Was Amnesty verurteilt

18. Oktober 2014 um 16:45 | Veröffentlicht in NGOs | 2 Kommentare
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Gedankennverlorenes Territorium – Natürlich haben alle Menschen Rechte – aber Juden sind keine Menschen

18. Oktober 2014 um 12:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, NGOs, Satire/Humor | 3 Kommentare
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Preoccupied Territory (ohne Datum)

von Kenneth Roth, Executive Director, Human Rights Watch

Es ist an der Zeit alle Karten auf den Tisch zu legen: Unsere Organisation kämpft unermüdlich für die Rechte aller Menschen, ungeachtet ihrer nationalen Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung und einer Unzahl weiterer Faktoren, die zu Unrecht für Diskriminierung genutzt werden. Der einfache Grund, dass wir nicht viel Federlesens machen, was die Verletzung israelischer Menschenrechte durch Palästinenser sein könnten, um israelische Verletzungen palästinensischer Rechte hochzuspielen, besteht darin, dass Juden – und damit Israelis – keine Menschen sind.

Hat man diese operative Annahme erst einmal begriffen, macht unsere ganzer Modus operandi Sinn. Was Israel-Fürsprecher übersehen, wenn sie uns Einseitigkeit vorwerfen, ist, dass es nur eine Seite gibt. Man könnte genauso gut Rechte für Darmparasiten fordern. Man verteidigt keine Darmparasiten – man versucht ihren negativen Einfluss auf Menschen zu minimieren, indem man die Parasiten, wenn nötig, tötet.

Es fängt alles mit der Einstellung zu religiöser Toleranz an. Ein bedeutender Anteil der palästinensischen und muslimischen Rhetorik beschreibt Juden als Nachkommen von Affen und Schweinen. Solche Äußerungen als beleidigend zu bewerten, würde krasse Intoleranz gegenüber islamischer Kultur beweisen und eine eurozentrische Einstellung verraten. Wer sind wir zu beurteilen, dass sie Unrecht haben?

Da wir die Überzeugungen derer respektieren müssen, die solche Ansichten verfechten, ist es nur natürlich, dass unsere Juden involvierenden Aktivitäten den Gedanken respektieren, dass Juden nicht zu der Gruppe gehören, die „Menschen“-Rechte genießen. Sie einzuschließen würde bedeuten wir diese Islamisten als im Irrtum befindlich beurteilen, doch wer sind wir, das zu bestimmen? Daher diktieren die Prinzipien der Toleranz, dass wir die Definition des Juden als nicht menschlich anerkennen.

Wir überlassen es unseren Kollegen in den Organisationen für Tierrechte zu entscheiden, ob Juden den Schutz genießen sollten, der anderen Gruppen von Nicht-Menschen gewährt wird. Es sollte beachtet werden, dass das nicht für alle Tiergruppen automatisch gilt.

Human Rights Watch schließt sich sechzehn anderen Organisationen an den im Entstehen begriffenen Staat Palästina zu ermutigen sich dem Internationalen Strafgerichtshof beizutreten. Es könnte ihnen helfen endlich das Joch der israelischen Unterdrückung abzuschütteln. Mancher hat Besorgnis geäußert, dass ein solcher Schritt auch die Palästinenser der Verfolgung von Kriegsverbrechen gegen Israelis und Juden aussetzen würde, aber wir sind zuversichtlich, dass der IGH die Definition von „Mensch“ – d.h. nicht Jude – aufrechterhalten wird, der während eines so großen Teils der europäischen Geschichte funktioniert hat.

Perfektes Pallywood-Bild: Erfolgsfoto von brüllendem Mann ist nicht das, was es zu sein scheint

18. Oktober 2014 um 10:06 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Medien+Nahost, NGOs, Palästinenser | 6 Kommentare
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Aussie Dave, Israellycool, 15. Oktober 2014

Das folgende Foto ist in den sozialen Medien rundgegangen, verbreitet vom antiisraelischen und antisemitischen Abschaum im Internet:

(twitter-Eintrag: israelische religiöse Fanatiker halten Palästinenser davon ab in der Al-Aqasa-Moschee in Jerusalem zu beten)

(twitter-Eintrag: israelische religiöse Fanatiker halten Palästinenser davon ab in der Al-Aqasa-Moschee in Jerusalem zu beten)

Das ist der feuchte Traum eines jeden Israelhassers und/oder Judenhassers: Ein israelischer Mann brüllt eine arme, wehrlose Palästinenserin an, hält sie vom Beten an ihrem heiligen Ort ab.

