Gefährdet Kanzlerin Angela Merkel jüdisches Leben?

Bösartige, oft muslimisch angeregter Antisemitismus – einschließlich Gewaltanwendung – hat deutsche Städte überflutet.

Benjamin Weinthal, Jewish Journal, 10. Juni 2021

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel spricht in Berlin zu den Medien; 29. Juni 2015. (Foto: Sean Gallup/Getty Images)

Bösartiger, oft muslimisch angerechter Antisemitismus – einschließlich Gewaltanwendung – hat deutsche Städte überflutet, von Metropolen wie Berlin, Köln, Essen, Leipzig, München und Stuttgart bis zu Regionalzentren wie Bochum, Freiburg, Gelsenkirchen und Osnabrück. Die Protestierenden sagen, sie würden für Menschenrechte und gegen angebliche israelische Verstöße demonstrieren, aber ihre Ziele legen anderes nahe.

In Gelsenkirchen schwenkte ein Mob von 180 Personen türkische und Palästinenserflaggen und marschierte zu einer Synagoge, wo sie „Scheißjuden“ brüllten. Ähnliche Mobilisierung gab es nicht gegen den Krieg des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gegen dessen eigenes Volk, der eine halbe Million Tote schuf – darunter 4.000 Palästinenser. Es gab auch keine Demonstranten, die gegen die chinesische kommunistische Partei und deren Vorgehen gegen die muslimische Minderheitsgemeinschaft der Uighuren protestierten, ganz zu schweigen von den Tibetern.

Hamas-Anhänger griffen zudem in Berlin während eines Interviews eine israelische Journalistin mit Knallkörpern an. Der Vorgang veranlasste das Committee to Protect Journalists die deutschen Behörden zu drängen diesen Anschlag (und andere) zügig zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Diese Art offener Einschüchterung hat offengelegt, wie hohl die Plattitüden deutscher Politiker sind, Antisemitismus habe in der Bundesrepublik keinen Platz.

Julian Reichelt, Co-Chefredakteur von Deutschlands auflagenstärkster Tageszeitung BILD, sprach an, wie Kanzlerin Angela Merkels Regierung bei ihren Bemühungen daher hinkt die Antisemitismus-Ausbrüche zu managen, statt sie angemessen anzugehen.

„In fast 16 Jahren im Kanzleramt und auch nach der Flüchtlingskrise, die arabisch-muslimischen Antisemitismus in Deutschland massiv befeuert hat, haben Kanzlerin Angela Merkel und ihre Regierung so gut wie nichts getan, um diese Gefahr zu bekämpfen oder auch nur klar zu benennen.“

Weit verbreitete Gleichgültigkeit innerhalb der deutschen Zivilgesellschaft – und Teile des politischen und Medien-Establishments – gegenüber den Ausbrüchen des zeitgenössischen Antisemitismus gegen Israel ist offensichtlich.

Eine mögliche Erklärung für diese Einstellungen lässt sich mit einem höchst sarkastischen Zitat zusammenfassen, das dem israelischen Psychoanalytiker Zvi Rex zugeschrieben wird: „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie vergeben.“

Die deutsch-jüdischen Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer bezeichneten diese pathologische Reaktion auf den Holocaust als „schuldverteidigenden Antisemitismus“.

Heute wollen viele Deutsche und viele Westeuropäer Israel den Holocaust immer noch nicht vergeben – möglicherweise, um den Versuch zu unternehmen ein Schuldgefühl rational zu erklären: Wenn die Juden und Israel als böse dargestellt werden können, dann war der Holocaust vielleicht nicht ganz so schlimm, nicht wahr?

Eine Studie der Bundesregierung aus dem Jahr 2017 stellte fest, dass 40 Prozent der Deutschen von modernem Antisemitismus infiziert sind. Nach Angaben der Studie stimmten 40 Prozent der Deutschen der Äußerung zu: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“

Eine 2017 veröffentlichte Studie eines Thinktanks der Christlich-Sozialen Union deckte auf, dass mehr als 50 Prozent der muslimischen Flüchtlinge antisemitische Einstellungen hegen.

