Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14.-20.09.2014)

14. September 2014 um 21:06 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 14.09.2014:

Eine Nettigkeit der PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida vom 10. September 2014 (gesehen hier):

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Waffenstillstand? Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad sind längst wieder kräftig dabei neue Terrortunnel zu graben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Khaled Meschaal: Israel versteht nur Gewalt. (Indirekt) zu verhandeln ohne weiter „Widerstand“ zu üben, sei wie um Almosen zu betteln.

Montag, 15.09.2014:

Wieder zu erwarten: Die verzweifelten PA-Terrorgranden sehen nicht genug Aufmerksamkeit für sich und müssen daher irgendwie die Ursache für alles Grauen wieder Israel zuschieben: Es gäbe keinen ISIS, wenn es die „Besatzung“ „Palästinas“ durch die Juden nicht gäbe, behauptete Nabil Abu Rudeineh. Klar doch.

Dienstag, 16.09.2014:

Friedenspartner? Der PA-„Außenminister“ setzte „die Besatzung“ mit dem Terrorismus des Islamischen Staat gleich.

Ein Imam im Gazastreifen: „Waffen sind unser einziges Mittel zur Gründung des Kalifats.“

Der arabische Terror in Jerusalem wird von vielen Israelis „stille Intifada“ genannt, weil die Behörden so wenig gegen die Randalierer und Terroristen unternehmen. In diese Krawalle sind zunehmend kleine Kinder im Alter bis hinunter zu 9 Jahren verstrickt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Gesandte Robert Serry sagte, die Parteien hätten eine Vereinbarung erzielt, die sicherstellt, dass die Hamas kein Baumaterial für Terrorismus abzweigen kann.

Mittwoch, 17.09.2014:

Es scheint so, dass die Hamas die Raketenschießer von gestern Abend festgenommen hat.

Soldaten schützten rund 700 Besucher, die während der Nacht das Josefsgrab in Schechem (Nablus) besuchten, um dort zu beten.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Trotz des Feuers gestern Abend soll der Waffenstillstand aufrecht erhalten bleiben.
Israel stimmt einem Vorschlag der UNO für einen Mechanismus zum Wiederaufbau des Gazastreifens zu. Die Aufsicht wird die UNO haben; einerseits soll der Wiederaufbau vorangetrieben werden, andererseits sollen Israels Sicherheitsinteressen gewahrt werden.
Tony Blair im Auftrag des Nahost-Quartetts: Eine Verzögerung beim Wiederaufbau des Gazastreifens wird die Waffenruhe gefährden. Es muss also alles wieder ganz schnell gehen (übers Knie gebrochen werden) – der Gazastreifen muss über bloße Reparatur hinaus gehen und substantielle, dauerhafte Veränderungen erhalten, mit der Westbank vereinigt und für die Welt wieder geöffnet werden.

Donnerstag, 18.09.2014:

Friedensförderndes aus dem PA-Fernsehen: Juden sind „die bösartigsten aller Kreaturen“, „barbarische Affen, erbärmliche Schweine“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas lässt wissen, dass die indirekten Gespräche mit Israel noch vor am 24. September wieder beginnen werden.

Von Panzern und Dankbarkeit

12. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Israel | Hinterlasse einen Kommentar
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Rena Bierig, Israel HaYom, 8. September 2014

Ich stand vor Beit Geschwer in Jerusalem und wartete darauf einen komplett Fremden zu treffen. Das seltsame daran ist, dass er zwar ein Fremder war, ich aber das Gefühl hatte einen lange vermissten Cousin zu treffen. Ich bemerkte einen Mann, der auf mich zukam.

„Rena?“, fragte er. Ich lächelte. „Aner?“ Ich wusste sofort, dass er es war.

Unser Treffen war das Ergebnis der wahren Kraft des hessed (Taten der Freundlichkeit) und der Bedeutung von Dankbarkeit.

Es begann im Juli, als die Teenager-Teilnehmerinnen von GIVE (Girls Israel Voluteer Experience) einem von der Jugendorganisation der Orthodox Union NCSY organisiertem fünfwöchigen Sommerprogramm, das sich auf hessed konzentriert, in Israel ankamen. Es gab einen drastisch veränderten Reiseplan. Als Beraterin des Programms hatte ich die Aufgabe den Mädchen zu erklären, wie unser gemeinsamer Sommer sich gestalten würde.

Als die Operation „Fels in der Brandung“ weiterlief, behielten wir den größten Teil des Programms bei, änderten aber die Örtlichkeiten um unsere Sicherheit sicherzustellen. Wir unternahmen zusätzlich einige Aktivitäten, um beim „Kriegseinsatz“ zu helfen, Projekte, die dazu dienen sollten dem Geist der Soldaten an der Front im Gazastreifen und der direkt in der Schusslinie befindlichen Familien Auftrieb zu geben.

Einmal waren wir in der schönen Stadt Safed stationiert. Als der Tag begann informierte uns unser Chef-Berater, dass wir den Nachmittag damit verbringen würden Care-Pakete zusammenzustellen, die Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen geschickt würden. Die Mädchen waren sehr aufgeregt wegen dieser Aufgabe und packten rasch die Taschen. Doch sie ließen beträchtlich nach, als es an der Zeit war Dankesbriefe zu schreiben, die die Pakete begleiteten.

