Warum dieser europäische Boykott von „Siedlungsprodukten“ eine richtig dumme Idee ist

7. Juni 2013 um 14:10 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost | 2 Kommentare
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Israel Matzav, 4. Jun 2013

In einem früheren Eintrag berichtete ich, dass Deutschland im Gleichschritt mit dem Rest Europas marschiert und einen Boykot von „Siedlungsprodukten“ aus Judäa und Samaria stützt. Für diejenigen, die es vergessen haben, hier eine Erinnerung daran, warum ein europäischer Boykott in Wirklichkeit den „Palästinensern“ schadet:

In Judäa und Samaria produzierte Güter sind nicht berechtigt für dieselben Vorzugstarife, die israelische Exporte in die EU genießen. Nach Angaben von Zahlen der Weltbank von 2012 importiert die EU jährlich Waren im Wert von $300 Millionen aus israelischen Siedlungen, grob geschätzt fünfzehnmal so viel wie von den Palästinensern. Doch hier fängt es erst an interessant zu werden.

Es stellt sich heraus, dass die aus jüdischen Siedlungen kommenden Waren örtlichen Arabern Löhne bieten, die mehr verdienen, indem sie für die „abscheulichen“ Juden arbeiten, als sie durchschnittlich bei der Arbeit für einen arabischen Betrieb arbeiteten.

Die Firma SodaStream mit Sitz in Israel, die ein Getränke-Sprudelsystem produziert, hat weltweit 13 Produktionsstätten, von denen sich drei in Israel und der gefürchteten „Westbank“ befinden und (Stand 2012) 1.100 Menschen beschäftigt.

SodaStreams Haupt-Produktionsstätte befindet sich in Mishor Adumim – dem Industriegebiet der judäischen Stadt Maale Adumim. In dieser Fabrik sind rund 900 Araber beschäftigt, von denen die Hälfte von Jericho bis Ramallah in der PA leben; die andere Hälfte sind Einwohner des annektierten Ostjerusalem.

Wenn also die EU in ihrem Versuch den in der PA lebenden Arabern zu helfen, es SodaStream erschwert seine Produkte in Europa zu verkaufen – wer leidet dann? Richtig: Die in der PA lebenden Araber.

Das israelische Außenministerium ergänzt mit Zahlen:

Das Außenministerium kündigte Mittwoch an, dass der derzeitige internationale Trend zum Boykott von Produkten aus Yescha sich nachteilig auf die Wirtschaft der PA auswirken könnte. Nach Angaben der Bekanntmachung sind 22.500 PA-Araber regelmäßig in Fabriken in Yescha beschäftigt; für den Fall, dass die Folgen des Boykotts Entlassungen nötig machen sollte, werden viele PA-Araber arbeitslos und ohne Unterstützung wiederfinden. „9% des jährlichen PA-Einkommens entstammt der Beschäftigung in israelischen Fabriken in Yescha. Der ‚pro-PA‘-Boykott wird als Bumerang gegen diese Araber wirken“, sagt das Ministerium.

Die Medien können nicht bis drei zählen

3. April 2013 um 20:44 | Veröffentlicht in Medien+Nahost | 8 Kommentare
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Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 3. April 2013 (direkt vom Autor)

Bei über 90.000 Toten in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs, über 6.000 allein in der vergangenen Woche, ist es für den deutschen Medienkonsumenten lebenswichtig, die genaue Zahl der von Hamas und Israel aufeinander geschossenen Raketen zu erfahren, auch wenn dabei niemand verletzt worden ist. Scud-Raketen auf die eigene Bevölkerung in Syrien zählt keine Nachrichtenagentur.

Die Darstellungen zu dem Raketenbeschuss „militanter Palästinenser“ und dem israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen bezeugen die verdrehte Sicht des Kriegsgeschehens in deutschsprachigen Medien. „Extremisten“ haben aus dem von der „radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas kontrollierten Gebiet“ (so Spiegel und Welt) am Dienstag zwei Raketen auf den Süden Israels abgeschossen. Als Reaktion habe die israelische Luftwaffe erstmals seit dem Waffenstillstand im November 2012, je nach Quelle einen, mehrere oder drei Angriffe auf Ziele im Gazastreifen geflogen.

