Europas Chutzpe kann den Niedergang nicht verbergen

17. April 2014 um 13:40 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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FresnoZionism, 12. April 2014

Dank an den scharfsinnigen David F., dass er mich hierauf aufmerksam machte:

Offizielle Vertreter der Europäischen Union beschuldigten Israel am Freitag, diese Woche von der EU finanzierte Wohnunterkünfte vor Ma’aleh Adumim abgerissen zu haben, berichtete AFP.

Achtzehn Bleckbaracken, die normalerweise Palästinenser während schwerem Winterwetter beherbergen, wurden nach Angabe des Berichts dieses Jahr „zum Teil von EU-Mitgliedsstaaten finanziert“.

EU-Vertreter forderten finanzielle Entschädigung von Israel an Brüssel, als Reaktion auf den Abriss dreier der Gebäude, berichtete die belgische Nachrichtenagentur EurActiv.

„Wir sollten von Israel Entschädigung verlangen, wann immer von der EU finanzierte humanitäre Hilfsprojekte zerstört werden“, zitierte EurActiv einen anonymen EU-Diplomaten.

Die Denkprozesse der „offiziellen EU-Vertreter“ sind bemerkenswert. Sie finanzieren illegale Bauten und erwarten dann für ihre Verluste entschädigt zu werden, wenn die Behörden intervenieren. Wenn ich jemanden dafür bezahle mir ein Auto zu stehlen und der wird verhaftet, kann ich dann die Polizei verklagen, um mein Geld zurückzubekommen? Ich würde wahrscheinlich ebenfalls verhaftet werden! Was hier geschehen sollte, ist, dass die EU jegliche einschlägigen Geldstrafen plus der Kosten des Abrisses der illegalen Gebäude bezahlen sollte.

Doch es gibt noch mehr. Die EU gibt große Geldsummen an die palästinensische Autonomiebehörde, von denen viel dafür genutzt wird die Gehälter von inhaftierten Terroristen zu zahlen – mit anderen Worten, um sie für jede Art von Verbrechen zu belohnen, darunter Mord. Wie wäre es, wenn die EU Israel Entschädigung für das Handeln dieser, nun ja: Mitarbeiter zahlt?

Die EU handelt nicht aus humanitären Motiven heraus (den Arabern in Judäa und Samaria geht es besser als jeder anderen Nation im Nahen Osten). Sie finanziert Zersetzung, Sabotage und Terrorismus gegen den jüdischen Staat.

Sinn macht die europäische Forderung nach Entschädigung im Zusammenhang ihres historischen Überlegenheitskomplexes, teilweise bezüglich der Juden, von denen sie nicht glauben, dass sie ein Recht auf Souveränität haben. Wie sonst können sie ihr Einmischung in das Recht des Landes eines anderen rechtfertigen?

Die Araber und andere haben nicht ganz Unrecht, wenn sie sich über die kolonialistische Arroganz beschweren, die Europa immer noch kennzeichnet, lange nachdem sein Reiche vergangen sind und seine Vitalität in unaufhaltsamem wirtschaftlichem und demografischem Niedergang verrinnt.

Anmerkung – Israel Matzav kommentiert die Forderung des EU-Heinis so:

Wenn die Europäer wissen wollen, warum sie NULL Einfluss in diesem Land haben, könnte diese Story das sein, womit sie anfangen sollten. Die Europäische Union fordert Entschädigung für die Zerstörung von achtzehn Blechhütten durch Israel, in denen „Palästinenser“ auf Land hausten, das nicht für Bebauung durch „Palästinenser“ vorgesehen ist (mit einem Wort: illegale Landbesetzer). Das fragliche Land liegt in E-1, dem Streifen zwischen Jerusalem und Ma’ale Adumim, von dem Israel immer wieder mal sagte, es wolle dort bauen und jedes Mal von den Amerikanern aufgehalten wurde. …

Wir sollten eine von zwei Antworten geben. Entweder sollten wir ihnen einfach sagen, sie können sich das hinstecken, wo die Sonne nicht scheint oder wir sollten ihnen sagen, dass wir das gegen die Schäden des von den Europäern finanzierten „palästinensischen“ Terrors aufrechnen – und dann haben sie noch sehr viel vor sich. Ich favorisiere die erste Lösung – ich mag nicht bescheinigen, dass sie irgendeine Art von Anspruch hätten.