Obwohl das als Aktivität für die Mädchen gedacht war, fühlte ich mich verpflichtet einen eigenen Brief zu schreiben.

Im Verlauf des vergangenen Jahres schloss ich meinen Zivildienst ab und hoffte im Oktober Aliyah zu machen. Ich spürte das Bedürfnis eine Verbindung zu den mutigen jungen Männer und Frauen aufzubauen, die für unsere Sicherheit sorgen und von denen viele nicht viel älter waren als ich. Ich verspürte das Bedürfnis selbst zu geben und etwas zu der nationalen Anstrengung beizutragen, um unser Land zu schützen und zu sichern.

Und so schrieb ich einen Brief, zumeist auf Hebräisch, mit ein wenig Englisch am Ende. Ich unterschrieb meinen Brief mit dem hebräischen Ausdruck „ad matai“, was mit „bis dann“ übersetzt werden kann, aber in den israelischen Streitkräften genutzt wird, um auszudrücken, dass der eigenen Dienst nie wirklich beendet ist. Ich schrieb auch meinen Namen und Handynummer dazu.

Wir schickten die Pakete in einem LKW weg, der zur Gaza-Grenze fuhr, in der Hoffnung, dass unsere Notizen ein Lächeln auf die Gesichter der Soldaten bringen würde, die sie erhielten. Wir hätten uns niemals vorstellen können, was dann geschah.

Fast zwei Wochen später erhielt ich einen Anruf von einer Nummer, die ich nicht kannte. Der Anrufer stellte sich als Aner vor, ein im Gazastreifen stationierter Soldat. Er erklärte, dass er meine Notiz erhalten hatte und anrief, um mir für das Care-Paket und meine inspirierende Worte zu danken.

Als wir miteinander sprachen, erzählte Aner mir, wie sehr er die Snacks genoss und wie er sie in seinem Panzer unterbrachte. Unser kleines Paket hatte in seinem Dienst einen großen Unterschied gemacht. Aber am dankbarsten war er für meinen Brief, der ihm täglich Kraft gab.

Ich war sprachlos, was ihm mein Brief bedeutete und stand neben mir, als er vorschlug, dass wir uns treffen, nachdem er aus dem Dienst entlassen wurde, damit er mir passender danken könnte. Ich sagte Aner, dass ich mich freuen würde ihn zu treffen, doch nur so, das sich ihm dafür danken konnte, dass er sein Leben riskierte, um mich zu schützen.

Ich erwähnte auch, dass ich Beraterin in einem Sommerprogramm für eine Gruppe Teenager aus Amerika war, die ohne Aners Schutz nicht in der Lage gewesen wären durch das Land zu touren. Unser Gespräch erreichte sein natürliches Ende und wir sagten Auf Wiedersehen.

Einige Zeit später erhielt ich eine SMS von Aners Nummer. Er übermittelte ein „Dankeschön“ von seiner Frau. An diesem Punkt dämmerte mir, dass vor mir eine wichtige Chance für Lehre lag. Ich schrieb zurück, dass es unser letzter Abend beim GIVE war und bat, ob er kommen und mit den Mädchen über seine Erfahrung in der Armee sprechen könnte und was ihre Pakete bewirkten.

Nach Rücksprache mit seiner Frau sagte er zu, ein paar Minuten mit uns zu sprechen. Und das bringt uns zurück zu Beit Gescher und mein erstes direkte Treffen mit Aner.

Als wir das Gebäude betraten, nahm Aner sein Handy heraus und zeigte mir ein Bild. Ich nahm an, es würde sich um einen niedlichen Schnappschuss seiner Tochter oder ein inspirierendes Foto seiner Einheit vor ihrem Panzer handeln. Stattdessen war es ein Bild meines Briefs auf dem grellgelben Bastelpapier, das im Inneren seines Panzers klebte. Es war kaum zu glauben, dass etwas, das ich in weniger als drei Minuten hingekritzelt hatte, ein in Ehren gehaltenes Andenken war.

Wir sprachen kurz darüber, dass mein Vater auch in der Panzertruppe der IDF gedient hatte und über meine Aliyah-Pläne, bevor wir über unseren Plan für den Ablauf des Abends redeten. Ich sagte ihm, dass ich einen kurzen Abriss des Hintergrunds der Geschichte geben und ihm dann signalisieren würde zu übernehmen.

Am Ende lief alles wie geschmiert und die Mädchen reagierten genau so, wie ich gehofft hatte. Alle 73 starrten mit andächtiger Aufmerksamkeit durch den zweiteiligen, spontanen Vortrag. Und alle 73 gaben meinem neuen Freund Aner und mir stehend Applaus, als wir fertig waren.

Fünf Wochen lang versuchten die GIVE-Mitarbeiter den Mädchen die Wichtigkeit eines einfachen Aktes der Freundlichkeit zu erklären und wir verwickelten sie in mehrere unterschiedliche hessed-Projekte, um das klar zu machen. Aber nichts davon war mit dem Treffen mit Aner zu vergleichen. Er war der lebende, atmende Beweis, dass ein Akt der Freundlichkeit eine starke Auswirkung beim Empfänger, seiner Familie und der gesamten Nation haben kann.

