Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.10.2014)

19. Oktober 2014 um 21:23 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 19.10.2014:

Aktuelle Verleumdungen durch die PA-Medien:
– Israel vergiftet palästinensische Wasserbrunnen
– Juden benutzen das Blut palästinensischer Kinder zum Backen von Matzen
– „Die Protokolle der Weisen von Zion“ sind ein authentisches Buch.

Und warum sollte man das bezweifeln? Die Hamas gibt an, dass sie schon wieder kräftig dabei ist ihre Tunnel nach Israel zu buddeln.

Sonntag, 19.10.2014:

Aktuelle Verleumdungen durch die PA-Medien:
– Israel vergiftet palästinensische Wasserbrunnen
– Juden benutzen das Blut palästinensischer Kinder zum Backen von Matzen
– „Die Protokolle der Weisen von Zion“ sind ein authentisches Buch.

Und warum sollte man das bezweifeln? Die Hamas gibt an, dass sie schon wieder kräftig dabei ist ihre Tunnel nach Israel zu buddeln.

Montag, 20.10.2014:

Die PA lehrt ihre Kinder und Jugend via Fernsehen: Haifa, Jaffa, Akko. Das ist unser besetztes Land, das Land von 1948, das Israel 1948 besetzte… So Allah will werden es eines Tages zu uns zurückkehren und nicht unter Herrschaft der Besatzung sein.

Hamas prahlt weiter, dass sie schon dabei ist ihre Tunnel wieder zu bauen. Die Welt ignoriert es…

Heckmeck:
– Ein offizieller Hamas-Vertreter in Ägypten sagt, dass die indirekten Gespräche mit Israel in einer Woche beginnen werden.

Abgelehnte und genehmigte Terroristen

21. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Terrorismus | Hinterlasse einen Kommentar
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abgelehnte+genehmeTerroristen

Empörungsikonen erfinden, Flammen des Krieges anfachen

21. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Nahost | 1 Kommentar
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Dexter Van Zile, The Times of Israel (blogs), 16. Oktober 2014

Die Anti-Israel-Hode ergötzt sich derzeit am Foto eines Juden, der sich in der Altstadt Jerusalems schlecht benimmt. Das von der Agentur Andalou, einer türkischen Nachrichtenorganisation, verkaufte Foto ist von Max Blumenthal und Hunderten anderer getweetet worden und zeigt einen wütenden orthodoxen Juden, der einen unschuldig dreiblickende arabische Frau anschreit. Sie sieht gedemütigt und verängstigt aus.

Der Mann wirkt wütend und Angst einflößend aus.

Da Foto ist Hunderte Male retweetet worden; es trägt die irreführende Beschreibung „israelische religiöse Fanatiker halten Palästinenser vom Gebet in der Al-Aqsa-Moschee in #Jerusalem ab…“

Es gibt da nur ein Problem. Wie die Blogger Elder of Ziyon und Israellycool aufgezeigt haben, hält die angebrüllte Frau ein hebräischsprachiges Gebetbuch in der Hand. Videos der Konfrontation offenbaren, dass sie dem Mann das Buch aus der Hand nahm, bevor das Foto aufgenommen wurde.

Sie griff das Gebetsbuch des orthodoxen Juden aus seiner Hand und er reagierte mit Wut. Beobachter könnten argumentieren, dass er auf diese Provokation überreagierte; doch die Tatsache bleibt, dass die Frau eine aggressive und provokative Handlung beging. Das war keine „Mikro-Aggression“.

Es war nicht der israelische Jude, der die Rechte der Frau zu beten störte, wie Max Blumenthal und andere auf Twitter angaben. Es war anders herum. Sie legte sich mit jemandem an, der zu beten versuchte und provozierte gewollt eine wütende Reaktion, die von einem nahe dabei stehenden Fotografen einer türkischen Nachrichtenagentur aufgenommen wurde.

Als Ergebnis der erfolgreichen Provokation der Frau, des zeitlich gut ausgelösten Klicks des Fotografen und einer unehrlichen Bildbeschreibung zum Foto sind tausende Menschen – von denen viele Israel bereits hassen – einem Bild und einer Darstellung ausgesetzt worden, die israelische Juden als unfähig friedlich mit palästinensischen Muslimen im Land zu leben darstellen.

