Eine Kriegsgeschichte: Die Kassiererin bei Yeinot Bittan

30. Juli 2014 um 8:51 | Veröffentlicht in Israel | 1 Kommentar
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Dr. Aaron Lerner, IMRA, 25. Juli 2014

Der riesige Yeinot Bittan-Lebensmitteldiscounter in Raanana hat eine gemischte Belegschaft aus Arabern, religiösen Sefardim, Russen und äthiopischen Juden. Zu den Kunden gehören EBENFALLS Juden wie Araber, aber darum geht es hier nicht.

Ich kaufte unter anderem drei Secherpacks Eden-Wasser und als der Wachmann am Ausgang meinen Kassenzettel überprüfte, stellte sich heraus, dass die Kassiererin mir nur eines berechnet hatte.

„Das ist seltsam“, meinte ich. „Ich könnte es verstehen, wenn die Kassiererin eine der Araberinnen wäre, schließlich fasten die den ganzen Tag. Aber sie ist Russin.“

„Oh nein“, antwortete der Wachmann, „alle Russen sind aus Aschkelon. Und sie sind ausgelaugt. Sie können wegen der Raketenangriffe nachts zuhause nicht schlafen und wenn sie an der Kasse in Raanana arbeiten, denken sie den ganzen Tag an ihre Kinder in Aschkelon.“

Was wer wo sein kann und darf

28. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Israel, Palästinenser | 2 Kommentare
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gefunden auf Facebook und leicht eingedeutscht:

wer-was-sein-kann

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.07.-02.08.2014)

27. Juli 2014 um 22:38 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | 1 Kommentar
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Sonntag, 27.07.2014:

Zahlen:
– Es gibt zwei weitere tote Soldaten; sie erlagen Samstag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Zum Tageswechsel sind jetzt 43 Israelis getötet worden.
– Von 20 Uhr Samstag bis 9.30 Uhr Sonntag wurden 25 Raketen auf Israel geschossen, 4 davon wurden abgefangen.
– Nach arabischen Angaben wurden inzwischen 1.031 Araber im Gazastreifen getötet (nach unten korrigiert von vorher 1.062)
– Seit Wiederaufnahme der Angriffe bis 20 Uhr hatte die IDF 20 Terrorziele getroffen, darunter Tunnel, Raketenwerfer, Terror-Infrastruktur.

Mittlerweise ist bestätigt, dass die Hamas die Rakete auf die UNO-Schule schoss, bei der so viele Geflüchtete umkamen. Auch eine israelische Mörsergranate traf den Schulhof, die IDF gibt allerdings an, dass dieser zu diesem Zeitpunkt leer war.

Am Freitagabend wurden 2 jugendliche Araber zusammengeschlagen, die Täter sollen Juden sein. Die Polizei sucht nach ihnen.

Der ach so säkulare Mahmud Abbas ruft zum Frieden „Krieg für Allah“ – die „Westbank“ bricht in Gewalt aus. Bisher gibt es 9 Tote (Samstag bis Sonntagnachmittag)

Am Mittag wandte sich die Hamas an einen UNO-Gesandten, um die Waffenruhe verlängern zu lassen. Sie sagte, sie werde einer 24-stündigen humanitären Waffenruhe zustimmen, die um 14 Uhr beginnen sollte. Das Raketenfeuer ging allerdings ungehemmt weiter.

Die ägyptische Armee zerstörte 13 Tunnel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Sie tötete zudem 11 Terroristen.

Die Volkswiderstandskomitees drohen: Juden, die es ablehnen „Palästina“ zu verlassen, werden geköpft.

Obama an Netanyahu: Israel muss einen bedingungslosen Waffenstillstand eingehen. Und ein langfristiger Deal muss die Demilitarisierung des Gazastreifens beinhalten. (Dürfte beides an den Terroristen scheitern.) Danny Danon schoss zurück: „Wir brauchen einen Feuerpause von Obamas Angriffen.“

IDF Videos:
– Hamas schießt Raketen von einem Schulgelände und von einem Friedhof.
IDF lenkt Rakete um, damit keine Zivilisten getroffen werden.