Oder ist das nicht so?

Wenn man sich die Hand der Frau genauer ansieht, dann zeigt das, dass sie ein jüdisches Pslamen-Gebetbuch hält!

Was will eine arabische Frau mit einem Psalmenbuch? Man könnte annehmen, dass sie es dem Juden stahl, was sein wütendes Auftreten erklären könnte.

Wir Glücklichen müssen uns nicht auf Vermutungen verlassen. Sehen Sie sich dieses Video des Geschehens an. Nach rund 6 Sekunden können Sie sehen, wie sie dem abgebildeten Mann etwas entreißt:

Hier ist ein deutlicheres Video, das das Maß der Provokation hier genau zeigt:

Nicht nur das, sondern Sie können auf dem Video auch sehen, dass es die Araber sind, die die Juden vom Beten abhalten. NICHT umgekehrt. Das Video hat tatsächlich den Titel „Sehen Sie israelische Siedler, die in die Al-Aqsa-Moschee einbrechen“, was Codesprach für „Juden gehen zu ihrem heiligsten Ort, dem Tempelberg“ ist.

Wieder einmal kann ein Foto tausend Worte sprechen – und alle sind gelogen.

Denken Sie daran: Hinterfragen Sie immer Ihre Quellen, besonders wenn es die Israel und die Juden hassende Brigade betrifft.

UPDATE: Ein weiteres Foto dieser Szene zeigt denselben Mann, wie er von einer anderen Araberin körperlich angegriffen wird. Achten sie auf die Bildbeschreibung; sie ist so zu übersetzen, dass sie der Behauptung, der Mann habe irgendjemanden von Beten abgehalten, diametral entgegen steht.

UPDATE: Ein weiteres Foto der Szene bestärkt, wer versucht wen am Beten zu hindern (hat tip: Elder of Ziyon).

Was wir hier haben, ist also ein weiteres Beispiel von „turnspeak“*, der palästinensischen Propagandatechnik, über die Joan Peters in ihrem Buch „From Time Immemorial“ geschrieben hat:

Der Begriff wurde erstmals von Journalisten genutzt, um deutsche Propaganda zu beschreiben, nachdem dieses im März 1939 in die Tschechoslowakei einmarschiert war. Um Verständnis für die Invasion zu bekommen praktizierten die Deutschen das, was als „turnspeak“ bekannt geworden ist. Sie kehrten die Schuld um und wiesen sie den Tschechen zu, weil die angeblich versuchten einen offenen Krieg in der Region herbeizuführen. Mit anderen Worten: Die Tschechen seien durch ihren Versuch an ihrem Land festzuhalten bereit ganz Europa in einen Krieg zu stürzen.

Wie reagierte der Rest Europas auf diese Lüge? Sie glaubten sie. Die Führer der Welt entschieden, dass etwas getan werden musste, um den Frieden um jeden Preis zu erhalten.

Der Schriftsteller William Shirer, der damals als Reporter in Europa unterwegs war, fasste die Wahrheit einfach zusammen, als er schrieb: „Also war das Notlage der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei nur ein Vorwand… um in einem Land, das er [Hitler] haben wollte, einen neuen Eintopf zu kochen, es zu untergraben, seine Freunde zu verwirren und in die Irre zu führen und seine wahren Absichten zu verheimlichen… den tschechoslowakischen Staat zu zerstören und sich seine Territorien zu greifen…“

UPDATE: Nach Angaben von Yisrael in den Kommentaren (bei Israellycool) ist der angegriffene Jude Shear-Yashuv Klamanovitz, Sohn des Jerusalemer Stadtverordneten Dov Kalmanovitz.

