Die Erfindung der Islamophobie

Islamophobie wurde erfunden, um diejenigen Muslime zum Schweigen zu bringen, die den Koran infrage stellen und die Gleichberechtigung der Geschlechter fordern.

Pascal Bruckner, signandisght.com, 1. März 2011

Ende der 1970-er Jahre erfanden iranische Fundamentalisten den Begriff „Islamophobie“, der in Analogie zu „Xenophobie“ (Fremdenfeindlichkeit) gestaltet wurde. Das Ziel dieses Wortes bestand darin den Islam für unantastbar zu erklären. Wer immer diese Grenze überschreitet, wird für einen Rassisten gehalten. Dieser totalitärer Propaganda würdige Begriff ist bewusst unspezifisch dazu gehalten, ob er sich auf eine Religion bezieht, auf ein Glaubenssystem oder auf seine gläubigen Anhänger weltweit.

Aber Bekenntnis hat weniger mit Rasse gemein als mit säkularer Ideologie. Muslime wie auch Christen kommen aus der arabischen Welt, Afrika, Asien und Europa, genauso wie Marxisten, Linke und Anarchisten von überall kommen und kamen. In einer Demokratie ist niemand verpflichtet Religion zu mögen und bis das Gegenteil bewiesen wird, haben sie das Recht sie als rückschrittlich und irreführend anzusehen. Ob man es legitim oder absurd findet, dass manche Leute den Islam mit Misstrauen betrachten – wie sie mal mit dem Katholizismus machten – und seinen aggressiven Bekehrungseifer und Anspruch auf total Wahrheit ablehnen – das hat nichts mit Rassismus zu tun.

Reden wir über „Linkenphobie“ oder „Sozialistenphobie“, wenn jemand sich gegen die Verteilung von Wohlstand und Marktbeherrschung ausspricht? Oder sollten wir die Blasphemie, die von der Revolution 1791 abgeschafft wurde, wieder als Straftatbestand einführen, ganz auf der Linie der jährlichen Forderung der „Organisation der Islamischen Konferenz“? Oder auch des französischen Politikers Jean-Marc Roubaud, der angemessene Strafe für jeden fordert, der „religiöse Gefühle einer Gemeinschaft oder eines Staates verächtlich macht“? Offene Gesellschaften sind angewiesen von friedlicher Koexistenz des Grundsatz-Glaubenssystems und dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Religionsfreiheit wird garantiert, so wie die Freiheit Religionen zu kritisieren garantiert wird. Die Franzosen, die sich von Jahrhunderten kirchlicher Herrschaft befreit haben, ziehen Diskretion vor, wenn es um Religion geht. Ein separates Recht für die eine oder andere Gemeinschaft zu fordern, gegen das Recht auf Infragestellung von Dogma Einschränkungen zu verhängen, ist eine Rückkehr zum Ancien Regime.

Der Begriff „Islamophobie“ bedient eine Reihe von Funktionen: Er bestreitet die Realität einer islamischen Offensive in Europa, damit diese umso mehr legitimiert wird; er greif den Säkularismus an, indem dieser mit Fundamentalismus gleichgesetzt wird. Vor allem aber will er all diejenigen Muslime zum Schweigen bringen, die den Koran infrage stellen, die Gleichberechtigung der Geschlechter fordern, die das Recht in Anspruch nehmen die Religion aufzugeben und die ihren Glauben frei und ohne sich den Diktaten der Bärtigen und Doktrinären unterwerfen zu müssen. Es folgt, dass junge Frauen stigmatisiert werden, wenn sie den Schleier nicht tragen, wie französische, deutsche oder englische Bürger maghrebinischer, türkischer, afrikanischer oder algerischer Herkunft, die das Recht auf religiöse Gleichgültigkeit fordern, das Recht nicht an Gott zu glauben, das Recht während des Ramadan nicht zu fasten. Auf diese Abtrünnigen wird mit Fingern gezeigt, sie werden der Wut ihrer religiösen Gemeinschaften ausgeliefert, um alle Hoffnung auf Veränderung bei den Anhängern des Propheten zu unterdrücken.

Auf globaler Ebene begünstigen wir die Erstellung eines neuen Gedankenverbrechens, eines, das stark an die Art erinnert, wie die Sowjetunion mit „Volksfeinden“ umsprang. Und unsere Medien und Politiker geben ihnen ihren Segen. War es nicht der französische Präsident – nie einer, der keinen Missgriff auslässt – höchstselbst, der Islamophobie mit Antisemitismus vergleich? Rassismus greift Menschen für das an, was sie sind: schwarz, arabisch, jüdisch, weiß. Der kritische Verstand  andererseits untergräbt offenbarte Wahrheiten und unterwirft die heiligen Schriften Exegese und Transformation. Die beiden durcheinander zu bringen bedeutet die religiösen Fragen von einer intellektuellen auf eine juristische Ebene zu verschieben. Jeder Einwand, jeder Witz wird zum Verbrechen.

Die Schändung von Gräbern oder heiligen Stätten ist natürlich eine Sache für die Gerichte. In Frankreich sind es zum größten Teil christliche Friedhöfe oder Kirchen, die davon betroffen sind. Wir wollen nicht vergessen, dass heute das Christentum von allen monotheistischen Religionen die am stärksten verfolgte ist – insbesondere in islamischen Ländern wie Algerien, dem Irak, Pakistan, der Türkei oder Ägypten. Es ist einfacher in London, New York oder Paris Muslime zu sein als Protestant oder Katholik im Nahen Osten oder Nordafrika. Aber der Begriff „Christenphobie“ wirkt nicht – und das ist gut so. Es gibt Worte, die die Sprache beflecken, die Bedeutung vernebeln. „Islamophobie“ ist eines der Worte, die wir dringend aus unserem Vokabular löschen müssen.

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Antisemitismus kann nicht mit Islamophobie vermengt werden

Zebya Nur, American Thinker, 28. März 2019

Mit dem Aufstieg antimuslimischer Stimmungen im Westen gibt es einen zunehmenden Trend Islamophobie mit Antisemitismus zu vermengen. Nach dem Anschlag auf die Moschee in Neuseeland behauptete der Journalist Mehdi Hassan, Antisemitismus sei auf eine Art stigmatisiert worden, wie es mit Islamophobie nicht getan wird Hassan sinnert zudem:

Stellen Sie sich vor ein BBC-Moderator fragt eine jüdischen Gast nach den Schüssen in der Synagoge von Pittsburgh: „Denken Sie, Ihre Gemeinde tut genug um Israels Besatzung zu verurteilen?“

Mehdi Hassen offenbart unwissentlich eine antisemitische Art zu denken, von der er annimmt, sie werde ihm einen Freifahrtschein verschaffen, weil sie in antizionistischem oder antiisraelischem Gewand daherkommt; Juden sind für die israelische Besatzung das, was Muslime für den extremistischen Islam sind. Viele Muslime behaupten antizionistisch, aber nicht antisemitisch zu sein. In Wahrheit ist das wenig anders als eine irreleitende Finte, die in der westlichen Welt unter dem Deckmantel der Menschenrechte Unterstützung gewinnen soll, wo Aufrufe zur Vernichtung Israels (wie sie in muslimischen Ländern üblich sind) nicht toleriert werden würden.

