10 Wege für die Vorurteile der Welt gegen Israel

David Harris, The Algemeiner, 16 Juni 2015 (übersetzt von Cora)

Wenn man sieht, wie Israel international mit einem völlig anderem Maßstab gemessen wird als jedes andere Land, dann sträuben sich einem die Haare. Natürlich muss Israel geprüft werden, so wie jedes andere Land auch. Aber es verdient eine faire Behandlung – nicht mehr, nicht weniger.

Erstens: Israel ist der einzige UNO-Mitgliedsstaat, dessen pures Existenzrecht ständig infrage gestellt wird.

Abgesehen von der Tatsache, dass Israel die uralte Verbindung mit dem jüdischen Volk verkörpert, welche immer wieder in dem meistgelesenen Buch der Welt, der Bibel, dargestellt ist, es aufgrund einer Abstimmung der UNO im Jahre 1947 gegründet wurde und seit 1949 Mitglied der Weltorganisation ist, gibt es einen unablässigen Chor von Staaten, Institutionen und Individuen, die Israel die politische Legitimität absprechen.

Niemand würde es wagen, das Existenzrecht jener Länder infrage zu stellen, deren Legitimität weitaus fraglicher ist, als die Israels, einschließlich derer, die durch brutale Gewalt, Besatzung oder ferne Kartenmacher entstanden sind. Warum wird nur Jagd auf Israel gemacht? Könnte es etwas damit zu tun haben, dass es das einzige Land mit einer jüdischen Mehrheit in der Welt ist?

Zweitens: Israel ist der einzige UNO-Mitgliedsstaat, dem von einem anderen UNNO-Mitgliedsstaat mit der Vernichtung gedroht wird.

Denken Sie mal darüber nach. Die Herrscher Iran rufen ständig mit den vom ihenn finanzierten Stellvertreter im Libanon und Gaza dazu auf, Israel von der Karte zu wischen. Gibt es irgendein anderes Land, das einer derartigen genozidalen Gefahr ausgeliefert ist?

Drittens: Israel ist die einzige Nation, deren Hauptstadt, Jerusalem, von den anderen Staaten nicht anerkannt wird.

Macht euch diese Absurdität bewusst! Ausländische Diplomaten leben in Tel Aviv, tun aber so, als würden sie ihre Geschäfte von Jerusalem aus führen. Obwohl kein westlicher Staat Israels Präsenz in der westlichen Hälfte der Stadt, dort wo das Büro des Premierministers, die Knesset (Parlament) und das Außenministerium ist, in Frage stellt, gibt es dort keine einzige Botschaft.

Schauen Sie sich die Liste der Hauptstädte an, einschließlich der Geburtsorte in einem Pass, sieht man etwas Erstaunliches: Paris – Frankreich; Tokyo – Japan; Pretoria – Südafrika; Lima – Peru; Jerusalem – ohne Land, verwaist, wenn man so will.

Viertens: Die UNO hat zwei Organisationen, die sich um Flüchtlinge kümmern.

Eine, das „Hohe Kommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge“ (UNHCR) ist für alle Flüchtlinge der Welt zuständig, außer einer Gruppe.

Die andere, die „Agentur der Vereinten Nationen für Hilfe und Arbeit für Palästina“ (UNRWA) ist nur für die Palästinenser da. Aber die Unterschiede gehen weit über die Strukturen und die Bürokratie der beiden hinaus. Tatsächlich haben sie zwei völlig unterschiedliche Aufgabenstellungen.

Das UNHCR versucht die Flüchtlinge wieder anzusiedeln, die UNRWA eben nicht.

Als 1951 der damalige Direktor der UNRWA, John Blanford, versuchte, die etwas über 250.000 Flüchtlinge in den umliegenden arabischen Ländern anzusiedeln, kam ihm aus diesen Ländern ein derartiger Zorn und eine derartige Verweigerung entgegen, dass er abreiste. Die Nachricht wurde verstanden. Kein UNO-Vertreter hat seitdem wieder eine Aufnahme verlangt.

Überdies unterscheiden sich die Definitionen von Flüchtlingen durch die UNRWA und das UNHCR erheblich. Während das UNHCR nur auf diejenigen gerichtet ist, die aktuell aus ihrer Heimat fliehen müssen, beinhaltet die Definition der UNRWA „die Nachkommen jener Personen, die 1948 Flüchtlinge wurden“ ohne jegliche Einschränkung.

Fünftens: Israel ist das einzige Land, das alle Kriege um sein Überleben und die Selbstverteidigung gewonnen hat, nur um sich besiegten Gegnern gegenüber zu sehen, die darauf bestehen, die Bedingungen für einen Frieden zu diktieren.

Während sie das tun, finden sie ironischerweise Unterstützung von vielen Ländern, die selber im Krieg siegreich, Grenzverschiebungen verlangten und bekamen.

Sechstens: Israel ist das einzige Land, das ein separater und ständiger Tagesordnungspunkt, # 7, beim Genfer UNO-Menschenrechtsrat ist.

Kein anderer Mitgliedsstaat, einschließlich ständiger Menschenrechtsverletzer wie Nord-Korea, Syrien, Iran und Sudan, ist ein eigener Tagesordnungspunkt. Nur die einzige Demokratie im Nahen Osten wird derart offensichtlich voreingenommen behandelt. Das geht ganz einfach: Die bösen Jungs bauen eine Wagenburg um sich gegenseitig zu schützen und um sich gleichzeitig gegen Israel zusammenzurotten, indem sie eine Mehrheit gegen dieses Land aufbauen.