Das Bild bestätigt, was viele Menschen bereits über Juden und ihren Staat glauben – dass sie eine nicht zu ertragende Präsenz im Nahen Osten sind.

Das ist ein Lehrbuchbeispiel dessen, was Nidra Poller ein „tödliche Schilderung“ nennt – eine Geschichte, die mit der Absicht erzählt wird zu Gewalt gegen eine bestimmte Gruppe Menschen zu anzuspornen.

Die Art und Weise, wie das Foto der Agentur Andalou manipuliert wurde, um die tödliche Schilderung zu unterstützen, wirft etwas Größeres auf – die Bereitschaft so genannter Friedens- und Menschenrechtsaktivisten im fortgesetzten kognitiven Krieg gegen Israel zu helfen, der von Islamisten und Jihadisten rund um die Welt geführt wird. Was Blumenthal und die anderen auf Twitter machten, war das Untergraben der Idee eines jüdischen Staats durch Werbung für das, was David D. Perlmutter eine „Ikone der Empörung“ nennt.

Es gibt eine komplette Industrie, die sich der Schaffung solcher Ikonen widmet. Ein Teil dieser Industrie besteht aus sogenannten Friedensaktivisten aus den USA und Europa. Sie gehen in die Westbank und den Gazastreifen auf der Suche nach Bildern von sich schlecht benehmenden Juden. Und wenn sie dann diese Bilder bekommen, versenden sie sie im Internet mit der offenkundigen Absicht Israel zu dämonisieren.

Ich erlebte dies selbst an einem Samstagnachmittag im März diesen Jahres. Ich ging mit einer Gruppe von mehr als 100 Juden, von denen viele vor kurzem Aliyah aus Frankreich gemacht hatten, durch die Altstadt von Hebron; dort steigt die antisemitische Gewalt. Als sie durch die Altstadt gingen, wurden sie von den örtlichen Einwohnern gestichelt und drangsaliert, die wegen ihrer Anwesenheit empört waren. Es war ein angespannter Nachmittag.

Wir wurden von einer Mischung aus Soldaten und Grenzpolizisten durch die Altstadt begleitet; das war Teil einer Kampagne das Recht der Juden auf freie Bewegung in ihrem historischen Heimatland geltend zu machen. Vielleicht werden die Juden eines Tages, wenn die Muslime im Nahen Osten gelernt haben den anderen in ihrer Mitte zu akzeptieren, in der Lage sein sich in Hebron frei, ohne Armee-Eskorte zu bewegen. Aber nicht an diesem Tag und nicht heute, zum Teil Dank der so genannten Friedensaktivisten vor Ort.

Diesen Juden folgte ein Kontingent Europäer und Nordamerikaner einer Reihe unterschiedlicher Gruppen, darunter die Temporary International Presence in Hebron (TIPH), Christian Peacemaker Teams (CPT) und das Ecumenical Accompaniment Program in Palestine-Israel, eine vom Ökumenischen Rat der Kirchen geschaffene Organisation. Und natürlich gab es örtliche Palästinenser, die von B’Tselem angeheuert wurden, um die Konfrontation zu dokumentieren.

Statt darauf hinzuwirken die Spannungen zu entschärfen, indem sie die erwähnten Araber und Juden dazu ermutigten den Versuch zu unternehmen friedlich auf einander zu reagieren, konzentrierten die Aktivisten der erwähnten Gruppen ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf Juden, in der Hoffnung sie zu fotografieren, während sie etwas Schlechtes tun.

Die israelischen Gästeführer wiesen die ihnen Anvertrauten an auf jegliche Provokationen nicht zu reagieren und die sogenannten Friedensmacher zu ignorieren, aber immer wieder einmal machte ein französischer Jude eine obszöne Geste zu einer Kamera. Das wurde von den sogenannten Friedensmachern und Menschenrechtsaktivisten pflichtbewusst aufgenommen.

