Waffenstillstand und Friedfertigkeit (9.-15.11.)
15. November 2009 at 22:35 | In Araber, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a CommentTags: Syrien, Waffenstillstand
Montag, 9.11.2009:
- Kurz vor Mitternacht (also noch am Sonntag) schossen Terroristen eine Qassam-Rakete Richtung Sderot. Außerdem hatte es am Freitag einen Vorfall gegeben, bei dem israelische Soldaten auf einen Palästinenser eröffneten, der beim Übergang Nahal Oz eine Bombe zu legen schien.
Die Qassam war die 271. seit dem Ende der Operation Gegossenes Blei.
- Soldaten verhafteten 14 Palästinenser wegen Verdacht auf Terroraktivitäten in Judäa und Samaria.
- Mehr als 102 LKWs sollen Hilfslieferungen in den Gazastreifen bringen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser werfen in der Nähe von Hebron mit Steinen und beschädigen ein israelisches Fahrzeug.
Assad mal wieder: „Entweder wir kriegen über Verhandlungen alles, was wir wollen – oder es gibt ‚Widerstand‘“ (also Terror – er ist halt Diktator, die diktieren statt gemeinsam Lösungen zu suchen).
Abbas propagandiert wieder: Ein palästinensischer Staat ist nicht möglich, ohne dass Israel den Siedlungsbau einstellt. – Blödsinn.
Dienstag, 10.11.2009:
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria zwei terrorverdächtige Palästinenser.
- Der Plan sieht vor, dass 102 LKW-Ladungen Hilfsgüter und 440.000l Treibstoff in den Gazastreifen geliefert werden. Der Erez-Übergang ist offen.
- Soldaten fanden an einer Straßensperre bei Ma’ael Adumim bei einem Palästinenser zwei große Messer.
Azzam Al-Ahmad, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah bestätigte einmal mehr, dass die Fatah Israel nie anerkannt hat und nie anerkennen wird. Ein Moderater.
Mahmud Abbas behauptet, er und Olmert seien einer Vereinbarung sehr nahe gekommen; es habe nur noch Streit um die Zahl der Flüchtlinge („Flüchtlinge“????) gegeben, die nach Israel hätten zurückkehren können („zurück“????). Zwischenzeitlich sei aber eine neue Regierung gekommen, die von ganz vorne beginnen wolle. Eine Frage an den Ollen Vorsitzenden: Wenn man sich derart nahe und es absehbar war, dass diese neue Regierung kam: Warum um alles in der Welt hast du dann nicht Nägel mit Köpfen gemacht und die Verhandlungen zu Ende gebracht? Ach ja, ein Araber, der sich Palästinenser nennt, kann nur dann ein Ende machen, wenn ALLE Forderungen voll erfüllt sind. Sonst verzichtet man lieber auf alles und macht die Juden dafür verantwortlich. (Oder einfacher: Sie wollen eigentlich gar keinen eigenen Staat, sie wollen nur Israel vernichten.)
Bei Jenin wurde der Übergang Jalama für den allgemeinen Verkehr geöffnet. Bisher war er seit Beginn des Oslo-Krieges nur für Fußgänger passierbar.
Mittwoch, 11.11.2009:
- 88 LKWs sollen heute Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. Der Erez-Übergang ist offen.
- IDF-Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 12 Palästinenser wegen Verdacht auf Terroraktivitäten.
- Bei Teqoa warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Karme Zur warfen Palästinenser Steine und beschädigten zwei israelische Fahrzeuge.
- Bei Karme Zur warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Ma’ale Shomron warfen Palästinenser einen Brandsatz auf ein israelisches Fahrzeug.
Haniyeh behauptet friedfertig zu sein. Wem? Einer Delegation des IKRK. Natürlich ist er sicher, dass Israel weitere Gräueltaten plant – einen weiteren Angriff auf den Gazastreifen.
Der überaus friedliche Terrorchef gibt das kaum eine Woche nach einer anderen Äußerung von sich: Gegenüber den eigenen Leuten sagte er, der Goldstone-Bericht werde die „Widerstandspläne“ der Hamas nicht beeinflussen.
Wetten, dass die vom IKRK das ignorieren und den friedlichen Haniyeh berichten werden? Und dass man mit der Hamas reden muss?
Donnerstag, 12.11.2009:
- Steine werfende Palästinenser beschädigten bei Tapuah ein israelisches Fahrzeug.
- Steine werfende Palästinenser beschädigten bei Shilo ein israelisches Fahrzeug bei Shilo.
- Zu in den Gazastreifen geliefertem Bildungsmaterial gehören Braille-Drucker, Kopierer, Drucker und Projektoren.
- IDF-Kräfte verhafteten in Judäa und Samaria fünf wegen Terroraktivitäten gesuchte Palästinenser.
- 145 LKW-Ladungen Hilfsgüter gingen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
Freitag, 13.11.2009:
- IDF-Soldaten erschossen einen Palästinenser, der zu einer Gruppe gehörte, offensichtlich eine Bombe am Grenzzaun zum Gazastreifen südlich des Karni-Übergangs legen wollte. Ein weiterer Mann wurde verletzt und zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus in Aschkelon gebracht; vier weitere Palästinenser wurden verhaftet. Ein palästinensischer Krankenhausvertreter behauptete, die Männer hätten Vögel gejagt.
- Offenbar als Antwort schossen Terroristen eine Qassam in den westlichen Negev. (aus dem englischen ICEJ-Newsletter vom Freitag.)
Samstag, 14.11.2009:
- Am Abend werfen Araber zwischen Never Tsuf und Nachaliel Steine auf ein israelisches Fahrzeug.
Sonntag, 15.11.2009:
- 92 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. Der Erez-Übergang ist offen.
- Soldaten haben in Judäa und Samaria vier wegen Terrorverdacht gesuchte Palästinenser festgenommen.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (2.-8.11.)
8. November 2009 at 23:00 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a CommentTags: Waffenstillstand
Montag, 2.11.2009:
- 440.000l Treibstoff und 92 LKW-Ladungen Hilfsgüter wurden in den Gazastreifen geliefert. Der Erez-Übergang ist offen.
- 3 wegen des Verdachts der Beteiligung an Terror-Anschlägen gesuchte Palästinenser wurden von der IDF in Judäa und Samaria festgenommen.
- Bei Betar Illit beschädigten Palästinenser durch Steinwürfe einen israelischen Bus.
- Montagabend wurde wieder eine Qassam geschossen, die im Bereich Sderot einschlug.
Maan hetzt auch wieder „nett“: Ein Text zu „jüdischen Terroristen“ wird mit einer jungen, betenden Jüdin bebildert. (Nur nochmal zur Kenntnisnahme: Der verhaftete jüdische Terrorist wird selbst von seiner Verwandtschaft und seinen jüdischen Nachbarn verurteilt, nicht nur von der Siedlerbewegung. Bei den PalArabern werden solche Leute in den Heldenstatus erhoben.)
PMW hat ein weiteres Beispiel eingestellt, wie Palästinenser jüdische Geschichte leugnen. Diesmal ein „Historiker“.
Dienstag, 3.11.2009:
- 91 LKW-Ladungen Hilfsgüter und 440.000l Treibstoff gingen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen bei Maccabim Steine auf ein israelisches Fahrzeug; ein siebenjähriges Mädchen wurde verletzt.
- Es wurden Mörser von der PFLP und der Fatah nach Israel geschossen. Als Vergeltung für die Balfour-Erklärung vor 92 Jahren. Man sieht, die Terroristen sind nie die, die die Feindseligkeiten beginnen.
Die Israelis wollen einen Raketentest beobachtet haben, der bestätigt, dass die Hamas über Projektile verfügt, die 60km weit fliegen. Damit läge Tel Aviv im Schussfeld.
PMW hat wieder Palli-Fernsehen geguckt und festgestellt: Die Zuschauer werden vom PA-TV gelehrt, dass Juden keine historischen Verbindungen zum Land Israel haben. Beste Voraussetzungen also für eine Lösung des Konflikts, mit der beide leben können…
Der oberste pal-arabische Richter verkündet: Die Juden haben kein Recht an Jerusalem. Klar doch.
Mittwoch, 4.11.2009:
- SPON meldet, dass Israel ein Waffenschmuggelschiff aufgebracht hat, das der Hisbollah eine Unmenge als Zivilgüter deklarierte Panzerfäuste, Luftwabwehr-Raketen und anderem bringen sollte. Insgesamt waren 36 Container auf dem Schiff mit Waffen gefüllt.
Das ist das dritte Mal, dass ein illegaler iransicher Waffenschmuggel-Versuch per Schiff in diesem Jahr verhindert wurde. (Eine Liste der versuchten massiven Schmuggeleien des Iran findet sich hier.)