Siebtens: Israel ist das einzige Land, welches in diesem Jahr namentlich bei der alljährlichen Versammlung der UNO-Gesundheitsbehörde für die „Verletzung“ von Gesundheitsrechten verurteilt wurde.

Diese Unterstellung geschah trotz der Tatsache, dass Israel syrische Verwundete, die durch den Bürgerkrieg in ihrem Land verletzt wurden, mit erstklassig medizinisch versorgt, ebenso die Palästinenser aus dem von der Hamas beherrschten Gazastreifen, es die höchste Lebenserwartung für all seine Bürger, ob jüdisch oder nicht, erreicht hat und unter den ersten ist, die medizinische Hilfe bei humanitären Krisen leistet, egal wo immer sie passieren, von Haiti bis Nepal und tagtäglich die medizinischen Grenzen für alle erweitert. Das ist etwas, das nicht von vielen anderen Nationen gesagt werden kann.

Achtens: Israel ist das einzige Land, das tagtäglich von UNO-Gremien angegriffen wird, die einzig und allein dazu gegründet wurden und dafür unterstützt werden die Sache der Palästinenser zu unterstützten und Israel anzugreifen: Das Komitee zur Durchsetzung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes; das außerordentliche Komitee zur Untersuchung israelischer Handlungen, die die Menschenrechte des palästinensischen Volkes betreffen; und die Abteilung für die palästinensischen Rechte im politischen Ausschuss der Vereinten Nationen.

Neuntens: Israel ist das einzige Land, das jährlich zur Zielscheibe von über 20 Resolutionen der UNO-Vollversammlung wird, zusätzlich zu den unzähligen Maßnahmen, wie denen des UN Menschenrechtsrates.

Es ist wirklich erstaunlich, dass Israel jedes Jahr auf der Empfängerseite von weitaus mehr Anstrengungen steht, als alle 192 Mitgliedsstaaten der UNO zusammen. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dies auch nur im entferntesten gerechtfertigt ist; aber es ist die Realität, weil es in allen UNO-Gremien – außer dem Sicherheitsrat, in dem alle fünf ständigen Mitglieder ein Vetorecht haben – bei den Abstimmungen eine einfache Mehrheit genügt.

Wenn 2/3 der Staaten der Welt der Bewegung der Blockfreien angehören und wenn diese ein Land wie den Iran zu ihrem Anführer wählen, mit Venezuela als Stellvertreter, dann sagt das eigentlich schon alles.

Und zehntens ist Israel das einzige Land, auf das die BDS Bewegung (Boykott, De-Investition und Sanktionen) zielt.

Hat irgendjemand eine signifikante Aktivität auf dem Campus gesehen, die sich gegen die wirklichen Menschenrechtsverletzer, einschließlich jener in Israels Nachbarschaft, richtet? Gegen jene mit Leidenschaft angeht, die köpfen, Christen gewaltsam zu Konversion zwingen oder verjagen, die mit Chemikalien gefüllt Fassbomben auf Zivilisten werfen, den Palästinensern jegliche Rechte verweigern und die Todesstrafe anwenden – auch bei Minderjährigen?

Hat irgendeine Studentengruppe versucht, Studenten davon abzuhalten, in irgendein Land zu reisen, außer nach Israel, wie es der Fall mit dem „Ehrenwort“ war, das an der UCLA (University of California, Los Angeles) kursierte?

Hat hat irgendjemand von links außen Gruppierungen in Europa organisierte Flottillen oder Flytillen gesehen, die keine Anti-Israel Verbindung hatte?

Die Türkei, nur als ein Beispiel, hat vor 41 Jahren dreist und gegen jedes Recht 1/3 des Inselstaates Zypern besetzt, 40.000 Soldaten dort stationiert, unzählige Siedler aus Anatolien dorthin gebracht und es ist kein Pieps gegen Ankara von jenen zu hören, sie behaupten, sie handelten im Namen des „Rechts“ und gegen eine „Besatzung“.

Nimmt man diese politischen Realitäten, ist die Lösung auch nur eines dieser unerhörten doppelten Standards und offensichtlichen Heucheleien eine immense Herausforderung. Dabei ist diese Liste entsetzlicherweise nicht einmal vollständig.

Eine alte Anzeige verkündete, dass man nicht Jude sein muss um Levys jüdisches Roggenbrot zu mögen. Und man muss ganz sicher kein Pro-Israel Aktivist sein, um wegen dieser grotesk ungerechten Behandlung Israels besorgt zu sein. Alles was nötig ist, ist die Fähigkeit zu einer moralischen Empörung darüber, dass solche Dinge heute geschehen.

