Kerry im Wunderland

20. Mai 2013 um 12:36 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 1 Kommentar
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Sid Demling, Guerilla Israel, 18. Mai 2013

Man muss sich fragen ob John Kerry über irgendeinen Helfer verfügt, der Arabisch in Englisch übersetzt. Nur einen; das würde schon reichen. Wäre das der Fall, dann sollte man denken, dass eine Übersetzung der Nachrichten des Tages aus dem Arabischen ins Englische Amerikas Außenminister davon überzeugen könnte seinen wahnhaften Versuch die Friedensgespräche zwischen den Israelis und den Palästinensern wieder in Gang zu bekommen abzuwracken.

Doch weil er offenbar lange Flüge genießt, wird Kerry nächste Woche wieder nach Jerusalem jetten, für weitere Plaudereien zur „Förderung“ des – man muss diesen viel missbrauchten Ausdruck lieben – Friedens-Prozesses.

Wann immer zwei Worte auffällig fehl am Platz waren wie ein Piano im Mittelmeer, dann sind es diese beiden Worte Friedens-Prozess. Ein kurzer Blick auf Ereignisse, die diese Woche bereits stattgefunden haben, werden meinen Punkt unterstreichen

Frieden

Welcher Frieden? Araber bekämpfen Araber. Araber töten Araber. Syrien kann nicht mehr gerettet werden. Die Hisbollah versucht verzweifelt sich für einen weiteren Angriff auf Israel wiederzubewaffnen und Mahmud Abbas lässt Kerry weiterhin wie einen Vollidioten aussehen, wann immer der Araber den Mund aufmacht.

Seine Feindseligkeit gegen Israel hat der Palästinenserpräsident weiter verschärft, als er neulich eine Rede hielt, in der er behauptete, die Palästinenser würden keinen Friedensvorschlag akzeptieren als den, der auf der UNO-Resolution 194 gründet. Würde ein solcher Vorschlag akzeptiert, würde er Israel automatisch dem Untergang weihen.

Die Tirade des Arabers kommt direkt nachdem Kerry Tzipi Livni ausdrücklich sagte, dass es nicht nur direkte arabisch-israelische Verhandlungen geben muss, sondern es auch keine Vorbedingungen für diese Gespräche geben darf. Kaum waren die Worte keine Vorbedingungen ausgesprochen, da begann Abbas seine Vorbindungen aufzulisten, zu denen das fiktive „Rückkehrrecht“ gehört, das vor langem schon von Israel kurzerhand abgelehnt wurde. „Die Araber haben ihre Vorbedingungen nicht nur nicht zurückgenommen“, schreibt Zalman Shoval in Israel Hayom, „sie haben sie ausdrücklich wiederholt.“

Ist Kerry – oder vielleicht jemand in seinem Ministerium, der Arabisch lesen kann – nicht informiert worden, dass Abbas Inc. diese Vorbedingungen aufgelistet hat? Glaubt irgendein logisch Denkender, dass Israel dem Folgenden zustimmen würde?

* ANERKENNUNG DER GRENZEN VON 1967: Das zu akzeptieren würde Israels Fähigkeit einen massiven arabischen Angriff zu kontern auf das Negative der Wurzel aus 50 reduzieren.

* ALLE BAUTÄTIGKEIT EINSTELLEN: Das setzt voraus, dass das bizarre Argument, Wohnungen zu finden, in denen Juden friedlich leben können, ein Hindernis für den Frieden ist.

* ALLE PALÄSTINENSISCHEN HÄFTLINGE FREILASSEN: Es gibt einen Grund dafür, dass die inhaftierten Araber im Gefängnis sind; entweder haben sie israelische Juden getötet oder wollten das tun. Welcher Idiot würde solchen potenziellen Mörder erlauben frei herumzulaufen?

Shoval: „Die Palästinenser haben im Vorhinein sichergestellt, dass Verhandlungen auf Basis der israelischen und US-Position, es könne keine Vorbedingungen geben, nicht möglich sein werden.“

Darüber hinaus zieht Abbas weiter in Richtung Krieg. Einmal mehr versuchte er die Aussöhnung mit den terroristischen Hamas-Führern. Und er hat die Angriffe auf IDF-Kräfte während des Nakba-Tages unterstützt.

Außerdem waren diese feindlichen Demonstrationen weder in ihrer Art, noch in ihrer Ausprägung oder Form isolierte Vorfälle. Sie fanden in Jerusalem statt, nahe Hebron und – einmal mehr – schossen palästinensische Militante Raketen auf das südliche Israel. Dazu wird tagtäglich in jeder möglichen Weise Judenhass in jeder Stufe in jeder arabischen Schule gelehrt, ob nun in der Westbank oder dem Gazastreifen. Und diese militanten Islamleute wagen es von Frieden zu reden!

Jammerschade, dass Kerry nicht etwas von der arabischen Hass-Literatur in die Finger bekommen kann. Übersetzungen, die etwa eine Stunde zu lesen wären, würden ihn sicher überzeugen seinen Trip nach Israel nächste Woche zu streichen. Das heißt, außer er kommt den langen Weg von Washington, weil er Jets genießt.

Sollte das nicht der Grund sein, dann verschwendet der unverbesserlich optimistische Außenminister seine Zeit – und auch die von Benjamin Netanyahu!

