Islamischer Fundamentalismus, die permanente Bedrohung (Teil 3/3)

18. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Ende Juni 2014 verstarb Professor Mordechai Abir. Er lehrte Nahost- und Islam-Studien an der Hebräischen Universität, bevor er in den Ruhestand ging. Manfred Gerstenfeld interviewte ihn vor zwanzig Jahren für sein Buch Israel’s New Future. (Das Buch wurde letztes Jahr mit einer neuen Einleitung unter dem Titel Israel’s New Future Revisited nochmals veröffentlicht.) Damals war der islamische Fundamentalismus gegenwärtig, aber nicht das große Problem, zu dem er seitdem geworden ist. In dem Interview zeigte Abir große Voraussicht dazu, wie der Fundamentalismus sich entwickeln könnte. Unten folgt der zweite Teil des Interviews. (Teil 1, Teil 2.)

Abir spricht offen von seiner Befürchtung, dass die von pazifistischen Vertretern Israels unternommenen Schritte praktisch den Weg zur Gründung eines PLO-Staats in der Westbank ebnen. Er hat wenig Zweifel, dass ein solcher Staat von Fundamentalisten und/oder sich verweigernden Nationalisten übernommen wird.

„Nehmen wir an, dass die Hamas sich aus taktischen Gründen heraushält und der von Arafat geführte Mainstream-PLO-Palästinenserstaat gegründet wird“, sagt er. „In einer zweiten Phase wird die Hamas die Macht übernehmen. Der derzeitige Trend ist, dass die Massen – besonders diejenigen, die wirtschaftlich leiden – zunehmend den Fundamentalisten folgen.

In der Tat könnte ein Palästinenserstaat ohne die riesigen Ressourcen, die nötig sind, um die Probleme seiner Bevölkerung und der Palästinenser in der Diaspora zu lösen, eine sehr schwierige Wirtschaftskrise durchmachen. Er wird von unfreundlichen arabischen Regimen und Israel umgeben sein, außer er schafft eine Art Union mit Jordanien zu bilden und erhält substanzielle Hilfe.

Darüber hinaus, stellt er fest, lebt nur die Hälfte des palästinensischen Volks in der Westbank und dem Gazastreifen, viele davon in Flüchtlingslagern. „Was wird mit den 2 bis 2,5 Millionen Palästinensern geschehen, die sich außerhalb befinden und ihre Identität bewahren?“, fragt er. „Sie leben in Lagern in fast allen arabischen Ländern oder in anderen Teilen der Welt, verschmäht von ihren arabischen Brüdern.

Für sie wird der Krieg nicht vorbei sein, da sie in den 6000 Quadratkilometern der Westbank und des Gazastreifens – wo die Bevölkerung bald die Zahl von einer Million Menschen betragen wird – keinen Platz haben werden; sie werden auf dem „Rückkehrrecht“ (awda) nach Akko, Jaffa, Aschdod und Westjerusalem bestehen. Kann Arafat solche Forderungen auffangen? Will er das ernstlich? Man kann sich den Fall des Libanon und seiner politischen Auswirkungen ansehen.

Ich kann eine solche Lösung als überhaupt nicht praktisch ansehen“, sagte er rundheraus, „außer es wird irgendeine Zauberformel gefunden das Problem mit allen Palästinensern zu lösen. Andernfalls wird der innere Druck weiter bestehen Israel zu überrennen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt.“

Er sieht allerdings keine andere Alternative. „Die beste Lösung für das palästinensische Volk wäre es, wenn das haschemitische Königreich fällt“, sagte er. Jordanien, das eine mehrheitlich palästinensische Bevölkerung hat, wird ein Palästinenserstaat mit einem Ableger in der Westbank und dem Gazastreifen werden. Eine weitere, aber problematischere Alternative wäre eine jordanisch-palästinensische Föderation.

Israel muss sich um seine eigenen Interessen kümmern und daher auf Sicherheitsarrangements bestehen, die seine Existenz garantieren“, sagt er. „Ist ein Palästinenserstaat erst einmal gegründet – oder auch nur eine autonome Region – dann wird er vom internationalen Recht und internationalen Organisationen geschützt. Israels Möglichkeit seine Bevölkerung und seine Sicherheit zu schützen wird dann eingeschränkt sein.

Die jordanische Lösung wird den Palästinensern eine ausreichende territoriale Basis geben“, führt Abir fort. „Solch ein palästinensisches Jordanien könnte gemeinsame Wasserressourcen mit Israel und groß angelegte gemeinsame Entsalzungsprojekte haben. Es könnte vielfältige gemeinsame Projekte geben, von denen beide Länder profitieren.

Selbst eine jordanisch-palästinensisch-israelische Wirtschaftsföderation ist möglich“, sagt Abir. Diese könnte bedeutsame arabische und internationale Investitionen anziehen, die das Problem zu lösen helfen.

Die palästinensisch-jordanische Einheit würde eine Flagge, eine Armee und eine Luftwaffe östlich des Jordan haben“, sagt er. „Sie hätte in Aqaba einen Zugang zum Meer, was auch für den Irak von Bedeutung wäre. Es gäbe zudem einen von Israel kontrollierten Korridor in den Gazastreifen und zu anderen Mittelmeerhäfen.

Die Einheit würde einen viel höheren Bildungsstand haben als die Golfstaaten und könnte ein wichtiger Teil der Entwicklung der arabischen Länder werden und von solchen Verbindungen profitieren. Viele Joint Ventures werden bereits vorgeschlagen und viele weitere werden entstehen, wenn die Friedensverhandlungen Frucht tragen und eine jordanisch-palästinensische Einheit schaffen.“

Das Land würde, gibt Abir an, beträchtliches Einkommen aus Öl- und Gas-Pipelines erhalten, die aus Saudi-Arabien, dem Golf, dem Irak und Syrien das Land passieren. Es könnte auch ein Durchgang für Handel von Israel mit der arabischen Welt und zur Verbindungsstelle zu israelischer Technologie in verschiedenen Bereichen sein.