Israelis handeln anders

gefunden auf Facebook:

Israelis-machen-es-andersIsrael hackt Menschen nicht die Hände ab. Wir nutzen unsere Hände, um an Wahlurnen abzustimmen.
Israel steinigt keine Frauen. Wir stärken Frauen.
Israel enthauptet keine Menschen, wir nutzen unsere Köpfe.
(Eviatar Manor – israelischer Botschafter beim UNO-Menschenrechtsrat)

Selbst Monumenten des Todes sagen wir „L’Chaim“

Anna Berg, The Time of Israel (blogs), 25. Juni 2015

Auf den ersten Blick sieht es wie abstrakte Kunst aus – ein modernes Denkmal mitten auf dem belebten Ben Gurion-Boulevard [in Tel Aviv], neben einem Saftstand, Kaffeestuben und Spielplätzen. Bei näherem Hinsehen erkennt man, dass es Denkmal anderer Art ist – ein Denkmal für die Menschen, die 1997 bei einem Selbstmordanschlag getötet und verletzt wurden.

Es steht einfach da. Wie eine stille, fast anonyme Erinnerung an schwerere Zeiten. Ich glaube nicht, dass viele Menschen ihm Aufmerksamkeit schenken – es ist einfach da. Nichts Merkwürdiges dabei, nur ein weiterer Teil der Stadt wie ein Stein auf dem Gehweg.

Heute kletterte ein Junge, vielleicht 6 Jahre alt, fröhlich darauf herum – spielte und stellte sich etwas vor, wie nur Kinder es tun können. Vielleicht stellte er sich vor er würde den Mount Everest besteigen. Oder ein Flugzeug fliegen.

Uns dann traf es mich: Die Denkmäler überall in der Stadt, die Geschichten davon, wie es war, bevor wir die Mauer bauten: die Selbstmordbomber, die Angst mit dem Bus zu fahren oder in ein Restaurant zu gehen. Man gewöhnt sich an die Sicherheitschecks und die Metalldetektoren und die Nachrichten von Terroranschlägen: Stichangriffe und Autos, die Unschuldige überfahren, die auf den Zug warten. Man gewöhnt sich sogar an die Raketenalarme und den Klang von durch die Eiserne Kuppel vom Himmel geschossenen Flugkörper.

Und es ist nichts Seltsames daran im Bus neben einem Soldaten in voller Uniform und mit einer M16 bewaffnet zu sitzen.

Wir gehen weiter zur Arbeit, zeihen unsere Kinder groß, diskutieren bei Kaffee Innenpolitik, essen im Restaurant und gehen an den Strand. Wir feiern weiter das Leben.

Ich machte im April 2014 Aliyah. Und meinen ersten Sommer hier verbrachte ich damit in Bunker zu rennen. Beim ersten Raketenalarm über Tel Aviv (und dem ersten Mal, dass ich ihn im wahren Leben hörte) weinte ich. Das zweite und das dritte Mal auch. Ein paar Wochen später saß ich mit einem aus Schweden zu Besuch gekommenen Freund in meinem Treppenhaus (unserer vorläufiger Schutzraum), tröstete ihn, hielt ihn und sagte ihm, es werde alles gut gehen. „Hör hin, das ist der Knall der Rakete, wenn sie zerstört wird! Es ist gleich vorbei!“ Ein paar Tage später trank ich mit einer Freundin Kaffe in auf der Dizengoff-Straße, als wieder der Alarm losging. Alle standen auf, verließen ruhig ihre Tische und gingen in einen nahe gelegenen Schutzraum, hörten dem Alarm zu, warteten auf die Knalle und gingen dann zurück und tranken weiter ihren Kaffee. Das Ganze war sehr surreal. Ich dachte immer daran, wie die Menschen reagiert hätten, wenn dasselbe in Stockholm passiert wäre. Dann erkannte ich, dass ich mich innerhalb von ein paar Wochen dem Leben hier angepasst hatte. Ich weinte nicht mehr, stattdessen hatte ich ein Gefühl von Trotz: „Ihr werdet mich NIEMALS davon abhalten mein Leben zu leben!“

Bedeutet das, dass der Krieg am Ende ein Spaziergang im Park war? Natürlich nicht. Es war stressig und mein Herz setzt immer kurz aus, wenn ich etwas höre, das auch nur entfernt wie ein Alarm klingt.

Die Israelis sind harter Haufen, aber ein warmherziger Haufen, der versucht sein Leben jeden Tag voll auszukosten. Das ist einer der vielen Gründe, warum ich das Leben hier liebe. Trotz all der Sorgen und Bedrohungen durch terroristische Nachbarn leben wir. Wir feiern das Leben. Wir passen uns an und machen weiter und bemitleiden uns nicht selbst. Allen Widrigkeiten zum Trotz blühen wir auf. Wir sagen sogar zu Todesdenkmälern „L’Chaim“ [auf das Leben].

Das ist etwas, das unsere Nachbarn niemals begreifen werden. Sie feiern den Tod und glauben, sie könnten uns dazu bringen aus Angst ihren Forderungen nachzugeben. Werden wir nie tun. Das Leben und der Wille zu leben sind um vieles stärker als jeder Selbstmordbomber oder Raketenangriff. Wir bleiben genau hier und wir werden nirgendwo sonst hingehen. Gewöhnt euch dran.

Ich liebe dich, Israel.

