Tweets, Kontext und Geschichte

Daniel Gordis, 30. Dezember 2014

Immer wieder mal ist etwas Einfaches wie ein Tweet Ursache für die Erinnerung daran, dass – im Leben allgmein, aber besonders in dieser Region – Kontext und Geschichte wichtig sind.

Der fragliche Tweet dieser Woche kam von Gershon Baskin, dem Gründer des Israel/Palestine Center vor Research and Information und selbsterklärtem Befreier von Gilad Shalit. Der Tweet war einfach: „Wenn die Welt die Anerkennung des Staats Palästina befürwortet, befürwortet sie auch Israel auf 78% des Landes zwischen Fluss und Meer.“

Nun, da fühle ich mich doch gleich viel besser.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, als Stockholm, Paris, Dublin und andere „Palästina“ (in Anführungszeichen, weil es Palästina nicht gibt) anerkannten, war das zu einem gewissen Grad ein feindlicher Akt gegenüber Israel. Immerhin erkennten die Führer von „Palästina“ Israel als jüdischen Staat nicht an und beharren darauf, dass sie es nie tun werden. Sie bestehen auf dem Rückkehrrecht der Flüchtlinge, was Israel als jüdischen Staat vernichten würde und sagen zumindest öffentlich, dass sie sich in dieser Sache niemals bewegen werden.

Also ja, ich gebe es zu: Wenn europäische Hauptstädte einen Staat anerkennen, der sowohl nicht existiert als auch anstrebt Israel als jüdischen Staat zu vernichten, dann bin ich besorgt.

Doch jetzt, wird mir gesagt, soll ich mich besser fühlen. Denn diese Länder – sowie die, die ihnen wahrscheinlich noch folgen werden – versuchen überhaupt nicht Israel Schaden zuzufügen. In Wirklichkeit ist eine solche Anerkennung Palästinas „Unterstützung Israels“ auf 78 Prozent des Landes zwischen Fluss und Meer.

Abgesehen davon, dass der Tweet Palästinas Haltung zu Israel ignoriert, ist es auch wert erwähnt zu werden, was für ein kleiner Teil dessen diese 78% sind, was dem jüdischen Volk ursprünglich versprochen wurde. Wir mögen deswegen nichts unternehmen können, aber wir sollten scharfsichtig sein, welches Spiel die internationale Gemeinschaft schon seit langem spielte und weiterhin spielt.

Die Balfour-Erklärung von 1917 besagte: Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.

Es können viele Fragen zu Balfour gestellt werden. Ist eine „nationale Heimstatt“ ein Staat? Wie kann die jüdische Heimat aufgebaut werden, ohne irgendwie die „bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina“ zu beeinflussen? Und vieles mehr. Aber für unsere Vorhaben ist eine Frage absolut vorherrschend: Was ist dieses Palästina, wo die jüdische Heimstatt aufgebaut werden soll und wie sehen seine Grenzen aus? Das sagt Balfour nicht.

Später fügten britische Dokumente Klarheit hinzu. Die Palestine Royal Commission von 1937 (allgemein als Peel-Kommission bekannt) erklärte klar: „Als Feld, in dem die jüdische nationale Heimstatt gegründet werden sollte, wurde zur Zeit der Balfour-Erklärung das ganze historische Palästina verstanden.“

Das „Ganze“ schloss natürlich Transjordanien ein, das man heute als Jordanien kennt. Das hielt die Peel-Kommission nicht davon ab die Größe eines vorgeschlagenen jüdischen Staates noch weiter zu reduzieren. Damit wurde das Land, das das britische Empire dem jüdischen Volk versprach 1922 erstmals geteilt, als 75% des „historischen Palästina“ abgeschlagen und zur Schaffung eines Landes namens Jordanien genutzt wurde.

Peel schlug dann etwas noch Kleineres vor.

