Goldtone – die Leugnung von Fakten ist Methode
7. November 2009 at 11:24 | In Nahost-Konflikt, UNO | Leave a CommentTags: Gaza-Krieg, Menschenrechtsrat, Richard Goldstone
Moshe Halbertal schreibt in The New Republic unter anderem:
Seit den frühen 1990-er Jahren hat sich die Art des militärischen Konflikts, dem sich Israel gegenüber sieht, dramatisch verändert. Was hauptsächlich als Aufeinandertreffen von Staaten und Armeen war, hat sich einen Aufeinandertreffen eines Staates mit paramilitärischen Terror-Organisationen verändert, der Hamas im Süden und der Hisbollah im Norden. Diese neue Form des Kampfes wird jetzt „asymmetrische Kriegsführung“ genannt. Definiert wird sie durch den Versuch seitens dieser Gruppen, zwei grundlegende Einrichtungen des Krieges zu tilgen: Die Front und die Uniform. Die Militanten der Hamas kämpfen ohne militärische Uniform, in gewöhnlicher und nicht unterscheidbarer ziviler Kleidung, suchen Schutz in ihrer eigenen Zivilbevölkerung; und sie greifen israelische Zivilisten an, wo immer die sind, absichtlich und willkürlich. Währen der Operation im Gazastreifen z.B. trugen einige Hamas-Militante, die sich unter die Zivilbevölkerung gemischt hatten, keine Waffen, wenn sie von einer Position zu einer anderen wechselten. Waffen und Munition waren für sie in verschiedenen Häusern bereitgestellt und gelagert worden.
Der Goldstone-Bericht geht diese irritierende Frage an, indem er eine recht seltsame Formulierung benutzt: „Während von der Mission betrachtete Berichte glaubwürdig anzeigen, dass Mitglieder der palästinensischen Bewaffneten Gruppen nicht immer in einer Art und Weise gekleidet waren, die sie von den Zivilisten unterschieden, fand die Mission keine Belege dafür, dass palästinensisch Kombattanten sich mit der Absicht unter die Zivilbevölkerung mischten, um sich vor Angriffen zu schützen.“ Der Leser eines solchen Satzes könnte sich wundern, was sein Autor meint. Trugen die Militanten der Hamas ihre Uniformen nicht, weil die dummerweise gerade in der Wäsche waren? Welche anderen Gründe könnten sie dafür gehabt haben, zivile Kleidung zu tragen, als nicht den, sich gewollt zwischen den Zivilisten zu schützen?
Was die neue „Front“ in asymmetrischer Kriegsführung angeht, so lesen wir in einem anderen Absatz, der typisch für den insgesamt einseitigen Ton des Berichts ist: „Auf Grundlage der von ihr gesammelten Informationen befindet die Mission, dass es Hinweise dafür gibt, dass bewaffnete palästinensische Gruppen Raketen aus Wohngebieten abschossen. Die Mission ist nicht in der Lage gewesen, direkte Beweise dafür zu erhalten, dass dies in der besonderen Absicht geschah, diejenigen, die die Raketen abschossen, vor Gegenschlägen der bewaffneten israelischen Kräfte zu schützen.“ Welchen Grund könnte es möglicherweise sonst dafür geben Raketen aus Wohngebieten zu verschießen, wenn nicht den, sich vor Gegenangriffen zu schützen? Und wie sieht die moralische Unterscheidung aus, die hier vermeintlich eingeführt wird?
Indem sie sich als Zivilisten tarnen und ohne Uniform zu tragen sowie ohne Front Zivilisten angreifen, versuchen diese paramilitärischen Terror-Organisationen nicht weniger als die Unterscheidung von Kombattanten und Nichtkombattanten auf beiden Seiten des Kampfes aufzulösen. Selbstmord-Bomber sprengen sich in Bussen und Restaurants in Tel Aviv, Jerusalem, Haifa, Dimona, Eilat und an vielen anderen Orten selbst. Qassam-Raketen und Katjuschas wurden wahllos auf verschiedene zivile israelische Zentren geschossen, so weit es ihre Reichweite erlaubte. So hatte der Krieg keinen definierten Ort und wurde von nicht identifizierten Mördern geführt. Gerechtfertigterweise fühlte sich das wie eine grundlegende Veränderung der Art der Kriegsführung an. Das Ziel dieser bedeutsamen Veränderung war es einen Krieg aller gegen alle und überall zu machen. Er zielte darauf ab die israelische Bevölkerung von einer gesunden Angst, die mit einem bestimmten Ort – einer Grenze, einer Sicherheitszone – verbunden war, in eine allgemeine Panik zu versetzen, die keinen festen Ort hat. Jeder wird jetzt überall als gefährlich betrachtet. Das ist nicht Paranoia. Es hat seine Grundlage in einer neuen Wirklichkeit und ist das Ergebnis eines neuen strategischen Paradigmas.
Wir finden hier das, was Beer7 die „Beweisführung a la UN“ genannt hat. Man kann sich auch eine Art Gerichtsprozess vorstellen, bei dem nur eine Aussage gehört wird, die der Verbrecherbande. Die sagen natürlich, sie hätten nichts Schlimmes getan und das Verbrechen erst recht nicht. Ein oder zwei Zeugen dürfen dem Richter auf dem Flur vor dem Verhandlungssaal etwas erzählen. Der Richter fällt sein Urteil dann, indem er ausschließlich die Aussagen der Verbrecherbande nimmt und die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft sowie die Aussagen vom Flur ignoriert. Wobei von vorneherein die Staatsanwaltschaft auf der Anklagebank saß und nicht die Verbrechertruppe.
Die von Moshe Halbertal beschriebenen „Schlussfolgerungen“ des Goldstone-Berichts zeigen auf, wie obszön weit entfernt die Goldstone-Kommission von einer neutralen, unparteiischen Ermittlung ist. Während die Terroristen einen neuen Krieg führen, soll Israel sich an Regeln halten, die für eine völlig andere Kriegsführung gelten. Statt das und Israels Bemühungen sich der Lage anzupassen und die Zivilbevölkerung möglichst zu schützen anzuerkennen, wird geleugnet, was seitens der Terroristen tatsächlich geschieht.
Als was kann man dieses Verhalten bezeichnen? Verleumdung scheint mir da sogar noch unzureichend. Es handelt sich um den bewussten Versuch einen Staat und ein Volk als schlimmste Verbrecher der Weltgeschichte zu diffamieren, die nicht nur um ihr blankes Überleben kämpfen, sondern dabei alles Menschen mögliche unternehmen, um der feindlichen (!) Bevölkerung die geringstmöglichen Verluste beizubringen und das unter Inkaufnahme höherer eigener Verluste – etwas, auf das kein anderes Militär der Welt derart intensiv tut, von den Terroristen ganz zu schweigen.
Der Bericht ist eine moralische Perversion. Und es ist kein Wunder, dass er von allen Tyrannen und Völkermördern begeistert unterstützt wird.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (26.10.-01.11.)
1. November 2009 at 23:12 | In Araber, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 2 CommentsTags: Waffenstillstand
Montag, 26.10.2009:
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 6 Palästinenser wegen Terroraktivitäten.
- Eine von einem Palästinenser geworfene Rohrbombe explodierte bei Mevo Dotan auf offenem Feld.
- Mehr als 96 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen bei Ofarim zwei Brandbomben auf israelische Fahrzeuge.