Nahöstliche Redeschlacht „hoher Beamter“

19. Mai 2013 um 10:42 | Veröffentlicht in Israel, Medien+Nahost | 4 Kommentare
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Ulrich Sahm (direkt vom Autor)

Mit Hilfe der großen Zeitungen der Welt fechten namenlose „hohe Beamte“ und anonyme „Geheimdienstoffiziere“ eine gefährliche Redeschlacht zum Nahostkonflikt aus. Die britische Times, die New York Times und andere zitieren solche Quellen, was dann schnell als offizielle Verlautbarung der Regierungen verbreitet wird. So soll ein „israelischer Offizieller“ der New York Times gesteckt haben, dass „Israel“ den syrischen Präsidenten Assad allen Alternativen vorziehe, weil der „verantwortungsvoll“ die Waffenstillstandsabkommen auf den Golanhöhen respektiere und die Giftgasarsenale unter Kontrolle halte. Auf dem gleichen Weg, über „hohe Beamte“, hätten sich die Amerikaner bei Israel dafür entschuldigt, den Medien einen Luftangriff auf den Flughafen von Damaskus „bestätigt“ zu haben. Derweil haben „israelische Offizielle“ gedroht, aktiv den Sturz Assads durch schmerzhafte Schläge betreiben zu wollen, falls der es wagen sollte, die libanesische Hisbollah-Miliz mit russischen Flak und Boden-See Raketen auszustatten. Das hätten israelische „Geheimdienstkreise“ der New York Times gesteckt, „weil entsprechende Drohungen über geheime Kanäle in Damaskus nicht angekommen seien.“

Die „hohen Beamten“ haben sich offenbar nicht einmal abgestimmt, wenn sie innerhalb von drei Tagen widersprüchliche Behauptungen in die Welt setzen. Die Verwirrung wird umso größer, wenn in Israel erfahrene Experten und ehemalige Amtsinhaber wie die Generale Amos Jadlin und Giora Eiland, die Aussagen dieser ominösen „Hohen Beamten“ kommentieren und wiederum mit einleuchtenden Argumenten das Gegenteil behaupten.

Gerüchten über „angesehene Zeitungen“ zu verbreiten, ist ein altbewährtes Mittel, Druck auf andere Länder auszuüben, wenn es keine direkten diplomatischen Kanäle gibt wie zwischen Israel und Syrien. Doch namenlose Aussagen als offizielle Politik eines Landes mit reißerischen Titeln wie „Israel will an Assad festhalten“ zu verbreiten, während alle Welt nach Wegen sucht, den grausamen Diktator und Schlächter von fast 100.000 Syrern abzusetzen, birgt auch Gefahren. Denn oft genug werden Gerüchte oder auch reine Spekulationen als Wahrheit aufgefasst oder propagandistisch genutzt, um ein Wettrüsten zu starten, das Nachbarland anzugreifen und einen Krieg zu starten.

Gerade in Nahost, wo Verschwörungstheorien Teil der Wirklichkeit sind, ist die Kriegsgefahr besonders groß, zumal das Pulverfass durch den geringsten Anlass zur Explosion gebracht werden kann.

Ein klassisches Beispiel ist der „unmittelbare“ Angriff Israels auf den Iran, erstmals vor sieben Jahren in der „Sunday Times“ veröffentlicht. Seitdem wiederholen auch andere Medien in regelmäßigen Abständen vermeintliche israelische Regierungsbeschlüsse oder Vorbereitungen, „übermorgen“ das iranische Atomprogramm zu zerstören. Selbstverständlich finden die Medien stets „Geheimdienstkreise“ oder „hohe Beamte“, die ihnen jegliche Spekulation bestätigen. Und da die namenlos zitiert werden, kann niemand zur Verantwortung gezogen werden. Kein Journalist wird gezwungen, „Beweise“ zu liefern. Ganze sieben Jahre sind seit dem Artikel in der Sunday Times vergangen und es ist immer noch nichts passiert.

Selbst die besten Geheimdienste der Welt wissen nicht, wie der Bürgerkrieg in Syrien enden wird. Genauso hat niemand den Fall der Berliner Mauer und das Verschwinden der DDR 1990 vorhergesehen. Jene „Experten“, die vor über zwei Jahren einen Sturz Assads innerhalb von zwei Wochen verkündet hatten, sind längst Lügen gestraft worden.

Viele Kriege, darunter die Weltkriege, sind durch Zufälle und ohne vorherige Ankündigung ausgebrochen. Am 11. Juli 2006 wusste niemand, dass die Hisbollah am darauffolgenden Tag zwei israelische Soldaten in den Libanon entführen und den zweiten Libanonkrieg ausbrechen ließe. Hisbollah-Chef Nasrallah gestand später, sich „verrechnet“ zu haben. Genauso überrascht war die israelische Regierung. Sie hat erst am Abend nach der Entführung beschlossen, mit Krieg zu antworten, obgleich bekanntlich die Armee überhaupt nicht auf einen Feldzug vorbereitet war.

Niemand kann die Entwicklungen in Syrien vorhersehen. Die Russen haben 15 Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer verlegt. Autobomben sind in der Türkei explodiert. Angeblich stammten die aus Syrien. Die Israelis haben mutmaßlich bei Damaskus angegriffen und immer wieder explodieren „Querschläger“ aus Syrien auf den israelisch kontrollierten Golanhöhen. Israelische Panzer seien „für alle Fälle“ in Stellung gebracht worden. Da reicht ein einziger Volltreffer oder das kleinste falsche Manöver einer der beteiligten Parteien, um schlagartig eine neue Lage zu schaffen.