Meine Hoffnung: Dass diese Begebenheit die GIVE-Mädchen – und alle anderen, die diese Geschichte hören – inspiriert ihre Rolle als Handelnde anzunehmen. Wir sehen selten das Resultat eines Akts der Freundlichkeit, aber wir können beruhigt sein, dass jede solche Tat, egal ob groß oder klein, Leben verändert und die Welt voran bringt.

Hamas: Gebt uns die Westbank, damit wir Israel zerstören können

9. September 2014 um 14:30 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute, 7. September 2014

Hätte die Westbank nur ein Viertel der Waffen des Gazastreifens, könnte Israel innerhalb eines Tages vernichtet werden. Das sagte Hamas-Führer Mahmoud Zahar Moscheebesuchern am 5. September in einer Predigt. Zahar, der die Militäraktion „Fels in der Brandung“ in einem Versteck verbrachte, sprach während des Freitagsgottesdienstes in der Märtyrer-Abdullah-Azzam-Moschee in Gaza Stadt. Übrigens war Abdullah Azzam ein palästinensischer „Gelehrter“, Lehrer und Mentor von Osama Bin Laden, dem toten Anführer der Al-Qaida. Azzam wurde 1989 in Pakistan getötet.

Zurück zu Zahar und seiner ersten Predigt, seit das von Ägypten vermittelte Waffenstillstandsabkommen zwischen Hamas und Israel Ende August ausgerufen wurde: Er ergriff die Gelegenheit, die Palästinenser und den Rest der Welt an das Ziel seiner Bewegung zu erinnern: Israel zu zerstören. „Wenn das Westjordanland ein Viertel von dem hätte, was dem Gazastreifen an Mitteln des Widerstands zur Verfügung steht, dann wäre das israelische Gebilde in einem Tag am Ende“, erklärte Zahar und wiederholte die Behauptung, dass die Hamas in diesem Krieg einen „großen Sieg“ errungen habe.

Weiter kritisierte der Hamas-Führer diejenigen, die immer noch Zweifel haben, ob Israel zerstört werden könne. „Diejenigen, die Skepsis haben, ob Palästina befreit werden kann, haben keine Zweifel mehr, nachdem der Feind aus dem Gazastreifen getroffen werden konnte”, sagte Zahar. „Könnt ihr euch vorstellen, was passiere würde, wenn der Feind aus dem Westjordanland, das 20% von Palästina ausmacht, angegriffen würde?“ Zahars Wunsch, das Westjordanland mit Raketen, Mörsern und anderen „Mitteln des Widerstands“ überschwemmt zu sehen, wurde nach dem jüngsten Krieg im Gazastreifen von anderen Hamas-Leuten, Anführern und Sprechern des Islamischen Jihad aufgenommen. Von Zahar selber wird die Aussage zitiert, Hamas nächstes Ziel bestehe nun darin, das „Beispiel für Widerstand aus dem Gazastreifen“ ins Westjordanland zu verschieben.

Selbst die Iraner scheinen zu glauben, dass die Zeit gekommen ist das Westjordanland in eine Abschussrampe für Angriffe gegen Israel zu verwandeln. Während des Kriegs im Gazastreifen, kündigte Mohamed Reza Naqdi, hochrangiger iranischer Offizier der Revolutionsgarden, an, Teheran habe vor „die Palästinenser im Westjordanland zu bewaffnen“, um Israel zu zerstören. Naqdi brüstete sich damit, dass die Waffen, die Hamas und andere palästinensische Gruppen im jüngsten Krieg benutzt hatten, vom Iran hergestellt und geliefert worden waren.

Die Drohungen der Hamas und des Iran bezüglich der Westbank zeigen, warum es für Israel (und die Palästinensische Autonomiebehörde) unabdingbar ist, auf der Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen als integralem Teil eines langfristigen Waffenstillstandsabkommens zu bestehen. Diese Drohungen unterstreichen auch die Notwendigkeit, das Westjordanland in jedem künftigen Friedensvertrag entmilitarisiert zu halten, insbesondere wenn ein unabhängiger und souveräner Staat Palästina entstehen sollte. Außerdem unterstützen diese Drohungen Israels Bestehen auf permanenter Sicherheitskontrolle der Grenze nach Jordanien. Ohne eine solche Präsenz könnten iranische Waffen leicht in die Westbank gelangen.

Was Hamas und Iran sagen, ist, dass sie, wenn und sobald sich Israel auf die Linien von 1967 zurückzieht, zusammen mit anderen Palästinensern Waffen ins Westbank schaffen würden, um ihr Ziel das „zionistische Gebilde“ auszulöschen zu erreichen. Zahar glaubt nicht einmal, dass eine große Menge Waffen gebraucht würden – nur ein Viertel dessen, was Hamas und Islamischer Jihad schon im Gazastreifen haben, würde ausreichen, um Israel innerhalb eines Tages zu vernichten. In der Folge von „Fels in der Brandung“ ist nicht schwer zu verstehen, warum eine Waffenschwemme in der Westbank eine existenzielle Bedrohung Israels darstellt. Aber das würde auch Verwüstungen bei den Palästinensern im Westjordanland anrichten.