Dann wurden, als 1947 die UNO über eine (zweite) Teilung abstimmte, weitere Teile aus einem zukünftigen jüdischen Staat ausgeschlossen; das Sonderkomitee der UNO zu Palästina hatte entschieden noch einen zweiten arabischen Staat auf den Land zu gründen, den die Balfour-Erklärung für die Juden vorgesehen hatte. (zum Beispiel hatte die Peel-Kommission vorgeschlagen Westgaliläa den Arabern zu geben.) Die Karte, über die die UNO-Vollversammlung am 29. November 1947 abstimmte, war eine, die den Juden weniger als ein Achtel dessen gab, wie ihnen mit Balfour nur 30 Jahre früher versprochen worden war.

Dem jüdischen Staat Land wegzunehmen ist eine langjährige Tradition.

Der einzige Grund, dass Israel niemals dazu gezwungen war tatsächlich innerhalb der nicht zu verteidigenden und unbewohnbaren Grenzen von 1947 zu leben, besteht darin, dass die Araber Israel nach der Abstimmung in der UNO angriffen; und dann noch lärmender, nachdem Israel am 14. Mai 1948 seine Unabhängigkeit erklärte. In dem von den Arabern losgetretenen Krieg war Israel in der Lage – mit Waffengewalt – Land zu erobern, das die UNO ihm nicht versprochen hatte. Die 1949 erreichten Linien, die sogenannte Grüne Linie, sind keine in irgendeinem Friedensvertrag vereinbarten Grenzen. Sie sind Waffenstillstandslinien: Sie sind einfach da, wo die zwei erschöpften Seiten sich entschieden die Dinge ruhen zu lassen, als die Kämpfe abklangen.

Israel eroberte dann im Juni 1967 weiteres Land, in einem weiteren Krieg, den es nicht wollte. Es übernahm die Westbank von Jordanien, nachdem es König Hussein anbettelte nicht in die Kämpfe einzutreten – eine Warnung, die der König dummerweise ignorierte. Die internationale Gemeinschaft hat entschieden, dass das von Israel 1967 eroberte Territorium zurückgegeben werden muss.

Wird sie das eines Tages auch von Land sagen, das Israel zwischen der Abstimmung in der UNO im November 1947 und dem Ende des Unabhängigkeitskriegs im März 1949 eroberte? Vielleicht nicht, aber wer weiß? Das Schachbrett namens Naher Osten unterscheidet sich stark von dem vor nur gerade mal einem Jahrzehnt. Israels Aktien in der internationalen Gemeinschaft stehen schlechter als seit langer Zeit, vielleicht schlechter als je zuvor. Die Kälte in den Beziehungen zwischen den USA und Israel (von beiden Seiten bestritten, aber offensichtlich sehr real) schächte Israel weiter. Amerikanische Juden sind zunehmend wegen eines Israel frustriert, das ihrer Meinung nach zu wenig Annäherungsversuche den Palästinenser gegenüber macht. Der Iran kommt Atomwaffen immer näher und Israel könnte die USA durchaus benötigen (wahrscheinlich mit einem ganz anderen Präsidenten), um ihn aufzuhalten.

Ungeachtet aller Beteuerungen einiger Israelis könnte Israel sich auf dem Rückzug vom Jordan zu etwas finden, das der Grünen Linie nahe kommt. Einige Israelis werden jubeln, andere werden trauern. Der Rückzug könnte Frieden bringen; wahrscheinlicher ist, dass er das am Ende nicht tut.

Doch was immer auch geschieht, wir sollten zumindest verstehen, was geschieht. Ja, Israel würde mit kolossalen 78% des Landes zwischen Fluss und Meer zurückbleiben. Aber das ist nur ein Bruchteil dessen, was dem jüdischen Volk ursprünglich versprochen wurde und wenn die internationale Gemeinschaft weiterhin darauf besteht, dass Israel Territorium aufgibt, das es kämpfend gewonnen hat, könnte uns am Ende weit mehr fehlen.

Täuschen wir uns nicht. Die europäischen Regierungen, die Palästina anerkannten, erkennen nichts zu Israel an. Sie warten lediglich darauf, ihren nächsten Zug auf dem Schachbrett tun zu können.