Warum lächelt dieser Mann?

13. April 2014 um 16:26 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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UNHRC-lets-Assad-smileDer UNO-Menschenrechtsrat ist
„tief besorgt wegen des Leidens der Syrer … auf dem Golan“.
Resolution 25/31, 28. März
pic.twitter.com/6CGBIIZgNN

Der Text der UNO verurteilt Israel wegen „systematischer Menschenrechtsverletzungen.“
Nur die USA stimmten mit Nein.
Die EU enthielt sich.

Der katastrophale Ausgang der „Friedensverhandlungen“

11. April 2014 um 14:03 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Friedensinitiativen, Israel, USA | 2 Kommentare
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Isi Leibler, Word from Jerusalem, 1. April 2014

Wie erwartet haben sich die Bemühungen der Obama-Administration eine Friedensregelung durchzusetzen als katastrophaler Fehlschlag erwiesen. Es ist nebensächlich, ob die Verhandlungen formell zusammenbrechen oder ein das Gesicht wahrendes „Rahmenabkommen“ angenommen wird, das nicht bindend ist und das ausreichende Vorbehalte enthält, um es bedeutungslos zu machen. Bedauerlicherweise hat die US-Intervention die Lage nur verschärft und sogar die Chancen einen unauffälligen Zwischenfortschritte und wirtschaftliche Kooperation untergraben.

Die Friedensregelungen zwischen Israel und Ägypten und Jordanien wurden erreicht, weil beide Seiten einen Ausglich erreichen wollten. Die USA versuchten damals nicht Lösungen zu erzwingen. Sie wurden erst als Moderator und ehrlicher Vermittler involviert, nachdem beide Seiten die ersten Schritte unternommen hatten und sie einluden.

Die fehlerbehafteten Initiativen der Obama-Administration haben zum Ergebnis, dass das Ansehen der USA sowohl in Israel als auch der arabischen Welt auf ihr niedrigstes Level abstürzten. US-Außenminister John Kerry ist zwischen Einschüchterung und gelegentlichem Beschwichtigen Israels hin und her gepoltert. Der Durch wurde überwiegend auf Israel ausgeübt, während die Palästinenser, die mit Gazehandschuhen angefasst wurden, es ablehnten auch nur einen einzigen Kompromiss von Bedeutung einzugehen. Das schuf bei den Israelis enormen Frust und Verstimmung gegenüber den USA.

Die positiven Erinnerungen an Obamas Besuch in Israel und die fortgesetzte militärische Unterstützung und Kooperation – derzeit auf einem Allzeit-Hoch – wurden von israelischer Wut gegenüber den USA überschattet, weil die Regierung drangsaliert wurde brutale Massenmörder zu freizulassen, die dann von der PA als Helden glorifiziret wurden.

Die PA forderte das als Vorleistung, damit sie überhaupt verhandelt. Ein uninformierter Beobachter würde annehmen, dass Israel der Bittsteller ist; er wäre sich nicht bewusst, dass die Gebiete erst erworben wurden, nachdem Israel ein arabisches Konglomerat besiegte, das einen Vernichtungskrieg gegen den jüdischen Staat initiierte.

Amerikanische und europäische Führungspolitiker täuschen sich weiter selbst, dass es im israelisch-palästinensischen Konflikt um zwei feindselige Völker geht, die um Grundbesitz kämpfen. Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, dass sowohl Arafat als auch Abbas israelische Angebote von 95% der Gebiete jenseits der Grünen Linie ablehnten, ohne auch nur ein Gegenangebot zu machen. Inzwischen sollten sie erkannt haben, dass das Ziel der Palästinenserführer nicht der Erwerb von Land ist, sondern das Ende der jüdischen Souveränität in der Region. Das erklärt ihre unnachgiebige Weigerung Israel als jüdischen Staat anzuerkennen.

Die US-Administration ignoriert die Wirklichkeit, dass der korrupte und doppelzüngige PA-Vorsitzende Mahmud Abbas – selbst wenn er es wollte – kein Mandat hat irgendein Zugeständnis zu machen; und sollte er davon abweichen, würde er wahrscheinlich ermordet. Der anhaltende Druck auf Israel, ohne Gegenleistung einseitig Zugeständnisse zu machen, hat die palästinensischen Extremisten nur gestärkt, die selbstgefällig demonstrieren, dass Unnachgiebigkeit sich auszahlt.