Wie Deutschland Judenhass finanziert

26. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Deutschland, Israel, Nahost, NGOs | 4 Kommentare
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Vijeta Uniyal, FrontPageMag, 23. September 2014 (ursprünglich auf TheCommentator.com)

Eine Woche nachdem Kanzlerin Angela Merkel bei einer bahnbrechenden Demonstration in Berlin die Festlegung ihrer Regierung auf die Bekämpfung des Antisemitismus bestätigte, muss vor Orte noch eine Menge getan werden, um die steigende Welle des Antisemitismus zu stoppen.

Zuhause haben die Gesetzeshüter nicht nur Apathie und Untätigkeit gezeigt, so im Fall des muslimischen Imam in Berlin, der zur Auslöschung der Juden aufforderte oder gegen Demonstranten in vielen deutschen Städten, die antisemitische Parolen brüllen. Die Polizei scheint manchmal zu überschlagen und gestattet Demonstrationen Polizei-Megafone und -Fahrzeuge zu nutzen, um ihren Hass zu verbreiten – so vor kurzem in Frankfurt und Hagen.

International bleibt der deutsche Steuerzahler ein führender Sponsor von NGOs und Gruppen, die Israel und das jüdische Volk ins Visier nehmen. Nach konservativen Schätzungen der Watchdog-Gruppe NGO Monitor zahlte die deutsche Regierung von 2010 bis 2014 mehr als €4 Millionen an Organisation in Israel und die Palästinensergebiete, die aktiv Kampagnen zur Dämonisierung und Delegitimierung des Staates Israel führen.

Allein zwei politische deutsche Stiftungen – die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung – könnten mehr als €2 Millionen Steuereinnahmen jährlich an solche Gruppen fließen lassen. Nach Angaben von NGO Monitor haben beide politischen Stiftungen fehlende Transparenz zu ihren Zuweisungspraktiken gezeigt, was es kompliziert macht die tatsächliche Geldmenge zu schätzen, die an diese Gruppen geht. Die wahren Zahlen dürften noch höher liegen.

Es überrascht nicht, dass beide Stiftungen zufälligerweise eine lange Geschichte der Unterstützung antiisraelische Kampagnen in Deutschland haben. Heute führt Kerstin Müller, eine Grünen-Politikerin, die in der antiisraelischen Boykott-Bewegung aktiv war und sich für die Kennzeichnung in die EU eingeführter israelischer Waren einsetzte, leitet jetzt das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist mit der Linksaußen-Partei „Die Linke“ verbunden, Nachfolgerin der ostdeutschen kommunistischen Partei (SED). Die Luxemburg-Stiftung organisiert regelmäßig Veranstaltungen für antiisraelische Aktivisten und veröffentlicht Literatur, die für gegen Israel gerichtete Taktiken der Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) wirbt.

Die Gesamtzahlen aus Europa und anderen westlichen Ländern sind genauso gigantisch. Von 2011 bis 2014 gaben europäische Regierungen mehr als €25 Millionen an israelische und palästinensische NGOs, die an den Kampagnen zur Delegitimierung und zu antiisraelischen Boykotten beteiligt sind. Weltweit werden NGOs, die aus Europa, Nordamerika und weiteren heraus agieren und antiisraelischen Kampagnen betreiben, jährlich rund €100 Millionen zur Verfügung gestellt.

Viele NGOs, die Geld aus Deutschland erhalten, sind an Lawfare-Kampagnen gegen Israel beteiligt. Unter Nutzung dieser sogenannten Lawfare-Strategie streben diese Aktivisten an juristische Vorschriften im Ausland dazu auszunutzen die israelische Regierung und Beamte mit Zivilklagen und Ermittlungen einzuschüchtern. Der Hauptzweck dieser Übung ist es zu belästigen, mobben und Gerichte als Plattformen für Aktivismus zu benutzen, weniger ein juristisches Ergebnis zu erzielen.

Es ist allerdings mehr als Besorgnis erregend, wenn deutsche Gelder an Gruppen gehen, die unverhohlen antisemitisch sind. Deutsche Gelder, die im Namen von „Entwicklungsprojekten“ zugewiesen werden, enden bei Gruppen, die in ihren Kampagnen regelmäßig antisemitische Themen und Bilder nutzen.