Die Verschmelzung von Antisemitismus und Islamophobie kann in einer Reihe von Punkten energisch hinterfragt werden:

  1. Die logische Verschmelzung würde darin bestehen, Juden mit extremistischem Judentum zu vergleichen. Aber natürlich wird das Judentum im Westen nicht auf die Weise als Bedrohung gesehen wie der Islam. Selbst der linksextreme Antisemitismus, der in Großbritannien unter Jeremy Corbyns Labour Party popularisiert wurde, wurzelt im marxistischen Glauben, dass Juden reiche Kapitalisten sind.
  2. Muslime sind, wie Christen, eine religiöse Gruppe, während Juden sich als ethnoreligiöse Gruppe definieren: Jüdisch sein folgt weiblicher Erblinie. Islamophobie ist ein Hass, der sich gegen die Religion des Islam richte. Hass gegen Muslime sollte vielleicht Muslimphobie genannt werden, damit diese Gewalt gegen Muslime bekämpft werden kann, ohne Kritik am Islam zu unterdrücken. Der Islam sollte nicht vor demselben Level an Kritik abgeschirmt werden, das andere Religionen unter der freien Meinungsäußerung erdulden.
  3. Islamophobie wird von Muslimen oft als Mittel verwendet legitime Diskussion über den Islam zu verhindern. Das Scharia-Recht, wie es von den Hauptzweigen des Islam befürwortet wird, ist inkompatibel mit westlicher Demokratie, nicht zuletzt weil der Islam keine Reformation gehabt hatte. Das bewies sich durch die fehlgeschlagenen Versuche der Organisation der Islamischen Kooperation im Westen Blasphemiegesetze einzuführen.
  4. Muslime selbst sind oft die größten Lieferanten von Antisemitismus. Muslimische Opposition gegen Israel ist in islamischen Vorherrschafts-Lehren verwurzelt, einer Ersetzungstheologie, die selbst eine Form des Antisemitismus ist. Wenige Muslime werden behaupten, dass Pakistan ein britisches Kolonialunterfangen ist, wie sie es fälschlich mit Israel tun. Als ich aufwuchs, hörte ich eines Tages, der Islam würde Israel auf dieselbe Weise besiegen wie die Kreuzritter vor Jahrhunderten. Es heuchlerisch von Muslimen gegen den Zionismus zu sein und sich dann mit den Juden in einen Topf zu werfen und zu behaupten demselben Feind gegenüber zu stehen und vorzugeben, der Zionismus habe nichts mit dem Judentum zu tun. Denn würde das stimmen, würden mehr als 700.000 Juden des Nahen Ostens nicht vertrieben oder gezwungen worden zu sein ihren Besitz und Vermögen zurückzulassen, als sie vor arabischer Gewalt und Verfolgung vor und nach der Gründung Israels im Jahr 1948 flohen. Diese Heuchelei ist ein Trick, um die etablierteren jüdischen Organisationen zu mobilisieren Islamohpobie für die Muslime zu bekämpfen.
  5. Eine Menge der antimuslimischen Stimmung im Westen ist Folge der illiberalen und extremistischen Überzeugungen und Praktiken von Muslimen. Zum Beispiel behauptete der Moschee-Attentäter von Neuseeland, er nehme Rache für die Massenvergewaltigungen durch Versklavungsbanden in Rotherham, begangen von Männern, die hauptsächlich pakistanisch-muslimischer Mirpur-Herkunft in England. Im Vergleich dazu sind die orthodoxen Strömungen des Judentums liberal und gut integriert sowie mit westlichen Demokratien kompatibel. In Großbritannien haben die strikt Orthodoxen sogar die geringsten Verbrechensraten des Landes, während Gefängnisstatistiken zeigen, dass demografisch eine höhere Verbrechensrate pro Kopf haben als die Gesamtbevölkerung.
  6. Die rechtsextreme, weiß-nationalistische Ideologie ist eine rassistische, aber das bedeutet nicht notwendigerweise, dass jeder Gegner des Islam ein Rassist ist. Viele, die die Scharia als inkompatibel mit liberalen westlichen Werten, lehnen gleichermaßen die rechtsextreme Ideologie ab. Andere Minderheiten, die selbst oft aus denselben Ländern wie muslimische Immigranten stammen, sehen sich nicht demselben Maß an Feindseligkeit gegenüber. Warum hören wir nichts von Buddhistophobie? Hinduphobie? Sikhphobie?
  7. Die Zunahme der Islamophobie im Westen ist eine Reaktion auf den Typ islamischen Extremismus, der von Al-Qaida und ISIS entfesselt wurde. Kulturelle Praktiken in einigen muslimischen Ländern wie weibliche Genitalverstümmelung und Ehrenmorde sind ein treibender Faktor. Noch ein Grund ist die unverhältnismäßige Zahl muslimischer Männer, die in Skandalen zum Heranziehen von Sexsklavinnen in England beteiligt sind. Es hilft nicht, dass die politisch korrekte Kultur eine ehrliche Diskussion religiöser und kultureller Praktiken in vielen Teilen der Welt üblich ist. Es gibt muslimische Männer, die glauben, dass Frauen, die sich nicht verschleiern und die an sexuelle Befreiung glauben, keinen Grund haben sich darüber zu beschweren, dass Männer sie vergewaltigen. In der jüdisch-christlichen Tradition ist der Mann verpflichtet die Sexualität zu kontrollieren, aber in der islamischen Kultur muss eine Frau sicherstellen, dass sie den Mann nicht erregt. In muslimischen Ländern wird eine vergewaltigt Frau oft für das Verbrechen verantwortlich gemacht den Mann angestachelt zu haben. Soziale Normen diktieren, dass Themen wie sexueller Missbrauch (ob von Frauen oder von Kindern) unter den Teppich gekehrt werden, um die Familienehre zu wahren. Wenn Männer aus solchen Kulturen in den Westen ziehen und diese Praktiken mitbringen, dann kann man erwarten, dass es Gegenreaktionen gibt.

Für Muslime wäre es vielleicht produktiver diese Sichtweisen und Bräuche infrage zu stellen oder zu reformieren und nicht vorzugeben, Islamophobie und Antisemitismus seien zwei Seiten derselben Medaille. Die Bräuche des ISIS-Kalifats jesidische Frauen als Sexsklavinnen zu halten und zu vergewaltigen, werden vom Koran genehmigt. Historisch kann man sehen, dass die Praxis des osmanischen Kalifats christliche Frauen als Sexsklavinnen zu versklaven, in denselben Lehren wurzelt.

Natürlich befürworten nicht alle Muslime diese Auffassungen und viele andere halten sie für überholt. Aber leider hat nicht es denselben Eifer muslimischer Führer und Geistlicher gegeben, um für Reform zu werben, wie es ihn gegeben hat die Vernichtung Israels anzustreben. Im Gegenteil, man kann gemeinsame Bemühungen erkennen die Aufmerksamkeit von traditionellen islamischen Lehren abzulenken und stattdessen die Rassenkarte zu spielen, um sich als Opfer darzustellen. Gruppen für Muslimrechte wie die Hamas – in den USA mit CAIR verbunden und in Großbritannien mit dem Muslim Council of Britain – werden eine unmäßige Menge an Energie aufwenden, die liberale Muslime untergräbt und Islamismus fördern, während sie behaupten die Opfer von Rassismus und Islamophobie zu sein.

Islamophobie und Antisemitismus sind zwei verschiedene Dinge, die nicht vermengt werden sollten.

Das Problem ist nicht „Islamophobie“, sondern Unkenntnis des Islam

William Kirkpatrick, Jihad Watch, 22. Februar 2018

Ein offener Brief an Bischof Joseph Bambera, den Vorsitzenden des Komitees für Interreligiöse Angelegenheiten der USCCB[1].

Exzellenz,

Ihnen muss Lob gespendet werden, dass Sie mit Ihrer Erklärung am 29. Dezember die Katholiken baten für „unsere koptischen Brüder zu beten, die um Christi willen Märtyrertum durchleiden“. Katholiken müssen das Ausmaß der Angriffe auf Christen in der muslimischen Welt erfahren. Wie Sie herausstellen, hat es allein in den letzten drei Jahren in Ägypten 2.000 Angriffe auf koptische Christen gegeben. Dazu gehörten mehrere fürchterliche Bombenanschläge auf Kirchen und dass 35 Christen abgeschlachtet wurden, die es ablehnten zum Islam zu konvertieren, als ihre Busse von islamischen Bewaffneten angegriffen wurden.

Tödliche antichristliche Angriffe sind in der muslimischen Welt alltäglich geworden. Katholiken müssen darüber informiert werden und sie müssen auch das „Warum“ dieser Anschläge erfahren. Es wird kein Ende des Blutvergießens geben, solange wir nicht verstehen, warum es stattfindet.