In Deutschland scheint sich ein gefährliches Zusammenspiel dieses „schuldverteidigenden Antisemitismus“ in Kombination mit einem Antisemitismus entfalten, der scheinbar von muslimischen Neuankömmlingen und deutschen Muslimen, die seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik leben, angetrieben wird. Nur 500 Menschen erschienen letzten Monat bei einer pro-israelischen Kundgebung in Berlin; im Vergleich dazu beteiligten sich 3.500 an der Unterstützung der Terrororganisation Hamas.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete über die Israelsolidaritäts-Demonstration in Berlin: „Gekommen sind fast nur die, die mussten. Was ist das los?“ Heißt: Diejenigen, die teilnahmen, waren höchstwahrscheinlich Mitarbeiter der Politiker, die dort sprachen oder Mitglieder der jüdischen Gemeinde.

Merkel und andere deutsche Politiker haben weit größere Bereitschaft gezeigt Antisemitismus – sei es linker oder rechter – entgegenzutreten, wenn er integraler Bestandteil der BDS-Kampagne gegen Israel ist. 2019 verabschiedete der Bundestag einen nicht bindenden Beschluss, der BDS zu einer antisemitischen Kampagne erklärte, die mit dem Boykott deutscher jüdischer Geschäfte während der 1930-er Jahre vergleichbar ist.

Merkels Regierung und der Bundestag scheinen jedoch gelähmt zu sein, wenn sie mit muslimischem Antisemitismus, dem allgegenwärtigen „schuldverteidigenden Antisemitismus“ und den Völkermord-Absichten des iranischen Regimes gegenüber Israel konfrontiert werden.

Felix Klein, Deutschlands Beauftragter für jüdisches Leben und die Bekämpfung von Antisemitismus, hat die frühere US-Regierung unter Präsident Donald Trump für den Ausbruch von Antisemitismus verantwortlich gemacht. Dennoch hat Klein es abgelehnt 40 Jahre iranischer Forderungen Israel auszulöschen zu verurteilen. Kleins Schweigen wirft die Möglichkeit auf, dass seine Arbeitgeberin Merkel ihn anwies keinen Kommentar abzugeben, um die Gefährdung der Diplomatie mit dem Regime des Iran wegen dessen verbotenem Atomwaffenprogramm zu vermeiden, mutmaßlich um den fortgesetzten Geschäftsfluss mit Teheran sicherzustellen./

Klein muss zugutegehalten werden, dass er sich stark gegen Prof. Achille Mbembes vorgesehenen Auftritt bei einer öffentlich finanzierten Kulturveranstaltung äußerte, womit er 2020 eine landesweite Debatte über Mbembes Antisemitismus auslöste. Mbembe, sagte Klein, habe „den Holocaust relativiert und Israels Existenzrecht bestritten“.

Mbembe, ein Akademiker für Postkoloniale Studien, lehrt am Wits Institute for Social and Economic Research an der Universität Witwatersrand in Johannesburg und hat einen jährlichen Gast-Termin am Franklin Humanities Institute an der Duke University.

Zusätzlich lässt die Qualität einiger der deutschen Antisemitismus-Beauftragten ziemlich viel zu wünschen übrig. Das Simon Wiesenthal Center hat das Bundesland Baden-Württemberg aufgefordert seinen Antisemitismus-Beauftragten Michael Blume zu entlassen, dem ein Facebook-Post gefiel, in dem Zionismus mit Nationalsozialismus gleichgesetzt wurde. Blume versuchte zudem eine Parallele zwischen pro-israelischen deutschen Juden und dem Nazi-Massenmörder Adolf Eichmann zu ziehen.

Eine kleine Zahl mutiger deutscher Journalisten wie Reichelt haben versucht islamisch angeregten Judenhass im öffentlichen Diskurs nach vorne zu bringen.

Das würde beinhalten den Antisemitismus der Vielen in Deutschland anzusprechen, sowohl den christlichen als auch den muslimischen, sowie den staatlich protegierten der Islamischen Republik Iran, den Merkels Regierung weitgehend dauerhaft toleriert hat.

Ums Überleben gespielt

Kay Wilson, Israellycool, 6. April 2021

Viele Juden Europas haben sich für die Geige als ihr Instrument entschieden. Die Wahl wurzelt in Zweckmäßigkeit. Einem Pogrom mit so etwas wie einem Klavier zu entkommen war viel umständlicher als sich einfach eine Geige zu greifen.

Im Alter von vier Jahren bekam Bronisław Huberman von seinen verarmten Eltern dieses jüdischste aller Instrumente geschenkt. 1901, als er 9 war, spielte er das Violionkonzert in D-Dur (Opus 77) vor dessen Komponisten Johannes Brahms. Sein Werk, das man für unspielbar hielt, hielt das Wunderkind nicht ab. Seine Darbietung war fehlerlos. So begann der Junge aus einer armen Familie seine Karriere und wurde wohl zu einem der größten Violinisten des 20. Jahrhunderts.