„Ein solches Land könnte echte wirtschaftliche Erwartungen und eine realistische politische Überlebenschance haben, ohne bald auf Krieg zurückgreifen zu müssen“, sagt Abir.

Das ist ein ziemlich rosiges Bild, aber Abir betont, dass dies nur mit einer aus dem Friedensprozess entstehenden palästinensisch-jordanischen Föderation oder wenn Jordanien eine palästinensische Heimat wird Realität werden kann. Während Fundamentalismus und andere ultra-nationalistischen Bewegungen weitermachen, bleibt er dabei, dass sie nicht die von ihnen gewollte Macht erwerben dürfen, wenn ein unabhängiger Palästinenserstaat in den Gebieten entsteht.

„Meine Meinung ist das Ergebnis des Studiums der Weltgeschichte der Muslime“, erklärt Abir. „Zu einem großen Teil ist der Erfolg des Fundamentalismus weniger Ergebnis politischer Unzufriedenheit, als eher der wirtschaftlichen Not. Die muslimische Welt erlebt Wellen steigenden Fundamentalismus. Im Islam gab es immer fundamentalistische Tendenzen und es wird sie immer geben. Die einzige Frage ist, wie mächtig sie sein werden.“

Er kehrt zum Beispiel des Iran zurück und sagt: „Paradoxerweise bot der Fundamentalismus keine Antwort auf die sozioökonomischen Probleme des Iran. Der Lebensstandard der iranischen Bevölkerung ging unter dem verstorbenen Schah zurück. Nur fünf Prozent lebten in Saus und Braus. Es überraschte nicht, dass die ungebildeten Menschen, die oft Pachtbauern waren, nach einer fundamentalistischen Lösung suchten.

Sie sind fromme Muslime. Auf die gleiche Weise generiert das Elend in Ägypten Unterstützung für militanten Fundamentalismus. Doch 14 Jahre nach der islamischen Revolution ist die Wirtschaft des Iran ein Trümmerhaufen und der Lebensstandard seiner urbanisierten Massen wie auch seiner Landbevölkerung ist noch schlechter als in der Vergangenheit und geht weiter bergab.“

Bevor Israel ein endgültiges und bindendes Abkommen mit den Palästinenser und seinen Nachbarn eingeht, drängt Abir seine Führung nicht zu vergessen, was heute den christlichen Minderheiten in „säkularen“ muslimischen Staaten geschieht. Ägypten – das er ungeachtet der christlichen Teile des Libanon als den säkularsten Staat der arabischen Welt bezeichnet – ist nicht in der Lage gewesen den Hass der fundamentalistischen Muslime auf die Kopten zu bekämpfen, die echte Überreste der ursprünglichen ägyptischen Bevölkerung sind. Die Christen im Libanon haben das Menetekel gesehen, seit es ihnen Anfang der 1980-er Jahre nicht gelang einen christlich dominierten Libanon oder ein teilunabhängiges Gebilde in ihrem Teil des Berglands des Libanon zu gründen.

Im säkularen Ägypten von heute genießen Kopten und Muslime theoretisch gleiche Rechte“, sagt er. Dennoch nimmt die Zahl der Kopten stetig ab; das ist eine Folge der weit verbreiteten, verdeckten Diskriminierung und vor allem der zunehmenden Verfolgung durch muslimische Fanatiker. „Die muslimischen Massen lehnen es ab eine Dhimmi-Gemeinschaft als gleichberechtigt zu akzeptieren“, erklärt er.

Manchmal nehmen Personen aus diesen Dhimmi-Gemeinschaften hohe Positionen in der öffentlichen Verwaltung und an anderen Stellen ein. Muslime sind ihnen unterstellt. Das ist für den Durchschnittsmuslim absolut verwerflich. Im ländlichen Ägypten, wo die Menschen ungebildet und rückständig sind, ist die Lage für den Erfolg der fundamentalistischen Propaganda gegen die Kopten noch dienlicher. Diese zunehmende sozio-religiöse Spannung in ländlichen Gegenden und Provinzstädten bricht oft in Pogrome und blutige Zusammenstöße aus, von denen die Regierung feststellt, dass sie sie kaum kontrollieren kann.

Während muslimische Fundamentalisten sich in Oberägypten, Kairo und dem Nildelta ausbreiten, wo viele Fundamentalisten leben, sind viele Kopten zu dem Schluss gekommen, dass die einzige Lösung die Auswanderung ist. Wir kennen die genauen Zahlen nicht, da dies in Ägypten ein sensibles politisches Thema ist, doch sie repräsentierten vermutlich immer 7 bis 9 Prozent der Bevölkerung Ägyptens. Es gibt ansehnliche koptische Gemeinden in New York, Chicago, Kanada und weiteren Orten in Amerika. Die libanesischen Maroniten sehen auch das Menetekel und im Verlauf der letzten 20 Jahre sind Hunderttausende nach Amerika und Europa ausgewandert.

Für Abir sind die Lektionen klar. Israels Führungspolitiker müssen sich der traurigen Realitäten des Nahen Ostens der Gegenwart und der vor uns liegenden schicksalhaften Jahre bewusst sein, warnt er, und sie müssen bemüht sein, tödliche Fehler in den Verhandlungen mit den benachbarten arabischen Staaten und den Palästinensern vermeiden. Vor allem muss Israel seine vitalen Interessen und die Fähigkeit sich zu verteidigen aufrecht erhalten.

