Was ist ein „palästinensischer Bürger“?

Yisrael Medad, My Right Word, 15. Januar 2017

Ich fand das hier und es weckte mein Interesse:

eingekreist: Palästinensische Bürger Israels
(demonstrieren gegen Abrisse in Qalansawe)

In der Vergangenheit hätten wir gelesen: „Israelische Araber demonstrieren…“

Heute sind sie keine „Araber“, sondern „Palästinenser“.

Ihre Nationalität, selbst wenn sie Israel geboren sind, ist nicht israelisch.

Wenn Sie hier nachsehen, werden Sie lernen:

Es hat nie eine souveräne palästinensische Autorität gegeben, die explizit definiert, wer ein Palästinenser ist, sondern der Begriff entwickelte sich aus einer geografischen Beschreibung zu Staatsbürgerschaft in eine Beschreibung geografischer Bürgerschaft mit einer arabischen Ethnie.

Wenn man aber hier ein paar Zeilen weiter vorne liest, muss man durch man durch dasselbe Kauderwelsch waten:

Das palästinensische Volk hat eine Geschichte, die oft mit der Geschichte der arabischen Nation verbunden ist, die mit dem Aufstieg des Islam verbunden ist. Als der Islam durch Mohammed im Jahr 610 n.Chr. in Mekka gegründet wurde, war das Christentum die größte Religion in Palästina. Kurz nach dem Aufstieg des Islam wurde Palästina erobert und in das rapide wachsende islamische Imperium eingegliedert… Nach dem Sturz des Mamelukenstaats 1517 übernahmen die osmanischen Türken die Kontrolle über den größten Teil der arabischen Welt. Palästina existierte innerhalb des osmanischen Reichs in zwei Verwaltungsbezirken, die auch als Sanjaks bezeichnet wurden. Der juristische Ursprung der Bürgerschaft des Nahen Ostens wrude am 19. Januar 1869 mit dem osmanischen Staatsbürgerschaftgesetz geboren…

Es gibt also eine fiktive Nationalität auf Grundlage eines fiktiven Volks in einem fiktiven Land.

Die muslimischen Araber eroberten das Land Israel, das von den Römern erobert worden war, deren Imperium dann zu byzantinisch-christlichen Imperium wurde. Es war kein Land, sondern einfach nur Verwaltungsbezirke.

Aber es wird noch besser:

Die palästinensische nationale Autonomiebehörde entwarf 1995 ein Gesetz, verabschiedet es aber nicht, das ihr Staatsbürgerschaftsrecht umriss. Artikel 7 dieses Gesetzes definiert eine Palästinenser als jemanden, der „(1) vor 15. Mai 1948 die palästinensische Staatsbürgerschaft inne hatte (keine Juden); (2) Kind eines palästinensischen Vater war; (3) in Palästina als Kind einer palästinensischen Mutter geboren wurde, auch wenn die Staatsbürgerschaft des Vaters nicht bekannt ist; (4) in Palästina als Kind unbekannter Eltern geboren wrude; …

„Palästinenser“ zu sein ist also nicht nur eine Erfindung, sondern auch ein rassistischer Status.

Und Linke/Progressive unterstützen das.

Israel besetzt die Westbank legal, sagt ein Appellationsgericht in Versailles

Pamela Geller, 12. Januar 2017

Vielen Dank an Jean-Patrick, der dieses monumentale, aber ignorierte Gerichtsurteil meldete.

  1. auch: San Remo mandate: Israels Magna Charta (auch hier).

ISRAEL BESETZT DIE WESTBANK LEGAL, SAGT DAS APPELLATIONSGERICHT IN VERSAILLES, FRANKREICH

Veröffentlicht von Jean-Patrick Grumberg, 12. Januar 2017

In einem historischen Gerichtsverfahren, das von den Medien sorgsam „vergessen“ wurde, erklärte die 3. Kammer des Appellationsgerichts von Versailles, dass Israel die Westbank legal besetzt.

Das Appellationsgericht von Versailles urteilte in einem von der palästinensischen Autonomiebehörde angestrengten Verfahren gegen die Jerusalemer Straßenbahn, die von den französischen Firmen Alstrom und Veolia gebaut wird, dass die Siedlungen in der Westbank und die Besetzung von Judäa-Samaria durch Israel dem Völkerrecht nach unzweifelhaft legal ist und dem Völkerrecht entspricht; die Medien berichteten nicht darüber, also entschied ich mich, als ich davon erfuhr, meine jahrelange Arbeit des Jurastudiums in Frankreich anzuwenden und analysierte das Urteil akribisch.