Das läuft in Hebron jedes Wochenende. Und an dem Wochenende, an dem ich dort war, bekam jemand von B’Tselem – einer antiisraelischen Menschenrechtsgruppe – die Bilder, die er suchte, als eine Gruppe französischer Juden ihm gegenüber eine obszöne Geste machte.

Wenn diese Bilder im Internet gepostet werden, werden die sie Ansehenden nichts von der Gewalt erfahren, die sie aus ihrem Geburtsland Frankreich nach Israel trieb. Es wird nur Bilder wütender Juden geben, die der Kamera den Finger zeigen.

Kein Kontext, absolut nichts.

Nur ein paar wenige Stunden nach der Tour twitterten Mitarbeiter des örtlichen Christian Peacemaker-Teams ein Foto zweier lächelnder, junger, süßer arabischer Jungen. Der das Foto begleitende Text erklärte, ein „Siedler“ habe sie bespuckt.

Auf dem Foto deutet aber nichts darauf hin, dass diese Jungen von irgendjemandem bespuckt wurden. Vielleicht fand das statt, vielleicht auch nicht. Jedenfalls lieferten die CPT-ler in Hebron keinerlei Beleg, dass das stattfand. Trotzdem werden die Meisten als Evangelium akzeptieren, was die CPT-ler sagen.

Diese Aktivisten waren nicht dort, um die Wogen zu glätten. Sie waren nicht in Hebron, um für einen modus vivendi zwischen Juden und Arabern zu werben. Sie waren dort, um die Spannungen zu verstärken, die bereits hoch sind; und falls bzw. wenn die Juden etwas Schlechtes machten, dann waren sie dort, um es aufzuzeichnen. Das Ziel dieser Aktivisten besteht darin Bilder zu bekommen, die genutzt werden können, um Israels Legitimität zu untergraben.

Aber es steckt mehr dahinter. Sie nutzen diese Bilder auch, um Spenden zu sammeln und ihre Institutionen in den Vereinigten Staaten und Europa zu unterstützen.

Das ist eine moralisch verwerfliche Praxis, aber eine, die nur allzu effektiv ist.

Was Kinder lehren?

20. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Kindern-Frieden-beibringen

Kann Israel Europa je vertrauen? (Teil 3/3)

20. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa+Islam, Europa+Nahost, Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Dan Vittorio Segre (Teil 1, Teil 2)

Dies ist der dritte Teil eines Interviews, das in Manfred Gerstenfelds Buch „Israel‘s New Future“ 1994 veröffentlicht wurde. Das Buch wurde 2014 von RVP Press unter dem Titel „Israel’s New Future – Revisited“ überarbeitet neu aufgelegt.

Prof. Dan V. Segre

Prof. Dan V. Segre

Fragt man Segre, wohin dies alles führt, antwortet er: „Ein altes jüdisches Sprichwort sagt: Seit der Tempel zerstört wurde, sind Prophezeiungen kleine Kindern und Narren vorbehalten. Ich bin kein kleines Kind und ich will nicht wie ein Narr aussehen. Ich kann nichts prophezeien. Ich kann nur auf Trends hinweisen, die sich bewahrheiten oder auch nicht.“

Er identifiziert drei wichtige Trends. Der erste ist ein geografischer. Israel ist der einzige moderne Staat auf dem halben Weg zwischen Washington und Peking. Das hat viele Folgen und schafft eine Vielzahl an Chancen. „Bis vor kurzem ein neuer Satellit gestartet wurde, lieferte eine Fernsehsatelliten-Farm in Herzliya überall auf der Welt die Aufzeichnungen zentralasiatischer Sender“, sagt er. „Nach den politischen Veränderungen in Osteuropa hat sich für Israel eine neue Art Seidenstraße nach Indien und China geöffnet.“

Ein paradoxes Ergebnis des arabischen Boykotts ist gewesen, dass Tokio und Mexiko Stadt näher an Tel Aviv liegen als Damaskus oder Kairo, jedenfalls in Begriffen der Wirtschaft. Er vermerkt, dass der Boykott Israel Milliarden Dollar gekostet hat, es aber auch zwang seine Produktion zu diversifizieren und Märkte mit starker Konkurrenz zu betreten, während arabische Ökonomien in der Hauptsache entweder landwirtschaftlich oder vom Öl beherrscht geblieben sind.