9000 Fotos aus dem Palästina/Israel des 19. Jahrhunderts – und keine Spur von „Palästinensern“

Vorbemerkung heplev:
Der folgende Text ist Propaganda und an einigen Stellen nicht korrekt. Joan Peters hat bei ihren Forschungen zur Geschichte des Mandats Palästina („From Time Immemorial: The Origins of the Arab-Jewish Conflict over Palestine“) festgestellt, dass die Araber nicht zur Bekämpfung der Juden in das Mandat strömten (oder in weiter geringerem Maß auch unter den Ottomanen einwanderten), sondern weil die Juden in Ermangelung jüdischer Arbeitskräfte (Folge der britischen Begrenzung der jüdischen Einwanderung entgegen dem Mandatsauftrag!) Araber beschäftigten und gut bezahlten – so gut, dass die arabischen Arbeitgeber wütend wurden und damit zu bereitwilligen Tatgenossen des Muftis von Jerusalem. Tatsache ist, dass ab den 1920-er Jahren eine von den Briten zugelassene, unkontrollierte arabische Masseneinwanderung stattfand, die wirtschaftlich begründet war. Auch die Behauptung, es habe „außer ein paar Ottomanen“ nur noch Juden im Mandat gegeben, ist nicht richtig; Juden stellten in Jerusalem, Hebron und Safed (Tzfat) die Bevölkerungsmehrheit, im gesamten Mandatsgebiet allerdings nicht. Fakt ist aber, dass das Land sehr schwach besiedelt war und erst durch jüdische Zuwanderung wieder für Araber attraktiv wurde, die dann auch in riesigen Zahlen kamen.
Interessant sind aber vor allem die Fotos. Auch sie sind nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung, aber für das, was ein Reisender wahrnahm. Und vor allem widerlegen sie einmal mehr die (abstrusen) aktuellen Behauptung der Araber, dass es hsitorisch keine Juden im Land gab, sondern diese als neuzeitliche Eroberer und Kolonisatoren ins Land kamen.

The palestine-israel conflict – 1,400 years of Araber Jew hatred and Islamic genocide, 13. Februar 2013

Wo SIND all diese Palästinenser, die verkünden, dass eine Million von ihnen in Israel lebten, bevor sie „vertrieben“ wurden? Nirgendwo.

Nirgends, weil es sie nie gab. Und wo sind all die Moscheen dieser „mehr als eine Million Palästinenser“, die dort angeblich im frühen 19. Jahrhundert lebten, wie die „Palästinenser“ behaupten? Wären sie zur Jahrhundertwende oder auch in den 1920-er Jahren, nachdem sie begannen die Briten zu bekämpfen eine Million gewesen, würde Palästina bei ihrem rapiden Bevölkerungswachstum heute aus 40 Millionen Menschen bestehen und nicht aus 4 Millionen. Allein das beweist, dass der Jihad lügt. Ihre Bevölkerung ist gering, weil sie neue Invasoren und Besatzer sind, die später ankamen, mit dem Ziel Jihad zu betreiben. Sie verloren nie Land, das fürs Erste nie ihres war!

Die britische Armee ließ nur ein paar Ottomanen dort, der Rest war jüdisch. Nach Angaben von Augenzeugenberichten lebte in Wirklichkeit im öden britischen Mandat eine sehr geringe Zahl an Menschen. Félix Bonfils (1831-1885) war ein im Nahen Osten aktiver französischer Fotograf und Schriftsteller. Vier Jahre nach seiner Ankunft berichtete er mit 15.000 Drucken und 9.000 stereoskopischen Aufnahmen aus Ägypten, Palästina, Syrien und Griechenland. Er bereiste die Region mehrfach und wir lesen nichts von Massenbevölkerung an Palästinensern, was allem widerspricht, was die Palästinenser der Welt vorlügen.

Seine Bilder schafften es nicht irgendwelche Fotos auch nur eines einzelnen sogenannten „Palästinensers“ einzufangen, die angeblich Land an die jüdische Besatzung verloren haben, wenn wir der arabischen Propaganda glauben. Alles, was er fand, waren ein paar Beduinen, die durchzogen und einige Überbleibsel der ottomanischen Türken. Raten sie warum: Weil es das „palästinensische“ Volk, wie wir es heute kennen, nie gab.

Die ursprünglichen Philister, nach denen die arabischen Jihadisten sich nennen, waren eine kleine Gruppe gesetzloser Banditen, die die Region um Gaza gewaltsam besetzten und vor der Geburt Christi ausstarben. Der Islam wurde mehr als 600 Jahre nach dem Tod Christi geschaffen und ist die jüngste Weltreligion.

Palästinenser sind künstlich geschaffen, auf Befehl und des konstruiert vom Großmufti Hadsch Mohammed Effendi Amin el-Husseini [1889-1974]. Sie wurden hauptsächlich entdeckt (gebildet und erfunden) und entstammten einer Masseneinwanderung aus Ägypten und Saudi-Arabien mit dem Ziel Jihad zu betreiben. Die ägyptischen Kämpfer endeten nach ihrer Schlappe im Gazastreifen und die saudischen Kämpfer endeten in der Westbank. Das ist mit britischen Regierungsberichten aus Transjordanien gut dokumentiert worden. Es passt auch in die Videos und Schimpftiraden der Hamas-Führer, die sich alle bewusst zu sein scheinen, dass die Palästinenser eine Fälschung sind, aber weiterhin behaupten sie hätten „Land verloren“. Wir haben es hier mit einer Terrororganisation zu tun und nicht mit Menschen, die Opfer von Landverlust wurden.

