Chickenshitgate

30. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Israel, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 29. Oktober 2014

Is this man a chickenshit?

Die Typen im Weißen Haus halten mit ihrem Groll nicht mehr hinterm Berg. Sie mäßigen ihre hysterische Antipathie dem jüdischen Staat und seinen Führungspolitikern gegenüber nicht mehr, wie es den offiziellen Vertretern der führenden Supermacht der Welt geziemt, sondern haben sich höhnischen Bemerkungen auf Schulhofniveau zugewandt.

„Die Sache mit Bibi ist: Er ist eine feige Sau*“, sagt ein (wie immer) nicht genannter, hochrangiger Offizieller der Administration gegenüber dem Journalisten Jeffrey Goldberg.

Feige Sau? So reden sie über unseren Premierminister? Würden sie solchen Sprachgebrauch öffentlich benutzen, um David Cameron oder gar Hassan Rouhani zu beschreiben? Goldberg zitiert einen weiteren anonymen Offiziellen, er habe „rot glühende Wut“ darüber zum Ausdruck gebracht, dass Israel jenseits der Grünen Linie baut. Es ist seltsam, dass solche Wut niemals gegenüber dem iranischen Regime zum Ausdruck brachte, dass weiter westliche Unterhändler zum Narren hält, während es stetig Fortschritte hin zur Bombe macht, von der Obama versprach, dass es sie nie geben würde.

Warum nennen sie also Benjamin Netanyahu einen Feigling? Nun, zum einen hat er „Angst Kriege anzufangen“ – ja, das ist ein wörtliches Zitat! Goldbergs Offizieller erklärt:

Es ist zu spät, als dass er irgendetwas tun könnte. Vor zwei, drei Jahren war das möglich. Aber letztlich konnte er sich nicht überwinden den Abzug zu betätigen. Es war eine Kombination aus unserem Druck und seinem eigenen Widerwillen irgendetwas Dramatisches zu unternehmen. Jetzt ist es zu spät.

Mit anderen Worten: Als Israel 2012 plante die iranischen Atomanlagen anzugreifen und das von Obamas Regierung mit einem Veto versehen wurde, handelte Netanyahu trotz des Vetos nicht.

Feigheit? Es gibt gute Gründe für Umsicht angesichts direkter Drohungen der USA. Eine solche Operation wäre sehr kompliziert und schwierig und könnte an vielen Punkten gefährdet werden. Die USA hatten bei mehreren Gelegenheiten bereits Einzelheiten anderer israelischer Operationen durchsickern lassen und sie haben die Mittel einen Angriff in dem Moment zu entdecken, in dem er beginnt. Sie hätten die Iraner nur herausfinden lassen müssen, dass israelische Flugzeuge auf dem Weg waren, um die Operation zu durchkreuzen und den Tod der israelischen Piloten zu verursachen. Vergessen Sie nicht, dass Obamas Berater Zbignew Brezezinski 2009 vorschlug, dass US-Streitkräfte in genau dieser Situation sogar IAF-Flugzeuge angreifen sollten.

Eine weitere wichtige Überlegung ist: Ein Angriff auf den Iran würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Krieg mit der Hisbollah auslösen, der terroristischen Fremdenlegion des Iran, die bis zu 100.000 Raketen auf Israel ausgerichtet hat. Es wäre tollkühn zu dieser Konfrontation – und sicheren zivilen wie militärischen Opfern – einzuladen, außer es gäbe eine sehr gute Chance Irans Atomprojekt beträchtlichen Schaden zuzufügen.

Wie verlogen kann man werden? Zuerst fesseln sie ihm die Hände und dann nennen sie ihn einen Feigling, weil er nicht kämpft?

Der andere Grund, dass er „eine feige Sau“ ist: Er hat angeblich Angst vor den Rechtsgerichteten in seiner Koalition und außerhalb davon und gibt ihnen nach, indem er Bautätigkeit in Judäa und Samaria und besonders in Ostjerusalem erlaubt. Die Möglichkeit, dass er tatsächlich glaubt, dass es legitim ist dort zu bauen und für seine Überzeugungen sogar mutig den USA die Stirn bietet, scheinen nicht in Betracht gezogen worden zu sein. Der offizielle Vertreter der Administration fuhr fort:

Das Schlimme in Bezug auf ihn ist, dass er nichts tun wird, um einen Ausgleich mit den Palästinensern oder den sunnitischen arabischen Staaten zu erreichen. Das einzige, was ihn interessiert, ist sich selbst vor einer politischen Niederlage zu schützen. Er ist nicht [Yitzhak] Rabin, er ist nicht [Ariel] Sharon und er ist gewiss ein [Menachem] Begin. Er hat keinen Mumm.