Der moderateste der moderaten Palästinenserführer, Marwan Barghouti (sitzt fünfmal lebenslänglich wegen fünffachen nachgewiesenen Mordes in Israel ein), hat sich für eine Wiederaufnahme der Terroranschläge auf Israelis ausgesprochen. Er verglich Israel mit Nazideutschland (dem negativen Bild, nicht dem heldenhaft judenmörderischen). Passt doch gut zu einem Friedensengel, der verhandeln will, oder?
Das Lügenmaul Erekat sprüht wieder Geifer: Die USA und Israel sollten verlangen, dass Israel die Hetze gegen Beter im besetzten Ostjerusalem einstelle. Andernfalls „fürchten wir, dass die Gewalt außer Kontrolle drehen könnte“. Und das von einem auf der Seite, die ständig Lügen verbreitet, um die PalAraber zur „Verteidigung“ der Al Aqsa-Moschee aufrufen – was nur in Gewalttaten gegen Juden und Touristen enden kann. Und soll – wieso sonst werden Steine gebunkert und Brandbomben vorbereitet? Erekats Lügen sind genauso Müll wie seine Behauptung die Israelis verweigerten Friedensverhandlungen; immerhin ist es Abbas, der sich zurücklehnt und sagt, er werde nicht verhandeln!
Unterstützt wird Erekat aus Jordanien: Von dort erging die Warnung an die israelische Polizei und „die religiösen jüdischen Radikalen“, dass weitere Provokationen „die Gewalt in der Region antreiben und die Friedensbemühungen gefährden“ würden. Ah ja: Damit gibt Jordanien zu, dass es arabische Gewalt gibt. Natürlich hat Israel die Schuld dafür. Und äh: Welche Friedensbemühungen?
Hamas-Exilchef Khaled Meschaal machte wieder Nägel mit Köpfen: „Jerusalems Schicksal wird durch Jihad und Widerstand entschieden, nicht durch Verhandlungen.“ Berichte bei uns? Die suchen immer noch die moderaten Hamas-Leute…
Weitere Lügenpropaganda kommt von Palestine Today: Während Israel den Besuch des Tempelbergs wieder frei gibt, schreibt man bei der Terroristenzeitung: „Die israelischen Besatzungsbehörden entschieden Montag „Besucher den Eintritt in die Gemeinde der heiligen Aqsa-Moschee“ zu erlauben, „d.h. den Zugang für Vergewaltiger und Provokateure“. Ist wieder mal Irgendjemand der Meinung, das sei ein Hilfeschrei nach Frieden?
Ägyptische Sicherheitskräfte haben wieder einmal ein Waffenlager ausgehoben; eine große Anzahl Feuerwaffen und Munition für die Terroristen im Gazastreifen. Ein Mann wurde verhaftet. (Die MSM berichten natürlich immer nur über Konsumgüter…)
Die al-Qassam-Brigaden feiern den 8. Jahrestag der ersten auf Sderot abgeschossenen Qassam-Rakete. Die sind ja sooo friedlich! Zu Feier des Tages stellten sie ihre damalige Presseerklärung ein: „Es ist Jihad, Sieg oder Märtyrertum.“ Vermutlich auch wieder nur ein Hilfeschrei nach von Israel verweigertem Frieden.
Dienstag, 27.10.2009:
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria drei wegen Terrorverdachts gesuchte Palästinenser.
- Mehr als 95 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen bei Teqoa Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
- Im nördlichen Galiläa schlug eine Katjuscha-Rakete ein und löste bei Kiryat Schmona ein feuer aus. Die IDF beschoss die Ausgangsorte des Beschusses mit Artillerie (Kanal 2 berichtet von Luftangriffen auf den Ausgangsort der Rakete). Israel hat bei der UNO eine Beschwerde eingereicht. Der libanesische Ministerpräsident verurteilte zwar sowohl den Raketenschuss als auch die israelische Antwort, bezeichnete aber nur letztere als Aggression und Verletzung internationalen Rechts.
- Die libanesische Armee und UNIFIL fanden am Dienstagabend vier weitere Katjuschas dort, wo eine auf Israel abgeschossen worden war.
- Und wer war es in Wirklichkeit? Natürlich die Israelis, d.h. ihre Handlanger, denn nur Israel zieht aus dem Terrorangriff Nutzen. Das ist die Logik von Michel Suleiman, dem libanesischen Präsidenten. Völlig logisch, ist doch klar. (Kommentar von tw24: Wann hat eigentlich die Hisbollah die Kontrolle über ihr Herrschaftsgebiet an Israel abgegeben?)
- Bekannt hat sich zum Verschuss der Katjuscha eine Gruppe mit Verbindung zur al-Qaida.
- Maan berichtet, dass zwei Mitglieder „einer bewaffneten Gruppe aus dem Gazastreifen“ getötet wurden, „während sie Dienstag eine Jihad-Mission ausführten“. „Jihad-Mission ausführen“ ist der Code dafür, dass die armen Terroristen zu ihren 72 Jungfrauen geschickt wurden, weil ihr Werkzeug unerlaubt vorzeitig explodierte, statt damit zu warten, bis es Juden erwischt. (Bei der „bewaffneten Gruppe“ handelt es sich übrigens um die An-Nasser Salah Ad-Din Brigaden, den „bewaffneten Arm“ der Terror-Organisation „Volkswiderstands-Komitees“.)
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 15 terrorverdächtige Palästinenser.
Mittwoch, 28.10.2009:
- In Nablus entdeckten Soldaten eine Tasche mit Brandbomben, die zum Gebrauch fertig waren.
- 87 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen; 440.000l Treibstoff sollen ebenfalls geliefert werden. Der Erez-Übergang ist offen.
- Nahe des Kissufim-Übergangs schlug eine Qassam ein.
- Ein Palästinenser eröffnete am Grenzzaun zum nördlichen Gazastreifen das Feuer auf israelische Soldaten.
Die libanesische Regierung bezeichnet die im Südlibanon gefundenen vier verschussfertigen Raketen als „auf die besetzten palästinensischen Gebiete“ gerichtet. Nett, „Kern-Israel“ ist „besetztes palästinensisches Gebiet“? Hinweis an die Friedenshetzer: Kümmert euch mal darum, wo der Friedenswille fehlt!
Donnerstag, 29.10.2009:
- 107 LKWs mit Hilfsgüter und 440.000l Treibstoff gehen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen fünf Brandbomben und Steine auf den Qalandiya-Übergang. Der ist folglich vorläufig geschlossen.
- Arbeitsunfall im Gazastreifen – bei einem „besonderen Jihad-Auftrag“ fand ein Mitglied der al-Qassam-Brigaden getötet.
Ismail Haniyeh auf der Internetseite der al-Qassam-Brigaden: „Die Hamas war nicht gegen Frieden, sondern unterstützte Frieden auf Grundlage von Gerechtigkeit, die die Rechte des palästinensischen Volks wiederherstellt und die Besatzung seines Landes beendet.“ Bevor irgendjemanden den Friedensengel lobt: Die Hamas betrachtet „ganz Palästina“ als besetzt – Tel Aviv, Netanya, Nahariya, Haifa, Herzliya, Aschkelon, Kiryat Schmona …
Freitag, 30.10.2009:
- Die IDF verhaftete während der Nacht in Hebron einen Palästinenser.