Islamischer Staat: Rottet die Juden und Israel aus

Manfred Gerstenfeld interviewt Jacques Neriah (direkt vom Autor)

Es ist extrem wichtig die Pläne des Islamischen Staats zu verstehen. Nach Angaben dieser Bewegung müssen sowohl der Staat Israel als auch die Juden ausgerottet werden. Im Prinzip hat der sunnitische Islam keine Feindschaft mit dem Judentum und dem Christentum. Der Islamische Staat jedoch proklamiert, dass Israel und das Judentum nicht nur Teil des westlichen Kolonialismus sind sondern auch mit dem „zionistischen Programm“ verbunden sind und deshalb ausgemerzt werden müssen.

Daher können Juden nach Ansicht dieser muslimischen Bewegung nicht von ihrem historisch schwächeren Status im Islam profitieren. (Historisch lebten Juden in islamischen Ländern im Status der Dhimmis, Bürger zweiter Klasse , denen erlaubt wird ihr Leben zu leben solange sie die Jizjah zahlen – eine Kopfsteuer.) Daher ist es für Juden und Israelis entscheidend die Ideologie und konkreten Ziele der IS-Bewegung zu verstehen und nicht nur ihre globalen Ansichten.

Jacques_NeriahOberst a.D. Dr. Jacques Neriah war früher außenpolitischer Berater von Premierminister Yitzhak Rabin und stellvertretender Leiter der Auswertungsabteilung des israelischen Militärgeheimdienstes. Heute ist er leitender Analytiker für den Nahen Osten am Jerusalem Center for Public Affairs.

Er stellt fest: Der IS ist ein Produkt sunnitischer Ideologie. Das lange, historische Zerwürfnis zwischen Schiiten und Sunniten ist nie überbrückt worden. Beide kämpfen heute um die Vorherrschaft in der islamischen Welt. Sie setzen den internen muslimischen Krieg fort, der geführt wird, seit Mohammeds Cousin Ali das Kalifat entzogen und seine Söhne getötet wurden. Die Schiiten betrachten Ali als den ersten Imam.

Der IS betrachtet Schiiten als Häretiker, die bekämpft, bestraft und vom Angesicht der Erde vertilgt werden müssen, Was Christen angeht, so kann ihnen zwar der Dhimmi-Status gegeben werden, aber islamische Kämpfer können sie in der Hitze der Schlacht weiterhin ausrauben und ausplündern. Islamische Kämpfer können die Kriegsbeute genießen, zu der Frauen als Sexsklaven, die Häuser der Menschen und ihr Vermögen gehören. Hinterher wird diesen Christen gestattet innerhalb der Grenzen des islamischen Kalifats zu leben. Allerdings sind Christentum und der Papst fundamental mit dem westlichen Kolonialismus verbunden und als solche werden sie bekämpft, bis sie besiegt sind.

Der IS ist ein Magnet, der tausende Ausländer angezogen hat, die erpicht darauf sind zu kämpfen und die Gemetzel des Krieges zu genießen. Große IS-Triumphe entstammen der Tatsache, dass die meisten arabischen Staaten keine alternativen sozialen Lösungen und Ideologien bieten. Die fehlende Geschlossenheit in diesen Ländern wie auch die zunehmende Welle sozialer Unruhen in Europa und Asien haben dem IS erlaubt ein Leuchtturm und eine Sammelkraft zu werden. Jeder Erfolg des IS auf dem Schlachtfeld lockt mehr Freiwillige an. Darüber hinaus haben verschiedene Parteien, die mit Al-Qaida verbunden waren, ihre frühere Identität aufgegeben und dem IS die Treue geschworen. Das zeigt die Anziehungskraft der IS-Bewegung.