„Wir müssen das Risiko eines PLO-Staates in den Gebieten im Auge behalten, der sich schlussendlich in einen fundamentalistischen Palästinenserstaat verwandeln könnte, der dem jüdischen Staat jegliches Existenzrech in seiner Mitte abspricht“, schließt er.

Manfred Gerstenfeld ist der ehemalige Vorsitzende des Jerusalem Center of Public Affairs.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.08.2014)

17. August 2014 um 21:24 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 17.08.2014:

Die Hamas forderte zur Ausweitung der Terroranschläge in Jerusalem, Judäa und Samaria auf. Damit solle der Krieg des Gazastreifens gegen Israel unterstützt werden.
Weitere Drohung: Der nächste Krieg wird nicht im Gazastreifen stattfinden, sondern in Aschkelon.

Als Geste des Guten Willens hat Israel schon vor einer Waffenstillstandsregelung die Fischerei in einer Dreimeilenzone vor der Küste von Gaza wieder gestattet, die nach Beginn der Kämpfe am 8. Juli untersagt worden war.

24 illegal im Land befindliche PA-Araber wurden verletzt, als sie in ihrem Fahrzeug einem Streifenwagen entkommen wollten und der Fahrer die Kontrolle darüber verlor. Der Fahrer selbst entkam, die Verletzten wurden in eine Krankenhaus gebracht.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas will auf dem Bau eines Flughafens und eines Seehafens bestehen.
Für Netanyahu ist die Operation „Fels in der Brandung“ noch nicht vorbei, weil noch keine Regelung gefunden ist, die zu Ruhe führt. Eine klare Antwort auf Israels Sicherheitsbedürfnis ist Grundvoraussetzung für eine Verständigung.
– Die (indirekten) Gespräche in Kairo werden heute Abend wieder aufgenommen.

Montag, 18.08.2014:

Vor dem (anstehenden) Ende der Waffenruhe bereitete sich die IDF auf eine eventuelle Wiederaufnahme der Kämpfe vor.

Die IDF riss die Häuser zweier der Entführer und Mörder der drei israelischen Teenager ab; das Haus des dritten wurde versiegelt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Gespräche in Kairo wurden heute wieder aufgenommen. Nach Aussage eines Hamas-Führers wurden sie bei Null wieder aufgenommen. Dieser behauptete vorab nicht nur, dass Netanyahu den ägyptischen Vorschlag abgelehnt, sondern auch 10 Ergänzungen vorgelegt habe. Als überhaupt kein Hindernis gilt nach ihm dagegen, dass die Terrorgruppen selbst „Ergänzungen“ einreichten. Außerdem habe Netanyahu den Krieg begonnen und ihn verloren. Eine dritte Verlängerung der Waffenruhe werde es nicht geben. (Eine arabische Zeitung berichtet allerdings, die Hamas werde nicht wieder schießen.)
Ägypten und Norwegen versammeln mögliche internationale Spender für den Wiederaufbau des Gazastreifens in Kairo. Die Gelder sollen an Abbas überwiesen werden.
– PA/Hamas-Ergänzungen/Veränderungen am ägyptischen Vorschlag: Bei der Einstellung der Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel wird die Einstellung des Baus von Terrortunneln nicht mehr genannt; zwischen Gaza und „Westbank“ soll unkontrollierter Handel möglich sein; von Israel wird indirekt gefordert die Gehälter der Hamas-Terroristen zu bezahlen, die im öffentlichen Dienst arbeiten; die Pufferzone soll nicht nur abgeschafft, sondern die Grenze auch nicht mehr von PA-Truppen gesichert werden; die freie Zone vor der Küste soll auf 12 Seemeilen ausgedehnt werden; die Einfuhr von Baumaterial in den Gazastreifen soll ohne jede Aufsicht erfolgen (was den Transfer wie die Verwendung angeht); Israel soll alle nach der Entführung der der jüdischen Teenager eingeführten Regelungen in Judäa und Samaria zurücknehmen und alle seitdem Inhaftierten sowie die 4. Gruppe der Häftlinge entlassen, die wegen des Abbruchs der Friedensgespräche nicht frei gelassen wurden. Zudem sollen die Leichen zweier Soldaten erst an Israel zurückgegeben werden, wenn Terror-Häftlinge freigelassen werden.
Eine Seltenheit: Während die EU fordert die Terrorgruppen zu entwaffnen, hat die US-Administration sich zu dieser Forderung immer noch nicht durchringen können, sondern „überlegt“ noch.
Mahmud Abbas flog nach Qatar, um mit Khaled Meschaal und dem Emir von Qatar zu sprechen. (Der Emir von Qatar ist einer der Hauptsponsoren der ISIS und er Hamas.)
– Anders als die Hamas lässt ein PIJ-Vertreter wissen, dass die Waffenruhe wohl fortgesetzt wird, auch wenn es noch keine Einigung gibt.
Ein PA-Unterhändler sagt, er habe die ägyptische Seite in formiert, dass es eine Einigung gibt und man jetzt auf die Entscheidung der israelischen Regierung warte. Es sei ein Rahmen gefunden worden, bei dem die Klärung einiger Fragen auf später verschoben wurde.

Dienstag, 19.08.2014:

Mehrere tausend Menschen fliehen aus dem östlichen Gaza-Stadt aus Angst vor israelischen Angriffen.

In mehreren israelischen Orten wurden die öffentlichen Luftschutzbunker geöffnet und die Notfallmaßnahmen eingeleitet, u.a.: Rishon LeZion, Aschkelon, Kiryat Gat, Rehovot, Ramat Gan, Giv‘atayim; das Heimatfront-Kommando befahl am Abend die Öffnung aller Schutzräume.

Im israelischen Kabinett bestand absoluter Konsens für eine heftige Antwort auf den Raketenterror.