- Die IDF hat Videoaufnahmen des Terrorschmuggel-Schiffes mit seinen 500t Waffen ins Internet gestellt.
- Weitere Berichte und Fotos zur Francop und den Containern mit den Waffen (sowie früheren Vorfällen) finden sich auf dem Blog der IDF-Sprecher(in).
- Zur Erinnerung: Die Schlagzeilen machende Karine-A von 2002 hatte nur 10% der Menge an Waffen an Bord!
- Soldaten verhafteten sechs wegen Terrorverdachts gesuchte Palästinenser in Judäa und Samaria.
Die IKG Wien berichtet, dass Israel sechs weitere Hamas-VIPs frei lässt. Das schürt wieder Spekulationen über einen Deal zu Gilad Shalit.
Donnerstag, 5.11.2009:
- 104 LKWs mit Hilfsgütern sollen in den Gazastreifen liefern. Der Erez-Übergang ist offen.
- Die IDF verhaftete 16 terrorverdächtige Palästinenser in Judäa und Samaria
- Bei Ma’ale Shomron beschädigten PalAraber ein israelisches Fahrzeug durch Stein- und Brandbomen-Würfe.
Die mörderischen Zionisten haben Impfmittel gegen die Schweinegrippe an die PA liefern lassen.
Freitag, 6.11.2009:
- Gewalttätiger Krawall in Bil’in – israelische Sicherheitskräfte werden von ca. 150 Randalierern mit Steinen beworfen.
- Bei Ni’lin werden israelische Sicherheitskräfte von etwa 80 Randalierern mit Steinen und brennenden Reifen beworfen.
- Soldaten nahmen in Judäa und Samaria zwei wegen terroristischer Aktivitäten gesuchte Palästinenser fest.
Die Hamas-Terrorkämpfer von den Al-Qassam-Brigaden haben eine neue Quelle zionistischer Schädlichkeit verkündet: Die Juden stehlen Gaza Wasser und schicken dafür mit Salz verunreinigtes Wasser aus dem See Genezareth nach Gaza. Ah ja, der See Genezareth, dieses Salzmeer, dessen Wasser die bösen Zionisten nicht haben und genießen können und wollen! Jetzt wissen wir: Alles Betrug! Die tauschen das aus, bevor sie es verwenden!
Wasser ist auch das Thema eines jordanischen Professors: Um seine Wasserprobleme zu lösen, wird Israel gegen den Libanon und Ägypten in den Krieg ziehen. Und zwar innerhalb der nächsten sieben Jahre. Weil es im Süden den Nil kontrollieren (und ausbeuten) will (ja klar, und sich 80 Millionen Ägypter an den Hals holen, wo sie doch schon seit Jahrzenten versuchen die PalAraber loszuwerden); und weil es im Norden weiter, wie schon bisher, Wasser aus dem Litani stehlen will. Fragt sich nur, wie Israel das macht, denn die Hisbollah, die UNIFIL oder sonst wer müsste ja längst die Klau-Pipeline entdeckt haben (oh, ich vergaß: die Juden und ihre Wundermittel – da muss das Wasser unsichtbar abgeleitet werden!).
Sonntag, 8.11.2009:
- 70 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei Hebron warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
- Die IDF identifizierte einen Raketenabschuss von einer verdächtigen Stelle im nördlichen Gazastreifen und schoss mit Mörsern zurück. Es wurden keine Schäden beobachtet. Die IDF untersucht die Umstände des Vorfalls.
- Gegen Mitternacht zum Montag gibt es „Farbe Rot“-Alarm in Sderot.
PA-Präsident soll (nach Angaben der JPost) darüber nachdenken, die PA aufzulösen und den Friedensprozess zum Fehlschlag zu erklären. Nicht, um damit eine andere Lösung zu erreichen, sondern um zu sehen, ob die USA und andere genügend Druck auf Israel auszuüben bereit sind, damit es die Bautätigkeiten in den Siedlungen einstellt und die Zweistaaten-Lösung akzeptiert. Ich fürchte, der Dödel hat im Juni weggehört…
Ha’aretz hält entgegen, Premier Fayyad habe mit der Obama-Administration eine Vereinbarung erzielt, dass die USA einen einseitig ausgerufenen Palästinenserstaat innerhalb der Grenzen von 1967 („Grenzen?“) anerkennen, wodurch israelische Präsenz jenseits der „Grünen Linie“ ein illegaler Einfall auf palästinensisches Staatsgebiet darstellen würde, auf die die Palästinenser mit Verteidigungs-Maßnahmen reagieren dürften. (Geht’s noch ein wenig verlogener?)
Arabischer Geschichtsrevisionismus hat ein klares Ziel
5. November 2009 at 21:08 | In Geschichte, Israel, Palästinenser | Leave a CommentTags: heilige Stätten, Lügen, Propagandalügen
Für die arabischen Fälscher spielt es keine Rolle, wann sie ihre Propagandalügen erfinden. Manche stammen wohl aus der Zeit vor ein paar Jahrhunderten, aber die meisten sind doch sehr viel jüngeren Datums. Eines davon hat sich einmal mehr Elder of Ziyon herausgegriffen: Das Rahel-Grab bei Bethlehem soll eine Moschee sein/gewesen sein und die Juden haben sie widerrechtlich okkupiert. Das hat natürlich Folgen in der Sichtweise und dem Umgang der Araber: Was Moschee ist, darf nicht durch Gebete anderer Religionen verunreinigt werden.
Das steht natürlich im größeren Zusammenhang, den Juden jegliche historische Verbindung zum Land Israel abzusprechen – ebenfalls eine Entwicklung, die aus jüngster Zeit stammt. Dass damit allen historischen Berichten und sogar Fotos widersprochen wird, egal. Hier ist so ein Foto (Rahel-Grab anfangs des 20. Jahrhunderts):

Die Übersetzung des Artikels findet sich auf den Nahost-Infos.
Hört zu, was sie sagen – in ihrer Sprache, nicht auf Englisch
3. November 2009 at 21:59 | In Araber, Palästinenser, die Welt+Nahost | 2 CommentsHier ein Tipp zum Verständnis des Nahen Ostens: Für Arabisch sprechende Länder und Gruppen gibt es zwei parallele Diskussionsstränge, die ablaufen: einer auf Englisch, einer auf Arabisch. Der englischsprachige richtet sich nach außen, an den Westen; der arabischsprachige gilt für die Richtung der politischen Entscheidungsträger, Meinungsmacher und Massen. Es überrascht nicht, dass er erste moderat ist; der zweite ist radikaler.
Die genauen Proportionen variieren je nach Land oder Bewegung. Aber selbst in Ägypten, Empfänger von großen US-Hilfsgeldern, veröffentlichen die staatlich kontrollierten Medien einen fast endlosen Strom antiamerikanischer Propaganda. Ein Schlüsselproblem ist allerdings, dass die meisten westlichen politischen Entscheidungsträger, Meinungsmacher und Journalisten entweder die nicht auf Englisch geführten Gespräche nicht ernst nehmen oder sie einfach nicht mitbekommen.
Im Gegensatz dazu sagen demokratische Staaten wie Israel oder Amerika in beiden Sprachen praktisch dasselbe mit höchstens sehr geringen Variationen. Vielleicht ist das ein Grund, warum viele oder die meisten Westler sich der großen Kluft nicht bewusst sind, die in anderen Gesellschaften existiert.
Der Unterschied zwischen wahrer und falscher Diskussion – wenn auch manchmal innerhalb derselben Sprache – ist natürlich recht alt. Im „Kommunistischen Manifest“ von 1848 schrieben Karl Marx und Friedrich Engels:
„Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern.“
Das war aber vor dem Zeitalter der Public Relations. Selbst die Kommunisten wurden schnell Meister darin zwei widersprüchliche Dinge zugleich zu sagen. Gäbe es sie heute noch, würden die Kommunisten sich als Rasse definieren und jeden, der gegen sie ist, einen Rassisten nennen oder wahrscheinlich den Begriff Kommunophobie geprägt haben. Aber ich schweife ab. Hier ein lustiges Beispiel, wie Doppelsprech gemacht wird:
Die sowjetische Führung wandte sich 1920 an das polnische Volk: „Unsere Feinde und eure täuschen euch, wenn sie sagen, dass die sowjetische Regierung wünscht den Kommunismus auf polnischem Boden mit den Bajonetten der Roten Armee zu pflanzen.“
Und hier das, wie die sowjetische Führung der Roten Armee sich 1920 an die Rote Armee wandte: „Die Straße zur Weltrevolution führt über den Leichnam Polens. Mit Bajonetten werden wir der arbeitenden Menschheit Glück und Frieden bringen.“
Ich denke, Sie wissen, was ich meine. Zurück zum Nahen Osten von heute. Je radikaler die Gruppe – wie die Hamas oder Al-Qaida zum Beispiel – desto größer der Anteil radikaler Äußerungen, die auf Englisch gemacht werden. Ihnen ist es einfach egal. Die Hisbollah ist ein wenig verschlagener. Was den Iran angeht, so ist Präsident Mahmud Ahamdinedschad diesbezüglich Mitglied der Schule des Kommunistischen Manifestes, aber Teheran lässt man bei relativ wenig Lügen recht viel durchgehen.