An diesem Punkt ist das USCCB nachlässig gewesen. Zahlreiche USCCB-Erklärungen im Verlauf der letzten 17 Jahre haben den Islam praktisch von den im Namen des Islam begangenen Verbrechen freigesprochen. Statt die religiöse Ideologie beim Namen zu nennen, die die Terroristen motiviert, sind die Kirchenvertreter damit zufrieden gewesen das Mantra zu wiederholen, dass Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun hat.

Derweil hat die USCCB angesichts des vom Islam inspirierten Völkermords an Christen sich der problematischen Kampagne gegen Islamophobie angeschlossen. Das kommt mir wie eine groteske Umkehrung der Prioritäten vor. Warum werfen sich einer Zeit, in der Christen gegenüber den Gefahren alarmiert werden müssen, die von der Verbreitung des Islam ausgehen, Bischöfe n dne Kampf gegen den von der Muslimbruderschaft fabrizierten Kampf gegen die „Islamophobie“?

Ich setze „Islamophobie“ in Anführungszeichen, weil eine Phobie eine irrationale Angst ist. Aber viele Menschen – einschließlich der in Ägypten lebenden Christen – haben gute Gründe Angst zu haben. Es erweist ihnen einen schlechten Dienst zu sagen, dass ihre Ängste grundlos sind. Oder zu sagen, dass sie von authentischen Islam nichts befürchten müssen.

Ihre eigene Erklärung erwähnt verschiedene blutige Terroranschläge in Ägypten, aber die Worte „Islam“ und „islamisch“ kommen darin nicht vor. Im Gegensatz dazu erklärt ein Artikel in Coptic Solidarity (Koptische Solidarität), „islamische Unterdrückung“ sei die wichtigste treibende Kraft der Verfolgung. Ist die Angst der Kopten vor islamischer Unterdrückung „islamophobisch“? Oder ist das eine absolut rationale Angst?

Ihre Erklärung fordert Aufmerksamkeit für Terroranschläge in Ägypten. Es ist wichtig, dass Christen davon wissen. Gleichzeitig kann ein singulärer Fokus auf Gräueltaten irreführend. Das tendiert dazu das politisch korrekte Narrativ zu füttern, dass die Bedrohung für Christen auf eine Handvoll Extremisten begrenzt ist. Doch es gibt ein viel größeres Problem, mit dem man klarkommen muss – nämlich eine weit verbreitete, tägliche und unerbittliche Verfolgung von Christen, zu der Diskriminierung, Einschüchterung, Vergewaltigungen, Entführungen, Zwangskonversionen und der Zerstörung christlicher Häuser und Kirchen gehören. Nach Angaben des Artikels von Coptic Solidarity kommt diese Verfolgung aus jeder Ebene der ägyptischen Gesellschaft, wozu muslimische Kleriker, örtliche Offizielle, „normale Bürger“ und die eigene Familie (im Fall von Muslimen, die zu christlichen Glauben übergetreten sind) gehören.

Die in Ägypten weit verbreitete Christenverfolgung ist auch in falst allen mehrheitlich muslimischen Gesellschaften zu finden – in Pakistan, Syrien, dem Iran, Irak, Nigeria, Sudan, Indonesien und andernorts. Die allgegenwärtige Natur der Verfolgung in islamischen Ländern legt nahe, dass sie keiner Deformation des Islam entstammt, sondern eher aus den Kerntexten und Lehren des Mainstream-Islam selbst.

Was eine Frage aufwirft: Könnte es sein, dass all diese Muslime in verschiedenen Teilen der Welt den Islam falsch interpretiert haben? Oder ist es eher wahrscheinlich, dass das wahre Missverständnis katholische Prälaten sind die, wenn auch in guter Absicht – keine Lebenserfahrung mit dem Islam haben?

Verschiedene Äußerungen der USCCB im Verlauf der Jahre stellen den Islam als eine Religion des Friedens und der Gerechtigkeit dar – eine Religion, die dem Katholizismus nicht unähnlich ist. Tatsächlich hatte eine Schlüsselrede bei einem von der USCCB gesponserten muslimisch-katholischen dialog den Titel „Unseren Glauben gemeinsam leben“ – als ob Muslime und Katholiken einen gemeinsamen Glauben hätten. Haben sie natürlich nicht. Die Idee, dass sie ihn hätten gründet nicht auf den Texten, Lehren, Gesetzbüchern und der Geschichte des Islam, sondern auf Wunschdenken.

Das soll nicht nahelegen, dass katholische Leiter den Islam angreifen sollen, sondern dass sie den Katholiken ein realistisches Bild des islamischen Glaubens bieten sollen. Die aktuelle Politik des Schönfärbens der problematischen Aspekte des Islam ist höchst fehlleitend und hat mehrere schädliche Folgen. Lassen Sie uns auf nur eine davon konzentrieren.

Wenn Kirchenleiter weiterhin den Aspekt des Überlegenheitsanspruch des Islam herunterspielen oder gar bestreiten, dann werden viele Katholiken au die Art von Aggression nicht vorbereitet sein, die Christen in Ägypten und andernorts durchleiden.

Diese aggressiv antiwestliche Kultur – nennen wir sie kurz „Ägypten“ – ist bereits nach Europa gekommen. Was heute eine islamische Invasion zu sein scheint, wurde von naiver Immigrationspolitik ermöglicht, die auf derselben unkritischen Sicht des Islam gründet, wie die USCCB sie sich zueigen gemacht hat. Wie die ägyptischen Christen müssen die Europäe heute Angst haben jederzeit an jedem Ort angegriffen zu werden – in Bussen, Zügen, Konzerthallen und auf Weihnachtsmärkten.

Die Europäer waren ebenso wenig auf den kulturellen Aspekt der Invasion vorbereitet. Es war naiv anzunehmen, dass Muslime sich westlichen Werten anpassen würden. Stattdessen werden Europäer gezwungen sich islamischen Werten anzupassen – Polygamie, Frauenfeindlichkeit, Ehrengewalt und weiblicher Genitalverstümmelung. Und ebenso dem Antisemitismus. Heute fliehen Juden aus Europa in einer Zahl, wie es seit der Nazizeit nicht erlebt wurde.

Die Europäer verlieren ihre Zivilisation nicht, weil sie „islamophob“ sind, sondern weil sie den Islam ignorierten. Sie akzeptierten gehorsam die freundlich-lächelnde Darstellung des Islam, wie er ihnen von den sozialen und Regierungseliten präsentiert wird und zahlen heute den Preis dafür.

Wird „Ägypten“ nach Amerika kommen? Es ist eine Möglichkeit, über die die USCCB nachdenken sollte. Amerikas Bischöfe haben sich schuldig gemacht dasselbe wohlige Bild des Islam und der islamischen Migration zu propagieren, das Europa ins Chaos gestürzt hat. Dieser Ansatz hat dort nicht funktioniert. Warum annehmen, dass es hier funktionieren wird?

Es erscheint leichtsinnig diesen Weg weiterzugehen. Um der Christen in aller Welt willen müssen Amerikas Bischöfe die katholische Tradition des Realismus wiederentdecken und ihre Islam-Politik überdenken. Für eine Kurskorrektur ist es noch nicht zu spät.

Hochachtungsvoll

Dr. William Kilpatrick

[1] United States Conference of Catholic Bischof (Katholische US-Bischofskonferenz)

Islamophobie?

Daniel Pipes, The New York Sun, 25. Oktober 2005

Eine islamistische Gruppe namens Hisb ut-Tahrir versucht die Welt unter das islamische Gesetz zu bringen und wirbt für Selbstmordanschläge auf Israelis. Angesichts eines bevorstehenden Verbots in Großbritannien eröffnete sie klammheimlich eine Tarn-Operation an britischen Universitäten, die sie „Stop Islamophobia“ („Stoppt die Islamophobie“) nannten, wie die „Sunday Times“ aufdeckte.

„Stoppt was?“, mögen Sie fragen.