Die politischen Entscheidungsträger der USA versagen auch darin einzusehen, dass die Unterschiede zwischen der PA und der offen völkermörderischen Hamas als vorrangig taktisch sind. Die PA glaubt, ihre Strategie der Diplomatie und der Demontage Israels in Phasen ist weit effektiver als Terrorismus (zu dem sie wiederholt zurückzukehren drohen). Doch die PA wie die Hamas teilen dasselbe Ziel – die Eliminierung Israels.

Jetzt ist die Zeit, dass die Obama-Administration die Realität akzeptiert, dass die PA sich in eine kriminelle Gesellschaft entwickelt hat. Wie anders soll man ein Regime definieren, das Kinder im Kindergartenalter einer Gehirnwäsche unterzieht, damit sie glauben, Israel und die Juden seien bösartige Parasiten und ständig die Beseitigung des jüdischen Staates fordert? Diese Dämonisierung Israels wird tagtäglich von den Mullahs in den Moscheen und den von der PA kontrollierten Medien verstärkt. Zusätzlich werden Terroristen zu Heiligen gemacht, als Helden behandelt und ihnen werden staatliche Pensionen gewährt. Es gibt zahlreiche Ähnlichkeiten zwischen der Gehirnwäsche beim deutschen Volk durch die Nazis und dem, was Arafat und jetzt Abbas den Palästinensern auferlegt haben.

Durch Obamas persönliche Anfangs-Intervention sind die Siedlungen – lediglich 3 bis 4% der Gebiete jenseits der Grünen Linie – zur heute zentralen Frage geworden. Während Israelis über die Rolle von Siedlungen in entlegenen Gegenden uneins sind, haben sie Frust, dass der Hausbau in jüdischen Vororten Ostjerusalems und innerhalb der Siedlungsblöcke, die bei Israel bleiben werden, unendlich größere weltweite Verurteilung hervorrufen als das Massenschlachten in Syrien.

Doch trotz all der Bemühungen und Zugeständnisse, die Israel gemacht hat, gibt es Signale, dass die Obama-Administration die Verantwortung für das Scheitern der Verhandlungen, die wir von Anfang an als dem Untergang geweihte, hoffnungslose Scharade erkannten, uns anlasten wird. Die historischen jüngsten US-Attacken gegen Verteidigungsminister Moshe Ya’alon, weil der seine Sorgen zu Folgen von Aspekten der amerikanischen Außenpolitik auf Israel zum Ausdruck brachte, legen davon Zeugnis ab.

Dass Israel wieder wegen Häftlingsentlassungen unter Druck gesetzt wird, ist skandalös. Die Regierung wurde in dem klaren Einvernehmen von den USA in die Freilassung dieser Massenmörder geprügelt, dass die vier Phasen der Freilassung nur erfüllt würden, wenn es bei den Verhandlungen Fortschritt gibt. Abbas hatte mehr als reichlich klar gemacht, dass er zu nichts Kompromisse eingehen wird; und doch beharrten die Amerikaner darauf Druck auszuüben. Es gibt unbestätigte Berichte, dass die Amerikaner sogar überlegen, die Freilassung der Terroristen der israelischen Öffentlichkeit durch die Entlassung von Pollard schmackhafter zu machen und Netanyahu zu veranlassen in die Endphase arabisch-israelische Terroristen einzubeziehen (dem Israel niemals beipflichtete). Wenn jetzt Pollard, der nach jedem Maßstab vor langer Zeit schon hätte freigelassen werden sollen, als Bauernopfer benutzt wird, Israel unter Druck zu setzen weitere Massenmörder freizulassen, dann spiegelt das widerliche, schon obszöne moralische Entgleisung seitens der Obama-Administration.

Um diesem Aberwitz noch eins draufzusetzen fordert Abbas darüber hinaus, selbst wenn wir das letzte Los der Mörder freilassen, er die „Verhandlungen“ nicht weiter führt, außer Israel entlässt weitere Mörder und friert alle Bautätigkeit jenseits der Grünen Linie ein. Selbst Tzipi Livni verzweifelte in der Zustimmung, dass unter solchen Umständen die finale Phase nicht umgesetzt werden sollte.