Aber warum sollten wir den arabischen Äußerungen mehr glauben als den englischen? Lassen Sie mich die Antwort auf drei der wichtigsten Punkte beschränken:
Zuerst legt der arabische Dialog die Hauptprinzipien und die Grenzen dessen fest, was akzeptabel ist. Ein Beispiel ist der palästinensische Diskurs. Wie soll die palästinensische Autonomie eine Zweistaatenlösung akzeptieren, die auf Grundlage der Beendigung des Konflikts, von Sicherheitsgarantien und der Ansiedlung aller Palästinenser in ihrem eigenen Staat basiert, wenn niemand das auf Arabisch zu sagen wagt? Die Grenzen zu überschreiten kann dafür sorgen, dass man umgebracht wird, dass man seinen Posten verliert, dass man als Verräter gebrandmarkt wird und seinen Feinden Munition gibt. Wenn ein palästinensischer Politiker kann sagen, dass Israel jemals etwas Gutes getan hat und einen ehrlichen Kompromiss-Frieden anstrebt, ist in etwa so, als würde ein republikanischer Politiker sich ein Kleid anziehen und mit einem Plakat die Straße entlang marschieren, auf dem die Rechtschaffenheit von Joseph Stalin proklamiert wird; und zwar in Mississippi; am 4. Juli; inmitten eines Picknicks der American Legion.
Das ist der Grund, warum es fast unmöglich ist eine moderate Äußerung von irgendeinem Palästinenserführer auf Arabisch zu finden – und ich habe viele Tausende davon gelesen. Zwei Beispiele fallen ein: Als Arafat im Fernsehen aus Gaza eine Rede hielt, von der er wusste, dass sie genau betrachtet werden würde; und ein wütender palästinensischer General, der sich, als sie Hebron betraten, beschwerte, dass Leute, die Terrorakte verübten, die Wirtschaft schädigten.
Während der Zeit des Friedensprozesses übrigens hielt Arafat eine Rede von einem amerikanisch-jüdischen Publikum und die Leiter einer Gruppe jüdischer Tauben bearbeiteten den Vortrag, um ihn angenehmer zu machen. Das meinte ich mit „Lügen für den Frieden“. Zu denken, dass irgendwie, wenn man die Fakten aufgrund von Wunschdenken falsch darstellt, am Ende alles gut ausgehen wird.
Zweitens umfasst die Diskussion auf Arabisch eine riesige Menge an Äußerungen, die in allen möglichen Situationen gemacht wurden. Im Gegensatz dazu wird jede englischsprachige Äußerung mit einer bestimmten Absicht im Sinn formuliert – um der westlichen Öffentlichkeit oder westlichen Regierungen etwas zu vermitteln.
Drittens zeigt die Erfahrung, dass sich das, was auf Arabisch gesagt wird, mit dem deckt, was die Staaten oder Gruppen tatsächlich tun.
Ich erinnere mich gerne an den größten Erfolg, den ich je bei der New York Times hatte. Bei einem Treffen mit einem offenen Journalisten zog ich einen riesigen Stapel Übersetzungen aus dem Arabischen aus der Tasche – solche der US-Regierung aus dem Auslands-Rundfunkdienst, die vor dem Computer-Zeitalter großen Raum in meinen Regalen einnahmen – und zeigte ihm, was von den Palästinensergruppen tatsächlich gesagt wurde; es war weit härter als das, was die amerikanischen Medien berichteten. Er verfasste darüber einen Artikel für die Titelseite. Ach, waren das noch Zeiten!
Heute spielt MEMRI eine sehr wichtige Rolle dabei, den Westen auf den arabischen Diskurs aufmerksam zu machen. Fakt ist, dass es derart erfolgreich gewesen ist, weil genau diese Fakten so weit entfernt von dem sind, was in den Medien erwartet und berichtet wird. Dort übersetzt man nicht nur die vielen extremistischen Äußerungen, sondern auch die weit weniger moderaten Autoren, die abweichende Dinge sagen.
Hier ist nun der Grund, weshalb man sorgfältig die Primärquellen untersuchen muss (das Originalmaterial in arabischer Sprache und nicht nur das, was die westlichen Medien sagen). Irgendjemand wird immer etwas ausplaudern. Immerhin muss man die Moral der Truppe hoch halten oder beweisen, dass man keinen Verrat begeht. Hier deshalb die MEMRI-Übersetzung eines Interviews mit Walid Sukariyya, einem Hisbollah-Mitglied im libanesischen Parlament. Er sagt, wie es ist.
Syriens Haltung zu Frieden mit Israel? Das sind nur „taktische Verhandlung-Jetons“.
Wie bekämpft Syrien Amerika? „Da Syrien aus offensichtlichen Gründen keine Konfrontation durch direkten Widerstand vornehmen kann, hat es seine Grenzen zum Irak für alle Widerstandskämpfer der Al-Qaida geöffnet, obwohl es deren Ideologie nicht teilt.“
Gemerkt? Er sagte Al-Qaida. Und natürlich ist das, wie ich früher schon berichtete, was aber auch ziemlich offensichtlich ist, eine der Hauptgruppen der irakischen Aufständischen. Mit anderen Worten also
- arbeitet Syrien mit der Al-Qaida zusammen (dies sollte keine kontroverse Äußerung sein, aber im westlichen Diskurs wird es als solche behandelt)
- hat sich Al-Qaida der Vernichtung Amerikas und des Westens verschrieben
- ist daher Syrien ein Feind und selbst unter der engen Definition dessen, was „Krieg gegen den Terrorismus“ – der jetzt nur einer gegen die Al-Qaida ist – genannt wurde, steht Syrien auf der anderen Seite.
Schließlich: „Das ist der Grund, dass Damaskus den Widerstand unterstützt – weil es dem Feind nicht selbst entgegentreten will.“ Richtig: Syrien (und der Iran) nutzen Hamas und Hisbollah, um Israel ohne Risiko für sich selbst zu bekämpfen. Und sie werden nicht aufhören das zu tun.
Danke, Walid. Lasst das eine Lektion für euch alle da draußen sein: Hört zu, was die Leute im Nahen Osten wirklich sagen, besonders, wenn sie in ihrer eigenen Sprache reden.
(Der von MEMRI übersetzte Text stammt aus Al-Quds Al-Arabi (London) vom 19. Oktober 2009, Special Dispatch NR. 2612 vom 22. Oktober 2009)
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (26.10.-01.11.)
1. November 2009 at 23:12 | In Araber, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 2 CommentsTags: Waffenstillstand
Montag, 26.10.2009:
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 6 Palästinenser wegen Terroraktivitäten.
- Eine von einem Palästinenser geworfene Rohrbombe explodierte bei Mevo Dotan auf offenem Feld.
- Mehr als 96 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen bei Ofarim zwei Brandbomben auf israelische Fahrzeuge.
Der moderateste der moderaten Palästinenserführer, Marwan Barghouti (sitzt fünfmal lebenslänglich wegen fünffachen nachgewiesenen Mordes in Israel ein), hat sich für eine Wiederaufnahme der Terroranschläge auf Israelis ausgesprochen. Er verglich Israel mit Nazideutschland (dem negativen Bild, nicht dem heldenhaft judenmörderischen). Passt doch gut zu einem Friedensengel, der verhandeln will, oder?
Das Lügenmaul Erekat sprüht wieder Geifer: Die USA und Israel sollten verlangen, dass Israel die Hetze gegen Beter im besetzten Ostjerusalem einstelle. Andernfalls „fürchten wir, dass die Gewalt außer Kontrolle drehen könnte“. Und das von einem auf der Seite, die ständig Lügen verbreitet, um die PalAraber zur „Verteidigung“ der Al Aqsa-Moschee aufrufen – was nur in Gewalttaten gegen Juden und Touristen enden kann. Und soll – wieso sonst werden Steine gebunkert und Brandbomben vorbereitet? Erekats Lügen sind genauso Müll wie seine Behauptung die Israelis verweigerten Friedensverhandlungen; immerhin ist es Abbas, der sich zurücklehnt und sagt, er werde nicht verhandeln!
Unterstützt wird Erekat aus Jordanien: Von dort erging die Warnung an die israelische Polizei und „die religiösen jüdischen Radikalen“, dass weitere Provokationen „die Gewalt in der Region antreiben und die Friedensbemühungen gefährden“ würden. Ah ja: Damit gibt Jordanien zu, dass es arabische Gewalt gibt. Natürlich hat Israel die Schuld dafür. Und äh: Welche Friedensbemühungen?