Zum Glück sind sich Mahmoud Abbas und seine Palästinensischen Autonomiebehörde voll bewusst, wie Iran und Hamas versuchen, die Westbank in eine Basis für Terror und Jihad zu verwandeln. Dank Israel sind sie sich auch bewusst, dass Hamas die Palästinensische Autonomiebehörde stürzen und durch eine islamistische Herrschaft ersetzen wollte. Im vergangenen Monat hat Israel die Festnahme von mehr als 90 Hamas-Mitgliedern in der Westbank gemeldet, die einen Putsch gegen Abbas planten und die Terrorangriffe auf Israel wieder beginnen wollten. Ohne Israels Eingreifen, wären Abbas und seine hohen Funktionäre von Hamas getötet oder ins Gefängnis gesteckt worden.

Diese Episode erklärt, warum Abbas nun eine massive Razzia gegen Hamas-Mitglieder und -Unterstützer im Westjordanland durchführen lässt. Während des Kriegs im Gazastreifen hielt er sich mit solchen Maßnahmen zurück, damit in seine Konkurrenten von der Hamas ihn nicht der „Kollaboration“ mit Israel beschuldigen konnten.

Mahmud Abbas (rechts) trifft sich mit Khaled Meschaal, dem Chef des Politbüros der Hamas, am 20. Juli 2014 in Qatar. (Bildquelle: Handout des PA-Präsdidentenbüros/Thaer Ghanem)

Seit die Waffenruhe in Kraft trat, haben Abbas’ Sicherheitsleute in der Westbank mehr als 80 Hamas-Leute festgenommen. Sie haben auch der Hamas nahe stehende Prediger daran gehindert während der Freitagsgebete Predigten zu halten.

Abbas wird die Hamas im Westjordanland nur dann zügeln können, wenn er in Sachen Sicherheit mit Israel kooperiert. Aber es wäre unrealistich von Abbas oder einer anderen palästinensischen Regierung zu erwarten die Hamas und ihre Verbündeten im Gazastreifen zu entwaffnen. Abbas und die Palästinensische Autonomiebehörde könnten auch in der Westbank ohne die Präsenz der IDF keinen Tag überleben, besonders angesichts der steigenden Popularität der Hamas in der Folge des Krieges.

Letzte Woche schickte Abbas mit Saeb Erekat und Majed Faraj zwei hohe Funktionäre nach Washington, um dort Außenminister John Kerry seine „neue Friedensinitiative“ vorzustellen. Abbas’ Initiative sieht die Gründung eines Palästinenserstaates innerhalb von drei Jahren vor, entweder durch Verhandlungen oder indem der UNO-Sicherheitsrat Israel eine Lösung aufzwingt. Die Drohung von Hamas und Iran, die Westbank als Angriffsbasis zur Vernichtung Israels zu nutzen, wird in Abbas’ Initiative ignoriert. Ebenfalls übergangen wird, dass die Hamas leicht die Kontrolle im künftigen Staat Palästina übernehmen könnte, entweder mit Gewalt oder durch die versprochenen freien, demokratischen Wahlen, wie die jüngste Umfrage zur öffentlichen Meinung des Palestinian Center for Policy and Survey Research in Ramallah belegt.

Abbas verlangt einen vollständigen israelischen Rückzug auf die Linien von vor 1967 (einschließlich der Grenze zu Jordanien). Aber er kann keine Garantien bieten, dass die Hamas und der Iran diese Grenze nicht dazu benutzen werden, Waffen in die Westbank zu schmuggeln. Tatsächlich verlangt Abbas von den Israelis und Amerikanern etwas, was seinen eigenen Untergang herbeiführen würde. Seine einzige Option besteht darin an der Macht im Westjordanland festzuhalten und weiterhin mit Israel gegen den gemeinsamen Feind – Hamas – zu kooperieren. An dem Tag, an dem die Hamas die Waffen niederlegt und ihren Traum von der Zerstörung Israels aufgibt, kann er dann zu den USA und dem Sicherheitsrat gehen und einen unabhängigen Staat neben Israel fordern.

Wiederholen Kinder Worte, lernen sie mehr

9. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Israel, Schule + Bildung | Hinterlasse einen Kommentar
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Fünfjährige erinnern zweimal so viele Worte, wenn sie sie laut aussprechen, stellt israelische Studie fest

Andrew Tobin, Times of Israel, 5. September 2014

Neue israelische Forschung legt nahe, dass junge Kinder beim Lesen wichtige Worte wiederholen zu lassen ihre Fähigkeit sie zu erinnern enorm verbessern dürfte; diese Ergebnisse treffen mit dem Beginn eines neuen Schuljahres zusammen.

In einer kleinen, noch unveröffentlichten Studie, erinnerten fünfjährige Kinder bis zu zweimal mehr Worte, die sie laut ausgesprochen hatten, als solche, die sie nicht ausgesprochen hatten. Während frühere Studien hatten Ähnliches, wenn auch mit weniger eindrucksvollen Resultaten, bei erwachsenen Lesern festgestellt hatten, ist diese Studie die erste, die Sprachgedächtnisleistung bei jungen Kindern unter Nutzung von Bildern testete.