Heute, sagte er, ergänzen sich die Wirtschaften Israels und der arabischen Länder nicht. Eine mögliche nützliche Folge der Vereinbarungen zwischen Israel und der PLO könnte es sein den aktuellen Fluss an Handel, Arbeitskräften und Technologie zwischen Israel und den arabischen Ländern zu erhöhen. Wenn auch ein gemeinsamer Markt im Nahen Osten nicht schon morgen aufkommen dürfte, sagt Segre, könnte der Zusammenbruch wirtschaftlicher Mauern zwischen Israel und den Arabern sich als treibender Faktor für beide Seiten erweisen.

Den zweiten Trend identifizierte Segre als einen politischen. „Es könnte Frieden geben oder auch nicht“, sagt er. „Wenn Frieden kommt, wird er kein langwieriger Prozess sein. Er wird rasche, explosive Resultate haben. Viele Firmen des Auslands werden in Israel Büros eröffnen. Israel wird schnell ein internationales Geschäftszentrum werden.“

Segre sieht hier aber Grund für Vorsicht. Er zitiert den Helden seines neuesten Buchs: „Der italienische Botschafter Amedeo Guillet, der italienische Lawrence von Arabien, erzählte mir vor mehr als 40 Jahren, dass die Araber ein Körper ohne Kopf und die Juden ein Kopf ohne Körper sind. Das Problem ist, die beiden zusammenzubekommen“, fährt er fort. „Guillet hat vermutlich selbst heute noch recht. Araber und Israelis ergänzen sich in vielen Bereichen. Wenn sie ihre Kräfte zusammenschließen, wird nie einen den anderen kontrollieren lassen, sondern beide würden davon profitieren.“

Segre zeigt auf eines von vielen Beispielen: „Denken Sie einfach an die Palästinenser. Sie haben zwei Wissenschaftslehrer für jede freie Stelle an ihren Schulen, während Israel solche Lehrer sucht. In einer wahren Partnerschaft müssen wir sehr sorgfältig darauf achten uns nicht als potenzielles neues Venedig zu sehen, den italienischen Staat, der viele Jahrhunderte lang nur an Wirtschaftlichem interessiert war. Geld ist nicht alles, was zählt. Israel sollte im Nahen Osten nicht mit einem europäischen Ansatz agieren. Stattdessen sollt es sich als integralen Teil des Nahen Ostens betrachten, als neutrale Brücke zwischen Staaten.“

Die beiden bisher erwähnten Trends verbinden sich als Öffnung neuer osteuropäischer und asiatischer Märkte für Israel und reduzieren so die Abhängigkeit von Europa. In der Vergangenheit, merkt er an, hat die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft viele feindselige Aussagen gegen Israel gemacht und ihm sogar gelegentlich mit Sanktionen gedroht. Es ist wiederum symbolisch, dass die bekanntesten dieser Äußerungen eine war, die 1980 in – ausgerechnet – Venedig abgegeben wurde. Darin versuchte Europa seine nicht existierende Macht auf Israel auszuüben, um die Araber zufriedenzustellen.

In Anerkennung der Rechte der palästinensischen Araber auf ein Heimatland untergrub die Erklärung von Venedig die Position Jordaniens, das damals immer noch die rechtliche Obrigkeit der Palästinenser war – eine Tatsache, die zu erwähnen die Europäer „vergaßen“, womit sie ein Land delegitimierten, das ein verlässlicher Verbündeter der Europäer gewesen war.

Mit der Erklärung von Venedig, sagt Segre, belohnte Europa die PLO für ihren Terrorismus und das zu einer Zeit, als diese es ablehnte die Existenz Israels anzuerkennen. Später unterstützten die Europäer den einzigen Versuch im Nahen Osten Frieden zu schaffen – die Camp David-Vereinbarungen – nicht.

