„24h Jerusalem“ auf arte

13. April 2014 um 7:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Jerusalem, Medien+Nahost | 7 Kommentare
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Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 13. April 2014 (direkt vom Autor)

Innerhalb von 24 Stunden kann man bei ARTE mehr über Jerusalem erfahren, als nach 40 Jahren Leben in dieser Stadt. Arte hat von Samstag bis Sonntag eine Gemeinschaftsproduktion mit dem BR 24 Stunden lang ausgestrahlt. Mit 70 Kamerateams, darunter 20 israelischen und 20 palästinensischen Teams, wurden Menschen der Stadt und Europäer gefilmt und interviewt.

Dank Arte erfährt man, dass fast alle Juden in der Stadt fromm bis ultraorthodox sind oder Uniform tragen und Palästinenser kontrollieren, mit Pferden niedertrampeln oder schikanieren. Dann erfährt man, dass viele der Uniformieren mit großer Aufschrift „Polizei“ (allerdings auf Hebräisch) in Wirklichkeit „Soldaten“ sind…wenn man dem Fernsehbericht glauben darf.

Die betont hervorgehobene graue Beton-„Mauer“ verläuft zwar laut Landkarte überwiegend am Stadtrand, aber wie von Arte dargestellt, zieht sie mitten durch die Stadt. Denn sonst hätte Arte nicht bei jedem Viertel so deutlich betont, dass es in „Ostjerusalem“ oder in „Westjerusalem“ liege oder wie Gilo, eine „Siedlung“ mit 50.000 Einwohnern, mitten in Ostjerusalem liege, „umgeben von arabischen Vierteln“. Tatsächlich liegt Gilo im Süden der Stadt und grenzt nach Süden an Bethlehem und ansonsten an das israelische Westjerusalem. Tatsächlich ist Gilo erst 1967 von Israel erobert worden, wobei Arte verschweigt, dass der Grund und Boden des Viertels seit den Dreißiger Jahren Juden gehört.

Ähnliche Verwirrung entsteht bei Kennern Jerusalems, wenn von jüdischen „Siedlern“ etwa in Silwan die Rede ist, die palästinensische Wohnungen „beschlagnahmt“ hätten. Arte weiß offenbar nicht, dass Silwan vor etwa 150 Jahren von jemenitischen Juden gegründet worden ist und dass die Juden bei arabischen Pogromen vertrieben wurden.

Bei Arte erwähnt der Sprecher gelegentlich, dass es während der Zweiten Intifada 137 Selbstmordattentate gegeben habe. Erst bei dem gefilmten Spaziergang mit der Schriftstellerin Zruria Schalev, die in einem explodierten Bus schwer verletzt worden war, wird klar, dass die Selbstmordattentäter offenbar Japaner und keine Palästinenser waren. Denn Schalev fiel laut Arte einem „Kamikaze“-Attentat zum Opfer.

Die politische Befindlichkeit der Bewohner Jerusalems ist klar aufgeteilt.

Unter den Juden gibt es überwiegend „Extremisten“, „radikale Siedler“, „schikanierende Polizisten“ und vergleichsweise viele linke Aktivisten mit scharfer Kritik an der israelischen Regierung. Einer fährt weit hinaus, bis nach Jericho, um zu zeigen, wie Israel die Jahalin-Beduinen benachteiligt. Dieser Ausflug hat mit Jerusalem genauso wenig zu tun, wie der ausführlich gefilmte Empfang am Ben Gurion Flughafens eines zum Judentum konvertierten amerikanischen Katholiken, der am Abend in einem Jerusalemer Theater auftritt. Eine Gruppe Aktivisten übt sich als Hausbesetzer und bricht vor laufender Arte-Kamera in die verfallende Residenz der ehemaligen Regierungschefin Golda Meir ein, um die Wohnungsnot in Jerusalem zu lösen. Eine Aktivistin von „Peace Now“ (Frieden Jetzt) fährt zur Mauer in Abu Dis, um sich dort mit einem Polizisten anzulegen und zu erklären, dass die Mauer keinen Bestand habe, weil sie Menschen künstlich voneinander trenne. Gewiss hat sie Recht. Doch dass diese 8 Meter hohe Mauer erst vor 10 Jahren errichtet worden ist, nachdem damals fast täglich Busse und Restaurants in die Luft geflogen waren und dass dieser mörderische Spuk schlagartig nach dem Bau der Mauer endete, erwähnt sie nicht und wird dazu auch nicht befragt.