Vor einem Jahrzehnt in Großbritannien geprägt, wurde der neu geschaffene Begriff „Islamophobie“ 1996 durch eine selbst ernannte „Commission on British Muslims and Islamophobia“ (Kommission für britische Muslime und Islamophobie) 1996 lanciert. Das Wort bedeutet wörtlich „ungerechtfertigte Angst vor dem Islam“, wird aber mit der Bedeutung „Vorurteile gegen Muslime“ verwendet und gesellt sich zu mehr als 500 anderen Phobien, die sich über praktisch jeden Aspekt des Lebens erstrecken.

Der Begriff hat eine gewisse linguistische und politische Akzeptanz gewonnen, bis hin zu dem Punkt, dass der Generalsekretär der Vereinten Nationen im Dezember 2004 einer Konferenz mit dem Titel „Der Islamophobie entgegen treten“ vorstand und im Mai ein Gipfeltreffen des Europarats die „Islamophobie“ verurteilte.

Der Begriff beinhaltet jedoch mehrere Probleme. Erstens: Was genau stellt eine „ungerechtfertigte Angst vor dem Islam“ dar, wenn heute Muslime, die im Namen des Islam handeln, verbal und physisch die Hauptquelle der weltweiten Aggression gegen Nichtmuslime wie Muslime ausmachen? Was, wundert man sich, ist das angemessene Maß an Angst?

Zweitens: Während es sicherlich Vorurteile gegenüber Muslimen gibt, verschmilzt „Islamophobie“ irreführend zwei charakteristische Phänomene: Angst vor dem Islam und Angst vor dem radikalen Islam. Ich erlebe dieses Problem persönlich: Obwohl ich wieder und wieder gegen die Ideologie des radikalen Islam schreibe, nicht die Religion des Islam, bin ich zum Zweitplatzierten bei der Verleihung eines Pseudopreises für Islamophobie in Großbritannien gemacht, als Amerikas „führender Islamophober“ bezeichnet und sogar „Inkarnation des Islamophoben“ genannt. (In Wirklichkeit bin ich ein „Islamismus-phober“.)

Drittens: Vertreter des „Islamophobie“-Konzepts übertreiben das Problem gewohnheitsmäßig.

  • Polizei: Von britischen Muslimen wird gesagt, dass sie unter ständiger Diskriminierung durch die Polizei leiden, während eine Untersuchung der Statistiken durch Kenan Malik aus diesem „Islamophobie-Mythos“ Hackfleisch macht.
  • Kultur: Muslime „sehen sich einem extremen Fluss antiislamischer Literatur ausgesetzt, die Hass gegen den Islam predigt“, behauptet der Präsident der Graduate School of Islamic and Social Sciences in Virginia, Taha Jabir Al-´Alwani: „Romane, Filme, Bücher und Unterschungen. Allein unter den Bestseller-Romanen gibt es fast 1000 dieser Sorte.“ Eintausend Bestseller verleumden den Islam? Kaum. In Wirklichkeit tun das fast nicht einmal eine Hand voll (z.B. „Haddsch“ von Leon Uris).
  • Linguistik: Seyyed Hossein Nasr, Professor für Islamische Studien an der George Washington Universität, berichtete fälschlicherweise (in seiner programmatischen Rede bei der UNO-Veranstaltung „Der Islamophobie entgegen treten“, wie Alexander Joffe berichtet) von Versuchen die arabische Herkunft englischer Wörter wie „adobe“ zu verstecken – das tatsächlich vom alten Ägyptisch abstammt, nicht vom Arabischen.
  • Geschichte: Der Begriff „Antisemitismus“ wurde benutzt um Gefühle gegen in Spanien lebende Araber zu beschreiben, erklärte Nasr ebenfalls in seiner Rede, und habe bis nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mit Juden in Verbindung gebracht worden. Das ist Unsinn: Der Begriff „Antisemitismus“ geht nur auf das Jahr 1879 zurück, als er von Wilhelm Marr geprägt wurde; er bezog sich immer ausdrücklich auf den Hass auf Juden.

Viertens: Hisb ut-Tahrirs Manipulation des „Stoppt die Islamophobie“ verrät das Betrügerische dieses Wortes. Der Artikel der „Sunday Times“ erklärt: „Angeblich ist das Ziel der Kampagne die Bekämpfung antimuslimischer Vorurteile in Folge der Londoner Bombenanschläge.“ Dann zitiert er aber Anthony Glees von der Londoner Brunel Universität dahin gehend, dass der wirkliche Plan ist antisemitische, Anti-Hindu-, Anti-Sikh-, anti-homosexuelle und Anti-Frauen-Haltungen zu verbreiten und ebenso Groll gegen westliche Einflüsse zu schüren.

Moderate Muslime (wie Irshad Manji) islamophob zu nennen, verrät die Aggressivität dieses Begriffs. Charles Moore schreibt im „Daily Telegraph“, dass moderate Muslime, „aus Angst vor dem, in was die Islamisten ihrem Glauben antun“, diejenigen sind, die den Islam am meisten fürchten. (Denken Sie an Algerien, Darfur, den Irak, Iran und Afghanistan.) „Sie können den Mut und die Worte nicht aufbringen, um mit dem riesigen Problem klar zu kommen, dem sich der Islam in der modernen Welt gegenüber sieht.“ Islamophobie-Anschuldigungen, fügt Malik hinzu, sollen „Kritiker des Islam zum Schweigen bringen oder sogar Muslime, die für die Reform ihrer Gemeinschaften kämpfen“. Yasmin Alibhai-Brown, eine weitere britische Muslimin, erkennt ein sogar noch ambitionierteres Ziel: „Nur allzu oft wird Islamophobie dazu benutzt die Gesellschaft zu erpressen.“

Die Muslime sollten auf diesen unglaubwürdigen Begriff verzichten und stattdessen ernsthafte Selbstprüfung betreiben. Statt die potenziellen Opfer dafür verantwortlich zu machen, dass sich Angst vor ihren möglichen Henkern haben, wäre es besser, sie würden darüber nachdenken, wie die Islamisten ihren Glauben in eine Ideologie verwandet haben, die Mord feiert (Al-Qaida: „Ihr lebt das Leben, wir liebend en Tod“) und Strategien entwickeln, um ihre Religion zu erlösen, indem sie diesen morbiden Totalitarismus bekämpfen.

Die wahren Opfer der „Islamophobie“

Judith Bergman, Gatestone Institute, 14. November 2017

  • Örtliche Behörden, die Polizei, Lehrer und Parlamentarier haben alle mit MEND zusammengearbeitet, obwohl die Organisation „der Definition der Regierung für Extremismus entspricht“ und „regelmäßig illiberale, intolerante und extremistische islamische Redner zu Gast hatte … offen angestrebt hat die Terrorbekämpfungsgesetze zu untergraben und gegen Extremismusbekämpfungsbemühungen vorzugehen; zusätzlich haben sie ihre eigenen Linksextremisten…“
  • Obwohl auf sie die Definition der Regierung für eine extremistische Gruppe zutrifft, organisiert MEND eine Reihe von Veranstaltungen für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“ an britischen Universitäten.
  • Man kann sich kein anderes Thema denken, das einen „Achtsamkeitsmonat“ im Vereinten Königreich mehr verdient, besonders weil viele der Menschen, die von diesem Problemen betroffen sind, die Folgen der britischen Obsession mit „Islamophobie“ gelitten haben.

In Britannien ist Labour-Chef Jeremy Corbyn zusammen mit dem Parteichef der Liberaldemokraten Vince Cable das Aushängeschild für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“, eine jährlich stattfindende Kampagne, die seit 2012 unter der Führung der islamistischen Gruppe Muslim Engagement and Development (MEND – muslimisches Engagement und Entwicklung) stattfindet.

„Wir müssen Rassismus in jeder Form aus unserer Gesellschaft verjagen“, sagte Corbyn – dessen eigene Labour Party nie antisemitischer war und der Hamas- und Hisbollah-Terroristen als „Freunde“ betrachtet. Die Botschaft kam eingewickelt in ein Propaganda-Video, in dem er als Star der Kampagne mitmacht. „Islamophobie“, fuhr er fort, „ist etwas Furchtbares, verursacht furchtbaren Schmerz und furchtbare Leiden.“

„Ich heiße den Beitrag herzlich willkommen, den MEND dazu leistet das Bewusstsein für dieses Thema steigern und Menschen in der politischen Welt und anders wo dazu zu mobilisieren Islamophobie zu bekämpfen“, fügt Cable in dem Video hinzu.