Segre hat noch heftigere Worte des Misstrauens gegenüber Europa: „Europa scheint sich nicht von einigen Aspekten der Shylock-Politik losgesagt zu haben“, sagt er. „Es will von Israel ein Pfund Fleisch an territorialen Zugeständnissen, ohne den Schaden zu beachten, den das dem Gesamtkörper zufügen könnte, was die Verteidigungsmöglichkeiten Israels angeht. Nach der jugoslawischen Erfahrung auf einseitigen Zugeständnissen zu bestehen würde ulkig aussehen, wäre es nicht so tragisch.“

Der dritte Trend, den Segre sieht, ist noch schwieriger zu definieren. Er betrifft Religion, Ethik und Moral und ist mit dem verbunden, was er „das machiavellische Dilemma“ nennt. Machiavelli sagte, ein christlicher Prinz sei ein Widerspruch; entweder ist er ein Prinz oder er ist Christ. Israel kann dieses Dilemma für das christliche Europa nicht lösen, doch Segre sieht etwas Licht. „Vielleicht kann Israel einige Vorschläge machen“, sagt er. „Einer besteht darin die Europäer einzuladen mit etwas Bescheidenheit den Bemühungen eines kleinen Staates zu folgen, der mit dem Problem zu kämpfen hat, wie er zu seinen heiligen Traditionen zurückkehren kann, ohne die Modernisierung wegzuwerfen, für die die Juden in den letzten 150 Jahren wichtige Förderer waren. Man muss nur an Einstein, Freud und Marx denken. Das ist nicht nur ein israelisches Problem“, sagt er. „Es ist ein entscheidendes Problem, dem sich Europa gegenüber sieht und eines, das man mit den Arabern teilt. Sie sind mit der Herausforderung konfrontiert, Wege zu finden sich rasch zu modernisieren, ohne mit ihren sehr starken Traditionen zu brechen. Auf diesem Gebiet könnte Europa helfen neue Wege zu gehen, die zu Verständnis führen könnten.“

Erst vor kurzem hat Europa religiöse und nationalistische Kriege und Hass überwunden, die seine Flüsse Jahrhunderte lang mit Blut gefüllt haben. Wenn die Europäer einen echten Beitrag zu einem stabilen Frieden im Nahen Osten leisten wollten, könnten sie brauchbare Elemente aus ihrer eigenen Erfahrung ableiten. Beide Seiten könnten von der Entwicklung regionaler Marktinstitutionen profitieren, legt er nahe. Das würde sowohl Israel als auch den Palästinensern eine Vorzugsbehandlung – einschließlich vollem Zusammenschluss mit der EWG – geben, unter der Bedingung, dass sie in bestimmten Bereichen wie Energie, Wasser, Wissenschaften und Bankwesen zusammenarbeiten.

Wichtiger ist, dass die EWG sich als internationale Organisation sehen sollte, die die alten europäischen Reiche der Habsburger, der Zaren und selbst der Ottomanen als wirtschaftlicher Rahmen ersetzt, was vielen „Stämmen“ helfen könnte Ausgleich und Gründe zu Zusammenarbeit zu finden, indem Traditionen und Modernisierung ausbalanciert werden. Das dürfte schwierig sein, gibt Segre zu. Es wird für Zeitungs- und Fernsehjournalisten sicher weniger aufregend sein, als das, was heute geschieht. Es ist jedoch natürlich eine zivilisierte Weise all den Schaden zu kompensieren, den Europa in der Vergangenheit bei Israel angerichtet hat und einen Raum zu schaffen, in dem die beiden in der Zukunft zusammenarbeiten können.

Er besteht darauf, dass es bessere europäische Traditionen gibt als die von den Dominikanermönchen begründete, als sie den Talmud verbrannten oder Napoleons, der Ägypten zivilisieren und einen jüdischen Staat ausrufen wollte, um leichter Nachschub für seine Armee zu bekommen. Die Botschaft Europas, sagt er, sollte die des Erasmus sein, die er so zusammenfasst: „Rationalismus, Mitgefühl, Mäßigung und Selbstkritik, die allesamt in Europa selten geworden sind.“

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen sollten.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