Huberman verbrachte die nächsten drei Jahrzehnte damit überall auf der Welt mit renommierten europäischen Musikern zu spielen, was ihn zu einer großen Berühmtheit machte, die dem öffentlichen Interesse von Harry und Meghan heute entspricht. An seinem 50. Geburtstag berichtete die von Stars faszinierte britische Zeitung The Times, die nach einem Knüller suchte, er habe sich versehentlich einen Kratzer an der Hand zugezogen.

Als die dunklen Wolken des Nationalsozialismus in Deutschland aufzogen, begriff Huberman anders als einige andere europäisch-jüdische Intellektuelle, die hofften, Hitler sei nur eine vorübergehende Marotte, dass die aus der Aufklärung geborene jüdische Emanzipation ihr Ende erreicht hatte. In Protest gegen Hitler lehnte er alle Einladungen in Deutschland zu spielen ab und zog stattdessen in die Schweiz. Als Hitler jüdische Musiker aus allen deutschen Orchestern entfernte, nahm Huberman sich vor zu kämpfen: Seine Waffe war die Geige.

Trotz des horrenden Antisemitismus und der Verfolgung schlugen Länder ihre Grenzen für Juden zu. Huberman wusste, dass er etwas tun musste. Er heckte einen Plan aus jüdische Musiker zu retten, mit denen er im Lauf der Jahre gespielt hatte; seine Hoffnung war, dass er sie nach Eretz Yisrael schaffen konnte. Da das Land unter britischer Herrschaft stand, war sein Plan brillant: Er würde das jüdische „Palestine Symphony Orchestra“ formen.

Er reiste durch Europa, um jüdische Musiker vorspielen zu lassen. Da es in jedem Orchester nur begrenzt Plätze gibt, wusste er genau, welches Schicksal die erwartete, die es nicht schafften. Es war mehr als ein Vorspielen. Es war eine unvorstellbare, ungewollte und erschütternde „Selektion“, bei der ein Musiker, der es nicht schaffte, herzerweichend kommentierte, er sei „wegen musikalischer Mittelmäßigkeit zum Tod verurteilt“ worden.

Ohne Geldmittel von außen finanzierte Huberman persönlich die Reise von mehr als 70 Musikern, ihren Eltern, Brüdern und Schwestern, Tanten und Onkeln. Damit rettete er mehr als 800 Juden vor der Hölle, die über Europa hereinbrach.

Yair Haklai, CC BY SA-.0, via Wikimedia Commons

Um den Debut-Auftritt in Eretz Yisrael zu dirigieren brachte er den berühmten italienischen Dirigenten Arturo Toscanini ins Land. Toscanini hatte bereits Mussolini die Stirn geboten, indem er es ablehnte die faschistische italienische Hymne zu spielen und verließ ein Konzert in Deutschland am Tag, an dem Hitler an die Macht kam. Er lehnte auch Bezahlung durch Huberman ab.

Am 26. Dezember 1936 kamen Juden aus dem gesamten Land, um das Palestine Symphony Orchestra im neuen Messezentrum von Tel Aviv spielen zu hören. Die Debut-Vorstellung war aus Europas besten Musikern zusammengestellt. Die Hunderte, die nicht zu den Glücklichen 3.000 mit Eintrittskarten gehörten, hörten dem Konzert einfach auf dem Dach zu. Nach der Gründung des Staates Israel und hunderte Konzerte später änderte das Palestine Symphony Orchestra seinen Namen in die geliebte Institution, als die es heute bekannt ist – das Israeli Philharmonic Orchestra.

Unangebrachte Ehre: das wahre Hindernis für Frieden

Elder of Ziyon, 7. Juni 2021

Während israelfeindliche Aktivisten versuchen Scheik Jarrah zurück an die Spitze der Aufmerksamkeit der Welt zu bringen, kommt eine einfache Frage auf.

Nach Angaben israelischer juristischer Entscheidungen können die Bewohner der Häuser, die in den Nachrichten sind, wenn sie den jüdischen Eigentümern einfach Miete zahlen würden, niemals zwangsgeräumt werden.

Wenn Leute sich wirklich darum sorgen würden, dass drei Familien obdachlos werden, warum zahlt dann nicht einfach jemand die Miete?

Der Grund: Ehre. Mit der Zahlung von Miete würde eingestanden werden, dass Juden die Eigentümer der Häuser sind, was vier Jahrzehnte lang immer und immer wieder mit Gerichtsurteilen bewiesen wurde.