Montag, 28.07.2014:

Zahlen:
7 Uhr: Während der letzten 24 Stunden griff die IDF 40 Terrorziele und 2 Tunnel an. Seit Beginn der Operation musste 133 Soldaten in israelischen Krankenhäusern behandelt werden.
– Bei den Kämpfen wurden Montag insgesamt 5 israelische Soldaten getötet, einer am Nachmittag im südlichen Gazastreifen, vier weitere an der Grenze (der Mörserangriff auf Echkol).
20:30 Uhr: Die Araber geben an, dass durch die Angriffe der IDF am Montag 18 Personen getötet und 70 verletzt wurden. 5 der Toten soll es in Jabalya gegeben haben.
– Die Hamas soll in den letzten Tagen mehr als 30 „Kollaborateure“ hingerichtet haben.
– Mehr als 200 Raketen der Terroristen schlugen noch im Gazastreifen ein.

Waffenstillstandsvorschläge:
Obama versuchte gestern Netanyahu stark unter Druck zu setzen einer bedingungslosen Waffenruhe zuzustimmen, der dann Gespräche über die Bedingungen der Hamas folgen sollten. Netanyahus Forderung nach Demilitarisierung des Gazastreifens wischte der US-Präsident beiseite, das sei Sache von Endstatusverhandlungen.
Mahmud Abbas gab gegenüber ein saudischen Zeitung an, der ägyptische Vorschlag erfülle alle Forderungen der Palästinenser, einschließlich der Aufhebung der Belagerung und der Öffnung der Grenzübergänge. (Die Hamas hatte den Vorschlag abgelehnt.)
John Kerry: Frieden mit Gaza „muss zur Entwaffnung der Hamas führen“. Wovon träumt der sonst noch?
– Die Hamas ließ wissen, dass sie damit rechnet, dass Ägypten seine Waffenstillstandsforderungen zugunsten der Terroristen abändert.
Mahmud Abbas ist mit einem Team auf dem Sprung nach Kairo, um einen Waffenstillstand auszuhandeln. Zu der Gruppe gehören auch Mitglieder das Hamas.

Eine Umfrage in Israel ergab, das 87% der Bevölkerung dafür sind die Operation im Gazastreifen fortzusetzen. Im WDR2 wurde das heute „kritisch“ gesehen und unterstellt, dass die Israelis keinen Frieden wollen. Das ist Unsinn – sie wollen Frieden, deshalb wollen sie, dass diesmal die Aktion endlich bis zu Ende geführt wird, statt vorzeitig abzubrechen und die Terroristen wieder Kraft gewinnen zu lassen, damit es in die nächste Runde geht!

Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri log, was das Zeug hält: Israel zeige durch seine Angriffe Respektlosigkeit vor den Muslimen und ihrem Ramadan-Abschlussfest, lehne jegliche humanitäre Ruhepause ab und sei alleine verantwortlich für die Eskalation im Gazastreifen. (Und das, nachdem die Araber JEDEN EINZELNEN Waffenstillstand gebrochen haben!) Israel hatte heute lange lediglich weiter Tunnel gesucht, dafür alles andere Feuer eingestellt, soweit Soldaten nicht angegriffen wurden.

Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete eine (nicht bindende) Resolution mit einer Forderung nach einem bedingungslosen Waffenstillstand. Israels UNO-Botschafter kommentierte, das sei ein unglaubliches Dokument, „das nicht ein einziges Mal die Hamas oder Israels Recht auf Selbstverteidigung erwähnt. Die Hamas hat die Millionen Dollar, die Sie ihr gespendet haben, für Waffenkauf und Tunnelbau genutzt und die Welt ist immer noch von dem geschockt, was die Hamas gebaut hat.“
Benjamin Netanyahu kritisierte: Die UNO kümmert sich nur um die Bedürfnisse der Terroristen, nicht um die Israels.
Ban Ki-moon griff „die politischen Führer auf beiden Seiten“ an – sie hätten nicht den Willen die Kämpfe zu beenden. Er fragte, warum dieser Führer „ihr Volk von den jeweils anderen töten lassen“. Das sei nicht verantwortlich, sondern moralisch falsch. (Der Mann vergisst geflissentlich, dass Israel gerne aufhören würde, wenn es denn nicht weiter beschossen würde!)