Hamas-Exilchef Khaled Meschaal machte wieder Nägel mit Köpfen: „Jerusalems Schicksal wird durch Jihad und Widerstand entschieden, nicht durch Verhandlungen.“ Berichte bei uns? Die suchen immer noch die moderaten Hamas-Leute…
Weitere Lügenpropaganda kommt von Palestine Today: Während Israel den Besuch des Tempelbergs wieder frei gibt, schreibt man bei der Terroristenzeitung: „Die israelischen Besatzungsbehörden entschieden Montag „Besucher den Eintritt in die Gemeinde der heiligen Aqsa-Moschee“ zu erlauben, „d.h. den Zugang für Vergewaltiger und Provokateure“. Ist wieder mal Irgendjemand der Meinung, das sei ein Hilfeschrei nach Frieden?
Ägyptische Sicherheitskräfte haben wieder einmal ein Waffenlager ausgehoben; eine große Anzahl Feuerwaffen und Munition für die Terroristen im Gazastreifen. Ein Mann wurde verhaftet. (Die MSM berichten natürlich immer nur über Konsumgüter…)
Die al-Qassam-Brigaden feiern den 8. Jahrestag der ersten auf Sderot abgeschossenen Qassam-Rakete. Die sind ja sooo friedlich! Zu Feier des Tages stellten sie ihre damalige Presseerklärung ein: „Es ist Jihad, Sieg oder Märtyrertum.“ Vermutlich auch wieder nur ein Hilfeschrei nach von Israel verweigertem Frieden.
Dienstag, 27.10.2009:
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria drei wegen Terrorverdachts gesuchte Palästinenser.
- Mehr als 95 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen bei Teqoa Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
- Im nördlichen Galiläa schlug eine Katjuscha-Rakete ein und löste bei Kiryat Schmona ein feuer aus. Die IDF beschoss die Ausgangsorte des Beschusses mit Artillerie (Kanal 2 berichtet von Luftangriffen auf den Ausgangsort der Rakete). Israel hat bei der UNO eine Beschwerde eingereicht. Der libanesische Ministerpräsident verurteilte zwar sowohl den Raketenschuss als auch die israelische Antwort, bezeichnete aber nur letztere als Aggression und Verletzung internationalen Rechts.
- Die libanesische Armee und UNIFIL fanden am Dienstagabend vier weitere Katjuschas dort, wo eine auf Israel abgeschossen worden war.
- Und wer war es in Wirklichkeit? Natürlich die Israelis, d.h. ihre Handlanger, denn nur Israel zieht aus dem Terrorangriff Nutzen. Das ist die Logik von Michel Suleiman, dem libanesischen Präsidenten. Völlig logisch, ist doch klar. (Kommentar von tw24: Wann hat eigentlich die Hisbollah die Kontrolle über ihr Herrschaftsgebiet an Israel abgegeben?)
- Bekannt hat sich zum Verschuss der Katjuscha eine Gruppe mit Verbindung zur al-Qaida.
- Maan berichtet, dass zwei Mitglieder „einer bewaffneten Gruppe aus dem Gazastreifen“ getötet wurden, „während sie Dienstag eine Jihad-Mission ausführten“. „Jihad-Mission ausführen“ ist der Code dafür, dass die armen Terroristen zu ihren 72 Jungfrauen geschickt wurden, weil ihr Werkzeug unerlaubt vorzeitig explodierte, statt damit zu warten, bis es Juden erwischt. (Bei der „bewaffneten Gruppe“ handelt es sich übrigens um die An-Nasser Salah Ad-Din Brigaden, den „bewaffneten Arm“ der Terror-Organisation „Volkswiderstands-Komitees“.)
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 15 terrorverdächtige Palästinenser.
Mittwoch, 28.10.2009:
- In Nablus entdeckten Soldaten eine Tasche mit Brandbomben, die zum Gebrauch fertig waren.
- 87 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen; 440.000l Treibstoff sollen ebenfalls geliefert werden. Der Erez-Übergang ist offen.
- Nahe des Kissufim-Übergangs schlug eine Qassam ein.
- Ein Palästinenser eröffnete am Grenzzaun zum nördlichen Gazastreifen das Feuer auf israelische Soldaten.
Die libanesische Regierung bezeichnet die im Südlibanon gefundenen vier verschussfertigen Raketen als „auf die besetzten palästinensischen Gebiete“ gerichtet. Nett, „Kern-Israel“ ist „besetztes palästinensisches Gebiet“? Hinweis an die Friedenshetzer: Kümmert euch mal darum, wo der Friedenswille fehlt!
Donnerstag, 29.10.2009:
- 107 LKWs mit Hilfsgüter und 440.000l Treibstoff gehen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen fünf Brandbomben und Steine auf den Qalandiya-Übergang. Der ist folglich vorläufig geschlossen.
- Arbeitsunfall im Gazastreifen – bei einem „besonderen Jihad-Auftrag“ fand ein Mitglied der al-Qassam-Brigaden getötet.
Ismail Haniyeh auf der Internetseite der al-Qassam-Brigaden: „Die Hamas war nicht gegen Frieden, sondern unterstützte Frieden auf Grundlage von Gerechtigkeit, die die Rechte des palästinensischen Volks wiederherstellt und die Besatzung seines Landes beendet.“ Bevor irgendjemanden den Friedensengel lobt: Die Hamas betrachtet „ganz Palästina“ als besetzt – Tel Aviv, Netanya, Nahariya, Haifa, Herzliya, Aschkelon, Kiryat Schmona …
Freitag, 30.10.2009:
- Die IDF verhaftete während der Nacht in Hebron einen Palästinenser.
- Bei den üblichen (gewalttätigen) Krawallen am Sperrzaun in Bil’in verletzte sich ein israelischer Soldat mit einer Blendgranate.
- Der Palästinensische Islamische Jihad zeigt, wo er steht: Bei einer Kundgebung zur Erinnerung ihres getöteten Gründers werden im Gazastreifen Mordparolen gegen Israel gerufen; der aktuelle Anführer forderte die „Menge“ auf Verhandlungen mit Israel abzulehnen und gewalttätigen Widerstand zu unterstützen.
- Die israelischen Behörden erlauben die Einführung von insgesamt 7.000 Kühen in den Gazastreifen. Sie werden über den Keren Shalom-Übergang geliefert und sind für die Schlachtung zum Id al-Adha-Fest Ende November vorgesehen.
Der libanesische Botschafter bei der UNO warnte: Israel plane einen Angriff auf sein Land. (Kommentar von Aussie Dave: Jo, wahrscheinlich nachdem wir aufhören uns selbst anzugreifen.)
Die PA will lieber, dass es ihren Leuten schlecht geht, als dass sie Güter und Waren aus den „Siedlungen“ bekommen: Die Behörden führen Razzien durch, bei denen solche Waren beschlagnahmt (und vernichtet) werden. Auch eine Art Frieden abzulehnen.
Samstag, 31.10.2009:
- Bei Karme Zur wird ein israelisches Fahrzeug durch Steine und Brandbomben werfende Palästinenser beschädigt.
- Bei Ofra wird ein israelisches Fahrzeug durch Steine und Brandbomben werfende Palästinenser beschädigt.
- Die IDF verhaftet bei Ofra einen Verdächtigen, der früher am Abend Brandbomben geworfen hat.
Sonntag, 01.11.2009:
- Die IDF verhaftet bei Nablus einen palästinensischen Mann, der wegen Terroraktivitäten gesucht wurde.
- 100 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen. Der Erez-Übergang ist offen.
Ach ja, DAS Friedenshindernis schlechthin: die israelischen Rechten, allesamt Extremisten und ethnischer Säuberer usw. Besonders solche Rechtsextremisten wie Yitzhak Rabin, Ehud Barak…
Wie ein arabisches Gerücht entsteht
31. Oktober 2009 at 10:48 | In Araber, Medien+Nahost, Nahost, Palästinenser | 7 CommentsTags: Palestine Today, Propagandalügen
Elder of Ziyon, 11. Oktober 2009
Palestine Today berichtet, dass republikanische Kandidaten für den Kongress Sonntag auf einem Schießstand in Florida auf Bilder von Yassir Arafat schossen. Bebildert wurde das so:

Wenn man sich den tatsächlichen Artikel und das zugehörige Video ansähe, würde man sehen, dass die Mitglieder des Southeast Broward Republican Club sich auf einem Schießstand trafen und eines der Ziele als Bild eine Panzerfaust und eine Keffiyeh trug, die, wie der Reporter hilfreich sagte, „die Art von Kopfbedeckung ist, die der verstorbene Palästinenserführer Yassir Arafat trug“. Hier das, was tatsächlich zu sehen war:
Ich persönlich (heplev: Elder of Ziyon) hätte jetzt keine Probleme damit auf ein Zielbild mit Yassir Arafat zu schießen. Dennoch ist das ein erstklassiges Beispiel dafür, wie falsche Gerüchte in der arabischen Welt in die Welt gesetzt werden und wie armselig einige arabische Medien darin sind die Wahrheit zu übermitteln (was zugegebenermaßen kaum für die arabische Welt alleine gilt).