Zu meinem Erstaunen beichteten auch pro-israelische Medien auch nicht darüber. Die wenigen, die den Fall erwähnten, hatten keinen juristischen Hintergrund zum französischen Recht, um die Mega-Bedeutung des Urteils zu begreifen; und da wenige linke, englischsprachige israelische Internetseiten darüber berichteten, glaubten sie, die Entscheidung beziehe sich strikt auf die Jerusalemer Straßenbahn. So ist es aber nicht.

Um sicherzustellen, dass ich meine juristischen Fähigkeiten nicht überschätze und nicht – wie üblich – überoptimistisch war, legte ich meine Analyse und die Gerichtspapiere Gilles-William Goldnadel vor, einem der prominentesten französischen Anwälte und Präsident von Rechtsanwälte ohne Grenzen, damit er mir seine juristische Einschätzung gibt. Er bestätigte tatsächlich meine Feststellungen. Dann entschied ich mich, das ins Englisch zu übersetzen und es wird über einen gemeinsamen Freund bald Benjamin Netanyahu unterbreitet.

VOR ALLEN DINGEN HATTE DAS APPELLATIONSGERICHT VON VERSAILLES DIE JURISTISCHEN RECHTE DER PALÄSTINENSER UND DER ISRAELIS IN DER WESTBANK ZU BESTIMMEN. SEINE SCHLUSSFOLGERUNG: PALÄSTINENSER HABEN IM SINNE DES VÖLKERRECHTS, KEIN RECHT AN DER REGION; ANDERS ISRAEL; DAS LEGITIMEN ANSPRUCH AUF DIE BESETZUNG DES GESAMTEN LANDES JENSEITS DER LINIE VON 1967 HAT.

Der Kontext:

In den 1990-er Jahren schrieb Israel den Bau der Jerusalemer Straßenbahn aus. Die Ausschreibung wurde von den französischen Firmen Veolia und Alstom gewinnen. Die Straßenbahn wurde 2011 vollendet und sie verläuft ganz bis in den Osten und die „besetzten Gebiete“ (mehr über diesen Begriff später).

In der Folge reichte die PLO Klage beim Schwurgericht (Tribunal de Grande Instance) von Versailles in Frankreich gegen Alstom und Veolia ein, weil nach Ansicht der PLO „der Bau der Tram illegal ist, da die UNO, die EU, viele NGOs und Regierungen der Meinung sind, dass Israel illegal palästinensisches Gebiet besetzt“.

DAS STREBEN NACH INTERNATIONALER GESETZGEBUNG ZUR HERLEITUNG DER RECHTE BEIDER SEITEN.

Um zu entscheiden, ob der Bau der Straßenbahn legal ist oder nicht, musste das Gericht die Texte des Völkerrechts bemühen, internationale Verträge untersuchen, um die jeweiligen Rechte der Palästinenser wie der Israelis festzustellen.

Meines Wissens ist dies das erste Mal, dass ein nicht israelisches Gericht dazu gebracht wurde über den Status der Westbank zu urteilen.

WARUM IST DAS EIN HISTORISCHES URTEIL: ES IST DER ERSTE INTERNATIONALE FALL SEIT DER AUSRUFUNG DES STAATES ISRAEL 1948

Es ist das erste Mal seit der Gründung des Staates Israel 1948, dass ein unabhängiges, nicht israelisches Gericht aufgefordert wurde den Rechtsstatus der Gebiete der Westbank gemäß des Völkerrechts über die politischen Forderungen der Seiten hinaus zu untersuchen.

Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass die Befunde des Gerichts keine Auswirkungen auf das Völkerrecht haben. Was sie aber tun – und das ist von höchster Bedeutung: Sie klären die juristische Realität.

Die Schlüsse des Appellationsgerichts in Versailles sind so durchschlagend wie das Schweigen, mit dem sie von den Medien empfangen wurden. Israel hat in den Gebieten Rechte, seine Entscheidung eine Straßenbahn in der Westbank oder irgendwo sonst in der Gegend zu bauen, ist legal und die Richter haben alle von den Palästinensern vorgelegten Argumente abgewiesen.