Erstaunt erfährt der ahnungslose Zuschauer, dass nicht nur Jericho, die judäische Wüste und der Ben-Gurion-Flughafen zu Jerusalem gehören, sondern auch Bethlehem, wo ein UNO-Offizier, Christoph von Toggenburg, den Beschuss eines Palästinensers durch israelische Soldaten erkundet und zum Schluss kommt, dass der Soldat gezielt und „absichtlich“ geschossen habe. Das Ergebnis der Prüfung aufgrund der Aussage des verletzten Palästinensers ist so klar, dass sich eine Stellungnahme des israelischen Militärsprechers für Arte offenbar erübrigte. Nach Jerusalem „eingemeindet“ wurde auch Kibbuz Ramat Rachel, obgleich der auf Eigenständigkeit besteht, trotz seiner Lage am Rande der Stadt.

Kritik am Vorgehen der israelischen Regierung und der Jerusalemer Stadtverwaltung, die nur 7% ihres Haushalts in den „palästinensischen“ Vierteln investiert, obgleich die Araber ein Drittel der Stadtbevölkerung ausmachen (selbstverständlich ohne zu prüfen oder zu erklären, woran das liegen könnte), kommt in geballten Ladungen in vielen Interviews mit Palästinensern, israelischen Aktivisten und „europäischen“ Protagonisten vor. Mehrere Palästinenser klagen über die israelischen Behörden, ihnen den israelischen Ausweis zu entziehen, falls sie sich außerhalb Jerusalems niederlassen. In Jerusalem seien sie Bürger zweiter Klasse und würden erniedrigt. Da die palästinensische Autonomiebehörde in Ramallah mit keinem Wort kritisiert wird, steht der ahnungslose Zuschauer vor dem Rätsel, wieso 300.000 Palästinenser es vorziehen, von den Israelis unterdrückt zu werden, anstatt in die Freiheit der palästinensischen Autonomiegebiete zu ziehen.

Wer in Deutschland und Europa vielleicht erwartet hat, in einer 24-stündigen Dokumentation auch über die Reize und Sehenswürdigkeiten Jerusalems zu erfahren, wurde enttäuscht. Im Westen der Stadt gibt es nur die bedrückende Holocaust Gedenkstätte Jad Vaschem und bis zum Überdruss den Gemüsemarkt Machaneh Jehuda. In der Altstadt treibt es den Zuschauer von einer Heiligen Städte zur nächsten, wo entweder gebetet oder Gesang geübt wird. Das einzige Museum in Jerusalem haben jüdische „Extremisten“ geschaffen: Das „Tempelinstitut“, wo die Kultgeräte im künftig wiedererrichteten jüdischen Tempel (anstelle der bestehenden Moscheen) gezeigt werden. Die einzige von Arte gezeigte Ausgrabung ist für das Publikum geschlossen.

Anstatt stundenlang Bäckern und Köchen über die Schulter zu schauen, hätte Arte gewiss ein paar Minuten im Israel-Museum und an anderen Sehenswürdigkeiten innehalten können. Anstatt ausführlich einen arabischen Flüchtling, Abu Issam, aus dem Viertel Lifta sein Schicksal erzählen zu lassen, hätte Arte der Ausgewogenheit halber auch Juden zu Wort kommen lassen können, die fast gleichzeitig aus der arabischen Welt vertrieben worden sind. Niemand bei Arte stellt die Frage, wieso die arabischen Flüchtlinge von damals bis heute in engen Lagern leben müssen und nicht in die (palästinensische) Gesellschaft integriert worden sind. Fast peinlich stößt die offene (Schleich-) Werbung allein für ein einziges palästinensisches Hotel im „Osten“ der Stadt auf, obgleich es in Jerusalem nun wirklich nicht an guten, historischen und sehenswerten anderen Hotels mangelt.

Die Produzenten von Arte haben schriftlich und bei Pressekonferenzen eingestanden, von den Palästinensern zweimal boykottiert worden zu sein und finanzielle Verluste in Höhe von 400.000 Euro eingesteckt zu haben. In der Folge hätten sie das Konzept umgeworfen. Herausgekommen ist eine einseitige pro-palästinensische oder eher anti-israelische Propaganda-Show, auch wenn sie in den Nachtstunden mit langen Interviews uralten Holocaustüberlebenden und der jüdischen Seite mehr Gewicht gegeben haben.