- Bei den üblichen (gewalttätigen) Krawallen am Sperrzaun in Bil’in verletzte sich ein israelischer Soldat mit einer Blendgranate.
- Der Palästinensische Islamische Jihad zeigt, wo er steht: Bei einer Kundgebung zur Erinnerung ihres getöteten Gründers werden im Gazastreifen Mordparolen gegen Israel gerufen; der aktuelle Anführer forderte die „Menge“ auf Verhandlungen mit Israel abzulehnen und gewalttätigen Widerstand zu unterstützen.
- Die israelischen Behörden erlauben die Einführung von insgesamt 7.000 Kühen in den Gazastreifen. Sie werden über den Keren Shalom-Übergang geliefert und sind für die Schlachtung zum Id al-Adha-Fest Ende November vorgesehen.
Der libanesische Botschafter bei der UNO warnte: Israel plane einen Angriff auf sein Land. (Kommentar von Aussie Dave: Jo, wahrscheinlich nachdem wir aufhören uns selbst anzugreifen.)
Die PA will lieber, dass es ihren Leuten schlecht geht, als dass sie Güter und Waren aus den „Siedlungen“ bekommen: Die Behörden führen Razzien durch, bei denen solche Waren beschlagnahmt (und vernichtet) werden. Auch eine Art Frieden abzulehnen.
Samstag, 31.10.2009:
- Bei Karme Zur wird ein israelisches Fahrzeug durch Steine und Brandbomben werfende Palästinenser beschädigt.
- Bei Ofra wird ein israelisches Fahrzeug durch Steine und Brandbomben werfende Palästinenser beschädigt.
- Die IDF verhaftet bei Ofra einen Verdächtigen, der früher am Abend Brandbomben geworfen hat.
Sonntag, 01.11.2009:
- Die IDF verhaftet bei Nablus einen palästinensischen Mann, der wegen Terroraktivitäten gesucht wurde.
- 100 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen. Der Erez-Übergang ist offen.
Ach ja, DAS Friedenshindernis schlechthin: die israelischen Rechten, allesamt Extremisten und ethnischer Säuberer usw. Besonders solche Rechtsextremisten wie Yitzhak Rabin, Ehud Barak…
Fayyads Plan entlarvt wirkliche Ziele der palästinensischen Araber
29. Oktober 2009 at 22:38 | In Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a CommentTags: Friedensbemühungen
Elder of Ziyon, 28. Oktober 2009
Wenn man annimmt, dass das Ziel des palästinensisch-arabischen Nationalismus ein unabhängiger Staat ist, dann haben die Araber Palästinas beständig immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen. Von den Empfehlungen der Peel-Kommissin 1937 (durch die der jüdische Staat winzig und nicht zukunftsfähig gewesen wäre) über den UNO-Teilungsplan bis Camp David und Baraks Angebot ist die Antwort immer ein schallendes „Nein!“ gewesen. Das könnte seltsam erscheinen, da das Primärziel des Nationalismus die Gründung eines Nationalstaates ist.
Es ist oft darauf hingewiesen worden, dass Israel von Zionisten aufgebaut wurde, die die staatlichen Institutionen schufen und ausdehnten, während sie unter britischer Kontrolle lebten. Ihr Ziel war ein Staat und sie begriffen instinktiv, dass die Grundlagen existieren mussten, bevor ein solcher Staat realisiert werden konnte. Die Juden bauten also während der ersten Hälfte des Jahrhunderts die Infrastruktur des jüdischen Staates auf – Krankenhäuser, Schulen, Quasi-Regierungsbüros, Sozialprogramme, eine wirtschaftliche Infrastruktur, kulturelle Institutionen und mehr. Die organisierten sich und handelten wie ein Staat, lange vor 1948.
Die palästinensischen Araber haben nichts dergleichen getan. Jegliche Infrastruktur, die sie haben, wurde zum größten Teil entweder von Israel oder von externen Parteien wie der UNRWA gebaut.
Der palästinensisch-arabische Premierminister Salam Fayyad will das ändern.
Fayyad ist in der palästinensisch-arabischen Geschichte eine Anomalie; er hat wenig eigene Anhänger und stieg nicht über die Terror-Dienstgrade auf. Seine Amtszeit als Premierminister ist beständig pragmatisch gewesen; der räumte mit einer Menge Korruption auf und machte die Spenderwirtschaft der PA für den Westen weit transparenter. Er ist mit keiner wichtigen politische Gruppierung verbunden.
Fayyad hat einen Zweijahresplan massiven Aufbaus palästinensisch-arabischer Institutionen zusammengestellt, der die Ausrufung eines unabhängigen palästinensisch-arabischen Staates bis 2011 zum Ziel hat. In einem sehr wahren Sinn ist dieser Plan eine weit größere Herausforderung für Israel als es Jahrzehnte des gewesen sind. Und es ist Beobachtern nicht entgangen, dass Fayyad den Zionismus als Vorlage benutzt.
Fayyads Ziel (zumindest anfangs) ist klar: einen unabhängigen Nationalstaat aufzubauen. Das befindet sich in direkter Opposition zum Hauptziel der palästinensisch-arabischen Führer seit Hadsch Amin al-Husseini – der Vernichtung Israels. Obwohl dieses Ziel in nationalistischen Begriffen gehüllt wird, haben ihre Entscheidungen über die Jahre hinweg bewiesen, dass Staatlichkeit ein politischer Deckmantel für ihr wirkliches Ziel. Damit bildet Fayyad für die traditionelle palästinensisch-arabische Geisteshaltung keine geringere Herausforderung als für Israel.
In Comment is Free versucht der ehemalige palästinensisch-arabische Verhandlungsführer Ahmed Samih Khalidi dem westlichen Publikum zu vermitteln, warum er gegen Fayyads Plan ist. Sein Artikel ist gewunden und bizarr, wie er versucht die tief verwurzelten pal-arabischen Ziele der Vernichtung Israels zu verbergen, während er auch versucht ein logisches Problem in der Eigenstaatlichkeit zu finden. Es gibt viel über die palästinensisch-arabische Psyche preis. (Khalidi ist nicht einmal in der Lage Fayyads Namen zu nennen.)
Im Kern des Progamms der PA liegt ein grundsätzlicher Widerspruch: Während sie behauptet einen Staat gegen die Besatzung aufzubauen, baut sie in der Praxis staatsähnliche Strukturen mit der Besatzung. Kein echt souveräner Staat ist oder kann aufgebaut werden, während er sich noch unter Besatzung befindet; und nichts in Israels derzeitiger Haltung zu den Grundfragen palästinensischer Souveränität (territoriale Ausdehnung, Kontroller über die Grenzen, das Recht auf Selbstverteidigung usw.) deutet auf etwas anderes hin.
Irgendwie ist aber Israel unter britischer Besatzung und in Anwesenheit feindlicher, die Zionisten innen und außen umgebender Araber aufgebaut worden. Khalidi gibt vor das zu erklären:
Das zweite Problem besteht in einer völligen Missdeutung der Geschichte. Die zionistische Bewegung mag tatsächlich ihre staatsbildenden Kapazitäten entwickelt haben, während die Briten das Mandat hatten, aber Israel konnte nur als Staat entstehen, indem es Gewalt sowohl gegen die Briten als auch die Palästinenser anwandte. Im Vergleich dazu baut die PA unter Aufsicht der USA nur einen militärische Kapazität auf, die sich gegen die richtet, die die Waffen gegen die Besatzung aufnehmen wollen. Die „zionistische“ Option militärischer Eigenständigkeit und Bereitschaft Gewalt für politisch-territorialen Nutzen fehlt der neuen Herangehensweise der PA völlig und schädlich für ihre politischen Perspektiven.