Die Forscher hinter der Querschnittsstudie, die im Journal of Child Language veröffentlicht werden wird, legt nahe, dass Kindern vorzulesen am besten interaktiv gemacht wird, mit reichlich Pausen und Wiederholung. Die Methode schient eine gute Möglichkeit für Eltern und Lehrer zu sein, Bildung bleibend zu machen, sowohl in Vorbereitung auf die Schule und wenn die Kinder erst alt genug sind, um den Klassenraum zu betreten.

„Es reicht nicht, dass man mit seinem Kind da sitzt und ihm eine Geschichte vorliest“, sagt Dr. Michal Ichet, eine Sprachtherapeutin an der Universität Ariel, die die Studie zusammen mit Dr. Yaniv Mama durchführte, einem Wahrnehmungspsychologen der Universität. „Laut lesen ist großartig, es ist etwas, das natürlich und leicht zu tun ist.“

Junge Forscher

Die Forschung der letzten Jahre hat festgestellt, dass Erwachsene Worte wahrscheinlicher erinnern, die sie laut aussprechen. Der „Produktionsprozess“, wie das genannt wird, erhöht den Wiederaufruf um 20 Prozent.

Um zu sehen wie sie das bei Kindern auswirkt, die zu jung zum guten Lesen sind, gaben die Forscher 30 fünfjährigen Kindern zwei unterschiedliche Tests. Im ersten wurde ihnen eine Reihe Bilder von bekannten Objekten gezeigt – darunter ein Haus, ein Tisch und ein Hund. Ihnen wurde gesagt, sie sollten sich an so viele der auf den Bildern abgebildeten Worte wie möglich erinnern. Die Hälfte sagte die Bilder laut vor, die andere nicht.

Als sie ein paar Minuten später aufgefordert wurden so viele Worte wie möglich wieder aufzurufen, erinnerten die Kinder 30 Prozent der Worte, die sie laut gesagt hatten und nur 15 Prozent der Worte, bei denen sie das nicht machten. Der Produktionsprozess war dann 100 Prozent – fünfmal stärker als bei Erwachsenen.

Der zweite Test war darauf ausgelegt zu sehen, ob der Produktionseffekt mit unbekannten Wörtern funktioniert. Denselben Kindern wurden Bilder von Objekten gezeigt, die sie nicht benennen konntne – z.B. ein Trog, ein Cape und Manschettenknöpfe. Bei der Hälfte wurde den Kindern das Wort zu jedem Bild gesagt und sie wurden aufgefordert es zu wiederholen. Bei der übrigen Hälfte wurde ihnen das Wort zu jedem Bild zweimal gesagt.

Weil es schwieriger ist neue Wörter zu behalten, wurde den Kindern die Worte, die sie gelernt hatten, noch einmal vorgelesen und sie aufgefordert die entsprechenden Bilder aus einer Auswahl von vieren herauszusuchen, statt dass man sei einfach auffordere die Worte zu erinnern. Die Kinder erinnerten 54 Prozent der Worte, die sie wiederholt hatten und 40 Prozent der Worte, bei denen sie das nicht gemacht hatten.

„Das war das ‚Hoppla‘-Experiment“, sagte Ichet; sie behauptet, es beweise, dass diese Methodologie in der Tat genutzt werden kann, um Kindern zu helfen neue Worte zu erwerben und ihren Wortschatz zu erweitern.

Die Macht der Stimme

Eltern und Lehrer sind lange gedrängt worden kleinen Kindern vorzulesen; das gründet auf Forschung, die zeigt, dass das die Entwicklung von Sprache und Lese-Schreib-Fähigkeit fördert. Die Ergebnisse der israelischen Studie deutet darauf hin, dass es einen großen Unterschied macht, wie das Vorlesen erfolgt.

Pausen zu machen und junge Kinder wichtige Worte wiederholen zu lassen, hilft ihnen zu behalten, was sie hören, sagen die Forscher.

Das Geheimnis des Produktionseffekts, sagen sie, liegt höchstwahrscheinlich darin, dass Worte laut vorgelesen und als eindeutig erinnert werden. Das kann so sein, weil die Worte, statt nur gedacht zu werden, auch gesagt und gehört werden – was den kognitiven Effekt verdreifacht.

Erwachsene können den Effekt auch für sich selbst nutzen – ob sie für eine Prüfung an der Universität lernen oder sich auf die Präsentation einer Arbeit vorbereiten. Die Forschung zeigt, dass das mit Sätzen und Absätzen sowie auch mit fremden Sprachen funktioniert.

Worte zu flüstern oder zu mit den Lippen zu formen erhöht die Erinnerung bei Erwachsenen nicht stark, zeigt die Forschung. Es hat sich gezeigt, dass jemand anderes die Worte sagen zu hören oder sie aufzuschreiben, mehr hilft, aber immer noch nicht so stark wie sie auszusprechen.

Doch die Erwachsenenforschung zeigt, dass es einen Punkt abnehmender Erträge gibt – es hilft nicht, nur alles laut zu lesen. Wenn mehr Worte laut gelesen werden als nicht laut, dann hat sich erwiesen, dass die Methode ihre kraft Worte ins Gedächtnis zu pflanzen verliert. Die Forscher nehmen an, dass das auch für Kinder gilt, doch sie haben das Konzept noch nicht getestet.