Spiegel titelt: „Gazastreifen: Israel und Hamas brechen den Waffenstillstand“. Die Chronologie hätte eigentlich eine umgekehrte Reihenfolge erfordert, also „Hamas und Israel“. Und wieso steht da „Gazastreifen“, obgleich doch Raketen in Israel einschlugen? Die Welt titelt: „Israelische Luftwaffe schlägt gegen Gaza zurück“. Die Hamas kommt nicht vor, und die Juden beweisen wieder ihre seit Martin Luther legendäre Rachsucht, gemäß dem biblischen Prinzip „Auge um Auge“. Das steht da nicht, aber wer sich mit Juden auskennt, weiß genau, was gemeint ist. n-tv.de titelt: „Israel reagiert auf Raketenbeschuss. Nahost-Waffenruhe gebrochen“ Wer nur Überschriften ließt, erfährt, dass Ufos Israel mit Raketen beschossen haben. Da Hamas nicht erwähnt wird, bleibt die Erkenntnis, dass allein Israel die „Nahost-Waffenruhe“ bricht, indem es reagiert. Auf die Spitze treibt es die schweizer NZZ: „Trotz Waffenruhe im Nahen Osten. Israel greift wieder Ziele in Gaza an“ Die bösen Israelis, ohne Grund, „trotz Waffenruhe“, also reine Kriegslust. Der erste Satz im dpa-Bericht dort: „Die israelische Luftwaffe hat erstmals seit der Waffenruhe vom November wieder einen Angriff auf den Gazastreifen geflogen.“

Beim weiteren Lesen kommt die Versuchung, bis drei zu zählen. Spiegel: „Flugzeuge hätten ein Gebiet im Norden des Küstenstreifens bombardiert“ und wenige Sätze weiter: „Nach Angaben der Palästinenser trafen die drei Raketen unbewohntes Gebiet.“ Welche „drei Raketen“? Welt: „bombardierten mehrere Ziele“, dann kommen „drei Angriffe“. Verwirrung auch beim Hamas Raketenangriff. Angeblich ist „laut der israelischen Polizei eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete im Süden Israels nahe Aschkelon eingeschlagen“, aber Salafisten bestätigten afp, zwei Raketen abgeschossen zu haben. Befindet sich die zweite Rakete etwa noch in der Luft? Obgleich drei Quellen die afp Meldung verwendeten, hat Siegel die Salafisten wegzensiert. Etwa weil die in Deutschland Koran-Exemplare verteilen, um die Religion des Friedens vorzustellen?

Spiegel: „Militante Palästinenser hatten das Abkommen bereits im Februar gebrochen und aus dem Gaza-Streifen eine Rakete auf Israel gefeuert.“ Spiegel erwähnt nicht, ob die erwähnten Militanten linksliberal oder rechtsextremistisch sind, wie bei der Nennung israelischer Politiker. Seit November wurde also nur im Februar „eine Rakete“ abgefeuert. In dem vom Spiegel mitgelieferten Link steht jedoch gemäß übereinstimmenden Agenturberichten: „…hatten Palästinenser bereits in der Nacht zum Sonntag drei Flugkörper abgefeuert, die aber israelisches Gebiet nicht erreicht hatten.“ Nach Adam Riese wurden also vier Raketen abgefeuert, obgleich nur eine getroffen hat.

Die Agenturen verwalten bekanntlich die Wahrheit in der Welt, selbst wenn sie „übereinstimmend“ Falsches melden und sich widersprechen.

Die „militanten Palästinenser“ halten sich anerkennenswert zurück, wenn sie seit und trotz Waffenstillstand nur im Februar „eine“ Rakete (und nicht vier) auf Israel abgefeuert haben. Doch Spiegel verlinkt den März: „Während Obama-Besuch: Raketen aus dem Gaza-Streifen treffen Israel“ Im Text heißt es: „Militante Palästinenser feuerten mindestens vier Raketen aus dem Gaza-Streifen in Richtung Südisrael.“ Das wären weitere vier (plus vier im Februar, macht schon acht) abgefeuerte Raketen. Zwei Raketen schlugen in Israel ein. „Die beiden anderen Raketen hätten das israelische Gebiet nicht erreicht und seien noch innerhalb des Gaza-Streifens niedergegangen.“ Woher die übereinstimmenden Agenturen wissen, dass zwei der Raketen im Gazastreifens niedergegangen seien, wird nicht erwähnt. Denn zufällig entdeckten die Israelis am Dienstag in einem Kindergarten in Sderot eine (dritte) explodierte Rakete. Die wurde erst jetzt bemerkt, weil der Kindergarten wegen Osterferien geschlossen war.