Einige dieser Gerüchte bleiben haften und einige nicht, aber diejenigen, die haften bleiben, haben manchmal tödliche Folgen.
Fayyads Plan entlarvt wirkliche Ziele der palästinensischen Araber
29. Oktober 2009 at 22:38 | In Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a CommentTags: Friedensbemühungen
Elder of Ziyon, 28. Oktober 2009
Wenn man annimmt, dass das Ziel des palästinensisch-arabischen Nationalismus ein unabhängiger Staat ist, dann haben die Araber Palästinas beständig immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen. Von den Empfehlungen der Peel-Kommissin 1937 (durch die der jüdische Staat winzig und nicht zukunftsfähig gewesen wäre) über den UNO-Teilungsplan bis Camp David und Baraks Angebot ist die Antwort immer ein schallendes „Nein!“ gewesen. Das könnte seltsam erscheinen, da das Primärziel des Nationalismus die Gründung eines Nationalstaates ist.
Es ist oft darauf hingewiesen worden, dass Israel von Zionisten aufgebaut wurde, die die staatlichen Institutionen schufen und ausdehnten, während sie unter britischer Kontrolle lebten. Ihr Ziel war ein Staat und sie begriffen instinktiv, dass die Grundlagen existieren mussten, bevor ein solcher Staat realisiert werden konnte. Die Juden bauten also während der ersten Hälfte des Jahrhunderts die Infrastruktur des jüdischen Staates auf – Krankenhäuser, Schulen, Quasi-Regierungsbüros, Sozialprogramme, eine wirtschaftliche Infrastruktur, kulturelle Institutionen und mehr. Die organisierten sich und handelten wie ein Staat, lange vor 1948.
Die palästinensischen Araber haben nichts dergleichen getan. Jegliche Infrastruktur, die sie haben, wurde zum größten Teil entweder von Israel oder von externen Parteien wie der UNRWA gebaut.
Der palästinensisch-arabische Premierminister Salam Fayyad will das ändern.
Fayyad ist in der palästinensisch-arabischen Geschichte eine Anomalie; er hat wenig eigene Anhänger und stieg nicht über die Terror-Dienstgrade auf. Seine Amtszeit als Premierminister ist beständig pragmatisch gewesen; der räumte mit einer Menge Korruption auf und machte die Spenderwirtschaft der PA für den Westen weit transparenter. Er ist mit keiner wichtigen politische Gruppierung verbunden.
Fayyad hat einen Zweijahresplan massiven Aufbaus palästinensisch-arabischer Institutionen zusammengestellt, der die Ausrufung eines unabhängigen palästinensisch-arabischen Staates bis 2011 zum Ziel hat. In einem sehr wahren Sinn ist dieser Plan eine weit größere Herausforderung für Israel als es Jahrzehnte des gewesen sind. Und es ist Beobachtern nicht entgangen, dass Fayyad den Zionismus als Vorlage benutzt.
Fayyads Ziel (zumindest anfangs) ist klar: einen unabhängigen Nationalstaat aufzubauen. Das befindet sich in direkter Opposition zum Hauptziel der palästinensisch-arabischen Führer seit Hadsch Amin al-Husseini – der Vernichtung Israels. Obwohl dieses Ziel in nationalistischen Begriffen gehüllt wird, haben ihre Entscheidungen über die Jahre hinweg bewiesen, dass Staatlichkeit ein politischer Deckmantel für ihr wirkliches Ziel. Damit bildet Fayyad für die traditionelle palästinensisch-arabische Geisteshaltung keine geringere Herausforderung als für Israel.
In Comment is Free versucht der ehemalige palästinensisch-arabische Verhandlungsführer Ahmed Samih Khalidi dem westlichen Publikum zu vermitteln, warum er gegen Fayyads Plan ist. Sein Artikel ist gewunden und bizarr, wie er versucht die tief verwurzelten pal-arabischen Ziele der Vernichtung Israels zu verbergen, während er auch versucht ein logisches Problem in der Eigenstaatlichkeit zu finden. Es gibt viel über die palästinensisch-arabische Psyche preis. (Khalidi ist nicht einmal in der Lage Fayyads Namen zu nennen.)
Im Kern des Progamms der PA liegt ein grundsätzlicher Widerspruch: Während sie behauptet einen Staat gegen die Besatzung aufzubauen, baut sie in der Praxis staatsähnliche Strukturen mit der Besatzung. Kein echt souveräner Staat ist oder kann aufgebaut werden, während er sich noch unter Besatzung befindet; und nichts in Israels derzeitiger Haltung zu den Grundfragen palästinensischer Souveränität (territoriale Ausdehnung, Kontroller über die Grenzen, das Recht auf Selbstverteidigung usw.) deutet auf etwas anderes hin.
Irgendwie ist aber Israel unter britischer Besatzung und in Anwesenheit feindlicher, die Zionisten innen und außen umgebender Araber aufgebaut worden. Khalidi gibt vor das zu erklären:
Das zweite Problem besteht in einer völligen Missdeutung der Geschichte. Die zionistische Bewegung mag tatsächlich ihre staatsbildenden Kapazitäten entwickelt haben, während die Briten das Mandat hatten, aber Israel konnte nur als Staat entstehen, indem es Gewalt sowohl gegen die Briten als auch die Palästinenser anwandte. Im Vergleich dazu baut die PA unter Aufsicht der USA nur einen militärische Kapazität auf, die sich gegen die richtet, die die Waffen gegen die Besatzung aufnehmen wollen. Die „zionistische“ Option militärischer Eigenständigkeit und Bereitschaft Gewalt für politisch-territorialen Nutzen fehlt der neuen Herangehensweise der PA völlig und schädlich für ihre politischen Perspektiven.
Mit anderen Worten: Khalidi sagt (abgesehen davon, dass er Geschichte erfindet, in der Israel 1948 der Aggressor war), dass ein palästinensisch-arabischer Staat per Definition entstehen muss, indem er Israel im Kampf besiegt.
Der Ansatz „zuerst den Staat“ trägt andere erhebliche Risiken: Er droht, jegliche Endstatus-Verhandlungen in einen in die Länge gezogenen zwischenstaatlichen Disput zu verwandeln, wodurch das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge, die Zukunft des arabischen Jerusalem und andere kritische Fragen auf unbestimmte Zeit nach hinten geschoben werden. Die Dringlichkeit, sich mit den nationalen Beschwerden der Palästinenser als Ganzes zu beschäftigen, wird geschwächt und ihre Interessen werden Stück um Stück an den Rand internationaler und regionaler Belange gedrängt, mit der Begründung, dass durch Gewährung der Eigenstaatlichkeit bereits ihr Hauptanliegen erfüllt bekommen ahben.
Hier gibt Khalidi auf indirekte Weise zu, dass Eigenstaatlichkeit nicht das Ziel der überwiegenden Mehrheit der palästinensisch-arabischen Führer und Denker ist – das besteht in „Beschäftigung mit den nationalen Beschwerden der Palästinenser als Ganzem“. Die Beschwerden anzugehen, ist das Ziel: Israel demografisch mit dem „Rückkehrrecht“ zu vernichten, Jerusalem judenrein zu machen und alles Notwendige zu tun, um zu vermeiden, dass sie einen echten Staat bekommen, durch den die Welt bemerken würde, dass die palästinensischen Araber nicht wirklich den Willen haben unabhängig zu sein.
Für Khalidi und für Generationen palästinensischer Araber ist das Ziel die Negierung Israels, vorzugsweise durch Gewalt:
Die erste, grundlegende Pflicht eines Staates besteht in der Verteidigung seiner Bürger gegen den Einfall Fremder und gegen Bedrohungen.
Er glaubt, dass eine Armee einen Staat definiert und dass Infrastruktur zweitrangig ist. Terror ist bei dieser Geisteshaltung ehrenhafter als ein Verhandlungsfrieden; und den Feind zu demütigen übertrumpft Hilfe für das eigene Volk. Das ist der Grund dass man die Worte „Gerechtigkeit“ so oft in den Worten der palästinensischen Araber und ihrer Unterstützer hört: „Gerechtigkeit“ ist ein Schlüsselwort, das sicherstellt, dass es niemals einen Kompromiss geben wird und dass die PalAraber (besonders diejenigen, die staatenlos in arabischen Ländern bleiben) auf unbestimmte Zeit in Elend verbleiben.