Ein einfaches Beispiel, wie man die Delegitimierung Israels bekämpfen kann

8. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Israel | 1 Kommentar
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Eine große Zahl billiger Projekte kann helfen der Delegitimierung Israels etwas entgegenzusetzen. Ein Beispiel unter vielen ist der Blog Bad News from the Netherlands (Schlechte Nachrichten aus den Niederlanden).1

Was hat mich überzeugt diesen Blog zu beginnen? Bis 2007 hatte ich eine große Zahl an einseitigen Artikeln gegen Israel in einer Vielzahl – aber nicht allen – der niederländischen Medien gesehen. Sie erwähnten vorrangig negative Aspekte oder Ereignisse in Israel. Diese Zeitungen verwendeten wenig Zeit oder Platz auf die weit negativeren Aspekte in der palästinensischen Gesellschaft, darunter die völkermörderischen Programme der größten Palästinenserpartei, der Hamas. Dieser Ansatz wurde von der Tatsache verdeckt, dass diese niederländischen Medien von Zeit zu Zeit auch ein paar wenige Artikel sendeten oder veröffentlichten, in denen Israel nicht ganz so negativ dargestellt wurde.

Inzwischen listet der Blog 2.800 negative Einträge über die Niederlande auf. Aus diesen Artikeln kann man z.B. die Schwäche des niederländischen Militärs erkennen. Die Armee hat nicht einen einzigen Panzer mehr. Alles, was die wohlhabenden Niederlande den Kurden für ihren derzeitigen Kampf gegen die Barbaren des Islamischen Staats geliefert hat, sind 1.000 kugelsichere Westen und Helme.2

In den Niederlanden ist die Integration von Einwanderern, besonders die von Muslimen, zum Teil gescheitert. Viele Nachkommen der dritten und vierten Generation scheinen mehr Probleme zu machen als ihre Einwanderer-Vorfahren. Wegen der von ihnen verübten extrem kriminellen Taten sind Marokkaner regelmäßig in den Nachrichten – in Zahlen, die in keinem Verhältnis zum Bevölkerungsanteil ihrer Gemeinschaft stehen. Noch wichtiger ist jedoch, dass die niederländischen Behörden zugegeben haben, dass die größte terroristische Bedrohung für das Land in der möglichen Rückkehr niederländischer Jihadisten aus den Nahen Osten und in denen, die bereits zurückgekehrt sind, besteht.3 Ein überproportionaler Teil des Budgets für den Geheimdienst und die Terrorbekämpfung wird auf kaum mehr als 100 Personen konzentriert, die allesamt aus der muslimischen Gemeinschaft stammen.4

Rabobank, eine führende Bank in den Niederlanden, hat ihre Mithilfe bei der Manipulation der Libor-Zinssätze zugegeben. Sie hat mehr als eine Dreiviertel-Milliarde Euro Bußgeld an die Behörden der Vereinigten Staaten und Europas gezahlt. Die Bank wird jetzt sowohl in Argentinien als auch in den USA auf Milliarden Dollar verklagt.5

Die niederländische Polizei versagt in vielen Dingen. Aus Etat-Gründen ist es Ermittlern der Polizei in Amsterdam bis Ende nächsten Jahres nicht gestattet bei Ermittlungen in Kriminalfällen Überstunden zu machen.6 Die Computerisierung der Regierungsbüros geht regelmäßig in die Hose. Hundert Millionen, wenn nicht mehrere Milliarden Euro werden auf Projekte verschwendet, die funktionsgestört sind oder niemals zu Ende geführt werden.7

Verglichen mit dem, was von Zeit zu Zeit über die direkte und indirekte Rolle der niederländischen Armee an großen Kriegsverbrechen und die Tötung von Zivilisten seit dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht kommt, sind das alles nur Kleinigkeiten. Während der so genannten „niederländischen Polizeiaktionen“ von 1947 bis 1949 in Indonesien – dem damaligen Niederländisch-Indien – wurden mehr als 100.000 Menschen getötet. Vor kurzem lenkte ein Prozess vor Gericht die Aufmerksamkeit auf einige Kinder, deren Väter in zwei Städten ohne Verfahren erschossen und deren Häuser im Süden der Insel Sulawesi niedergebrannt wurden. Dort wurden fast 300 Männer ohne Gerichtsverfahren getötet. Auf der gesamten Insel wurden unter dem Kommando des niederländischen Offiziers Raymond Westerling tausende Männer ohne Gerichtsverfahren exekutiert.8 In der Kleinstadt Rawagede auf der Insel Java wurden fast alle Männer ohne Gerichtsverfahren getötet. Erst vor kurzem hat ein Gericht entschieden, dass ein paar Familienmitglieder entschädigt werden.9 Der Historiker, der die niederländischen Aktivitäten dieser „Polizeiaktionen“ untersuchte, hat seitdem zugegeben, dass die Recherche eilig und oberflächlich erfolgte.10