Wirklich? Erinnern Sie sich an 2013, als er zustimmte mehr als 100 verurteilte terroristische Mörder aus israelischen Gefängnissen zu entlassen – als Reaktion auf US-Forderungen, um „die Palästinenser an den Verhandlungstisch zu bringen“? Ihn hätte innenpolitisch vermutlich nichts mehr schädigen können, nicht nur bei den Rechten, sonder auch bei den Durchschnittsisraelis.

Es hat außerdem vielfache offizielle wie inoffizielle Baustopps gegeben, die die Pro-Siedlungs-Elemente verärgert haben. Und dann gab es Bibis Rede von 2009, in der erstmals ein israelischer Premierminister die Vorstellung eines Palästinenserstaats akzeptierte. Der Vorwurf, er habe „Angst“ Zugeständnisse für Frieden zu machen, ist schlicht gelogen. Die Wahrheit ist: Egal, was er tut, nur die völlige Kapitulation vor den Forderungen der Palästinenser wird die Administration zufriedenstellen.

Die extreme Verlogenheit, Verachtung und Vulgarität der Vorwürfe gegen Premier Netanyahu deuten auf mehr als eine politische Meinungsverschiedenheit hin. Sie bedeuten eine bestimmte Haltung gegen über dem Juden unter den Staaten und dem Juden unter den Premierministern, die vom Weißen Haus wie übler Geruch von Korruption ausgeht. Es gibt keine „besondere Beziehung“ zwischen dieser Administration und Israel, außer es ist dieselbe alte Sonderbehandlung, die seit undenkbaren Zeiten den Juden vorbehalten ist.

Ich dränge die amerikanischen Juden achtzugeben. Diese Leute sind nicht nur Israel Feinde, sondern auch die euren.

Eine Randbemerkung: Ich weiß, das ist keine jüdische Tradition, aber hat Bibi nicht das Recht Satisfaktion von dem Offiziellen zu verlangen, der ihn einen Feigling nannte? Ich schlage Pistolen auf 10 Schritte Entfernung vor. Ich denke, wir wissen, wer das gewinnen würde!

 

Original: „Chickenshit“, wörtlich: Hühnerscheiße

Mahmud Abbas’ Palästina ist der wahre Apartheidstaat

29. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
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Jonathan S. Tobin, Commentary Magazine, 22. Oktober 2014

In den letzten Wochen haben Kritiker Israels die Tatsache kritisiert, dass Juden in einige Wohnungen in Viertel in Ostjerusalem gezogen sind. Die Tatsache, dass die Häuer legal gekauft wurden und dass die neuen Bewohner nur versuchen der bislang noch ungeteilten Hauptstadt des Landes zu wohnen, wurde als irrelevant angesehen, da die Anwesenheit von Juden in mehrheitlich arabischen Bereichen als Hindernis für eine potenzielle Teilung der Stadt betrachtet wird, sollte jemals der Fall eintreten, dass eine Friedensvereinbarung mit den Palästinensern unterzeichnet wird. Doch selbst wenn wir zugeben sollten, dass ein solcher Schritt Araber aufbringt, würde niemand, nicht einmal Israels hartnäckigste Gegner, sich bei den Gesetzen wohlfühlen, die die Anwesenheit von Juden in Teilen Jerusalems oder sonst irgendwo verboten ist. Richtig? Falsch.

PA-Führer Mahmd Abbas reagierte auf die Tatsache, dass Juden in Teilen von Jerusalem Palästinensern Häuser abgekauft haben, indem er schwor die bestehenden PA-Gesetze zu verschärfen, die solche Verkäufe verbieten. Ja, das stimmt. In „Palästina“ – seien es die bestehenden PA- und Hamas-Staaten oder ein zukünftiger unabhängiger Palästinenserstaat, den Europa so erpicht sind anzuerkennen, auch ohne dass der Frieden mit Israel machen muss – ist es gegen das Gesetz Land oder ein Haus an einen Juden zu verkaufen.

