die Sicherheit Israels fördern, aber sie haben weder eine Vorlage initiiert, die den Gläubigerschutz für Firmen verbietet, die im Iran aktiv sind, noch Gesetze vorgelegt, die anstregen die florierenden deutsch-iranischen Handelsbeziehungen zu beschneiden. Der Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentsgruppe, Jerzy Montag von den Grünen, hat Probleme damit zu begreifen, dass Antizionismus das Gleiche ist wie Antisemitismus.

Israels Entscheidung eine interministerielle Task Force zu bilden, die den globalen Antisemitismus bekämpft, wird wenig dazu beitragen den internationalen Antisemitismus einzudämmen. Beobachter in Europa vermerken, dass die Mainstream-Ansichten der Europäer den Antisemitismus als jüdisches Problem betrachten, das von den Juden behoben werden sollte, statt getrieben als Problem von Nichtjuden, die auch für die Heilmethode verantwortlich sind. Das hilft die beunruhigenden Statistiken aus dem Bericht der Universität Bielefeld und der Jewish Agency zu erklären, die die Schuld auf die Juden zurückwerfen.

Die Ergebnisse der Studie der Jewish Agency offenbaren eine wuchernde antiisraelische Atmosphäre in Europa und Südamerika, die wahrscheinlich neue Steigerungen der Aliyah-Raten in Gang setzen wird. Doch die europäischen politischen Entscheidungsträger, Akademiker und Politiker sollten nicht zum Ausdruck bringen, sie seien „geschockt, geschockt“, wenn sie entdecken, dass Juden einmal mehr aus Europa fliehen, um Zuflucht im jüdischen Staat zu finden.

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