Nahöstliche Redeschlacht „hoher Beamter“
19. Mai 2013 um 10:42 | Veröffentlicht in Israel, Medien+Nahost | 4 KommentareSchlagwörter: Syrien
Ulrich Sahm (direkt vom Autor)
Mit Hilfe der großen Zeitungen der Welt fechten namenlose „hohe Beamte“ und anonyme „Geheimdienstoffiziere“ eine gefährliche Redeschlacht zum Nahostkonflikt aus. Die britische Times, die New York Times und andere zitieren solche Quellen, was dann schnell als offizielle Verlautbarung der Regierungen verbreitet wird. So soll ein „israelischer Offizieller“ der New York Times gesteckt haben, dass „Israel“ den syrischen Präsidenten Assad allen Alternativen vorziehe, weil der „verantwortungsvoll“ die Waffenstillstandsabkommen auf den Golanhöhen respektiere und die Giftgasarsenale unter Kontrolle halte. Auf dem gleichen Weg, über „hohe Beamte“, hätten sich die Amerikaner bei Israel dafür entschuldigt, den Medien einen Luftangriff auf den Flughafen von Damaskus „bestätigt“ zu haben. Derweil haben „israelische Offizielle“ gedroht, aktiv den Sturz Assads durch schmerzhafte Schläge betreiben zu wollen, falls der es wagen sollte, die libanesische Hisbollah-Miliz mit russischen Flak und Boden-See Raketen auszustatten. Das hätten israelische „Geheimdienstkreise“ der New York Times gesteckt, „weil entsprechende Drohungen über geheime Kanäle in Damaskus nicht angekommen seien.“
Die „hohen Beamten“ haben sich offenbar nicht einmal abgestimmt, wenn sie innerhalb von drei Tagen widersprüchliche Behauptungen in die Welt setzen. Die Verwirrung wird umso größer, wenn in Israel erfahrene Experten und ehemalige Amtsinhaber wie die Generale Amos Jadlin und Giora Eiland, die Aussagen dieser ominösen „Hohen Beamten“ kommentieren und wiederum mit einleuchtenden Argumenten das Gegenteil behaupten.
Gerüchten über „angesehene Zeitungen“ zu verbreiten, ist ein altbewährtes Mittel, Druck auf andere Länder auszuüben, wenn es keine direkten diplomatischen Kanäle gibt wie zwischen Israel und Syrien. Doch namenlose Aussagen als offizielle Politik eines Landes mit reißerischen Titeln wie „Israel will an Assad festhalten“ zu verbreiten, während alle Welt nach Wegen sucht, den grausamen Diktator und Schlächter von fast 100.000 Syrern abzusetzen, birgt auch Gefahren. Denn oft genug werden Gerüchte oder auch reine Spekulationen als Wahrheit aufgefasst oder propagandistisch genutzt, um ein Wettrüsten zu starten, das Nachbarland anzugreifen und einen Krieg zu starten.
Gerade in Nahost, wo Verschwörungstheorien Teil der Wirklichkeit sind, ist die Kriegsgefahr besonders groß, zumal das Pulverfass durch den geringsten Anlass zur Explosion gebracht werden kann.
Ein klassisches Beispiel ist der „unmittelbare“ Angriff Israels auf den Iran, erstmals vor sieben Jahren in der „Sunday Times“ veröffentlicht. Seitdem wiederholen auch andere Medien in regelmäßigen Abständen vermeintliche israelische Regierungsbeschlüsse oder Vorbereitungen, „übermorgen“ das iranische Atomprogramm zu zerstören. Selbstverständlich finden die Medien stets „Geheimdienstkreise“ oder „hohe Beamte“, die ihnen jegliche Spekulation bestätigen. Und da die namenlos zitiert werden, kann niemand zur Verantwortung gezogen werden. Kein Journalist wird gezwungen, „Beweise“ zu liefern. Ganze sieben Jahre sind seit dem Artikel in der Sunday Times vergangen und es ist immer noch nichts passiert.
Selbst die besten Geheimdienste der Welt wissen nicht, wie der Bürgerkrieg in Syrien enden wird. Genauso hat niemand den Fall der Berliner Mauer und das Verschwinden der DDR 1990 vorhergesehen. Jene „Experten“, die vor über zwei Jahren einen Sturz Assads innerhalb von zwei Wochen verkündet hatten, sind längst Lügen gestraft worden.
Viele Kriege, darunter die Weltkriege, sind durch Zufälle und ohne vorherige Ankündigung ausgebrochen. Am 11. Juli 2006 wusste niemand, dass die Hisbollah am darauffolgenden Tag zwei israelische Soldaten in den Libanon entführen und den zweiten Libanonkrieg ausbrechen ließe. Hisbollah-Chef Nasrallah gestand später, sich „verrechnet“ zu haben. Genauso überrascht war die israelische Regierung. Sie hat erst am Abend nach der Entführung beschlossen, mit Krieg zu antworten, obgleich bekanntlich die Armee überhaupt nicht auf einen Feldzug vorbereitet war.