Die Frage, ob Juden in mehrheitlich arabische Viertel oder Städte ziehen sollten, ist eine der Urteilsbildung. Ignorieren wir einen Moment die Tatsache, dass die Palästinenser wiederholt jeden Friedenshandel abgelehnt haben, der ihnen einen unabhängigen Staat und einen Teil Jerusalem gegeben hätte, das das von ihnen verlangen würde die Legitimität eines jüdischen Staates anzuerkennen, egal, wie seine Grenzen gezogen würden. Man kann argumentieren, dass die beiden Gemeinschaften besser dran wären, würden sie getrennt leben. Aber freiwillige Trennung ist eines, rechtliche Restriktionen des Rechts von Juden in einigen Bereichen zu leben ist etwas ganz anderes.

Immerhin können im Staat Israel, der regelmäßig und fälschlich beschuldigt wird ein „Apartheid-Staat“ zu sein, Araber leben, wie sie möchten. Wenn einige Bereich versucht haben den Verkauf von Landbesitz an Araber einzuschränken, haben Israels Gericht entschieden, dass dies mit den in den grundlegenden Gesetzen verkündeten Prinzipien des Landes nicht unvereinbar ist. Israel ist zwar keine perfekte Gesellschaft und die arabische Minderheit sieht sich Herausforderungen gegenüber, die oft im hundert Jahre alten Krieg um das Land wurzeln, doch das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz wird für alle Bürger hochgehalten.

Doch in „Palästina“ gibt es nicht nur keine Gerichte oder Regierung, die Einzelpersonen oder Gruppen von Diskriminierung abhält, doch es ist die Regierung selbst, die solche Einseitigkeit verkündet und rücksichtslos durchsetzt. So berichtet die Times of Israel:

Nach Angaben der offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA ordnete Abbas am Montag lebenslange Zwangsarbeit als Strafe für jeden an, der „Land an einen Feindstaat oder einen von dessen Untertanen ableitet, vermietet oder verkauft“.

Jordaniens Strafgesetzbuch Nummer 16 Artikel 114, der in den Palästinensergebieten anzuwenden ist, schrieb davor „befristete Zwangsarbeit“ für dasselbe Verbrechen vor.

In der Praxis bedeutet das, dass Juden Land weder kaufen, noch mieten oder verkaufen dürfen. Mit anderen Worten: sollte der in der UNO sitzende Staat Palästina jemals ein souveränes Land werden, wird er der Apartheidstaat sein, nicht das demokratische Israel.

Der Zweck solcher Gesetze ist es, das zionistische Vorhaben zu vereiteln, über das Juden in ihre althergebrachte Heimat zurückkamen, indem sie legal Land kauften. Doch der motivierende Faktor dahinter ist Judenhass. Sollte Palästina je Realität werden, würden die Viertel, in denen die Juden Häuser gekauft haben, Teil davon sein. An diesem Punkt würden diese wenigen Juden keine Bedrohung der arabischen Mehrheit sein. Doch die palästinensische Vision ihres Staates bleibt einer, in dem Israel ein Land wäre, in dem Juden und Araber wohnen, während Palästina eine judenreine Einheit sein wird.

Der Punkt hier ist, dass Frieden möglich ist, wenn beide Seiten bereit sind Kompromisse einzugehen und gegenseitig die Legitimität anzuerkennen. Doch die angeblich moderate Palästinensische Autonomiebehörde von Abbas, die sowohl Präsident Obama als auch Außenminister John Kerry ständig als wahren Friedenspartner Israels preisen, ist nicht nur nicht interessiert an Kompromissen. Sie verkündet auch öffentlich die Gesetze und versucht sie durchzusetzen, die in antisemitischer Hetze gründen. Würde Israel Arabern verbieten in Häuser zu ziehen, die ihnen in Westjerusalem gehören, würde das einen internationalen Aufschrei und Verurteilungen durch die USA auslösen. Doch stattdessen verurteilen die Amerikaner Juden die in arabische Viertel ziehen und schweigen, wenn Abbas versucht diejenigen, die an Juden verkaufen, als Kriminelle zu behandeln.