Generationen einer Geisteshaltung, nach der der palästinensisch-arabische „Nationalismus“ in Begriffen davon definiert wurde, was Juden kontrollieren, statt was man tun konnte, um gewöhnlichen palästinensischen Arabern zu helfen ihr Leben ehrenhaft zu leben, können von Salam Fayyad nicht einfach ausgelöscht werden.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (15.-25.10.)
25. Oktober 2009 at 22:05 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a CommentTags: Waffenstillstand
Donnerstag, 15. Oktober 2009:
- IDF-Soldaten verhaften in Judäa und Samaria 15 wegen Terroraktivitäten gesuchte Palästinenser.
- 101 LKWs sollen mit Hilfsgütern in den Gazastreifen fahren. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei Karme Zur (südwestlich von Bethlehem) beschädigen Steine werfenden Palästinenser ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Ma’ale Shomeron wird ein Israelin verletzt, als Palästinenser Steine auf einen Bus werfen.
- Bei Eli werfen Palästinenser Steine und beschädige ein israelisches Fahrzeug.
Freitag, 16. Oktober 2009:
- Bei Modi’in Illit wird ein zweiter Israeli durch Steine werfende Palästinenser verletzt.
- Beim fünften Vorfall Steine werfender Palästinenser an diesem Tag wird ein israelisches Fahrzeug beschädigt.
- Bei Shilo werfen Palästinenser Steine und beschädigen ein israelisches Fahrzeug.
- Zum zweiten Mal an diesem Tag werfen Palästinenser bei Shilo Steine und beschädigen ein israelisches Fahrzeug.
Sonntag, 18. Oktober 2009:
- Bei Beit Hagay wird ein israelischer Zivilist kritisch verletzt, als Palästinenser Brandbomben auf sein Auto werfen.
- IDF-Soldaten verhaften in Judäa und Samaria 2 wegen Terrorverdacht gesuchte Palästinenser.
- 74 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei Karme Zur werfen Palästinenser Steine und beschädigen ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Shilo werfen Palästinenser Brandbomben und Steine; ein israelisches Fahrzeug wurde beschädigt.
Terroristen feuerten eine Qassam aus dem Gazastreifen nach Israel.
Montag, 19. Oktober 2009:
- IDF-Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 9 wegen Terroraktivitäten gesuchte Palästinenser.
- 65 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000l Treibstoffe werden in den Gazastreifen geliefert. Der Erez-Übergang ist offen.
Dienstag, 20. Oktober 2009:
- IDF-Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 9 wegen Terrorverdacht gesuchte Palästinenser.
- Soldaten fanden bei einem wegen Terrorverdacht gesuchten Palästinenser ein Gewehr und Munition.
- 91 LKWs mit Hilfsgütern sollen in den Gazastreifen fahren. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei Nahal Gevaot warfen Palästinenser Steine und beschädigten einen israelischen Bus.
- Bei Taqoa warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Auto.
- Ein Soldat fand bei Asefar in der Tasche eines palästinensischen Jugendlichen ein 20cm langes Messer.
- Am Beqaot-Übergang wurden zwei Messer und eine Brandbombe in der Tasche eines palästinensischen Jugendlichen gefunden.
Mittwoch, 21. Oktober 2009:
- Die IDF verhaftet in Judäa und Samaria 2 gesuchte Terrorverdächtige.
- 102 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000l Treibstoff gehen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser werfen Steine und beschädigen bei Shilo ein israelisches Auto.
Mittwochabend feuerten Terroristen eine Rakete aus dem nördlichen Gazastreifen auf Israel ab. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin Angriffe auf Schmuggeltunnel und Waffenlager der Terroristen.
Donnerstag, 22. Oktober 2009:
- Die IDF verhaftete in Judäa und Samaria 5 gesuchte terrorverdächtige Palästinenser.
- 116 LKWs mit Hilfsgütern gehen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- IDF-Kräfte verhafteten einen Palästinenser, bei Araqua (nördlich von Jenin) Steine warf; er führte zwei Brandbomben mit sich.
Freitag, 23. Oktober 2009:
- In Judäa und Samaria wurden 3 Palästinenser wegen Verdachts auf Terroraktivitäten verhaftet.
- Bei Ma’ale Shomron warfen Palästinenser eine Brandbombe auf ein israelisches Fahrzeug.
- Bei N’ilin warfen rd. 200 Randalierer Steine und Brandbomben auf israelische Sicherheitskräfte.
- Bei Bil’in warfen ca. 70 Randalierer am Sicherheitszaun Steine auf israelische Sicherheitskräfte.
Die von der Regierung kontrollierten syrischen Zeitungen zeigen, wie friedenswillig Assad Juniors Terrorhelfer-Staat wirklich ist: Israel muss weg; ein Palästinenserstaat „in den Grenzen von 1967“ ist nur ein Zwischenschritt; Frieden kann nur über die Mündungen der Gewehre erreicht werden; in die Lehrpläne der Schulen muss die Kultur des Widerstands (= Judenhass und Terror) eingebracht werden; der Iran ist die wahre Macht, die ihre Solidarität mit den Palästinensern nicht versteckt. Der Frieden bricht aus!
Der syrische Botschafter in London zeigt auch, wie friedliebend dieser Staat dem jüdischen gegenüber ist: „Es ist illegal mit Israelis zu sprechen.“ Jede Art von Gespräch, selbst mit dem gewöhnlichsten israelischen Staatsbürger, geht für seine Exzellenz einfach einen Schritt zu weit.
Am Samstag verkünden die Al-Qassam-Mörderbanden auf ihrer Internetseite, Sonntag würden „extremistische Juden“ die Al-Aksa-Moschee schänden, um an den Aufstieg des Rambam auf den Tempelberg zu erinnern. Natürlich darf der Aufruf zum „Schutz“ nicht fehlen. Aber irgendwann, sollte man meinen, müssten selbst die dümmsten Araber mal kapieren, welche Lügen ihnen da ständig vorgesetzt werden.
Ebenfalls am Samstag drangen Palästinenser samt israelischen Unterstützern in die jüdische Gemeinde Mitzpeh Asael bei Hebron ein und machten sich an den landwirtschaftlichen Flächen zu schaffen. Soldaten nahmen einige der Eindringlinge fest.
Sonntag, 25.10.2009:
- 95 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. Der Erez-Übergang ist offen.
- Bei einem Routine-Check am Harawa-Übergang fanden IDF-Soldaten ein Messer mit 20cm-Klinge im Wagen eines Palästinensers.
- Wie „spontan“ Krawalle am Tempelberg sind, zeigt die sorgfältige Planung ihres „Ausbruchs“ am Beginn der Arbeitswoche. Israelische Sicherheitskräfte entdeckten die Vorbereitungen und stürmten den Berg unter einem Hagel von Steinen, um die Randalierer zu zerstreuen; 12 von ihnen wurden verhaftet. „Natürlich“ wurde von arabischer Seite wieder gelogen, die Sicherheitskräfte seien in die Al Aksa-Moschee eingedrungen. (Wäre sie nach den Angriffen auf die Sicherheitskräfte nicht sogar gerechtfertigt gewesen, da so viele Täter dort Zuflucht suchten?)
- Krawalle in der Jerusalemer Altstadt – palästinensische Jugendliche warfen Steine und Brandsätze.
- Am Qalandiya-Checkpoint in nördlichen Jerusalem hat eine 21-jährige Palästinenserin einen Wachposten mit einem Messer niedergestochen. Die Wachposten hatten per Metalldetektor ein Messer in ihrer Handtasche festgestellt; als sich einer von ihnen der Frau näherte, stach sie mit einem weiteren Messer zu, das sie unter ihrem Rock hervorzog.
- Bei Adam warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
- Bei Karme Zur warfen Palästinenser Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit (12.-14.10.)
14. Oktober 2009 at 20:42 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 CommentTags: Waffenstillstand
Mohammed Dahlan, vom Westen besonders hofierter, moderater Friedenspartner, hat eine Frage: „Was ist der Unterschied dazwischen, dass man einen Bus in Tel Aviv in die Luft jagt und jüdischen Siedlern in der Westbank?“ Nun ganz einfach: Die Siedler versuchen ihren Lebensunterhalt zu verdienen; ansonsten tun sie einem nichts, wenn man ihnen nichts tut. Die Fahrgäste in Tel Aviv werden ermordet und verstümmelt – obwohl sie niemandem etwas getan haben.
Der Drecksack hat noch mehr zu bieten: „Die Jerusalemer Krawalle werden nicht enden, so lange Siedler an der Al-Aksa beten“, sagte er gegenüber Israel Radio. Ich würde gerne mal wissen, welcher Siedler zuletzt an der Moschee beten konnte. Natürlich außer denen, die die Terroristen sich einbilden (und die sich dann als unschuldige Touristen herausstellen). Der Mann sucht nur nach Gründen um Juden zu morden.