Niemand kann die Entwicklungen in Syrien vorhersehen. Die Russen haben 15 Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer verlegt. Autobomben sind in der Türkei explodiert. Angeblich stammten die aus Syrien. Die Israelis haben mutmaßlich bei Damaskus angegriffen und immer wieder explodieren „Querschläger“ aus Syrien auf den israelisch kontrollierten Golanhöhen. Israelische Panzer seien „für alle Fälle“ in Stellung gebracht worden. Da reicht ein einziger Volltreffer oder das kleinste falsche Manöver einer der beteiligten Parteien, um schlagartig eine neue Lage zu schaffen.
Die Redeschlachten der namenlosen „hohen Beamten“ schütten zusätzliches Öl die Flammen der unberechenbaren Emotionen. Und zudem sei hier eine Banalität erwähnt. Selbst der beste Geheimdienst der Welt kann nicht in die Köpfe unberechenbarer und offensichtlich völlig rücksichtsloser Diktatoren oder Rebellenführer schauen. Die jüngsten Szenen unbeschreiblicher Brutalität passen nicht zu westlichen Konzepten von Vernunft und „Besonnenheit“ oder „Mäßigung“ zu denen westliche Politiker unermüdlich aufrufen.
Palästinensische Journalisten erklären ihren israelischen Kollegen den Krieg
29. April 2013 um 15:45 | Veröffentlicht in Medien+Nahost, Palästinenser | 4 KommentareWie kann man über die Wiederaufnahme des Friedensprozesses reden, wenn den Palästinensern von ihren eigenen Führern tagtäglich gesagt wird, wie schlecht und bösartig Israel ist? Wenn Israel derart schlecht und bösartig ist, wie kann dann ein Führer zu seinem Volk gehen und sagen, er verhandle mit den Israelis?
Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute, 26. April 2013
Palästinensische Journalisten haben ihren israelischen Kollegen eine Intifada erklärt.
In den letzten Wochen sind israelische Journalisten, die über palästinensische Angelegenheiten berichten, zunehmend Drohungen durch palästinensische Reporter ausgesetzt gewesen. In einer Reihe von Fällen gehörten dazu Gewalttaten gegen israelische Journalisten, insbesondere in Ramallah.
Menschenrechtsorganisationen und -Gruppen, die behaupten die Freiheit der Medien zu verteidigen, haben darin versagt die von palästinensischen Journalisten gegen ihre israelischen Kollegen geführte Einschüchterungskampagne zu verurteilen.
Es ist eines, wenn Regierungen und Diktatoren Journalisten verfolgen, aber etwas ganz anderes, wenn Journalisten anfangen ihre Kollegen ins Visier nehmen.
Einem israelischen Journalisten wurde bei einem Angriff sein Mikrofon beschädigt, während ein weiterer aus einer Pressekonferenz geworfen wurde. Hinter den beiden Vorfällen steckten palästinensische Journalisten, die wegen der Anwesenheit von Israelis in Ramallah und anderen Palästinenserstädten wütend waren.
Die Drohungen und Schikanen kommen, nachdem mehr als 200 palästinensische Journalisten eine Petition unterschrieben – zum ersten Mal überhaupt – mit der die PA aufgefordert wird israelische Korrespondenten zu verbieten „ohne Genehmigung“ in ihrem Gebiet zu arbeiten. Die PA ihrerseits ist dem nachgekommen und hat Anweisungen ausgegeben, die von israelischen Journalisten fordert eine Genehmigung ihres Informationsministeriums zu erwerben, bevor sie palästinensische Städte betreten.
PA-Offizielle und -Journalisten erklärten später, dass das Verbot für einige Journalisten, die für die israelische Tageszeitung Ha’aretz arbeiten und über das „palästinensische Leiden“ berichten, nicht gilt.
Die palästinensischen Journalisten, die die Kampagne gegen ihre israelischen Kollegen führen, haben ihr Tun damit gerechtfertigt, dass sie sagen israelische Behörden erlaubten ihnen nicht innerhalb Israels frei zu arbeiten. Sie beschuldigen die israelischen Behörden außerdem ihnen Presseausweise der [israelischen] Regierung auszustellen.
Wenn überhaupt, dann stellen diese Behauptungen ein heuchlerisches Herangehen dar.
In den vergangenen Jahren haben palästinensische Journalisten sich heftig gegen die „Normalisierung“ mit Israelis ausgesprochen, auch in Treffen mit israelischen Kollegen. Einige palästinensische Journalisten, die das Verbot verletzten und sich mit israelischen Kollegen trafen, wurden als Verräter denunziert und aus dem palästinensischen Journalistenverband ausgeschlossen.