Dieser Finanzstrom aus Deutschland und anderen europäischen Ländern ist Teil einer anhaltenden Kampagne auf Israel Druck auszuüben, es zu zwingen einseitige Kompromisse zu machen. Es ist eine Diplomatie, die von dem kindlichen Glauben getrieben wird, die Konflikte im Nahen Osten würden aufhören zu bestehen, wenn nur Israel bereit sein könnte sich auf eine Größe einzuschrumpfen, die die arabischen Staaten ihm zuzugestehen bereit sind – und das zu einem vorgegebenen Zeitpunkt.

Das geopolitische „Armumdrehen“ und die Dämoniserung Israels haben ihren Preis. Statt das Bildungsniveau zu verbessern oder die Fähigkeiten und Fertigkeiten palästinensischer Jugendlicher zu entwickeln, schüren diese Gruppen weiter die uralten Feindseligkeiten. Und statt beeindruckbaren palästinensischen Jugendlichen zu helfen über die Defizite ihrer eigenen Gesellschaft kritisch zu denken und nach echter Veränderung zu streben, bieten diese Gruppen ihnen leichte Sündenböcke in der Form Israels und des jüdischen Volks.

Wenn heute deutsche Politiker mit dem Problem des steigenden Antisemitismus ringen, wäre das ein guter Anlass für sie von Spenderorganisationen Rechenschaft zu verlangen und einen genaueren Blick auf die Netzwerke zu werfen, die diesen Hass finanzieren.

Die jüngsten antisemitischen Krawalle in Deutschland sein ein eindeutiger Vorbote dessen, was noch kommt. Wenn Migration aus den arabischen Ländern im derzeitigen Tempo weitergeht, könnte ein großes Maß dieses Hasses zurück nach Deutschland importiert werden – und auch das ist ein Thema, das wir nicht ignorieren dürfen.

Kenneth Roth von Human Rights Watch

21. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, NGOs | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 4. September 2014 – Fazit:

KRothHRW-nicht-einseitig

Pro-jüdische Werbeanzeige wurde Fiasko

15. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa, Europa+Islam, Europa+Nahost, NGOs | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Infolge des aktuellen Ausbruchs von Antisemitismus in Europa fragen sich jüdische Organisationen, was sie gegen derart massiven öffentlichen Hass unternehmen können. Hierzu illustriert ein in den Niederlanden entwickeltes Projekt, wie notwendig es ist jede Idee bis ganz zu Ende zu durchdenken.

CIDI ist die älteste niederländische Organisation für Israel und die jüdische Gemeinschaft. Sie schaltete in der größten niederländischen Zeitung, De Telegraaf1 eine ganzseitige Anzeige gegen Judenhass, unterschrieben von 86 führenden Politikern und Prominenten. CIDI setzte den eigenen Namen nicht in die Anzeige, veröffentlichte aber, dass sie diese Initiative ergriffen hatte.

Die Führung der CIDI ist aufrichtig der jüdischen Gemeinschaft verpflichtet, doch unglücklicherweise handhabte sie das Anzeigenprojekt falsch. Um die prominenten Niederländer dazu zu bringen Solidarität mit den niederländischen Juden zu zeigen, hätte der Text ziemlich einfach sein können: Er hätte sagen sollen, dass es keine Ausrede für Judenhass gibt.

Dem hätte ein Hinweis folgen sollen, dass die politischen Entwicklungen in anderen Teilen der Welt zu Beleidigungen von und Drohungen gegen niederländische Juden geführt haben und dass einige Demonstranten den Tod der Juden forderten. Die Anzeige hätte auch erklären sollen, dass diese Äußerungen von Hass aufhören müssen und dass jeder in den Niederlanden in der Lage sein sollte sicher und friedlich leben zu können, was auch für die Juden gelten muss. Danach hätten die Unterzeichner die Bevölkerung der Niederlande aufrufen sollen, Antisemitismus in jeglicher Form oder unter jeglichen Umständen nicht zu tolerieren: „Wir alle sagen Nein zu Judenhass.“

So hätte es gewesen sein sollen. In der Tat erschienen, mehr oder weniger, alle oben genannten Äußerungen in der Anzeige. Leider gibt es zusätzlichen Text, der hoch problematisch ist. Die Organisatoren führten in einigen in die Anzeige eingestreuten Sätzen Israel ein, was den Ton und den Kontext ihrer Botschaft zu etwas eher Schlimmem machte.