In der offiziellen Zeitung der PA behauptete ein regelmäßiger Kolumnist, Israel habe die Entführung und Ermordung der drei Jugendlichen erfunden, um den Gazastreifen und die „palästinensische Einheit“ angreifen zu können.

Ein ehemaliger israelischer General schlug vor, dass die IDF nicht zurückschießt, sondern dass dem Gazastreifen weder Strom noch Wasser geliefert werden sollte. „Du versorgst niemanden, der auf dich schießt.“

Die Hamas prahlt damit am Abend 5 M75 und Fajr5-Raketen auf Zentralisrael geschossen zu haben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Am Montagabend bestätigte Israel, dass die Waffenruhe um 24 Stunden verlängert wird.
– Ein israelischer Teilnehmer der Gespräche sagte, die Behauptung der PA zu einem signifikanten Durchbruch sei falsch.
– Ein Vertreter des PIJ sagte, man sei bereit eine Vereinbarung zu unterschreiben, „aber nicht um jeden Preis“.
Angeblich sollen Israel und die USA heimlich eine Lockerung der Gaza-Blockade vereinbart haben. Zudem soll Israel auf die Forderung der Entwaffnung der Terrorgruppen verzichtet haben.
Weil die Terroristen Raketen schießen, gab Netanyahu Anweisung den Gazastreifen anzugreifen und die Unterhändler aus Kairo abzuziehen.
– Die Ägypter sollen nach dem Beginn der Raketenangriffe versucht haben die Gespräche zu retten.
Hamas: Wir wollten eine Vereinbarung, aber es gab keine Fortschritte.
– Ein Regierungsvertreter in Jerusalem sagte, die Gespräche in Kairo brachen infolge des Raketenfeuers zusammen.
– Die israelischen Gesprächsteilnehmer wurden nach Beginn des arabischen Raketenterrors am Nachmittag aus Kairo abgezogen.
– Die PA-Delegation verkündete, dass die Gespräche in Kairo auch ohne den Bruch der Waffenruhe in festgefahren waren.
– Aus dem US-Außenministerium verlautet, dass die Hamas für den Bruch der Waffenruhe verantwortlich ist.
Die Hamas behauptet natürlich Netanyahu sei für den Zusammenbruch der Gespräche in Kairo verantwortlich.
Ein führendes Hamas-Mitglied der Palästinenserdelegation in Kairo ließ am Abend wissen, eine Verlängerung der Waffenruhe sei sinnlos.

Mittwoch, 20.08.2014:

Am Sapir College wurden heute sämtliche Prüfungen abgesagt.

Benjamin Netanyahu erklärte die Hamas-Führer zu Zielen im Kampf im Gazastreifen. Gleichzeitig erklärte er, dass er auf gerne neue Verhandlungen mit der PA aufnehmen würde.

Hamas behauptete wieder, dass Israel die Waffenruhe gebrochen hätte. Es habe ein „verachtenswertes Verbrechen“ begangen.

Hamas-Grande Mohammed Deif wurde nach Angaben der Hamas beim Angriff auf sein Haus weder getötet noch verletzt.

Ankündigung der Hamas an die Fluglinien der Welt: Fliegt ab Donnerstag den Ben Gurion-Flughafen nicht mehr an.

Außdem wurden israelische Fußballfans von der Hamas gewarnt, sie sollten nicht zu den „Toto Cup“-Spielen gehen.

Bei der Durchsuchung des Hauses eines Arabers in Galiläa wurde ca. 1.000 Schuss Munition und weitere Militärausrüstung gefunden.

An einem Checkpoint in Samaria wurde im Auto eines PA-Arabers ein Messer gefunden.

Die Terroristen feuerten erneut auf den Übergang Kerem Shalom, über den Israel Versorgungsgüter in den Gazastreifen liefert. Heute folgten weitere Raketen.

Der „moderate“ „Friedenspartner“: Mustafa Barghouti von der Fatah behauptete, es habe keine Raketen aus dem Gazastreifen gegeben; Israel habe das erfunden, um Hamas-Führer ermorden zu können.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es sieht so aus, als habe Qatar Khaled Meschaal gedroht ihn des Landes zu verweisen, sollte die Hamas einen Waffenstillstand akzeptieren.
Ban Ki-moon ist „tief enttäuscht“ vom Zusammenbruch der Waffenruhe.
Ägypten gibt an, dass eine fünfköpfige israelische Delegation für Waffenstillstandsgespräche in Kairo angekommen ist.
Hamas: Die Gespräche sind tot, die Terroristen-Unterhändler sollten Kairo verlassen.
– Die Arabische Liga macht Israel für die neuen Kämpfe verantwortlich.

Welches Palästina meint ihr?

14. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Palästinenser | 1 Kommentar

Israel’s Voice, 8. August 2014

Das Staat Palästina QuizVon welchen Palästinensern redet ihr überhaupt? Von den Palästinensern, die 1948 aus ihren Häusern in benachbarte Länder flohen, als die arabische Welt Israel angriff und den Palästinensern sagte, sie könnten zurückkehren, nachdem Israel vernichtet ist?

Oder von den Palästinenser, die in der Westbank unter jordanischer (damals Transjordanien) Besatzung und Annexion lebten, als Jordanien Israel 1967 angriff und sowohl den Krieg gegen als auch die Westbank an Israel verlor?

Oder die Palästinenser, die, als sie in den 1970-er Jahren in Jordanien lebten, sich ausmalten, dass Jordanien ihr Palästinenserstaat werden würde und einen Bürgerkrieg anfingen, in dem König Hussein Tausende Palästinenser tötete und viele zwangsweise aus seinem Land entfernte und sie zu Flüchtlingen machte?

Oder die Palästinenser, die in das Olympische Dorf in München eindrangen und 11 israelische Athleten ermordeten?