(C) Ulrich W. Sahm

weitere Einordnungen:
- 24h Jerusalem – according to Arte (Claudio Casula, Spirit of Entebbe)
- Auf ARTE ringen nicht existente Völker miteinander (Ulrich W. Sahm)
- Eine Ergänzung von Ulrich W. Sahm zum Artikel bei Audiatur
- Bildungsfernsehen

Wie war das noch mit der Verhältnismäßigkeit?

4. April 2014 um 17:06 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden bei den Liverpool Friends of Israel:

Nahost-Afrika-verhaeltnismaessigkeit

Rassistische Israelis und gleichermaßen indigene Palästinenser

29. März 2014 um 12:13 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 24. März 2014

Von AFP:

Das Oberhaupt der russischen Republik Tschetschenien, Ramzan Kadyrow, weihte Sonntag in einem Dorf bei Jerusalem, dessen Einwohner geltend machen von muslimischen Einwanderern aus dem Kaukasus abzustammen, Israels größte Moschee ein.

„Tschetschenen waren vor 11 Jahren nur Dank Achmad Kadyrow in der Lage ihre Nationale bekanntzugeben, der die tschetschenische Verfassung verfasst und uns in die Lage versetzte der Welt zu sagen, dass wir muslimische Tschetschenen sind“, sagte er der Versammlung.

Die neue $10-Millionen-Moschee im palästinensisch-israelischen Dorf Abu Gosh, für die Tschetschenien $6 Millionen spendete, ist nach dem Vater des tschetschenischen starken Mannes und früheren Präsidenten Akhmad Kadyrow benannt, der 2004 bei einem Bombenanschlag getötet wurde.

Die neue Moschee hat Platz für mehr als dreitausend Betende und umfasst eine Fläche von 3.200 Quadratmetern.
Nur die Al-Aqsa-Moschee in Ostjerusalem, dessen Annexion durch Israel international nicht anerkannt wird, ist größer.

Dorfbewohner zu Fuß und auf Pferden winkten mit tschetschenischen Flaggen, als Kadyrow ankam.

Sie meinen, diese bigotten zionistischen Israelis gestatten Muslimen eine Mega-Moschee innerhalb ihrer Grenzen zu bauen? Aber… aber… jeder weiß, dass sie Israel als jüdischen Staat definieren und daher alle Nichtjuden vertreiben müssen wollen! Warum sollten sie das erlauben?

Wie kann AFP etwas veröffentlichen, das gegen alles steht, was wir über den Nahen Osten wissen?
Es muss ein Fall von Moschee-Washing sein. Ja, das muss es sein.

Und die tschetschenischen Muslime, die irgendwie Araber wurden, sind in Wirklichkeit Nachkommen der Kanaaniter und die wanderten in den Kaukasus, bevor sie zurückkamen.

Wow, jetzt macht alles wieder Sinn.

UPDATE: The Times of Israel vermerkt: „Das Land, auf dem die Moschee gebaut ist – 3,5 Dunam (0,86 Morgen) – wurde von der Israel Land Administration gespendet.“

Na großartig. Weitere kognitive Dissonanzen.

Die Frage, die niemand stellt

18. März 2014 um 14:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Bassam Tawil, Gastestone Institute, 12. März 2014

Die Palästinenser streben die Kontrolle aller heiliger Stätten in der Altstadt Jerusalems an, nicht nur derer, die dem Islam heilig sind, sondern auch derer der Christenheit und des Judentums.

Sie begreifen, dass sie in einer Friedensvereinbarung das Ende des Konflikts erklären müssten. Das ist keine Situation, für die die Palästinenser schon reif sind.

Der nächste Palästinenserführer wird einfach sagen, dass jede Vereinbarung die von Abbas war und nicht seine eigene und sie oder das palästinensische Volk nicht verpflichte. Sowohl die palästinensische Gesellschaft als auch die öffentliche Politik basieren auf der Ablehnung des Friedens mit Israel und die palästinensische Straße wird vom palästinensischen Establishment täglich mit Propaganda bombardiert, mit der für Krieg, die Rückkehr von Flüchtlingen und die Vernichtung Israels eingetreten wird.