Während also palästinensische Journalisten gegen die „Normalisierung“ mit Israel sind, fordern sie gleichzeitig, dass die israelischen Behörden ihnen Arbeitsgenehmigungen innerhalb Israels gewähren.
Mehr noch: Die palästinensischen Journalisten verlangen, dass Israel ihnen Presseausweise ausstellt, die von niemand anderem als der israelischen Regierung ausgegeben werden.
Würden die palästinensischen Journalisten damit nicht ihre eigenen Regeln und Ideologie verletzen, wenn sie Presseausweise annehmen, die von der israelischen Regierung ausgegeben werden? Und wenn sie später nach Israel einreisen und sich mit Israelis treffen, würden sie damit nicht auch gegen ihre eigene Boykott-Kampagne verstoßen?
Was verstört ist, dass Auslandsjournalisten in Israel sich nicht gegen die Einschüchterungskampagne gegen ihre israelischen Kollegen ausgesprochen haben. Könnte es sein, dass diese Auslandsjournalisten sich auch Drohungen ausgesetzt sehen und sich mit den palästinensischen Reportern gut stellen wollen und auch zustimmen nur über „palästinensisches Leiden“ zu berichten?
Die Tage sind vorbei, als israelische und palästinensische Journalisten täglich zusammenarbeiteten und Informationen austauschten – in den Tagen, bevor der Friedensprozess begann.
Heute gibt es eine neue Generation palästinensischer Journalisten, die offenbar bis zu einem Punkt radikalisiert wurden, an dem jedes Treffen mit einem Israeli als „Verbrechen“ betrachtet wird. Das ist das Ergebnis von antiisraelischer Hetze durch die PA und die Hamas, besonders im Verlauf der beiden vergangenen Jahrzehnte.
Sich des wachsenden Radikalismus der palästinensischen Journalisten bewusst, untersagte die PA zusammen mit dem amerikanischen Sicherheitspersonal einer großen Zahl palästinensischer Journalisten im letzten Monat über den Besuch von US-Präsident Barack Obama in Ramallah zu berichten. Die größte Angst war, dass ein palästinensischer Journalist entweder einen Schuh nach Obama werfen oder rhetorische Angriffe gegen ihn und die US-Politik starten würde.
Wenn palästinensische Journalisten derart radikalisiert worden sind, dass einige sogar bereit sind auf Bedrohung und Gewalt gegen Kollegen zurückzugreifen, was muss einem das über den Rest der Palästinenser sagen, die während der vergangenen zwei Jahrzehnte ebenfalls von ihren Führern Botschaften des Hasses ausgesetzt worden sind?
Wie kann man über die Wiederaufnahme des Friedensprozesses reden, wenn den Palästinensern von ihren eigenen Führern tagtäglich gesagt wird, wie schlecht und bösartig Israel ist? Wenn Israel derart schlecht und bösartig ist, wie kann dann ein Führer zu seinem Volk gehen und sagen, er verhandle mit den Israelis?
Europas kriminelle Sicht auf Israel
23. April 2013 um 15:30 | Veröffentlicht in Europa+Nahost, Medien+Nahost | 2 KommentareSchlagwörter: Antiisraelismus, Antisemitismus
Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)
Mindestens 150 Millionen Europäer haben eine satanische Sicht Israels. Das ist das Ergebnis einer 2011 von der Universität Bielefeld veröffentlichten Studie, die im Auftrag der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wurde.1 Trotz dieser unfassbaren Feststellungen erhielt der Bericht kaum Aufmerksamkeit.
Die Studie wurde in sieben europäischen Staaten durchgeführt. Die Forscher fragten Menschen, ob sie glauben, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser betreibe. Die geringsten Quoten derer, die der Aussage zustimmten, gab es in Italien und den Niederlanden, wo sie knapp unter 40% lagen. England, Deutschland, Portugal und Ungarn lagen alle zwischen 40 und 50%. In Polen betrug der Anteil 63%. Eine Studie des Holocaust-Zentrums in Norwegen stellte die Frage etwas anders: „Verhalten sich die Israelis wie die Nazis?“ 38 Prozent der Befragten antworteten mit Ja.2
Der Vorwurf, Israel lösche die Palästinenser aus, ist kriminelle Verleumdung. Während der zwei Jahre von Ende 1941 bis Ende 1943 wurden von den Deutschen allein in den Vernichtungslagern Treblinka, Belzc und Sobibor zwei Millionen Juden ermordet. Die Technologie ist seitdem weit „fortgeschritten“. Wenn die Völkermord-Vorwürfe gegen Israel wahr wären, dann wären die letzten palästinensischen Erwachsenen und Kinder vor langer Zeit ermordet worden. Die Zahl der Palästinenser ist in den letzten Jahrzehnten jedoch enorm gestiegen. Palästinensische Kinder kommen in israelischen Krankenhäusern auf die Welt und die Kranken werden von israelischen Ärzten behandelt.