Oder die Palästinenser, die in eine Oberschule in Ma’alot (Israel) eindrangen, 102 Schüler als Geiseln nahmen, 50 verletzten und 22 ermordeten?

Oder die Palästinenser, die – unter anderem – einen Air France-Jet nach Entebbe in Unganda entführte und mehr als 100 Israelis als Geiseln hielten?

Oder die Palästinenser, die von Jordanien aus in einen friedlichen Libanon ins Exil geschickt wurden und einen Bürgerkrieg begannen, der mehr als 120.000 Menschen das Leben kostete und mehr Flüchtlinge schuf, von denen viele aus dem Libanon ins Exil gingen?

Oder die Palästinenser, die das Kreuzfahrtschiff Achille Lauro entführten und auf Leon Klinghoffer, einen 69-jährigen jüdischen, querschnittgelähmten Amerikaner in einem Rollstuhl schossen, ihn ermordeten und über Bord warfen?

Oder die Palästinenser in der Organisation Abu Nidal, die schätzungsweise 600 Palästinenser aus rivalisierenden Gruppen ermordeten?

Oder die Palästinenser, die die Hamas-Charta schrieben und nach ihr leben, in der Dinge stehen wie: „… Israel wird emporsteigen und wird aufrecht bleiben, bis der Islam es eliminiert, wie er seine Vorgänger eliminiert hat“?

Oder die Palästinenser, die junge und beeinflussbare Palästinenser mit dem Versprechen ködern Selbstmord-Bomber zu werden – mit dem Versprechen, wenn sie Israelis ermorden, würden sie reiche Belohnungen im Jenseits und finanzielle Sicherheit für ihre Familien erhalten?

Oder die tausende Palästinenser in Ramallah, die jubelten, als die Leichen zweier israelischer Soldaten aus einem Fenster des zweiten Stocks geworfen wurden, nachdem sie gefoltert und zu Tode gehackt wurden?

Oder die Palästinenser, die einen Selbstmordbomber mit einem Militärbegräbnis dafür ehrten, dass er 15 Menschen (darunter 7 Kinder und fünf aus einer Familie) in der Sbarro-Pizzeria in Jerusalem ermordete?

Oder die tausende Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen, die auf Video eingefangen wurden, als am 9/11 zwei Passagierflugzeuge bewusst in die Twin Towers geflogen wurden?

Oder die palästinensischen Familien, die $25.000 von Saddam Hussein dafür erhielten, dass ihr Kinder „erfolgreiche“ Selbstmord-Bombenanschläge durchführten?

Oder einen Palästinenser wie Yassir Arafat (obwohl der in Ägypten zur Welt kam), der Milliardär wurde, indem er Geld von anderen Palästinenser stahl, die in Elend lebten?

Oder den in Qatar geborenen und in Ägypten aufgewachsenen Omar Barghouti (der sich selbst als Palästinenser bezeichnet), der die Boykott-, De-Investitions- und Sanktionsbewegung (BDS) [auch gegen Bildungseinrichtungen] gegen Israel mit gründete, während er an einer israelischen Universität promovierte?

Oder die Palästinenser der Hamas (einer Gruppe, die die USA und andere Länder als Terrororganisation gekennzeichnet haben), die, als sie die Kontrolle über den Gazastreifen übernahmen, mehrere hundert Fatah-Palästinenser in die Beine schossen und sie gezielt lebenslang zu Krüppeln machten?

Oder die mehr als 100 Palästinenser von der Fatah, die von Palästinenser der Hamas verkrüppelt wurden, die auf vertrauliche Bitte von Mahmud Abbas an Shimon Peres neue Beine und Reha-Maßnahmen in medizinischen Einrichtungen in Israel erhielten? Oder die zwei Palästinenser, die stolz bekannten den Messerangriff und Mord an fünf Mitgliedern der Familie Fogel begangen zu haben – darunter den Vater, die Mutter und drei ihrer sechs Kinder im Alter von 11 und 4 Jahren sowie 3 Monaten?

Oder die palästinensische Mutter Raida Abu-Mustaffa? Das Leben ihres Babys wurde durch Spenden für eine seltene Herzoperation durch einen jüdischen Arzt in einem israelischen Krankenhaus gerettet, aber die Mutter träumte davon, dass ihre Tochter eines Tages eine Märtyrerin (Terrormörderin) werden würde.

Oder der schwule palästinensische Mann, der, als er in Tel Aviv lebte (das als eine der schwulenfreundlichsten Städte der Welt betrachtet wird) Israels Oberstem Gerichtshof anbettelte nicht zu seiner Familie in die Westbank abgeschoben zu werden, was seine Verhaftung, Folter und Tod durch die palästinensischen Sicherheitskräfte zur Folge gehabt hätte?

Oder die Palästinenser in der Westbank, die 2013 27 Ehrenmorde an ihren Frauen, Schwestern und Töchtern verübten?

Oder die Palästinenser, die seit ihrer Kindheit mit Büchern und Zeitungen erzogen wurden, die behaupten Juden seien Untermenschen, satanisch, Tiere und dass Israel die Wurzel all ihrer Probleme ist?

Oder die Palästinenser, die in Flüchtlingslagern aufwuchsen, während Saudi-Arabien, Libyen, Jordanien, der Irak, Syrien, Kuwait und Brunei zu einigend er wohlhabendsten Ländern der Welt wurden, aber praktisch nichts gaben um den Palästinensern zu helfen, die seit 1948 bewusst als politische Werkzeuge in Flüchtlingslagern gehalten wurden?

Oder die Palästinenser, die seit Jahrzehnten für Terrorismus gegen Israel warben und Israel zwangen eine Schutzmauer (die praktisch alle Selbstmord-Bombenanschläge beendete) zu bauen, die heute als Apartheid-Mauer bezeichnet wird?