Die extreme Ideologie des IS, der alle mit westlichen Werten verbundene Elemente bekämpft, hat in muslimischen Gemeinschaften überall in der Welt ein warmes Willkommen gefunden. Es scheint so, dass sie eine Lösung für den Verlust der nationalen Identität bietet, die einige Muslime in den verschiedenen Staaten erfahren haben, in denen sie seit Jahrzehnten leben. Auf eine gewisse Weise ist das eine Form der Rache an der materiellen und technologischen Überlegenheit des Westens. Mit der Bekämpfung des Westens und seiner vermeintlichen Speerspitzen – Israel, Saudi-Arabien, Ägypten – hat der IS eine Antwort für tausende junger Muslime vorgestellt, die das Gefühl haben in einer Kultur vom Weg abgekommen zu sein, die sie weder akzeptieren noch respektieren.

Heute erstreckt sich der Einfluss des IS von Marokko über Afghanistan, Usbekistan, Tadschikistan bis nach China. Islamische Gruppen in Afrika und vor allem Boko Haram sind Teil dieser Gemeinschaft. Die IS-Präsenz in jedem der arabischen Staaten höhlt beständig die Autorität der Zentralregierungen aus. Selbst radikalmuslimische Staaten wie Saudi-Arabien, die das Scharia-Recht anwenden, sind nicht immun. Nach Jahren, in denen sie von den Geldern profitierten, die aus radikalen arabischen Staaten in salafistische Bewegungen flossen, hat der IS sich jetzt gegen diese Gönner gewandt. Er behauptet, dass sie illegal und antimuslimisch sind. Selbst die Türkei, die maßgeblich für den Aufbau des Militärapparats des IS gewesen ist, wird heute als ultimativer Kollaborateur der „Kreuzfahrer“ betrachtet und muss daher bekämpft werden.

Israel weiß, dass IS-Zellen in Jordanien aktiv sind. In Syrien kämpfen IS-Militäreinheiten nicht weit entfernt von Israels Grenze auf dem Golan. Im Libanon hat der IS Vorteile aus dem existierenden Hass zwischen libanesischen Sunniten und der vom Iran finanzierten schiitischen Organisation Hisbollah genutzt. Der IS hat zahlreiche Zellen gegründet, die hauptsächlich im Nordlibanon und dem Beeka-Tal agieren. Im Gazastreifen predigen IS-Unterstützer offen für ihre Sache.[1]

Die Präsenz des IS ist bisher in Israel nur in begrenztem Maß sichtbar. Nach Angaben des Inlands-Geheimdienstes (Shabak) haben rund dreißig arabische Israelis sich dem IS in Syrien und dem Irak angeschlossen. IS-Zellen existieren und funktionieren jedoch zumeist im Untergrund. In Städten wie Umm el-Fahm und Bakaah el-Gharbiyya kann man von Zeit zu Zeit die Flaggen des Islamischen Staats auf Hausdächern gehisst sehen. IS-Zellen sind außerdem in Südisrael in Beduinengemeinden wie Rahat und Tel-Sheva enttarnt worden.

Im Sommer 2015 brachte Muhammad Abd al-Ghani, Imam einer Moschee in Umm el-Fahm, seiner Unterstützung des IS zum Ausdruck. Er nannte Premierminister Benjamin Netanyahu einen „jüdischen Hund“ und machte Israel für alle Probleme in der muslimischen Welt verantwortlich.[2]

All das zeigt, dass wir uns in einer extrem dynamischen Situation befinden. Daher muss Israel den Entwicklungen auf einer im Fluss befindlichen Grundlage folgen. Die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) brachten vor kurzem ein Dokument heraus, das die Bedrohungen umreißt, denen Israel sich derzeit gegenüber sieht. Eine wichtige Veränderung in der Haltung der IDF zu wahrgenommenen Bedrohungen betrifft ihre Einstellung gegenüber dem IS. Die IDF betrachtet den IS heute als Feind. Israel wird IS-Kämpfern nicht gestatten seinen Grenzen nahe zu kommen, selbst wenn das israelische Einfälle auf syrisches Territorium auf den Golanhöhen erfordern sollte.