Es fragt sich also, wieso der Spiegel nicht einmal bis drei zählen kann und in seinem Bericht nur Februar erwähnt, aber den Raketenbeschuss im März während des Obama-Besuchs unterschlägt, trotz beigefügtem Link. Alle Angaben stammen allein aus den deutschen Medienberichten und wurden nicht mit der Wirklichkeit in Nahost abgeglichen. Mörserbeschuss und andere Waffenstillstandsverletzungen wurden völlig unterschlagen. (C) Ulrich W. Sahm

http://www.nzz.ch/aktuell/international/israel-gaza-angriffe-1.18057433
http://www.n-tv.de/politik/Nahost-Waffenruhe-gebrochen-article10401341.html
http://www.welt.de/politik/ausland/article114953572/Israelische-Luftwaffe-schlaegt-gegen-Gaza-zurueck.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/waffenruhe-gebrochen-israel-schiesst-nach-hamas-angriff-zurueck-a-892166.html

Mehr muslimische „Beweise“, dass ihnen der Davidstern „gestohlen“ wurde

30. März 2013 um 13:34 | Veröffentlicht in Islamstaaten, Muslime | 2 Kommentare
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Elder of Ziyon, 25. März 2013

Vor ein paar Monaten berichtete ich, dass der ägyptischen „Antiquitäten-Experte“ Dr. Rahim Rihan behauptete der Davidstern sei ursprünglich ein muslimisches Symbol, das die Juden aber im 17. Jahrhundert gestohlen hätten.

Al-Fajer TV und andere Medien berichteten, dass Rihan seiner Theorie etwas hinzufügte; sie sagten Saladin nutzte den sechszackigen Stern in einer Burg in Ras Sudr, 230 Kilometer von Kairo entfernt:

Saladin lebte im 12. Jahrhundert.

Der lustige Teil daran ist, dass einige der anderen arabischen Medien, die die Story aufgriffen – wie Raya.ps – sie mit diesem Stern illustrierten:

Was, wie ich schon aufgezeigt habe, die Vorderseite des Leningrader Kodex der hebräischen Bibel ist – der 150 Jahre älter ist als Saladin!

Eine andere Internetseite hat allerdings wissenschaftliche Belege, dass der Stern ursprünglich vom Mahdi stammt. Ich kann nicht sagen, dass ich die Beweise verstehe, aber wenn man einige arabische Buchstaben schreibt (ich denke an ein Mohammed mit einem zusätzlichen M), auf eine bestimmte Weise in einem Kreis, dann machen sie anscheinend etwas, das etwas nahe kommte, was entfernt einem sechszackigen Stern ähnelt, wenn das Licht schlecht ist. Hier ist der Beweis, schwarz auf weiß:

Sehen Sie? Es ist so offensichtlich!

Es ist unendlich amüsierend, dass Menschen, die behaupten die Juden würden ihre Kultur stehen, derart besessen davon sind – nun ja, den Juden ihre Kultur zu stehlen.

Apartheid! (11)

24. März 2013 um 16:09 | Veröffentlicht in Israel | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 24. März 2013

Lina Makhoul
Von den israelischen Zuschauern
zur Gewinnerin von
„The Voice“ 2013
gewählt.

Araberin

Eine christliche Araberin aus Akko wurde Samstag die erste arabische Teilnehmerin, die die beliebte Talentshow „The Voice“ gewann.

Lina Mahoul (19) schlug Ophir Ben Shitrit, ein orthodoxe junge Frau aus Aschdod und gewann die zweite Ausgabe der Serie.

Mahoul sang in der Entscheidungssendung Leonard Cohens „Hallelujah“ und machte damit den Sieg klar.

Das Lied eines israelischen Soldaten zu Passah an die Welt

22. März 2013 um 14:07 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Medien+Nahost | 2 Kommentare
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Latma TV, 18. März 2013

Das Video und das Lied basieren auf „I live from day to day“ (Ich lebe von einem Tag zum anderen) von Subliminal, the Shadow and Momi Levi.