Hier sind zwei Führer britischer Oppositionsparteien, die vor MEND niederknien, einer Gruppe, die vor kurzem als „Islamisten, die sich als bürgerliche Libertäre ausgeben“, beschrieben wurde.

Corbyn und Cable sind jedoch nicht die einzigen, die nach der Gesellschaft islamischer Herrenmenschen gieren. Örtliche Behörden, Polizei, Lehrer und Abgeordnete haben allesamt mit MEND gearbeitet, obwohl auf die Organisation „die regierungseigene Extremismus-Definition zutrifft“ („lautstarke oder aktive Opposition gegen fundamental britische Werte, einschließlich der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, individuelle Freiheit und gegenseitiger Respekt und Toleranz unterschiedlicher Religionen und Überzeugungen“) und „hat regelmäßig illiberale, intolerante und extremistische islamistische Redner zu Gast gehabt … hat offen angestrebt hat die Terrorbekämpfungsgesetze zu untergraben und gegen Extremismusbekämpfungsbemühungen vorzugehen; zusätzlich haben sie ihre eigenen Linksextremisten…“

Zusätzlich:

Mehrere der Beschäftigten der Organisation und Freiwilligen, darunter ranghohe Persönlichkeiten, haben öffentlich eine Reihe beunruhigender Ansichten zu Terrorismus und Antisemitismus zum Ausdruck gebracht. Dazu gehörten Unterstützung von Terroristen im Ausland, das Abtun der jüngsten Terroranschläge im Königreich, die Werbung für antisemitische Verschwörungstheoriren und sogar die Aufforderung an britische Moscheen Gebete für „die Mudschaheddin“ zu veranstalten.“

Obwohl sie die Definition der Regierung für eine extremistische Gruppe erfüllt, organisiert MEND gleichwohl eine Reihe Veranstaltungen für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“, der „positive Beiträge britischer Muslime feiert, übliche Märchen über britische Muslime aus dem Weg schafft und die Rolle der Medien bei der Aufrechterhaltung antimuslimischer Vorurteile“ an der Brunel-University, SOAS, der London School of Economics and Political Science, dem King’s College und anderen herausstellen.

Letztes Jahr schloss sich die Polizei von Bedford der Kampagne „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“ an, zog dann aber nach Nutzung des Kampagnen-Logos wieder zurück, nachdem das von ISIS-Jihadisten genutzte Handzeichen ähnelt. Ein Jahr später nutzt die Kampagne immer noch dasselbe Einfinger-Logo, wofür sie nicht überzeugend behauptet, es stehe für „I“ wie in „Islamophobie“.

Das Vereinte Königreich ist fast klinisch besessen von „Islamophobie“-Bewussteinskampagnen. Vor nur ein paar Wochen tat sich die Polizei von London mit den Behörden der Tranpsort for London zusammen, um Menschen zu ermutigen während der „National Hate Crime Awareness Week“ (Landesweite Bewusstseinskampagne für Hassverbrechen) hassverbrechen zur Anzeige zu bringen; diese lief vom 14. bis 21. Oktober. Die Veranstaltungen zielten hauptsächlich auf Muslime, wobei Beamte die Moschee East London besuchten, um zur Anzeige von Hassverbrechen zu ermutigen.

Man kann sich andere Themen denken, die einen „Bewusstseinsmonat“ in Großbritannien mehr verdienen, insbesondere weil viele Menschen, die von diesen Dingen betroffen sind, die unter Folgen der britischen Besessenheit von „Islamophobie“ gelitten haben.

Britische Behörden, besonders die Polizei und Sozialarbeiter, wandten sich von tausenden Mädchen auf kriminelle Weise ab, die in industriellem Ausmaß“ von muslimischen Vergewaltigungsbanden besonders in der Stadt Rotherham zur Prostitution herangezogen und vergewaltigt wurden. Beamte ließen diese Kinder auf die furchtbarste Weise genau deshalb im Stich, weil sie dazu konditioniert worden waren entlang der Linien von „Islamophobie“ zu denken. Sie missachteten grob ihre Plichten die Öffentlichkeit zu schützen, weil sie sich mehr Sorgen darum machten als „islamophob“ oder „rassistisch“ etikettiert zu werden, als um die vielen jungen, unschuldigen Leben, die zerstört wurden. Warum gibt es keine laufende landesweite Bewusstseinskampagne für das Entdecken solcher Heranziehungsaktivitäten, einschließlich einer Kampagne für Beamte ihre professionellen und ethischen Verpflichtungen vor das zu stellen, was andere von ihnen denken könnten?

Britische Polizei und Sozialarbeiter wandten sich auf kriminelle Weise von tausenden Mädchen ab, die „in industriellem Ausmaß“ von muslimischen Vergewaltigungsbanden besonders in der Stadt Rotherham (im Bild) zur Prostitution herangezogen und vergewaltigt wurden. Foto: Anthony Devlin/Getty Images.

Opfer von sogenannten Ehrenverbrechen – Gewalt gegen Frauen durch ihre Familien, um die „Ehre“ der Familie zu retten, einschließlich Ehrenmorden – müssen ebenfalls dringend eine Bewusstseinskampagne bekommen. Jüngste Zahlen zeigen, dass nur 5% der bei der Polizei angezeigten Fälle von Ehrenverbrechen 2016/17 an die königlichen Staatsanwaltschaft weitergegeben wurden, trotz der starken Zunahme der entdeckten Fallzahlen. 2016/17 wurden mehr als 5.000 Ehrenverbrechen bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Fakt ist, dass die Polizei verprügelte Frauen oft direkt zurück in die Probleme schicken, aus denen sie kamen; man sagte ihnen, sie sollten nach Hause gehen – was bedeuten konnte, dass diese Frauen voraussichtlich nicht nur Opfer von Gewalt, sondern von tatsächlichen Ehrenmorden werden.

Oper von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) könnten ebenfalls eine Bewusstseinskampagne brauchen. 2016/17 wurden mehr als 9.000 FGM-Fälle ermittelt – kaum weniger als im Jahr davor.

Das Vereinte Königreich benötigt ebenfalls eine Bewusstseinskampagne zu Antisemitismus, der in Großbritannien in den letzten drei Jahren dramatisch zugenommen hat, den die Justiz jedoch weitgehend ignoriert. 2016/17 strengte die königliche Staatsanwaltschaft (CPS) in 14.480 Fällen Prozesse wegen Hassverbrechen an, doch nach Angaben der Campagin Against Antisemitism

wir müssen immer noch ein Jahr erleben, in dem es mehr als ein paar Duzend antisemitische Hassverbrechen gibt, die strafrechtlich verfolgt werden. 2017 sind uns bisher 21  Verfahren bekannt, 2016 gab es 20 und 2015 waren es nur 12. So ernst dieses Versagen der CPS zu handeln ist derart ernst, dass wir alle mutmaßlichen Antisemiten über private Klagen selbst verfolgen und die CPS über auf dem Rechtsweg herausfordern mussten; den ersten solchen Fall gewannen wir im März. Letztes Jahr wurden nur 1,9% der Hassverbrechen gegen Juden gerichtlich verfolgt, was den Polizeikräften signalisierte, dass ihre Bemühungen Hassverbrechen gegen Juden vergeudet sein könnten; und es vermittelte den Antisemiten eine starke Botschaft, dass sie das Gesetz nicht fürchten müssen … Jedes Jahr seit 2014 ist ein rekordverdächtiges Jahr für antisemitische Verbrechen gewesen: von 2014 bis 2016 stiegen antisemitische Verbrechen um heftige 45% an.“

Die regierungseigene Antiterrorkampagne „Make Nothing Happen“ (Lass nichts geschehen) – eine im März 2017 begonnene landesweite öffentliche Bewusstseins-Werbekampagne, die die Bürger drängt die Polizei bei verdächtigen Aktivitäten kontaktieren – riskiert, von der fortgesetzten Voreingenommenheit mit „Islamophobie“ auf den Kopf gestellt zu werden. Das Risiko besteht darin, dass Menschen zögern und verdächtige Aktivitäten nicht berichten werden, weil sie Angst haben als „rassistisch“ oder „islamophob“ etikettiert zu werden. In den USA meldete vor dem Terroranschlag von San Bernardino ein Nachbar der Angreifer Syed Rizwan Farook und seiner Frau Washfeen Malik deren von ihm beobachtete verdächtige Aktivitäten außerhalb von deren Wohnung offenbar genau aus dieser Angst heraus nicht.