In Lehavim in Südisrael wurden 8 Autos mit Hakenkreuzen besprüht.

Ägypten verurteilte Israels Einsatz von „übertriebener Gewalt“ im Gazastreifen.

Dienstag, 29.07.2014:

Zahlen:
– Über Nacht beschoss die IDF 150 Terrorziele im Gazastreifen, darunter das Haus von Ismail Haniyeh.
Im Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva liegen derzeit 36 Soldaten.
Leichenhallen in Gaza geben an, dass es wieder rund 100 Tote gegeben hat, was die Gesamtzahl der Toten auf 1.190 steigen ließ.
– Innerhalb von 3 Wochen schossen die Terroristen mehr 2.600 Raketen auf israelische Zivilisten.

Die Hamas prahlt wieder: Sie behauptet im Besitz iranischer Zelzal-Raketen zu sein. Diese Raketen der iranischen Revolutionsgarden können einen Sprengkopf von 600kg bis zu 200km weit tragen.

Ein Imam aus Jerusalem hat einen sehr friedensfördernden Vorschlag: Ägypten sollte den Gazastreifen annektieren und dann die arabischen Armeen bei der Vernichtung der Juden anführen.
Und aus dem Gazastreifen klingt es ähnlich: Unsere Doktrin beinhaltet die Auslöschung der Juden.
Die Hamas schickte noch ein nettes Liedchen über den Äther, mit dem die Entführer und Mörder der drei israelischen Jugendlichen gefeiert wurden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
John Kerry: Israel selbst hat ägyptischen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen akzeptiert.
Die PLO verkündete, Hamas habe einem 24-stündigen einseitigen Waffenstillstand zugestimmt, der auf 72 Stunden ausgedehnt verlängert werden kann. Die Hamas bestreitet das.

Auf die Polizeiwache in Kfar Kassem wurden Montagabend Steine und eine Eisenstange geworfen; Sonntagabend ein Brandsatz

Ismail Haniyeh tönte, Steine zu zerstören (sein Haus) werde die Entschlossenheit der Terroristen nicht brechen.

Die Hamas hofft darauf, dass die Hisbollah am Libanon eine weitere Front gegen Israel eröffnet.

Im Sinai hat das ägyptische Militär 7 Terroristen getötet und 5 festgenommen.

Mittwoch, 30.07.2014:

Zahlen:
– Heute fielen 3 israelische Soldaten in einem mit Sprengfallen versehenen Haus (Gesamtzahl jetzt: 56). Bei der Aktion wurden weitere 15 Soldaten verwundet.
– Über Nacht führte die IDF 206 gezielte Angriffe auf Terrorziele an.
– Seit dem frühen Mittwochmorgen griff die IDF 40 Terror-„Hotspots“ im Gazastreifen an.
Stand nach Angaben aus dem Gazastreifen (17:30): Mittwoch 76 Tote, 1.300 seit Beginn der Operation.

Die IDF gibt an, dass sie das Elektrizitätswerk im Gazastreifen nicht beschossen hat; es kann allerdings möglich sein, dass es versehentlich getroffen wurde, die Sache wird weiter untersucht.

Die Schüsse auf die UNRWA-Schule waren eine Antwort auf einen Mörserangriff.

Israel rief eine humanitäre Waffenruhe aus, die von 15 bis 19 Uhr gelten sollte. (Sie gilt nicht für Bereiche des Gazastreifens, in denen die Soldaten agieren.

Die USA verurteilten Israels Beschuss der UNO-Schule.

Die Hamas hatte eine Heckenschützenposition im 10. Stock des Hauptsitzes des Roten Kreuzes in Gaza eingerichtet.