Ebenso ist es wichtig der Tatsache Aufmerksamkeit zu schenken, dass Muslime, nachdem Israel 1917 erst einmal für die Rückgabe an das jüdische Volk bestimmt wurde, rasch aus anderen Ländern in die Region zu strömen begannen – mit der Absicht die Juden zu töten. Der erste Konflikt und das erste Töten in Israel/Palästina wurde von Muslimen initiiert. An diesem Punkt stoppte die britische Regierung die Einreise jüdischer Menschen, um den Bevölkerungszustrom zu kontrollieren. Eine kurze Zeit wurde also die muslimische Bevölkerung plötzlich zur Mehrheit. Nicht aus natürlichen Gründen, sondern durch ihren schnellen Einmarsch und Besatzung. Wenn wir uns eine Zeitschiene der Geschichte ansehen, werden wir daher recht leicht sehen, dass die WAHREN Besatzer der Region Muslime sind.

9000fotos_01

9000fotos_029000fotos_03Birket, Israel im späten 19. Jahrhundert

9000fotos_04Juden an der Westmauer 1870

9000fotos_05Yessayi Garabedian, der armenische Patriarch inJerusalem, Felix Bonfils

9000fotos_06W. C. Prim 1857 in “Leben in Zelten im Heiligen Land”

9000fotos_07Von Thomas Shaw: Travels and Observations Relating to Several Parts of Barbary and the Levant
(Reisen und Beobachtungen zu mehreren Teilen des Maghreb und der Levante)
London, 1767, S. 331 ff.

9000fotos_08Felsendom 1875 (wo sind all die „vertriebenen Palästinenser! an ihrem besetzten heiligsten Ort?)

Israeli Man Riding a DonkeyIsraelischer Mann auf einem Esel

*

9000fotos_11Felix Bonfils, Pilger betreten zur Weihnachtszeit Bethlehem, Palästina, ca. 1870

9000fotos_12Felix Bonfils, Frauen beten an der Westmauer in Jerusalem, 1899

* Hier fehlt ein Foto, das aber im Orginalpost nicht mehr angezeigt wurde.

Wo ist die Empörung wegen ermordeter Juden?

David Harris, The Algemeiner, 2. Juni 2015

Neulich hatte ich die Gelegenheit wieder einmal die großartige Rede des französischen Premierminister Manuel Valls an die Nationalversammlung in Paris an zu sehen, die er im Januar, direkt nach den tödlichen Angriffen in Paris hielt.

Seine leidenschaftlichen Ausführungen über den Anstieg des Antisemitismus und die Gefahr die dieser für Frankreich mit sich bringt, sollten regelmäßig angesehen werden. Ein Satz hat mich besonders bewegt. „Wir haben nicht genug Empörung gezeigt!“, verkündete der erste Mann Frankreichs.

Diese Aussage war an die politische Klasse Frankreichs und an das gesamte Publikum gerichtet. Aber aus meiner Erfahrung heraus könnte man diese Worte auch an einige Juden, vor allem in Amerika, richten. Natürlich sind sich die meisten der Entwicklung bewusst und besorgt. Doch gleichzeitig ist die jüdische Antwort auf die Gefahren wie immer ziemlich verzwickt.

Da sind die Juden, die versuchen, die Gefahr herunterzuspielen oder sie gleich ganz verleugnen. Andere überzeugen sich selbst, dass all das nicht gegen sie persönlich gerichtet ist; oder ihr spezifischer Platz im Leben sie vor all dem schützt, beziehungsweise sie glauben, als eine Variante des Stockholm-Syndroms, all das könnte irgendwie gerechtfertigt werden und es bräuchte, natürlich, nur eine Verhaltensänderung der (anderen) Juden. Andere hoffen, wenn sie nur der Welt erzählen, wie viel die Juden in den Wissenschaften, der Medizin, Kultur und Philanthropie für jeden tun, würden die Antisemiten ihre Gesinnung ändern. Andere lehnen die jüdische Ansicht ab, dass „alle Juden füreinander verantwortlich sind“ und so ist das, was in Paris oder Brüssel passiert absolut irrelevant für das Leben auf der anderen Seite des Ozeans oder sie beschwören das WdnI-Syndrom – „Wenn doch nur Israel“ anders handeln würde, dann wäre alles in Butter.

Es ist für uns, so glaube ich, allerhöchste Zeit mehr Empörung über einige Dinge die passieren zu zeigen.

Es ist inakzeptabel, dass die Juden in einigen europäischen Ländern sich darum sorgen, ob sie eine Zukunft dort haben, denn es ist nicht länger klar, ob die Regierungen, so sehr die das vielleicht möchten, sie schützen können.

Es ist inakzeptabel dass wir mörderische Angriffe auf Juden in Toulouse, Burgas, Paris, Brüssel und Kopenhagen, alle von Islamisten, erleben müssen.

Es ist inakzeptabel, dass Gläubige in der Pariser Synagoge Don Isaak Abravanel im letzten Sommer von einem tobenden Anti-Israel-Mob, der „Hitler hatte Recht“ und „Schlachtet die Juden“ grölte, umzingelt wurden und einige mutige jüdische Hilfskräfte und Polizisten sie daran hinderten, schwere Zerstörungen anzurichten.