Die Redeschlachten der namenlosen „hohen Beamten“ schütten zusätzliches Öl die Flammen der unberechenbaren Emotionen. Und zudem sei hier eine Banalität erwähnt. Selbst der beste Geheimdienst der Welt kann nicht in die Köpfe unberechenbarer und offensichtlich völlig rücksichtsloser Diktatoren oder Rebellenführer schauen. Die jüngsten Szenen unbeschreiblicher Brutalität passen nicht zu westlichen Konzepten von Vernunft und „Besonnenheit“ oder „Mäßigung“ zu denen westliche Politiker unermüdlich aufrufen.

Der Krieg der Wunder

15. Mai 2013 um 15:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Moshe Feiglin, Manhigut Yehudit, 8. Mai 2013

Israels Regierung wollte Jerusalem nicht befreien. Um genauer zu sein: Die Minister der Arbeits- und der Nationalreligiösen Parteien wollten Jerusalem nicht befreien. „Wer braucht diesen ganzen Vatikan?“, erklärte Mosche Dayan. Premierminister Eshkol hatte eine Abmachung mit Hussein, dass es ein wenig „Pyrotechnik“ im Bereich von Armon Hanatziv in Jerusalem geben würde, damit er dem ägyptischen Präsidenten Nasser zeigen konnte, dass er etwas tat. Doch es gab eine höchste Macht, die andere Pläne hatte und der Sechstagekrieg wurde zu dem Krieg den Militärexperten logisch nicht erklären können. Ich nenne diesen Krieg den „Krieg der Wunder“.

Einen kleinen Moment dieser Wunder lernte ich „zufällig“ kennen. Ich fuhr eines Abends vor ungefähr sechs Jahren nach Hause und hörte im Radio ein Interview mit dem General der Reserve Avihu Ben Nun, der als junger Pilot an dem Krieg teilnahm.

Ben Nun erzählte den Hörern, wie er mit der gesamten Luftwaffe abgehoben hatte, sehr niedrig flog, damit sie nicht auf Jordaniens Radarschirmen erschienen. Wenn die gesamte Luftwaffe gemeinsam in völliger Funkstille abhebt, über den Wellen kreist und Ägyptens Flughäfen in Kairo erreicht ohne entdeckt zu werden und ohne mit einander zu kollidieren, dann hat ein ziemlich großes Wunder stattgefunden. Doch etwas noch größeres geschah.

Während der befehlsgemäßen Bombardierung des ägyptischen Flugplatzes wurde Ben Nun von einem ägyptischen Bomber überrascht, der gerade landen wollte. Her war gezwungen sich zwischen der Beschießung des Bombers und der Ausführung seines ursprünglichen Auftrags zu entscheiden. Er entschied sich für seinen Auftrag. Andere israelische Jets verfolgten den Bomber, doch dessen erfahrener Pilot schaffte es ihnen mit beeindruckender fliegerischer Leistung zu entkommen.

Jahre später, Ben Nun war inzwischen Zivilist, traf er einen jordanischen Geschäftsmann, der ihm erzählte, dass er den Luftraum in dem Kontrollturm überwachte, der Israels Flugplätze von Ramallah aus überwachte. Während des Tags vor dem Ausbruch der Kämpfe bat Israels Führung König Hussein eindringlich, sich nicht dem vom ägyptischen Despoten angezettelten Krieges zu beteiligen. Der junge Hussein war beinahe überzeugt, doch genau in der Stunde, in der Ben Nun und seine Kameraden Ägypten bombardierten, rief Nasser Hussein an und sagte ihm: „Unsere Flugzeuge bombardieren Tel Aviv; Haifa wird von See aus beschossen. Willst du Jerusalem verlieren?“ Hussein war skeptisch, also rief er den Luftraumüberwacher im Kontrollturm an.

„Hussein fragte mich, ob ich ägyptische Flugzeuge über Tel Aviv sähe“, erzählte der jordanische Geschäftsmann Ben Nun. „Ich sagte ihm, dass ich nichts dergleichen sähe. Dann, während wir sprachen, war mein Bildschirm plötzlich voll von Hunderten ägyptischer Flugzeuge auf dem Weg nach Tel Aviv. Ich berichtete dem König aufgeregt die neue Information.“

Der Luftraumüberwacher, der die israelischen Flugzeuge auf ihrem Weg nach Ägypten nicht sehen konnte, konnte nun Ben Nun und seine Freunde auf ihrem Rückflug nach Israel sehen, nachdem sie die ägyptische Luftwaffe am Boden zerstörten. Zu diesem Zeitpunkt flogen sie auf normaler Höhe. Er glaubte, es seien ägyptische Flugzeuge. Dieses Telefongespräch überzeugt Hussein in den Krieg einzutreten, was letztlich die Befreiung Jerusalems, Judäas und Samarias zur Folge hatte.

Ohne diesen wundersamen „Zufall“ wäre Jerusalem in jordanischer Hand geblieben. Doch das ist nicht alles: „Das einzige, das ich an diesem Tag nicht richtig machte“, beendete Ben Nun das Interview, „war die Entscheidung, dem ägyptischen Bomber nicht nachzustellen. Es stellte sich heraus, dass sich der ägyptische Generalstabschef und das gesamte Oberkommando der Armee in diesem Flugzeug befanden.“

Da erinnerte ich mich an ein anderes Interview mit Uri Milstein im Magazin Nekuda, das dieselbe Geschichte aus einem anderen Blickwinkel beleuchtete. Milstein erwähnte Ben Nun nicht, aber er sagte, der Verdienst des Fehlers des israelischen Piloten, der sich entschied den ägyptischen Bomber nicht abzuschießen, war die Rettung des ägyptischen Generalstabschefs. „Dieser Fehler stellte sich als Glücksfall heraus“, erklärte Milstein. „Die gekonnten Ausweichmanöver des ägyptischen Piloten erschütterten den armen ägyptischen Generalstabschef und noch vom Flugzeug aus befahl er seiner Armee die gesamte Sinai-Halbinsel zu evakuieren.“

Die ägyptischen gepanzerten Streitkräfte waren im Sinai nach sowjetischem Muster tief eingegraben. Diese Aufstellung zu durchbrechen hätte ohne Weiteres viele israelische Leben kosten können und den Krieg beträchtlich verlängern können. Doch nach der Anweisung des Generalstabschefs tankten die israelischen Jets auf, hoben wieder ab und griffen die sich zurückziehenden ägyptischen Panzerkräfte an. Der Krieg im Sinai verwandelte sich praktisch einen Wettlauf zwischen Rückzug und geprügelt zu werden.