DIE ARGUMENTE DER PALÄSTINENSER

  • Die PLO verurteilt die Ausweisung der palästinensischen Bevölkerung und die Zerstörung von Grundeigentum in Verletzung internationaler Bestimmungen. Im Vertrauen auf die Genfer und Haager Konventionen sowie den UNO-Resolutionen betrachtet sie den Staat Israel als illegalen Besatzer palästinensischen Territoriums und verfolgt illegale jüdische Kolonisierung. Damit ist der Bau der Straßenbahn illegal.[1]
  • Die PLO fügt hinzu, dass der Bau der Straßenbahn die Zerstörung palästinensischer Gebäude und Häuser zur Folge hatte, die Beinahe-Vernichtung der Schnellstraße 60, die für Palästinenser und ihre Waren unverzichtbar ist und viele illegale Enteignungen vorgenommen hat. Daher wurden mehrere Bestimmungen der Anhänge zur Vierten Haage Konvention vom 18. Oktober 1907 verletzt.[2]
  • Schließlich behauptet die PLO, dass Israel die Vorkehrungen zum „Schutz kulturellen Eigentums“ verletzt, die in Artikel 4 der Haager Konvention vom 13. Mai 1954, Artikel 2 der Haager Bestimmungen von 1907, Artikel 5 der Haager Konvention IX von 1907 und Arikel 53 des Zusatzprotokolls Nr. 1 der Genfer Konventionen vertzt.

DAS APPELLATIONSGERICHT BESTREITET DIE BESATZUNG NICHT, ABER ES ZERSTÖRT DIE PALÄSTINENSISCHEN ARGUMENTE EINES NACH DEM ANDEREN

Unter Bezugnahme auf die Texte, auf denen der Anspruch der PLO beruhen, überlegt das Appellationsgericht, dass Israel Anspruch auf Ordnung und öffentliches Leben in der Westbank hat, daher hat Israel das Reicht eine Straßenbahn und Wohnungen zu bauen.

Artikel 43 der Vierten Genfer Konvention von 1907 legt fest, dass „da die Autorität der legitimen Macht faktisch in die Hände des Besatzers übergegangen ist, Letzterer alle in seiner Macht stehende Maßnahmen zu treffen hat, um so weit wie möglich die öffentliche Ordnung und Sicherheit sicherzustellen“.

ISRAELISCHE BESATZUNG VERLETZT KEIN VÖLKERRECHT

„DIE PALÄSTINENSISCHE AUTONOMIEBEHÖRDE LIEST DIE DOKUMENTE FALSCH, SIE GELTEN NICHT FÜR DIE BESATZUNG“

Das Gericht erklärt, dass die palästinensische Autonomiehörde die Texte falsch liest und sie gelten nicht für die Besatzung:

  • Vor allem sind alle von der PLO vorgebrachten internationalen Instrumente zwischen Staaten unterschriebene Handlungen und die darin enthaltenen Verpflichtungen und Verbote für Staaten wichtig sind. Weder die PA noch die PLO sind Staaten, daher gilt keines dieser Rechtsdokumente.
  • Zweitens sagt das Gericht, dass diese Texte nur für diejenigen bindend sind, die sie unterzeichneten, nämlich den „Vertragsparteien“. Doch weder die PLO noch die PA haben diese Texte je unterzeichnet.

PROPAGANDA IST KEIN VÖLKERRECHT

Das Gericht macht taper geltend, dass das Recht „nicht einzig auf den Einschätzungen einer politischen oder gesellschaftlichen Lage gründen kann“.

MENSCHENRECHT WIRD NICHT VERLETZT

DIE PLO VERWEIST FÄLSCHLICHERWEISE AUF DIE FALSCHEN RECHTSDOKUMENTE; WEIL DIE HAGER KONVENTION IM FALL VON BOMBARDIERUNGEN GILT. UND … „JERUSALEM WIRD NICHT BOMBARDIERT.“

Die PLO beschwört die Verletzung des in den Genfer und Haager Konventionen beinhaltet Menschenrecht.

  • Aber andererseits, sagen die Richter des Appellationsgerichts, gelten internationale Konventionen zwischen Staaten und die PLO ist kein Staat. „Der Internationale Gerichtshof hat angedeutet, dass [die Konventionen] nur Verpflichtungen für die Staaten beinhalten und dass Individuen aus diesen Verpflichtungen keine Rechte für sich selbst beanspruchen können.“
  • Dann sagt das Gericht, dass nur die Vertragsparteien durch internationale Konventionen gebunden sind und weder die PLO noch die A haben keine von ihnen jemals unterzeichnet.
  • Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass sich die PLO fälschlicherweise au die falschen Rechtsdokumente bezieht, weil die Haager Konvention für den Fall von Bombardierungen gilt. Und … „Jerusalem wird nicht bombardiert“.