Oder die Palästinenser, die, nachdem Israel 2005 freiwillig aus dem Gazastreifen abzog, den Palästinensern Land und Selbstbestimmung gab, mehr als 11.000 Raketen nach Israel schoss, damit Israelis tötete und Tausende verletzte?

Oder die Palästinenser, die, seit 1993 die Oslo-Vereinbarungen unterzeichnet wurden, tausende Terrorakte begingen (nicht eingerechnet die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen) und 1.472 Israelis ermordeten?

Oder die Palästinenser der Hamas, die drei jüdische Jeschiwa (Torah)-Schüler entführten und ermordeten?

Oder die Palästinenser, die PA-Präsident Mahmud Abbas öffentlich anprangerten, weil er die Entführung und Ermordung der drei jüdischen Teenager verurteilte?

Oder die palästinensische Mutter von Abu Aysha (einer der des Mordes an den drei israelischen Teenagern Verdächtigen), die sagte, wenn er das wirklich getan habe: „Ich werden bis zu meinem letzten Tag stolz auf ihn sein. … Ich erzog meine Kinder auf den Knien der [islamischen] Religion… ihr Ziel ist es den Sieg des Islam herbeizuführen.“?

Und ihr wollt, dass Israel das Blutvergießen beendet?

Übrigens: In den letzten Wochen wurde die Ehefrau von PA-Präsident Mahmud Abbas in einem israelischen Krankenhaus operiert und medizinisch versorgt!!!!

Die Palästinenser: das erfundene Volk

14. August 2014 um 11:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Palästinenser | 4 Kommentare
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Y.K. Cherson, Cherson and Molschky, 9. Januar 2014

“Die Geschichte des palästinensischen Volks geht so weit zurück wie“… Das ist die Stelle, wo „Historiker“ sich nicht einigen können. Einige sagen, das „palästinensische Volk“ hat eine stolze Geschichte von 4000 Jahren; andere sagte 10.000 Jahre, 30.000 Jahre und sogar – bitte nicht lachen – 200.000 Jahre, was die Neanderthaler im Vergleich zu dem mysteriösen „palästinensischen Volk“ zu ziemlich jungen Leute macht. Doch obwohl die arabischen Historiker sich nicht auf die „unbedeutenden „ Details wie das Alter des „palästinensischen Volks“ einigen können, stimmen sie darin überein, dass dieses Volk unglaublich älter ist, weit älter als die Juden, Römer oder Griechen.

In der glorreichen Geschichte des „palästinensischen Volks“ gibt es nur ein „kleines“ Problem: Niemand in der Geschichte hat sie je gesehen.

721 v.Chr. eroberte Assyrien das Königreich Israel. Das ist eine historische Tatsache, die niemand bestreitet. Natürlich kämpfte das „palästinensische Volk“ heldenhaft gegen die Aggressoren und fügte ihnen schwere Verluste zu, oder? Nun, nicht ganz. Nicht eine einzige assyrische Chronik, nicht einmal eine einzige Tontafel erwähnt dieses edle Volk. Könnte es sein, das hunderttausende „Palästinenser“ heldenhaft gegen assyrische Eindringlinge kämpften – und diese Eindringlinge das nicht einmal bemerkten? Zur gleichen Zeit sind assyrische Chroniken voller Berichte über die Schlachten mit den Israelis. Die Assyrer fanden also durchaus Israelis vor, bemerkten aber keine „Palästinenser“?

Auch keine “Palästinenser” in den Chroniken der Babylonier (Foto: http://www.bible-history.com/)

Nun, die Assyrer bemerkten also kein „palästinensisches Volk“. Höchstwahrscheinlich, weil König Sargon II. Zionist war. Und was ist mit den Babyloniern? Dasselbe Rätsel erwartet uns, wenn wir anfangen die babylonischen Chroniken über die Eroberung des Königreichs Judah zwischen 597 und 582 v.Chr. zu lesen. Juden gibt es dort auf jeder zweiten Seite. Und „Palästinenser“? Es gibt nicht ein einziges Wort über sie. Die Babylonier fanden sie auch nicht.

Doch gewiss fanden die Perser „Palästinenser“ und hinterließen uns eine detaillierte Beschreibung dieses wunderbaren Volks, seiner reichhaltigen Kultur, interessanten Gewohnheiten, Sprache…? Leider nein. Die persischen Chroniken erzählen uns von Juden, davon, wie Kyros ihnen die Erlaubnis erteilte nach Jerusalem zurückzukehren, wie die persischen Satrapen Judah und Israel regierten… aber über die „Palästinenser“ – nicht ein einziges Wort.

Was die „Suche nach den Palästinensern“ noch unterhaltsamer macht: Alexander der Große marschierte 332 [v.Chr.] die gesamte Küste Palästinas von Tyrus bis Gaza ab – aber er fand nicht einen einzigen „Palästinenser“, nur Juden.

Wo zum Henker versteckten sich die „Palästinenser“?

Nun gut, Assyrer, Babylonier, Perser, selbst Alexander der Große: Das ist total lange her! Aber was ist mit den gewissenhaften und methodischen Römern? Genau dasselbe.

Die Römer erklärten sehr ausführlich, wie sie Jerusalem belagerten; sie informieren uns penibel darüber, wie verzweifelt die Juden es verteidigten. Sie beschreiben die jüdischen Revolten und wie sie sie niederschlugen und liefern Informationen dazu, wie die Juden gegen sie in Massada kämpften, darüber, wie die Römer Judah teilten und in Palästina umbenannten, wie sie Jerusalem in Aelia Capitolina umbenannten… Sie erzählen uns eine Menge Dinge – aber sie sagen nicht ein einziges Wort über „Palästinenser“.