Die Flucht der niederländischen UNO-Soldaten aus der bosnischen Stadt Srebrenica 1995 ist ein weiteres immer wiederkehrendes Thema. Obwohl es unter UNO-Kommando stand, wurde dem niederländischen Bataillon von der eigenen Regierung gesagt es solle aus der Stadt fliehen. Danach wurden 8.000 bosnische Muslime von bosnischen Serben ermordet. Vor kurzem befand ein niederländischer Richter die Niederländer für schuldig 300 bosnische Muslime vertrieben zu haben.11 Die von den Familienmitgliedern der Opfer angestrengte Gerichtsverhandlung geht weiter, da sie wollen, dass die Niederlande für das zur Verantwortung gezogen werden, was all den Ermordeten zustieß.12

Der Blog hat auch über die Tötung von mehr als einhundert Zivilisten in Aktionen berichtet, in die niederländische Soldaten in Afghanistan verwickelt waren.13 Eine dieser tödlichen Aktionen wurde von ihren australischen Kollegen in der Region kritisiert. Sie erhielt in den Niederlanden im Vergleich zum israelischen Handeln im jüngsten Gaza-Konflikt weit weniger Aufmerksamkeit – und Afghanistan hatte die Niederlande nie angegriffen.

Einige Experten aus dem Ausland und ich nutzen die Inhalte des Blogs in Vorträgen und Artikeln sowohl in Israel als auch im Ausland, um Medieneinseitigkeit zu illustrieren. Hauptsächlich wird er allerdings gebraucht, um in der Lage zu sein Experten und Auslandsjournalisten innerhalb von zwei Minuten Gespräch zu zeigen, wie die Dämonisierung Israels funktioniert. Ich erhielt überraschende Reaktionen. Egal welche sieben Negativbeispiele auf der ersten Seite aufgebracht wurde, eine Reihe von ihnen sagte mir, nachdem sie diesen Blog lasen wären die Niederlande kein Land, das sie besuchen wollen würden. Ich argumentiere dann, dass sie wüssten, dass der Blog nur negative Einträge enthält. Sie antworteten, dass das keine Rolle spielte – da diese Meldungen wahr sind, würden sie nicht in die Niederlande reisen wollen.

Solche Reaktionen auf den Blog lehrten mich einmal mehr, wie stark die Kraft der negativen Präsentation ist und dass sie oft nicht durch positive Publicity ausgeglichen werden kann, egal, wie viel Mühe man sich in dieser Richtung macht.

Bad News from the Netherlands ist nur ein einzelnes Beispiel eines preisgünstigen, kleinen, aber effektiven Mittels im Kampf gegen die grenzenlose Dämonisierung Israels. Es können viele solche Mittel außerhalb des konventionellen Denkens entwickelt werden. Damit das klappt, muss allerdings eine zentrale israelische Organisation die Hass-Propaganda bekämpfen. Ein solches Gremium hätte schon vor Jahrzehnten gegründet werden müssen.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 http://badnewsfromthenetherlands.blogspot.co.il/
2 Natalie Righton: Hooguit scherfvesten, geen echte wapens voor Koerden. Volkskrant, 19. August 2014 [in Niederländisch]
3 Tom Reijner: AIVD: 14 Nederlandse jihadisten omgekomen bij strijd in Syrie. Elsevier, 30. Juni 2014 [in Niederländisch]
4 Hans Steketee: Veiligheidsdienst AIVD verliest zicht op escalerend jihadisme. NRC, 20. Juni 2014 [in Niederländisch].
5 Rabobank gedaagd in Argentinie om Liborfraude. AD.nl, 8. August 1014 [in Niederländisch].
6 John van den Heuvel: Recherche op zwart zaad. Telegraaf, 24. August 2014 [in Niederländisch].
7 G. Hoevenaars: ICT overheid kan 5 miljard goedkoper. Spits, 16. Mai 2014 [in Niederländisch].
8 Kinderen van Sulawesi willen genoegdoening. Elsevier, 27. August 2014 [in Niederländisch].
9 Shari Deira: Nederlandse staat aansprakelijk voor bloedbad dorp. Elsevier, 14. September 2011 [in Niederländisch].
10 Joeri Boom: de Excessennota moet opnieuw. De Groene Amsterdammer, 5. Dezember 2008 [in Niederländisch].
11 Pim van den Dool: Moeders van Srebrenica in hoger beroep tegen uitspraak rechter. NRC, 16. Juli 2014 [in Niederländisch].
12 ebenda.
13 www.ad.nl/buitenland/article1779408.ece

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.09.2014)

7. September 2014 um 22:12 | Veröffentlicht in Araber, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
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Sonntag, 07.09.2014:

Letzte Woche beteten wieder viele Juden unter Schutz der IDF eine Nacht im Josefsgrab in Schechem/Nablus. Die PA ließ ihre Medien verkünden, dass „Siedler“ die Stätte „stürmten“ und „Zusammenstöße“ mit Palästinensern auslösten. Letztere wurden dann – natürlich völlig ohne Grund – mit Tränengas und anderen Mitteln beschossen.

Mahmud Abbas in Kairo: Er kann der Hamas nicht trauen. Die Zahl der toten Hamas-Leute im Gazakrieg betrug 850 (ohne die Toten weiterer Terrorgruppen; bestätigt israelische Zahlen!)