[1] http://www.timesofisrael.com/gaza-imam-weapons-will-help-us-build-islamic-state/

[2] http://www.timesofisrael.com/israeli-imam-backs-islamic-state-in-anti-semitic-rant/

Schaschlik

Dr. Mordechai Kedar sieht die PA unmittelbar vor dem Ende; das sei auch der Grund, dass Abbas den Posten des Vorsitzende aufgeben will.

Das Antiterror-Büro des (israelischen) Nationalen Sicherheitsrats hat die üblichen Reisewarnungen ausgegeben; erstmals stehen auf der 41 Länder umfassenden Liste auch Staaten aus Europa, u.a. Dänemark und Finnland sowie weitere Ländern, in denen in letzter Zeit Juden angegriffen wurden.

Wieder wurde im Gazastreifen ein Mann wegen angeblicher „Kollaboration mit Israel“ zum Tode verurteilt. Die Hamas weigert sich Einzelheiten aus dem Prozess zu veröffentlichen.

Baschar al-Assad behauptete in einem Interview mit der Hisbollah, dass Israel die „Terroristen“ finanziert, die ihn bekämpfen.

21 Staaten haben eine Resolution eingebracht, dass bei der nächsten Sitzung der UNO-Vollversammlung die Palästinenserflagge gehisst werden soll.

Der Botschafter der Schweiz in Teheran nannte den Iran bei einem Treffen mit Schweizer Geschäftsleuten einen „Pfeiler der Stabilität“ im Nahen Osten und fordert in ihn zu investieren. (Wenn man Terrorexport stabilitätsfördernd nennen will, stimmt das dann wohl: Es wird stabil an der Destabilisierung der anderen Staaten gearbeitet.)

Monaco hat sich offiziell für seine Beteiligung an der Deportation von Juden in die Todeslager der Nazis entschuldigt. Der Präsident des European Jewish Congress sagte, es sei nie zu spät für eine Entschuldigung.

Seitens der EU wird Israel mal wieder gedroht: Der Leiter der EU-Delegation bei der PA warnte, die EU werde schärfere Maßnahmen gegen jüdische Gemeinden in Judäa und Samaria ergreifen. Wann und wie diese aussehen sollen, sagte er allerdings nicht.

Der Botschafter der Schweiz in Teheran verbreitete bei einer Veranstaltung zur Förderung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern eine Karikatur, in der zwei Tauben Premierminister Netanyahu vollkacken. Das schweizerische Außenamt sagte, die „fragwürdige Karikatur“ wurde ohne sein Wissen gezeigt und das Amt bedauere den Vorfall.

Knessetsprecher Yuli Edelstein hatte ein paar deutliche Worte für UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in Sachen Iran-Deal: „Wenn mir einer sagt, er wolle mich umbringen, dem glaube ich.“ Der UNO-Häuptling konterte, der Deal sei nützlich – womit er seine ganze Ignoranz bezüglich dem zur Schau stellte, was aus dem Iran tönt.

Eine internationale Studie ergab: Israel ist das viertbeste Land der Welt, um eine Familie gründen und mit ihr zu leben.

Medieneinseitigkeit:
Mehr als ein Drittel eines Berichts der BBC über die Vernichtung einer christlichen Stätte in Syrien – dreht sich um einen israelischen Luftangriff auf Terroristen des Palästinensischen Islamischen Jihad!

Der ganz alltägliche Antisemitismus (die Informationen sind in der Regel alle in The New Antisemite zu finden):