Es ist inakzeptabel, dass sich jüdische Eltern in Frankreich, Belgien oder sonst wo fragen, ob sie es verantworten können, ihre Kinder in eine jüdische Schule zu schicken, welche eines Tages ins Fadenkreuz der Terroristen geraten könnte, ganz so wie die Ozar Ha Thora Schule in Toulouse.

Es ist inakzeptabel, dass, wie im letzten Jahr, die Synagoge der deutschen Stadt Wuppertal mit Brandbomben attackiert wird, derweil mit Keffiyehs vermummte Jugendliche in den Straßen von Berlin skandieren: „Jude, Jude, feiges Schwein! Komm heraus und kämpf allein“.

Es ist inakzeptabel, dass die Fans des holländischen Fußballvereins FC Utrecht „Hamas, Hamas – Juden ins Gas“ singen, um damit Fans eines anderen Fußballvereins, Ajax Amsterdam, welcher traditionell von der jüdischen Gemeinschaft unterstützt wird, zu beleidigen.

Es ist inakzeptabel, dass ein als Jude verkleideter Journalist in Malmö belästigt, verhöhnt und bedroht wird, während er durch die Straßen der drittgrößten Stadt Schwedens geht.

Es ist inakzeptabel, dass die offensichtliche Neo-Nazi Partei „Goldene Morgenröte“ im griechischen Parlament sitzt und jede nur denkbare Verschwörungstheorie gegen Juden verbreitet.

Es ist inakzeptabel, dass der Sprecher der fremdenfeindlichen Partei Jobbik im ungarischen Parlament dazu aufruft alle Juden zu registrieren, um damit in der Lage zu sein, festzustellen wer und wo jeder Jude ist.

Es ist inakzeptabel, dass die einzige jüdische Nation, Israel, das einzige Land ist welches das Ziel einer Vernichtung durch ein anderes Land, Iran, während Teheran dafür nicht nur durch die UN ungestraft davonkommt, sondern auch noch den 120 blockfreien Staaten vorsitzt.

Es ist inakzeptabel, dass Israel das einzige Land auf der Welt ist, dessen Existenzrecht täglich auf dem Prüfstand steht, während keine andere Nation Zielscheibe einer derartigen Delegitimierung ist.

Es ist inakzeptabel, dass Israel, die einzige liberale Demokratie im Nahen Osten, die einzige Nation auf der Erde ist, die von einer BDS-Bewegung angegriffen wird.

Es ist inakzeptabel, dass Israel, welches bei vielen Gelegenheiten versucht hat eine Zweistaaten-Lösung mit den Palästinensern zu finden, nur um jedes Mal zurückgewiesen zu werden, jetzt von vielen Regierungen, den Medien und der gelehrten Welt als „Haupthindernis“ für den Frieden dargestellt wird.

Es ist inakzeptabel, dass das Menschenrechtsgremium der UNO über 50% seiner landesspezifischen Resolutionen Israel widmet – eine Nation, die vom Recht regiert wird, das von forschenden Medien überwacht wird und das eine starke, lebendige Zivilgesellschaft hat – während andere Länder deren Menschenrechte haarsträubend und mehr sind, ungeschoren davonkommen.

Es ist inakzeptabel, dass das einzige Land, für das das Menschenrechtsgremium der UN eine eigene Agenda hat, nicht Syrien, Libyen, Sudan, Iran oder Nord-Korea ist, sondern Israel.

Es ist inakzeptabel, dass während des letzten Kriegs im Sommer, ausgelöst durch die Raketen aus dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen und der Ermordung der drei jungen Israelis, das gleiche Menschenrechtsgremium Israel mit einer Votierung von 29 zu 1 (Vereinigte Staaten) und 17 Enthaltungen kritisierte, während es ungeniert die Verantwortung der Hamas ignorierte.

Es ist inakzeptabel, dass fünf südamerikanische Länder, einschließlich Brasilien, Chile und Peru, ihre Botschafter im letzten Sommer abberiefen, wohingegen sich niemand daran erinnern kann, wann genau diese Länder eine solche diplomatische Aktivität irgendwo auf der Welt gezeigt hätten, trotz der Flut von Kriegen und Krisen.

Es ist inakzeptabel, dass die Präsidenten der Türkei und Venezuelas versuchten die örtlichen jüdischen Gemeinden dazu zu zwingen Israel zu verurteilen.

Es ist inakzeptabel, dass zwei UCLA-Studenten über Monate schikaniert und vor ein studentisches Gericht gezerrt wurden, weil sie Israel besucht hatten, womit sie sich für einige an der Teilnahme einer Abstimmung über BDS in der studentischen Verwaltung disqualifiziert hatten.

Es ist inakzeptabel, dass zwei Studenten an der UCLA und in Stanford darüber befragt wurden, ob die Tatsache, dass sie Juden sind, wesentlich dafür ist, dass sie sich um ein Amt auf dem Campus bewarben.

Und es ist absolut inakzeptabel, dass die Überlebenden des Holocausts, die sich nichts mehr wünschen, als dass die Welt von dem, was sie erleben mussten, etwas daraus gelernt habe, nun ihre restlichen Tage in der Angst verbringen müssen, dass die Juden wieder in Gefahr sind.

Wenn wir nicht empört sind, warum nicht?

Wenn wir jetzt nicht zur Tat schreiten, wie viel muss noch passieren?