Lass mich hören, dass du sagst
ich sei ein Kriegsverbrecher.
Komm schon, kleiner Punk,
dafür bist du doch gekommen.
Mach‘ ein Foto,
du kannst doch, wenn nötig, eins inszenieren.
sollt ich etwas sagen,
das richtig Angst einflößend ist?
Größer als du hier warst
und wieder verschwandest,
ganz zu schweigen davon: klüger,
aber das ist nichts Besonderes.
Also täusche die Naiven,
was immer du erreichen kannst.

So viel du auch lügst,
du bist Staub auf meinem Ärmel.
Seit 4000 Jahren
ist dieses Land das meine gewesen.
Also bevor deine Uroma
Windeln trug und weinte.
Öffne ein Buch,
es ist kein großes Geheimnis,
auch wenn ich sicher bin,
dass du beim Geschichtstest versagst.

Wenn Gewalt keine Alternative ist,
dann greifst du auf Betrug zurück.
Aber offen gesagt, du Wanze, ist mir
deine ignorante Meinung
oder was du von mir denkst,
scheißegal
Ich bin ein israelischer Soldat
und stolz darauf!

Ich lebe von einem Tag auf den anderen,
gehe einfach meinen Weg
tagein, tagaus
nichts ändert sich hier oder an der
weiter tickenden Uhr.
Der morgige Tag zieht herauf
und wir gehen immer wieder zurück
zu der guten, alten Truppe.
Ich habe kein anderes Land.

Lass mich dir jetzt erzählen
was du verurteilen solltest -
die zehn Plagen.
Ich denke, Moses sollte
nach Den Haag gebracht werden.
Lass mein Volk ziehen -
eine Erklärung der Selbstgefälligkeit.
Geschwüre und Hagel,
das ist jetzt aber ein Verbrechen gegen die Menschheit.
Der Name dieses Ortes: Judäa!
Erinnert der an etwas?
Schalte deine Kamera aus
und benutzt eure Handys.
Zwei und zwei, ich weiß,
das ist für dich schwer zu schlagen.
Also übertreibe, manipuliere,
es ist mir sch…
Zurück nach Samaria,
das ihr die PA nennt,
der Ort von König David,
all den Propheten und hey:
Jesus war hier,
aber ich hasse es, dir das sagen zu müssen:
Ich habe ein furchtbares Gerücht gehört -
sie sagen, er war Jude.
Also lasst euch nicht von mir unterbrechen,
macht den Job, für den ihr angeheuert wurdet.
Mit euren Organisationen
habt ihr mich echt müde gemacht.
Die Quintessenz ist,
auch wenn es schmerzt das zu sehen:
Ich bin ein israelischer Soldat
und stolz darauf.

Ich lebe von einem Tag auf den anderen,
gehe einfach meinen Weg
tagein, tagaus
nichts ändert sich hier oder an der
weiter tickenden Uhr.
Der morgige Tag zieht herauf
und wir gehen immer wieder zurück
zu der guten, alten Truppe.
Ich habe kein anderes Land.

Ich werde nicht weggehen,
es hat keinen Zweck.
Ich habe genug von euren
Verdrehungen und Beschimpfungen.
Jedes Mal, wenn ihr in unterschiedlichen
Formen und Tarnungen kommt,
Rassenreinheit, Menschenrechte,
all eure Lügen.
Also schreibt, beißt, hetzt,
ist schon in Ordnung.
Macht euren kleinen Job,
ich werde weiter meinen tun,
von den Bergen Galiläas,
von der Wüste zum Meer.
Ich bin ein israelischer Soldat
und stolz darauf.

Ich lebe von einem Tag auf den anderen,
gehe einfach meinen Weg
tagein, tagaus
nichts ändert sich hier oder
an der weiter tickenden Uhr.
Der morgige Tag zieht herauf
und wir gehen immer wieder zurück
zu der guten, alten Truppe.
Ich habe kein anderes Land.

Wo wurden diese Bilder aufgenommen?

18. März 2013 um 19:39 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | 1 Kommentar
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Israel Matzav, 18. März 2013

Links: Gaza Stadt?
Nein, eine heruntergekommene Gegend in Los Angeles.

Rechts: Mailand (Italien)? Modezentrum New York?
Nein, Gaza Stadt!

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