DIE PLO UND DIE PALÄSTINENSER WERDEN ABGEWIESEN

Die PLO kann sich auf keine dieser Konventionen berufen, sagt das Gericht.

„Diese internationalen Normen und Verträge geben dem palästinensischen Volk, von dem die PLO sagt, dass sie es repräsentiert, „nicht das Recht sich vor einem Gericht auf sie zu berufen“.

Der Appellationsgericht verurteilte deshalb die PLO (und die Association France Palestine Solidarité AFPS, die Mitkläger war) zur Zahlung von €30.000 an Alstom, €30.000 and Alstom Transport und €30.000 an Veolia Transport.

Weder die PLO noch die PA noch die AFPS legten dagegen Berufung ein, daher ist das Urteil endgültig.

Das ist das erste Mal, dass ein Gericht alle palästinensischen juristischen Behauptungen, Israels Besatzung sei illegal, juristisch vernichtete.

Der Druck oder die Verbreitung dieses unter Copyright stehenden Materials ist gestattet, wenn die folgende Attributierung und der Link angegeben werden: © Jean-Patrick Grumberg für www.Dreuz.info.

[1] Die PLO stützt sich auf Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention vom 12. August 1949, in dem es heißt: „Die Besatzungsmacht dar keinen Teil ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Territorium zwangsweise überführen“; in Artikel 53 heißt es: „Der Besatzungsmacht ist es verboten bewegliches oder unbewegliches Eigentum von Einzelpersonen oder das kollektive Eigentum Privatpersonen des Staates oder öffentlicher Behörden oder sozialen bzw. kooperativen Organisationen gehörendes Eigentum zu zerstören, außer in Fällen in denen sich eine solche Zerstörung für militärische Zwecke als absolut notwendig erwiesen hat.“

[2] Die PLO verweist auf die Vierte Genfer Konvention vom 12. August 1949:

  • Arikel 23 (g) verbietet „die Zerstörung oder Beschlagnahme feindlichen Eigentums, außer in Fällen, in denen solche Zerstörung oder Beschlagnahme für die Notwendigkeiten des Krieges zwingend befohlen werden.“
  • Artikel 27 nach dem „bei Belagerungen, Bombardierungen alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden müssen, um so viele Gebäude wie möglich zu verschonen, die Gottesdiensten, den Künsten, Wissenschaften, wohltätigen Einrichtungen, historischen Monumenten und Krankenhäuser gewidmet sind…“
  • Artikel 46 erklärt: „Privateigentum kann nicht beschlagnahm werden.“

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.“

Aaron Lerner, IMRA Weekly Commentary, 16. Oktober 2003

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.“

Dieser Glaube, dieser Glaubensgrundsatz, treibt die gesamte Logik jeden Schemas, das die israelische Linke seit 1967 aufgeboten hat.

Aber warum wollen die Araber nur, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht?

Israels militärischer Sieg, nachdem die IDF im Yom Kippur-Krieg von 1973 äußerst unvorbereitet getroffen wurde, liefert die Antwort: „Der Krieg bewies den Arabern, dass sie Israel nicht auf dem Schlachtfeld besiegen können.“

Da die Araber wissen, dass sie niemals in der Lage sein werden, Israel zu schlagen, so wird argumentiert, wird es immer währenden Frieden geben, sobald die Araber den Golan, die Westbank und den Gazastreifen zurück bekommen, da ein Krieg gegen Israel zum Scheitern verurteilt sein wird.

Und sobald man diese „Wahrheiten“ akzeptiert, folgt daraus, dass jedes Programm – egal, wie ungereimt es auch sein mag –, das für den vollständigen Rückzug auf die Grenzen von 1967 sorgt, Israel immerwährenden Frieden bringt.

Warum sollten sich dann Yossi Beilin und die pensionierten Peacenik-Generale überhaupt die Mühe machen, überhaupt nur den Anschein zu erwecken, sie seien an den Sicherheitsvorkehrungen interessiert, die mit den verschiedenen Plänen zusammenhängen, die sie über die Jahre hinweg vertreten haben, wenn sie meinen, dass der Rückzug an sich Israel bereits den Frieden sichert?