Unsere Regierung muss aufpassen, dass – ungeachtet dessen, welche Zugeständnisse Israel macht – die Palästinenser, wenn sie einmal das Gefühl haben, dass sie uns bis zum Maximum ausgepresst haben, sie dann zu den Vereinten Nationen marschieren und die internationalen Gerichte in Den Haag abklappern, um uns des Bruchs internationalen Rechts anklagen, um Boykotte zu initiieren und uns zu delegitimieren.

Wir sind in die Drohungen nicht eingeweiht, der die Regierung sich seitens der US-Administration ausgesetzt sieht. Doch Netanyahu muss in den sauren Apfel beißen den amerikanischen Druck zurückzuweisen und, wenn nötig, unseren Fall dem amerikanischen Volk direkt vorzulegen. Wir würden wiederholen, dass es keinen Wunsch gibt über die Palästinenser zu herrschen – und betonen, dass die überwiegende Mehrheit praktisch bereits von ihnen selbst regiert wird.

Es muss betont werden, dass Israel sich geografisch in einem Bau voller Skorpione befindet, der die Aufmerksamkeit auf die barbarischen und bestialischen Verbrechen zieht, bei denen in Syrien mehr als 150.000 Menschen abgeschlachtet wurden. Von den benachbarten Palästinensern werden immer noch Raketen auf unsere Zivilisten abgeschossen. Wir sollten sie daran erinnern, dass wir Barbaren an unseren Toren gegenüber stehen und dass unsere Hauptsorge darin besteht, die Sicherheit unserer Kinder und Enkel sicherzustellen. Aus diesem Grund können müssen wir, wenn wir keine Vereinbarung von Bedeutung erreichen können, mit dem Status quo leben.

Israel wird weiter für Wirtschaftsbeziehungen zu den Palästinensern werben, in der Hoffnung, dass im Lauf der Zeit neue Führer aufkommen werden, die bereit sind Zugeständnisse zu machen und unsere Sicherheitsanforderungen anzuerkennen. Dann könnte die Zweistaatenlösung über Nacht Realität werden und gemeinsame israelisch-palästinensische Kooperation würde es uns allen ermöglichen zu gedeihen und uns einer glänzende Zukunft erfreuen. Das ist ein weit entfernter Zukunftstraum, auf die die meisten Israelis sich Hoffnungen machen, doch leider ist das derzeit nicht einmal am Horizont zu sehen.

Das übliche zweierlei Maß beweist…

22. März 2014 um 20:06 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost | 1 Kommentar
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Harzony-to-inciters

EU-Bericht dämonisiert Israel als Bedrohung der regionalen Sicherheit

20. März 2014 um 14:55 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Nahost-Konflikt | 1 Kommentar
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Tom Wilson, Commentary Magazine, 12. März 2014

Die Europäische Union hat einen atemberaubenden und fadenscheinigen Bericht zur gegenwärtigen Lage im Gazastreifen veröffentlicht, der selbst nach europäischen Standards unverhältnismäßig bösartig ist. Der Bericht versucht den Eindruck einer humanitären Krise im Gazastreifen zu erwecken, für die ziemlich vorhersagbar Israel verantwortlich gemacht wird; er behauptet, diese Krise habe als Folge die Destabilisierung der Sicherheit der gesamten Region zur Folge. Einmal mehr versuchen die Europäer die Juden und ihren Staat für die breiteren Probleme der Welt verantwortlich zu machen. Das vielleicht Schockierendste überhaupt sind die zahlreichen Wege, auf denen dieser Bericht danach strebt das Hamas-Narrativ zu legitimieren.

Die dahinter steckende These erscheint die zu sein, dass Israel eine Blockade des Gazastreifens durchführt, die aufgehoben werden muss, sonst wird es furchtbare Folgen für uns alle haben. Selbst wenn Europas Vorwürfe wegen der Blockade richtig wären – was sie nicht sind – dann ist an dem Bericht besonders bemerkenswert, auf welche schamlose Weise er versucht Israel zum Schuldigen zu machen. Der Bericht weist der Hamas – die als einzige den Strip regiert – offensichtlich wenig bis keine Verantwortung zu, sondern klagt an: „Israel trägt die Hauptverantwortung für die Lage im Gazastreifen.“ Das kann aber gar nicht der Fall sein. Gaza hat eine Grenze zu Ägypten, eine, die die Ägypter zu mancher Zeit viel strenger kontrolliert als zu anderen, abhängig davon, wer in Kairo regiert hat. Selbst wenn die strengste Belagerung gegen den Gazastreifen verhängt wurde, könnte diese nicht ohne die Teilnahme beider Länder aufrecht erhalten werden. Man kann den einen nicht heftiger verantwortlich machen als den anderen. Doch der europäische Bericht befleckt trotzdem Israel.