Statt dass der Kauf jüdischer Häuser in Jerusalem als Hindernis für den Frieden ist, wie Israels Kritiker behaupten, ist es der arabische Versuch den Verkauf an Juden zu kriminalisieren, der am besten illustriert, warum Frieden noch nicht möglich ist.

Enthüllt: USA stoppten während Gaza-Krieg Waffenlieferungen an Israel

27. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Israel, USA | 1 Kommentar
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David Hornik, FrontPageMag, 22. Oktober 2014

Am 14. August berichtete das Wall Street Journal, dass im Juli, nachdem Israel die Operation „Fels in der Brandung“ im Gazastreifen begann, Washington Israel damit überrascht hatte, dass es eine israelische Anfrge wegen einer „großen Anzahl Hellfire-Flugkörper“ ablehnte. Hellfires sind eine wichtige Luft-Boden-Präzisionswaffe, passend für die Art Krieg, wie Israel ihn gegen die Hamas und andere Terrorgruppen im Gazastreifen führt.

Jetzt berichtet Amir Rapaport, Reporter-Veteran für israelische militärische Angelegenheiten und Herausgeber der Website Israel Defense:

Die ganze Wahrheit … ist weit schwerwiegender: Offenbar haben die USA während der Operation „Fels in der Brandung“ alle Verbindungen zu Israels Verteidigungs-Beschaffungsdelegation in den USA gekappt. Tage lang konnte nicht ein einziger Poste verschickt werden. Die erwartete Luftbrücke an US-Munition kam nie an ihrem Verschiffungspunkt an.

Die Krise begann rund 10 Tage nach Beginn der Operation „Fels in der Brandung“ in der Folge von Vorwürfen, der Anteil nicht betroffener ziviler Toter am Gazastreifen sei extrem hoch (die IDF hat zugegeben, dass rund die Hälfte aller palästinensischer Toter vermutlich Zivilisten waren, die nicht an den Kämpfen beteiligt waren).

An diesem Punkt reichte der israelische Verteidiungsbetrieb den USA einen Antrag auf verschiedene Munitionstypen vor, darunter Hellfire-Flugkörper, um die schrumpfenden Bestand der ID aufzustocken. …

Die Anweisung die Abarbeitung aller israelischer Anfragen zu stoppen kam von weit oben – vermutlich dem Weißen Haus, u.a. weil Israel die Initiativen von Außenminister John Kerry ignorierte und es vorzog die Operation über einen direkten Kanal mit den Ägyptern zu beenden. Das Außenministerium war über mehrere Monate über Israel verärgert, seit preisgegeben wurde, dass der israelische Verteidigungsminister Mosche Ya’alon Kerry unter Ausschluss der Öffentlichkeit als „messianisch“ bezeichnet hatte.

Für Washingtons Ingrimm gegen Israel werden hier nicht weniger als drei Gründe angeführt. Bezüglich des ersten – der angeblich hohen Zahl palästinensischer ziviler Opfer – stellte eine noch andauernde Studie des Meir Amit Intelligence and Information Center fest, dass die Quote der Toten bisher tatsächlich bei etwa 50% Kombattanten und 50% Zivilisten beträgt. Damit schneidet Israel im Vergleich mit Raten von drei für jeden Kombattanten in Afghanistan getöteten Zivilisten und vier Zivilisten für jeden Kombattanten im Irak und im Kosovo gut ab.

Was Israels „Ignorieren“ von Kerrys „Initiativen“ angeht, so beinhaltend diese Initiativen die Aushandlung eines Waffenstillstands mit der Hamas über die prima Hilfe der Türkei und Qatars – ein
Schritt, der sowohl von Israel als auch Ägypten stramm abgelehnt wurde, weil sowohl die Türkei als auch Qatar offenkundig pro-Hamas agieren.