Sie brauchen die Fassade der Sicherheit und anderer Vorkehrungen, um das zu überwinden, was sie als einzige Sache als zwischen sich und dem Frieden in unserer Zeit stehen sehen: die israelische Öffentlichkeit.

Das ist der Grund, dass bei einem langen und gründlichen Blick auf jeden israelischen Rückzugsplan, sei es von den Golanhöhen oder der Westbank und aus Gaza, man letztlich feststellen wird, dass er aus einem Kartenhaus besteht, das auf einer Ansammlung von Wunschdenken und „Best case“-Szenarien beruht.

Es ist nicht so, dass diejenigen, die die Rückzugsschemata entwerfen und verfechten, von Natur aus nachlässig oder oberflächlich wären. Sondern sie sind überzeugt, dass es einfach keine Rolle spielt, da es, zieht Israel sich erst einmal zurück, immer währenden Frieden geben wird.

Das ist auch der Grund, warum Rückzugsvertreter sich in dem Jahrzehnt von Oslo niemals sonderlich um die palästinensische Erfüllung von Vertragsverpflichtungen kümmerten. Was die Palästinenser tun oder nicht tun, bevor Israel sich vollständig zurückzieht, ist für schlichtweg nicht von Bedeutung.

Ist dieser Glaube, ist diese „Rückzugs-Religion“ logisch?

Die Araber lernten 1973 nicht, dass die IDF nie geschlagen werden kann. Sie lernten, dass Ausrüstung und Training des Westens der der Sowjetunion überlegen waren. Und sie haben dieser Lehre entsprechend gehandelt. Alleine Ägypten hat Milliarden amerikanischer Hilfen in fortschrittliche amerikanische Waffensysteme investiert, um sich auf den nächsten Krieg gegen den jüdischen Staat vorzubereiten.

„Alles, was die Araber wollen, ist, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht?“ Welche Araber? Das sagen sie in ihren Moscheen aber nicht. Das sagen sie in ihren Schulen auch nicht. Das sagen sie auch in ihren Medien nicht.

Was ihre Führer aber sagen, ist, dass es zulässig ist, Israel in Phasen zu vernichten, statt in einem schnellen Schlag.

Der malaysische Premierminister Datuk Seri Dr. Mahathir Moahmmed erklärte das auf der Eröffnung der 10. Sitzung der Islamischen Gipfelkonferenz so:

„Der Koran sagt uns, dass, wenn der Feind Frieden einklagt, wir positiv darauf reagieren sollen. Es stimmt, der angebotene Vertrag ist für uns nicht günstig. Aber wir können verhandeln. Der Prophet macht das in Hudaibiyah. Und am Ende triumphierte er. [Anmerkung A.Lerner: indem er den Vertrag brach, als er stark genug war den Feind zu schlagen.] … De rFeind wird vermutlich diese jüngsten Vorschläge begrüßen, … denn wegen ihrer Macht und ihrer offensichtlichen Erfolge sind sie arrogant geworden. Und arrogante Leute, wie wütende Leute, werden Fehler machen, werden vergessen zu überlegen. Sie haben schon angefangen Fehler zu machen. Und sie werden weitere Fehler machen. Es wird für uns jetzt und in der Zukunft Gelegenheiten geben. Wir müssen diese Gelegenheiten nutzen.“

Werden Yossi Beilin und seine Kameraden den Arabern diese „Gelegenheiten“ bieten?

Nicht, wenn die israelische Öffentlichkeit und die Freunde Israels in der Lage sind, über die falschen Versprechungen der „Rückzugsreligion“ hinaus zu sehen.

Gedankenverlorenes Territorium: Deutsches Gericht bezeichnet das Lynchen von Schwarzen als legitime Kritik an Liberia

PreOccupied Terriory, 15. Januar 2017

Das Urteil wird helfen das Gesetz bezüglich der Flut mutmaßlicher Hassverbrechen in Deutschland zu klären.

Frankfurt, 15. Januar – Nach dem Urteil, mit dem ein deutsches Gericht es ablehnte einen Anschlag auf eine Synagoge als antisemitisch zu definieren und stattdessen als Protest gegen israelische Politik zu betrachten, sprach mehrere Mitglieder eines Lynchmobs frei, der einen afrikanischen Migranten angriff; es wird argumentiert, dass ein solcher Vorfall nur den Frust wegen der Politik des westafrikanischen Landes Liberia spiegele.