Darüber hinaus benannten sie das Land zwar in „Palästina“ um, aber sie nannten die Einwohner weiterhin so, wie sie seit tausenden Jahren genannt wurden: Juden. „Palästina“ wurde der offizielle Name des Landes, aber seine Einwohner blieben Juden.

Moment mal: Und wo waren die „Palästinenser“, als die Araber kamen?

Das ist die Millionen-Dollar-Frage. Moderne Araber sagen sie seien „Palästinenser“. Und was sagten dazu die Araber des 7. Jahrhunderts – die, die Palästina eroberten?

Kennen sie irgendein in der Zeit der arabischen Herrschaft in Palästina geschriebenes Dokument, das auch nur ein Wort über ein „Palästina“ sagte? Ich nicht. Und niemand kennt eins, denn ein solches Dokument existiert nicht.

Die Situation wird langsam amüsant! Heute schäumen Araber darüber, ihre Vorfahren hätten seit undenkbaren Zeiten in Palästina gelebt und ihre Vorfahren hatten keinerlei Ahnung von ihrer ruhmreichen und uralten Vergangenheit dort.

Nun, immerhin dauerte die arabische Herrschaft über Palästina nicht lange. Nur 300 Jahre nach der arabischen Eroberung warfen Türken – erst die Mamlelucken, dann die Ottomanen – sie raus. Unter verschiedenen namen – Seldschuken, Mamelucken, Ottomanen – herrschten die Türken 600 Jahre über Palästina. Reichlich Zeit, um eine zahlreiche und ruhmreiche ethnische Gruppe wie das „palästinensische Volk“ zu finden. Fanden die Türken sie? Ach! Die offiziellen Statistiken der Türken führen akkurat die Juden, Araber, Tscherkessen und Bosnier in Palästina auf, sie liefern detaillierte Informationen über die Zahl der Muslime, Christen und Juden – aber sie erwähnen nirgendwo ein „palästinensisches Volk“.

Selbst die Römer, die das Land in “Palästina” umbenannten, fanden keine “Palästinenser”.

Gut. Assyrer, Babylonier, Griechen, Römer, Perser und Araber bemerkten überhaupt kein „palästinensisches Volk“. Die Türken fanden sie in den 600 Jahren, in denen sie in Palästina herrschten, auch nicht. Und wo versteckte sich dieses unglaublich alte und ungläubige, heldenhafte Volk nach 1917? Die zahlreichen Kommissionen des Völkerbunds (später UNO-Kommissionen) fanden es nicht; alle Dokumente des Völkerbunds aus dieser Zeit sprechen nur von Juden und Arabern, aber es gibt nicht ein einziges Wort über irgendwelche „Palästinenser“ als eigenes Volk. Vielleicht sprachen die Politiker der westlichen Staaten damals von „Palästinensern“? Nein, machten sie nicht. Delegiert aus 11 Staaten reisten in die Region und stellten fest, was lange offensichtlich war: zwei widerstreitende Gruppen, Araber und Juden, deren nationale Ansprüche sich nicht versöhnen ließen. „Palästinenser“? Wer sind die?

Aber die Politiker der arabischen Länder natürlich … Ach, die Politiker der arabischen Länder waren in dieser Sache sehr deutlich:

„Wir betrachten Palästina als Teil des arabischen Syrien, da es von diesem niemals getrennt war. Wir sind damit durch nationale, religiöse, linguistische, natürliche, wirtschaftliche und geografische Bande verbunden.“ (Erster Kongress muslimisch-christlicher Vereinigungen, Februar 1919)

Der Repräsentant des Hohen Arabischen Rats bei den Vereinten Nationen legte im Mai 1947 der Vollversammlung eine Erklärung vor, in der es hieß: „“Palästina war Teil der Provinz Syrien“ und: „Politisch waren die Araber Palästinas nicht unabhängig in dem Sinn, dass sie eine eigene politische Einheit bildeten.“

1937 sagte ein örtlicher arabische Anführer, Auni Bey Abdul-Hadi, der Peel-Kommission, die letztlich die Teilung Palästinas vorschlug: „Ein Land Palästina gibt es nicht! ‚Palästina‘ ist ein Begriff, den die Zionisten erfanden! Es gibt in der Bibel kein Palästina. Unser Land war Jahrhunderte lang Teil von Syrien.“

„Palästina und Transjordanien sind eins.“ König Abdallah, Treffen der Arabischen Liga in Kairo, 12. April 1948

Die Araber bemerkten also in den 1940-er Jahren kein „Palästina“. Darüber hinaus „bemerkten“ sie auch keinerlei „Palästinenser“!

Gut, in den 1940-ern fanden die arabischen Politiker keinerlei „palästinensisches Volk“. Das überrascht nicht; niemand konnte sie finden.

Aber vielleicht „fanden“ sie dieses mysteriöse „palästinensische Volk“ später? Fanden sie nicht.

Der syrische Präsident Hafez Assad erklärte dem Palästinenserführer, dem Vorsitzenden der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Präsident der Palästinensischen Nationalen Behörde (PNA) und „Vater des palästinensischen Volks“, Yassir Arafat:

„Du repräsentierst Palästina nicht mehr als wir. Vergiss niemals dies: So etwas wie ein palästinensisches Volk gibt es nicht, es gibt keine palästinensische Einheit, es gibt nur Syrien. Ihr sei integraler Bestandteil des syrischen Volks, Palästina ist integraler Teil von Syrien. Deshalb sind wir es, die syrischen Autoritäten, die die wahren Repräsentanten des palästinensischen Volks sind.“

Natürlich wies der Palästinenserführer, „Vater des palästinensischen Volks“ und so weiter diese Unterstellungen entrüstet zurück und … Machte er tatsächlich nicht.