IDF-Videos von Terroraktivitäten, die Kriegsverbrechen darstellen:
Raketenschüsse aus öffentlichen Gebäuden.
Waffenverstecke in Schulen, Moscheen und Krankenhäusern.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas-Militärchef Mohammed Deif: Kein Waffenstillstand, bevor nicht die Belagerung aufgehoben ist.
– Ein hochrangiger Hamas-Offizieller sagte, die Grenzübergänge seien Sache der Einheitsregierung, die Tunnel stünden aber nicht zur Debatte, sie seien die Waffe des Widerstands und nicht verhandelbar.
– Ein PLO-Vertreter sagte, Hamas und PIJ hätten zugestimmt, sich einer Delegation in Kairo anzuschließen.

Israelis helfen einander im Krieg

26. Juli 2014 um 14:03 | Veröffentlicht in Israel | Hinterlasse einen Kommentar
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Eine ganze Reihe Initiativen sind ins Leben gerufen worden, um in Gaza kämpfenden Soldaten und den von ihnen zurückgelassenen Familien zu helfen

Jessica Steinberg, The Times of Israel, 25. Juli 2014

Es war ein Krieg nötig, damit die Israelis auf einander zugehen und helfen, aber nachdem sie erst einmal motiviert sind, setzen sie sich auf eine ganze Reihe kreativer Weisen für einander ein.

Gemeinschaften haben Kartons mit Lebensmitteln, Unterwäsche und anderen Notwendigkeiten gepackt und schleppen sie runter zu den Soldaten an der Front.

Im Zentrum Jerusalems sammelte am Donnerstag die Initiative eines örtlichen Immobilienmaklers mehrere tausend Dollar und bereitete 300 Care-Pakete für Soldaten vor – angekurbelt von Waren, die von einigen Geschäftsinhabern zum Selbstkostenpreis und von anderen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.

Eine Gruppe Eltern fuhr einen Tag in den Süden; sie bauten Grills auf und machten Kebabs, die sie für die Truppen in frische Brötchen stopften.

Ein Klempner im Süden hat den Soldaten in einer Kampfpause jeden Tag eine mobile Dusche aufgebaut; nachts über wusch er dann die 300 Handtücher.

Geschäfte im ganzen Land haben Soldaten kostenlos Falafel, Kaffee und Kaltgetränke angeboten.

Zur Stärkung der Moral der Frauen aus der Stadt, deren Männer in den Reservedienst gerufen wurden, hat ein Geschäft für Umstandsmoden kurze Schiatsu-Massagen und günstige Maniküren angeboten.

Es ist nicht immer leicht Hilfe zu akzeptieren, aber die Menschen lernen.

Hanna Aron, die Mutter eines vierjährigen und eines viereinhalb Monate alten Kindes, verabschiedete ihren Mann vor zwei Wochen, als er einberufen wurde. Einige Tage später stieß sich auf einen Facebook-Eintrag der stellvertretenden Jerusalemer Bürgermeisterin Rachel Azaria, der Chefin der Yerushalmim-Partei.

„Es ging darum Frauen zu helfen, deren Ehemänner in den Reservedienst einberufen wurden und sie zu überzeugen, dass sie Hilfe brauchen“, sagte Aron, die in Jerusalem lebt. „Jeder sagt immer: Nein, ich brauche das nicht, jemand anderes braucht es dringender.“ Doch Aron entschied sich, diesen Weg nicht zu gehen. „Ich sagte: Ich hole mir jetzt Hilfe“, erklärte sie.

Sie schichte Azaria auf Facebook eine Nachricht und erhielt sofort eine Antwort und dann eine Anruf mit der Frage, welche Art Hilfe sie wünscht. Sie bat um ein warmes Essen. „Kochen kann so hart sein, denn du arbeitest und du kümmerst dich um die Kinder, aber du musst auch etwas essen“, erklärte Aron. An diesem Tag bekam sie einen Anruf einer Freiwilligen von Yershalmim, die wissen wollte, was sie gerne essen würde. „Ich sagte ihr, dass ich Fisch liebe“, sagte Aron lachend. „Sie bot mir Fischfrikadellen an. Ich sagte: Klar.“ An diesem Abend aß sie Fischfrikadellen, Bratkartoffeln und Salat und befand, dass es eine „echte Leckerei“ war.