Der amerikanische Außenminister John Kerry fragte Palästinenserführer Mahmud Abbas zur Möglichkeit die Hauptstadt Palästinas in Beit Hanina zu schaffen, dem östlichen Viertel Westjerusalems. Das würde den Palästinensern erlauben zum ersten Mal in den Annalen des aufkommenden palästinensischen Volks eine Hauptstadt in Jerusalem zu bekommen, im östlichen des als Al-Quds bekannten Teils. Der Vorschlag war für die Palästinenser angeblich ein Erfolg, doch in Wirklichkeit war es ein schlechtes Omen. Er würde den palästinensischen Traum der Kontrolle der heiligen Stätten des Islam und der Christenheit in Jerusalem beenden und die Palästinenser würden nicht länger in der Lage sein die Altstadt von Jerusalem als Hauptstadt ihres Landes zu fordern.

Die Frage von Minister Kerry war der Grund, dass Jordanien auf die Vorschläge der israelischen Rechten im israelischen Parlament negativ reagierte, die Souveränität über den – von der jordanischen Waqf verwalteten – Tempelberg Israel zu geben. Kerry sagte Abbas, dass die Palästinenser als Teil der in der Formulierung befindlichen Vereinbarung Israel als jüdischen Staat anerkennen müssten. Mahmud Abbas und seine engen Mitarbeiter verstehen, dass diese Forderung sie zwingen würde zu akzeptieren, dass sie nicht länger in der Lage sein werden, das „Rückkehrrecht“ der palästinensischen Flüchtlinge in den Staat Israel in Anspruch zu nehemn oder es durch Veränderung seiner Demografie zu vernichten. Sie verstehen, dass sich die Flüchtlinge in dem zukünftigen Staat Palästina niederlassen und dass die Palästinenser den Konflikt für beendet erklären müssten. Das ist keine Situation, für die die Palästinenser schon bereit sind.

Kerry sagte Abbas auch, dass die Palästinenser die Sicherheitskontrolle über den Korridor des Jordantals entlang der Grenze mit dem Königreich Jordanien aufgeben müssten. Die Amerikaner haben daher den palästinensischen „Stufenplan“ – Yassir Arafats ursprüngliches, von den Palästinensern nie aufgegebenes Komplott – zur scheibchenweisen Demontierung Israels wie bei einem gerösteten Lamm nie aufgegeben. Nach dem ursprünglichen „Stufenplan“ sollten Islamisten den Jordan überqueren, sich den bewaffneten PA-Sicherheitskräften (oder denen der Hamas, sollte diese es schaffen die Westbank zu übernehmen) anschließen und israelische Städte mit Raketen angreifen, seine Grenzen überqueren und seine Bürger abschlachten.

Würde Israel die Kontrolle aufgeben, würden die Palästinenser zuerst die politischen und territorialen Früchte der Vereinbarung einheimsen und sie dann bald verletzten, indem sie die Westbank mit Mudschaheddin aus aller Welt überfluten.

Mit der Ablehnung des amerikanischen Vorschlags beschuldigen die Palästinenser Kerry nun für die  Israelis zu arbeiten und sagten ihm, dass Abbas der einige rationale Mann ist, mit dem Israel Frieden schließen kann. Einige Palästinenserführer drohen damit, wenn keine Vereinbarung erzielt wird, könnte eine dritte Intifada ausbrechen. Für Israel bedeutet das klar, dass der gesamte Friedensprozess alleine von einem Mann abhängt, nicht vom Willen des palästinensischen Volks. Das Ergebnis eines solchen Deals wird darin bestehen, dass der Konflikt nicht einmal nach Abbas etwaigem Abgang von der politischen Bühne gelöst worden sein: Der nächste Palästinenserführer wird einfach sagen, dass jegliche Vereinbarung die von Abbas war, nicht die seine. Damit hängt – nach dem logischen Denken der Palästinenser – Israels einzige Chance auf Frieden von einem einzelnen rationalen Mann ab und wird sich in Luft auflösen, wenn er zurücktritt, aus dem Amt geworfen wird oder stirbt. Das Unternehmen ist nicht nur brüchig, es ist von Anfang an dem Untergang geweiht.

Die israelische Forderung nach einem Ende der Hetze und der Drohungen gegen Israel steht in direkter Beziehung zu seiner Forderung nach Aufbau einer Grundlage für das palästinensische Volk, zu dem ein echter Frieden gehört, der fortgesetzt wird, nachdem Mahmud Abbas nicht mehr länger der Palästinenserführer ist.