Mit anderen Worten: Khalidi sagt (abgesehen davon, dass er Geschichte erfindet, in der Israel 1948 der Aggressor war), dass ein palästinensisch-arabischer Staat per Definition entstehen muss, indem er Israel im Kampf besiegt.
Der Ansatz „zuerst den Staat“ trägt andere erhebliche Risiken: Er droht, jegliche Endstatus-Verhandlungen in einen in die Länge gezogenen zwischenstaatlichen Disput zu verwandeln, wodurch das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge, die Zukunft des arabischen Jerusalem und andere kritische Fragen auf unbestimmte Zeit nach hinten geschoben werden. Die Dringlichkeit, sich mit den nationalen Beschwerden der Palästinenser als Ganzes zu beschäftigen, wird geschwächt und ihre Interessen werden Stück um Stück an den Rand internationaler und regionaler Belange gedrängt, mit der Begründung, dass durch Gewährung der Eigenstaatlichkeit bereits ihr Hauptanliegen erfüllt bekommen ahben.
Hier gibt Khalidi auf indirekte Weise zu, dass Eigenstaatlichkeit nicht das Ziel der überwiegenden Mehrheit der palästinensisch-arabischen Führer und Denker ist – das besteht in „Beschäftigung mit den nationalen Beschwerden der Palästinenser als Ganzem“. Die Beschwerden anzugehen, ist das Ziel: Israel demografisch mit dem „Rückkehrrecht“ zu vernichten, Jerusalem judenrein zu machen und alles Notwendige zu tun, um zu vermeiden, dass sie einen echten Staat bekommen, durch den die Welt bemerken würde, dass die palästinensischen Araber nicht wirklich den Willen haben unabhängig zu sein.
Für Khalidi und für Generationen palästinensischer Araber ist das Ziel die Negierung Israels, vorzugsweise durch Gewalt:
Die erste, grundlegende Pflicht eines Staates besteht in der Verteidigung seiner Bürger gegen den Einfall Fremder und gegen Bedrohungen.
Er glaubt, dass eine Armee einen Staat definiert und dass Infrastruktur zweitrangig ist. Terror ist bei dieser Geisteshaltung ehrenhafter als ein Verhandlungsfrieden; und den Feind zu demütigen übertrumpft Hilfe für das eigene Volk. Das ist der Grund dass man die Worte „Gerechtigkeit“ so oft in den Worten der palästinensischen Araber und ihrer Unterstützer hört: „Gerechtigkeit“ ist ein Schlüsselwort, das sicherstellt, dass es niemals einen Kompromiss geben wird und dass die PalAraber (besonders diejenigen, die staatenlos in arabischen Ländern bleiben) auf unbestimmte Zeit in Elend verbleiben.
Generationen einer Geisteshaltung, nach der der palästinensisch-arabische „Nationalismus“ in Begriffen davon definiert wurde, was Juden kontrollieren, statt was man tun konnte, um gewöhnlichen palästinensischen Arabern zu helfen ihr Leben ehrenhaft zu leben, können von Salam Fayyad nicht einfach ausgelöscht werden.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (15.-25.10.)
25. Oktober 2009 at 22:05 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a CommentTags: Waffenstillstand
Donnerstag, 15. Oktober 2009:
- IDF-Soldaten verhaften in Judäa und Samaria 15 wegen Terroraktivitäten gesuchte Palästinenser.
- 101 LKWs sollen mit Hilfsgütern in den Gazastreifen fahren. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei Karme Zur (südwestlich von Bethlehem) beschädigen Steine werfenden Palästinenser ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Ma’ale Shomeron wird ein Israelin verletzt, als Palästinenser Steine auf einen Bus werfen.
- Bei Eli werfen Palästinenser Steine und beschädige ein israelisches Fahrzeug.
Freitag, 16. Oktober 2009:
- Bei Modi’in Illit wird ein zweiter Israeli durch Steine werfende Palästinenser verletzt.
- Beim fünften Vorfall Steine werfender Palästinenser an diesem Tag wird ein israelisches Fahrzeug beschädigt.
- Bei Shilo werfen Palästinenser Steine und beschädigen ein israelisches Fahrzeug.
- Zum zweiten Mal an diesem Tag werfen Palästinenser bei Shilo Steine und beschädigen ein israelisches Fahrzeug.
Sonntag, 18. Oktober 2009:
- Bei Beit Hagay wird ein israelischer Zivilist kritisch verletzt, als Palästinenser Brandbomben auf sein Auto werfen.
- IDF-Soldaten verhaften in Judäa und Samaria 2 wegen Terrorverdacht gesuchte Palästinenser.
- 74 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei Karme Zur werfen Palästinenser Steine und beschädigen ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Shilo werfen Palästinenser Brandbomben und Steine; ein israelisches Fahrzeug wurde beschädigt.
Terroristen feuerten eine Qassam aus dem Gazastreifen nach Israel.
Montag, 19. Oktober 2009:
- IDF-Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 9 wegen Terroraktivitäten gesuchte Palästinenser.
- 65 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000l Treibstoffe werden in den Gazastreifen geliefert. Der Erez-Übergang ist offen.
Dienstag, 20. Oktober 2009:
- IDF-Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 9 wegen Terrorverdacht gesuchte Palästinenser.
- Soldaten fanden bei einem wegen Terrorverdacht gesuchten Palästinenser ein Gewehr und Munition.
- 91 LKWs mit Hilfsgütern sollen in den Gazastreifen fahren. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei Nahal Gevaot warfen Palästinenser Steine und beschädigten einen israelischen Bus.
- Bei Taqoa warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Auto.
- Ein Soldat fand bei Asefar in der Tasche eines palästinensischen Jugendlichen ein 20cm langes Messer.
- Am Beqaot-Übergang wurden zwei Messer und eine Brandbombe in der Tasche eines palästinensischen Jugendlichen gefunden.
Mittwoch, 21. Oktober 2009:
- Die IDF verhaftet in Judäa und Samaria 2 gesuchte Terrorverdächtige.
- 102 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000l Treibstoff gehen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser werfen Steine und beschädigen bei Shilo ein israelisches Auto.
Mittwochabend feuerten Terroristen eine Rakete aus dem nördlichen Gazastreifen auf Israel ab. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin Angriffe auf Schmuggeltunnel und Waffenlager der Terroristen.
Donnerstag, 22. Oktober 2009:
- Die IDF verhaftete in Judäa und Samaria 5 gesuchte terrorverdächtige Palästinenser.
- 116 LKWs mit Hilfsgütern gehen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- IDF-Kräfte verhafteten einen Palästinenser, bei Araqua (nördlich von Jenin) Steine warf; er führte zwei Brandbomben mit sich.
Freitag, 23. Oktober 2009:
- In Judäa und Samaria wurden 3 Palästinenser wegen Verdachts auf Terroraktivitäten verhaftet.
- Bei Ma’ale Shomron warfen Palästinenser eine Brandbombe auf ein israelisches Fahrzeug.
- Bei N’ilin warfen rd. 200 Randalierer Steine und Brandbomben auf israelische Sicherheitskräfte.