Khaled Meschaal schlägt auch zu: Israel muss verschwinden, das „ganze Palästina zwischen Jordan und Mittelmeer“ ist arabisches Land und muss zurückgegeben werden. Sehr viel versprechend, was den Frieden angeht. Aber der ist ja nur Palästinenser, dem braucht man über die Ziele der Terroristen (welcher Terroristen? Freiheitskämpfer!) nichts zu glauben – aber wenn diese Leute israelische „Kriegsverbrechen“ verbreiten, dann sind sie glaubwürdig.
Montag, 12.10.2009:
- In der Tasche zweier arabischer Jugendlicher wurden am Harawa-Übergang ein Sprengsatz und ein großes Messer gefunden.
- Im Haus eines gesuchten Arabers bei Bethlehem wurden letzte Nacht 4 Gewehre und passende Munition sichergestellt.
- Die IDF verhaftete in Judäa und Samaria insgesamt 5 Araber, die Terroraktivitäten verdächtigt werden.
- 71 LKWs mit Hilfsgütern und 400.000l Treibstoffe gehen heute in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Die IDF hat zwei Israelis für sechs Monate aus Judäa und Samaria verbannt. Ihnen werden illegale gewalttätige Taten zur Last gelegt, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden.
- Dutzende pal-arabischer Randalierer warfen mit Steinen und beschädigten israelische Fahrzeuge und Krankenwagen bei einer Beerdigung in der Nähe von Hebron.
- Die IDF hat einem weiteren israelischen Mann für sechs Monate den Zutritt nach Judäa und Samaria untersagt.
Dienstag, 13.10.2009
- Die IDF verhaftete in Judäa und Samaria 16 wegen Terroraktivitäten gesuchte Palästinenser.
- 81 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000l Treibstoffe gehen heute in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Nordwestlich von Jenin wurde ein palästinensischer Jugendlicher mit einer Rohrbombe festgenommen, nachdem er Steine auf Soldaten war.
Die Luftwaffe hat Videoaufnahmen vom Ort einer Explosion im Südlibanon ins Internet gestellt, das zeigt, wie die Hisbollah Waffen aus dem Gebäude entfernt. Erst danach wurde UNIFIL und der libanesischen Armee erlaubt, sich dem Ort zu nähern.
Die Hisbollah hat sich tatsächlich erdreistet zu behaupten, der Vorfall habe nördlich des Litani und damit außerhalb des UNIFIL-Zuständigkeitsbereichs abgespielt. Jetzt fragt sich nur noch, wie sie die Landkarten weltweit fälschen wollen, um das glaubwürdig zu machen!
Mittwoch, 14.10.2009:
- 101 LKWs mit Hilfsgütern und 440.000l Treibstoffe werden heute in den Gazastreifen geliefert.
Die nächste Runde des Krieges
12. Oktober 2009 at 19:50 | In Friedensinitiativen, Jerusalem, Palästinenser, USA | Leave a CommentTags: Propagandalügen
Caroline Glick, Jewish World Review, 9. Oktober 2009
Die Treffen von US-Präsident Barack Obamas Nahost-Friedensvermittler George Mitchell mit israelischen Führungspolitikern am Donnerstag war von einer Atmosphäre der Fantasterei durchzogen. Bei separaten Fototerminen stand Mitchell neben Präsident Shimon Peres und Verteidigungsminister Ehud Barak und gelobte, alle Hindernisse für die Erzielung von Frieden nicht nur zwischen Israel und den Palästinensern, sondern auch zwischen Israel und Syrien und dem Libanon und mit der gesamten arabischen Welt zu überwinden.
Mitchells gestrige Äußerungen waren sogar noch verblüffender als ähnliche, die er während früherer Besuche tätigte, denn diese Woche begannen die Palästinenser ihre jüngste Terror-Kampagne gegen Israel. Wie bei vorhergehenden Runden palästinensischen Terrors gegen Juden, die 1929 begannen, wurde diese durch komplett erfundene Behauptungen muslimischer Führer herbeigeführt, Israel wolle jüdische Rechte am Tempelberg – der heiligsten Stätte des Judentums – durchsetzen und damit den muslimischen Anspruch, als einzige Gebetsrechte an der Stätte zu haben, die im Koran nicht einmal erwähnt wird.
Mit Beginn der letzten Woche fing der verurteilte Verbrecher Raed Salah – der wegen der finanziellen und andere Verbindungen des nördlichen Zweiges der Israelischen Islamischen Bewegung zur Hamas eine Gefängnisstrafe verbüßte – israelische und palästinensische muslimische Beter aufzuhetzen, um gegen Israel Krieg zu führen. So, wie er das alle paar Monate macht, behauptete Salah fälschlicherweise, Juden würden das nicht zu vergebende „Verbrechen“ begehen, während des Laubhüttenfestes auf dem Tempelberg beten zu wollen. Das Laubhüttenfest, das wir während der letzten Woche begingen, ist natürlich eines der drei Erntefeste, zu denen den Juden geboten ist auf den Tempelberg zu gehen. Diesmal wurden Salahs Lügen von gleichen sowohl von Hamasführern als auch von Fatahführern begleitet.
Wie es für sie Standard ist, benutzten die Palästinenserführer in ihren Kriegserklärungen bekannte Euphemismen. Statt offen zum Abschlachten der Juden aufzurufen, forderten sie die Muslime auf den Tempelberg gegen fiktive jüdische Angriffe zu verteidigen. Schubkarren an Steinen wurden Montag auf dem Tempelberg gelagert gefunden. Die Steine machten die Absicht der muslimischen Führer klar, dass sie die Szenen von 1990 wiederholen wollten, als jüdische Beter an der Westmauer zum Laubhüttenfest mit Steinen beworfen wurden. Dieser muslimische Angriff führte einen starken Anstieg des palästinensischen Terrors während der folgenden Monate herbei.
Die Krawalle dieser Woche erinnern ebenfalls an die palästinensischen Angriffe von 1996. Diese Aggression wurde mit falschen palästinensischen Beschuldigungen gerechtfertigt, Premierminister Benjamin Netanyahus Entscheidung, den archäologischen Tunnel entlang der Westmauer zu öffnen, sei ein Komplott die Aksa-Moschee zu beseitigen. Yassir Arafat nutzte diese fabrizierte Verleumdung als Vorwand, seine von den USA ausgebildeten und von den Israelis bewaffneten palästinensischen Sicherheitskräfte das Feuer auf IDF-Soldaten eröffnen zu lassen. Bei der folgenden Gewalt wurden etwa 15 Soldaten getötet.
Die gewalttätigste Verwertung von fabrizierten Behauptungen jüdischer Aggression gegen die heiligste Stätte des Judentums bisher kam natürlich im September 2000. Damals behaupteten Arafat und seine Stellvertreter in der Fatah, unterstützt von der Hamas und der Israelischen Islamischen Bewegung, dass der Beuch des damaligen Oppositionsführers Ariel Sharon auf dem Tempelberg am 28. September 2000 – ein Besuch, der vorab mit der PA koordiniert worden war – eine Kriegshandlung gegen die Palästinenser und den Islam als Ganzes war. Mehr als 1.500 Israelis wurden in den sieben Jahren Terror, die folgten, getötet.
Der vielleicht unverhohlenste Aufruf zur Erneuerung des Jihads gegen Israel kam diese Woche von Fatahführer und nominellen PA-Präsidenten Mahmud Abbas. In einem Interview im jemenitischen Fernsehen sagte Abbas: „Die zweite Intifada brach wegen des Besuchs [des ehemaligen Premierministers Ariel] Sharon [auf dem Tempelberg] aus… sie dauerter sieben Jahre. Diesmal bedarf die Frage Jerusalems deshalb weit größere Anstrengungen [der Palästinenser], etwas Praktischeres. Es reicht nicht über Jerusalem in Büchern zu reden oder Predigten in Moscheen zu halten. Es muss daran gearbeitet werden.“
Die jüngste Runde der Gewalt ist seit Monaten aufgebaut worden. Nach von der IDF veröffentlichten Daten hat sich die Zahl der Terroranschläge im Verlauf des letzten Monats von 53 Anschlägen im August auf 95 im September fast verdoppelt. Die Spitze der Gewalt in dieser Woche veranlasste IDF-Kommandeure vor der Möglichkeit zu warnen, dass die Gewalt sich durch Judäa und Samaria hindurch ausbreiten wird. Mit der fast nahtlosen Integration der israelisch-arabischen Führer in die Aufheizung zur Gewalt gibt es gute Gründe für die Sorge, dass die arabischen Israelis eine herausragende Rolle in der neuesten Runde des Jihad gegen Israel spielen werden.