Deutschland:
– Unbekannte zerschlugen ein Fenster einer Synagoge in Berlin Mitte.
Schweiz:
– Der Schweizer Botschafter in Teheran verbreitete auf einer Tagung in Zürich eine Karikatur, die Tauben zeigt, die auf Benjamin Netanyahu scheißen.
Großbritannien:
Eine Petition Premierminister Netanyahu während seines anstehenden Besuchs im September festzunehmen und wegen Kriegsverbrechen anzuklagen, hat inzwischen fast 80.000 Unterschriften erzielt.
– Im britischen „Big Brother“, kündigt Channel 5 an, wird ein Nazi-Sympathisant mitmachen, der sich als „wiedergeborener Hitler“ bezeichnet und erwiesenermaßen ein bösartiger Antisemit ist.
Eine Musikerin, die auf dem Edinburgh Festival auftrat, wurde von einer Gruppe zur Bekämpfung von Antisemitismus angezeigt. Sie hatte auf Twitter ein Foto von sie eingestellt, auf dem sie den „Quenelle“-Gruß (der sogenannte „umgekehrte Hitlergruß“, „erfunden“ von einem französischen Antisemiten) gab. Außerdem postete sie einen Aufsatz des Holocaustleugners Robert Faurisson, in dem dieser die Nutzung der Gaskammern durch die Nazis sowie die Zahl der 6 Millionen Getöteten bestreitet.
Frankreich:
– Ein Café-Besitzer im Elsass boykottiert Coca-Cola, Pepsi und Perrier, weil diese angeblich „den Terrorstaat Israel unterstützen“.
Niederlande:
Ein Niederländer hat €10.000 Belohnung angeboten, wenn jemand seinen jüdischen Nachbarn tötet. Er wolle „dieses Nest von Teufeln“ ausgerissen wissen, schrieb er auf Facebook.
Russland:
In Moskau wurde die Ausstellung eines jüdischen Künstlers angegriffen; u.a. rissen die beiden Täter ein Kunstwerk von der Wand; sie riefen, die gesamte Ausstellung werde einem Pogrom unterzogen. Schon am 14. August wurden vier Kunstwerke des Künstlers in dieser Ausstellung beschädigt (von einer Gruppe russisch-orthodoxer Kirchenmitglieder).

Türkei:
– Eine türkische Zeitung beschuldigt den „jüdischen Geschäftsmann“ Murdoch kurdische Terroristen-Propaganda zu verbreiten.

USA:
– Letzten Monat wurden Hakenkreuze auf ein jüdisches Ferienlager gesprüht; die Täter konnten jetzt ermittelt und festgenommen werde.

Araber/Muslime:
– Der sudanesische Autor Mus’ab Al-Mosharraf schreibt für die linke Internetseite Elaph. Er verkündete jetzt: „Es ist unbestreitbar, dass Makaken (eine Affenart) von den Juden abstammen.“ Dazu verweist er auf „die Ähnlichkeiten im Verhalten von Makaken und Juden“.
– Der saudische Kolumnist Salman Mohammed Buhairi schrieb in Al-Riyadh über den Tod des Babys beim Brand in Duma: In Wirklichkeit ist dieses Verbrechen das Ergebnis der jüdischen Religion, die zu Rassismus, Extremismus und dem Töten von Nichtjuden aufstachelt; Rabbiner drängen Nichtjuden zu töten und ihr Geld und ihre Frauen zu plündern und Wucher zu betreiben, wie in der Geschichte des Kaufmanns von Venedig, sowie zu Diebstahl und Ehebruch und Mord und Lügen und Vertragsbruch. Das alles ist unter ihnen selbst tabu; Sie sind Gottes erwähltes Volk, aber bei Nichtjuden sind diese Dinge erlaubt.“ In diesem Stil geht es weiter. Abgesehen von den Lügen ist das wohl eher Projektion dessen, was radikale Muslime glauben und wie sie sich verhalten.

Medien/soziale Medien/Internet:
Electronic Intifada „informiert“ seine Leser über den Ausbruch von Typhus im syrischen Palästinenser-Flüchtlingslager Yarmuk: „Nichts davon würde den Palästinensern in Syrien passieren, wenn ihnen die Rückkehr nach Israel erlaubt würde.“ Merke: Niemand außer den Juden kann schuld sein, wenn es Arabern schlecht geht.
Facebook in Deutschland ignoriert zunehmend Beschwerden über antisemitische Kommentare.
Robert Fisk verbreitet eine Verschwörungstheorie: ISIS bedroht nie Israel und Israel bekämpft ISIS nie. Was eine komplette Lüge ist. Fisk will ein gemeinsames Agieren von ISIS und Israel suggerieren.