Aber nicht die Bewohner schienen die Leute zu sein, die die Entscheidung treffen keine Miete zu zahlen. Nach Angaben eines Artikels von Jewish Press ist der gesamte Fall von der PLO übernommen worden und die sind diejenigen, die entscheiden, was für die Bewohner am besten ist – heißt: kein Kompromiss, keine Anerkennung von Deals, keine Zahlung von Miete.

Aus Sicht der PLO ist es für die Bewohner ehrenhafter obdachlos zu sein, als zuzugeben, dass die Häuser Juden gehören.

Natürlich müssen nicht die PLO-Führer den Preis für solche Entscheidungen tragen. Sie zwingen die unglücklichen Bewohner dem höheren Prinzip der palästinensischen Ehre festzuhalten: Opfert euch für unsere Prinzipien.

Das ist ein Muster.

Wenn man herausstellt, dass Israel Friedensdeals angeboten hat, die von den Palästinenserführern abgelehnt wurden, dann sagen die Apologeten der Palästinenser: „Die Angebote waren nicht gut genug.“ Was soll das heißen? Bedeutet das, dass immerwährende Staatenlosigkeit besser ist als eine Eigenstaatlichkeit, die die Forderungen nicht ganz erfüllt?

Wie immer zwingen die Führer – deren Leben vom Nichtvorhandensein eines Staates kein bisschen tangiert wird – die Menschen an ihrem falschen Gefühl der Ehre festzuhalten, zum Nachteil der Menschen.

Den Palästinensern wird gesagt, sie sollen nichts von israelischen Märkten kaufen – wegen der „Ehre“. Statt gestohlene Autos an Israel zurückzugeben, werden sie in der Presse zerquetscht – wegen der „Ehre“. Juden sollen nicht auf dem Tempelberg umhergehen und beten – weil das die „Ehre“ verletzt. Es wird mit Internationalen Vorfällen gedroht, sollten Juden mit Flaggen durch ihre  eigene Hauptstadt ziehen – weil das ein Affront für die „Ehre“ ist.

Wissen Sie, was wirklich ehrenhaft ist? Frieden! Ein Frieden, bei dem die Palästinenser ihre Kinder in Würde aufziehen können. Ein Frieden, in dem sie Autonomie haben. Ein Frieden, in dem sie mit ihren jüdischen Nachbarn zusammenarbeiten, statt so zu handeln, als ob die Juden nicht in das Land gehören, das schon 1.500 Jahre vor jeglicher arabischer Herrschaft dort jüdisch war.

Israel und Palästina beschuldigt sich gegenseitig falsch zu gendern

The MidEast Beast, 6. Juni 2021

IDF 88370481 © Alexlmx | Dreamtime.com

Der israelisch-palästinensisch Konflikt ist in neue Höhen eskaliert; jede Seite beschuldigt jetzt die andere sie falsch zu gendern.

In einer vom Büro des Premierministers, jedenfalls noch ein paar Tage, veröffentlichten Stellungnahme, erklärte Netanyahu: „Wir sind zwar Palästina genannt worden, aber wir sind immer Israel gewesen. Und so gingen wir 1948 vom einen in das andere über. Israel ist unser Gender, das in einem breiten Spektrum existiert; Sie haben israelische Juden, israelische Araber und diese Sonderlinge mit den Hüten. Uns falsch zu gendern, indem ihr unseren abgeschafften Namen ‚Palästina‘ verwendet, ist zudem zutiefst antisemitisch und erfordert eine angemessene Antwort, da wir dafür verantwortlich sind unseren sicheren Ort zu schützen. Unsere korrekten Pronomen sind ‚Judäa und Samaria‘.“

In Reaktion veröffentlichte ein Repräsentant von Students for Justice in Palestine (Abteilung Berkeley) eine Stellungnahme: „Palästina falsch zu gendern, indem das Pronomen ‚Israel‘ verwendet wird, ist kultureller Völkermord der schlimmsten Art. Es ist besonders schädigend für alle queeren, behinderten, weiblichen, palästinensischen, transen, Frauen of Color, für die zu sprechen wir uns die Freiheit genommen haben. Unsere palästinensische Gender-Identität zu bestreiten befindet sich an der Kreuzung von Kolonialismus, Bevormundung, Patriarchat, Rassismus, Kapitalismus und all den anderen Begriffen, die ich in meinem Unterricht für soziale Gerechtigkeit und kritische Rassentheorie gestern lernte. Und ja, Mathematik ist rassistisch!“

Israel auf anderen Schlachtfeldern bekämpfen

Die Feinde des jüdischen Staates starten Angriffe in der UNO und in den Medien. Jahrhunderte lang haben solche Verleumdungen judenfeindliche Gewalt herbeigeführt, nicht unähnlich der, die heute auf der Straße in Amerika und Europa zunehmend überhand nimmt.