Und was Ya’alons Titulierung Kerrys als „messianisch“ angeht, so machte er das im Zusammenhang mit Kerrys Versuchen an einem israelisch-palästinensischen Friedensprozess, in denen die USA sich politisch wie militärisch Ya’alons Autorität als israelischer Verteidigungsminister aneigneten, indem intensiv ein israelischer militärischer Abzug aus dem Jordantal geplant wurde – ein Schritt, den Ya’alon als unvereinbar mit Israels Sicherheit betrachtet.

Jedenfalls nennt Rapaport den Munitionsstopp ein „bedeutendes Traum in den amerikanisch-israelischen Beziehungen die bereits Rückschläge erlebten. Zu weiteren Folgen beichtet er, dass

Innerhalb des israelischen Verteidigungsestablishments dieser neueste Fall zu einer Neubewertung des fast automatischen Verlassens auf einen Lufttransport aus den USA als Teil praktisch jeden Kriegsszenarios geführt hat.

Zu den derzeit in Betrachtung genommenen Maßnahmen gehört … eine massive Wende hin zu in Israel produzierter Munition. Zum Beispiel könnten die von den Amerikanern nicht gelieferten Hellfire-Flugkörper durch solche IAI [Israel Aerospace Industries] ersetzt werden, während Präzisionsmunition von Rafael die Luft-Boden-Waffen aus den USA ersetzen können. Seit der Operation „Fels in der Brandung“ hat die israelische Verteidigungsindustrie bereits dringende Aufträge für Waffen und Munition im Wert mehrere Milliarden Schekel.

Rapaport vermerkt jedoch, dass

die Waffenfrage gegen Ende der Operation „Fels in der Brandung“ gelöst wurde und … trotz der jüngsten Ereignisse die strategischen Verteidigungsbeziehungen zwischen den beiden Ländern auch jetzt noch weitergehen, einschließlich intensiver Geheimdienst-Kooperation. Das US DOD (US-Verteidigungsministerium) und das IMOD (israelische Verteidigungsministerium) machen auch mit zahlreichen gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten weiter und US-Verteidigungshilfe wird ein beträchtliches Element des israelischen Verteidigungsbudgets bleiben, was es Israel ermöglicht so extrem kostspielige System wie das zukünftige Kampfflugzeug F-35 zu erwerben. Die Amerikaner haben außerdem während der Operation „Fels in der Brandung“ ihre Unterstützung für das Projekt Eiserne Kuppel verstärkt…

Alles in allem dürfte diese Begebenheit eine wichtige Lernerfahrung für Israel signalisieren, außerdem einen Schritt zur Reifung als Land: Die Erkenntnis, dass die USA zwar ein Freund und Verbündeter sind, aber kein großer Bruder, auf den man sich in einem Ausmaß verlassen kann, dass man ihm das eigene Schicksal ins seine Hände legt.

Nach Darstellung von Rapaport und anderen überlebt die tief institutionalisierte strategische amerikanisch-israelische Beziehung und gedeiht selbst in der Ära Obamas. Das bedeutet aber nicht, dass eine ideologisch feindselige Administration wie die Obamas Israels Abhängigkeit nicht nutzen wird, um es für vermeintliche Missstände bestraft, selbst wenn – oder besonders – zu einer Zeit, in der Israel angegriffen wird, wie es mit tausenden Hamas-Raketen im letzten Sommer der Fall war.

Da es in der Zukunft durchaus weitere derart ideologisch feindliche oder Israel unfreundlich gesonnene Administrationen geben kann, ist es gut zu wissen, dass Israel sein „fast automatisches Verlassen“ auf US-Luftfrachtlieferungen neu überdenkt und einen „massiven Übergang zu in Israel hergestellter Munition“ überlegt. Es wäre deutlich realistischer.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.10.-01.11.2014)

26. Oktober 2014 um 22:38 | Veröffentlicht in Araber, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 26.10.2014:

Syrien behauptet (mal wieder), Israel würde terroristischen Gruppen in Syrien unbegrenzte Unterstützung geben.

Drohung aus dem Hamas-Politbüro: Wenn der Wiederaufbau von Gaza irgendwie zu langsam geht, dann wird Israel als erstes den Preis dafür zahlen. (Merke: „als erstes“ heißt, dass noch andere terrorisiert werden sollen.) Die Gazaner würden „die Region sprengen“.