Diese Angst als islamophob oder rassistisch bezeichnet zu werden scheint in der westlichen Psyche tief verwurzelt zu sein. Vermutlich billigt niemand, dass jemand aufgrund einer Ethnie oder Religion herabgewürdigt oder dass eine Gruppe mit einer breiten, willkürlichen Bürste diffamiert wird. Menschen unternehmen sogar enorme Anstrengungen um zu vermeiden ungerechtfertigt irgendjemanden oder irgendeine Gruppe zu kritisieren, selbst wenn Kritik verdient sein sollte, wie im Fall der Prostitutionsbanden im englischen Rotherham. Die Rassismus- und Islamophobieanschludigungen scheinen dazu gedacht zu sein Menschen davon abzuhalten Missbräuche aufzuzeigen, noch bevor sie begangen werden, so dass die Täter frei bleiben können sie zu begehen. Die andere Frage, die praktisch niemals gestellt wird, lautet: Wenn Muslime wegen Islamophobie aufgebracht sind, wie kommt es dann, dass im Vergleich mit anderen Religionsgruppen, so viele von ihnen weiter „Munition“ liefern, die eine solche Sichtweise nur unterstützt und verstärkt – besonders wenn andere Muslime weiter schweigen, es versäumtn Anschläge namentlich zu verurteilen oder nichts zu tun scheinen, um einen Versuch zu unternehmen sie zu verhindern? Zusätzlich gibt es die Frage der Wechselseitigkeit: Wie kommt es, dass es schienbar kein Bedauern über ständige Verunglimpfung von Juden als Nachkommen von Affen und Schweinen gibt;  zu sagen, dass Juden „dreckig“ sind, „ausgelöscht“ werden sollten oder gar Völkermord empfohlen wird? Das sind echte Fragen, in ganz ehrlich gestellt.

In New York erzählte der stellvertretende Polizeipräsident den Amerikanern, dass der tödlichste Anschlag in New York seit dem 9/11 – der von dem Jihadisten Sayfullo Saipow begangene Auto-Rammanschlag – „nichts mit dem Islam zu tun“ hatte. Personen, die es wagen würden auf diesen jihadistischen Mord mit dem Begehen von (nicht definierten) „Einseitigkeitsvorfällen“ oder „Hassverbrechen“ zu reagieren, würden „mit dem vollen Ausmaß des Gesetzes verfolgt“ werden.

Die Behörden in Großbritannien, Europa und den Vereinigten Staaten nähren keine Atmosphäre, die effektiver öffentlicher Sicherheit, Polizeiarbeit oder Terrorbekämpfung förderlich ist. Ganz im Gegenteil. Erkennen sie das überhaupt?

Eine gefährliche Krankheit: Islamophobie-Phobie

Dr. Max Singer, BESA Center Perspectives Paper Nr. 449, 23. April 2017

Protestler in Minneapolis (Minnesoa), 17. September 2016 (Fibonacci Blue, via Flickr-Creative Commons)

Kurzfassung: Wir brauchen ein neues Wort: „Islamophobie-Phobie“ (IPP) oder überzogene Angst vor Islamophobie. Der Begriff „Islamophobie“ wurde geprägt, um Feindseligkeit gegenüber dem Islam oder eine übertriebene Angst vor ihm zu bezeichnen. Vorurteile gegen Muslimen zu meiden ist ehrenhaft, wird aber zu weit getrieben, die Angst vor Islamophobie verhindert eine realistische Reaktion auf die Angriffe des Islam auf den Westen.

US-Offizielle haben angemessen hart daran gearbeitet Islamophobie vorzubeugen. Das vielleicht bemerkenswerteste Beispiel war Präsident George W. Bushs Besuch im Islamischen Zentrum von Washington DC sechs Tage nach den Anschlägen vom 9/11, bei denen 19 Muslime 3.000 Amerikaner (darunter auch Muslime) getötet hatten. Bush beabsichtigte mit dem Besuch des Zentrums den Amerikanern zu sagen „Islam ist Frieden“ und dass sie das Massaker des 9/11 nicht anderen Muslimen anlasten sollten.

In Europa macht IPP es Regierungen schwieriger ihre Bürger vor krimineller Gewalt seitens muslimischer Migranten zu schützen. Die Gewalt ist ein bedeutendes Phänomen, aber selbst vernünftige, nicht voreingenommene Beamte sind nicht in der Lage auch nur eine Diskussion darüber zu führen, ohne als Muslimfeinde verurteilt zu werden. Dieses erzwungene Schweigen hat zum Aufstieg der beliebten Antizuwanderungsgbewegungen geführt, die Europas politisches Gleichgewicht kippen könnten, wie es Präsident Trumps Wahl in den USA tat.

Eines der extremeren Beispiele von IPP war Präsident Obamas Leugnung, dass der Islamische Staat (ISIS) irgendetwas mit dem Islam zu tun hat. ISIS erhebt offiziell den Anspruch das neue Islamische Kalifat zu sein, das vom islamischen Recht regiert wird und dass Tausende Muslime aus aller Welt sich gemeldet haben, um für den IS zu kämpfen, weil sie das als ihre muslimische Pflicht betrachten.

ISIS verficht nicht nur seine spezielle Sicht des Islam als Religion, sondern auch die totalitäre politische Ideologie, die allgemein als „Islamismus“ bezeichnet wird. Das Suffix „-ismus“ signalisiert eine entscheidende Abgrenzung zwischen der Religion und der politischen Ideologie.

Obwohl sie zu weit gingen, hatten die Präsidenten Bush und Obama gute strategische Gründe Islamophobie zu bekämpfen. Bis  heute wird der von den Islamisten erklärte Krieg gegen die USA und den Westen nur von einem kleinen Teil der 1,6 Milliarden Muslime der Welt geführt. Eine der größten Gefahren dieses Kriegs besteht in der Möglichkeit, dass ein größerer Anteil der Muslime sich den Islamisten anschließt, wie sie die westlichen Verteidigungsmaßnahmen als Angriffe auf ihre Religion betrachten.

Die wichtigste Rekrutierungsmaßnahme islamistischer Organisationen wie Al-Qaida und ISIS besteht darin, dass Amerika und der Westen den Islam angreifen. Sie rufen junge Muslime auf sich ihrer Verteidigung gegen diesen Angriff durch die USA und Europa anzuschließen. (Die islamistische Führung glaubt zwar, dass ihre Religion von Muslimen fordert gegen die Nationen der Ungläubigen Krieg zu führen, aber das ist nicht das Hauptargument, das sie dazu nutzen, andere Muslime dazu zu bringen sich ihnen anzuschließen.)

Amerikanische Truppen haben seit Jahren im Irak und in Afghanistan gekämpft und amerikanische Flugzeuge bombardieren Syrien – während nicht eine nationale Armee der Muslime irgendein westliches Land angreift. Daher überrascht es nicht, wenn die Behauptung, der Islam werde angegriffen, so vielen Muslimen plausibel erscheint. Und westliche Verurteilung islamischer Traditionen, die zum Beispiel die Rolle der Frau und die Integration von Religion und Politik betreffen, fühlt sich ebenfalls wie ein Angriff auf den Islam an.