Die Wunder, die bei der Schlacht um Jerusalem und seiner Umgebung stattfanden, sind zu zahlreich um sie in einem kurzen Artikel erzählen. Doch letztlich wurde Jerusalem befreit – gegen den Willen sowohl der Araber wie auch der Juden.

Man muss schon mit religiösem Eifer an den Atheismus glauben, um die Hand göttlicher Fügung in den erstaunlichen Wundern nicht zu sehen, die im Kriegsverlauf präzise zusammengewoben wurden und den Juden das Land ihrer Vorväter auf einem Silbertablett servierten.

Alles, was wir am Tag der Befreiung Jerusalems hoffen können, ist eine Führung, die die Bedeutung des Geschenks begreift, das wir von unserem Vater im Himmel erhalten haben – und nicht ihr nicht den Rücken kehrt.

Eine Illusion namens Territorium

15. Mai 2013 um 14:30 | Veröffentlicht in Araber, Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 3 Kommentare
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Dror Eydar, Israel HaYom, 3. Mail 2013

1. In dem Konflikt geht es nicht um Territorium. Die arabischen Staaten haben Territorium in Hülle und Fülle. Die Palästinenser haben ebenfalls einiges: Es gibt keine Juden im Gazastreifen und Jordanien hat eine palästinensische Mehrheit. Die Araber Palästinas hätten ihren eigenen Staat schon vor langer Zeit gründen können, doch sie entschieden sich dagegen.

Seit einem Jahrhundert und insbesondere seit 1967 haben wir versucht die wahre Natur des Konflikts zwischen uns und den Staaten der Region zu ignorieren. Wir haben von der Teilung des Landes, Interessen, Sicherheitsvereinbarungen und sonst was geredet. Doch jedes Mal, wenn wir glaubten wir ständen vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung, kam etwas hoch. Folgt man dem arabisch-palästinensischen Narrativ, das viele bei uns und im Westen nur allzu gerne übernahmen, wurde die Verantwortung für das Nichtvorhandensein von Frieden vor unsere Türschwelle gelegt. Selbst die unvoreingenommenen Leute der israelischen Linken, die das Schuld-Narrativ nicht akzeptieren, handeln so, als wäre es korrekt. Sie glauben: Wenn wir ihnen ein wenig mehr geben, wenn wir das „Fenster der Chance“ nutzen, dann werden unsere Nachbarn vielleicht der Unterzeichnung eines Friedensvertrages zustimmen. Jetzt versuchen sie uns wieder einmal den Vorschlag der Arabischen Liga zu verkaufen – abgenutzte Ware, die die Illusionsindustrie des orthodox-linken Flügels versorgt, bis die Gespräche zusammenbrechen. Und dann beginnt der Kreislauf von vorne.

Was mach den Vorschlag der Arabischen Liga besser als die anderen? Nichts. Die Anhänger des Friedens um jeden Preis unter uns müssen ihre Existenz rechtfertigen, also murmeln sie weiter ihr Kredo, dem jeder realistische Zugriff auf die Lage fehlt.

2. Es ist nur logisch zu glauben, dass es in dem Konflikt nur um Land geht. In Europa fanden Jahrhunderte lang Blut triefende Konflikte statt, bis die Stimme der Vernunft und der Interessen endlich obsiegte, die Konflikte gelöst wurden und Frieden herrscht. „Zwei Völker greifen nach einem Mantel. Das eine sagt: Das gehört alles mir; und das andere sagt: Alles gehört mir. In einem solchen Fall sollte man ihm teilen.“ Unsere Weisen sagte das vor fast zweitausend Jahren. Der durchschnittliche israelische Diplomat und sein Gegenpart im politischen Echelon folgen dieser Logik. Sie sind überzeugt, dass der Schlüssel zur Lösung des Konflikts rationale Verhandlungen sind, an deren Ende wir die lange ersehnte Teilung des Landes und damit – endlich – Frieden haben werden. Doch leider sieht der Westen die Dinge in dieser Region nicht, wie sie wirklich sind. Immer wieder stößt diese westliche Logik auf eine unpassierbare Wand. Lesen Sie den Bund der Hamas (eine ausgezeichnete Übersetzung findet sich im Internet). Lesen die die Nationalcharta der PLO und der Fatah, beide säkulare Bewegungen. Besuchen Sie Internetseiten wie MEMRI und Palestinian Media Watch, die die arabische Welt um uns herum übersetzen. Lesen Sie den Sprachgebrauch ehrlich und realistisch und Sie werden keine Stimme der Logik hören. Hass hat auch Logik und viele Konflikte können analysiert werden. Doch nicht in diesem Fall. Die Lälnder dieser Region akzeptieren Israel nicht als jüdischen Staat, als unabhängige Einheit. Israels pur Existenz stellt eine ketzerische Herausforderung der muslimischen Welt, ihrer Überzeugungen und Werte dar. Israel ist ein Keil, der zwischen ihren Augen steckt, eine Nebenstelle des Westens im Herzen heiligen muslimischen Bodens. Lesen Sie weiter die oben erwähnten Texte und Quellen und Sie werden sehen, dass diese Stimmen über einen nur religiösen Konflikt hinaus gehen. Die Region, in der wir leben, ist die Wiege der Zivilisation. Die Stimmen, die wir hören werden, sind die ihrer antiken Mythen.