Clifford D. May, Israel HaYom, 7. Juni 2021

Derzeit haben die Hamas und der Islamische Jihad aufgehört Raketen auf Israelis zu schießen und im Gegenzug haben die Israelis aufgehört Waffenarsenale im Gazastreifen zu beschießen. Aber der lange Krieg gegen Israel ist nicht vorbei. Er verlagert sich nur für eine Weile auf andere Schlachtfelder.

Zum Beispiel stimmte der UNO-Menschenrechtsrat in Genf am Donnerstag dafür eine „unbefristete Ermittlungskommission“ einzurichten – Jargon für eine permanente Inquisition, deren Zweck es sein wird Israelis als Kriegsverbrecher zu brandmarken.

Der UNHRC forderte zudem ein Waffenembargo gegen Israel, womit signalisiert wird, dass die Kommission nicht die Absicht hat anzuerkennen, dass Israelis dasselbe Recht haben sich zu verteidigen wie andere Völker.

Diese bürokratische Offensive wurde von der palästinensischen Autonomiebehörde und Pakistan im Namen der Organisation der islamischen Kooperation (OIC) initiiert. Lassen Sie uns das untersuchen.

Zunächst einmal hat die PA im Gazastreifen keinerlei Autorität – nicht seit 2007, als sie von der Hamas im Bürgerkrieg besiegt wurde, der dem Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen folgte – dem Abzug eines jedes einzelnen Soldaten, Bauern, Synagoge und Grabes.

Vielleicht fragen Sie sich: Wenn die Israelis den Gazastreifen 2005 verließen, wie kann jemand behaupten, der Gazastreifen sei „besetzt“? Hier die Argumentation: Weil die Israelis in Reaktion auf Hamas-Angriffe aus dem nicht besetzten Gazastreifen versucht haben (wenig erfolgreich) die Einfuhr von Munition durch die Hamas zu verhindern – und eine Blockade kommt einer Besatzung gleich. Kaufen Sie das?

Dass Pakistan die Führung gegen Israel übernimmt, erfordert schon außergewöhnliche Chutzpe. Pakistan wurde als Heimatland für indische Muslime gegründet, nachdem Britannien sich aus dem Subkontinent zurückzog. Aber Pakistans Führer erklären es für ungerecht, dass palästinensische Juden dasselbe Recht zur Selbstbestimmung in einem Teil ihrer uralten Heimat nach Britanniens Abzug aus dem Nahen Osten beanspruchen.

Außerdem: Bei der Gründung Pakistans stellten religiöse Minderheiten – z.B. Hindus, Sikhs, Christen, ahmadische Muslime – fast ein Viertel der Bevölkerung des Staates. Heute beträgt die Minderheitsbevölkerung nach Generationen der Unterdrückung 3 Prozent. Im Gegensatz dazu beträgt die arabisch-muslimische Minderheit Israels rund 20 Prozent und wächst, wobei diese Gemeinschaften Freiheiten und Rechte genießen, von denen die schrumpfenden Minderheiten Pakistans nur träumen können.

Was die OIC angeht: Dabei handelt es sich um eine Allianz aus mehr als 50 Nationalstaaten, die sich als muslimisch identifizieren. Dennoch stimmen viele davon – nicht alle – mit der Hamas überein, dass ein winziger jüdischer Staat immer noch einer zu viel ist und dass seine Existenz daher aufgelöst werden muss.

Das ist nicht übertrieben. Die 1988 veröffentlichte Hamas-Charta legt fest: „Israel wird sich erheben und aufrecht bleiben, bis der Islam es beseitigt, wie er seine Vorläufer beseitigt hat.“ Das deutlich erklärte Ziel der Hamas: „das Banner Allahs über jedem Zentimeter Palästinas zu hissen“.

Ein 2017 geschriebenes politisches Dokument der Hamas, das oft fälschlich als Mäßigung beweisend beschrieben wird, bezeichnet jeden Zentimeter Israels als „besetztes Gebiet“, das erobert werden muss: „Die Hamas lehnt jede Alternative zur vollständigen und kompletten Befreiung Palästinas, vom Fluss bis zum Meer, ab.“

Die Hamas hat eine Zweistaatenlösung konsequent abgelehnt; sie gelobt „bewaffneten Widerstand“ bei der Verfolgung einer Endlösung – der Abschlachtung und/oder Vertreibung der israelischen Juden.