Israel für die Welt:
Israel’s Good News Newsletter to 16th Aug 2015
Israel’s Good News Newsletter to 23rd Aug 2015
Israel’s Good News Newsletter to 30th Aug 2015

Die ausgesöhnten Terroristen:
Mahmud Al-Zahar von der Hamas fordert die Palästinenser in Judäa und Samaria auf der Hamas zu helfen das Gebiet zu übernehmen. Die PA müsse verändert werden.
– Bei „Zusammenstößen“ zwischen Fatah und Hardline-Islamisten in einem Lager im Libanon gab es zwei Tote (beide von der Fatah).

Jihad:
Al-Shabab-Terroristen ermordeten im südlichen Somalia mindestens 7 Menschen bei einem Angriff auf einen Regierungskonvoy.

Ägypten/Sinai:
Eine Bombe am Straßenrand tötete im Nildelta 2 Polizisten und Verletzte 24 weitere (YNet berichtet von 3 Toten und 27 Verletzten).
– Bei einer weiteren Bombe am Straßenrand wurden in der Nähe von El-Arisch 5 Sicherheitskräfte verletzt, die in einem gepanzerten Auto unterwegs waren.
– Bewaffnete erschossen im nordöstlichen Sinai aus einem (zu schnell) fahrenden Auto heraus 2 Polizisten.

Muslimisches Herrenmenschentum im Westen und westliches Dhimmitum:
Die Stadt Toronto hatte einer Muslimorganisation einen Zuschuss für Hausbau/Wohnungen gewährt. Das hat Kritik geerntet, weil diese Organisation nur Muslimen erlaubt diese Wohnungen zu beziehen.

Obama Watch:

Parchin ist eine Schlüsseleinrichtung des iranischen Atomwaffenprogramms – nur nicht für das US-Außenministerium, das tatsächlich den Nerv hat zu behaupten, Parchin sei „eine konventionelle Militäreinrichtung“.

Eine NGO hat festgestellt dass (mindestens) 141 Countys (Landkreise) in 21 Bundesstaaten der USA mehr registrierte Wähler als in ihnen lebende Menschen haben. Führend ist Michigan mit 24 solchen Countys, gefolgt von Kentucky mit 18 und Illinois mit 14.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.08.-05.09.2015)

Sonntag, 30.08.2015:

Eine 92-jährige Araberin kann sich heute noch für das Massaker von Hebron 1929 begeistern und wünscht sich, dass die „Palästinenser“ von heute das weiter machen werden. Ein entsprechendes Video konnten von MEMRI gesichert werden.

Dienstag, 01.09.2015:

Katastrophenalarm durch die UNO: Bis 2020 könnte der Gazastreifen infolge von sozialen, Gesundheits- und Sicherheitsproblemen unbewohnbar werden. Die hohe Bevölkerungsdichte und Überbevölkerung seien dabei wichtige Faktoren. (Fragt sich nur, wer das wieder schuld sein soll – der Leiter von COGAT berichtet wieder einmal, dass die Hamas den Wiederaufbau des Gazastreifens verzögert bis verhindert.)

Heckmeck:
Premierminister Netanyahu vor einer Frauengruppe: Israel ist interessiert daran die Friedensgespräche mit Abbas wieder aufzunehmen. Ohne Vorbedingungen.

Mittwoch, 02.09.2015:

Die Polizei von Jerusalem hat nach einer Terrorwarnung ihre Präsenz im Bereich der Straßenbahn verstärkt.

Der Premierminister hat angeordnet, dass die Sicherheitskräfte an der Straße 443 (von Jerusalem nach Modi’in) verstärkt und dort auch vermehrt Beobachtungsposten eingerichtet werden. (An der Straße hat es zunehmend Angriffe mit Steinwürfen und Brandsätzen auf Verkehrsteilnehmer gegeben.)

Abbas und die PA befürworten fortgesetzten Konflikt auf dem Tempelberg, ermutigen zu „Ribat“ (religiösem Konflikt/Krieg) zum Schutz von als islamisch beanspruchtem Land.