Warum Antisemitismus Teil der europäischen Kultur ist

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Antisemitismus ist nicht nur Teil der Geschichte Europas, sondern auch ein Bestandteil seiner Kultur. Die lang andauernde antisemitische Geschichte Europas ist mit Verleumdung, Diskriminierung, zweierlei Maß, Pogromen, Vertreibungen und anderer Verfolgung angefüllt. Sie erreichte ihren absoluten Tiefpunkt im Holocaust. Der Völkermord wurde nicht nur von Deutschen und Österreichern begangen, sondern auch von vielen Kollaborateuren in den besetzten Ländern, die nicht unbedingt alle für die Nazis waren.

Soweit es den Holocaust betrifft, gestanden fast alle besetzten Länder irgendwann die Wahrheit ein, dass sie versagt und in unterschiedlichem Grad mit den Nazis kollaboriert hatten. Die meisten entschuldigten sich.[1] Vor ein paar Wochen wurde Luxemburg zum neuesten Land, das dies tat.[2] Die große Ausnahme sind die Niederlande. Der derzeitige Premierminister Mark Rütte (Liberale Partei) gab vor kurzem zum zweiten Mal eine nichtssagende Antwort auf eine Anfrage im Parlament, um zu vermeiden das skandalöse Versagen der niederländischen Regierung der Kriegszeit zugeben zu müssen. Während des Exils in London zeigte sie kein Interesse an dem stattfindenden Massenmord – die Vernichtung von drei Vierteln der 140.000 niederländischen Juden durch die deutschen Besatzer.[3] Die jüdische Gemeinschaft war schon seit Jahrhunderten in den Niederlanden präsent gewesen.

Während es wenig Diskussion zur antisemitischen Geschichte Europas gibt, ist bezüglich des Antisemitismus als Bestandteil der europäischen Kultur eine detailliertere Erklärung nötig und wohl bezüglich seiner Juden ein dominierender Teil. Um jeglichem Missverständnis aus dem Weg zu gehen: Das heißt nicht, dass heute die meisten Europäer Antisemiten sind.

Der gerade verstorbene, führende Antisemitismus-Wissenschaftler Robert Wistrich hat viel zur Infrastruktur beigetragen, durch die verstanden und bewiesen wird, dass Antisemitismus ein integraler Bestandteil der europäischen Kultur ist.

Vor ein paar Jahren lud ich ihn ein, beim Jerusalem Center for Public Affairs über die Tradition des europäischen intellektuellen Antisemitismus zu sprechen. Wistrich erklärte, dass christliche Geistliche und viele führende christliche Theologen im Mittelalter und die Jahrtausende hindurch „Verachtung des jüdischen Volks lehrten“. Solche Credos beschränkten sich nicht auf die katholische Kirche. Zum protestantischen Reformator Martin Luther erklärte Wistrich: „Seine Angriffe auf Juden gehören zu den brutalsten in der Geschichte antisemitischer Diffamierung.“

Wistrich führte detailliert auf, wie intellektuelle Trends in Europa die Mutation des Antisemitismus jeweils beeinflussten. Er erklärte, wie die antisemitische jüdische Tradition sich während der Aufklärung fortsetzte und illustrierte das mit dem Hass, den Voltaire für das jüdische Volk hegte. Wistrich erwähnte auch die folgende Generation Antisemiten, so die idealistischen deutschen Philosophen des 18. und 19. Jahrhunderts, darunter Kant, Hegel, Schopenhauer und später Karl Marx.

Er führte an, dass mit seltenen Ausnahmen die französischen Sozialisten des frühen 19. Jahrhunderts die Grundlagen des Antisemitismus des späten 19. Jahrhunderts legten. Er merkte an, dass Edouard Drumonts antisemitisches Werk La France Juive (Das jüdische Frankreich) ein Bestseller seiner Zeit war. Es gab etwa einhundert Auflagen.

Wistrich fügte hinzu, dass ein großer Teil des Nationalsozialismus, des Faschismus und sogar einige Arten des Sozialismus – die wichtige antiintellektualistische Komponenten haben – ebenfalls intellektuelle Gründer hatten.[4] In seinem wichtigen Buch A Lethal Obsession (Eine tödliche Besessenheit) widmete Wistrich ein ansehnliches Kapitel dem, was er „die alt-neuen Judeophoben Britanniens“ nannte. Er erwähnte den weit verbreiteten Antisemitismus in den britischen Literaturklassikern über die Jahrhunderte. Er schrieb, dass im Vereinten Königreich „antisemitische Gefühle auch Teil des Diskurses des Mainstreams sind, die bei den akademischen, politischen und Medien-Eliten stetig wieder aufkommen“.[5]

Viele weitere Beispiele, dass Antisemitismus Teil der europäischen Zivilisation ist, sind in David Nirenbergs Buch „Anti-Judaism, the Western Tradition“ (Die westliche Tradition des Antijudaismus) zu finden.[6]

Eine Reihe führender europäischer Romanautoren waren extreme Antisemiten. Einer der berühmteren war der Franzose Louis-Ferdinand Céline, der nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Kollaboration mit der Besatzungsmacht verurteilt wurde.[7] Es gibt zudem auf Gebäuden wie der Kathedrale Notre Dame in Paris alte antisemitische Skulpturen.[8] In der europäischen populären Kultur – z.B. in Zeichnungen und Karikaturen – findet man ebenfalls antisemitische Leitgedanken. Das Studentenaustauschprogramm der Europäischen Union ist nach dem fanatischen Antisemiten Erasmus benannt.[9] Die Universität von Rotterdam ebenfalls.