Seien wir ehrlich: Das unterstützen Sie, wenn Sie die Hamas unterstützen. Wenn Sie mit der Hamas sympathisieren, dann ist dies das Ziel, mit dem Sie sympathisieren.

Auch die Weltgesundheitsorganisation, eine weitere UNO-Organisation mit Sitz in Genf, legte ihre rhetorischen Waffen auf Israel an. Sie stimmte für die Übernahme einer palästinensischen Resolution zur Vorbereitung eines „Berichts“ zu den gesundheitlichen Verhältnissen im Gazastreifen und der Westbank sowie auf den Golanhöhen, die Israel im Verteidigungskrieg von 1967 von Syrien eroberte.

Hillel Neuer, Leitender Direktor von UN Watch, stellte fest, dass die WHO keine Resolutionen zu Syrien verabschiedete, „wo Krankenhäuser und andere medizinische Infrastruktur wiederholt von syrischen und russischen Streitkräften bombardiert wurde; nicht zum vom Krieg zerrissenen Jemen, wo 18 Millionen in schrecklicher Nothilfe bedürfen; und nicht zu Venezuela, wo das Gesundheitssystem kollabiert und 7 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe benötigen.“

Am Freitag wurde ein neues Mitglied in die Leitung der WHO gewählt. Sie raten richtig: Syrien.

Kämpfe gegen Israel werden auch an Universitäten und in einem Großteil der Medien geführt, nicht zuletzt in der New York Times, einer ehemals großartigen Zeitung, bei der ich einst stolz als Reporter, Auslandskorrespondent und Redakteur arbeitete.

Die Berichterstattung der Times zum Gaza-Konflikt ist ungeheuer einseitig. Ihre Titelseite zeigte am Freitag Fotos zumeist arabischer Kinder, die während der elftägigen Schlacht letzten Monat getötet wurden, was impliziert, dass hauptsächlich die Israels dafür verantwortlich sind.

In Wahrheit unternimmt kein Militär der Welt mehr als die israelischen Verteidigungskräfte mehr zuf Vermeidung ziviler Opfer, selbst wenn seine Feinde Zivilisten – darunter Kinder – als menschliche Schutzschilde benutzen, eine Praxis, die eindeutig internationales und amerikanisches Recht verletzt.

In Wahrheit legen die Beweise nahe, dass die überwiegende Mehrheit der etwa 250 in diesem jüngsten Kampf getöteten Gazaner Hamas-Kämpfer waren – von denen einige Teenager und daher in der Darstellung der Times „nur Kinder“ waren.

In Wahrheit erreichten hunderte der Raketen von Hamas und Islamischem Jihad Israel nicht und schlugen stattdessen im Gazastreifen ein, wo sie palästinensische Nichtkombattanten – Männer, Frauen und Kinder – töteten oder verletzten.

Abraham Foxman, der nationale Direktor emeritus der Anti-Defamation League und lebenslanger Leser der Times, war derart entsetzt von der Titelseite am Freitag, dass er sein Abonnement der Zeitung kündigte und erklärte: „Die heutige Ritualmordlüge gegen Israel und das jüdische Volk reicht jetzt.“

Jahrhunderte lang haben solche Verleumdungen judenfeindliche Gewalt herbeigeführt, die nicht viel anders ist als die, die auf den amerikanischen und europäischen Straßen zunehmend vorherrschen.

Der lange Krieg gegen Israel sollte als das gesehen werden, was er ist: die jüngste Ausdrucksform eines uralten Hasses. Diejenigen, die dafür kämpfen Israel auszulöschen – ob nun mit Raketen, bürokratischen Berichten oder Zeitungsartikeln – machen klar, dass jüdisches Leben für sie keine Rolle spielt.

Kirchen in Ägypten: Schikanierte Inseln in einem Meer von Moscheen

Raymond Ibrahim, 3. Juni 2021 (Coptic Solidarity)

Nach Angaben eines arabischsprachingen Berichts vom 19. Mai 2021 kündigte Ägyptens Ministerium für Stiftungen gerade an, dass in dem nordafrikanischen Staat seit September 2020 1.413 Moscheen – davon waren 1.315 brandneu – eröffnet wurden.