Die Yerushalmim-Partei stellte eine Liste von rund 200 Frauen zusammen, deren Ehemännerauf unbefristete Zeit in den Reservedienst einberufen waren. Es ist eine harte Zeit, sagte Shira Winkler, die Leiterin der Jerusalemiter-Bewegung. Die Partei organisierte deshalb 300 Freiwillige, die kochen, babysitten, mit Hunden Gassi gehen und Kisten packen.

Das Programm ist eine gemeinsame Initiative der Yerushalmim-Partei und der Jerusalemiter-Bewegung, einer Organisation für soziales Handeln. Winkler warb dafür Gelder aus der Leichtstag-Stiftung und der jüdischen Gemeinde Riverdale ein. „Wir konzentrierten uns auf die Ehefrauen, um ihnen aktiv Hilfe anzubieten“, erklärte sie. „Und es funktioniert.“

Eine Frau bekam Hilfe beim Kisten packen, weil die Familie in zwei Wochen in den Norden umzieht. Aron bat um Kinderbetreuung und bekam eine „unglaubliche Babysitterin“ für die schwierigste Zeit des Tages – die zwischen spätem Nachmittag und Zubettgehen. Osnat, eine andere Mutter, erhielt am Donnerstag Mittagessen.

„Wir sahen, dass es so viel Hilfe für die Soldaten an der Front gab, aber die Ehefrauen sind unter schwierigen Umständen mit den Kindern allein gelassen und sie bekommen keine Hilfe“, sagte Azaria. Die stellvertretende Bürgermeisterin fügte hinzu, dass geplant wird die Hilfe so lange fortzusetzen, wie sie gebraucht wird. Kehren die Reservisten nach Hause zurück, werden die Erwachsenen sich wieder in ihrem Leben zurechtfinden müssen, was wahrscheinlich im August geschehen wird, der Zeit der Sommerferien, wenn es weniger Tagesgruppen und Programme für Kinder gibt.

Es gibt noch weitere Formen von Hilfe, die angeboten werden.

Eine Gruppe Rabbiner aus dem Barkai-Zentrum für angewandtes Rabbinertum, das eine praktische Ausbildung für ordinierte Rabbiner in Israel anbietet, richtete diese Woche eine Telefon-Hotline ein, über die eine Reihe Fragen beantwortet wird, von Fragen, ob es in Ordnung ist Sittsamkeit außer Acht zu lassen, wenn man in den Bunker läuft, bis zu Fragen über Gott, Glaube und Tod. Es handelt sich um eine Hotline für halachische Fragen, aber auch für Dinge zu Glaube und Gefühl“, sagte Rabbi Shlomo Sobol, ein Mitgründer von Barkai. „Wir haben nicht für jede Frage eine Antwort und wir haben unseren Rabbiner gesagt, dass es nicht für jede Frage eine Antwort gibt. Meistens geht es darum zuzuhören und zu hören. Es geht weniger um die Antwort als darum die Frage zu hören.“

Das Barkai-Team richtete ein Unterstützungssystem ein, nachdem im Juni die drei Jugendlichen entführt wurden, als die Leute Fragen stellten und Antworten suchten. Doch als sich die Lage verschlimmerte – von der Entführung und Tötung von Mohammed Abu Khdeir über das Raketen-Trommelfeuer zum aktuellen Bodenkrieg im Gazastreifen – erkannten sie, dass eher etwas auf der nationalen Ebene gebraucht wurde. Also riefen sie die Telefongesellschaft Bezeq an und innerhalb einer halben Stunde, sagte Sobol, hatten sie eine virtuelle Hotline eingerichtet.