“Unsere Nation ist die arabische Nation, die vom Atlantischen Ozean bis zum Roten Meer und darüber hinaus reicht… ” – Yassir Arafat (Foto: http://www.familysecuritymatters.org/)

Vielmehr gab Arafat selbst eine entschiedene und unmissverständliche Äußerung in der gleichen Art ab, noch 1993, als er erklärte: „Die Frage der Grenzen interessiert uns nicht… Vom arabischen Standpunkt aus dürfen wir nicht über Grenzen reden. Palästina ist nichts als ein Tropfen in einem gewaltigen Ozeans. Unsere Nation ist die arabische Nation, die vom Atlantischen Ozean bis zum Roten Meer und darüber hinaus reicht… Die PLO bekämpft Israel im Namen des Pan-Arabismus. Was ihr ‚Jordanien‘ nennt, ist nichts anderes als Palästina.“

Vor nicht allzu langer Zeit sagte Azmi Bishara (Ex-Knesset-Abgeordneter, der aus Israel ins Exil ging, weil er der Hisbollah während des Zweiten Libanonkriegs sensible Informationen zukommen ließ), der alles andere als Israels Freund ist, dasselbe: Es gibt kein palästinensisches Volk. Seine Worte können Sie selbst hören und sich den Mann ansehen, hier ist der Link.

„Die Wahrheit ist: Jordanien ist Palästina und Palästina ist Jordanien“. König Hussein von Jordanien, 1981

„Palästina ist Jordanien und Jordanien ist Palästina; es gibt nur ein Land, mit einer Geschichte und ein und demselben Schicksal“, wurde Prinz Hassan von der jordanischen Nationalversammlung zitiert; er hatte das am 2. Februar 1970 gesagt.

Abdul Hamid Sharif, Premierminister von Jordanien, erklärte 1980: „Die Palästinenser und Jordanier gehören nicht verschiedenen Nationalitäten an. Sie haben dieselben jordanischen Reisepässe, sind Araber und haben dieselbe jordanische Kultur.“

Doch die Araber, die in Palästina, wie sie uns versichern, seit unvorstellbaren Zeiten lebten, ließen sich natürlich von syrischen und jordanischen Diktatoren ihrer stolzen palästinensischen Vergangenheit berauben, oder? Sie werden überrascht sein, aber sie ließen. Und sie hatten dafür sehr ernste Gründe.

Wussten Sie, dass die Jerusalem Post bis 1950 PALESTINE POST hieß?
Dass das Magazin der Zionist Organization of America das NEW PALESTINE war?
Dass der ursprüngliche Name der Bank Leumi ANGLO-PALESTINE BANK war?
Dass der ursprüngliche Name der Israel Electric Company PALESTINE ELECTRIC COMPANY war?
Dass es den PALESTINE FOUNDATION FUND und das PALESTINE PHILHARMONIC (Orchestra) gab?
Und dass all diese JÜDISCHE ORGANISATIONEN waren, organisiert und betrieben von JUDEN?
In Amerika sang die zionistische Jugend ihre Hymne „PALESTINE, MY PALESTINE“ (Palästina, mein Palästina), den „PALESTINE SCOUT SONG“ (Palästina-Pfadfinder-Lieg) und den „PALESTINE SPRING SONG“ (Palästain-Frühlingslied).

Bis in die späten 1960-er wäre einen Araber als „Palästinenser“ zu bezeichnen für ihn eine Beleidigung gewesen, denn bis Ende der 1960-er wurde das Wort „Palästinenser“ allgemein und einmütig in aller Welt mit Juden in Verbindung gebracht und alle wussten: Palästina ist nur ein anderes Wort für Israel und Judah, wie z.B. Kemet nur ein anderer alter Name für Ägypten war. In Palästina lebende Araber identifizierten sich selbst als Araber und waren beleidigt, wenn jemand sie „Palästinenser“ nannte: „Wir sind keine Juden, wir sind Araber“, pflegten sie zu antworten.

Stellen wir richtig

Es gibt ein Land im Fernen Osten. Dort leben Leute (und haben seit vielen Jahrhunderten in diesem Land gelebt), die dieses poetisch „Land der aufgehenden Sonne“ nannten. Dann kamen westliche Reisende und Geografen in dieses Land und gaben ihm einen anderen Namen. Warum? Vielleicht waren sie keine Poeten oder vielleicht kamen sie bei Sonnenuntergang dort an oder vielleicht konnten sie den ursprünglichen Namen in der Originalsprache nicht aussprechen… Veränderten sich die dort lebenden Menschen, weil westliche Reisende und dann Politiker und Journalisten anfingen ihr Land bei einem anderen Namen zu nennen? Nein. Sie waren dieselben Menschen und sie nannten ihr Land weiter „Land der aufgehenden Sonne“.

Und der Westen nennt es Japan.

Es gibt ein Land im Nahen Osten. Die dort seit vielen Jahrhunderten lebenden Menschen nannten es „Eretz Israel“ – das Land Israel. Dann kamen Leute aus dem Westen und gaben ihm einen anderen Namen. Veränderten sich die dort lebenden Menschen? Nein. Sie waren dieselben Menschen und sie nannten ihr Land weiter „Das Land Israel“.

Und der Westen nennt es Palästina.

Palästinensische öffentliche Meinung

13. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Karika-Tour, Medien+Nahost, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 12.08.2014

Die verängstigten Menschen unter totalitär-terroristischer Herrschaft demonstrieren einen bemerkenswerten Grad an öffentlicher Unterstützung für ihre Herrscher. Die Deppen, die die Interviews ansehen, kapieren es einfach nicht!

Hamas-Prioritäten

12. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Israel, Karika-Tour, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Hamas-Priortiäten

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