Diese Ankündigung unterstreicht die Doppelstandards, die Christen und Muslime in Ägypten erwarten können. Denn insofern als Moscheen sich überall im Staat verbreiten, ist der Bau neuer oder auch nur die Renovierung alter Kirchen für Kopten wie Zähne ziehen.

Nach Angaben einer detaillierten Studie des Autors Adel Guindy „gibt es eine Kirche pro 5.800 orthodoxen Kopten“; das zwingt viele Christen „für Gottesdienste (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und regelmäßige Messen) weite Entfernungen außerhalb nach ihrer eigenen Städte zurückzulegen“. Andererseits gibt es auf Grundlage der Zahl der Moscheen in Ägypten (114.000 im Jahr 2016, heute sind es mehr) und Ägyptens geschätzter muslimischer Bevölkerung für etwa alle 700 Muslime eine Moschee. Mit anderen Worten: Selbst nach Ausgleich des Verhältnisses zwischen Muslimen und Christen gibt es immer noch etwa acht Moscheen pro Kirche. Die Diskrepanz könnte nicht deutlicher sein.

Wie Coptic Solidarity in einem Bericht von 2019 feststellten, „wendet die ägyptische Regierung nicht ein einziges Gesetz auf gleiche Weise für den Bau und die Reparatur von Moscheen, Kirchen und Synagogen an“. In der Tat prahlte die ägyptische Regierung Ende 2016 – um die Zeit, als an der Kathedrale St. Petrus in Kairo eine Bombe gelegt wurde, mit der 25 koptische Gottesdienstbesucher getötet und als mehrere andere Kirchen von den Behörden geschlossen wurden – damit, dass jede Woche 10 neue Moscheen eröffnet wurden und mehrere Milliarden ägyptische Pfund zur Eröffnung tausender weiterer zugewiesen wurden. Gleichermaßen wird Al-Azhar, die „größte Autorität für theologische und islamische Angelegenheiten“, komplett von der Regierung subventioniert (13 Milliarden ägyptische Pfund im Jahr 2018 – $726 Millionen US-Dollar).

Im Gegensatz dazu wird jedes christliche Gotteshaus in Ägypten von seiner (oft verarmten) Gemeinde ohne jegliche Regierungshilfe unterhalten; darüber hinaus, führt der CS-Bericht fort, „hat die ägyptische Regierung die Schließung zahlreicher Kirchen in direktem Gesetzesbruch geschlossen“; und während „die ägyptische Regierung Imame ernennt und ihre Gehälter zahlt, erhalten christliche und andere Glaubensleiter keine Vergütung durch die Regierung.“

Warum ein solcher Doppelstandart existiert, ist auf Artikel 2 der ägyptischen Verfassung zurückzuführen: „Der Islam ist die Religion des Staates … Die Prinzipien der islamischen Scharia sind die Hauptquelle der Gesetzgebung.“ Zufällig ist die islamische Scharia gegenüber nichtmuslimischen Gotteshäusern entschieden feindselig; streng interpretiert verbietet die Scharia den Bau oder die Renovierung von Kirchen in Ägypten. Obwohl das Gesetz nicht strikt durchgesetzt wird, lebt sein „Geist“ – der Feindschaft gegenüber Kirchen in Ägyptens breiter Masse – weiter.

Somit gibt es bei den Gelegenheiten, wo christliche Beharrlichkeit die Bürokratie des „Jihad“ überwindet und eine Genehmigung für eine Kirche beschafft worden ist, den muslimischen Mob, mit dem man fertig werden muss. Sobald lokale Muslime Wind davon bekommen, dass eine Kirche in ihrem Viertel anerkannt wird, bilden diese große Mobs – typischerweise nach den Freitagsgebeten, wenn der Imam sie aufstachelt – sie randalieren, greifen Christen an und manchmal töten sie sie und zünden ihre Häuser und/oder die fraglichen Kirchen an. Dann ziehen die lokalen Behörden, von denen einige dem Mob helfen oder ihn decken, um die Lage zu entschärfen, die für die Kirche anstehende Genehmigung prompt zurück, weil sie angeblich für das Dorf eine „Sicherheitsgefährdung“ darstellt.