Die Erkenntnisse dieser beiden Studien geben viel Einblick in das extreme und böswillige Bild, das eine große Zahl Europäer vom jüdischen Staat hat. Es bringt den schlimmsten Antisemitismus der beiden letzten Jahrtausende an die Oberfläche. In den ersten Jahrhunderten der Christenheit wurde der falsche Vorwurf erhoben, die Juden hätten Gottesmord begangen, den behaupteten Sohn Gottes getötet. Damals hätte man sich nichts Böseres vorstellen können. Als solche erkennbare Juden aus einigen europäischen Ländern sagten mir, dass selbst heute noch Menschen ihnen manchmal sagen: „Ihr habt Jesus getötet.“
Die Säkularisierung nahm nach der Aufklärung zu. Damit veränderten sich auch die Symbole des absolut Bösen. In stark nationalistischen Staaten wurden andere ethnische Gruppen als minderwertig betrachtet. In Nazideutschland wurde das ins Extreme fortgesetzt: Juden wurden komplett entmenschlicht und zu „Untermenschen“, „Ungeziefer“ und „Bakterien“ erklärt. Sie verkörperten erneut das „absolut Böse“, wie es damals wahrgenommen wurde und das führte zum Holocaust und dem Völkermord an den Juden.
Das Bild des absolut Bösen veränderte sich in der westlichen Welt nach dem Zweiten Weltkrieg erneut. Es hat sich auf das Verüben von Völkermord und sich wie die Nazis zu verhalten verschoben. Die beiden erwähnten Studien zeigen, dass eine beträchtliche Minderheit der Europäer solche Ansichten über Israel hat. Die Studie deckt nicht alle EU-Staaten ab, doch man darf annehmen, dass sie repräsentativ ist.
Mit einer derart diabolischen Auffassung zum jüdischen Staat hat eine riesige Anzahl Europäer eine antisemitische Mentalität des Mittelalters wiederbelebt. Es gibt wahrscheinlich mindestens so viele Europäer mit diesen zutiefst bösen Ansichten, wie es im Europa vor Hitlers Machtübernahme Antisemiten gab. Diese radikale Ansicht zu Israel ist immer noch weitgehend latent. Doch sie kommt auch in antisemitischen und antiisraelischen Vorfällen zum Ausdruck. Was latent ist, könnte jedoch in der Zukunft explodieren, so wie es früher schon geschehen ist.
Eine wichtige Frage ist: Woher stammt diese dämonische Sichtweise? Mindestens drei Faktoren haben sukzessive dazu beigetragen. Der erste ist die Methode der Delegitimierung über „tausend Schnitte“. Sie besteht auf der fortgesetzten und regelmäßigen Veröffentlichung negativer Nachrichten zu Israel. Dies wird ergänzt durch Lügen, falsche Anschuldigungen, Verunglimpfungen, Artikel voller Einseitigkeit und Vorurteile, offizielle Verurteilungen usw.
Das Fernsehen, andere Medien, aktive und ehemalige Politiker, einige Kirchenführer, mehrere humanitäre und politische NGOs, Akademiker sowie einige jüdische und israelische Selbsthasser haben allesamt dazu beigetragen. Das summiert sich zur Ausformung dieser extrem bösartigen Meinung zu Israel. Positive Nachrichten über Israel werden von den Medien oft ausgelassen. Indem man Israel schlecht macht, können auch Schuldgefühle wegen der Kollaboration mit den Nazis und dem Versagen vieler europäischer Autoritäten und Individuen während des Holocaust unterdrückt werden.
Der zweite Aspekt ist die stark verringerte Aufmerksamkeit, die der immensen Kriminalität und Verbreitung von Hass in großen Teilen der palästinensischen Gesellschaft und vielen arabischen und muslimischen Staaten geschenkt wird. Wenn Massenmord, Terroranschläge und andere große Verbrechen proportional zur Masse der Bevölkerung und dem Fehlverhalten in diesen Ländern aufgezeigt würden, wären Nachrichten zu Israel vergleichsweise vernachlässigbar. Gleichzeitig erfüllen europäische Staaten ihre Verpflichtungen aus der UNO-Völkermordkonvention nicht, gemäß der sie muslimische Planer von Völkermord wie den Iran und die Hamas vor ein internationales Gericht bringen müssten.
Das dritte Element, das zur Delegitimierung Israels beitrug, ist das Verkleinern wichtiger übler Ereignisse in der Vergangenheit der europäischen Länder. Auf diese Weise wird ein viel zu rosiges Bild der Geschichte ihrer Gesellschaft gemalt, das dann mit dem massiv verfälschten Bild Israels verglichen wird. Daher bleibt die Frage, ob nur Israel treffende Katastrophen den Leuten die Augen öffnen werden oder ob irgendetwas anderes getan werden kann, um das zu bekämpfen.
Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.
1 library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf.