Abbas und sein Premierminister Salam Fayyad haben ihre gewalttätigen Attacken gegen Israel durch erneuerte diplomatische Angriffe gegen den jüdischen Staat verstärkt. Fayyad und Abbas haben beide die Regierungen der USA und Europas aufgefordert Israels erfundene Provokationen und Schritte zur „Judaisierung“der ewigen Hauptstadt des jüdischen Volkes zu verurteilen. Statt diese Fatahführer wegen ihrer Schlüsselrollen bei der Aufhetzung zu Gewalt zu verurteilen, haben die Europäer sich diese zueigen gemacht. Angeführt von Schweden, das die reihum wechselnde EU-Präsidentschaft inne hat, haben die europäischen Regierungen verlangt, dass Israel sein provokatives Verhalten beendet. Die Obama-Administration ihrerseits hat, statt diese offensichtlich falschen Beschuldigungen kurzerhand von der Hand zu weisen, von Israel verlangt, dass es Rechenschaft für sein Handeln ablegt und beweist, dass es die palästinensische Gewalt nicht provoziert.
Wie lange die neueste palästinensisch Kampagne dauern wird und wie viele Israelis getötet werden, ist noch unbekannt. Größtenteils durch das von den USA unter Generalleutnant Keith Dayton gestellte militärische Training sind die Fatah-Kräfte in Judäa und Samaria heute besser ausgebildet und ausgerüstet als jemals zuvor. Im Gazastreifen bereitet sich die Hamas auf eine neue Runde Krieg vor, indem sie arme Palästinenser entlang der Grenze mit Israel ansiedelt, um es Israel schwer zu machen sich zu verteidigen, ohne die zivilen Schutzschilde der Hamas zu töten. Gleichzeitig bleibt die IDF stärker als diese palästinensischen Kräfte. Israels letztlicher Sieg gegen diesen neuen Terror-Feldzug ist daher ein vorbestimmtes Ende, abhängig nur vom politischen Mut seiner Führungspolitiker.
Da die Palästinenser wissen müssen, dass ihr neuer Terror-Feldzug mit einem israelischen Sieg enden wird, muss man darüber nachdenken, warum sie sich trotzdem entschieden haben ihn zu beginnen. Vier Erklärungen fallen dazu ein.
Erstens ist bemerkenswert, dass die Aufrufe zum Jihad drei Wochen vor dem geplanten Treffen der Führer von Hamas und Fatah in Kairo zur Wiedereinführung ihrer Einheitsregierung ausgerufen werden, wobei die nächsten parlamentarischen und Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr anstehen. Es ist möglich, dass Abbas und Fayyad und ihre Genossen in der Fatah durch die Anstachelung eines neuen Terrorkriegs gegen Israel der Hamas signalisieren, dass sie bereitwillige Kollaborateure in einer von der Hamas dominierten Regierung sein werden.
Doch weil die Hamas der Favorit für den Gewinn beider Wahlen ist, könnten die Fatah-Führer ihre Aufrufe zum Jihad dazu nutzen, ihre Popularität unter den Palästinensern zu erhöhen, bevor man anbietet die Wahlen zu streichen oder weil man eine wahrscheinliche Entgleisung der Verhandlungen um eine Einheitsregierung erwartet. Was auch immer sein wird, die sich abzeichnenden Gespräche zwischen Hamas und Fatah spielen zweifellos eine herausragende Rolle in der neuen Runde antijüdischer Gewalt.
Der zweite Grund für die Erneuerung der palästinensischen Gewalt gegen Israel und der Benutzung falscher Vorwürfe jüdischer Provokationen auf dem Tempelberg als Rechtfertigung für diese Gewalt besteht darin, dass die Fatah-Führer glauben, sie können ihre Kampagne dazu nutzen die Obama-Administration zu überzeugen Israel unter Druck zu setzen massive Zugeständnisse an die Palästinenser zu machen, noch bevor irgendwelche „Friedens“-Verhandlungen beginnen. Das war Arafats Ziel bei der Anstiftung zur Gewalt 1996. Damals war dieser Schachzug enorm erfolgreich. Der damalige US-Präsident Bill Clinton antwortete auf die palästinensische Gewalt damit, dass er Netanyahu verantwortlich machte und ihn zwang Verhandlungen zur Verlegung der IDF heraus aus Teilen Hebrons zu beginnen.
Es gibt auch die Möglichkeit, dass Raed Salah – die sichtbarste Kraft hinter den Randale dieser Woche auf dem Tempelberg – sie dazu benutzt, um sich eine machtvollere Position in der israelischen arabisch-palästinensischen Führungshierarchie zu bugsieren. Inspiriert von der Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas und den Würgegriff der Hisbollah gegenüber der libanesischen Regierung, könnte Salah sich entschieden haben, dass die Zeit dafür reif ist, dass die israelischen Araber ihr Profil in der jihadistischen Hackordnung zu aufzuwerten.
Die vierte mögliche Erklärung für die derzeitige Runde der Gewalt besteht darin, dass sie von den Regierungen Syriens und des Iran angestachelt ist, die gemeinsam die Hamas kontrollieren und in der Fatah und israelisch-arabischen Kreisen Einfluss haben. Das iranische und syrische Interesse an der Provokation solcher Gewalt ist jetzt klar. Wenn die Regierung Netanyahu und die IDF damit beschäftigt sind den palästinensischen Terrorismus zu bekämpfen, wird es für sie schwieriger sein gegen das iranische Atomwaffenprogramm vorzugehen, ob nun diplomatisch oder militärisch.
All diese möglichen Ursachen für die Gewalt werfen ein Licht darauf, wie das Geschehen vermutlich weiter gehen wird. Die zukünftigen Ereignisse werden immerhin zum großen Teil die Interessen der Parteien widerspiegeln, die an der Anstachelung der derzeitigen Attacken auf Israel beteiligt sind.
Ebenso zeigen die europäischen und amerikanischen Reaktionen auf die palästinensischen Aufrufe zur Gewalt gegen Israel und die Juden, wie der neuesten Runde palästinensischer Gewalt gegen Israel vermutlich vom Westen begegnet wird. Dass die EU so leicht bereit ist falsche Anschuldigungen der Palästinenser über erfundene israelische Provokationen zu glauben, demonstriert sie, dass in ihrer Politik gegenüber dem arabischen Konflikt mit Israel eine Verwandlung statt gefunden hat. Während die EU in der Vergangenheit in der Region ein mehr oder weniger neutraler Akteur war – offiziell lehnte sie es ab eine der beide Seiten zu untersützen, während sie sich inoffiziell auf die Seite der Palästinenser gegen Israel stellte – ist die europäische Haltung zur palästinensischen Gewalt der vergangenen Woche nicht von der der Arabischen Liga zu unterscheiden gewesen. Die neu zu findende Bereitschaft der Europäer, sich offen auf die Seite der Palästinenser gegen Israel zu stellen, macht klar, dass die Rolle der EU bei der kommenden Gewalt eine qualitativ andere sein wird als die, die sie in den bisherigen palästinensischen Terror-Feldzügen gespielt hat. Israels Fähigkeit, eine entsprechende und schlüssige diplomatische Kampagne zu seiner Verteidigung zu starten, hängt davon ab, dass das Außenministerium erkennt, dass eine transformative Verschiebung in der Behandlung Israels durch Europa stattgefunden hat.
Und das bringt uns zurück zu George Mitchell in Jerusalem. Was Mitchells absurde Äußerungen darüber, dass in der Region in naher Zukunft der Frieden ausbricht, zeigt, ist: Die Obama-Administration ist absolut bereit die arabische Gewalt gegen Israel wegzuheucheln. Ob von Naivität motiviert, einem allumfassenden Verlangen nach internationalen Friedenskonferenzen, einem Plan, die US-Außenpolitik an der der Europäer auszurichten oder von Feinseligkeit gegenüber Israel – die Tatsache, dass Mitchell von Frieden reden kann, während die Palästinenser gerade den Krieg erklärt haben, macht klar, dass die Obama-Administration nicht daran interessiert ist, eine konstruktive Rolle bei der Unterdrückung der Gewalt zu spielen. Sie ist sicher nicht interessiert daran Israel bei der Sicherung des Lebens seiner Bürger zu hlefen.
Offizielle Vertreter Israels haben versucht die Bedeutung der Ereignisse dieser Woche in Jerusalem herunterzuspielen. Das ist ein Fehler. Wenn die neue Runde der Gewalt schnell enden soll – und zu minimalen Kosten an Leben – dann ist es für Israel unerlässlich Mitchell defensiv nach dem Mund zu reden und rasch sowohl militärisch als auch diplomatisch in die Offensive zu gehen.
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