Schaschlik

19. Oktober 2014 um 21:06 | Veröffentlicht in kurz notiert | Hinterlasse einen Kommentar

Das britische Unterhaus beschloss am Montag (in einer nicht bindenden Resolution), dass das Königreich den Staat Palästina anerkennen solle. (Wie kann man etwas anerkennen, das es nie gab und das es aktuell nicht gibt?) Die Terroristen sind natürlich begeistert, aber auch unzufrieden – es reicht ihnen nicht, weil das nur symbolisch ist und sie erwarten, dass das zu offizieller Politik wird.
Bei der Abstimmung fehlten viele Abgeordnete der Konservativen. Es gibt Berichte, dass sie nicht abstimmen wollten – bewusst nicht für die Anerkennung stimmen, weil sie das falsch finden, aber auch nicht dagegen, weil sie Angst haben: Im weitgehend pro-palästinensischen London gäbe es für sie jede Menge Ärger.

EU-Diplomaten offenbarten, dass sie den diplomatischen Krieg gegen Israel weiter voran treiben wollen. Die EU überlegt u.a. ein Einreiseverbot für in „Ost“-Jerusalem, Judäa und Samaria lebende Juden.
Ein israelischer Anwalt machte sich ein wenig lustig und übte Kritik: Erstens würden diejenigen, zur „Hügelkuppen-Jugend“ zählen und denen „Price Tag“-Anschläge unterstellt werden, ohnehin nicht nach Europa in Ferien fliegen, womit die europäische Initiative ineffektiv ist. Zweitens unterstellt er Antisemitismus, denn diese Frage ist rhetorisch: „Gehören auch Hamas-Terroristen auf diese schwarze Liste? Werden auch Mörder aus Syrien darauf stehen?“

Russland kündigte an eine Resolution der PA im UNO-Sicherheitsrat zu unterstützen, die einen Termin für den Abzug Israels samt Zeitplan zur „Unabhängigkeit“ festlegen würde.

Die Bürgermeisterin von Valenton (Frankreich) hat ein Schild an der Marwan- Barghouti-Allee aufhängen lassen, auf dem der Chef-Terrorist als „palästinensischer Mandela“ gefeiert wird!

Selbstzensur bei den PalArabern: Mehr als 80% üben bei ihrer Berichterstattung Selbstzensur; 68% haben bereits Negativerfahrung in Form von Veröffentlichtungsverboten.

Was ist das? Feigheit? Verlogenheit? Arschloch-Verhalten auf jeden Fall: Die britische National Union of Students hat vor zwei Monaten eine aggressive Entscheidung zum Boykott Israels getroffen. Jetzt haben dieselben Leute einen Antrag abgeschossen den IS zu verurteilen – das könnte als „islamophobisch“ angesehen werden und zu Streit und Aufruhr innerhalb der Organisation führen. Was lernen wir darauf? Dass Israelfreunde endlich gewalttätig werden müssen?
Eine weitere britische Studentengruppe beschloss diese Woche, kein Holocaust-Gedenken mehr zu veranstalten. Das sei „eurozentristisch und kolonialistisch“. Einer argumentierte, dass Leute gezwungen würden etwas zu gedenken, an das sie sich nicht erinnern wollten. Ein weiterer fand, wenn die Studentenvertretung „antizionistisch“ sein wolle, könne sie nicht des Holocaust gedenken.

Eine pal-arabische Nachrichtenseite mit 2,5 Millionen Facebook-Likes teilte ein Foto mit der Bildbeschreibung: „Nächtliches Foto des besetzten Tel Aviv in Palästina“. Wie gehabt. Für die ganz normalen PalAraber ist jeder Israeli ein Siedler, jede Stadt eine Besatzung. Aber es sind nur die „Siedlungen“ in Judäa und Samaria, die den Frieden verhindern…

Das ist interessant. Bis vor kurzem lieferte Ägypten Gas an Israel (die Pipeline wurde häufig gesprengt); jetzt gibt es einen Vertrag, nach dem Israel aus dem Feld „Leviathan“ Gas an Ägypten liefern wird.