- Bei Bil’in warfen ca. 70 Randalierer am Sicherheitszaun Steine auf israelische Sicherheitskräfte.
Die von der Regierung kontrollierten syrischen Zeitungen zeigen, wie friedenswillig Assad Juniors Terrorhelfer-Staat wirklich ist: Israel muss weg; ein Palästinenserstaat „in den Grenzen von 1967“ ist nur ein Zwischenschritt; Frieden kann nur über die Mündungen der Gewehre erreicht werden; in die Lehrpläne der Schulen muss die Kultur des Widerstands (= Judenhass und Terror) eingebracht werden; der Iran ist die wahre Macht, die ihre Solidarität mit den Palästinensern nicht versteckt. Der Frieden bricht aus!
Der syrische Botschafter in London zeigt auch, wie friedliebend dieser Staat dem jüdischen gegenüber ist: „Es ist illegal mit Israelis zu sprechen.“ Jede Art von Gespräch, selbst mit dem gewöhnlichsten israelischen Staatsbürger, geht für seine Exzellenz einfach einen Schritt zu weit.
Am Samstag verkünden die Al-Qassam-Mörderbanden auf ihrer Internetseite, Sonntag würden „extremistische Juden“ die Al-Aksa-Moschee schänden, um an den Aufstieg des Rambam auf den Tempelberg zu erinnern. Natürlich darf der Aufruf zum „Schutz“ nicht fehlen. Aber irgendwann, sollte man meinen, müssten selbst die dümmsten Araber mal kapieren, welche Lügen ihnen da ständig vorgesetzt werden.
Ebenfalls am Samstag drangen Palästinenser samt israelischen Unterstützern in die jüdische Gemeinde Mitzpeh Asael bei Hebron ein und machten sich an den landwirtschaftlichen Flächen zu schaffen. Soldaten nahmen einige der Eindringlinge fest.
Sonntag, 25.10.2009:
- 95 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei einem Routine-Check am Harawa-Übergang fanden IDF-Soldaten ein Messer mit 20cm-Klinge im Wagen eines Palästinensers.
- Wie „spontan“ Krawalle am Tempelberg sind, zeigt die sorgfältige Planung ihres „Ausbruchs“ am Beginn der Arbeitswoche. Israelische Sicherheitskräfte entdeckten die Vorbereitungen und stürmten den Berg unter einem Hagel von Steinen, um die Randalierer zu zerstreuen; 12 von ihnen wurden verhaftet. „Natürlich“ wurde von arabischer Seite wieder gelogen, die Sicherheitskräfte seien in die Al Aksa-Moschee eingedrungen. (Wäre sie nach den Angriffen auf die Sicherheitskräfte nicht sogar gerechtfertigt gewesen, da so viele Täter dort Zuflucht suchten?)
- Krawalle in der Jerusalemer Altstadt – palästinensische Jugendliche warfen Steine und Brandsätze.
- Am Qalandiya-Checkpoint in nördlichen Jerusalem hat eine 21-jährige Palästinenserin einen Wachposten mit einem Messer niedergestochen. Die Wachposten hatten per Metalldetektor ein Messer in ihrer Handtasche festgestellt; als sich einer von ihnen der Frau näherte, stach sie mit einem weiteren Messer zu, das sie unter ihrem Rock hervorzog.
- Bei Adam warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Karme Zur warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (12.-14.10.)
14. Oktober 2009 at 20:42 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 CommentTags: Waffenstillstand
Mohammed Dahlan, vom Westen besonders hofierter, moderater Friedenspartner, hat eine Frage: „Was ist der Unterschied dazwischen, dass man einen Bus in Tel Aviv in die Luft jagt und jüdischen Siedlern in der Westbank?“ Nun ganz einfach: Die Siedler versuchen ihren Lebensunterhalt zu verdienen; ansonsten tun sie einem nichts, wenn man ihnen nichts tut. Die Fahrgäste in Tel Aviv werden ermordet und verstümmelt – obwohl sie niemandem etwas getan haben.
Der Drecksack hat noch mehr zu bieten: „Die Jerusalemer Krawalle werden nicht enden, so lange Siedler an der Al-Aksa beten“, sagte er gegenüber Israel Radio. Ich würde gerne mal wissen, welcher Siedler zuletzt an der Moschee beten konnte. Natürlich außer denen, die die Terroristen sich einbilden (und die sich dann als unschuldige Touristen herausstellen). Der Mann sucht nur nach Gründen um Juden zu morden.
Khaled Meschaal schlägt auch zu: Israel muss verschwinden, das „ganze Palästina zwischen Jordan und Mittelmeer“ ist arabisches Land und muss zurückgegeben werden. Sehr viel versprechend, was den Frieden angeht. Aber der ist ja nur Palästinenser, dem braucht man über die Ziele der Terroristen (welcher Terroristen? Freiheitskämpfer!) nichts zu glauben – aber wenn diese Leute israelische „Kriegsverbrechen“ verbreiten, dann sind sie glaubwürdig.
Montag, 12.10.2009:
- In der Tasche zweier arabischer Jugendlicher wurden am Harawa-Übergang ein Sprengsatz und ein großes Messer gefunden.
- Im Haus eines gesuchten Arabers bei Bethlehem wurden letzte Nacht 4 Gewehre und passende Munition sichergestellt.
- Die IDF verhaftete in Judäa und Samaria insgesamt 5 Araber, die Terroraktivitäten verdächtigt werden.
- 71 LKWs mit Hilfsgütern und 400.000l Treibstoffe gehen heute in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Die IDF hat zwei Israelis für sechs Monate aus Judäa und Samaria verbannt. Ihnen werden illegale gewalttätige Taten zur Last gelegt, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden.
- Dutzende pal-arabischer Randalierer warfen mit Steinen und beschädigten israelische Fahrzeuge und Krankenwagen bei einer Beerdigung in der Nähe von Hebron.
- Die IDF hat einem weiteren israelischen Mann für sechs Monate den Zutritt nach Judäa und Samaria untersagt.
Dienstag, 13.10.2009
- Die IDF verhaftete in Judäa und Samaria 16 wegen Terroraktivitäten gesuchte Palästinenser.
- 81 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000l Treibstoffe gehen heute in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Nordwestlich von Jenin wurde ein palästinensischer Jugendlicher mit einer Rohrbombe festgenommen, nachdem er Steine auf Soldaten war.
Die Luftwaffe hat Videoaufnahmen vom Ort einer Explosion im Südlibanon ins Internet gestellt, das zeigt, wie die Hisbollah Waffen aus dem Gebäude entfernt. Erst danach wurde UNIFIL und der libanesischen Armee erlaubt, sich dem Ort zu nähern.
Die Hisbollah hat sich tatsächlich erdreistet zu behaupten, der Vorfall habe nördlich des Litani und damit außerhalb des UNIFIL-Zuständigkeitsbereichs abgespielt. Jetzt fragt sich nur noch, wie sie die Landkarten weltweit fälschen wollen, um das glaubwürdig zu machen!
Mittwoch, 14.10.2009:
- 101 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000l Treibstoffe werden heute in den Gazastreifen geliefert.