Amerikaner erkennen allgemein an, dass zu den Schlüsselgründen dafür, dass ihre Truppen in den Irak und nach Afghanistan geschickt wurden, gehört weitere Anschläge der Art wie des 9/11 zu verhindern. Doch die meisten Menschen in wichtigen Ländern des Nahen Ostens glabuen nicht, dass Al-Qaida den 9/11 verübte. In der Region ist es weit üblicher zu glauben, dass die USA oder Israel die Vernichtung des World Trade Centers als Rechtfertigung nutzten, um Muslime anzugreifen. Sie akzeptieren nicht, dass kämpfende Amerikaner im Nahen Osten eine Verteidigungsmaßnahme sind. Zum Beispiel deutete eine Umfrage an, dass 55% der Ägypter glauben, die USA oder Israel seien für den 9/11 verantwortlich und 18% sagten, sie wüssten nicht, wer es war. (Übrigens akzeptiert etwa ein Viertel der Amerikaner ebenfalls die offizielle Sicht für die Verantwortung der Anschläge vom 9/11 als Ganzes nicht.)

Während die neue US-Administration den notwendigen Schritt von der IPP der Obama-Administration hin zu einer korrekteren Sicht der Verbindung zwischen islamistischen Terroristen und dem Isam macht, muss sie einen schwierigen Kurs zwischen zwei Gefahren steuern. Einerseits müssen die USA ihre Feinde begreifen. Präsident Trump hat betont, dass er keine Angst hat den Feind beim Namen zu nennen. Andererseits ist entscheidend, dass die USA nicht auf eine Art und Weise reden oder handeln, die mehr Muslime dazu bringt zu glauben, dass die USA der Feind des Islam sind. Es wäre katastrophal, wenn der derzeit relativ kleine Krieg sich zu einem ausgewachsenen, weltweiten Religionskrieg entwickeln würde.

Selbst wenn die Regierung sorgfältig sagt, dass sie „Islamismus“ oder „radikalen Islam“ bekämpft statt den Islam selbst, könnte ein muslimisches Publikum den Unterschied nicht hören. In einer noch nicht lange zurückliegenden Pressekonferenz des türkischen Präsidenten Recep Erdoğan und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel widersprach Erdoğan öffentlich Merkels Äußerung, der Islamismus unterscheide sich vom Islam.

Es ist absolut dringend, dass die US-Regierung handeln muss, um öffentliche Unterstützung ds Großteils der amerikanischen Muslime zu bekommen, die islamistischen Terrorismus ablehnen und ihre Wahlheimat patriotisch unterstützen. Derzeit sind sie nicht allzu laut. Viele wichtige amerikansch-muslimische Organisationen und Moscheen repräsentieren nicht die Ansicht antiislamistischer Muslime. Solche Organisationen – z.B. CAIR und das Muslim Public Affairs Council – dominieren den Diskurs, weil frühere US-Administrationen ihnen Legitimität verliehen, trotz ihrer Sympathien für die Muslimbruderschaft und andere Feinde der USA. Den Fehler zu korrigieren muss ganz oben auf der Agenda der Administration stehen.

Die Bekundungen von Organisationen, die große Anzahlen an antiislamistischen und antiterroristischen amerikanischen Muslimen repräsentieren, könnte die muslimische Wahrnehmung in anderen Ländern beeinflussen, ob die USA sich mit ihnen im Krieg befinden oder nicht.

Während des Kalten Krieges war ein wichtiges Thema der Atomstrategie die Notwendigkeit einen versehentlichen Krieg zu vermeiden, den keine Seite wollte, wenn eine Seite fürchtete angegriffen zu werden. Westler sollten ähnliche Bedenken zu Muslimen haben, die irrtümlich glauben, der Westen greife ihre Religion an. Gleichzeitig haben die Westler ein Interesse an den Krieg energisch und unmissverständlich den Krieg zu kontern, den islamistische Extremisten tatsächlich gegen den Westen führen.

Eine 1.389 Jahre alte „Phobie“?

Raymond Ibrahim, 7. April 2017 (FrontPage Magazine)

Es besteht eine direkte Korrelation zwischen westlicher Ignoranz der Geschcihte und westlicher Ignoranz der „lästigen“ Lehren des Islam. Es ist diese Verbindung, die es den Islam-Apologeten erlaubt mit so vielen Verfälschungen und glatten Lügen durchzukommen, die den Islam abschirmen sollen.

Nehmen wir Reza Aslan, CNNs ortsansässigen „Kannibalen“: Er behauptete gerade, dass „Islamophobie“ – von CAIR und anderen als „unbegründete Angst vor und Feindschaft gegenüber dem Islam“ – 2014 von ein paar „Clowns“ erschaffen wurde.

Sicherlich ist westliche Angst vor dem Islam en recht frisches Phänomen der modernen Zeit. Weil die Welt vor ein paar Jahrzehnten ein viel größerer Ort und der Islam Ozeane weit weg war, wusste der Durchschnittsamerikaner kaum etwas über Mohammeds Glauben. Die Welt ist aber kleiner geworden – weil Muslime in westlichen Gesellschaften an Zahl zugenommen haben, weil westliche Technologie es den Schwächeren möglich gemacht hat die Stärkeren zu terrorisieren und es dann (via Internet) in die Welt zu senden – so hat die westliche Welt mehr und mehr vom Islam gehört, gesehen und erfahren.

Doch Aslans Klage lautet nicht, dass die Leute dem Islam gegenüber früher ignorant waren, aber heute verständig sind. Stattdessen beschuldigt er ein Reihe Autoren und Aktivisten – die erwähnten „Clowns“ – sie würden ein bedrohliches Bild des Islam erzeugen, das wiederum die Menschen des Westens veranlasst hat eine „unbegründete Angst und Feindschaft dem Islam gegenüber“ zu entwickeln – oder mit einem Wort: „Islamophobie“.

Eine solche Behauptung baut auf eine obszöne Menge historischer Ignoranz. Fakt ist, das westliche Menschen, einschließlich einiger ihrer Koryphäen, den Islam schon von Anfang an als feindliche und gewalttätige Macht darstellten – oft mit Begriffen, die die heutigen „Islamophoben“ erröten lassen würden. Und das war nicht so, weil die Europäer „den anderen umgestalteten“, um „ihr imperialistisches Streben zu bestätigen“ (um die müde Terminologie von Edward Said zu verwenden, die so lange bestimmt hat, wie die akademische Welt westlich-muslimisches Interagieren dominierte). Stattdessen geschah diese von Anfang an, weil der Islam den „Ungläubigen“ auf dieselbe Weise behandelten, wie ISIS die Ungläubigen behandelt: grauenhaft.

Gemäß muslimischer Geschichtschreibung forderte Mohammed den römischen („byzantinischen“) Kaiser Heraclius – das symbolische Oberhaupt „des Westens“, der damals als „Christenheit“ bekannt war – sich dem Islam zu unterwerfen; als der Kaiser das ablehnte, wurde ein bösartiger Jihad gegen die westliche Welt entfesselt. Weniger als 100 Jahre später hatte der Islam mehr als zwei Drittel der Christenheit erobert und stieß tief nach Frankreich vor. Während diesen weitreichenden Eroberungen in heutigen Schulbüchern – wenn überhaupt – oft nur ein Satz gewidmet wird, machten die Chronisten, einschließlich der muslimischen, klar, dass dies umwälzende Ereignisse waren, die traumatische Auswirkungen auf den nicht eroberten Teil der Christenheit hatten und keinen geringen Anteil daran hatten, was genau Europa wurde. Ibn Khaldun formulierte es bekanntlich so, nachdem er unablässige muslimische Überfälle wegen Beute und Sklaven entlang der gesamten europäischen Mittelmeerküste während des neunten und zehnten Jahrhunderts beschrieb: „Die Christen konnten keine Planke mehr auf dem Meer treiben lassen.“ Sie gingen ins Inland vor und das dunkle Mittelalter begann.