Die Hamas hat ihren achten Raketentest seit Ende des letzten Gaza-Kriegs durchgeführt. Es war der dritte Schuss innerhalb der letzten vier Tage.

Eine junge Frau, die durch den Autoanschlag an der Straßenbahn-Haltestelle verletzt wurde, ist gestorben.

Der inoffizielle Baustopp in Judäa und Samaria ist anscheinend aufgehoben worden; es soll Pläne für 12 neue Straßen und 3 Studentenheime geben, außerdem sollen 2000 Wohnungen genehmigt worden sein.

Drohung aus Jordanien: Die Siedlungsaktivitäten der Israelis könnten den seit 20 Jahren bestehenden Friedensvertrag mit dem Königreich „in Gefahr bringen“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ägypten hat nach den massiven Anschlägen im Sinai in der letzten Zeit aus Sicherheitsgründen die indirekten Gespräche zwischen Israel und der Hamas „verschoben“ (wohl eher vorläufig abgesagt, einen neuen Termin gibt es nicht, obwohl anscheinend Ende November angestrebt ist). Nach Angaben der Ägypter sind viele Gaza-Militante an der terroristischen Gewalt im Sinai beteiligt.

Montag, 27.10.2014:

Die offizielle PA-Tageszeitung al-Hayat al-Jadidah verkündete, dass der Mord an der Straßenbahn in Jerusalem ein Verkehrsunfall gewesen sei, den Israel dazu benutzte, die Gewalt in Jerusalem zu eskalieren. Also genau umgekehrt, wie es wirklich war.

Die Mutter des Auto-Terroristen vom letzten Mittwoch: „Allah sei gepriesen, er ist ein Märtyrer.“
Die offizielle Internetseite der Fatah bezeichnet den Auto-Terroristen als „heiligen Märtyrer“.

Der Jerusalemer Bürgermeister hat zählen lassen. Vor der Operation „Fels in der Brandung“ gab es in Jerusalem ca. 200 (Terror-)Ereignisse pro Monat. Im Moment beträgt die Anzahl rund 5000!

Die EU droht weiter: Sollte Israel weiter in „Palästina“ (einschl. „Ost“-Jerusalem) bauen, dürften die Wirtschaftsbeziehungen gekappt werden. Die Bautätigkeit stelle Israels Friedenswillen infrage.
Auch das US-Außenministerium schimpft wieder: Jenseits der Grünen Linie zu bauen ist „nicht kompatibel mit Israels erklärten Ziel in einer friedlichen Gesellschaft zu leben“. Aha. Die Forderungen ständig zu erhöhen und Israelis zu ermorden aber wohl?

Dienstag, 28.10.2014:

Der Bürgermeister von Jerusalem besuchte den Tempelberg. Die Araber schäumen; das sei ein „charakteristischer Publicity-Stunt“, nicht mit ihnen koordiniert; er habe die heilige Stätte „gestürmt“. Anders als PA-Premier Rami Hamdallah gab er nicht an, dass irgendwer nichts auf dem Tempelberg zu suchen hat oder ihm der Zugang kategorisch verboten werden müsse.

Innerhalb von 3 Tagen sendete das PA-Fernsehen neunzehnmal Abbas‘impliziten Aufruf zur Gewalt („Verteidigung“ des Tempelbergs, Juden sind Vieh, das nichts dort zu suchen hat). Seltsam, dass es in den letzten Tagen so viel Krawall, Randale und zwei ermordete israelische Zivilisten gab?

Ein neues Computerspiel der PalAraber lehrt die Spieler: bewaffneter Widerstand ist alleine sinnvoll, keine Verhandlungen!

Mahmud Abbas forderte wegen der ständigen Gewalt in Jerusalem eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats – wegen „israelischer Aggression“, die für die Randale verantwortlich sein soll. Hat ja auch überhaupt nichts mit der antijüdischen Hetze der PA zu tun…
J
ordanien will im Auftrag der PA eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beantragen, weil Israel in Jerusalem bauen will.

Netanyahu geht in die Gegenoffensive: Er forderte, dass die UNO die Hamas zur Terrororganisation erklärt.

Mittwoch, 29.10.2014:

Friedensvertragspartner Jordanien: Der jordanische Parlamentspräsident erklärte, Israels „Aggression“ sei schlimmer als die von ISIS.