Jerusalem: Wir gewinnen, ihr verliert
12. Oktober 2009 at 9:01 | In Geschichte, Jerusalem, Nahost-Konflikt | Leave a CommentJerusalem steht im Zentrum jeden Verhandelns über einen Frieden im Nahost-Konflikt. Die Israelis haben schlechte Erfahrungen mit Vereinbarungen gemacht. Die Araber nehmen erfundene „Aggressionen“ zum Anlass ihren Terrorkrieg immer wieder loszutreten. Was dazu führt, dass die Stadt (bisher) jede Regelung kippen ließ, beschrieb Gerald Steinberg am 8. Oktober in der Jerusalem Post. Hier ist die Übersetzung zu finden.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (5.-11.10.)
11. Oktober 2009 at 22:43 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 CommentTags: Waffenstillstand
Das ist sicherlich förderlich für den Frieden: Die PA drängt ihr Volk Israel zu „konfrontieren“. Genauer gesagt: Erfundenen „Aggressionen“ mit Gewalt zu begegnen. Eine der daraus resultierenden Maßnahmen waren friedliche Beter, die friedliche Steine in Schubkarren auf den Tempelberg fuhren und dort lagerten. Für ganz spontane Konfrontationen mit aggressiven jüdischen „Einbrechern“, die von der Polizei geschützt die Moscheen abreißen wollen…
Nachtrag: Am 18. September explodierte in Rafah eine selbst gebaute Rakete. Was die Typen damit wohl vorhatten?
Propaganda-Lügner Saeb Erekat behauptet, dass Israel zündelt. Es eskaliere die Spannungen, besonders in Ostjerusalem, in der Hoffnung, dass es unter dem Vorwand die Lage beruhigen zu müssen, gegen die Araber vorgehen kann. Dass die Spannungen durch Lügen der pal-arabischen Propagandisten verstärkt werden, gilt natürlich nicht. (Der beste Kommentar zu Erekat steht bei Spirit of Entebbe.)
Hatem Abdel Kader stößt in dasselbe Horn: Die Spannungen in Sachen Tempelberg könnten zur nächsten Intifada führen. Und verursacht ist alles durch „das israelische Handeln der letzten Tage“. Dass von jüdischer Seite nichts Verbotenes, Kriminelles oder Beleidigendes getan wurde, spielt genauso keine Rolle, wie die Aufrufe der PalAraber zum „Märtyrertum“ zur „Verteidigung der Moscheen“. Abdel Kader wurde wegen Aufhetzung kurzfristig verhaftet und erhielt ein 15-tägiges Verbot den Tempelberg zu betreten. Das ist natürlich auch „Aggression“.
Auch Dimitri Diliani, Fatah-Sprecher in Jerusalem, giftet. WorldNetDaily wurde von ihm gelehrmeistert: „Benutzen Sie die Begriff Tempelberg nicht. Er existiert nicht. Ich weiß nicht, wo er ist. Ich kann keinen Tempel sehen. Sie etwa? Niemand kann irgendeine Spur davon finden. Die Gegend, auf die Sie sich beziehen, ist eine ausschließlich muslimische heilige Stätte.“ Klar. Die vor Jahren bei der illegalen Grabung der Moschee in den „Salomon-Ställen“ angefallenen Schuttberge werden heute noch von Archäologen durchwühlt, die täglich jüdische Artefakte zutage bringen, sind alle keine Spuren. Alles sehr friedfertig und der Koexistenz dienend, was die Terroristen da so von sich geben.
Eine Zusammenfassung der Aufheizung durch PA-Vertreter hat MEMRI: Saeb Erekat (s.o); dann Ahmed Qurei, der den „Widerstand“ gegen „israelische Aggression“ und die „Verteidigung“ der Moscheen lobt; und dann noch die Hetze von Scheik Tamir al-Tamimi. Alles sehr Frieden fördernd!
Zumindest die inzwischen dreitätige Randale auf dem Tempelberg geht auf das Konto der pal-arabischen Hetzer. Und auf das eines israelischen Arabers namens Ra’ed Salah. Mal sehen, wie lange sie damit weiter machen. Yaakov Lozowick glaubt, dass das nach dem Laubhüttenfest wahrscheinlich wieder vorbei sein wird.
Am Montag wurde ein israelischer Soldat an einer Straßensperre in Ostjerusalem durch einen Messerstich in den Hals verletzt, während er einen Bus kontrollierte. Ein Passagier stand auf und stach zu. Mit dem Messer im Hals wurde der Soldat ins Ein Kerem-Krankenhaus eingeliefert.
Dienstag, 06.10.2009:
- Mindestens 83 LKW-Ladungen Hilfsgüter sollten planmäßig in den Gazastreifen gebracht werden.
- In einem palästinensischen Fahrzeug wurden in der Nähe einer Straßensperre bei Hamra zwei große Messer gefunden.
Am Abend antworteten israelische Soldaten am Dienstagabend auf die Beschießung von israelischen Arbeitern durch Terroristen aus dem Gazastreifen mit Schüssen über den Zaun. Kurz darauf versuchten die Terroristen es ein zweites Mal. Die Soldaten schossen erneut, bevor die Terroristen Schaden anrichten konnten. Die Terroristen sagen, die Israelis hätten sieben Mörser auf ein Wohnviertel in Gaza geschossen und dabei mehrere Araber verwundet. Die mit Al-Qaida verbundene Terrorgruppe Ansar al-Sunna sagte, ihre Leute hätten auf die israelischen Araber geschossen.
Mittwoch, 07.10.2009:
- Mindestens 99 LKWs mit Hilfsgütern sollten planmäßig in den Gazastreifen fahren.
- Nordöstlich von Ramallah wurde von der IDF ein Mann festgenommen, in dessen Besitz sich dann u.a. auch ein M16 gefunden wurde.
- Die IDF verhaftete 20 palästinensische Männer in Judäa und Samaria, die unter Verdacht stehen Terroraktivitäten unterstützt zu haben.
Donnerstag, 08.10.2009:
- Ein Israeli wurde leicht verletzt, als Palästinenser sein Auto bei Gilo mit Steinen bewarfen.
- Ein weiterer Israeli wurde auf gleiche Weise bei Karme verletzt.
- 82 LKWs mit Hilfsgütern sollten heute in den Gazastreifen fahren. Der Erez-Übergang ist offen.
- Die IDF verhaftete in Judäa und Samaria fünf gesuchte Palästinenser wegen Terrorverdachts.
- Ein israelisches Fahrzeug wurde bei Betar Illit von Palästinensern mit Steinwürfen beschädigt.
- Auch bei Shilo wurde ein israelisches Fahrzeug auf diese Weise beschädigt.
Die Fatah ruft zu einem Generalstreik gegen „die wilden und geplanten israelischen Angriffe“ auf die heiligen Stätten Jerusalems auf. Ah ja, Angriffe. Auf heilige Stätten. Wie eigentlich? Indem Touristen das Tempelberg-Plateau besuchen und nichts und niemandem etwas tun? Indem Juden einfach nur existieren?
Mahmud Abbas „unterstützt alle Mittel“ für die Befreiung von Terroristen aus israelischer Haft. „Alle Mittel“ ist eindeutig: auch Gewalt. Der hatten zwar die Palästinenserführer offiziell schon mehrfach abgeschworen, aber gekümmert hat es sie noch nie und dass sie trotzdem für Gewalt als „geeignetstem Mittel“ sind, steht in allen strategisch wichtigen Papieren. Ein echter Friedenspartner eben.
Samstag, 10.10.2009:
- Bei Nablus fanden IDF-Kräfte 10 Brandbomben.