2 ”Antisemittisme i Norge? Den norske befolkningens holdninger til jøder og andre minoriteter,” HL-senteret, 20. Mai 2012, [in Norwegisch] http://www.hlsenteret.no/publikasjoner/antisemittisme-i-norge
Der Jude in einer Kiste
7. April 2013 um 14:35 | Veröffentlicht in Deutschland, Medien+Nahost | 1 KommentarSchlagwörter: Diaspora-Juden
Was sagt es über das heutige Deutschland aus, dass man, um einen Juden zu sehen, in ein Museum gehen muss?
Benjamin Weinthal, Foreign Policy, 4.April 2013
Berlin – Man kann sicher annehmen, dass die deutschen Organisatoren einer Ausstellung, die einen Juden ins Zentrum stellt, der in einer Plexiglas-Kiste sitzt und Fragen von Museumsbesuchern beantwortet, mit Kontroversen rechneten. „Wir wollten provozieren, das stimmt; und mancher mag die Ausstellung empörend oder anstößig finden. Aber das ist schon in Ordnung“, sagte die Kuratorin des Jüdischen Museums in Berlin. „Die ganze Wahrheit … was Sie schon immer über Juden wissen wollten“. Doch selbst sie werden den Grad des Zorns nicht erwartet haben, dem das Projekt begegnete.
Stephan J. Kramer, Generalsekretär der 105.000 Mitglieder zählenden Zentralrats der Juden in Deutschland, spottete umgehend über die Ausstellung und sagte: „Warum gebt ihr ihm keine Banane und ein Glas Wasser, dreht die Heizung auf und lasst sich den Juden in seiner Glaskiste schön heimelig fühlen?“ Nach Kramer „fragten sie mich tatsächlich, ob ich dabei mitmachen würde. Ich sagte ihnen, ich stehe nicht zur Verfügung“. Kritik ist von allen Seiten gekommen: Die populäre pro-israelische, pro-amerikanische deutschsprachige Internetseite Die Achse des Guten bezeichnete die Ausstellung „Jews for Dummies“ (Juden für Doofe).
Der Umgang Deutschlands mit den Juden nach dem Krieg ist immer eine Art Lackmustest dafür gewesen, ob sich das Land auf dem Weg zur Rehabilitierung befindet. Nachdem das Dritte Reich etwas sechs Millionen Juden auslöschte, sind die Beziehungen zwischen Deutschland und den Juden – nun ja: komplex gewesen.
„Das zu tun ist etwas Fürchterliches – völlig entwürdigend und nicht hilfreich“, sagt Eran Levy, ein in Berlin lebender Israeli; er fügt an: „Das Jüdische Museum hat absolut das Ziel verfehlt, wenn es etwas tun wollte, um die Beziehungen zwischen Deutschen und Juden zu verbessern.
Henryk M. Broder, einer der führenden Kommentatoren zu deutsch-jüdischen Beziehungen und Journalist bei der rechts von der Mitte stehenden Zeitung Die Welt, beschrieb die Ausstellung als „armselig und nutzlos“. In einer E-Mail an mich verglich Broder – selbst deutscher Jude und Autor zahlreicher Bücher über die Gemeinschaft – die Ausstellung mit „den Völkerschauen mit nackten Afrikanern“; das waren Ausstellungen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, in denen Menschen aus fremden Ländern wie Tiere auf karnevalartigen Festen ausgestellt wurden.
Broder sagt, die Ausstellung „beweist im Prinzip, dass die Juden immer noch Exoten sind, egal, wie sehr sie versuchen ‚normal‘ zu sein. Er fügte hinzu: „Wenn die so etwas mit Moslems machen würden, würden die ihnen die Bude abbrennen. Aber Juden haben so wenig Ehrgefühl und Selbstrespekt, dass sie auch dabei mitmachen.“
Zur Verteidigung der Ausstellung veröffentlichte Museumsdirektorin Cilly Kugelmann in einer Berliner Lokalzeitung eine postmoderne Antwort: „Wir geben nicht keine einzelne Antwort, wir zeigen viele Perspektiven.“ Tina Lüdecke, eine Repräsentantin des Museums, rechtfertigte die Ausstellung „Juden hinter Glas“: „Eine ganze Reihe unserer Besucher kennt keine Juden und hat Fragen, die sie stellen wollen. Mit dieser Ausstellung bieten wir den Leuten eine Gelegenheit mehr über Juden und jüdisches Leben zu erfahren.“
Ist also diese Ausstellung eine Art nützliche – wenn auch nach deutschen Standards provokative – Pädagogik? Oder ist sie eine beleidigende Form von Kitsch-Kunstdarbietung, die die Juden entmenschlicht? Und wenn man die erhitzten Gefühle zur Seite stellt: Trägt die Ausstellung zu einer Art wabbeligem Anschein von „Normalität“ zwischen deutschen Juden und Deutschen bei?