Der Sprecher der PA-Sicherheitskräfte verlor seinen ihm von Israel gegebenen VIP-Status, nachdem er Premierminister Netanyahu als gefährlicher als ISIS-Führer Al-Bagdadi bezeichnete. Der Mann war für seine hetzerischen Äußerungen bekannt und mehrfach gewarnt worden sich zu mäßigen.

Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat begonnen eine Aufklärungseinheit aufzustellen, die u.a. mit Beobachtungsballons die Polizei und weitere Sicherheitsorgane bei der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung unterstützen soll.

Angestiftet von der PA und Jordanien verurteilte die UNESCO die „israelischen Störungen und Unruhen im ‚besetzen Jerusalem‘“.

Mahmud Abbas: „Wir fordern nicht zu einer neuen Intifada auf.“ (Klar, es reicht ja, wenn der „stille“ Terror herrscht und die PalAraber schön regelmäßig Steine und Molotowcocktails werfen. Man muss dem Kind nur den Namen vorenthalten und schon ist alles „friedlich“.)

Die Hamas-Zeitung Filistin bringt wieder mal eine Artikelserie, die beweisen soll, dass das Judentum die religiöse Basis für Gewalt und Terrorismus liefert, weshalb Juden brutal morden und vernichten. Und angeblich würde die muslimische Welt die Gefahr durch die Juden ignorieren. (Wieder ein Fall von Projektion: die behaupten von Juden, diese würden das Verhalten an den Tag legen, das die Islamisten tagtäglich vorleben.)

Das Unmögliche möglich machen

25. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Israel, Zitate | 2 Kommentare
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gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

unmoeglich-moeglich

 

Zurückhaltung üben?

22. Oktober 2014 um 17:54 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Jerusalem, Terroranschläge | 1 Kommentar
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Paula R. Stern, A Soldier‘s Mother, 22. Oktober 2014 (ergänzt durch Informationen aus Arutz-7 und TLV Faces)

Eine sehr übliche Forderung, die von Europäern und Amerikanern kommt, ist die, dass Israel Zurückhaltung üben soll. Wenn alle anderen Staaten schießen würden, wird uns gesagt, wir sollten warten. Wenn andere ihre Feinde platt machen und sich nicht um den Unschuldigen kümmern, hinter dem die sich verstecken, wird Israel gesagt, es solle warten.

Hier ist ein Beispiel für Zurückhaltung. Soldaten in einem befestigten Beobachtungsposten in Jerusalem werden von arabischen Randalierern festgenagelt. Sie werfen Steine, decken den Posten mit Brandbomben ein und greifen sogar das Metall, um es in ihrer Rage zu schütteln.

Nicht eine Kugel wird aus dem Posten gefeuert. Das wurde gestern gefilmt. Und vor nur wenigen Augenblicken fuhr ein Araber sein Auto am Ammunition Hill in Fußgänger – dort warte ich fast jeden Tag auf den Zug, dort nehmen meine Kinder den Bus, um nach Hause zu kommen – fast jeden Tag.

Drei Menschen wurden schwer verletzt, darunter ein Baby… der Fahrer* versuchte (zu Fuß) zu fliehen, wurde aber von einem Polizisten erschossen. Das ist das, was passiert, wenn man Zurückhaltung zeigt. Das ist das, was passiert, wenn man seinen Feinden zu glauben erlaubt, wir seien schlicht zu schwach um zu antworten, statt dass wir uns entscheiden nicht zu antworten.

Das ist das erste Gesicht der Zurückhaltung. Das zweite Gesicht ist das eines kleinen Kindes, das um sein Leben kämpft. Neun Personen – ein Baby und zwei Personen kritisch, zwei mittelschwer und vier leicht – wurden an der Bushaltstelle verletzt, an der wir warten um nach Hause zu kommen.

UPDATE: Baruch Dayan Emet, das Baby, ist seinen Verletzungen erlegen. Möge Gott sein Blut vergelten.

* Es wurde bestätigt, dass der Fahrer ein Araber aus Schiloah/Silwan ist, Hamas-Mitglied, der bereits wegen Terrorismus im Gefängnis saß.

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