- Palästinenser warfen bei Qiryat Arba Brandsätze auf ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Karme Zur beschädigten Palästinenser ein israelisches Fahrzeug durch Steinwürfe.
- Am Patriarchengrab in Hebron fanden Grenzpolizisten bei einem Palästinenser ein Messer.
Sonntag, 11.10.2009:
- Polizei und Soldaten beseitigten den illegalen Außenposten Mitzpe Ami; 13 Israelis wurden festgenommen.
- 79 LKWs mit Hilfsgütern sollen heute in den Gazastreifen fahren; der Erez-Übergang ist offen.
Der Palästinensische Islamische Jihad beschwert sich bei der Hamas: „Hey, ihr lasst uns keine Raketen nach Israel schießen.“ Klar, die Hamas muss derzeit mal wieder gut Wetter bei den Ungläubigen machen, um ihr „moderates Image“ zu pflegen. Fragt sich nur, woher die sonstigen Raketen kamen.
Die Hisbollah gibt sich auch weiter friedlich: „Israel muss aufhören zu existieren.“ Das schreibt Robert Spencer und formuliert es noch harmlos. Denn Hassan Nasrallah hat tatsächlich gesagt: „Israel muss aus der Dasein gewischt werden.“ Die „Gründe“ sucht und findet er natürlich im Koran. Also ist er ein Islam-Missversteher. Sagt es ihm! Bitte! Vielleicht finden sich ja moderate Muslime, die sich gegen die Hassprediger erheben?
Jerusalem, Hauptstadt der Juden
5. Oktober 2009 at 17:21 | In Geschichte, Jerusalem, Nahost-Konflikt | 1 CommentTags: Propagandakrieg
Isreal hat Jerusalem als Hauptstadt. Nicht, dass das irgendwen wirklich interessieren würde – sämtliche Staaten der Welt haben spätestens Anfang der 1980-er Jahre ihre Botschaften aus Jerusalem nach Tel Aviv verlegt. Und unsere Medienschaffenden schreiben/sprechen gerne von „Tel Aviv“, wenn sie Entscheidungen der israelischen Regierung berichten. Dass Jerusalem die Hauptstadt der Juden ist, wird praktisch ignoriert. Im Fall der Qualitätsmedien-Formulierung „Tel Aviv“ kann so mancher versucht sein antisemitische Tendenzen zu vermuten.
Richtig „interessant“ wird es dann aber bei Arabern. Die behaupten zunehmend, die Juden hätten keinerlei historische Verbindung zu Jerusalem. Damit wollen sie Israel ins Unrecht setzen und die heiligste Stadt des Judentums für sich allein beanspruchen. (Praktisch: Wenn die Juden keine Verbindung zu Jerusalem haben, haben die Christen sie auch nicht, denn das Christentum stützt sich ja auf das Vorhandensein der Juden und des jüdischen Tempels in Jerusalem.)
Zwar werden seit Jahren immer weitere archäologische Funde zutage gefördert, aber da lässt sich schön behaupten, das seien alles Fälschungen (passiert ja auch regelmäßig). Außerdem wird an den entscheidenden Stellen gar nicht gegraben, denn da drüber stehen die zwei Moscheen und wir wissen ja, welches Theater und welchen Lügensturm alleine schon die Grabungen in mehreren Hundert Metern Entfernung „hervorrufen“.
Was sich nicht widerlegen lässt, weil zu reichlich vorhanden, verbreitet und dokumentiert, sind antike Schriften. Die Römer, die Griechen, auch Ägypter usw. haben ihre Archive gehabt und staatstragend über die Juden geschrieben. Auf die Idee, das zu untersuchen, ist offenbar lange niemand gekommen. Letztes Jahr aber schrieb Rivka Fishman-Duker für die JCPA einen Aufsatz über die Beschreibung Jersualems in antiken Schriften. Die JCPA hatte eine Kurzfassung davon als deutschsprachige Übersetzung auf ihrer Internetseite „Jerusalem-Zentrum“ eingestellt. Hier ist nun eine komplette Übersetzung.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (28.9.-4.10.)
4. Oktober 2009 at 21:22 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a CommentTags: Waffenstillstand
Maan hat seine Geschichte geändert; jetzt sind die „protestierenden“ Gläubigen auf dem Tempelberg nicht mehr gewalttätig. Dafür bleibt der Grund unklar, weshalb die armen bedrängten Muslime so doll protestieren. Wir dürfen also weiter davon ausgehen, dass jüdisch zu sein das ganze Verbrechen war. Nur einer ist besser informiert und zeigt, wie friedfertig und wohlgesonnen er den Juden ist – Salim Fayyad, der im Westen noch mehr als Mahmud Abbas als Musterbeispiel für die guten Palästinenser gehandelt wird. Er gratulierte den „palästinensischen Massen dazu, dass sie zur Verteidigung der Al Aqsa-Moschee eilten und den Versuch der Siedler und Extremisten verhinderten die Moschee zu stürmen“. Ah ja. (Der verlinkte Artikel bei Elder of Ziyon zeigt ein paar ganz besondere „Anbeter“.)
Was die ganze Sache noch idiotischer macht: Die Gruppe „Siedler“ auf dem Tempelberg waren französische Touristen!
Das hält natürlich den Iran nicht ab, in seinen Hetzmedien den „Angriff“ auf „palästinensische Betende“ als „klares Beispiel für Terrorismus“ hinzustellen.
Eine „Verletzung des Verbots jeglicher Kooperation mit Israel“ ist der Grund dafür, dass eine Journalistin, gar Chefredakteurin einer führenden Zeitung einen Israeli interviewte. Dafür wird sie inzwischen von den Sicherheitsbehörden verhört. Und wo? Iran? Syrien? Na ja, Saudi-Barbaria geht wohl nicht, ist ja eine Frau. Die soll übrigens gefeuert werden, wird gefordert. Von einflussreichen Ägyptern, die das Staatssydikat Al-Ahram unter Druck setzen. Nur mal zur Erinnerung: Ägypten hat mit Israel Frieden geschlossen…
Montag wurde ein Raketenwerfer gesichtet, dessen Geschosse zum Abschuss auf Israel bereit waren. Die israelische Luftwaffe griff an und zerstörte ihn. (Gaza ist halt friedlich. Die Israelis sind die Mordsschützen.)
Nördlich von Ramallah wurde ein israelischer Autofahrer durch terroristisches Gewehrfeuer verwundet.
Dienstag schlugen wieder zwei Raketen auf israelischem Gebiet im Umfeld des Gazastreifens ein. (Newsletter der israelischen Botschaft in Berlin)
Mittwoch, 30.09.2009:
- In der letzten Nacht bombardierte die Luftwaffe drei Schmuggeltunnel.
- Die IDF verhaftete in der Westbank 14 palästinensische Männer wegen Terrorverdachts.
- 105 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000 Liter Treibstoff sollten heute in den Gazastreifen geliefert werden.
Elder of Ziyon hat einmal mehr Hetze pal-arabischer „Geistlicher“ gefunden, die von vorne bis hinten erstunken und erlogen ist: Die Juden wollen (am Wochenende) ein Massaker in der Al Aqsa-Moschee verüben. Dr. Sheikh Tayseer Rajab Tamimi, Chefrichter von Palästina und Vorsitzender der christlich-muslimischen Organisation zur Unterstützung Jerusalems und der heiligen Stätten, behauptet weiterhin, die Juden wollten eine Teilung der Moschee, um dort auch Juden beten lassen zu können.