Es ist ein Fehler zu glauben, dass der Nationalsozialismus und seine boshafte „Kultur“ mit der Niederlage Deutschlands im Jahr 1945 endeten. Viele Nazis behilten ihre Ideen. Manche versuchten ihre Kinder mit der Nazi-Ideologie zu füllen. Nach dem Krieg gab es in Deutschland nicht genug unbefleckte Richter und Beamte, um die benötigten Regierungsposten zu besetzen. Zu den früheren Nazis, die hohe Posten im Nachkriegsdeutschland besetzten, gehörte der Christdemokrat Kurt Georg Kiesinger, der von 1966 bis 1969 Bundeskanzler war. Sogar viele der Ärzte, die jüdische Überlebende untersuchten, die aus gesundheitlichen Gründen Ansprüche stellten, hatten einen Nazi-Hintergrund.[10]

Wenn man fragt, wer der wichtigste Nachkriegsphilosoph Europas war, werden viele Martin Heidegger nennen. Seine vor kurzem veröffentlichten Notizbücher lassen keinen Zweifel aufkommen, dass seine Ideenwelt zutiefst antisemitisch war.[11]

Die Tatsache, dass eine beträchtliche Zahl heutige Europäer der Aussage zustimmen, dass „Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt“, ist ein wichtiges Beispiel des zeitgenössischen europäischen Antisemitismus. Diese Äußerung wurde von mehr als 40% der EU-Bürger im Alter über 16 Jahre für korrekt erachtet. Das passt perfekt in die antisemitische Kultur Europas.[12]

Der amerikanische Politikwissenschaftler Andrei Markovits fasst ein Schlüsselelement der gegenwärtigen europäischen Realität prägnant zusammen: „Europa hat eine ungelöste, wichtige Beziehung zu seiner Vergangenheit. Das ständige Analogisieren der Israelis mit den Nazis erfolgt aus dem europäischen Bauch heraus. Das ist natürlich eine doppelte Unverschämtheit. Damit entlasten sich die Europäer von ihrer eigenen Geschichte. Gleichzeitig gelingt es ihnen ihre früheren Opfer zu beschuldigen sich so zu verhalten wie die schlimmsten Täter der eigenen Seite.“[13]

Die Führungskräfte des Kontinents, auf dem der Nationalsozialismus geboren wurde und florieren durfte, widmen heute relativ wenig ihrer Mahnungen der naziartigen Politik und Äußerungen, die aus den diversen Terrororganisationen des Nahen Ostens kommen. Deren Werbung für den Völkermord ist kein Hiter-Nazismus, sondern ein Nazismus, der aus Teilen des Islam stammt.

Das nächste Mal, wenn Repräsentanten Europas Israel wegen seiner Politik kritisieren, sollte die israelische Antwort lauten, dass sie sich angesichts der Vergangenheit Europas besser auf den Islamo-Nazismsu konzentrieren sollten. Die Offiziellen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten, die ständig und unverhältnismäßig Israel abmahnen, stehen auf unmoralischen Füßen.

[1] Manfred Gerstenfeld: The Abuse of Holocaust Memory: Distortions and Responses. Jerusalem, The Jerusalem Center for Public Affairs, 2009, S. 136-150.

[2] EJC welcomes Luxembourg apology for role in Holocaust. European Jewish Congress, 11. Juni 2015.

[3] Gerstenfeld: The Abuse of Holocaust Memory: Distortions and Responses, S. 141.

[4] Manfred Gerstenfeld interviewt Robert Wistrich: Intellectuals and anti-Semitism: a millenial tradition. Jewish Tribune, 13. August 2013.

[5] Robert S. Wistrich: A Lethal Obsession. Anti-Semitism from Antiquity to Global Jihad. New York (Radom House) 2010.

[6] David Nirenberg: Anti-Judaism: The Western Tradition. New York (W. W. Norton) 2014.

[7] Antoine Peillon: Céline, un antisémite exceptionnel. Une Histoire française. Lormon: Le Bord de l’eau, 2011.

[8] Toni L. Kamins: Notre-Dame de Paris to Prague, Europe’s anti-Semitism is literally carved in stone. JTA, 20. März 2015.

[9] Hans Jansen: Protest Van Erasmus Tegen Renaissance Van Hebreeuwse Literatuur. Heerenveen (Groen) 2010.

[10] Manfred Gerstenfeld, Interview mit Nathan Durst in: Europe’s Crumbling Myths, The Post-Holocaust Origins of Today’s Anti-Semitism. Jerusalem, Jerusalem Center for Public Affairds, Yad Vashem, WJC 2003, S. 128-136.

[11] Philip Oltermann: Heidegger’s ‘black notebooks’ reveal antisemitism at core of his philosophy. The Guardian, 13. März 2015.

[12] library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf

[13] Manfred Gerstenfeld, Interview mit Andre S. Markovits: European Anti-Americanism and Anti-Semitism: Similarities and Differences. Post-Holocaust and Anti-Semitism Nr. 16, Januar 2004.