Daher ist es offensichtlich, warum Israel zögert eine Friedensvereinbarung zu unterschreiben, in der alle seine politischen und territorialen Zugeständnisse Gefahr laufen der Hamas oder den anderen Subersiven in den Schoß zu fallen, die nur darauf warten Abbas aus dem Amt zu werfen. Diese höchst zerlegbare Lage ist also der Grund, warum Israel darauf besteht das Schicksal der Vereinbarung zu verhandeln, sollten Abbas‘ Nachfolger plötzlich ihre Meinung ändern und behaupten, was immer Abbas unterschreibt verpflichte sie oder das palästinensische Volk nicht.

Israel hat gute Gründe misstrauisch zu sein, besonders angesichts der amateurhaften und unverantwortlichen Politik der derzeitigen Obama-Administration, die inzwischen ein Muster an den Tag legt Freunde in der Not im Stich zu lassen. Kerrys Vorschlag spiegelt ein Verständnis seiner historischen Wahrheit: sowohl die Notwendigkeit eines palästinensischen Staates und Israels Sicherheitsinteresen – aber was wird geschehen, wenn arabischer oder europäischer Druck die Amerikaner zwingt ihre Politik zu ändern, wie sie das schon so oft getan haben?

Die Araber betrachten Israel als eine gut geölte, topmoderne Kriegsmaschine, aber in Wirklichkeit ist es verletzbar, brüchig und leicht zu erpressen, nicht in der Lage seine Streitkräfte voll einzusetzen, um dem islamischen Terrorismus entgegenzuwirken, der sich bewusst unter der palästinensischen Bevölkerung in den Gebieten versteckt. Derweil nutzt die Hamas weiter menschliche Schutzschilde und die PA setzt ihre antiisraelische Hetze fort, besonders über Qatars Fernsehsender Al-Jazira auf Arabisch. Qatar finanziert die Hamas und unterstützt islamische Terrororganisationen überall in der arabischen Welt.*

Zusätzlich dient die permanente Unterstützer der Araber und Europäer für die Palästinenser – so die europäische Forderung nach „verhältnismäßigem“ Einsatz der Streitkräfte und die Erwartung, dass Israel seine Sicherheit gefährdet, indem es territoriale Aktiva opfert – nur dazu zu Terrorismus zu ermutigen, macht die Palästinenser weniger flexibel und führt sie zu dem Glauben, dass zwischen Druck der Araber und den Sanktionen und Boykotten, die auszuüben sie von den Europäern erwarten, sie irgendwann in der Lage sein werden Israel zu besiegen.

Die Araber scheinen vergessen zu haben, dass Israel schon arabische und palästinensische Boykotte überwand. Während der beiden letzten Intifadas, als es einen palästinensischen Boykott in Israel hergestellter Produkte ab und Palästinensern verboten wurde in Israel zu arbeiten, begann Israel automatisierte Industriebautechniken zu nutzen, womit zehntausende Palästinenser, die vorher in Israel auf dem Bau arbeiteten, dauerhaft arbeitslos wurden.

Jetzt versucht die EU einen Boykott in israelischen Siedlungen hergestellter Waren zu verhängen, doch sie ignoriert, dass die meisten Arbeiter dort Palästinenser sind. Das Ergebnis wird darin bestehen, dass palästinensische Arbeiter einmal mehr freigesetzt und wieder arbeitslos sein werden. Palästinenser waren also immer diejenigen, denen Schaden zugefügt wurde.

Die Palästinenserführung dürfte durchaus verstehen, dass die Folgen einer dritten Intifada noch vernichtender sein werden, ohne Chance auf Erfolg. Es kann angenommen werden, dass Abbas die Lage begreift, aber die Palästinenser unglücklicherweise immer noch glauben sie würden in der Lage sein Israel zu vernichten und einen Palästinenserstaat auf seinen Ruinen bauen zu können.