Gaza-Krieg und die Folgen:
– Die Spenden sind angekündigt, die Geberkonferenz vorbei, nur die Hälfte soll in den Wiederaufbau gehen und die Terroristen sagen, dass sie noch nicht festgelegt haben, wann der Wiederaufbau beginnen soll. Man wägt noch ab.
– Ban Ki-moon findet die Gaza-Tunnel schlimm. Mahmud Zahar von der Hamas – in seiner Funktion als Terror-Grande – verurteilt Ban dafür. Die Tunnel seien ganz harmlos im Vergleich zu Israels Waffenarsenal und Atomreaktor. Egal, dass Ban selbst die Tunnel noch zum Anlass nahm, Israel für den Krieg der Hamas verantwortlich machte. Es kann nie genug sein.

Der ganz normale Alltags-Antisemitismus (umfassende wöchentliche Zusammenfassung auf Englisch):
Ein dänischer Imam bezeichnete Juden als „den Nachwuchs von Affen und Schweinen“.
– Bei der britischen Unterhausdebatte zur antiisraelischen Resolution konnte ein Abgeordneter es nicht lassen von der „Macht der jüdischen Lobby“ zu schwadronieren. Ein weiterer Abgeordneter – selbst Sohn polnisch-jüdischer Eltern – machte Israel für den Anstieg des Antisemitismus weltweit verantwortlich.
– Im New Yorker Stadtteil Crown Heights verwüstete ein Mob ein koscheres Geschäft und beschädigte danach mehrere geparkte Autos. Bevor sie verschwanden, gab es noch ein paar Rufe: „Heil Hitler“.
– Auf der Frankfurter Buchmesse wurden wieder antisemitische Bücher ausgestellt. Vor allem Verlage aus Qatar, den Palästinensergebieten, Ägypten und dem Iran gehören zu den Hetzern. Auch Holocaustleugnung und Terror-Verherrlichung gehörten zu der gezeigten „Literatur“. Ein Vertreter des Simon Wiesenthal Center forderte die Messeleitung auf die entsprechenden Texte zu konfiszieren und die Verlage auf eine schwarze Liste zu setzen, damit sie nicht mehr zugelassen werden.
Zwei Drittel aller in den Niederlanden begangenen antisemitischen Vorfälle werden von „nicht westlichen Immigranten“ (sprich: Muslimen) verübt.
Einbrecher in Miami (Florida) hinterließen auf die Wände gesprühte antisemitische Sprüche in der Wohnung.
Ein schiitischer Imam in Kuwait: ISIS verkaufte tausende Frauen, Mädchen und Kinder an die Juden in Israel.
Der syrische Kulturminister: Der Gott der Juden macht genau dasselbe wie es die Führer des ISIS ständig tun.

Israel für die Welt:
Liebe kann tödlich sein
Israel begins a New Year
Israel’s Good News Newsletter to 19th Oct 2014

BDS-Bewegung:
– Die American Studies Association boykottiert Israel. Jetzt hat sie ihr jährliches Treffen, in einem Hotel in Los Angeles. Und das geht auf die Wünsche der ASA ein: Während dieser Konferenz wird es im Hotel keine israelischen Gäste geben, die kriegen keine Zimmer!

Die ausgesöhnten Terroristen:
Mahmud Abbas tönte, es werde vor den Wahlen (die angeblich im nächsten Jahr stattfinden sollen) keine Aussöhnung mit der Hamas geben. Für ein Land, das zur Hälfte aus Milizmitgliedern besteht, gäbe es keine Zukunft.
Mahmud Abbas spöttelt über die Hamas: Das im Sommer war kein Sieg.

Türkei:
– Es ist belegt, das verletzte IS-Terroristen in der Türkei behandelt werden. Verletzte kurdische Kämpfer lassen die Türken dagegen nicht über die Grenze – die müssen in Sichtweiter der Rettung krepieren.
Erdoğan zeigt wieder sein wahres Gesicht: Er ist gegen Waffenlieferungen an die vom IS bedrängten Kurden. Die seien „der PKK gleich“, also Terroristen.