Die Ausstellung erstreckt sich über sieben Räume auf einer oberen Etage des Jüdischen Museums Berlin; dieses wurde 2001 eröffnet und vom bekannten Architekten Daniel Liebeskind entworfen. Die Installation zeigt in den Ausstellungsräumen 30 Fragen und will über Zitate, Objekte und Texte Einblicke bieten. Sie ist ein wenig simplizistisch. „Woran erkennt man einen Juden?“, „Sind Juden das auserwählte Volk?“, „Darf ein Deutscher Israel kritisieren?“ und „Warum leben Juden in Deutschland?“, sind einige der Fragen, mit denen die Besucher konfrontiert werden.
Doch der Teil der Ausstellung, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht, findet in einer Plexigals-Kiste statt, wo eine vielfältige Gruppe Juden aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Israel und weiteren Ländern in Schichten arbeitet. Leeor Engländer, ein 30-jähriger deutsch-jüdischer Journalist der Welt, sagte, er sitze dort, weil „es mir wichtig ist die Aufmerksamkeit zu nutzen, um Vorurteile und Missverständnisse auszuräumen“.
Ein Mitglied der Museumsverwaltung sagte mir bei einem Besuch diese Woche, dass konstant 300 bis 400 Besucher pro Tag die Ausstellung besucht haben, seit sie am 22. März eröffnete.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Museum Auseinandersetzungen provoziert hat. Letztes Jahr war das Museum Gastgeber für die Akademikerin Dr. Judith Butler von der University of California, die die rund 700 Deutschen einer ausverkauften Podiumsdiskussion drängte Israel zu boykottieren. Das Publikum verschwendete euphorischen Applaus an die Rednerin; dann verbot das Museum Publikumsfragen zu Butlers freundlichen Worten über die Hamas und die Hisbollah. (Butler hatte die Hamas wie auch die Hisbollah früher schon als „Sozialbewegungen“ bezeichnet, die „progressiv, links und Teil der weltweiten Linken“ seien.)
Gerald Steinberg, Leiter des in Jerusalem beheimateten NGO-Monitor und Professor für Politikwissenschaften an der Bar Ilan-Universität, nannte die kulturelle Institution damals das „Antijüdische Museum Berlin“. In einem für Israels vorsichtige Diplomaten in Berlin ungewöhnlichen Schritt rügte die Botschaft die Veranstaltung des staatlich finanzierten Museum. Butlers Boykottaufruf zog den Zorn vieler Juden in Deutschland auf sich: Die Entscheidung des durch den Steuerzahler finanzierten Museums eine Rednerin zu präsentieren, die zum Boykott israelischer Institutionen aufrief, weckte Erinnerung an die Nazizeit, als Berlin als Ausganspunkt für eine Boykottbewegung gegen deutsch-jüdische Geschäfte diente.
Die jüngsten Kontroversen im Museum sind eine Erinnerung an die Belastungen, die der Beziehung zwischen mehr als 81 Millionen Deutschen und der winzigen jüdischen Bevölkerung des Landes (irgendwo zwischen 105.000 und 200.000) innewohnen. Der verstorbene Bühnenautor und Filmemacher Rainer Werner Fassbinder fasste die Quelle der Spannungen in seinem Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ 1975 gut zusammen; darin erklärt eine antisemitische Figur: „Der Jude ist schuld, …macht uns unglücklich, weil er Jude ist und wir die Schuld tragen… wäre er geblieben, wo er herkam oder vergast worden, ich könnte besser schlafen.“
Fassbinder fing – in schonungslos dramatischen Begriffen – geschickt ein, warum die Anwesenheit von Juden vielen Deutschen Unbehagen bereitet. Es lohnt sich, sich daran zu erinnern, dass in der Zeit unmittelbar nach dem Holocaust die Nazis noch immer in allen Gesellschaftsschichten präsent waren und ein repressives Schweigen die öffentliche Diskussion über die Rolle des gewöhnlichen Deutschen bei der Auslöschung des europäischen Judentums weitgehend zudeckte. Natürlich ist es härter die Illusion aufrecht zu erhalten, wenn es lebende Mahnungen des Verbrechens in der eigenen Mitte gibt. Die marxistischen deutschen Sozial- und Kulturphilosophen Theodor Adorno und Max Horkheimer – die während des Krieges wegen ihrer jüdischen Herkunft in die USA flohen und später aus dem Exil zurückkehrten – diagnostizierten dieses Phänomen als „Schuldabwehrantisemitismus“.
Die drängende Frage ist: Gibt es in Deutschland wichtige Generationsverschiebungen, die den mit der pathologischen Schuld verbundenen Antisemitismus untergraben? Oder hat der Schuldabwehrantisemitismus sich in eine Normalität verwandelt, die das Pendel komplett ins Gegenteil hat schwingen lassen, das eine unverhältnismäßig intensive Kritik am jüdischen Staat und den Israelis vorsieht?