Barkai wird vom Medizingeräte-Unternehmer Lewis Pell aus Modiin unterstützt, wo Sobol der örtliche Rabbiner ist, doch die Rabbiner der Hotline sind über das ganze Land verteilt. In seinem Kurs gibt es derzeit 20 Rabbiner, von denen 5 in der Reservedienst eingezogen wurden. Die Hotline geht alle paar Stunden von einem auf einen anderen Rabbiner über, sagte Sobol.

Sie begannen mit der Hotline erst am Sonntag, sagte er, aber über Mundpropaganda wächst sie rasch. „Alle Rabbiner bekommen eine Menge Anrufe“, sagte Sobol.

Rabbi Shachar Butzchak, Rabbine in Ein Habesor, einem mehrheitlich säkularen Moschaw nur sechs Kilometer vom Gazastreifen entfernt, stellte fest, dass die meisten Menschen – egal ob religiös oder säkular – zur Zeit jemanden zum Reden brauchen. „Einige haben praktische Fragen, so ob man am Schabbat in der Armee trainieren darf oder wie man rituelle Reinheit handhabt, wenn der Ehemann im Reservedienst ist“, erklärte Butzchak (31), der derzeit als stellvertretender Kompaniechef einer Golani-Einheit Dienst tut.

Ein von Butzchak erzähltes Beispiel ist, dass er seinen Gemeindegliedern sagte, sie müssten ihre Telefone am Schabbat behalten, um SMS-Nachrichten über einfliegende Raketen und mögliche Einbrüche von Terroristen in den Moschaw zu erhalten. „Die Aufgabe des Rabbiners hat zumeist mit jüdischem Recht zu tun, doch er ist auch ein Leiter, der Hoffnung gibt und dann, im Privaten, mit bestimmten Fragen umgeht“, erklärte er. „Unsere Aufgabe besteht darin, allen Mut zu machen.“

Dasselbe gilt für die Initiative von Yerushalmim, sagte Aron. Sie hatte das Gefühl, dass es „wichtig ist so etwas zu tun. Die Menschen brauchen Hilfe, alle mögliche Hilfe; und man muss sie annehmen. Selbst das Kleinste gibt dir ein Gefühlt der Unterstützung.“

Brief eines IDF-Soldaten von der Front

26. Juli 2014 um 12:26 | Veröffentlicht in Israel | 1 Kommentar
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Gepanzertes IDF-Fahrzeug mit von Kindern geschriebenen Briefen, die den Solaten wünschen, dass sie auf sich aufpassen und die Heimat verteidigen.

IDF-Panzerfahrzeug mit von Kindern geschriebenen Briefen, die den Solaten wünschen, dass sie auf sich aufpassen und die Heimat verteidigen.

Jameel, The Muqata, 24. Juli 2014

Von einem Soldaten an der Front. Original in Hebräisch, übersetzt ins Englische mit einigen persönlichen Kommentaren. Ich war ein paarmal dort, ich kann persönlich für die Richtigkeit dieses Briefes einstehen. Eine persönliche Anmerkung: Bevor ich gestern Abend nach Süden fuhr, um IDF-Soldaten Pizza zu bringen, gab mir meine Tochter einen Stapel Briefe und Bilder von Kindern unserer Gemeinde, die ich bei der Abgabe verteilen sollte. Nachdem ich den Soldaten Kuchen gab, sagte ich: „Moment, ich muss euch die Briefe von den Kindern geben..“ Ein Soldat stoppte alles und sagte: „DIE sind am wichtigsten, viel wichtiger als Pizza“. Und dann umarmte er den Haufen Briefe, den ich ihm gab.

Am Yisrael Chai!
Jameel

Ein Soldat an der Grenze schreibt:

Was hier im Aufmarschgebiet los ist (dem Bereich, wo sich die Soldaten darauf vorbereiten in den Gazastreifen zu gehen) ist nicht zu begreifen, weder rational noch emotional und übersteigt jede Vorstellungskraft.