Aber es war nicht nur das, was sie persönlich durch die Muslime erfuhren, das diese uralte „Phobie“ gegenüber dem Islam entwickelte. Schon im achten Jahrhundert hatten die heiligen Schriften und Geschichten – der Koran, die Hadithe, Sira- und Maghazi-Literatur – den christlichen Gemeinden zur Verfügung, die in seiner Nähe oder sogar unter der Autorität des Kalifats lebten. Einzig auf Grundlage dieser Primärquellen des Islam kamen Christen zu dem Schluss, dass Mohammed ein (möglicherweise von Dämonen besessener) falscher Prophet war, der sehr offensichtlich ein Bekenntnis zusammengebraut hatte, um die schlimmsten Schlechtigkeiten des Menschen – Herrschaft, Plünderung, Grausamkeit und Fleischeslust. Diese Sichtweise herrschte mehr als ein gutes Jahrtausend lang überall in Europa (und bis heute unter „Islamophoben“) vor; und sie wurde von der Tatsache verstärkt, dass Muslime immer noch, gut ein Jahrtausend später, in christliche Gebiete einmarschierten, sie plünderten und ihre Frauen und Kinder entführten. Die erste Begegnung der Vereinigten Staaten mit dem Islam – die Berberkriege des frühen 19. Jahrhunderts – war übrigens die Folge muslimischer Überfälle auf amerikanische Schiffe, um im Namen Allahs Betue und Sklaven zu bekommen.

Hier folgt eine winzige Zusammenstellung dessen, was Europäer vom Islam im Verlauf der Jahrhunderte dachten:

Theophanes, byzantinischer Chronist (gest. 818):

Er [Mohammed] lehrte die, die ihm ein Ohr gaben, dass derjenige, der den Feind erschlägt – oder vom Feind erschlagen wird – ins Paradies einzieht [s. Sure 9,111]. Und er sagte, das Paradies sei sinnlich und lustvoll – Orgien aus Essen, Trinken und Frauen. Es gebe dort auch einen Fluss aus Wein … und die Frauen seien von einer anderen Art und die Dauer des Sex sei weit ausgedehnter und sein Vergnügen andauernder [s. z.B. Suren 56,7-40; 78,31, 55,70-77]. Und lauter weiteren solchen Unsinn.

Thomas von Aquin, einer der einflussreichsten Philosophen des Christentums (gest. 1274):

Er [Mohammed] verführte die Menschen mit Versprechungen und lustvollem Vergnügen, zu dem die fleischliche Wollust uns drängt … und er gab den lustvollen Vergnügen freie Herrschaft. Nicht unerwartet gehorchten ihm in all dem die fleischeslustigen Männer. Als Beweis der Wahrheit seiner Lehre … sagte Mohammed, dass er in der Mach seiner Waffen gesandt sei – die Zeichen sind, an denen es nicht einmal Räubern und Tyrannen mangelt [d.h. sein „Beweis“, dass Allah mit ihm was, ist, dass er in der Lage war zu erobern und zu plündern] … Mohammed zwang andere mit der Gewalt seiner Waffen seine Anhänger zu werden.

Marco Polo, weltberühmter Reisender (gest. 1324):

Gemäß ihrer [der Muslime] Lehre wird, was immer anderen, die einen anderen Glauben haben, gestohlen oder von ihnen geplündert wird, ordnungsgemäß genommen wird und der Diebstahl ist kein Verbrechen; während diejenigen, die Tod oder Verletzung durch die Hand von Christen erleiden, werden als Märtyrer betrachtet. Würden sie daher nicht von den sie beherrschenden [mongolischen] Kräften unterbunden und gebändigt, würden sie viele Gewalttaten begehen. Diese Prinzipien sind allen Sarazenen gemein.

Als der mongolische Khan später die verdorbene Kriminalität von Achmath (oder Ahmed), einem seiner muslimischen Gouverneure entdeckte, schreibt Polo, dass sich des Khans

Aufmerksamkeit auf die Lehren der Sekte der Sarazenen [d.h. des Islam] richtete, die jedes Verbrechen, ja sogar Mord, rechtfertigen, wenn sie an jenen begangen werden, die nicht ihrer eigenen Religion angehören. Und da er sah, dass diese Lehre den beschuldigten Achmath und seine Söhne dazu gebracht hatte so zu handeln wie sie es ohne jedes Schuldbewusstsein taten, wurde der Khan dazu gebracht den schlimmste Ekel und Abscheu dafür zu hegen. Also zitierte er die Sarazenen herbai und verbog ihnen viele Dinge, die zu tun ihre Religion ihnen vorschrieb.

Alexis de Tocqueville, französischer politische Denker und Philosoph, am besten bekannt für „Demokratie in Amerika“ (gest. 1859):

„Ich habe den Koran mit großer Sorgfalt studiert. Ich bin durch das Studium zu der Erkenntnis gelangt, dass es im Großen und Ganzen kaum Religionen auf der Welt gegeben hat, die so tödlich waren wie jene von Mohammed. Soweit ich sehe ist sie der Hauptgrund für die Dekadenz, die heute in der muslimischen Welt so deutlich zu erkennen ist. Und obgleich der Islam weniger absurd ist als der antike Polytheismus, so muss man seine gesellschaftlichen und politischen Tendenzen meiner Ansicht nach noch mehr fürchten. Und darum halte ich den Islam für eine Rückentwicklung und nicht für einen Fortschritt im Verhältnis zum Heidentum.“

Winston Churchill, einer der Führer der alliierten Kriegsanstrengungen gegen Hitler im Zweiten Weltkrieg (1965):

Wie schrecklich sind die Flüche, mit denen die Mohammedaner ihre Anhänger belegen! Neben der fanatischen Raserei, die für Menschen so gefährlich ist, wie die Tollwut bei Hunden, gibt es eine furchtbare, fatalistische Apathie. Die Folgen sind in vielen Ländern offensichtlich: unbesonnene Angewohnheiten, ein schlampiges landwirtschaftliches System, stagnierender Handel und Unsicherheit des Eigentums gibt es überall dort, wo die Anhänger des Propheten herrschen. Eine unterdrückte Sinnlichkeit nimmt dem Leben seine Anmut, seine Raffinesse und als nächstes seine Würde und seine Heiligkeit. Der Fakt, dass nach Mohammedanischem Recht jede Frau das absolute Eigentum eines Mannes ist, ob als Kind, als Ehefrau oder als Konkubine, verhindert die endgültige Abschaffung der Sklaverei, so lange, bis der islamische Glaube aufgehört hat, eine große Macht über Menschen zu haben.

Damit es nicht so erscheint, als seien diese und andere historische Anklagen des Islam einfach Produkt christlich/westlicher Fremdenfeindlichkeit, die den „anderen“ einfach nicht akzeptieren kann, sollte vermerkt werden, dass viele der westlichen Kritiker des Islam regelmäßig andere, nicht muslimische Zivilisationen priesen, ebenso wie die, die heute „moderate Muslime“ genannt werden. So rühmte Marco Polo die Brahmanen Indiens, sie seien „höchst ehrenhaft“, besäßen einen „Hass gegen Betrug oder anderen ihr Gut wegzunehmen“. Und trotz seiner Kritik an der „Sekte der Sarazenen“, also dem Islam, bezeichnete er einen anderen Muslimführer als „gerecht Regierenden“ und einen weiteren als jemanden, „der sich als sehr guter Herr erwies und dafür sorgte, dass jeder ihn liebt“.

Winston Churchill fasste die Sache wie folgt zusammen: „Einzelne Muslime mögen hervorragende Qualitäten besitzen, aber der Einfluss der Religion paralysiert die soziale Entwicklung derjenigen, die ihr folgen. Es gibt in der Welt keine rückwärtsgewandtere Kraft.“

Apologeten wie Reza Alsan können sagen, was immer sie wollen; sie können behaupten, dass der Islam auf ewig und ununterbrochen „missverstanden“ wird – und können sich auf westliche Ignoranz von deren eigenen Geschichte verlassen und damit davon kommen. Aber Angst vor und Abneigung dem Islam gegenüber ist fast 1.400 Jahre lang die Mainstram-Haltung unter Christen/Westlern gewesen – von dem Tag an, als Mohammed anfing Nichtmuslime („Ungläubige“) im Namen seines Gottes zu überfallen, auszuplündern, zu massakrieren und zu versklaven; und weil seine Anhänger, Muslime, weiterhin „Ungläubige“ überfallen, ausplündern, massakrieren und versklaven, besteht diese Angst und Abneigung des Islam – was als „Islamophobie“ bezeichnet wird – bis heute.