Abgesehen davon versucht der Bericht auch Ägypten zu kritisieren, allerdings auf die ungewöhnlichste Wise. In den letzten Monaten haben die ägyptischen Behörden sich sehr bemüht riesige Netzwerke illegaler Schmuggeltunnel zu schließen, die es unter der Grenze bei Rafah gibt. Das sind Tunnel, die dazu genutzt werden illegale Waffen in die von den Islamisten betrieben Enklave zu bringen. Die vom Iran gelieferten Waffen auf dem von Israel gerade geenterten Schiff sollten über genau diese Tunnel in den Gazastreifen kommen. Dieser Bericht jedoch behauptet, dass diese Tunnel 80 Prozent der Lebensmittel und medizinischen Versorgungsgüter liefern. Mit der Darstellung der Schließung der Terrortunnel als beklagenswerten Schritt versucht der Bericht der EU die Mittel zu legitimieren, mit denen die Terroristen sich zum Angriff auf israelische Zivilisten bewaffnen.

Wichtiger noch: Die dem Bericht zugrundeliegende Behauptung zur Blockade so wesentlicher Dinge ist schlicht nicht wahr. Die Einschränkungen der für die Lieferung in den Gazastreifen gestatteten Waren sind in den letzten Jahren nicht nur enorm gelockert worden – es hat eine Blockade solch humanitärer Dinge wie medizinscher Güter überhaupt nie gegeben. Selbst während der intensiven Kämpfe im Gaza-Krieg von 2009 hielt Israel täglich Waffenruhen ein, um solche Versorgungsgüter in den Gazastreifen zu bringen.

Wenn im Gazastreifen gezogene Blumen und Obst in Europa verkauft werden, ist es der Gipfel europäischer Heuchelei zu behaupten es gebe im Gazastreifen eine „erdrückende humanitäre Lage“ und „zunehmende Lebensmittelunsicherheit“. Waren und Menschen dürfen ständig zwischen Israel und dem Gazastreifen hin und her wechseln. Waffen sind in Gaza nicht erlaubt, auch keine Dual-Use-Gegenstände, die für militärische Zwecke verwendet werden könnten und wozu gewisses Baumaterial gehört – obwohl Israel Baumaterial für genehmigte internationale Projekte zulässt. Wel es aber nicht viel gibt, auf das man sich stürzen kann, erhebt der Bericht irreführende Behauptungen zu Treibstoff-Lieferungen und beklagt Gazas notleidende Bauindustrie.

Da dieser Bericht versucht zu argumentieren, dass Israel eine Krise anzuzetteln, die fatale Folgen für die gesamte Region haben könnte, scheint er im Grunde die bizarre Behauptung zu machen, dass es, wenn die Bauarbeiter im Gazastreifen noch länger nicht weiter arbeiten, es eine Art Sicherheitskatastrophe geben wird. Wie es für die europäische Politik in der Region so typisch ist, sind die in diesem Bericht eingenommenen Positionen eine moralische und logische Umkehrung. Der Bericht besteht darauf, dass es, wenn Israel die Einschränkungen an der Grenze nach Gaza nicht noch weiter lockert, dann ernste Folgen für die Stabilität und die Sicherheit geben könnte. So ziemlich das Gegenteil ist der Fall. Israels Einschränkungen sind wegen Sicherheitsbedenken absolut notwendig; sie zu lockern oder nicht hart gegen die Schmuggeltunnel vorzugehen würde den Fluss an Waffen und damit in Zusammenhang stehenden Materialien an die Militanten gestatten, durch den nur mehr terroristische Gewalt ermöglicht würde, weniger Sicherheit und mehr Instabilität.

Der Bericht fordert dann noch die Aussöhnung zwischen der als Terrororganisation geführten Hamas und der nur marginal moderateren Fatah, die derzeit die palästinensische Autonomie führt und sich an von den USA unterstützten Gesprächen mit Israel beteiligt. Würde die Hamas sich der bereits unnachgiebigen Fatah anschließen, dann würde, was vom Friedensprozess übrig bleibt, wahrscheinlich komplett auseinanderfallen.