Richter Helmut Upp-Majaß entschied heute, dass ein Gruppe Jugendlicher, die einen 24-jährigen Eritreer gefesselt, geschlagen und gefoltert hatte, nicht wegen eines Hassverbrechens angeklagt werden kann, da Afrikaner solcher Behandlung zu unterziehen, in den akzeptierten Rahmen legitimer Proteste gegen die Politik einer afrikanischen Regierung fällt. Rechtsexperten stellten fest, dass das Urteil helfen wird das Gesetz bezüglich der Flut an mutmaßlichen Hassverbrechen in Deutschland zu klären.

„Nach dem Urteil zur Synagoge ist es entscheidend die Parameter für Hassverbrechen besser zu definieren“, erklärte Sieg Heil, ein Berliner Rechtsanwalt. „Die Beständigkeit, mit der dieser Punkt des Rechts angewandt wird, muss noch abgewartet werden, aber es ist angesichts der problembeladener Geschichte Deutschlands und Europas wichtig, dass das nicht einfach eine weitere Möglichkeit wird, auf die Juden ausgesondert werden. Ostafrikanische Flüchtlinge und souveräne westafrikanische Regierungen über einen Kamm zu scheren wird noch lange brauchen, bis demonstriert werden kann, dass Juden diesbezüglich nicht diskriminierend behandelt werden.“

Allerdings, stellte Heil fest, kann die Beständigkeit nicht umfassend zur Anwendung gebracht werden. „Die Gerichte können zum Beispiel unter keinen Umständen erlauben, dass Gewalt gegen Muslime nur als Manifestation der Gegnerschaft zur Politik des – sagen wir – Islamischen Staats, des Iran oder Syriens ausgelegt wird“, betonte er. „Wir müssen die Grenze bei den armen Muslimen ziehen, deren einziges Verbrechen darin besteht mit einem ausgewiesenen Komplott seitens der Islamisten in Verbindung gebracht zu werden, die den Westen mit Muslimen überfluten und die westliche Gesellschaft allmählich untergraben, um so ein globales Kalifat zu errichten.“

Vertreter Deutschlands brachten die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Doppelentscheidung den politischen Diskurs in einem gespaltenen Europa erleichtern wird. „Die ethnischen Spannungen sind enorm“, gab Kanzlerin Angela Merkel zu. „Aber die Entscheidungen des Gerichts von dieser Woche werden unserem Land und unserer Gesellschaft helfen einer stabileren Art politischer Rhetorik näher zu kommen, in der die Regeln klar sind. Daneben sind einige von uns immer wieder einmal von Nostalgie ergriffen und wünschen sich den Nervenkitzel unserer Vorfahren von 1938 zu erleben, als wir in einer Nacht Juden und jüdischen Besitz ungestraft zu verbrennen, zu verprügeln, zu verhaften, zu töten und auszuplündern.“

Ihr habt es versucht. Ihr seid gescheitert. Hier der Grund.

Jack Engelhard, Israel National News, 16. Januar 2017

Wir hören, dass es eine Pleite war. Ich denke, es wird ein Jahr dauern, bis ihr es wieder versucht? Oder bereitet ihr schon einen nächsten Versuch gegen Israel vor?

Diese Runde schlug fehl, weil egal, wie viel Honig ihr drauf träufelt, es immer noch nach Knoblauch riecht.

Staatsführer aus 70 Ländern kamen nach Paris und verließen es ohne einen Deal, mit dem jüdischen Volk jüdische Rechte an ihrer biblischen und angestammten Heimat verweigert wird.

Ihr habt es versucht. Ja, ihr habt es gemacht und im Allgemeinen überlasse ich die Bibel meinen Rabbinern, aber es gibt keine Möglichkeit Bileam zu vergessen, den Miet-Propheten, der angestellt wurde um die Hebräer auf ihrem Marsch ins Heilige Land zu verfluchen. Stattdessen wurde jeder Fluch zu einem Segen. Etwas wie das passierte in Paris.

Geben Sie mir noch einen Moment um Religion zu kapieren. Also sage ich, dass es eine Hand von oben war, die eingriff und uns gerade noch rechtzeitig Donald Trump gab.

Sie mussten Trump antworten.

Trump wollte nicht mitmachen und wie Sie gemerkt haben sorgt Trump dafür, dass ganz Länder als Folge eines Tweets wie Espenlaub zittern.