3. Logs vs. Mythos – das Wort gegen Märchen. Her bedeutet Mythos nicht Fiktion oder Fälschung, sondern das Gründungsnarrativ von Völkern und Nationen. Der Islam ist rund 1400 Jahre alt, doch diese Region hat Jahrtausende lang in mythischer Sprache gesprochen. Mythos umfasst Religion und geht darüber hinaus.

Der immer noch geltende Brauch von Steinigung, Blutfehde, Enthauptungen, Mord zum Schutz der Familienehre, die Wahrnehmung von Raum, Erbmasse und Land, die Beziehungen zwischen Stämmen in der Region, Stammesloyalität gegen Loyalität dem Königreich gegenüber und weitere solcher Konzepte, die so sehr Teil des Lebens in dieser Region sind, befinden sich in einem existenziellen Konflikt mit der Art, wie der Westen dieselben Konzepte betrachtet. Lassen Sie uns ein imaginäres Treffen zwischen einem israelischen Diplomaten und seinem palästinensischen Gegenpart vorstellen. Beide sprechen in einer internationalen Sprache (in diesem Fall Englisch) und beide nutzen den Begriff „Territorium“. Das ist nicht kompliziert. Ein umstrittenes Territorium und mit gutem Willen auf beiden Seiten können wir, sobald wir unseren Maß an Blutvergießen hatten, das „Problem“ lösen, indem wir das Land teilen, damit wir normale Leben als Nachbarn führen können. Doch das passiert nicht. Gelegentlich gibt es eine Ruhepause, nachdem Israelis „Gesten“ abgab. Dann machen sie weiter, wo die letzte Runde endete, vor dem nächsten Ausbruch der Gewalt (für die natürlich Israel verantwortlich gemacht wird).

4. Hier ist ein Schlüssel für das „hinter-den-Kulissen-Verständnis“ des Gesprächs. Der israelische Diplomat wurde in einer 2.500 Jahre alten westlichen Tradition aufgezogen, die Logik über Emotionen und Mythen stellt. Territorium kann halbiert und geteilt werden. Die Grenzen können gezogen werden, wo immer man möchte. Die Palästinenser sprechen auch von Territorium. Doch für sie sind die Worte lediglich Vorboten, die Spitze des Eisbergs, der flüchtigste Blick in eine andere Welt, die sich vollkommen von der unseren unterscheidet. Für ihn geht es nicht um Territorium, sondern um den Boden an sich – adama auf Hebräisch, von dem das Wort für Mensch, Adam, abgeleitet ist. Ein Mensch ohne Land ist kein menschliches Wesen. Seine ganze Existenz wird in Frage gestellt. Und das ist der Punkt, an dem „dam“ – Blut, das ebenfalls Teil des Wortes adama ist – ins Spiel kommt. Dam, adama, adam: Wenn diese Konzepte das sind, was unser Dasein definiert, dann hat man keine andere Zuflucht als Blut für den Boden zu vergießen, der dich als menschliches Wesen definiert. Ich beziehe mich hier nicht nur auf ein Wortspiel in Hebräisch, sondern auf die Idee hinter diesen Worten. Die biblische Wahrnehmung, die sich in dieser Region vor Tausenden Jahren herauskristallisierte, deckt sich mit den Mythen der Region. Kein an den Verhandlungen beteiligter Diplomat sprich jemals über diese Dinge – und dieses fehlende Teil wirft einen gigantischen Schatten, der unbemerkt bleibt. Das ist das politisch Unbewusste, die unser Leben weit stärker beeinflusst als unser Bewusstsein es tun wird.

5. Denken Sie über das Flüchtlingsproblem nach. Dutzende Millionen Flüchtlinge wurden allein im 20. Jahrhundert vertrieben und wanderten durch Europa und wurden schließlich neu angesiedelt. Warum gibt es in Europa keine Flüchtlingslager? Immerhin wurden Millionen Menschen aus ihren Heimen entwurzelt. Warum blieben sie keine Flüchtlinge, bis ihre Forderung nach Rückkehr in ihre Häuser gelöst wurde? Weil die Logik die Oberhand behielt. Es war nicht unbedingt die Logik der Flüchtlinge, doch zumindest war es die Logik der Länder Europas: um ihre Wunden zu verbinden und den Körper politisch heilen zu lassen. Es war nicht nur in Europa so. Es geschah auch hier. Mehr als ein Jahrzehnt lang lebten tausende jüdische Flüchtlinge in Transitlagern im jungen Staat Israel. Sie lebten in Zelten, in Blechhütten, in Buden. Ich weiß es. Meine Eltern waren dort. Das waren Flüchtlingslager in jedem Sinn des Wortes. Die Flüchtlingslager wurden zu Vierteln, Gemeinden und Städten, auf die unser Land stolz sein sollte. Wir hielten nicht an, um uns in Selbstmitleid zu suhlen. Wir fanden uns mit dem Verlust unseres Besitzes und unseres früheren Lebens ab und begannen mit den Aufbau einer neuen Gesellschaft.