Die Ausstellung geht diese oft ignorierte zeitgenössische Form des Antisemitismus in der Bundesrepublik an – nämlich den Hass auf Israel. Im ersten Raum der Ausstellung wird eine gigantische Version eines Artikels der linken Tageszeitung taz aus dem Dezember 2012 auf eine Wand projiziert, wie man einen Text schreibt, mit dem Israel verrissen wird, während man sich selbst gegen Antisemitismus-Vorwürfe schützt. Mit beißender Ironie und Sarkasmus liefert der Autor des Artikels, Philip Meinhold, zehn Tipps, unter anderem: Finde einen israelkritischen, jüdischen „Kronzeugen“, den du zitieren kannst, denn „wer einen Juden zitiert – das liegt in der Natur der Sache –, der kann die Juden nicht hassen“; erwähne in deinem Artikel nicht die Hamas, denn das würde vom Thema des Kritik an Israel „ablenken“; und führe deine linken Referenzen vor, denn wer links ist, „ist bekanntlich gegen Nazis“ und kann also überhaupt gar nicht gegen Juden sein.
Hannah Pool, eine 20-jährige Studentin aus Köln, sagte mir, nachdem sie Meinholds Artikel gelesen hatte, seine starke Ironie werfe ein Licht darauf, wie „einfach sich die Deutschen die Kritik an Israel machen“, statt daran zu arbeiten den historischen Zusammenhang der Probleme des Landes zu verstehen. Pool sagte, sie las als Gymnasiastin Adornos Schriften darüber gelesen habe, wie Deutschland sich durch seine Vergangenheitsbewältigung arbeitete. Sie verwies vor allem auf den deutschen Schriftsteller und Nobelpreisträger Günter Grass, der zuletzt eine Runde im Diskurs über Antisemitismus auslöste. Grass, langjähriger SPD-Aktivist und als Teenager Mitglied der Waffen-SS, erklärte im April letzten Jahres in seinem weithin abgedruckten Gedicht „Was gesagt werden muss“, dass „Israels Atommacht den bereits brüchigen Weltfrieden gefährdet“ und behauptete, dass der jüdische Staat die Vernichtung der Bevölkerung des Iran anstrebe. Die Gegenreaktion gegen Grass‘ Gedicht und seine Sicht des Nahen Ostens war stark und der bekannte Schriftsteller wurde von Kommentatoren aus dem gesamten politischen Spektrum scharf kritisiert.
Ein zweiter Akt der Grass-Debatte fesselte im letzten Herbst die Medien und die Intellektuellen der Nation, als Jakob Augstein, Kolumnist und Anteilseigener des SPIEGEL, in einer Reihe Kommentare Israel, orthodoxe Juden und die Republikanische Partei der USA angriff. Als Ergebnis davon nahm das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles Augstein in seine Liste der „Top-Ten der antiisraelischen/antisemitischen Verunglimpfungen“ des Jahre 2012 auf. Augstein als wohl größter Verfechter Grass‘ in den deutschen Medien, brachte dem Schriftsteller seine Dankbarkeit für dessen scharfe Kritik am jüdischen Staat dar: „Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen.“
Zitate aus Augsteins Kolumne „Im Zweifel links“ erscheinen in der Ausstellung. Ein aus seiner Kolumne zitiertes Beispiel, das alle Leiden des Arabischen Frühlings dem Verhalten Israels und der US-Republikaner zuschreibt: „Das Feuer brennt in Libyen, im Sudan, im Jemen … Aber die Brandstifter sitzen anderswo… Wem nützt solche Gewalt? Immer nur den Wahnsinnigen und den Skrupellosen. Und dieses Mal auch – wie nebenbei – den US-Republikanern und der israelischen Regierung.“
Doch viele der brennenden Fragen im Jüdischen Museum erscheinen etwas banaler.
Ich fragte Ido Porat, einem in diesem Moment in der Glaskiste sitzenden Israeli, welche Art Fragen ihm gestellt wurden. Er sagte, darunter seien: „Glauben Juden an die Hölle und das Paradies?“ und „Was ließ dich nach Deutschland kommen?“ Ein anderer Teilnehmer, der in Großbritannien geborene Ronni Golz, der seit über 40 Jahren in Deutschland lebt, erzählte mir: „Die ganze Ausstellung ist aufschlussreich, weil sie nicht todernst ist.“ Doch im selben Atemzug fügte er an: „Sie ist ernst.“
Golz sagte, die Ausstellung sende eine humorvolle Botschaft in der Tradition von Mel Brooks Film „Frühling für Hitler“ und Charlie Chaplins „Der große Diktator“, dass es Zeit sei „die belasteten Beziehungen zwischen Juden und Deutschen zu entspannen“. Er sagte, einige der Einwände – Beschwerden, die Kiste ähnele der, in der der Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann während seiner Verhandlung in Israel 1961 gehalten wurde – seien „neurotisch“. In seiner Zeit in der Kiste, sagte Golz, wurde er zu einer Reihe von Themen befragt: Israel und der Friedensprozess, Beschneidung, Koscher-Gesetze und wie viele Juden in Deutschland leben.