Die Anzeige beginnt mit einem Irrtum: „Der Kampf zwischen Israel und der Hamas wird zunehmend in den Niederlanden ausgefochten.“ Wenn man dieses Konzept einbeziehen will, dann hätte der Text folgendermaßen lauten müssen: „Der Kampf zwischen Israel und der Hamas hat zu Beleidigungen, Drohungen und Schikanen gegen Juden in den Niederlanden geführt, hauptsächlich durch niederländische Muslime.“ Danach erwähnt die Anzeige die verschiedenen Drohungen gegen Israel, die aus den Niederlanden kommen. Wenn CIDI, angeblich eine pro-israelische Verteidigungsorganisation, dieses Thema schon aufwirft, dann hätte sie auch eine Verurteilung des extrem antisemitischen Charakters einiger dieser Drohungen anführen müssen.

Die Anzeige lautete weiter, dass die niederländischen Juden das Recht haben in den Niederlanden sicher zu leben, „unabhängig von dem, was in Israel geschieht“. Das impliziert, dass in Israel Furchtbares ohne guten Grund geschieht. Ist das einmal gesagt, dann ist es eine enorme Auslassung, die Hamas und andere Islamo-Nazis im Nahen Osten nicht zu erwähnen, ganz zu schweigen von den enormen ideologischen und sonstwie kriminellen Wellen, die aus der muslimischen Welt kommen. Und als wäre das alles noch nicht genug, fährt die Anzeige hiermit fort: „Dies ist keine Solidaritätserklärung mit der israelischen Regierung.“ CIDI hat eine Menge zu erklären, was diese eindeutige Äußerung in einem Text über Antisemitismus gegenüber niederländischen Juden zu suchen hat.

Die Anzeige endet: „Wir, die Unterzeichner, sind hier unterschiedlicher Meinung. Wir stimmen aber in einem überein: Kritik an Israel ist in Ordnung. Judenhass? Nein.“ In der Tat: Warum sollte Kritik an Israel nicht in Ordnung sein? Fast alle Israelis sind in verschiedenen Themen zu Israel kritisch und daran ist nichts falsch – aber das Offensichtliche auf diese Weise zu äußern, gibt der Anzeige einen zusätzlichen, anstößigen Dreh.

Man fragt sich, ob irgendeiner der Unterzeichner die Unterschrift unter der Anzeige abgelehnt hätte, wäre darin Israel nicht erwähnt worden. Wenn dem so sein sollte, hätte CIDI glücklich und zufrieden sein müssen, sie nicht einzubeziehen und sie nach einer Erklärung fragen sollen. Dass Israel erwähnt wurde und die Art und Weise, wie das geschah, hat den klaren Unterton, diesen Unterzeichnern die Chance zu geben sich von Israel zu distanzieren, wenn sie das so wollen. Dies umso mehr, als die verschiedenen antiisraelischen Demonstrationen nicht erwähnt werden, deren niederländische Teilnehmer direkt oder indirekt die Hamas unterstützen, einige auch die Islamo-Nazis der ISIS, der bösartigsten muslimischen Bewegung, die es bisher gab.

Das Management von CIDI ist sich bewusst, dass Israel mit viel von dem, was derzeit in den Niederlanden geschieht, nicht kritisiert sondern dämonisiert wird. Nachdem bereits irrigerweise Israel eingebracht wurde und man sich von ihm distanziert hat, hätte die Anzeige das widerliche Verhalten von Teilen der globalen muslimischen Bevölkerung und ihrer niederländischen Unterstützer thematisieren müssen.