Was ist also an den arabischen Flüchtlingen von 1948 so einzigartig? Was hießt sie davon ab die Lager zu verlassen, sie in Stadtviertel zu verwandeln, auf die sie stolz sein konnten? Warum gründeten sie vor 1967 oder noch früher, 1947 keinen Staat?

Wem wir uns gegenüber sehen, ist kein Konflikt um Territorium. Diese Art Konflikt versklavt keine Millionen für einen ewigen Krieg gegen uns. Es wird hier keinen Frieden geben, bis die Staaten der Region Israel als die nationale Heimstatt der Juden anerkennen. Dem entstammen alle anderen Fragen. Eine solche Anerkennung wird nicht nur mit Worten gegeben. Wir hatten genug Worte. Es gehören Bildung, Schulbücher, die Medien, die Straße und der politische und religiöse Diskurs dazu. Begreifen Sie, dass eine solche Aufgabe mindestens hundert Jahre braucht? Wir brauchen Geduld. Und Glauben.

B’Tselem gibt zu, dass es nicht in der Lage ist palästinensische Anschuldigungen zu bewerten

12. Mai 2013 um 10:17 | Veröffentlicht in Israel, NGOs | 1 Kommentar
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Verurteilung der IDF in der Presseerklärung wird vom begleitenden Bericht nicht unterstützt

NGO Monitor, 9. Mai 2013

Am 9. Mai 2013 gab die israelische Organisation B’Tselem einen 30 Seiten starken Bericht aus, der den Titel „Menschenrechtsverletzungen während der Operation Wolkensäule vom 14.-21. November 2012“ trägt. Die Publikation erhielt sofort weitreichende Berichterstattung in den israelischen Medien, offensichtlich aufgrund einer begleitenden Presseerklärung.

Doch die Behauptungen in der Presseerklärung sind nicht mit dem tatsächlichen Bericht vereinbar; sie schafft eine falsche Wahrnehmung in den Medien.* Die Presseerklärung behauptet, der Bericht „wirft den Verdacht auf, dass das Militär das internationale Menschenrecht (IHL) verletzte“. Doch diese Anschuldigungen werden in dem Bericht nicht dargelegt; bestenfalls sind sie das Ergebnis von Mutmaßungen, wie B’Tselem selbst im Bericht zugibt. Zusätzlich gründet die Behauptung zwischen toten Zivilisten und Kombattanten in diesem Bericht – wie auch in Äußerungen von B’Tselem in der Vergangenheit – auf manipulierten Definitionen und Spekulation; die Anwendung der bestehenden rechtlichen Standards würde sehr andere Schlussfolgerungen ergeben.

1) Der Text des Berichts spiegelt klar die Begrenztheit der verfügbaren Informationen – weitgehend „Interviews mit Augenzeugen“ (auch per Telefon) im Gazastreifen, deren Richtigkeit nicht unabhängig verifiziert werden kann. Daher erklärt der Bericht, nachdem alle Vorwürfe aus den Interviews vorgelegt wurden: „Das bedeutet allerdings, dass die B’Tselem zur Verfügung stehenden Mittel zu begrenzt sind, als dass bestimmt werden kann, ob das israelische Militär in Übereinstimmung mit dem Recht handelte oder nicht.“

Das ist eine sehr bedeutende Veränderung und Eingeständnis der B’Tselem, wenn man es mit den in den Berichten von 2009 zum vorherigen Gaza-Konflikt aufgestellten (und später im diskreditierten Goldstone-Bericht wiederholten) Behauptungen vergleicht. Wie oben schon vermerkt wird jedoch in der Presseerklärung nicht auf die zentrale methodologische Begrenztheit verwiesen.

B’Tselem gibt zu, dass man „nicht in der Lage ist die Gesetzmäßigkeit jedes einzelnen militärischen Angriffs während der Operation zu untersuchen“, obwohl der Großteil des Berichts und die Presseerklärung dieses Eingeständnis ignorieren. (B’Tselem und andere NGOs bombardierten die IDF mit nicht auf Fakten gestützten Vorwürfen illegalen Handelns, was den Ermittlungsprozess überwältigte. Als die IDF es schaffte zu antworten, wies B’Tselem die Antworten kurzerhand ab.)

2) Der Bericht enthält eine Reihe grundlegender Verfälschungen des internationalen Rechts, die aus dem Goldstone-Bericht geholt worden zu sein scheinen, darunter Standards für operationelle Zielsetzung in Reaktion auf Terroranschläge, das Konzept der militärischen Notwendigkeit und die Verpflichtung Zivilisten vor Angriffen zu warnen. B’Tselem wendet außerdem künstliche Definitionen an, wenn es sich bemüht zu unterscheiden, wer an Kämpfen beteiligt ist und wer nicht.

Beispiel: Der Bericht verurteilt die IDF und behauptet, „die Häuser hochrangiger Mitglieder von Hamasführern“ seien keine legitimen militärischen Ziele. Faktisch hat B’Tselem kein Wissen, warum irgendein Ziel beschossen wurde und kann daher keine Schlüsse in Sachen militärischer Notwendigkeit ziehen. Darüber hinaus wurden viele der Häuser als Waffenlager genutzt, was sie kla zu legitimen Zielen machte.

Beispiel: Der Bericht verurteilt die IDF und behauptet: „In einigen Fällen wurde gewarnt. Doch selbst in diesen Fällen wurde den Bewohnern nicht immer ausreichend Zeit gegeben ihre Häuser zu verlassen und dann, nach der Warnung, wurde nicht sichergestellt, dass die Bewohner sich auch tatsächlich verlassen hatten.“

In Wahrheit sind Staaten nach dem internationalen Recht nur verpflichtet Zivilisten allgemein zu warnen Sicherheit zu suchen und nur in dem Ausmaß, wie solche Warnungen unter den Umständen machbar durchführbar sind; die Effektivität der Warnungen wird nicht auf der Grundlage beurteilt, ob den Warnungen auch Folge geleistet wird.