Die frivole, entspannte Atmosphäre der Ausstellung machte auf Claudio Kühn Eindruck, einen Jura-Studenten, der sagte, schätzte, dass sie ihn zwang sich tiefer mit der schwierigen Frage auseinanderzusetzen, jedoch auf eine Art, die Lachen erzeugt. Aber gefragt, ob es wachsende Normalität zwischen Deutschen und deutschen Juden gibt, sagte er, die strengen Sicherheitskontrollen am Eingang des Museums machten ihm die fehlende Normalität bewusst.
Karin Schaal-Büscher, eine Frau mittleren Alters, die für die Lehrergewerkschaft in Berlin arbeitet, drückte gemischte Gefühle zur Glaskiste aus. „Das Eingesperrt sein erinnert mich an Auschwitz und Treblinka“, sagte sie. Sie gab Unzufriedenheit mit dem Mangel an Frauen in der Ausstellung zum Ausdruck – die Freiwilligen in der Kiste sind zumeist Männer gewesen – betrachtete die Ausstellung aber als eines Besuchs für würdig.
Vielleicht heikler als alles andere ist, dass das Museum alles Erdenkliche unternimmt, um Berühmtheiten zu präsentieren, die jüdisch sind oder eine Verbindung zum Judentum haben. Im letzten Raum der Ausstellung hängende Poster zeigen Elizabeth Taylor (die zum Judentum konvertierte) und die britische Fußballikone David Beckham (der einen jüdischen Großvaterhat) mit Jarmulke [Kippa]. In einer Videoinstallation laufen Clips amerikanisch-jüdischer Komiker wie Sarah Silverman und Larry David. Bitteschön, Deutschland, das sind die Juden für dich. Lach mal.
Letzten Endes ist das zweifellos gut gemeint, aber man kann sich nur schwerlich vorstellen, dass durch diese Ausstellung ein großer Wandel in dieser angespanntesten historischen Beziehung herbeigeführt wird – nicht, solange Deutsche immer noch in ein Museum gehen müssen, um Juden zu sehen.
Video von diesen Kids in Hebron, die „auf dem Weg zur Schule verhaftet wurden“
6. April 2013 um 13:48 | Veröffentlicht in Medien+Nahost | 3 KommentareSchlagwörter: Hetze, Propaganda
Am 20. März schrieb die Huffington Post:
Als US-Präsident Barack Obama am Mittwoch in Tel Aviv ankam, wurde berichtet, dass das israelische Militär in der Westbank-Stadt Hebron eine Gruppe Kinder auf dem Weg zur Schule festnahm.
Die Independent Catholic News schrieb:
Siebenundzwanzig palästinensische Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren wurden in der Westbank-Stadt Hebron auf dem Weg zur Schule verhaftet, berichteten Christian Peacemaker Teams am 24. März.
Soldaten verhafteten oder inhaftierten mehr als zwanzig Minderjährige auf ihrem Weg zur Schule.
Jetzt das Video:
Ist es nicht interessant, dass die vielen Medienorgane, die das Video der Verhaftung der Kinder zeigten, sich nicht die Mühe machen zu zeigen, was unmittelbar davor geschah?
Araber behaupten: Juden brachten Schweine zur Al-Aqsa-Moschee
6. April 2013 um 9:34 | Veröffentlicht in Araber, Medien+Nahost | 2 KommentareSchlagwörter: arabisch-muslimische Empörung, Lügenpropaganda
Yisrael Medad, MyRightWord, March 31, 2013
Gefunden (Übertragung aus dem Arabischen):
Eine Anzahl junger Israelis schändeten Teile nahe der Al-Aqsa-Moschee, als sie während der Osterfeiern eine weite Bandbreite Tiere – darunter Schweine, Esel und Ziegen – mitbrachten und nahe der Moschee absetzten…
Die Zeitung stellte heraus, dass eine Gruppe junger Israelis [kam] und eine Gruppe Tiere innerhalb des Vorhofs der Moschee absetzten, während der Durchführung jüdischen Gebets vor der Klagemauer, doch israelische Polizei schaffte es sie zu kontrollieren und vertrieb diese Tiere aus der Moschee.
Zählt das nicht unter Aufstachelung zu religiösem Hass?
Mal abgesehen davon, dass es faktisch falsch ist.
Die Nachrichten-Internetseite ist ägyptisch.
Es wurden nicht nur keine Tiere auf den Vorplatz der Westmauer gebracht – Schweine und Esel sind nicht koscher und können nicht als Opfer genutzt werden.
Was die Ziegen angeht: In der ursprünglichen Geschichte ging es um ein Schaf und das wurde festgenommen, bevor es überhaupt in die Mauern der Altstadt trat.
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