„Palästina“ (sprich: das nicht existente Land des Fatah-„Friedenspartners“ Mahmud Abbas) war am Dienstag einer von zwei Vertretern im Menschenrechtsrat der UNO (der andere war Venezuela), die Israel unter Zuhilfenahme des Goldstone-Berichts Israel des Völkermords bezichtigten. Verhält sich so einer, der Frieden anstrebt? Lügt der so?
Donnerstag, 01.10.2009:
- Die Luftwaffe beschoss in der Nacht auf Donnerstag erfolgreich zwei Schmuggeltunnel.
- Zehn wegen Terrorverdachts gesuchte pal-arabische Männer wurden in Judäa und Samaria von Soldaten festgenommen. Die Jerusalem Post berichtet von Festnahmen in Nablus, Bethlehem, Hebron und Jericho.
- Bei Otni’el wurde eine Rohrbombe gezündet. Es gab zum Glück weder Opfer noch Schäden.
- 76 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000 Liter Treibstoffe und Gas sollten heute in den Gazastreifen geliefert werden. Der Erez-Übergang ist geöffnet.
Freitag verhafteten Soldaten in Judäa und Samaria acht wegen Terroraktivitäten gesuchte Männer.
Freitagabend wurden eine Rakete und eine Mörsergranate auf Israel abgeschossen. Die IDF beschoss deshalb Samstagabend zwei Schmuggeltunnel und eine Waffenwerkstatt. Die israelische Botschaft in Berlin schreibt mittags von zwei Qassam-Raketen, die im Distrikt Sha’ar HaNegev einschlugen (und zum Glück keinen Schaden anrichteten). Israels UN-Botschafterin in New York forderte die UNO auf die Angriffe zu verurteilen; sollten die Attacken weiter gehen, werde Israel gezwungen sein sich zu verteidigen. (Ob der Focus noch einmal die Überschrift bringen wird, dass Israel mit Selbstverteidigung droht, auch wenn es hier nicht um den Iran geht?)
Sonntag, 04.10.2009:
- Palästinenser warfen bei Tekoa mit Steinen auf ein israelisches Fahrzeug.
- Ein Bus bei Hebron wurde durch Steine werfende Araber beschädigt.
Khaled Meschaal von der Hamas Damaskus tut auch alles für den Frieden: Er hat versprochen „weitere Shalits“ zu entführen, „bis nicht ein einziger Gefangener mehr in israelischen Gefängnissen ist“.
Vergesst die Normalisierung – Saudi-Arabien verstärkt Boykott Israels
30. September 2009 at 17:58 | In Araber, Nahost-Konflikt | 1 CommentTags: Boykott, Saudi-Arabien, WTO
Michael Freund, Jerusalem Post, 13. Septemer 2009
Trotz der Anstrengungen Washingtons in den letzten Jahren, eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und der arabischen Welt herbeizuführen, hat Saudi-Arabien stetig seine Durchsetzung des Israel-Boykotts der Arabischen Liga intensiviert, erfuhr die Jerusalem Post.
Eine Überprüfung der Daten des US-Wirtschaftsministeriums durch die Post ergab, dass die Zahl der gestellten Anträge von Firmen zu mit dem Boykott und restriktiven Handelspraktiken in Saudi-Arabien sich in den letzten zwei Jahren zugenommen haben – von 42 im Jahr 2006 über 65 in 2007 zu 74 in 2008, was einen Sprung von mehr als 76 Prozent anzeigt.
Der Großteil dieser Anträge betraf die Beziehung der Firmen oder Produkte zu Israel. Typischerweise fragen saudische Beamte Auslands-Firmen nach einer Bestätigung, dass jede Ware, die ins Wüstenkönigreich exportiert wird, nicht in Israel hergestellt wurde und keinerlei in Israel hergestellte Komponenten enthält.
US-Gesetze verbieten amerikanischen Firmen, sich solchen Forderungen zu fügen und verlangt von ihnen, jede mit Boykott in Zusammenhang stehende Anforderung der Bundesregierung zu melden. Die Zahlen des Handelsministeriums reflektieren nur die Anfragen, die er US-Regierung offiziell berichtet wurden. Zahlen für 2009 sind noch nicht verfügbar.
Auf Anfrage der Post bestätigte ein Beamter des Finanzministeriums, dass es reichlich Belege gibt, dass die Saudis weiter den Boykott erzwingen. Nach Angaben des Beamten deuten von einer Reihe von US-Regierungsabteilungen und Bundesbehörden zusammengestellte Statistiken allesamt darauf hin, „dass amerikanische Firmen weiterhin Boykott-Forderungen aus Saudi-Arabien erhalten“. Der Beamte zitierte vom Internal Revenue Service gesammelte Zahlen und sagte, dass in unter den dem IRS berichteten Fälle „55% der Boykott-Forderungen zu von Saudi-Arabien geführten Boykott-Vereinbarungen führten“.
Vor zwei Monaten veröffentlichte das Finanzministerium eine Liste von acht arabischen Ländern, darunter Saudi-Arabien, von denen es sagt, dass sie weiterhin Israel boykottieren. Die Liste erschien im Federal Register, dem offiziellen Journal der US-Regierung. Washington hat versucht Riyadh dazu zu bewegen die Beziehungen zum jüdischen Staat zu verbessern. Erfolglos.
Am 31. Juli, nach Gesprächen mit US-Außenministerin Hillary Clinton, lehnte der saudische Außenminister, Prinz Saud al-Faisal, Washingtons Bemühungen ab und sagte gegenüber Reportern: „Inkrementalismus und ein Herangehen Schritt für Schritt hat nicht zu Frieden geführt und, so glauben wir, wird es auch nicht.“
Die fortgesetzte Durchsetzung des Boykotts durch Saudi-Arabien scheint auch wiederholte Versprechen zur Aufgabe des Handelsembargos zu verletzten, die es Washington in den letzten Jahren gegeben hat. Im November 2005 versprach das Wüstenkönigreich den Boykott aufzugeben, nachdem Washington den Beitritt Saudi-Arabiens zur Welthandels-Organisation von diesem Schritt abhängig machte. Einen Monat später, am 11. Dezember, wurde Saudi-Arabien die WTO-Mitgliedschaft gewährt.
Die WTO, die für freien Handel eintritt, verbietet ihren Mitgliedern diskriminierende Praktiken wie Boykotte oder Embargos zu betreiben. Der saudische Boykott in Israel hergestellter Waren ist Teil des Jahrzehnte alten Bemühens der Arabischen Liga den jüdischen Staat zu isolieren und zu schwächen. Die Liga gründete 1951 in Damaskus ein Büro für den Boykott Israels, dessen Ziel es ist die Umsetzung des Wirtschafts- und Handels-Embargos zu beaufsichtigen.
In den letzten Jahren hat die Umsetzung des Boykotts zu- und wieder abgenommen. Einige Mitglieder der Arabischen Liga, so Ägypten und Jordanien, wandten ihn nach der Unterzeichnung der Friedensverträge mit Israel nicht weiter an, während andere, wie Mauretanien, Marokko und Tunesien ihn nicht erzwingen. Andere Staaten, so der Libanon, Syrien und der Irak, verbieten weiterhin die Einfuhr von in Israel hergestellten Waren und solchen, die in Israel hergestellte Teile beinhalten.
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