Stellen Sie sich ihn vor, wenn er richtig wütend wird. Also sagten die Konferenzteilnehmer in Paris: Lasst gut sein.

Hallo, Fußballfans und das gilt nicht dir, Meryl Streep. Wir bekommen unser Land zurück. In ein paar Tagen wird Trump das Sagen haben. Die Zeit für Partys ist für die Linken vorbei und John Kerry verließ die große Konferenz als armer Sünder und positiv verstimmt. Die Dinge sind nicht gelaufen wie geplant.

Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats – nun, das war ein Kinderspiel. Aber was passierte in Paris? Trump passierte.

Können Sie die Tage bis Freitag zählen, wenn er vereidigt wird? Ich zähle die Minuten.

Der Gipfel quasselte sehr wohl über die Grenzen von ’67, die Zweistaatenlösung und all das; nichts Neues und das meiste davon halbherzig bei einem guten Abendessen mit gutem Wein.

Der Vorwand war der Friedensprozess, über den Israel das Heilige Land mit einer Genration unheiliger Halsabschneider teilen soll.

Trotzdem sagt Kerry mit unbewegter Miene, dass er derjenige ist, der Israel vor unfairem Umgang auf dem Gipfel schützte.

Ich kann meine Mutter seligen Angedenkens sagen hören: „Siz och und wey, wenn wir uns auf John Kerry verlassen müssen, um das jüdische Volk zu retten.“

Oder „a naechtike toog, wenn wir von Barack Hussein Obama erwarten, dass er uns einen Gefallen tut.“

Obama kann in Chicago keinen Friedensprozess in Gang bringen, verdammt noch mal! Aber für Israel ist er voller Weisheit … und voller Pläne.

Wie der Rest von ihnen, die „im Rat der Gottlosen wandeln“ und „im Rat der Spötter sitzen“. Das stammt aus Davids erstem Psalm. Schließlich werden wir biblisch.

Warum nicht? Hier in Paris geschah etwas Seltsames. Ein weitere Plan gegen Israel hat sich erledigt.

Nach Salomo liegen Tod und Leben in der Macht der Zunge oder gemäß Donald Trump, der den Tag rettete, in der Macht eines Tweets.

Bekomme ich ein Amen für das Eingreifen Gottes?

Ihre Helden und unsere

Jonathan Medved, Aish.com, 10. September 2003

Unsere Helden kämpften, um Leben zu retten. Ihre Helden säten Tod und Zerstörung.

Der Terror letzte Nacht schlug ganz in der Nähe meines Zuhauses zu. Der Druck der Explosion im Café Hillel an der Emek Rafaim erschütterte die Fenster unseres Hauses und ließ keinen Zweifel daran, dass wir wieder einmal getroffen wurden – diesmal in unserem Viertel.

Unser Sohn Yossi sprach am Telefon mit seinem Bruder Momo; er fragte gerade, wann Momo wieder Zuhause sein würde, damit sie zusammen eine weitere Folge von „24“ auf DVD sehen könnten – der verführerischen US-Serie über Terrorismus.

Momo ging gerade über die Emek Refaim-Straße, die zwei Blöcke von unserem Haus entfernt ist. Beide hörten die Explosion. Momo ist 16 Jahre alt und ein Sanitäter beim Magen David Adom (Roter Davidstern, Israels Pendant zum Roten Kreuz). Er nahm seine Erste-Hilfe-Handschuhe, die er immer im seiner Schultasche dabei hat und rannte zum Café, um den Verletzten zu helfen. Yossi lief mit meiner Frau Jane aus dem Haus, um zu Momo zu kommen.

Momo kam als einer der ersten am Tatort an. Er beschrieb ihn später als eine Szene, die direkt von Dante oder Eli Wiesel stammen könnte. Die Opfer schrien und lagen überall verteilt herum. Ein Gruppe Unbeteiligter versuchte ein Feuer zu löschen, das einen Mann zu verzehren drohte. Abgerissene Beine und Arme lagen in Blutlachen herum. Der Kopf eines Mannes befand sich mitten auf der Straße.