Mit einer solchen Botschaft überrascht es nicht, dass die meisten niederländischen Parteichefs die Anzeige unterschrieben, selbst die der Grün-linken und der Sozialistischen Partei, die einige der Demonstrationen mit organisieren, die immer indirekt die Islamo-Nazis von der Hamas unterstützen. Jetzt können diese politischen Leiter sich und ihre Agenden mit der Anzeige reinwaschen und gleichzeitig behaupten, dass sie Kritik an Israel implizieren.

Geert Wilders, Parteichef der populistischen Freiheitspartei (PVV) ist unter den Unterzeichnern nicht zu finden. CIDI bat auch ihn zu unterschreiben und er hatte sofort zugestimmt. Sein Name wurde allerdings entfernt. CIDI rechtfertigte das mit der Erklärung, dass Wilders dem niederländischen Premierminister Rutte einen Brief geschrieben hatte, mit dem er den derzeitigen Antisemitismus mit dem Islam allgemein in Verbindung brachte.2 CIDI sagte, Wilders hätte den Nahostkonflikt in die Debatte eingebracht und dass sei nicht das, was die Unterzeichner wollten. Wäre CIDIs Argument der wahre Grund für den Ausschluss von Wilders, dann hätten antiisraelische Äußerungen einiger linker niederländischer Spitzenpolitiker ausreichen sollen auch sie auszulassen. Darüber hinaus – und das ist das wirklich Lächerliche – hatte CIDI selbst das Nahost-Problem eingebracht, indem sie in der Anzeige unnötigerweise Israel erwähnte. Wie zu erwarten war, schlug Wilders heftig gegen CIDI und dessen Leitung zurück; er sagte, die Organisation und ihr Direktor repräsentierten die niederländischen Juden nicht.3

Dass Wilders in der Anzeige nicht vorhanden war, wurde von Alexander Pechtold, dem Chef der Liberaldemokraten D66 als Ausrede genommen, um nicht zu unterschreiben. In seiner Erklärung, warum er sich zurückhielt, behauptete Pechtold, dass nicht nur Antisemitismus, sondern alle Formen der Diskriminierung verurteilt werden sollten.4 Wahrscheinlicher ist ein Grund für Pechtolds Verhalten die Tatsache, dass zum ersten Mal in der Geschichte einige aktuelle Umfragen andeuten, dass D66 die größte Partei im Parlament werden könnte. Mehr muslimische Stimmen zu bekommen könnte da hilfreich sein.

Louis Bontes, Parteichef „Für die Niederlande“, einer der kleineren Parteien, taucht ebenfalls nicht auf der Liste der Unterzeichner auf. Die Geschichte dieser Partei ist bezüglich proisraelischem und projüdischem Aktivismus im niederländischen Parlament fast makellos. Es ist nicht vorstellbar, dass Bontes eine Unterschrift abgelehnt hätte, wäre er darum gebeten worden. Wurde er nicht gefragt? Das wäre ein weiterer dicker Patzer seitens der CIDI gewesen. Hatte er unterschrieben, wurde aber ausgeschlossen? Das wäre absolut skandalös.

All das oben Angeführte dient dazu aufzuzeigen, dass noch so gut Gemeintes, wenn es schlecht ausgeführt wird, auf viele Weisen ins Auge geht.

Derweil sind die letzten Zweifel beseitigt worden, dass die antiisraelischen Demonstrationen Pro-Hamas-Demonstrationen sind. In Utrecht kritisierte eine Europaabgeordnete der Grün-Linken Partei die Hamas. Noch bevor sie Israel überhaupt kritisieren konnte, wurde sie bereits niedergebrüllt.5

Manfred Gerstenfeld ist der ehemalige Vorsitzende des Jerusalem Center of Public Affairs.

1 s. den Text auf: http://forum.fok.nl/topic/2136206 [in Niederländisch]
2 http://www.cidi.nl
3 Wilders haalt uit naar Joodse organisatie om advertentie. NU, 7. August 2014. [in Niederländisch]
4 Waarom D66 de advertentie van het CIDI niet heeft ondertekend. D66, 7. August 2014. [in Niederländisch]
5 Gazademonstratie verloopt rustig. DeStadUtrecht, 10. August 2014 [in Niederländisch]

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