Wenn es um die Änderung ihrer Lage geht, werden die Palästinenser sich weiter weigern die richtigen Fragen zu stellen. Gibt es zum Beispiel einen einzigen Palästinenser, der wirklich glaubt Israel werde ein Abkommen unterschreiben, das Millionen Palästinenser auf seinem Gebiet ansiedeln würde? Würde Israel zustimmen, das seine Zukunft von einem Führer wie Mahmud Abbas abhängt, der weder einen Konsens noch einen legalen palästinensischen Verfassungsstatus genießt? Kann Israel ignorieren, dass sowohl die palästinensische Gesellschaft und öffentliche Politik auf der Ablehnung eines Friedens mit Israel gründen und dass die palästinensische Straße täglich mit Propaganda des palästinensischen Establishments bombardiert wird, mit der für Krieg, die Rückkehr von Flüchtlingen und die Vernichtung Israels eingetreten wird?

Und gibt es wirklich auch nur einen Palästinenser, der glaubt, Israel werde sich in die Unterzeichnung eines Abkommens stürzen, während die PA ohne Unterlass in internationalen Foren daran arbeitet es zu delegitimieren, zu boykottieren und Manöver betreibt eine einseitige internationale Anerkennung ohne (positive) eine Geste gegenüber Israel zu erreichen?

Es gibt weitere Fragen, die die Palästinenser sich zu stellen ablehnen, zum Beispiel: Gibt es auch nur einen Palästinenser, der wirklich glaubt, dass Israel Vertrauen in die oberen Etagen der palästinensischen Autonomiebehörde setzt, die derzeit plant Israels Führungskräfte als Kriegsverbrecher vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt zu bekommen und mit einer dritten Intifada droht? Kann Israel den Palästinensern gegenüber im Jordantal Zugeständnisse machen und ignorieren, was geschah, nachdem die israelische Armee aus dem Südlibanon abzog, im Gegenzug für den dieser sich in ein Schlangennest von der Hisbollah angezettelten Terrorismus verwandelte? Wird Israel die Lehren der Vergangenheit ignorieren, besonders nachdem die Grenze der Hamas zu Ägypten sich in eine Autobahn für Waffenschmuggel und der Gazastreifen selbst zu einem Bollwerk des regionalen und globalen Islamismus wurde?

Die Palästinenser machen sich selbst etwas vor, da sie ihre Zeit mit Theoretisieren, dem Erfinden von Rechtfertigungen und dem Anzetteln von Verschwörungen verschwenden, während die Juden praktische Dinge betreiben und ihre Zukunft nicht auf Grundlage von Unerreichbarem planen. Begreifen die Palästinenser nicht, dass die Mörder, die die Zivilbevölkerung von Syrien im Namen des Jihad terrorisieren, wenn sie dort erst einmal fertig sind, ihre Aufmerksamkeit der palästinensischen Autonomie zuwenden und dort dasselbe mit der palästinensischen Bevölkerung tun werden? Die Palästinenser, die erwarten, dass die Jihad-Kämpfer in Syrien ihnen „Palästina“ befreien, begreifen nicht, dass die Männer, die das Assad-Regime in Syrien bekämpfen, nichts zu verlieren haben. Ihre eigenen Familien sind weit weg von der Konfrontation und wenn sie die PA betreten, werden die palästinensischen Frauen die ersten Opfer sein.

Der Friedensprozess ist nicht einfach, er benötigt Zeit und den Aufbau von Vertrauen. Israel hat Gebiete, die die Palästinenser haben wollen und den Schlüssel zur internationalen Anerkennung von „Palästina“. Die Palästinenser haben die notwendigen Vertrauens-Ressourcen, um die Herzen der Israelis zu gewinnen. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr verschwenden die Palästinenser diese kostbare Ressource. Die Israelis schalten auf stur und die westliche Welt wird schrittweise auf das Denken der Israelis einschwenken. Wenn die Palästinenser wirklich einen Palästinenserstaat gründen wollen, dann sollten sie damit beginnen sich die richtigen Fragen zu stellen.

Armer Terrorist!

15. März 2014 um 15:50 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Karika-Tour, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Aktuelle antisemitische Karikaturen in arabischen Medien

14. März 2014 um 15:04 | Veröffentlicht in Araber, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 9. März 2014

Yisrael Medad fand diese Karikaturen in Al-Quds-al-Arabi, einer panarabischen Zeitung mit Sitz in Großbritannien, die von palästinensisch-arabischen Auslandsbürgern betrieben wird:

Aber bezeichnen Sie sie nicht als antisemitisch! Sie sind wirklich nur antiisraelisch! Wirklich! Sie bestehen darauf, dass man das klar versteht!

Sie haben kein Problem mit Juden!

Das heißt, solange die Juden nicht wirklich Rechte verlangen.

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