Momo handelte entsprechend der Ausbildung, die er diesen Sommer erzielt, in einem Kurs, der darauf ausgelegt war, ihn zu lehren, wie er mit solchen Ereignissen umgehen soll. Sobald der erste Krankenwagen ankam, sagte man ihm, wen er wegbringen sollten und half, die Verwundeten auf Tragen fortzubringen. Nach zehn Minuten war alles vorbei und die erstaunlichen Teams israelischer medizinischer Notfallteams hatte wieder mit Schnelligkeit und Professionalismus gehandelt. Seine Mutter und sein Bruder fanden ihn mit dem Blut der Opfer beschmiert vor und brachten ihn nach Hause.

Ich war im Büro, als die Explosion geschah und hatte unendliche Sorge, denn ich konnte niemanden per Telefon erreichen. Schließlich erhielt ich einen Anruf von meinem Sohn Yossi, der mir sagte, dass es unserer Familie gut ging und dass wir uns Zuhause treffen würden.

Nach Hause zu kommen und die Kleidung seines Sohnes bespritzt mit dem Blut aus einem Terroranschlag zu sehen, ist eine elterliche Erfahrung, die ich nicht vergessen werde – die Erleichterung, ihn unverletzt zu sehen, vermischt mit dem Schmerz, der Empörung und Trauer über einen Anschlag so nahe an unserem Zuhause.

Nachdem Momo geduscht hatte, sahen wir gemeinsam im Fernsehen die surrealen Szenen unseres schönen Viertel, wie es getroffen war, verletzt und blutete. Momo drückte sich an seine Hündin, umarmte sie und versuchte einen Anschein von Normalität wiederzufinden: ein 16-jähriger Junge, der seine heldenhafte Arbeit getan hatte und Szenen gesehen hatte, die nie jemand sehen sollte, versuchte, das zurückzugewinnen, was von seiner Jugend übrig blieb.

Wir sahen die Jubelszenen in Gaza, wo tausende Palästinenser in spontanen Feiern auf die Straßen strömten, außer sich vor Freude über die „Qualtiät“ der Anschläge. Scheik Ahmed Yassin und andere priesen den „Mut“ der Selbstmord-Bomber und riefen ihre Befriedigung hinaus. Insbesondere er, Yassin, erwähnte den „großen“ Abu Shnab, den „Ingenieur“ Dutzender israelischer Tode, dessen Tod nun gerächt sei.

Mir fiel schlagartig der Unterschied zwischen den beiden Gesellschaften auf. Unsere Helden waren auf der Emek Refaim und kämpften, um Leben zu retten, um notfallmedizinische Maßnahmen auszuführen, die Zahl der Opfer gering zu halten. Ihre Helden säten Tod und Zerstörung; ihre Arbeit war die Wissenschaft des Terrors.

Heute Morgen, als die strahlende Jerusalemer Sonne über unserem Viertel wieder aufging, waren die meisten der äußeren Zeichen der Zerstörung beseitigt. Trotz der weiteren Terrorwarnungen und des Stroms an Nachrichten über die gestrigen Anschläge müssen die Kinder in die Schule gehen, muss ihr Leben weiter gehen. Aber die Nachrichten enthielten weitere bittere Neuigkeiten, die mir buchstäblich den Atem nahmen. Unter den Toten der Explosion von letzter Nacht waren Dr. David Appelbaum und seine 20 Jahre alte Tochter Nava.

Nava sollte heute Abend mit einer fröhlichen Feier mit 500 Gästen heiraten. David war ein Notfall-Arzt, eine feste Größe in Jerusalems medizinischer Welt, der hunderte Terroropfer als Leiter der Notfall-Abteilung im Shaarei Zedek-Krankenhaus behandelt hatte. Er war der Gründer von Terem, Jerusalems privater 24-Stunden Notfall-Klinik, und der Partner meines besten Freundes. Er war ein gebildeter Mann, ein freundlicher Mann, ein Tzaddik – ein gerechter Mensch. Er war der wahre Held von Jerusalem.

Ich lasse Momo heute Morgen ausschlafen. Ich versuchte ihn zu wecken, aber er sagte, er brauche mehr Schlaf. Sein Lehrer rief an um zu sagen, dass er von Momos Freunden gehört hat, er habe „eine harte Nacht“ gehabt und sei unter den ersten am Anschlagsort gewesen. Er schlug vor, dass wir zum Begräbnis von Dr. Appelbaum und seiner Tochter gehen und ich ihn dann zur Schule bringe, damit er bei seinen Freunden sein und über das reden kann, was passiert ist. Mein Sohn und seine Freunde – die wirklichen Helden Jerusalems.

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