ISIS/ISIL/Islamischer Staat:
Der IS hat seinen „Krieg gegen die Christen“ quasi offiziell gemacht: In einem Photoshop lassen sie die ISIS-Flagge über dem Vatikan wehen, begleitet von entsprechenden Texten.
– Der ermordete Journalist Steven Sotloff war nach Meinung des IS kein Unschuldiger – weil er (angeblich) Jude war.

Die Religion des Friedens, der Toleranz, der Liebe, Kultur… und natürlich der Moderne und der Wissenschaften:
– Der dänische Imam, der von Juden als Nachkommen von Schweinen und Affen „predigte“, hatte auch zu „Palästina“ entsprechendes zu sagen: Es könnte (und dürfe) nicht mit den Nachkommen von Affen und Schweinen geteilt werden.
Saudi-Arabien: Alle Atheisten sind ab sofort Terroristen.
Malaysia: Muslimgruppe fordert Verbot von Veröffentlichungen, die für religiösen Pluralismus werben.
Bangladesh lowers minimum age for marriage to accord more closely with Sharia
– Jeder weiß doch, dass alle Muslime weltweit den Islamischen Staat ablehnen und furchtbar finden. Dass die IS-Typen nicht im Geringsten islamisch sind. Deshalb müssen all die Leute, die den türkischen Fußballtrainer Turhan Özyazanlar verprügelt haben, grausige Islamophobe sein, denn er hat nur (öffentlich) gemacht, was alle Muslime denken: Er hat in den sozialen Medien den IS negativ kommentiert.

Islam, islamisches Herrenmenschentum im und Drohungen gegen den Westen und westliches Dhimmitum (einschließlich „moderater“ Muslime/Muslimorganisationen):
Denmark: Christians flee Muslim-dominated areas
In einem Park in Strasbourg trainierten Jihadisten den Krieg. Besorgte Anwohner riefen die Polizei, die mit „Ungläubige“-Geschrei begrüßt wurden. Die Herrenmenschen drohten den Beamten sie würden in der Hölle brennen. Das alles war aber kein Verstoß, so dass die Gesetzeshüter unverrichteter Dinge wieder abzogen.
– Der britische Imam Abu Rumaysah: Hitler handelte, um die boshafter Doktrin der „Protokolle der Weisen von Zion“ aufzuhalten. Zudem unterstützt er den Islamischen Staat.
Nach Kritik an Türkei: Kurdischer Jugendlicher von Mitschülern verprügelt

Jihad:
Suspected Boko Haram militants mount two deadly attacks after Nigeria ‘ceasefire’
– Unmittelbar nach der Bekanntgabe eines Waffenstillstands durch die nigerianische Regierung gab es weitere 5 Angriffe auf Dörfer mit Dutzenden Toten, die mit größter Wahrscheinlichkeit die Boko Haram ausführte.
Congo: Islamic jihadists murder at least 22, including 8 children

Christenverfolgung:
Egypt: Another Coptic Christian female is kidnapped, Muslim police ignore, complain about how “millions of Muslims are dying in Palestine and Syria”
Pakistani Christian loses appeal against death sentence for “blasphemy”
Christian convert’s Muslim family hunting him down, hopes to cut his throat

Obama Watch:

Israel hatte eine dringende Anfrage an das FBI gestellt, um von Facebook die IP-Adresse zu erhalten, über die der Facebook-Account eines toten Soldaten gehackt worden war. Damit hätte man wahrscheinlich die Leute feststellen können, die die Leiche(nteile) des Soldaten haben. Das FBI wurde angewiesen die Informationen nicht zu besorgen. Aus dem Büro des Generalstaatsanwalt. Aber nicht von diesem. Der Befehl kam „von weiter oben“. Jetzt dürfen wir raten, wer das „weiter oben“ ist. Was für ein Charakterschwein!

Obama und die Ebola-Krise: Flüge aus von Ebola betroffenen Ländern in die USA zu verbieten würde die Lage nur verschlimmern. Echt? Irre!

Team Obama:
John Kerry sagte, es gäbe keine Differenzen zwischen den USA und der Türkei in Sachen Strategie zur Bekämpfung des IS. Klar doch!

Die Obama-Demokraten behaupten, die Republikaner und ihre Ausgabenkürzungen seien für Ebola verantwortlich.

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