Fast jede Stunde kommt ein Auto, das überfließt von Essen, Snacks, kalten Getränken, Socken, Unterwäsche, Unterhemden, Hygieneartikeln, Feuchttüchern, Zigaretten Backgammon und mehr. Sie kommen aus dem Norden, dem Zentrum, von Herstellern, von Firmen und kleinen Geschäften, aus Gefängnissen, von Hareidim und Siedlern, aus Tel Aviv und sogar aus Saviyon.

An jeder Kreuzung auf dem Weg hierher wurden wir angehalten; nicht von der Polizei, sondern von den Einwohnern, die uns Essen gaben. Das erstaunliche ist: Die gesamte Situation ist nicht organisiert und jeder kommt aus eigenem Antrieb, ohne Koordination zwischen den kommenden Leuten.

Sie schreiben Briefe und Segnungen, dass sie die ganze Zeit an uns denken. Da gibt es welche, die machen Stunden lang Sandwiches und zwar so, dass sie möglichst perfekt und gut sind.

Natürlich waren Vertreter des Chabad hier, um Soldaten zu helfen Tefillin anzulegen und Cha’Ta’ts (Chumasch, Tehilim, Tanya) an jeden Truppentransporter zu verteilen; und die Breslower kommen an die Grenze, um mit den Soldaten zu tanzen und Freude zu verbreiten.

Die Haredim kommen aus ihren Jeschiwot, um nach den Namen der Soldaten und ihren Müttern zu fragen, damit die ganze Jeschiwa für sie beten kann. Man sollte erwähnen, dass all das unter der Bedrohung durch die Terrortunnel und Raketen in dieser Gegend geschieht.

Das Soroka-Krankenhaus (in Beer Sheva) sieht heute wie ein 5-Sterne-Hotel aus. Ein verwundeter Freund, der gerade entlassen wurde, erzählte uns, dass der LKW von MasterChef [eine Koch-Wettkampf-Sendung im israelischen Fernsehen] davor parkte und Essen für die Verwundeten zubereitete.

Die Menge an Betzeiten muss gar nicht erst erwähnt werden. Auch an der Religionsfront gibt es Referate und Torah-Unterricht, alles Essen ist koscher. Schachrit, Mincha und Maariv mit Sifrei Torah. Sie geben hunderte Tzitzit und Tehilim aus. Das ist die neue Mode geworden! Der Rabbiner von Maglan [eine Einheit Spezialkräfte] sagte mir, dass fast die gesamte Einheit sie jetzt trägt, weil das Armee-Rabbinat Tzitzit ausgegeben hat, die Schweiß verdunsten lassen. So bekommen sie gleichzeitig eine Mitzwe und ein qualitativ hochwertiges Unterhemd. Wir haben angefangen sie „Schachpatzitzi“ zu nennen (eine Kreuzung aus dem hebräischen Begriff für Schutzweste und Tzitzit). Wir haben tief gehende Gespräche bis spät in die Nacht ohne Streit, ohne Kämpfe und wir stellen fest, dass wir in dem Sachen übereinstimmen.

Wir machen viele Witze auf Kosten der Hamas und ohne Politik. Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber meine Batterie ist ziemlich leer und der Stab hat gefordert, dass jemand einen Kurs über Likutei MoharanN (Breslow) geben soll.

Glücklich eine Nation, die ist wie diese.

Bitte eine Bildbeschreibung formulieren

26. Juli 2014 um 7:30 | Veröffentlicht in Israel, Satire/Humor, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Israellycool, 25. Juli 2014

Wenn es je ein Foto gab, das nach einer Bildbeschreibung schrie, dann dieses hier:

Kerry+Bibi

Mein Beitrag:

Bibi: „Zeigt bitte jemand diesem Arschloch den Weg nach draußen?“

Weitere in den Kommentaren bei Israellycool:

Bibi: „Du schon wieder! Irgendwelche neuen, brillanten Vorschläge?“

„Du hast angerufen???“

Bibi: „Verdammt, ich hatte noch nicht mal meinen ersten Kaffee!“

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