Beispiel: B’Tselem behauptet, dass während dieser Militäroperation unbeabsichtigt aufgetretene zivile Tote eine Verletzung des internationalen Menschenrechts (IHL) darstellen, weil „das Militär alles in seiner Macht stehende tun muss, um solche Fehler zu vermeiden und wenn sie auftreten, die dem zugrunde liegenden Ursachen zu ermitteln und was getan werden kann, um Wiederholungen zu verhindern.“

Diese Erklärung ist falsch. Der Standard lautet „gebührende Sorgfalt und Handeln in gutem Glauben“, was definiert wird als „Vorkehrungen, die unter den Umständen geeignet sind, angesichts der den Kommandeuren und militärischen Planern zur Verfügung stehenden Informationen“. B’Tselem und andere NGOs wissen nicht, dass diese Schritte nicht unternommen wurden und die Beweise legen das Gegenteil nahe – dass die IDF in der Tat die geforderten Vorsichtsmaßnahmen unternahm.

3) Frühere Berichte von B’Tselem, einschließlich der Vorwürfe bezüglich der Operation Gegossenes Blei von 2009, ließen die Terroranschläge außen vor, die zur Reaktion der IDF führten. Dieser Bericht der NGO beinhaltet allerdings „eine Untersuchung des Verhaltens beider Seiten während der Operation ein“, einschließlich Verurteilungen der Hamas.

 

* Bei uns hörte ich von den „Ergebnissen“ im Lokalradio und bestätigt diese Aussage; meine spontane Reaktion:
Mehr als die Hälfte aller von Israel getöteten Palästinenser sind Zivilisten – hat die israelische NGO B’Tselem herausgefunden. Mehr als 170 Palästinenser sind von Israel im letzten Jahr getötet worden. Damit sehe die Wirklichkeit ganz anders aus, als die israelischen Medien sie wahrnehmen und darstellen, was die gezielten Tötungen angeht. Soso.
Haben die erwiesenen Lügner von B’Tselem – oder die internationalen Medien oder unsere Lokalradios – jemals die israelischen Opfer des Palästinenserterrors gezählt und die Werte für Kombattanten und Zivilisten aufgeführt? Nö, tote Juden sind unerheblich (B’Tselem führt den einen oder anderen getöteten israelischen Zivilisten an, aber keine Vergleiche; in Statistiken tauchen Zivilisten und „Sicherheitspersonal“ auf – die Berechnung der Prozente nehmen bitte die Leser vor!). Haben die erwiesenen Lügner von B’Tselem – oder die internationalen Medien oder unsere Lokalradios – die Zahlen für die Toten bei gezielten Tötungen separat untersucht bzw. veröffentlicht? Anscheinend nicht. Haben sie die von den Terroristen gefeierten „Märtyrer“ ihrer jeweiligen Organisation wieder von der Liste der Zivilisten genommen? Sowieso nicht, da führen sie heute noch Leute, die aus den Kriegen von 2006, 2008/09 und 2012 längst als „Kämpfer“ genannt sind.
Insgesamt scheint aber B’Tselem nicht mehr derart einseitig zu sein, wie es ihnen bisher vorzuwerfen war, schreibt die Jerusalem Post.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (05.-11.05.2013)

11. Mai 2013 um 21:29 | Veröffentlicht in Araber, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 05.05.2013:

Der letzte israelische Luftangriff auf Hisbollah-Waffennachschub wird von Syrien als „Kriegserklärung“ bezeichnet. Was soll das heißen, wenn das Land sich noch nie in etwas anderem als einem Kriegszustand mit Israel befunden hat? Außerdem soll der Angriff beweisen, dass Israel mit den Rebellen unter einer Decke stecke.
Auch die Arabische Liga wird auf einmal in Sachen Syrien aktiv: Die UNO soll die „israelische Aggression“ stoppen. Und Ägypten legt noch nach: Der israelische Angriff bedroht die Sicherheit und Stabilität in der Region. (Die Aufrüstung der Hisbollah nicht????)

Schaut mal, wer noch „den Angriff“ Israels verurteilt: die „Rebellen“! Das würde die Aufmerksamkeit von Massakern der Regierungstruppen ablenken.

Syrien soll wegen des Angriffs jetzt Raketen auf Israel ausgerichtet haben. (Ist das neu?)

Die israelischen Botschaften sind weltweit in Alarmbereitschaft gegangen, weil Racheakte der Hisbollah befürchtet werden.

Ein Jugendlicher (Israeli) verteilte an der Tapuach-Kreuzung Flugblätter – dort, wo letzte Woche ein fünffacher Vater ermordet wurde. Er wurde verhaftet. Hm…

Heckmeck:
- Khaled Meschaal hat schonmal angekündigt, dass die neuesten Friedensversuche der USA fehlschlagen werden.

Montag, 06.05.2013:

Der Iran droht Israel wegen Syrien: Die Aggression wird nicht unbeantwortet bleiben und Tel Aviv eine vernichtende Antwort erhalten.

Wegen der Spannungen – vor allem in Sachen Syrien – wird Israel ein Großmanöver im Norden des Landes deutlich kleiner ausfallen lassen.