„Ein Großteil der muslimischen jungen Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren aus unserem Dorf und aus der Nähe versammelten sich vor unserem Kirchengebäude, brüllten „Allahu Akbar“ und skandierten feindselige Parolen gegen Kopten und die Kirche wie ‚Wir wollen keine Kirche in unserem islamischen Dorf‘“, erinnerte sich Moheb, ein Mitglied einer der geschlossen Kirchen in Luxor.“ Sie versuchten die Vordertür einzudrücken … aber wir versperrten sie von innen. Wir riefen sofort die Polizei, die kam und die Demonstranten zerstreute, aber sie unternahmen nichts, um jemanden festzunehmen. Dann schlossen sie das Kirchengebäude, versiegelten es und stellten eine Wache davor.“

In Reaktion auf diese Schließung äußerte Gamil Ayed, ein örtlicher koptischer Rechtsanwalt, typische christliche Gefühle: „Wir haben nicht gehört, dass je eine Moschee geschlossen oder dass darin Gebet gestoppt wurde, weil sie keine Genehmigung hatte. Ist das Gerechtigkeit? Wo ist die Gleichberechtigung? Wo ist die Religionsfreiheit? Wo ist das Recht? Wo sind die staatlichen Institutionen?

Zwei Monate, bevor die acht Kirchen geschlossen wurden, wurde eine andere nahe gelegene Kirche unter identischen Umständen gesperrt. „Es gibt in unserem Dorf etwa 4.000 Christen und wir haben jetzt keinen Ort, an dem wir beten können“, reagierte der örtliche Einwohner Rafaat Fawzy. „Die nächste Kirche ist … 15km weit weg. Es ist schwierig in diese Kirche zu gehen und zu beten, besonders für die Alten, die Kranken und die Kinder.“

Auch er fuhr mit dem Stellen derselben Fragen fort, die Millionen Christen in Ägypten auf dem Herzen haben: „Welche Rechte haben wir? Es gibt sieben Moscheen in unserem Dorf und Muslime können überall frei beten, aber wir werden daran gehindert unseren religiösen Riten an einem einfachen Ort auszuüben, von dem wir geträumt haben. Ist das Gerechtigkeit? Wir werden in unserem eigenen Land unterdrückt und für uns gibt es keine Rechte.“

Ein paar Tagen nach der Schließung der Kirchen in Luxor griffen Muslime Christen in Al-Minya an, weil sie „Einwände gegen die Anwesenheit einer Kirche in der Gegend“ hatten; drei Christen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

All diese Angriffe gab es, muss erwähnt werden, zwei Jahre nachdem Ägyptens groß angepriesenes „Kirchengesetz“ 2016 beschlossen wurde, das die Einschränkungen für Kirchen verringern sollte, das aber in Wirklichkeit „die christliche Minderheit in Ägypten diskriminiert“, so ein Zitat von Human Rights Watch.

Die vielen Schwierigkeiten, denen Ägyptens Christen im Kontext von Gottesdiensten begegnen, sind nur eine von etlichen Verletzungen ihrer Menschenrechte. Ob ihre Töchter entführt und zwangsweise zum Islam konvertiert und verheiratet werden oder ob sie dank der Lehren in oft mit der Regierung verbundenen Moscheen und Universitäten dämonisiert und gehasst werden: Christen haben in Ägypten schlicht nicht dieselben Menschenrechte, die Muslime haben.

Warum ignorieren die Medien erneute palästinensische Rufe zu den Waffen gegen Israel?

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 6. Juni 2021

Trotz der aktuellen Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den Terrororganisationen im Gazastreifen und Israel setzen Hamas und Fatah ihre Hetze fort die Palästinenser sollen die Waffen gegen den jüdischen Staat aufnehmen. Diese Aufrufe zur Gewalt schüren die Flammen des Konflikts in der Region.

Am 31. Mai drang ein Terrorist aus dem Gazastreifen nach Israel ein. Einmal auf israelischen Territorium, stach er auf einen Wachmann ein. Am selben Tag löste ein aus dem Gazastreifen gestarteter Brandballon ein Feuer aus. Nur Tage später forderte die Hamas zu einem „Tag des Zorns“ auf. Palästinenser in der Westbank folgen dem Aufruf am Freitag, an mehreren Orten gab es gewalttätige Zusammenstöße.

Dennoch erhalten diese beunruhigenden Entwicklungen reichlich wenig Berichterstattung seitens der Mainstream-Medien. Stattdessen legen die weltweit führenden Nachrichtenorgane den Schwerpunkt weiter auf Israel, es müssen die Waffenruhe mit den Terrorgruppen einhalten, die für die Vernichtung des jüdischen Staates eintreten. Derweil werden palästinensische Provokationen, die darauf abzielen die Spannungen zu verschärfen und zu Gewalt aufzustacheln, schlichtweg ignoriert.