Dieser Bericht der EU versucht Israel als unverantwortlich eine Blockade durchzusetzen darzustellen, die die Sicherheit der gesamten Region gefährdet. Fakt ist, dass die Ermutigung der Islamisten durch Legitimierung ihrer Forderungen und ihres Narrativs oder Infragestellung von Sicherheitsmaßnahmen, die Waffen von den Händen der Terroristen fern hält das, was wirklich die Stabilität in der Gegen bedroht. Doch angesichts der immer verzerrteren Sicht Israels seitens der Europäer sollten wir nicht weniger erwartet haben.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (09.-15.03.2014)

15. März 2014 um 22:30 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Friedensinitiativen, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 09.03.2014:

Auf dem aufgebrachten Schmuggelschiff fanden die Israelis 40 Raketen (Typ M-302, Reichweite 160km), 180 Mörsergranaten und rund 400.000 Kugeln Kaliber 7,62mm.

Heckmeck:
- Mahmud Abbas stellte wieder klar: keine „Siedlungsblöcke“, kein jüdischer Staat. Und die „Rückkehr“ von mehr als 5 Millionen „Palästinensern“ nach Israel. Frieden! (Friedhofsfrieden durch Vernichtung Israels und seiner Juden.)
- Nabil Al-Araby, Generalsekretär der Arabischen Liga, forderte alle arabischen Staaten auf sich der Forderung nach Anerkennung Israels als jüdischem Staat zu widersetzen. Die Forderung sei ein Versuch die diplomatischen Verhandlungen zwischen den beiden Seiten zu untergraben.
- Premierminister Netanyahu sagte erstmals selbst, dass er eine Zwangsräumung der „Siedlungen“ in der „Westbank“ ausschließt. Was mit Israelis in Gemeinden geschieht, die jenseits der zu ziehenden Grenzen zwischen Israel und „Palästina“ liegen, müsse abgewartet und verhandelt werden.
- Die PA-Zeitung Al-Quds behauptet eine US-Außenamtssprecherin habe gesagt, die israelische Forderung nach Anerkennung als jüdischer Staat sei nicht entscheidend für die Friedensgespräche; die Berichte der Sprecher des Außenministeriums zeigen allerdings keinerlei derartige Äußerung.

Montag, 10.03.2014:

Die Hamas enthüllte in Gaza eine Raketen-Statue und kündigte an in einer nächsten kriegerischen Auseinandersetzung auch den israelischen Norden zu beschießen.

Dienstag, 11.03.2014:

Der Revolutionsrat der Fatah begrüßte (enthusiastisch) die Weigerung von Mahmud Abbas Israel als jüdischen Staat anzuerkennen.

Bei einer Explosion bei Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen wurden mehrere Menschen getötet; der Grund für die Explosion ist unklar, Quellen sagen aber, es handelte sich nicht um einen IDF-Angriff.

Mittwoch, 12.03.2014:

Seit Beginn des Jahres 2014 schossen Terroristen 70 Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel. Seit 2001 waren es mehr als 12.800 Raketen! Im Schnitt ist im Verlauf des letzten Jahrzehnts alle 7 Stunden eine Rakete in Israel eingeschlagen.

Al-Arabiya behauptet, dass heute mindestens 130 Raketen auf Israel geschossen wurden.

Ein Video aus dem Gazastreifen zeigt, dass die heutigen Raketen aus zivilen Gegenden geschossen wurden.

Blödsinn: David Cameron ist in Israel zu Besuch und gab als erstes schonmal von sich, dass die Erzielung eines Friedenshandels mit den Palästinensern für die Welt „aboslut lebensnotwendig“ sei.

Die EU droht wieder: Israel soll die Blockade des Gazastreifens lockern oder „ernste Konsequenzen“ zu spüren bekommen. Israel sei hauptverantwortlich für die humanitäre Lage im Gazastreifen. (Also auch für die von Ägypten zerstörten Schmuggeltunnel, das wird ausdrücklich erwähnt!)

Nach dem massiven Raketenterror von heute sagte Netanyahu, dass es im Gazastreifen „eine Menge Lärm“ geben wird, sollte es keine Ruhe für den Süden Israels geben; die Hamas verspricht „Widerstand“ (also Terror).

Die Hamas ließ der Agence France Presse gegenüber wissen, dass Israel im nächsten Krieg mit fortschrittlichen Raketen „zugedeckt“ würde.