Die PalAraber haben es vorgemacht, die Hisbollah und der Libanon haben es nachgemacht, jetzt machen die Syrer es natürlich auch: Sie behaupten, Israel haben Uran-Munition eingesetzt. Macht die Lüge nicht wahrer, aber die Israelhasser haben wieder Propagandamunition.

Dienstag, 07.05.2013:

Eine Bilanz der Terroristen: Vom 23. bis 30. April: 119 Fälle von Angriffen mit Steinen, 18 Vorfälle mit Brandbomben, neben reichlich Verletzten auch ein ermordeter Israeli.

Ein Aktivist des Likud wurde von der Polizei wegen seines T-Shirts befragt, auf dem „Feiglin“ stand (ein Knessteabgeordneter, dem verboten wird den Tempelberg zu betreten). Die Polizei forderte den Mann auf das T-Shirt auf links gedreht zu tragen „um Provokationen zu vermeiden“. Er fragt im Gegenzug: „Wie können sie dann diese muslimischen Antiisrael-Banner tolerieren, die überall auf dem Tempelberg zu sehen sind?“ Als wenn das keine Provokation ist. Aber anscheinend dürfen nur die Juden nicht provozieren.

Es heißt, Netanyahu habe den Wohnungsbauminister angewiesen bis Juni alle Bauprojekte in Judäa und Samaria einzufrieren.

Heckmeck:
- Abbas ist im Land. Netanyahu ist auf Staatsbesuch. Da wollen die Chinesen jetzt auch mal die Friedensengel geben. Und so haben sie Abbas einen „Friedensplan“ gezeigt: „Grenzen von 1967“ (mit „Jerusalem“ als Palästinenser-Hauptstadt), Israels Existenzrecht und Verhandlungen sind Grundlage für einen dauerhaften Frieden zwischen den beiden Völkern. Ende der Siedlungsaktivitäten, der Gewalt gegen (arabische) Zivilisten, der Blockade des Gazastreifens; auf eine „Lösung“ für die arabischen Gefangenen wird gedrängt – alles „notwendige Bedingungen für die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen“. Mit anderen Worten: Die Israelis haben Vorleistungen zu bringen, das Ergebnis wird vorweggenommen und die Terroristen bekommen ihren Willen.

Mittwoch, 08.05.2013:

Hochrangiger PA-Vertreter: Wir ehren den heldenhaften Kämpfer,… der den Siedler tötete. Segen den Brüsten, die ihn nährten.“ [Über den Mörder von Evyatar Borovsky an einer Bushaltestelle.]
Jibril Rajoub: „Ich schwöre, hätten wir eine Atombombe, wir hätten sie heute Morgen eingesetzt.“

Jibril Rajoub findet übrigens weitere klare Worte: „Israel ist der Hauptfeind der Araber und Muslime, Widerstand in allen Formen weiterhin die Strategie“ seiner Organisation – der Fatah. Friedenspartner eben.

Friedensvertragspartner: Das Parlament von Jordanien verlangte in einer Abstimmung die Vertreibung des israelischen Botschafters aus Amman und die sofortige Abberufung des jordanischen Botschafters in Israel. Als Begründung wird „Israels Handeln an den heiligen Stätten des Islam und des Christentums in Jerusalem“ angeführt. Es passt den Herrschaften also nicht, dass Israel diese heiligen Stätten schützt und allen zugänglich macht?

Die Hamas feiert den 10. Jahrestag eines Selbstmord-Bombenanschlags in Rishon LeZion, bei dem 16 Menschen ermordet und 55 verletzt wurden (10 davon schwebten in Lebensgefahr). Frau Roth sollte sich bitte mal umsehen, wo die „moderaten Elemente“ der Hamas sind, die das nicht gut finden.

Donnerstag, 09.05.2013:

Der ägyptische Hassprediger Yusuf al-Qaradawi ist im Gazastreifen und hetzt: Israel hat kein Recht zu existieren. Es gab nie einen jüdischen Staat auf diesem Land.

Jordanische Sicherheitskräfte mussten „Demonstranten“ davon abhalten gewaltsam in die israelische Botschaft in Amman einzudringen.

Für Beit El wurde der Neubau von 296 Wohneinheiten genehmigt. Die PA geifert, das würde den Friedensprozess vernichten. (Welchen Friedensprozess?)

Hassan Nasrallah schwört, dass sein Terrortruppe „den besetzten syrischen Golan befreien“ wird.

Heckmeck:
- Der chinesische Premierminister hat Netanyahu aufgefordert die Hindernisse für den Wiederbeginn der Friedensgespräche mit den Palästinensern beiseite zu räumen. (Es ist nicht bekannt, dass Mahmud Abbas ähnlich angegangen wurde.)

Samstag, 11.05.2013:

Oh ja, es gibt nichts Wichtigeres: Baroness Ashton ist schwer besorgt, dass Israel Wohnungen baut. Sich zur Ermordung von Evyatar Borovsky und der Erhebung seines Mörders zum Helden durch Mahmud Abbas hat sie bisher unterlassen.

Die Muslimbruderschaft in Ägypten veranstaltete eine Anti-Israel-Demonstration: „Das Volk will die Vernichtung Israels“.

Umfrage bei den „Palästinensern“: 45% glauben, Terror sei der beste Weg zum eigenen Staat. Das sind dreimal so viele, wie glauben, dass Verhandlungen am besten zum eigenen Staat führen. 22% sind für eine Kombination aus Terror und Verhandlungen. Das macht zwei Drittel der Araber in Judäa und Samaria sowie dem Gazastreifen zu Terror-Befürwortern. Aber der Frieden steht vor der Tür, sobald Israel den Forderungen der Terroristen nachgibt!

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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