Arabischer Steinwurf-Terror gegen die Jerusalemer Straßenbahn hat dafür gesorgt, dass von den 23 Zügen nur 16 einsatzbereit sind.

Nach Angaben eines israelischen Diplomaten hat die Hamas begonnen neue Terrortunnel zu graben. Auch die Herstellung von Raketen und der Schmuggel aus Ägypten wurden wieder aufgenommen. Sicherheitskreise streiten den Bau von Terrortunneln ab.

Waffenstillstands- und Friedensprozess-Heckmeck:
– Die Arabische Liga ließ wissen, dass Mahmud Abbas offen für neue Verhandlungen mit Israel sei.
– Eigentlich geheime Dokumente des israelischen Außenministeriums legen Pläne für einen Vorschlag offen, dass eine internationale Truppe den Wiederauf und die Entmilitarisierung des Gazastreifens überwachen soll.

Montag, 08.09.2014:

Was ist ein Freundschaftsspiel zwischen palästinensischen und israelischen Kindern? Laut PA-Sportfunktionären „ein Verbrechen gegen die Menschheit“, „eine von kranken Seelen ersonnene Tat“, „ein Verbrechen und ein unpatriotischer und unmoralischer Akt“. Wie Friedenspartner das halt so sehen müssen…

Waffenstillstands- und Friedensprozess-Heckmeck:
– Die Hamas lehnt internationale Truppen im Gazastreifen vehement ab.
Mahmud Abbas streitet auf einmal ab, dass die Ägypter angeboten haben die „Flüchtlinge“ des Gazastreifens in einem extra dafür angebotenen Gebiet auf dem Sinai anzusiedeln.

Dienstag, 09.09.2014:

Der Schabak berichtet, dass die Zahl der Terroranschläge in Jerusalem in den letzten Monaten „exponentiell gestiegen sind“: 3 im März sowie im April, 7 im Mai; im Juni waren es 22, im Juli und August (zusammen?) 152.

Es gibt Gerüchte, dass die Hamas angekündigt habe sie wolle am 25. September die Raketenangriffe auf Israel wieder aufnehmen. Die Hamas bestreitet das.

Mittwoch, 10.09.2014:

Die IDF leitet Untersuchungen wegen zweier Vorfälle während des letzten Gaza-Kriegs ein. Am 16. Juli kamen vier Kinder ums Leben und am 24. Juli eine UNRWA-Schule getroffen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Die Hamas besteht darauf, dass bis zum 25. September die Gespräche in Kairo wieder aufgenommen werden müssen. Die Ägypten müssten aber immer noch einen Termin nennen.

Donnerstag, 11.09.2014:

Der letzte im Gaza-Krieg verletzte Israeli ist außer Lebensgefahr. Er war nur wenige Minuten vor Eintritt des Waffenstillstands durch eine Rakete verletzt und konnte jetzt von der Intensivstation des Barzilai-Krankenhauses auf eine normale Station verlegt werden.

Der nationale Planungs- und Bauausschuss legte einen Plan auf Eis, einen Nationalpark auf den Hängen des Skopusbergs in Jerusalem zu schaffen. Örtliche Araber legten Beschwerde ein, weil der Nationalpark die Erweiterung ihrer Viertel „ersticken“ würde.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der Hamas-Grande Mussa Abu Marzuk sagte, seine Bewegung werde eventuell doch direkt mit Israel verhandeln; der islamische Glaube verbiete solche Kontakte nicht. Grund für diese Kehrtwende ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung des Gazastreifens das verlangt, sagte er.

Freitag, 12.09.2014:

Antwort auf den Raketenterror: An 1.000 Einschlagsorten von Terrorraketen sollen in den dadurch hinterlassenen „Löchern“ bis Rosh HaShanah 100.000 Obstbäume gepflanzt werden.

Mahmud Abbas verkündet, dass eine Wirtschaftsvereinbarung zwischen Israel und der PA erzielt wurde; dieses gestattet unbegrenzte Ein- und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen aus und in die Gebiete.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Und schon ist die schöne Illusion wieder vorbei: Die Hamas hat noch gestern die Ankündigung ihres einen Narrenführers, man könne evtl. direkt mit Israel verhandeln, zurückgewiesen. Das würde nicht einmal überlegt.

Samstag, 13.09.2014:

War wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Fünfte Kolonne das nachplappert: Ein hochrangiger israelisch-arabischer Führer behauptet jetzt auch, die USA und Israel hätten den Islamischen Staat geschaffen, in der arabischen Welt Uneinigkeit zu säen.

Haniyeh bekräftigt noch einmal: Die Hamas wird ihre Waffen „niemals aufgeben“. Der Wiederaufbau des Gazastreifens wird nicht zu Ungunsten der „militärischen Fähigkeiten“ der Terrorgruppe erfolgen.

Ein Imam im Gazastreifen predigte. Der Mann war im Zuge des Shalit-Deals freigelassen worden. In seiner Predigt hantierte er mit einem Sturmgewehr. Seine Botschaft: „Waffen werden uns helfen einen islamischen Staat aufzubauen.“

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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