Heckmeck:
- John Kerry gibt zu, dass das Misstrauen zwischen Israelis und Palästinensern enorm ist; dennoch ist er zuversichtlich, dass „irgendeine Vereinbarung“ erreicht werden kann.
- Mahmud Abbas: Im Fall einer Einigung mit Israel wird es eine Volksabstimmung geben – aber nicht unter den PalArabern vor Ort, sondern weltweit. Außerdem bekräftigte er wieder mal sein Nein zu einem jüdischen Staat.

Donnerstag, 13.03.2014:

Von Mahmud Abbas kommt natürlich, dass Israel die „Situation im Süden eskaliert hat“ – die Terrorraketen ignoriert er geflissentlich. Später – gegenüber David Cameron – „verurteilte“ er dann „alle militärische Eskalation, einschließlich Raketen“.
Von der Hamas kommt natürlich derselbe Müll – „alle Gaza-Fraktionen“ hätten einer Waffenruhe zugestimmt, die „das zionistische Gebilde“ aber verletzt habe. (Der übliche Schwachsinn: Wir schießen, dann sagen wir „Waffenruhe“ – und wenn Israel die nicht einhält, dann ist das die Eskalation.)
Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad behaupteten auch, Ägypten habe eine Waffenruhe vermittelt, die um 14 Uhr Ortszeit in Kraft treten sollte. Israel bestreitet dies: „Ruhe wird mit Ruhe beantwortet.“ (Nach Beginn der „Waffenruhe“ gab es direkt wieder 2 Raketen…) Zudem geben sie Fotos einer Explosion in New York als Werk ihrer Raketen aus.

Der Palästinensische Islamische Jihad forderte Israel auf „aus unserem Land zu verschwinden“ – womit ganz Israel gemeint ist.

Ein offizieller Vertreter der PA nannte Israelis im offiziellen PA-Fernsehen „ein hochentwickeltes Instrument des Bösen ohne Glauben, ohne Prinzipien“. „Allah wird sie sammeln, damit wir sie töten können.“

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte die Raketenangriffe auf Israel, forderte dieses aber besonders zu „Zurückhaltung“ auf (dann forderte er diese „von beiden Seiten“).

Ein Politik-Professor in Gaza verkündete, dass „beide Seiten Botschaften schicken, dass sie keine unbeschränkte Konfrontation suchen“. Die Hamas wolle lediglich Aufmerksamkeit. Beweis: Die Raketen schlugen größtenteils in offenem Gelände ein und die israelischen Gegenschläge trafen Terrorlager, nachdem diese geräumt wurden.

David Cameron, selbsterklärter Freund Israels: Eine Vereinbarung zwischen Israel und den Palästinensern ist möglich; die humanitäre Lage im Gazastreifen ist eine Katastrophe; israelische Führungspolitiker sollten „unpopuläre Maßnahmen“ treffen.

Die IDF stationierte zwei Batterien Eiserne Kuppel bei Beer Sheva und Aschdod; außerdem wurden Luftwaffen-Reservisten einberufen.

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden (Fatah, Abbas‘ Truppe!) beansprucht in einer Veröffentlichung 4 der gestrigen Raketen für sich. Dabei bezeichnen sie Zionisten/Juden als „Söhne von Affen und Schweinen“.

Heckmeck:
- Mahmud Abbas „wartet immer noch“ auf eine Ausgabe des Kerry-Rahmenplans.
- Die Raketen im Süden werden die „Friedensgespräche“ wohl nicht scheitern lassen.

Freitag, 14.03.2014:

Heckmeck:
- Mahmud Abbas lässt wissen, dass er bisher noch keine Anfrage zur Verlängerung der Gespräche mit Israel bekommen hat. Auf einmal behauptet er aber, dass er das nicht ablehnt, sondern eine Anfrage gründlich überdenken würde.
- John Kerry findet auf einmal, es sei ein Fehler, dass Israel die Anerkennung als jüdischer Staat durch die Palästinenser verlangt. (Im Januar gab er das noch als Pflichtpunkt an.)

Samstag, 15.03.2014:

Terroristen aus dem Sinai gaben bekannt, dass ein Terrorist starb, der für einen Anschlag auf Israelis mit 8 Toten in Eilat im Jahr 2011 verantwortlich war; er wurde mit seinem Auto in einen Unfall verwickelt wurde, bei dem der von ihm transportierte Sprengstoff explodierte.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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